WH Logistik GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Joachim Schmieg seit 11.6.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
| 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fiege Logistik Mönchengladbach GmbHGrevenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen der GesellschaftA.1. Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist die Abwicklung von logistischen Dienstleistungen vor allem im Bereich der Fashion Logistik am Standort Mönchengladbach. Das Dienstleistungsspektrum beinhaltet die gesamte logistische Kette von der Warenvereinnahmung, Lagerhaltung, Bestandsführung, Kommissionierung, Warenversand, Retourenmanagement bis hin zur Auslieferung an Privat- und Geschäftskunden und diverse weitere Sonderleistungen. Die Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH erbringt diese Dienstleistungen als Subunternehmer für die Fiege Logistik Stiftung & Co.KG. Das Aufgabengebiet beinhaltet die Planung der Lagerabläufe, die Auswahl und Beschaffung der Lagertechnik, Projektarbeiten im Bereich der Informationstechnologie, aber auch die Sicherstellung der Lagerkapazitäten und die Personalplanung und Personalbeschaffung. B. Wirtschaftsbericht B.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Weltwirtschaft steht seit Jahresbeginn 2022 weiterhin vor einer Reihe von Herausforderungen.[1] Im letzten Quartal des Jahres 2021 deutete sich eine Erholung der weltweiten Konjunktur von der nun zwei Jahre andauernden Pandemie an. Der Grund dafür lag insbesondere in den Lockerungen der pandemiebedingten Restriktionen in vielen Ländern.[2] Durch den russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 konnte sich dieser Aufwärtstrend jedoch nicht bewähren. Der Einzug hat nicht nur eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, sondern auch zu einer starken regionalen Verlangsamung und zu einer erheblichen negativen Auswirkung für die Weltwirtschaft geführt. Diese Auswirkungen verstärken die bereits bestehenden Belastungen durch die Pandemie, wie Engpässe in den globalen Lieferketten und erhebliche Preissteigerungen in allen Bereichen.[3] Insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der internationale Warenhandel und die Rohstoffpreise waren letzten Jahren gravierenden negativen Einflüssen ausgesetzt. Im vergangenen Jahr zeigen sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungsbranche konjunkturelle Abschwächung. Diese sind sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern merkbar. Wenngleich im dritten Quartal 2022 ein Anstieg der Industrieprodukten zu verzeichnen war, konnte nur ein Teil des Rückgangs aufgeholt werden.[4] Die weltweite Produktion kann nur einen geringen Anstieg im Jahr 2022 aufzeigen und liegt bei 3,2 % , 1,3 Prozentpunkte unter dem erwarteten Wert im Dezember 2021[5] Die Weltwirtschaft weist in den vergangenen 24 Monaten somit die geringsten Wachstumsraten seit 2001, mit Ausnahme der globalen Finanzkrise, auf.[6] Die Inflation stieg im Jahr 2022 in fast allen Volkswirtschaften. Die durchschnittliche globale Gesamtinflation überstieg in der zweiten Jahreshälfte 9%. Sowohl in den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern als auch in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lag die Inflation zeitweise bei über 9 Prozent. Damit lagen praktisch allen Ländern, die Inflationsziele eingeführt haben, über dem Zielwert.[7] Vor diesem Hintergrund sind die Aussichten für die Weltwirtschaft deutlich eingetrübt. Darüber hinaus besteht eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich des grundlegenden wirtschaftlichen Entwicklungen.[8] Auch wenn die Auswirkungen der Pandemie in den meisten Ländern nachgelassen haben, beeinträchtigt die anhaltende Welle weiterhin die Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in China.