Zambelli RR GmbH
Selbe AdresseSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zambelli Holding GmbHGrafenau, Stadtteil Haus im WaldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens 1. Organisation und Geschäftsmodell des Unternehmens Die Zambelli Holding GmbH mit Sitz in Grafenau ist das Mutterunternehmen der Zambelli Unternehmensgruppe. Sie hält alle Beteiligungen und Tochterunternehmen und erbringt innerhalb der Unternehmensgruppe zentrale Dienstleistungen. Neben dem Bereich IT-Technik sind das Qualitätsmanagement und das Marketing als Servicebereiche der Holding zu nennen. Im kaufmännischen Bereich werden die Themen der Personalabrechnung, der Finanzierung, der Bilanzierung und des Controllings zentral abgedeckt und geführt. Die Struktur der Unternehmensgruppe:
Über das Schaubild hinaus hält die Unternehmensgruppe die inaktive Beteiligung Infiniti Concept AG (Schweiz). Zambelli hat damit aktive Tochterunternehmen und Standorte in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Operativ ist die Zambelli Gruppe in der Herstellung, im Vertrieb und im Einbau von Metallprodukten tätig. Bedient werden Unternehmen der Baubranche, der Heiz- und Klimabranche und der Caravanindustrie, Maschinen- und Anlagenbauer, Einrichtungen der öffentlichen Hand sowie Unternehmen anderer Branchen. Dabei ist die Unternehmensgruppe in sechs Geschäftsbereiche gegliedert, diese sind in obiger Übersicht bei den im jeweiligen Geschäftsbereich tätigen Unternehmen angemerkt:
Im Geschäftsbereich der Dachentwässerung ist die Zambelli Gruppe Komplettanbieter von hochwertigen, über den Fachhandel vertriebenen Dachentwässerungssystemen sowie entsprechendem Zubehör in allen gängigen Baumetallen. Die Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG und die Zambelli COLORFERR Kft. (Györköny, Ungarn) bilden den Kern dieses Geschäftsbereiches. In Deutschland wird auf modernsten Anlagen Dachentwässerungszubehör produziert, in Ungarn befindet sich das Kompetenzzentrum für Dachrinnen und Ablaufrohre. Mit dem COLORFERR-System ist das Unternehmen insbesondere in Ungarn aktiv. Die Zambelli-technik, spol s r.o. ist darüber hinaus als Vertriebseinheit für Tschechien, die Slowakei und Polen tätig. Im Geschäftsbereich Gebäudehülle bietet die Zambelli RIB-ROOF GmbH & Co. KG montagefreundliche RIB-ROOF Metalldachsysteme mit komplettem Systemprogramm sowie Fassadensysteme an. Die Zambelli Dach + Fassadentechnik GmbH hat Ihre Aktivitäten herabgefahren und führt keine Montageprojekte der Gebäudehülle mehr aus. Im Geschäftsbereich Regalsysteme ist die Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG Komplettanbieter von qualitativ hochwertigen stationären und fahrbaren Regalanlagen für Bibliotheken, Archive, Museumsdepots- und Bürobereiche. Das inaktive schweizerische Joint Venture Infiniti Concept AG soll so bald als möglich liquidiert werden. Im Bereich der Zulieferung ist Zambelli mit den Geschäftsbereichen Industrielle Metallbearbeitung, Heiztechnik und Caravaning in verschiedenen Tochterunternehmen aktiv. Die Gruppe ist hier kundenorientierter Lieferant, innovativer Entwickler sowie leistungsfähiger Hersteller von Konstruktionen, Baugruppen und Fertigprodukten aus Metallblechen, Profilen und anderen Materialien. Hierzu hält das Unternehmen eine breite und tiefe Expertise in vielen Fertigungstechniken der Metalltechnik, wie der Blechbearbeitung, der Umform-, Schweiß- und Oberflächentechnik sowie der Baugruppenmontage. Mit dem Geschäftsbereich Industrielle Metallbearbeitung, also der Belieferung unterschiedlichster Branchen mit Metallbauteilen, beschäftigen sich die Tochterunternehmen Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG, Zambelli-technik, spol. sr.o. (Tschechien, Cesky Krumlov), sowie Zambelli metal s.r.l. (Rumänien). Im Geschäftsbereich Heiztechnik werden komplette Baugruppen im Auftrag unserer Kunden hergestellt. Das Portfolio umfasst sowohl Designkamine, Kamineinsätze als auch Zentralheizungsanlagen. Zu den Zambelli-Kunden zählen mehrere namhafte europäische Heiztechnik-Marken. Das Kompetenzzentrum dieses Geschäftsbereiches befindet sich in Rumänien bei der Zambelli metal s.r.l., darüber hinaus wird auch in den Betrieben Zambelli-technik, spol. s r.o. (Tschechien, Český Krumlov) und Zambelli Metalltechnik GmbH & Co. KG produziert. Im Geschäftsbereich Caravaning ist Zambelli Entwickler, Zulieferer und Produzent von Metall-Komponenten sowie von Klappen und Türen für die Caravan-Industrie. Den Zambelli-Kundenstamm bilden namhafte europäische Caravan-Marken. Das Kompetenzzentrum dieses Geschäftsbereichs ist in České Budějovice in Tschechien bei der Zambelli-technik, spol. s r.o., dort wurde im Jahr 2022 auch die Produktion zusammengeführt. 