Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 44374
Vorher
Zeitauktion GmbH
Eingetragen
10.5.2007
Branche
Großhandel mit Uhren und SchmuckEinzelhandel mit Uhren und SchmuckTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Gegenstand
Handel mit Uhren, Schmuck, Accessoires und Einrichtungsgegenständen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Schocher
seit 25.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (25)

NameAnteil
3.31%
M****** K******
2.65%
2.04%

Ungelöste Beteiligungen (33)

NameAnteil
7.76%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MPN Marketplace Networks GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Chrono24 Direct GmbH (vormals: Zeitauktion GmbH)

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.873,00 14.109,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 25.966,00 30.269,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.628.344,00 446.611,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.654.310,00 531.558,77 1.008.438,77
1.701.183,00 1.022.548,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.942.178,03 88.407,90
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.281.299,62 4.471.440,47
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 25.114.214,64 7.147.695,42
4. Geleistete Anzahlungen 21.430,00 31.359.122,29 6.485,95 11.714.029,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 305.156,83 245.754,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.460,00 38.730,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 70.668,46 378.285,29 50.990,66 335.475,45
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.065.020,18 822.433,00
35.802.427,76 12.871.938,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.853,52 5.270,28
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.108.446,06 0,00
38.661.910,34 13.899.756,49

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 240.220,66 1.004.014,79
III. Jahresfehlbetrag -1.373.666,72 -763.794,13
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.108.446,06 0,00
0,00 265.220,66
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 287.027,48 147.853,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kredinstituten 1.481.050,78 1.720.541,36
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 137.603,07 253.121,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141.301,16 142.964,45
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.304.534,72 11.196.466,67
5. Sonstige Verbindlichkeiten 310.393,13 173.588,53
- davon aus Steuern EUR 110.816,50 (i. Vj. EUR 27.227,26) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.824,01 (i. Vj. EUR 1.049,99) -
38.374.882,86 13.486.682,83
38.661.910,34 13.899.756,49

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 39.012.321,23 15.660.018,20
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.960.263,83 7.795.623,90
3. Sonstige betriebliche Erträge 55.560,84 31.703,06
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 49.020.008,37 20.605.124,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 86.462,50 49.106.470,87 40.084,70 20.645.209,54
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.715.146,66 1.729.623,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 555.160,62 3.270.307,28 328.397,07 2.058.020,68
- davon für Altersversorgung EUR 3.594,46 (i. Vj. EUR 998,50) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 147.763,54 62.947,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.312.505,89 1.352.629,28
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 864,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 573.586,54 124.920,83
- davon an verbundene Unternehmen EUR 430.652,78 (i. Vj. EUR 96.466,67) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.061,50 7.344,69
11. Ergebnis nach Steuern -1.372.426,72 -762.863,13
12. Sonstige Steuern 1.240,00 931,00
13. Jahresfehlbetrag -1.373.666,72 -763.794,13

ANHANG zum 31.12.2021

Zeitauktion GmbH, Chemnitz

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Zeitauktion GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Chemnitz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Chemnitz
Register-Nr.: HRB 23504

Grundsätzliches zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Zeitauktion GmbH für das Geschäftsjahr 2021 wurde auf Grund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Es wurden größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen 1 bis 23 Jahre.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt. Weiterhin enthalten diese angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Der Anlagenspiegel mit dem Stand und der Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Anlage, welcher Bestandteil des Anhangs ist, beigefügt. Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 39).

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 103), Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 66), ausstehende Rechnungen (TEUR 40), Aufbewahrungsverpflichtungen (TEUR 23) sowie für Rechtsangelegenheiten (TEUR 20) gebildet.

Betrag der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerk

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.481 247 1.017 217
im Vorjahr 1.721 242 1.002 477
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 138 138 0 0
im Vorjahr 253 253 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141 141 0 0
im Vorjahr 143 143 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.305 430 35.875 0
im Vorjahr 11.196 96 11.100 0
Sonstige Verbindlichkeiten 310 310 0 0
im Vorjahr 174 174 0 0
Summe 38.375 1.266 36.892 217
im Vorjahr 13.487 908 12.102 477

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 1.479 und betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Raumsicherungsübereignung Warenlager

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 36.305 (Vorjahr: TEUR 11.196) in der Bilanz ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten bestehen sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr vollständig gegenüber Gesellschaftern und betreffen mit TEUR 35.875 Verbindlichkeiten aus Darlehen (Vorjahr TEUR 11.100) sowie mit TEUR 430 Zinsverbindlichkeiten (Vorjahr EUR 96).

Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen laufende Mietverträge sowie Kfz-Leasingverträge mit einem Gesamtbetrag von TEUR 1.537 (Vorjahr: TEUR 1.132). Die Mietverträge mit Verlängerungsoptionen haben dabei Restlaufzeiten von ein bis acht Jahren. Die Kfz-Leasingverträge haben eine Laufzeit von drei Jahren.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 97,0 (Vorjahr: 64,5). Die durchschnittlich 97,0 Arbeitnehmer teilen sich in 44,2 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 35,8), 51,3 Angestellte (Vorjahr: 27,7) und 1,5 Werkstudenten (Vorjahr: 1,0).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Stephan Sohn (CEO, wohnhaft in Chemnitz)
Weiterer Geschäftsführer: Patrick Schocher (COO, wohnhaft in Dresden)

Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 Gebrauch gemacht.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MPN Marketplace Networks GmbH, Karlsruhe, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und ist unter www.unternehmensregister.de abrufbar.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Chemnitz, 29.04.2022

Stephan Sohn

Patrick Schocher

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.973,75 38.897,19 0,00 0,00 53.870,94
14.973,75 38.897,19 0,00 0,00 53.870,94
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 46.887,50 0,00 0,00 0,00 46.887,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 650.869,27 772.361,03 546.699,07 0,00 1.969.929,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 531.558,77 15.140,30 -546.699,07 0,00 0,00
1.229.315,54 787.501,33 0,00 0,00 2.016.816,87
1.244.289,29 826.398,52 0,00 0,00 2.070.687,81
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 864,50 6.133,44 0,00
864,50 6.133,44 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.618,50 4.303,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 204.258,27 137.327,10 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
220.876,77 141.630,10 0,00
221.741,27 147.763,54 0,00
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge Zuschreibungen 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 6.997,94
0,00 0,00 6.997,94
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 20.921,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 341.585,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 362.506,87
0,00 0,00 369.504,81
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.873,00 14.109,25
46.873,00 14.109,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 25.966,00 30.269,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.628.344,00 446.611,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 531.558,77
1.654.310,00 1.008.438,77
1.701.183,00 1.022.548,02

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Zeitauktion GmbH ist mit ihrem aktuellen Bestand per Ende 2021 auf Basis eigener Datenrecherche einer der größten Anbieter für gebrauchte Luxusuhren in der EU. Das Angebot der Zeitauktion GmbH richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an professionelle Uhreneinkäufer. Die Produkte wurden in 2021 auf der eigenen Webseite www.zeitauktion.com sowie auf der Webseite der Schwestergesellschaft Chrono24 GmbH und auf EBAY angeboten.

Die Kompetenz der Zeitauktion GmbH liegt im Ankauf, der Aufarbeitung und dem Verkauf von hochwertigen Uhren aller bedeutenden Hersteller und Manufakturen. Gebrauchte Luxusuhren erfahren hier unter hochmodernen Bedingungen und in den Händen von Uhrmachern und Polisseuren eine Aufarbeitung zu einem nahezu neuwertigen Zustand.

Die Zeitauktion GmbH ist ein Wachstumsunternehmen mit dem Ziel, seine Position als großer Anbieter von gebrauchten Luxusuhren innerhalb der EU weiterhin massiv zu stärken und nachhaltig zu sichern. Das Management wird den eingeschlagenen Weg zur Profitabilität weiterverfolgen.

Die Zeitauktion GmbH ist eine 66,7 %-ige Tochter der MPN Marketplace Networks GmbH (im folgenden MPN), Karlsruhe. Weitere Anteile werden von Herrn Stephan Sohn (20 %) und Frau Claudia Sohn (13,3 %) gehalten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der globale Markt für Luxusuhren hat in 2020 einen zweistelligen Umsatzrückgang erfahren. Der Umsatz 2021 wird gemäß Statista Marktprognose nunmehr auf ca. 22 Mrd. EUR geschätzt.

