Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 23429 KI
Eingetragen
6.8.2021
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenEinzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und DüngemittelnGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Ein- und Ausfuhr, Herstellung, Be- und Verarbeitung von sowie der Groß-, Einzel- und Versandhandel (u.a. über elektronische Vertriebswege) mit Blumen und Pflanzen für den Innen- und Au- ßenbereich (insbesondere Wohnung, Büro, Balkon, Beet, Garten), diesbezüglicher Accessoires, Gerätschaften und Begleitartikeln sowie Lebens- und Genussmitteln, sonstigen Konsumgütern und anderen Waren aller Art, ferner die Erbringung von Dienstleistungen jeder Art, soweit dafür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Phillip Ralfs
seit 6.8.2021
Vorstandsmitglied
Michael Hartges
seit 6.8.2021
Vorstandsmitglied
Alexander Zoern
seit 6.8.2021
Vorstandsmitglied
Sven Klenner
seit 6.8.2021
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BLUME2000 SEEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BLUME2000 SE

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Der Aufsichtsrat der BLUME2000 SE hat im Geschäftsjahr 2023 seine gesetzlichen und statuarischen Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsleitung innerhalb und außerhalb der Sitzungen umfassend über den Geschäftsverlauf und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. Der Aufsichtsrat tagte zwei Mal, ein Mitglied hat Stimmbotschaften überreicht und fehlte bei beiden Sitzungen entschuldigt. Alle Mitglieder der Geschäftsleitung nahmen an den Sitzungen teil.

Neben Berichten zu Einzelentwicklungen der Sparten Filiale, Ecom und Depot standen der Cyberangriff im Frühjahr 2023, die positive Umsatzentwicklung, die erzielten Roherträge und die Wettbewerbslage im Vordergrund.

In seiner Sitzung im Juni 2023 hat der Aufsichtsrat mit der Geschäftsleitung die Wettbewerbslage der Gesellschaft und die Konsequenzen des Cyberangriffs diskutiert und die Chancen und Risiken aus der Expansion in allen Sparten abgewogen. Nach ausführlichem Bericht des Abschlussprüfers stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und stimmte der Verschmelzung der Valentins GmbH auf die Gesellschaft - nach Erwerb aller Anteile - zu. Der Aufsichtsrat bereitete die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vor.

In der Sitzung im Dezember 2023 erläuterte die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf unter Hervorhebung unter anderem der Eröffnung neuer Filialen und Depots sowie der Kampagne für die BlumeCard. Ausführlich erörtert wurde die Personalsituation, insbesondere die Anstrengungen, die die Gesellschaft unternommen hat, um neue Mitarbeiter zu gewinnen und die vorhandenen zu motivieren. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Entwicklungen und Maßnahmen im Datenschutz, zur IT-Sicherheit, zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und zum Hinweisgeberschutzgesetz informiert.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 sind durch die Roser GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und uneingeschränkt bestätigt worden. Zum Bericht der Geschäftsleitung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) bestätigte der Abschlussprüfer nach pflichtgemäßer Prüfung und Beurteilung, dass dessen tatsächliche Angaben richtig sind und bei den aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss, den zugehörigen Lagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht. Er prüfte die Berichte des Abschlussprüfers. Der Aufsichtsrat schloss seine Prüfung ohne Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht und die weiteren ihm vorgelegten Dokumente ab. Er billigte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner Sitzung am 13. Juni 2024. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Geschäftsleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt Dank und Anerkennung für ihre herausragenden Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftspartnern der Gesellschaft und den Kundinnen und Kunden für ihre Verbundenheit mit der Gesellschaft.

 

Norderstedt, den 13. Juni 2024

Wolfgang Herz, Vorsitzender

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Bemerkungen

Die Gesellschaft firmiert seit dem 6. August 2021 (Datum der Eintragung ins Handelsregister) unter BLUME2000 SE (Europäische Aktiengesellschaft). Sie ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Blume2000 AG mit Sitz in Norderstedt (Amtsgericht Kiel, HRB 22273 KI) gemäß Umwandlungsplan vom 15. Juni 2021 und Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Juli 2021.

Der Jahresabschluss der BLUME2000 SE ist entsprechend den §§ 264 ff. HGB nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Beachtung der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Es handelt sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Der Sitz der Gesellschaft ist Norderstedt, Amtsgericht Kiel, HR B 23429 Kl.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben zum Vorjahr vom Grundsatz her unverändert.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 die bestehenden Herausforderungen aus einem hohen Preisniveau auf der Beschaffungsseite von Waren und Dienstleistungen sowie die große Verunsicherung auf der Verbraucherseite bedingt durch den Krieg in der Ukraine unerwartet gut meistern. Die Maßnahmen aus Entgelterhöhungen für das Filial-Personal und die damit einhergehende Möglichkeit die regulären Öffnungszeiten in den Filialen wieder aufrecht zu erhalten, führten zu einem deutlichen Umsatzanstieg. Ergänzend dazu lagen die Umsatzentwicklungen in den neueröffneten Filialen und Depots über den eingeschätzten Erwartungen. Insgesamt führte dies im Geschäftsjahr 2023 zu einem signifikant positiven Jahresergebnis (Jahresüberschuss von TEUR 6.937, Vorjahr: TEUR 0). Die von der BLUME2000 SE für das operative Geschäft benötigten finanziellen Mittel werden nunmehr vollständig aus dem vorhandenen Finanzmittelbestand und dem operativen Cash Flow gedeckt. Zusätzlich bestehen weitere finanzielle Möglichkeiten aus zugesagten, aber derzeit nicht genutzten Kreditlinien. Die Fortführung des Unternehmens ist als gesichert anzusehen, weshalb der Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden ist.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen und gehen von Nutzungsdauern zwischen 3 und 15 Jahren aus.

