Halberstädter Landwurst GmbH

Dr.-Crohn-Straße 1, 38820 Halberstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 102159
Vorher
Halberstädter Landwurst GmbHt
Eingetragen
22.7.1991
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenBeteiligungsgesellschaftenEinzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
Betrieb einer Fleisch- und Wurstwarenfabrikation und der Handel mit diesen Produkten. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte betreiben, welche geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sich an ihnen beteiligen und ihre Geschäfte führen. Sie ist zur Errichtung von Zweigniederlassungen befugt. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Looff
seit 1.2.2010
Geschäftsführer
Stefan Kaufhold
seit 14.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

28.00% identifiziert72.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
S***** K*******
14.00%
D***** L****
14.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
72.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

S***** K*******
14000
14.00%

Beteiligungen

NameAnteil
90.00%
72.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Halberstädter Landwurst GmbH

Halberstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Rahmenbedingungen des Unternehmens

Die Halberstädter Landwurst GmbH wurde am 08.11.1990 gegründet. Das Unternehmen ging aus der ehemaligen PGH Harzland bzw. der umgewandelten Fleischer GmbH Harzland hervor und kann bis zum Jahr 1995 auf eine sowohl gesellschaftsrechtlich, als auch wirtschaftlich wechselvolle Geschichte zurückblicken.

Im Januar 1995 übernahm die Halberstädter Schlachthof GmbH 51% der Unternehmensanteile, im Juni 1999 wurden die restlichen 49% auf den Schlachthof übertragen. Fortan gestaltete sich die Entwicklung des Unternehmens anhaltend positiv.

Nach Um- und Ausbau vorhandener Produktionsanlagen i.H.v. etwa 3 Mio. DM verlegte die Landwurst GmbH 1996 ihren Geschäftssitz auf das Gelände der Halberstädter Schlachthof GmbH und erreichte noch im gleichen Jahr die EU-Zulassung für Zerlegung und Wurstproduktion.

Im Jahre 2006 erfolgten die Trennung von der langjährigen Muttergesellschaft und eine konsequente Ausweitung der Produktion, die im Jahre 2007 mit der Neueingliederung des Schlachtbereiches vorerst ihren Höhepunkt erreichte.

Die Landwurst GmbH produziert gegenwärtig zwischen 2-3 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren täglich, das Schlachtvolumen beträgt zwischen 9.000 - 10.000 Schweine monatlich.

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer des Unternehmens sind Herr Stefan Kaufhold (seit 1999) und Herr Dennis Looff (seit 2010).

Die Halberstädter Landwurst GmbH hält 72% des Stammkapitals in Form eigener Anteile. Herr Kaufhold und Herr Looff beanspruchen jeweils 14% der Geschäftsanteile.

2. Branchenentwicklung

Im Jahre 2023 betrug die Nettoerzeugung von Fleisch (Schlachtgewicht) in Deutschland rund 7,2 Mio. Tonnen. Der Vorjahreswert sank damit um rund 4%.(1)

(1) Quelle : BMEL-Statistik : Fleisch (online)verfügbar unter: https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung-fischerei/versorgungsbilanzen/fleisch (11.07.2024)

Der Fleischverzehr insgesamt geht weiter zurück.

Im Geschäftsjahr 2022 lag die effektiv der Bevölkerung in Deutschland zum Verzehr bereitgestellte Fleischmenge bei 4,38 Millionen Tonnen, was einem durchschnittlichen Verzehr von 52 Kilogramm pro Kopf der Gesamtbevölkerung entspricht und damit rund 4,2 Kilogramm weniger als 2021 bedeutet.

Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Inflation, aber auch auf eine kritischere Einstellung vieler Menschen zum Fleischverzehr allgemein zurückzuführen. Diese wird durch die verschärfte Debatte um Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz sowie die Tendenz zu fleischlosen Verzehralternativen, vor allem in der jüngeren Generation, ausgelöst.

Dabei setzte sich der Trend zu weniger Schweinefleisch beim Verzehr einzelner Fleischarten fort. Allerdings ging auch der Verzehr von Rind- und Kalbfleisch spürbar zurück und auch der Konsum von Geflügelfleisch sank entgegen dem Trend der Vorjahre leicht.

