Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
STI Lauterbach Verpackung GmbH
Richard-Stabernack-Straße, 36341 Lauterbach (Hessen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Christian Bergener seit 12.7.2024 | Prokura |
Manfred Lorenz Stöcklein seit 2.12.2021 | Prokura |
Daniel Niklas Herting seit 9.4.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Reinshagen seit 28.2.2019 | Prokura |
Jakob Rinninger seit 12.1.2017 | Geschäftsführer |
Steffen Mossbacher seit 15.7.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
STI - Gustav Stabernack GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STI Lauterbach Verpackung GmbHLauterbach (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2018 bis 31.12.2018
ANHANG für das Geschäftsjahr 2018der STI Lauterbach Verpackung GmbH, LauterbachAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft: Firma: STI Lauterbach Verpackung GmbH Sitz: Lauterbach Registergericht: Amtsgericht Gießen, HRB 5564 Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Mit der alleinigen Gesellschafterin, der Gustav Stabernack GmbH in Lauterbach, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten, Fremdkapitalkosten sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen wurden unter Beachtung des Grundsatzes der Einzelbewertung nach der linearen bzw. degressiven Methode auf Basis der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut 1.000 € nicht übersteigen, wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt. Dieser Sammelposten wird jahresbezogen auf die Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt und als Aufwand berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte nach folgenden Grundsätzen: Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Einstandspreisen oder mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Einstandspreise entsprechen den Rechnungspreisen, gegebenenfalls zuzüglich Inlandsfracht und sonstigen Nebenkosten. Die unfertigen Erzeugnisse sind nach der progressiven Methode zu Herstellungskosten bewertet worden. Die Herstellungskosten enthalten die unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. In den Fällen, in denen die erzielbaren Verkaufserlöse unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten und eines angemessenen Gewinnanteils niedriger lagen, kamen diese zum Ansatz (verlustfreie Bewertung). Bei den fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung auf Grundlage der Netto-Verkaufspreise, wobei zur Ermittlung der Herstellungskosten ein pauschaler Abschlag für Verwaltungsgemeinkosten, Vertriebskosten und Gewinn vorgenommen wurde. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Der Ansatz der Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert. Der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3 HGB a.F. im Verbindung mit § 3 Zonenrandförderungsgesetz (ZRFG) und Abschnitt 6.6 Einkommensteuerrichtlinien (EStR) wurde gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten und fortgeführt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "projected unit credit method" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wurde eine pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Berücksichtigt wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 3,21% p.a. -im Vorjahr 3,68% - und Rentensteigerungen in Höhe von 1,5 % p.a. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem und ausreichendem Umfang ab. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Jahresabschluss enthält Posten, denen Beträge in fremder Währung zugrunde liegen. Die Umrechnung der Fremdwährungsposten erfolgte mit den Mittelkursen am Buchungstag, Verluste aus Wechselkursänderungen wurden berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung bestanden zum Bilanzstichtag in so geringem Umfang, so dass § 256a Satz 2 HGB nicht beachtet wurde. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung der in der Bilanz zum 31.12.2018 zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 ist dem Anlagespiegel (Anlage III, Seite 8) zu entnehmen. Innerhalb des Bilanzpostens "Sonstige Vermögensgegenstände" ist u.a. gem. § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB ein Betrag in Höhe von 323 T€ für ausstehende Lieferantenboni erfasst. Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich um Wertberichtigungen bei unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens nach § 3 Zonenrandförderungsgesetz (ZRFG) sowie um Wertberichtigungen für die Ersatzbeschaffung von beweglichen Wirtschaftsgütern nach Abschnitt H 6.6 Einkommensteuerrichtlinien (EStR). Die Pensionsrückstellungen sind zum Bilanzstichtag vollständig mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem im Vorjahr zur Anwendung gebrachten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von 6.194 €. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Ausschüttungssperre des abzinsungsbedingten Unterschiedsbetrags bei den Rückstellungen für Pensionen nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ohne gleichzeitige Abführungssperre aufgestellt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen folgende Positionen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin, der Gustav Stabernack GmbH, in Höhe von 6.137 T€ enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage III, Seite 9) zu entnehmen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
