7ORCA Asset Management AG

Am Sandtorkai 77, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 145818
Eingetragen
31.3.2017
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungsdienstleistungen, insbesondere bei der Anlage in Finanzinstrumenten, sowie der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen. Die Gesellschaft besitzt die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betrieb der Anlagevermittlung, der Anlageberatung, der Abschlussvermittlung und der Finanzportfolioverwaltung nach § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1, 1a, 2 und 3 KWG, ohne die Befugnis zum Handel mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung und ohne die Befugnis, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Weitere Geschäfte, die einer Erlaubnis nach § 32 KWG bedürfen, werden nicht betrieben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jasper Düx
seit 3.9.2024
Vorstandsmitglied
Tindaro Siragusano
seit 13.7.2017
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

7ORCA Asset Management AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Handelsbilanz zum 31. Dezember 2023

7ORCA Asset Management AG, Hamburg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.899.099,52 1.455.600,11
b) andere Forderungen 37.138,56 37.138,56
1.936.238,08 1.492.738,67
2. Forderungen an Kunden 2.075.720,29 1.424.374,30
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerblich Schutzrechte und ähnlich« Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.026,00 5.566,00
b) geleistete Anzahlungen 0,00 11.971,40
12.026,00 17.537,40
4. Sachanlagen 273.304,50 122.887,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 211,40 0,00
6. Rechnungsabgrenzungsposten 72.897,86 88.916,34
4.370.398,13 3.146.453,71

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 1.789,09 42,04
2. Sonstige Verbindlichkeiten 295.081,50 213.893,56
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 67.520,00 0,00
b) andere Rückstellungen 1.536.897,36 934.716,63
1.604.417,36 934.716,63
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100.000,00
b) Kapitalrücklage 1.057.816,71 1.057.816,71
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 77.823,37 0,00
d) Bilanzgewinn 233.470,10 160.015,23-
2.469.110,18 1.997.801,48
4.370.398,13 3.146.453,71

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

7ORCA Asset Management AG, Hamburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit - und Geldmarktgeschäften 19.051,05 0,00
2. Zinsaufwendungen 1,03- 0,00
3. Provisionserträge 7.114.680,34 5.359.130,32
4. Provisionsaufwendungen 152.171,35- 201.967,74-
6.962.508,99 5.157.162,58
5. Sonstige betriebliche Erträge 43.389,56 46.894,95
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.832.188,00- 2.727.955,81-
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 376.540,28- 277.271,30-
4.208.728,28- 3.005.227,11-
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.017.226,17- 1.709.681,93-
6.225.954,45- 4.714.909,04-
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 75.289,20- 38.259,20-
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 35.803,68- 64.018,90-
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 687.901,24 386.870,39
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 216.592,54- 0,00
11. Jahresüberschuss 471.308,70 386.870,39
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 160.015,23- 546.885,62-
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen 77.823,37- 0,00
14. Bilanzgewinn 233.470,10 160.015,23-

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

7ORCA Asset Management AG, Hamburg

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die 7ORCA Asset Management AG ist ein Wertpapierinstitut (§ 1 Abs. 1 WplG).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV), die gemäß § 330 HGB i.V.m. §§ 340 ff. HGB auch für Wertpapierinstitute anzuwenden ist, aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: 7ORCA Asset Management AG
Sitz: Hamburg
Registereintrag: Handelsregister, Abteilung B
Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: 145818

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden zum Nennbetrag ausgewiesen. Wertberichtigungen und Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände (GWG) bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 wurden in analoger Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag ausgewiesen. Wertberichtigungen und Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Der Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite betrifft Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen betreffen ungewisse Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung.

Angaben zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden

Die Zusammensetzung der Forderungen ergibt sich aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel:

Art der Forderung zum 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 3 Monate 3 Monate bis 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
EUR EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute
- täglich fällig 1.899.099,52 1.899.099,52 - -
- andere Forderungen 37.138,56 - - 37.138,56 -
Forderungen an Kunden 2.075.720,29 2.075.720,29 - - -
Summe 4.011.958,37 3.974.819,81 - 37.138,56 -

Bei den unter den Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesenen anderen Forderungen handelt es sich in voller Höhe um ein an den Vermieter der Mieträumlichkeiten verpfändetes Mietkautionskonto.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Sachanlagen entfallen vollständig auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel:

ANLAGENSPIEGEL für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

7ORCA Asset Management AG, 20457 Hamburg

Historische Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Umbuchungen 2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 247.902,19 0,00 0,00 11.971,40 259.873,59
II. geleistete Anzahlungen 11.971,40 0,00 0,00 -11.971,40 0,00
259.873,59 0,00 0,00 0,00 259.873,59
Sachanlagen 194.884,96 221.635,80 5.929,35 0,00 410.591,41
454.758,55 221.635,80 5.929,35 0,00 670.465,00
Kumulierte Abschreibungen
Bis zum 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Umbuchungen 2023 Bis zum 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.336,19 5.511,40 0,00 0,00 247.847,59
II. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
242.336,19 5.511,40 0,00 0,00 247.847,59
Sachanlagen 71.997,96 69.777,80 4.488,85 0,00 137.286,91
314.334,15 75.289,20 4.488,85 0,00 385.134,50
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.026,00 5.566,00
II. geleistete Anzahlungen 0,00 11.971,40
12.026,00 17.537,40
Sachanlagen 273.304,50 122.887,00
285.330,50 140.424,40