Der rückläufige Pro-Kopf-Verzehr von Schweinefleisch war wesentlich ausschlaggebend für die gesamte Verzehrentwicklung. Im Jahr 2022 wurden durchschnittlich 29 Kilogramm Schweinefleisch pro Kopf verzehrt, was einem Rückgang um zwei Kilogramm im Vergleich zu 2021 und einem Rückgang um mehr als 11 Kilogramm seit Beginn des Jahrzehnts entspricht. Seit dem Höchststand von 40,1 Kilogramm im Jahr 2011 geht der Pro-Kopf-Verzehr von Schweinefleisch kontinuierlich zurück und erreichte im Jahr 2022 etwa das Niveau der 1980er Jahre im früheren Bundesgebiet.

Massive Preisanstiege auf Erzeugerseite und ein gestiegenes Verbraucherpreisniveau infolge von Inflation trugen ebenfalls zum Rückgang des Schweinefleischverzehrs bei. Das einwanderungsbedingte Bevölkerungswachstum der Vorjahre hatte kaum positive Auswirkungen auf den Schweinefleischkonsum. Trotzdem bleibt Schweinefleisch weiterhin der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Fleischwaren und Wurst und hat somit eine stabilisierende Wirkung auf den Durchschnittsverzehr.

Der demografische Wandel in der Bevölkerung ist ebenfalls ein Faktor für die veränderten Konsumgewohnheiten. Der Anteil älterer und einkommensschwächerer Menschen nimmt zu, ebenso wie der Anteil der Bevölkerung, der aus religiösen Gründen auf Schweinefleisch verzichtet und den Verzicht auch nicht durch einen höheren Konsum anderer Fleischarten kompensiert. Das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung hat allgemein zugenommen, und eine Ernährung mit weniger oder ganz ohne Fleisch wird gesellschaftlich anerkannt. Angebotene Speisen für Vegetarier und Veganer sind mittlerweile in der Gastronomie üblich. Nicht alle Personen in Haushalten konsumieren heute noch Fleisch. Insbesondere die jüngere Generation verzichtet vermehrt darauf. Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ernähren sich doppelt so viele 15- bis 29-Jährige vegetarisch oder vegan. (2)

(2) Quelle : Deutscher Fleischer-Verband / Jahrbuch 2023 (online) verfügbar unter: https://www.fleischerhandwerk.de/fileadmin/fleischerhandwerk/03_Presse/DFV_Jahrbuch_2023_150dpi.pdf (11.07.2024)

3. Beschaffung

Im Betrachtungszeitraum Januar bis Dezember 2023 wurden von der Halberstädter Landwurst GmbH Schweine zur Schlachtung und Weiterverarbeitung im Gesamtwert von rund 5.289.424 € erworben (Vorjahr: 4.118.851 €).

In der Abteilung Wurstproduktion lag das externe Einkaufsvolumen an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zur Herstellung der regionalen Fleisch- und Wurstspezialitäten im Geschäftsjahr 2023 bei rund 1.539.662 € (Vorjahr: 1.311.860 €).

Der Zukauf von Rindfleischprodukten, Schweineteilstücken und sonstigen Handelswaren beider Abteilungen bezifferte sich im abgelaufenen Betrachtungsjahr auf insgesamt 2.364.853 € (Vorjahr: 2.131.134 €).

An Energiestoffen (Strom und Gas) für die Schlachtung, Zerlegung und Wurstproduktion wurden ca. 346.145 € aufgewandt (Vorjahr: 223.467 €).

Der sonstige externe Zukauf der Filialen des Unternehmens lag im Geschäftsjahr 2023 bei rund 271.406 € (Vorjahr: 267.756 €).

In der Summe erreichte das externe Einkaufsvolumen aller Unternehmensbereiche im abgelaufenen Kalenderjahr einen Wert von 9.811.491 € (VJ: 8.053.069 €).

54% der Gesamtkosten entfielen dabei auf den Einkauf der Schlachttiere, 16% auf den Einkauf der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für die Abteilung Wurstproduktion, 4% auf den Einsatz der Energiestoffe und 26% auf den Zukauf von Rindfleisch, Schweinteilstücken und sonstigen Handelswaren.

Die Einkaufskosten pro Kilogramm produzierter und verkaufter Ware bezifferten sich im Geschäftsjahr 2023 auf 3,01 € (Vorjahr: 2,39 €).

4. Produktion

Im Geschäftsjahr 2023 wurden von der Halberstädter Landwurst GmbH in der Summe 23.114 Stück Schweine, Sauen und Ferkel zur Schlachtung und Vermarktung eingekauft (Vorjahr: 22.474 Stück). Hinzu kamen 84.698 Schweinelohnschlachtungen (Vorjahr: 86.303 Stück).