Das Sachanlagevermögen ist bilanziert zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Den Gebäudeabschreibungen liegen eine Nutzungsdauer von 33 Jahren sowie den Abschreibungen der übrigen Anlagegegenstände des Sachanlagevermögens Nutzungsdauern von 2 bis 13 Jahren zu Grunde. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden grundsätzlich im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Soweit Anlagegegenständen am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für Warenbestände, die aufgrund von Trends oder sonstigen Alterungskriterien einer Wertminderung unterliegen, wurden Bewertungsabschläge i.H.v. 20 % bis 100 % vorgenommen. Auf das übrige Sortiment wurden auf Erfahrungswerten basierende Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung von Bonitätsrisiken wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in der Höhe, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint (Erfüllungsbetrag). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt grundsätzlich in saldierter Form, wobei das Wahlrecht, den aktiven Überhang latenter Steuern nicht zu bilanzieren, in Anspruch genommen wird.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten, ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage als Bestandteil des Anhangs).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum Bilanzstichtag noch nicht abzugsfähige Vorsteuerbeträge in Höhe von TEUR 1.867 (Vorjahr: TEUR 75) enthalten.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit insgesamt TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 115) wertberichtigt.

3. Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2023 werden Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von unverändert TEUR 12 sowie gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von unverändert TEUR 19.000 ausgewiesen.

Mit Vereinbarung vom 2. März 2021 sind die Konditionen des Darlehens in Höhe von TEUR 8.233 eines nahestehenden Unternehmens mit Wirkung zum 31. Dezember 2020 / 24:00 Uhr zur Stärkung der Eigenkapitalbasis in bilanzielles Eigenkapital unter Beachtung des Fachgutachtens des IDW "Zur Behandlung von Genussrechten im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften" (HFA 1/1994) an die Qualifikationsvorgaben für Genussrechtskapital angepasst worden. Das nunmehr als Genussrechtskapital zu qualifizierende Darlehen ist auf unbestimmte Zeit gewährt und kann mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende (erstmals zum 31. Dezember 2030) gekündigt werden. Es werden keinerlei beteiligungsähnliche Rechte (Stimm- oder Mitgliedschaftsrechte) durch das angepasste Vertragsverhältnis begründet. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen zur Verlustteilnahme des Genussrechtskapitals wurde zum 31. Dezember 2021 ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 3.643 zur Reduzierung des Bilanzverlustes entnommen. Dieser Wert konnte aufgrund der positiven Ergebnissituation zum 31. Dezember 2023 wieder dem Genussrechtskapital zugeführt werden. Somit entspricht das ausgewiesene Genussrechtskapital zum 31. Dezember 2023 wieder dem Nominalbetrag.

Aufgrund des Jahresüberschusses von TEUR 6.937 reduzierte sich der Bilanzverlust; es wird zum 31. Dezember 2023 ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 15.706 ausgewiesen. Das Eigenkapital beträgt TEUR 11.659 (Vorjahr: TEUR 4.722).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 11.912; Vorjahr: TEUR 12.278) betreffen zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen:

TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 6.314
Rückbauverpflichtungen 2.499
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.943

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten von TEUR 22.564 (Vorjahr: TEUR 18.750) haben unverändert zum Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, unbesichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 679) auf Verbindlichkeiten aus Steuern und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 48) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

6. Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betreffen Umsätze aus dem Vertrieb von Blumen, Pflanzen und Zubehör sowie Mieten und übrige Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 2.689 (Vorjahr: TEUR 5.990) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 246) anderen Geschäftsjahren zuzurechnen.

In den periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres ist in Höhe von TEUR 4.198 die Leistung der Überbrückungshilfe III als Ausgleich durch die während der Corona-Pandemie (November 2020 bis Juni 2021) entstandenen Verluste enthalten. Diese Erträge sind zugleich als außergewöhnliche Erträge in Sachen des § 285 Nr. 31 HGB zu klassifizieren.

Die BLUME2000 SE hat mit Wirkung zum 30. Juni 2023 100 % der Anteile an der Valentins GmbH mit Sitz in Mörfelden-Walldorf erworben. Aufgrund des Verschmelzungsvertrags vom 25. September 2023 wurde die Valentins GmbH auf die BLUME2000 SE zu Buchwerten verschmolzen. Hieraus ist ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 1.896 entstanden. Dieser Verschmelzungsverlust wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und ist als außergewöhnlicher Aufwand in Sachen des § 285 Nr. 31 HGB zu klassifizieren. Der Geschäftsbetrieb der Valentins GmbH wurde nach Erwerb eingestellt.

Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit ist der Aufwand für Stromsteuer mit dem Aufwand für bezogenen Strom (TEUR 1.361; Vorjahr: TEUR 989) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.S.v. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefasst und nicht unter der Position Sonstige Steuern ausgewiesen worden.