McKinsey sieht laut ihrer Studie "The State of Fashion Watches & Jewellery" vom Juni 2021 einem jährlichen Umsatzwachstum bei gebrauchten Uhren bis 2025 von 8-10 % entgegen. Zukünftig wird es einen großen Wandel der Luxusuhrenindustrie vom stationären Handel hin zum Onlinehandel (Direct-to-Consumer-Kanäle) geben.

Durch die zunehmende Digitalisierung und dem Wunsch des Kunden, online seine Produkte zu erwerben, ist der Markt für Gebrauchtuhren immer attraktiver geworden. McKinsey prognostiziert bis 2025 ein Marktvolumen von 29 bis 32 Mrd. USD. Dies entspricht mehr als die Hälfte des Marktes für neue Uhren.

Die jüngste Entwicklung zeigt, dass der Markt für gebrauchte Luxusuhren während der Covid-19- Pandemie explodiert ist. Da Rolex, Patek Philippe, Audemars Piguet and Richard Mille ihre Produktion und damit Einzelstücke auf dem Markt limitieren, ist ein regelrechter Boom von An- und Verkauf gebrauchter und Vintage Uhren im Onlinehandel entstanden.

2.2. Geschäftsverlauf

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur internen Steuerung stellen die Umsatzerlöse sowie das EBITDA dar.

Die in 2007 gegründete Gesellschaft konnte bis 2021 ihren Umsatz stetig erhöhen - im Vergleich zu 2020 wurde der Umsatz auf das 2,5-fache gesteigert (Umsatz 2021: TEUR 39.012). Das Team von nunmehr 98 Mitarbeitern erreichte bis heute eine fünfstellige Anzahl internationaler Kunden und verkaufte entsprechend ein Vielfaches an Uhren.

Das vorab beschriebene starke Umsatzwachstum 2021 bedingte jedoch eine hohe Investition in die Struktur des Unternehmens, wodurch 2021 mit einem Verlust abgeschlossen hat. Das EBITDA als zweite Steuerungsgröße beträgt in 2021 TEUR -662 und ist damit um TEUR 92 geringer als in 2020 (TEUR -570).

Das Management arbeitet nun an der Optimierung der betriebswirtschaftlichen Prozesse, um ab 2022 Gewinne zu erzielen.

2.3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Insgesamt konnte die Gesellschaft im Jahr 2021 ihren Umsatz um 149 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 39.012 steigern.

Der Umsatzanstieg zieht sich durch alle Ländergruppen - wobei das Umsatzwachstum in Deutschland und der EU am stärksten ist.

Umsatz 2021 %-Anteil Wachstum zum Vj.
(TEUR)
Deutschland 22.822 58 % 141 %
EU 12.331 32 % 183 %
Drittland 3.859 10 % 109 %
39.012

Einhergehend mit der Ausweitung des Geschäftsumfangs ist gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 15.960 zu verzeichnen. Die Gesamtleistung stieg damit von TEUR 23.456 im Vorjahr auf TEUR 54.973 im Geschäftsjahr.

Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um 137,9 % von TEUR 20.645 im Vorjahr auf TEUR 49.106.

Der Personalaufwand ist um TEUR 1.212 auf TEUR 3.270 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem notwendigen Recruiting von qualifiziertem Personal zur Erreichung des Umsatzvolumens und zur Neustrukturierung von Prozessen.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2021 mit 97 Mitarbeitern ist im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 Mitarbeiter gestiegen.

Die Abschreibungen haben sich mit TEUR 148 gegenüber dem Vorjahreswert um TEUR 85 erhöht. Ursächlich hierfür sind umfangreiche Ausbauten und Ausstattungen der gemieteten Objekte, insbesondere der Werkstätten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen sind mit TEUR 3.313 im Jahr 2021 ebenfalls deutlich um TEUR 1.960 (144,9 %) im Vergleich zu 2020 (TEUR 1.353) gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Verkaufsprovisionen (TEUR +1.109), höheren Frachtkosten (TEUR +190) und höheren Ausgaben für Werbung (TEUR +239).