[9] Russlands Angriff auf die Ukraine und Chinas strikte Coronavirus-Politik haben zu einer erhöhten makroökonomischen Unsicherheit geführt. Der Großteil der westlichen Gesellschaft hat Sanktionen gegen Russland verhängt, darunter ein umfassendes Handelsembargo und der teilweise Ausschluss Russlands von den globalen Finanzmärkten. Als Energieexporteur hat Russland selbst Gaslieferungen eingeschränkt, die daraus resultierende Anstieg der Rohstoffpreise haben die bereits hohe globale Inflation weiter angetrieben und neue Versorgungsengpässe verursacht. In vielen Ländern sind konjunkturelle Einbrüche die sich auf Handelsbeziehungen auswirken die Folge. Zudem sinken die Reallöhne, was zu einem Rückgang der Kaufkraft führt.[10] Die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft spiegelt sich auch im Euroraum wider. Die Wirtschaftsaktivität erholte sich zwar im 2022 von den Pandemiebedingten Einschränkungen, wurde jedoch aufgrund des Ukrainekriegs abgeschwächt. Zudem zeigten sich Unterschiede im Erholungsprozess. Insbesondere die Dienstleistungsbranche und der private Konsum konnten ihr Vorkrisenniveau nicht wieder herstellen. Anders als prognostiziert verzeichnete das Produktionsniveau aber im Jahr 2022 ein leichtes Wachstum, bedingt durch die Erholung der Pandemie.[11] Zudem konnte der starke Anstieg der europäischen Gas- und Strompreise im Laufe des Jahres etwas reduziert werden.[12] Aufgrund des hohen Inflationsdrucks haben die Zentralbanken die Geldpolitik gestrafft. Die Inflationsrate innerhalb des Euroraumes lag im Dezember 2022 bei 9,2 %. Das Inflationsziel der EZB, die 2 %-Marke, wurde damit deutlich überstiegen. Im Juli 2022 ergriff die EZB erstmalig seit elf Jahren geldpolitische Gegenmaßnahmen und erhöhte den Leitzins um 0,5 %. Weitere Erhöhungen um jeweils 0,75% folgten im September und Oktober 2022, sowie im Dezember 2022 und Februar 2023 um 0,5 %. Aktuell liegt der Leitzins bei 3%. Während der EZB im zu Beginn des Jahres 2022 noch von einer Stabilisierung der Inflation in 2024 ausgegangen ist, geht sie zum Ende des Jahres von weiteren Erhöhungen des Leitzinses aus.[13] Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind ein wichtiger Bezugspunkt für die mittelfristigen Wachstumspotenziale der Kernmärkte von FIEGE, da die Kontraktlogistik stark mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum verbunden ist.[14] Dem globalen Kontraktlogistikmarkt wird im Zeitraum 2021-2026 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4,9 % prognostiziert. Nachdem der globale Kontraktlogistikmarkt im Jahr 2020 um 3,3 % geschrumpft ist, ist im Jahr 2021 wieder Dynamik in den Markt zurückgekehrt, mit einem Wachstum von 8,7 %. Für das Jahr 2022 wird ein Wachstum von 7,1 % erwartet. Starker Treiber der Entwicklung ist der asiatisch-pazifische Markt, der sich in den letzten zwei Jahren stark erholen konnte. Im Jahr 2021 konnte ein Wachstumsrate von 10 % erreicht werden. Für das Jahr 2022 zeigen erste Prognosen einen leichten Rückgang mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 8,5 %. Die asiatisch-pazifische Region bleibt aber weiterhin, die am schnellsten wachsende der Welt. Der europäische Kontraktlogistikmarkt, Kernmarkt der FIEGE Gruppe, zeigte ebenfalls ein positives Wachstum im Jahr 2021 von 7,3%. Der europäische Kontraktlogistikmarkt wird sich voraussichtlich leicht abschwächen zeigt aber immer noch ein Wachstum um 6,2 % im Jahr 2022 .[15] Vor dem Hintergrund der beschriebenen Verwerfungen durch die COVID-19 Pandemie und den Ukraine Krieg haben sich Logistikimmobilien als krisenfeste und attraktive Assetklasse am Immobilienmarkt in Deutschland etabliert. Das Immobilienklima im Jahr 2022 zeigt für den gesamten Markt eine negative Entwicklung, wobei sich ein positiver Trend in den letzten zwei Monaten des Jahres erkennen lässt.[16] Auch das Segment der Logistikimmobilien verzeichnet im Jahresverlauf zwar leichte Verluste, bleibt aber weiterhin an der Spitze mit aufsteigender Tendenz.[17] Das gute Klima im Logistiksegment zeigt sich durch die konstante Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen. Im Jahr 2022 werde das Neubauvolumen auf ca. 5,8 Millionen Quadratmeter geschätzt. Diese Einschätzung ist angesichts des aktuellen unsicheren Marktumfelds jedoch mit Vorsicht zu betrachten.[18] Als Treiber für diese Entwicklung kann der wachsende E-Commerce Bereich identifiziert werden.