EMI Music Publishing Germany GmbH

Bülowstraße 80, 10783 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 249787
Eingetragen
9.2.2023
Branche
MusikverlageVerlegen von ZeitschriftenEinzelhandel mit Musikinstrumenten und Noten
Gegenstand
Alle im Verlagswesen vorkommenden oder ihm sonst nützlichen Geschäfte, insbesondere auf dem Gebiet der Musik, musikdramatischer und dramatischer Werke aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Caspar von Reden
seit 29.11.2024
Prokura
Patrick Strauch
seit 9.2.2023
Geschäftsführer
Axel Hanselka
seit 9.2.2023
Prokura
Karina Poche
seit 9.2.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EMI Music Publishing Group Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EMI Music Publishing Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das zum 31. März 2023 endende Geschäftsjahr

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Gesellschaft und Geschäftstätigkeit

Die EMI Music Publishing Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen der EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Berlin (Gesellschafter mit einer Stammeinlage von 25.000 EUR), und Mitglied der weltweit tätigen EMI Music Publishing-Gruppe.

Die EMI Music Publishing Germany GmbH ist als Musikverlag tätig. Die Gesellschaft erwirbt die Urheberrechte für Musiktitel von Komponisten und Autoren für die Dauer des Urheberrechts oder für eine vertraglich festgelegte Zeit. Die Struktur des deutschen Musikmarktes erfordert zudem eine intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Verlegern/Konzerngesellschaften, um eine Auswertung von internationalem Repertoire (hauptsächlich anglo-amerikanischer Herkunft) als Subverlag zu erreichen.

Die Lizenzeinnahmen aus der Nutzung der Musiktitel werden nach einem vertraglich vereinbarten Schlüssel zwischen der EMI Music Publishing Germany GmbH und den Komponisten/Autoren/Verlegern aufgeteilt. Die Lizenzeinnahmen der EMI Music Publishing Germany GmbH aus den Verlagsrechten werden überwiegend über die GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin und München, abgerechnet. Die GEMA sammelt als zentrale Inkassostelle die von den Nutzern der Musikrechte, z.B. Hersteller von Tonträgern, Fernseh- und Radiosender, abzuführenden Lizenzen und leitet die Einnahmen an die jeweiligen Berechtigten/Lizenzgeber weiter.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Management-System der Gesellschafterin EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Berlin, einbezogen. Liquiditätsüberschüsse der Gesellschaft werden dabei bei der Gesellschafterin angelegt, während ein bestehender Kapitalbedarf gegebenenfalls durch kurzfristige Darlehen der Gesellschafterin finanziert wird.

Seit 9. Februar 2009 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der beherrschenden Gesellschafterin EMI Music Publishing Group Germany GmbH.

2. Rahmenbedingungen

Der Umsatz aus Musikverkäufen ist im Geschäftsjahr 2022/2023 (im Folgenden 2022) um 6,1 % auf insgesamt 2.070 Mio. EUR (Vorjahresgeschäftsjahr 2021/2022 (im Folgenden 2021) 1.951 Mio. EUR) gestiegen. Dabei wurde der größte Teil der Umsätze mit Audio-Streaming und CD-Verkäufen erzielt. Das Digitalgeschäft hat in 2022 weiter zugenommen um 11,7%. Vom Gesamtumsatz entfielen 80,3 % auf Audio- und Video Streams bzw. Downloads und nur noch 19,7 % auf den Verkauf physischer Tonträger. Damit zeichnet der deutsche Musikmarkt die bereits in den Vorjahren international zu beobachtende Entwicklung nach. 1

Die Zusammensetzung des Gesamtumsatzes aus Musikverkauf inkl. Synchronisation und Leistungsschutzrechten 2 hat sich im Vergleich zu 2021 folgendermaßen entwickelt: 1

2022 2021
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Musikverkauf 2.070 1.965
- davon physisch 408 463
- davon digital 1.661 1.502
Synchronisation 10 9
GVL-Leistungsschutzrechte 232 236
Summe 2.312 2.210

Der umsatzstärkste Tonträger ist weiterhin die Longplay CD mit einem Marktanteil von 12,9 %. Download haben einen Marktanteil von 2,2 % und der Umsatz der Vinyl-Schallplatten ist im Vergleich zu 2021 (118 Mio. EUR) wieder um 6 Mio. EUR auf 124 Mio. EUR, mit einem Marktanteil von 6 % (Vorjahr 6,0 %) gleich geblieben. Andere physische Formate wie die Musikkassette und die physische Single spielen kaum noch eine Rolle im Markt. 1