3. Zinserträge

Die Zinserträge betreffen in Höhe von TEUR 12 die Abzinsung von langfristigen Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige aus der Bilanz nicht ersichtliche Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:

TEUR
2024 (davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 0) 19.863
2025 (davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 0) 19.209
2026 (davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 0) 20.568

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1.945 Mitarbeiter. Davon waren 1.212 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich, 515 als Aushilfen und 218 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich tätig. Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 1.986 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Vorstand / Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands der BLUME2000 SE sind:

Herr Alexander Zoern, Kaufmann

Herr Michael Hartges, Kaufmann

Herr Sven Klenner, Kaufmann

Herr Phillip Ralfs, Kaufmann

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Herr Wolfgang Herz - Vorsitzender, Kaufmann

Herr Ingo Bümmerstede, Kaufmann

Herr Jan Herbst, Rechtsanwalt

4. Gewährte Gesamtbezüge der tätigen Organmitglieder

Die Gesamtbezüge des Vorstandes belaufen sich auf TEUR 1.358.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2023 eine Vergütung in Höhe von TEUR 14 erhalten.

5. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Blume 2000 Netherlands BV, Eemnes/Niederlande. Die Tochtergesellschaft ist derzeit inaktiv; das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt EUR 1, das Jahresergebnis 2023 TEUR 0.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Von dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 6.937 werden TEUR 3.643 zur Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals verwendet sowie TEUR 3.294 mit dem Bilanzverlust verrechnet. Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 15.706 (Vorjahr: TEUR 19.000) und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Norderstedt, den 14. März 2024

Alexander Zoeth

Michael Hartges

Phillip Ralfs

Sven Klenner

6. Mutterunternehmen / Offenlegung

Die BLUME2000 SE wird in den Konzernabschluss der Libro Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

7. Abschlussprüferhonorare

Im Geschäftsjahr 2023 wurden vom Abschlussprüfer Honorare für folgende Leistungen (inklusive Auslagenersatz; netto) berechnet:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 55
Steuerberatungsleistungen 14
Gesamt 69

8. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Als nahestehende Personen der BLUME2000 SE im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB sind deren Organmitglieder anzusehen.

Die Geschäftsbeziehungen der BLUME2000 SE zu den Unternehmen der nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen Mietverträge, Darlehensverträge, Warenlieferungen sowie die Erbringung und den Einkauf von Dienstleistungen. In diesem Zusammenhang unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen des TOPP Holding AG Konzerns, der Bloominess Polska Sp. z o.o., der Participia Holding GmbH, der maxingvest ag sowie zu der Polaris Immobilienmanagement GmbH. Der Bloominess Polska Sp. z o.o wurde im Geschäftsjahr 2019 ein unbesichertes kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 65 gewährt (Stand zum 31. Dezember 2023: TEUR 13).

Anlagenspiegel der BLUME2000 SE zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge aus Verschmelzung Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.339.729,49 67.557,00 19.527,34 0,00 6.426.813,83
6.339.729,49 67.557,00 19.527,34 0,00 6.426.813,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.397.302,63 0,00 0,00 0,00 12.397.302,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.478.544,65 0,00 287.870,26 19.768,12 2.746.646,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.406.381,70 31.379,75 3.186.383,92 211.762,32 26.412.383,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.338,64 0,00 92.735,14 31.338,64 92.735,14
38.313.567,62 31.379,75 3.566.989,32 262.869,08 41.649.067,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 629,90 0,00 0,00 0,00 629,90
629,90 0,00 0,00 0,00 629,90
44.653.927,01 98.936,75 3.586.516,66 262.869,08 48.076.511,34
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.997.500,94 626.868,34 0,00 5.624.369,28
4.997.500,94 626.868,34 0,00 5.624.369,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.784.067,20 311.453,87 0,00 6.095.521,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.897.770,60 174.660,91 16.875,60 2.055.555,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.473.386,19 2.710.981,24 169.316,84 19.015.050,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
24.155.223,99 3.197.096,02 186.192,44 27.166.127,57
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
29.152.724,93 3.823.964,36 186.192,44 32.790.496,85
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 802.444,55 1.342.228,55
802.444,55 1.342.228,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Recht und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.301.781,56 6.613.235,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 691.090,88 580.774,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.397.332,46 6.932.995,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.735,14 31.338,64
14.482.940,04 14.158.343,63
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 629,90 629,90
629,90 629,90
15.286.014,49 15.501.202,08

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 802.444,55 1.342.228,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.301.781,56 6.613.235,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 691.090,88 580.774,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.397.332,46 6.932.995,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im.Bau 92.735,14 31.338,64
14.482.940,04 14.158.343,63
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 629,90 629,90
15.286.014,49 15.501.202,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfsstoffe 355.832,01 760.938,10
2. Waren 4.058.114,60 4.189.072,42
4.413.946,61 4.950.010,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.329.928,55 1.923.518,77
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.846.645,11 2.233.832,31
8.176.573,66 4.157.351,08
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 19.911.234,14 10.772.054,28
32.501.754,41 19.879.415,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 458.402,76 727.446,09
48.246.171,66 36.108.064,05

