LieferZwerge Vertrieb GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Schocher seit 25.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.31% | |
M****** K****** | 2.65% |
| 2.04% |
| Name | Anteil |
|---|---|
MPN Marketplace Networks GmbHEigenbeteiligung | 7.76% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Chrono24 Direct GmbH (vormals: Zeitauktion GmbH)ChemnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
ANHANG zum 31.12.2021Zeitauktion GmbH, ChemnitzAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Grundsätzliches zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Zeitauktion GmbH für das Geschäftsjahr 2021 wurde auf Grund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Es wurden größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen 1 bis 23 Jahre. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt. Weiterhin enthalten diese angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Liquide Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Der Anlagenspiegel mit dem Stand und der Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage, welcher Bestandteil des Anhangs ist, beigefügt. Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0). Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 39). Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 103), Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 66), ausstehende Rechnungen (TEUR 40), Aufbewahrungsverpflichtungen (TEUR 23) sowie für Rechtsangelegenheiten (TEUR 20) gebildet. Betrag der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerk
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 1.479 und betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Raumsicherungsübereignung Warenlager Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 36.305 (Vorjahr: TEUR 11.196) in der Bilanz ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten bestehen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr vollständig gegenüber Gesellschaftern und betreffen mit TEUR 35.875 Verbindlichkeiten aus Darlehen (Vorjahr TEUR 11.100) sowie mit TEUR 430 Zinsverbindlichkeiten (Vorjahr EUR 96). Sonstige Angaben Finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen laufende Mietverträge sowie Kfz-Leasingverträge mit einem Gesamtbetrag von TEUR 1.537 (Vorjahr: TEUR 1.132). Die Mietverträge mit Verlängerungsoptionen haben dabei Restlaufzeiten von ein bis acht Jahren. Die Kfz-Leasingverträge haben eine Laufzeit von drei Jahren. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 97,0 (Vorjahr: 64,5). Die durchschnittlich 97,0 Arbeitnehmer teilen sich in 44,2 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 35,8), 51,3 Angestellte (Vorjahr: 27,7) und 1,5 Werkstudenten (Vorjahr: 1,0). Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 Gebrauch gemacht. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MPN Marketplace Networks GmbH, Karlsruhe, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und ist unter www.unternehmensregister.de abrufbar. Unterschrift der Geschäftsführung
Chemnitz, 29.04.2022 Stephan Sohn Patrick Schocher Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des UnternehmensDie Zeitauktion GmbH ist mit ihrem aktuellen Bestand per Ende 2021 auf Basis eigener Datenrecherche einer der größten Anbieter für gebrauchte Luxusuhren in der EU. Das Angebot der Zeitauktion GmbH richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an professionelle Uhreneinkäufer. Die Produkte wurden in 2021 auf der eigenen Webseite www.zeitauktion.com sowie auf der Webseite der Schwestergesellschaft Chrono24 GmbH und auf EBAY angeboten. Die Kompetenz der Zeitauktion GmbH liegt im Ankauf, der Aufarbeitung und dem Verkauf von hochwertigen Uhren aller bedeutenden Hersteller und Manufakturen. Gebrauchte Luxusuhren erfahren hier unter hochmodernen Bedingungen und in den Händen von Uhrmachern und Polisseuren eine Aufarbeitung zu einem nahezu neuwertigen Zustand. Die Zeitauktion GmbH ist ein Wachstumsunternehmen mit dem Ziel, seine Position als großer Anbieter von gebrauchten Luxusuhren innerhalb der EU weiterhin massiv zu stärken und nachhaltig zu sichern. Das Management wird den eingeschlagenen Weg zur Profitabilität weiterverfolgen. Die Zeitauktion GmbH ist eine 66,7 %-ige Tochter der MPN Marketplace Networks GmbH (im folgenden MPN), Karlsruhe. Weitere Anteile werden von Herrn Stephan Sohn (20 %) und Frau Claudia Sohn (13,3 %) gehalten. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer globale Markt für Luxusuhren hat in 2020 einen zweistelligen Umsatzrückgang erfahren. Der Umsatz 2021 wird gemäß Statista Marktprognose nunmehr auf ca. 22 Mrd. EUR geschätzt. McKinsey sieht laut ihrer Studie "The State of Fashion Watches & Jewellery" vom Juni 2021 einem jährlichen Umsatzwachstum bei gebrauchten Uhren bis 2025 von 8-10 % entgegen. Zukünftig wird es einen großen Wandel der Luxusuhrenindustrie vom stationären Handel hin zum Onlinehandel (Direct-to-Consumer-Kanäle) geben. Durch die zunehmende Digitalisierung und dem Wunsch des Kunden, online seine Produkte zu erwerben, ist der Markt für Gebrauchtuhren immer attraktiver geworden. McKinsey prognostiziert bis 2025 ein Marktvolumen von 29 bis 32 Mrd. USD. Dies entspricht mehr als die Hälfte des Marktes für neue Uhren. Die jüngste Entwicklung zeigt, dass der Markt für gebrauchte Luxusuhren während der Covid-19- Pandemie explodiert ist. Da Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet and Richard Mille ihre Produktion und damit Einzelstücke auf dem Markt limitieren, ist ein regelrechter Boom von An- und Verkauf gebrauchter und Vintage Uhren im Onlinehandel entstanden. 2.2. GeschäftsverlaufDie wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur internen Steuerung stellen die Umsatzerlöse sowie das EBITDA dar. Die in 2007 gegründete Gesellschaft konnte bis 2021 ihren Umsatz stetig erhöhen - im Vergleich zu 2020 wurde der Umsatz auf das 2,5-fache gesteigert (Umsatz 2021: TEUR 39.012). Das Team von nunmehr 98 Mitarbeitern erreichte bis heute eine fünfstellige Anzahl internationaler Kunden und verkaufte entsprechend ein Vielfaches an Uhren. Das vorab beschriebene starke Umsatzwachstum 2021 bedingte jedoch eine hohe Investition in die Struktur des Unternehmens, wodurch 2021 mit einem Verlust abgeschlossen hat. Das EBITDA als zweite Steuerungsgröße beträgt in 2021 TEUR -662 und ist damit um TEUR 92 geringer als in 2020 (TEUR -570). Das Management arbeitet nun an der Optimierung der betriebswirtschaftlichen Prozesse, um ab 2022 Gewinne zu erzielen. 2.3. ErtragslageDie Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar: Insgesamt konnte die Gesellschaft im Jahr 2021 ihren Umsatz um 149 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 39.012 steigern. Der Umsatzanstieg zieht sich durch alle Ländergruppen - wobei das Umsatzwachstum in Deutschland und der EU am stärksten ist.
Einhergehend mit der Ausweitung des Geschäftsumfangs ist gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 15.960 zu verzeichnen. Die Gesamtleistung stieg damit von TEUR 23.456 im Vorjahr auf TEUR 54.973 im Geschäftsjahr. Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 137,9 % von TEUR 20.645 im Vorjahr auf TEUR 49.106. Der Personalaufwand ist um TEUR 1.212 auf TEUR 3.270 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem notwendigen Recruiting von qualifiziertem Personal zur Erreichung des Umsatzvolumens und zur Neustrukturierung von Prozessen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2021 mit 97 Mitarbeitern ist im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 Mitarbeiter gestiegen. Die Abschreibungen haben sich mit TEUR 148 gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 85 erhöht. Ursächlich hierfür sind umfangreiche Ausbauten und Ausstattungen der gemieteten Objekte, insbesondere der Werkstätten. Sonstige betriebliche Aufwendungen sind mit TEUR 3.313 im Jahr 2021 ebenfalls deutlich um TEUR 1.960 (144,9 %) im Vergleich zu 2020 (TEUR 1.353) gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Verkaufsprovisionen (TEUR +1.109), höheren Frachtkosten (TEUR +190) und höheren Ausgaben für Werbung (TEUR +239). Infolge des für die Finanzierung des Umsatzwachstums erforderlichen Fremdkapitaleinsatzes erhöhten sich die Zinsaufwendungen (TEUR 574) im Geschäftsjahr um TEUR 449 zum Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich im Wesentlichen aufgrund vorgenannter Effekte auf TEUR -1.374 und liegt damit um TEUR 610 unter dem Vorjahr (TEUR -764). Das EBITDA liegt mit TEUR -662 um TEUR 92 unter dem Vorjahr (TEUR -575). 