Josef Scheiff GmbH & Co.KG.

53881 Euskirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRA 5294
Eingetragen
12.4.1961

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Josef Scheiff GmbH & Co.KG.

Euskirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Unternehmensprofil

Die Josef Scheiff GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Tief- und Straßenbauunternehmen mit Sitz in Euskirchen-Kirchheim. Der Schwerpunkt unserer Unternehmenstätigkeit liegt auf der Herstellung von Asphaltmischgut (zertifiziert mit dem CE-Kennzeichen) sowie dessen Einbau. Unsere Asphaltmischanlage befindet sich in unserer Betriebsstätte in Nettersheim-Holzmülheim. Dort betreiben wir zudem einen Kalksteinbruch sowie die dazugehörige Rekultivierungsfläche mit entsprechendem Kippvolumen für Bodenaushub.

Weitere Unternehmensbereiche sind der allgemeine Straßenbau, der Kanalbau (zertifiziert durch den Güteschutz Kanalbau) und der Tiefbau. Wir arbeiten im Wesentlichen für öffentliche Auftraggeber, im Asphaltbereich aber auch als Subunternehmer für andere Bauunternehmen. Des Weiteren bearbeiten wir Aufträge im Bereich Wirtschaftstiefbau (auch in Belgien) und für private Kunden. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich ca. 50 km (Luftlinie) rund um unseren Firmensitz. Wir führen unsere Aufträge überwiegend mit eigenem Personal aus.

Seit dem 21.01.2010 sind wir in die bundesweit einheitliche Liste präqualifizierter Unternehmen unter der Registriernummer 010.036320 eingetragen. Die Präqualifikation gemäß der Leitlinie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) gilt als Nachweis der Eignung und Zuverlässigkeit der Bieter und ersetzt in Bewerbungsverfahren um öffentliche Bauvorhaben die Einzelnachweise (BG-Bescheinigungen, HRG, Bescheinigungen der Sozialkassen etc.).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Baubranche

Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft zum Jahresbeginn 2023 prognostiziert, ist der baugewerbliche Umsatz (alle Betriebe) im Jahr 2023 real um 5,3 % auf 162,6 Mrd. EUR gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der real um 12 % eingebrochen ist. Die Ursache hierfür sehen die Baugewerblichen Verbände vor allem in den politischen Rahmenbedingungen: das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %, die hohe Inflation, die steigenden Material- und Energiepreise sowie dadurch resultierende Unsicherheit bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Die Entwicklung des Umsatzes variierte im Berichtsjahr stark mit der Größe der Betriebe. Während Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten eine Umsatzsteigerung von nominal 3,5 % erreichten, mussten Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten einen Verlust von -3,2 % hinnehmen. Im weiteren Verlauf betrachten wir die statistischen Daten für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten, da wir zu diesen Unternehmen gehören.

Die Umsätze bei den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten verteilten sich wie folgt auf die einzelnen Sparten: der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau erzielten im Berichtsjahr jeweils einen Umsatzzuwachs von 6,5 % (davon öffentlicher Straßenbau +3,5 %), während der Wohnungsbau ein Minus von 5 % verzeichnen musste.

Die Entwicklung der Auftragseingänge verlief nominal positiv. Die Order lag bei 102,3 Mrd. EUR, das entspricht einem Zuwachs von nominal 3,3 %. Die Entwicklung fiel in den einzelnen Sparten sehr unterschiedlich aus. Während der Wirtschaftstiefbau (+26,1 %), der Straßenbau (+3,9 %) und der öffentliche Tiefbau (+1,0 %) Zuwächse verzeichnen konnten, war der Hochbau und hier insbesondere der Wohnungsbau im gesamten Jahresverlauf von einer Nachfrageschwäche geprägt (Wohnungsbau -13,5 %, Wirtschaftshochbau -2,8 %). Lediglich der öffentliche Hochbau konnte ein Plus von 15,7 % aufweisen.

In Nordrhein-Westfalen konnte über alle Bausparten hinweg ein Umsatzzuwachs von nominal 6,1 % verzeichnet werden (Wohnungsbau +0,9 %, Wirtschaftsbau +8,8 %, öffentlicher Bau +5,7 %, davon Straßenbau +0,2 %). Berücksichtigt man die Baupreisentwicklung in NRW z. B. im Straßenbau von 8,3 %, wird deutlich, dass der Umsatzzuwachs real ein Minus ist.

