SNL Chase GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Dieter Steingass seit 29.12.2023 | Prokura |
Martin Dr. Stoltefuß seit 29.12.2023 | Prokura |
Wolf Michael Rube seit 26.5.2021 | Prokura |
Jörg Kaiser seit 23.1.2020 | Geschäftsführer |
Christoph Lüthe seit 23.1.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
vitronet Holding GmbH (vormals: UNA 406. Equity Management GmbH)Essen (vormals: Frankfurt am Main)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Die Gesellschaft nutzt die Möglichkeit zur Angabe der Vorjahreszahlen aus dem Jahresabschluss des Mutterunternehmens. Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021vitronet Holding GmbH(bis 4. August 2021: UNA 406. Equity Management GmbH), Essen (bis 28. Februar 2022: Frankfurt am Main)Gliederung I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Zweigniederlassungsbericht IV. Chancen- und Risikobericht V. Prognosebericht I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens Die vitronet-Gruppe ist einer der führenden Dienstleister für Glasfaser- und Energieinfrastruktur in Deutschland. Als Partner von Energieversorgern, Netzprovidern, Industrieunternehmen und öffentlichen Arbeitgebern bietet die vitronet-Gruppe umfassende Dienstleistungen über die gesamte Wertschöpfungskette an. Dazu gehören planerische Tätigkeiten, Tiefbauleistungen, Kabelzug, Montage sowie Wartungsarbeiten. Zusätzlich können den Kunden individualisierte Dark Fiber Strecken angeboten werden. Basis des Geschäftsmodells ist die Kompetenz der eigenen Mitarbeitenden in allen Wertschöpfungsstufen. Zur Realisierung von Großprojekten erfolgt eine Zusammenarbeit mit Partnern Hand in Hand. Jährlich werden mit unseren 2.300 Mitarbeitenden über 10.000 km Glasfasertrasse realisiert und mehr als 250.000 Homes Passed (2021) erstellt. Darüber hinaus werden neue und zukunftsweisende Geschäftsfelder in den Bereichen der Energieinfrastruktur und der Erneuerbaren Energien erschlossen, wie zum Beispiel E-Mobilität und Smart City. Die vitronet-Gruppe trägt damit maßgeblich zur Nachhaltigkeit und CO 2 - Reduktion bei und leistet einen wesentlichen Beitrag zum nationalen Infrastrukturausbau. Bei der Verwirklichung der ambitionierten Wachstumsziele zählt die Gruppe auf die Unterstützung durch ihren finanzstarken Gesellschafter, die Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt am Main (DBAG). Die vitronet Holding GmbH (Konzern) ist mit der Einbringung der Anteile an der vitronet GmbH und den Holdinggesellschaften der Deutsche Infrastruktur und Netzgesellschaft (DING)-Gruppe Ende März 2021 entstanden. Nach der zum 1. Januar 2021 rückwirkenden Verschmelzung der vitronet GmbH und der drei Holdinggesellschaften der DING-Gruppe auf die vitronet Holding GmbH erfolgte die Erstkonsolidierung deren Tochtergesellschaften zum 1. April 2021. Die vitronet Holding GmbH ist mehrheitlich eine Gesellschaft der DBAG-Gruppe. Die DBAG ist einer der führenden deutschen Beteiligungsfonds und beabsichtigt, nachhaltiges Wachstum durch Kapitalbereitstellung zu erzielen. Die vitronet Holding GmbH ist eine Management Holding mit 42 Tochterunternehmen zum Bilanzstichtag. Der Umsatz der vitronet Holding GmbH ergibt sich aus internen, für die Tochtergesellschaften geleisteten, kaufmännischen Dienstleistungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,9 % höher (Vorjahr: - 4,6 %) als im Jahr 2020. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden COVID-19-Pandemiesituation und zunehmender weltweiter Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 1,1 % niedriger. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren rund 44,8 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2021 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigkeit beendet und zu einem Rückgang um 477.000 Personen (-1,1 %) geführt. Nach Berechnungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im Dezember 2021 bei 1,27 Millionen Personen. Das waren 355.000 Personen (-21,9 %) weniger als im Vorjahresmonat Dezember 2020. Die Erwerbslosenquote lag bei 2,9 % (Dezember 2020: 3,7 %). Der Glasfasermarkt in Deutschland verfügt weiterhin über ein starkes Wachstumspotenzial, da Technologien wie DSL (Festnetz) und LTE (Mobilfunk) an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und eine nachweisliche Unterversorgung mit breitbandigen Internet- und Telefonieprodukten besteht. Das Datenvolumen pro Anschluss/Monat wächst stetig. Services wie z.B. Cloud-Dienste, Data Storage, Social Networks, IoT (Internet of Things) und TV- und Video-Anwendungen führen zu weiter steigenden Datenvolumina. Zukunftssichere Glasfaser bis ins Gebäude oder in die Wohnung ermöglicht nicht nur sehr hohe und zugleich symmetrische Bandbreiten bis weit in den Gigabit-Bereich, sondern - insbesondere für die kommende Gigabit-Gesellschaft mit einer digitalisierten Wirtschaft - hochqualitative Highspeed-Internetanschlüsse, die sich durch Qualitätsmerkmale wie geringe Ping-Zeiten (Latenz) oder praktisch nichtexistierende Bandbreitenschwankungen auszeichnen. Aus diesen Gründen braucht Deutschland hochleistungsfähige Gigabit-Glasfasernetze, um Wirtschaftswachstum - und damit Wohlstand - zu sichern. Nur direkte Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude oder bis in die Wohnung (Fiber to the Buildung - FTTB, Fiber to the Home - FTTH) sind in der Lage, die schon bald notwendigen Anforderungen der Gigabit-Gesellschaft zu erfüllen. Zukunftssichere Glasfasernetze bilden auch das Fundament der nächsten, der fünften Mobilfunkgeneration (5G). Glasfaserausbau und 5G-Rollout hängen klar voneinander ab und müssen daher synergetisch erfolgen. Auf diese Weise wird 5G zum Katalysator für den Glasfaserausbau - und damit auch zum Katalysator für die Digitalisierung in Deutschland. Gerade aktuell in der COVID-19-Pandemie ist deutlich geworden, wie wichtig eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für eine erfolgreiche und krisenfeste Wirtschaft ist. Die Digitalisierung eröffnet den Menschen und Unternehmen in Deutschland neue Chancen und verändert das tägliche Leben und Wirtschaften stetig. Eine flächendeckende Versorgung mit leistungsstarken Gigabitnetzen, die allen privaten Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung stehen, ist die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung digitaler Möglichkeiten in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft in Stadt und Land. Daher treibt die Bundesregierung den Ausbau einer bundesweiten flächendeckenden Gigabitnetz-Versorgung bis 2025 weiter voran. Gerade in ländlichen Gebieten lässt sich aufgrund höherer Anschlusskosten und geringer Nachfrage eine Erschließung über den Markt oft nur schwer darstellen. Hier greifen die Förderprogramme der Bundesregierung und innovative Finanzierungsformen, um Ausbauprojekte wirtschaftlich nachhaltig und in einem überschaubaren Zeitrahmen umsetzen zu können. Insgesamt stellt der Bund rund € 12 Mrd. für die Förderung von Glasfaseranbindungen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln werden 50 bis 70 % der Kosten des Gigabitausbaus als Wirtschaftlichkeitslücken- oder Betreibermodell sowie bis zu 100 % der Ausgaben für externe Beratungs- und Planungsleistungen finanziert. Die Bundesländer beteiligen sich ebenfalls an den Kosten des Gigabitausbaus. Zudem schafft die Bundesregierung mit dem Telekommunikations-modernisierungsgesetz und dem IT-Sicherheitsgesetz die rechtlichen Bedingungen für weitere Infrastrukturinvestitionen in der Telekommunikationsbranche. Damit ist erstmalig das Recht auf einen schnellen Internetzugangsdienst für eine angemessene soziale und wirtschaftliche Teilhabe gesetzlich geregelt und Glasfaser als Medium der Zukunft im Gesetz verankert. Die vitronet-Gruppe ist innerhalb dieses wachsenden Marktumfelds hervorragend positioniert. Sie wird als ein in diesem Markt etablierter Verbund von Glasfaserdienstleistern