Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 74672
Vorher
DELTONA Einhundertzweiunddreissigste Verwaltungsgesellschaft mbHIXEurope Real Estate GmbH
Eingetragen
19.4.2005
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Erwerb und Verwaltung von Grundbesitz. Die Gesellschaft betreibt keine nach § 34 c GewO genehmigungsbedürftigen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michiel Eielts
seit 28.1.2026
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Equinix (Netherlands) Holdings B.V.NLD
89.00%
Equinix, Inc.USA
11.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Equinix (Netherlands) Holdings B.V.
Netherlands
22.250 €
89.00%
Equinix, Inc.
United States
2.750 €
11.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Equinix (Real Estate) GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht 2023

Das Unternehmen im Überblick

Die Equinix Real Estate GmbH (nachstehend "EREG" oder "die Gesellschaft") ist Eigentümerin von Gebäuden, in denen Rechenzentren der Equinix Germany GmbH (EGG) in Deutschland untergebracht sind und vermietet diese im Wesentlichen an Unternehmen der Equinix Guppe, aber auch an Dritte.

Im Berichtsjahr besaß die EREG mehrere digitale Infrastrukturstandorte, davon sieben in Frankfurt am Main (FR2/FR4/FR5/FR6/FR7/FR8/FR13), einen in Düsseldorf (DU1), drei in München (MU1/MU3/MU4) und einen in Hamburg (HH1).

Die Equinix Gruppe (nachstehend "die Gruppe") verfügt über ein umfassendes und kundenorientiertes Leistungsangebot bestehend aus dem technischen Kundendienst, den so genannten "Smart Hands", der Installation von Geräten und Kabeln, der konzeptionellen Beratung und Lieferung von skalierbarer Ausrüstung für Rechenzentren, je nach Strategie und Bedarf des Kunden, bis hin zu umfassenden Partnerschaften mit ergänzenden Anbietern von Leistungen, die selbst nicht abgedeckt werden können.

Zum Kerngeschäft der EREG gehören:

Vermietung und Bau von Immobilien

Die Gesellschaft beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Errichtung, dem Betrieb, der Förderung und der Verwaltung von eigenen Gebäuden und Grundstücken sowie von Gebäuden und Grundstücken für kommerzielle, gewerbliche und industrielle Zwecke, deren Eigentümerin sie werden kann.

Die Unternehmensressourcen bestehen aus den Mieteinnahmen und damit verbundenen Kosten für die im Besitz des Unternehmens befindlichen Immobilien.

Gelegentlich werden auch eigene Gebäude und Grundstücke veräußert..

Finanzielle Kennzahlen

Die EREG hat mit der EGG, einem Unternehmen der Equinix Gruppe, verschiedene Mietverträge geschlossen. Alle Mieten werden der EGG mit einer Gewinnmarge entsprechend marktüblichen Bedingungen berechnet, was regelmäßige Einkünfte für die EREG sicherstellt. Neben den Mietverträgen mit der EGG hat die EREG auch Verträge mit anderen Kunden abgeschlossen.

Die Entwicklung der EREG verläuft aufgrund der Beziehung zur EGG analog zur Entwicklung der EGG, so dass die EREG auf die Chancen und Risiken des EGG-Geschäftsmodells angewiesen ist, um weitere Rechenzentren bauen zu können.

Die größten Kunden der EREG sind Teil des Equinix Hyperscale Joint Venture, an dem die Equinix Gruppe einen Anteil von 20 % hält. Alle Transaktionen mit dem Joint Venture erfolgen zu marktüblichen Konditionen und in Übereinstimmung mit den Marktstandards.

Die "Umsatzerlöse" und das "Jahresüberschuss" werden primär als finanzielle Steuerungsgrößen (KPI, Leistungsindikatoren) herangezogen.

Wirtschaftliches Umfeld

Die Gesellschaft hängt direkt von der wirtschaftlichen Entwicklung der EGG ab.

Die IT-Investitionen im produzierenden Gewerbe nehmen derzeit zu, da sich die Unternehmen auf die Speicherung von Daten und Anwendungen in der "Cloud" umorientieren. Die EGG ist in diesem Bereich besonders gut aufgestellt, da in den eigenen Rechenzentren ein direkter Zugang zu fast allen großen Cloud- Anbietern gewährleistet werden kann.

Das Volumen des Datenverkehrs nimmt weiterhin exponentiell zu, was zum Teil auf die weit verbreitete Nutzung von Smartphones und die steigende Zahl der Nutzer von sozialen Medien und Streaming- Diensten zurückzuführen ist, vor allem aber auf die zunehmend digitalisierte Industrie. Bis 2030 werden 70 % der Weltwirtschaft aus digitaler Technologie bestehen. Dies sorgt für eine stetig wachsende Nachfrage nach Rechenzentrumsdiensten und Zusammenschaltungsdiensten, da Latenz- und Verfügbarkeitszeiten für die Kunden besonders wichtig sind.

In der Regel werden Verträge mit den Kunden für längere Zeiträume abgeschlossen, die sich zumeist automatisch um mindestens ein weiteres Jahr verlängern. Die Kunden verbinden sich untereinander über Interconnection und bleiben daher in den geschaffenen digitalen Ökosystemen, mit oftmals tausenden von Verbindungen - daher kann dieser Umsatz in der Zukunft als ziemlich sicher angesehen werden.