Die Auftragseingänge waren in NRW höher als im Bund (NRW insgesamt +10,6 %, Bund insgesamt +3,3 %). Dies ist vor allem auf den öffentlichen Hochbau zurückzuführen, der ein sattes Plus von 84,8 % verzeichnen konnte, gefolgt vom Wirtschaftstiefbau (+27,0 %), dem sonstigen öffentlichen Tiefbau (+12,5 %), dem Straßenbau (+5,9 %) und dem Wohnungsbau (+3,7 %). Die einzige Sparte, die nominal ein Minus verzeichnen musste, war der Wirtschaftshochbau mit -5,4 %.

Die Einkaufspreise für Baumaterial sind weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten 2023, so liegen beispielsweise die Indizes für Bitumen per September 2023 um ca. 75 % über dem Jahresdurchschnitt und bei Mineralölerzeugnissen um 60 %. Inzwischen hat die Preisdynamik erkennbar nachgelassen: Asphaltmischgut +8,9 %, Bitumen -3,35 % und Diesel -16,27 % (Erzeugerpreisindex im Jahresdurchschnitt 2022/2023). Die Preisentwicklung für Bauleistungen liegt nach +16 % im Jahr 2022 im abgelaufenen Geschäftsjahr bundesweit bei etwa +7 %.

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe lag im Berichtsjahr bei 927.780 Personen (+0,1 %) (alle Betriebe des Bauhauptgewerbes). Die Tariflöhne- und Gehälter erhöhten sich im April 2023 um 2 %, die Ausbildungsvergütungen im 1. Lehrjahr stiegen um 15 EUR (die Ausbildungsvergütungen in allen anderen Lehrjahren blieben unverändert). Zudem gab es eine Einmalzahlung über 450 EUR zu Mai 2023 und einen Tarifabschluss über eine Inflationsausgleichsprämie i.H.v. mindestens 500,00 EUR zahlbar bis zum 30 September 2023.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nominale Eigenkapitalquote unseres Unternehmens lag im Berichtsjahr bei 27,3 % (Vorjahr 23,8 %). Die Eigenkapitalquote im weiteren Sinne (Eigenkapital zuzüglich Gesellschafterkonten) betrug zum Bilanzstichtag 51,4 % (Vorjahr 46,3 %).

Im Berichtsjahr 2023 betrugen unsere Anlageninvestitionen 1.536 TEUR (Vorjahr 1.777 TEUR). Im Wesentlichen handelt es sich um Ersatzinvestitionen in einen Asphaltfertiger, drei LKW, drei Bagger, sowie mehrere Busse und PKW. Die Investitionen wurden aus eigenen Mitteln finanziert.

Die Mittelbindung in den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zuzüglich fertige und unfertige Bauleistungen abzüglich erhaltene Anzahlungen) verringerte sich zum Stichtag 31.12.2023 von 271 TEUR auf 247 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr von 2.283 TEUR auf 1.261 TEUR.

Die Gesamtleistung unseres Unternehmens (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung an unfertigen und fertigen Bauleistungen) ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 9,11 % gestiegen.

Die Materialintensität (Materialaufwand bezogen auf Gesamtleistung) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 39,3 % (Vorjahr 42,5 %). Die Personalintensität betrug 25,6 % (Vorjahr 26,9 %).

Die Abschreibungen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1.192 TEUR (Vorjahr 1.128 TEUR). Der Aufwand für Leasing war unwesentlich.

Die Eigenkapitalrentabilität vor Ertragssteuern lag im Jahr 2023 bei 101,2% (Vorjahr 91,9 %).

Die Ertragslage unseres Unternehmens hat sich verbessert. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 betrug 3.495 TEUR (Vorjahr 2.449 TEUR).

2.2.2 Personal

Die Höhe des Personalbestandes hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Im letzten Jahr haben wir durchschnittlich 93 Mitarbeiter beschäftigt, davon sieben Auszubildende. Wir bieten 6 Ausbildungsberufe an: Straßenbauer (m/w/d), Bauzeichner (m/w/d), Verfahrensmechaniker (m/w/d), Baustoffprüfer (m/w/d), Industriekaufmann (m/w/d) sowie den dualen Studiengang Bauingenieurwesen. Zudem betreuen wir Bachelor- und Masterarbeiten von Studierenden im Bereich Bauingenieurwesen. Dieses Engagement trägt dazu bei, einem eventuellen Fachkräftemangel vorzubeugen.

