rohi stoffe GmbH
Schönlinderstraße 1, 82538 Geretsried, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Weidich seit 6.7.2016 | Prokura |
Martina Susann Wendler seit 6.7.2016 | Prokura |
Klaus Philipp Dahm seit 9.8.2005 | Geschäftsführer |
Katrin Gitta Hielle-Dahm seit 14.11.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% | |
| 45.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
rohi stoffe GmbHGeretsriedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023der rohi stoffe GmbH, GeretsriedI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft wird im Handelsregister unter der Nummer HRB 64583 beim Amtsgericht München geführt. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den gemäß § 288 HGB möglichen Erleichterungen bei den Angaben haben wir teilweise Gebrauch gemacht. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind in der Regel im Anhang zu finden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. 2. Sachanlagen Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel erfasst. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern die Gründe für eine Abschreibung wieder entfallen sind, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Da es sich um nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände handelt, sind die Finanzanlagen in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert mit den entsprechenden Rückstellungen saldiert ausgewiesen worden. 4. Vorräte Die Bewertung der Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Bei der Bewertung wurde das strenge Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB beachtet. Für nicht gängige Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden angemessene Abschläge, gestaffelt nach dem Zeitpunkt des letzten Zugangs, vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten sind außer direkten Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Für nicht gängige Fertigerzeugnisse wird ein angemessener Abschlag vorgenommen. Die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden gegebenenfalls angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Die grundsätzlich unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisenden Rückdeckungsversicherungen werden in der Bilanz mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. 6. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird ausgewiesen, wenn der beizulegende Zeitwert des auf eine Pensionsrückstellung entfallenden Deckungsvermögens den Wertansatz der Rückstellung übersteigt. 9. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein Rechnungszins von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Bei Anspruchsberechtigten, die das Pensionsalter noch nicht erreicht haben, wurde der Berechnung ein Gehaltstrend von 0 %, ein Rententrend von 1 % sowie eine Fluktuation von 0 % zugrunde gelegt. Für Leistungsempfänger wurde ein Rententrend von 0 % angesetzt. Soweit beitragsorientierte kongruent rückgedeckte Pensionszusagen vorliegen, werden die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit IDW RS HFA 30 mit dem Zeitwert der zugehörigen Rückdeckungsversicherung angesetzt. Die Verpflichtungen aus Pensionen sind teilweise durch Finanzanlagen sowie mit bestehenden Rückdeckungsversicherungen gesichert, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet wurden. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden daher gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen basiert auf folgenden Werten:
Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag, der auf dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der letzten zehn bzw. der letzten sieben Geschäftsjahre beruht, beträgt TEUR 13.343. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt TEUR 54. 10. Steuer- und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. 11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 12. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsforderungen sind grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Für Fremdwährungsverbindlichkeiten kommt grundsätzlich der Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Entstehung oder der höhere Stichtagskurs zur Anwendung. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Stichtagskurs. III. Angaben zur Bilanz 1. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" enthält seit dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von insgesamt TEUR 256 beantragte Zuwendungen im Rahmen des staatlichen Hilfsprogramms "Corona Überbrückungshilfe IV", welchem der Förderzeitraum Januar bis Juni 2022 zugrunde liegt. 2. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung/Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Da der beizulegende Zeitwert der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen den Wertansatz der Rückstellung zum 31. Dezember 2023 nicht mehr übersteigt, ergibt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 kein "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung", der auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen wird. 3. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 196.316,00 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: TEUR 1.437,5 durch eine Bürgschaft der KfW sowie Abtretung von Forderungen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind im Geschäftsjahr 2023 die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen saldiert mit den Aufwendungen und Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen ausgewiesen. Der daraus resultierende Betrag setzt sich wie folgt zusammen:
Darüber hinaus sind unter diesem Posten Zinsen für langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 18) sowie Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 gem. § 267 HGB durchschnittlich 54 Mitarbeiter (Vorjahr: 52 Mitarbeiter). 2. Gesellschaftsorgane Zusammensetzung der Geschäftsführung:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Die rohi stoffe GmbH ist Mit-Darlehensnehmerin bzw. Mithafterin für ein von der ROHI - Marga Hielle-Vatter GmbH & Co. KG, Geretsried, aufgenommenes Darlehen, das zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 51 valutiert. Die Inanspruchnahme aus dieser Mithaftung schätzt die Geschäftsführung aufgrund der guten Bonität des Schuldners als sehr gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen im Wesentlichen aus dem Pachtvertrag mit der ROHI - Marga Hielle-Vatter GmbH & Co. KG, Geretsried. Der Pachtvertrag ist beiderseits mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres kündbar. Die Pacht setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen und ist teilweise variabel, so dass die künftigen Verpflichtungen nicht genau beziffert werden können. In den Jahren 2023 und 2022 betrugen die Pachtaufwendungen TEUR 156 bzw. TEUR 128. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse oder wesentliche finanzielle Verpflichtungen. 4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsberichterstattung) Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre. Hinsichtlich der Auswirkungen des weiter andauernden Ukraine Krieges wird auf den Lagebericht verwiesen. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresverlust in Höhe von EUR 460.999,75 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.561.197,59 auf neue Rechnung vorzutragen.