an der zukünftigen Entwicklung des Glasfaserausbaus in Deutschland erfolgreich partizipieren können. Durch den Zusammenschluss der vitronet GmbH-Gruppe mit der DING-Gruppe im Frühjahr des Berichtsjahres sowie weiteren Zukäufen hat der neue Konzern weitere Geschäftsfelder erschlossen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Tiefbauleistungen außerhalb der Glasfaserinfrastruktur, insbesondere Leitungs- und Rohrbau für Gas-, Wasser- oder Stromstrecken. Der Tiefbaumarkt für diese Leistungen weist eine hohe Stabilität auf. In einzelnen Marktsegmenten ist in den nächsten Jahren von weiterem Wachstum auszugehen. Insbesondere für Elektrizitätsinfrastruktur wird weiteres Wachstum durch den Ausbau eines intelligenten Stromnetzes und durch die notwendige Ladeinfrastruktur für Elektromobilität erwartet. Die betreffenden Märkte haben einen signifikanten Umfang. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Geschäftsverlauf der vitronet-Gruppe im Berichtsjahr ist als positiv zu beschreiben und ist im Wesentlichen durch das operative Wachstum der einzelnen Gesellschaften, den Zusammenschluss der vitronet GmbH-Gruppe mit der DING-Gruppe sowie durch die selektiven Zukäufe getrieben. Im ersten Geschäftsjahr der vitronet-Gruppe konnte durch die Sicherung von lukrativen Folgeaufträgen auf Bestandsprojekten bei den Tochtergesellschaften, die Akquisition neuer Großprojekte und durch Zukäufe von weiteren Gesellschaften eine Gesamtleistung von T€ 300.621 erwirtschaftet werden. Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 23.950 ab. Die andauernde COVID-19-Pandemiesituation führt in Deutschland und einer Vielzahl weiterer Länder zu Einschränkungen im wirtschaftlichen Umfeld. Das Auftreten von COVID-19 birgt besondere und in seinen Auswirkungen schwer absehbare Risiken für das wirtschaftliche Umfeld, von denen auch die vitronet-Gruppe momentan betroffen ist. Die vitronet-Gruppe konnte sich dem Einfluss der COVID-19-Pandemie nicht vollständig entziehen, ist jedoch von größeren negativen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2021 verschont geblieben. Einige Tätigkeiten konnten kurzzeitig aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen nur eingeschränkt durchgeführt werden. Dies betrifft insbesondere Tätigkeiten mit direktem Endkundenkontakt, wie die Erstellung von Hausanschlüssen oder den Austausch von Energiezählern. Vereinzelt kam es zu Verzögerungen bei Materiallieferungen sowie zu Einschränkungen durch temporär geringe Verfügbarkeit von Tiefbaukolonnen aus dem europäischen Ausland. Die vitronet-Gruppe hat entsprechende Maßnahmen ergriffen, um ihre Mitarbeitenden, Kunden und die Gesellschaften vor einer weiteren Ausbreitung von COVID-19 zu schützen. Diese Maßnahmen umfassen unter anderem Hygienevorkehrungen, Ausweitung digitaler Kommunikationskanäle, Aufteilung der Kolonnen sowie in Teilen der Verzicht auf Hausmontagen und persönliche Besprechungen. Soweit möglich wurden administrative Tätigkeiten in das Home-Office verlagert. Insgesamt gibt es derzeit keine wesentlichen Effekte durch die COVID-19-Pandemie oder damit in Verbindung stehende Maßnahmen. Die aktuelle Auftragslage sowie der Ausblick auf in Anbahnung befindliche Projekte stellen sich in allen Gesellschaften als sehr zufriedenstellend dar. So konnte bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein Auftragsbestand akquiriert werden, der nahezu vollständig der geplanten Gesamtleistung für 2022 entspricht. a) Ertragslage