[19] Der regionale Schwerpunkt von Logistikimmobilien liegt nach wie vor in etablierten Logistikregionen, wobei hier eine hohe Flächenknappheit herrscht, welche für Bautätigkeiten an alternativen Standorten sorgt.[20] Ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumspotenziale auf dem europäischen Markt der Kontraktlogistik liegt im Wachstum des E-Commerce Bereichs begründet. Die erhöhte Transparenz von Produkteigenschaften und Preiskalkulationen sowie die Vereinfachung von Transaktionsprozessen erhöhen die Relevanz von Logistikdienstleistungen für die Kaufentscheidungen von Kunden und die Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern.[21] Zwar wurde im Jahr 2022 ein Rückgang der E-Commerce Geschäfte zum Vorjahr festgestellt, jedoch wird weiterhin von einem langfristigen Wachstum ausgegangen.[22] B.2. Geschäftsverlauf Das Umsatzvolumen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, welches begründet wird durch erhöhte Kosten bei den Verbrauchsmaterialien im Lager. Hier waren zum einen erhöhte Mengen notwendig und zum anderen sind die Preise aufgrund von externen Faktoren erheblich angestiegen. Aufgrund der Übernahme von Logistikdienstleistungen im Rahmen des Cost-Plus-Verfahren führen daher höhere Aufwendungen direkt zu erhöhten Umsatzerlösen. Die Logistikdienstleistungen sind zwar im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5% gesunken. Jedoch hat dies nur einen bedingten Einfluss auf den Umsatz, da die weiteren Kosten durch Tariferhöhungen im Personalbereich und übrige Kostensteigerungen (EDV-Kosten) in Summe trotzdem minimal gestiegen sind. Durch die IST-Kostenabrechnung (Cost-Plus) spiegelt sich diese Thematik entsprechend wieder. Die Kosten in den Nebengeschäften (Outlet, Retoure, Musterlager und QC) sind im Vergleich zum Vorjahr minimal gesunken, da wir hier unsere Produktivität erheblich steigern konnten bei vergleichbaren Mengen aus 2021. Die erhöhten Personalkosten konnten durch die Produktivitätssteigerung kompensiert werden. Unsere Prognose aus dem Vorjahr mit gleichbleibenden Umsätzen ist leicht verfehlt worden. Die erhöhten Aufwände/Kosten im Bereich Verbrauchsmaterial waren am Ende ausschlaggebend für die erhöhten Umsätze gegenüber unserer Prognose. Dort haben wir deutlich mehr Verbrauchsmaterialien verbraucht als angenommen. Weiterhin sind die Rohstoffpreise deutlich gestiegen in 2022, welches erheblichen Einfluss auf enorme Preissteigerungen bei uns als Endkunden hatte. Durch die IST-Kostenabrechnung hat dies direkten Einfluss auf die erhöhten Umsätze. B.3. Lage B.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich folgende finanzielle Leistungsindikatoren:
Im Folgenden sollen die Finanzströme besser durch die nachstehende Kapitalflussrechnung dargestellt werden:
B.3.2. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren B.3.2.1. Personal Im Jahr 2022 waren im Mittel 299 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, im Geschäftsjahr 2021 waren es 293. C. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 19.771 T€. Dies bedeutet eine Erhöhung von 620 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkosten stiegen von 10.050 T€ um 673 T€ auf 10.723 T€. Dies ist auf die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Die Betriebskosten sanken um 361 T€ auf 5.340 T€. Dies ist im Wesentlichen durch niedrigere Aufwendungen für IT-Kosten zu erklären. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 246 T€ gegenüber einem Jahresüberschuss von 451 T€ im Vorjahr. D. Finanzlage D.1. Finanzmanagement Das Finanzmanagement der FIEGE Gruppe wird zentral durch die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, gesteuert. Die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, übernimmt die Aufgabe, für die Gesellschaften der FIEGE Gruppe eine stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs sicherzustellen. Die erforderlichen Informationen werden durch eine alle relevanten Gesellschaften erfassende, monatlich aktualisierte Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von sechs Monaten sowie eine mehrjährige Finanzplanung erhoben. Die Liquiditätsbewegungen werden täglich überwacht. Zur Sicherstellung der Liquidität erhält die Berichtsgesellschaft zu Beginn des Monats eine auf dem Geschäftsbesorgungsvertrag basierende Anzahlungszahlung der Fiege Logistik Stiftung &. Co. KG, Greven, um alle laufenden Kosten bedienen zu können. Diese Anzahlungsrechnung kann entsprechend der laufenden Kosten angepasst werden. D.2. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Investitionen getätigt. D.3. Liquidität Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten und den kurzfristig fälligen Schuldposten.