Geretsried, 16. August 2024 für die rohi stoffe GmbH für die rohi stoffe GmbH Philipp Dahm Katrin Hielle-Dahm Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT 2023rohi stoffe GmbH, Geretsried1 Grundlagen des Unternehmens Die rohi stoffe GmbH ("rohi") mit Sitz in Geretsried ist eine mittelständische, in dritter Generation inhabergeführte Jacquardweberei. Ursprünglich als Handweberei am 1. März 1933 im Sudetenland gegründet, hat sich rohi als Anbieter qualitativ hochwertiger Sitzbezugsstoffe für den Aircraft- (AIR), Möbel- (LIVING) und Objektbereich (PUBLIC) einen internationalen Kundenstamm aufgebaut. Der überwiegende Anteil der produzierten Stoffe wird für die individuelle Kabinenausstattung internationaler Fluglinien verwendet. Daneben gehören zu den Kunden renommierte Unternehmen der Möbelindustrie. Im Objektbereich arbeitet rohi mit Objektentwicklern, Architekturbüros und Raumausstattern zusammen, die öffentliche Gebäude und Räume mit spezifischen gestalterischen und technischen Anforderungen wie beispielsweise Konzertsäle planen und umsetzen. Mit den im eigenen Haus entwickelten Stoffkollektionen sowie der Entwicklung kundenspezifischer Produkte ist rohi innerhalb der Branche weltweit bekannt und etabliert. Es bestehen langjährige und intensive Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Partnern auf allen Kontinenten. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Branchenentwicklung Die deutsche Heimtextilindustrie musste im Jahr 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr nahezu identische Reduzierung der Produktionsleistung verkraften (-7,0 % 1 ). Der Branchenumsatz ist nach zwei Jahren (2021 und 2022) mit Steigerungen im Jahr 2023 um -1,9 % 2 gesunken.
1 Vgl. Gesamtverband Textil+mode,
Konjunkturbericht 02/2024, S. 11.
2.2 Geschäftsverlauf Der Fokus von rohi liegt unverändert auf der konsequenten Ausrichtung auf höchste Produktqualität in Verbindung mit anspruchsvollem Design und kundenorientiertem Service. rohi bewegt sich somit in einem hoch spezialisierten Nischenmarkt, der in der Vergangenheit nicht zwangsweise dem konjunkturellen Markttrend gefolgt ist, und der auch zukünftig wohl nicht unmittelbar an die Entwicklung der Branche gekoppelt sein wird. Rohi konnte nach den pandemiegeprägten Jahren 2020 und 2021 bereits im Jahr 2022 eine deutliche Erholung der Umsätze erreichen und die eigenen Prognosen übertreffen. In der Vorausschau wurde für das Jahr 2023 erneut optimistisch mit einer weiteren Steigerung von insgesamt 36 % über alle Geschäftsbereiche geplant. Zum Jahresstichtag tatsächlich erzielt werden konnte trotz auf Rekordhöhe anwachsender Auftragsbestände letztlich eine Steigerung von ca. 27 %. Die Gründe für das Verfehlen der Umsatzziele liegen in erster Linie darin, dass parallel zum Anstieg der Nachfrage mit Beginn des zweiten Quartals sukzessive Kapazitätsengpässe in der Zulieferkette offenkundig wurden, die wider Erwarten dort mit der bestehenden Personaldecke im Jahresendspurt bis zum Jahresstichtag nicht mehr aufgeholt werden konnten. Es war abzusehen, dass eine vollständige Erholung der Luftfahrtindustrie nach der Pandemie einige Zeit in Anspruch nehmen wird und trotz der enormen Steigerungen in 2022 auch im Jahr 2023 noch nicht Umsatzzahlen aus der Zeit vor der Pandemie zu erwarten waren. Auch wenn eine Steigerung von 27,05 % zum Vorjahr erreicht wurde, blieb rohi aus den oben genannten Gründen um -6,57 % unter dem Umsatzplan für 2023. In Folge dieser Planverfehlung wurde auch das avisierte Jahresergebnis einer "schwarzen Null" nicht erreicht und es ist, entgegen der Planung, ein Jahresfehlbetrag zu verkraften. Neben den Umsatzerlösen ist das Jahresergebnis