In den Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind als periodenfremde Erträge u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 93 T€ sowie für Stromsteuererstattungen in Höhe von 197 T€ enthalten. Die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil ergab einen Mehrertrag in Höhe von 279 T€. Diese Ergebnisbeeinflussung führte im Organbereich zu einer Erhöhung der Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von 84 T€. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus Versicherungsentschädigungen zum Ausgleich einer durch Brand zerstörten Durckmaschine in Höhe von 3.750 T€ enthalten. Diesen Erträgen stehen insgesamt Mehraufwendungen bei verschiedenen Kostenarten im Zusammenhang mit dem Brandschaden von ca. 2.600 T€ gegenüber. Sonstige Angaben Die STI Lauterbach Verpackung GmbH ist als Gesamtschuldner in den Konsortialdarlehensvertrag vom 05. November 2014 mit der Gustav Stabernack GmbH als Darlehensnehmer und der Commerzbank AG als Arrangeur und Verwaltungsstelle eingebunden. Im Zuge dieses Vertrages wurden zur Darlehenssicherung Grundschulden, verschiedene Sicherungsübereignungen an zu finanzierenden Maschinen und Anlagen, von Vorratsvermögen und Abtretungen von Forderungen und weiteren Rechten an das Bankenkonsortium durchgeführt bzw. bereitgestellt. Das zur Verfügung stehende Darlehensvolumen besteht aus mehreren unterschiedlichen Tranchen und betrug per 31.12.2014 insgesamt T€ 42.775. Der Vertrag wurde in 2017 durch den 2. Änderungsvertrag aktualisiert, von den Volumina angepasst und mit einer einheitlichen Laufzeit über alle Tranchen hinweg bis 30. Juni 2021 versehen. Das Darlehen valutiert per 31.12.2018 mit einem Volumen in Höhe von T€ 30.585. Da alle vertraglichen Festlegungen eingehalten werden und allen Zins- und Tilgungsverpflichtungen durch die Gustav Stabernack GmbH regelmäßig nachgekommen wird, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Im Interesse einer Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur hat die Gesellschaft Leasingverträge für die Dienstfahrzeuge und Stapler abgeschlossen. Zum Ende des Jahres 2018 wurde eine geleaste Großformat-Druckmaschine der Firma König&Bauer in den Produktionsprozess integriert. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Lagerräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesem Geschäft belaufen sich auf:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt 46 T€. In den finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.198 für das Jahr 2019 und T€ 4.795 für die Jahre 2020 bis 2023 enthalten. Risiken könnten sich durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach Auslaufen dieser Verträge ergeben. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft nicht notwendigen Kapitalbindung bei der Beschaffung betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko, eine effektivere Bewirtschaftung und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:
Die Rückstellungen aufgrund von Pensionszusagen an Hinterbliebene und ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf 172 T€. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Bezüge an diese Personengruppe in Höhe von 55 T€ gewährt. Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2018: Herr Jakob Rinninger, Düsseldorf
Frau Andrea Wildies, Ahrensburg
Herr Michael Apel, Neuenstein
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Im März dieses laufendenen Geschäftsjahres hat die Gesellschafterin bekannt gegeben, dass ein Verkauf der Unternehmensgruppe beabsichtigt ist. Besondere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind derzeit nicht erkennbar. Ergebnisabführung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurde das Jahresergebnis von 1.747.807,21 € an die Gustav Stabernack GmbH; Lauterbach, abgeführt. Die STI Lauterbach Verpackung GmbH, Lauterbach ist ein Unternehmen der STI Group unter Führung der Wilhelm + Kristina Stabernack GmbH & Co. Handels- und Beteiligungs KG mit Sitz in Lauterbach/Hessen. Die Obergesellschaft stellt einen Konzernabschluss i. S. der §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger einsehbar.
