VR Bank Mücke eGLiquidiert
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VR Bank Mücke eGMückeJahresabschluss zum 31. Dezember 2006
1. Jahresbilanz zum 31.12.2006Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn‑ und Verlustrechnungfür die Zeit vom 01.01.2006 bis 31.12.2006
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Gegenüber der vorjährigen Bilanz sowie
Gewinn‑ und Verlustrechnung wurde die Gliederung
nicht verändert.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn‑ und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden angewandt. Die einzelnen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die den Forderungen an Kunden anhaftenden Bonitätsrisiken haben wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Umfang abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage der Verlustmethode. Den gesamten Bestand an festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Da die Wertpapiere im Girosammeldepot verwahrt werden,
werden die Anschaffungskosten bei gleicher
Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt.
Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 als strukturierte Produkte bezeichneten Vermögensgegenstände werden, weil sie lediglich ein Zinsänderungs‑ und Emittentenrisiko enthalten, als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet. Bei der Bewertung des Warenbestandes wurde der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet. Gleichartige und annähernd gleichwertige Warenartikel wurden für Zwecke der Bewertung zu einer Gruppe zusammengefasst. Für minderwertige Waren sind ausreichende Abschläge verrechnet. Unverkäufliche Güter sind abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Eine außerplanmäßige Abschreibung wurde auf eine Werbeanlage vorgenommen, da diese durch die Umfirmierung im Rahmen der Fusion ausgetauscht wurde. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Pensionsrückstellungen sind auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens (Grundlage Heubeck Richttafeln 2005G) in vollem Umfang und mit einem Zinssatz von 4 % passiviert. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Sorten wurden mit dem Sortenankaufskurs der DZ BANK bewertet. Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2006 (volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR10.556.666 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR2.586.789 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR2.697.950 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR671.199 und Betriebs‑ und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR81.786 enthalten. In den "Sonstigen Vermögensgegenständen" ist der aufgrund der in 2006 geänderten Rechtslage entstandene Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens, das aus dem körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahren der Jahre 1977 ‑ 2000 resultiert, mit dem Barwert in Höhe von EUR 364.761 ausgewiesen. In dem folgenden Posten ist ein Vermögensgegenstand für den eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR4.620 enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR4.440.918 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn‑ und Verlustrechnung Die "Sonstige betriebliche Erträge"
(G+V‑Posten 8) entfallen in Höhe von EUR 364.761
auf den Auszahlungsanspruch des
Körperschaftsteuerguthabens gemäß § 37
Abs. 5 KStG.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR5.370. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und früherer Organmitglieder sowie deren Hinterbliebenen wurde gemäß §286 Abs.4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2006 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR169.714. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR51.603 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR57.156. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR94.000. Die Zahl der 2006 durchschnittlich beschäftigten
Arbeitnehmer betrug:
Mitgliederbewegung
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. Hessen · Rheinland‑Pfalz · Saarland · Sachsen · Thüringen Wilhelm‑Haas‑Platz 63263 Neu‑Isenburg
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Der Vorstand Seim Bott Schrimpf Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VR Bank Mücke eG, Mücke/Nieder‑Ohmen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §53 Abs.2 GenG, §§340k und317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, 14. Juni 2007 Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. Hessen · Rheinland‑Pfalz · Saarland · Sachsen · Thüringen i. V. Kessel Wirtschaftsprüfer Schäfer Wirtschaftsprüfer