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beträgt EUR 72.897,86. Die wesentlichen Positionen betreffen geleistete und auf die Folgeperiode entfallende Vorauszahlungen auf Lizenzkosten (EUR 37.876,00) und Marktdaten (EUR 24.950,59).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 295.081,50 bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 231.075,13) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (EUR 56.098,51), aus Verbindlichkeiten soziale Sicherheit (EUR 6.763,11) und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (EUR 1.144,75). Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.536.897,36 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (EUR 1.408.128,00), die Jahresabschlusserstellung, Prüfungsleistungen sowie Leistungen der Innenrevision (EUR 98.199,36) und für ausstehende Rechnungen (EUR 28.570,00). Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital von EUR 1.100.000,00 ist vollständig eingezahlt und setzt sich wie folgt zusammen:

Grundkapital EUR
800.000,00 Stück Stammaktien zum Nennwert von je 1,00 800.000,00
300.000,00 Stück Vorzugsaktien zum Nennwert von je 1,00 300.000,00
davon aus bedingter Kapitalerhöhung 0,00
davon aus genehmigter Kapitalerhöhung 0,00

Es handelt sich um Namensaktien.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge in Höhe von EUR 7.114.680,34 resultieren aus der Finanzportfolioverwaltung für Kapitalverwaltungsgesellschaften (EUR 6.813.019,42) und andere Gesellschaften mit Sitz in Deutschland (EUR 1.686,73). Die Provisionserträge enthalten darüber hinaus ausländische Erträge in Höhe von EUR 299.974,19.

Die Provisionsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Rückvergütungen (EUR 112.055,66).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 32.775,99), Lohnkostenerstattungen durch Sozialversicherungsträger (EUR 7.414,46) sowie Erträge aus der Untervermietung eines Parkplatzes (EUR 2.136,00).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Kosten für Marktinformationssysteme (EUR 287.077,72), Wartungskosten für Hard- und Software (EUR 245.354,20), aus Büromieten (EUR 216.033,34), Versicherungen (EUR 152.416,39), sonstiger IT-Infrastruktur (EUR 128.762,99), Portfoliomanagementsoftware (EUR 125.192,64), Cloud- & Hostingkosten (EUR 114.625,93), Marketing (EUR 98.019,73) und Wirtschaftsprüferkosten (EUR 76.616,72).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Fremdleistungskosten (EUR 25.789,75).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 23,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 23,00
vollzeitbeschäftigte Angestellte zum 31.12.2023 23,00
teilzeitbeschäftigte Angestellte zum 31.12.2023 0,00

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Tindaro Siragusano ausgeübter Beruf: Vorstandsvorsitzender CEO
Jasper Düx ausgeübter Beruf: Vorstand CIO
Thimo Koch ausgeübter Beruf: Vorstand CCO/CRO/Legal

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Ralf Wohltmann ausgeübter Beruf: Direktor des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin KdöR / Diplom-Verwaltungswirt
Dr. Peter-Henrik Blum-Barth ausgeübter Beruf: Abteilungsdirektor der SV Sparkassenversicherung
Ralf Hillmer ausgeübter Beruf: Geschäftsführer Forway Consulting GmbH / Diplom-Kaufmann
Prof. Dr. Thomas Heidorn ausgeübter Beruf: Professor für Bankbetriebslehre

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Ralf Wohltmann.

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften, die von gesetzlichen Vertretern oder anderen Mitarbeitern wahrgenommen wurden.

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Bezüglich der Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Vergütungen für Tätigkeiten des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr mit EUR 101.607,75 angesetzt.

Angabe über das Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft, die nach § 20 Abs. 1 oder 4 AktG der Gesellschaft mitgeteilt worden ist

Die Trinacria Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft unmittelbar gehört.

Die Mitteilung wurde gemäß § 20 Abs. 6 AktG bekanntgemacht und am 25. April 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 76.616,72 und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 74.563,97
b) andere Bestätigungsleistungen 2.052,75
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen eine in 2023 durchgeführte Prüfung nach § 89 WpHG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen bis zu einem Jahr (EUR) größer als ein Jahr (EUR)
Mieten 210.715,68 214.756,80
Lizenzgebühren 560.446,71 122.658,28
Versicherungen 152.210,28 0,00
sonstige 530.152,30 55.254,05
Insgesamt 1.846.194,11

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Stichtag nicht ereignet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den nach Ausgleich des verbliebenen Verlustvortrages aus dem Vorjahr und nach Einstellung gem. §§ 24 und 25 der Satzung in die anderen Gewinnrücklagen verbleibenden Bilanzgewinn für eine Ausschüttung zu verwenden. Den Aktionären wird auf der ordentlichen Hauptversammlung 2024 der Vorschlag zum Beschluss vorgelegt, eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Stamm- und 0,21 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Hamburg, 17.05.2024

Der Vorstand

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die 7orca Asset Management AG (7orca) ist ein Wertpapierinstitut iSd WpIG, das vornehmlich Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung für institutionelle Anleger erbringt. Folgende Wertpapierdienstleistungen sind der Gesellschaft gemäß der nach § 86 Abs. 1 WpIG weiterhin bestehenden Erlaubnis der BaFin vom 22.11.2017 gestattet:

Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG)

Anlageberatung (§ 2 Abs.2 Nr. 4 WplG)

Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG)

Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG).

Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Sie darf auch nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln.

Die Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierdienstleistungsunternehmen (EdW) zugeordnet und als kleines Wertpapierinstitut iSd WpIG einzustufen.

1.2. Strategie der Gesellschaft

Die Geschäftsleitung, das Portfolio Management und das Quantitative Research von 7orca verfügen über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Implementierung quantitativer Investmentprozesse. Die Gesellschaft verfolgt ein fokussiertes und spezialisiertes Geschäftsmodell. So bietet 7orca im Wesentlichen zwei Dienstleistungen an:

Lösungen zur Steuerung von Währungsrisiken (Currency Overlay Management)

Unter "Currency Overlay Management" wird die individuelle Steuerung bestehender Währungsrisiken institutioneller Kunden zusammengefasst. Die modularen Hauptwertschöpfungstreiber sind hierbei die Berechnung des FX-Exposure, der FX- Strategieprozess, die Implementierung mittels passiver oder aktiver Sicherungsstrategien und das Reporting.

Strategien zur Erschließung der Volatilitätsrisikoprämie (Short Volatility Strategien)

Die Volatilitätsrisikoprämie ist für institutionelle Kunden eine etablierte, alternative Risikoprämie. Mit der Vega-Strategie bietet 7orca eine globale Multi-Asset Short Volatility- Strategie an, die sowohl als Publikumsfonds als auch als Spezialfondsmandat umgesetzt wird. Die Gesellschaft bietet mit 7orca Vega Return und 7orca Vega Income zwei Publikumsfonds an, die Short-Vola-Strategien mit unterschiedlichen Ausgestaltungen und Anlageprofilen verfolgen.

7orca bietet hauptsächlich die Finanzportfolioverwaltung für Spezialfondsmandate und Publikumsfonds an. Adressaten der Dienstleistungen sind dabei regelmäßig Kapitalverwaltungsgesellschaften; die typischen Fondsinvestoren sind institutionelle Anleger wie Versicherungen, Versorgungswerke, Pensionskassen und Family Offices.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Jahres 2023 verzeichneten die meisten Industriestaaten eine Rückentwicklung der Inflationsrate sowie den Höhepunkt der Leitzinssätze. In der Eurozone sank die Inflation von 9,2% im Dezember 2022 auf 2,9% im Dezember 2023 (Bloomberg Ticker ECCPEMUY Index), was vorerst zur Pausierung des Zinserhöhungszyklus der Europäischen Zentralbank (EZB) führte. Der Hauptrefinanzierungssatz erhöhte sich entsprechend im September 2023 auf 4,5% (Statista) und verblieb seitdem auf diesem Niveau. Die EZB bewertete diesen Zinssatz als hinreichend restriktiv, um die Inflation auf das angestrebte Ziel von 2% zurückzuführen. Jedoch zeigten die historisch hohen Zinssätze in der Eurozone eine dämpfende Wirkung auf das Wirtschaftswachstum, wobei das Bruttoinlandsprodukt laut Eurostat im Jahr 2023 lediglich um 0,4% stieg, verglichen mit 3,4% im Vorjahr.

In den USA sank die Inflationsrate ebenfalls auf 4,1% im Gesamtjahr 2023 im Vergleich zu 8,5% im Vorjahr. Die Federal Reserve (Fed) erreichte ihren Höhepunkt der Federal Funds Rate bei 5,5% im Juli 2023. Die US-Wirtschaft erwies sich in diesem Kontext als widerstandsfähiger und verzeichnete ein Wachstum von 2,5% im Jahr 2023 im Vergleich zu 1,9% im Vorjahr (Internationaler Währungsfonds Data Mapper).

Parallel zu dem Rückgang der Inflation und einer zunehmenden Euphorie im Bereich der künstlichen Intelligenz verzeichneten die globalen Aktienmärkte ein rasantes Wachstum. Der MSCI World Index stieg im Jahresverlauf um 21,6%, wobei die US-Aktienmärkte mit einer Performance von 24,2% im Vergleich zu den europäischen Märkten (+11,7%) herausragten. Die fast zeitgleiche Erreichung des Zinshöhepunktes spiegelte sich in den Devisenmärkten wider, wo der EUR/USD-Wechselkurs richtungslos oszillierte. Der USD wertete im Höchstpunkt etwa um 2% gegenüber dem EUR auf und um etwa -5,4% im Tiefpunkt ab (CMPT Fixing). Spekulative Aktivitäten, die auf eine Zinsreduktion im Jahr 2024 abzielten, führten auf den Zinsmärkten zu starken Wertgewinnen, wobei der Bloomberg Global Bond Aggregate Index zwischen Oktober und dem Jahresende um rund 10% stieg (Bloomberg).

2.2. Geschäftsverlauf

2023 war das sechste volle Geschäftsjahr der Gesellschaft und geprägt von einer Verstetigung der Profitabilität. Es konnten aus Sicht der 7orca wesentliche quantitative als auch qualitative Meilensteine erzielt werden, wozu die Gesellschaft besonders die gestiegenen verwalteten Vermögenswerte zählt:

Soweit die Gesellschaft als Währungsmanager in Erscheinung tritt, managt sie die aus Vermögenswerten resultierende Fremdwährungsposition als Overlay und nicht die Vermögenswerte (Assets). Zur Unterscheidung von Assets under Management (AuM) wird daher nachfolgend auf Assets under Overlay (AuO) Bezug genommen.