Infolge des für die Finanzierung des Umsatzwachstums erforderlichen Fremdkapitaleinsatzes erhöhten sich die Zinsaufwendungen (TEUR 574) im Geschäftsjahr um TEUR 449 zum Vorjahr.

Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich im Wesentlichen aufgrund vorgenannter Effekte auf TEUR -1.374 und liegt damit um TEUR 610 unter dem Vorjahr (TEUR -764). Das EBITDA liegt mit TEUR -662 um TEUR 92 unter dem Vorjahr (TEUR -575).

2.4. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR -20.345 gegenüber TEUR -8.102 im Vorjahr. Die stärksten Einflussfaktoren für diese negative Entwicklung sind hier die getätigten Ausgaben für die Erhöhung der Vorräte von TEUR 7.773 im Vorjahr auf TEUR 19.645 im laufenden Geschäftsjahr sowie die dadurch bedingten Fremdkapitalzinsen (TEUR 453 versus Vorjahr TEUR 125).

Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte die Gesellschaft über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.065 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 822.

Das Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen über von der Gesellschafterin MPN ausgereichte Gesellschafterdarlehen finanziert. In 2021 wurden TEUR 24.775 neu ausgereicht, zum Bilanzstichtag beläuft sich das Gesellschafterdarlehen auf TEUR 35.875. Außerdem besteht ein Hausbankdarlehen, welches mit TEUR 1.479 valutiert ist. Abschließend sind 2 Kontokorrentlinien zu je TEUR 5.000 bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Hypo Vereinsbank zu erwähnen, welche bereitgestellt, aber nicht in Anspruch genommen sind.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit durch den Gesellschafter MPN Marketplace Networks GmbH gesichert und wird auch künftig gesichert. Wesentliche Investitions-verpflichtungen für die Zukunft bestehen nicht.

2.5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 38.662 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 24.762 erhöht.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 679. Grund sind die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22.930 erhöht, was auf den Bestandsaufbau der Vorräte um TEUR 19.645 sowie den um TEUR 3.243 höheren Finanzmittelbestand zurückzuführen ist.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2021 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.108 aus. Sie ist damit bilanziell überschuldet.

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 24.888 auf TEUR 38.375 gestiegen, was hauptsächlich auf die weitere Ausreichung des Gesellschafterdarlehens zurückzuführen ist.

Wir schätzen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft aufgrund des Wachstums als positiv ein. Die Geschäftsführung geht aufgrund der 3-Jahres-Planung sowie der weiteren Finanzierungszusagen durch die Gesellschafterin MPN Marketplace Networks GmbH von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Zeitauktion GmbH ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um die Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden angemessene Absicherungsstrategien angewendet. Das Management der Zeitauktion GmbH ist kontinuierlich dabei, sein Risikomanagement zu optimieren.

3.1. Chancen

Die Marktposition der Zeitauktion GmbH wurde insbesondere durch das weitere Wachstum in einem dynamischen, stark wachsenden Online-Markt bestätigt. Wir erwarten, dass sich diese positiven Entwicklungen auch in zukünftigen Perioden fortsetzen. Durch die Anpassung interner Prozesse und der steigenden Präsenz auf dem Online-Markt kann die Zeitauktion GmbH die eigene Marktposition weiter stark ausbauen. Weitere Chancen ergeben sich aus dem zuvor prognostizierten Wachstum des Online-Luxusuhrenmarkt, insbesondere für gebrauchte Luxusuhren sowie der verstärkten Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Chrono24 GmbH.

3.2. Risiken

Wirtschaftliche Risiken

Die Zeitauktion GmbH ist als Händler von gebrauchten Luxusuhren abhängig von der Marktentwicklung in diesem Sektor. Sollte der Bedarf an Luxusuhren einbrechen, so würde auch die Zeitauktion in Mitleidenschaft gezogen werden. Infolge einer entsprechend rückläufigen Konsumentennachfrage besteht für die Zeitauktion das Risiko negativer Effekte auf geplante Umsatzerlöse und Ergebnisgrößen.