Der betriebliche Rohertrag beträgt im Geschäftsjahr 2021 T€ 193.508. Neben dem operativen Wachstum wirkten sich die Zukäufe von Tochtergesellschaften positiv auf das Ergebnis aus. Im Berichtsjahr stehen den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 306.456 Materialkosten in Höhe von T€ 115.631, Personalkosten in Höhe von T€ 99.241 und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 41.785 gegenüber. Das EBITDA beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 52.482. Das Jahresergebnis ist durch Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von T€ 34.482, Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 24.548 und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 7.880 belastet. b) Finanzlage Das Eigenkapital des Konzerns beträgt T€ 221.502. Die Bilanzsumme liegt bei T€ 676.652. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung ebenfalls deutlich positiv und beläuft sich auf T€ 48.064. Die Liquiditätssituation ist in allen Tochtergesellschaften gut. Die vitronet Holding GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 im Rahmen einer Refinanzierung einen Kreditvertrag mit mehreren Fazilitäten in einer Gesamthöhe von € 377 Mio. abgeschlossen. Zum Ende des Geschäftsjahres waren davon € 333 Mio. in Anspruch genommen. c) Vermögenslage
Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Einbringung der vitronet GmbH-Gruppe und der DING-Gruppen in die vitronet Holding GmbH sowie aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften (insgesamt T€ 458.110) und Sachanlagevermögen (T€ 53.287) zusammen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 59.546. Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag T€ 65.920. Die langfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf T€ 341.264 und betreffen im Wesentlichen langfristige Darlehen aus dem im Berichtsjahr abgeschlossenen Kreditvertrag. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung und EBITDA heran. Die Gesamtleistung beträgt für 2021 T€ 300.621. Das EBITDA beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 52.482. Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Neustrukturierung der Gruppe im Berichtsjahr existiert auf Konzernebene kein Budget, das mit den Ist-Zahlen aussagekräftig verglichen werden kann. Bezugnehmend auf die einzelnen Gesellschaften der Gruppe wurden die geplanten Ziele im Bereich der Gesamtleistung und des EBITDA aus unterschiedlichen Gründen leicht verfehlt. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaften ist erfreulich. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. III. Zweigniederlassungsbericht Die Dankers Bohrtechnik GmbH hat ihren Hauptsitz in Fredenbeck sowie eine Zweigniederlassung in Ivenack. IV. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement: Die vitronet Holding GmbH steuert das Risikomanagementsystem der gesamten vitronet-Gruppe. Das Risikomanagement ist in die Führungsstrukturen der vitronet Holding GmbH integriert. Alle wesentlichen Risiken werden erfasst, bewertet und die notwendigen Gegenmaßnahmen ergriffen. Risiken werden auf Ebene der Einzelgesellschaften und Geschäftsfelder erfasst, analysiert, bewertet und Maßnahmen daraus abgeleitet. Insbesondere gehört ein laufendes, mindestens monatliches Berichts- und Controllingsystem zur Überwachung der betrieblichen und finanziellen Kennzahlen dazu. Im Rahmen des Risikomanagements werden die Führungskräfte systematisch zu ihren Risikoeinschätzungen befragt. Die nachfolgend beschriebenen Chancen und Risiken werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung genannt. Chancen: In Deutschland besteht ein weiter steigendes Interesse am Ausbau von Glasfasernetzinfrastrukturen und eine damit steigende Nachfrage nach Dienstleistungen zur Errichtung der Glasfasernetze. Die weiterhin bestehende COVID-19-Pandemie könnte die Nachfrage nach leistungsfähigen Kommunikationsverbindungen weiter positiv beeinflussen, denn die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet etwa durch möglicherweise dauerhaft bestehende Home-Office-Tätigkeiten oder den Ausbau der Digitalisierung an Schulen weiter voran. Das Breitbandnetz in Deutschland ist darauf bislang nicht ausreichend ausgerichtet. Sollte sich diese Entwicklung verstetigen, führt dies zu einer weiterhin hohen Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen rund um den Breitbandausbau. Infolge der gestiegenen