Lauterbach, den 15. März 2019 STI Lauterbach Verpackung GmbH Jakob Rinninger Andrea Wildies Entwicklung des Anlagevermögens
Verbindlichkeiten
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STI Lauterbach Verpackung GmbH, Lauterbach Prüfungsurteile Ich habe den Jahresschluss der STI Lauterbach Verpackung GmbH, Lauterbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der STI Lauterbach Verpackung GmbH, Lauterbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Fulda, 15. März 2019 Dipl.- Bw. (FH) Martin Günther, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018der Firma STI Lauterbach Verpackung GmbH, LauterbachI. Grundlagen des Unternehmens I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die STI Lauterbach Verpackung GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der Gustav Stabernack GmbH und produziert am Standort Lauterbach individuelle Verpackungslösungen. Die STI Group verfügt über ein breites Angebot von Waren und Dienstleistungen im Bereich der Verpackungs- und Displayherstellung und gehört zu den diversifizierten Unternehmen der Branche. Als Einzelauftragsfertiger entsprechen unsere Produkte stets den kundenindividuellen Wünschen und Anforderungen. Dabei verstehen wir uns als Full-Service Dienstleister, welcher bedingt durch ein breites Spektrum an technologischen Produktionsverfahren und Dienstleistungen in der Lage ist, seine Kunden erfolgreicher zu machen. Wir setzen uns dabei intensiv mit den Herausforderungen und projektspezifischen Anforderungen unserer Kunden auseinander und zählen viele der international beliebtesten Marken sowie führende Handelskonzerne und Agenturen zu unseren Kunden. Unsere Kreativität wird durch eine Vielzahl internationaler Auszeichnungen und gewonnener Wettbewerbe dokumentiert. I.2 Forschung und Entwicklung Im Rahmen der Entwicklung und Herstellung von Verpackungen und POS- Anwendungen beraten wir unsere Kunden mit individuellen Teams, welche entsprechend der spezifischen Kundenbedürfnisse - von der Lebensmittelunbedenklichkeit über die Fälschungssicherheit bis hin zur Spielzeugverordnung etc. - zusammengestellt werden. Wir investieren einen größer werdenden Teil unseres Cash-Flows in die Methoden- und Fachkompetenzen unserer Mitarbeiter, um ganzheitliche und vom Kunden ausgehende Forschungs- und Entwicklungsansätze (z.B. Design-Thinking) zu fokussieren. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage II.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Im Jahr 2018 konnte die erfolgsverwöhnte deutsche Wirtschaft nicht an die prognostizierten Zuwachsraten des Vorjahres anknüpfen. Laut Statistischem Bundesamt konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr nur um 1,5% zulegen, nach jeweils 2,2% in den beiden Vorjahren und dem neunten Wachstumsjahr in Folge für Europas größte Volkswirtschaft. Diese Abschwächung der Wachstumsdynamik ist im Wesentlichen auf einen geringeren Anstieg des Exports von Waren und Dienstleistungen zurückzuführen. Während die Exporte in 2017 noch um 6,2% zulegten, so konnten diese in 2018 nur noch mit einem Wachstum von 3,0% gesteigert werden. Handelskonflikte, Probleme der für Deutschland so bedeutenden Automobilindustrie bei der Einführung der neunen Abgas- und Verbrauchsstandards (WLTP) belasteten das Exportgeschäft spürbar. Gestützt wurde die Konjunktur im vergangenen Jahr durch das Konsumverhalten der Verbraucher, gestiegene Investitionen vieler Unternehmen und die Konsumausgaben des Staates. Befürchtungen, Deutschland könnte Ende 2018 in eine sogenannte technische Rezession, welche sich durch eine sinkende Wirtschaftsleistung in zwei aufeinander folgenden Quartalen kennzeichnet, gerutscht sein, haben sich nicht bewahrheitet. So konnte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal gerade so ein Wachstum