ein wichtiger Leistungsindikator der Geschäftsleitung. Ein Vergleich der von der Pandemie und ihren lang anhaltenden Folgewirkungen geprägten Jahre 2020 bis 2023 ist aufgrund der massiven Auswirkungen auf die Umsätze, Auftragseingänge und -bestände sowie die Lagerbestände, wie auch wegen diverser staatlicher Subventionen nicht sinnvoll möglich. Ein Vergleich mit den Jahren bis 2019 wäre diesbezüglich aussagekräftiger. Der Auftragseingang im Bereich AIR erholte sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr, das zweite Jahr in Folge deutlich um 66,22 %. Im Bereich LIVING sank der Auftragseingang gegenüber 2022 leicht um -1,96 %. Im Bereich PUBLIC konnte eine Steigerung von 59,29 % zum Vorjahr und somit nahezu die Zahlen des Rekordjahres 2021 erreicht werden. In 2023 konnten die während der Pandemie ausgesetzten Auslieferungen, begründet durch mangelnden Ersatzbedarf durch die (vorübergehenden) Groundings und Flottenreduzierungen während der Pandemiejahre allmählich aufgeholt und somit die entsprechenden Lagerbestände wieder abgebaut werden. Mittlerweile bewegen sich die Bestände im Bereich AIR wieder auf dem Niveau vor der Pandemie und dem Rekordjahr 2019, welches Lagerbestände in vergleichbarer Höhe zu verzeichnen hatte. 2.3 Lage des Unternehmens 2.3.1 Ertragslage 2.3.1.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Gesamtumsatz von rohi lag mit einer Steigerung von 27,05 % im Jahr 2023 zwar deutlich über dem Vorjahr, aber dennoch unter dem Plan (-6,57 %). Der Trendwende des Jahres 2022 (EUR 11,416 Mio.) nach den dramatisch eingebrochenen Umsätzen der Jahre 2021 (EUR 7,835 Mio.) und 2020 (EUR 10,561 Mio.) konnte weiter gefolgt werden und im Jahr 2023 ein Umsatz in Höhe von EUR 14,504 Mio. erzielt werden. Ohne die Kapazitätsengpässe in der Lieferkette wären hier ca. EUR 1 Mio. höhere Umsätze möglich gewesen. rohi verzeichnete dabei in den drei Geschäftsfeldern AIR - LIVING - PUBLIC eine sehr unterschiedliche Umsatzentwicklung:
Der Geschäftsbereich AIR hat den größten Anteil zum Umsatz von rohi beigetragen. Im Jahr 2023 konnte dieser im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich gesteigert werden. Der Anteil des Geschäftsbereichs AIR beträgt nunmehr 70,79 % am Gesamtgeschäft (Vorjahr 2022: 61,24 %, 2021: 45,40 %) und entwickelt sich weiterhin deutlich in Richtung der Anteile der Jahre vor der Pandemie mit ca. 80 %. Der Geschäftsbereich LIVING (Möbelindustrie) musste im Jahr 2023, nach Jahren mit Umsatzsteigerungen, trotz kostengetriebener Preisanpassungen eine Reduzierung um -7,85 % verkraften. Aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerungen im Geschäftsbereich AIR trägt der Geschäftsbereich LIVING aktuell mit 21,97 % zwar einen geringeren Anteil zum Gesamtumsatz des Unternehmens als im Vorjahr (30,29 %) bei, aber immer noch mehr als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Der Geschäftsbereich PUBLIC (Objekte, Facheinzelhandel) verantwortete in diesem Jahr 7,02 % (Vorjahr: 7,91 %) des Umsatzes. In 2023 stieg der absolute Umsatz (EUR 1,018 Mio.) im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich an und erreichte gerundet exakt den Rekordumsatz des Jahres 2021 (EUR 1,018 Mio.). Der Geschäftsbereich 13RUGS (Teppichunikate) verzeichnete mit TEUR 33 einen geringeren Umsatz als in den Vorjahren (2022: TEUR 65, 2021: TEUR 63). Das liegt insbesondere an der vom Kunden gewünschten Verschiebung eines größeren Auftrags in Höhe von TEUR 21 ins Folgejahr. Demnach trug der Bereich im Jahr 2023, auch aufgrund des gestiegenen Gesamtumsatzes von rohi, einen nochmals gesunkenen Anteil in Höhe von 0,23 % (Vorjahr: 0,57 %) zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.
