Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
FMB Feinwerk- und Meßtechnik GmbH
Friedrich-Wöhler-Straße 2, 12489 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Jürgen Rekow seit 15.9.2020 | Geschäftsführer |
Anke Otte seit 21.12.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SAES Getters S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FMB Feinwerk- und Meßtechnik GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Geräten und Anlagen des wissenschaftlichen Gerätebaus, der Präzisionsmechanik, der Ultrahochvakuumtechnik und feinmechanisch-optischen Messvorrichtungen sowie die Durchführung von Dienstleistungen auf diesem Gebiet. FMB Feinwerk- und Meßtechnik GmbH (nachfolgend auch kurz: "FMB" oder "Gesellschaft") gehört zu den weltweit führenden Anbietern komplexer Vakuumkammern, Front-End- und Beamline-Komponenten für Elektronen-Speicherringe. Über die Tochtergesellschaft FMB Oxford Ltd. (vormals Oxford Danfysik Beamlines Ltd.) kann die Gesellschaft den Elektronen-Speicherring-Markt auch mit Hard-X-Ray Beamlines und Experimentierstationen bedienen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 2.1.1 Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Zum Kundenkreis gehören weltweit Einrichtungen zur Forschung mit Elektronenbeschleunigern. Diese Forschungseinrichtungen sind im Wesentlichen mit öffentlichen Mitteln finanziert. Investitionen und Betriebskosten werden mittelfristig geplant und mit hoher Zuverlässigkeit finanziert. Es besteht nur eine geringe Konjunkturabhängigkeit. Wissenschaft und Forschung genießen eine hohe Akzeptanz und werden dementsprechend durch die Politik gefördert. Zum Kundenkreis zählen ebenfalls technologieorientierte Industrieunternehmen, wie zum Beispiel Unternehmen der Analysetechnik. Signifikante Veränderungen der Nachfrage durch diesen Kundenkreis waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Der Auftragseingang von einem Kunden, für den FMB Zulieferer von Komponenten für Therapieanlagen ist, hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. 2.1.2 Angaben zur branchenspezifischen Entwicklung Für mehrere der in den letzten 20 Jahren errichteten Elektronenspeicherringe werden gegenwärtig umfangreiche Modifizierungen, sogenannte Upgrades geplant bzw. realisiert. FMB ist als einer der führenden Anbieter von Ausrüstungen für diese neuen Forschungsanlagen im direkten Kontakt mit den Kunden. Über Aufträge zur Entwicklung und Fertigung von Prototypkomponenten ist FMB direkt in mehrere Projektvorbereitungen integriert. Erfolgreich wurden umfangreiche Aufträge zur Lieferung von Vakuumkomponenten für ein gegenwärtig in der Realisierung befindliches Speicherring-Upgrade akquiriert. Infolge der hohen technologischen Anforderungen und der damit verbundenen Spezialisierung gibt es innerhalb der Branche derzeit keinen Verdrängungswettbewerb. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Umsatzentwicklung Das Umsatzvolumen 2023 lag erwartungsgemäß unter den Umsätzen des Jahres 2022. Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 betragen 13,4 Mio. EUR und liegen damit um 2,8 Mio. EUR unter den Umsatzerlösen des Vorjahres. Schwankungen bei der Umsatzentwicklung sind auf die Besonderheiten des Projektgeschäfts und der daraus resultierenden langfristigen und zum Teil jahresübergreifenden Fertigung und Projektabwicklung zurückzuführen. 2.2.2 Investitionen und Finanzierung Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in Höhe von 140 TEUR. Dabei handelte es sich hauptsächlich branchenübliche Investitionen in Werkzeuge sowie Hard- und Software. Des Weiteren wurde das Firmenfahrzeug (Transporter) nach Auslaufen des Leasingvertrages erworben und eine Induktionslötanlage angeschafft. Für 2024 sind Investitionen in Höhe von 310 TEUR geplant. Neben den branchenüblichen Investitionen in Werkzeuge sowie Hard- und Software sind die Anschaffung eines Präzisionsmessgerätes und einer Laserschweißanlage sowie die Errichtung einer weiteren NEG-Anlage geplant. 2.3 Ertragslage Die Gesamtleistung beträgt 11,2 Mio. EUR und liegt damit um 5,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR vermindert. In der Folge beträgt das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 1.084 TEUR. Das Jahresergebnis 2023 beträgt 759 TEUR. Das operative Ergebnis 2023 lässt sich wie folgt aus dem Jahresergebnis ableiten