2. Forschung, Entwicklung und Weiterentwicklung Die operativen Unternehmen der Zambelli-Gruppe arbeiten ständig an der Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Ebenso wird die Produktionstechnik der Unternehmen laufend überprüft, verbessert und gegebenenfalls erneuert. Digitalisierung und Automatisierung sind hier wichtige Ansatzpunkte und erklärte Ziele. Diese kontinuierlichen Verbesserungen werden durch das "ZPS Zambelli-Production-System" unterstützt, welches die Kerngedanken von Lean Production und Lean Management beinhaltet. Daneben arbeitet die Unternehmensgruppe auch an der stetigen Verbesserung und Vereinfachung der Prozesse in den Unternehmen, innerhalb der Gruppe und in der Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern. Hierbei unterstützt die Zambelli Holding GmbH die Tochterunternehmen mit ihren zentralen Dienstleistungen. Die Zielsetzung ist, hierbei schlank und modern aufgestellt zu sein und eine kontinuierliche Verbesserung dieser Servicebereiche zu bieten. Die Definition unseres Geschäftsbereichsmodells beinhaltet die ständige Suche und Entwicklung von innovativen Lösungen. Die Unternehmensgruppe fordert und fördert Innovationen. Je Geschäftsbereich sind bis zu 3 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Im zweijährigen Rhythmus wird der "ZIA Zambelli Innovation Award" unter den Mitarbeitern der Unternehmensgruppe ausgelobt. Preisträger gibt es in den Kategorien Produktinnovation, Prozessinnovation und Nachhaltigkeit. 3. Personal In der Zambelli Unternehmensgruppe waren im Jahresdurchschnitt 2022 insgesamt 1.217 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.173) beschäftigt. Davon waren 343 Mitarbeiter im Inland und 874 Mitarbeiter an den ausländischen Standorten tätig. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich gesamt auch 2022 in einem als schwierig zu wertenden Umfeld als stabil erwiesen. Trotz Ukraine-Krieg, Inflation und anhaltender Lieferprobleme ist das Bruttoinlandsprodukt laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,9%gewachsen. Dabei ist die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche (Kreativ- und Unterhaltungsbranche, Verkehr- und Gastgewerbe) haben nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Sshutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert. Die Bruttowertschöpfung im Handel ist dagegen zurückgegangen, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation konnte zugleich einen deutlichen Zuwachs von 3,6% verzeichnen. Im Baugewerbe haben Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3% geführt. Das Verarbeitende Gewerbe hat dabei vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten gelitten. Hinzu ist der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine gekommen, parallel zum Einsetzen einer rückläufigen Angebotsnachfrage.
Im Jahr 2022 wurde in Deutschland der Bau von 354.400 Wohnungen genehmigt. Laut dem Statistischen Bundesamt waren das 6,9% oder 26.300 Wohnungen weniger als im Jahr 2021, als mit 380.700 Baugenehmigungen der höchste Wert seit dem Jahr 1999 erreicht worden war. Besonders stark war der Rückgang der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser. So genehmigten die Baubehörden im letzten Jahr 78.100 neue Einfamilienhäuser, 16,8% oder 15.800 weniger als im Jahr 2021. Auch die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen in Zweifamilienhäusern ging im Jahr 2022 überdurchschnittlich stark zurück: In Zweifamilienhäusern wurden 27.700 Wohnungen genehmigt, 13,8% oder 4.400 weniger als im Vorjahr. Rund 63% der neuen Wohnungen in Deutschland entstehen in Mehrfamilienhäusern. Getragen von den noch hohen Genehmigungszahlen im ersten Halbjahr 2022 wurden im Gesamtjahr 2022 mit 190.400 Wohnungen nur 1,6% oder 3.100 Wohnungen weniger in Mehrfamilienhäusern genehmigt als 2021. Im Jahresverlauf beschleunigte sich der Abwärtstrend jedoch. Im Dezember 2022 wurden nur noch 19.200 Wohnungen in neu zu errichtenden Mehrfamilienhäusern genehmigt, 19,3 % der 4.600 Wohnungen weniger als im Vorjahresmonat.
Im abgelaufenen Jahr 2022 ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe kalenderbereinigt um 9,6%gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 99,1 Mrd. Euro lag der Auftragseingang aufgrund der stark gestiegenen Baupreise nominal (nicht preisbereinigt) 4,8% über dem Vorjahresniveau. Das 1. Quartal 2022 erreichte mit dem Rekordmonat März, in dem zum ersten Mal Auftragseingänge von mehr als 10 Mrd. Euro gemeldet wurden, im Vorjahresvergleich noch ein reales Plus von 4,1% Ab dem 2. Quartal konnte das Vorjahresniveau jedoch nicht mehr erreicht werden: Insgesamt sieben Monate verzeichneten sogar ein zweistelliges reales Minus. Im Hochbau gingen die realen Auftragseingänge sogar um 15,1% zurück und lagen mit 51,7 Mrd. Euro auch nominal unter dem Vorjahresergebnis (-1,6%. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau mit real -16,5% (nominal: -3,9%) die größten Einbußen. Der Tiefbau sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,0% steigerte sich jedoch nominal um 12,7% auf 47,4 Mrd. Euro. Hervorzuheben sind die Entwicklungen im Systembau: Der Fertigbauanteil im Wohnungsbau erreichte mit 23,5 Prozent einen neuen Höchstwert, nach 23,1 Prozent im Vorjahr. Laut Branchenverband BDF sind die Unternehmen der Fertighausindustrie aufgrund ihres überwiegend hohen Auftragsbestands bis etwa Mitte 2024 ausgelastet. Die Zahl der Neuaufträge sei 2022 aber spürbar zurückgegangen. Neben Ein- und Zweifamilienhäusern gewinnt der serielle Wohnungs- und Objektbau für die Branche zunehmend an Bedeutung.