Der digitale Markt konnte seinen Umsatzanteil erneut von 76,4 % im Jahr 2021 (1.487 Mio. EUR) auf 80,3 % im Jahr 2022 steigern (1.661 Mio. EUR). Gewinner im digitalen Markt sind mit einem Umsatzanteil von 91,2 % die Streaming Subscription (1.516 Mio. EUR). An zweiter Stelle stehen die Download Alben (1,63 % Anteil am Digitalmarkt, 27 Mio. EUR) mit einem Rückgang von 23, % zum Vorjahr. Platz drei belegt die Download Single (1,5 %, 18 Mio. EUR) mit einem Minus von 20,3 %. 1

In 2022 stiegen die Erträge der GEMA gegenüber dem Vorjahr leicht um rd. 139 Mio. EUR auf rd. 1.178 Mio. EUR. Der Anstieg ergab sich vor allem aus dem Bereich Streaming mit rd. 55,7 Mio. EUR und dem Anstieg im Bereich Außendienst durch den Wegfall der Covid-19 Maßnahmen. Nach Abzug der GEMA-Kosten in Höhe von 168,5 Mio. EUR (Vorjahr 152,4 Mio. EUR) werden an die Autoren und Verlage 1.009,5 Mio. EUR (Vorjahr 886,5 Mio. EUR) ausgezahlt. 2

B. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

In einem insgesamt stabilen Gesamtmarkt konnte die EMI Music Publishing Germany GmbH ihre Marktposition im abgelaufenen Geschäftsjahr behaupten.

Die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens und zur Messung des Unternehmenserfolgs ist der NPS (Net Publishers Share), das heißt der Anteil der Umsatzerlöse, der nach Weiterreichung der den Lizenzgebern zustehenden Anteile beim Verlag verbleibt. Der NPS unterliegt verschiedenen Einflussgrößen, unter anderem ist er abhängig von den erzielten Einkunftsarten und den Verträgen mit den Lizenzgebern.

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2022/2023 29,1 Mio. EUR (Vorjahr 27,1 Mio. EUR) und liegen leicht über dem Vorjahr. Der NPS hat sich gegenüber dem Vorjahr von 8,7 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR reduziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 2 TEUR (Vorjahr 81TEUR). Hier handelt es sich insbesondere um Erträge aus Währungsumrechnungen.

Bei sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen über Vorjahresniveau, bedingt durch die Anpassung der Pensionsrückstellung.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von rd. 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR) erzielt. Dies liegt unter der Prognose des Vorjahres.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb der Gruppe. Sämtliche Finanzierungen der Gesellschaft erfolgen über einen Cash-Pool, der von der EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Berlin, verwaltet wird. Die Liquiditätslage spiegelt sich daher im Wesentlichen in der Veränderung der mit diesen Unternehmen bestehenden Verrechnungssalden wider.

Aufgrund des hohen Inlandanteils an den Gesamterlösen besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko.

Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Auslandsgesellschaften der EMI Music Publishing Gruppe und resultieren aus dem laufenden Geschäftsverkehr.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist stark durch die Einbindung in Konzernstrukturen geprägt. Es besteht ein Cash Pool sowie ein Ergebnisabführungsvertrag.

Das Umlaufvermögen hat sich um 12% von 43,7 Mio. EUR auf 38,3Mio. EUR reduziert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen machen ca. 35 % (Vj: 24 %) der Bilanzsumme aus und enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Verwertungsgesellschaften GEMA, SUISA und. AKM. Des Weiteren sind Forderungen aus Synchronisationsabrechnungen enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen machen 66 % (Vj: 57,9 %) der Bilanzsumme aus und enthalten im Wesentlichen Forderungen von rd. 27,3 Mio. EUR gegen den Gesellschafter EMI Music Publishing Group Germany GmbH, die aus der laufenden Finanzierung entstanden sind. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lizenzvorschüsse an Dritte. Bei den Lizenzvorschüssen handelt es sich um verrechenbare und nicht rückzahlbare Vorschüsse an Lizenzgeber. Die Vorschüsse betragen ca. 0,8 Mio. EUR und somit 2% (Vj: 4 %) an der Bilanzsumme. Die Vorschüsse werden immer dann getilgt, wenn entsprechende Einspielungen vorliegen, die verrechnet werden können. Basierend auf Erfahrungswerten dürften in etwa 1,5 bis 2,0 Mio. EUR an Einspielungen im Folgejahr verrechnet werden.