Generell hat die Pandemie in Deutschland zu einer fortschreitenden und teilweise beschleunigten Digitalisierung geführt. Viele Unternehmen sind auf Homeoffice, VPN-Dienste und Videokonferenzen umgestiegen und haben daher ihre Dienste bei der EGG in diesem Bereich ausgebaut. Die Unternehmen führen eine obligatorische Rückkehr ins Büro ein (entweder hybrid oder Vollzeit), aber nicht viele Arbeitnehmer sind dazu bereit.

Dies wirkte sich auch positiv auf die bei der EGG verfügbaren Anbieter aus, die die entsprechenden Leitungen und Bandbreiten zur Verfügung stellen. Darüber hinaus haben fast alle "digitalen Industrien" wie Social Media oder Content (Medien; Streaming; Audio) ihre Dienste ausgebaut, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Alle diese Dienste erfordern private Verbindungen im Rechenzentrum, die so genannten Interconnections, und sind somit das direkte Kerngeschäft der EGG. Diesem Wachstum stehen Branchen gegenüber, die von der Pandemie stärker betroffen sind, ihre Investitionen zurückfahren und ihre Digitalisierungsprogramme verlangsamen. Die Mischung aus beiden Effekten hat zu einer positiven Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 geführt.

Highlights 2023

Der Umsatz im Geschäftsjahr stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 8,5 Mio €. Der Umsatzanstieg ist auf zusätzliche Einnahmen aus MU4.1 und FR8.1 zurückzuführen, die im Jahr 2022 in Betrieb genommen wurden.

Der Jahresüberschuss stieg von 2,9 Mio € auf 4,7 Mio €.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die EREG blickt auf ein Geschäftsjahr 2023 zurück, in dem das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,8 Mio. € oder 125,3%, auf 15,9 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) gestiegen ist.

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€ %
Umsatz 25,366 16,908 8,458 50,0%
Betriebleistung 27.084 17,274 9,810 56,8%
Betriebliche Aufwendungen (11,183) (10,217) (966) (9,5%)
Betriebseergebnis 15.901 7,057 8,844 125,3%
Finanzergebnis (10,027) (4,107) 5.920 144,1%
Steuern (1,140) (88) 1.052 1195,5%
Jahresüberschuss 4.733 2.861 1.872 65,5%

Die Betriebsleistung ermittelt sich aus der Summe der Umsatzerlöse, der Veränderungen des Bestands an unfertigen Leistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge, abzüglich des Materialaufwands.

Die betrieblichen Aufwendungen umfassen alle Aufwendungen mit Ausnahme des Materialaufwands, der Finanzaufwendungen und der Steuern.

Die Steuern setzen sich zusammen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, sowie sonstige Steuern.

Das Betriebsergebnis ist die Differenz aus Betriebsleistung und betrieblichen Aufwendungen.

Der Umsatz im Geschäftsjahr stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 8,5 Mio €. Der Umsatzanstieg ist auf zusätzliche Einnahmen aus MU4.1 und FR8.1 zurückzuführen, die im Jahr 2022 in Betrieb genommen wurden.

Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr stieg um 5,9 Mio. € auf 10,0 Mio. €, was auf den deutlichen Anstieg der Zinssätze bei einem leichten Rückgang der Darlehensverbindlichkeiten zurückzuführen ist.

Im Jahr 2022 erwarteten wir ein moderates Wachstum für 2023. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 entsprach den Erwartungen und stieg um 1,8 Mio. € von 2,9 Mio. € auf 4,7 Mio. €. Dies ist auf das höhere Umsatzvolumen zurückzuführen.

Investitionen in Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 11,1 Mio. € (Vorjahr: 42,5 Mio. €) in das Anlagevermögen investiert, davon entfallen 7,6 Mio. € auf Anlagen im Bau. Der Rückgang in 2023 ist auf die Fertigstellung von MU 4.1 und FR 8.1 in 2022 zurückzuführen.

Vermögenswerte und Finanzierung

Auf der Aktivseite ist die Bilanzsumme von 339,6 Mio. € (Vorjahr: 347,7 Mio. €) im Wesentlichen durch das Sachanlagevermögen (292,9 Mio. €; Vorjahr: 291,1 Mio. €) geprägt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 0,1 Mio. € von 41,2 Mio. € auf 41,3 Mio. €. Dabei handelt es sich überwiegend um eine Forderung aus dem Vollamortisationsleasing in Höhe von 40,0 Mio. €.

Darüber hinaus verringerten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf 0,0 Mio. € (Vorjahr: 12,0 Mio. €), was auf den Rückgang der Forderungen gegen die EGG zum Bilanzstichtag und die Verrechnung mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 5,2 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €) und erhöhten sich somit um 1,9 Mio. €, aufgrund höherer Steuerforderungen aus Umsatz- und Ertragsteuern.