2022 verzeichnete Deutschland den sonnenscheinreichsten, drittwärmsten und fünfttrockensten Sommer in den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes. Mehrere intensive Hitzewellen führten europaweit zu neuen Temperaturrekorden. Zugleich häuften sich Unwetter und Starkregenereignisse. Die Wetterverhältnisse hatten vor allem im Sommer 2022 in Deutschland und vielen Bereichen Mittel- und Südeuropas gravierende Auswirkungen unter anderem auf die Land- und Forstwirtschaft sowie eine Vielzahl an Waldbränden, auf die Flusspegel und damit die Binnenschifffahrt, die Grundwasserneubildung und allgemein die Wasserverfügbarkeit, aber auch auf viele weitere gesellschaftliche und ökonomische Bereiche, wie zum Beispiel menschliche Gesundheit, Energie und Verkehr. Der richtige Umgang mit Niederschlägen stellt im breiten Bewusstsein dadurch ein immer wichtiger werdendes Thema dar. Zum einen wird die sichere Ableitung von Niederschlägen diskutiert, zum anderen die sinnhaftende und wirtschaftliche Nutzung in Mangelzeiten von Brauchwasser.
Mit Beginn der Covid-19 Pandemie zeichnete sich international ein DIY-Boom ab. Konsumenten zogen sich in ihr Eigenheim zurück und erledigten dort Ausbauten, Verbesserungen und Renovierungen. Dieser Trend flaute nach 2021 auch im Geschäftsjahr 2022 weiter ab. Verstärkt wurde der Rückgang durch eine breite Konsumzurückhaltung infolge der Energiekrise, allgemeiner Unsicherheiten und stark gestiegener Preise. Die Nachfrage nach Baumaterialien über E-Commerce und nach digitalen Kommunikationswegen auf allen Geschäftsfeldern gewinnt weiterhin an Bedeutung.
Die Freizeitmobil-Industrie ist weiterhin auf einem Wachstumspfad. 13,8 Millionen Menschen in Deutschland werden der Fangemeinschaft der Camper zugerechnet. Von 2017 bis 2021 stiegen 40 Prozent in dieses Freilufthobby ein. Damit ist Caravaning in der Breite der Gesellschaft angekommen. Dieser Trend zum mobilen Urlaub wurde von der Pandemie befeuert, aber nicht gestartet. Die neue Käuferschicht, die Millennials, legt besonderen Wert auf umweltverträglichen Urlaub und hat den beim Caravaning gefunden.
Im Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen e. V. sind die führenden Hersteller der Branche zusammengeschlossen. Die Mitgliedsfirmen melden monatlich ihre Umsätze. Die Umsatz-Summe der gesamten Hersteller für den jeweiligen Produktbereich wird quartalsweise veröffentlicht. Der kumulierte Jahresumsatz 2022 ist für den Produktbereich "verfahrbare Regale" um 19 %gestiegen.
2. Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung Der konsolidierte Umsatz der Unternehmensgruppe entwickelte sich durch Materialpreissteigerungen aber auch durch ein Mengenwachstum weiterhin sehr deutlich nach oben. Er lag im Jahr 2022 bei 170,7 Mio. Euro (Vorjahr 147,4 Mio. Euro). Das Umsatzwachstum der Unternehmensgruppe betrug damit ca. 15,8 % (Vorjahr + 28,0). Der Anteil des Inlandsumsatzes beträgt 43,6 % der Auslandsumsatz wird vorrangig in Österreich, Tschechien, Ungarn und weiteren Ländern der EU erzielt. Der Umsatz der Unternehmensgruppe teilt sich dabei wie folgt auf die Geschäftsbereiche auf:
Entwicklung der Rohstoffpreise Die Zambelli Unternehmensgruppe beschafft als wesentliche Rohstoffe Aluminium, Zink und Stahl. Hierbei kam es auch im Jahr 2022 durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zu weiteren Verwerfungen der Lieferketten und zu weiterer Volatilität der Materialpreise. Die Unternehmensgruppe konnte Ihren Bedarf allerdings weitestgehend termingerecht decken. Im Geschäftsbereich Dachentwässerung kommt ein börsenabhängiges Pricing zum Einsatz, welches die Marktschwankungen direkt in die Preise einrechnet. Die weiteren Geschäftsbereiche geben die Materialpreisveränderungen zeitnah an die Kunden weiter. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf 2022 wird insgesamt als positiv beurteilt. Die Umsatzerlöse konnten gesteigert werden, wenn auch einzelne Geschäftsbereiche, wie die Dachentwässerung, im zweiten Halbjahr 2022 die Rückgänge im Wohnbau sowie die Reduzierung der Lagerbestände bei den Kunden bereits zu spüren bekamen. 3. Lage a) Ertragslage Die Ertragslage der Unternehmensgruppe Zambelli im Jahr 2022 kann als durchaus positiv bezeichnet werden. In Summe erzielte die Unternehmensgruppe einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 8,0 Mio. Euro. Die Umsatzrendite betrug so 4,7 % (Vorjahr bereinigt 6,0 %). Aus dem operativen Geschäft ergaben sich keine besonderen Belastungen. In der Unternehmensgruppe belief sich die Materialaufwandsquote auf 58,6 %(VJ: 57,3 %), die Personalkostenquote sank auf 21,1 % (VJ: 21,8 %) und die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf 12,2 %(VJ: 11,4 %) gestiegen, jeweils in Bezug auf die Betriebsleistung. Hauptgrund für die Erhöhung der Materialquote waren die gestiegenen Einkaufspreise wichtiger Vormaterialien. Diese konnten wie die Preiserhöhungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht vollständig eingepreist und weitergegeben werden. b) Finanzlage Die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Geschäftsjahr 2022 sind aus der Konzernkapitalflussrechnung ersichtlich und stellen sich wie folgt in TEUR dar:
Der Free Cashflow belief sich im Jahr 2022 auf TEUR -3.464 (Vorjahr: TEUR -253). Der operative Cashflow wurde im Geschäftsjahr 2022 positiv vom Konzernjahresüberschuss beeinflusst. Die zahlungswirksamen Investitionen in das Sachanlagevermögen und den immateriellen Vermögensgegenständen lagen mit TEUR 10.430 über dem Vorjahresniveau von TEUR 6.605. Im Geschäftsjahr 2022 wurden langfristige Bankdarlehen in Höhe von TEUR 3.835 getilgt. Den Tilgungen standen Kreditaufnahmen von TEUR 6.174 gegenüber. Die Aufnahme erfolgte im Wesentlichen für die folgenden Investitionen. Für die Finanzierung der Investition in eine neue Fassadenproduktion am Standort Stephansposching (Zambelli RIB-ROOF GmbH & Co. KG) wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 525 aufgenommen. Am Standort Budweis (Zambelli-technik, spol. s r.o.) wurden für den Kauf eines neuen Grundstückes in Höhe von TEUR 890 und den Bau einer neuen Produktionshalle in Höhe von TEUR 2.400 jeweils ein Darlehen aufgenommen. Außerdem wurden in der Zambelli-technik, spol. s r.o. im Geschäftsjahr 2022 neue Laser-, Lackiererei- und Sandstrahlanlagen in Höhe von TEUR 1.735 finanziert. Die Zambelli Unternehmensgruppe ist über lang- und mittelfristige Darlehen sowie über Kontokorrentlinien finanziert. Die kurzfristigen Kontokorrentkredite der Zambelli Holding GmbH finanzieren über das Cash Pooling auch die Schwankungen des Working Capital Bedarfes der gesamten Unternehmensgruppe, da die in Euro geführten Kontokorrentkonten der Tochterunternehmen täglich bei der Holding gepoolt werden. Zum 31.12.2022 bestanden freie kurzfristige Linien in der Unternehmensgruppe in Höhe von 8,5 Mio. Euro. Die mittel- und langfristigen Darlehen sind als Tilgungsdarlehen aufgenommen und weisen Laufzeiten bis zwischen 2023 und 2037 auf. Die Zambelli Holding GmbH und die Tochterunternehmen der Gruppe waren jederzeit im Jahr 2022 in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen unter Skontoausnutzung nachzukommen. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Konzernbilanz liegt bei 90,1 Mio. Euro und damit über dem Vorjahr (78,7 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Veränderung im Anlagevermögen um 5,9 Mio. und die Erhöhung der Vorräte um 5,1 Mio. Euro zurückzuführen. Die Veränderung des Anlagevermögens resultiert vor allem aus den Investitionen der Zambelli-technik spol. s r.o., welche oben bereits näher beschrieben wurden. Der Anstieg der Vorräte resultiert vor allem aus dem Aufbau des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 49,4 % und damit über dem Vorjahreswert von 47,9 % Die Steuerrückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 1.080 vermindert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich nur unwesentlich erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 5.853 erhöht. Dies ist insbesondere auf die Neuaufnahme von Darlehen zur Finanzierung der Neuinvestitionen zurückzuführen. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Unternehmensgruppe dienen ausgewählte Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Bilanzen sowie entsprechende Kennzahlen. Monatliche Soll/Ist-Vergleiche auf Ebene der Unternehmen und der Geschäftsbereiche zeigen Abweichungen zeitnah auf. Insbesondere die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind hier die finanziellen Leistungsindikatoren der Gruppe. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Das Umsatzwachstum im Jahr 2022 betrug ca. 15,8 % Die Erwartungen wurden somit vor allem aufgrund des starken Anstieges der Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Heiztechnik sogar übererfüllt. Unsere Erwartungen zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Prognose: leichter Rückgang) ist wie erwartet eingetreten. Der Unternehmensgruppe dienen als nicht finanzielle Leistungsindikatoren die laufenden Rückmeldungen der Kunden aus Besuchsberichten und dem Reklamationsmanagement in Verbindung mit Ergebnissen von Kundenbefragungen. Der Net-Promoter-Score wurde im Herbst 2022 erstmalig in dieser Form bei den Kunden abgefragt und lag bei den marktaktiven Geschäftsbereichen bei mindestens 60% Auftragseingänge, Lieferrückstände und produkt- bzw. kundenbezogene Mengen-, Umsatz- und Deckungsbeitragszahlen werden laufend erhoben und gemonitort. Ebenso werden umweltbezogene Daten im Rahmen der ISO:14001 Zertifizierung erhoben. III. Prognosebericht Konjunkturaussichten Im Jahr 2022 wurde in Deutschland der Bau von 354.400 Wohnungen genehmigt. Das waren 6,9%weniger als im Jahr zuvor in dem der höchste Wert seit 1999 erreicht wurde. Die Zahl der Baugenehmigungen gilt als wichtiger Frühindikator, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Bei den genehmigten Nichtwohngebäuden erhöhte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahr 0,6%. Allerdings nimmt die Zahl der Bauvorhaben, die zwar genehmigt, aber noch nicht begonnen oder abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren zu. Ursächlich hierfür sind mittlerweile weniger die vollen Auftragsbücher der ausführenden Bauunternehmen und Handwerker sowie der vorherrschende Fachkräftemangel, sondern verstärkt die gestiegenen Baukosten und Finanzierungskosten.