Die sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig und betreffen fast ausschließlich Rückstellungen für Lizenzzahlungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Leistungsverkehr.

Rd. 35 % (Vj: 30 %) der Bilanzsumme sind langfristige Pensionsrückstellungen.

Die Vermögenslage ist nach Beurteilung der Geschäftsführung geordnet. Über die Einbindung in das Cash Pool mit der EMI Music Publishing Group Germany GmbH ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

C. Risiken und Chancen

1. Risikomanagement

Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Hierzu werden im Rahmen des Controllings Risiken erfasst, bewertet, überwacht und an die Geschäftsführung berichtet. Nach der gegenwärtigen Einschätzung bestehen im Musikverlagsgeschäft keine bestandsgefährdenden Risiken, sondern lediglich Risiken, welche die Ertragskraft nachhaltig beeinflussen können. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Risiken betreffend die zukünftige Wahrung der Urheberrechte in Deutschland, der allgemeinen Entwicklung auf dem lokalen Tonträgermarkt und allgemeine Geschäftsrisiken hinsichtlich der Einspielbarkeit von Vorauszahlungen an Verlage und Autoren.

Die Absicherung wesentlicher Transaktionen erfolgt im Rahmen von Vorauszahlungen durch vorsorgliche Prüfung der Ertragskraft des Empfängers und durch Zessionen auf Einnahmen des Empfängers. Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Planungs- und Budgetierungssystem sowie über die Mitgliedschaft und Mitarbeit in den entsprechenden Verbänden ein Zugang zur Beeinflussung der Entwicklungen im Urheberrecht. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen aufgrund des Geschäftsmodells im Musikverlagswesen nur in geringem Umfang. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente ein.

2. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Der deutsche Musikmarkt ist im ersten Halbjahr 2023 deutlich gewachsen. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 1.0569 Mio. EUR durch Musikverkäufe eingenommen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6,6%. Ursächlich hierfür ist das Audio-Streaming, das um 8,4 % zulegte und damit seine Position als umsatzstärkstes Format weiter ausbauen konnte. Insgesamt lagen die digitalen Umsätze im ersten Halbjahr bei 82,0 %, während die Umsätze im physischen Geschäft nur noch 18,0 % betrugen. 3

Die zukünftige Entwicklung wird wesentlich beeinflusst von der Entwicklung der Lizenzeinnahmen aus den bestehenden Verlagsrechten sowie der Möglichkeit, neue Verträge mit Autoren zu schließen. Die weiter rückläufige Entwicklung des physischen Tonträgermarktes wird sich voraussichtlich auch bei EMI Music Publishing negativ auswirken. Gegenläufig wird sich der Anstieg der digitalen Umsätze positiv auf die Ertragslage bei EMI Music Publishing ausüben und die Einnahmerückgänge bei den physischen Tonträgern weitgehend kompensieren.

Des Weiteren beeinflussen technologische und gesellschaftliche Entwicklungen die Art und Weise und den Umfang des Musikkonsums sowie die Möglichkeiten, die Nutzungsentgelte für die Rechteinhaber bei den Nutzern zu erheben. Dies birgt das Risiko des Einnahmeverlustes für den Fall, dass bestehende Vergütungsmodelle nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung an veränderte technologische und gesellschaftliche Entwicklungen angepasst werden können.

Neben Chancen in der Produktionsmusik durch eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Film- und Fernsehproduzenten, sieht die Gesellschaft insbesondere Wachstumsmöglichkeiten durch eine Erhöhung der Lizenzeinnahmen aus der Werbung als Folge einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit Werbeagenturen und Markenartiklern.

Wir rechnen mit dem weiteren Rückgang der mechanischen Verkäufe bedingt durch den Trend zur digitalen Veröffentlichung. Covid 19 wird kaum noch Einfluss auf die Erträge der Jahres 2023/2024 haben. Die Verwertungsgesellschaften rechnen für das Jahr 2023 mit einem leichten Anstieg. 4 Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr mit stabilen Umsatzerlösen bei der EMI Music Publishing Germany GmbH.

Der NPS dürfte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 wieder in Richtung der langjährigen Spanne zwischen 25 % bis 30 % bewegen. Basierend auf diesen Überlegungen dürfte sich der NPS 2023/24 zwischen 7,0 und 8,0 Mio. EUR bewegen.

Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung für das Jahr 2023/2024 wird auf Basis dieser Erwartungen leicht über dem Ergebnis für das Jahr 2022/2023 liegen.