Die durch die Gesellschaft verwalteten Vermögenswerte inklusive der Assets under Overlay aus den Mandaten zur Währungssicherung konnten im Berichtsjahr erfolgreich um ca. EUR 8 Mrd. (+74%) auf EUR 18,5 Mrd. gesteigert werden. Maßgeblich hierfür waren die Aufstockungen mehrerer Mandate im Jahresverlauf und die erfolgreiche Aufsetzung neuer Mandate.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der bedeutendste Indikator für die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gesellschaft ist der Jahresüberschuss vor Steuern (EBT). Dieser fiel im Betrachtungszeitraum mit TEUR 688 erneut positiv aus und zeichnet die wachsende finanzielle Leistungsfähigkeit nach.

3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die einzige Ertragsquelle aus operativer Tätigkeit von 7orca sind durch Kunden zu entrichtende Provisionen (Management Fees).

Determinanten der Ertragslage sind demnach das verwaltete Vermögen, der Zeitpunkt des Mandatsstarts/Investitionszeitpunkt in die Publikumsfonds und die Höhe der vereinbarten Vergütung. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft von der außergewöhnlich starken Ausweitung des Währungsmanagements bei den Bestands- und Neumandaten profitieren. Haupttreiber waren hier vor allem die starken FX-Marktbewegungen in 2021 und 2022 die bei einer Vielzahl von institutionellen Investoren zu einem Überdenken der generellen FX-Strategie und zum Implementieren eines Currency Overlay Management geführt haben. In der Folge wurde nach Berücksichtigung von Anlegerrückvergütungen ein Provisionsüberschuss in Höhe von TEUR 7.003 erzielt (Plan: TEUR 5.819). Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 35%.

Im Berichtsjahr beliefen sich die Aufwendungen auf ca. TEUR 6.315 und liegen somit deutlich (ca. 17%) über den Plankosten. Die erhöhten Kosten entstanden vor allem durch vorgezogene Investitionen in Personal und in die IT-Plattform. Insgesamt erzielte die Gesellschaft damit einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von TEUR 688 (Vorjahr: TEUR 387) und konnte damit die Jahresplanung um 61% übertreffen.

3.2. Finanzlage

Mit dem im Berichtszeitraum erzielten Jahresüberschuss konnte der aus der Gründungsphase noch vorhandene Verlustvortrag in Höhe von TEUR 160 ausgeglichen werden. Die die Gesellschaft weist ein Eigenkapital von TEUR 2.469 aus (Vorjahr TEUR 1.998).

Die Anforderungen an die Einhaltung der Liquiditätsanforderungen der Gesellschaft war über das gesamte Geschäftsjahr 2023 eingehalten. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die kurzfristigen liquiden Mittel der Gesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.899 bei kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 297.

3.3. Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Großteil aus Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 1.936 und Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 2.076. Dabei ist die monatliche und quartalsweise Abrechnungspraxis gegenüber den Kunden der Gesellschaft (vornehmlich Kapitalverwaltungsgesellschaften) zu berücksichtigen. Die Zahlungen sind Stand heute erfolgt. Weitere Vermögenswerte sind die Sachanlagen, die immateriellen Anlagewerte, die sonstigen Vermögensgegenstände und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in einer Gesamthöhe von TEUR 358.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagementsystem

Die 7orca Asset Management AG hat einen aus Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung und -überwachung bestehenden Risikomanagementprozess implementiert und im Risikohandbuch dokumentiert. Das Risikohandbuch bildet zusammen mit dem Organisationshandbuch die Basis für die Gestaltung der wesentlichen Geschäftsprozesse und das Management der damit verbundenen Risiken. Teil der Maßnahmen ist neben der funktionalen Trennung von Geschäftsbereichen und der Festlegung eines nach Geschäftsbereichen erstellten Geschäftsverteilungsplans des Vorstands auch die Etablierung einer Internen Revision. Die Funktion der Internen Revision wurde auf eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert. Die Geschäftsleitung hat eine Risikotragfähigkeitsberechnung entwickelt, in der sie die Planzahlen der folgenden zwölf Monate berücksichtigt und die sie regelmäßig an geänderte Faktoren anpasst. Als zentrale Größe der Risikotragfähigkeit sieht die Gesellschaft das handelsrechtliche Eigenkapital, das über die erforderlichen Eigenmittel hinaus zur Verfügung steht. Die wesentlichen Risiken, der sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, fließen in die Berechnung ein. So werden die Ergebnisse um eine Pauschale für operationelle Risiken gekürzt und mit Ertragseinbrüchen gestresst.

4.2. Wesentliche Risiken

Im Einzelnen hat die Gesellschaft folgende wesentliche Risiken identifiziert (in nach ihrer Bedeutung aufsteigender Reihenfolge): Liquiditäts-, und Ertragsrisiken sowie operationelle Risiken, wobei die 7orca Asset Management AG unter letzteren auch Reputationsrisiken, Personalrisiken, rechtliche und IT-Risiken erfasst.

4.2.1. Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko werden alle Risiken subsumiert, welche dazu führen könnten, dass die Gesellschaft wegen Liquiditätsknappheit ihren Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht und/oder nicht in voller Höhe nachkommen könnte.

