Union Investment Institutional Property GmbH

Valentinskamp 70, 20355 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 114835
Vorher
DEFO-Deutsche Fonds für Immobilienvermögen GmbH
Eingetragen
13.5.1977
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
(1) Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen (kollektive Vermögensverwaltung). (2) Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind folgende Investmentvermögen: - Allgemeine Offene inländische Spezial-AlF gemäß § 282 KAGB unter Ausschluss von Hedgefonds gemäß § 283 KAGB, die in die in § 284 Abs. 1 und 2 genannten Vermögensgegenstände investieren. - Offene inländische Spezial-AlF mit festen Anlagebedingungen gemäß § 284 KAGB, die in die in § 284 Abs. 1 und 2 genannten Vermögensgegenstände investieren. - Geschlossene inländische Spezial-AlF gemäß § 285 if. KAGB, die in Immobilien investieren. (3) Daneben betreibt die Gesellschaft folgende Dienst- und Nebendienstleistungen: a) Die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen (Finanzportfolioverwaltung), b) die Verwaltung einzelner nicht in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (individuelle Vermögensverwaltung), c) die Anlageberatung bezogen auf Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes, d) die Anlageberatung bezogen auf Vermögensgegenstände, die keine Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes sind. e) Sonstige Tätigkeiten, die mit den in diesem Paragraphen genannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbunden sind. (4) Die Gesellschaft darf Geschäfte betreiben, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind. (5) Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen oder Unternehmen gründen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf die Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten oder erwerben. (6) Weitere Geschäfte oder Tätigkeiten darf die Gesellschaft nicht betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Bartel
seit 1.4.2026
Prokura
Prokura
Cindy Holzweißig
seit 6.11.2025
Prokura
Joanna Rautenberg
seit 6.11.2025
Prokura
Bastian Pütz
seit 6.11.2025
Prokura
Kirsten Ludwig
seit 14.7.2025
Geschäftsführer
Joachim Kühn
seit 27.5.2025
Prokura
Catharina Eichhof
seit 28.6.2024
Prokura
Eva Tkocz
seit 28.6.2024
Prokura
Sebastian Tusch
seit 4.4.2024
Prokura
Sören Häger
seit 6.1.2023
Prokura
Hans-Peter Fuchs
seit 21.10.2022
Prokura
Sybille Hartwig
seit 27.6.2022
Prokura
Margit Lehwalder
seit 13.1.2022
Prokura
Daniel Seidler
seit 13.1.2022
Prokura
Mario Beck
seit 7.9.2021
Prokura
Geschäftsführer
Thomas Müller
seit 4.8.2020
Prokura
Kai Johnson
seit 4.8.2020
Prokura
Peter Schulte
seit 4.8.2020
Prokura
Stefan Dr. Mai
seit 4.8.2020
Prokura
Prokura
Prokura
Stefanie Lehmann
seit 14.5.2018
Prokura
Jens Völker
seit 8.8.2017
Prokura
Marc Lauterfeld
seit 4.6.2014
Prokura
Carsten Oliver Thiel
seit 12.1.2011
Prokura
Wolfgang Kessler
seit 12.8.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.580.000 €
90.00%
Germany
620.000 €
10.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Union Investment Institutional Property GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Hinweis

Der nachfolgende Lagebericht steht im Kontext mit den geprüften Finanzdaten und den Anhangsangaben. Der Lagebericht enthält auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, also Aussagen, die nicht auf historischen Tatsachen, sondern auf aktuellen Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer für den Zeitpunkt gültig, zu dem sie gemacht werden. Die Union Investment Institutional Property GmbH (UII) übernimmt keine Verpflichtung, diese beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Es ist diesbezüglich deutlich darauf hinzuweisen, dass eine Reihe von Faktoren die tatsächlichen Ereignisse dahingehend beeinflussen können, dass diese von den prognostizierten wesentlich abweichen. Aus aktueller Sicht sind wesentliche Faktoren im Abschnitt Prognose-, Chancen-und Risikobericht und in weiteren Teilen dieses Berichts beschrieben.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten.

A Grundlagen der Gesellschaft

Die Union Investment Institutional Property GmbH ("UII" oder "Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der Union Asset Management Holding AG ("UMH"). Die Union Investment Gruppe mit der UMH als Führungsgesellschaft ("Union Investment") ist wiederum Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Zielsetzung und Strategie von Union Investment orientieren sich daher am Förderauftrag innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe (Prinzip der Subsidiarität). Die lokale Einheit von Primärbank und ihren Mitgliedern soll durch spezialisierte Dienstleister auf überregionaler Ebene unterstützt werden (Bündelung der Kräfte). Das Leistungsangebot der Union Investment Gruppe richtet sich an private und institutionelle Kunden.

Die Union Investment Gruppe besteht dabei aus verschiedenen Einzelgesellschaften: 1

Die Gesellschaft Union Investment Institutional Property GmbH (UII) konzentriert sich als Asset Manager von Immobilien seit 1977 auf die Anlagebedürfnisse institutioneller Investoren. Expertise in unterschiedlichen Ländermärkten und Vehikeln, Best-in-Class-Prozesse und die genaue Kenntnis der unterschiedlichen Anforderungen institutioneller Investoren erlauben es ihr, bedarfsgerechte Immobilien-Lösungen im Rahmen der institutionellen Asset-Allokation zu liefern. Neben institutionellen und Multi-Client-Spezialfonds bietet die UII institutionellen Anlegern auch maßgeschneiderte Lösungen an. Die Fondsvehikel können sowohl deutscher als auch luxemburgischer Provenienz sein. Für das institutionelle Geschäft verwaltet die UII derzeit ein Volumen von 15,1 Mrd. Euro (2022: 14,6 Mrd. Euro), davon werden 5,4 Mrd. Euro aktiv (2022: 5,1 Mrd. Euro) und 9,7 Mrd. Euro im Rahmen von Servicemandaten (2022: 9,5 Mrd. Euro) gemanagt. Die in Summe 36 institutionellen Immobilienfonds und -vehikel (2022: 36) halten zusammen über 480 2 Immobilien (2022: 440). Die UII arbeitet als integraler Bestandteil des Immobiliengeschäfts von Union Investment gemeinsam mit anderen Immobilieneinheiten der UI-Gruppe und nutzt deren Kompetenzen.

1 Umfasst die im Konsolidierungskreis des UMH-Konzerns enthaltenen Unternehmen, Stand 31.12.2023.
2 Ohne UniInstitutional Infrastruktur Erneuerbare Energien.

B Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Eine zunächst robuster als erwartete und sich im weiteren Jahresverlauf abschwächende globale Konjunktur, eine rückläufige Inflation und Notenbanken, die nach weiteren Leitzinserhöhungen bis zum Sommer ab Herbst die Hoffnungen auf Zinssenkungen im kommenden Jahr schürten, prägten das Kapitalmarktumfeld 2023. Die Bankenkrise im Frühjahr, Notenbanken im geldpolitischen Straffungsmodus und die geopolitische Eskalation im Nahen Osten sorgten jeweils nur kurzzeitig für Verunsicherung. Als Treiber für Aktien wirkte zusätzlich die Perspektive auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Neben steigenden Kursen an den Anleihemärkten verzeichneten viele Aktienindizes und auch der Goldpreis kurz vor dem Jahresende neue Allzeithöchststände.

Die schwache globale Wachstumsdynamik und das Ausbleiben eines chinesischen Wachstumsimpulses lasteten hingegen auf chinesischen Aktien und den Preisen von Energierohstoffen und konjunktursensitiven Metallen.

Die Lage auf den internationalen Immobilienmärkten

Investoren, die mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz agieren, blieben dem Markt aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Berichtsjahr weiterhin fern.

Eigenkapitalstarke Investoren verhielten sich sehr zurückhaltend, da die Kaufpreise im Jahresverlauf deutlich korrigierten. Im Gegensatz zu 2022 war nahezu eine Halbierung des Transaktionsvolumens zu beobachten. Die Mieten in fast allen Marktsegmenten zeigten sich aber weitgehend stabil. Für gute Objekte in attraktiven Lagen konnten sogar vielfach Mietpreissteigerungen registriert werden. Die Mieten in den Bestandsportfolios profierten weiterhin von den indexierten Mietverträgen.

Auf den internationalen Büromärkten hat sich die Vermietungsleistung im Jahr 2023 zwar vielerorts leicht verbessert, sie blieb aber noch hinter den Flächenumsätzen der Jahre vor der Pandemie zurück. Dennoch verzeichnete die Mehrzahl der weltweiten Bürostandorte einen Anstieg der allgemeinen Leerstandsrate, weil das zum Teil hohe Angebot an neu fertiggestellten Büroflächen nicht vollständig vom Markt absorbiert wurde. In den innerstädtischen Top-Lagen war die Nachfrage nach modernen, ESG-konformen Flächen hingegen nach wie vor höher als das Angebot. Aus diesem Grund wurden in den meisten Immobilienhochburgen steigende Spitzenmieten registriert.

Der konjunkturellen Eintrübung entsprechend hat sich auch die Nachfrage nach Logistikflächen im Jahr 2023 abgeschwächt. Der Energiepreisschock hat sich gerade auf das verarbeitende Gewerbe negativ ausgewirkt. Gleichzeitig ist auch der Einkaufsmanagerindex der Eurozone im Jahresverlauf spürbar zurückgegangen. Der Flächenumsatz im Logistikbereich lag somit deutlich unter dem Rekordwert des letzten Jahres. Dennoch konnte das Niveau, das vor der Pandemie im langjährigen Durchschnitt erzielt wurde, auch diesmal wieder in etwa erreicht werden. Da aber gleichzeitig weiterhin ein Angebotsmangel besteht, konnte sich der Mietpreiswachstumstrend weiter fortsetzen, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik.

Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten und gesunkener Energiekosten hat sich die Stimmung bei den Konsumenten wieder verbessert. Die Sparquote ist rückläufig und die Einzelhandelsausgaben steigen wieder. Vor diesem Hintergrund sind die Einzelhandelsumsätze zumindest nominal deutlich gestiegen, was die Relation von Miete zu Umsatz für viele Händler deutlich verbessert hat. Die Spitzenmieten zeigten sich fast überall stabil. Vereinzelt war bereits Mietpreiswachstum zu beobachten. Der zinsbedingte Renditeanstieg ist weitgehend abgeschlossen.