2.4. FinanzlageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR -20.345 gegenüber TEUR -8.102 im Vorjahr. Die stärksten Einflussfaktoren für diese negative Entwicklung sind hier die getätigten Ausgaben für die Erhöhung der Vorräte von TEUR 7.773 im Vorjahr auf TEUR 19.645 im laufenden Geschäftsjahr sowie die dadurch bedingten Fremdkapitalzinsen (TEUR 453 versus Vorjahr TEUR 125). Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte die Gesellschaft über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.065 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 822. Das Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen über von der Gesellschafterin MPN ausgereichte Gesellschafterdarlehen finanziert. In 2021 wurden TEUR 24.775 neu ausgereicht, zum Bilanzstichtag beläuft sich das Gesellschafterdarlehen auf TEUR 35.875. Außerdem besteht ein Hausbankdarlehen, welches mit TEUR 1.479 valutiert ist. Abschließend sind 2 Kontokorrentlinien zu je TEUR 5.000 bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Hypo Vereinsbank zu erwähnen, welche bereitgestellt, aber nicht in Anspruch genommen sind. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit durch den Gesellschafter MPN Marketplace Networks GmbH gesichert und wird auch künftig gesichert. Wesentliche Investitions-verpflichtungen für die Zukunft bestehen nicht. 2.5. VermögenslageDie Bilanzsumme betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 38.662 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 24.762 erhöht. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 679. Grund sind die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22.930 erhöht, was auf den Bestandsaufbau der Vorräte um TEUR 19.645 sowie den um TEUR 3.243 höheren Finanzmittelbestand zurückzuführen ist. Eigenkapital Zum 31. Dezember 2021 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.108 aus. Sie ist damit bilanziell überschuldet. Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 24.888 auf TEUR 38.375 gestiegen, was hauptsächlich auf die weitere Ausreichung des Gesellschafterdarlehens zurückzuführen ist. Wir schätzen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft aufgrund des Wachstums als positiv ein. Die Geschäftsführung geht aufgrund der 3-Jahres-Planung sowie der weiteren Finanzierungszusagen durch die Gesellschafterin MPN Marketplace Networks GmbH von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. 3. Chancen- und RisikoberichtDie Zeitauktion GmbH ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um die Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden angemessene Absicherungsstrategien angewendet. Das Management der Zeitauktion GmbH ist kontinuierlich dabei, sein Risikomanagement zu optimieren. 3.1. ChancenDie Marktposition der Zeitauktion GmbH wurde insbesondere durch das weitere Wachstum in einem dynamischen, stark wachsenden Online-Markt bestätigt. Wir erwarten, dass sich diese positiven Entwicklungen auch in zukünftigen Perioden fortsetzen. Durch die Anpassung interner Prozesse und der steigenden Präsenz auf dem Online-Markt kann die Zeitauktion GmbH die eigene Marktposition weiter stark ausbauen. Weitere Chancen ergeben sich aus dem zuvor prognostizierten Wachstum des Online-Luxusuhrenmarkt, insbesondere für gebrauchte Luxusuhren sowie der verstärkten Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Chrono24 GmbH. 3.2. RisikenWirtschaftliche Risiken Die Zeitauktion GmbH ist als Händler von gebrauchten Luxusuhren abhängig von der Marktentwicklung in diesem Sektor. Sollte der Bedarf an Luxusuhren einbrechen, so würde auch die Zeitauktion in Mitleidenschaft gezogen werden. Infolge einer entsprechend rückläufigen Konsumentennachfrage besteht für die Zeitauktion das Risiko negativer Effekte auf geplante Umsatzerlöse und Ergebnisgrößen. Finanzierungsrisiken