Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 13373
Eingetragen
29.10.2003
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Dienstleistungen für die Chemische-Pharmazeutische Industrie. Bearbeitung, Verpackung, Kommissionierung Chemischer Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Schuermann
seit 11.4.2022
Geschäftsführer
Jochen Pohl
seit 22.9.2016
Geschäftsführer
Gerhard Rudolf Jakobi
seit 29.10.2003
Geschäftsführer
Maik Heidinger
seit 29.10.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROCHEM GmbH

Oberthal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.722,19 18.994,41
8.722,19 18.994,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.892.757,41 2.884.644,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.421.737,68 2.282.896,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.355,36 645.656,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 502.483,41 101.099,92
6.451.333,86 5.914.296,85
B. Umlaufvermögen 6.460.056,05 5.933.291,26
I. Vorräte
1.069.672,38 662.206,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3.414.393,12 1.917.732,53
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.983.512,07 3.808.372,16
7.467.577,57 6.388.311,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.400,12 64.234,30
13.976.033,74 12.385.836,99

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 55.100,00 55.100,00
Nicht eingeforderte aussstehende Einlagen -42.317,70 -42.317,70
Eingefordertes Kapital 12.782,30 12.782,30
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 11.272.864,57 9.105.126,90
11.285.646,87 9.117.909,20
B. Rückstellungen
809.626,91 1.333.782,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.046.625,16 1.361.190,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 503.875,51 499.629,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.156,16 1.855,96
4. Sonstige Verbindlichkeiten 328.103,13 71.469,59
-davon aus Steuern EUR 221.769,89 (i.Vj. EUR 49.700,22) 1.880.759,96 1.934.144,99
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)
13.976.033,74 12.385.836,99

Anhang zum 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben

Die PROCHEM GmbH mit Sitz in Oberthal ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes Saarbrücken unter der Nummer HRB 13373 geführt.

Der Jahresabschluss der PROCHEM GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 286 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen werden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Anschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betrugen zwischen 3 und 50 Jahren.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 250,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR aber nicht mehr als 1.000,00 EUR wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten waren jedoch nicht höher als der am Bilanzstichtag geltende Einkaufspreis. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zudem auf der Grundlage des Fertigstellungsgrades der in Lohnproduktion befindlichen Produkte. Sofern die Verkaufspreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurde eine entsprechende Wertanpassung vorgenommen.

Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und angemessen wertberichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung und einer Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d.h. einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

2.2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang.

2.2.2 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten

Zum Bilanzstichtag werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Disagien in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) ausgewiesen.

2.2.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von 296 TEUR (Vorjahr 340 TEUR) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 344 TEUR (Vorjahr 146 TEUR).

2.2.4 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Vorjahresbeträge werden in Klammern angegeben.

mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag von bis zu 1 Jahr größer 1 Jahr
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.046.625,16 777.431,13 269.194,03
(1.361.190,01) (314.694,20) (1.046.495,81)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 503.875,51 503.875,51
(499.629,43) (499.629,43)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.156,16 2.156,16
(1.855,96) (1.855,96)
Sonstige Verbindlichkeiten 328.103,13 183.716,78 144.386,35
(71.469,59) (71.469,59) 0,00
1.880.759,96 1.467.179,58 413.580,38
(1.934.144,99) (887.649,18) (1.046.495,81)
mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten davon mehr als 5 Jahre gesicherte Beträge Art der Sicherheit
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.046.625,16 Buchgrundschuld.
(17.320,58) (1.361.190,01) Globalzession Forderungen LuL, persönliche Bürgschaften
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen





Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern





Sonstige Verbindlichkeiten





0,00 1.046.625,16
(17.320,58) (1.361.190,01)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten dar.

Mit einer Inanspruchnahme der gewährten Sicherheiten ist nicht zu rechnen, da die Verbindlichkeiten erfüllt werden können.

2.2.5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, wurden in Höhe von 346 TEUR auf Rohstoffe gebildet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen als Folge der Betriebsprüfung in Höhe von 112 TEUR. In der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Steuern für Vorjahre aus der Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 137 TEUR enthalten.