Der Anteil des auf allen Kontinenten erzielten Exportumsatzes betrug bis einschließlich 2019 immer über 80 %. Aufgrund des pandemiebedingt vorübergehend deutlich eingebrochenen Anteils des Umsatzes mit der (internationalen) Luftfahrtindustrie sank die Exportquote in den Jahren 2020 bis 2022 deutlich ab. Im Jahr 2023 erreichte sie mit 72,02 % erstmals wieder einen Anteil über 70 %. Traditionell ist bei rohi aufgrund des Tätigkeitsschwerpunkts im Projektgeschäft (AIR und PUBLIC) der Auftragseingang von Monat zu Monat stark volatil. Nach der überwundenen Corona-Pandemie greifen die Erfahrungswerte der Jahre vor der pandemischen Ausnahmesituation wieder vermehrt zu. Am Jahresende 2020 konstatierte rohi im Bereich AIR und PUBLIC noch ein um -69,30 % gesunkenes Auftragseingangsvolumen gegenüber dem Vorjahr. Bereits Ende 2022 betrug die Steigerung 62,21 %. Ende des Berichtsjahres konnte im Vergleich zum Vorjahr das Auftragseingangsvolumen erneut um 65,64 % gesteigert werden. Schlussendlich ist - vor dem Hintergrund der vorhergehenden Erläuterungen zum Geschäftsverlauf sowie zur Ertragslage - das negative Jahresergebnis von TEUR -461 in 2023 beeinflusst von fehlendem Umsatz aufgrund Kapazitätsengpässen bei den Zulieferern, aber auch von diversen Sondereffekten: Das Vorjahresergebnis (2022: TEUR -347) konnte durch die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsangebote, wie die Corona-Überbrückungshilfen sowie das Kurzarbeitergeld, aber auch durch Rückstellungsauflösungen, deutlich gestützt werden. 2.3.1.2 Sortiment und Produktion Im Wesentlichen wird der Umsatz von rohi mit Stoffen aus eigener Entwicklung erzielt, die im Hause sowie bei mehreren inländischen Lohnwebbetrieben nach dem Prinzip der verlängerten Werkbank hergestellt werden. Ein kleiner Anteil des Umsatzes im Bereich AIR wird mit Handelswaren generiert, in erster Linie Sitzbezugsleder, die von renommierten Vorlieferanten bezogen werden und das Produktsortiment im Sinne textiler Kabinenkonzepte abrunden. Jährlich unterschiedliche Anteile dieser beiden Produktgruppen resultieren in erster Linie aus dem kunden- und projektspezifischen Einsatz zugekaufter Handelsware. Im Berichtszeitraum lag der Umsatzanteil der zugekauften Handelsware bei 5,2 % (Vorjahr: 6,8 %). Mit dem Vertrieb solcherart zugekaufter Handelsware erfüllt rohi das Kundenbedürfnis nach weiterer Produktvielfalt innerhalb bestehender und neu angebahnter Kundenbeziehungen. Das individuelle Produkt "13RUGS", das im Jahr 2015 zur Marktreife gebracht und Anfang 2016 auf der internationalen Möbelmesse in Köln offiziell vorgestellt wurde, wird weiterhin erfolgreich angeboten. Dieses Produkt wird in einem eigens entwickelten mehrstufigen Filzverfahren aus Webkanten der Weberei zu Teppichunikaten verarbeitet, die ihre eigene Geschichte aus Farbe, Design und Material erzählen. 2.3.1.3 Einkauf, Material und betriebliche Aufwendungen rohi kauft das Rohmaterial für die eigenen Produkte bei europäischen Spinnereien ein, die sich auf dem Weltmarkt mit Rohwolle eindecken. rohi verfolgt in engem Kontakt mit den Lieferanten die Rohstoffsituation auf den Weltmärkten. Beschaffungspreise werden nicht allein durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Auch die Bewegungen auf den Devisenmärkten (US- und Austral-Dollar) sind ein wichtiger Einflussfaktor: Aufgrund des schlagartigen Rückgangs der Nachfrage durch die Corona- Pandemie waren die Rohstoffpreise im Vorjahr zunächst drastisch gesunken. Mit Erholung der Nachfrage pendelten sich die Rohwarenpreise in US-Dollar dann im Jahre 2021 auf einem vergleichbaren Niveau wie vor der Pandemie ein. Der gegenüber dem US-Dollar seit Mitte 2020 erstarkte Euro sorgte letztlich für Rohwarenpreise leicht unter dem Niveau vor der Pandemie. rohi verfolgt weiterhin den Verlauf der globalen Rohstoffsituation nicht allein mit Blick auf Schwankungen in der Nachfrage, sondern auch unter dem Aspekt der aktuellen Währungssituation. Unter diesen Gesichtspunkten können zukünftige Preisrisiken am Beschaffungsmarkt dennoch nicht ausgeschlossen werden. In 2023 ist die Herstellkostenquote mit 65,1 % im Vergleich zum Vorjahr mit 65,8 % minimal gesunken, was insbesondere auf eine veränderte Zusammensetzung des Produktmixes durch den Wiederanstieg des Anteils leichterer Stoffe für den Geschäftsbereich AIR zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB liegt bei 54 (Vorjahr: 52) Personen. Aufgrund des Umsatzanstiegs ist die Personalkostenquote gemessen an der betrieblichen Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken, liegt aber immer noch über den Werten vor der Corona-Pandemie. Die Verwaltungskostenquote ist aus dem gleichen Grund im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hingegen ist die Quote der Vertriebskosten aufgrund gestiegener Werbe -, Messe- und Reisekosten angewachsen. Die übrigen Betriebskosten lagen mit TEUR 448 um 31,35 % über Vorjahr (2022: TEUR 341). Die Quote der übrigen Betriebskosten lag aber mit 3,11 %, gemessen an der Gesamtleistung, nur leicht über Vorjahresniveau (2022: 2,95 %). Diese befindet sich, insbesondere aufgrund einer im Vergleich zu den Geschäftsjahren vor der Corona-Pandemie nach wie vor niedrigen Pacht, auf niedrigem Niveau. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Lagerbestände an Fertigwaren sind das vierte Jahr in Folge gesunken. Das hohe Niveau der Vorjahre, welches in der Kollektionierung neuer Artikel und Farben im Bereich LIVING, in neugewonnenen Kundenprogrammen im Bereich AIR und PUBLIC, sowie in einer Reaktion auf die Forderung großer Kunden nach einer weiteren Verbesserung der Lieferfähigkeit durch Abrufaufträge im Bereich AIR, LIVING und PUBLIC lag, hat sich insbesondere aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage reduziert. Der Halbfertigwarenbestand, hierbei handelt es sich um eine Momentaufnahme, ist zum Stichtag niedriger als im Vorjahr, aber auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Garnbestände sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2023: EUR 2,445 Mio., 2022: EUR 1,969 Mio.). Ursache hierfür ist der hohe Auftragseingang und -bestand, der im Jahresendspurt nicht mehr verwebt werden konnte. Zum Stichtag stiegen, im Vergleich zum Vorjahr, die Vorräte insgesamt um 9,75 % (2023: EUR 4,346 Mio., 2022: EUR 3,960 Mio.). Das für ihr Geschäft erforderliche Anlagevermögen wird der rohi stoffe GmbH auf Grundlage vertraglicher Vereinbarung von einem verbundenen Unternehmen zur Nutzung überlassen. Die Finanzlage der rohi stoffe GmbH ist weiterhin stabil: Das im Vergleich zu vor der Pandemie niedrigere Auftragsvolumen konnte ohne Liquiditätsengpässe abgearbeitet werden. Zur Absicherung des aktuellen Liquiditätsbedarfs sowie einer künftigen Ausweitung der Umsätze infolge einer weiterhin erwartbaren Markterholung wurde 2021 ein zinsgünstiges KfW-Darlehen abgeschlossen, dessen planmäßige Tilgung in 2023 begonnen wurde. Zum Stichtag des aktuellen Jahres befanden sich die liquiden Mittel auf dem ausreichenden Vorjahresniveau. Die zukünftige Liquiditätsentwicklung wird weiterhin vorsichtig geplant und regelmäßig überarbeitet, um gegebenenfalls absehbaren Engpässen entgegenzuwirken. Derzeit sind derartige Engpässe nicht erkennbar. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen liegt leicht unter dem Vorjahr. Ein überwiegender Teil der Außenstände und Projekte wird soweit möglich und verfügbar durch eine Warenkreditversicherung rückgedeckt. Nachdem die Versicherung schon zu Beginn der Pandemie ihre Deckungen selbst für zahlreiche internationale Flag-Carrier entzogen hat, musste vermehrt mit entsprechend angepassten Zahlungszielen gearbeitet werden. Aufgrund der Markterholung erfolgten bereits beginnend in 2022 und in 2023 wieder vermehrt Deckungen durch die Warenkreditversicherung. Wenn notwendig, wird weiterhin mit den angepassten Zahlungszielen gearbeitet. Unter anderem dank der moderaten Entnahmepolitik der Gesellschafter sowie weiterer Tilgung bestehender Betriebsmitteldarlehen lag die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag trotz der pandemiebedingten Verlustjahre noch bei 43,1 % (Vorjahr: 51,5 %). Die bestehenden Pensionszusagen sind zu einem Teil durch Finanzanlagen sowie Rückdeckungsversicherungen gedeckt, die an die Versorgungsberechtigten zur Sicherung der Pensionsansprüche verpfändet wurden. 