Die Eigenkapitalrendite 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr von 14,3% um 1,5% auf 15,8% verbessert. Die Gesamtkapitalrendite 2023 liegt mit 11,2% auf dem Niveau des Vorjahres (10,8%). 2.3.1 Aufwands- und Ertragsentwicklung Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 759 TEUR und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 249 TEUR verschlechtert. Die Personalaufwendungen liegen 2023 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ertragsteuern 2023 sind aufgrund des geringeren Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr gesunken. 2.3.2 Personalbereich In 2023 wurden durchschnittlich 67 Mitarbeiter (Vorjahr: 71 Mitarbeiter) beschäftigt. 2.4 Vermögenslage Das Vermögen und die Schulden der Gesellschaft stellen sich in verkürzter Form wie folgt dar:
Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen von 15,2% gekennzeichnet, 30,1% der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 54,8%. Das Vermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.705 TEUR vermindert. Die Schulden haben sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 65 TEUR geringer. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.242 TEUR vermindert. Die Eigenkapitalquote ist mit 68,3% etwas geringer als im Vorjahr. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist weiterhin sehr positiv, das Vermögen der Gesellschaft ist in Höhe von rd. 78% durch Eigenkapital finanziert. Mit einer vorsichtigen und vorausschauenden Vermögens- und Finanzpolitik erfüllt FMB die wesentliche Voraussetzung, um auch künftig dauerhaft erfolgreich am Markt zu bestehen. 2.5 Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel der Gesellschaft gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der direkten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) entspricht.
Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr durchgehend sichergestellt. 2.6 Gesamtaussage Durch die langfristige Fertigung im Zusammenhang mit den von FMB zu realisierenden Projekten sind die Schwankungen der Umsatzzahlen im Jahresvergleich üblich für das Unternehmen. Die Umsatzerlöse lagen in dem für das Jahr 2023 prognostizierten Rahmen. Das prognostizierte Jahresergebnis konnte erreicht werden. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.1.1 Prognose-Ist-Vergleich 2023
Der Geschäftsverlauf entwickelte sich weitgehend wie erwartet. Hohe Umsätze im Bereich Vakuumsysteme und Medizintechnik konnten geringere Umsätze mit Beamline-Komponenten ausgleichen. Das Geschäft für Industriekunden im Bereich der Lohnfertigung blieb stabil. Das avisierte Betriebsergebnis konnte erreicht werden, da sich die Steigerungen von Rohstoff-, Energie- und Transportkosten abgeschwächt haben. Steigenden Personalkosten konnten größtenteils an die Kunden weitergegeben und somit kompensiert werden. Ein unverändert hoher Krankenstand stand einem besseren Betriebsergebnis im Weg. 3.1.2 Prognose 2024 Die Prognose der Umsatzentwicklung für das Jahr 2024 fällt aufgrund mehrerer Faktoren zurückhaltend aus. Zu den bestehenden Unsicherheitsfaktoren auf politischer Ebene, kommt die anstehende Integration der Gesellschaft in die Firmengruppe der neuen Gesellschafter. Etwaige Konsequenzen der Abspaltung der FMB Oxford Ltd. ab 01.05.2024 sind zu berücksichtigen. Die Möglichkeit, den Elektronen-Speicherring-Markt auch mit Hard-X-Ray