Mit 107.812 (Vorjahr: 108.777 Stück) Schweineschlachtungen insgesamt erreichte das Unternehmen - bezogen auf das Bundesland Sachsen-Anhalt - einen Marktanteil von 4,20 % (Vorjahr: 3,15 %).

Der Anteil an Schweinen der Handelsklassen E und S lag bei 89% der Gesamtmenge, der Anteil an Schweinen der Handelsklasse U bei 9% (Vorjahr: 89% E/S, 9% U). Das durchschnittliche Schlachtgewicht der Tiere bezifferte sich auf rund 100 kg (Vorjahr: rund 103 kg).

Per Saldo wurden von den Abteilungen Schlachtung, Zerlegung und Wurstproduktion im Geschäftsjahr 2023 ca. 3.256.384 kg Waren (inklusive Handelswaren) im Wert von rund 16.353.494 € produziert und weiterveräußert (Vorjahr: 3.374.020 kg im Wert von 15.206.067 €).

Für die einzelnen Produktgruppen ergab sich dabei folgende Verteilung:

2023

Schweinehälften 822.141 kg 2.193.531 €
Schweineteilstücke 1.443.287 kg 5.766.194 €
Schweineblut und Innereien 155.094 kg 269.896 €
Wurstprodukte, Schinken, Kassler u.a. 572.086 kg 5.903.868 €
Rindfleisch und sonstige Handelswaren 263.776 kg 2.220.005 €

2022

Schweinehälften 843.988 kg 1.844.651 €
Schweineteilstücke 1.397.173 kg 4.828.585 €
Schweineblut und Innereien 211.525 kg 254.437 €
Wurstprodukte, Schinken, Kassler u.a. 591.472 kg 5.933.567 €
Rindfleisch und sonstige Handelswaren 329.862 kg 2.344.827 €

Veränderungen 2023 zu 2022

Schweinehälften -21.847 kg +348.880 €
Schweineteilstücke +46.114 kg +937.609 €
Schweineblut und Innereien -56.431 kg +15.459 €
Wurstprodukte, Schinken, Kassler u.a. -19.386 kg -29.699 €
Rindfleisch und sonstige Handelswaren -66.086 kg -124.822 €

Die Umsatzerlöse pro kg verkaufter Ware lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 5,02 € (Vorjahr: 4,51).

An insgesamt 252 Arbeitstagen entfiel auf die Bereiche Schlachtung und Zerlegung eine durchschnittliche Tagesverkaufsmenge von 9.605 kg (Vorjahr: 9.733 kg). Die Abteilung Wurstproduktion erreichte ein Tagesverkaufsvolumen von 2.270 kg (Vorjahr: 2.347 kg). Die Tagesverkaufsmenge von Rindfleischprodukten und Handelswaren betrug 1.047 kg (Vorjahr: 1.309 kg). In der Summe wurden im angelaufenen Kalenderjahr somit 12.922 kg Waren pro Tag veräußert (Vorjahr: 13.389 kg).

5. Absatz

Im Geschäftsjahr 2023 erreichte die Gesamtleistung des Unternehmens (ohne Bestandsveränderungen) rund 18,89 Mio. € (Vorjahr: 17,52 Mio. €).

Vom Gesamtumsatz entfielen 7,46 Mio. € (= 40 %) auf die Eigenvermarktung der Produkte in den unternehmenseigenen Verkaufsfilialen (Vorjahr: 7,64 Mio. €).

Weitere 2,48 Mio. € (= 13%) wurden über den Lohnschlachtungsbereich und die Erzielung sonstiger betrieblicher Erträge realisiert (Vorjahr: 2,24 Mio. €).

Rund 8,95 Mio. € (= 47 %) konnten letztlich bei externen Metzgereien, Handelsketten und Fleisch- und Wurstwarenverarbeitungsbetrieben umgesetzt werden (Vorjahr: 7,64 Mio. €).

6. Rentabilitätsverhältnisse

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 standen einer Gesamtleistung (inkl. Bestandsveränderungen) in Höhe von 18,73 Mio. € und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 161 T€ Aufwendungen für Material und Fremdleistungen in Höhe von 10,35 Mio. € gegenüber.

Der erwirtschaftete Rohertrag der Halberstädter Landwurst GmbH betrug in der Differenz rund 8,54 Mio. € (Vorjahr: 8,91 Mio. €)

Pro Kilogramm verkaufter Ware konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Rohertrag in Höhe von 2,01 € erzielt werden (Vorjahr: 2,12 €).