2.3 Sonstiges

Auf eine Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl der 4 Quartale bis zum 31. Dezember 2021 (ohne Geschäftsführung) betrug 107 (Vorjahr: 124) Mitarbeiter/innen. Davon waren:

Angestellte 27
(Vorjahr: 29)
Gewerbliche Arbeitnehmer 80
(Vorjahr: 95)

2.4 Eventualverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021

Eventualverbindlichkeiten nach § 251 HGB bestanden zum 31. Dezember 2021 wie auch zum Vorjahresabschlussstichtag nicht.

2.5 Sonstige Angaben

2.5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betragen zum Bilanzstichtag 1.690 TEUR (Vorjahr 2.636 TEUR) und setzen sich zusammen aus:

Miete und Leasing Fahrzeuge: 143 TEUR (Vorjahr 170 TEUR)
Miete und Leasing Maschinen: 810 TEUR (Vorjahr 1.729 TEUR)
- Miete Immobilien: 737 TEUR (Vorjahr 737 TEUR)

2.5.2 Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch

 

Herrn Gerhard Jakobi, Bensheim, Kaufmann

 

Herrn Maik Heidinger, Oberthal, Umwelttechniker, und

 

Herr Jochen Pohl, Bensheim, Diplom-Kaufmann,

 

Herr Mark Schürmann, Mannheim, Kaufmann (seit 15. Oktober 2021)

geführt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da ein Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhält.

2.5.3 Ergebnisverwendung

Entsprechend einem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 31. Dezember 2021, vom Jahresüberschuss einen Betrag bis zu 4.000.000,00 EUR in die Gewinnrücklagen einzustellen, wurde der Jahresüberschuss von 2.167.737,67 EUR in voller Höhe in die Gewinnrücklage eingestellt.

2.5.4 Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hat keine Beteiligungen.

2.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag wurden im Rahmen einer Betriebsprüfung die Geschäftsjahre 2016-2019 ertragsteuerlich geprüft.

Der Jahresabschluss 2021 wurde unter Berücksichtigung der Feststellungen des Prüfungsberichtes des Finanzamtes Saarbrücken erstellt.

Bezüglich der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs verweisen wird auf die Ausführungen im Kapitel Risiken innerhalb des Lageberichts.

 

Oberthal, den 22. Februar 2023

Gerhard Jakobi

Maik Heidinger

Jochen Pohl

Mark Schürmann

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.131,20 1.345,00 0,00 0,00 154.476,20
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.772.779,78 13.005,87 0,00 0,00 3.785.785,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.272.233,84 561.988,46 126.033,22 0,00 5.960.255,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.505.595,05 175.513,65 1.352,29 0,00 1.682.460,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 101.099,92 528.769,00 -127.385,51 0,00 502.483,41
10.651.708,59 1.279.276,98 0,00 0,00 11.930.985,57
Summe Anlagevermögen 10.804.839,79 1.280.621,98 0,00 0,00 12.085.461,77
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.136,79 11.617,22 0,00 145.754,01
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 888.135,43 4.892,81 0,00 893.028,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.989.337,64 549.180,20 0,00 3.538.517,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.938,67 188.166,96 0,00 1.048.105,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.737.411,74 742.239,97 0,00 5.479.651,71
Summe Anlagevermögen 4.871.548,53 753.857,19 0,00 5.625.405,72
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.722,19 18.994,41
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2.892.757,41 2.884.644,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.421.737,68 2.282.896,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.355,36 645.656,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 502.483,41 101.099,92
6.451.333,86 5.914.296,85
Summe Anlagevermögen 6.460.056,05 5.933.291,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die ProChem GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der ProChem GmbH sind Gerhard Jakobi, Maik Heidinger, Jochen Pohl und Mark Schürmann.

Die ProChem GmbH ist seit 23 Jahren als Dienstleister für die Lohnfertigung und die Lohnproduktion chemischer Produkte tätig und hat dementsprechend keine eigenen Produktlinien.

An den Standorten Oberthal, Bensheim und Dieburg erbringt die ProChem GmbH Fertigungsdienstleistungen in den Bereichen Synthese, Umkristallisation, Trocknen, Granulieren, Mahlen, Sieben, Pastillieren und Verpacken.

