ICP Transaction Solutions GmbH
Selbe AdresseWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Brunowsky seit 11.6.2012 | Vorstandsmitglied |
Winfried Post seit 9.6.2009 | Vorstandsmitglied |
Martina Lüth seit 2.7.2008 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agfa HealthCare AGTrierJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 (erweiterte Bruttodarstellung)
Anhang für das Geschäftsjahr 20101. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der Agfa HealthCare AG zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft macht von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch. Die Agfa HealthCare AG wendet die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 1 EGHGB erstmalig im Berichtsjahr an. Die Anpassung der Wertansätze erfolgt unter Beachtung der Übergangsvorschriften zum 1. Januar 2010. Umstellungswahlrechte, die die Beibehaltung oder Fortführung von Vorjahreswerten betreffen, können nur im Rahmen der Umstellung ausgeübt werden. Ebenfalls nur im Rahmen der Umstellung können --soweit gesetzlich zulässig-- Beträge aus der Anpassung von Vorjahreswerten ergebnisneutral durch Einstellungen in die bzw. Verrechnungen mit den Gewinnrücklagen erfasst werden. Die übrigen Aufwendungen und Erträge aus der Anpassung der Wertansätze sind erfolgswirksam zu erfassen, im außerordentlichen Ergebnis auszuweisen und im Anhang entsprechend § 277 Abs. 4 HGB zu erläutern. Vorjahresvergleichszahlen wurden gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst. Mit Verschmelzungsvertrag vom 5. August 2010 zwischen der HYDMedia GmbH, Rottenburg, als übertragendem Rechtsträger und der Agfa HealthCare AG, Trier, als übernehmendem Rechtsträger übertrug die HYDMedia GmbH, Rottenburg, ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2009, 24:00 Uhr, auf die Agfa HealthCare AG, Trier, gemäß § 2 Nr. 1 UmwG ("Verschmelzung durch Aufnahme"). Mit Gesellschafterbeschluss über eine Kapitalerhöhung vom selben Tag wurde das Stammkapital der Agfa HealthCare GmbH um TEUR 1 auf TEUR 1.101 erhöht. Die Übernahme der neuen Geschäftsanteile erfolgt durch die Agfa HealthCare AG durch Sacheinlage des Teilbetriebs "Verkauf & Services" der zuvor auf die Agfa HealthCare AG verschmolzenen HYDMedia GmbH, Rottenburg. Die Zahlen des Geschäftsjahres 2010 sind daher mit denen des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar. 2. AnteilsbesitzDie Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2010 unmittelbar Anteile an folgenden Unternehmen:
Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2010 mittelbar über die Agfa HealthCare GmbH Anteile an folgenden Unternehmen:
Die Agfa HealthCare AG hält Anteile an folgenden Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear und im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung, über die Nutzungsdauern, in denen die Sachanlagen voraussichtlich genutzt werden (in der Regel zwischen drei und acht Jahren), bewertet. Im Zugangsjahr wird die Abschreibung pro rata temporis gerechnet. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen alle Zahlungsmittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten. Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden die Rückstellungen in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, und berücksichtigten Erfahrungen aus der Vergangenheit. Für die bis zum 31. Dezember 2009 gebildete Rückstellung für Jubiläum wird das Wahlrecht der Beibehaltung gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB ausgeübt. Der Betrag der Überdeckung beträgt zum 31. Dezember 2010 TEUR 5. Ab dem 1. Januar 2010 werden neu gebildete Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Neu gebildete Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2010 abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden bis zum 31. Dezember 2009 mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Ab dem 1. Januar 2010 erfolgt der Ansatz der Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag. 4. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnunga) Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten zum 31. Dezember 2010 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.274 (i. Vj. TEUR 11.415). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.636). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Gesellschaft ist seit 2006 in das Cash Pooling der Agfa-Gruppe einbezogen. Aus dieser Konzernfinanzierung sind Forderungen in Höhe von TEUR 16.426 (i. Vj. TEUR 12.540) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist unterteilt in 10.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien im rechnerischen Nennbetrag von jeweils EUR 1,00. Mit Datum vom 13. Januar 2005 hat die Agfa Healthcare Germany GmbH, Bonn, der Gesellschaft mitgeteilt: "Gemäß § 20 Abs. 4 AktG geben wir Ihnen hiermit davon Kenntnis, dass uns die Mehrheit der Aktien Ihrer Gesellschaft gehört." Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich, wie im Vorjahr, im Wesentlichen um Rückstellungen für Personalaufwand in Höhe von TEUR 1.805 (i. Vj. TEUR 1.544), für ausstehende Eingangsrechnungen über TEUR 2.763 (i. Vj. TEUR 466) sowie für Jahresabschlusskosten von TEUR 172 (i. Vj. TEUR 260). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten zum 31. Dezember 2010 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.942 (i. Vj. TEUR 5.510). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 10.881 (i. Vj. Forderung von TEUR 1.636). b) Gewinn- und Verlustrechnung Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.642 enthalten, die aus Umsatzsteuererstattungen für Vorjahre (TEUR 1.065), Kostenerstattungen für Vorjahre (TEUR 376) und der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 201) resultieren. In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.223 für in Vorjahren bezogene Entwicklungsaufwendungen enthalten. c) Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Agfa HealthCare AG hat sich gegenüber einem Kunden sowie einem Kooperationspartner verpflichtet, die Agfa HealthCare Ges.m.b.H., Wien/Österreich, jederzeit in den Stand zu versetzen, ihren Verpflichtungen aus dem gemeinsamen Auftrag nachzukommen. Mit einer Inanspruchnahme ist jedoch nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Daneben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen mit einer Gesamtjahresmiete ohne Nebenkostenvorauszahlungen von TEUR 40. Mitarbeiterzahl Die Agfa HealthCare AG beschäftigte durchschnittlich 239 Angestellte (i. Vj. 238 Angestellte). Vorstand Die Mitglieder des Vorstands sind:
Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Vorstand von der Agfa HealthCare AG Bezüge erhalten hat. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Mit Datum vom 5. Dezember 2006 wurde zwischen der Agfa Healthcare Germany GmbH, Bonn, als herrschendem Unternehmen und der Agfa HealthCare AG als beherrschtem Unternehmen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Konzernzugehörigkeit Die Agfa HealthCare AG wird mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Agfa-Gevaert N.V., Mortsel/Belgien, einbezogen. Der Konzernabschluss der Agfa-Gevaert N.V. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Unterschiede in der Bilanzierung bestehen im Wesentlichen in der Bewertung von Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie dem Ansatz von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Der Konzernabschluss der Agfa-Gevaert N.V. ist am Sitz der Gesellschaft oder im Internet unter www.agfa.com bzw. www.ebundesanzeiger.de in deutscher Sprache erhältlich.