Der realisierte Aufschlagsatz betrug rund 67 %; die Handelsspanne lag bei ca. 40% (Vorjahr: Aufschlagsatz 89%; Handelsspanne 47%).

Im Fixkostenbereich waren 2023 insgesamt 8,07 Mio. € zu verbuchen (Vorjahr: 7,75 Mio.€).

Davon entfielen auf:

Personalaufwand inkl. Nebenkosten 5.320.238 € = 66 % der Gesamtkosten
Abschreibungen auf Sachanlagen & GWG 308.856 € = 4 % der Gesamtkosten
Raumkosten 719.215 € = 9 % der Gesamtkosten
Reparaturen 252.866 € = 3 % der Gesamtkosten
Fahrzeugkosten 296.239 € = 4 % der Gesamtkosten
Werbekosten 24.300 € = 1 % der Gesamtkosten
Kosten der Warenabgabe inkl. THD 787.250 € = 9 % der Gesamtkosten
Übrige Kostenpositionen 356.041 € = 4 % der Gesamtkosten

Die größten Kostensteigerungen verzeichneten 2023 dabei die Bereiche der Personalkosten (+ 201 T€ im Vergleich zum Vorjahr) und Raumkosten (insbesondere Energie + 125 T€ im Vergleich zum Vorjahr).

Das neutrale Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2023 bei -171 T€ (Vorjahr: -383 T€).

Der Jahresgewinn des Unternehmens betrug per 31.12.2023 rund 314 T€ (Vorjahr: rund 783 T€).

7. Investitionen

Das Geschäftsjahr 2023 war im investiven Bereich insbesondere von der Sanierung der LKW-Zufahrt im Stammbetrieb (rund 57 T€) und der Ersatzbeschaffung eines Verkaufsmobiles im Wert von rund 93 T€ gekennzeichnet. Im Übrigen wurden lediglich kleinere Ersatzinvestitionen vorgenommen. Der Wert des Anlagevermögens belief sich zum 31.12.2023 auf insgesamt 2,52 Mio. € (davon ca. 203 T€ Neuzugänge in 2023).

Im Jahr 2024 soll die Landwurst-Filiale Schwanebeck modernisiert werden (Volumen ca. 65 T€). Darüber hinaus ist der Neubau eines Fettabscheiders im Produktionsbetrieb Halberstadt im Wert von rund 100-120 T€ geplant. Weitere nennenswerte Investitionsmaßnahmen befinden sich aktuell nicht in Vorbereitung.

8. Finanzierung

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurden zur Deckung der realisierten Investitionen insgesamt 74 T€ Neukredite (Stand 31.12.2023) aufgenommen (Vorjahr: 127 T€).

Die Summe an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 786 T€ (Vorjahr: 1,09 Mio.€).

9. Personal

Der Personalbestand der Halberstädter Landwurst GmbH hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 nochmals leicht verringert. So waren zu Jahresbeginn 170 Personen beschäftigt, während die Mitarbeiterzahl am Jahresende bei 158 Beschäftigten lag (darunter eine Auszubildende).

Für das Folgejahr ist mit einer konstanten Beschäftigungszahl zu rechnen.

10. Umweltschutz

Wir verpflichten uns, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, sparsam mit Ressourcen umzugehen und Umweltbelastungen zu minimieren. Die wirtschaftlichen Ziele werden unter Beachtung und Einhaltung des Umweltschutzes erreicht.

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine nennenswerten Investitionen im Bereich des Umweltschutzes realisiert worden.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Halberstädter Landwurst GmbH bezifferte sich zum 31.12.2023 auf 4,59 Mio. € (Vorjahr: 4,55 Mio.€).

Der Anteil des langfristig gebundenen Anlagevermögens am Gesamtvermögen nahm mit rund 55% leicht ab (Vorjahr: 58%).

An Eigenkapital konnte das Unternehmen zum Stichtag einen Anteil von rund 55 % ausweisen (Vorjahr: 53%) ; das wirtschaftliche Eigenkapital der Landwurst GmbH betrug rund 2,53 Mio. € (Vorjahr: 2,41 Mio.€).

Die Nettoverschuldung lag bei 1,14 Mio.€ (Vorjahr: 1,12 Mio.€), der Verschuldungsgrad ist auf 81% gesunken (Vorjahr 89%).

Bezogen auf den Cash-Flow beträgt die aktuelle Nettoverschuldung knapp 2 Jahre.