Darüber hinaus erhöhten sich die liquiden Mittel von 0,06 Mio. € im Jahr 2022 auf 0,15 Mio. € im Jahr 2023.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 von 65,2 Mio. € auf 69,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 20,6 % (Vorjahr: 18,8 %). Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 51,9 Mio. € (Vorjahr: 51,9 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten sanken von 282,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 auf 269,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2023.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken von 252,7 Mio. € im Jahr 2022 auf 223,7 Mio. € im Jahr 2023, davon betreffen 197,3 Mio. € (Vorjahr: 216,3 Mio. €) das konzerninterne Darlehen von der Equinix EMEA Management Inc. Dieses wird im Mai 2026 mit einem Betrag in Höhe von 119,7 Mio. € zur Zahlung fällig und im Mai 2027 mit einem Betrag in Höhe von 77,6 Mio. €. Der Rückgang ist hauptsächlich durch die Rückzahlung von 19 Mio. € aus der bestehenden Kreditlinie (300 Mio. €) verursacht. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der EGG in Höhe von 25,5 Mio. € (Vorjahr: 18,9 Mio. €); der Rückgang ist auf die Verrechnung mit Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der Inanspruchnahme einer weiteren Tranche des gewährten Mieterdarlehens in Verbindung mit der Endabrechnung der Baukosten des FR9 um € 13,6 Mio. auf € 41,4 Mio. angestiegen.

Mitarbeiterentwicklung

Die EREG verfügt über keinerlei Personal, daher bestehen keine Aktivitäten in Bezug auf die Mitarbeiterentwicklung.

Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht) sowie Ausblick

Chancen

Die Gesellschaft ist unmittelbar von der wirtschaftlichen Entwicklung der Muttergesellschaft EGG abhängig. Die EGG vertreibt ihre Dienstleistungen seit 1. Juli 2013 in eigenem Namen aber auf Rechnung und Risiko der niederländischen Gesellschaft Equinix EMEA B.V. und erhält dafür eine Vergütung auf Basis der anfallenden üblichen Kosten für den Rechenzentrumsbetrieb zuzüglich eines Mark-Up, sowie einer Provision auf vermittelte Umsätze. Die Marketing- und Vertriebskosten, die Verwaltungskosten sowie die Kosten des Forderungsrisikos werden durch die niederländische Gesellschaft getragen, wovon auch die EREG profitieren kann.

Die positiven Rahmenbedingungen in den für die EGG relevanten Wachstumsbereichen bleiben voraussichtlich auch in den Folgejahren und zumindest in der unmittelbaren Zukunft unverändert. Die wesentlichen Marktparameter mit stetig wachsender Nachfrage und weiterhin exponentiell wachsenden Ansprüchen an Datenübertragungsmengen und -qualitäten ermöglichen ein weiteres und nachhaltiges Wachstum.

Marktanalysen wie der Global Interconnection Index prognostizieren für den Zeitraum 2022 bis 2026 generell ein jährliches Wachstum von 34%. Dabei geht es aber nicht mehr nur um digitale Medien & Inhalte oder soziale Medien, die ihre hohe Dynamik beibehalten, sondern vor allem die digitalisierende klassische Industrie ist ein Treiber dieses Wachstums.

Das Banken- und Versicherungswesen sowie der Energie- und Versorgungssektor erleben einen Wachstums- und Nachfrageschub und sind die am schnellsten wachsenden Sektoren in der gesamten Region. Obwohl der öffentliche Sektor im Vergleich zu anderen Branchen kleiner ist, wächst er als Fast Follower in der EMEA-Region am schnellsten.

Aufgrund der Datenmengen ist die Latenz, also die Geschwindigkeit der Datenübertragung, sehr wichtig. Die Latenz ist über das öffentliche Internet zu hoch, weswegen die privaten Verbindungen innerhalb der Rechenzentren, der so genannten Interconnection, stark wachsen. Die EGG bietet genau hier seine Kernkompetenzen an und wird an diesem Wachstum entsprechend partizipieren.

Die Cloud Anbieter werden ebenfalls weiterhin in Deutschland wachsen. Durch Datenspeicherung in Deutschland existiert eine hohe Akzeptanz der hier ansässigen Unternehmen. Bei den Cloud-Diensten ist ebenfalls die Latenz oftmals ein wichtiges Merkmal, weswegen alle Anbieter ihre Leistungen an verschiedenen Standorten anbieten und weiter ausbauen. Die EGG ist mit der Nord-Süd-Achse Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München ideal dafür aufgestellt.

Durch die Einbindung in die internationale Equinix Gruppe wird von bestehenden Geschäftsbeziehungen, insbesondere auf dem amerikanischen Markt, profitiert. Die Equinix-Gruppe hat unter anderem die sogenannte Equinix Cloud Exchange Fabric (ECX-F) Plattform entwickelt und nahezu weltweit eingeführt, die es den Kunden ermöglicht, sich auf einfache und direkte Weise mit mehreren Cloud-Anbietern innerhalb der Equinix-Rechenzentren zu verbinden und deren Dienste zu nutzen. Die Plattform reduziert zudem die Latenzzeiten und Ausfallrisiken für Kunden bei den wichtigsten Diensten erheblich. Cloud Computing-Geschäfte sind in der Regel längerfristig und vom technischen Volumen her deutlich umfangreicher, was die Rentabilität des Unternehmens langfristig sichert.