Die europäischen Hotelmärkte setzten ihren Erholungstrend im Jahr 2023 fort und zeigten sich bei allen wichtigen Hotel-Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Insbesondere eine hohe Nachfrage im Bereich des Freizeittourismus sorgte flächendeckend für merklich höhere Übernachtungszahlen. Die Auslastungsraten der Hotelzimmer kletterten somit weiter und blieben europaweit nur noch leicht hinter dem Niveau des guten Hoteljahres 2019 zurück. Allerdings wurden bereits nahezu überall deutlich höhere durchschnittliche Zimmerpreise und auch Zimmererträge registriert als in 2019. Insgesamt haben sich die europäischen Hotelmärkte damit schneller wieder erholt als von den meisten Marktexperten zunächst angenommen worden war.

Es ist zu erwarten, dass das Jahr 2024 in nahezu allen Weltregionen durch eine weitere Abkühlung der Wirtschaft geprägt sein wird. Dennoch sollte sich der Anstieg der Spitzenmietpreise in den meisten Nutzungsarten und Märkten voraussichtlich in abgeschwächter Form fortsetzen. Qualitativ hochwertige und flexibel nutzbare Flächen in zentralen Lagen sind weiterhin knapp und dürften auch zukünftig gefragt sein, zumal angebotsseitig durch die deutlich erhöhten Finanzierungskonditionen mit wenig Druck zu rechnen ist. Da für das Jahr 2024 die ersten Zinssenkungen prognostiziert werden, wird voraussichtlich auch dann der Anpassungsprozess bei den Immobilienrenditen abgeschlossen sein. Infolgedessen sollte sich der Transaktionsmarkt langsam wieder beleben und der Ankauf von attraktiven Immobilen zu guten Konditionen möglich sein.

II. Geschäftspolitische Rahmenbedingungen

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war in den vergangenen Jahren durch eine Niedrigzinspolitik geprägt. Die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgten für eine steigende Inflation. Zinsen und Inflation beeinflussen sich gegenseitig.

Im November 2023 hat die Europäischen Zentralbank (EZB) ihren Finanzstabilitätsbericht aktualisiert und vor einem fragilen Finanzsystem im Euroraum gewarnt. Auch die etwas rückläufige Inflationsentwicklung gibt einschätzungsgemäß keinen Grund zur Entwarnung.

Um der Inflation angemessen zu begegnen, hat die EZB ihre Leitzinsen im Zeitraum von Juli 2022 bis September 2023 insgesamt zehn Mal erhöht. Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität liegen zum Jahresende bei 4,50 Prozent, 4,75 Prozent bzw. 4,00 Prozent.

Aufgrund der hohen Zinssätze ergeben sich für Unternehmen und private Haushalte gestiegenen Finanzierungskosten, was die Inlandsnachfrage reduziert. Die Indikatoren zum Wirtschaftswachstum deuten darauf hin, dass Konsumausgaben und Investitionen teilweise zurückgestellt werden, was sich negativ auf das Bruttoinlandsprodukt auswirkt.

III. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 wurden keine Produktauflagen umgesetzt und potenzielle Neu-Produktideen nicht verfolgt.

Das Immobilienvermögen nahm dennoch um rund 1,2 Milliarden Euro zu und lag damit zum 30. November 2023 um 5,3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Neue Kapitalzusagen für die bestehenden Produkte belaufen sich auf rd. 380 Millionen Euro.

Im Service-KVG-Bereich wurde die bereits im Vorjahr begonnene Produktauflage für einen öffentlichen Anleger im Bereich Wohnen Deutschland mit einem Zielvolumen von anfänglich 400 Mio. EUR, perspektivisch bis zu 1,0 Mrd. EUR möglich, vorangetrieben. Eine formale Auflage soll in 2024 erfolgen und weiterhin soll, auf Wunsch des Anlegers, NUVEEN Asset Management Europe als Anlagemanager angebunden werden.

Für die in den vergangenen Jahren aufgelegten Investment-Kommanditgesellschaften für die Eigenbestände zweier Primärinstitute wurden weitere Einbringungen bzw. Verkäufe vollzogen.

Bei den genossenschaftlichen Primärinstituten ist das Interesse nach Individualmandaten, entweder als Einbringungslösung oder als Neuauflage eines Spezial-AIF, nicht zuletzt aufgrund der positiven Erfahrungswerte der Anleger aus den letzten Jahren, weiter vorhanden. Hier steht die UII mit einer Vielzahl von Instituten im Austausch und ist optimistisch, weitere Mandate zu gewinnen.

IV. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Zinsüberschuss 655,3 26,4 628,9
Laufende Erträge 22,4 9,1 13,3
Provisionsüberschuss 53.678,9 59.832,9 -6.153,9
Sonstige betriebliche Erträge 705,9 290,1 415,8
Personalaufwand 9.426,4 8.782,8 643,6
Andere Verwaltungsaufwendungen 28.151,9 25.403,5 2.748,4
Abschreibungen 1,6 2,7 -1,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 530,9 163,6 367,3
Ergebnis aus Forderungen und Wertpapieren 893,0 -913,3 1.806,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 17.844,6 24.892,7 -7.048,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.076,1 8.872,5 -2.796,4
Jahresergebnis 11.768,5 16.020,2 -4.251,7

Der Zinsüberschuss erhöhte sich aufgrund höherer Zinsen im Einlagengeschäft.

Der Rückgang des Provisionsüberschusses resultierte im Wesentlichen aus geringeren Transaktionsvergütungen. Der Ertrag aus der Verwaltungsvergütung stieg dagegen an. Im Geschäftsjahr wurden anders als im Vorjahr keine Vermittlungsprovisionen erzielt. Die Kosten für Advisor Fees und Vertriebsleistungen sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum höher ausgefallen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf höheren Erträge aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert aus jährlichen Gehaltsanpassungen und höheren Aufwendungen für Altersteilzeit.

Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen beruht hauptsächlich auf höheren Leistungsverrechnungen mit anderen Union Investment Gesellschaften.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierte insbesondere aus der höheren Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

Das Ergebnis aus Forderungen und Wertpapieren stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Zuschreibungen bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve.

Die Senkung der Ertragsteuern resultierte aus der Verringerung des zu versteuernden Einkommens der Union Investment Institutional Property GmbH.

Vergleich mit dem ursprünglich prognostizierten Ergebnis

Die im Prognosebericht des Vorjahres formulierten Erwartungen hinsichtlich eines geringeren Provisionsüberschusses sind eingetreten. Die Verwaltungsaufwendungen liegen wie erwartet leicht über Vorjahresniveau. Per Saldo hat sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert, entsprechend ist auch die Cost Income Ratio angestiegen.

2. Liquiditätssteuerung und Finanzlage

2.1 Liquiditätssteuerung

Ziel der Liquiditätssteuerung ist sowohl die Sicherstellung einer permanenten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als auch eine rendite- und risikoorientierte Anlage verfügbarer Finanzmittel. Basis der Steuerung sind die laufende Überwachung und Analyse sämtlicher Zahlungsströme und Finanzmittelbestände. Darauf aufbauend wird im Rahmen einer regelmäßigen Liquiditätsplanung die finanzielle Entwicklung der nächsten 15 Monate abgeleitet, welche die Grundlage für die Anlage von Finanzmitteln bildet.

Die Anlagestrategie folgt einem konservativen Ansatz und sieht eine fortlaufende Risikoüberwachung aller Finanzmittelbestände vor. In die Anlageentscheidungen fließen planmäßige Stresstests zur Bewertung von Zinsänderungsrisiken ein.

Die verfügbaren Finanzmittel sind auf den Bankkonten der Gesellschaft allokiert und darüber hinaus regelmäßig in Wertpapierfonds der Union Investment Gruppe investiert. Kapitalanlagen mit einer Anlagedauer von bis zu drei Jahren (Liquiditätsanlagen) erfolgen im Wesentlichen in bestehende Geldmarkt- und Rentenfonds, längerfristig zur Verfügung stehende Beträge (strategische Anlagen) werden insbesondere in einem speziellen wertgesicherten Fondsprodukt angelegt.

Daneben umfassen Mitarbeiteranlagen die für Mitarbeitende der Gesellschaft im Rahmen von Altersvorsorge- und Mitarbeiterbindungsprogrammen angelegten Finanzmittel.

2.2 Finanzlage

Der Gesamtbestand finanzieller Mittel umfasst alle liquiden Bank- und Wertpapierbestände auf gesellschaftseigenen Konten und Depots:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Buchwerte
Mio. EUR
Marktwerte
Mio. EUR
Buchwerte
Mio. EUR
Marktwerte
Mio. EUR
Buchwerte
Mio. EUR
Marktwerte
Mio. EUR
Bankbestände 24,3 24,3 19,7 19,7 4,6 4,6
Wertpapierbestände gesamt 33,6 33,7 32,2 32,2 1,4 1,5
Wertpapierbestände nach Anlageklassen
Strategische Positionen 30,0 30,1 29,1 29,1 0,9 1,0
Kurzfristige Anlagen zur Liquiditätssteuerung 1,0 1,0 1,0 1,0 0,1 0,1
Mitarbeiteranlagen 2,6 2,6 2,1 2,1 0,5 0,5
davon Deferred-Compensation-Modell 2,2 2,2 1,8 1,8 0,4 0,4
davon Altersteilzeit 0,4 0,4 0,3 0,3 0,1 0,1

Im Jahresabschluss werden in der Bilanz die Wertpapiere des Deferred-Compensation-Modells und der Altersteilzeit mit ihren beizulegenden Zeitwerten nach § 246 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet und saldiert ausgewiesen.

Die innerhalb eines Jahres fälligen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind vollständig durch Bankguthaben, kurzfristig fällige Forderungen und kurzfristig liquidierbare Wertpapiere gedeckt.

Unter Berücksichtigung des Bestandes der verfügbaren finanziellen Mittel zum Abschlussstichtag und der zu erwarteten Liquiditätsentwicklung ist die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei planmäßigem Geschäftsverlauf jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen aus liquiden Mitteln bedienen zu können.

