Polyvlies Sachsen GmbH
Hauptstraße 99, 02899 Ostritz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Buchholz seit 29.12.2016 | Prokura |
Dirk Niehues seit 22.1.2015 | Prokura |
Ludger Löbbers seit 22.1.2015 | Geschäftsführer |
Gunnar Paul Beyer seit 24.11.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Polyvlies Sachsen GmbHOstritzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Dresden: HR B 22219INHALTSVERZEICHNIS1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 5. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Polyvlies Sachsen GmbH hat ihren Sitz in Ostritz und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden in der Abteilung B Nr. 22219 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 17. Juli 2015 erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung fand. Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Gegenstände des Sachanlagevermögens erfolgten pro rata temporis nach der linearen und degressiven Methode. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde das Bewertungswahlrecht gemäß § 6 Absatz 2 EStG in Anspruch genommen und die Zugänge im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden nach dem gewogenen Durchschnitt oder den niedrigeren Zeitwerten bewertet. Der Inventurwert der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurde zu Herstellungskosten ermittelt. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen, soweit diese erforderlich waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie entstehenden Zinsverlusten, Bearbeitungskosten und Skontiabzügen wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter werden gemäß § 42 Absatz 3 GmbH-Gesetz gesondert ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulativen Abschreibungen für das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagegitter dargestellt (Seite 4). 2. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 995 TEUR (Vorjahr: 851 TEUR) stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 49 TEUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 995 TEUR (Vorjahr: 802 TEUR) dar. 3. Eigenkapital Im Berichtsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 871.529,30 TEUR erzielt. 4. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen weisen die voraussichtlichen Steuernachzahlungen für die Jahre 2022 und 2023 aus. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für die Kosten des Jahresabschlusses (43,0 TEUR), für Garantieleistungen (81,8 TEUR), für Personalverpflichtungen (43,9 TEUR) sowie ausstehende Rechnungen (56,0 TEUR). 6. Verbindlichkeiten Es werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 168 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR) ausgewiesen. Sie stellen sonstige Verbindlichkeiten dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von 465 TEUR (Vorjahr: 445 TEUR) stellen eine sonstige Verbindlichkeit dar. Die Verbindlichkeiten haben unterschiedliche Laufzeiten. Weitere Angaben ergeben sich aus dem "Verbindlichkeitenspiegel" (Seite 5). 7. Passive latente Steuern Aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen, ergibt sich insgesamt eine latente Steuerbelastung. Die Unterschiedsbeträge resultieren insbesondere aus den Rücklagen für Ersatzbeschaffung nach R 6.6 EStR. Die körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Steuerbelastung wurde mit 31,5% berücksichtigt. Die passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 betragen 225.387,25 EUR. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Auflösung der passiven latenten Steuern in Höhe von 53.032,30 EUR vorgenommen. Anlagegitter 2023
Verbindlichkeitenspiegel 2023Pflichtangaben zu C. Verbindlichkeiten
IV. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Die Anzahl der Mitarbeiter setzt sich gemäß § 285 HGB wie folgt zusammen:
Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers in Höhe von 12 TEUR umfasst ausschließlich die Leistungen für die Prüfung des Jahresabschlusses. 2. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer sind Herr Gunnar Beyer, Hörstel-Bevergern, und Herr Ludger Löbbers, Hörstel-Bevergern. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Der Ukraine-Krieg kann weiterhin negative Auswirkungen nach dem Bilanzstichtag haben. Die Risiken aus dieser politischen Entwicklung sind nicht prognostizierbar. 4. Ergebnis Nach der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Jahresüberschuss 871.529,30 EUR.