2. Finanzlage

Der maßgebliche Jahresüberschuss des Unternehmens lag mit rund 314 T€ auf deutlich geringerem Niveau als in den vergangenen 3 Jahren. Im 10 Jahres-Vergleich positionierte sich der aktuelle Gewinn rund 267 T€ unter dem Durchschnittswert von 581 T€ und befindet sich nunmehr wieder in der Größenordnung der erzielten Ergebnisse der Geschäftsjahre 2016-2019.

Gleiches gilt mit rund 622 T€ für den Cash-Flow aus Jahresergebnis und Abschreibungen (Vorjahr: 1,12 Mio.€) und der Eigenkapitalrentabilität (in Bezug auf den Cash-Flow) in Höhe von 25% (Vorjahr 47%).

3. Ertragslage

Zur Ertragslage wird auf die Ausführungen in der Darstellung des Geschäftsverlaufes verwiesen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges haben sich maßgeblich auf das Unternehmensergebnis der Halberstädter Landwurst GmbH ausgewirkt. So führten die inflationären Preisentwicklungen im Einkauf bei einer gleichzeitig nur bedingt möglichen Umlage im Absatz zu Rohertragseinbußen in Höhe von insgesamt 366 T€ (-5 %). Gleichzeitig waren deutlich höhere Kosten für den produktionstechnisch erforderlichen Verbrauch an Erdgas und Strom zu verzeichnen (+125 T€).

Im Übrigen liegen die größten Risiken im Hinblick auf die zukünftige Ergebnislage der Landwurst GmbH nach wie vor im Fachkräftemangel und der allgemein ansteigenden Lohnentwicklung sowie dem langfristig wohl weiter sinkenden Konsum von Wurstwaren und Schweinefleisch.

2. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 kann - ausgehend von der Entwicklung im ersten Halbjahr - von einer stabilen Ertragslage ausgegangen werden, die sich in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 befinden dürfte.

Aktuell liegt das Gesamtergebnis (per 30.06.2024) rund 50 T€ über dem Vorjahreswert. In der Summe ist wiederum mit einem Jahresüberschuss leicht unter dem Durchschnittsniveau der letzten 10 Jahre zu rechnen.

Dabei stehen den Kostensteigerungen im Energie- und Personalbereich (in der Summe rund 187 T€ mehr in den Monaten 01-06/2024) deutliche Umsatzausweitungen im Segment der Lohnschlachtungen (rund 257 T€ mehr in 1.Halbjahr) gegenüber.

Im Hinblick auf zu realisierende Energieeinsparungen hat die Landwurst GmbH im Bereich der Schlachtung regelmäßig auf eine 4-Tage-Woche umgestellt.

Weitere wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik des Unternehmens sind aktuell nicht geplant.

3. Internes Kontroll- und Risikomanagement

In der Gesellschaft sind die wesentlichen Grundzüge eines internen Kontrollsystems eingeführt und etabliert. Für die grundlegenden Prozesse sind Soll-Konzepte entwickelt. Diese finden Niederschlag in Organisationsanweisungen und Ablauf-Beschreibungen. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augenprinzip unterworfen, so dass eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen sichergestellt ist. Dabei wird auf eine effiziente Funktionstrennung geachtet. Das Vier-Augen-Prinzip der Funktionstrennung wird neben den papierhaften Prozessen auch in den Softwaresystemen über Berechtigungskonzepte und entsprechend gestaltete Work-Flow-Prozesse stringent fortgesetzt.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken begegnet die Gesellschaft durch im Unternehmen bestehende Finanzinstrumente. Dazu zählen insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Bankguthaben und Kredite von Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt, die Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermitteln. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und eine Warenkreditversicherung.

 