Für eine nähere Darstellung der Finanzlage verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

3. Vermögenslage

3.1 Übersicht über die Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktivseite
Forderungen an Kreditinstitute 24.331,1 37,3 19.766,6 32,4 4.564,5
Forderungen an Kunden 5.423,7 8,3 5.541,3 9,1 -117,5
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 31.035,7 47,6 30.120,4 49,3 915,4
Anteile an verbundenen Unternehmen 160,0 0,2 160,0 0,3 -
Immaterielle Anlagewerte - 0,0 0,7 0,0 -0,7
Sachanlagen 1,7 0,0 2,6 0,0 -0,9
Sonstige Vermögensgegenstände und übrige Aktiva 4.261,3 6,5 5.495,8 9,0 -1.234,5
Bilanzsumme 65.213,6 100,0 61.087,4 100,0 4.126,2
Passivseite
Sonstige Verbindlichkeiten und übrige Passiva 3.087,0 4,7 146,8 0,2 2.940,2
Rückstellungen 16.676,0 25,6 16.058,5 26,3 617,5
Eigenkapital 45.450,5 69,7 44.882,0 73,5 568,5
Bilanzsumme 65.213,6 100,0 61.087,4 100,0 4.126,2

Die Position Forderungen an Kreditinstitute beinhaltet überwiegend täglich fällige Forderungen aus Bankbeständen.

Die Forderungen an Kunden bestehen überwiegend aus langfristigen Forderungen aus Vermittlungsprovisionen für Anteile an geschlossenen InvKGen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände und übrige Aktiva verringerten sich durch den Rückgang der Forderungen an die Investmentvermögen. Demgegenüber ergaben sich Ertragssteueransprüche aufgrund hoher Vorauszahlungen im Geschäftsjahr.

Die in der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere vorhandenen stillen Reserven belaufen sich auf 138,3 TEuro.

Die Position Sonstige Verbindlichkeiten und übrige Passiva beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus erfolgsabhängiger Vergütung gegenüber einem externen Fondsmanager.

Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Personalrückstellungen und Rückstellungen für Provisionen. Die Rückstellungen für Provisionen aus dem sonstigen Fondsgeschäft verringerten sich aufgrund des Rückgangs von Transaktionen, andererseits erhöhten sich die volumenabhängigen Provisionsrückstellungen.

Die Eigenmittel nach § 1 Abs. 19 Nr. 9 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Verbindung mit Art. 72 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 betragen zum Stichtag 31. Dezember 2023 33.596,3 TEuro (vor Feststellung des Jahresabschlusses, Vorjahr 28.775,1 TEuro). Dem stehen Kapitalanforderungen nach § 25 KAGB in Höhe von 20.080,8 TEuro gegenüber (Vorjahr 16.024,1 TEuro).

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 69,7 Prozent auf.

Aus Sicht der Gesellschaft ist die Vermögenslage geordnet.

3.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Für die Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit der UII sowie ihre Stellung im Wettbewerb sind die Mitarbeitenden der entscheidende Erfolgsfaktor. Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf Basis der individuellen Bedarfe der Mitarbeitenden gezielte Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt. Zielorientierte Mitarbeitendenführung sowie der Einsatz leistungsorientierter Vergütungsinstrumente bewirken, dass die Mitarbeitenden auf allen hierarchischen Ebenen eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln.

Variable, an individuellen Leistungszielen bemessene Gehaltsbestandteile unterstützen zudem den Leistungswillen und die Zielorientierung der Mitarbeitenden.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die UII 39 Mitarbeitende (Vorjahr: 40 Mitarbeitende) mit einem durchschnittlichen Alter von 43,4 Jahren (Vorjahr: 42,3 Jahre) und einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 8,0 Jahren (Vorjahr: 7,0 Jahre).

Markenleistung

Markenpolitisch profitiert die UII von der Bekanntheit der Corporate Brand Union Investment, die mit 60,7 Prozent gestützter Bekanntheit bevölkerungsweit (Wert per November 2023) Rang zwei der bekanntesten Asset Manager Deutschlands einnimmt.

In der Zielgruppe der Immobilienmarktteilnehmer ist der zweimal im Jahr seit 2006 veröffentlichte Immobilien-Investitionsklimaindex von Union Investment ein in der Branche deutlich sichtbarer und von der Presse stark aufgenommener Kompetenzbeweis für die Immobilienmarke Union Investment.

Im Rahmen der strategischen Markenführung wird seit 2013 bei allen markenrelevanten Zielgruppen der sog. Markenstärkeindex erhoben. Er wird aus den gängigen Parametern der Markenführung gebildet und kann Werte zwischen 0 und 100 annehmen.

Die Erhebung der Werte bei Immobilienmarktteilnehmern wird im zweijährigen Rhythmus in Jahren mit ungeraden Jahreszahlen über eine externe Studie vom European Real Estate Brand Institute per Online-Befragung durchgeführt. Die aktuelle Welle fand vom 10. Januar bis 3. Februar 2023 bei 261 Markenkennern in Deutschland statt. Der Indexwert im Jahr 2023 betrug 84,3 Punkte und war 2,1 Punkte höher als im letzten Erhebungsjahr 2021 mit 82,2 Punkten. Zu beachten ist, dass der Indexwert auf einer allgemeinen Marktbefragung beruht, somit wurden auch Immobilienmarktteilnehmer befragt, mit denen die UII nicht in direkter Geschäftsbeziehung steht.

Bei Mietern wurde der Markenindex sowohl 2020, 2021 als auch 2022 aufgrund der bei den Kernmietergruppen - Mieter großer Büroflächen, Hotels und Einzelhandelsgeschäfte in Shopping-Centern - infolge der Corona-Pandemie schwierigen Lage nicht erhoben. Der Wert des Markenstärkeindex bei Mietern in Objekten der UII und der Union Investment Real Estate GmbH (UIR) lag 2023 bei 68,4 Indexpunkten. Bei der Erhebung zuvor (2018) betrug der Wert für diese Zielgruppe 72 Punkte.

Angesichts der in den verschiedenen Zielgruppen unterschiedlichen Relevanz der Marke im Entscheidungsprozess sind die Werte aller Zielgruppen aus markenfachlicher Sicht positiv einzuwerten. Die Gesellschaft erwartet für 2024, dass die Werte niedriger ausfallen werden, da sich das Marktumfeld im Jahresverlauf deutlich verschlechtert hat und voraussichtlich auch wichtige Markeneigenschaften unter Druck stehen.

Kundenzufriedenheit

Bei Mietern in den Objekten von UII und UIR werden in zweijährigem Rhythmus Zufriedenheitsbefragungen durchgeführt. Aufgrund der Corona-Pandemie, die bei vielen Mietern der wichtigsten Mietergruppen Büromieter, Hotels und Einzelhandelsmieter in Shopping Centern zu kritischen Ertragslagen führte, haben UII und UIR die ursprünglich für 2020 geplante, dann zunächst für das Berichtsjahr 2021 angesetzte Kundenzufriedenheitsbefragung ein weiteres Mal auf das Jahr 2023 verschoben. Diese aktuelle Befragung ist noch nicht abgeschlossen, die Ergebnisse beziehen sich daher auf den aktuellsten verfügbaren Stand von 160 (bei geplanten 200) Interviews zu deutschen Objekten der UII und UIR.

Die Zufriedenheit von Mietern in deutschen Objekten der beiden Gesellschaften liegt 2023 auf der Basis von bisher 160 Interviews auf einer Skala von 1 = ,außerordentlich zufrieden' bis 5 = ,unzufrieden' bei 2,5 - nach 2,3 im Jahr 2018. Aufgrund des langen Zeitraums zwischen den beiden Erhebungen und den großen aktuellen Herausforderungen im gewerblichen Immobiliengeschäft (bspw. stark gestiegene Anforderungen an Flexibilität infolge der Effekte der Digitalisierung, Herausforderungen in der Baubranche bei Neu- und Umbauten) ist die Entwicklung nicht unbedingt als Verschlechterung zu interpretieren.

Nachhaltigkeitsmanagement in der Union Investment Gruppe

Nachhaltigkeit ist fest im Wertegerüst und den Strukturen der Union Investment Gruppe verankert. Nachhaltigkeit ist Teil unseres Selbstverständnisses, welches wir in unserem Leitbild zum Ausdruck bringen. In unserem unternehmensweiten Nachhaltigkeitskodex sind die Grundprinzipien und Leitideen, nach denen sich Nachhaltigkeit in unserem Denken und Handeln widerspiegelt, verankert.

Die Gesellschaft ist in den Nachhaltigkeitsbericht der Union Investment Gruppe sowie der DZ Bank Gruppe einbezogen.

Nachhaltigkeitsstrategie

Union Investment verfolgt eine gruppenweite, vom Gesamtvorstand der Union Investment verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie, welche aus fünf strategische Handlungsfelder besteht: "Positionierung und Kommunikation", "Leistungen und Kompetenzen", "Vermarktung", "Produkte" sowie "Betrieb". Die Nachhaltigkeitsstrategie wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf weiterentwickelt.

Die Klimastrategie von Union Investment zielt auf eine Klimaneutralität im Geschäftsbetrieb bis 2045 und bei unseren durch die Produkte finanzierte Emissionen bis 2050 ab.

Im Berichtsjahr 2023 wurde eine gruppenweite und umfassende Diversity & Inclusion-Strategie verabschiedet.

C Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Chancenbericht

Die Union Investment Institutional Property GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, für ihre Anleger absolut und relativ erstklassige Renditen zu generieren und dabei nachhaltig die ihr anvertrauten Werte zu steigern. Dabei soll das Vertrauen der Anleger und Geschäftspartner durch überlegene Prozessqualität sowie durch aktives und risikobewusstes Immobilienmanagement weiter ausgebaut werden. Hierzu werden für das Geschäftsfeld der Gesellschaft relevante Trends antizipativ wahrgenommen, schnell adaptiert und als Chancen für das Immobiliengeschäft genutzt. Dieses erfolgt durch verantwortungsbewusstes Handeln und durch Orientierung an nachhaltigen Zielen, über die transparent berichtet wird.

Die Märkte, in denen sich die Union Investment Institutional Property GmbH bewegt, befinden sich aufgrund der geographischen Diversifizierung generell oftmals in unterschiedlichen Stadien des Marktzyklus und tragen so zur Risikoverteilung bei. Dennoch haben geo- und wirtschaftspolitische Risiken auch zukünftig Auswirkungen auf die Marktentwicklung.