Die Liquidität I. Grades hat sich gegenüber dem Vorjahr um 151 T€ verbessert, und zwar von 385T€ auf 536 T€. Die Liquidität II. Grades beträgt nach Berücksichtigung der Forderungen gegen Gesellschafter von 66 T€ (498T€) zum 31.12.2022 602 T€ gegenüber 883 zum Vorjahresstichtag und hat sich damit um 281 T€ verschlechtert. E. Vermögenslage Wesentliche Posten auf der Aktivseite der Bilanz sind das Anlagevermögen mit 72 T€ (Vorjahr: 93 T€), die Forderungen mit 66 T€ (498 T€), sonstige Vermögensgegenstände mit 67 T€ (20 T€), Bankguthaben und Kassenbestand in Höhe von 741 T€ (749 T€), der aktive Rechnungsabgrenzungsposten mit 41 T€ (51 T€) und der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung in Höhe von 200 T € (70 T €). Das ist die Saldierung des Aktivwertes für Rückdeckungsansprüche mit der Rückstellung Altersteilzeit > 1 Jahr zum 31.12.2022. Die Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital beträgt 410,9 % (540,0 %). Auf der Passivseite sind die größten Posten die Rückstellungen mit 531 T€ (538 T€), die Verbindlichkeiten mit 333 T€ (406 T€) sowie der Passive Rechnungsabgrenzungsposten mit 25 T€ (34 T€). In den Verbindlichkeiten sind die größten Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 208 T€ (201 T€). Die Bilanzsumme beträgt 1.187 T€ (1.481 T€). Das Eigenkapital weist zum Bilanzstichtag einen Wert von 298 T€ (503 T€) aus. Somit ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 25,1 % (33,9 %). F. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtF.1. Prognosebericht Es ist davon auszugehen, dass im Jahr 2023 im Fullprice und in den Satellitengeschäften etwa die gleiche Menge gemacht wird wie im Jahr 2022. Die Pandemie und die Kriegssituation in der Ukraine haben wir weiterhin berücksichtigt bei unserer Prognose. Im ersten Quartal spiegeln die Zahlen auch gleichbleibende Mengen gegenüber 2022 wieder. Die Umsatz- und Gewinneinschätzungen der Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH werden gegenüber dem Vorjahr konstant bleiben mit einem Umsatz von rund 20.000 T€ und einem Jahresüberschuss von rund 300 T€. Die Zahl der Mitarbeiter wurde im Jahr 2022 wieder leicht gesteigert. Nachdem wir auf das Insolvenzverfahren eines Fashion Kunden aus 2020 reagiert haben und uns personell den neuen Gegebenheiten angepasst haben, hat sich das Geschäft in 2021 und 2022 wieder stabilisiert, sodass wir wieder mit dem Personalaufbau starten konnten. Für das Jahr 2023 ist ein weiterer Personalaufbau um rund 7% geplant. Der Personalaufbau über das Jahr 2022 lag am Ende bei rund 2% (Vergleich Dezember 2021 vs. Dezember 2022). Die schwankenden Mengen im Fullprice wurden durch den flexiblen Einsatz von Leiharbeitnehmern aufgefangen. Im Jahr 2023 wird sich diese Situation weiterhin nur bedingt verändern. Wir bauen unsere Stammmannschaft größer auf um bei Spitzen weniger Leiharbeitnehmer zu benötigen. Wir gehen davon aus, dass die Eigenkapitalrendite und die Gesamtkapitalrendite gegenüber dem Vorjahr konstant bleiben. Gleiches gilt für die Umsatzrendite. G.1 Chancen- und Risikobericht G.1.1.Risikomanagementsystem Die Berichtsgesellschaft ist an das Fiege Group Risikomanagement System angebunden. Die Meldung der Risiken erfolgt quartalsweise von den Niederlassungen beziehungsweise Standorten und wird vom zentralen Risikomanagement analysiert und zu einem Gruppenbericht zusammengefasst, der dem Vorstand zur Verfügung gestellt wird. Die verantwortlichen Niederlassungs- beziehungsweise Standortleiter haben zunächst die Risiken zu identifizieren und einer Risikorelevanzklasse zuzuordnen. Danach