Finanzierungsrisiken

Die Zeitauktion hat in 2021 einen Verlust ausgewiesen, da sie sich in der Wachstumsphase befindet. Insofern handelt es sich um Anlaufverluste. Durch diese ist das Eigenkapital aufgebraucht und die Zeitauktion weist zum Stichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.108 aus. Durch den negativen operativen Cash Flow ist die Zeitauktion abhängig von externen Finanzierungsmitteln. Zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeiten inklusive Wachstum sowie des Aufbaus des Warenlagers wurde durch die Muttergesellschaft MPN weitere Liquidität zugeführt. Zudem konnten auch in 2021 weitere Finanzierungsquellen in Form von Bankfazilitäten erschlossen werden. Auch zukünftig ist Finanzierung durch die MPN zugesichert.

IT-Risiken

Sollte die Zeitauktion nicht in der Lage sein, ihre IT Infrastruktur ordnungsgemäß zu betreiben, instand zu halten, zu vernetzen, zu skalieren oder zu verbessern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftslage und Reputation haben. Die Zeitauktion Webseite sieht sich in unregelmäßigen Abständen Hacking, Viren, Betrug oder anderen böswilligen Angriffen ausgesetzt. Dritte könnten versuchen, sich unerlaubten Zugang zu den Daten über Kunden zu verschaffen und diese Daten in der Folge in missbräuchlicher Weise verwenden. Dies kann den Ruf der Zeitauktion schädigen und sich nachteilig auf das Geschäft auswirken. Mit der begonnenen Implementierung eines umfangreichen IT-Risikomanagements, mit Backup-Lösungen, mit der Verabschiedung eines Regelwerks zur Systemsicherheit und durch eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten werden die Grundlagen für ein kontinuierliches und nachhaltiges Risikomanagementsystem für diesen Bereich gelegt.

Personalrisiken

Wir stehen an unseren Standorten im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter.

Die Rekrutierung und das Binden von Mitarbeitern gehören zu den höchsten Prioritäten des Unternehmens. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben.

Reputationsrisiken

Die Zeitauktion könnte einem Reputationsschaden zum Opfer fallen, sodass sowohl Käufer als auch Verkäufer Vertrauen verlieren. Zeitauktion investiert daher viel in die eigenen Prozesse, um das Kundenvertrauen auch im Falle eines Reputationsschadens zu stabilisieren und einen Reputationsschaden mit allen möglichen vor allem rechtlichen Möglichkeiten zu begegnen.

Steuerliche und regulatorische Risiken

Die Zeitauktion hat Käufer und Verkäufer aus jeweils vielen verschiedenen Ländern und unterliegt damit auch den steuerlichen und rechtlichen Regelungen der jeweiligen Länder. Es ist nicht immer auszuschließen, dass aufgrund von lokalen Gesetzesänderungen die Zeitauktion rechtzeitig in der Lage ist, die Geschäftsaktivitäten und Prozesse hinsichtlich dieser Gesetzesänderungen anzupassen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden die steuerlichen und regulatorischen Risiken als mittel und alle anderen obigen Risiken als gering eingeschätzt. Es liegen der Zeitauktion keine Anhaltspunkte vor, dass einzelne Risiken oder die Zusammenfassung aller Risiken im Berichtszeitraum die Existenz der Gesellschaft gefährden könnten.

4. Prognoseberichterstattung

Auf Basis der McKinsey Studie vom Juni 2021 gehen wir von einer Fortführung des stetigen Umsatzwachstums in 2022 aus (+80 % gegenüber 2021). Neben den statistischen Prognosen wird die Zeitauktion zusätzlich ihr Portfolio auf höherwertigere Uhren umstellen, was ein zusätzlicher Umsatztreiber ist.

Durch die bereits begonnene Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Prozessgestaltung geht die Zeitauktion davon aus, dass in 2022 ein positives EBITDA (ca. TEUR 1.500) erzielt wird.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zeitauktion GmbH, Chemnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zeitauktion GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zeitauktion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 29. April 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hanns-Jörg Rupert Christian Schwebler, Wirtschaftsprüfer

Philipp Helmut Bormann, Wirtschaftsprüfer

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