T.ERRE Deutschland GmbHLiquidiert
40882 Ratingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vittorio Scalella seit 22.12.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Gruppo Borghi S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
T.ERRE Deutschland GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Wiedergabe des BestätigungsvermerksNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir zu dem als Anlage 1 bis Anlage 3 beigefügten Jahresabschluss und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 der T.ERRE Deutschland GmbH, Ratingen, den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die T.ERRE Deutschland GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der T.ERRE Deutschland GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der T.ERRE Deutschland GmbH. Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt: "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in "Abschnitt 3.2. Risiko-und Chancenbericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zur Sicherung des laufenden Liquiditätsbedarfs auch aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in die konzernübergreifende Finanzierung eingebunden ist. Dies zeigt sich durch die Teilnahme am cash pool als auch durch die Gewährung einer Patronatserklärung durch die Gruppo Borghi S.p.A, vom 17.12.2018. um die Zahlungsfähigkeit gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung ist mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende kündbar, damit kann das Patronat frühestens zum 31.12.2021 beendet werden. Die gesetzlichen Vertreter der T.ERRE Deutschland GmbH gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen ist und weisen darauf hin, dass ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet wäre. Wie in Abschnitt: "Allgemeine Angaben" im Anhang und Abschnitt 3.2 des Lageberichtes dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen. einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juni 2020 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer Angelika Dobslaw, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme. sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Bilanz zum 31.12.2019AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der T.ERRE Deutschland GmbH, Ratingen, (eingetragen im Handelsregister Düsseldorf unter Nr. HR B 76508) zum 31. Dezember 2019 wurde aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gesellschaft ist zur Sicherung des laufenden Liquiditätsbedarfs auch aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in die konzernübergreifende Finanzierung eingebunden. Dies zeigt sich durch die Teilnahme am Cash-pool als auch durch die Gewährung einer Patronatserklärung durch die Gruppo Borghi S.p.A. vom 17.12.2018, um die Zahlungsfähigkeit gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung ist mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende kündbar, damit kann das Patronat frühestens zum 31.12.2021 beendet werden. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen ist. Ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung wäre die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert und wurden unter Berücksichtigung der Unternehmensfortführung angewandt. Die Bilanzposten wurden im Einzelnen wie folgt bewertet:
Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als integraler Bestandteil des Anhangs aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von TEUR 3.827 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 74 sind jeweils mit Ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken ausreichend Rechnung tragen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 127 sowie Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 249. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.224 beinhalten in Höhe von TEUR 390 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, davon bestehen TEUR 15 gegenüber dem Mutterunternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in voller Höhe gegenüber dem Gesellschafter und resultieren in Höhe von TEUR 27.511 aus Cashpooling. Eventualverbindlichkeiten Für das Büro in Rüsselsheim wurde die Mietkaution als Bankbürgschaft hinterlegt. Für den Kautions-Betrag in Höhe von 10 TEUR wurde als Sicherheit ein Festgeldkonto in Höhe von 10 TEUR eröffnet. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2019 waren im Durchschnitt 61 Arbeiter und 13 Angestellte beschäftigt. Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 ist Herr Dr. Paolo Borghi (Kaufmann). Er erhält von der Gesellschaft keine Vergütung für seine Tätigkeit. Gruppenzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gruppo Borghi S.p.A., Bologna, einbezogen, die den Konzernabschluss sowohl für den größten als auch kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft in Bologna/ Italien einsehbar. Nachtragsbericht Der Ausbruch und die rasante Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) haben weltweit gravierende, vor allem wirtschaftliche und finanzielle, Auswirkungen. Coronabedingt war im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzrückrang in Höhe von ca. 25 % zu verbuchen. Die weitere Entwicklung wird von uns genau beobachtet und entsprechende Maßnahmen werden dazu getroffen. Für eine endgültige Abschätzung der Folgen auf weltweiter Basis ist die Faktenlage aktuell zu volatil. Wir verweisen auf die weiteren Ausführungen im Lagebericht.