Die Gesellschaft plant über einen Betrachtungszeitraum von 15 Monaten die monatlich zu erwartenden Mittelzuflüsse und stellt sie den erwarteten Mittelabflüssen gegenüber. Ertragsquelle ist dabei in erster Linie die Vergütung für die regelmäßig gegenüber Kapitalverwaltungsgesellschaften erbrachte Finanzportfolioverwaltung, die monatlich oder vierteljährlich geleistet wird.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat quartalsmäßig im Rahmen seiner Risikoberichte über den Liquiditätsbestand und die Liquiditätsreserven sowie über die Auswirkungen verschiedener Szenariobetrachtungen auf die Liquidität.

4.2.2. Adressenausfallrisiko

Ausfallrisiken ergeben sich aus einer möglichen Insolvenz eines Kreditinstitutes, bei dem die Gesellschaft ihre liquiden Mittel unterhält und einer möglichen Insolvenz der Kunden (regelmäßig Kapitalverwaltungsgesellschaften), bevor die Gesellschaft ihre Vergütung erhalten hat.

Die Gesellschaft hält Einlagen bei zwei Kreditinstituten aus dem privaten und dem öffentlichen Sektor, die die übliche, institutsspezifische Einlagensicherung privater Banken bzw. Sparkassen in Deutschland gewährleisten. Daneben beobachtet die Gesellschaft die Institute anhand gängiger Ratings. Dem Ausfallrisiko der Kunden begegnet die Gesellschaft durch möglichst kurze Abrechnungszyklen.

4.2.3. Strategische und Ertragsrisiken

Unter Ertragsrisiken versteht die Gesellschaft die Gefahr der Kostenunterdeckung durch die vereinnahmten Erträge mit der Folge von Gewinneinbußen, Verlustrealisierung, Eigenkapitalverringerung bis hin zu Zahlungsschwierigkeiten und Zahlungsunfähigkeit.

Ertragsquelle der Gesellschaft sind Vergütungen für die Übernahme des Portfoliomanagements von Fondsvehikeln. Ertragsrisiken manifestieren sich daher in der etwaigen Kündigung des Management-Auftrags sowie in einem Ausbleiben von neuen Aufträgen besonders aufgrund von Underperformance. Die von der Gesellschaft verfolgten Anlagestrategien werden durch ein umfangreiches Controlling kontinuierlich auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, unterliegen einem fortlaufenden Verbesserungsprozess und werden in regelmäßigen Besprechungen durch den Vorstand und dem verantwortlichen Portfoliomanagement (Investment Committee) analysiert und gegen den Markt verglichen.

Die Gesellschaft verfügt daneben über ein Controlling, um negative Entwicklungen auf Gesellschaftsebene frühzeitig zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen (z.B. Strategieänderung, Kostenreduzierung) entgegenzuwirken. Diesem Ziel dienen insbesondere permanentes Kostencontrolling und regelmäßige Soll/Ist-Vergleiche.

Die Ertragsbasis entwickelte sich um 20% besser als geplant und gab damit Raum für die um 17% den Plan überschießenden Kosten (vornehmlich durch höhere Personalkosten und Investitionen in die IT). Dabei war die erfreuliche Entwicklung der Erträge auf ein Anwachsen der Ertragsbasis bei Bestandsmandaten nebst Vereinnahmung einer Performance Fee, besonders aber den Gewinn neuer Mandate zurückzuführen. Besonders die Short-Vola-Strategien profitierten vom Ausbleiben adverser Vorkommnisse, so dass die Gefahr einer Erosion der Investorenbasis mit entsprechenden Ertragseinbußen eingehegt werden konnte. Derartige Risiken sind durch die weiter anhaltenden Unsicherheiten in Hinblick auf den ökonomischen Abstieg Deutschlands, den Kriegsverlauf in der Ukraine den zunehmend dominierenden US-Wahlkampf wieder größer geworden.

Ein schwieriges Umfeld für die Strategien zur Währungssicherung ergab sich aus der fehlenden Direktionalität des EUR/USD-Wechselkurses, der für die Performance der Overlay-Mandate überragende Relevanz hat und auch zu Beginn des Jahres 2024 keine Richtung findet.

4.2.4. Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken versteht die Gesellschaft die Gefahr einer negativen Geschäftsentwicklung infolge interner oder externer Einflüsse. Relevante Risiken sind Risiken aus fehlerhaften Prozessen oder anderen Organisationsschwächen sowohl bei der Gesellschaft wie auch bei Unternehmen, auf die die Gesellschaft Dienstleistungen auslagert; ferner Risiken aus Personalveränderungen und mangelhafter IT.

Operationelle Risiken im betrieblichen Ablauf werden durch technische Systeme und klare Regeln begrenzt, die ständig an die wechselnden Anforderungen angepasst werden.

Verstößen gegen vertragliche und/oder gesetzliche Anlagerichtlinien beugt die Gesellschaft durch ITgestützte systemimmanente Abbildung der Restriktionen, Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und begleitende ex-ante und ex-post Prüfung der Anlageentscheidungen vor. Daneben hat die Gesellschaft eine E&O Versicherung und eine separate D&O Versicherung, um Haftungsrisiken zu begegnen.