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006der VR Bank Mücke eG I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2006 Die deutsche Volkswirtschaft ist 2006 so stark gewachsen wie seit dem wirtschaftlichen Boomjahr 2000 nicht mehr. Dabei sorgten Wachstumsimpulse aus dem In‑ und Ausland für einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes real um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der private Konsum legte um 0,8 % zu und der Staat erhöhte seine Ausgaben um 1,8%. Besonders positiv entwickelten sich die Bruttoanlageinvestitionen, die so stark gestiegen sind wie noch nie nach der Vereinigung und zwar um 5,6 %. Die Ausrüstungsinvestitionen wuchsen um 7,3 % und die Bauinvestitionen nahmen um 4,2% zu. Weiterhin dynamisch wuchs auch der Außenhandel. Die Exporte stiegen um real 12,5% und die Importe legten ebenfalls mit einer zweistelligen Zuwachsrate (11,1%) zu. Unverändert hoch lag der Anstieg des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte. Wie in den beiden Vorjahren stieg es um 1,7 %, während die privaten Konsumausgaben mit 2 % stärker stiegen als das verfügbare Einkommen. Die Sparquote sank erstmals seit dem Jahr 2000 wieder auf 10,5 %. Erstmals seit dem Jahr 2001 wurde wieder der Referenzwert des Haushaltsdefizits nach dem Maastrichtvertrag von 3 % unterschritten. Der Staatssektor wies im Jahr 2006 ein Finanzierungsdefizit von 39,5Mrd. Euro auf, was 1,7% des Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen ausmacht. Beginnend im Dezember 2005 erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) in fünf Schritten den Mindestbietungssatz auf die Hauptrefinanzierungsgeschäfte um 1,25 Prozentpunkte auf 3,5 %. Damit reagierte sie auf den konjunkturellen Aufschwung im Euroraum, den kräftigen Anstieg der Energiepreise und das überaus dynamische Geldmengen‑ und Kreditwachstum. Insbesondere der Preis für Rohöl übte einen sehr starken Druck auf die Verbraucherpreise aus. So erreichte dieser im August ein Allzeithoch von 78 US‑Dollar pro Barrel; bis zum Jahresende konnte sich der Preis auf etwa 60 US‑Dollar festigen. Auf dem deutschen Rentenmarkt stiegen die Anleiherenditen in den ersten Monaten des Jahres spürbar an. Die Umlaufrendite erhöhte sich von 3,2 % zum Jahresbeginn auf 4 % zur Jahresmitte und schließlich auf 3,75 % im Herbst. Am Ende des Jahres lag die Umlaufsrendite bei knapp unterhalb der Marke von 4%. Zum Jahresbeginn bewegte sich der Euro in der Nähe der Marke von 1,20 US‑Dollar. Trotz des Potentials für Kurssteigerungen bewegte sich die Gemeinschaftswährung zunächst seitwärts bevor sie sich im April merklich festigen konnte. Insbesondere die positiven Konjunkturdaten waren ausschlaggebend für einen Anstieg des Umrechnungskurses auf die Marke von 1,29 US‑Dollar. Eine nachhaltige Stärkung der Gemeinschaftswährung zeichnete sich im November ab, als sich die Zeichen für einen Abschwung in den USA verdichteten. Zum Jahresultimo lag der EZB‑Referenzkurs des Euro bei 1,3170 Dollar, was einem Anstieg um 14 Cent bzw. 12% gegenüber dem Jahresbeginn bedeutete. Der deutsche Aktienmarkt begann das Jahr 2006 in freundlicher Stimmung. Dämpfend wirkten sich zunächst auch hier die Preissteigerungen beim Rohöl aus. Etwa von Februar bis Mai setzten sich dann Kurszuwächse am deutschen Aktienmarkt fort, bevor es anschließend durch die weiteren weltpolitischen Konflikte zu Kurskorrekturen kam. Erst im August schwenkte der DAX dann wieder auf einen Aufwärtstrend ein und bewegte sich in Richtung der Marke von 6.000 Punkten. Der DAX beendete das Jahr mit einem Schlussstand von 6.597 Punkten, was einem stattlichen Jahreszuwachs von 22 % entspricht. Geschäftsentwicklung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Jahr 2006 Die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken blieben auch im Jahr 2006 weiterhin auf Wachstumskurs. Nach einer Steigerung von 2,5 % im Vorjahr erhöhte sich die addierte Bilanzsumme aller genossenschaftlicher Banken in 2006 um 2,8 % auf insgesamt 608 Mrd. Euro. Die Forderungen an Nichtbanken wuchsen um 1,8% oder 6,4 Mrd.Euro auf insgesamt 360 Mrd. Euro an. Während sich die kurz‑ und mittelfristigen Forderungen verringerten, ergab sich bei den langfristigen Forderungen ein Plus von 3,4 % auf 299 Mrd.Euro. Ursächlich hierfür ist nach wie vor das günstige Zinsniveau. Das Gesamtvolumen der Einlagen von Nichtbanken einschließlich Inhaberschuldverschreibungen erhöhte sich um 12,8Mrd.Euro auf 465 Mrd. Euro. Hierbei erhöhten sich erfreulicherweise neben den Sichtverbindlichkeiten auch die Termineinlagen, Sparbriefe und vor allem die Inhaberschuldverschreibungen. Nach 45 im Vorjahr fusionierten im Jahr 2006 insgesamt 35 Kreditgenossenschaften mit anderen, womit sich das Fusionstempo wiederum leicht verringert hat. Insgesamt unterhielten die am Ende des Jahres 2006 eigenständigen 1.255 Volksbanken und Raiffeisenbanken 13.765 Bankstellen, wovon 214 Institute noch das Warengeschäft betrieben. Die Anzahl der Mitglieder bei Kreditgenossenschaften wuchs um knapp 200.000 auf nunmehr 15,9 Mio. Personen; diese Entwicklung belegt deutlich die Attraktivität der Mitgliedschaft. 2. Entwicklung der VR Bank Mücke eG
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) Die Bilanzsumme unserer Bank hat sich im Vergleich zum Jahr 2005 im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,5 % oder 870 T€ vermindert. Damit liegt die VR Bank Mücke eG erneut unter dem Trend aller Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Bundesrepublik Deutschland.