2.3.3 Personalsituation und Mitarbeiter rohi begründet den anhaltenden Erfolg des Unternehmens am Markt vor allem mit dem kundenorientierten Teamwork seiner langjährigen erfahrenen Mitarbeiter. Das Unternehmen legt großen Wert auf qualifizierte, einsatzbereite und flexible Mitarbeiter sowie eine nachhaltige Personalpolitik. Junge Talente sollen mit neuen Ideen zum Geschäftserfolg beitragen und das Wissen und den Erfahrungsschatz der langjährigen Mitarbeiter übernehmen. Zur Erhaltung des von den Kunden geforderten Services und zur (Weiter-)Entwicklung neuer Produkte wird weiterhin ein besonderes Augenmerk auf qualifiziertes Personal gelegt. Für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wird in der Regel jedes Jahr ein gleichbleibendes Budget zur Verfügung gestellt. Der Personalstand der Gesellschaft beträgt im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 54 (Vorjahr: 52) Mitarbeiter. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht Angesichts der sukzessiven Erholung des Luftverkehrs nach Rücknahme der Reiserestriktionen im Rahmen der weltweiten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung und deren erwiesenermaßen prohibitiver Auswirkungen auf die Passagier-Luftfahrt hat rohi für das Jahr 2024 im Luftfahrtbereich mit einer Erholung auf das durchschnittliche Niveau der Jahre vor der Pandemie geplant. Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 2024 lag rohi im Luftfahrtbereich sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang über dem geplanten Monatsdurchschnitt für das Gesamtjahr 2024. In den Bereichen LIVING und PUBLIC rechnet rohi aufgrund der intensivierten Marktbearbeitung durch Investitionen im Bereich Marketing und Vertrieb für das aktuelle Geschäftsjahr mit weiterem Wachstum aufgrund von weiteren Neu-Kollektionierungen und des erfolgten Ausbaus der Vertriebsaktivitäten in Südeuropa, wobei im Bereich LIVING mittelfristig ein weiteres Wachstum und im Bereich PUBLIC nach dem erfolgreichen Vorjahr eine Konsolidierung erwartet wird. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 2024 befinden sich der LIVING-Umsatz und Auftragseingang vor dem Hintergrund einer generell deutlich rückläufigen Marktentwicklung in der Möbel- und Einrichtungsbranche zwar deutlich unter dem mittelfristig aufgestellten Plan, jedoch nur knapp unter dem Niveau des bisherigen Rekordjahres 2022. Der Bereich PUBLIC liegt deutlich über Plan und Vorjahr. Die Vertriebsaktivitäten werden weiterhin forciert und durch den beibehaltenen Ausbau im Bereich Vertrieb, Entwicklung & Design intensiv unterstützt. Auch die Homepage wird permanent technisch und visuell auf dem neuesten Stand gehalten, um Kunden und Interessenten insbesondere aus dem Bereich LIVING/PUBLIC zahlreiche neue Serviceleistungen anzubieten, und das Angebot kontinuierlich auszubauen bzw. zu verfeinern. Innerhalb des Marktes will rohi mit einem breiten Produktangebot und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch in Zukunft eine zunehmende Marktpräsenz erreichen. Dabei wird sowohl während als auch nach der Pandemie ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit in der Produkt- und Servicequalität und größtmögliche Flexibilität vom Markt erwartet. In den Jahren vor der Pandemie hatte rohi auf der jährlich stattfindenden "Aircraft Interiors Expo" gemeinsam mit seinem langjährigen Partner Anker Teppichboden mit fünf gemeinsamen "Create!"-Studien ein innovatives, integriertes Präsentationskonzept etabliert. Dieses kann demonstrieren, wie rohi (und Anker) an außergewöhnliche Design- und Branding-Aufgaben herangehen und diese konzeptionell so umsetzen, dass sich Gestaltern am Ende des Prozesses mit konkreten Vorschlägen ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Nach dem erfolgreichen Launch von "Create FLOW!" auf der Aircraft Interiors Expo 2023 (AIX) wurde noch im Juni 2023 mit der Entwicklung einer weiteren gemeinsamen "Create!"-Studie begonnen: "Create SILENCE!" wurde im Juni 2024 erfolgreich auf der AIX präsentiert und stieß sowohl für ihre konzeptionelle als auch inhaltliche Präsentation auch im siebten Jahr auf sehr positive Kundenresonanz. Über Art und Inhalt einer weiteren Studie oder mögliche Alternativen wird noch vor der Sommerpause in einem gemeinsamen Messereview entschieden werden. rohi hat in Anlehnung an die von der IATA laufend aktualisierten Marktprognosen 3 eine Planungsrechnung (Ertrags- und Finanzlage) für das Geschäftsjahr 2024 mit entsprechenden Maßnahmenplänen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung erstellt, um je nach weiterer Entwicklung aufgrund aufmerksamer Beobachtung entsprechend kurzfristig reagieren zu können.