sind die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung auf das Ergebnis abzuschätzen sowie Gegenmaßnahmen vorzuschlagen und so weit wie möglich einzuleiten. Im standardisierten Risikobericht werden diese Einschätzungen und Maßnahmen an das zentrale Risikomanagement berichtet. Wesentliche Risiken sind ad hoc von den verantwortlichen Managern direkt an den Vorstand und das zentrale Risikomanagement zu melden. Das Risikomanagementsystem wird in regelmäßigen Abständen von der Internen Revision geprüft. Vor dem Hintergrund des Corona-Virus sind darüber hinaus ein FIEGE-Krisenstab und weitere Workflows eingerichtet worden, die eine gruppenweite Informationsversorgung und das Risikomanagement sicherstellen. G.1.2. Externe Risiken und Chancen In Abhängigkeit zu unserem Auftraggeber, hier am Standort Mönchengladbach, planen wir unser Geschäft auf Basis der vom Fashion Kunden gelieferten Jahresmengen. Diese Jahresmengen stehen im kausalen Zusammenhang zu etwaigen konjunkturellen Veränderungen im Euroraum und können sich somit sowohl positiv als auch negativ umsatzseitig auf unsere Unternehmung auswirken. Es ist davon auszugehen, dass sich die Jahresmengen in den bisherigen Geschäften am Standort im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr konstant verhalten. Da wir als Subunternehmer für die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG tätig sind, sind wir stets abhängig von den gelieferten Mengen des Kunden. Aufgrund der Ist-Kostenabrechnung, betreffend die laufenden Logistikkosten, wäre dies jedoch trotzdem kein Minus-Geschäft. Dadurch bieten sich jedoch auch Chancen, denn wenn die Mengen ansteigen, haben wir bessere Chancen unseren Profit mit unserem Abrechnungsmodell zu steigern, da wir somit besser auf die Produktivität Einfluss nehmen können, wodurch wir den Stückpreis für den Kunden weiter senken können. Für das Jahr 2020, 2021, 2022 und 2023 stellen das Virus COVID-19 sowie der Umgang mit der daraus resultierenden Krise die größten Herausforderungen für FIEGE dar. Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einer Pandemie erklärt,[23] und hat unterschiedliche Einflüsse auf die wirtschaftlichen Tätigkeiten der FIEGE Logistik Mönchengladbach GmbH. Während der Ausbreitung des Virus hat die Gesundheit der Mitarbeiter von FIEGE jederzeit Priorität. Daher hat der eingesetzte Krisenstab frühzeitig Vorkehrungen getroffen und am Standort kommuniziert. Die Gefährdung der deutschen Bevölkerung ist vom Robert Koch Institut trotz regionaler Unterschiede im März 2020 insgesamt als hoch eingestuft worden. Obwohl sich diese Einschätzung durch neue Erkenntnisse kurzfristig ändern kann, ist von einer zeitnahen Aufhebung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) nicht auszugehen.[24] Die restriktiven Eingriffe zu der Eindämmung von Ansteckungsketten und der zeitlichen Streckung von Infektionen führen zu erheblichen Einschränkungen in nahezu allen Wirtschaftszweigen und zu einer großen Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf Investitionen.[25] Durch die Anpassungen von Arbeitszeiten, die Flexibilisierung der Arbeitsorganisation und die gezielte Nutzung der gesetzlich angepassten Rahmenbedingungen der Kurzarbeit kann FIEGE die Leistungserbringung in hohem Maß aufrechterhalten. Als weiteres Risiko wird die steigende Inflation und weiterhin die Konsumentenunsicherheit resultierend aus dem Krieg in der Ukraine gesehen. Hier ist aktuell bei allen Fashion Unternehmen eine Unsicherheit zu erkennen mit Befürchtungen zum Mengenrückgang. Aufgrund der steigenden Preise können/wollen sich besonders Menschen aus dem unteren und mittleren Gehaltssektor aktuell weniger Klamotten zulegen. Aufgrund der steigenden Preise entsteht seit Ende 2022 eine Konsumentenunsicherheit, welche in 2023 bei der Weitergabe von Strom- und Gaskosten noch weitere negative Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten im Fashion-Bereich haben könnte. Hier bleibt auch abzuwarten, wie sich die Situation durch den Krieg in der Ukraine im Jahr 2023 entwickelt. Im ersten Quartal 2023 ist eine Besserung zu erkennen, sodass