Wie bereits in den Vorjahren hielt der Negativtrend bei den Kundenforderungen an. Die Kundenforderungen reduzierten sich um 2.661 T€ bzw. 8,7 % insbesondere aufgrund von Ablösungen durch andere Kreditinstitute sowie durch planmäßige und außerplanmäßige Tilgungen. Die verhaltene Nachfrage im Neugeschäft konnte diesen Rückgang nicht kompensieren. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus auf den Geld‑ und Kapitalmärkten haben wir im abgelaufenen Jahr keine Anlagen in Wertpapieren getätigt. Der Rückgang in diesem Bereich umfasst mit 1.590 T€ ausschließlich den Abgang von endfälligen Papieren. Die freigewordene Liquidität aus den vorgenannten beiden Positionen wurde in Festgeldern bei unserer Zentralbank angelegt. Die Forderungen an Banken wuchsen um 2.776T€ bzw. 35,6 % an.
Während die Bankrefinanzierungen nahezu auf dem gleichen Niveau wie dem des Vorjahres lagen, haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erneut verringert. Der Rückgang bei den Spareinlagen von 1.503 T€ und bei den Sichteinlagen von 1.552T€ konnte durch den Zuwachs bei den befristeten Einlagen von 1.977 T€ nicht ausgeglichen werden. Insgesamt verringerten sich die Kundeneinlagen um 2,2 % auf 47.920T€.
Bei den Erträgen aus dem Dienstleistungsgeschäft vollzog sich die Entwicklung differenziert. Während die Erträge aus dem Zahlungsverkehr noch um 4 T€ gesteigert werden konnten, sanken die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs‑ und Depotgeschäft sowie die Vermittlungserträge um 4T€ bzw. 3T€.
Der Gesamtwarenumsatz konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 199 T€ oder 8,5 % auf 2.532 T€ gesteigert werden. Dabei war die Tankstelle, insbesondere aufgrund gesteigerter Mengen, aber auch aufgrund Preissteigerungen, mit 252 T€ maßgeblich für die Erhöhung verantwortlich, während der Baustoffbereich einen Rückgang um 60T€ verzeichnete. Der Rohertrag lag mit 193 T€ nur leicht über dem des Vorjahres. Investitionen Im Nachgang zur im Jahr 2005 vollzogenen Fusion wurden Werbeanlagen für 8T€ angeschafft. Des Weiteren haben wir im Geschäftsjahr 2006 Teile der EDV‑Ausstattung mit 24T€ und der Tankstelle mit 29T€ erneuert. Personal‑ und Sozialbereich Beim Personalbestand gab es im Vergleich zum Vorjahr keine nennenswerte Veränderungen. Die Mitarbeiter verfügen weiterhin über eine langjährige Betriebszugehörigkeit. Die Vergütungen orientieren sich an dem Bankentarifvertrag. Darüber hinaus erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr Sonderzahlungen und hohe Mehrarbeitsvergütungen. Notwendige umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen haben wir künftig zu initiieren. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der VR Bank Mücke eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs‑ und Vermögensanlagenfragen sicher stellen soll. Die damit verbundene Einführung eines angemessenen Vertriebssystems werden wir im aktuellen Geschäftsjahr vornehmen. Die Entwicklung unseres Instituts planen und steuern wir mit Hilfe von Kennzahlen. Zwecks Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen gilt es, die Limitausgestaltung zu überarbeiten und die in die Berechnung der Limitauslastungen einfließenden Daten erheblich zu verbessern. Ferner bedarf es künftig einer sachgerechten Anwendung unserer implementierten Verfahren zur Risikoermittlung bzw. Risikomessung. Die Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen sind sichergestellt. Die prozessunabhängige Überwachung erfolgt durch unsere funktionsfähige externe Innenrevision. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Dieser zentralen Aufgabe werden wir uns zukünftig mit der notwendigen Qualität widmen. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit‑, Marktpreis‑, Liquiditäts‑ und Betriebsrisiken, wobei die Kredit‑ und Marktpreisrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken, ist in der Marktfolge Aktiv angesiedelt. Für die Überwachung von problembehafteten Engagements sowie die Abwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten ist der Vorstand zuständig. Die damit verbundenen Handlungsnotwendigkeiten werden wir künftig praktizieren. Der Risikovorsorgebedarf im Kreditgeschäft war im Geschäftsjahr 2006 erneut hoch; er wurde durch entsprechende Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Der Identifizierung, Steuerung und Überwachung der Kreditrisiken werden wir künftig die erforderliche Bedeutung beimessen. Für die Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Bereich Rechnungswesen und Controlling verantwortlich. In Zukunft werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank mit Hilfe eines Limitsystems gesteuert. Das Liquiditätsrisiko wird durch den aufsichtsrechtlichen Grundsatz II begrenzt und gesteuert. Zur Begrenzung der Betriebsrisiken unterschiedlichster Art sind Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die Betriebsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Um zukünftig rechtzeitig notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können, werden wir das Berichtswesen verbessern. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß §10 KWG haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:
*) Passivposten 12 (Eigenkapital) Im Jahr 2005 fusionierten die Volksbank Nieder‑Ohmen eG und die Raiffeisenbank Mücke eG zur VR Bank Mücke eG. Die Werte bis einschließlich 2004 enthalten ausschließlich die Eigenmittel und die sich hieraus ergebenden Kennziffern der übernehmenden Bank.
Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung wurde von uns im Geschäftsjahr 2006 gut eingehalten. Unser Kernkapital beträgt 3,6 Mio.EUR; das sind 6,4% der Bilanzsumme. Damit verfügen wir über eine angemessene Eigenkapitalausstattung. Ergänzende Eigenkapitalbestandteile in Form von Genussrechten oder nachrangigen Verbindlichkeiten bestehen nicht. Unsere Vermögenslage ist geordnet. Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen am Geschäftsvolumen ist unterdurchschnittlich ausgeprägt. Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns eine ausgewogene branchen‑ und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer gewerblichen und privaten Kundschaft entsprechen. Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten. Durch die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kreditnehmer in den vergangenen Jahren macht der Anteil der nicht einwandfreien Engagements einen nicht unwesentlichen Teil unseres Kreditvolumens aus. Das Kreditvolumen der Risikogruppe 2 und 3 beträgt nach unseren Ermittlungen über 20% des Kundenkreditvolumens. Insbesondere der Anteil der wertberichtigten Kredite ist vergleichsweise hoch. Durch eine zukünftig konsequentere Anwendung unserer organisatorischen Regelungen im Kreditgeschäft streben wir eine Verbesserung der Risikogruppenstruktur bzw. eine Verringerung der vorhandenen Kreditrisiken an. Sämtliche Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2006 mit besonderer Vorsicht bewertet. Akute Risiken im Kreditgeschäft wurden in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Latente Risiken sind durch Vorsorgereserven gedeckt. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anteil unserer Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme beläuft sich auf 25,5 % und ist damit überdurchschnittlich ausgeprägt. Im Bestand befinden sich überwiegend Wertpapieranlagen inländischer öffentlicher Emittenten und Kreditinstitute. Weiterhin beinhalten die Wertpapieranlagen Euro‑Unternehmensanleihen ausländischer Emittenten mit einem Nennwert von insgesamt 1.000T€ und Euro‑Anleihen ausländischer Kreditinstitute von insgesamt 750T€. Bei sämtlichen im Bestand befindlichen Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere handelt es sich um Emittenten guter Bonität. Fondsanlagen bei der Union Investment GmbH werden in Höhe von insgesamt 4.118T€ gehalten. Der Anteil der strukturierten Produkte am gesamten Wertpapierbestand beträgt 12,4%. Alle Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus um 1 %‑Punkt würde einen Abschreibungsbedarf von insgesamt 261T€ bewirken. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir erneut mit einem leichten Anstieg des Zinsniveaus. Mit den Fälligkeiten hochverzinslicher Wertpapiere im kommenden Jahr wird sich unsere Zinsspanne erneut vermindern. Die Durchschnittsverzinsung des Depot A wird dadurch weiter zurückgehen. Diese Entwicklungen werden das bisher schon unterdurchschnittliche Betriebsergebnis vor Bewertung nochmals tangieren. Derivatgeschäfte Zum Bilanzstichtag betreibt die Bank keine Derivatgeschäfte. Zinsänderungsrisiko Nach der dynamisierten Zinselastizitätenbilanz per 31.12.2006 ergibt sich bei einer unterstellten Zinssteigerung von 1 %‑Punkt eine geringe Zinsänderungschance. Währungsrisiko Währungsrisiken bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Sonstige Risiken Risiken im rechtlichen Bereich (z.B. Beraterhaftung), im technischen Bereich und sonstige Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Lage unserer Genossenschaft haben könnten, bestehen nicht. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. 3. Finanz‑ und Liquiditätslage Unsere Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Den zur Liquiditätsmessung vorgegebenen Grundsatz II haben wir jederzeit mit Abstand eingehalten. Per 31.12.2006 lag die Liquiditätskennziffer (Grundsatz II) bei 2,63. Aufgrund der getroffenen Dispositionen bei den Anlagen der frei verfügbaren Liquiditätsreserven in Bezug auf Stückelung und Fälligkeit sowie der vorhandenen Refinanzierungsmöglichkeiten bei der EZB und im Finanzverbund, rechnen wir in den nächsten Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung unserer Zahlungsbereitschaft. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:
1) GuV‑Posten 1abzüglich GuV‑Posten 2 zuzüglich GuV‑Posten 3 2) GuV‑Posten 5 abzüglich GuV‑Posten 6 Das operative Ergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Der Zinsüberschuss verringerte sich im Jahresvergleich um rund 10%. Während die Zinserträge im Interbankengeschäft noch um 86T€ gesteigert werden konnten, reduzierten sich die Zinseinnahmen im Kundengeschäft um 144T€ und im Wertpapier‑ und Beteiligungsbereich um 82 T€. Die Zinsaufwendungen für Refinanzierungs‑ und Weiterleitungsdarlehen verminderten sich zwar um 26 T€, der Aufwand für die Verzinsung der Kundeneinlagen erhöhte sich jedoch deutlich um 89 T€. Das Provisionsergebnis verminderte sich ebenfalls leicht. Während aus dem Zahlungsverkehr noch geringe Mehrerträge zu generieren waren, nahmen sowohl die Vermittlungs‑, wie auch die Erträge aus dem Wertpapier‑ und Depotgeschäft mit Kunden ab. Das Rohergebnis aus dem Warengeschäft konnte geringfügig gesteigert werden. Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber 2005 um 44T€ erhöht. Die Steigerung ist insbesondere durch hohe Überstundenvergütungen, die Erhöhung der Urlaubsrückstellungen, den tariflichen Erhöhungen und die Veränderung des Beschäftigungsgrades bei einer Mitarbeiterin begründet. Die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich um 66T€. Die Einsparungen resultieren im Wesentlichen aus dem Wegfall der Kosten für die vorjährige technische Fusion, verminderten Garantiefondsbeiträgen sowie geringeren Beratungs‑ und Instandhaltungskosten. Das vergleichsweise unterdurchschnittliche Betriebsergebnis vor Bewertung sank im Jahresvergleich von 715T€ um 257T€ oder 36% auf 458T€. Die Kennziffer des Betriebsergebnisses lag