in Form einer schwarzen Null (0,02%) erzielen. Doch im Europavergleich bildet Deutschland zusammen mit Italien mit diesem Wert das Schlusslicht. Für 2019 erwarten Volkswirte eine Fortsetzung des seit nunmehr neun Jahren anhaltenden Aufschwungs in Deutschland, allerdings wird von einer weiteren Verlangsamung der Wachstumsdynamik ausgegangen. So erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nur noch einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 0,8%. Neben einer verlangsamten Grunddynamik der deutschen Wirtschaft führen die Wirtschaftsweisen vorübergehende Produktionsprobleme in der Automobil- und Chemieindustrie als mitverantwortlich auf. Die Gefahr einer Rezession wird angesichts einer, anders als in zurückliegenden Konjunkturabschwüngen, robusten deutschen Binnennachfrage, nicht erwartet. Die Binnenkonjunktur wird im Wesentlichen durch eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Einkommen und das weiterhin niedrige Zinsniveau begünstigt. Die EU-Kommission geht für die 19 Staaten der Eurozone von einem Wachstum in Höhe von 1,3% aus, nachdem die Behörde noch im Herbst 2018 ein Wachstum von 1,9% prognostizierte. Grund für die Korrektur seien vor allem die geringeren Wachstumserwartungen für die großen Volkswirtschaften Deutschland, Italien und Frankreich. II.2 Umsatz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die STI Lauterbach Verpackung GmbH, Lauterbach, einen Bruttoumsatz mit externen Kunden in Höhe von 70,5 Mio. € im Vergleich zu 65,0 Mio. € im Vorjahr, dies entspricht einem Zuwachs von 8,4%. Der Exportanteil, welcher vorwiegend europäische Nachbarländer betrifft, erhöhte sich weiter auf annähernd 22% in 2018. Im Jahr 2018 betrug die Gesamtleistung 70,4 Mio. € und lag damit um 5,3 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 65,2 Mio. €. Entsprechend des gestiegenen Umsatzes erhöhten sich die Materialkosten. Diese stiegen im Berichtszeitraum auf 38,5 Mio. € (Vorjahr 35,5 Mio. €), was einem leichten Anstieg der Materialaufwandsquote (Anteil des Materialaufwands am Umsatz) von 54,5% in 2017 auf 54,6% in 2018 entspricht. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3% von 18,4 Mio. € auf 19,0 Mio. € erhöht, was auf tarifliche Steigerungsraten zurückzuführen ist. Damit liegt die Personalaufwandsquote (gemessen als Verhältnis von Personalaufwand zur Gesamtleistung) mit 27,0% etwas unter dem Niveau des Vorjahrs mit 28,2%. Die Abschreibungen liegen mit einem Wert von 1,3 Mio. € auf dem Stand des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 13,9 Mio. € in 2017 auf 14,5 Mio. € in 2018 überproportional erhöht. Ursächlich hierfür sind Aufwendungen und zusätzliche Rückstellungen für die Instandsetzung einer Druckmaschine. Diese wurde während eines Brandes im Mai 2018 stark beschädigt und verursachte maßgeblich die Steigerung der Instandsetzungsaufwendungen. Ebenso erhöhten sich die Aufwendungen für Ausgangsfrachten überproportional, wogegen die Gebäudereparaturen signifikant niedriger ausfielen. Somit beschließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2018 mit einem wesentlich verbesserten Ergebnis. Es konnte ein Gewinn vor Ergebnisübernahme in Höhe von 1.748 T€ erzielt werden, im Vergleich zu einem Verlust von 3.147 im Vorjahr. II.3 Investitionen und Produktion Im Jahr 2018 wurden Investitionen in Höhe von 869 TEUR getätigt. Schwerpunkte lagen hierbei im Klebe- und Druckbereich sowie der elektrischen Infrastruktur. In der Produktion wurde in Abhängigkeit von der Auftragslage ein- bis dreischichtig gearbeitet. Die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeit sowie ein abteilungsübergreifender Einsatz von Mitarbeitern wurden auch weiterhin genutzt, um Auslastungsschwankungen so gut wie möglich auszugleichen. Auf Grund besonderer Anforderungen durch den