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120.000,00
II. Kapitalrücklage 19.012.000,00 19.012.000,00
III. Bilanzverlust -15.706.280,86 -19.000.000,00
IV. Genussrechtskapital 8.233.333,00 4.590.358,72
11.659.052,14 4.722.358,72
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.756.072,02 77.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 11.912.435,82 12.277.885,50
13.668.507,84 12.354.885,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.170.673,85 12.592.377,63
2. Sonstige Verbindlichkeiten 6.393.215,77 6.157.428,38
22.563.889,62 18.749.806,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 354.722,06 281.013,82
48.246.171,66 36.108.064,05

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 250.455.648,38 225.764.487,09
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.866.094,63 7.373.049,86
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 100.908.741,56 106.011.422,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 26.603.193,59 18.244.707,20
127.511.935,15
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.567.953,45 44.899.495,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.779.969,77 9.308.020,57
57.347.923,22
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.823.964,36 3.607.697,89
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 57.052.161,16 50.749.475,29
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.875,52 1.733,33
8. Vergütung für Genussrechtskapital 376.313,67 200.019,64
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.027,58 17.242,72
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.298.410,50 77.000,00
11. Ergebnis nach Steuern 6.960.882,89 24.189,47
12. Sonstige Steuern 24.189,47 24.189,47
13. Jahresüberschuss 6.936.693,42 0,00
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -19.000.000,00 -19.000.000,00
15. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals -3.642.974,28 0,00
16. Bilanzverlust -15.706.280,86 -19.000.000,00

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die BLUME2000 SE (im Folgenden kurz "Blume 2000") ist mit zum Bilanzstichtag 247 Filialen Marktführer im filialisierten Blumen- und Pflanzenhandel in Deutschland.

Seit der Übernahme des Online-Geschäftsbereichs (im Folgenden auch "Ecom - Sparte") in 2020 betreibt die Blume 2000 über die Internetseite www.blume2000.de einen Onlineshop zum Versand von Blumensträußen inklusive des dazu passenden Zubehöres, wie z.B. Grußkarten und Pralinen und ist damit auch Marktführer im Blumendirektversand in Deutschland.

Der Großteil der Filialen (ca. 92%) wird in Eigenregie betrieben, der Rest durch Franchisepartner. Blume 2000 ist schwerpunktmäßig in den fünf Regionen Norddeutschland, Berlin/Brandenburg, Rhein/Main inkl. Baden-Württemberg, Nord- Rhein-Westfalen, Großraum Weimar/Leipzig sowie in Bayern mit Filialen vertreten. Zum 31. Dezember 2023 unterhält die Gesellschaft neben 228 (Vorjahr: 214) Blumen-Einzelhandelsgeschäften im Regiebetrieb 19 (Vorjahr: 21) Franchise - Filialen. Zweigniederlassungen werden zurzeit nicht unterhalten.

Neben dem Filial- und Online - Geschäft betreibt Blume 2000 mit "Depots" ein weiteres Geschäftsmodell. Hierbei werden in Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels kleine sog. "Depots" betrieben. Die Fläche befindet sich im Eingangsbereich im Bereich der Frischeabteilungen. Zum 31. Dezember 2023 betrieb die Gesellschaft 58 solcher Depots (Vorjahr: 35).

Das gesamte Sortiment besteht aus Schnittblumen, Topfpflanzen sowie Geschenkartikeln.

Die Warenbeschaffung erfolgt über Unternehmen, mit denen eine langjährige Partnerschaft besteht. Blume 2000 beschafft die Ware im Wesentlichen direkt von den Produzenten in den Niederlanden und bei regionalen Gärtnerbetrieben im Inland. Daneben ist Dänemark eine wesentliche Beschaffungsregion. Die Warenverteilung erfolgt über fünf Logistikstandorte in Deutschland (Nord, Berlin/ Brandenburg, NRW, Rhein/Main und Ost).

Wesentliche Erfolgstreiber bei Blume 2000 im Online-Geschäftsbereichs sind die Konzentration auf das Kerngeschäft Blumenversand mit zehnmal im Jahr wechselnden Sortimenten und eine wachsende Auswahl an Sträußen für unterschiedliche Stilrichtungen, das Angebot an attraktiven Zusatzartikeln, die den Blumenstrauß zu einem Blumengeschenk machen, das konsequente Fortsetzen von verkaufsfördernden On- und Offline-Marketing-Maßnahmen und eine effiziente Steuerung im Wareneinkauf. Das Sortiment wird dabei stetig erweitert und im aktuellen Geschäftsjahr ist der Bereich für Pflanzen ausgebaut worden.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 damit begonnen eine neue Ecom - Plattform aufzubauen und den Ausbau der CRM IT-Architektur vorangetrieben. Beide Maßnahmen sind notwendig, um in Zukunft weiter wachsen zu können und gegenüber den Wettbewerbern technologisch aufzuschließen. Mitte des Geschäftsjahres 2022 sind beide Plattformen in den Live - Betrieb gegangen. Grundsätzlich wird in den kommenden Jahren vorrangig auf die Nutzung von sog. Standard-Software gesetzt.

Die Produktion und der Warenversand erfolgen direkt über den Produktionsstandort der BLUME2000 Produktions GmbH (vormals: Blume 2000 Produktions AG) in Schwabhausen/Thüringen sowie über die Produktionsstätte der Bloominess Polska in Polen.

