VR Bank Nord eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg GnR 384 FL
Eingetragen
14.9.2018
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; j) der Erwerb, die Entwicklung, Erschließung, Bebauung, Verwaltung, Vermittlung, Vermietung, Verpachtung, Belastung und Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten; k) Unternehmensberatung; l) der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen insbesondere an Unternehmen aus den Bereichen erneuerbarer Energien, Infrastruktur und Immobilienwirtschaft; m) Direktinvestitionen in Anlagen zur Gewinnung und Speicherung von erneuerbaren Energien sowie in deren Infrastruktur und deren Betrieb und Unterhaltung. Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Michael Hartung
seit 16.9.2022
Prokura
Oke Hansen
seit 27.4.2022
Prokura
Björn Fischer
seit 27.4.2022
Prokura
Nadine Gottschalk
seit 27.4.2022
Prokura
Paul Martin Smala
seit 8.11.2021
Prokura
Sven Andresen
seit 8.5.2020
Prokura
Roberto Santus
seit 9.4.2020
Prokura
Hauke Präger
seit 12.2.2019
Prokura
Björn Springfeld
seit 12.2.2019
Prokura
Arne Rohwer
seit 12.2.2019
Prokura
Jonas Winkler
seit 12.2.2019
Prokura
Klaus Lehmann
seit 14.9.2018
Prokura
Markus Flebbe
seit 14.9.2018
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR Bank Nord eG

Flensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

VR Bank Nord eG, Flensburg Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet. Das Geschäftsgebiet der VR Bank Nord eG umfasst im Wesentlichen die Kreise Schleswig Flensburg, Nordfriesland und die Stadt Flensburg sowie die direkt angrenzenden Kreise. Geschäfte über das beschriebene Marktgebiet hinaus tätigen wir in den strategischen Geschäftsfeldern Erneuerbare Energien, Agrarkunden, Beteiligungen und Immobilien. Im Bereich der Erneuerbaren Energien und Beteiligungen sind wir bundesweit tätig; im Bereich Agrarkunden norddeutschlandweit, im Bereich Immobilien in Schleswig-Holstein.

Im Geschäftsfeld Beteiligungen und Immobilien investieren wir neben den strategischen Beteiligungen in der genossenschaftlichen Finanzgruppe weiterhin in den Erwerb und die Projektierung von Immobilien, in Projekte zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien und ausgewählte Unternehmensbeteiligungen.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit werden keine Zweigniederlassungen unterhalten.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Konjunktur in Deutschland

Leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Prozent, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 Prozent). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent 2023, der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Preisbereinigtes Wirtschaftswachstum in Deutschland

Veränderung gegenüber
dem Vorjahr in Prozent
Wachstumsbeiträge in
Prozentpunkten
2022 2023 2022 2023
Konsumausgaben 3,2 -1,0 2,3 -0,7
Private Konsumausgaben 3,9 -0,7 1,9 -0,4
Konsumausgaben des Staates 1,6 -1,5 0,3 -0,3
Bruttoanlageinvestitionen 0,1 -0,7 0,0 -0,1
Ausrüstungsinvestitionen 4,0 3,0 0,3 0,2
Bauinvestitionen -1,8 -2,7 -0,2 -0,3
Sonstige Anlagen -0,7 -0,6 0,0 0,0
Vorratsveränderungen 0,7 0,0
Inländische Verwendung 3,2 -0,9 3,0 -0,9
Exporte 3,3 -2,2 1,6 -1,1
Importe 6,6 -3,4 -2,8 1,7
Außenbeitrag -1,2 0,6
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,8 -0,3 1,8 -0,3

Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 23.02.2024. Wachstumsbeiträge: Mögliche Differenzen in den Summen ergeben sich durch Rundung der Zahlen.

Dämpfende Einflüsse überlagern sich

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Inflation hemmt den Privatkonsum

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 Prozent gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 Prozent zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage zu rückläufigen Ausgaben. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 Prozent gestiegen war, sank um deutliche 1,5 Prozent. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Gespaltene Investitionskonjunktur

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 Prozent nach +4,0 Prozent). Hier stützten die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, da sie eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 Prozent gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich um 2,7 Prozent. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem ging von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 Prozentpunkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Niedrigeres Finanzierungsdefizit des Staates

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum nicht zuletzt durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem weil die Umsätze der meisten Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der Einführung des 49-Euro-Tickets dem Sektor Staat zugerechnet wurden.

Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 Prozent im Vorjahr auf 2,1 Prozent nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 Prozent lag, dürfte auf rund 65 Prozent gesunken sein.

Robuste Arbeitsmarktlage

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 Prozent aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 Prozent). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Inflationsrate nach Höchststand etwas gesunken

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 Prozent den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 Prozent, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 Prozent markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 Prozent und 3,7 Prozent gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie.

Industrie mit leichtem Wertschöpfungsrückgang

Im Verarbeitenden Gewerbe belasteten die trotz der nachlassenden Preisdynamik insgesamt noch immer sehr hohen Energiepreise, die nur langsam schwindenden Materialengpässe und die globale Nachfrageschwäche die Lage. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs gab daher nochmals leicht nach. Sie sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent und damit in gleichem Umfang wie im Jahr 2022 (-0,3 Prozent). Ungeachtet des neuerlichen Wertschöpfungsrückgangs legte die Erwerbstätigenzahl im Verarbeitenden Gewerbe etwas zu, um 0,2 Prozent auf fast 7,5 Millionen Menschen.

Verhaltene Baukonjunktur

Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (-3,3 Prozent) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 Prozent weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die wegen der gestiegenen Zinsen verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Hiervon war insbesondere der Hochbau betroffen, während sich die Geschäfte im Tiefbau und im Ausbaugewerbe vergleichsweise besser entwickelten. Trotz der allgemeinen Schwäche hielt der Stellenaufbau im Baugewerbe an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte um 0,5 Prozent auf 2,6 Millionen Personen.

Stabile Geschäftsentwicklung im Handwerk

Das Handwerk hat die vielfältigen Herausforderungen des Jahres 2023 vergleichsweise robust gemeistert. Differenziert nach den einzelnen Gewerbezweigen zeigten sich aber teilweise recht unterschiedliche Entwicklungen. Der Umsatz des gesamten Handwerks übertraf in den ersten drei Quartalen seinen entsprechenden Vorjahreswert um 6,5 Prozent.

Schwieriges Jahr für den Einzelhandel

Im Einzelhandel haben die im Vorjahresvergleich nur wenig verminderten Preisanstiege merkliche Spuren hinterlassen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Vor diesem Hintergrund sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz um deutliche 3,3 Prozent, nachdem er bereits 2022 um 0,7 Prozent nachgegeben hatte. In den stärker von der Coronapandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 war der Einzelhandelsumsatz noch um 4,8 Prozent und 0,6 Prozent gestiegen, befördert unter anderem durch eine Sonderkonjunktur im Internet- und Versandhandel.

Umsatzrückgang im Großhandel

Angesichts der rückläufigen Konsumausgaben und der verhaltenen Industriekonjunktur gab der preisbereinigte Absatz im Großhandel ebenfalls nach. Hier unterschritt der Großhandelsumsatz im Zeitraum von Januar bis November sein entsprechendes Vorjahresniveau um 4,2 Prozent.

Dienstleistungssektor mit Wertschöpfungszuwachs

Der Dienstleistungssektor blieb 2023 eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs legte mit einem Anstieg um 0,5 Prozent allerdings weniger dynamisch zu als im Vorjahr (+3,0 Prozent). Die Erwerbstätigenzahl stieg im Dienstleistungssektor als Ganzes um knapp 300.000 beziehungsweise 0,9 Prozent auf fast 34,6 Millionen Menschen. Bezogen auf die Gesamtwirtschaft sind damit 9 von 10 zusätzlichen Arbeitsplätzen in diesem Sektor entstanden.

Verbesserte Lage in der Landwirtschaft

Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Darüber hinaus wurde die Landwirtschaft durch strukturelle Veränderungen in der Tierhaltung und hier vor allem in der Schweinehaltung beeinflusst, die zu einer geringeren Erzeugung von tierischen Lebensmitteln führten. Da jedoch die Erzeugerpreise allgemein stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe wieder zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes stieg das Unternehmensergebnis im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf 115.400 Euro. Im gesamten Agrarsektor, zu dem neben der Landwirtschaft die Forstwirtschaft und die Fischerei gezählt werden, hat sich die wirtschaftliche Lage verbessert. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung expandierte um 1,4 Prozent, allerdings begleitet von einem weiteren Rückgang der Erwerbstätigenzahl um 0,5 Prozent auf rund 550.000 Menschen.

Finanzmärkte

Die Finanzmärkte sehen Zins- und Inflationsgipfel erreicht

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit im Jahr 2023 nach weniger als achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 Prozent, nachdem sie im Januar 2023 noch bei 6,4 Prozent gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 Prozent auf 2,9 Prozent gefallen. Allerdings entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 Prozent auf 3,9 Prozent und im Euroraum von 7,1 Prozent auf ebenfalls 3,9 Prozent. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten.

USA: Fed lässt Zinserhöhungszyklus auslaufen

Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 Prozent bis 5,5 Prozent. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Den Abbau ihrer Bestände an Staatsanleihen und Mortgage-backed securities (hypothekarisch besicherten Wertpapiere) setzte die US-Notenbank in dem von ihr 2022 festgelegten Tempo fort.

Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen schließlich stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Senkungen der Leitzinsen schloss die Fed in ihrer Außenkommunikation auch für 2024 bis zu jenem, noch zu erreichenden Zeitpunkt aus, an dem die Inflation gesichert zum Zielwert von 2 Prozent zurückkehrt. Weitere Zinserhöhungen hielt sie sich für den Fall wieder steigender Inflation hingegen explizit offen, trotz zum Jahresende rückläufiger Kerninflationsraten.

Europa: EZB erhöht Leitzinsen um 200 Basispunkte auf höchstes Zinsniveau ihrer Geschichte

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,0 Prozent für die Einlagefazilität und 4,5 Prozent für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 Prozent für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 Prozent gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2,0 Prozent wieder erreiche.

Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese langfristigeren Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen.

Anleihenachterbahn mit finalen Kursgewinnen

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 Prozent, nach noch 2,56 Prozent an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 Prozent. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse, die zu einer von den Schweizer Behörden organisierten Zusammenlegung mit dem Konkurrenten UBS führte, fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März auf 2,1 Prozent zurück.

Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Im Nachgang der Sitzungen setzte in der Regel eine zum Vorfeld gegenläufige Korrektur ein. Gleiches galt für neue Inflationszahlen aus den USA oder Europa. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 Prozent am 28. September 2023.

Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 Prozent ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Ähnlich entwickelten sich andere Anleihen des Euroraumes, während amerikanische und britische Anleihen zwar ebenfalls Kursgewinne zum Jahresende verzeichneten, wegen der unterschiedlichen Zinszyklen damit aber nur auf die Niveaus des Jahresauftakts zurückfielen. Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken.

Euro stabilisiert sich mit geopolitischer Lage und Leitzinserhöhungen der EZB

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen Jahr 2022 attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen.

Dennoch blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August bis zum 13. Oktober von 1,09 US-Dollar auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und das Jahr 2023 mit 1,10 Dollar beschließen.

DAX schließt nahe Rekordhoch

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 Prozent auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 Prozent seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA und auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte die Erholung der Aktien- und Finanzmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch.

Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 Prozent über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3 Prozent und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein.

Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 Prozent zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 Prozent im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 Prozent zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 Prozent beziehungsweise 43,4 Prozent zulegen.

Genossenschaftsbanken weiten 2023 ihr Kundenkreditgeschäft in einem dämpfenden wirtschaftlichen Umfeld erneut aus / Kreditwachstum schwächt sich ab

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene Wirtschaftsschwäche dauerte in Deutschland das gesamte Jahr 2023 an. Sie war geprägt durch mehrere kräftige Leitzinsanhebungen und damit als Folge höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie einen deutlichen Kaufkraftentzug als Ergebnis der nach wie vor hohen Teuerung. Überlagert wurden diese Einflüsse von den hohen Unsicherheiten infolge des eskalierenden Nahostkonflikts zum Jahresende 2023 und dem wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts.

Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in diesem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden.

Kreditbestände legen leicht zu - bei weiterer Abschwächung der Wachstumsraten

Das Kreditgeschäft der Volksbanken und Raiffeisenbanken hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt, die hohen Wachstumsraten der Vorjahre wurden aber nicht wieder erreicht und schwächten sich im Jahr 2023 ab. Der Nachfragerückgang seit der zweiten Jahreshälfte 2022 insbesondere bei langfristigen Immobilienfinanzierungen und das damit verbundene rückläufige Kreditneugeschäft schlagen sich im Vergleich zu den Vorquartalen deutlicher in den Bestandsveränderungen im Aggregat aller Genossenschaftsbanken nieder.

Per Ende Dezember 2023 nahmen die Kreditbestände der Genossenschaftsbanken an Nichtbanken um 20 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent auf 777 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (Ende Dezember 2022) zu. Damit liegt die aktuelle prozentuale Veränderung mit gut vier Prozentpunkten deutlich unter der Wachstumsrate der Vorjahre.

Treiber des Kreditwachstums bei den Genossenschaftsbanken sind weiterhin die langfristigen Forderungen, welche per Ende 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Milliarden Euro oder 2,5 Prozent auf 696 Milliarden Euro zulegten. Die Zinserhöhungen infolge der Inflationsbekämpfung durch die EZB bremsten insbesondere auf Privatkundenseite das langfristige Immobilienneugeschäftsvolumen deutlich. Angesichts konjunktureller Unsicherheit, hoher Inflation, der gestiegenen Finanzierungskosten und eingetrübten Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt wurden Wohnungsbaukredite im letzten Jahr nur noch leicht aufgebaut. Höhere Kreditzinsen und sinkender Mittelbedarf für Anlageinvestitionen reduzierten zudem die Kreditnachfrage auf der Firmenkundenseite. So ist der Finanzierungsbedarf für gewerbliche Immobilien zurückgegangen. Leerstände und Preisrückgänge bei Gewerbeimmobilien wirken hier dämpfend.

Die Kreditnachfrage im kurzfristigen Bereich war mit 7,8 Prozent dynamischer als im langfristigen Laufzeitband. Im mittelfristigen Laufzeitband legten die Kreditbestände nur noch um 0,9 Prozent zu. Die mittelfristigen Forderungen wuchsen im Ergebnis leicht auf 45 Milliarden Euro. Die kurzfristigen Forderungen stiegen um 3 Milliarden Euro auf 36 Milliarden Euro. Aufgrund der Abschwächung der Problemlage an den Energiemärkten sowie einer zunehmenden Normalisierung der Lieferketten hat die Nachfrage insbesondere von kurz- und mittelfristigen Krediten der Firmenkunden zur Deckung des Liquiditätsbedarfs in den letzten Monaten weiter abgenommen, bleibt aber hoch, wie die Veränderungsrate im kurzfristigen Laufzeitband zeigt.

Die Kreditbestände legten sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft zu. Die Kredite an Privatkunden insgesamt wuchsen per Ende 2023 um 5 Milliarden Euro auf 363 Milliarden Euro. Gut neun Zehntel der Kredite an Privatkunden waren Wohnbaukredite (325 Milliarden Euro). Ferner sicherten sich Unternehmen und Selbständige sowie sonstige Firmenkunden angesichts der Unsicherheiten über den wirtschaftlichen Fortgang Liquidität und Kreditlinien. Die Firmenkundenkredite stiegen, bei merklich rückläufigem Wachstum, um 15 Milliarden Euro auf 414 Milliarden Euro.

Die private Wohnbaufinanzierung bleibt verhalten. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 war ein Nachfragerückgang bei Immobilienfinanzierungen erkennbar. Die Neugeschäftsvolumina sind seit den EZB-Leitzinserhöhungen seit Mitte 2022 deutlich rückläufig. Der Boom am Wohnimmobilienmarkt wird weiter nachlassen. Angesichts konjunktureller Unsicherheit, des Kaufkraftverlusts infolge der hohen Inflation, der gestiegenen Finanzierungskosten und eingetrübten Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt bei hohen Immobilien- und Baupreisen wurden Wohnungsbaukredite im Jahr 2023 nur noch leicht aufgebaut. Zusätzlich dürften sich die Kreditvergabespielräume der Genossenschaftsbanken durch weitere aufsichtliche Vorgaben reduzieren, indem bei der Eigenmittelunterlegung seit Februar 2023 ein antizyklischer Kapitalpuffer von 0,75 Prozent und ein sektoraler Systemrisikopuffer auf die Risikoaktiva von Wohnimmobilien in Höhe von 2,00 Prozent zu berücksichtigen sind. Im Ergebnis stieg die private Wohnbaufinanzierung der Genossenschaftsbanken im Jahr 2023 nur noch um 1,7 Prozent auf 325 Milliarden Euro.

Die Marktanteile der Genossenschaftsbanken haben sich 2023 erfreulich entwickelt. Sie bleiben auf hohem Niveau und erfahren im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung. So stieg der Marktanteil aller Kundenkredite von 17,8 Prozent um 0,3 Prozentpunkte auf 18,1 Prozent.

Die Kreditvergabe der Genossenschaftsbanken zeichnet sich durch eine konservative Ausgestaltung aus. Neun Zehntel der vergebenen Kredite weisen eine anfängliche Zinsbindung von über fünf Jahren auf. Relativ längere Zinsbindungsfristen schützen Kreditkunden besser vor Zinsänderungsrisiken und damit vor Unsicherheiten über die zukünftige Zins- und Tilgungsbelastung. 95 Prozent der von Genossenschaftsbanken ausgereichten Kredite sind mittel- und langfristige Finanzierungen. Diese Langfristpräferenz, verbunden mit festen Konditionen, verschafft den Privat- und Firmenkunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken Sicherheit und Transparenz bei ihren Finanzierungen.

Weitgehend konstante Kundeneinlagen und Umschichtung von Sichteinlagen in Termineinlagen/Sparbriefe - Spareinlagen rückläufig

Einlagenzuflüsse verzeichneten die Genossenschaftsbanken im Jahr 2023 vor allem bei Termineinlagen und Sparbriefen. Ihr kräftiger Anstieg entsprach zum Großteil den Nettoabflüssen täglich fälliger Einlagen und kurzfristiger Spareinlagen. Ausschlaggebend für die aktuelle Einlagenentwicklung sind die Renditeunterschiede zwischen den verschiedenen Anlageformen, die sich im Zuge der weiteren Anhebung der Leitzinsen im Jahr 2023 nochmals vergrößerten. Vor diesem Hintergrund schichteten die Kunden ihre Einlagenportfolios teilweise von hoch liquiden, niedrig verzinsten Einlagen zu höher verzinsten Anlageformen mit etwas längerem Anlagehorizont um.

Erstmals ist in Summe ein geringfügiger Einlagenabfluss im Aggregat der Genossenschaftsbanken festzustellen, indem Einlagenmittel der Kunden für Konsum und Investition verwendet wurden. Negative Wachstumsraten im Einlagengeschäft verzeichneten die Genossenschaftsbanken zuletzt zu Beginn des Jahres 2001. Der im März 2023 seit mehr als 20 Jahren erstmals festzustellende bestandsmäßige Rückgang der Sichtguthaben konnte noch nicht gestoppt werden. Bei den Spareinlagen-Produkten zogen die Kunden in Summe angesichts kaum anziehender Spareinlagenzinsen deutlich Gelder ab.

Die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken blieben in Summe weitgehend konstant; sie sanken leicht im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Milliarden Euro oder 0,2 Prozent auf 860 Milliarden Euro. Zulegen konnten die Termineinlagen, die insgesamt um 93 Milliarden Euro auf 149 Milliarden Euro stiegen. Der Bestand an Sparbriefen nahm auf Jahresfrist um fast das Vierfache zu. Er stieg deutlich um 15 Milliarden Euro auf 21 Milliarden Euro. Der Sichteinlagenbestand sank um 77 Milliarden Euro auf 548 Milliarden Euro. Die Spareinlagen schmolzen um gut ein Fünftel oder 33 Milliarden Euro auf 141 Milliarden Euro ab.

Im Einlagengeschäft mit Nichtbanken hat der Wettbewerbsdruck infolge der gestiegenen Habenzinssätze für Einlagenprodukte deutlich zugelegt. Der Marktanteil der Kreditgenossenschaften in diesem Segment sank 2023 um 0,4 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Eigenkapital

Unverzichtbare Grundlage der soliden Geschäftspolitik der Volks- und Raiffeisenbanken ist neben einer jederzeit ausreichenden Liquidität eine angemessene und robuste Eigenkapitalausstattung und -bildung. Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2023 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem Plus von 3,2 Prozent auf 64 Milliarden Euro zu steigern. Die Rücklagen legten um 2,6 Prozent auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 Prozent auf 17 Milliarden Euro.

Mit dieser Eigenkapitalausstattung können die Genossenschaftsbanken die Kreditwünsche der Privat- und Firmenkunden auch in Zukunft erfüllen. Angesichts des Investitionsbedarfs in Bereichen wie der energetischen Sanierung, CO²-freie Energieerzeugung und Digitalisierung ist mittelfristig wieder mit einem wachsenden Kreditgeschäft zu rechnen.

Bilanzsumme bei 1,2 Billion Euro

Die addierte Bilanzsumme aller 697 Genossenschaftsbanken blieb im Vorjahresvergleich mit 1.175 Milliarden Euro weitgehend konstant. Zum leichten Rückgang der addierten Bilanzsumme von 0,5 Milliarden Euro trugen neben rückläufigen Kundeneinlagen auch die Fälligkeiten und weitere freiwillige Rückzahlungen im Rahmen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte der dritten Serie (GLRG III) bei.

Die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut liegt aktuell bei knapp 1,7 Milliarden Euro. Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter den Genossenschaftsbanken von knapp 35 Millionen Euro für die kleinste bis 51 Milliarden Euro für die größte Bank.

697 Genossenschaftsbanken

Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 55 Banken betrieben neben dem Bankgeschäft auch das Warengeschäft (Vorjahr: 62 Institute).

Filialen

Die Kunden der Genossenschaftsbanken schätzen die räumliche Nähe zu ihren Ansprechpartnern und Beratern in den gut 7.200 Bankstellen. Der rückläufige Trend bei der Anzahl der Filialen setzte sich im Jahr 2023 im Vergleich zu den Coronajahren leicht abgeschwächt fort. Die Coronapandemie beschleunigte einschneidend das Kundennutzungsverhalten von Filialen. Kunden und Mitglieder gingen seltener persönlich in die Zweigstellen und nutzten stattdessen immer mehr die digitalen Angebote und Services für ihre Bankgeschäfte.