Trier, 15. August 2011 Dr. Volker Wetekam Winfried Post Lagebericht für das Geschäftsjahr 20101. Tätigkeit und RahmenbedingungenDie Agfa HealthCare AG, Trier, ist über ihre 100 %ige Muttergesellschaft, die Agfa Healthcare Germany GmbH, Bonn, in den Konzernabschluss der Agfa-Gevaert N.V., Mortsel/Belgien, eingebunden. Mit der Muttergesellschaft Agfa Healthcare Germany GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft an den Standorten Trier und Bonn. Die Agfa HealthCare AG ist Eigentümerin der Lizenzrechte an den unter dem Produktnamen ORBIS und HYDMedia geführten Softwareprodukten für Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken, Psychiatrien und ähnlichen Einrichtungen zur Unterstützung aller wesentlichen Prozesse der Dokumentation und Archivierung von Dokumenten und Daten in diesen Unternehmen. Wesentlicher Absatzmarkt für die Software-Lizenzen sind weite Teile des Gesundheitswesens, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf Akut-, Reha- sowie psychiatrischen Kliniken liegt. Hier konnte im Geschäftsjahr 2010 im deutschsprachigen Raum die Marktführerschaft gehalten und ausgebaut werden, während in Frankreich, Luxemburg und Belgien bemerkenswerte Großprojekte gewonnen werden konnten. Vor allem in Luxemburg ist bisher ein Marktanteil von mehr als 50 % im KIS-Markt erreicht worden. In Russland wurde ein vorsichtiger Markteinstieg vollzogen. Das Produktportfolio HYDMedia wurde für den Roll-Out in Frankreich, Belgien und Großbritannien vorbereitet. Bedingt durch die Finanzkrise hatten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2009 weltweit verschlechtert. In Deutschland besteht darüber hinaus ein Investitionsstau im Gesundheitswesen bei gleichzeitiger Preiserosion. Aus rechtlicher und regulatorischer Sicht wird das Geschäft von der rasant fortschreitenden Gesetzgebung im Gesundheitswesen und durch die Konsolidierung im deutschen Gesundheitsmarkt beeinflusst. Das Investitionsverhalten der Kliniken hat sich gegenüber 2009 stabilisiert bzw. leicht positiv entwickelt. Der Vertrieb und der Service bzw. Support der unter den Markennamen ORBIS, HYDMedia und IMPAX bekannten IT-Plattformen erfolgt in Deutschland über die 100 %ige Tochtergesellschaft Agfa HealthCare GmbH, Bonn, mit der ein Vertriebspartnervertrag sowie ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Agfa HealthCare GmbH vertreibt neben den genannten IT-Plattformen zusätzlich noch ein umfangreiches Portfolio von Imaging-Produkten in Krankenhausradiologien und niedergelassenen Radiologien: sowohl im Segment Medizinischer Film/Print-Geräte als auch im Bereich CR/DR (Speicherfoliensysteme/Digitale Radiografie) ist Agfa HealthCare einer der Marktführer. Trotz des geplanten Rückgangs des Filmmarktes und eines stagnierenden CR/DR-Marktes gelang es Agfa HealthCare, die Marktanteile auszuweiten. Vor allem das Portfolio im Bereich DR wurde umfassend erneuert und ausgeweitet. Weiterhin wurde der erfolgreiche Markteinstieg in den Kontrastmittel-Generika-Markt erreicht. 2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage2.1 Geschäftsverlauf Die Konzentration der Entwicklungsaktivitäten bei der Agfa HealthCare AG wurde auch im Jahr 2010 konsequent fortgeführt. Dazu wurden im August 2010 von der Agfa HealthCare AG sämtliche Anteile an der HYDMedia GmbH, Rottenburg, von der 100 %igen Tochtergesellschaf Agfa HealthCare GmbH erworben. Anschließend wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2010 die HYDMedia GmbH auf die Agfa HealthCare AG verschmolzen. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2010 brachte die Agfa HealthCare AG den Teilbetrieb "Verkauf und Services" der auf die Agfa HealthCare AG verschmolzenen HYDMedia GmbH im Rahmen einer Kapitalerhöhung in die Agfa HealthCare GmbH ein. Zur Erweiterung der geographischen Absatzmärkte der ORBIS Produktpalette wurde die bereits 2008/09 begonnene Entwicklung der belgischen, luxemburgischen, russischen und französischen Landesversionen erfolgreich fortgeführt. Insbesondere für den anspruchsvollen Markt in Frankreich bestehen Erwartungen, die großen Erfolge im D-A-CH-Markt im französischen Markt fortzusetzen. Im Großprojekt "AP-HP" (38 kommunale Krankenhäuser der Stadt Paris) wurden große Fortschritte in der planmäßigen Implementierung der neuen ORBIS Version 8.5 gemacht. Im Jahr 2010 konnten in der Region D-A-CH 96 neue Kunden in den Bereichen KIS/KAS (32), RIS/PACS (38) und DMS/ECM (26) gewonnen werden. Mit diesen Zahlen ist Agfa HealthCare in D-A-CH unangefochtener Marktführer in allen drei Segementen. Insgesamt haben sich in Europa über 1.000 Krankenhäuser für ORBIS als Krankenhausinformationssystem (KIS) entschieden. Agfa HealthCare ist mit dieser ORBIS-Kundenanzahl der klare KIS-Marktführer in Europa. 