Beamlines und Experimentierstationen zu bedienen, ist damit nicht mehr in diese Form gegeben. Es werden keine Auswirkungen auf das Ergebnis erwartet, da die Abrechnung zwischen FMB Berlin und FMB Oxford ohne nennenswerten Gewinnaufschlag erfolgte. Kompensierend könnten sich Synergieeffekte innerhalb der neuen FMB Firmengruppe ergeben, da ein Gruppenmitglied im selben Geschäftsfeld tätig ist wie FMB Oxford und somit als vergleichbarer Kooperationspartner zur Verfügung steht. Es werden einige Softwareentwicklungsaufträge entfallen, bei denen FMB Berlin als Subunternehmer für FMB Oxford agierte. Durch die Aufnahme des direkten Kontaktes zu Endkunden, die FMB aus eigenen Projekten bekannt sind, sollt dies zu kompensieren sein. Eine Rückkehr des Russlandgeschäfts bleibt nicht absehbar. FMB hat einen ausgesprochen internationalen Kundenstamm und ist daher im besonderen Maße von politisch motivierten Handelsbeschränkungen oder politisch reglementierten Auftragsvergabeverfahren im internationalen Geschäft betroffen. Zugleich bringt diese Situation den positiven Effekt einer geringeren Abhängigkeit von Entwicklungen einzelner Länder mit sich. Auch die Entwicklung der jeweiligen Geschäftsfelder im Jahr 2024 muss zurückhaltend prognostiziert werden. Im Beamline-Geschäft fehlen aktuell Großaufträge, welche Konstruktion und Produktion durchgehend auslasten können. Die zuletzt steigenden Auftragseingänge lassen höhere Umsätze in den kommenden Jahren erwarten. Bei den Vakuumsystemen werden um die Jahresmitte vorübergehend geringere Umsätze erwartet, da ein Großprojekt in der ersten Jahreshälfte ausläuft und zwei neue Großprojekte erst zum Jahresende anlaufen. Auftragseingänge in Höhe von deutlich über 12 Mio. Euro im Verlauf des Jahres 2024 im Zuge des Baus von Synchrotronen der 4. Generation werden in absehbarer Zukunft für steigende Umsätze sorgen, insbesondere in den Geschäftsjahren 2025 und 2026. Das Medizingeschäft ist rückläufig, da keine neuen Therapieanlagen beauftragt werden, so dass sich der Fokus auf Komponenten für Wartung und Reparatur verlagern wird. Für das Geschäft mit den sonstigen Industriekunden ist ein leichtes Wachstum zu erwarten, da die während und nach der Coronazeit überdurchschnittlich gefüllten Lagerbestände seitens der Industriekunden konsolidiert wurden und mit Nachbestellungen zu rechnen ist. Positive Effekte soll die Eingliederung der Gesellschaft in die Firmengruppe der neuen Eigentümer mit sich bringen. Die Gesellschafter hatten das Ziel, ihre Anteile in absehbarer Zeit zu verkaufen um sicherzustellen, dass dieses kontrolliert und nachhaltig für die FMB GmbH erfolgt. Der Verkauf sollte an Eigentümer erfolgen, die mit dem Markt, auf dem FMB aktiv ist, vertraut sind und ein nachvollziehbares Interesse an Fortbestand und Weiterentwicklung der FMB GmbH haben. Die SAES Group ist eine Unternehmensgruppe, die sich auf die Innovation, Entwicklung und Produktion fortschrittlicher Werkstoffe und Technologien konzentriert. Die Produkte finden in verschiedenen Branchen Anwendung, darunter die Halbleiterherstellung, die Produktion medizinischer Geräte, die Lebensmittelindustrie und die Luft- und Raumfahrt. Insbesondere die High Vacuum Division ist mit dem Markt und den Produkten von FMB bestens vertraut. SAES Hochvakuum hat sich auf die Lieferung von präzisionsgefertigten Lösungen spezialisiert, die die anspruchsvollen Anforderungen von Hochvakuumumgebungen erfüllen. Mit dem Schwerpunkt auf Nützlichkeit und Effektivität reicht das Angebot von nicht verdampfbaren Getter-Pumpen (NEG), die für ihre Robustheit bekannt sind, bis hin zu fortschrittlichen Vakuumkammer und hochentwickelter Instrumentierung. Der fachliche Austausch, die mögliche Unterstützung bei kapazitiven Engpässen, Kostenoptimierung durch gemeinsame Beschaffung und die Möglichkeit von Komplettangeboten durch Nutzung der jeweils