3 vgl. IATA Global Outlook for Air Transport -
June 2024
rohi war dem pandemiebedingten Einbruch der Umsätze mit Einsparmaßnahmen, Zurückstellen von nicht dringenden Investitionen sowie den von der Politik angebotenen Hilfsprogrammen (wie insbesondere Corona-Überbrückungshilfe, KfW-Kredit sowie Kurzarbeitsinstrumentarium) begegnet, um möglichst lange an der nachhaltigen Personalpolitik und dem hohem Engagement in der Entwicklung neuer Produkte und weiterer Kosteneinsparungen für die Kunden festhalten zu können. Auch wurde von Seiten der Geschäftsführung und der Gesellschafter in Abstimmung mit externen Beratern entschieden, vorübergehend negative Geschäftsergebnisse in Kauf zu nehmen, um die eigene Leistungsfähigkeit für eine erstarkende Nachfrage nach der Pandemie sicherstellen bzw. erhalten zu können. Dieser kostenintensive Weg hat sich bei wieder anziehenden Märkten und sehr zahlreichen, zeitgleichen Projekten zu Jahresbeginn als richtig erwiesen, die nur dank dieser personellen Kapazitäten erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Mit seiner flexiblen und branchenübergreifenden Lieferkette ist rohi nach den eingeleiteten Anpassungen im zweiten Halbjahr 2023 weiterhin in der Lage, sich auch sehr kurzfristig an steigende (oder aber, wie in der aktuellen Rezession, ggf. auch an vorübergehend deutlich geringere) Kundenbedarfe anzupassen. Angesichts des aktuellen Preisdrucks aufgrund der schwierigen Marktsituation für einzelne Airlines wird rohi ferner seine stetigen Bemühungen um weitere Kostenreduzierungen weiter verfolgen. rohi arbeitet vorzugsweise im Projektgeschäft mit teilweise sehr langen Vorlaufzeiten. Damit verbunden sind hohe Vorlaufinvestitionen für die Gestaltung neuer Muster. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Erfolgsaussichten für Projekte in der Planungsphase nicht immer eindeutig sein können. Auch kann es durch Auslaufen bestehender und verzögerte Anläufe neuer Flugzeugprogramme zu vorübergehenden Schwankungen bei Auftragseingang und Umsatz kommen. Ebenso sind globale Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der zunehmenden Spannungen im Mittleren Osten im Auge zu behalten. Die Zuwendungen aus der Überbrückungshilfe IV in Höhe von TEUR 242 wurden in 2022 als sonstiger Vermögensgegenstand bzw. sonstiger betrieblicher Ertrag gebucht. Nach Antragstellung wurde ein Ablehnungsbescheid erlassen. Gegen diesen Bescheid wurde als einzig zulässigen Rechtsbehelf Klage vor dem Verwaltungsgericht München eingelegt. Da die Antragsvoraussetzungen als erfüllt angesehen werden, wird - auch in Abstimmung mit externen Rechtsberatern - die Werthaltigkeit der Forderung für hinreichend sicher beurteilt. Bis dato ist keine Entscheidung durch das Verwaltungsgericht ergangen. Auf der Beschaffungsseite ist als Risiko zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts die Rohstoffpreisentwicklung im Auge zu behalten. Hier bleiben optimierte Eindeckungsmengen und - zeitpunkte von hoher Bedeutung. Dies gilt ferner aufgrund der unterschiedlichen Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung in den USA und in Europa und deren Effekte in Gestalt eines steigenden Dollarkurses. 4 Ausblick Trotz der in den Vorjahren erreichten globalen Aufstellung und weiteren Fortschritten bei der Reduzierung bestehender "Klumpenrisiken" durch einzelne, wenige Großkunden bleibt die weitere Entwicklung des Luftverkehrs in verschiedenen Regionen der alles überlagernde und bestimmende Faktor für die weitere Entwicklung des für das Unternehmen wichtigen Geschäftsbereichs AIR. Dieser Markt ist gleichzeitig transparent und detailliert prognostiziert und die Entwicklung gut im Internet verfolgbar. rohi geht gemäß den einschlägigen Prognosen der IATA davon aus, dass der Luftfahrtbereich das