Die VR Banking App ist als zentraler mobiler Zugangsweg bei den Kunden der Genossenschaftsbanken gut etabliert. Auch digital-persönliches Banking im KundenServiceCenter wurde als Zugangsweg von den Kunden verstärkt genutzt.

Verminderte Kundenkontakte in der Filiale und die weiter voranschreitende Nutzung der Digitalisierung zeigen sich im Ergebnis deutlich in einem grundlegenden Strukturwandel bei den personenbesetzten Zweigstellen, wenngleich sich dieser Effekt im Jahr 2023 im Vergleich zu den Pandemiejahren 2020 bis 2022 weniger dynamisch auswirkte: Die Zahl der Zweigstellen sank im zurückliegenden Jahr auf 6.510 (Vorjahr 6.775 Zweigstellen). Die Zahl der Bankstellen (Hauptstellen plus personenbesetzte Zweigstellen) sank um 305 auf 7.207 Bankstellen. Gleichzeitig wurden Kernfunktionen der Filialen, wie bediente Servicefunktion und Beratungsfunktion, in den verbleibenden Filialen gestärkt. In den letzten Jahren ist eine deutliche Entwicklung hin zu größeren Filialen zu erkennen. Die Zahl der SB-Stellen sank um 217 auf 3.885.

Nachlassende Bargeldnutzung, der Bezug von Bargeld an Ladenkassen (POS) mittels girocard sowie die Nutzung von mobilen Bezahlverfahren führen zu einem steten Rückbau der bestehenden Bargeldquellen der Kunden in Genossenschaftsbanken, insbesondere bei der Zahl der Geldautomaten (GA). Ende 2023 gab es bei den Genossenschaftsbanken 14.696 GA. Ihre Anzahl ist damit um 824 GA im Vergleich zu 2022 zurückgegangen. Der insgesamt hohe Rückgang in den drei letzten Jahren von gut 2.600 GA dürfte auch als Ergebnis der Risikoanalyse von GA-Standorten und des umgesetzten bankindividuellen Sicherheitskonzepts zu werten sein, um die Gefahr einer GA-Sprengung zu minimieren und dadurch den Schutz von Personen und Sachwerten zu verbessern.

Mitgliederzahl rückläufig

Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbanken 17,8 Millionen (Vorjahr 17,9 Millionen). Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde zudem die Beteiligungsmöglichkeit der bestehenden Mitglieder durch Zeichnung zusätzlicher Geschäftsanteile genutzt. Mit dem höheren Zinsniveau werden sich auch zukünftig die Dividenden auf Geschäftsanteile bei den Genossenschaftsbanken tendenziell erhöhen und damit die Attraktivität der Mitgliedschaft weiter verbessern.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Diese finanzielle Leistungskennzahl unterscheidet sich vom in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Betrag hinsichtlich der Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses und der Verrechnung von außerordentlichen Ergebnissen. Strategisch streben wir eine Kennzahl von mehr als 0,9 Prozent an.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit unseres Instituts wurde die Cost-Income-Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Strategisch streben wir eine Kennzahl von weniger als 60,0 Prozent an.

Als Leistungsindikator für die Steigerung der Produktivität und nachhaltige Stärkung der Rentabilität unseres Instituts stellen wir unseren Rohertrag bestehend aus Zins- und Provisionsüberschuss dem Personalaufwand gegenüber. Strategisch streben wir eine Kennzahl von mindestens 300,0 Prozent an.

Als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Erfolg im Markt definieren wir das Wachstum des gesamten Kundengeschäftes. Zum Kundengeschäft (nachfolgend: "Kundenwertvolumen") zählen wir das bilanzielle Aktiv- und Passivgeschäft zzgl. des entsprechenden Verbundgeschäftes. Wir streben hierbei ein langfristiges strategisches Wachstum von über drei Prozent an.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum sind zunehmend steigende Eigenkapitalanforderungen zu bedienen. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient daher weiterhin die Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Strategisch streben wir eine Kernkapitalquote von mindestens 12,0 Prozent an.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen in den nächsten Abschnitten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand unseres Hauses entspricht den betrieblichen Anforderungen. Die Qualität der Beratung und der Sachbearbeitung wurde durch intensive externe und interne Schulungsmaßnahmen fortlaufend gesichert und verbessert. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr für extern durchgeführte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen 671,5 Tsd. Euro aufgewandt.

Wie in den Vorjahren unterstützten wir berufsbegleitende Qualifizierungen unserer Mitarbeitenden. Im Jahr 2023 haben fünf Mitarbeitende die Qualifizierung zum Bankfachwirt und Bankbetriebswirt abgeschlossen. Derzeit besuchen zehn Mitarbeitende einen Kurs zum Bankfachwirt oder zum Bankbetriebswirt. Im Jahr 2023 haben wir erfolgreich zwei Mitarbeitende beim Bachelor-Abschluss bzw. Master-Abschluss unterstützt. Zusätzlich unterstützen wir zwei Mitarbeitende dabei, berufsbegleitend den Bachelor-Abschluss oder den Master-Abschluss zu erlangen.

Der Aufwand für Personal- und Sozialleistungen orientiert sich an den im Tarifvertrag für Volksbanken und Raiffeisenbanken getroffenen Vereinbarungen.

Wir bieten unseren Mitarbeitenden über eine Betriebsvereinbarung einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge an.

Zum Jahresende 2023 bestehen mit 504 Arbeitnehmenden Arbeitsverträge. Darin enthalten sind aufgrund von Elternzeit (17 Personen) und Altersteilzeit Passiv (5 Personen) 22 freigestellte Arbeitnehmende. Zusätzlich werden 27 Auszubildende beschäftigt, die sich in folgende Ausbildungsberufe aufteilen: 21 Auszubildende zur/m Bankkauffrau/-mann, zwei Auszubildende zur/m Kauffrau/-mann für Digitalisierungsmanagement und vier Studenten/innen zum Bachelor of Arts in Banking and Finance.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betrug die Frauenquote der Bank 59,51 Prozent.

Für den Personal- und Sozialbereich haben wir die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Fluktuationsquote (strategischer Zielwert kleiner 8,0 Prozent), Ausbildungsquote (strategischer Zielwert größer 8,0 Prozent) und Mitarbeiterzufriedenheit (strategischer Zielwert > 75) auf Basis des in den Mitarbeitendenbefragungen ermittelten Organizational Commitment Index (OCI-Wert) definiert.

Berichtsjahr 2022
Mitarbeitende 531 505
davon weiblich 316 304
davon männlich 215 201
davon Teilzeit weiblich 177 161
davon Teilzeit männlich 17 13
davon Azubis/ Studenten (BA) weiblich 8 13
davon Azubis/ Studenten (BA) männlich 19 13

Nachhaltigkeit

Als bedeutende Säule der Finanzwirtschaft übernehmen wir als Teil der genossenschaftliche FinanzGruppe Verantwortung, den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft mitzugestalten. Wir wollen unseren Beitrag zur Erreichung des Klimaschutzes und der UN-Nachhaltigkeitsziele verstärken. Wir fördern auf lokaler Ebene zukunftsfähige Projekte und unterstützen die regionale Versorgung im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements. Die genossenschaftliche Rechtsform bietet eine sehr gute Voraussetzung hierfür. Nachhaltigkeit ist ein Entwicklungspfad, den wir im Sinne eines fairen Interessenausgleiches partnerschaftlich mit unseren Kunden, Mitgliedern und Mitarbeitenden beschreiten und weiter vorantreiben wollen. Wir bekennen uns zu den Nachhaltigkeitszielen des genossenschaftlichen Finanzverbundes und messen unseren Fortschritt auf Basis des BVR Nachhaltigkeitscockpits. Ziel ist es, hier einen Gesamtbankwert von 3,0 zu erreichen. Die zur Erreichung dieses Ziel eingeleiteten Maßnahmen gliedern wir in die Bereiche Geschäftsbetrieb, Kerngeschäft, Risikomanagement und Gesamtbanksteuerung sowie Kommunikation und Gesellschaft. Die Koordination und Kommunikation wird dabei von unserem internen Nachhaltigkeitszirkel übernommen.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Wie bereits unter Rahmenbedingungen dargestellt, war das Jahr 2023 wie schon das Vorjahr durch starke makroökonomische und geopolitische Veränderungen geprägt. Die Inflationsrate verminderte sich zwar im Jahresverlauf, lag aber dennoch deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Zudem prägte die Fortsetzung der im Jahr 2022 von den Notenbanken begonnenen Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation das Geschehen. Zusammen mit den Unsicherheiten aus dem fortdauernden Ukrainekrieg und dem eskalierenden Nahostkonflikt, dem zunehmenden Fachkräftemangel sowie dem wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland wirkten sich diese Faktoren negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und auch in unserem Geschäftsgebiet aus. Der Geschäftsverlauf war fortlaufend durch die Analyse dieser Einflussfaktoren und der Ableitung geeigneter Steuerungsmaßnahmen geprägt.

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung gemäß Gewinn- und Verlustrechnung verringerte sich von 48.436 Tsd. Euro auf 42.274 Tsd. Euro. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS sank im Vorjahresvergleich von 0,96 Prozent auf 0,85 Prozent. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 62,2 Prozent (Vorjahr: 56,1 Prozent). Der Leistungsindikator für die Steigerung der Produktivität und nachhaltige Stärkung der Rentabilität betrug 296,2 Prozent (Vorjahr 312,5 Prozent). Das Kundenwertvolumen ist im Berichtsjahr um 1,7 Prozent (Vorjahr 8,4 Prozent) gewachsen. Die Kernkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 12,1 Prozent auf 13,3 Prozent.

Die Entwicklung liegt mit Ausnahme der Kernkapitalquote unterhalb unserer Prognose. Ursächlich hierfür sind in erster Linie das veränderte Marktzinsniveau sowie die hohe Inflation in 2023 verbunden mit einem geringer als geplanten Kreditwachstum.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Fluktuationsquote und Mitarbeiterzufriedenheit konnten im Geschäftsjahr 2023 verbessert werden, die strategischen Ziele wurden erreicht. Im Hinblick auf den Reifegrad gemäß Nachhaltigkeitscockpit liegen wir mit einem Wert von 2,12 zum Jahresende 2023 unter dem strategischen Zielwert, aber oberhalb des Ziels für 2023 von 2,0.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 5.152.281 5.140.053 12.228 0,2
Außerbilanzielle Geschäfte *) 1.516.391 1.864.074 -347.683 -18,7

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme wuchs im Geschäftsjahr um 0,2 Prozent. Die Ursachen für das gegenüber den Vorjahren abgeschwächte Wachstum liegen einerseits in der verringerten Kreditnachfrage und andererseits in dem durch den Zinsanstieg verschärften Wettbewerb um Kundeneinlagen. So wurde auf der Aktivseite die bei Banken gehaltene Liquidität abgebaut und zudem mussten abfließende Kundengelder durch Geldaufnahmen am Geld- und Kapitalmarkt ersetzt werden. Leicht angestiegen sind die Investitionen in Beteiligungen und Sachanlagevermögen.