2.2.3 Umweltschutz

Durch den Betrieb des Steinbruchs und eines direkt angrenzenden ausgebeuteten Steinbruchs, der uns jetzt als Deponie für unbelasteten Boden dient, sind wir - nach entsprechender Verfüllung durch Bodenaushub - zur Rekultivierung dieser Flächen verpflichtet. Für die uns auferlegten Rekultivierungsmaßnahmen haben wir entsprechende Rückstellungen gebildet. Der Steinbruch wird durch die zuständigen Behörden regelmäßig überwacht.

2.2.4 Gesamtaussage

Mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2023 und der Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind wir sehr zufrieden. Durch unsere Ausstattung mit Liquidität waren wir jederzeit in der Lage, Lieferantenverbindlichkeiten stets mit Skontoabzug zu begleichen, Kontokorrentlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden. Durch unsere Investitionen in moderne Geräte, Prozessmanagement und IT sehen wir uns bestens aufgestellt für das Jahr 2024.

3. Chancen und Risiken

Es besteht ein Preisänderungsrisiko für Energie, Treibstoffe und Rohstoffe, insbesondere für den Rohstoff Bitumen. Das Preisänderungsrisiko im Bereich Energie konnten wir durch eine Festpreisgarantie für Braunkohlestaub bis einschließlich 2025 vermindern. Durch den Ukraine-Krieg wurde deutlich, dass es auch ein Beschaffungsrisiko für Baumaterialien gibt, welches nicht abgesichert werden kann. Unser Einkauf versucht dieses Risiko durch eine enge Zusammenarbeit mit diversen Baustofflieferanten zu minimieren.

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens ist sehr gut. Die bestehenden Kontokorrentkreditlinien wurden im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen. Unsere Verbindlichkeiten werden zeitnah unter der Nutzung von Skonto beglichen. Durch eine auftragsbezogene Anforderung von Kundenanzahlungen, unsere Ausstattung mit Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Bankdarlehen sind Liquiditätsrisiken für uns jederzeit beherrschbar.

Neben Aufträgen von öffentlichen Auftraggebern bearbeiten wir auch Aufträge von unternehmerischen Kunden. Das entsprechende Forderungsausfallrisiko sichern wir üblicherweise durch eine Warenkreditversicherung ab. Sollte dies nicht möglich sein, prüfen wir nach entsprechender Bonitätsauskunft andere Sicherungsinstrumente, bspw. Vorauszahlungen. Zudem werden bei nahezu allen Aufträgen Abschlagsrechnungen gestellt. Eine Nichtzahlung dieser Rechnungen berechtigt zur Einstellung der Arbeiten. Zur Sicherstellung der Liquidität und Minimierung des Ausfallrisikos betreiben wir ein aktives Forderungsmanagement.

Auch wenn unser Unternehmen gemäß der EU-Richtlinie CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) nicht verpflichtet ist einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, haben wir uns diesem Thema angenommen. Ein externes Ingenieurbüro führt den Aufbau und die Betreuung eines Energiemanagementsystems nach DIN 50.5001:2018 für unser Unternehmen durch. Es wird uns auch bei der energetischen und verfahrenstechnischen Optimierung der Standorte unterstützen.

Chancen sehen wir vor allem in unserer Doppelfunktion als Produzent und Einbauunternehmen von Asphaltprodukten und durch unsere erfahrenen und qualifizierten Mitarbeiter. Wir investieren regelmäßig in moderne Anlagen und Geräte und in die Digitalisierung unserer Arbeitsprozesse.

4. Prognose

Wegen der anhaltend ungünstigen Rahmenbedingungen (hohe Bauzinsen, hohe Inflation, hohe Material- und Energiepreise, sich ständig ändernden Förderrichtlinien im Gebäudebereich), erwarten die beiden Spitzenverbände des Bauhauptgewerbes, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), für 2024 einen weiteren Rückgang des Umsatzes. Sie prognostizieren für das Bauhauptgewerbe einen Umsatz von 154 Mrd. EUR, dies entsprich nominal einem Minus von 5 % und real, unter der Annahme sinkender Baupreise, einem Minus von 3 %. Verantwortlich für diesen Rückgang ist vor allem der Wohnungsbau. Hier wird real mit einem Minus von 13 % gerechnet (nominal -15 %).