damit nur noch bei 0,78% der durchschnittlichen Bilanzsumme anstelle von1,22% im Vorjahr. Die Ursache für die Reduzierung liegt im Wesentlichen in der Verringerung des Zinsüberschusses und der erstmals im Geschäftsjahr 2006 vorgenommenen Zinswertberichtigung in Höhe von 100T€. Das negative Bewertungsergebnis resultiert in 2006 insbesondere mit 375T€ aus dem Risikovorsorgebedarf im Kreditgeschäft und mit 249T€ aus Kurswertabschreibungen aus dem Wertpapierbereich. Ferner wurden versteuerte Vorsorgereserven gebildet. Das Betriebsergebnis nach Bewertung war negativ. Zur Deckung der negativen Gesamtbeiträge aus dem Kreditgeschäft und dem eigenen Wertpapierbestand haben wir, neben dem vollständigen Betriebsergebnis vor Bewertung, auch einen Ertragsanteil aus dem nachfolgend näher bezeichneten Körperschaftsteuerguthaben verwandt. Das betriebswirtschaftlich außerordentliche Ergebnis wurde maßgeblich durch die in 2006 geänderte Rechtslage hinsichtlich des vorhandenen Körperschaftsteuerguthabens, dass aus dem körperschaftssteuerlichen Anrechnungsverfahren der Jahre 1977 bis 2000 resultiert, bestimmt. Der Barwert des Körperschaftsteuerguthabens beträgt 365T€. Durch diesen Ertrag konnte ein Ergebnis vor gewinnabhängigen Steuern von 315T€ erzielt werden. Der nach Aufstockung der Vorsorgereserven verbleibende Jahresüberschuss reicht aus, um analog des Vorjahres 6,3 % Dividende auszuschütten und eine angemessene Dotierung der Rücklagen vorzunehmen. Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir gemäß unserer Ergebnisvorschau einen, unter Berücksichtigung erneuter Zinswertberichtigungen, um rund 14 % geringeren Zinsüberschuss. Ausschlaggebend hierfür ist der erwartete weitere Rückgang der Kundenforderungen, der beabsichtigte Abbau der Kontokorrentüberziehungen, die Fälligkeit höherverzinslicher Wertpapieranlagen sowie Konditionsvereinbarungen der Kundeneinlagen bei gestiegenem Marktzinsniveau. Durch die Einführung eines Vertriebssystems wollen wir sowohl kurz‑ bzw. mittelfristig das bisher schwache Provisionsergebnis verbessern, als auch den rückläufigen Aktiv‑ und Passivkundenvolumensveränderungen entgegen wirken. Für 2007 erwarten wird diesbezüglich jedoch noch keine Verbesserung. Der Verwaltungsaufwand wird sich voraussichtlich um rund 3% erhöhen. Es wird ein wiederum erheblich reduziertes Betriebsergebnis vor Bewertung von lediglich rund 150T€ erwartet. Nach Berücksichtigung der prognostizierten Bewertungsänderungen aus dem Kreditgeschäft und dem eigenen Wertpapierbestand rechnen wir mit einem Betriebsergebnis nach Bewertung von lediglich rund 40T€. Mit diesem Ergebnis wäre nach einer zumindest satzungsgemäßen Rücklagendotierung ohne die Teilauflösung von Vorsorgereserven keine Dividendendotierung auf Vorjahresniveau möglich. Mit dieser Entwicklung sind wir keinesfalls zufrieden. Dementsprechend hat der Vorstand zur künftigen Gegensteuerung einen Maßnahmenkatalog erstellt. Dieser beinhaltet die Vertriebsaktivierung, eine straffes Kreditrisikomanagement, diverse organisatorische Änderungen, die Überprüfung des Zweigstellennetzes und des Warengeschäftes unter Rentabilitätsgesichtspunkten und die Einsparung von Verwaltungsaufwendungen. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Das Geschäftsjahr 2006 war erneut von einem rückläufigen Kundenkreditvolumen als auch von hohen Mittelabflüssen bei den Kundeneinlagen geprägt. Die Bilanzsumme hat sich wiederum verringert. Die Ertragslage ist durch einen rückläufigen Zinsüberschuss sowie hohe abzuschirmende Risiken im Kreditgeschäft und hohe Kurswertabschreibungen auf den eigenen Wertpapierbestand erheblich negativ beeinflusst. Lediglich durch den betriebswirtschaftlich außerordentlichen Ertrag aus der Aktivierung des Körperschaftsteuerguthabens wurde ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verhindert; dieser