Halberstadt, den 11.07.2024

gez. Stefan Kaufhold, Geschäftsführer

gez. Dennis Looff, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.515.655,81 2.618.499,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.070,00 26.857,00
II. Sachanlagen 2.479.635,81 2.578.692,81
III. Finanzanlagen 12.950,00 12.950,00
B. Umlaufvermögen 2.062.918,72 1.920.405,05
I. Vorräte 374.531,75 363.141,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 768.191,48 540.912,89
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 920.195,49 1.016.350,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.794,00 13.690,00
Aktiva 4.588.368,53 4.552.594,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.488.852,74 2.365.239,79
I. ausgegebenes Kapital 14.316,17 14.316,17
1. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
2. eigene Anteile -36.813,02 -36.813,02
II. Gewinnrücklagen 822.134,65 665.443,89
III. Bilanzgewinn 1.652.401,92 1.685.479,73
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 41.692,00 46.244,00
C. Rückstellungen 256.053,00 319.980,00
D. Verbindlichkeiten 1.745.479,79 1.768.898,07
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 565,00
F. Passive latente Steuern 56.291,00 51.668,00
Passiva 4.588.368,53 4.552.594,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.549.560,84 8.915.514,34
2. Personalaufwand 5.320.237,98 5.118.999,27
a) Löhne und Gehälter 4.347.301,09 4.197.835,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 972.936,89 921.164,25
davon für Altersversorgung 53.314,59 51.263,83
3. Abschreibungen 308.855,61 341.045,21
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 308.855,61 341.045,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.435.911,40 2.288.820,92
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3,20 3,12
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 430,00 4,20
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.180,21 30.621,28
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 135.509,69 340.867,97
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.623,00 12.742,00
9. Ergebnis nach Steuern 327.299,15 795.167,01
10. sonstige Steuern 13.686,20 11.713,20
11. Jahresüberschuss 313.612,95 783.453,81
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.495.479,73 1.298.540,83
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 156.690,76 196.514,91
a) in satzungsmäßige Rücklagen 156.690,76 196.514,91
14. Ausschüttung 200.000,00
15. Bilanzgewinn 1.652.401,92 1.685.479,73

Anhang

I. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

1. Eckdaten zum Unternehmen, Gliederung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Halberstädter Landwurst GmbH, mit Sitz in 38820 Halberstadt (Amtsgericht Stendal, HR B 102159) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) unter Ergänzung der Darstellung der Gewinnverwendung (§ 158 Abs. 1 AktG analog) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften zur Erstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht (§ 288 Satz 2 HGB).

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie hält Beteiligungen im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB an dem unter einer einheitlichen Leitung stehenden Tochterunternehmen Halberstädter Schlachtbetrieb GmbH, Halberstadt. Die Gesellschaft ist grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes verpflichtet (§ 290 Abs. 1 und 2 HGB). Da die Größenmerkmale im Sinne von § 293 Abs. 1 HGB nicht überschritten sind, ist die Gesellschaft von der Pflicht, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Im Einzelnen waren bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 folgende Grundsätze und Methoden zu beachten:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der "Abnutzung" unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wurde linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) bzw. Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 HGB) angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Investitionszuschüsse auf Anlagevermögen der Jahre 2003, 2004, 2007, 2009, 2010, 2015 2018 und 2019 wurden in entsprechender Anwendung der Stellungnahme HFA 1/1984 in der Fassung vom 01. Januar 1990 indirekt durch Einstellung in den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen berücksichtigt.

Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens mit einem Wert bis EUR 800,00 je Einheit werden gemäß § 8 Abs. 1 KStG in Verbindung mit § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Für den Materialbestand Techniklager und die Bestände an Haken und E2-Kisten wurden Festwerte auf der Basis der durchschnittlichen Einkaufpreise angesetzt (§ 240 Abs. 3 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten bereits gezahlte Beträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bzw. gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem höheren beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten

Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte.

4. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

II. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

1. Angaben über Geschäfts- oder Firmenwert

Der bei Erwerb von zwei Verkaufsfilialen der Landfleischerei Moritzburg GmbH & Co. KG entstandene und aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB über 5 Jahre planmäßig abgeschrieben.

2. Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Gliederung der Geschäftsjahresabschreibung sind im nachfolgenden Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 dargestellt.