Die mangelfreie Leistung von Auslagerungsunternehmen hält die Gesellschaft durch eine sorgfältige Auswahl und eine regelmäßige Begutachtung der Dienstleister nach. Die mit den Dienstleistern abgeschlossenen Verträge beinhalten dazu entsprechend vereinbarte Service-Levels und Transparenzverpflichtungen. Die Outsourcing-Partner werden laufend im Rahmen eines Auslagerungscontrollings beobachtet; es bestehen regelmäßige Kontakte und die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit regulierten Gesellschaften.

Personellen Risiken durch Neueinstellung, Kündigung, Krankheit und Urlaub begegnet die Gesellschaft durch ein angemessenes Gehaltssystem mit fester und variabler Komponente, der sachgerechten Prüfung bei Neueinstellungen inkl. Führungszeugnis und der Erstellung eines aussagefähigen Organisationshandbuchs, das bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter unterstützt.

Für den IT-Bereich besteht ein umfassender, detaillierter Notfallplan. Den generell gestiegenen IT- Security-Risiken durch externe Bedrohungen begegnet die Gesellschaft durch regelmäßige Evaluierung der Resilienz ihrer Infrastruktur etwa mittels Penetration-Tests, der Zusammenarbeit mit externen, entsprechend spezialisierten Providern und einem ressourcen-starken Technology-Office.

4.2.5. Marktpreisrisiko

Unter Marktpreisrisiken versteht die Gesellschaft die Gefahr der Wertminderung von Vermögenswerten infolge von Währungs-, Kurs-, Preis- und Zinsänderungen. Marktpreisrisiken können sich aus dem Handels- sowie aus dem Eigengeschäft ergeben.

Die Geschäftstätigkeit beinhaltet kein Handelsgeschäft, da die Zulassung der Gesellschaft den Handel mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung ausschließt. Als Nichthandelsbuchinstitut hat sie keine Bestände oder Geschäfte, die dem Handelsbuch zuzuordnen sind. Entsprechende Marktpreisrisiken sind somit ausgeschlossen.

Im Ergebnis sind Marktpreisrisiken als unbedeutend einzustufen. Die Maßnahmen zur Risikosteuerung sind angemessen und wirksam.

4.3. Gesamtbild der Risikolage

Die vorgenannten Risiken der künftigen Entwicklung werden von der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht, um mit den aufgeführten Risikomanagementstrategien adäquat reagieren zu können. Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation der 7orca Asset Management AG, dass keine wesentlichen, den Fortbestand des Unternehmens unmittelbar gefährdenden Risiken bestehen.

Die weiteren, als unwesentlich eingestuften Risiken, werden beobachtet und analysiert und deren Einordnung als unwesentlich in regelmäßigen Abständen überprüft.

5. Chancenbericht

Das Management der 7orca sieht aufgrund der erreichten Marktstellung und Unternehmensgröße für das Jahr 2024 die Chance das EBIT deutlich zu erhöhen und die Cost-Income-Ratio auf 75% (Aufwendungen/Provisionserträge) zu reduzieren. Im wesentlichen kann dies durch weiteres organisches Mandatswachstum im Bestands- und Neukundengeschäft mit daraus resultierende Steigerung der Provisionserträge bei gleichzeitiger Investitions- und Kostenzurückhaltung erreicht werden. Dies ist nach Auffassung des Managements möglich, da die erreichte Unternehmensgröße deutliche Skalierungs- und Produktivitätssteigerungseffekte ermöglichen sollte.

6. Prognosebericht

6.1. Grundsätzliches

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf der im vierten Quartal 2023 verabschiedeten Geschäftsplanung. Die in diesem Prognosebericht enthaltenen Aussagen bilden grundsätzlich den im Zeitpunkt der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht vorliegenden Informationsstand ab. Die Unternehmensplanung basiert auf in die Zukunft gerichteten Prognosen, Erwartungen und Planannahmen.

Hinsichtlich des Eintritts der Planungsannahmen bestehen bekannte und unbekannte Unsicherheiten, die größtenteils nicht im Einflussbereich der Gesellschaft liegen. Daher ist die Geschäftsplanung und in der Folge auch die im Prognosebericht enthaltene Erwartung der Geschäftsführung im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung mit Unsicherheiten behaftet. Hieraus folgt, dass die tatsächliche Entwicklung der 7orca im Geschäftsjahr 2024 von den nachfolgenden Aussagen zur Erwartung der künftigen Geschäftsentwicklung, die im Zusammenhang mit den anderen Kapiteln des Lageberichts gelesen werden sollten, abweichen kann.

Die Gesellschaft befindet sich im dritten Jahr mit einem positiven Jahresergebnis. Die Geschäftsleitung hat die aus ihrer Sicht sehr positive Geschäftsentwicklung zum Anlass genommen, weiterhin in die Professionalität und Resilienz des Unternehmens zu investieren. So wurde weiteres Personal in den Bereichen Technology, Middle und Back Office und Compliance eingestellt. Ziel war es hierbei, noch bestehende Key-Man Risiken zu eliminieren. Es wurden zudem neue Serviceverträge mit Spezialfirmen abgeschlossen, um die Cyber-Crime Resilienz des Unternehmens zu stärken.

6.2. Currency Overlay Management

Die Unternehmensführung sieht weiterhin eine hohe Nachfrage nach den angebotenen Currency Overlay Dienstleistungen.