Bedingt durch das eingetrübte konjunkturelle Umfeld und die erhebliche Veränderung der Finanzmarktkonditionen gibt es aktuell einige Herausforderungen an den Immobilienmärkten. Gleichzeitig profitiert aber das etablierte Bestandsportfolio der Union Investment Institutional Property GmbH auch durch die oftmals vereinbarten Indexmieten, die an die Inflationsrate gekoppelt sind. Darüber hinaus können nun in einem rekalibrierten Investmentmarkt attraktive Opportunitäten genutzt werden. Auch im Jahr 2024 werden unsere Anleger Immobilien für ihre Portfolien nachfragen, da diese auch in schwierigen Zeiten als Stabilitätsanker wirken. Eigenkapitalstarke, langfristig orientierte Investoren, wie die Union Investment Institutional Property GmbH, können diese Chancen entschlossen nutzen.

Am Ende des im Prognosebericht in Kapitel C. III beschriebenen Anpassungsprozesses, der voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2024 weitgehend abgeschlossen sein dürfte, besteht aus heutiger Sicht unter anderem die Chance, hochwertige Objekte, die in anderen Marktphasen nur sehr selten gehandelt werden, zu attraktiven Konditionen zu erwerben.

Es gilt, die Balance zwischen Chancenorientierung und Sicherheitsbedürfnis der Anleger im aktuellen Marktumfeld im Blick zu behalten.

Die Union Investment Institutional Property GmbH analysiert und bewertet fortlaufend die Entwicklung der weltweiten Volkswirtschaften sowie deren relevanten Immobilienmärkte. Die Ergebnisse werden dann in der Investitionsstrategie berücksichtigt. Dies umfasst die Identifizierung attraktiver Teilmärkte sowie die Diversifikation bzw. sinnvolle Internationalisierung des Portfolios.

Diese Internationalisierung setzt die Union Investment Institutional Property GmbH konsequent fort, um attraktive Investmentmöglichkeiten in den bedeutenden Immobilienmärkten der Welt wahrzunehmen, dabei werden Desinvestitionen genutzt, um in einem herausfordernden Marktumfeld jederzeit für Ankaufsopportunitäten handlungsfähig zu sein. Durch ein eigenes Immobilien-Projektmanagement hat die Union Investment Institutional Property GmbH darüber hinaus eine besondere Kompetenz darin, das Potenzial von Immobilien im Entwicklungsstadium zu beurteilen und einen Neubau von der Konzeption bis zur Fertigstellung fachkundig zu begleiten.

Die Einstiege in neue Geschäftsfelder und in veränderte Anlagestrategien bieten Chancen zur Erwirtschaftung höherer Renditen. Anleger sind bereit, kontrollierte Risiken einzugehen. Deshalb realisiert die Union Investment Institutional Property GmbH auch Ankäufe, die der Risikoklasse "Manage to Core" zuzurechnen sind und zu Core-Immobilien weiterentwickelt werden. Manage to Core-Objekte haben ihr Potential noch nicht ausgeschöpft und sind am Markt häufig unterbewertet. Die Union Investment Institutional Property GmbH sieht vor diesem Hintergrund die Möglichkeit, ihre Position als aktiver Risikomanager weiter zu etablieren und das Fondsgeschäft nachhaltig auszubauen.

Neben der regelmäßigen Überprüfung der Produktpalette nimmt deren bedarfsorientierte Adjustierung einen hohen Stellenwert ein. Den Anlegern werden dadurch marktaktuelle Fonds und Lösungen angeboten, um attraktive Mehrwerte zu schaffen.

Die Union Investment Institutional Property GmbH hat sich daher auch zum Ziel gesetzt, das Immobilienportfolio stetig zu überprüfen und angemessen zu optimieren, um so das Portfolio für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg stetig weiterzuentwickeln. Damit die Immobilien wettbewerbsfähig bleiben, wird regelmäßig der Bestand überprüft und individuelle Objektstrategien entwickelt, die sowohl Instandhaltungen und Refurbishments, aber auch Erweiterungsmaßnahmen oder Verkäufe beinhalten.

Ergänzend zur wirtschaftlichen Betrachtung stehen nachhaltige Aspekte im Fokus. Hierzu zählen sowohl die Schaffung von Transparenz bei allen relevanten Gebäude- und Portfoliodaten als auch die Kontinuität der Verbrauchserfassung der Immobilien. Mit der in 2018 verabschiedeten "Manage to Green"-Strategie wurde zudem das Ziel formuliert, die Klimaneutralität des Gebäudebestandes sicherzustellen und damit den Klimaschutzplan 2050 zu erfüllen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Union Investment Institutional Property GmbH weltweit vor der Herausforderung steht, mit den Ressourcen sinnvoll und schonend umzugehen, kommt die Union Investment Institutional Property GmbH durch diese Maßnahmen nicht nur dem gesteigerten Interesse der Kunden nach, sondern stärkt somit auch die Positionierung als verantwortungsvoller Real Estate Asset Manager.

Zudem nutzt die Union Investment Institutional Property GmbH als vorausschauender Immobilienmanager offensiv die Chancen der Digitalisierung für ein nachhaltiges Wachstum. Als Impulsgeber entwickelt sie gemeinsam mit ihren Partnern zukunftsfähige Standards für die Immobilienwirtschaft. Im Fokus stehen hierbei die Optimierung von Standardprozessen und Schnittstellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die Verbesserung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes, die Optimierung der Kundenkommunikation sowie die digitale Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden.

Die Union Investment Institutional Property GmbH als Teil der Union Investment Gruppe hat darüber hinaus mit dem internen Programm "FitForFuture" auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagiert und damit die Basis für strategische Investitionsfelder der Zukunft geschaffen.

II. Risikobericht

1. Bewährte Systeme zur Identifizierung und Steuerung von Risiken

Die Union Investment Institutional Property GmbH ist in ihrem Kerngeschäftsfeld, dem Real Estate Investment Management für institutionelle Kunden, in hohem Maße von der Entwicklung der Immobilienmärkte und dem Anlageverhalten der Fondsanleger abhängig. Sie handelt im Interesse der Fondsanleger und verfolgt eine wertorientierte Unternehmenspolitik mit dem langfristigen Ziel, den Unternehmenswert unter Berücksichtigung von Rendite und Risiko nachhaltig zu steigern.

Die internen Steuerungssysteme sind dabei u.a. darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, regelmäßig zu überwachen und aktiv zu steuern. So sollen Risiken, die zu negativen Abweichungen vom prognostizierten Geschäftsverlauf führen können, möglichst frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass unternehmerische Chancen unter Beachtung von Risikotragfähigkeit und Profitabilität genutzt werden können.

Das Risikomanagementsystem (RMS) der Union Investment Institutional Property GmbH ist ein fortlaufender Prozess, der die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen und Regelungen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von Risiken umfasst. Das RMS ist gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen organisiert. Als Konzerngesellschaft der Union Investment Gruppe ist die Union Investment Institutional Property GmbH in das Risikomanagement des Konzerns eingebunden.

Die Verantwortung für die Risikosteuerung der Gesellschaft obliegt der Geschäftsführung. In der Risikostrategie der Union Investment Institutional Property GmbH sind die identifizierten wesentlichen Risikoarten abgegrenzt, die grundlegenden Verfahren zur Risikomessung festgelegt und konkrete Leitlinien für den Umgang mit dem jeweiligen Risiko vorgegeben. Die Risikostrategie steht im Einklang mit der Risikostrategie der Union Investment Gruppe. Für alle im Rahmen der Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risikoarten, Risikokonzentrationen und Wechselwirkungen mit Investmentvermögen wurden Verfahren für die Risikomessung und Steuerung entwickelt. Der Risikoausschuss der Union Investment Institutional Property GmbH diskutiert in seinen Sitzungen die Risikosituation der Gesellschaft und bereitet Entscheidungen für die Geschäftsführung vor. Der Risikobeauftragte berichtet gemeinsam mit dem Chief Risk Officer der Union Investment Gruppe quartalsweise an die Geschäftsleitung, die auf Basis dieser Berichte den Aufsichtsrat informiert.

Die Details zum RMS inklusive aller Richtlinien und Fachkonzepte sind im Risikohandbuch der Union Investment Institutional Property GmbH dokumentiert.

Die Interne Revision überprüft die Funktionsfähigkeit des RMS im jährlichen Rhythmus.

Im Folgenden sind die wesentlichen Elemente des RMS der Union Investment Institutional Property GmbH dargestellt:

Risikotragfähigkeitsanalyse

Zur Sicherung des Fortbestandes der Gesellschaft wird die Risikotragfähigkeit im Rahmen der ökonomischen Risiko- und Kapitalsteuerung regelmäßig überwacht. Die wesentlichen Risikoarten werden gemäß den Vorgaben der Risikostrategie und unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse limitiert und mit Risikokapital unterlegt. Dabei wird, entsprechend der Risikoneigung, das maximal zulässige Risiko durch Verlustobergrenzen so begrenzt, dass die Union Investment Institutional Property GmbH nicht im Bestand gefährdet wird. Diversifikationseffekte zwischen den Risikoarten werden berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und die Überwachung der Verlustobergrenzen erfolgen nach marktüblichen Standards und Methoden durch eine unabhängige Stelle. Ergänzend dazu werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. Die angewandten Methoden unterliegen einer jährlichen Angemessenheitsprüfung.

Frühwarnsystem

In dem Frühwarnsystem werden regelmäßig Risikoindikatoren erhoben und zu elf Kategorien aggregiert. Sofern die vordefinierten Toleranzgrenzen überschritten sind oder das Risiko als erhöht eingestuft wird, wird ein Frühwarnimpuls ausgelöst, der eine Ursachenanalyse und Maßnahmen zur Risikobewältigung bei den für die Risikosteuerung Verantwortlichen auslöst. Die aus dem System generierten Steuerungsimpulse gewährleisten damit frühzeitige Steuerungsmaßnahmen. Das Risikoindikatorensystem umfasst insbesondere operationelle Risiken, Geschäftsrisiken sowie Risiken, die sich aus ausgelagerten Tätigkeiten ergeben können. Ergänzend hierzu besteht ein Ad-hoc-Meldewesen zur Früherkennung außerordentlicher Risikosituationen mit kurzfristigem Handlungsbedarf.