Ertrag ermöglicht eine angemessene Rücklagendotierung, die Erhöhung der versteuerten Vorsorgereserven und eine Dividendenausschüttung auf Vorjahresniveau. Das Kreditvolumen beinhaltet einen vergleichsweise hohen Anteil an akut ausfallgefährdeten Forderungen. Für erkannte Ausfallrisiken und erhöhte latente Risiken sind in ausreichendem Umfang Risikovorsorgen bzw. Vorsorgereserven vorhanden. Die Vermögens‑ und Finanzlage unserer Bank ist geordnet. Insbesondere infolge eines sich deutlich verschlechternden Zinsergebnisses wird sich das Betriebsergebnis vor Bewertung des laufenden Geschäftsjahres 2007 erheblich verschlechtern. Bedingt durch eine künftig konsequente Umsetzung unserer Organisationsrichtlinien im Kreditgeschäft und einer zutreffenden Handhabung des Kreditrisikomanagements gehen wir für das Geschäftsjahr 2007 und für die Folgejahre von einer Verringerung der Belastung des Gesamtbeitrages aus dem Kreditgeschäft aus. Hinsichtlich der Marktpreisrisiken erwarten wir künftig bei einer anforderungsgerechten Einführung eines Limitsystems eine relativ geringe Belastung der Ertragslage. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Verbund bestehen nur in geringem Umfang Rechts‑, Betriebs‑ und Liquiditätsrisiken. Unsere EDV‑Technik ist auf einem modernen Stand und wird ständig aktualisiert. Risiken aus dem technisch‑organisatorischen Bereich lassen sich deshalb für die Zukunft nicht erkennen. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Am 1.Februar 2007 hat der Aufsichtsrat Herrn Schrimpf zum weiteren hauptamtlichen Vorstandsmitglied der Bank bestellt. Herr Schrimpf hat am 12. März 2007 seine Tätigkeit aufgenommen. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Für das Geschäftsjahr 2007 erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturindikatoren und der veröffentlichten Prognosedaten der Wirtschaftsverbände eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene und teilweise auch in unserem Geschäftsgebiet. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung auch in 2008 fortsetzen wird. Bedingt durch unsere in den letzten Jahren unbefriedigenden Vertriebsaktivitäten und dem Aktionismus unserer unmittelbaren Mitbewerber im Geschäftsgebiet gehen wir für 2007 von keinem nennenswerten Neugeschäftsvolumen bei den Kundenforderungen aus. Bei den Kundenforderungen erwarten wir aufgrund von Ablösungen und planmäßigen Tilgungen einen deutlichen Rückgang. Bei den Kundeneinlagen kalkulieren wir einen moderaten Abfluss. Für das Geschäftsjahr 2008 haben wir für das Aktiv‑ und Passivgeschäft noch keine detaillierten Plandaten erstellt; dies soll nach Abstimmung des Maßnahmenkataloges mit dem Aufsichtsrat erfolgen. Unsere Zielsetzung ist eine notwendige umfangreiche Aktivierung unserer Vertriebsaktivitäten im Kredit‑, Einlagen‑ und Dienstleistungsgeschäft. Damit einhergehend sind erforderliche intensive Fort - und Weiterbildungsmaßnahmen einschließlich Selbststudium für unsere Mitarbeiter geplant und notwendig, um den erforderlichen Qualitätsstandard zu bewirken und künftig sicherzustellen. Darin und in der angestrebten Intensivierung unserer Kundenbindungen und -ausweitungen sehen wir eine Chance für unsere Bank. Des Weiteren wollen wir mit der von uns unmittelbar angestrebten Umsetzung des Kreditrisikomanagements und der unverzüglich konsequenten Anwendung unserer organisatorischen Regelungen für das Kreditgeschäft eine deutliche Verringerung der derzeitigen und eine wesentliche Vermeidung künftiger Kreditrisiken bewirken. Auch darin liegt eine Chance für unser Institut. Dies ist uns im vergangenen Geschäftsjahr 2006 nicht gelungen. Auf Grundlage der im April 2007 für das Geschäftsjahr 2007 erstellten Ergebnisvorschaurechnung wird, wie bereits in diesem Lagebericht ausführlich