Bei den außerbilanziellen Geschäften gab es gegenläufige Entwicklungen. Das Volumen der zur Absicherung des Zinsbuches abgeschlossenen Derivate verringerte sich durch Fälligkeiten um 290,0 Millionen Euro (26,5 Prozent). Bei den unwiderruflichen Kreditzusagen war ein Rückgang um 103,1 Millionen Euro (20,2 Prozent) zu verzeichnen, welcher auf die zurückgegangene Kreditnachfrage zurückzuführen ist. Die Eventualverbindlichkeiten sind um 45,4 Millionen Euro (17,4 Prozent) angestiegen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 4.075.195 4.031.925 43.270 1,1
Wertpapieranlagen 325.374 290.150 35.224 12,1
Forderungen an Kreditinstitute 411.140 496.538 -85.398 -17,2

Der Nachfrage von Finanzierungen im gewerblichen und privaten Bereich haben wir im Rahmen unserer bestehenden Kreditvergaberichtlinien entsprochen. Im Geschäftsjahr konnten wir einen Anstieg der Finanzierungen gegenüber dem Vorjahr um 43 Millionen Euro bzw. 1,1 Prozent verzeichnen. Dieser Zuwachs entfiel, wie im Vorjahr, auf Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen, während die Vergabe an andere Privatpersonen gesunken ist. Die Schwerpunkte der Zuwächse finden sich in der Energieversorgung und im Dienstleistungssektor. Den größten Anteil am Neukreditgeschäft weisen die Branchen Erneuerbare Energien, die Landwirtschaft, das Baugewerbe und Privatkunden auf. Das weitergegebene Konsortialkreditvolumen hat sich um 51 Millionen Euro bzw. 11,0 Prozent verringert.

Der Bestand der an Verbundpartner vermittelten außerbilanziellen Kredite erhöhte sich leicht um 2 Millionen Euro auf 657 Millionen Euro.

Die in Wertpapieranlagen angelegten liquiden Mittel haben wir um 12,1 Prozent erhöht. Die Wertpapieranlagen enthalten überwiegend Anleihen von national und international tätigen Banken und Unternehmen sowie Renten- und Immobilienfonds für institutionelle Anleger.

Die Forderungen an Banken bestehen zu 95,3 Prozent aus täglich fälligen Einlagen. Davon sind wiederum 65,1 Prozent als Einlagenfazilität bei der Deutschen Bundesbank angelegt. Insgesamt zeichnen sich die Forderungen gegenüber Banken durch eine hohe Verfügbarkeit aus. Der deutliche Rückgang um 17,2 Prozent steht im Zusammenhang mit dem in der Folge beschriebenen, deutlichen Abfluss der Einlagen.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.182.759 2.095.911 86.849 4,1
Spareinlagen 362.603 508.702 -146.099 -28,7
andere Einlagen 1.938.296 1.907.376 30.920 1,6
Nachrangige Verbindlichkeiten 55.749 57.448 -1.699 -3,0

In der Struktur des Passivgeschäfts haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, ausgelöst insbesondere durch den starken Zinsanstieg und die dadurch verursachten Abflüsse, spürbare Veränderungen ergeben.

Das Volumen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegt mit einem Anstieg von 4,1 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau. Die täglich fälligen Verbindlichkeiten verzeichneten dabei einen Anstieg um 41,0 Millionen Euro (94,6 Prozent), während sich die Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist um 45,9 Millionen (2,2 Prozent) erhöhten. Die Refinanzierung über langfristige Refinanzierungsgeschäfte der Deutschen Bundesbank in Höhe von 100 Millionen Euro wurde zurückgezahlt. Zuwächse an Verbindlichkeiten ergaben sich aus dem Anstieg der direkten Refinanzierungen von Kundenkrediten aus Fördermitteln um 86,1 Millionen Euro (4,8 Prozent), aus der Ausweitung der Geldaufnahmen bei der DZ BANK AG um 17,9 Millionen Euro (11,7 Prozent) sowie aus bei der DZ BANK AG aufgenommener Globaldarlehen über 40,0 Millionen Euro.

Bei den Kundengeldern aus Spareinlagen und anderen Einlagen haben wir einen Rückgang von 115,2 Millionen Euro (4,8 Prozent) zu verzeichnen. Dies begründet sich vorrangig aus dem Rückgang an Spareinlagen um 146,1 Millionen Euro (28,7 Prozent). Bei den anderen Verbindlichkeiten hat sich der in den vergangenen Jahren beobachtete Trend zu kurzfristigen Anlageformen umgekehrt. So verringerten sich die täglich fälligen Einlagen um 222,5 Millionen Euro (11,8 Prozent), während die Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist um 253,4 Millionen Euro (877,5 Prozent) anstiegen. Der Rückgang an Einlagen resultiert mit 87,0 Millionen Euro zum überwiegenden Teil aus der Branche der Erneuerbaren Energien. Weitere relevante Abflüsse sind mit 37,7 Millionen Euro im Segment der Bauwirtschaft zu verzeichnen. Dagegen sind die Einlagen von Gebietskörperschaften um 17,1 Millionen Euro angestiegen.

Die Nachrangverbindlichkeiten haben sich durch Fälligkeiten um 3,0 Prozent verringert.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 2.341 1.098 1.243 113,2
Vermittlungserträge 10.244 11.890 -1.646 -13,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 11.491 11.247 243 2,2

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft liegen in Summe leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang der Vermittlungserträge um 13,8 Prozent resultiert überwiegend aus den geringeren Erträgen aus der Kreditvermittlung sowie der Vermögensverwaltung und -beratung. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr sind mit 2,2 Prozent geringer als im Vorjahr angestiegen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 76.451 80.014 -3.563 -4,5
Provisionsüberschuss 2) 28.167 28.130 37 0,1
Handelsergebnis 50 0 50 ***.*
Verwaltungsaufwendungen 59.965 57.516 2.449 4,3
a) Personalaufwendungen 35.318 34.607 711 2,1
b) andere Verwaltungsaufwendungen 24.647 22.909 1.738 7,6
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 11.625 4.944 6.681 135,1
Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen 9.195 2.751 6.444 234,2
Betriebsergebnis vor Bewertung3) 42.274 48.436 -6.161 -12,7
Bewertungsergebnis 4) 4.364 -1.034 5.398 -522,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 46.639 47.402 -763 -1,6
a.o. Ergebnis 0 15.340 -15.340 -100,0
Steueraufwand 12.812 14.318 -1.506 -10,5
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 22.050 37.000 -14.950 -40,4
Jahresüberschuss 11.776 11.424 353 3,1

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 abzüglich GuV-Posten 17

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss verringerte sich im Berichtsjahr um insgesamt 3,6 Millionen Euro. Die Zinsspanne (unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten) beträgt 1,50 Prozent. Die Investitionszurückhaltung unserer Kunden führte zu einem geringer als geplantem Kreditwachstum, sodass der Zinsertrag bisher nicht wie erwartet angestiegen ist. In Kombination mit einem härteren Wettbewerb um Kundeneinlagen konnte das Zinsergebnis nicht wie geplant gesteigert werden. Maßgeblich für beide Effekte ist die ungewöhnlich inverse Zinsstruktur im Jahresverlauf.

Der Provisionsüberschuss lag mit einem Rückgang von 0,1 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres und entspricht damit einer Quote von 0,55 Prozent in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme. Der Durchschnitt vergleichbarer Genossenschaftsbanken liegt bei 0,59 Prozent.

Der Personalaufwand liegt mit einem Anstieg von 0,7 Millionen Euro auf insgesamt 35,3 Millionen Euro 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Anders als in den Vorjahren ist im Berichtsjahr der Personalaufwand aufgrund der Erhöhung der Vergütungstarife und einer Ausweitung des Personalbestandes angestiegen. Die Quote aus Rohertrag zu Personalaufwand liegt bei 296 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahr mit 312 Prozent.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind um insgesamt 1,7 Millionen Euro angestiegen. Die Ursachen dieses Anstiegs sind vielfältig. Neben dem im Geschäftsjahr weiterhin spürbaren inflationsbedingten Preisanstieg, der viele bezogene Waren und Dienstleistungen verteuert hat, führte das Auslaufen pandemiebedingter Einschränkungen zu einer wieder verstärkten Inanspruchnahme von Fortbildungen und Dienstreisen. Daneben sind die Kosten für Instandhaltungen von Gebäuden um 601 Tsd. Euro und für Datenverarbeitungsleistungen um 479 Tsd. Euro angestiegen.

Der Verwaltungsaufwand inklusive der Abschreibungen unserer Bank in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme beträgt 1,40 Prozent und liegt damit auf Höhe vergleichbar strukturierter Banken.

Sowohl das BE vor Bewertung/dBS mit 0,85 Prozent als auch unsere CIR mit 62,2 Prozent liegen gegenüber dem Durchschnitt vergleichbarer Genossenschaftsbanken unter dem Durchschnitt.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank wird maßgeblich durch das Kundengeschäft bestimmt. Sie stellt die Basis für die Liquiditätsausstattung dar. Die bestehende Verbundstruktur unterstützt uns hierbei, die geforderte Diversifikation der Refinanzierungsquellen bzw. des Liquiditätspuffers einzuhalten und ermöglicht eine weitgehende Unabhängigkeit von den Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 18,5 Millionen Euro. In für den Bankbetrieb notwendige Grundstücke und Gebäude, zur Modernisierung der Betriebs- und Geschäftsausstattung und für Software wurden 2,2 Millionen Euro investiert. Die verbleibenden 16,3 Millionen Euro wurden in den Neubau von Wohnhäusern in Flensburg, Glücksburg, Kiel, Laboe, Eckernförde, Kappeln, Schleswig, Niebüll, St. Peter-Ording und Jübek zur Erzielung von Mieterträgen eingesetzt.

Darüber hinaus stiegen die Investitionen in Beteiligungen und in Anteile an verbundenen Unternehmen um 11,3 Millionen Euro an. Maßgeblich für diese Entwicklung sind Investitionen in Bauträgerprojekte sowie in Projekte zur Erzeugung Erneuerbarer Energien. Daneben wurde die Beteiligung an der team SE um 3,1 Millionen Euro aufgestockt.

Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wies im Berichtszeitraum 2023 stets einen Wert von mindestens 100 Prozent aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 168 Prozent.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva sowie ausreichende Liquiditätsreserven in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Beeinträchtigungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Kapital bestehen nicht.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von erwirtschafteten Rücklagen, dem Fonds für allgemeine Bankrisiken und Geschäftsguthaben der Mitglieder. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken deutlich gestärkt. Das Verhältnis der Eigenmittel zur Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich verbessert und liegt nun bezogen auf die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 bei 11,58 Prozent (Vorjahr 10,50 Prozent).

Die in unserem Haus getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen entsprechen den aufsichtlichen Vorgaben. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapital-instrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,23 Prozent (Vorjahr 0,22 Prozent).

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 626.437 585.909 40.528 6,9
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 596.590 539.758 56.832 10,5
Harte Kernkapitalquote 13,3 % 12,1 %
Kernkapitalquote 13,3 % 12,1 %
Gesamtkapitalquote 15,0 % 13,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung geprägt. Zum Jahresultimo weisen wir eine Gesamtkapitalquote von 15,0 Prozent aus. Die Bank hat zum Stichtag eine Gesamtkapitalanforderung von 11,6 Prozent zu erfüllen. Der Puffer zur Mindestanforderung beträgt somit zum Bilanzstichtag 3,4 Prozentpunkte.

Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Auch die im Januar bzw. März 2022 von der BaFin im Rahmen von Allgemeinverfügungen erlassenen erhöhten Kapitalpufferanforderungen, die seit dem 01. Februar 2023 zu beachten sind, wurden eingehalten.