Maschinenbrand und Spitzenauslastungen im Kaschierbereich wurde in diesen beiden Abteilungen teilweise mit spezifischen Stundenmodellen gearbeitet. Am 28. Mai kam es an der Druckmaschine KBA Rapida 145 DL zu einem Brand im Bereich zwischen Anleger und erstem Druckwerk. In der Folge stand diese Maschine im Jahr 2018 produktionsseitig nicht mehr zu Verfügung. Im Sommer folgte die Entscheidung, die Druckmaschine KBA Rapida 105 in unser Werk nach Kecskemet (Ungarn) zu verkaufen. Gleichzeitig wurde die Entscheidung zum Kauf einer Offsetdruckmaschine KBA 145 aus dem Democenter von Koenig & Bauer in Radebeul getroffen. In der Zwischenzeit standen statt vier lediglich zwei Druckmaschinen in Lauterbach zur Verfügung. Neben internen Verlagerungen von Druckaufträgen in andere Werke, war es in hohem Maß erforderlich, sich externen Druckkapazitäten zu bedienen. Insgesamt wurden in Folge des Brands 9,37 Mio. Bogen (1.401 Druckjobs) verlagert. Seit Ende Februar 2019 stehen uns nach der Reparatur der in Brand geratenen Maschine und des Anlaufens der neuen Druckmaschine wieder vier Druckmaschinen zur Verfügung. Das Qualitätsmanagement der STI Group wurde im Jahr 2017 neu strukturiert, um den stetig steigenden Anforderungen unserer Kunden besser gerecht werden zu können. So wurden die Aufgaben und Verantwortungsbereiche zwischen dem neu gebildeten Center-of-Excellence (CoE) und den Werken neu definiert, mit dem Ziel ein Höchstmaß an Qualität (Null-Fehler-Strategie) durch gruppenweiten Qualitätsstandards zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr 2009 wurde der Zertifizierungsmodus für das Regelwerk DIN EN ISO 9001 von einer Einzel- auf Matrixzertifizierung für die gesamte Unternehmensgruppe umgestellt. Ein Management-Systemaudit nach ISO 9001 konnte bereits im Vorjahr erfolgreich und ohne Abweichungen bestanden werden. II.4 Operative Excellenz Bereits seit mehreren Jahren arbeiten wir an unseren Produktionsstätten und in den administrativen Bereichen nach den Prinzipien des Lean-Managements. Ein fundierter Kenntnisstand sowie die Einhaltung und kontinuierliche Weiterentwicklung bereits definierter Standards in Level 1 und 2 werden vorausgesetzt und regelmäßig nachgehalten. Im Jahr 2017 wurden gruppenweite Effizienzchecks durchgeführt, welche die Basis für alle Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Thema operative Exzellenz bilden. Diese Maßnahmen und Aktivitäten werden durch ein zentrales Center of Excellence (CoE) koordiniert und begleitet. In diesem Zuge wurde im Unternehmen ein gruppenweites Shopfloor-Management etabliert und es konnten erhebliche Effizienzgewinne realisiert werden. Ein zentrales Element des Shopfloor-Managements bildet dabei die im Jahr 2018 im Unternehmen implementiere Kennzahl GAE (Gesamt-Anlagen-Effizienz), welche in Echtzeit relevante Leistungsparameter visualisiert. II.5 Personalbereich Der statistische Stand der Entgeltempfänger der Gesellschaft belief sich im Durchschnitt des Jahres 2018 auf 325 Mitarbeiter, berechnet als produktive Vollzeitkräfte (Vorjahr: 325). Absolut waren 357 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 359). Trotz einer erheblich höheren Produktionsleistung hatte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht, jedoch wurde in einem etwas erhöhten Maß auf Leiharbeit zurückgegriffen. Der für die Branche gültige Tarifvertrag sieht eine wöchentliche Regelarbeitszeit von 35 Stunden vor. Die Öffnungsklausel, die es gegen eine Beschäftigungsgarantie erlaubt u.a. die Wochenarbeitszeit auf maximal 38 Stunden ohne Entgeltausgleich zu erhöhen, wird aktuell in keinem Werk genutzt. Es wird in allen Werken in einer 35-Stunden-Woche gemäß dem Manteltarifvertrag der Branche gearbeitet. Mit dem Betriebsrat wurden jedoch, im Rahmen von Betriebsvereinbarungen, flexible