Entwicklung der Stand zum 01.01.2023
Euro
Zugang Abgang (-)
Euro
Abschreibungen Zuschreibung (-)
Euro
Stand zum 31.12.2023
Euro
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Ansch.-/Herst.-K. 104.408,90 3.176,00 106.186,40
-1.398,50
Abschreibung 77.551,90 6.961,00 83.116,40
-1.396,50
Buchwerte 26.857,00 3.176,00 6.961,00 23.070,00
-2,00
Geschäfts- oder Firmenwert Ansch.-/Herst.-K. 6.400,00 0,00 6.400,00
0,00
Abschreibung 6.400,00 0,00 6.400,00
0,00
Buchwerte 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Ansch.-/Herst.-K. 2.728.611,38 60.300,74 2.788.912,12
0,00
Abschreibung 1.220.926,57 48.940,74 1.269.867,31
0,00
Buchwerte 1.507.684,81 60.300,74 48.940,74 1.519.044,81
0,00
Technische Anlagen und Maschinen Ansch.-/Herst.-K. 2.244.772,83 23.785,00 2.231.583,73
-36.974,10
Abschreibung 2.166.257,83 28.180,00 2.157.467,73
-36.970,10
Buchwerte 78.515,00 23.785,00 28.180,00 74.116,00
-4,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Ansch.-/Herst.-K. 2.847.021,29 122.687,87 2.690.329,68
-279.379,48
Abschreibung 1.854.528,29 224.773,87 1.803.854,68
-275.447,48
Buchwerte 992.493,00 122.687,87 224.773,87 886.475,00
-3.932,00
Anteile an verbundenen Unternehmen Ansch.-/Herst.-K. 49.368,12 0,00 49.368,12
0,00
Abschreibung 36.618,12 0,00 36.618,12
0,00
Buchwerte 12.750,00 0,00 0,00 12.750,00
0,00
Genossenschaftsanteile Ansch.-/Herst.-K. 200,00 0,00 200,00
0,00
Abschreibung 0,00 0,00 0,00
0,00
Buchwerte 200,00 0,00 0,00 200,00
0,00
Ansch.-/Herst.-K. 7.980.782,52 209.949,61 7.872.980,05
-317.752,08
Abschreibung 5.362.282,71 308.855,61 5.357.324,24
-313.814,08
Buchwerte 2.618.499,81 209.949,61 308.855,61 2.515.655,81
-3.938,00

3. Finanzanlagen

Es handelt sich hierbei um folgende Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen:

Firma Sitz Gründung Beteiligung
Halberstädter Schlachtbetrieb GmbH Halberstadt Dezember 2011 51,00%

Daneben wird ein Genossenschaftsanteil der Harzer Volksbank eG, 38855 Wernigerode gehalten.

4. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind folgende Positionen aufgeführt:

Betriebsversicherungsbeiträge EUR 5.575,00
Softwarepflege EUR 2.058,00
Softwarelizenzen EUR 1.239,00
Warenkreditversicherung EUR 733,00
Übrige Rechnungsabgrenzungsposten EUR 189,00
EUR 9.794,00

6. Gezeichnetes Kapital

Hierunter wird das voll eingezahlte und in EURO umgerechnete Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von DM 100.000,00, das in vier Stammeinlagen unterteilt ist ausgewiesen.

Daneben wurden die eigenen Anteile gemäß § 272 Abs. 1 a HGB mit ihrem Nennbetrag offen vom Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt.

7. Bilanzgewinn

In dem Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.495.479,73 enthalten.

8. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die Gesellschaft erhielt öffentliche Finanzierungshilfen an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) als Projektförderung zur anteiligen Finanzierung von förderfähigen Ausgaben für Investitionen (Investitionszuschüsse).

Die Zuschüsse werden in entsprechender Anwendung der Stellungnahme HFA 1/1984 in der Fassung vom 01. Januar 1990 indirekt durch Einstellung in den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen berücksichtigt.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wird nach Maßgabe der handelsrechtlichen Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände über deren Nutzungsdauer aufgelöst.

Der Ausweis des im Berichtsjahr zu berücksichtigende Auflösungsbetrag in Höhe von EUR 4.552,00 erfolgt unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge".

9. Rückstellungen

In dem Posten Rückstellungen sind Pensionsrückstellungen wie folgt enthalten:

Pensionsverpflichtungen EUR 240.957,00
Deckungsvermögen i. S. v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB EUR -238.773,00
EUR 2.184,00

Die Pensionsrückstellungen wurde mit dem Erfüllungsbetrag nach den Richttafeln (2018 G) von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,82 % per anno gemäß § 253 Abs. 2 bzw. der höhere beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung für die leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusage gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellung für Resturlaubsanspruchsverpflichtungen EUR 81.229,00
Rückstellung für Tantiemen EUR 58.340,00
Rückstellung für Überstundenvergütung EUR 57.800,00
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten EUR 28.000,00
Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen EUR 24.200,00
Rückstellung für Betriebsprüfungskosten EUR 4.300,00
EUR 253.869,00

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Sicherheitengeber Halberstädter Landwurst GmbH:

- Harzer Volksbank eG:

Grundschuld auf gewerblich genutztem Objekt Halberstadt, Blatt 16607 EUR 2.793.698,84

Bei der Grundschuld handelt es sich um eine Buchgrundschuld unter Übernahme der persönlichen Haftung für die Zahlung eines Geldbetrags in Höhe des Grundschuldbetrages, der Zinsen (15 % per anno) und Nebenleistungen (5 % einmalig) sowie der Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung sowohl in das persönliche Vermögen als auch in den belasteten Grundbesitz gemäß § 800 ZPO.