Unter Berücksichtigung einer von Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Vorwegzuweisung von 3,0 Millionen Euro zu den Ergebnisrücklagen, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf, sowie einer Zuweisung in Höhe von 22,1 Millionen Euro zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB ergibt sich eine Steigerung der Eigenmittel auf 621,6 Millionen Euro.

Auf Basis unserer strategischen Unternehmensplanung ist bei dem von uns geplanten Wachstum von einer Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen auch in den kommenden Jahren auszugehen.

Kundenforderungen

Von unseren Kundenforderungen haben 45 Prozent eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren und 53 Prozent eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. 28 Prozent der Kundenforderungen sind Hypothekarkredite. Mit einem Anteil von 82 Prozent stammt der überwiegende Teil unserer Kreditvergaben aus dem gewerblichen Bereich.

Die Kredite sind bezogen auf das Risikovolumen zu 73 Prozent des Kreditvolumens, überwiegend durch Sicherungsübereignungen und Grundpfandrechte, besichert. Die Bewertung erfolgt nach unseren, den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden, Beleihungswertrichtlinien.

Alle akuten Ausfallrisiken sind durch gebildete Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen abgeschirmt. Darüber hinaus wurde das latente Kreditrisiko nach bankinternen und gesetzlichen Vorschriften durch eine entsprechend hohe Vorsorgereserve nach § 340f HGB, durch Pauschalwertberichtigungen nach Maßgabe des IDW RS BFA 7 und den offen ausgewiesenen Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB gedeckt.

Um Finanzierungen oberhalb unserer internen Limitierungen für Risiko- und Blankovolumen zu ermöglichen, nutzen wir vorrangig das Konsortialgeschäft. Hierzu bedienen wir uns der Ausgliederung von Konsortialanteilen an die DZ BANK AG, an die Investitionsbank Schleswig-Holstein sowie an andere Genossenschaftsbanken. Weiterhin binden wir Förderinstitute wie die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH zum Zweck der Risikoaufteilung bzw. -übernahme ein. Im Rahmen unserer aktiven Steuerung begrenzen wir große Kreditengagements zusätzlich. Auf Basis des Risikovolumens sind Engagements bei 75 Prozent unserer Großkrediteinzelobergrenze sowie bei 20 Millionen Euro Blankovolumen limitiert.

Die Großkrediteinzelobergrenze gem. CRR wurde im Geschäftsjahr stets eingehalten.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 134.427 124.946 9.481 7,6
Liquiditätsreserve 190.947 165.204 25.743 15,6

Im Wertpapierbestand (Aktiva 5) sind zu 77 Prozent festverzinsliche und zu 23 Prozent variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) enthalten. Davon entfallen 23.443 Tsd. Euro auf öffentliche Emittenten, 168.070 Tsd. Euro auf Kreditinstitute, 49.900 Tsd. Euro auf Nichtbanken und 13.941 Tsd. Euro auf Credit Linked Notes. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden überwiegend (51 Prozent) von inländischen Emittenten aufgelegt.

Darüber hinaus wurden Wertpapiere mit Nachrangklausel in Höhe von 19.396 Tsd. Euro und sonstige Wertpapiere in Höhe von 98.810 Tsd. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet.

Der Aktivposten 6 beinhaltet zu 51 Prozent Anteile an Immobilienfonds, zu 29 Prozent Anteile an Rentenfonds und zu 20 Prozent Anteile an Aktienfonds. Davon sind 77 Prozent der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Im Geschäftsjahr erfolgten keine Umwidmungen von Wertpapieren.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 134.427 Tsd. Euro wie Anlagevermögen bewertet. Auf diesen Teilbestand wurden Abschreibungen in Höhe von 6.849 Tsd. Euro vermieden. Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen brauchten nicht vorgenommen zu werden.

Im Rahmen der verfügbaren Liquidität wurden ergänzende Anlagen in unterschiedlichen Assetklassen, unter Berücksichtigung der Anrechnung als Liquiditätspuffer gemäß den Anforderungen für die Liquidity Coverage Ratio (LCR), getätigt.

Das Kurswertrisiko unserer Wertpapiere wird im Zusammenhang mit dem Zinsänderungsrisiko ermittelt und dargestellt.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Aus unserem vergleichsweise stark ausgeprägten Kreditgeschäft ergibt sich ein Überhang an längerfristigen Aktivpositionen. Etwas weniger als die Hälfte davon (46,3 Prozent) ist einzelrefinanziert, so dass für diese Positionen kein Zinsänderungsrisiko besteht. Für die übrigen Positionen wird das Zinsänderungsrisiko durch Zinssicherungsgeschäfte im Rahmen interner Vorgaben begrenzt und gesteuert.

Die Einlagen aus dem Kundengeschäft sind im Betrachtungszeitraum um 4,8 Prozent zurückgegangen. Aufgrund der gestiegenen Zinsen hat sich die bisher hohe Nachfrage nach hoch liquiden Anlageformen auf höher verzinste Anlageformen mit längeren Laufzeiten verlagert. Der Anteil der täglich fälligen Einlagen an den gesamten Kundeneinlagen verringerte sich von 77,7 Prozent auf 72,0 Prozent, wobei das hierin enthaltene Volumen an Tagesgeldern um 63,8 Prozent angestiegen ist. Bei den Spareinlagen ist ein Rückgang von 28,7 Prozent zu verzeichnen.

Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen haben sich insgesamt um 7,5 Prozent auf 713 Millionen Euro verringert. Hier war im im Vorjahr noch ein Wachstum von 4,1 Prozent zu verzeichnen. Die Entwicklung war dabei durchaus unterschiedlich. Während die Eventualverbindlichkeiten um 17,4 Prozent ausgeweitet wurden, gingen die unwiderruflichen Kreditzusagen um 20,2 Prozent zurück.

Derivatgeschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag in Form von 44 Festzins-Zahlerswaps mit einem Bezugsvolumen von insgesamt 435,1 Millionen Euro und 4 Festzins-Empfängerswaps über 368,0 Millionen Euro. Die Restlaufzeit der Geschäfte beträgt bis zu 18 Jahre.

Von den 48 Geschäften wurden 22 Geschäfte mit einem Bezugsvolumen von 216,5 Mio. Euro als Forward-Festzins-Zahlerswaps abgeschlossen. Diese dienen vornehmlich der Aussteuerung von Zinsänderungsrisiken mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren.

Zur Steuerung des Zinsbuches wurden im Geschäftsjahr 2 Festzins-Zahlerswaps mit einem Bezugsvolumen von 40,0 Millionen Euro neu abgeschlossen. Zudem wurden 1 Festzins-Zahlerswap mit einem Bezugsvolumen von 10,0 Millionen Euro und ein Festzins-Empfängerswap mit einem Bezugsvolumen von 320,0 Millionen Euro fällig.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem) an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als abgeschwächt aber weiterhin als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden aus der Region, hat sich aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen spürbar abgeschwächt. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Wachstumserwartungen aus der Eckwertplanung nicht erfüllt.

Die Vermögenslage der Bank hat sich durch die geringere Wachstumsdynamik im Kreditgeschäft deutlich positiv entwickelt. Die Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten wurden.

Die gebildeten Wertberichtigungen decken die erkennbaren Risiken in den Kundenforderungen vollständig ab. Für erhöht latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ein entsprechend hohes Deckungspotenzial in Form von Vorsorgereserven und des Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Das Verhältnis vom Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme verringerte gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 0,85 Prozent. Der Durchschnitt vergleichbarer Genossenschaftsbanken liegt bei 1,00 Prozent.

Die CIR, die Kosten und Ertrag in das Verhältnis setzt, liegt mit 62,2 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Genossenschaftsbanken in unserer Größenklasse liegen in Relation zum Ertrag bei geringeren Einstandskosten bzw. einer CIR von 59,1 Prozent. Die Ertragslage ist somit insgesamt als angemessen zu bewerten.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Wir haben Strategien und interne Kontrollverfahren festgelegt und eingerichtet. Unsere langfristige Unternehmensplanung baut auf unserer Geschäfts- und Risikostrategie auf. Die Erreichung unserer strategischen Geschäftsziele steuern wir mit unseren finanziellen Leistungsindikatoren. Die Risikoziele steuern wir mit Hilfe eines Limit- und Steuerungssystems. Die Ausgestaltung des Limitsystems ist aus der Risikotragfähigkeit unseres Hauses abgeleitet. Die Funktionstrennung in den Abläufen und die vorhandenen Kontrollverfahren stellen die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen sicher. Bestandteil unserer Kontrollverfahren sind das interne Kontrollsystem inkl. der Risikosteuerungs- und Controllingprozesse. Ergänzend sind die Risikocontrolling-Funktion und die MaRisk-Compliance-Funktion zur Sicherstellung der Prozesse und Einwertung von rechtlichen Risiken implementiert.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumensentwicklungen erfolgen hierbei auf Basis von Prognosen und Szenarien. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft.

Risikomanagementziele und -methoden

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils im Rahmen unserer Risikopräferenz. Diese basiert auf der Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit durch die nachhaltige Planung und Steuerung unserer Liquiditäts- und Risikotragfähigkeit.

Wir richten uns daher an dem Grundsatz aus, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen, um negative Abweichungen auf die Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanung zu vermeiden. Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtssystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können. Der Aufsichtsrat wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen quartalsweise sowie anlassbezogen umfassend über die aktuelle Risikosituation unserer Bank unterrichtet. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, operationellen und sonstigen Risiken.

Die Messung der Risiken erfolgt grundsätzlich vierteljährlich.

Die regelmäßigen Informationspflichten des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden eingehalten. Die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken wurde von der Risikocontrolling-Funktion wahrgenommen.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und unserer strategischen Vorgaben. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Plan-Basisszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen und Abzugsposten für das Sicherheitsbedürfnis des Vorstands aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value at Risk (VaR) Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 % Quantil entspricht. Durch die Addition der einzelnen Risikoarten zur Ermittlung der Auslastung der Gesamtbankrisikotragfähigkeit insgesamt erfolgt ein bewusster Verzicht auf risikomindernde Diversifikationseffekte. Innerhalb der Risikomodelle für Adressrisiken im Kunden- und Eigengeschäft und der Risikomessung für Fonds werden Diversifikationseffekte zwischen den Risikounterarten genutzt. Diese werden gleichwohl im Rahmen der Angemessenheitsprüfungen und Risikoinventur separiert bewertet, analysiert und auf historische Stabilität geprüft.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, sowohl kurzfristig als auch in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz auch Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindestüberlebenshorizont von 5 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die von uns eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell- , Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Die Angemessenheit der Messmethoden und die Ableitung der Steuerungsgrößen wird ebenfalls mindestens jährlich bzw. anlassbezogen überprüft.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Adressenausfallrisiken / Kreditrisko

Das Adressenausfallrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Bonitäts-, Besicherungs- und Spreadrisiko, das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos) und das Beteiligungsrisiko. Das Kreditrisiko reflektiert die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Migration und der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Den Adressenausfallrisiken gilt aufgrund des hohen Anteils am Geschäftsumfang unsere besondere Aufmerksamkeit in der Steuerung.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Ergänzend nutzen wir für Eigenanlagen die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen.

Wir ermitteln mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit Value at Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Da wir sämtliche Investitionen in Beteiligungen als langfristig betrachten, ist für uns hier im Wesentlichen das Ausfallrisiko relevant. Dementsprechend wird das Risiko im Rahmen der Risikotragfähigkeits-konzeption dem Adressenausfallrisiko zugeordnet und als Unterkategorie mit dem, durch die parcIT GmbH entwickelten, Risikomessverfahren BETRIS gesteuert.

Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts besteht jeweils ein Limit- und Kennzahlensystem. Neben der Höhe des unerwarteten Verlustes werden im Kundengeschäft Steuerungs- und Beobachtungskennziffern wie die Prämien- und EL-Quote, die Entwicklung der Bestände und die Größenklassen der Engagements betrachtet. Im Bereich unserer Eigenanlagen vermeiden wir Risikokonzentrationen durch Mengenbegrenzungen nach Wertpapierart, Anlageklasse und Emittent. Die Struktur der Beteiligungen ist im Vergleich zum Kundengeschäft durch eine geringe Anzahl an Positionen gekennzeichnet und alle Transaktionen in Beteiligungen werden durch die Geschäftsleitung getätigt, sodass kein separates Strukturlimitsystem vorliegt.

Das Limit der Adressenausfallrisiken in Höhe von 180,0 Millionen Euro ist zum Jahresende 2023 mit 73,3 Prozent ausgelastet. Adressenausfallrisiken sind mit einem Anteil von 45,1 Prozent am Gesamtbankrisiko von 292,6 Millionen Euro zum Jahresultimo bezogen auf die wesentlichen Risiken eine dominierende Risikoart.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktpreisrisiken umfassen Zins-, Aktien-, Fonds-, Immobilien-, Währungs- und Infrastrukturrisiken sowie sonstige Marktpreisrisiken.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir einen Value at Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir die klassische historische Simulation. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Das Risiko unserer Fonds wird gesondert mittels eines Value at Risk-Ansatzes auf Basis der Risikokennzahlen der Fondsgesellschaft gemessen und im Limitsystem berücksichtigt. Die hier unterstellte Haltedauer ist abgestimmt auf den Betrachtungshorizont.

Aufgrund der Struktur unseres Portfolios wird das Immobilienrisiko den Marktpreisrisiken zugeordnet und als Unterkategorie mit dem, durch die parcIT GmbH entwickelten, Risikomessverfahren IRIS gesteuert.

Das Infrastrukturrisiko erwächst aus dem Betrieb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Die (Ertrags-)Werte der Anlagen und die jährlichen Erlöse stellen auf die Strompreiserwartungen und Leistungskennziffern der Anlagen ab. Das Wertschwankungsrisiko wird daher den Marktpreisrisiken zugeordnet und mit einem eigenentwickelten Verfahren gemessen.

Zur Überwachung und Steuerung des Marktpreisrisiken bestehen Limit- und Kennzahlensysteme. Neben der Höhe des unerwarteten Verlustes betrachten wir verschiedene Strukturkennzahlen und Begrenzungen. Zu diesen zählen Investitionsbegrenzungen in einzelnen Positionen oder Strukturvorgaben für die Zinsbuchcashflows. Zusätzlich überwachen wir Zinsrisikokoeffizienten und Kennzahlen zur Nettoreserve des Zinsbuches und des Zinsänderungsrisikos.

Das Limit der Marktpreisrisiken in Höhe von 183,0 Millionen Euro ist zum Jahresende 2023 mit 77,9 Prozent ausgelastet. Die Marktpreisrisiken sind mit einem Anteil von 48,7 Prozent am Gesamtbankrisiko von 292,6 Millionen Euro zum Jahresultimo bezogen auf die wesentlichen Risiken die zweite dominierende und zum Stichtag größte Risikoart. Die Umstellung auf die barwertige Steuerung und die damit einhergehende Veränderung der Risikomessverfahren und Risikoverteilung ist ursächlich für die deutliche Veränderung der Risikoanteile.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken treten ein, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Basis der Liquiditätstragfähigkeit bilden Ablaufbilanzen und dabei insbesondere der Überlebenshorizont. Stresstests auf den Überlebenshorizont führen wir anhand institutseigener und marktweiter Szenarien durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert.

Die Liquidität in der normativen Perspektive wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) und Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) gesteuert. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung von Mindestquoten ausgedrückt. Für die LCR liegt diese bei 110 Prozent und für NSFR beträgt die Untergrenze 105 Prozent.

Die Auswirkung des Refinanzierungsrisikos auf die ökonomische Perspektive besteht durch mögliche zukünftige Kostenschwankungen in der Refinanzierung. Das Risiko wird unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads bei der DZ BANK AG ermittelt.

Das Limit der Liquiditätsrisiken in Höhe von 14,0 Millionen Euro ist zum Jahresende 2023 mit 58,8 Prozent ausgelastet.

Neben der Berücksichtigung der Liquidität in einem eigenen Steuerungskreis wird der Anteil der Refinanzierungskostenrisiken in der ökonomischen Perspektive von 2,8 Prozent am Gesamtbankrisiko von 292,6 Millionen Euro zum Jahresultimo als untergeordnet bewertet.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Operationelle Risiken, die im Zusammenhang mit Adressenausfall- und Marktpreisrisiken auftreten, werden bei diesen Risikoarten erfasst. Die verbleibenden operationellen Risiken werden auf Grund interner Kontrollverfahren möglichst begrenzt bzw. im Eintrittsfall auf Grund eines zum Teil bestehenden Versicherungsschutzes in der Auswirkung abgeschirmt.

Wir haben eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Unsere internen Kontrollverfahren gewährleisten, dass wesentliche operationelle Risiken regelmäßig identifiziert und beurteilt werden. Hierzu greifen wir auf ein Self-Assessment unserer Risikolage und eine Schadensfalldatenbank, in die eingetretene Schäden und neue Risiken eingestellt werden, zurück.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum", sonstige Auslagerungen und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Auslagerungsunternehmen betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich der Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Die Bewertung der operationellen Risiken erfolgt im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur unseres Self-Assessments. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken jährlich ein Value at Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent aus den Ergebnissen des Self-Assessments abgeleitet. Dieser basiert auf einer Monte-Carlo-Simulation der identifizierten Risiken nach geschätzter Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhen.

Das Limit der operationellen Risiken in Höhe von 14,0 Millionen Euro ist zum Jahresende 2023 mit 70,2 Prozent ausgelastet. Der Anteil der operationellen Risiken beträgt zum Jahresultimo 3,4 Prozent am Gesamtbankrisiko von 292,6 Millionen Euro.

Sonstige Risiken

Sonstige wesentliche Risiken bestehen in der ökonomischen Perspektive nicht. Alle in unserer Risikoinventur als nicht wesentlich eingestufte Risiken, wie z.B. aus den Pensionen, aus der Produktivität, aus der Reputation, aus strategischen Entscheidungen und dem Modellrisiko, werden im Limit- und Steuerungssystem nicht separat dargestellt, sondern in der Ableitung des berücksichtigten Risikodeckungspotenzials aufgenommen. Die Ergebnisse aus der Risikoinventur werden hierbei in der Ableitung des Abzugspuffers für das Sicherheitsbedürfnis des Vorstands berücksichtigt.

Risikoberichterstattung

Zum Zwecke der Risikoberichterstattung sind feste Kommunikationswege und Adressaten bestimmt. Die zur Risikosteuerung relevanten Daten werden vom Risikocontrolling zu einem Berichtswesen aufbereitet.

Die Informationsweitergabe erfolgt dabei entweder im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung oder in Form einer Ad-hoc-Berichterstattung.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risikoszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Durch die Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung werden wir im bestehenden Haftungsverbund zusätzlich abgesichert.

Nach dem Planungsstand zum 31. Dezember 2023 ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation des Instituts gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich gemäß unserer Planung entwickelt. Hiervon auszunehmen sind die Auswirkungen der Zinsentwicklung insbesondere der Inversität der Strukturkurve im zweiten Halbjahr 2023 und der, mit dieser Entwicklung korrespondierende, Anstieg der Refinanzierungsspreads der DZ BANK AG. Beide Entwicklungen führten zu einer Belastung der zugewiesenen Unterlimite im dritten und vierten Quartal. Die Auswirkung auf das Gesamtbankrisikolimit durch diese Entwicklung ist jedoch nicht als wesentlich zu bezeichnen.

Im Rahmen der normativen Perspektive liegt die Entwicklung zum Vorjahr über unseren Erwartungen.

Die Umstellung unserer internen Risikotragfähigkeitsansätze gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 ab 01. Januar 2023 verlief im Rahmen unserer Erwartungen. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der vorgelagerten Paralellphase beider Konzepte ermöglichte den Entscheidungsträgern und dem Aufsichtsrat einen nahtlosen Übergang in das neue Risikotragfähigkeitskonzept.

Die Zusammenhänge zwischen den Risiken in der ökonomischen Perspektive und unseren finanziellen Leistungsindikatoren sind dabei von hoher Bedeutung. Bestehende Wechselwirkungen werden im Rahmen des Berichtswesens aufgegriffen und spiegeln sich in den Berichtsteilen der normativen Perspektive wider. Wir nutzen unsere finanziellen Leistungsindikatoren zusätzlich zur Ableitung der Wesentlichkeit im Rahmen der Risikoinventur und der Bewertung unserer Stressszenarien.

Chancen

Die Ertragslage unserer Bank wird maßgeblich durch das Kundenkreditgeschäft und das Einlagengeschäft gestützt. Das gewerbliche Kreditgeschäft ist insbesondere durch die Branchen Erneuerbare Energien, Dienstleistungen und Landwirtschaft geprägt. Im Retailgeschäft setzten wir neben eigenen Bankprodukten auf die ganzheitliche Beratung und wollen mit digitalen Bankdienstleistungen dem Kundenanspruch nach einfachen und schnell verfügbaren Bankprodukten entsprechen.

Im weiter forcierten Ausbau erneuerbarer Energien und der steigenden Bedeutung inländischer Produktion von Nahrungsmitteln sehen wir Chancen zum Ausbau unserer Kundenbasis. Hierdurch sehen wir die Möglichkeit, eine im Vergleich zu Genossenschaftsbanken unserer Größenordnung überdurchschnittliche Ertragslage zu erreichen und zu festigen.

D. Prognosebericht

Hinsichtlich unserer Prognose gehen wir von einem Abbau der inversen Zinsstruktur aus. Dieser erfolgt durch anstehende Senkungen der Leitzinssätze über das kurze Ende der Zinsstrukturkurve. Aufgrund der bestehenden geopolitischen Risiken insbesondere zur Energieversorgung rechnen wir mit einer weiteren Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien in der Region. Die Kreditnachfrage in der Baufinanzierung, dem Geschäft mit Firmenkunden und der Landwirtschaft verbleibt auf geringem Niveau.

Bezogen auf unsere geschäftliche Entwicklung erwarten wir ein Wachstum des Kundenwertvolumens von insgesamt 3,0 Prozent auf insgesamt 8,8 Milliarden Euro für das Jahr 2024. Darin enthalten ist ein erwartetes Wachstum unseres Kundenkreditgeschäfts um 90 Millionen Euro (2,2 Prozent) auf 4,2 Milliarden Euro. In den Jahren danach erwarten wir beim Kundenwertvolumen einen leichten Anstieg der Wachstumsdynamik im Planungshorizont auf bis zu 4,6 Prozent.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Die Kernkapitalquote können wir unter der Wachs-tumsprämisse mit geplanter Dotation auf 13,5 % steigern. Dabei haben wir die Auswirkungen der Anpassungen am Kreditrisikostandardansatz im Planungshorizont im Rahmen einer Schätzung berücksichtigt.