Die Zeitauktion hat in 2021 einen Verlust ausgewiesen, da sie sich in der Wachstumsphase befindet. Insofern handelt es sich um Anlaufverluste. Durch diese ist das Eigenkapital aufgebraucht und die Zeitauktion weist zum Stichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.108 aus. Durch den negativen operativen Cash Flow ist die Zeitauktion abhängig von externen Finanzierungsmitteln. Zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeiten inklusive Wachstum sowie des Aufbaus des Warenlagers wurde durch die Muttergesellschaft MPN weitere Liquidität zugeführt. Zudem konnten auch in 2021 weitere Finanzierungsquellen in Form von Bankfazilitäten erschlossen werden. Auch zukünftig ist Finanzierung durch die MPN zugesichert. IT-Risiken Sollte die Zeitauktion nicht in der Lage sein, ihre IT Infrastruktur ordnungsgemäß zu betreiben, instand zu halten, zu vernetzen, zu skalieren oder zu verbessern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftslage und Reputation haben. Die Zeitauktion Webseite sieht sich in unregelmäßigen Abständen Hacking, Viren, Betrug oder anderen böswilligen Angriffen ausgesetzt. Dritte könnten versuchen, sich unerlaubten Zugang zu den Daten über Kunden zu verschaffen und diese Daten in der Folge in missbräuchlicher Weise verwenden. Dies kann den Ruf der Zeitauktion schädigen und sich nachteilig auf das Geschäft auswirken. Mit der begonnenen Implementierung eines umfangreichen IT-Risikomanagements, mit Backup-Lösungen, mit der Verabschiedung eines Regelwerks zur Systemsicherheit und durch eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten werden die Grundlagen für ein kontinuierliches und nachhaltiges Risikomanagementsystem für diesen Bereich gelegt. Personalrisiken Wir stehen an unseren Standorten im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Die Rekrutierung und das Binden von Mitarbeitern gehören zu den höchsten Prioritäten des Unternehmens. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben. Reputationsrisiken Die Zeitauktion könnte einem Reputationsschaden zum Opfer fallen, sodass sowohl Käufer als auch Verkäufer Vertrauen verlieren. Zeitauktion investiert daher viel in die eigenen Prozesse, um das Kundenvertrauen auch im Falle eines Reputationsschadens zu stabilisieren und einen Reputationsschaden mit allen möglichen vor allem rechtlichen Möglichkeiten zu begegnen. Steuerliche und regulatorische Risiken Die Zeitauktion hat Käufer und Verkäufer aus jeweils vielen verschiedenen Ländern und unterliegt damit auch den steuerlichen und rechtlichen Regelungen der jeweiligen Länder. Es ist nicht immer auszuschließen, dass aufgrund von lokalen Gesetzesänderungen die Zeitauktion rechtzeitig in der Lage ist, die Geschäftsaktivitäten und Prozesse hinsichtlich dieser Gesetzesänderungen anzupassen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden die steuerlichen und regulatorischen Risiken als mittel und alle anderen obigen Risiken als gering eingeschätzt. Es liegen der Zeitauktion keine Anhaltspunkte vor, dass einzelne Risiken oder die Zusammenfassung aller Risiken im Berichtszeitraum die Existenz der Gesellschaft gefährden könnten. 4. PrognoseberichterstattungAuf Basis der McKinsey Studie vom Juni 2021 gehen wir von einer Fortführung des stetigen Umsatzwachstums in 2022 aus (+80 % gegenüber 2021). Neben den statistischen Prognosen wird die Zeitauktion zusätzlich ihr Portfolio auf höherwertigere Uhren umstellen, was ein zusätzlicher Umsatztreiber ist. Durch die bereits begonnene Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Prozessgestaltung geht die Zeitauktion davon aus, dass in 2022 ein positives EBITDA (ca. TEUR 1.500) erzielt wird. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Zeitauktion GmbH, Chemnitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zeitauktion GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zeitauktion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 29. April 2022 KPMG
AG
Hanns-Jörg Rupert Christian Schwebler, Wirtschaftsprüfer Philipp Helmut Bormann, Wirtschaftsprüfer |
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