ergänzenden und im eigenen Hause nicht vorhandenen Technologien führen zu Synergieeffekten. Nach Abwägung der genannten Risiken und Chancen beläuft sich die Prognose für das Jahr 2024 auf Umsatzerlöse in Höhe von 11,5 Mio. bis 13 Mio. EUR und ein Jahresergebnis in Höhe von 0,5 Mio. bis 1,0 Mio. EUR. 3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Risikobericht Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sind nicht erkennbar. Risikomanagementziele und -methoden Von FMB wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Potentielle Risiken wurden durch das Management ermittelt und in einer Übersicht zusammengestellt. Die Identifizierung potentieller Risiken erfolgte auf Grund von Erfahrungen aus der Vergangenheit, Risikobewertungen durch unsere Banken, Versicherungen, Berufsgenossenschaft, SWOT-Analyse. Die Auftretenswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen wurden bewertet und eine Risikoprioritätszahl (RPZ) ermittelt. Basierend auf der RPZ wurden generelle Entscheidungen zum Umgang mit diesen Risiken getroffen und Maßnahmen festgelegt und dokumentiert. Zu diesen Maßnahmen zählen: - die Teilung von Risiken (z.B. Abschließen von Versicherungen, Verantwortungsteilung mit dem Kunden) - Akzeptieren des Risikos nach sorgfältiger Abwägung von Aufwand und Nutzen - Risikominimierung (z.B. geringeres Ausfallrisiko durch regelmäßige Wartung, Outsourcing, langfristige Planung zur Verlängerung der Reaktionszeit) Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird mindestens einmal jährlich durch das Managementteam überprüft. Treten Veränderung auf, erfolgt eine erneute Risikobewertung. Darüber hinaus erfolgt eine permanente Bewertung der finanziellen Risiken (Geschäftsführung), gesundheitlicher Risiken (Arbeitsschutzausschuss / Betriebsarzt), Datensicherheitsrisiken (EDV), Exportrisiken (Ass. Geschäftsführung) mit jeweils direktem Reporting an die Geschäftsführung. Es wurde ein spezieller Corona-Vorsorgemaßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und angewendet. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. FMB verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das genutzte Risikomanagementsystem ist wesentlicher Bestandteil des zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. 3.2.2 Risiken Projektbezogene Risiken Ein Großteil des Umsatzes der FMB Feinwerk- und Meßtechnik GmbH wird im Projektgeschäft erzielt. Dem Risiko, dass die Abwicklung der Projekte nicht wie geplant verläuft, wird durch entsprechende Risikomanagementmethoden begegnet. Ausgehend von einer projektorientierten Unternehmensplanung reflektieren die Überwachungsinstrumente einen erfolgreichen Verlauf der einzelnen Projekte. Bezogen auf jedes einzelne Projekt ist dies die Erzielung einer positiven Rohgewinnmarge und die durchgehende Finanzierung der Projektaufwendungen. Hauptüberwachungsinstrument ist die permanente Überwachung der angefallenen Projektaufwendungen, wodurch ein voraussichtliches Überschreiten der geplanten Projektplanung möglichst frühzeitig erkannt wird, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Von den Kunden veranlasste Änderungen des Leistungsumfangs und der technischen Spezifikation einzelner Projekte sind ein Risiko für die Einhaltung der Kosten- und Terminplanung. Jede Änderung wird mit dem Ziel einer entsprechenden Vertragsanpassung analysiert und bewertet. Preisänderungsrisiken Preisänderungsrisiken im Einkaufsbereich können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden und werden dementsprechend bei der Verkaufspreisgestaltung berücksichtigt. Das Risiko von Preiserhöhungen im Einkaufsbereich erhöht sich aufgrund der weltweiten Inflationsdynamik erheblich. Bindefirsten auf der Einkaufsseite werden auch auf der Vertriebsseite berücksichtigt. Ist das nicht möglich, wird mit entsprechendem Sicherheitsaufschlag kalkuliert. Ausfallrisiken