EMI Quattro Musikverlag GmbH
Selbe AdresseMusikverlage
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Caspar von Reden seit 29.11.2024 | Prokura |
Patrick Strauch seit 9.2.2023 | Geschäftsführer |
Axel Hanselka seit 9.2.2023 | Prokura |
Karina Poche seit 9.2.2023 | Prokura |
Guy Robert Henderson seit 9.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EMI Music Publishing Germany GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Lagebericht für das zum 31. März 2023 endende GeschäftsjahrA. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Gesellschaft und Geschäftstätigkeit Die EMI Music Publishing Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen der EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Berlin (Gesellschafter mit einer Stammeinlage von 25.000 EUR), und Mitglied der weltweit tätigen EMI Music Publishing-Gruppe. Die EMI Music Publishing Germany GmbH ist als Musikverlag tätig. Die Gesellschaft erwirbt die Urheberrechte für Musiktitel von Komponisten und Autoren für die Dauer des Urheberrechts oder für eine vertraglich festgelegte Zeit. Die Struktur des deutschen Musikmarktes erfordert zudem eine intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Verlegern/Konzerngesellschaften, um eine Auswertung von internationalem Repertoire (hauptsächlich anglo-amerikanischer Herkunft) als Subverlag zu erreichen. Die Lizenzeinnahmen aus der Nutzung der Musiktitel werden nach einem vertraglich vereinbarten Schlüssel zwischen der EMI Music Publishing Germany GmbH und den Komponisten/Autoren/Verlegern aufgeteilt. Die Lizenzeinnahmen der EMI Music Publishing Germany GmbH aus den Verlagsrechten werden überwiegend über die GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Berlin und München, abgerechnet. Die GEMA sammelt als zentrale Inkassostelle die von den Nutzern der Musikrechte, z.B. Hersteller von Tonträgern, Fernseh- und Radiosender, abzuführenden Lizenzen und leitet die Einnahmen an die jeweiligen Berechtigten/Lizenzgeber weiter. Die Gesellschaft ist in das Cash-Management-System der Gesellschafterin EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Berlin, einbezogen. Liquiditätsüberschüsse der Gesellschaft werden dabei bei der Gesellschafterin angelegt, während ein bestehender Kapitalbedarf gegebenenfalls durch kurzfristige Darlehen der Gesellschafterin finanziert wird. Seit 9. Februar 2009 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der beherrschenden Gesellschafterin EMI Music Publishing Group Germany GmbH. 2. Rahmenbedingungen Der Umsatz aus Musikverkäufen ist im Geschäftsjahr 2022/2023 (im Folgenden 2022) um 6,1 % auf insgesamt 2.070 Mio. EUR (Vorjahresgeschäftsjahr 2021/2022 (im Folgenden 2021) 1.951 Mio. EUR) gestiegen. Dabei wurde der größte Teil der Umsätze mit Audio-Streaming und CD-Verkäufen erzielt. Das Digitalgeschäft hat in 2022 weiter zugenommen um 11,7%. Vom Gesamtumsatz entfielen 80,3 % auf Audio- und Video Streams bzw. Downloads und nur noch 19,7 % auf den Verkauf physischer Tonträger. Damit zeichnet der deutsche Musikmarkt die bereits in den Vorjahren international zu beobachtende Entwicklung nach. 1 Die Zusammensetzung des Gesamtumsatzes aus Musikverkauf inkl. Synchronisation und Leistungsschutzrechten 2 hat sich im Vergleich zu 2021 folgendermaßen entwickelt: 1
Der umsatzstärkste Tonträger ist weiterhin die Longplay CD mit einem Marktanteil von 12,9 %. Download haben einen Marktanteil von 2,2 % und der Umsatz der Vinyl-Schallplatten ist im Vergleich zu 2021 (118 Mio. EUR) wieder um 6 Mio. EUR auf 124 Mio. EUR, mit einem Marktanteil von 6 % (Vorjahr 6,0 %) gleich geblieben. Andere physische Formate wie die Musikkassette und die physische Single spielen kaum noch eine Rolle im Markt. 