Nachfrage nach Breitbandprojekten und der hohen Ausschreibungsdichte wird sich der Auftragsbestand weiter erhöhen. Aufgrund dieses auch derzeit andauernden Markttrends und der bereitgestellten Förderungsprogramme des Bundes für Breitbandprojekte ist in den nächsten Jahren mit einer weiterhin hohen Nachfrage in diesem Bereich zu rechnen. Somit besteht die Chance, die positive Entwicklung der einzelnen Gesellschaften der Gruppe fortzusetzen, die Auftragslage für die Folgejahre weiter auszubauen und abzusichern und die Gruppe in ihrer neuen Gesamtheit inklusive möglicher Zukäufe weiterer Gesellschaften nachhaltig in den relevanten Marktsegmenten zu etablieren. Risiken: Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die EU hat weitreichende Sanktionen gegen Russland getroffen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet als Folge des Krieges in der Ukraine mit einer sinkenden Wirtschaftsleistung in Deutschland und mit noch stärker steigenden Preisen. Die Gefahr einer möglichen Rezession könnte eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft unserer Kunden nach sich ziehen. Die vitronet-Gruppe wird sich einem Kosten- und Margendruck bei erwarteten Inflationsraten von deutlich über 5 %, gepaart mit Materialengpässen aufgrund von unterbrochenen Lieferketten, vermutlich nicht entziehen können. Auch die COVID-19-Pandemie birgt aktuell mit ihrer hoch ansteckenden Omikron-Variante besondere und in ihren Auswirkungen schwer absehbare Risiken für das wirtschaftliche Umfeld, von denen auch die vitronet-Gruppe betroffen sein könnte. Ein kritischer Erfolgsfaktor für das weitere Wachstum im Bereich des Ausbaus von Glasfasernetzinfrastrukturen ist momentan die Akquisition von Fachkräften in den Bereichen Projekt-/Bauleitung und LWL-/Kupfermontagen zur Abwicklung der entsprechenden Projektaufträge. Darüber hinaus ist die Bindung von Tiefbaupartnern in den GU-Projekten von großer Bedeutung, da aufgrund wachsender Gesamtnachfrage im Markt sowohl die Preise in diesem Bereich steigen als auch die frei verfügbaren Ressourcen in den relevanten Zeiträumen im Projektgeschäft knapper werden. Diese Themen sind erkannt und es wurden bereits geeignete Maßnahmen seitens der Geschäftsleitung ergriffen, um diese Herausforderungen entsprechend anzugehen. Auf Basis des derzeitigen Kenntnisstandes und vor diesem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind keine Risiken erkennbar, die unsere Entwicklung wesentlich beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. V. Prognosebericht Die im Chancen- und Risikobericht dargestellte anzunehmende steigende Nachfrage nach breitbandigen Glasfasernetzinfrastrukturen wird die Nachfrage nach Dienstleistungen zur Errichtung und zum weiteren Ausbau der Glasfasernetze in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter positiv beeinflussen. Durch die im Jahr 2021 erfolgten Zukäufe erhöhen sich voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2022 Umsatzvolumen und Jahresergebnis der vitronet-Gruppe. Darüber hinaus sind auch im Geschäftsjahr 2022 weitere Transaktionen geplant. Die zum Ende des Geschäftsjahres 2021 erstellte Planung für das Geschäftsjahr 2022 basiert auf den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit sowie den Einschätzungen über die Entwicklung auf den für die Gruppe relevanten Märkten. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Auswirkungen der aktuellen Pandemie wird im Zeitpunkt der Budgeterstellung mit einer deutlichen Steigerung der Gesamtleistung und einer moderaten Verbesserung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Auch zum heutigen Zeitpunkt halten wir diese Entwicklung für überwiegend wahrscheinlich. Insbesondere die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine könnten jedoch dazu führen, dass die budgetierten Ergebnisziele - insbesondere, wenn es nicht gelingt, die Kostensteigerungen an die Kunden weiterzureichen - nicht erreicht werden.