Ostritz, den 31. Mai 2024 Polyvlies Sachsen GmbH, Ostritz Gunnar Beyer, Geschäftsführer Ludger Löbbers, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde am 17. Dezember 2024 festgestellt. Lagebericht 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft Das Jahr 2023 war gesamtwirtschaftlich durch eine zunehmend zurückhaltende Wirtschaftsentwicklung geprägt. Insgesamt war eine Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Euro-Raum von lediglich 0,4 % zu verzeichnen. Die Entwicklung in Deutschland war hingegen negativ und durch eine Abnahme des realen BIP von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet. Die Inflation hat sich im Verlauf des Jahres 2023 in Europa und Deutschland deutlich rückläufig gezeigt. In der Gesamttextilindustrie (ohne Bekleidung) in Deutschland waren im Jahr 2023 Umsatzrückgänge von 1,9 % zu verzeichnen. Der Gesamtumsatz im Segment Technische Textilien reduzierte sich überproportional um 11,2 %. Auch das Segment Vliesstoffe mit einem Umsatzrückgang von 4,0 % entwickelte sich überproportional negativ im Vergleich zur Gesamtbranche. Die negative Wirtschaftsentwicklung in der Gesamttextilindustrie (ohne Bekleidung) zeigt sich auch in einem Produktionsrückgang in 2023 von 7,0 %, der die rückläufige Absatzmengenentwicklung unterstreicht. Die Polyvlies Sachsen GmbH konnte abweichend zum Gesamtbranchentrend ihre Absatzmengen leicht steigern. Es war ein Umsatzanstieg auf 16,2 Mio. EUR (+ 5,5 %) zu verzeichnen. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von 16.241 TEUR realisiert; im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um 852 TEUR (+ 5,5 %) gestiegen. Die Gesamtleistung betrug 15.932 TEUR und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 236 TEUR (+ 1,5 %) erhöht. 3. Geschäftsergebnis Das Betriebsergebnis der Polyvlies Sachsen GmbH im Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.271 TEUR (Vorjahr: 538 TEUR). Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses in Höhe von 15 TEUR ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 1.286 TEUR. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuer (abzüglich Erträge aus Auflösungen von passiven latenten Steuern) und mindern das Ergebnis um 414 TEUR, so dass die Polyvlies Sachsen GmbH einen Jahresüberschuss für 2023 in Höhe von 872 TEUR (Vorjahr: 361 TEUR) ausweist. 4. Produktion Die Polyvlies Sachsen GmbH fertigt ihre Produkte auf dem modernsten technischen Standard. Die Wettbewerbsfähigkeit wird durch qualitativ hochwertige und kostengünstige Produktionsprozesse gewährleistet. Durch die Kooperation mit Schwestergesellschaften ist es möglich, im In- und Ausland wettbewerbsfähige Produkte anzubieten. 5. Beschaffung Die Materialeinsatzquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) der Polyvlies Sachsen GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr von 65,2 % auf 59,7 % reduziert. Hintergrund sind weiter rückläufige konzerninterne Zulieferungen, ein veränderter Produktmix sowie teilweise rückläufige Rohstoffkosten. Den schwankenden Einkaufspreisen versuchen wir durch eine Optimierung der Einkaufsaktivitäten entgegenzuwirken. Zum einen sind wir bemüht, zu günstigen Tageskursen einzukaufen, zum anderen sind wir bestrebt, durch die Lagerhaltung Preisschwankungen zu vermeiden. 6. Investitionen Die Polyvlies Sachsen GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr: 450 TEUR) getätigt. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 863 TEUR (Vorjahr: 1.076 TEUR). 7. Finanzierung Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital 7.274 TEUR. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresüberschusses auf 69,9 % (Vorjahr: 66,7 %) verbessert. Die mittelbaren Gesellschafter haben der Polyvlies Sachsen GmbH zudem weiterhin Darlehen zur Verfügung gestellt. Diese Gesellschafterdarlehen betragen zum 31. Dezember 2023 insgesamt 464 TEUR. Die Darlehen dienen zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, so dass sie bei wirtschaftlicher Betrachtung eigenkapitalähnlichen Charakter haben. Die Nettofinanzposition (Flüssige Mittel abzüglich Verbindlichkeiten Kreditinstitute) ist im Berichtsjahr aufgrund erfolgter Darlehenstilgungen und eines positiven operativen Cash Flow von ./. 