Vor-Pandemie-Niveau in 2024 erreichen wird, und die Luftfahrt- und Flugzeugindustrie dann über alle Regionen wieder auf den langfristig mit 3,8 % per Annum prognostizierten Wachstumspfad einschwenken wird 4. Neben grundsätzlichen Beeinträchtigungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung durch globale Risiken wie den Klimawandel, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die zunehmenden Spannungen im Mittleren Osten, die anstehenden Wahlen in den USA, die Verlangsamung der Wirtschaftsentwicklung in China und steigende Zinsen sind diesbezüglich für rohi aktuell keine wesentlichen direkten Auswirkungen erkennbar bzw. treten diese bei Weitem hinter die Spätfolgen der Coronapandemie zurück. Die Reichweite der vorhandenen Rohstoffkontrakte und Lagerbestände sowie ein ansteigendes Preisniveau in der Lieferkette führen zu der Annahme, dass die Herstellkosten sich bei etwa gleichbleibender Verteilung des Umsatzes auf die einzelnen Produkte und Marktsegmente im Jahresverlauf abermals steigend entwickeln werden und somit auch einen negativen Einfluss auf das Ergebnis haben werden, sofern diese nicht über die Verkaufspreise in angemessener Weise an die Kunden weitergegeben werden würden. Entsprechende Preisanpassungen bleiben dabei unumgänglich, obwohl insbesondere die Polstermöbelindustrie angesichts der aktuellen Inflation und des Abflauens der pandemiebedingten Sonderkonjunktur im Einrichtungsbereich unter Druck steht und daher Umsatzrückgänge bei einzelnen Bestandskunden zu erwarten sind.
4 vgl. IATA Global Outlook for Air Transport -
June 2024, S. 10.
Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht unter Berücksichtigung der vorgenannten Einsparmaßnahmen und weiterer Annahmen (insbesondere hinsichtlich der üblichen kunden- und projektspezifischen Verschiebungen im Produktmix) von im Vergleich zu 2023 deutlich steigenden Umsätzen und von einem wieder deutlich positiven Jahresergebnis aus. Das Jahr 2024 ist dabei umsatzseitig in den Bereichen AIR und PUBLIC defensiv, im Bereich LIVING angesichts der aktuellen Marktschwäche im Einrichtungsbereich ambitioniert geplant. Insofern werden die aufgestellte Planung sowie die zu Grunde liegenden Prämissen laufend kritisch überwacht. Angesichts der eingeleiteten Maßnahmen und der aktuellen Marktentwicklung ist rohi zuversichtlich, den Corona-bedingten Marktschock im Luftfahrtbereich 2024 hinter sich lassen zu können und an dem von der IATA für die kommenden Jahre prognostizierten Wachstum teilhaben zu können. Die bereits etablierten Märkte und Accounts der Geschäftsbereiche LIVING und PUBLIC entwickeln sich aktuell leicht abwärts, daher wird die von rohi eingeleitete Internationalisierung dem entgegenwirkend weiter fortgeführt.
Geretsried, 16. August 2024 für die rohi stoffe GmbH für die rohi stoffe GmbH Philipp Dahm Katrin Hielle-Dahm Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die rohi stoffe GmbH, Geretsried Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der rohi stoffe GmbH, Geretsried, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der rohi stoffe GmbH, Geretsried, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 16. August 2024 PSP
Peters Schönberger GmbH
Andreas Vogl, Wirtschaftsprüfer Michael Söllner, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung In der Gesellschafterversammlung vom 19.08.2024 wurden folgende Beschlüsse gefasst: Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 mit einem Jahresverlust von € 460.999,75 wird hiermit festgestellt. Der Jahresverlust der Gesellschaft zum 31.12.2023 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 31.12.2023 (€ 3.561.197,59) verrechnet und insgesamt also in Höhe von € 3.100.197,84 auf neue Rechnung vorgetragen. |
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