Aufgrund vielseitiger Gründe blieb der Bereich der energetischen Gebäudesanierung auch 2022 hinter den Erwartungen. Dennoch soll Deutschland bis 2045 klimaneutral werden und dafür hat die Bundesregierung Grundsätze und Ziele festgelegt. Ein Meilenstein ist das Erreichen der Klimaschutzziele 2030. Darin verankert ist eine deutliche Verringerung der Emissionen. Um den Wandel für alle Bürger verträglich zu gestalten, hat die Bundesregierung Förder- und Anreizprogramme aufgesetzt, die Hausbesitzer beim Wechsel auf erneuerbare Energien und bei Maßnahmen zu Steigerung der Energieeffizienz finanziell entlasten. Hintergrund ist, dass der Gebäudebestand in Deutschland 35 Prozent des Energieverbrauchs ausmacht und ein enormes Einsparpotenzial birgt. Erklärtes Ziel ist es deshalb, durch energieeffiziente Sanierung des Gebäudebestandes bis 2030 den Energieverbrauch in Deutschland signifikant zu senken. Für die Erreichung dieser Energie- und Klimaziele sind vor allem die energetische Sanierung und Umstellung älterer Gebäude auf eine nachhaltige Wärmeversorgung und Wärmedämmung wichtig. Gerade Sanierungsmaßnahmen an Heizungsanlagen und am Dach haben hierbei eine entscheidende Wirkung und erfordern das Marktangebot der Zambelli Unternehmensgruppe. Die Sanierungsrate des gesamten Gebäudebestandes in Deutschland muss von derzeit 1 auf mind. 1,5 Prozent ansteigen, um die anvisierten ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen. Es sollen die bereits gesetzten Klimaziele nicht weiter verschärft werden, jedoch die Maßnahmen zur Zielerreichung konzentriert angegangen werden. Geprägt von der Energiekrise und einem zunehmenden Bewusstsein für Klimaschutz werden zum Jahresbeginn 2023 neue Gebäudenergiegesetze und zugleich auch Förderrichtlinien auf den Weg gebracht. Zudem sind EU-weite Gesetze zur Verschärfung von Gebäude-Sanierungspflichten in Diskussion, um den Gebäude-Energieverbrauch signifikant zu senken.
Die hohe Attraktivität von Caravaning steigert auch die Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen. Im Vergleich zu 2015 gab es eine signifikante Erhöhung um 1,2 Millionen Urlauber, die in den nächsten ein bis zwei Jahren ein Freizeitfahrzeug kaufen wollen.
Vor dem Hintergrund der negativen Aussichten im Einfamilienhausbau in Verbindung mit den Unsicherheiten bei den zukünftig erlaubten bzw. geförderten Heizungstypen sieht die Unternehmensgruppe Zambelli ein rückläufiges Jahr 2023 in den Geschäftsbereichen Dachentwässerung und Heiztechnik. Bei der Gebäudehülle und den Regalsystemen wird erst im Verlauf des Jahres ein Marktrückgang erwartet, hier sind Einzelprojekte für die Entwicklung unserer Geschäftsbereiche mit entscheidend. Für die Geschäftsbereiche Industrielle Metallbearbeitung und Caravaning gehen wir für das komplette Jahr 2023 von einer guten Auftragssituation aus. Aktivitäten der Zambelli Unternehmensgruppe Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik und den Geschäftsbereichen der Unternehmensgruppe geplant. Die Tochterunternehmen werden weiterhin in den bestehenden Märkten und Geschäftsbereichen aktiv sein. In Summe erwarten wir einen leichten Umsatzrückgang im Jahr 2023, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird aufgrund des zunehmenden Preisdrucks und des Mengenrückgangs als deutlicher zurückgehend eingeschätzt. Die Kundenzufriedenheit wird auf dem Niveau des Jahres 2022 erwartet. Als Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist zu erwähnen, dass die ungarische Zambelli COLORFERR Kft. im Februar 2023 Opfer eines "Fake President" Betruges wurde. Der finale Betrag der Belastung ist noch offen, allerdings wird er eine deutliche spürbare Auswirkung auf das Jahresergebnis des Tochterunternehmens haben. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Eventuelle Risiken der Unternehmen der Zambelli Unternehmensgruppe werden mit einem Risikomanagementsystem aufgespürt, erfasst und zur Abarbeitung ausgewiesen. Nachfolgend wird auf die identifizierten Risiken eingegangen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Zambelli Gruppe nicht. Die vorhandenen Controlling Syteme werden laufend ausgebaut und verbessert, die Istwerte fortlaufend mit den Planzahlen verglichen und als Steuerungselement für die Führungsebene genutzt. Es gibt ein Kennzahlensystem, welches die Entwicklung der relevanten Kennzahlen des Unternehmens verfolgt. Der gruppenweite Finanzbedarf insbesondere über die internen Cash Pooling Linien ist ein im Fokus zu behaltendes Risiko. Dies ist in Maßnahmenplanungen im Rahmen der Liquiditätssicherung z.B. im Investitionsverhalten und bei Bestandsplanungen einbezogen. Der Eintritt des Risikos wird als wahrscheinlich, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe werden als moderat angesehen. Die Unternehmensgruppe arbeitet mit verschiedenen Banken zusammen. Es bestehen ausreichende Kontokorrentlinien. Das Risiko von größeren Zinserhöhungen bei den nicht fixen Zinsen bzw. von Kürzungen der Kontokorrentlinien wird als gering gesehen. Die Unternehmen der Gruppe verfügen über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Die Geschäftsführung schätzt insbesondere wegen der zunehmenden Schwierigkeiten auf Grund der geopolitischen Lage und deren unkalkulierbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft den Eintritt von Forderungsausfällen als durchaus denkbar ein. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe ordnen wir auf Grund der getroffenen bzw. üblichen Maßnahmen als moderat ein. Die Unternehmensgruppe ist einem Währungsrisiko nur bei den Tochterunternehmen in Tschechien, Rumänien und Ungarn ausgesetzt. In den deutschen Unternehmen werden die Rechnungen in Euro fakturiert, sowohl auf der Ausgaben- wie Einnahmenseite. Der Eintritt des Risikos wird als wahrscheinlich, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe werden als gering angesehen. Nicht erst seit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine sind Cyberangriffe auf Unternehmen eine relativ häufige Erscheinung. Ebenso treten immer wieder Betrugsmaschen auf, die in Zusammenhang mit dem Zahlungsverkehr stehen. Die Zambelli-Gruppe kann hier ebenso zum Ziel werden, schätzt dieses Risiko als wahrscheinlich ein und sieht die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als mittel. Die Zambelli-Gruppe ist mit ihren produzierenden Unternehmen von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. Insbesondere hat die Entwicklung der Stahl-, Aluminium- und Zinkpreise Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns. Im Zuge der Corona-Pandemie und dann erneut mit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine kam es zu Verteuerung der Energiepreise und zu Verwerfungen beim Vormaterial. Durch die Koppelung der Verkaufspreise an die Börsennotierung bei Zink und Kupfer und einen zeitnahen Nachkauf des Bedarfes ist im Geschäftsbereich Dachentwässerung eine gute natürliche Scherung des Materialpreisrisikos gegeben. Insgesamt wird der Eintritt des Risikos als wahrscheinlich und die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als mittel angesehen. Im Rahmen des gruppenweiten Risikomanagements wurden Notfallpläne und Infektionsschutzmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes während der Corona-Pandemie erarbeitet und akribisch umgesetzt. Die Situation wird von den Geschäftsführern eng verfolgt und das Risiko wird laufend neu bewertet und entsprechende Maßnahmen in Gang gesetzt. Corona bedeutet mittlerweile ein geringes Risiko für die Ertragslage der Unternehmensgruppe. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist weiter anhaltend. Ein Ende ist nicht in Sicht. Die Unternehmensgruppe hat keine direkten Lieferanten in den am Krieg beteiligten Ländern, die Exporte in diese Länder können als nachrangig beurteilt werden. Die Risiken werden laufend neu bewertet, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als mittel angesehen. Ein weiteres geopolitisches Risiko sehen wir im Taiwankonflikt. Sollte China hier zu scharfen Maßnahmen greifen und der Westen mit Sanktionen antworten, sehen wir eine große negative Auswirkung auf die Weltwirtschaft. Unsere Importe aus China werden derzeit überdacht und wenn möglich aus europäischen Quellen gesourct. Exporte nach China gibt es in der Unternehmensgruppe Zambelli keine. Dieses Risiko sehen wir mit mittlerem Risiko auf die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe. Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der unsicheren Konjunktur zugenommen. Neue Produkte, sechs unterschiedliche Geschäftsbereiche, die breiten Produktprogramme und eine weiterhin überdurchschnittliche Lieferperformance schaffen hier allerdings eine gute und stabile Position der Unternehmensgruppe. Wettbewerbsrisiken sehen wir als gegeben, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe werden als gering eingeschätzt. 2. Chancenbericht Durch die internen kontinuierlichen Verbesserungsprozesse in der Holding und den Unternehmen der Zambelli-Gruppe werden Verbesserungsvorschläge in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern über alle Organisationsebenen umgesetzt. Die Verbesserungen erstrecken sich über die Produkte, Arbeitsprozesse, Organisationsthemen bis hin zur Mitarbeiterführung. In allen wertschöpfenden Prozessen ist das "ZPS Zambelli Produktions-System", der Lean Production - Ansatz der Zambelli Unternehmensgruppe, fest etabliert. Insbesondere verkettete Fertigungsprozesse werden in ihrer Qualität und Geschwindigkeit laufend optimiert. Über eine Maschinendatenerfassung (MDE) inkl. Visualisierungsmöglichkeiten in Echtzeit steht den Produktionsverantwortlichen ein digitaler Leitstand zur Verfügung. Zudem werden ständige Optimierungen im Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen angestrebt. Hierbei werden Einsparpotenziale regelmäßig aufgedeckt und gehoben. Es werden quantitative und qualitative Potenziale in den unterschiedlichen Teilbereichen des Beschaffungsmanagements genutzt. Mit der Einführung eines Produktinformationsmanagement-Systems (PIM) soll durch ein feingranulares Datenmanagement die Basis für den digitalen Austausch zu Geschäftspartnern per Schnittstellen ausgebaut und ein modernes internationalisiertes Produktmarketing gefördert werden. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin Erfahrung, Innovationsgeist, Zuverlässigkeit und Qualitätsdenken entgegensetzen. Mit dem ZIA Zambelli Innovation Award fördert ein interner Wettbewerb gruppenweit Ideen und Innovationen. Dieser Wettbewerb basiert auf dem Innovationsgeist des Gründers Franz Zambelli und wird auch zukünftig Zambelli-Innovationen in den Vordergrund unserer Aktivitäten stellen. Die genannten internen Maßnahmen sind in der Umsetzung sehr wahrscheinlich bzw. bereits am Laufen. In Summe wird Ihre Auswirkung auf die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als mittel eingeschätzt. Der in Deutschland notwendige Wohnungsbau sowie Förderprogramme für die energetische Sanierung von Gebäuden lassen die darin tätigen Geschäftsbereiche zuversichtlich in die Zukunft blicken. Für die Unternehmensgruppe ist diese Chance wahrscheinlich und wird mit mittleren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe eingeschätzt. 3. Gesamtaussage Die Krisen der vergangenen Jahre konnten von den Unternehmen der Unternehmensgruppe bislang sehr gut gemeistert werden. Wir sehen uns auch für die erwartete Konjunktureintrübung gut aufgestellt. Die neue geopolitische Lage mit der Invasion Russlands in die Ukraine und den folgenden Sanktionsmaßnahmen des Westens haben weitere Unsicherheiten geschaffen, eine chinesische Intervention in Taiwan wäre ebenso schwierig. Wir sehen sehr deutliche Risiken in der Entwicklung in der konjunkturellen Lage und damit verstärkt auch im Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der Verankerung auf mehreren Produktsäulen ist die Unternehmensgruppe Zambelli für die Bewältigung dieser Risiken gut aufgestellt. Einzel- oder Gesamtrisiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Haus im Wald, 16.05.2023 gez. Andreas von Langsdorff gez. Josef Miggisch Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der Zambelli Holding GmbHAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022der Zambelli Holding GmbH, Haus im Wald