Nach Auffassung des Vorstandes sind Währungsrisiken in den letzten 20 Jahren kontinuierlich in den Portfolien institutioneller Kunden gestiegen. So schätzt die Geschäftsleitung das durchschnittliche Fremdwährungs-Exposure vor der Finanzmarktkrise 2008 bei ca. 10% bis 15% der Kapitalanlagen. Aktuell hingegen liege das Fremdwährungs-Exposure durchschnittlich zwischen 20% und 30% der Kapitalanlagen und hat sich somit verdoppelt. Haupttreiber waren nach Auffassung des Vorstandes das strukturell niedrige Zinsniveau in der Euro-Zone, der Trend zu einer möglichst globalen Diversifikation und die stetige Erweiterung der Asset Allocation um Alternative Investments wie beispielsweise Private Equity, Private Infrastruktur und Private Debt. Seit der Zinswende 2022 hat sich dieser Trend jedoch stark verlangsamt und es ist eine klare Fortsetzung des seit letztem Jahr einsetzenden Trends zu Zinspapieren zu beobachten. Die Geschäftsführung sieht jedoch weiterhin hohes Potenzial für Currency Overlay Dienstleistungen, wie sie die Gesellschaft erbringt. Die strategischen Asset Allokationen werden in den kommenden Jahren konstant bleiben, was weiterhin relativ hohe Fremdwährungsquoten bei institutionellen Investoren erwarten lässt.

6.3. Short Volatility Strategien

Nach dem sehr herausfordernden Jahr 2022 konnte die Vega Strategie und die daraus abgeleiteten beiden Vega Publikumsfonds im Jahr 2023 eine sehr gute Performance erwirtschaften. Die im 7orca Vega INCOME umgesetzte Strategie konnte eine Performance von +7,89% erzielen. Der 7orca Vega RETURN erzielte sogar eine Performance von +10,21% (jeweils berechnet für die Tranche I, Geschäftsjahr 2023, BVI-Methode auf Basis der Bewertung der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal Investment GmbH). Aufgrund dieser guten Performance hat sich auch der Track Record deutlich stabilisiert und auch die Volumina in den durch die Gesellschaft gesteuerten Publikums- und Spezialfondsmandaten. Die Geschäftsführung ist weiterhin davon überzeugt, dass wir mit der Vega- Familie eine performante Investmentstrategie für institutionelle Investoren anbieten.

6.4. Ziele

Vor diesem Hintergrund der wahrgenommenen Nachfrage nach Währungsmanagement hat sich die Geschäftsleitung das Ziel gesetzt, die Assets under Management und Assets under Overlay in 2024 vornehmlich durch den Gewinn neuer Mandate auf ca. EUR 19.6 Mrd. zu steigern. Die Bruttoerträge sollten hierbei nach Abzug etwaiger Provisionsaufwendungen auf ca. TEUR 8.195 (+17%) anwachsen, einhergehend mit einer Kostensteigerung auf TEUR 6.974 (+10%). In Bezug auf den Jahresüberschuss vor Steuern als wesentlicher Steuerungsgröße erwartet der Vorstand eine Größe von TEUR 1.220 vor Steuern.

 

Hamburg, den 17. Mai 2024

Tindaro Siragusano

Jasper Düx

Thimo Koch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die 7ORCA Asset Management AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 7ORCA Asset Management AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 7ORCA Asset Management AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 17. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Olschewski, Wirtschaftsprüfer

Laurin Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023

Der im Jahre 2023 aus vier Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat der 7orca Asset Management AG hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr den Vorstand gemäß den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Dabei stand er dem Vorstand in den Sitzungen und darüber hinaus bei wesentlichen Entscheidungen zur Seite. Dazu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten lassen und mit dem Vorstand hierüber beraten. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 ausführlich mit der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der weiterhin profitablen Gesellschaft beschäftigt.

Die Geschäftsentwicklung verlief sehr erfreulich und bot wenig Anlass für zusätzliche Impulse des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat konzentrierte sich daher auf ein Monitoring des Risikomanagements, namentlich der Maßnahmen zur Eingrenzung der als besonders relevant eingeschätzten Risiken. Aufbauend auf den im Vorjahr gemachten strukturellen Anpassungen an der IT beschäftigte sich der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen zur Stärkung von Datenschutz- und Datensicherheit. Zu diesen Maßnahmen gehörten etwa die Durchführung eines Penetration-Tests, die Mandatierung und das Onboarding eines Dienstleisters für dynamische Cybersecurity und die Partizipation an einer Cyber Risk Versicherung.

Im Rahmen seiner Tätigkeit kontrollierte der Aufsichtsrat regelmäßig die von Finanzdienstleistungsunternehmen geforderte Kapitalausstattung und befasste sich umfassend mit der Entwicklung von Erträgen, Kosten und Liquidität der Gesellschaft.

Gegenstand regelmäßiger schriftlicher Berichterstattung durch den Vorstand waren dazu im Geschäftsjahr 2023 die Eckdaten der aktuellen Entwicklung im Vergleich zur Planung anhand der Monatszahlen. Des Weiteren wurden dem Aufsichtsrat alle relevanten Berichte von Interner Revision, Compliance und Risikomanagement zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat setzte sich zudem mit den Ergebnissen der im vierjährigen Turnus stattfindenden und im Jahre 2023 für den Zeitraum 31.12.2021 bis 31.03.2023 durch den Wirtschaftsprüfer KPMG erfolgten WpHG-Prüfung auseinander. Mangels wesentlicher Feststellungen waren nachfolgende Handlungen nicht erforderlich.