Es wird erwartet, dass die Baupreise hoch bleiben, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal, hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Stand heute sieht der Tarifvorschlag vor, dass die Löhne und Gehälter ab 01. Mai 2024 um 1,2 % sowie einen Festbetrag von monatlich 230 EUR steigen. Dennoch rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft für 2024 mit einem Preisrückgang für Bauleistungen von 2 %.

Für die Sparte Wirtschaftsbau prognostizieren sie für 2024 einen Umsatzplus von nominal +1 %, real knapp +3 %. Diese positive Entwicklung ist auf den Tiefbau zurückzuführen (real +7 %), während im Wirtschaftshochbau ein Rückgang des Umsatzes von real -1 % erwartet wird. Der Wirtschaftstiefbau profitiert insbesondere von Projekten der Mobilitätswende und der Energiewende.

Im öffentlichen Tiefbau gehen die Bauverbände davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2024 dem Umsatz im Jahr 2023 in etwa entsprechen wird (real +2 %), vorausgesetzt, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. EUR in Straßen und Wasserstraßen bleibt. Der Spielraum für weitere Investitionen ist aufgrund der anhaltend prekären Finanzsituation vieler Kommunen eng. Im öffentlichen Hochbau wird ein Umsatzplus von real +5 % prognostiziert, so dass im öffentlichen Bau insgesamt ein Plus von real 3 % erwartet wird.

Trotz schwacher Konjunkturaussichten gehen wir von einer positiven Entwicklung der Josef Scheiff GmbH & Co. KG im Jahr 2024 aus. Unser Auftragsbestand per 30.05.2023 beträgt ca. 12 Mio. EUR, das entspricht einer Reichweite von ca. 7 - 8 Monaten. Durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 ist der Wiederaufbaubedarf in unserer Region hoch. Fördermittel des Landes und des Bundes führen in diesen Gebieten zu einer höheren Nachfrage als es aus kommunalen Mitteln möglich wäre. Die bisher akquirierten Aufträge lassen uns positiv in die Zukunft blicken.

Dennoch erwarten wir, dass unser Ergebnis im Jahr 2024 hinter den Ergebnissen der letzten zwei Jahre zurückbleiben wird. Diese außergewöhnlich guten Ergebnisse sind in der momentanen Marktlage nicht zu erwarten, da die Ausschreibungstätigkeit der öffentlichen Hand sehr verhalten ist (Auftragseingang in NRW im Januar/ Februar im Straßenbau -0,4% im Vergleich zum Vorjahr, im sonstigen öffentlichen Tiefbau -11,8 %). Aufgrund unseres hohen Auftragsbestands und der regional hohen Nachfrage nach Bauleistungen sehen wir uns dennoch in der Lage uns auch weiterhin in unserem Marktumfeld behaupten zu können. Wir sind technisch, finanziell und personell gut aufgestellt, um auch weiterhin gewinnbringend am Markt agieren zu können. Insbesondere unsere gut ausgebildeten Fachkräfte, unsere hohe Qualität und unsere langjährige Erfahrung bilden ein solides Fundament für eine positive wirtschaftliche Zukunft.

 

Euskirchen, den 03.06.2024

gez. Willi Scheiff

gez. Roland Scheiff

Bilanz

Aktiva

2023 2023 2022 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.444,43 38.798,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.246,54 53.823,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 386.634,12 539.242,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.835.366,55 3.465.688,14
4.266.247,21 4.058.753,58
III. Finanzanlagen 25.564,60 25.564,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 246.975,05 270.802,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.397.539,42 2.457.107,22
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 515.755,96 486.253,86
IV Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.961.907,81 5.995.116,99
11.122.178,24 9.209.280,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.120,15 23.164,06
Summe Aktiva 15.458.554,63 13.355.561,46

Passiva

2023 2023 2022 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen 103.956,18 103.956,18
III. Jahresüberschuss 3.494.990,14 2.448.535,67
B. Ausgleichsposten für eigene Anteile 25.564,60 25.564,60
C. Rückstellungen 5.220.674,23 4.007.696,46
D. Verbindlichkeiten 6.013.369,48 6.169.808,55
davon gegenüber Kreditinstituten 791.027,31 1.139.749,02
davon gegenüber Gesellschaftern 3.727.091,57 3.003.348,49
Summe Passiva 15.458.554,63 13.355.561,46