- Übrige Banken:

Sicherungsübereignung der durch Mietkaufverträge bzw. Darlehen finanzierten technischen Anlagen und Maschinen und der Verkaufsmobile

Sicherheitengeber Dennis Looff und Stefan Kaufhold

- Harzer Volksbank eG:

selbstschuldnerische Bürgschaft (unbefristet über je EUR 50.000,00)

Sicherheitengeber R+V Versicherung AG

- Harzer Volksbank eG:

Ausfallbürgschaft von EUR 500.000,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben nachfolgende Restlaufzeiten:

bis zu einem Jahr EUR 296.824,76 (Vorjahr: EUR 312.809,71)
zwischen einem und fünf Jahren EUR 489.348,28 (Vorjahr: EUR 774.167,76)
mehr als fünf Jahre EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 95.473,50 (Vorjahr: EUR 72.196,65)
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 120,00 (Vorjahr: EUR 120,00)

Die Restlaufzeit der Erhaltenen Anzahlungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten beträgt bis zu einem Jahr.

III. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine gesonderten Angaben notwendig.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In der Bilanz sind keine Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschaftern enthalten.

2. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt zum 31.12.2023
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)

3. Angaben über sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Gesamtbetrag von EUR 566.398,00.

Laufzeit
Betrag
in EUR
1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
aus Mietverträgen 166.283 179.132 0
aus Leasingverträgen 83.925 137.058 0

4. Angaben über Anzahl der Beschäftigten

Als durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gilt gemäß § 267 Abs. 5 HGB der vierte Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember beschäftigten Arbeitnehmer, jedoch ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten.

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 161 Arbeitnehmer. Die Belegschaft setzte sich aus folgenden Gruppen zusammen: Verwaltung 14 Beschäftigte, davon 2 Beschäftigte in der Geschäftsführung sowie zusätzlich 143 gewerbliche Arbeitnehmer. Auszubildende und Praktikanten wurden nicht mit einbezogen.

5. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Stefan Kaufhold, (Diplom-Fleischtechnologe), 38820 Halberstadt

Dennis Looff, (Diplom-Kaufmann), 38820 Halberstadt

Die Darstellung der Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 a HGB) wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

6. Angaben über Anteilsbesitz

Firma: Halberstädter Schlachtbetrieb GmbH
Sitz: Halberstadt
Höhe des Anteils in EUR: 12.750,00
Höhe des Anteils in %: 51,00
Anschaffungskosten in EUR: 48.851,81
letzter vorliegender Jahresabschluss: 31.12.2022
Eigenkapital in TEUR: 16,57
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR: -1,58

7. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (Deckungsvermögen i.S.v. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: EUR 240.957,00 (Vorjahr: EUR 212.344,00)
Anschaffungskosten und Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte: EUR 238.773,00 (Vorjahr: EUR 209.788,00)
Verrechnete Aufwendungen: EUR 2.943,00 (Vorjahr: EUR 5.760,00)
Verrechnete Erträge: EUR 2.173,00 (Vorjahr: EUR 2.695,00)

8. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB wird in Verbindung mit § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

9. Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und deren steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich hieraus insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuer berücksichtigt. Zum 31.12.2023 werden passive latente Steuern in Höhe von EUR 56.291,00 in der Bilanz ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Erhöhung der passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 4.623,00.

10. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

11. Angaben über Ergebnisverwendung und Rücklagenbildung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:

Bilanzgewinn EUR 1.652.401,92
./. Einstellung in Gewinnrücklage EUR 62.722,59
./. offene Gewinnausschüttung an Gesellschafter EUR 190.000,00
Vortrag auf neue Rechnung EUR 1.399.679,33

 

Halberstadt, den 18. Juni 2024

gez. Stefan Kaufhold, Geschäftsführer

gez. Dennis Looff, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Halberstädter Landwurst GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss Halberstädter Landwurst GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht Halberstädter Landwurst GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung / unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - / falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,/ aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass / aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten/höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da Verstöße betrügerisches/dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger / bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Braunschweig, 26. Juli 2024

gez. Dipl.-Kfm. Jens von Mach, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

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