Um weitere Kunden zu gewinnen, die die Equinix Gruppe derzeit nicht unbedingt als Partner wahrnehmen, werden laufend Kooperationen im Rahmen des so genannten Channel Geschäftes geschlossen, um darüber andere Kundengruppen für die EGG zu gewinnen. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Systemintegratoren die Kunden beraten und den Service für Hard- & Software bereitstellen, die Server und Interconnection wird dann bei EGG aufgebaut. Hier wurden erste gute Erfolge erzielt. Die Wachstumschancen für die Folgejahre werden als mindestens genauso gut angesehen. Partner können sich über das Partnerprogramm der EGG anmelden, erhalten Support bei Marketing und gemeinsamer Geschäftsentwicklung und gehen gemeinsam mit der EGG den Markt an.

Wie in Vorjahren besteht auch weiterhin eine Tendenz bei Unternehmen, Teile ihrer IT Infrastruktur unter Kosten- und Risikogesichtspunkten auszulagern. Da die EGG hier in den Branchen Finanzen und Internet bereits gut aufgestellt war und ist, wird der Fokus vermehrt auf sogenannte Enterprise Kunden, das heißt auf das produzierende Gewerbe, gelegt, ohne dabei die bestehenden Kundenbeziehungen zu vernachlässigen. Die Gesellschaft sieht hier gute Chancen durch Abschlüsse mit "Key Playern" in den jeweiligen Branchen, auch für weitere Kunden an Attraktivität zu gewinnen.

Mögliche schwerwiegende Probleme (hohe Energiekosten, Sicherheit, hohe Modernisierungskosten) bei kundeneigenen Rechenzentren sind Indikatoren einer weiterhin wachsenden Bewegung hin zum Outsourcing, der externen Vergabe von Rechenzentren.

Risikomanagement

Die Muttergesellschaft (Equinix Inc., Redwood City, Kalifornien, USA) und die Europazentrale (Equinix (EMEA) Management, Inc., Amsterdam, Niederlande) verfügen über eine zentrale Risikomanagementabteilung. Dadurch können Risiken noch besser und schneller erkannt und bewertet sowie Maßnahmen zum Risikomanagement formuliert und umgesetzt werden. Als börsennotiertes Unternehmen (NASDAQ:EQIX) werden auf Ebene der Muttergesellschaft vierteljährlich externe Prüfungen durchgeführt und berichtet.

Externe Risiken

Akzeptanz von externen Rechenzentren

Der Erfolg der EGG ist abhängig von der Nachfrage nach hochwertigen Rechenzentrumsdiensten und insbesondere Interconnection Services. Die wesentlichen Marktparameter mit stetig wachsender Nachfrage, weiterhin wachsenden Ansprüchen an Datenübertragungsmengen, -qualitäten und -zeiten zeigen ein weiteres und nachhaltiges Wachstum für einen kurzen bis mittelfristigen Zeitraum von ein bis fünf Jahren auf diesem Gebiet. Obwohl das Unternehmen jährlich ein Wachstum verzeichnet, besteht das Risiko, dass Equinix nicht in der Lage sein könnte, mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten.

Auf lange Sicht, das heißt mehr als 10 Jahre, besteht das Risiko, dass die für die Errichtung von Rechenzentren zur Verfügung stehenden Grundstücke begrenzt sein werden, was sich unter anderem in einem Preisanstieg niederschlagen wird. Die EREG begegnet diesem Risiko, indem sie sich bereits jetzt Grundstücke zu günstigeren Konditionen sichert.

Die Finanzierung seiner Neubauten und Erweiterungen erhält das Unternehmen direkt von der Muttergesellschaft und ist daher nicht in so hohem Maße von schwankenden Zinssätzen abhängig.

Betriebliche Risiken

Wie bereits erwähnt, hängt der Erfolg der EREG direkt mit dem Erfolg und den betrieblichen Risiken der EGG zusammen.

Wettbewerbs- und Marktpreisrisiko

Für die Gesellschaft als Immobiliengesellschaft bestehen keine eigenen Wettbewerbs- und Marktpreisrisiken, sondern diese beziehen sich direkt auf die EGG. Solange die EGG wirtschaftlichen Erfolg verzeichnet, werden die Gebäude der EREG von der EGG, ihrem größten Mieter, angemietet.

Der zunehmende Wettbewerb in der Branche durch neue Marktteilnehmer und ein großes Volumen an Neubauten sowie dadurch eventuell fallende Preise könnten sich negativ auf den angestrebten Marktanteil an Neukunden, die Wachstumschancen sowie auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EREG auswirken. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingeschätzt, da der Kundenstamm der EGG, der größten Mieterin, großen Wert auf Dienstleistungen legt, die von nicht allen Anbietern in diesem Umfang erbracht werden können.

Das Marktpreisrisiko von EGG wird als mittelfristiges Risiko eingeschätzt.