Risikoberichtswesen

Die Geschäftsführung der Union Investment Institutional Property GmbH wird quartalsweise in schriftlicher Form über die Entwicklung der Risikolage in dem Berichtszeitraum informiert. Im Risikobericht wird die Gesamtrisikolage dargestellt und beurteilt. Es werden kritische Risikopotenziale aufgezeigt und bei Bedarf Handlungsempfehlungen zur Bewältigung der kritischen Risikopotenziale dargestellt. Auf Basis dieses Berichtes informiert die Geschäftsführung den Aufsichtsrat. Außerhalb der regelmäßigen Risikoberichte werden unter Risikogesichtspunkten kritische Informationen unverzüglich an die Geschäftsführung und bei Bedarf an den Aufsichtsrat eskaliert.

2. Darstellung der wesentlichen Risiken 3

Die im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizierten und als wesentlich bewerteten Risiken sind Gegenstand der Risikostrategie der Gesellschaft. Auf Basis der in der Strategie festgelegten Leitlinien werden diese Risiken mit Hilfe des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht und gesteuert.

3 Quelle: eigene Berechnungen entsprechend der im Risikohandbuch beschriebenen Methoden, Stand 31.12.2023.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen oder durch externe Ereignisse. Das Rechtsrisiko ist in dieser Definition eingeschlossen. Dem operationellen Risiko kommt im Vergleich zu den anderen Risiken große Bedeutung zu, da der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Union Investment Institutional Property GmbH in der Erbringung von Dienstleistungen für Dritte und nicht in der Übernahme von Risiken auf eigene Rechnung liegt.

Die Quantifizierung des Risikokapitalbedarfs erfolgt gemäß Standardansatz der Capital Requirements Regulation (CRR). Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 6,5 Mio. Euro ermittelt. Die Verlustobergrenze belief sich auf 7,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze. Das ergänzend zu der Berechnung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation.

In der Internen Verlustdatensammlung erfasst die Gesellschaft alle Verluste ab einem Betrag von 1.000 Euro brutto, die beim Eintritt von operationellen Risiken entstehen. Als Konsequenz aus dem Risikoeintritt kann es neben den entstandenen Verlusten auch zu Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf oder in der Folge zu Reputationsrisiken kommen. Die Sammlung der Verlustereignisse ermöglicht es, die schlagend gewordenen operationellen Risiken zu analysieren sowie Trends und Konzentrationen zu erkennen. Somit können die im Weiteren dargestellten Maßnahmen zur Minderung oder Vermeidung des Risikoeintrittes gezielter ausgestaltet werden. Bei Verlusten ab einer Schadenshöhe von 500.000 Euro brutto wird ein standardisierter Maßnahmen Management-Prozess eingeleitet. Aufgrund von in Einzelfällen sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten für größere Schäden treten regelmäßig Schwankungen der Schadenverläufe im Zeitablauf auf. Der Schadenverlauf war im Berichtszeitraum in Bezug auf die Verlustobergrenze zu jeder Zeit unkritisch.

In dem regelmäßigen Risk Self Assessment wird durch szenariobasierte Analysen das Risikoprofil aus operationellen Risiken geschärft. Dabei spielen gerade Worst-Case-Szenarien eine wesentliche Rolle. Sie geben steuerungsrelevante Hinweise auf den Umgang mit extremen Risikoausprägungen.

Zur Minderung oder Vermeidung der Auswirkungen aus operationellen Risiken hat die Gesellschaft verschiedene organisatorische Vorkehrungen getroffen:

Für alle wesentlichen Geschäftsvorgänge existieren Richtlinien, in denen Zuständigkeiten und Abläufe beschrieben sind. Die Angemessenheit und Aktualität der Richtlinien unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die interne Revision.

Die in der Union Investment Gruppe praktizierte Bündelung von Aktivitäten und die damit verbundene Spezialisierung auf einzelne Wertschöpfungsstufen trägt elementar zur Reduktion operationeller Risiken bei. Beispielsweise werden IT-Dienstleistungen und damit verbundene Aufgaben auf einen spezialisierten IT-Dienstleister in der Gruppe ausgelagert. Die Back-Office-Tätigkeiten sind ebenfalls organisatorisch zusammengefasst.

Zusätzlich zu der internen Aufgabenbündelung erfolgt die Auslagerung von Leistungen auf spezialisierte, externe Anbieter, beispielsweise im IT-Betrieb. Dabei durchlaufen alle geplanten Auslagerungen einen standardisierten Outsourcingprozess, der auch eine Risikoanalyse des Auslagerungsvorhabens umfasst. In Abhängigkeit vom Ergebnis der Analyse werden ausgelagerte Aktivitäten und Prozesse im Risikomanagementsystem berücksichtigt. Bestehende Auslagerungen werden überwacht und darüber regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet. Bei Bedarf werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet.

Ergänzend sind verschiedene organisatorische, technische und personelle Maßnahmen umgesetzt, die die Prozessstabilität verbessern und Risiken reduzieren. Dieses sind beispielsweise die Implementierung eines Internen Kontrollsystems, die Einrichtung einer zentralen Stelle zur Prävention strafbarer Handlungen, die Umsetzung der Funktionstrennung bis auf die Ebene der Geschäftsführung, die Einrichtung einer angemessenen technischen Infrastruktur, die Qualifikation der Mitarbeitenden und die Bereitstellung ausreichender Personalressourcen.

Die Ausgestaltung der Vergütungssysteme unterliegt in der Union Investment Gruppe dem Bereich Konzern-Personal und ist in der Vergütungsrichtlinie verankert. Ziel der Vergütungssysteme ist es, die Leistungen der Mitarbeitenden angemessen zu honorieren und wirksame Leistungsanreize zu setzen. Dabei sollen ausdrücklich keine Ziele vereinbart werden, die zum Eingehen unverhältnismäßig hoher Risiken verleiten. Dies trägt zur Minimierung der operationellen Risiken bei. Die Vergütungssysteme sind so ausgestaltet, dass sie den jeweils gültigen regulatorischen Vorschriften entsprechen.

Für bestimmte Risiken, die sich zum Teil auch der Steuerung durch die Gesellschaft entziehen, werden Versicherungen abgeschlossen.

Zur Verminderung der Auswirkungen von extern verursachten Risiken mit sehr hohen bis hin zu existenzbedrohenden Schadenspotenzialen besteht ein gruppenweites Konzept zur Notfall- und Krisenvorsorge.

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko setzt sich aus dem Marktpreisrisiko i.e.S. und dem Marktliquiditätsrisiko zusammen.

Das Marktpreisrisiko i.e.S. bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Finanzinstrumenten bzw. anderen Vermögenswerten, verursacht durch eine Veränderung der Marktpreise oder preisbeeinflussenden Parameter (zum Beispiel Zinsrisiko, Spread- und Migrationsrisiko, Währungsrisiko, Aktienrisiko, Fondspreisrisiko oder Asset Management-Risiko). Das Marktliquiditätsrisiko ist das Risiko eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität, zum Beispiel durch Verschlechterung der Markttiefe oder durch Marktstörungen, eintreten kann. Das Marktliquiditätsrisiko hat nur geringe Bedeutung.

Für die Union Investment Institutional Property GmbH ist insbesondere die Kategorie Fondspreisrisiko von Bedeutung. Das Fondspreisrisiko ergibt sich aus der Anlage der eigenen Mittel der Gesellschaft. Die eigenen Mittel werden ihrer Struktur nach überwiegend konservativ, vornehmlich in Fonds der Union Investment Gruppe investiert. Als Folge von erhöhten Volatilitäten an den Finanzmärkten kann es zu Wertveränderungen der Fondsanlagen kommen, die sich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Bei der Überwachung und Steuerung der Eigenanlagen durch ein Dispositionsgremium verfolgt die Union Investment Institutional Property GmbH keine kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht durch eine gezielte Handelstätigkeit. Das Fondspreisrisiko wird als Value-at-Risk mit einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent und einer Haltedauer von einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung von Krisenszenarien und Risikominderungstechniken. Die Quantifizierung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs für das Marktpreisrisiko ergab zum 31.12.2023 einen Risikokapitalbedarf in Höhe von 2,4 Mio. Euro. Die Verlustobergrenze belief sich auf 6,0 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze.

Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlustes aus Ergebnisschwankungen, die sich bei gegebener Geschäftsstrategie ergeben können und die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt sind. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z.B. Wirtschafts- und Produktumfeld, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) den Verlusten rein operativ nicht begegnet werden kann. Somit würde die Gesellschaft bei Risikoeintritt einen operativen Verlust ausweisen.

Die Ermittlung des ökonomischen Risikokapitalbedarfs erfolgt mit einem Earnings-at-Risk Ansatz als Value-at-Risk im 1-Jahres-Horizont zum Konfidenzniveau von 99,9 Prozent. Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 0 Euro ausgewiesen. Aufgrund des niedrigen Geschäftsrisikos und der erwarteten Ergebnisentwicklung betrug die Verlustobergrenze Geschäftsrisiko für 2023 ebenfalls Null. Das ergänzend eingesetzte Risikoindikatorensystem setzte bestimmungsgemäß durch verschiedene Risikoindikatoren Impulse und daraus abgeleitet Maßnahmen für die Risikosteuerung. Im Jahresverlauf gab es keine Hinweise auf eine unternehmenskritische Situation.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Ereignissen, die das Vertrauen in die Unternehmen der Union Investment Gruppe oder in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen insbesondere bei Kunden, Distributoren, Anteilseignern, Mitarbeitenden, auf dem Arbeitsmarkt, in der allgemeinen Öffentlichkeit und bei der Aufsicht beschädigen.

Aus dem Management der Investmentvermögen heraus können Reputationsrisiken für die Gesellschaft entstehen. Der Eintritt von Reputationsrisiken könnte zum Abfluss von Kundengeldern und damit zu geringeren künftigen Erträgen führen. Die Auswirkungen aus Reputationsrisiken werden in der Risikomessung des Geschäftsrisikos berücksichtigt.