Die Tätigkeitsschwerpunkte an den Standorten sind:

Bensheim: Mahlen, Mischen, Sieben und Absacken

Dieburg: mehrstufige organische Auftragssynthesen, Extraktions- und Umkristallisationsverfahren

Oberthal: Trocknung von Feststoffen mit Vakuumschaufeltrocknern, Modifizierung von Feststoffen

Durch ein breites Kundenspektrum sowie sich daraus ergebende vielseitige Märkte, für die von der ProChem GmbH lohngefertigten Produkte und Zwischenprodukte konnte die Gesellschaft in den vergangenen Jahren ihre Marktposition, vor allem als Lohnfertigungspartner für große Chemiekonzerne für deren deutsches und europäisches Geschäft festigen.

Durch flache Hierarchien und einen ständigen Austausch von Informationen in der Geschäftsführung und in den Führungsteams an den Produktionsstandorten wird eine effiziente Steuerung der Gesellschaft sichergestellt. Ein internes Kontroll- und Risikofrüherkennungssystem ist eingerichtet.

2. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2021 wurden zahlreiche Kundenversuche an den drei Standorten durchgeführt. Eigene Produkte bzw. Verfahren wurden nicht entwickelt.

Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage war in 2021 weiter durch die Covid-19 Pandemie, klimapolitische Maßnahmen, geopolitische Krisen und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten geprägt. Der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) schätzt die Lage wie folgt ein:

"Trotz Corona-Pandemie und Lieferengpässen sowie zuletzt sprunghaft steigender Preise für Energie und Rohstoffe hat die chemisch-pharmazeutische Industrie 2021 eine starke Bilanz erzielt. Sie erstreckt sich nahezu auf alle Produktbereiche.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktion um 4,5 Prozent, der Umsatz legte dank kräftig gestiegener Erzeugerpreise (+ 8,5 %) um 15,5 Prozent auf rund 220 Milliarden Euro zu, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtet. Gleichzeitig zogen die Kosten für Naphtha um 70 Prozent an und auch nachwachsende Rohstoffe, Metalle oder Mineralien waren um ein Vielfaches teurer als im Vorjahr.

Grundlage für das Ergebnis war, dass auf allen Kontinenten die industriellen Kunden der Branche ihren Erholungskurs fortsetzten. Entsprechend positiv entwickelte sich die globale Nachfrage nach Chemikalien, aber auch nach Impfstoffen aus deutscher Produktion. Die Zahl der Beschäftigten stieg leicht (0,5 %) um rund 2.000 Arbeitsplätze auf 466.500.

"Unsere Branche hat vielfachem Gegenwind standgehalten und ein beachtliches Ergebnis erzielt. Das unterstreicht, wie wichtig eine starke Chemie für das Industrieland Deutschland ist. Ohne uns kommt keiner aus, aber mit uns kommen alle voran", sagte VCI-Präsident Christian Kullmann.

Probleme bereitet der Branche seit Februar 2022 auch der rasante Preisanstieg bei Gas und Strom in den letzten Monaten: 61 Prozent der befragten Unternehmen meldeten, dass die Energiepreise ihre Betriebsabläufe derzeit erheblich behindern. Die Unternehmen versuchen zwar die steigenden Kosten zeitnah an die Kunden weiterzugeben. Allerdings sehen sich 16 Prozent dazu nicht in der Lage. 67 Prozent gaben an, die Kosten zumindest teilweise weiterreichen zu können. "Die Lage dürfte noch eine Weile kritisch bleiben. Die Mehrheit unserer Unternehmen glaubt nicht an eine signifikante Entspannung bei den Energiekosten im kommenden Jahr", erläuterte der Präsident des VCI." 1)

Der Angriffskrieg der russischen Regierung gegen die Ukraine bedeutet zudem einen Unsicherheitsfaktor, der nicht bewertbar bzw. dessen Auswirkungen allein von den Entscheidungen der russischen Staatsspitze abhängen. Insbesondere bei einem Eingreifen der NATO-Staaten oder einem weiteren Angriffskrieg gegen ein NATO-Mitglied in diesen Konflikt wären die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Chemiebranche, aber auch für die gesamte Industrie in der Europäischen Union verheerend.