2.2 Ertragslage Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden. Die wesentlichen Ergebniskomponenten stellen sich wie folgt dar:
Die Agfa HealthCare AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines Anstiegs der Umsatzerlöse um TEUR 4.120 bzw. 13,8 % ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.143 und musste damit einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.120 verzeichnen. Hervorgerufen wurde der Rückgang des Betriebsergebnisses einerseits durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge aufgrund gesunkener Weiterbelastungen von Entwicklungskosten an Schwestergesellschaften. Andererseits wurde das Betriebsergebnis durch den Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 1.986 bzw. 16,9 % im Vergleich zum Vorjahr negativ belastet. Hier wirkten sich insbesondere gestiegene Sonderzahlungen im Vergleich zu 2009 aus. Das Beteiligungsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Die Verbesserung resultiert aus der Ergebnisübernahme von der Tochtergesellschaft Agfa HealthCare GmbH, Bonn. Während im Vorjahr noch ein Verlust in Höhe von TEUR 4.559 auszugleichen war, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Gewinn in Höhe von TEUR 11.487 vereinnahmt werden. Der Gewinnanstieg der Agfa HealthCare GmbH ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 21,2 % gesteigert werden konnten, während sich die Aufwendungen unterproportional im Vergleich zu den Umsatzerlösen entwickelt haben. Vor dem Hintergrund der insgesamt schwierigen Situation in den Zielmärkten ist der Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaft als gut zu bezeichnen. Aufgrund laufender Marktanalysen ist festzuhalten, dass in Deutschland mehr als 70 % der Krankenhäuser Produkte der Agfa HealthCare-Gruppe einsetzen (IT- oder Imaging-Produkte). Der Rückgang des periodenfremden Ergebnisses ist auf Aufwendungen für bezogene Entwicklungskosten für Vorjahre zurückzuführen. Das Jahresergebnis der Agfa HealthCare AG wurde aufgrund des mit der Agfa Healthcare Germany GmbH abgeschlossenen Gewinn- und Beherrschungsvertrages von der Agfa Healthcare Germany GmbH übernommen. 2.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der Agfa HealthCare AG ist geprägt durch die Funktion der Gesellschaft als Holding und Inhaberin der Lizenzrechte. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.662. Die Erhöhung ist Folge des im Geschäftsjahr erfolgten Erwerbs sämtlicher Anteile an der HYDMedia GmbH, Rottenburg, der anschließenden Verschmelzung dieser Gesellschaft auf die Agfa HealthCare AG und der damit verbundenen Aufdeckung stiller Reserven sowie der Einbringung des Teilbetriebs "Verkauf & Service" der zuvor verschmolzenen HYDMedia GmbH in die Agfa HealthCare GmbH. Das Anlagevermögen ist, wie im Vorjahr, vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.873 angestiegen. Hier wirkte sich hauptsächlich die Gewinnübernahme von der Agfa HealthCare GmbH aus. Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.807. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus um TEUR 2.297 gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.783 angestiegen. Der Anstieg ist Folge der zum 31. Dezember 2010 erfolgten Gewinnabführung in Höhe von TEUR 10.901 an die Agfa Healtcare Germany GmbH, Bonn. Das Eigenkapital hat sich infolge des Ergebnisabführungsvertrages mit der Agfa Healthcare Germany GmbH nicht verändert. Infolge der durch die dargestellten Veränderungen um 23,7 % angestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 82,8 % zum 31. Dezember 2009 auf 66,9 % zum 31. Dezember 2010. 