Zusätzlich wird das Reputationsrisiko in der Union Investment Gruppe über einen stakeholderbasierten Ansatz erfasst und gesteuert. Für jeden Stakeholder wird anhand von quantitativen und qualitativen Indikatoren eine Einwertung des Reputationsrisiko-Niveaus vorgenommen. Das Reputationsrisiko-Niveau der Gesellschaft wird aus den Werten der relevanten Stakeholder berechnet. Quartalsweise wird im Rahmen des Risikoberichts über die Einwertung der Reputation für die relevanten Stakeholder sowie möglicher Reputationsereignisse an die Geschäftsführung berichtet.

Im Jahresverlauf gab es keine kritischen Reputationsereignisse.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko unerwarteter Verluste durch den Ausfall von Gegenparteien. Das Kreditrisiko der Gesellschaft ergibt sich im Wesentlichen aus Salden auf Geschäftskonten bei Kreditinstituten. Die Quantifizierung des Risikos orientiert sich am aufsichtsrechtlichen Kreditrisikostandardansatz (KSA). Zum 31.12.2023 wurde ein Risikokapitalbedarf in Höhe von 0,4 Mio. Euro ausgewiesen. Die Verlustobergrenze belief sich auf 0,7 Mio. Euro. Im Jahresverlauf lag der Risikokapitalbedarf jederzeit unterhalb der Verlustobergrenze.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist der Verlust, der dadurch entstehen kann, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) oder dass Geldmittel bei Bedarf nur zu erhöhten Konditionen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko). Bei den Positionen, aus denen Liquiditätsrisiken entstehen können, handelt es sich im Wesentlichen um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft. Der Eintritt von Liquiditätsrisiken könnte zu Verzögerungen bei der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft führen. Um dies zu vermeiden, unterliegen die Liquiditätspositionen einem laufenden Liquiditätsmanagement. Dabei zielen die aktive Planung und Steuerung der Liquiditätspositionen darauf ab, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen. Im Berichtszeitraum war die Zahlungsfähigkeit zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Nachhaltigkeitsrisiko

Nachhaltigkeitsrisiken werden im Sinne von Umwelt-, sozialen- oder Governance-Risiken nicht als eigenständige Risikoart betrachtet, sondern als Treiber bestehender Risikoarten verstanden, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Unternehmens haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein, aber auch Risiken, die sich aus regulatorischen Anforderungen mit Klima- oder Nachhaltigkeitsbezug ergeben.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Nachhaltigkeitsrisiken als Treiber der finanziellen und nicht-finanziellen Risikoarten berücksichtigt und eine Betroffenheitsanalyse durchgeführt.

So können Nachhaltigkeitsrisikotreiber beispielsweise die operationellen Risiken beeinflussen, indem sich finanzielle Verluste aus nachhaltigkeitsbedingten Rechtsansprüchen oder im Fall von Klima- und Umweltereignisse auch aus der Beeinträchtigung der Geschäftskontinuität aufgrund extremer Wetterereignisse ergeben. Im Zusammenhang mit Governance-Risiken können unzureichend funktionsfähige interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme einen Einfluss auf das Operationelle Risiko haben.

Nachhaltigkeitsrisikotreiber können auch zu einer Veränderung der Ertragslage und der Reputationsrisiken führen, in dem sich beispielsweise eine negative Wirkung auf die Reputation durch Produkte oder Geschäftsbeziehungen ergibt, die hinsichtlich klima- und umweltschädlicher Einflüsse kontrovers von den Stakeholdern gesehen werden. Reputationsrisiken können darüber hinaus auch aufgrund eines aktiven nicht nachhaltigen Handelns entstehen oder auch, wenn sich die Union Investment Gruppe in der Wahrnehmung ihrer Stakeholder zu passiv verhält und nachhaltiges Handeln unterlässt.

Die Nachhaltigkeitsrisikotreiber werden wie andere Risikotreiber implizit in der Risikomessung berücksichtigt. So werden nachhaltigkeitsgetriebene operationelle Risiken in den Instrumenten Verlustdatensammlung, szenariobasiertes Risk Self Assessment und Risikoindikatoren berücksichtigt und darüber gesteuert und überwacht. Auch im Geschäftsrisiko und Reputationsrisiko werden verschiedene Risikoindikatoren erhoben, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

Art und Umfang der Prozesse zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Risikomanagementsystem werden vor dem Hintergrund der aktuellen Umfeldbedingungen kontinuierlich weiterentwickelt bzw. ergänzt.

3. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage im Berichtszeitraum

Die Ergebnisse der Risikoüberwachung wurden in den regelmäßigen Sitzungen des Risikoausschusses der Gesellschaft diskutiert und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Mit den quartalsweisen Risikoberichten und bei Bedarf durch die Ad hoc-Eskalation kritischer Sachverhalte wurde die Geschäftsführung über die risikorelevanten Sachverhalte informiert. Auf Basis dieser Informationen hat die Geschäftsführung Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen und den Aufsichtsrat über die Risikolage der Gesellschaft in Kenntnis gesetzt. Einzelnen risikobehafteten Entwicklungen konnte durch gezielte Maßnahmen der Risikosteuerung begegnet werden.

Im gesamten Geschäftsjahr 2023 traten keine bestandsgefährdenden Risiken für die Union Investment Institutional Property GmbH auf. Die Analyse der Risikotragfähigkeit zeigt keine auffälligen Entwicklungen, die nicht mit den eingeleiteten Maßnahmen zu bewältigen waren. Die Risikotragfähigkeit der Union Investment Institutional Property GmbH war jederzeit sichergestellt. Alle Verlustobergrenzen wurden während des Berichtszeitraums eingehalten. Für geschäftliche und steuerliche Risiken wurden im Jahresabschluss nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen Rückstellungen gebildet. Die Zahlungsfähigkeit der Union Investment Institutional Property GmbH war zu keiner Zeit gefährdet.

III. Prognosebericht

Der Prognosezeitraum bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024. Die Union Investment Institutional Property GmbH setzt sich auch für das Jahr 2024 ambitionierte Ziele, nachdem das Vorjahr bereits mit einem guten Betriebsergebnis abgeschlossen wurde.

Nach wie vor zeigen sich die negativen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges und des Krieges in Nahost sowie der sehr schnellen und sehr deutlichen Reaktion vieler Zentralbanken auf die stark gestiegenen Inflationsraten. Die globale Wirtschaft hat bereits an Dynamik verloren und auch der konjunkturelle Ausblick ist eingetrübt. Zwar wird für die USA ein "Soft Landing" prognostiziert, aber auch dort soll das Wirtschaftswachstum 2024 eher moderat ausfallen. Für Deutschland und den übrigen Euroraum wird im kommenden Jahr mit einer Stagnation gerechnet. Da sich die Inflation generell weiter zurückbilden wird und sich 2024 voraussichtlich wieder dem Zielkorridor der Notenbanken nähern dürfte, ist davon ausgehen, dass der Zinsgipfel mittlerweile erreicht sein dürfte. Die ersten Zinssenkungen werden für Mitte diesen Jahres erwartet.

Die beschriebene Gemengelage wird die Immobilienmärkte auch im Jahr 2024 beeinflussen. Auf der einen Seite sind die Finanzierungskosten für Immobilienkredite aufgrund der Zinsanhebungen deutlich gestiegen, was dazu geführt hat, dass Investoren, die mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz agieren, sich weitgehend vom Markt zurückgezogen haben. Gleichzeitig sind die Renditeanforderungen der am Markt verbliebenen eigenkapitalstarken Investoren jetzt höher, so dass die Immobilienpreise unter Druck geraten sind. Auf der anderen Seite steigen im Immobilienbestandsportfolio die Mieterträge durch indexierte Mietverträge. Sofern die Mieten nach der Indexierung auf oder unterhalb des Marktniveaus liegen, werden auch Aufwertungen durch die externen Sachverständigen durchgeführt. Aus heutiger Sicht kann es jedoch aufgrund des veränderten Preisniveaus aber auch zu Wertanpassungen einzelner Objekte kommen, die während der Hochpreisphase erworben wurden. Darüber hinaus werden aufgrund der zeitweise gestiegenen Baukosten sowie tendenziell weiter steigender Finanzierungskosten Projektentwicklungen oftmals verschoben oder abgesagt. Auch die Kosten für Bestandshalter erhöhen sich, sofern neue Immobilienkredite aufgenommen werden müssen oder bestehende Finanzierungen auslaufen und erneuert werden müssen. Ggf. werden die Kosten für die Absicherung von Objekten außerhalb der Eurozone höher ausfallen. Für die Liquiditätsrendite der Fonds ist das gestiegene Zinsniveau nach einer Zeit der Anpassung positiv.

Der Provisionsüberschuss wird um 0,4 Mio. Euro (0,8 Prozent) leicht höher als im Vorjahr erwartet, bei einer um 1,9 Mio. Euro (22,7 Prozent) geringeren im Geschäftsjahr ergebniswirksamen Transaktionsvergütung (netto). Der Verwaltungsaufwand sinkt voraussichtlich leicht um 0,3 Mio. Euro (0,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

Der leicht höhere Provisionsüberschuss mit dem leicht geringeren Verwaltungsaufwand lassen ein um 0,1 Mio. Euro (0,7 Prozent) leicht niedrigeres Betriebsergebnis erwarten. Dabei sinkt die Cost-Income-Ratio rechnerisch leicht auf 65,6 Prozent.

Hinsichtlich der Entwicklung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen im Kapitel B. IV. 3.2 verwiesen.