Betreffend die Versorgungssicherheit mit Erdgas, die auch für den Geschäftsbetrieb der ProChem GmbH entscheidend ist, äußert sich der VCI wie folgt:

"Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erneuert mit Nachdruck seine Warnung vor den massiven Folgen eines kurzfristigen Importstopps von Öl und vor allem Gas aus Russland für die Wertschöpfungsketten in Deutschland. Der VCI unterstützt die Position der Bundesregierung, die Abhängigkeit von russischen Importen strategisch, aber nicht überhastet zu verringern.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup: "Wirtschaftsminister Habeck agiert in dieser schwierigen Lage äußerst verantwortungsbewusst. Er weiß um die Auswirkungen eines Importstopps - besonders bei Erdgas - für die Wirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung. Die Lage in der Ukraine ist furchtbar. Trotz tiefer Betroffenheit und großer Anteilnahme für die Menschen ist es nicht redlich, die Folgen eines Gasstopps kleinzureden. Anlagen der Chemie- und Pharmabranche kann man nicht beliebig aus- und wieder anschalten." 2)

3.2 Geschäftsverlauf 2021

Trotz des zugrundeliegenden Pandemiegeschehens und der dargestellten gesamtwirtschaftliche Situation im Geschäftsjahr 2021 konnte die ProChem GmbH einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf realisieren. Der Jahresumsatz sank von 20.002 T€ im Jahr 2020 um 8,3% oder 1.653 T€ auf 18.349 T€.

1 Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/heftigem-gegenwind-erfolgreich-standgehalten-bilanz-der-chemisch-pharmazeutischen-industrie-2021.jsp
2 Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/chemieanlagen-lassen-sich-nicht-beliebig-aus-und-anschalten-auswirkungen-eines-kurzfristigen-importstops-fuer-oel-und-gas.jsp

Der Umsatzrückgang liegt im Wesentlichen begründet in dem Auslaufen eines Großauftrags im Sommer 2021.

Mit dem Auslaufen des Großauftrags wurden am Standort Dieburg Kosteneinsparungsmaßnahmen durch Personalabbau ergriffen. Ferner konnte das Geschäft mit zahlreichen langjährigen Kunden ausgebaut werden.

3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögenslage ist mit einem Anstieg der Eigenkapitalquote auf 80,7% (Vorjahr 73,6%) verbessert. Die Eigenkapitalposition erhöhte sich dabei von 9.118 T€ um 2.168 T€ (23,8%) auf 11.286 T€. Wie im Vorjahr wird der Jahresüberschuss thesauriert.

Die Vermögensstruktur der Aktivseite zeigt einen deutlichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31.12.2021 3.067 T€ und lagen damit um 1.282 T€ bzw. 71,8% über dem Vorjahreswert von 1.785 T€. Die Zahlungsziele blieben dabei gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert und die ProChem GmbH verzeichnete auch im Jahr 2021 keine relevanten Forderungsausfälle. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen teilweise bestrittene Forderungen, die vom betreffenden Kunden im Klageverfahren eingeklagt werden.

Die Anlagenintensität (Sachanlagen) verringerte sich trotz eines Anstiegs des Anlagevermögens von 5.933 T€ im Vorjahr auf 6.460 T€ auf 46,2% der Bilanzsumme aufgrund des proportional stärkeren Anstiegs des Umlaufvermögens.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch planmäßige Rückzahlungen im Geschäftsjahr 2021 um 315 T€ gegenüber dem Vorjahr auf 1.047 T€ verringert werden.

Das Vorratsvermögen stieg deutlich von 662 T€ auf 1.070 T€ zum 31.12.2021, im Wesentlichen begründet durch Einkäufe für ein neues Verfahren für den Standort Bensheim sowie Eindeckung mit einem Rohstoff zum Jahresende, der nicht vom Kunden beigestellt wird.

Die Gesamtleistung sank planmäßig von 19.788 T€ in 2020 auf 18.635 T€. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 15,0% im Vorjahr um 3,4 Prozentpunkte auf 18,4% der Gesamtleistung im Jahr 2021, im Wesentlichen bedingt durch Ausweitung von Aufträgen, bei denen ProChem die Rohware selbst erwirbt.

Durch die Auslastung der Werke und die nach dem Auslaufen des Dieburger Großauftrages vorgenommenen Personalmaßnahmen konnte die Personalkostenquote von 27,5% im Vorjahr auf 25,7% im Berichtsjahr gesenkt werden.