Lange Projektlaufzeiten können grundsätzlich eine Änderung der Bonität zwischen Auftragsannahme und Projektfertigstellung zur Folge haben. Im Bereich der Forschungsausrüstung für die Grundlagen- und anwendungsorientierte Wissenschaft sind die weltweiten Kunden der Gesellschaft meist öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen mit guter Bonität, die sich wegen der öffentlichen Finanzierung auch bei langen Projektlaufzeiten nicht ändert. Die Forderungsausfallrisiken sind somit gering und werden durch projektfortschrittsbezogene Zahlungsvereinbarungen zusätzlich minimiert. Finanzielle Risiken Das Projektgeschäft bedingt einen Finanzierungsbedarf über die Länge der Projektlaufzeiten von zum Teil mehr als einem Jahr. Zur Sicherstellung der Liquidität während der Projektabwicklung werden entsprechende Zwischenzahlungsvereinbarungen mit den Kunden vereinbart, um so den Finanzierungsbedarf eines Projektes sicherzustellen. Fremdwährungsrisiken Aus der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten von FMB resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist die Gesellschaft Wechselkursrisiken ausgesetzt. Risiken durch Wechselkursschwankungen werden mit Währungskurssicherungsgeschäften minimiert. Fachkräftemangel und Generationswandel in der Firma Fachkräftemangel und Generationswandel stellen kurz-, mittel- und langfristige Risiken dar. Im Hinblick auf diese Risiken werden firmeninterne Personalentwicklungsprogramme durchgeführt. Dabei wird verstärkt Mentoring durch Erfahrungsträger eingesetzt. Durch Kooperationen mit schulischen und universitären Einrichtungen sowie Lehrwerkstätten wird personeller Nachwuchs gesucht, gefunden und weiterentwickelt. Risiken bedingt durch weltweite politische Krisen Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten stellen weltweite politische Krisen Risiken dar, die schwer zu kalkulieren sind. Die Anzahl der Risiken, welche die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft behindern können, bleibt hoch. Zu den Risiken und Entwicklungen als Folge des Krieges in der Ukraine kommen Tendenzen zu weniger freiem weltweiten Handel und mehr von nationalen Interessen geprägter Politik. • Trotz nachlassender Inflationsdynamik ist mit Preissteigerungen bei Materialien und Vorprodukten zu rechnen. • Hohe Lohn- und Energiekosten belasten die Ertragslage und verschlechtern die Wettbewerbsbedingungen im internationalen Vergleich. • Nachteilige Auswirkungen können durch Handelsbeschränkungen entstehen. • Politisch reglementierte Vergabeverfahren bei internationalen Ausschreibungen stellen ein zusätzliches Risiko für zukünftige Auftragseingänge dar. Diese Risiken können zu Verzögerungen von Projekten und in der Folge auch zu Einbußen beim Umsatz und beim Ertrag führen. Erkennbare Risiken werden frühzeitig kommuniziert. Bei Vertragsabschlüssen wird mit erhöhten Risikoaufschlägen gearbeitet oder, wenn möglich, Preisgleitkonditionen vereinbart. Bei bestehenden Vertragsverhältnissen wird mit den Kunden über entsprechende Vertragsanpassungen diskutiert. Intern wurde die Materialwirtschaft auf mehr Bevorratung von schwer zu beschaffenden Gütern, insbesondere einiger Sondermaterialien (Kupfer- und Edelstahllegierungen) und Elektronikkomponenten (Messsysteme, Sensorik und Aktuatoren) umgestellt, um Lieferengpässe besser abfedern zu können. 3.2.3 Zusammenfassung der Risikolage Für die Geschäftsentwicklung von FMB relevante Risiken werden permanent identifiziert. Wirkungsvolle Vorsorgemaßnahmen bzw. Maßnahmen zur Minimierung von nachteiligen Auswirkungen wurden entwickelt. 