781 TEUR auf 1.526 TEUR verbessert. 8. Personal- und Sozialbereich Die Personalkosten haben sich im Jahre 2023 von 1.723 TEUR um 195 TEUR auf 1.918 TEUR erhöht. Dies ist auf vorgenommene Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote hierdurch auf 12,0 % (Vorjahr: 11,0 %) angestiegen. Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die Polyvlies Sachsen GmbH 37 Mitarbeiter (Vorjahr: 37) - hierin sind Teilzeitkräfte, geringfügig Beschäftigte und Auszubildende enthalten. Unsere Gesellschaft investiert weiter in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden und unsere gute Wettbewerbsposition weiter ausbauen zu können. 9. Umweltschutz Schadensersatzansprüche für Umweltschäden sind derzeit nicht bekannt. Unsere Gesellschaft arbeitet aktiv an einer kontinuierlichen Verbesserung ihres ökologischen Footprints. Hierzu bestehen u.a. seit Jahren zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsysteme sowie verschiedene Projekte zur Verbesserung von Ressourceneffizienzen/ Abfallvermeidung. II. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Polyvlies Sachsen GmbH beträgt 10.404 TEUR zum 31. Dezember 2023 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr (9.597 TEUR) leicht erhöht. Unter Einbeziehung der Gesellschafterverbindlichkeiten ergibt sich eine modifizierte Eigenkapitalquote von 74,4 %. Ohne die Gesellschafterdarlehen weist die Polyvlies Sachsen GmbH eine Eigenkapitalquote von 69,9 % aus. 2. Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielte die Polyvlies Sachsen GmbH einen deutlichen Mittelzufluss. Die Polyvlies Sachsen GmbH weist zum Bilanzstichtag finanzielle Mittel von 2.776 TEUR aus. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommene Kreditlinien. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag in Höhe von 1.250 TEUR. 3. Ertragslage
Das Rohergebnis erhöhte sich von 5.524 TEUR auf 6.464 TEUR bei leicht gestiegener Gesamtleistung. Die Rohergebnismarge hat sich von 35,2 % auf 40,6 % erhöht. Dies war auf rückläufige konzerninterne Zulieferungen, einen veränderten Produktmix sowie teilweise rückläufige Rohstoffkosten zurückzuführen. Im sonstigen Bereich haben sich die Abschreibungen deutlich reduziert. Dies hatte einen positiven Effekt von 213 TEUR auf das EBIT. Die sonstigen Kosten haben sich hingegen weiter erhöht, dies konnte aber durch den Anstieg des Rohergebnisses überkompensiert werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) hat sich entsprechend auf 1.271 TEUR (Vorjahr: 538 TEUR) erhöht. Die operative Ergebnismarge (EBIT-Marge) lag bei 8,0 % (Vorjahr: 3,4 %). III. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Entwicklung der Polyvlies Sachsen GmbH wird wesentlich durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland geprägt. Hierbei hat auch der europäische Automobilsektor eine erhebliche Bedeutung für die geschäftliche Entwicklung. Deutlich negative Entwicklungen in Gesamtwirtschaft und Branche stellen ein potentielles Risiko auch vor dem Hintergrund vorhandener Fixkosten dar. Negative Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg und andere globale Konflikte (z.B. Nahost-Konflikt) können sich im Jahr 2024 und Folgejahren weiter ergeben. Sowohl hieraus resultierende Störungen von Wertschöpfungsketten (beispielweise Materialmangel Automobilindustrie) mit entsprechenden Nachfragerückgängen als auch Kostenerhöhungen in Beschaffung, Produktion und Logistik könnten ergebnisbelastend wirken. Darüber hinaus wirkt die rückläufige, aber noch nicht vollständig normalisierte Inflation weiter auf verschiedene Aufwandspositionen. Die zeitnahe Weitergabe von Kostenerhöhungen an unsere Kunden ist für uns entsprechend bedeutsam. Die gute und stabile Umsatzentwicklung verdeutlicht die besondere Chance und Wettbewerbsposition der Polyvlies Sachsen GmbH, die auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden basiert. Die hohe Qualität der Produkte und die hohe Produktionsflexibilität bilden die Grundlage für diese langjährigen Kundenbeziehungen, die das Umsatzvolumen stabilisieren, und ermöglichen auch eine Ausweitung der Geschäftsbeziehungen und den Aufbau neuer Kunden. Als sonstiges Risiko sehen wir die erhebliche