Der Sitz der Unternehmenszentrale ist in Norderstedt. Blume 2000 beschäftigt im Inland 1.896 Mitarbeiter (Stand: 31. Dezember 2023). Zweigniederlassungen werden zurzeit nicht unterhalten.

Die Stärken der Gesellschaft liegen in den Bereichen Sortimentsführung/Präsentation, Warensteuerung/Logistik, Markenbekanntheit sowie den internationalen Lieferantenbeziehungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2023 eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. 2024 soll die Wirtschaft um 1,8 % wachsen. Die Zahl der Beschäftigten liegt auf Rekordniveau und hat zuletzt weiter zugelegt. In diesem Jahr soll die Erwerbstätigkeit weiter auf etwa 45,7 Millionen steigen. Deutschland hat sich innerhalb weniger Monate unabhängig gemacht von russischen Energielieferungen und die Energieversorgung gesichert. Die Inflation geht langsam zurück. Die Bundesregierung rechnet für 2023 mit einem im Vergleich zu 2022 geringeren Anstieg des Verbraucherpreisniveaus um 6,0 %. 2022 erlebte Deutschland eine historisch hohe Inflationsrate von durchschnittlich 7,9 Prozent, im Herbst 2022 betrug diese sogar 10 %.

Durch die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erfährt die Transformation hin zu einer klimaneutralen und sozial nachhaltigen, innovationsgetriebenen Wirtschaft eine deutlich größere Dynamik.

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Dagegen war die reale Umsatzentwicklung 2022 (-0,7 %) und 2023 (-3,3 %) rückläufig. Damit lag der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 noch 1,3 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

Zum Jahresanfang 2023 wurde erwartet, dass das Geschäft mit Blumen und Pflanzen nicht einfacher wird. Betriebsstilllegungen in den Niederlanden und in Deutschland, geplante Umstellungen der Produktion auf Kalthauskultur und viele weitere Faktoren ließen ein herausforderndes Jahr hinsichtlich der Warenverfügbarkeit und Warenbeschaffung erwarten. Gleichzeitig war man sich zu Jahresbeginn sicher, dass der Fachhandel in Hinblick auf die verunsicherte Kundschaft immer bedarfsgerechter und kurzfristiger im Tagesgeschäft einkaufen würde. Auch der Systemhandel würde aus Unsicherheit der zukünftigen Nachfrage deutlich weniger reservieren und seine Lieferanten in Ungewissheit produzieren lassen.

Der Gesamtmarkt für Blumen und Zierpflanzen schrumpfte im Jahr 2023 erneut, und zwar um knapp 4 % auf rund 8,6 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen). Damit liegt der Wert knapp unter Vor-Corona-Niveau. Nach Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verzeichneten nahezu alle Marktsegmente Rückgänge gegenüber dem Vorjahr 2022.

Die Preise für Blumen und Zierpflanzen zogen zwar im Jahr 2023 an, der Mehraufwand konnte damit in vielen Fällen jedoch nicht gedeckt werden. Die Inflation führte zu sinkenden Verbraucherausgaben.

Das nach wie vor größte Marktsegment der Schnittblumen blieb zwar unter dem Ergebnis aus dem Jahr 2022. Damit gab jeder Einwohner Deutschlands rechnerisch jedoch immer noch mehr als EUR 35 für Schnittblumen aus.

Die schlechte Konsumstimmung in Deutschland zeigt sich auch zu Jahresmitte 2023 im Onlinehandel. Dort sanken die Umsätze im ersten Halbjahr 2023 ca. 14 % unter das Niveau des ersten Halbjahres 2022. Auch im Jahr 2022 hatte man beim E-Commerce erstmals seit Jahren einen unerwarteten und erheblichen Einbruch zu verkraften. Vergleicht man den Wert mit dem gesamten Halbjahr 2019, also mit Werten vor der Corona-Pandemie, muss man feststellen, dass die vermeintlich schlechten Werte von 2023 immer noch ca. 15 % über dem Standard liegen. Im HDE-Online-Monitor 2023 des Handelsverbandes Deutschland beschreibt der Verband klare Verschiebungen: Während der Online-Handel mit Lebensmitteln deutlich zunimmt, schrumpfen Branchen rund um das Wohnen, Garten und Heimwerken online.

Der gesamte Markt mit Blumen und Pflanzen schließt Schnittblumen, Zimmerpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden und Gehölze (Laub-, Nadel- und Obstgehölze) ein. Dem Umsatz wird dabei der private und institutionelle Konsum zu Einzelhandelspreisen zugrunde gelegt. Schnittblumen machen mit 35 % den größten Anteil am Umsatz aus.

Blume 2000 erreicht für das Jahr 2023 ein deutlich über dem im Lagebericht 2022 kommunizierten Umsatzziel, insbesondere die Maßnahmen aus der deutlichen Entgelterhöhung für das Filial-Personal und die damit einhergehende Möglichkeit die regulären Öffnungszeiten in den Filialen wieder aufrecht zu erhalten führten zu einem deutlichen Umsatzhub. Ergänzend dazu lagen die Umsatzentwicklungen in den neueröffneten Filialen und Depots über den eingeschätzten Erwartungen.

2. Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2023 konnte das beste Ergebnis in der knapp 50-jährigen Unternehmensgeschichte (Jahresüberschuss von TEUR 6.937; Vorjahr: TEUR 0) erwirtschaftet werden.

Die vorsichtige Einschätzung für das Jahr 2023 war stark von der oben beschriebenen ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Lage in Zusammenhang mit den hohen Inflationsraten und dem sprunghaft veränderten Zinsumfeld geprägt. Blume 2000 ist es gelungen Produktpreissteigerungen durchzusetzen sowie Sortimente anzupassen. Die private Nachfrage im Jahresverlauf wird immer vom Wetter bestimmt; jedoch ist sie in 2023 deutlich von der Inflation und der zu Verfügung stehenden Konsumsumme der Privathaushalte geprägt. Dabei ist die Relevanz von Blumen und Pflanzen für die Bevölkerung nach wie vor hoch. Daher hat sich gerade das Filialgeschäft deutlich widerstandsfähiger gezeigt, als zu Jahresbeginn zu erwarten war.

Die Fokussierung auf eine Kosten- und Ertragsoptimierung hat sich im Jahr 2023 ausgezahlt und wird auch in den kommenden Jahren weiterverfolgt. Eine weitere Herausforderung war die Einhaltung der Öffnungszeiten in den Filialen. Hier griff in erster Linie die Maßnahme aus einer deutlichen Entgelterhöhung für das Filial- Personal

Die guten Umsatzentwicklungen in den Vertriebsbereichen "Filiale" und "Depot" konnten die rückläufige Entwicklung im schwächelnden Onlinegeschäft vollständig kompensieren. Für die folgenden Jahre ist wieder ein Wachstum in jeder der drei Kanäle geplant.

Die wesentlichen Schwerpunkte im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen im Bereich Brand- und Online - Marketing, hier in dem Vorantreiben der Konzeptionierung und Entwicklung von relevanten Funktionen für unsere Kunden in unserem Onlineshop, auf den Bereichen Social Media & Blogger Produkte, in der weiteren Datengewinnung durch Print Maßnahmen und der Optimierung von Erlösminderungsaktivitäten. Darüber hinaus wurden die ersten Maßnahmen für den weiteren Ausbau von Cross Channel Themen erarbeitet und in die Umsetzung gegeben. Seit Mitte des Jahres gibt es eine digitale Blume 2000 Kundenkarte. Die sog. BlumeCard ist Teil des Kundenbindungsprogramms.

Durch eine gute Vernetzung im Blumenhandel und einen starken, aber partnerschaftlichen Umgang mit den Lieferanten sieht sich Blume 2000 gut für die Zukunft aufgestellt.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 wurde Blume 2000 unverschuldet Opfer eines Cyber-Angriffs. Von dem Angriff betroffen waren im Wesentlichen die Server des Filialgeschäftes. Die Systeme im Onlinebereich konnten ohne Beeinträchtigung weiter eingesetzt werden. Bereits wenige Stunden nach dem Vorfall stand das Kassensystem in den Filialen wieder zur Verfügung. Dadurch kam es lediglich zu geringfügigen Umsatzausfällen im Filialgeschäft.

3. Ertragslage

Die Umsätze der Gesellschaft erhöhten sich von TEUR 225.764 auf TEUR 250.456. Auf den Online-Bereich entfallen im Jahr 2023 Umsatzerlöse von TEUR 43.590 (Vorjahr: TEUR 44.154). Der Materialaufwand erhöhte sich unterproportional. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 3.866 sind TEUR 1.765 aus der Auflösung von Rückstellungen und der Ausbuchungen von Verbindlichkeiten aufgrund von Verjährung enthalten. Der Vorjahreswert beinhaltet die Zahlung der Überbrückungshilfe III von TEUR 4.198.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von - TEUR 2.689 (Vorjahr: TEUR 5.990) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden bei einem durchschnittlichen Personalbestand von 1.945 Mitarbeitern Personalkosten in Höhe von TEUR 57.348 (Vorjahr: TEUR 54.208) ausgewiesen. Der Anstieg der Personalkosten steht unter anderem in Zusammenhang mit der erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und allgemeinen Personalkostensteigerungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.303 gestiegen (+12,4 %). Die Aufwandsentwicklung ist mit allgemeinen Kostensteigerungen, der erfolgten Expansion im Filial- und Depotgeschäft sowie mit den Investitionen in die Erneuerung der IT-Systeme zu begründen. Des Weiteren wird ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 1.896 im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesen.

Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr erwirtschafte Blume 2000 im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.937.

4. Finanzlage

Die von der BLUME2000 SE für das operative Geschäft benötigten finanziellen Mittel werden nunmehr vollständig aus dem vorhandenen Finanzmittelbestand und dem operativen Cash Flow gedeckt. Zusätzlich bestehen weitere finanzielle Möglichkeiten aus zugesagten, aber derzeit nicht genutzten Kreditlinien.

Zum Stichtag weist die Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von TEUR 19.911 (Vorjahr: TEUR 10.772) aus.

Die Gesellschaft kommt ihren Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der jeweiligen Zahlungsziele nach. Die Fortführung des Unternehmens ist als gesichert anzusehen.