Der Markt für Rechenzentren im Raum Frankfurt am Main ist weiterhin sehr positiv und stark wachsend - dies hat sich bisher nicht negativ auf die Preise für Rechenzentrumsdienstleistungen ausgewirkt. Allerdings hat die Stadt Frankfurt am Main mit dem "Rechenzentrumskonzept" 2021 verschiedene Cluster geschaffen, in denen künftig nur noch Rechenzentren gebaut werden dürfen - die beiden Standorte der EGG gehören zu den definierten Clustern. Dies erschwert neuen Wettbewerbern den Markteintritt, da die Grundstückspreise dort stark steigen und die meisten Grundstücke innerhalb der Cluster bereits im Besitz der großen Betreiber sind. Dies gilt auch für die EGG, die sich die Rechte an mehreren Grundstücken an den beiden großen Standorten gesichert hat, um weitere An- und Neubauten errichten zu können und für einen längeren Zeitraum ausreichend Rechenzentrumskapazität anbieten zu können. Darüber hinaus hilft die zunehmende Dichte, also die Anzahl an Servern pro Rack, mehr Kapazität je Quadratmeter in den Gebäuden unterzubringen. Durch die stetige Effizienzsteigerung wird die Fläche in den neuen Gebäuden zunehmend besser genutzt.

Abhängigkeit von Lieferanten

Die EREG ist selbst auf Lieferanten angewiesen, insbesondere beim Bau von Gebäuden.

Die von Equinix genutzte Technologie basiert weitgehend auf Vorleistungen von Dritten. Die Leistungen werden derzeit hauptsächlich von Herstellern von Generatoren, Dieselgeneratoren und Klimaanlagen bezogen. Insofern ist die EREG bei Neubauten oder Erweiterungen von der Leistungsfähigkeit und den Ressourcen ihrer technischen Dienstleister abhängig. Die EREG arbeitet ständig an der Prozessoptimierung mit den Lieferanten und versucht, bei möglichen Engpässen bereits im Vorfeld Alternativen zu finden.

Inzwischen hat die Equinix-Gruppe das so genannte "ESSP - Equinix Strategic Supplier Program" eingeführt, bei dem wichtige Dienstleistungen und Ausrüstungen zentral und weltweit klassifiziert und in einen Katalog aufgenommen werden, nachdem die Lieferanten ihre Angebote abgegeben haben. Das Programm ermöglicht es der EGG, auf Basis dieses Katalogs schnell zuverlässige Lieferanten auszuwählen und Erweiterungen von Rechenzentren modular vorzunehmen. Dadurch werden die Risiken, die mit dem Bau derartiger Großanlagen verbunden sind, deutlich reduziert, da auch die Lieferzeiten erheblich verkürzt werden können. Dieses Risiko besteht mindestens für die nächsten 12 Monate.

Abhängigkeit von Kunden

Da die EGG die größte Mieterin der EREG ist, besteht eine Abhängigkeit gegenüber der EGG. Das Geschäft der EREG hängt direkt vom Erfolg der EGG ab.

Aufgrund der aktuellen Marktsituation besteht eine Abhängigkeit von Kunden, insbesondere von "magnetischen" Kunden, die andere Kunden mitbringen, um sie in unseren Rechenzentren zu verbinden. Sie bilden die sogenannten digitalen Ökosysteme. Es besteht das theoretische Risiko, bei einem Wechsel des Hauptkunden die gesamte Verbundgruppe zu verlieren. Dies wäre jedoch äußerst kostspielig, da alle angeschlossenen Kunden ihre Verträge kündigen und gleichzeitig neue Installationen einrichten müssten, um Ausfallzeiten beim Umzug der Server zu vermeiden. Dieses Risiko wird daher in stark vernetzten Ökosystemen als gering eingeschätzt. Der Wechsel von Rechenzentren ist in der Branche eher unüblich, da dies für unsere Kunden immer mit hohen Kosten verbunden ist.

Obwohl die EREG von der EGG als deren größte Mieterin abhängig ist, gehört es zur Konzernstrategie, das Geschäft der EGG in den Gebäuden der EREG auszuführen. Das Risiko einer Aufhebung der konzerninternen Mietverträge ist sehr gering.

Ausfallrisiko/Liquiditätsrisiko

Aufgrund des Kommissionärs Modells trägt die EREG keine Ausfallrisiken, da die meisten Erträge konzernintern entstehen und die EGG profitabel bleiben wird. Ein wesentliches Liquiditätsrisiko besteht nicht. Obwohl die Gesellschaft aufgrund ihres Wachstums und des Ausbaus der Rechenzentren einen sehr hohen Liquiditätsabfluss verzeichnet, wird dieser durch die Integration in die Unternehmensgruppe und die Gewährung von Darlehen kompensiert.

Rechtliche Risiken

Prozesse

In wettbewerbsintensiven Märkten ist die Akquise von Neukunden durch Werbung von entscheidender Bedeutung. In diesem Zusammenhang tritt der Fall selten ein, dass Wettbewerber über strittige insbesondere vergleichende - Werbeaussagen einen Rechtsstreit führen, weshalb dieses Risiko als gering eingeschätzt wird.