3.2.4 Chancenbericht Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in den zu erwartenden Auftragsvergaben diverser Forschungseinrichtungen für deren grundlegende Modifizierungen. Durch engen Kontakt mit den Forschungseinrichtungen ist FMB bereits im frühen Stadion in geplante Erweiterungsmaßnahmen involviert. Unter anderem durch Entwicklung und Fertigung von Prototypen und durch die Entwicklung und Erprobung neuer Fertigungsverfahren. Daraus resultieren höhere Erfolgsaussichten in zu erwartenden Ausschreibungsverfahren. FMB befindet sich aktuell in der Prototypenphase für mehrere zukünftige Großprojekte für Vakuumsysteme. Ein erfolgreiches Abschneiden in den laufenden Projekten für Design, Herstellung und Erprobung von Prototypen stärkt die Wettbewerbsposition in den zukünftigen Ausschreibungen. Die langjährige, führende Marktpräsenz, Qualität und Zuverlässigkeit der Leistungen von FMB sind in der Community bekannt und wesentliche Voraussetzung für künftige Geschäfte. Die hohe Qualifikation der Mitarbeiter sowie die Verfügbarkeit spezieller Technologien und Prüfausrüstungen eröffnet gute Chancen, Umsätze in anderen technologieorientierten Geschäftsfeldern zu generieren. In Zukunft tritt FMB als Mitglied der Saes High Vacuum Division auf. Synergieeffekte aufgrund von Austausch und Spezialisierung innerhalb dieser Firmengruppe, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Beschaffung und Produktion werden die Wettbewerbsposition von FMB verbessern. 3.2.5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Bankguthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagementsystems ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird eine kontinuierliche Liquiditätsplanung durchgeführt, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zusätzlich werden mit den Hausbanken ausreichende Aval- und Kontokorrentkreditlinien vereinbart. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der FMB Feinwerk- und Meßtechnik GmbH, Berlin, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Vorjahr aufgestellt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten aktiviert, und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bewertung erfolgte mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgten grundsätzlich zeitanteilig. Angeschaffte abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800 Euro wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben, § 6 Abs. 2 EStG analog. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde gemäß § 240 Abs. 4 HGB das zulässige Durchschnittswertverfahren angewandt. Zwischen dem Wertansatz nach diesem Verfahren ergeben sich im Vergleich zur Einzelbewertung keine wesentlichen Bewertungsunterschiede, da das Durchschnittsverfahren lediglich für die Bewertung von Kleinmaterialien angewandt wird. Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge wurden mit den anteiligen Herstellungskosten angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Waren wurden zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten bewertet. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennbetrag bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen wurden mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet und offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet, § 249 (1) Satz 1 HGB i. V. m. § 285 Nr. 24 HGB. Für die Ermittlung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags kam die Bewertungsmethode Projected Unit Credit Method nach IAS 19 zur Anwendung. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung erfolgte mit dem durchschnittlichen Marktzins in Höhe von 1,82 % p. a. (10-Jahres-Durchschnittszins), 1,74 % p. a. (7-Jahres-Durchschnittszins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung eines Rententrends in Höhe von 2,00 % p. a. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden grundsätzlich nach den Erfahrungswerten aus Vorjahren ermittelt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Zinsen auf Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen, § 284 (2) Nr. 5 HGB. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist nachfolgend dargestellt.