Schicht- und Zeitkontenmodelle auf Basis der 35-Stunden-Woche vereinbart, so dass die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit den vom Markt immer mehr geforderten flexiblen und variablen Erfordernissen anpassen können. Die STI Group ist zudem Gründungsmitglied des Fördervereins Bildung, Wissenschaft und Forschung. In diesem Verein haben sich Unternehmen aus der Region Vogelsberg zusammengeschlossen, um die Region für junge Menschen attraktiver zu machen und in Lauterbach einen Hochschulstandort (Lauterbach Steinbeis Center of Management and Technology) zu etablieren. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir einen Bachelorabsolventen und beabsichtigen in 2019 einen Masterabsolventen im Rahmen dieses Programms auszubilden. Diese Form der Ausbildung ist integraler Bestandteil unserer Strategie zur operativen Exzellenz, einer stetig lernenden und sich kontinuierlich verbessernden Organisation. Unsere Bemühungen im Rahmen der klassischen Ausbildung setzen wir unvermindert fort. Angesichts des demographischen Wandels und eines damit verbundenen Rückgangs der Schüler- und Bewerberzahlen an den meisten Standorten der Gruppe, zeigen wir eine starke Präsenz auf den wichtigsten Ausbildungsmessen in der Region, um weiterhin erfolgreich Packmitteltechnologen, Medientechnologen Druck und kaufmännische Auszubildende für uns zu gewinnen. Am Standort Lauterbach wurde die vor vier Jahren ins Leben gerufene Reihe mit dem Namen "Bereichsentwicklung" weiter fortgeführt. Alle Führungskräfte des Werks kommen an einem Wochenende zu einer Art Klausurtagung zusammen, um über wichtige werksbezogene und werksübergreifende Themen zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Im Jahr 2018 fand auf Grund des Brands in der Druckerei nur eine Veranstaltung im Spätherbst statt. Schwerpunkte waren vor allem Themen aus den Bereichen Personal und Produktivität (Gesamtanlageneffizienz und Shopfloormeetings). II.6 Materialwirtschaft Die Preise an den Beschaffungsmärkten für die Hauptrohstoffe Papier und Karton entwickelten sich in 2018 weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Preise für Papier haben im Geschäftsjahr 2017 einen extremen Anstieg im Bereich der frisch- und recyclingbasierten Materialien erfahren. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich der Preisanstieg zwar etwas abgeschwächt, jedoch konnten die Hersteller die Preise weiterhin deutlich ausbauen. Die Preise für Karton haben sich im Geschäftsjahr 2018 signifikant, vor allem für Frischfaserqualitäten, erhöht. Die verarbeitete Menge konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, wobei die Kartonsorten etwas stärker zulegten als die Papiersorten. Die Transportkosten erfuhren in 2018 in der zweiten Hälfte des Jahres einen massiven Auftrieb, begründet durch die Verknappung der zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Um sicherzustellen, dass wir nicht über dem Marktpreisniveau liegen, führen wir regelmäßig Ausschreibungen durch. Gas und Strom konnten für Teile des Lieferjahres 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu nahezu identischen Kosten beschafft werden. Infolge einer geplanten Ausschreibung der gruppenweiten Papier- und Kartonbedarfe in 2019 und einer günstigen Dynamik an den Rohstoffmärkten erwarten wir signifikante positive Preiseffekte. Bezüglich der Transportkosten erwarten wir keine signifikante Preisreduktion und für Strom und Gas gehen wir von weiter steigenden Bezugspreisen aus. II.7 Vermögens- und Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2018 ist die Bilanzsumme der Gesellschaft mit 15,4 Mio. € nur minimal geringer als im Vorjahr. Darüber hinaus ist die Bilanzstruktur annähernd unverändert zum Vorjahr, somit haben sich die Anteile der einzelnen Bilanzpositionen fast nicht geändert.