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2023 2022 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 14.166.731,78 12.382.388,31
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.705.591,59 -4.533.497,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.156.655,58 -5.862.247,17 -1.122.377,75 -5.655.875,09
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.191.597,43 -1.127.761,28
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.740.745,08 -2.551.094,58
5. betriebliches Ergebnis 4.372.142,10 3.047.657,36
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.767,40 4.900,39
7. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -54.853,22
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -73.829,09 -50.196,86
9. Finanzergebnis -71.061,69 -100.149,69
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.301.080,41 2.947.507,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -778.709,87 -472.538,00
12. Ergebnis nach Steuern 3.522.370,54 2.474.969,67
13. Sonstige Steuern -27.380,40 -26.434,00
14. Jahresüberschuss 3.494.990,14 2.448.535,67

Anhang

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Josef Scheiff GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Euskirchen und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn unter HR A 5294 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft & Co. im Sinne der §§ 264a, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt (§§ 264 ff. HGB).

Die in den Vorjahren angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze wurden grundsätzlich beibehalten.

Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Bezeichnungen des Umlaufvermögens wurden teilweise an die Erfordernisse der Baubranche angepasst. Gemäß § 264c Abs. 1 HGB wurde die Bilanz um den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung von Aktiva und Passiva erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Es liegen keine Erkenntnisse vor, die gegen die Going-Concern-Prämisse sprechen.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die jeweiligen Nutzungsdauern werden in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen und nach den betrieblichen Erfahrungen festgelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 EUR werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit dem Nennwert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedriger Wert beizulegen ist. Ersatzteile, Werkstattmaterial und diverses Kleinmaterial werden teilweise zum Festwert bewertet.

Unfertige Bauleistungen werden in Höhe der bis zum Bilanzstichtag aufgewendeten Herstellungskosten angesetzt. Hierbei werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung und des Wertverzehrs des Anlagevermögens berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Soweit erforderlich wird verlustfrei bewertet.

Die von Auftraggebern für die Erbringung von Bauleistungen erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe des Bestandes an noch nicht abgerechneten Bauleistungen offen von den Vorräten abgesetzt. Soweit die zum Bilanzstichtag erhaltenen Anzahlungen den Bilanzausweis der in den Vorräten ausgewiesenen Bauleistungen übersteigen, wird der übersteigende Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit noch nicht einzelwertberichtigt, wird wegen des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten, nach dem strengen Niederstwertprinzip aber höchstens zum Kurswert am Bilanzstichtag bilanziert.

Kassenbestände und Bankguthaben werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungspositionen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Aus diesem ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 3 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 10TEUR).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzte Kosten für die Zeit nach dem Bilanzstichtag. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das im Handelsregister eingetragene Kommanditkapital der Gesellschaft beträgt EUR 600.000,00.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rekultivierungsverpflichtungen, Abbruch- und Rückbauverpflichtungen (3.496 TEUR, Vorjahr 2.868 TEUR), Urlaubsverpflichtungen und Freizeitkonten der Mitarbeiter (359 TEUR, Vorjahr 347 TEUR), Gewährleistungsverpflichtungen und Nacharbeiten (544 TEUR, Vorjahr 383 TEUR), unterlassene Instandhaltungen (85 TEUR, Vorjahr 86 TEUR) und weitere Positionen.

Die Rückstellungen werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften zu den voraussichtlichen, zukünftigen Erfüllungswerten bewertet. Insbesondere für die erst langfristig zu erfüllenden Rekultivierungs-, Abbruch- und Rückbauverpflichtungen wurden die hierfür zu erwartenden Erfüllungsbeträge auf der Basis des derzeitigen Preisniveaus und der für die Zukunft zu erwartenden Preissteigerungsraten geschätzt. Die so ermittelten Werte werden nach dem zum Bilanzstichtag erreichten Ausbeutegrad bzw. der Vertragslaufzeit angesammelt. Rückstellungen für den Rückbau der auf gepachteten Flächen errichteten Gebäude und Anlagen werden über die restliche Laufzeit des Pachtvertrages angesammelt. Die so ermittelten Beträge werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Rekultivierungs-, Abbruch- und Rückbauverpflichtungen haben teilweise Restlaufzeiten von mehr als 10 Jahren.

Zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeiten und Besicherung wird auf die Anlage zum Anhang (Verbindlichkeitenspiegel) verwiesen.

Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in folgender Höhe:

Miet- und Pachtverpflichtungen circa 30 TEUR / p.a.
Leasingverpflichtungen und ähnliches unwesentlich
Bestellobligo (Baumaschinen/Fahrzeuge usw.) 576 TEUR

Haftungsverhältnisse

Wie im Baugewerbe üblich, ist unsere Gesellschaft in Einzelfällen gemeinsam mit anderen Unternehmen im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften (ARGE) tätig. Die Mitglieder der ARGE haften gegenüber den Auftraggebern gesamtschuldnerisch. Dieses Risiko der gesamtschuldnerischen Haftung für die ARGE-Partner wird teilweise durch Bürgschaften der Partner untereinander abgesichert. Ein Risiko der Inanspruchnahme ist derzeit nicht erkennbar.

Darüber hinaus sind keine weiteren Haftungsverhältnisse anzugeben.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, u. a. resultierend aus der regelmäßigen Erneuerung unseres Maschinenparks.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

gewerbliche Mitarbeiter 65 (63)
bauleitende bzw. kaufmännische Mitarbeiter 21 (20)
Auszubildende 7 (7)

Geschäftsführung

Die Scheiff Verwaltungsgesellschaft mbH (Komplementärin) wird durch ihre beiden alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer vertreten:

Herr Willi Scheiff, Diplom-Ingenieur, Euskirchen-Kirchheim

Herr Roland Scheiff, Ass. jur., Euskirchen-Kirchheim

Beide Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Anteilsbesitz / persönlich haftende Gesellschafterin

Die Position Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft unsere Beteiligung an folgender Gesellschaft:

Name/Firma: Scheiff Verwaltungsgesellschaft mbH
Sitz: Euskirchen
Beteiligungsquote: 100,00 %
Nennkapital: 25.564,59 EUR
Eigenkapital des letzten vorliegenden Jahresabschlusses: 78.695,02 EUR
Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses: 119,35 EUR

Diese Gesellschaft ist zugleich persönlich haftende Gesellschafterin unserer Gesellschaft.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres nach den Regelungen des Gesellschaftsvertrages auf die Gesellschafter zu verteilen.

 

Euskirchen, 03.06.2024

gez. Willi Scheiff

gez. Roland Scheiff

Anlagenspiegel

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 225.901,75 0,00 0,00 225.901,75
225.901,75 0,00 0,00 225.901,75
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 680.418,72 0,00 0,00 680.418,72
2. technische Anlagen und Maschinen 3.199.628,63 0,00 0,00 3.199.628,63
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.820.109,05 1.535.711,25 -657.500,60 11.698.319,70
14.700.156,40 1.535.711,25 -657.500,60 15.578.367,05
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,60 0,00 0,00 25.564,60
25.564,60 0,00 0,00 25.564,60
14.951.622,75 1.535.711,25 -657.500,60 15.829.833,40
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 187.103,26 16.354,06 0,00 203.457,32 22.444,43 38.798,49
187.103,26 16.354,06 0,00 203.457,32 22.444,43 38.798,49
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 626.595,42 9.576,76 0,00 636.172,18 44.246,54 53.823,30
2. technische Anlagen und Maschinen 2.660.386,49 152.608,02 0,00 2.812.994,51 386.634,12 539.242,14
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.354.420,91 1.013.058,59 -504.526,35 7.862.953,15 3.835.366,55 3.465.688,14
10.641.402,82 1.175.243,37 -504.526,35 11.312.119,84 4.266.247,21 4.058.753,58
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 25.564,60 25.564,60
0,00 0,00 0,00 0,00 25.564,60 25.564,60
10.828.506,08 1.191.597,43 -504.526,35 11.515.577,16 4.314.256,24 4.123.116,67

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit davon mit einer Restlaufzeit von Besicherung
bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren davon gesichert Art und Form
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 791.027,31 259.782,98 531.244,33 0,00 791.027,31 Sicherungsübereignungen
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 605.873,43 605.873,43
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376.250,46 376.250,46 branchenübliche Eigentumsvorbehalte
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.727.091,57 3.727.091,57
5. sonstige Verbindlichkeiten 513.126,71 513.126,71
6.013.369,48 5.482.125,15 531.244,33 0,00 791.027,31

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Josef Scheiff GmbH & Co. KG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Josef Scheiff GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Josef Scheiff GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und von wp.net festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund doloser Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und von wp.net festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 18. Juni 2024

ENDERS & KOLLEGEN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christoph Enders, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis ist den Konten der Gesellschafter gutzuschreiben.

Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2024 festgestellt.

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