1 Der digitale Markt konnte seinen Umsatzanteil erneut von 76,4 % im Jahr 2021 (1.487 Mio. EUR) auf 80,3 % im Jahr 2022 steigern (1.661 Mio. EUR). Gewinner im digitalen Markt sind mit einem Umsatzanteil von 91,2 % die Streaming Subscription (1.516 Mio. EUR). An zweiter Stelle stehen die Download Alben (1,63 % Anteil am Digitalmarkt, 27 Mio. EUR) mit einem Rückgang von 23, % zum Vorjahr. Platz drei belegt die Download Single (1,5 %, 18 Mio. EUR) mit einem Minus von 20,3 %. 1 In 2022 stiegen die Erträge der GEMA gegenüber dem Vorjahr leicht um rd. 139 Mio. EUR auf rd. 1.178 Mio. EUR. Der Anstieg ergab sich vor allem aus dem Bereich Streaming mit rd. 55,7 Mio. EUR und dem Anstieg im Bereich Außendienst durch den Wegfall der Covid-19 Maßnahmen. Nach Abzug der GEMA-Kosten in Höhe von 168,5 Mio. EUR (Vorjahr 152,4 Mio. EUR) werden an die Autoren und Verlage 1.009,5 Mio. EUR (Vorjahr 886,5 Mio. EUR) ausgezahlt. 2 B. Lage der Gesellschaft1. Ertragslage In einem insgesamt stabilen Gesamtmarkt konnte die EMI Music Publishing Germany GmbH ihre Marktposition im abgelaufenen Geschäftsjahr behaupten. Die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens und zur Messung des Unternehmenserfolgs ist der NPS (Net Publishers Share), das heißt der Anteil der Umsatzerlöse, der nach Weiterreichung der den Lizenzgebern zustehenden Anteile beim Verlag verbleibt. Der NPS unterliegt verschiedenen Einflussgrößen, unter anderem ist er abhängig von den erzielten Einkunftsarten und den Verträgen mit den Lizenzgebern. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2022/2023 29,1 Mio. EUR (Vorjahr 27,1 Mio. EUR) und liegen leicht über dem Vorjahr. Der NPS hat sich gegenüber dem Vorjahr von 8,7 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR reduziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 2 TEUR (Vorjahr 81TEUR). Hier handelt es sich insbesondere um Erträge aus Währungsumrechnungen. Bei sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen über Vorjahresniveau, bedingt durch die Anpassung der Pensionsrückstellung. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von rd. 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,9 Mio. EUR) erzielt. Dies liegt unter der Prognose des Vorjahres. 2. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich innerhalb der Gruppe. Sämtliche Finanzierungen der Gesellschaft erfolgen über einen Cash-Pool, der von der EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Berlin, verwaltet wird. Die Liquiditätslage spiegelt sich daher im Wesentlichen in der Veränderung der mit diesen Unternehmen bestehenden Verrechnungssalden wider. Aufgrund des hohen Inlandanteils an den Gesamterlösen besteht nur ein geringes Wechselkursrisiko. Es bestehen keine langfristigen Verbindlichkeiten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Auslandsgesellschaften der EMI Music Publishing Gruppe und resultieren aus dem laufenden Geschäftsverkehr. 3. Vermögenslage Die Vermögenslage ist stark durch die Einbindung in Konzernstrukturen geprägt. Es besteht ein Cash Pool sowie ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Umlaufvermögen hat sich um 12% von 43,7 Mio. EUR auf 38,3Mio. EUR reduziert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen machen ca. 35 % (Vj: 24 %) der Bilanzsumme aus und enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Verwertungsgesellschaften GEMA, SUISA und. AKM. Des Weiteren sind Forderungen aus Synchronisationsabrechnungen enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen machen 66 % (Vj: 57,9 %) der Bilanzsumme aus und enthalten im Wesentlichen Forderungen von rd. 27,3 Mio. EUR gegen den Gesellschafter EMI Music Publishing Group Germany GmbH, die aus der laufenden Finanzierung entstanden sind. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lizenzvorschüsse an Dritte. Bei den Lizenzvorschüssen handelt es sich um verrechenbare und nicht rückzahlbare Vorschüsse an Lizenzgeber. Die Vorschüsse betragen ca. 0,8 Mio. EUR und somit 2% (Vj: 4 %) an der Bilanzsumme. Die Vorschüsse werden immer dann getilgt, wenn entsprechende Einspielungen vorliegen, die verrechnet werden können. Basierend auf Erfahrungswerten dürften in etwa 1,5 bis 2,0 Mio. EUR an Einspielungen im Folgejahr verrechnet werden. Die sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig und betreffen fast ausschließlich Rückstellungen für Lizenzzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Leistungsverkehr. Rd. 35 % (Vj: 30 %) der Bilanzsumme sind langfristige Pensionsrückstellungen. Die Vermögenslage ist nach Beurteilung der Geschäftsführung geordnet. Über die Einbindung in das Cash Pool mit der EMI Music Publishing Group Germany GmbH ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. C. Risiken und Chancen1. Risikomanagement Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Hierzu werden im Rahmen des Controllings Risiken erfasst, bewertet, überwacht und an die Geschäftsführung berichtet. Nach der gegenwärtigen Einschätzung bestehen im Musikverlagsgeschäft keine bestandsgefährdenden Risiken, sondern lediglich Risiken, welche die Ertragskraft nachhaltig beeinflussen können. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Risiken betreffend die zukünftige Wahrung der Urheberrechte in Deutschland, der allgemeinen Entwicklung auf dem lokalen Tonträgermarkt und allgemeine Geschäftsrisiken hinsichtlich der Einspielbarkeit von Vorauszahlungen an Verlage und Autoren. Die Absicherung wesentlicher Transaktionen erfolgt im Rahmen von Vorauszahlungen durch vorsorgliche Prüfung der Ertragskraft des Empfängers und durch Zessionen auf Einnahmen des Empfängers. Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Planungs- und Budgetierungssystem sowie über die Mitgliedschaft und Mitarbeit in den entsprechenden Verbänden ein Zugang zur Beeinflussung der Entwicklungen im Urheberrecht. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen aufgrund des Geschäftsmodells im Musikverlagswesen nur in geringem Umfang. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente ein. 2. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Der deutsche Musikmarkt ist im ersten Halbjahr 2023 deutlich gewachsen. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 1.0569 Mio. EUR durch Musikverkäufe eingenommen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 6,6%. Ursächlich hierfür ist das Audio-Streaming, das um 8,4 % zulegte und damit seine Position als umsatzstärkstes Format weiter ausbauen konnte. Insgesamt lagen die digitalen Umsätze im ersten Halbjahr bei 82,0 %, während die Umsätze im physischen Geschäft nur noch 18,0 % betrugen. 3 Die zukünftige Entwicklung wird wesentlich beeinflusst von der Entwicklung der Lizenzeinnahmen aus den bestehenden Verlagsrechten sowie der Möglichkeit, neue Verträge mit Autoren zu schließen. Die weiter rückläufige Entwicklung des physischen Tonträgermarktes wird sich voraussichtlich auch bei EMI Music Publishing negativ auswirken. Gegenläufig wird sich der Anstieg der digitalen Umsätze positiv auf die Ertragslage bei EMI Music Publishing ausüben und die Einnahmerückgänge bei den physischen Tonträgern weitgehend kompensieren. Des Weiteren beeinflussen technologische und gesellschaftliche Entwicklungen die Art und Weise und den Umfang des Musikkonsums sowie die Möglichkeiten, die Nutzungsentgelte für die Rechteinhaber bei den Nutzern zu erheben. Dies birgt das Risiko des Einnahmeverlustes für den Fall, dass bestehende Vergütungsmodelle nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung an veränderte technologische und gesellschaftliche Entwicklungen angepasst werden können. Neben Chancen in der Produktionsmusik durch eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Film- und Fernsehproduzenten, sieht die Gesellschaft insbesondere Wachstumsmöglichkeiten durch eine Erhöhung der Lizenzeinnahmen aus der Werbung als Folge einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit Werbeagenturen und Markenartiklern. Wir rechnen mit dem weiteren Rückgang der mechanischen Verkäufe bedingt durch den Trend zur digitalen Veröffentlichung. Covid 19 wird kaum noch Einfluss auf die Erträge der Jahres 2023/2024 haben. Die Verwertungsgesellschaften rechnen für das Jahr 2023 mit einem leichten Anstieg. 