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 310 T€ auf 862 T€. Weiterhin verminderte sich der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit um 220 T€ und der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit um 90 T€. III. Ausblick III.1 Künftige Entwicklungen und Chancen Das Geschäftsjahr 2018 war von einer kontinuierlich starken Auslastung der Produktion gekennzeichnet. Somit kam der Brand der Druckmaschine und die dadurch verursachte Verringerung der Druckkapazitäten zu einem für die Gesellschaft sehr ungünstigen Zeitpunkt. Durch schnelle Reaktion und gute Koordination konnte größerer Schaden vom Unternehmen abgewandt werden und trotz aller Probleme ein positives Jahresergebnis erzielt werden. Nach Austausch einer kleinformatigen Druckmaschine und Instandsetzung der beschädigten Druckmaschine sind die Offsetdruckkapazitäten auf einem optimierten Level. Die Planung der Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr geht von einer Umsatzgröße (ausschließlich bezogen auf die Herstellung von Faltschachteln) von ca. 64 Mio. € aus, bei gleichzeitiger Verbesserung des operativen Ergebnisses. Im den ersten 11 Wochen des Geschäftsjahres 2019 liegen die Auftragseingänge bei 106% des Planwertes. Das Quartalsergebnis der Gesellschaft wird erfreulicherweise über dem Plan liegen. Dabei ist die Erreichung unserer Ziele u.a. stark davon abhängig, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung bei unseren Großkunden im Jahr 2019 fortsetzt und inwieweit wir in der Lage sind, die erwarteten Personal-, Rohstoff- und Transportkostensteigerungen über eine Anpassung der Verkaufspreise an den Markt weiterzugeben. Generell gilt es zu konstatieren, dass der Markt nach wie vor durch eine anhaltend hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet ist, welche auf einen branchenspezifischen Angebotsüberhang zurückzuführen ist. Auch im Jahr 2019 wollen wir die konsequente Ausrichtung des Unternehmens an den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden fortsetzen. Der Zweck unseres Unternehmens besteht darin, unsere Kunden erfolgreicher zu machen und gemeinsam mit Ihnen spezifische Lösungen für individuelle Problemstellungen bzw. Bedürfnisse zu erarbeiten. Um dieses Werteversprechen erfüllen zu können, richten wir sämtliche Prozesse im Unternehmen konsequent an den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden aus. Nachdem in 2017 bereits signifikante Effizienzgewinne realisiert werden konnten, wurde durch die Geschäftsführung in 2018 ein Innovation Lab gegründet, in welchem Mitarbeiter u.a. mit agilen Arbeitsmethoden und einem hohen Grad an Eigenverantwortung fokussiert an innovativen Prozessen und Geschäftsmodellen arbeiten und diese im Unternehmen implementieren. Die in diesem Zusammenhang stehenden Aktivitäten fokussieren sich im Wesentlichen auf Aktivitäten im Zusammenhang mit der Auftragsgewinnung und Auftragsabwicklung. Das ebenfalls zentralisierte Center of Excellence (CoE) vereint und koordiniert sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Thema operative Exzellenz. Operative Exzellenz bedeutet Strukturen, Prozesse und Verhaltensweisen im Unternehmen so auszurichten, dass eine lernende und sich kontinuierlich verbessernde Organisation möglich wird. Durch die in diesem Zusammenhang erfolgte gruppenweite Einführung der Kennzahl GAE (Gesamt-Anlagen-Effizienz) und des zugehörigen Shopfloor-Managements konnten an allen Produktionsstandorten erhebliche und messbare Effizienzgewinne realisiert werden. Auf diesen Effizienzgewinnen bauen wir nun auf, um das System weiter zu etablieren und kontinuierliche Verbesserungen in unserem Produktionsprozess zu erzielen. Alle Prozesse werden mit einer konsequenten Fokussierung auf den Kundenerfolg und geleitet von unserer Vision - die Kunden mit einem einzigartigen Angebot noch erfolgreicher zu machen - gestaltet und implementiert. III.2 Risiken Die STI Group verfügt über ein integriertes Risikomanagementsystem, welches gewährleistet, dass vertretbare Risiken aktiv gesteuert und unangemessene Risiken vermieden werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weitere Maßnahmen implementiert, welche eine schnelle und übergreifende Identifikation von Risiken gewährleisten. Die identifizierten Risiken werden gemäß den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Bezüglich der operativen und übergreifenden Risikosteuerung wurden klare Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen definiert, die eine Risikosteuerung im Einklang mit der