Die dargestellten Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind naturgemäß mit hohen Unsicherheiten verbunden. Die zukünftigen Umsätze hängen von nicht durch die Gesellschaft zu beeinflussenden Faktoren wie Chart-Erfolgen, Werbeeinnahmen von Musikanbietern (z.B. Radio- und Fernsehsendern), KI und den Einnahmen der GEMA ab, die sich auch nur sehr grob voraussagen lassen. Darüber hinaus können mögliche weitere Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns oder andere externe Faktoren diese Einschätzung beeinflussen. Auswirkungen aus aktuellen geopolitischen Konflikten, steigender Inflationsraten und Zinsen sind aktuell nicht abschätzbar.

 

Berlin, 26. März 2024

EMI Music Publishing Germany GmbH

Patrick Strauch

Guy Henderson

1 Quelle: Musikindustrie in Zahlen 2022, Bundesverband Musikindustrie e. V.
2 GESELLSCHAFT ZUR VERWERTUNG VON LEISTUNGSSCHUTZRECHTEN mbH (GVL)
3 Quelle: BVMI-Halbjahresreport 2023 des Bundesverband Musikindustrie e. V.
4 Quelle: GEMA Geschäftsbericht 2022

Bilanz zum 31.03.2023

Aktiva

31.03.2023
EUR
31.03.2022
EUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.225.141,44 10.617.679,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.338.553,62 31.496.094,67
4. sonstige Vermögensgegenstände 829.500,00 1.622.914,72
41.393.195,06 43.736.689,38
Summe AKTIVA 41.393.195,06 43.736.689,38

Passiva

31.03.2023
EUR
31.03.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 564,60 564,60
25.564,60 25.564,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.589.622,00 13.317.031,00
2. sonstige Rückstellungen 16.822.220,29 19.389.027,36
31.411.842,29 32.706.058,36
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.676,78 1.286,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.175.748,12 9.172.482,63
4. sonstige Verbindlichkeiten 152.409,94 143.863,37
- davon aus Steuern 146.805,47 136.264,97
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.141,47 3.020,93
8.334.834,84 9.317.632,39
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.620.953,33 1.687.434,03
Summe PASSIVA 41.393.195,06 43.736.689,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

01.04.2022 bis 31.03.2023
EUR
01.04.2021 bis 31.03.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 29.080.733,21 27.069.341,48
2. sonstige betriebliche Erträge 1.962,00 80.958,49
- davon aus Währungsumrechnung T€ 2; Vorjahr T€81)
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.446.712,27 18.328.676,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 101,66 143.533,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.700.662,21 581.857,51
- davon für Altersversorgung T€ 1.700; Vorjahr T€ 546
1.700.763,87 725.391,29
5. sonstige betriebliche Aufwendungen inkl. allg. Verwaltungskosten 3.579.243,51 2.939.509,66
- davon aus Währungsumrechnung T€ 27 ;Vorjahr T€ 31
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 232.405,00 284.322,00
- davon aus Aufzinsungen T€ 232 ;Vorjahr T€ 284
7. Ergebnis nach Steuern 3.123.570,56 4.872.400,27
8. Sonstige Steuern 21.274,68 17.697,07
9. Aufwand aus der Gewinnabführung 3.102.295,88 4.854.703,20
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Allgemeine Angaben

Die EMI Music Publishing Germany GmbH war während des Geschäftsjahres mit Sitz in Berlin geführt und beim Amtgericht Berlin-Charlottenburg mit der Nummer HRB 249787 B.

Der Jahresabschluss der EMI Music Publishing Germany GmbH zum 31. März 2023 wird wie in den Vorjahren nach den Vorschriften des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. April bis um 31. März des Folgejahres.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Vorauszahlungen an Künstler (Lizenzgeber) werden auf Basis der erwarteten Einspielbarkeit wertberichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren "Projected Unit Credit-Verfahren" unter der Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz in Höhe von 1,79 % angesetzt.