Das für 2021 geplante Ergebnis von 3,14 Mio. € konnte aufgrund von Abschreibungen auf Rohstoffe nicht erreicht werden und beläuft sich auf 2,17 Mio. €. Dabei wurden die geplanten Umsätze von 17,36 Mio. € mit dem erzielten Umsatz von 18,35 Mio. € um ca. 1 Mio. € übertroffen. Im Ergebnis sind die Auswirkungen der ertragsteuerlichen Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2016-2019 bereits berücksichtigt.

Die Liquidität der Gesellschaft war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 stets gesichert, zugesagte Kreditlinien blieben ungenutzt. Investitionen konnten, durch die selbst generierte Liquidität umgesetzt werden.

3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als ausgesprochen positiv. Die Gesellschaft musste jedoch Wertberichtigungen im Jahr 2021 hinnehmen, da ein geplantes Projekt nicht realisiert werden konnte.

4. Prognosebericht

Der Verband der Chemischen Industrie VCI sieht das Jahr 2022 geprägt von folgenden Faktoren: 3

Produktion sinkt gegenüber Vorjahr um 6 Prozent

Energie- und Rohstoffkosten belasten die Erträge

Prognose 2023: Produktion und Umsatz im Sinkflug

Dringender Nachbesserungsbedarf bei Energiepreisbremsen

"Die chemisch-pharmazeutische Industrie blickt auf ein Jahr zurück, das - geprägt vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der daraus resultierenden Energiekrise - besonders schwierig war. Auch die Aussichten für 2023 bleiben düster. "Die Lage ist dramatisch", sagt Präsident Markus Steilemann bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes der Chemischen Industrie in Frankfurt. "Die enormen Energiepreise, aber auch die Preissteigerungen von Rohstoffen und Vorprodukten machen der industriellen Basis unseres Landes schwer zu schaffen. Dazu kommt, dass unsere Unternehmen durch die stark vom Gaskommissionsvorschlag abweichende Umsetzung der Strom- und Gaspreisbremse voraussichtlich kaum oder nicht entlastet werden. Vor allem unsere Mittelständler kämpfen um ihre Zukunft."

Die ProChem konnte im Jahr 2022 die Kostenanstiege für Strom nahezu vollständig kompensieren durch Kosteneinsparungen in anderen Kostenarten. Zwei geplante Großprojekte wurden von den Kunden aufgrund der immer größer werdenden Ungewissheiten nicht realisiert. Andererseits konnte mit Bestandskunden Umsatzpotenzial realisiert werden.

Für das Gesamtjahr 2022 rechnen wir auf Basis der vorläufigen Zahlen zum Jahresabschluss mit einem Umsatzrückgang auf 17,4 Mio. € bei einem erfreulicherweise stabilen Jahresergebnis von ca. 1,9-2,0 Mio. €.

Die Relationen der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage werden sich dadurch in 2022 weiter deutlich verbessern. Eine Gewinnausschüttung wurde auch im Geschäftsjahr 2022 nicht durchgeführt.

Für 2023 wird mit einem Umsatzwachstum von rund 2,0 Mio. € im Vergleich zu 2022 gerechnet, bei einem Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2022.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risiken

Die wesentlichen Risiken, denen sich die ProChem GmbH im Jahr 2022 ausgesetzt sah, sind die nachfolgend in absteigender Reihenfolge dargestellten:

Durch die Covid-19-Pandemie und den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die unklare Positionierung Chinas im geopolitischen Gesamtgefüge und Inflations- und Zinsanstiege ergeben sich erhebliche wirtschaftliche Risiken. Eine abschließende Würdigung der Länge und Heftigkeit der Auswirkung dieser Risiken ist derzeit schlicht nicht machbar.

Zahlreiche Produkte befinden sich bereits seit vielen Jahren in der Lohnherstellung bei der ProChem GmbH. Die Beauftragung erfolgt in der Regel über kurzfristige Lohnherstellungsverträge oder über Einzelbeauftragung. Dem Risiko des Wegbrechens dieser Aufträge bzw. einer Beendigung der Verträge versuchen wir dadurch entgegenzuwirken, dass wir bei Neuaufträgen längerfristige Verträge anstreben und Investitionskosten nur dann in signifikantem Maße auslösen, wenn die betreffenden Kunden uns diese über Verträge mit ausreichender Laufzeit oder Rückvergütungen absichern.