Essen, den 25. Mai 2022 Marc Lützenkirchen Matthias Krause Christoph Lüthe Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die vitronet Holding GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der vitronet Holding GmbH (bis 4. August 2021: UNA 406. Equity Management GmbH), Essen (bis 28. Februar 2022: Frankfurt am Main), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der vitronet Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 25. Mai 2022 KPMG
AG
Obergarz, Wirtschaftsprüfer Offermann, Wirtschaftsprüferin KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021vitronet Holding GmbH (bis 4. August 2021: UNA 406. Equity Management GmbH), Essen (bis 28. Februar 2022: Frankfurt am Main)Allgemeine Angaben Die vitronet Holding GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit Sitz Zeche Katharina 2, 45307 Essen, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Essen im Handelsregister unter der Nummer HRB 33229 eingetragen. Grundlagen des Konzernabschlusses Die vitronet Holding GmbH hat zum 31. Dezember 2021 erstmals einen Konzernabschluss aufgestellt. Das Geschäftsjahr erstreckt sich vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Mit notariellem Einbringungs- und Abtretungsvertrag vom 29. März 2021 hat die DBAG Virtus Investment SARL, Senningerberg, Luxemburg, alle Geschäftsanteile der vitronet GmbH, Essen, an die vitronet Holding GmbH abgetreten und übertragen. Die Abtretung und Übertragung der Geschäftsanteile erfolgt ohne Erbringung einer Gegenleistung von der vitronet Holding GmbH an die DBAG Virtus Investment SARL. Die Einlagen werden als weitere Zuzahlung in die Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) der vitronet Holding GmbH eingestellt. Mit notariellem Einbringungs- und Abtretungsvertrag vom 29. März 2021 hat die Force International SARL, Senningerberg, Luxemburg, alle Geschäftsanteile der
an die vitronet Holding GmbH abgetreten und übertragen. Die Abtretung und Übertragung der Geschäftsanteile erfolgt ohne Erbringung einer Gegenleistung von der vitronet Holding GmbH an die Force International SARL. Die Einlagen werden als weitere Zuzahlung in die Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) der vitronet Holding GmbH eingestellt. Zur Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Struktur wurden mit notariellen Verschmelzungsverträgen vom 29. Oktober 2021 sowie den Zustimmungsbeschlüssen der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag die
auf ihre alleinige Muttergesellschaft vitronet Holding GmbH als übernehmende Rechtsträgerin verschmolzen. Die übertragenden Rechtsträger übertragen ihr Vermögen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme auf die vitronet Holding GmbH. Für handelsrechtliche Zwecke erfolgen die Verschmelzungen jeweils mit Wirkung zum 1. Januar 2021. Die Verschmelzungen sind seit Eintragung in das jeweilige Handelsregister im November 2021 rechtlich wirksam. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungs-vorschriften aufgestellt. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Die Gesellschaft nutzt in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Möglichkeit zur Angabe der Vorjahreszahlen aus dem Jahresabschluss des Mutterunternehmens vitronet Holding GmbH (bis 4. August 2021: UNA 406. Equity Management GmbH), Essen (bis 28. Februar 2022: Frankfurt am Main). Die Abschlussstichtage aller konsolidierten Unternehmen entsprechen dem Stichtag der Konzernobergesellschaft. Konsolidierungskreis Eine Übersicht über die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises der vitronet-Gruppe liefert die nachfolgende Tabelle:
Veränderungen des Konsolidierungskreises Im Geschäftsjahr 2021 fanden folgende Unternehmensakquisitionen statt:
Sofern das Closing Date vor dem Einbringungszeitpunkt der vitronet GmbH bzw. der drei DING-Gesellschaften in die vitronet Holding GmbH liegt, ist der Erstkonsolidierungszeitpunkt dieser Gesellschaften bzw. Gruppen der 1. April 2021. In allen anderen Fällen bestimmt sich der Erstkonsolidierungszeitpunkt nach dem Closing Date. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Eine von den einbezogenen Jahresabschlüssen abweichende Ausübung von Bewertungswahlrechten im Konzernabschluss (§ 308 Abs. 1 Satz 2 HGB) ist nicht erfolgt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und werden den voraussichtlichen Nutzungsdauern (drei bis fünf Jahre) entsprechend abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die aus den Konsolidierungen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß § 309 Abs. 1 HGB entsprechend ihren geschätzten Nutzungsdauern planmäßig über zehn Jahre linear abgeschrieben. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear über die voraussichtlichen Nutzungsdauern (drei bis fünfundzwanzig Jahre) der Vermögensgegenstände verteilt. Abschreibungen werden mit Beginn des Anschaffungsmonats pro rata temporis vorgenommen. In Anlehnung an § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG werden Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten einen Wert von EUR 800 nicht übersteigen, im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Neben den angefallenen Fertigungslohn- und Materialeinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung werden anteilige Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten in die Ermittlung einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag aktiviert, dabei werden die erkennbaren Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wird grundsätzlich dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der einer Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 30 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert angesetzt und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Zwischenergebnisse werden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, eliminiert. Die Tochtergesellschaften der vitronet Holding GmbH werden zum Zeitpunkt ihrer Einbringung bzw. ihres Erwerbs erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Angaben zum Anteilsbesitz der vitronet Holding GmbH Die folgende Darstellung enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes der vitronet Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 gemäß § 313 Abs. 2 Satz 1 HGB. Im Folgenden sind die Konzernunternehmen, die im Rahmen der Bestimmungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB u.a. von der Erleichterung zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch machen, mit (1) gekennzeichnet:
Erläuterung zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Dieser Zeitraum basiert auf Annahmen zur erwarteten durchschnittlichen Nutzungsdauer des Know-hows, einzelner Leistungen, der Kundenbeziehungen, der internen Organisation und des Mitarbeiterstamms, welche bezüglich ihrer Bedeutung gewichtet wurden.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten und ist in voller Höhe eingezahlt. Rückstellungen Diese beinhalten Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8.984 (Vj. TEUR 0), Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 10.598 (Vj. TEUR 0) und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 43.309 (Vj. TEUR 0). Zum 31. Dezember 2021 wurde die Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 11.429 (Vj. TEUR 0) nach § 254 HGB mit dem die Pensionsansprüche sichernden Treuhandvermögen - im Rahmen der Bildung einer Bewertungseinheit - saldiert und der bestehende Passivüberhang in Höhe von TEUR 8.984 (Vj. TEUR 0) unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte dabei zum Zeitwert mit TEUR 2.445 (Vj. TEUR 0), der dem Anschaffungswert entspricht. Der Rückstellungsbewertung zum 31. Dezember 2021 liegen die Anwartschaftsbarwertmethode mit einem Rechnungszins von 1,87 % bzw. 1,98 % für den Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB und 1,35 % für den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G sowie Rentenanpassungen von 0,00 %, 1,00 % und 2,00 % zugrunde. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren bzw. den vergangenen sieben Jahren beläuft sich auf TEUR 930 (Vj. TEUR 0) und ist nach Maßgabe des § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Im Zusammenhang mit der Saldierung der Pensionsverpflichtung mit dem Treuhandvermögen erfolgte in 2021 auch eine Saldierung von Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.195 (Vj. TEUR 0) (Erhöhung Pensionsverpflichtung) mit Erträgen in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 0) und Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 0), so dass sich ein saldierter Aufwand für 2021 in Höhe von TEUR 981 (Vj. TEUR 0) ergab. Die Steuerrückstellungen entfallen in Höhe von TEUR 6.393 (Vj. TEUR 0) auf Gewerbesteuern, in Höhe von TEUR 4.055 (Vj. TEUR 0) auf Körperschaftsteuern, in Höhe von TEUR 138 (Vj. TEUR 0) auf sonstige Steuern sowie in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 0) auf Steuernachzahlungen aufgrund einer Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen und der Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen; letztgenannte werden unter der Annahme einer mittleren Laufzeit von 5,5 Jahren gebildet. Verbindlichkeitenspiegel Die Verbindlichkeiten am 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020) setzen sich wie folgt zusammen:
Am 3. Mai 2021 haben die Gesellschaft als Mutterunternehmen sowie deren Tochtergesellschaften ein Senior Facilities Agreement mit der Global Loan Agency Services Limited als Agent und mit der Glas Trust Corporation Limited als Security Agent über einen Gesamtbetrag in Höhe von EUR 377,0 Mio. sowie andere verschiedene Sicherheitsvereinbarungen geschlossen. Die Darlehens- und Zinsforderungen der Pfandnehmer gegen den Kreditnehmer vitronet Holding GmbH belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 332,7 Mio. Angesichts der wirtschaftlichen Lage bestehen derzeit keine Anhaltspunkte, die eine Inanspruchnahme wahrscheinlich machen. Die Besicherung erfolgt über Grundpfandrechte, Forderungsabtretungen sowie Sicherungsübereignungen und übrige Besicherungen laut aktueller Konzernbilanz. Darüber hinaus wurden Gesellschaftsanteile verpfändet. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.012 (Vj. TEUR 0) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 639 (Vj. TEUR 0) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2021 entfallen auf:
Sämtliche Umsatzerlöse werden im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.030 (Vj. TEUR 0) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für den Fuhrpark in Höhe von TEUR 12.318 (Vj. TEUR 0), Raumkosten in Höhe von TEUR 3.957 (Vj. TEUR 0) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 3.922 (Vj. TEUR 0). Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 188 (Vj. TEUR 0) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten sind TEUR 5.726 (Vj. TEUR 0) Kreditprovisionen und ähnliche Kosten, die im Rahmen der Finanzierung der vitronet-Gruppe aufgewendet wurden. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 31.201 (Vj. TEUR 0), im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Für das Jahr 2022 belaufen sich diese voraussichtlich auf TEUR 13.937. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt TEUR 334.900 (Vj. TEUR 0), im Wesentlichen aus Garantien im Zusammenhang mit dem Senior Facilities Agreement. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Mit Wirkung zum 9. Februar 2022 hat die vitronet Holding GmbH sämtliche Geschäftsanteile an der Kabel- und Tiefbau GmbH, Kehl, erworben. Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Die EU hat weitreichende Sanktionen gegen Russland getroffen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet als Folge des Krieges in der Ukraine mit einer sinkenden Wirtschaftsleistung in Deutschland und mit noch stärker steigenden Preisen. Die vitronet-Gruppe wird sich einem Kosten- und Margendruck bei erwarteten Inflationsraten von deutlich über 5 %, gepaart mit Materialengpässen aufgrund von unterbrochenen Lieferketten, vermutlich nicht entziehen können. Auf Basis des derzeitigen Kenntnisstandes sind jedoch keine bestandsgefährdenden Entwicklungen für das Jahr 2022 erkennbar. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern des Mutterunternehmens sind bestellt:
Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitgliedes feststellen lassen. Beirat Auf Ebene des Mutterunternehmens ist ein Beirat gebildet, der sich in der Sitzung am 22. Oktober 2021 konstituierte und aus folgenden Mitgliedern besteht:
Im Geschäftsjahr 2021 erhielten die Mitglieder des Beirats Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 74 (Vj. TEUR 0). Die Bezüge betreffen sowohl die Beiratstätigkeiten auf Ebene der vitronet Holding GmbH als auch auf Ebene der eingebrachten Gesellschaften. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Kassenbestand und den Bankguthaben abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Entwicklung des Finanzmittelfonds geht im Detail aus der Kapitalflussrechnung hervor. Sonstiges Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 1.619 , davon kaufmännische Mitarbeiter 574 und gewerbliche Mitarbeiter 1.045. Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 428 und betrifft in voller Höhe Abschlussprüfungsleistungen. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB schlägt die Geschäftsführung vor, das Jahresergebnis abzüglich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr des Mutterunternehmens des Geschäftsjahres 2021 in voller Höhe vorzutragen.
Essen, den 25. Mai 2022 Marc Lützenkirchen Matthias Krause Christoph Lüthe |
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