Die Mittelherkunft und Mittelverwendung ergibt sich aus folgender Kapitalflussrechnung (Kurzfassung):.

Jahresergebnis TEUR 6.937
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 16.213
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit TEUR -6.871
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -203
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands TEUR 9.139
Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahres TEUR 10.772
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres TEUR 19.911

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr von TEUR 36.108 auf TEUR 48.246.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wird insgesamt ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 11.659 ausgewiesen.

Vom Gesamtvermögen entfallen TEUR 15.286 (Vorjahr: TEUR 15.501) auf das Anlagevermögen sowie TEUR 32.960 (Vorjahr: TEUR 20.607) auf das Umlaufvermögen und die Rechnungsabgrenzungsposten.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräte setzen sich aus Blüh-, Schnitt-, Grün- und Non Flower - Beständen zusammen. Die Warenbestände nach Abwertungen liegen bei TEUR 4.414 (Vorjahr: TEUR 4.950).

Dieser Vermögensstruktur stehen Eigenmittel in Höhe von TEUR 11.659 (24 %) - (Vorjahr: TEUR 4.722 / 13 %), sowie Fremdkapital in Höhe von TEUR 36.587 (entsprechen 76 %) - (Vorjahr: TEUR 31.386 / 87 %) gegenüber.

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 11.912 (Vorjahr: TEUR 12.278) sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen von TEUR 6.314 (Vorjahr: TEUR 7.209) und für ausstehende Eingangsrechnungen von TEUR 1.943 (Vorjahr: TEUR 2.022) sowie für Rückbauverpflichtungen von TEUR 2.499 (Vorjahr: TEUR 2.370) enthalten.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 22.564 (Vorjahr: TEUR 18.750) erhöhten sich im Wesentlichen durch die Geschäftsvorgänge aus Lieferungen und Leistungen.

III. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Im kommenden Jahr 2024 ist ein wesentliches Ziel den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter zu verfolgen. Das gilt für alle Geschäftsbereiche.

Es gilt festzuhalten, dass sich der Gartenmarkt 2023 trotz eines herausfordernden Umfelds, geprägt von Energiekrise und Konsumvorsicht der inflations- und politikverunsicherten Kundschaft, im Vergleich zu anderen Branchen relativ stabil gezeigt hat. Die im Vorfeld prophezeiten Rückgänge sind nicht so stark eingetroffen, wie befürchtet. Eine entsprechende Entwicklung wird für 2024 erwartet.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet für das Jahr 2024 mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel.

Trotz dieser unsicheren Lage blickt der Vorstand der Gesellschaft optimistisch in die Zukunft. Der Trend der ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres zeigt in eine positive Richtung. Besonders das Filialgeschäft zeigt sich weiterhin gut erholt und knüpft an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2023 an. Die Prioritäten der Gesellschaft für 2024 liegen daher in der weiteren Expansion über alle Vertriebsbereiche. Im Filialbereich soll dies über neueröffnete Filialen im Großraum München erfolgen. Darüber hinaus sind im Ecom - Bereich erste Schritte für eine Internationalisierung geplant. Auch der Geschäftsbereich Depot soll im Jahr 2024 durch die Gewinnung von größeren Partnern weiter ausgebaut werden.

Die Klimakrise mit den Extremwetterereignissen ist im Bewusstsein der Gesellschaft angekommen. Maßnahmen zum notwendigen Klima- und Umweltschutz eröffnen neue Chancen und Vermarktungspotenziale.

Risiken werden von der Gesellschaft in angemessenem Umfang identifiziert, analysiert und bewertet sowie deren mögliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft regelmäßig geprüft.

Die wesentlichen und bekannten Risiken für die Entwicklung des Unternehmens bleiben bestehen. Hier ist eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs zu den Discountern, dem Lebensmitteleinzelhandel und den Baumärkten zu nennen.

Das bestehende Filialnetz wird laufenden Überprüfungen unterzogen, die Vertriebsschiene Franchise optimiert und auf aktuelle Marktgegebenheiten eingegangen.

Der Wettbewerb im Onlinemarkt für Blumen und Pflanzen hat sich 2023 speziell durch den hohen Shift vom stationären Handel und neue zahlungskräftiger Marktteilnehmer aus dem Ausland nicht so wie erwartet verschärft. Erste Marktteilnehmer haben den deutschen Online - Markt bereits wieder verlassen. Für das Jahr 2024 ist u.a. geplant, die Marketingkosten zu steigern, um dadurch Marktanteile dazuzugewinnen. Bedingt durch die große Abhängigkeit gerade bei den Monopolanbietern Meta und Google, wird dies eine größere Herausforderung sein. Zu den größten Mitbewerbern zählen konkret die anderen Versandhandelsunternehmen bzw. Auftragsvermittler am Markt wie z.B. Fleurop.

Als weitere Risiken im Online-Geschäftsbereich sind vor allem die Abhängigkeit vom Transportdienstleister DHL in Verbindung mit den weiter steigenden Kundenerwartungen in diesem Bereich und die am Markt steigenden Beschaffungs- und Logistikpreise zu nennen.

Dazu kommt das weiterhin steigende Risiko des Verlustes relevanter Mitarbeiter und des entsprechenden Know-hows sowie deren nicht zeitnahe adäquate Neubesetzung in Folge des derzeitigen Arbeitnehmermarktes zu nennen.