4 Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr mit stabilen Umsatzerlösen bei der EMI Music Publishing Germany GmbH. Der NPS dürfte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 wieder in Richtung der langjährigen Spanne zwischen 25 % bis 30 % bewegen. Basierend auf diesen Überlegungen dürfte sich der NPS 2023/24 zwischen 7,0 und 8,0 Mio. EUR bewegen. Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung für das Jahr 2023/2024 wird auf Basis dieser Erwartungen leicht über dem Ergebnis für das Jahr 2022/2023 liegen. Die dargestellten Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind naturgemäß mit hohen Unsicherheiten verbunden. Die zukünftigen Umsätze hängen von nicht durch die Gesellschaft zu beeinflussenden Faktoren wie Chart-Erfolgen, Werbeeinnahmen von Musikanbietern (z.B. Radio- und Fernsehsendern), KI und den Einnahmen der GEMA ab, die sich auch nur sehr grob voraussagen lassen. Darüber hinaus können mögliche weitere Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns oder andere externe Faktoren diese Einschätzung beeinflussen. Auswirkungen aus aktuellen geopolitischen Konflikten, steigender Inflationsraten und Zinsen sind aktuell nicht abschätzbar.
Berlin, 26. März 2024 EMI Music Publishing Germany GmbH Patrick Strauch Guy Henderson
1 Quelle: Musikindustrie in Zahlen 2022,
Bundesverband Musikindustrie e. V.
Bilanz zum 31.03.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023A. Allgemeine AngabenDie EMI Music Publishing Germany GmbH war während des Geschäftsjahres mit Sitz in Berlin geführt und beim Amtgericht Berlin-Charlottenburg mit der Nummer HRB 249787 B. Der Jahresabschluss der EMI Music Publishing Germany GmbH zum 31. März 2023 wird wie in den Vorjahren nach den Vorschriften des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. April bis um 31. März des Folgejahres. B. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Vorauszahlungen an Künstler (Lizenzgeber) werden auf Basis der erwarteten Einspielbarkeit wertberichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren "Projected Unit Credit-Verfahren" unter der Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz in Höhe von 1,79 % angesetzt. Der Zinssatz zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre ermittelt. Dabei wird die Restlaufzeit der Verpflichtung mit 15 Jahren angesetzt. Die Anwendung des Zinssatzes von 1,79 % führt gegenüber dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre von 1,50 % zu einer um TEUR 531 niedrigeren Pensionsrückstellung. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Der Gehaltstrend und die erwartete Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung wurden mit 3,00 % p.a. und der Rententrend mit 2,50 % p.a. angenommen. Die verwendeten Fluktuationswahrscheinlichkeiten sind alters- und geschlechtsabhängig. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, für die Zahlungen vereinnahmt wurden, die aber Erträge für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die Lizenzerträge werden grundsätzlich ab dem Realisierungszeitpunkt als Umsatzerlöse ausgewiesen. Bei noch nicht erfolgter Abrechnung werden die Erlöse auf Basis von Erfahrungswerten abgegrenzt. C. Erläuterungen zur BilanzForderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Verwertungsgesellschaften GEMA, SUISA und AKM aus noch nicht abgerechneten Umsätzen, die auf Basis von Erfahrungswerten geschätzt worden sind. Des Weiteren sind Forderungen aus Synchronisationsabrechnungen enthalten. Sämtliche Forderungen haben ein Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in der Bilanz mit EUR 27.338.553,62 (i. Vj. EUR 31.496.094,67). Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cashpoolund haben alle eine Laufzeit von einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lizenzvorschüsse an Dritte. Bei den Lizenzvorschüssen handelt es sich um verrechenbare und nicht rückzahlbare Vorschüsse an Lizenzgeber. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Jahren. Die Restlaufzeit der restlichen Vermögensgegenstände beträgt ein Jahr. Eigenkapital Im Rahmen der formwechselnden Umwandlung der Gesellschaft und der Umstellung des Kapitals von DM in EUR ist ein Glättungsbetrag von EUR 564,60 in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 25. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 531. Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht abgerechnete Lizenzen an Lizenzgeber. Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsverkehr und der Gewinnabführungsverbindlichkeit. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse ergeben sich ausschließlich aus der Verwaltung und der Abrechnung von Urheberrechten. Dabei fällt der überwiegende Teil der Erlöse in Deutschland an. In den Umsatzerlösen sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 12.903 aus abgegrenzten Lizenzumsätzen gegenüber den Lizenz-Gebern. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2 (VJ EUR 81). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für weiterzuleitende Urheberrechtslizenzen von TEUR 20.447. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verwaltungsgebühren und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 27 (VJ TEUR 31). E. Sonstige AngabenUnternehmensvertrag Seit dem 9. Februar 2009 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der beherrschenden Gesellschafterin EMI Music Publishing Group Germany GmbH, Hamburg. Das Jahresergebnis wird somit von dieser übernommen. Geschäftsführung
Gesamtbezüge Organmitglieder Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8.485. Personal Im Geschäftsjahr beschäftigte die Firma keine Angestellten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende Zahlungsverpflichtungen auf Grund von Lizenz- und sonstigen Verträgen:
Konzernzugehörigkeit Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist Sony Corporation, Tokio, Japan. Der Jahresabschluss der EMI Music Publishing Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Sony Corporation einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Exemplare dieses Konzernabschlusses sind bei der 1-7-1 Konan Minato-ku, Tokyo, 108-0075 Japan erhältlich. Die Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt, ist die SM Publishing (UK) LtD., UK. Exemplare dieses Konzernabschlusses sind bei der SM Publishing (UK) Ltd., 4 Handyside Street, London, N1C4DJ, erhältlich. Die Gesellschaft ist gesellschaftsrechtlich, personell und vertraglich eng mit Unternehmen der Sony Music Publishing - Gruppe (Tochterunternehmen der Sony Music Publishing LLC, New York, USA, und damit auch der Sony Corporation, Tokio, Japan) verbunden. Die Unternehmen des Sony-Konzerns werden als verbundene Unternehmen angesehen. Nachtragsbericht Covid 19 hat auch Einfluss auf die Erträge der EMI Music Publishing GmbH für das Jahr 2023/2024. Die Verwertungsgesellschaft GEMA erwartet für 2023 leicht steigende Einkünfte. Das Niveau von vor Covid 19, vorallem im Bereich der öffentlichen Veranstaltungen wird erst in den nächsten Jahren erreicht werden. Auswirkungen aus aktuellen geopolitischen Konflikten, hohen Inflationsraten und steigenden Zinsen sind nicht abschätzbar.
Berlin, 26. März 2024 Patrick Strauch Guy Henderson BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EMI Music Publishing (Germany) GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EMI Music Publishing (Germany) GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EMI Music Publishing (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 26. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer ppa. Merle Holland, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurde am 25.04.2024 festgestellt. |
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