Unfertige Erzeugnisse und Fertige Erzeugnisse Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktionsbezogene Vollkosten). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.800,00 Euro (Vorjahr: 20.300,00 Euro). Sonderposten mit Rücklageanteil Der in der Bilanz ausgewiesene Sonderposten, der entsprechend dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB fortgeführt wurde, beinhaltet den Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 4 Fördergebietsgesetz in Höhe von 38.382,00 Euro. In den Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 4 Fördergebietsgesetz wurden die nach § 4 FördergebietsG zulässigen Sonderabschreibungen in der Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den planmäßigen Abschreibungen gem. § 253 HGB und den nach § 254 HGB (a.F.) zulässigen Sonderabschreibungen eingestellt und passivisch ausgewiesen, § 281 Abs. 1 HGB (a.F.). Die Auflösung erfolgt jeweils im Geschäftsjahr insoweit, wie die beanspruchten steuerlichen Sonderabschreibungen durch die planmäßigen Abschreibungen ersetzt werden, § 281 Abs. 1 HGB (a.F.). Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich zum 31.12.2023 auf 6.497 Euro. Für diesen Betrag besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Nachfolgend ist zur besseren Vergleichbarkeit der Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022 dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 126.513,78 Euro (Vorjahr: 126.513,78 Euro). Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro, § 284 (2) Nr. 2 HGB Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Kursrisiken aus Fremdwährungsleistungsverpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht und waren dementsprechend bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen. Die in Fremdwährungen gehaltenen liquiden Mittel wurden zu folgenden Stichtagsmittelkursen bewertet: 1 EUR = 0,92660 CHF; 1 EUR = 1,62910 AUD; 1 EUR = 1,10770 USD; 1 EUR = 1,46820 CAD; 1 EUR = 0,86910 GBP; 1 EUR = 1,46140 SGD Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde im Berichtsjahr durch Abschreibungen gemindert. Der Gesamtbetrag der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von 1.230,25 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 128.978,42 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 137.151,67 Euro (Vorjahr: 512.025,31 Euro) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 9.378,00 Euro (Vorjahr: 17.456,00 Euro). V. Sonstige Angaben Teilgewinnrealisierung Um ein zutreffenderes Bild der Ertragslage der Gesellschaft im Jahresabschluss darzustellen, wurden bei langfristigen Fertigungen über mehrere Wirtschaftsjahre - entsprechend der in den Vorjahren angewandten Bilanzierungsmethode - Teilgewinne realisiert. Die Teilgewinnrealisierung erfolgte auf Basis von Teilabrechnungen, die nach Teilabnahmen durch den Kunden und anschließenden Teillieferungen an den Kunden erstellt wurden. Durch die stetige und stringente Anwendung der Bilanzierungsmethode werden willkürliche Einflüsse der Teilgewinnrealisierungen auf die Ertragslage der Gesellschaft ausgeschlossen. Anzahl der Arbeitnehmer In 2023 wurden durchschnittlich 67 Arbeitnehmer (Vorjahr: 71 Arbeitnehmer) beschäftigt. Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten wurden nicht mit einbezogen. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Verbundene Unternehmen Die Angabe zu den verbundenen Unternehmen ist zur Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen für die Gesellschaft unterblieben (vgl. § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB). Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Jahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt 12.000 Euro und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zur Absicherung eines Avalkreditrahmens wurde ein Bankkonto mit einem Saldo zum 31.12.2023 in Höhe von 151.730 Euro an ein Kreditinstitut verpfändet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Nachtragsbericht Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten aufgrund des Ukraine-Krieges abweichend von den Planungen entwickelt. Der Ukraine-Krieg verschärft die angespannte Situation in Bezug auf Kosten und Verfügbarkeit von Rohstoffen, insbesondere von Sondermaterialien, wie Edelstahl- und Kupferlegierungen. Aufgrund langfristiger Vertragslaufzeiten lassen sich Kostensteigerungen nicht unmittelbar und in vollem Maße an Kunden weiterreichen. Steigende Energiepreise und verzögerte Projektabläufe erzeugen zusätzlichen Kostendruck. Dies führt zu einer gedämpften Ertragslage. Das Unternehmen gehört aufgrund des Gesellschafterwechsels in 2024 künftig zu einer ausländischen Firmengruppe, dadurch soll die Wettbewerbsposition der Firmengruppe gestärkt und das Angebot erweitert werden. Im Rahmen des Gesellschafterwechsels war eine Veräußerung der Tochtergesellschaft erforderlich. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Dipl.-Informatiker (FH) Jens Rekow, Informatiker, Berlin, geführt. Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführung ist zur Vermeidung von Nachteilen für die Gesellschaft unterblieben (vgl. § 286 Abs. 4 HGB). sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, den 9. April 2024 Jens Rekow, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FMB Feinwerk- und Messtechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FMB Feinwerk- und Messtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FMB Feinwerk- und Messtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. • Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.
Berlin 20. November 2024 wetreu
NTRG Norddeutsche Treuhand- und Revisions-Gesellschaft
mbH
Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer Rainer Dröse-Seidler, Wirtschaftsprüfer |
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