 

Hamburg, den 7. Februar 2024

Union Investment Institutional Property GmbH

Dr. Maximilian Brauers

Karim Esch

Dr. Christoph Holzmann

Wolfgang Kessler

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Union Investment Institutional Property GmbH

AKTIVSEITE

EUR TEUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig
davon an verbundene Unternehmen 24.125.896,18 (i. Vj. 19.644)
2. Forderungen an Kunden
davon an verbundene Unternehmen 0,00 (i. Vj. -)
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -
4. Anteile an verbundenen Unternehmen
davon an Kreditinstituten 0,00 (i. Vj. -)
davon an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (i. Vj. -)
5. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
6. Sachanlagen
7. Sonstige Vermögensgegenstände
davon an verbundene Unternehmen 17.124,80 (i. Vj. 17)
Summe der Aktiva

PASSIVSEITE

EUR TEUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 89.698,33 (i. Vj. 51)
2. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.688.401,76
b) Steuerrückstellungen 43.693,43
c) andere Rückstellungen 11.943.946,01
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 6.200.000,00
b) Kapitalrücklage 249.947,08
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 2.599.475,29
d) Bilanzgewinn 36.401.117,36
Summe der Passiva
Für Anteilinhaber verwaltete Spezial-AIF
Anzahl der verwalteten Spezial-AIF
Anzahl der verwalteten geschlossenen Investment-KG
Summe der Inventarwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 24.331.127,22 19.767
davon an verbundene Unternehmen
2. Forderungen an Kunden 5.423.727,80 5.541
davon an verbundene Unternehmen
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 31.035.717,48 30.120
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 160.000,00 160
davon an Kreditinstituten
davon an Finanzdienstleistungsinstituten
5. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1
6. Sachanlagen 1.748,00 3
7. Sonstige Vermögensgegenstände 4.261.276,61 5.496
davon an verbundene Unternehmen
Summe der Aktiva 65.213.597,11 61.087

PASSIVSEITE

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 3.087.016,18 147
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
2. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.367
b) Steuerrückstellungen 1.344
c) andere Rückstellungen 16.676.041,20 11.348
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 6.200
b) Kapitalrücklage 250
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 2.599
d) Bilanzgewinn 45.450.539,73 35.833
Summe der Passiva 65.213.597,11 61.087
Für Anteilinhaber verwaltete Spezial-AIF
Anzahl der verwalteten Spezial-AIF 30 30
Anzahl der verwalteten geschlossenen Investment-KG 5 5
Summe der Inventarwerte 14.955.001.681,41 14.407.604

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

der Union Investment Institutional Property GmbH

EUR TEUR EUR EUR 2023
EUR
2022
TEUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 655.303,07 61
2. Zinsaufwendungen - 35
3. Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 22.397,76 9
4. Provisionserträge 98.768.392,12 102.808
5. Provisionsaufwendungen 45.089.470,54 53.678.921,58 42.975
6. Sonstige betriebliche Erträge 705.902,14 290
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 6.760.483,86 5.905
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.665.951,70 9.426.435,56 2.878
darunter: für Altersversorgung 2.014.075,39 (i. Vj. 2.289)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 28.151.879,02 37.578.314,58 25.403
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.624,00 3
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 530.911,65 164
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft - 913
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 892.959,69 -
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 17.844.634,01 24.893
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.075.671,11 8.873
14. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 9 ausgewiesen 467,41 6.076.138,52 -
15. Jahresüberschuss 11.768.495,49 16.020
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 24.632.621,87 19.812
17. Bilanzgewinn 36.401.117,36 35.833

Anhang

Allgemeine Angaben

Grundlagen zur Aufstellung des Abschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach § 38 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) entsprechend den anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Einzelabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis einzubeziehender Unternehmen aufstellt. Die Union Asset Management Holding AG wird unter der Nummer HRB 47289 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss der Union Asset Management Holding AG wird in den Konzernabschluss der DZ BANK AG Deutsche Zentral Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf und wird unter der Nummer HRB 45651 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main geführt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist bei der DZ BANK AG erhältlich.

Die Union Investment Institutional Property GmbH, mit Sitz in Hamburg, wird im Registergericht des Amtsgerichts Hamburg unter der Registernummer HRB 114835 geführt.

Die Union Investment Institutional Property GmbH ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen.

Die Union Investment Institutional Property GmbH ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung.

Alle Beträge sind gemäß § 244 HGB in Euro angegeben.

Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung, die keinen Betrag ausweisen, werden nicht aufgeführt, es sei denn, dass im vorhergehenden Geschäftsjahr unter diesen Posten ein Betrag ausgewiesen wurde.

Sofern nicht abweichend gekennzeichnet, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) dargestellt. Beträge unter 500,00 Euro werden als 0 TEUR angegeben; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch können sich bei der Bildung von Summen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder dem Barwert angesetzt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bilanzierung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen. Selbständig nutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von 50,01 Euro bis 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 50,00 Euro sind unmittelbar im Aufwand gebucht.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind teilweise über die VGU e.V. - Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen - und über die R+V Pensionsfonds Aktiengesellschaft ausfinanziert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Den Berechnungen liegen aktuelle Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, erwartete Gehalts-, Anwartschafts- und Rentensteigerungen sowie der Diskontierungszinssatz zu Grunde, der sich unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren ergibt. Die tatsächlich verwendeten Parameter sind unter den Erläuterungen zu den Rückstellungen angegeben. Diese Annahmen stützen sich auf in der Vergangenheit beobachtete Entwicklungen und berücksichtigen Erwartungen zur künftigen Entwicklung des Arbeitsmarkts. Die in 2023 stark angestiegene Inflation findet bei der diesjährigen Bewertung der Verpflichtung mit einer einmaligen Erhöhung des Rententrends Berücksichtigung. Basis für die Schätzung der durchschnittlichen Lebenserwartung bilden anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck).

Die anderen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags für ungewisse Verbindlichkeiten oder für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Erträge aus der Abzinsung beziehungsweise Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, Erfolge aus der Änderung der Abzinsungssätze sowie der Schätzung der Restlaufzeiten werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung der Aufwendungen und Erträge aus Aufzinsungs- und Zinsänderungseffekten wird davon ausgegangen, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt, so dass der Nominalbetrag der Verpflichtung mit dem Zinssatz zu Beginn der Periode aufgezinst wird. Entsprechendes gilt für eine Veränderung des Verpflichtungsumfangs. In Bezug auf den Verbrauch von Rückstellungen wird die Annahme getroffen, dass dieser ebenfalls erst zum Ende der jeweiligen Periode erfolgt.

Fremdwährungsposten

Fremdwährungsposten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Latente Steuern

Aufgrund des bestehenden Aktivüberhangs an latenten Steuern werden unter Ausnutzung des Wahlrechts nach § 274 HGB keine latenten Steuern ausgewiesen. Der Überhang resultiert im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern in den Bilanzpositionen "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - davon UV", "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen", "Rückstellungen für Altersteilzeit" und "sonstige Rückstellungen" denen keine passiven latenten Steuern gegenüberstehen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem landes- und unternehmensspezifischen Steuersatz, der voraussichtlich zum Zeitpunkt der Realisierung Gültigkeit haben wird. Für die Gesellschaft wurde ein Steuersatz von 32,28 Prozent (davon Körperschaftsteuersatz von 15,83 Prozent einschließlich Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuersatz von 16,45 Prozent) zugrunde gelegt.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen 24.126 19.621
Forderungen ggü. anderen KI 205 146
Gesamt 24.331 19.767

Forderungen an Kunden

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
bis 3 Monate 886 1.076
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr - -
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre - -
mehr als 5 Jahre 4.538 4.466
Gesamt 5.424 5.541

Die langfristigen Forderungen aus Vermittlungsprovision von Anteilen an drei geschlossenen Investmentkommanditgesellschaften sind entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem Barwert angesetzt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Posten enthält ausschließlich börsenfähige Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 31.036 TEuro, die nicht börsennotiert sind. Es handelt sich ausnahmslos um Investmentanteile der Union Investment Gruppe.

Eigenanlagen im Sinne des § 285 Nr. 26 HGB bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB weist am Bilanzstichtag die folgenden Unternehmen aus:

Lfd. Nr. Unternehmen im Anteilbesitz Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 31.12.2022
TEUR
Ergebnis 31.12.2022
TEUR
1. UII Issy 3 Moulins SARL, Paris 100,0 1 -6
2. UII Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 23 2
3. UII PSD KN ImmoInvest GP GmbH, Hamburg 100,0 135 26
4. UII SCE Management GP GmbH, Hamburg 100,0 92 14
5. UII MS Immobilien Verwaltung LP GmbH, Hamburg 100,0 40 13
6. UII MS Immobilien GP GmbH, Hamburg 100,0 30 4
7. UII Anzinger Straße 29 Verwaltung LP GmbH, Hamburg 100,0 41 15

Entwicklung des Anlagevermögens

Immaterielle Anlagewerte
TEUR
Sachanlagen
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen (Sonstige)
TEUR
Gesamt
TEUR
Historische Anschaffungskosten zum 01.01.2023 6 7 160 174
Zugänge im Geschäftsjahr 0 0 0 0
Abgänge im Geschäftsjahr 1 0 0 1
Umbuchungen im Geschäftsjahr 0 0 0 0
Anschaffungskosten zum 31.12.2023 5 7 160 172
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2023 6 5 0 10
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1 1 0 2
Zuschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 0 0
Änderungen aus Zugängen 0 0 0 0
Änderungen aus Abgängen 1 0 0 1
Umbuchungen im Geschäftsjahr 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2023 5 6 0 11
Buchwert zum 31.12.2023 0 2 160 162

Der ausgewiesene Bilanzwert der Sachanlagen entspricht vollständig dem Wert der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Steuererstattungsansprüche 1.521 -
Ansprüche aus einer Kapital- und Rückdeckungsversicherung der R+V Lebensversicherung 1.360 1.377
Forderungen an die Investmentvermögen 1.348 4.022
Sonstige 32 97
Gesamt 4.261 5.496

Passivseite

Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.900 12
Lohn- und Kirchensteuer 90 87
Sach kostenverrechnung 79 41
Sonstige 18 6
Gesamt 3.087 147

Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalbereich 8.840 6.840
Provisionen 7.593 7.565
Nicht abgerechnete Leistungen 121 231
Sonstige 121 1.422
Gesamt 16.676 16.059

Die Rückstellungen für den Personalbereich stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.688 3.367
Sonderzahlungen 3.325 2.789
Altersteilzeit 700 543
Urlaubsrückstände 92 103
Jubiläum 35 33
Sonstige - 5
Gesamt 8.840 6.840

Aufgrund der teilweisen Ausfinanzierung der Altersversorgungsverpflichtungen über externe Versorgungsträger bestehen von Seiten der Gesellschaft keine direkten Zahlungsverpflichtungen gegenüber früheren Organmitgliedern.