Verhandlungsmacht unserer Kunden im Automobilbereich. Als mittelständisches Unternehmen stehen wir Abnehmern gegenüber, die versuchen, ihre Marktmacht in Verhandlungen durchzusetzen. Diesem Risiko begegnen wir durch Diversifikationen in anderen Märkten, so dass keine ausgeprägte Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht bzw. reduziert wird. Ein weiteres sonstiges Risiko sehen wir in den hohen Qualitätsanforderungen und dem erheblichen Kostendruck, die von der Automobilindustrie vorgegeben werden. Es ist eine Herausforderung für die Zukunft, die Kostenstruktur mit dem Preisniveau der Absatzmärkte im Einklang zu halten. Ein sonstiges Risiko besteht auch grundsätzlich in der volatilen Entwicklung der Rohstoffmärkte. Insbesondere stark schwankende Preise und schwierige Verfügbarkeiten auf Teilbeschaffungsmärkten können ein Risiko darstellen. Hier wirken auch die Auswirkungen der Ukraine-Krise und andere globale Konflikte. Engen Rohstoffverfügbarkeiten wird hierbei auch durch vorausschauende Einkaufspolitik und Lagerhaltung begegnet. Als mittelständisches Unternehmen können wir auf die Entwicklung der Rohstoffpreise nicht einwirken und besitzen gegenüber den Lieferanten eine vergleichsweise geringe Verhandlungsmacht. Langfristige gute Lieferantenbeziehungen nutzen aber bei der bestmöglichen Sicherstellung der Verfügbarkeiten. Die Ertragssituation der Polyvlies Sachsen GmbH ist im Wesentlichen davon abhängig, dass Erhöhungen auf den Rohstoffmärkten an die Kunden weiterberechnet werden können. Die zeitverzögerte Weitergabe von Rohstoffpreiserhöhungen kann zu Ergebnisbelastungen führen. Eine erhebliche Chance sehen wir in der hervorragenden Marktposition, die die Polyvlies Sachsen GmbH sich in den vergangenen Jahrzehnten erarbeitet hat. Langfristige Kundenbeziehungen, hochwertige Produkte und kontinuierliche Weiterentwicklungen unserer Produkte sichern den Eintritt in neue Märkte und gewährleisten stabile Kundenbeziehungen. Der hochmoderne Maschinenpark nach der Ersatzinvestition im Jahr 2018 bildet die Basis für den Ausbau unserer Marktposition. IV. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2024 gehen wir auch aufgrund von Einmalaufträgen im Geschäftsjahr 2023 von einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr auf ein Niveau von 13-14 Mio. EUR aus. Unwägbarkeiten können sich hierbei weiter insbesondere aus Auswirkungen des Ukraine-Krieges und andere globaler Konflikte beispielsweise auf Lieferketten und mittelbar auf Rohstoffkosten sowie sonstige Kosten ergeben. Zudem könnte eine stagnierende bzw. rückläufige gesamtwirtschaftliche Entwicklung die Nachfrage von Kunden bzw. auf unseren Endmärkten bremsen. Wir erwarten aufgrund der rückläufigen Umsätze insgesamt ein operatives Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Die Produktion hochwertiger Produkte sichert auch im Jahr 2024 und Folgejahren Absatzmärkte. Die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens und der Polyvlies-Gruppe mit einer verstärkten internationalen Positionierung und einer Realisierung weiterer Synergieeffekte durch die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften im In- und Ausland setzen wir auch zukünftig kontinuierlich fort. Darüber hinaus ist die strategische Ausrichtung durch die Optimierung von Produktionsprozessen und die Neuentwicklung von Produkten gekennzeichnet. Auf der Grundlage der guten Eigenkapitalausstattung sowie des seit Jahren bestehenden Know-how wird die Polyvlies Sachsen GmbH die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Wir erwarten eine unverändert gute Wettbewerbsposition mit Wachstumsperspektiven.
Ostritz, den 31. Mai 2024 Polyvlies Sachsen GmbH, Ostritz Gunnar Beyer, Geschäftsführer Ludger Löbbers, Geschäftsführer In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. In dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Polyvlies Sachsen GmbH, Ostritz Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Polyvlies Sachsen GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Polyvlies Sachsen GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Rheine, den 31. Mai 2024 Dr. Christian Konermann, Wirtschaftsprüfer |
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