Ratingen, den 30.06.2020 Dr. Paolo Borghi Entwicklung Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die T.ERRE Deutschland GmbH wurde im Jahre 2012 von der Gesellschaft Gruppe Borghi S.p.a. mit Sitz in Calderara di Reno (Bologna), Via Armaroli 9, gegründet. Unternehmenszweck der Gesellschaft ist die Produktion und Vermarktung von starren und flexiblen Rohrleitungen für die Automobilindustrie, den Agrarsektor und Industriefahrzeuge. Am 1. April 2013 übernahm das Unternehmen durch eine Spin-off-Transaktion den Geschäftszweig der Deutz AG mit Sitz in Köln für die Produktion von Rohrleitungen. Seit Anfang 2015 hat das Unternehmen seine Produktions-, Logistik- und Verwaltungstätigkeiten an den heutigen Standort Ratingen verlegt. 1.2 Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung wird als grundlegendes Element angesehen, um eine wettbewerbsfähige Präsenz auf dem Markt aufzubauen. Alle Unternehmen des Konzerns betreiben kontinuierliche Grundlagenforschung in Form von Studien, Experimenten, Erhebungen und Forschungen. Am Standort Ratingen werden Prototypen hergestellt, die Kosten in 2019 beliefen sich hier auf 49.800 EUR. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2019 in einem Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten wurden gut ausgelastet, die Beschäftigung ist auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise waren stabil. Im Jahr 2019 ist sie gewachsen, jedoch wurde das Ergebnis von 2018 nicht erreicht, um 0,6 Prozent nahm das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt zu. Für das Jahr 2020 wird ein Minus von 6,6 Prozent erwartet. Für das Jahr 2021 wird dagegen wieder ein Zuwachs in Höhe von 1,7 Prozent erwartet. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2019 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr In Höhe von 3 % angestiegen. Der Umsatzanstieg ist sowohl auf eine Erhöhung der Lieferungen an die Deutz AG als auch auf die Produktion neuer Teile für neu gewonnene Kunden zurückzuführen. Die Entwicklung entspricht den gesetzten Zielen. 2.2.1 Ertragslage Der Umsatzanstieg war verbunden mit einer entsprechenden Erhöhung des Materialaufwands. Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 55 % des Umsatzes (Vorjahr 51 %). Das Finanzergebnis (-TEUR 27) zeigt sich auf Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 667 erwirtschaftet. 2.2.2 Finanzlage Aufgrund der Vereinbarungen innerhalb des Konzerns war und ist die Zahlungsfähigkeit gegeben und gesichert. Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen (99 % der Bilanzsumme) gegenüber der Muttergesellschaft und resultieren aus den in der Vergangenheit erzielten Verlusten sowie aus den getätigten Investitionen, die über einen Cash-Pool abgewickelt wurden. Der Konzern setzt ein Cash-Management-System ein, bei dem die tägliche Nullstellung des Saldos des Unternehmenskontos vorgenommen wird. 2.2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 29.218. Hiervon entfallen auf das Anlagevermögen TEUR 9.272 (31,7 % der Bilanzsumme). Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 6.990. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf TEUR 12.956 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 667 erhöht. Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 28.842 (98,7% der Bilanzsumme). Davon entfallen TEUR 27.511 (94,1% der Bilanzsumme) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen; diese beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus dem konzernweiten Cash-Pool. 2.2.4 Investitionen In 2019 wurden Investitionen im Gesamtvolumen von TEUR 152 getätigt. Davon entfallen TEUR 90 auf Erweiterungsinvestitionen in die technischen Anlagen und Maschinen. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1 Prognosebericht Aufgrund der Coronavirus-Krise hat sich insbesondere die Risikoeinschätzung bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geändert, wenngleich derzeit nicht absehbar ist, über welchen Zeitraum und in welchem Maße es zu negativen Effekten kommen wird und inwieweit diese durch gegenläufige positive Effekte kompensiert werden können. Die weltweite Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 auch T.ERRE Deutschland getroffen. Für das Jahr 2020 wird ein Umsatzrückgang erwartet in Höhe von insgesamt 4 Mio EUR, dies ist ein Rückgang von 25% gegenüber 2019. Für 2021 wird wieder mit kleinen Steigerungen des Absatzes gerechnet. Wir rechnen für das Jahr 2020 mit Umsatzerlösen von ca. 12 Mio EUR und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 1,2 Mio EUR. 3.2. Risiko- und Chancenbericht Zielsetzung unserer Geschäftspolitik ist es, die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft ständig zu verbessern. Unternehmerisches Handeln ist ein permanentes Abwägen von Chancen und Risiken. Es gilt die Chancen zu nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Das Risikomanagementsystem des Unternehmens ist Bestandteil der Planung, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse aller operativen Bereiche und der Zentralfunktionen. Kontinuierlich werden sowohl quantitative Daten als auch qualitative Angaben erhoben und ausgewertet. Bekannte Risiken werden so aktiv gemanagt, neu auftretende Risiken frühzeitig erkannt und bei Bedarf Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Risiken, die aufgrund der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe als kritisch eingestuft werden, werden besonders beobachtet. Preisrisiken und Preischancen: Unternehmerisch bedeutsam sind hier für uns insbesondere die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten. Auf dem Beschaffungsmarkt wird regelmäßig durch Marktbeobachtung und antizyklischen Einkauf entgegengewirkt. Kundenspezifische Risiken: Im Moment besteht eine Abhängigkeit von einem Großkunden. Dem wird durch Vertriebsaktivitäten zur Erweiterung des Kundenstamms begegnet. Hierzu nennen sind Kunden wie Opel AG, Iveco, MAN Truck + Bus, Same Deutz Fahr. Chancen durch Konzerneinbindung: Aufgrund der Einbindung in den Borghi-Konzern befindet sich die Gesellschaft in einem global tätigen Umfeld und wird durch das übergreifende Management an neue Märkte und Kunden herangeführt. Über die zuvor beschriebenen Risiken hinaus existieren Risikoeinflüsse, die gegenwärtig nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Dies betrifft derzeit vor allem die Auswirkungen durch das Anfang 2020 aufgetretene Coronavirus auf die globale Konjunktur. Eine weitere Verschärfung der Situation kann zu weiteren Einschränkungen für die Wirtschaft (z.B. Betriebsschließungen bei Kunden, Quarantäne von Mitarbeitern, Versorgungsengpässe bei Lieferanten, etc.) führen und damit auch wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der T.ERRE Deutschland GmbH haben. Um diesem Risiko zu begegnen, beachten wir alle empfohlenen Maßnahmen zur Viruseindämmung sowie behördlichen Vorgaben. Darüber hinaus wurde ein externes Unternehmen beauftragt, diverse Maßnahmen umzusetzen und uns bei den neuen Aufgaben zu unterstützen. Der erwartete Umsatzrückgang und der damit einhergehende Liquiditätsbedarf wird durch die finanzielle Unterstützung aufgrund unserer Einbindung in den übergeordneten Gruppo Borghi Konzern sichergestellt. Die T.ERRE Deutschland GmbH sieht die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im Übrigen als beherrschbar an. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen: Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 12.956 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Die Gruppo Borghi S.p.A. hat mit Datum vom 17.12.2018 eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, in der sie für ihre Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von insgesamt EUR 25 Mio. gegenüber der T.ERRE Deutschland GmbH einen Nachrang im Insolvenzverfahren gemäß § 39 Abs. 2 InsO in der Weise erklärt, dass diese Ansprüche erst nach sämtlichen anderen Ansprüchen und Forderungen Dritter zu tilgen sind, soweit und solange dies zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 InsO notwendig ist. Ausweislich der Rangrücktrittsvereinbarung dürfen Zahlungen im Zusammenhang mit diesen Verbindlichkeiten vor und außerhalb eines Insolvenzverfahrens lediglich aus einem die sonstigen Schulden übersteigenden freien Vermögen der Gesellschaft geleistet werden, wobei eine Zahlung nicht zu einer (drohenden) Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft führen darf. Des Weiteren ist die Gesellschaft zur Sicherung des laufenden Liquiditätsbedarfs auch aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in die konzernübergreifende Finanzierung eingebunden. Dies zeigt sich durch die Teilnahme am cash pool als auch durch die Gewährung einer Patronatserklärung durch die Gruppo Borghi S.p.A. vom 17.12.2018, um die Zahlungsfähigkeit gewährleisten zu können. Die der Höhe nach unlimitierte Patronatserklärung ist mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende kündbar, damit kann das Patronat frühestens zum 31.12.2021 beendet werden. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft auch danach noch auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen ist. Ohne die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft wäre die Gesellschaft in ihrem Fortbestand gefährdet.
Ratingen, 30.06.2020 Dr. Paolo Borghi |
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