Altersversorgungsverpflichtungen Altersteilzeitverpflichtungen
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung 13.031 12.303 1.071 815
Beizulegender Zeitwert der verrechneten, teilweise verpfändeten Vermögensgegenstände 8.343 8.937 371 272
Nettoausweis der Verpflichtungen 4.688 3.367 700 543
Der Bewertung zugrunde gelegte Diskontierungszinssatz gemäß Vereinfachungsregelung § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB 1,83% 1,79% 1,08% 0,60%
Gehaltstrend 0 - 2,50% 0 - 2,50% 2,50% 2,50%
Rententrend 2,30% 2,50% - -
Anschaffungskosten der verrechneten, teilweise verpfändeten Vermögensgegenstände 1.551 1.252 376 287
Verrechnete Aufwendungen 597 581 - 14
Verrechnete Erträge 263 323 408 5

Im Geschäftsjahr erfolgt analog des Vorjahres ein Bruttoausweis der Altersversorgungsverpflichtungen. In Anlehnung an den IDW RH FAB 1.021 werden die Verpflichtungen nun einheitlich auf der Aktiv- und der Passivseite bewertet. Hierbei werden die Leistungen, die von der VGU zu erwarten sind, von den Gesamtleistungen in Abzug gebracht (Leistungssaldierung). Der Barwert der verbleibenden Restansprüche wird dann mit den weiteren saldierungsfähigen Vermögenswerten verrechnet, um hieraus den notwendigen handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen zu ermitteln.

Investmentfondsanteile, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen (hier Altersteilzeitverpflichtungen) dienen, sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet worden. Gleichermaßen wurde mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Bewertung dieser - teilweise verpfändeten - Investmentfondsanteile und aus der Abzinsung der Rückstellungen (in Höhe von -597 TEuro) verfahren. Die Bewertung der Investmentfondsanteile erfolgt zum jeweils aktuellen Rücknahmepreis am Bilanzstichtag.

Auf Grund der Neubewertung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem anzuwendenden 10-Jahresdurchschnittszinssatz im Vergleich zu der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen der Vor-Geschäftsjahre mit dem 7-Jahresdurchschnittszinsatz, ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 82 TEuro, der gemäß § 253 Abs.6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Entwicklung des Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Gewinnrücklage
TEUR
Bilanzgewinn
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand zum 01.01.2023 6.200 250 2.599 35.833 44.882
Zuführung - - - - -
Jahresüberschuss 2023 - - - 11.768 11.768
Gewinnausschüttung für 2022 - - - -11.200 -11.200
Stand zum 31.12.2023 6.200 250 2.599 36.401 45.451

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Verpflichtungen aus Leasingverträgen in der Höhe von 33 TEuro. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Für Anteilinhaber verwaltete Investmentvermögen

Die Gesellschaft verwaltet zum Stichtag 30 offene inländische Spezial-AIF sowie fünf geschlossene Investmentkommanditgesellschaften, die in Immobilien investieren. Die ausgewiesenen Volumina sind nach dem Stand vom 31. Dezember 2023 (Preisberechnung vom 29. Dezember 2023) berechnet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Verwaltungsvergütung 76.464 60.009
Transaktionsvergütung (In-/Deinvestitionsvergütung) 17.917 36.176
Beteiligungssteuerung 2.607 2.322
Fondsmanagement 1.780 2.172
Sonstige - 2.129
Gesamt 98.768 102.808

Provisionsaufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwand für gruppeninterne Leistungsverrechnung 10.466 8.846
Advisory Fees 10.045 8.613
Transaktionsvergütungen für Immobilien 9.643 19.418
Performance Fee 8.003 827
Vermittlungsprovisionen 6.188 4.557
Rückvergütung 739 712
Sonstige 6 2
Gesamt 45.089 42.975

Die Aufwendungen für Leistungsverrechnungen innerhalb der Union Investment Gruppe beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:

Tätigkeit Gesellschaft 2023
TEUR
2022
TEUR
Vertriebsleistungen Union Investment Institutional GmbH 10.466 8.846
Gesamt 8.846

Sonstige betriebliche Erträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen 410 -
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 109 122
Erträge aus gruppeninterner Leistungs- und Sachkostenverrechnung 71 53
Zinserträge aus sonstigen langfristigen Forderungen 53 38
Sonstige 62 77
Gesamt 706 290

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
Personalaufwendungen 9.426 8.783
Gehälter 6.760 5.905
Aufwendungen für Altersversorgung und soziale Abgaben 2.666 2.878
Andere Verwaltungsaufwendungen 28.152 25.403
Leistungsverrechnung Union Investment Gruppe 26.514 23.803
Grundstücksaufwendungen/Raumkosten 501 449
Bürobetrieb 345 418
Öffentlichkeitsarbeit/Marketing 277 284
Gebühren und Beiträge 220 178
Prüfungs- und Beratungsleistungen 138 114
Sonstige 156 158
Gesamt 37.578 34.186

Die Aufwendungen für Leistungsverrechnungen innerhalb der Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen folgende Positionen:

Tätigkeit Gesellschaft 2023
TEUR
2022
TEUR
Immobilien Dienstleistungen Union Service-Gesellschaft mbH Union Investment Real Estate GmbH 15.236 12.979
Fondsservices Union Service-Gesellschaft mbH 3.734 3.549
IT-Dienstleistungen Union IT-Services GmbH 2.803 2.455
Produktmanagement und Marketing Union Investment Institutional GmbH 2.445 2.100
Sonstige 2.296 2.720
Gesamt 26.524 23.803

Die Aufwendungen für die gruppeninterne Leistungsverrechnung resultieren aus der Auslagerung einzelner Teilbereiche der Gesellschaft auf die Schwestergesellschaften und an die Muttergesellschaft der Union Investment Gruppe. Die rechtliche Grundlage für die bildet der Konzernrahmenvertrag.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
Saldierte Aufwendungen aus Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen 334 66
Aufwendungen aus Altersteilzeitverpflichtungen 192 90
Devisenkursverluste 0 0
Sonstige 4 7
Gesamt 531 164

Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Der Posten enthält im Wesentlichen Zuschreibungen auf Investmentanteile der Liquiditätsreserve in Höhe von 893 TEuro.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2023
TEUR
2022
TEUR
Gewerbesteuer 3.098 4.497
davon laufendes Jahr 3.072 4.531
davon Vorjahre 26 -34
Körperschaftsteuer 2.820 4.147
davon laufendes Jahr 2.800 4.131
davon Vorjahre 20 16
Solidaritätszuschlag 155 228
davon laufendes Jahr 154 227
davon Vorjahre 1 1
Ausländische Ertragsteuern 3 -
davon laufendes Jahr - -
davon Vorjahre 3 -
Gesamt 6.076 8.873

Sonstige Angaben

Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

Weiblich Männlich Gesamt
Vollzeitbeschäftigte 12,8 20,3 33,0
Teilzeitbeschäftigte 6,0 0,3 6,3
Gesamt 18,8 20,5 39,3

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars wird gemäß § 285 Nr.17 HGB verzichtet.

Bezüge des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Vergütung bezogen. Die Bezüge des Geschäftsführung betragen im Berichtszeitraum 1.302 TEuro.

Aufsichtsrat

Name Position Beruf
Andre Haagmann Vorsitzender Mitglied des Vorstands, Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main
Dr. Frank Engels Stv. Vorsitzender Mitglied des Vorstands, Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main
Dr. Michael Bütter Mitglied Mitglied der Geschäftsführung, Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg

Geschäftsführer

Name Beruf
Dr. Maximilian Brauers Mitglied der Geschäftsführung
Karim Esch Mitglied der Geschäftsführung
Dr. Christoph Holzmann Mitglied der Geschäftsführung
Wolfgang Kessler Mitglied der Geschäftsführung

Gesellschafter

Das Stammkapital der Gesellschaft stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

Bezeichnung des Gesellschafters Geschäftsanteile (in Stück) Anteil
(in %)
Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main 5.580.000,00 90,00
BAG Bankaktiengesellschaft, Hamm 620.000,00 10,00
Stand per 31.12.2023 6.200.000,00 100,00

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 36.401 TEuro eine Ausschüttung in Höhe von 11.700 TEuro (Vorjahr 11.200 TEuro) vorzunehmen und den Restbetrag in Höhe von 24.701 TEuro auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Geschäftsjahresabschluss nicht ereignet.

Datum / Unterschriften

 

Hamburg, den 7. Februar 2024

Union Investment Institutional Property GmbH

Dr. Maximilian Brauers

Karim Esch

Dr. Christoph Holzmann

Wolfgang Kessler

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Union Investment Institutional Property GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Union Investment Institutional Property GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Union Investment Institutional Property GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 8. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tim Brücken, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Christoph Schlegel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ließ sich während des Geschäftsjahres 2023 in Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben in zwei Sitzungen des Aufsichtsrates von der Geschäftsführung laufend über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wichtige Einzelvorgänge und die personelle Entwicklung berichten. Ereignisse und Maßnahmen von besonderer Bedeutung wurden vor allem im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen behandelt. Soweit notwendig, wurden Einzelfälle gesondert beraten.

Anknüpfend an die in § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 2 KAGB kodifizierte Verpflichtung des Aufsichtsrates zur Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers GmbH um einen Qualitätsbericht gebeten, in dem die von der Prüfungsgesellschaft getroffenen Prozesse und Maßnahmen zur Qualitätssicherung, u.a. zur Auftragsannahme und -fortführung sowie zur unabhängigen auftragsbegleitenden Qualitätssicherung, erläutert werden. Außerdem beurteilte der Aufsichtsrat selbst die Qualität der Abschlussprüfung anhand der von ihm zuvor beschlossenen Indikatoren. Im Anschluss hieran und an den entsprechenden Bestellungsbeschluss durch die Gesellschafterversammlung hat der Aufsichtsrat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) mit der Abschlussprüfung für das Jahr 2023 beauftragt.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss und den Lagebericht aufgestellt und dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Der Abschlussprüfer der Gesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht der Geschäftsführung und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und in Anwesenheit des Abschlussprüfers behandelt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den vorgelegten Jahresabschluss festzustellen. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

 

Hamburg, den 12. März 2024

Der Aufsichtsrat

Andre Haagmann, Vorsitzender

Gewinnverwendungsbeschluss

Auf Vorschlag des Aufsichtsrats beschloss die Gesellschafterversammlung der Union Investment Institutional Property GmbH am 12. März 2024, aus dem im Jahresabschluss 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 36.401.117,36 Euro eine Ausschüttung in Höhe von 11.700.000,00 EUR vorzunehmen und den verbleibenden Betrag von 24.701.117,36 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

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