Für die Kapitalanforderungen erwarten wir einen konstanten inländischen antizyklischen Kapitalpuffer von 0,75 Prozent sowie einen konstanten Kapitalpuffer für systemische Risiken in Höhe von 2,0 Prozent auf im Inland belegene Risikopositionen, die durch Grundpfandrechte auf Wohnimmobilien besichert sind. Aufgrund der positiven Entwicklung unseres Geschäftsfeldes Immobilien und Beteiligungsmanagement berücksichtigen wir im Laufe des Planungshorizonts einen Anstieg unseres SREP-Zuschlages für weitere wesentliche Risiken von 0,25 Prozent auf 1,00 Prozent.

Im Rahmen der geplanten Zins- und Wachstumsentwicklungen gehen wir für 2024 von einer steigenden Zinsspanne von 1,50 auf 1,58 Prozent aus. Angesichts der geplanten Ausweitung des Kundenkreditvolumens erwarten wir dadurch einen um rund 6,0 Millionen Euro höheren Zinsüberschuss von 82,5 Millionen Euro gegenüber 2023.

Der geplante Provisionsüberschuss von 27,5 Millionen Euro liegt spürbar unter dem Vorjahresniveau. Dies begründet sich durch einen deutlich vorsichtigeren Ausblick auf das Immobiliengeschäft und die aktuelle eingetrübte konjunkturelle Lage.

Das betriebswirtschaftliche Ergebnis vor Bewertung planen wir mit 47,9 Millionen Euro. Dieser Wert liegt über dem Vorjahr.

Die aus der Ertrags- und Kostenrelation abgeleitete CIR liegt auf Basis der Planung bei 59,9 Prozent.

Auf Basis unserer Planung ergibt sich ein Leistungsindikator für die Steigerung der Produktivität von 303,0 Prozent.

Für den bedeutsamsten Leistungsindikator BE vor Bewertung/dBS prognostizieren wir einen Anstieg auf 0,91 Prozent nach 0,85 Prozent im Jahr 2023.

Bezüglich der bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir, die strategischen Zielwerte zu erreichen.

Sollten sich die für unser Haus relevanten Planungsparameter ungünstig bzw. advers entwickeln, würden sich auch unsere finanziellen Leistungsindikatoren verschlechtern. Während sich das Betriebsergebnis vor Bewertung erheblich verschlechtert, würde sich die Gesamtkapitalquote nur leicht negativ entwickeln.

Flensburg, 25. April 2024 VR Bank Nord eG

Der Vorstand:

Torsten Jensen  Michael Möller

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
VR Bank Nord eG, Flensburg Genossenschaftsregisternummer 384 FL beim Amtsgericht Flensburg

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 15.829.900,02 14.694
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 24.551.419,28 26.229
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 24.551.419,28 (26.229)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 40.381.319,30 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 391.949.776,93 467.934
b) andere Forderungen 19.190.621,66 411.140.398,59 28.604
4. Forderungen an Kunden 4.075.194.838,08 4.031.925
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 796.273.495,27 (769.360)
Kommunalkredite 50.510.827,27 (56.389)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 23.616.228,07 4.955
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 23.616.228,07 (4.955)
bb) von anderen Emittenten 233.836.081,15 257.452.309,22 220.795
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 164.319.080,62 (174.152)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 257.452.309,22 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 67.921.221,08 64.399
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 58.177.712,04 54.924
darunter:
an Kreditinstituten 191.920,00 (192)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.024.781,00 59.202.493,04 1.025
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 341.420,00 (341)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.873.246,04 27.846
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 3.781.601,18 4.075
darunter: Treuhandkredite 3.781.601,18 (4.075)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.693,00 555
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 369.693,00 0
12. Sachanlagen 189.524.741,15 183.450
13. Sonstige Vermögensgegenstände 10.733.480,29 7.963
14. Rechnungsabgrenzungsposten 705.585,77 680
Summe der Aktiva 5.152.280.926,74 5.140.053

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 84.324.494,23 43.335
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.098.434.816,84 2.182.759.311,07 2.052.576
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 359.189.056,91 506.195
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 3.414.356,77 362.603.413,68 2.507
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.655.990.007,71 1.878.495
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 282.305.644,57 1.938.295.652,28 2.300.899.065,96 28.881
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 3.781.601,18 4.075
darunter: Treuhandkredite 3.781.601,18 (4.075)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.766.405,44 4.384
6. Rechnungsabgrenzungsposten 3.848.962,70 3.795
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 10.129.460,00 10.441
b) Steuerrückstellungen 6.665.899,47 6.912
c) andere Rückstellungen 9.993.336,80 26.788.696,27 12.547
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 55.749.076,73 57.449
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 228.000.000,00 206.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (50)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 153.017.350,00 138.706
b) Kapitalrücklage 11.944.097,90 11.944
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 52.395.000,00 50.895
cb) andere Ergebnisrücklagen 116.555.165,62 168.950.165,62 112.492
d) Bilanzgewinn 8.776.193,87 342.687.807,39 8.424
Summe der Passiva 5.152.280.926,74 5.140.053
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 306.540.232,84 261.126
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 306.540.232,84 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 406.750.696,24 406.750.696,24 509.848
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 118.375.826,63 84.679
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.701.395,90 122.077.222,53 1.538
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
138.383,33 (1.935)
2. Zinsaufwendungen 51.338.637,31 70.738.585,22 11.969
darunter: erhaltene
negative Zinsen
145.158,49 (3.747)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.674.774,75 1.552
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.538.112,87 2.250
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 1.500.000,00 5.712.887,62 1.964
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 31.800.365,19 31.945
6. Provisionsaufwendungen 3.633.239,65 28.167.125,54 3.815
7. Nettoertrag des Handelsbestands 50.000,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 12.821.122,97 3.700
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 29.584.090,90 29.048
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.733.636,65 35.317.727,55 5.559
darunter: für Altersversorgung 1.031.125,62 (1.018)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 24.646.842,33 59.964.569,88 22.909
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
11.624.684,47 4.944
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.626.071,80 949
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
4.337.247,84 4.337.247,84 894
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 1.927
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
26.969,70 26.969,70 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 46.638.612,74 47.402
20. Außerordentliche Erträge 0,00 15.340
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (15.340)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.184.200,72 14.149
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 628.218,15 12.812.418,87 169
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 22.050.000,00 37.000
25. Jahresüberschuss 11.776.193,87 11.424
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
11.776.193,87 11.424
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
11.776.193,87 11.424
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 1.500.000,00 1.500
b) in andere Ergebnisrücklagen 1.500.000,00 3.000.000,00 1.500
29. Bilanzgewinn 8.776.193,87 8.424

VR Bank Nord eG, Flensburg 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der VR Bank Nord eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert oder den Anschaffungskosten angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag, sofern Zinscharakter vorliegt, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt zum 31. Dezember 2023 auf Basis der erwarteten Verluste der nächsten 12 Monate im Rahmen der vereinfachten Methodik. Die Grundlage bilden die nicht wertberichtigten Geschäfte unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden sowie die nicht wertberichtigten unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen. Für die Ergebnisermittlung im Kreditportfoliomodell Kundengeschäft wird auf die Exposure-Größe "Modellierter Verlust" abgestellt. Im Hinblick auf unwiderrufliche sowie widerrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form von Rückstellungen.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden grundsätzlich die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben. Zur Ermittlung der linearen Verteilung der Abschreibungen wird für jedes Wertpapier der Zeitraum vom ersten Erwerb bis zur Fälligkeit berechnet und anschließend das Agio taggenau auf diesen Zeitraum verteilt.

Credit Linked Notes, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert. Dies erfolgt auch, wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken dieser strukturierten Finanzinstrumente durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Zinsderivate, die zur Reduzierung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos aller zinstragenden Positionen des Bankbuchs eingesetzt werden, sind von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Positionen des Bankbuchs nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs, einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate, werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, mit den Anschaffungskosten oder unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zum beizulegenden Wert bilanziert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, und Agiobeträge aus der Ausgabe von Namensschuldverschreibungen enthalten. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der zugrunde liegende Geschäfte verteilt.

Passive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert betrachtet (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert. Die Bewertung erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method).

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,80 %) festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 78.

Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 0,99 % ermittelt. Für die Altersteilzeitrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. in Höhe der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abzüglich Einzelrückstellungen sowie Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 angesetzt. Für Bürgschaften gestellte Bardeckungen wurden abgesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von (negativen) Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 1.367.933 43.655 (a) 0 (a) 1.410.714
bene Konzessio- 0 (b) 874 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 154.432.057 16.683.744 (a) 0 (a) 170.377.857
Gebäude 0 (b) 737.943 (b)
b) andere Anlagen, 86.084.259 1.813.471 (a) 0 (a) 84.511.366
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 (b) 3.386.364 (b)
Summe a 241.884.249 18.540.870 (a) 0 (a) 256.299.937
0 (b) 4.125.181 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
gewerbliche 0 (b) 0 (b) 0 (b)
Schutzrechte und ähnliche Rechte
b) entgeltlich erwor- 813.092 228.803 (a) 0 (a) 0 (a) 1.041.021 369.693
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b) 874 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
c) Geschäfts- oder 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
Firmenwert 0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
Anzahlungen 0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und 36.624.024 3.555.163 (a) 0 (a) 0 (a) 40.092.557 130.285.300
Gebäude 0 (b) 0 (b) 86.630 (b)
b) andere Anlagen, 20.441.933 7.840.718 (a) 0 (a) 0 (a) 25.271.924 59.239.441
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b) 3.010.727 (b)
Summe a 57.879.049 11.624.684 (a) 0 (a) 0 (a) 66.405.502 189.894.434
0 (b) 0 (b) 3.098.231 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 126.646.816 7.372.422 134.019.238
Anlagevermögens
Beteiligungen und 55.950.751 3.251.742 59.202.493
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Anteile an 27.845.746 8.027.500 35.873.246
verbundenen Unter-
nehmen
Sonstige Vermögensgegenstände / Gründungsstockdarlehen 586.846 195.615 782.461
Summe b 211.030.159 18.847.279 229.877.438
Summe a und b 452.914.408 419.771.872

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 138.245.960 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 77.189.035 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 34.277.942 fällig.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 257.452.309 229.009.583 28.442.726 118.614.571
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 51.418.453 0 51.418.453 5.006.045

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):

- Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Bilanzwert von EUR 118.614.571

- Fonds mit einem Bilanzwert von EUR 5.006.045

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 123.212.879, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 116.363.522.

Darüber hinaus deuten folgende Anhaltspunkte darauf hin, dass die Wertminderungen nicht dauerhaft sind:

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ergaben Untersuchungen der Rating- und der Spreadveränderungen keine Hinweise auf dauerhafte Wertminderungen.

Bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurden die in Frage kommenden Fonds analysiert. Auch hier ergaben sich keine Anhaltspunkte, die auf eine dauerhafte Wertminderung hindeuten.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 175.341 180.806
Forderungen an Kunden (A 4) 13.881.879 15.846.492 34.613.700 34.742.644

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:



Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) VR Immobilien Gesellschaft mbH, Flensburg 100,00 2022 8.135 2022 174
b) VR Handels- und
Verwaltungs GmbH,
Schleswig
100,00 2023 78 2023 -12
c) VR-Finanz- und Beteiligungs GmbH, Schleswig 100,00 2023 475 2023 159
d) Neumarkt 1
Flensburg GmbH,
Schleswig
100,00 2023 76 2023 0
e) VR-Projektverwaltung
GmbH, Flensburg
100,00 2022 216 2022 54
f) VR Immobilien Flensburg GmbH, Flensburg 100,00 2022 2.919 2022 1.031
g) VR-Windprojekt-beteiligung Nord GmbH, Flensburg 100,00 2022 7.411 2022 222
h) VR Dienstleistung GmbH, Flensburg 100,00 2022 424 2022 41
i) VR-Windprojekt-beteiligung Nord die Zweite GmbH, Flensburg 100,00 2022 8.061 2022 7.507
j) VR-Windprojekt-beteiligung Nord die Dritte GmbH, Flensburg 100,00 2022 4.221 2022 -3
k) iTerra Wind GmbH & Co. KG, Niebüll 44,00 2022 200 2022 441
l) TeamBank AG Nürnberg, Nürnberg* 0,01 2022 539.699 2022 0
m) NGB AG & Co. KG, Hannover 0,79 2023 1.750.733 2023 37.901
n) GB Genossenschaftliche Beteiligungs-verwaltung GmbH & Co. KG, Hannover 0,79 2022 194.231 2022 4.909
o) VR Beteiligungsgesellschaft Norddeutschland mit beschränkter Haftung, Hannover 5,53 2022 263.432 2022 7.756
p) R+V VERSICHERUNG AG, Wiesbaden* 0,01 2022 2.397.253 2022 0
q) team SE, Flensburg 4,50 2022 477.251 2022 35.984

* Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Abweichend zu den Vorjahren wird für die oben stehende Anteilsbesitzliste in einem erweiterten Umfang von den Erleichterungen des § 286 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Dadurch wird die Liste auf diejenigen Beteiligungen reduziert, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. So werden jetzt alle unsere Tochterunternehmen sowie die Beteiligungen an Unternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe und an bedeutenden sonstigen Unternehmen ausgewiesen.

Mit den unter Buchstaben a) bis j) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Zudem ist die Bank unbeschränkt haftender Gesellschafter der als Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründeten Schleiblick GbR mit Sitz in Nübel.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 37.644.576 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 5.121.953 enthalten. Des Weiteren beinhaltet der Bilanzposten in Höhe von EUR 54.117.488 technische Anlagen zur Stromerzeugung.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.820 (Vorjahr EUR 3.931) enthalten. 

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
4 Forderungen an Kunden 2.313.940 2.538.680
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 19.452.822 9.428.057
13 Sonstige Vermögensgegenstände / Gründungsstockdarlehen 784.645 588.484

Bei den nachrangigen Vermögensgegenständen in dem Posten 4 handelt es sich in Höhe von TEUR 1.853 (Vorjahr TEUR 2.078) um durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau haftungsfrei gestellte Kredite.

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 3.418.806 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) 696.802 2.090.405 8.863.079 5.067.627
Forderungen an Kunden (A 4) 132.398.134 347.442.714 1.357.886.224 2.159.932.708

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 44.214.483 134.132.846 727.752.667 1.188.298.153
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 2.412.616 995.602 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 231.658.020 36.465.583 13.452.199 364.811

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 983.838.890 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 1.278.926 (Vorjahr EUR 1.115.712) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Sachanlagen stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Rückstellungen gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,07 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag, anteilige Zinsen werden unter der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 1.191.821 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz in % Fälligkeit
10.000.000 EUR 2,00 Oktober 2034

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. 

Für die weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen:

Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Eine vorzeitige Kündigung der nachrangigen Verbindlichkeiten ist nicht vorgesehen. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 0 und 11 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 1,00 % bis 5,00 % (durchschnittliche Verzinsung 2,30 %) ausgestattet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 6.663.172 9.221.590 11.507.850 9.110.906
nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) 0 0 1.000.000 1.000.000

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 148.727.050
b) der ausscheidenden Mitglieder 3.191.100
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 1.099.200
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile 468.350

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b) und c)) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR EUR
Stand 01.01.2023 11.944.098 50.895.000 112.492.050
Einstellungen 0
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 2.563.116
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 1.500.000 1.500.000
Stand 31.12.2023 11.944.098 52.395.000 116.555.166

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Einzelrückstellungen sowie Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 gedeckt. Für Bürgschaften gestellte Bardeckungen werden abgesetzt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind überwiegend breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter dem Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 1.883.805.524

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.186.381 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte in Form von Zinsswaps des Nichthandelsbestands. Die Zinsderivate wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die Fälligkeitsstruktur wird auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").

(Angaben in TEUR):  

Nominalbetrag Restlaufzeit
beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 89.000 219.000 495.100 803.100 -19.910 56.419

Zinsswaps des Nichthandelsbestandes werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode bewertet.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR -1.267 (Vorjahr EUR -2.561) verändert. 

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Immobilienvermittlung, Vermittlung von Krediten, Vermittlung von Bausparverträgen, Vermittlung von Versicherungen sowie die Vermögensverwaltung, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands

In dem Netto-Ergebnis des Handelsbestands ist enthalten:


Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Auflösung zum Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Abs. 4 HGB 50.000 0

Die Auflösung des Sonderpostens konnte vorgenommen werden, da in den zurückliegenden 5 Jahren kein Nettoertrag des Handelsbestandes auszuweisen war und dadurch gem. § 340e Abs. 4 Satz 2 Nr. 4 HGB eine Auflösung des Sonderpostens möglich wurde.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten: 

Art EUR
Erträge aus dem Stromverkauf unserer Windparks 8.291.990
Miet- und Pachterträge 3.219.115

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 63.107 (Vorjahr EUR 6.736) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten: 

Art EUR
Aufwendungen für den Betrieb und die Instandhaltung unserer Windparks 1.682.582
Aufwendungen für den Abgang von Sachanlagen 795.294

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 152.823 (Vorjahr EUR 276.279) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.151.338 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 2.735.453 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 377.126.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 768.140.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 10.129.460. 

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 7.735 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 11.875.425.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 78.184, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 15.043.152.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Darüber hinaus bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene und vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, in Höhe von rund TEUR 6.449 für die Fertigstellung in Bau befindlicher Gebäude.

Zudem steht noch die Großreparatur für den durch die Sturmflut vom 20. Oktober 2023 verursachten Hochwasser- und Rückstauschaden am Verwaltungsgebäude in Schleswig aus, mit der das betroffene Erdgeschoss wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzt werden soll. Die zur Wiederherstellung notwendigen Maßnahmen waren am Bilanzstichtag noch nicht beauftragt worden.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: 

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 15 1
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 278 172
293 173

Außerdem wurden durchschnittlich 24 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Haftsummen
EUR
Anfang 2023 39.052 2.715.837 134.389.500
Zugang 2023 879 364.451 0
Abgang 2023 1.110 103.923 134.389.500
Ende 2023 38.821 2.976.365 0

Der Abgang bei der Haftsumme ist auf den Wegfall der satzungsmäßigen Haftsumme zurückzuführen.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 13.046.700
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 134.389.500
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:


Genoverband e.V.
Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover 

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf     

Jensen, Torsten, Bankvorstand, zuständig für die Ressorts Marktfolge Aktiv, Steuerung & Entwicklung, Digital & Service, Wertermittlung, Vorstandsstab, Interne Revision, Grundsatzabteilung

Möller, Michael, Bankvorstand, zuständig für die Ressorts Beteiligungen & Immobilien, Privatkunden, Agrar, Energie & Firmenkunden, Vertriebseffizienz & Marketing

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf    

Paulsen, Hans-Jakob, Vollstedt, - Vorsitzender - , selbstständiger Landwirt

Davids, Ellen, Schleswig, - stellvertretende Vorsitzende - , Bankkauffrau, geschäftsführende Gesellschafterin Davids Holding GmbH, Schleswig

Böckenholt, Mark, Süderlügum, Diplom-Ingenieur und geschäftsführender Gesellschafter bei der Firma Böckenholt GmbH Fliesenabholmarkt, Süderlügum

Friedrichsen, Jörg, Ladelund, selbstständiger Landwirt

Kinsky, Björn, Breklum, geschäftsführender Gesellschafter der Kinsky Fleischwaren GmbH, Bredstedt

Koch, Dr. Bastian, Flensburg, Rechtsanwalt und Notar, Partner der Sozietät Brock Müller Ziegenbein Rechtsanwälte Partnerschaft mbH, Kiel

Kohnagel, Michael, Flensburg, Kaufmann der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Vorstandsvorsitzender der Flensburger Arbeiter-Bauverein eG, Flensburg

Mussack, Uwe, Niebüll, Privatier

Nagel, Ricklef, Risum-Lindholm, Verwaltungsfachwirt beim Amt Südtondern, Niebüll

Nommensen, Stephan, Leck, selbstständiger Steuerberater

Schmidt, Hajo, Hüsby, Dipl.-Betriebswirt, Steuerberater, Vorstandsmitglied ttp AG, Flensburg

Schween, Klaus, Mittelangeln, selbstständiger Kaufmann

Ziegelmann, Karen, Dagebüll, ländliche Hauswirtschaftsleiterin

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB

In den Aufsichtsgremien folgender großer Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeitende unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
team SE, Flensburg 2
team agrar AG, Flensburg 1

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 11.776.193,87 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 3.000.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 8.776.193,87) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,75 % 5.347.012,47
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
b) Andere Ergebnisrücklagen 3.429.181,40
8.776.193,87
Flensburg, 25. April 2024 VR Bank Nord eG

Der Vorstand

Torsten Jensen   Michael Möller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR Bank Nord eG, Flensburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR Bank Nord eG, Flensburg (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit der gebildeten Risikovorsorge, belaufen sich auf 4,1 Mrd. EUR. Dies entspricht 79,1 % der Bilanzsumme. Innerhalb des Postens nehmen die Kredite an die Branchen Erneuerbare Energien, Landwirtschaft und Immobilienwirtschaft eine bedeutende Rolle ein. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen, saldiert mit gebildeten Einzelrückstellungen, in Höhe von 306,5 Mio. EUR. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Risikovorsorgebedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Risikovorsorge von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Gesamtzusage, die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Im Lagebericht befinden sich in den Abschnitten B.4 "Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage" und C. "Risiko- und Chancenbericht" Ausführungen zu den Kreditstrukturen und zur Risikoerkennung, -steuerung und -abschirmung.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG

- Prüferische Durchsichten nach IDW PS 900 von Tochterunternehmen

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Sarina Groth.

 

Rendsburg, 25. April 2024

Genoverband e.V.

Dirk Abel Sarina Groth
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 27.05.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 11.776.193,87 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

VR Bank Nord eG, Flensburg Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert drei Ausschüsse eingerichtet.

Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2023 zu insgesamt einer Sitzung zusammen. Er nahm unter anderem Prüfungshandlungen zum Jahresabschluss und zu den Prüfungsberichten vor.

Der Kredit- und Beteiligungsausschuss trat im Jahr 2023 zu insgesamt zwölf Sitzungen zusammen. Er befasste sich mit Kredit- und Beteiligungsentscheidungen.

Der Personalausschuss trat im Jahr 2023 zu insgesamt zwei Sitzungen zusammen. Er erörterte Personalangelegenheiten des Vorstandes.

Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Ellen Davids und die Herren Hans-Jakob Paulsen, Mark Böckenholt, Michael Kohnagel und Klaus Schween aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Hans-Jakob Paulsen ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl der übrigen ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitenden Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Flensburg, 25. April 2024

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

Hans-Jakob Paulsen

VR Bank Nord eG, Flensburg Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR Bank Nord eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR Bank Nord eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR Bank Nord eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 117.490.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 405,2. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 46.639.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 12.184 und betreffen laufende Steuern.

Die VR Bank Nord eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
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