Der Aufsichtsrat war in Beratungen und Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft eingebunden. Insbesondere betraf dies die Prüfung und Zustimmung zur Jahresplanung 2024 sowie die Beratung und Zustimmung in den durch die Satzung in Verbindung mit der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelten Fällen.

Sitzungen

In fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen (01. März; 10. Mai; 22. Juni; 21. September und 01. Dezember) sowie durch monatliche, zusammenfassende Aufsichtsrats-Updates berichtete der Vorstand über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft. Ferner wurden bei diesen Gelegenheiten, aber auch zwischendurch, die Aufsichtsräte über Vorgänge von wesentlicher Bedeutung informiert und Sachthemen erörtert. Exemplarisch seien hier die Überprüfung der Vergütungssystematik, die Weiterentwicklung des Berichtswesens, die Inhalte der Kontakte mit BaFin und Bundesbank und die Berichte von Interner Revision, Compliance und Risikomanagement genannt.

In der Sitzung im März berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über den Stand der internen Revisionsprüfung, der ISAE-Prüfung, der Jahresabschlussprüfung und der WpHG-Prüfung.

Die Sitzung im Mai erfolgte vornehmlich zur Feststellung des Jahresabschlusses im Beisein des Abschlussprüfers.

Die Sitzung im Juni hatte vornehmlich regulatorische Themen zum Inhalt. Außerdem setzte sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen des Prüfberichts zur Einhaltung definierter, prozessualer Abläufe nach dem Prüfungsstandard ISAE 3402 auseinander.

In den Sitzungen im September und Dezember legte der Aufsichtsrat Schwerpunkte auf strategische Themen und gab Impulse für einen strukturierten Strategieprozess. Der Vorstand berichtete in diesem Zusammenhang über den geplanten Start eines dritten Publikumsfonds und die Einführung dreier Berichtslinien im Investment Office mit Portfoliomanagement, Research und Exposure Management. Speziell in der Dezembersitzung traf der Aufsichtsrat verschiedene Beschlüsse zur Dotierung des Bonuspools, der Vergütung des Vorstandes und zu Sonderzahlungen.

Beschlüsse wurden ausschließlich in den Sitzungen gefasst.

Die Sitzungen wurden in Form von Videokonferenzen oder auch in hybrider Form abgehalten.

Mit Ausnahme einer Verhinderung in der Septembersitzung nahmen die Aufsichtsratsmitglieder vollständig an allen Sitzungen teil.

Prüfung des Jahresabschlusses 2023

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der am 23. Mai 2024 stattfindenden Bilanzaufsichtsratssitzung per E-Mail zur Prüfung zugesandt und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk in der Sitzung vorgelegt.

Der Abschlussprüfer hat an dieser Sitzung teilgenommen, über die wesentlichen Erkenntnisse seiner Prüfung berichtet und alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag des Vorstands, den nach Ausgleich des verbliebenen Verlustvortrages aus dem Vorjahr und nach Einstellung gemäß §§ 24 und 25 der Satzung in die anderen Gewinnrücklagen verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen, eingehend geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen, schloss sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an und billigte den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Ebenfalls schloss der Aufsichtsrat sich dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung an.

Schlusswort

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete sehr gute Arbeit. Der Aufsichtsrat wünscht ihnen allen viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung der strategischen Ziele der 7orca Asset Management AG.

 

Hamburg, den 23. Mai 2024

Für den Aufsichtsrat

Ralf Wohltmann, Vorsitzender

Protokoll der Hauptversammlung der 7orca Asset Management AG

Tagesordnungspunkt 2 der Tagesordnung: Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der in der Einladung zu dieser Hauptversammlung vom 24.05.2024 bekannt gemachte Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns lautete:

"Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 311.293,47 € wie folgt zu verwenden:

1.

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,21 € je Vorzugsaktie ohne Stimmrecht im Nennbetrag von 1 € auf das dividendenberechtigte Grundkapital (300.000 Vorzugsaktien), das sind 63.000,-- €;

2.

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 € je Stammaktie im Nennbetrag von 1 € auf das dividendenberechtigte Grundkapital (800.000 Stammaktien), das sind 160.000,--€;

3.

Einstellung des gerundeten, verbleibenden Betrages in Höhe von 88.000,-- € in die anderen Gewinnrücklagen;

4.

Einstellung der verbleibenden Spitze von 293,47 € in den Gewinnvortrag"

Der Versammlungsleiter stellte den Vorschlag zur Abstimmung.

Bei einer Präsenz aller Aktionäre und aller 800.000 durch die Stammaktionäre vertretenen Stimmen ergab die Auszählung 800.000 Ja-Stimmen (100%) bei 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen. Die nicht stimmberechtigten Vorzugsaktionäre nahmen nicht an der Abstimmung teil.

Der Versammlungsleiter stellte fest und verkündete, dass der Beschluss zur Gewinnverwendung mit der erforderlichen Mehrheit gefasst worden sei. Die Dividende sei satzungsgemäß am 04.07.2024 fällig und werde direkt auf das Konto der betreffenden Aktionäre ausgezahlt.

 

Hamburg, 25.06.2024

gez. Ralf Wohltmann, Aufsichtsratsvorsitzender

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