Datenschutz

In den Gebäuden der EREG befinden sich Kundendaten auf kundeneigenen Servern, inklusive datenschutzrelevanter Informationen wie Banktransaktionen. Datenschutz hat daher für Equinix den höchsten Stellenwert und soll durch Beachtung aller rechtlichen Regelungen und den Einsatz neuer Technologie sichergestellt werden. Falls es Dritten gelingen sollte, die vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen zu durchbrechen und persönliche Daten zu entwenden, kann die EREG allerdings für den Zugriff auf diese nicht haftbar gemacht werden. Die EREG ist nicht für die Produktion bzw. Datensicherheit (außerhalb physischer Sicherheit) von Kundendaten zuständig. Alle notwendigen Maßnahmen zur Abwendung von Risiken obliegen dem Kunden der EGG selbst. Die Kunden der EGG folgen ihren eigenen Sicherheitsprozessen und betreiben ihre eigenen Sicherheitssysteme.

Steuerrisiken

Änderungen der Steuergesetzgebung, -vorschriften oder deren Auslegung, einschließlich der Änderung von Steuersätzen, können sich negativ auf den Jahresabschluss und die liquiden Mittel aufgrund einer erhöhten Steuerbelastung, auswirken. Obwohl das Unternehmen davon ausgeht, dass potenzielle Steuerverbindlichkeiten und Steuerschätzungen im Jahresabschluss angemessen berücksichtigt wurden, kann nicht gewährleistet werden, dass bei einer Betriebsprüfung oder infolge von Änderungen der Steuergesetzgebung und ihrer Auslegung, keine zusätzlichen Steuerzahlungen fällig werden.

Andere Risiken - Personal

Da die EREG keine Mitarbeiter beschäftigt, können keine Risiken im Zusammenhang mit Personal identifiziert werden. Aufgrund der hohen Abhängigkeit vom größten Mieter, der EGG, ist die Gesellschaft jedoch indirekt den Personalrisiken der EGG ausgesetzt.

Leerstands-Risiken

Die grundsätzlich negative Entwicklung auf dem Immobilienmarkt lässt sich, auch wenn die Gesellschaft Immobilien mit Rechenzentren besitzt und betreibt, nicht analog auf die Rechenzentren übertragen. Bei Gewerbe- und Wohnimmobilien besteht die Abhängigkeit von Mietern, deren Geschäftsverlauf von Leerständen und der potenziellen Reduzierung der benötigten Flächen durch zum Beispiel Homeoffice Regelungen betroffen ist. Die Rechenzentren hingegen profitieren, wie oben beschrieben, von genau diesen Faktoren - Homeoffice bedingt mehr Videokonferenzen und dadurch mehr Daten und Bandbreite, ebenso wie bei Branchen, die klassische physische Produkte reduzieren und stattdessen digitale Dienste anbieten. Ein Beispiel hierfür sind Dienste wie AirBnB oder UBER, die in den Rechenzentren wachsen aber keine physischen Immobilien oder Fahrzeuge besitzen.

Die aktuelle Marktlage, insbesondere in Frankfurt am Main, führt dazu, dass nahezu jeder Betreiber in Pressemeldungen seiner Neubauten veröffentlicht, dass wesentliche Teile des Rechenzentrums bereits vor Vermietung veräußert waren. Dabei handelt es sich, wie bereits ausgeführt, um langfristige Verträge und durch die Interconnection wird eine langfristige Kundenbindung erreicht.

Aufgrund des prognostizierten Datenwachstums wird die Nachfrage nach Rechenzentren weiterhin stark bleiben und daher zu keinen nennenswerten Leerstands-Risiken führen. Zudem entwickeln sich neue Bereiche, wie Künstliche Intelligenz, ADAS Autonomes Fahren und die Digitalisierung der Gesundheits- und Finanzbranche, weiter und tragen zu diesem Wachstum bei.

Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres

Es gibt keine wesentlichen Ereignisse nach der Beendigung des Geschäftsjahres.

Ausblick

Geschäftsjahr 2024

Nach dem guten Wachstum im Geschäftsjahr 2023 wird für das Geschäftsjahr 2024 ein moderater Anstieg von Umsatz und Jahresüberschuss erwartet.

 

Frankfurt am Main, 20. Dezember 2024

Jens-Peter Feidner, Geschäftsführer

René Maria Smit, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 264.038.965,93 267.225.857,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.676.953,32 20.785.347,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 847.080,01 990.849,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.372.332,74 2.080.405,72
292.935.332,00 291.082.460,32
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.260.558,37 41.221.866,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0.00 12.025.215,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.236.152,76 3.262.283,08
davon aus Steuern € 4.039.012,48 (Vorjahr € 3.099.348,95 )
46.496.711,13 56.509.365,82
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 145.789,29 60.373,57
46.642.500,42 56.569.739,39
c. Rechnungsabgrenzungsposten 45.493,77 27.271,44
339.623.326,19 347.679.471,15

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 51.885.742,82 51.885.742,82
III. Gewinnvortrag 13.266.266,17 10.405.568,58
IV. Jahresüberschuss 4.733.151,58 2.860.697,59
69.910.160,57 65.177.008,99
B. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.698.826,20 2.263.129,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 223.660.553,88 252.671.623,76
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.353.785,54 27.567.708,68
davon aus Steuern € 1.015.343,83 (Vorjahr € 339.031,42)
269.713.165,62 282.502.462,16
339.623.326,19 347.679.471,15