Bei unseren Produktionsanlagen und den eingesetzten Informationsverarbeitungssystemen ist trotz regelmäßiger Instandhaltung, Wartung und Prüfung nicht jedes Stillstandsrisiko auszuschließen. Für bedeutende Elementarschäden haben wir entsprechende Versicherungen inklusive Betriebsunterbrechungsversicherungen abgeschlossen. Wir rechnen mit weiter steigenden Wartungs-, Instandhaltungs- und Prüfungs- und Dokumentationskosten.

Als mittelständisches Unternehmen sind wir auf qualifiziertes Personal angewiesen. Da sich unsere Standorte in geografischer Nähe zu großen Chemieunternehmen befinden, besteht das Risiko der Personalabwanderung auf allen Ebenen. Wir mindern dieses Risiko durch das Angebot von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, durch Prämienzahlungen sowie durch gezielte Förderung auf der Basis von Qualifizierungsmatrizen.

Gestiegene Erwartungen der Kunden hinsichtlich Hygiene- und Aufzeichnungsstandards führen dazu, dass immer mehr Aufwand betrieben werden muss, um diesen Anforderungen gerecht zu werden und so weiterhin Bestandskunden halten zu können. Die ProChem GmbH erweitert ihr Managementsystem um viele Komponenten der guten Herstellungspraxis, um zukünftig noch bessere Qualität mit noch besserer Aufzeichnung und Auswertung an die Kunden auszuliefern. In der Regel werden dafür anfallende Mehrkosten durch Preiserhöhungen und Einmalvergütungen ausgeglichen.

Regulatorische Hürden und Auflagendruck kennzeichnen seit Jahren das europäische Chemikalen- und Pharmarecht. Neben der durch die behördlichen und gesetzlichen Auflagen verbundenen Kosten verlangsamen Genehmigungsverfahren die Bearbeitung von Kundenanfragen beziehungsweise die Realisierung von Kundenprojekten. Wir treten dieser Entwicklung durch den Einsatz von geschultem Personal und frühestmöglicher Antragstellung entgegen.

2022 war gezeichnet von stark steigenden Rohstoffpreisen und einer hohen Volatilität der Energiepreise bei der gleichzeitigen Unmöglichkeit, als mittelständisches Unternehmen längerfristige Energielieferverträge zu Festpreisen abzuschließen.

Durch die direkte Weiterberechnung der Rohstoffkosten an die Kunden versuchen wir Rohstoffpreisrisiken konsequent zu minimieren und haben 2022 Anstrengungen unternommen, Preise entsprechend den Teuerungsquoten für etablierte Lohnherstellungen anzupassen.

Durch Einschleppen von Schadsoftware über Emails oder Hacking in Bereiche unserer Systeme, die über Zugang zum Internet verfügen, bestehen Risiken von Cyberangriffen, die die Betriebsabläufe erheblich beeinflussen könnten. Die Gesellschaft bemüht sich derzeit um einen Versicherungsschutz für derartige Risiken.

3 Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/dunkles-jahr-mit-trueben-aussichten-bilanz-der-chemisch-pharmazeutischen-industrie-2022.jsp

Bei Eintritt der Risiken ist mit einem rückläufigen Geschäft bzw. einem Kostenanstieg bzw. einer Verringerung der Profitabilität zu rechnen. Durch die getroffenen Maßnahmen lassen sich die Auswirkungen der Risiken jedoch nach unserer Einschätzung so eindämmen, dass keine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft eintritt. Die identifizierbaren Risiken sind - mit Ausnahme der Erdgaskrise als Folge des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und des enormen Inflationsanstiegs - zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

5.2 Chancen

Die nachfolgend dargestellten Chancen sind Ansatzpunkt für die Umsetzung unserer Unternehmenspolitik:

 

Durch die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen im Bereich der Energiemarktregulierung und durch die erfolgten Gesetzespakete zur Energiekostensubvention für Betriebe wie die ProChem hat die Gesellschaft eine verlässliche Kostenbasis für die Jahre 2023 und 2024 und die Energiemärkte zeigen im Bereich der Terminkontrakte eine starke Erholung in den kommenden 3-5 Jahren.