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Zambelli Holding GmbH, GrafenauI. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen, die Zambelli Holding GmbH mit Sitz in Grafenau ist beim Registergericht Passau unter der Handelsregisternummer HRB 1292 registriert. Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB i.V.m. §§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB wurde im Rahmen der BilRUG-Umstellung aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit um die Zwischenzeile "Zwischensumme (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit)" ergänzt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der Zambelli Holding GmbH, Haus im Wald, und der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern belaufen sich zwischen drei und fünf Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Erwerbsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet, soweit es sich um bewegliche Vermögensgegenstände handelt. Die Abschreibungen wurden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Nutzungsdauern belaufen sich zwischen fünf und 15 Jahren und bei Gebäuden bis max. 33 Jahre. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, bewertet. Liegen die Gründe für vorgenommene Wertminderungen nicht mehr vor, so ist eine ergebniswirksame Zuschreibung vorzunehmen. Diese Werthaufholung ist dabei maximal bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten möglich. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Soweit die Gängigkeit nicht mehr gewährleistet war, wurden pauschale Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen beinhalten Einzel- sowie Gemeinkosten. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Die Forderungen sind zum Nominalwert abzüglich Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die Handelsbilanz wird unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2018 G für die Pensionsversicherung von Dr. Heubeck. Der Rechnungszinsfuß beträgt 1,79 % p.a. Ein Gehaltstrend wird nicht berücksichtigt, da dieser keinen Einfluss auf die Rentenhöhe hat. Nicht ausgewiesene Fehlbeträge bestehen nicht. Es erfolgt eine Verrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den Bilanzposten in der Handels- und Steuerbilanz gemäß § 274 HGB und § 306 HGB. Die Bewertung von auf fremder Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. III. Konzernaufstellungspflicht Die Zambelli Holding GmbH, Grafenau, stellt für den größten und den kleinsten Kreis der Zambelli Gruppe den Konzernabschluss auf. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Personenhandelsgesellschaften nach § 264b Nr. 4 HGB nehmen die Befreiungsvorschriften für die Offenlegung der Jahresabschlussunterlagen in Anspruch (vgl. die in IV. Konsolidierungskreis aufgeführten Gesellschaften). IV. Konsolidierungskreis und Stichtag In den Konzernabschluss wurden neben der Zambelli Holding GmbH, Haus im Wald, folgende Unternehmen einbezogen:
Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Von der Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB für folgende Tochtergesellschaften abgesehen, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:
Von der Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 311 Abs. 2 HGB für folgende assoziierte Unternehmen abgesehen, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:
V. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für Neuzugänge im Konsolidierungskreis erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Differenz zwischen der Umrechnung des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Kapitalerstkonsolidierung (historischer Kurs) und zum aktuellen Stichtagskurs wurde nach § 308a HGB in der Eigenkapitalposition "Währungsausgleichposten" erfasst. Die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften Zambelli-technik, Spol. s r.o. und Zambelli metal s.r.l., über die im Geschäftsjahr 2020 die Beherrschung erlangt wurde, erfolgte zu den jeweils in den Einzelabschlüssen angesetzten Buchwerten, da die Zeitwerte von den angesetzten Buchwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1.1.2020 nicht wesentlich abwichen. Der Konzern wird unter einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen erstellt. Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen eliminiert. Aufwendungs- und Ertragskonsolidierung Erträge und Aufwendungen zwischen den verbundenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenerfolge Im Rahmen konzerninterner Liefer- und Leistungsbeziehungen realisierte Zwischengewinne werden gem. § 304 HGB erfolgswirksam eliminiert, ebenso wie konzerninterne Beteiligungserträge. Latente Steuern Aktive latente Steuern Im Geschäftsjahr 2022 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 5 gewinnvermindernd erfasst. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Tochterunternehmen zusammen sowie aus der Zwischengewinneliminierung (in TEUR):
Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern (TEUR 361, Vorjahr: TEUR 375) resultieren aus Unterschieden zwischen der Handels- und Steuerbilanz und betreffen die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 14 erfolgswirksam ausgebucht. Im Inland wird für die Bewertung der latenten Steuern ein Steuersatz von 15 % herangezogen. Soweit bei Auslandsgesellschaften aktive oder passive latente Steuern bilanziert wurden, wurde dabei der im jeweiligen Land geltende Steuersatz herangezogen. Auf Konzernebene ermittelt sich ein durchschnittlicher Steuersatz von 21,5 %. VI. Währungsumrechnung Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Im Konzernabschluss erfolgte die Umrechnung der in der jeweiligen Landeswährung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften in Euro nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Bilanzposten werden mit den Devisenkassamittelkursen - veröffentlicht von der EZB - zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für Aufwendungen und Erträge wurden die Jahresdurchschnittskurse der EZB zur Umrechnung herangezogen. Die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung wurden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr erfolgsneutral erfassten Währungsdifferenzen beträgt TEUR -823. Der Unterschiedsbetrag hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 134 vermindert. Dies ist zum einen auf die Entwicklung der tschechischen Krone bedingt mit einem Betrag in Höhe von TEUR 561 und zum anderen durch die Folgekonsolidierung der Zambelli COLORFERR Kft. mit einem Betrag in Höhe von -691 und der Zambelli metal s.r.l. mit einem Betrag in Höhe von TEUR -4 zurückzuführen. Die Umrechnungskurse je Euro stellen sich wie folgt dar:
In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die umrechnungsbedingten Änderungen unter "Währungsdifferenzen" ausgewiesen. VII. Bilanzerläuterung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in Anlage 1.2.4. dargestellt. In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind zudem folgende Beteiligungen enthalten:
Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Als Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden Forderungen in Höhe von TEUR 16 ausgewiesen, die ebenfalls innerhalb eines Jahres fällig sind. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn hat sich in Höhe des Konzernjahresüberschuss von TEUR 7.982, der Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von TEUR -1.084, der Einstellung in Gewinnrücklagen in Höhe von -1.415 sowie Währungsanpassungen in Höhe von 9 TEUR verändert. Betreffend die Darstellung der Veränderungen des Konzerneigenkapitals wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 1.2.5) verwiesen. Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 97 wurde mit dem Rückdeckungsversicherungsanspruch in Höhe von TEUR 65 nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert. Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 wurden mit Erträgen in Höhe von TEUR 6 verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen folgende Rückstellungen in TEUR:
Verbindlichkeiten Die Erläuterungen zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Darstellung zu entnehmen:
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr betrugen im Vorjahr TEUR 14.229 und betrafen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Art der Sicherheiten: Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt eine Besicherung mittels Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung bei der Finanzierung von Maschinen. VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse: Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 74.461 (Vorjahr: TEUR 66.743) auf das Inland und mit TEUR 96.274 (Vorjahr: TEUR 80.682) auf das Ausland. Der Umsatz der Unternehmensgruppe teilt sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche auf:
Sonstige betriebliche Erträge: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 413) enthalten. Diese entfallen im Geschäftsjahr mit TEUR 100 auf die Auflösung von Rückstellungen und mit TEUR 72 auf die Wertberichtigung von Forderungen. Aus der Fremdwährungsumrechnung belaufen sich die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 717 (Vorjahr: TEUR 202). Sonstige betriebliche Aufwendungen: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 308). Davon entfallen im Geschäftsjahr TEUR 11 auf die Bildung von Rückstellungen, TEUR 108 auf die Wertberichtungen von Forderungen. Auf die Währungsumrechnung entfallen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.226 (Vorjahr: TEUR 263). IX. Ergänzende Angaben und Erläuterungen Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst die Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" in Höhe von TEUR 705 (Vorjahr: TEUR 1.014) sowie die in den Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.160 (Vorjahr: TEUR 5.991). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 189 sowie Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von TEUR 1.764. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen weisen eine durchschnittliche Laufzeit von 1 - 5 Jahre auf; innerhalb eines Jahres sind TEUR 807 fällig. Haftungsverhältnisse (Angaben in TEUR)
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität der Begünstigten als gering ein. Wir kommen zu dieser Einschätzung, da im Laufe des Geschäftsjahres jederzeit den Zahlungsverpflichtungen nachgekommen wurde. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf TEUR 118 und teilt sich wie folgt auf:
Organe Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Andreas von Langsdorff und Herrn Josef Miggisch. Die Geschäftsführer sind je einzelvertretungsberechtigt. Die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird mit Verweis auf § 314 Abs. 3 HGB, § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Als Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist zu erwähnen, dass die ungarische Zambelli COLORFERR Kft. im Februar 2023 Opfer eines "Fake President" Betruges wurde. Der finale Betrag der Belastung ist noch offen, allerdings wird er eine deutliche spürbare Auswirkung auf das Jahresergebnis sowie die Liquidität des Tochterunternehmens haben. Ergebnisverwendung Im Berichtsjahr entstand bei der Zambelli Holding GmbH ein Jahresüberschuss von 5.160 T€. Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss sowie den verbleibenden Gewinnvortrag in Höhe von 9.597 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Haus im Wald, 16.05.2023 DIE GESCHÄFTSFÜHRER gez. Andreas von Langsdorff, M.B.A. (Univ. of Louisville), Dipl.-Betriebswirt (FH) gez. Josef Miggisch, Technischer Betriebswirt, Maschinenbautechniker Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022
Die Währungsdifferenz von Durchschnittskurs und Stichtagskurs in Höhe von Euro -7.169,60 € ergibt eine Jahresabschreibung in Höhe von 4.480.044,00 EUR in der Gewinn- und Verlustrechnung. Konzernkapitalflussrechnung Zambelli Holding GmbH Angaben in TEUR
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022der Zambelli Holding GmbH
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Zambelli Holding GmbH, Grafenau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Zambelli Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Zambelli Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eggenfelden, den 16. Mai 2023 consaris
AG
gez. Dipl.-Betriebswirt (FH) Albert Schick, Wirtschaftsprüfer gez. Diplom-Kaufmann Anton Stockinger, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 24. Mai 2023 gebilligt. |
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