dargestellt, von einer erheblichen Verschlechterung der Ertragslage ausgegangen. Danach wären Dividendenzahlungen, wie für 2006 vorgesehen, nur durch Teilauflösung vorhandener Vorsorgereserven möglich. Für das Geschäftsjahr 2008 können wir derzeit noch keine konkrete Einschätzung abgeben; wir gehen aber von einem wiederum rückläufigen Zinsüberschuss aus. Bezüglich der Personalaufwendungen sind unter Berücksichtigung von qualitativen und quantitativen Arbeitsleistungen Anpassungsnotwendigkeiten gegeben. Des Weiteren wollen wir auch bei den anderen Verwaltungsaufwendungen Einsparungspotentiale verwirklichen. In der Chancen‑ und Risikoabwägung für die beiden Geschäftsjahre 2007 und 2008 sind wir hinsichtlich der Ertragserwartung wenig optimistisch gestimmt; nach der derzeitigen Einschätzung ist teilweise von Substanzverzehr auszugehen. Mit einer wesentlichen Beeinträchtigung der Finanz‑ und Liquiditätslage wird nicht gerechnet. Wesentliche Risiken sehen wir insbesondere, wenn die vom Vorstand vorgesehenen Maßnahmen zur Beseitigung und künftigen Vermeidung der Qualitätsdefizite im Kreditgeschäft und in Teilbereichen der Gesamtbanksteuerung sowie der Einführung von Vertriebsaktivitäten nicht oder nicht schnell genug umgesetzt werden. In diesem Fall wäre gänzlich auch die Selbständigkeit der Bank in Frage gestellt. V. Zweigniederlassungen Wir unterhalten keine Zweigniederlassungen. Zweigstellen bestehen in Mücke‑Ruppertenrod, Mücke‑Groß‑Eichen, Mücke‑Bernsfeld sowie Ulrichstein‑Unter‑Seibertenrod. Zahlstellen bestehen in Mücke‑Höckersdorf und Mücke‑Wettsaasen.
Der Vorstand: Seim Bott Schrimpf Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR228.125,23 ‑ nach den im Jahresabschluss mit EUR 138.647,82 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 89.477,41) ‑ wie folgt zu verwenden:
Der Vorstand: Seim Bott Schrimpf Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben grundsätzlich erfüllt. Er ist seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Die Überwachung der Erledigung von Prüfungspflichten war jedoch nicht ausreichend. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Einschränkend weisen wir daraufhin, dass bei Zugrundelegung der Feststellungen des Prüfungsverbandes der Aufsichtsrat im Hinblick auf die mangelnde Datenqualität der Bank teilweise unzutreffend bzw. eingeschränkt aussagefähig informiert wurde. Ferner war nicht stets die Vollständigkeit der Informationen sowie die Zeitnähe gewahrt. Außerhalb der Sitzungen fanden zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand in Teilbereichen Informations‑ und Gedankenaustausche statt. Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert einen Kreditausschuss, einen Ausschuss für Belegprüfungen und einen Ausschuss für Bestandsaufnahmen gebildet. Der Kreditausschuss tagte zweimal und der Ausschuss für Belegprüfungen tagte einmal im Berichtsjahr. Beide Ausschüsse nahmen ausschließlich Prüfungsaufgaben wahr. Der Ausschuss für Bestandsaufnahmen nahm an der Inventur teil. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden. Der Gesamtaufsichtsrat hat im Jahr 2006 insgesamt zwölf Sitzungen abgehalten. Wesentliche Themen von Bedeutung, die den üblichen Tätigkeitsbereich der Genossenschaft überstiegen, betrafen Vorstandspersonalien. Der vorliegende Jahresabschluss 2006 mit Lagebericht wurde von dem Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses ‑unter Einbeziehung des Gewinnvortrages‑ entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2006 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Wilfried Ellrich, Dieter Löffler und Helmut Reinhardt aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus. Mücke/Nieder‑Ohmen, im Juni 2007 Der Aufsichtsrat Wilfried Ellrich Vorsitzender |
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