Gesamtunternehmensstrategie sicherstellen sollen. Das Risikomanagementsystem der STI Group wird durch einen Prozess für die Risikokontrolle, Abgleich der tatsächlichen Risikosituation mit dem bewerteten Risiko, und durch eine Risikokommunikation, rechtzeitige Weiterleitung von relevanten Informationen an die Verantwortlichen, flankiert. Die Prognosen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und der übrigen Welt für das Jahr 2019 sind nach anfänglich sehr positiver Ausrichtung in den letzten Monaten peu à peu nach unten korrigiert worden. Eine wesentliche Abschwächung der Verbrauchernachfrage könnte negative Auswirkungen auf die weitere Unternehmensentwicklung nach sich ziehen. Als Unternehmen sind wir in hohem Maße von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten abhängig, da wir als nicht-integriertes Unternehmen, über keinen direkten Zugang zu den von uns benötigten Rohmaterialien verfügen. Für das Jahr 2019 erwarten wir eine leichte Entspannung der Lage an den zum Teil überhitzten Rohstoffmärkten, welche durch einen nachlassenden Preisdruck gekennzeichnet sein könnte. Allerdings sehen wir weiterhin Kapazitätsüberhänge in unserer Branche und eine damit einhergehende anhaltende hohe Wettbewerbsintensität. Durch die bereits realisierten Effizienzgewinne und die weiterhin fokussierte Fortführung unserer Initiativen, welche alle wesentlichen Unternehmensteile betreffen, sehen wir uns gut gerüstet, um den vor uns liegenden Herausforderungen zu begegnen. Die operative und strategische Steuerung unseres Unternehmens ist maßgeblich von einer leistungsfähigen und stabilen Informationstechnologie abhängig. Die stetige Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter, diverser Wartungsverträge und verschiedener technologischer Sicherungsmaßnahmen (Redundanzen) gewährleistet. Auch im Geschäftsjahr 2018 haben wir weiter in die Modernisierung und Sicherheit unserer Hardwarestruktur investiert. In unseren Werken verfügen wir über entsprechende Redundanzen für unsere wesentlichen Produktionsanlagen und Prozesse. Aufgrund einer weitgehend einheitlichen Infrastruktur sowie harmonisierten Prozessen sind wir in der Lage, Aufträge schnell zwischen den einzelnen Werken zu verlagern. Hierdurch ist es uns möglich flexibel auf Auslastungsspitzen oder Ausfälle zu reagieren. Die STI Lauterbach Verpackung GmbH verfügt über eine eigene Betriebsfeuerwehr mit Löschfahrzeug. Es finden regelmäßig Übungen statt, teilweise auch unter Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Lauterbach. Das Werk verfügt, gemäß den geltenden Brandschutzbestimmungen, über eine Sprinkleranlage. Im Geschäftsjahr 2018 haben wir einen signifikanten Anteil des Umsatzes mit unseren TOP 10-Accounts erwirtschaftet. Der Verlust einer dieser Kunden hätte maßgebliche negative Auswirkungen auf unsere Beschäftigungs- und Ergebnissituation zur Folge. Für das Unternehmen ergeben sich keine nennenswerten Umweltrisiken, da die eingesetzten Rohstoffe keine - nicht vermeidbare - Umweltgefahren mit sich bringen. Seit Jahren rücken wir die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit in das Zentrum unseres unternehmerischen Handelns. In 2015 haben wir die Einführung der DIN-ISO-Norm 50001 erfolgreich abgeschlossen. Hierauf aufbauend werden wir künftig den Fokus verstärkt auf Energieeinsparmöglichkeiten legen. Personal- und Finanzierungsrisiken in unserer Gesellschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt weder absehbar noch zu erwarten. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe erfolgt über einen seit 2014 laufenden Konsortialdarlehensvertrag. Im Rahmen dieser Finanzierung ist eine flexible Bereitstellung von Fremdmitteln zu wettbewerbsfähigen Konditionen sichergestellt. Im März dieses Jahres hat die Gesellschafterin bekannt gegeben, dass sie die Unternehmensgruppe verkaufen wird. Ziel ist es, einen starken Partner zu finden, welcher auf den jüngsten Erfolgen aufbaut und künftiges Wachstum fördert, sowie verantwortungsvoll im Sinne von Mitarbeitern und Kunden handelt. Bisher haben noch keine konkreten Verkaufsverhandlungen stattgefunden. Daher sind alle im Lagebericht getätigten Aussagen und Prognosen auf Basis der vom Beirat bestätigten Unternehmensplanung erstellt und haben weiterhin unverändert Gültigkeit.
Lauterbach, 15.03.2019 Die Geschäftsführung Angabe des Datums der Feststellung des Jahresabschlusses (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27.05.2019 festgestellt. |
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