 

Die Anzahl der Kundenanfragen für Projekte zeigt, dass die ProChem GmbH am Markt über eine ausreichende Reputation verfügt, so dass wahrscheinlich erscheint, dass auch bei Auslaufen von Bestandsgeschäft mit neuen Projekten wegfallende Umsätze auf profitablem Niveau realisiert werden können. Durch Suchmaschinenoptimierung und Besuch von virtuellen Messen aber auch durch Aktivität in sozialen Netzwerken konnte die Anfragenqualität weiter erhöht werden, so dass bei der Bearbeitung der Anfragen noch stärker selektiv vorgegangen werden muss. Durch die Erweiterung der Geschäftsführung stehen zudem weitere Kundenpotenziale zur Erschließung.

 

Durch Erweiterung der Geschäftsleitung, Ende der Corona-Schutzmaßnahmen sowie Abmilderung der globalen Logistik- und Lieferengpässe belebt sich die Chemieindustrie in Deutschland und international.

 

Die gestiegenen Anforderungen der Kunden führen dazu, dass die ProChem GmbH immer höhere Standards erfüllen muss. Die Einhaltung dieser und der damit verbundenen Zertifizierungen des Managementsystems ermöglicht es Bestandskunden, erhöhte nachgewiesene Qualität zu liefern und neue Kundenfelder zu erschließen. Produktkosten können in diesem Segment der Lohnfertigung besser kommerzialisiert werden.

 

Der Aufbau von digitalen Auswertungssystemen und die Möglichkeiten zur Digitalisierung der Unternehmensabläufe ermöglichen eine bessere Ressourcenplanung im Unternehmen und erlauben Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungspotenziale früher zu erkennen und leichter umzusetzen.

 

Durch die geopolitischen Unsicherheiten steigt die Tendenz, lokal und auch wieder in Europa chemische Erzeugnisse zu produzieren bzw. bei einem Lohnhersteller wie der ProChem GmbH in Auftrag zu geben.

Zusammenfassend bestätigen die vorläufigen Zahlen zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022 die Realisierbarkeit der beschriebenen Chancen. Die Chancen sind im Vergleich zum Vorjahr - mit Ausnahme der Konjunkturbelebung durch Ende der Pandemiemaßnahmen, Eingriff der Bundespolitik in die Energiepreisgebund und geopolitischen Rückverlagerungstendenz - unverändert.

 

Oberthal, den 22. Februar 2023

Gerhard Jakobi

Maik Heidinger

Jochen Pohl

Mark Schürmann

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht der PROCHEM GmbH, Oberthal, zum 31. Dezember 2021 wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PROCHEM GmbH, Oberthal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PROCHEM GmbH, Oberthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROCHEM GmbH, Oberthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 22. Februar 2023

FINEXA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Läger, Wirtschaftsprüferin

Knoll, Wirtschaftsprüfer

Ergänzung des Jahresabschlusses 2021

Name: PROCHEM GmbH
Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Registerart: Handelsregister Abteilung B
Registernummer: 13373
Registergericht: Saarbrücken
Sitz: Oberthal

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde am 6. März 2023 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 ausgewiesenen Jahresüberschuss in voller Höhe in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

1.1.2021 - 31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse #NAME? #NAME?
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen #NAME? #NAME?
3. Gesamtleistung #NAME? #NAME?
4. Sonstige betriebliche Erträge #NAME? #NAME?
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren #NAME? #NAME?
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen #NAME? #NAME?
#NAME? #NAME?
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter #NAME? #NAME?
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung #NAME? #NAME? #NAME? #NAME?
-- davon für Altersversorgung EUR 6.432,00 (i.Vj. 6.080,00)
7. a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen #NAME? #NAME?
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten #NAME? #NAME?
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen #NAME? #NAME?
9. Betriebsergebnis #NAME? #NAME?
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge #NAME? #NAME?
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen #NAME? #NAME?
12. Ergebnis vor Steuern #NAME? #NAME?
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag #NAME? #NAME?
14. Ergebnis nach Steuern #NAME? #NAME?
15. Sonstige Steuern #NAME? #NAME?
16. Jahresüberschuss #NAME? #NAME?
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen #NAME? #NAME?
18. Bilanzgewinn 0,00 0,00

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Insolvenzbekanntmachungen

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Aktueller Abdruck
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