2.4 Finanzlage Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pooling der Agfa-Gevaert N.V., Mortsel/Belgien, eingebunden. Die Finanzlage stellt sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Einbindung der Agfa HealthCare AG in das konzernweite Cash Pooling der Agfa-Gruppe. 3. Forschung und EntwicklungDie Entwicklung der Software-Plattformen ORBIS, HYDMedia und IMPAX EE erfolgt durch eigene Mitarbeiter der im Jahr 2009 auf die Agfa HealthCare AG verschmolzenen GWI-Research Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Informatik mbH, Trier, bzw. durch eigene Mitarbeiter der im Jahr 2010 auf die Agfa HealthCare AG verschmolzenen HYDMedia GmbH, Rottenburg. Entsprechend der strategischen Ausrichtung ist die Forschung und Entwicklung vollständig in der Agfa HealthCare AG angesiedelt. Innerhalb der Entwicklung des prozess- und workflow-orientierten Krankenhausinformationssystems ORBIS lag der Schwerpunkt in der Konsolidierung der verschiedenen Entwicklungs-Streams, z. B. wurden die fünf verschiedenen ORBIS Versionen in D-A-CH und Luxemburg in einer einzigen ORBIS Version gebündelt. Weiterhin wurden die Arbeiten zur neuen grafischen Benutzeroberfläche NICE intensiviert. Neben der ständigen Pflege der bestehenden Softwareplattform ORBIS und dem Einbau aller gesetzlich vorgeschriebenen Änderungen wurde die Umsetzung neuer Produkte vorangetrieben, vor allem ORBIS Anästhesie/ICU, ORBIS Oncology, ORBIS Radiologie und ORBIS Cardiology. Als große Erweiterung des Portfolios sind die so genannten ORBIS Add-Ons gedacht, welche auf Basis der ORBIS Entwicklungsplattform "ORBIS Composer Professional" erstellt werden. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt bestand in der Optimierung und Performancesteigerung der ORBIS-Applikationen. Für die Länder Frankreich und Belgien wurde an den spezifischen ORBIS Streams weitergearbeitet, vor allem für die Version ORBIS SP 8.5.x, welche im Pariser Großprojekt AP-HP eingesetzt wird. In der Produktsuite HYDMedia DMS/ECM wurde der Großteil der Entwicklungsressourcen in die neue HYDMedia Generation G5 gelenkt, ein ganz neues Produkt, welches auch außerhalb von D-A-CH in Frankreich, BeNeLux und Großbritannien vertrieben werden soll. Im Rahmen des radiologischen Bild-Archivierungs- und Kommunikationssystems IMPAX EE wurde die Anzahl der Funktionen im Front-End deutlich erweitert (IMPAX Bild-Arbeitsplatz); ferner wurde die hochmoderne Archivkomponente in großem Umfang weiterentwickelt. Die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der IMPAX EE Software-Plattform anfallenden Aufwendungen werden an die Schwestergesellschaft Agfa HealthCare Inc., Toronto/ Kanada, weiterbelastet, die die Rechteinhaberin der IMPAX EE-Lizenz ist. 4. Zukünftige Entwicklung mit ihren Chancen und RisikenDie zukünftige Entwicklung des Geschäfts im nationalen Gesundheitsmarkt wird stark von den Faktoren Preiserosion, Investitions- und Entscheidungsstau und einer zunehmenden Konzentration im Wettbewerbsumfeld geprägt sein. Diese Entwicklung kann sich negativ auf die Entwicklung der Lizenzerlöse und die Ergebnisse aus den Tochterunternehmen auswirken. Die Konzentration der Tätigkeitsfelder auf die einzelnen Gesellschaften führt verstärkt zu einer positiven Entwicklung der Marktposition. Dies wird deutlich durch die Integration der R&D Bereiche der HYDMedia im Sektor Dokumentenmanagement-Produkte im Jahr 2010. Zur Sicherung des Unternehmenserfolges werden von der Gruppe für den Kunden investitionsschonende Produkte angeboten, die es den Kunden ermöglichen, die Leistung gegen laufende Zahlungen zu erwerben und investive Mittel zu schonen (z. B. Managed-Service-Modelle, Miet-/Leasingmodelle). Der begonnene technologische Umbau der HYDMedia- (neue Generation "G5") und der ORBIS-Plattform sowie die Produktion von Spezialinformationssystemen wie Onkologie, Intensivmedizin/Anästhesie, Radiologie sowie Kardiologie wird die Innovationsführerschaft zukünftig weiterhin sichern und ausbauen. Der internationale Anteil am Geschäft wird tendenziell weiterhin wachsen und die Nachhaltigkeit des Erfolgs der ORBIS- und HYDMedia-Lösungen in diesen Märkten wird zunehmend Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft nehmen. Es ist strategisches Ziel der Agfa HealthCare-Gruppe, das ORBIS-Produkt in weiteren internationalen Märkten zu platzieren. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ist daher abhängig von der erfolgreichen Einführung der Plattformen ORBIS und HYDMedia auf den Märkten außerhalb von D-A-CH. Die Agfa HealthCare AG ist in das konzernweite Cash Pooling der Agfa-Gaevert N.V., Mortsel/ Belgien, einbezogen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 weist die Agfa HealthCare AG Forderungen aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 16.426 aus. Bei einer nachhaltig negativen Entwicklung des Agfa-Konzerns besteht das Risiko, dass die Werthaltigkeit dieser Forderung nicht mehr gegeben ist. 5. NachtragsberichtNach dem Schluss des Geschäftsjahres ist noch folgender Vorgang von Bedeutung eingetreten: Im November 2010 erwarb die Agfa HealthCare AG die verbleibenden Geschäftsanteile von 50 % an der inaktiven GWI Klinik-Management, Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Informatik GmbH, München. Mit Verschmelzungsvertrag vom 1. Juni 2011 überträgt die GWI Klinik-Management, Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Informatik GmbH ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung gemäß §§ 2 Nr. 1, 46ff., 60ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme) mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2010, 24:00 Uhr, auf die Agfa HealthCare AG. 6. AusblickWesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Für die kommenden Geschäftsjahre 2011 und 2012 werden steigende Umsätze erwartet. Diese resultieren hauptsächlich aus
Infolge höherer Umsätze und des laufenden Kostensenkungsprogramms in allen Bereichen wird mit einer deutlichen Verbesserung des Geschäftsergebnisses sowie einer konstanten Vermögens- und Finanzlage gerechnet. 7. Dank an die MitarbeiterDer Dank gehört unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unter der sehr hohen Arbeitsbelastung mit großem Engagement für das Unternehmen und für die Kunden, welche im Zentrum unseres Handelns liegen, eingesetzt haben. Nur mit ihrer Unterstützung sowie der sehr guten und loyalen Arbeitnehmervertretungen war es möglich, den erforderlichen Restrukturierungsprozess fortzuführen, um so die Organisation im Markt nachhaltig zu stärken. Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Organisation auch die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam meistern werden.
Trier, 15. August 2011 Dr. Volker Wetekam Winfried Post Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Agfa HealthCare AG, Trier, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 15. August 2011 KPMG
AG
Schumacher, Wirtschaftsprüfer Engelhardt, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSWährend des Geschäftsjahres 2010 haben wir den Vorstand in seiner jeweiligen Zusammensetzung begleitet und überwacht. Soweit Maßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder sonstiger Regelung einer Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, haben wir uns mit den Angelegenheiten eingehend befasst. Vorgänge von besonderer Bedeutung wurden ausführlich behandelt. Den Jahresabschluss der Agfa HealthCare AG zum 31.12.2010, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht, hat die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 15.08.2011 versehen. Der Bericht der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahresabschlusses 2010 lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Leider war es den Wirtschaftsprüfern nicht möglich, an der Sitzung über die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2010 teilzunehmen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde vom Aufsichtsrat geprüft und gebilligt. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung wird zugestimmt. Das Gleiche gilt für den Lagebericht des Vorstands. Auf Grund des mit der Agfa HealthCare Germany GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages, muss der Aufsichtsrat der Hauptversammlung keinen Vorschlag zur Ergebnisverwendung unterbreiten.
Mortsel im November 2011 Der Aufsichtsrat |
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