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
1. Umsatzerlöse 25.366.012,78 16.908.440,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.717.696,19 365.083,11
(davon aus der Währungsumrechnung: € 0,00; Vorjahr: € 0,00)
27.083.708,97 17.273.523,48
4. Abschreibungen
auf Sachanlagen -8.552.389,31 -8.491.067,50
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.630.743,97 -1.726.133,41
(davon aus der Währungsumrechnung: € 480,82; Vorjahr: € 113,77)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 165.893,45 0,00
(davon an verbundene Unternehmen: € 0,00; Vorjahr: € 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.192.816,90 -4.107.352,57
(davon an verbundene Unternehmen: € 10.192.816,90; Vorjahr € 3.605.575,77)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -919.057,39 374.000,46
8. Ergebnis nach Steuern 4.954.594,85 3.322.970,46
9. Sonstige Steuern -221.443,27 -462.272,87
10. Jahresüberschuss 4.733.151,58 2.860.697,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUR GESELLSCHAFT UND ZUM JAHRESABSCHLUSS

1.1. Angaben zur Gesellschaft

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Tätigkeitsbereich der Equinix (Real Estate) GmbH umfasst den Erwerb und die Verwaltung von Grundbesitz. Die Gesellschaft betreibt keine nach § 34c GewO genehmigungspflichtigen Geschäfte.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist unter HRB 74672 am Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

1.2. Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches §§ 242, 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert wurde.

Die Vorjahresvergleichszahlen in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang wurden grundsätzlich unverändert aus dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 entnommen.

Für eine bessere Übersichtlichkeit von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden diejenigen Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu erfolgen haben, teilweise in den Anhang aufgenommen.

2. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 238-256a HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264-288 HGB) unter Annahme der Unternehmensfortführung erstellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

2.1. Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (i.d.R. zwischen 8 bis 33 Jahren) vermindert. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode, bei unterjährigem Zugang pro rata temporis, abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wird bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung keine Abschreibung vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

2.2. Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden nicht gebildet, da die Geschäftsführung - sofern erforderlich - von der weiteren finanziellen Unterstützung dieser Unternehmen durch die Konzernobergesellschaft ausgeht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

2.3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennbetrag bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht hauptsächlich aus vorausbezahlten Mieten und Kautionen.

2.4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

2.5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Langfristige Rückstellungen werden ab dem Geschäftsjahr 2010 aufgrund des BilMoG abgezinst (vgl. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB), sofern nicht vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht wurde.

2.6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2.7. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

2.8 Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langund kurzfristige Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Kurs am Tag der Entstehung bewertet. Fremdwährungserträge und aufwendungen wurden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung maßgeblich war.

2.9. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften erfasst, die unter dem beherrschenden Einfluss der Equinix Inc., Redwood City, Kalifornien/USA, stehen (§ 290 HGB). Die Gesellschaft führt hierzu eine gesonderte Liste aller verbundenen Unternehmen.

3. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Nummerierung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Bilanz.

AKTIVA

A. ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (dem Anhang als Anlage beigefügt) dargestellt.

I. Sachanlagen

Die Zugänge des Anlagevermögens T€ 11.078 (Vj. T€ 42.540) sind im Wesentlichen durch Zugänge von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten (T€ 3.399; Vj. T€ 14.880) und geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (T€ 7.601; Vj. T€ 27.362) bedingt.

Im Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen im Bau befindliche Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.274 (Vj. T€ 48.289) in Betrieb genommen.

B. UMLAUFVERMÖGEN

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 auf T€ 41.261 (Vj. T€ 41.222). Davon haben T€ 40.038 (Vj. T€ 40.952) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 12.025) und beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von T€ 5.236 (Vj. T€ 3.262), davon haben T€ 251 (Vj. T€ 107) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von T€ 4.227 (Vj. T€ 3.099) enthalten.

C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt T€ 45 (Vj. T€ 27).

PASSIVA

A. EIGENKAPITAL

I. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital in Höhe von T€ 25 (Vj. T€ 25) ist vollständig eingezahlt und wird gehalten von:

Equinix (Netherlands) Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, im Nennwert von € 22.250 (Vj. € 22.250)

Equinix Inc., Redwood City, Kalifornien/USA, im Nennwert von € 2.750 (Vj. € 2.750)

II. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 51.886 (Vj. T€ 51.886).

C. VERBINDLICHKEITEN

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel (Anlage zum Anhang) zusammengefasst.

Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit bestehen nicht.

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 4.699 (Vj. T€ 2.263) sind, soweit erforderlich, durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 223.661 (Vj. T€ 252.672). Darin enthalten sind T€ 197.266 (Vj. T€ 216.266) Darlehensverbindlichkeiten und T€ 26.395 (Vj. T€ 36.406) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafter bestehen nicht.

3. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 41.354; Vj. T€ 27.568) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einem Mieterdarlehen, mit einer Laufzeit von 30 Jahren, in Höhe von T€ 40.038 (Vj. T€ 26.732), enthalten. Davon entfallen T€ 1.015 (Vj T€ 339) auf Steuern.

4. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Nummerierung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung.

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 25.366 (Vj. T€ 16.908) wurden ausschließlich in Deutschland erzielt und resultieren aus der Vermietung und Verpachtung (T€ 25.366). In den Umsatzerlöse sind T€ 4.199 € enthalten, die sich auf Vorjahre beziehen, da in 2023 ein Mietvertrag mit der EGG abgeschlossen, in dem auch die Miete für die bereits in 2022 genutzte Mietzeit geregelt wurde.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Verkauf der IBX in Höhe von T€ 1.718 (Vj. T€ 365) enthalten.

4.3. Abschreibungen auf Sachanlagen

Die Abschreibungen (T€ 8.552; Vj. T€ 8.491) sind planmäßig vorgenommen worden. Für weitere Informationen wird auf den Anlagespiegel verwiesen (siehe Anlage zum Anhang).

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 2.631 (Vj. T€ 1.726) und beinhalten im Wesentlichen sonstige Leistungen in Höhe von T€ 758 (Vj. T€ 748), Instandhaltungskosten in Höhe von T€ 730 (Vj. T€ 616), Beratungskosten in Höhe von T€ 1.073 (Vj. T€ 260) sowie Serviceleistungen des Konzerns in Höhe von T€ 70 (Vj. T€ 102).

4.5. Zinsen und ähnliche Erträge

Zinsen und ähnliche Erträge betragen T€ 166 (Vj. T€ 0).

4.6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen T€ 10.193 (Vj. T€ 4.107) und bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Zinsen für Darlehen von verbundenen Unternehmen (T€ 10.193; Vj. T€ 3.606).

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise nach § 274 HGB.

Der Ermittlung von latenten Steuern wird ein Steuersatz von 15% zugrunde gelegt.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von T € 830 (Vj. T € 768) Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt.

Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen beim Sachanlagevermögen.

In Deutschland wurde im Jahr 2023 das Mindeststeuergesetz (MindStG) verabschiedet, welches der Umsetzung der Richtlinie der (EU) 2022 / 25234 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung dient, die auf dem OECD Pillar Two Model basiert. Nach dem derzeitigen Stand der Analysen hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der Pillar 2 Regelungen auf die Gesellschaft werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage erwartet.

5.2. Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen keine Mitarbeitenden beschäftigt (Vj. 0).

5.3. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen ist die Equinix (Netherlands) Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, mit einem Kapitalanteil von 89%.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Equinix Inc., Redwood City, Kalifornien/USA, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der Equinix Inc. für das Geschäftsjahr 2023 ist über deren Homepage www.equinix.com (à Company à Investor Relations) oder über die Homepage der United States Securities and Exchange Commission (SEC) unter www.sec.gov erhältlich.

5.4. Feststellung des Vorjahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde Gesellschafterbeschluss vom 9. September 2024 festgestellt.

5.5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 4.733 (Vj. T€ 2.861) auf neue Rechnung vorzutragen.

5.6. Namen aller Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Jens-Peter Feidner, Mainz, Geschäftsführer, Managing Director of German Operations

René Maria Smit, Volendam, Geschäftsführer, Senior Director Regional Finance EMEA

Eugenius Antonius Johannes Maria, Bergen Henegouwen, Huise Ter Heide, Niederlande, Präsident Equinix Europe, verantwortlich für das Management, die Strategie und das Wachstum aller Geschäftsaktivitäten von Equinix in Europa, Geschäftsführer (bis 30. Juni 2024).

5.7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

5.8. Prüfungshonorar

Das Honorar für die Jahresabschlussprüfung beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt T€ 51 (Vj. T€ 38).

5.9. Ereignis nach dem Bilanzstichtag

Eugenius Antonius Johannes Maria, Bergen Henegouwen trat mit Wirkung zum 1. Juli 2024 von seinem Amt als Geschäftsführer zurück.

 

Frankfurt am Main, 20. Dezember 2024

Equinix (Real Estate) GmbH

Jens Peter Feidner, Geschäftsführer

René Maria Smit, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 23. Dezember 2024 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 4.733.151,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 311.907.354,38 3.398.555,25 678.875,25 -134.950,00 315.849.834,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.486.961,63 77.929,38 595.586,37 -624.105,18 26.536.372,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.272.814,97 0,00 0,00 0,00 1.272.814,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.080.405,72 7.601.395,64 -1.274.461,62 -35.007,00 8.372.332,74
341.747.536,70 11.077.880,27 0,00 -794.062,18 352.031.354,79
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.646.893,80 7.163.975,16 0,00 51.810.868,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.736.217,41 1.244.644,39 -121.442,90 6.859.418,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 281.965,17 143.769,80 0,00 425.734,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
50.665.076,38 8.552.389,34 -121.442,90 59.096.022,82
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 264.038.965,92 267.260.460,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.676.953,30 20.750.744,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 847.080,00 990.849,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 8.372.332,74 2.080.405,72
292.935.331,97 291.082.460,32

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Equinix (Real Estate) GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Equinix (Real Estate) GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Equinix (Real Estate) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 20. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Benedict Stiller, Wirtschaftsprüfer

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