Der Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre ermittelt. Dabei wird die Restlaufzeit der Verpflichtung mit 15 Jahren angesetzt. Die Anwendung des Zinssatzes von 1,79 % führt gegenüber dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre von 1,50 % zu einer um TEUR 531 niedrigeren Pensionsrückstellung. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Der Gehaltstrend und die erwartete Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung wurden mit 3,00 % p.a. und der Rententrend mit 2,50 % p.a. angenommen. Die verwendeten Fluktuationswahrscheinlichkeiten sind alters- und geschlechtsabhängig.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, für die Zahlungen vereinnahmt wurden, die aber Erträge für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Die Lizenzerträge werden grundsätzlich ab dem Realisierungszeitpunkt als Umsatzerlöse ausgewiesen. Bei noch nicht erfolgter Abrechnung werden die Erlöse auf Basis von Erfahrungswerten abgegrenzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Verwertungsgesellschaften GEMA, SUISA und AKM aus noch nicht abgerechneten Umsätzen, die auf Basis von Erfahrungswerten geschätzt worden sind. Des Weiteren sind Forderungen aus Synchronisationsabrechnungen enthalten. Sämtliche Forderungen haben ein Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in der Bilanz mit EUR 27.338.553,62 (i. Vj. EUR 31.496.094,67). Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cashpoolund haben alle eine Laufzeit von einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lizenzvorschüsse an Dritte. Bei den Lizenzvorschüssen handelt es sich um verrechenbare und nicht rückzahlbare Vorschüsse an Lizenzgeber. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Jahren. Die Restlaufzeit der restlichen Vermögensgegenstände beträgt ein Jahr.

Eigenkapital

Im Rahmen der formwechselnden Umwandlung der Gesellschaft und der Umstellung des Kapitals von DM in EUR ist ein Glättungsbetrag von EUR 564,60 in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 25.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 531.

Sonstige Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht abgerechnete Lizenzen an Lizenzgeber.

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsverkehr und der Gewinnabführungsverbindlichkeit.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse ergeben sich ausschließlich aus der Verwaltung und der Abrechnung von Urheberrechten. Dabei fällt der überwiegende Teil der Erlöse in Deutschland an. In den Umsatzerlösen sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 12.903 aus abgegrenzten Lizenzumsätzen gegenüber den Lizenz-Gebern.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2 (VJ EUR 81).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für weiterzuleitende Urheberrechtslizenzen von TEUR 20.447.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verwaltungsgebühren und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 27 (VJ TEUR 31).

E. Sonstige Angaben

Unternehmensvertrag

Seit dem 9. Februar 2009 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der beherrschenden Gesellschafterin EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Hamburg. Das Jahresergebnis wird somit von dieser übernommen.

Geschäftsführung

 

Herr Patrick Strauch, Berlin, Anwalt

Managing Director EMI Music Publishing Germany, Geschäftsführer der Sony Music Publishing (Germany) GmbH, Berlin

 

Herr Guy Robert Henderson, London, Accountant

President International of Sony Music Publishing, London

Gesamtbezüge Organmitglieder

Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8.485.

Personal

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Firma keine Angestellten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende Zahlungsverpflichtungen auf Grund von Lizenz- und sonstigen Verträgen:

TEUR
Innerhalb eines Jahres fällig 350
Nach mehr als einem Jahr fällig 200
550

Konzernzugehörigkeit

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist Sony Corporation, Tokio, Japan. Der Jahresabschluss der EMI Music Publishing Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Sony Corporation einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Exemplare dieses Konzernabschlusses sind bei der 1-7-1 Konan Minato-ku, Tokyo, 108-0075 Japan erhältlich. Die Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt, ist die SM Publishing (UK) LtD., UK. Exemplare dieses Konzernabschlusses sind bei der SM Publishing (UK) Ltd., 4 Handyside Street, London, N1C4DJ, erhältlich.

Die Gesellschaft ist gesellschaftsrechtlich, personell und vertraglich eng mit Unternehmen der Sony Music Publishing - Gruppe (Tochterunternehmen der Sony Music Publishing LLC, New York, USA, und damit auch der Sony Corporation, Tokio, Japan) verbunden. Die Unternehmen des Sony-Konzerns werden als verbundene Unternehmen angesehen.

Nachtragsbericht

Covid 19 hat auch Einfluss auf die Erträge der EMI Music Publishing GmbH für das Jahr 2023/2024. Die Verwertungsgesellschaft GEMA erwartet für 2023 leicht steigende Einkünfte. Das Niveau von vor Covid 19, vorallem im Bereich der öffentlichen Veranstaltungen wird erst in den nächsten Jahren erreicht werden.

Auswirkungen aus aktuellen geopolitischen Konflikten, hohen Inflationsraten und steigenden Zinsen sind nicht abschätzbar.

 

Berlin, 26. März 2024

Patrick Strauch

Guy Henderson

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EMI Music Publishing (Germany) GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EMI Music Publishing (Germany) GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EMI Music Publishing (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 26. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

ppa. Merle Holland, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurde am 25.04.2024 festgestellt.

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