Der Trend der Steigerung der mobilen Zugriffe setzt sich weiter und sogar überproportional fort. Innerhalb des letzten Jahres haben wir durch zahlreiche Maßnahmen die mobile Conversion weiter gesteigert. Dies wird auch zukünftig eines der Fokusthemen sein, da über die mobilen Endgeräte grundsätzlich eine geringere Conversion Rate erzielt wird. Insgesamt liegt auch im Jahr 2024 ein starker Fokus darauf, die Shopplattform weiter zu verbessern und dabei vorrangig auf Standardlösungen zu setzen. Dadurch sollen die Arbeitsabläufe vereinfacht und mehr digitalisiert werden. Im Jahr 2024 ist vorgesehen die in 2023 neu eingeführten Kundenbindungsprogramme auszuweiten.

Daneben ist ein wichtiges Ziel die Cross - Channel Aktivitäten weiter auf- und auszubauen. Hier liegt ein wesentliches Wachstumspotenzial für das Gesamtunternehmen.

Es sind umfangreiche Schulungsprojekte entwickelt und gestartet worden, um die Mitarbeiter der Organisation weiterzuentwickeln. Dieser Weg wird in den Folgejahren fortgesetzt. Es geht dabei darum, neue Jobprofile zu etablieren und die bestehenden Mitarbeiter für den weiteren Wachstumskurs von Blume 2000 gut aufzustellen.

Investitionen für notwendige IT-Investitionen, die Entwicklung von neuen Marketing- und Sortimentskonzepten, gezielte Neueinstellungen im Bereich IT, Logistik sowie die Weiterentwicklung des Firmenkundengeschäftes, sind auch im neuen Geschäftsjahr weiterhin zwingend notwendig.

Blume 2000 ist, wie andere Unternehmen auch, Risiken aus Cyberangriffen ausgesetzt. Diese Risiken werden durch den Krieg in der Ukraine tendenziell verstärkt. Es kann nicht vollumfänglich sichergestellt werden, dass die personellen, organisatorischen, elektronischen, baulichen und technischen Vorsichts- und Absicherungsmaßnahmen, die wir zum Schutz von vertraulichen Informationen und Daten sowie unseres geistigen Eigentums ergreifen, ausreichend und erfolgreich sind. Etwaige Vorfälle können sich negativ auf unsere Reputation, Wettbewerbsfähigkeit sowie Geschäftslage auswirken. Daher ist die Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für den sorgsamen Umgang mit allen geschäftsrelevanten Informationen für uns ein Thema mit höchster Priorität.

Aus heutiger Sicht bestehen hinsichtlich der Entwicklung und des Fortbestehens der Gesellschaft nach der Überzeugung des Vorstands keine besonderen Risiken, insbesondere existieren ausreichende finanzielle Reserven.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht von Umsatzerlösen in Höhe von rund EUR 280 Mio. bei einem Ergebnis auf Niveau des Geschäftsjahres 2023 aus.

IV. Erklärung zur Unternehmensführung

Gemäß § 289f Abs. 4 HGB i.V.m. § 76 AktG ist Blume 2000 verpflichtet, die Zielgrößen zum Frauenanteil im Aufsichtsrat, des Vorstands und den beiden darunter liegenden Führungskreisen zu beschreiben."

Die Zielgrößen für Aufsichtsrat und Vorstand ergeben sich aus entsprechenden Gesellschafterbeschlüssen und sind für den Aufsichtsrat und des Vorstands mit 0% beschlossen worden. Die Zielgröße für den Führungskreis I (FK I) beträgt 33,33% (Vorjahr: 30%), die Zielgröße für den Führungskreis II (FK II) beträgt 52,5% (Vorjahr: 50%). Die Festlegung ist bis zum 30. Juni 2027 erfolgt. Die Vorjahres- Zielgrößen des Frauenanteils für die Führungskreise I und II wurden jeweils übertroffen.

Die Zielgröße von 0 % im Aufsichtsrat und Vorstand soll nicht die Absicht der Gesellschafterversammlung zum Ausdruck bringen, dass der Frauenanteil im Vorstand auf Dauer bei diesem Status Quo belassen werden soll. Dieser Wert stellt lediglich den vor dem Hintergrund aktueller Bestellungszeiträume realistisch zu erwartendem Zustand dar.

Die v.g. Ziele bleiben in ihrer Gültigkeit bestehen.

V. Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Wir erklären, dass die BLUME2000 SE bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen auf Veranlassung des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen und sind nicht unterlassen worden.

 

Norderstedt, den 14. März 2024

Alexander Zoern

Michael Hartges

Phillip Ralfs

Sven Klenner

F. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilten wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der BLUME2000 SE, Norderstedt, den folgenden

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BLUME2000 SE, Norderstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BLUME2000 SE, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BLUME2000 SE, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 15. Mai 2024

Roser GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bischoff, Wirtschaftsprüferin

Köhn, Wirtschaftsprüfer"

Wir erstatten diesen Prüfungsbericht nach § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten.

 

Hamburg, den 15. Mai 2024

Roser GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bischoff, Wirtschaftsprüferin

Köhn, Wirtschaftsprüfer

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