einige Kosten für Lebensmittel, Strom und Gas wieder sinken und sich im Vergleich zu den Vorjahren normalisieren. Ein deutlich geringer Absatz beim Kunden hätte direkte Auswirkungen für uns als Unternehmen. Wir sind als Unternehmen jedoch auf sämtliche Szenarien vorbereitet und sind in ständiger Kommunikation mit dem Kunden und analysieren stetig die Absatzzahlen und leiten daraus Maßnahmen ab. Eine weitere Chance ist jedoch auch die Neupositionierung der Marke unseres Kunden. Hier werden aktuell viele Marketingmaßnahmen getroffen und an sich werden viele positive Aspekte geändert um die Marke wieder als einen der großen Marktführer im Fashion Bereich zu positionieren. Durch die neue Managementstruktur beim Kunden werden die Maßnahmen nun schon seit rund 2 Jahren forciert und es sind positive Entwicklungen zu erkennen. Dadurch entsteht das Potential, dass das Volumen beim Kunden auch im Jahr 2023 weiter ansteigt. Das wäre für uns als Unternehmen eine weitere Chance und lässt uns positiv in die Zukunft blicken. Die laufenden Logistikkosten können wir an die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG (FLS), für welche wir als Subunternehmerin für einen Kunden aus dem Fashion-Bereich am Standort Mönchengladbach tätig sind, durch die bestehende Cost-plus Abrechnung weiterbelasten. Das Insolvenzverfahren vom Fashion Kunden ist abgeschlossen und den Wunsch einer weiteren Zusammenarbeit mit Fiege hat der Kunde uns durch eine Vertragsverlängerung im Dezember 2020 bestätigt. Die Zusammenarbeit wurde weiterhin gestärkt durch Neuaufstellung der Managementteams und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Auch der Fashion Kunde ist wirtschaftlich auf einem guten Weg und verbesserte seine Finanzzahlen gegenüber den Vorjahren im Jahr 2022 weiterhin. G.1.3. Interne Risiken und Chancen G.1.3.1. Beschaffung/Absatz Bei der Beschaffung / dem Absatz sind wir komplett vom Fashionkunden abhängig, da dies unser einziger Kunde ist. Wir können nur die Mengen bearbeiten, die der Kunde uns zur Verfügung stellt. G.1.3.2. Haftung / Inventur / Versicherung Alle wesentlichen Risiken sind im üblichen Umfang versichert. Da eine vollständige Abwälzung jedweder Risiken auf Versicherer nicht möglich und zudem in Teilbereichen unwirtschaftlich ist, sind Risiken nicht gänzlich auszuschließen. G.1.4. Zusammenfassung Seit Beginn der Zusammenarbeit mit dem Kunden am Standort Mönchengladbach hat sich das Jahresmengenvolumen erfreulicherweise kontinuierlich erhöht bis zum Jahr 2015. Im Jahr 2016 mussten wir erstmalig einen Mengenrückgang erfahren, welcher dann 2017 auch wieder positiv war. Durch neue Prozesse und Auslieferungsanforderungen des Kunden mussten wir in den Funktionsbereichen erstmalig Produktivitätsrückgänge verbuchen. Durch die Aufnahme der neuen Geschäfte (Outlet, Retoure und Musterlager) hat sich der Umsatz im DCE deutlich erhöht gegenüber den Vorjahren. Der Gewinn ist gegenüber dem Jahr 2016 auch deutlich gestiegen bis inkl. dem Jahr 2018 mit einem Gewinnhöhepunkt in Mönchengladbach. Danach wurde der Kundenvertrag in gewisser Weise angepasst und es gab weniger Einmalfaktoren im Jahr 2019, sodass der Gewinn gegenüber dem Jahr 2018 wieder deutlicher zurückgegangen ist um knapp 16 %. Die Auswirkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hatten erhebliche Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit des Fashionkunden. Der Kunde hat Ende März 2020 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens verbunden mit dem Antrag auf Eigenverwaltung gestellt. Diesem wurde am 27. März 2020 stattgegeben. Durch das Insolvenzverfahren unseres Hauptkunden am Standort und im Zuge der Corona Pandemie im Jahr 2020 mussten wir weitere Rückgänge hinnehmen. Das Insolvenzverfahren des Hauptkunden wurde im Q4/2020 erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2021 ging es wieder bergauf, da der Kunde sich von der schwierigen Situation erholt hat und wir somit auch unsere Umsätze und folglich unseren Gewinn wieder steigern konnten. Die Kurve ging auch im Jahr 2022 weiterhin nach oben und der Kunde konnte sich weiter stabilisieren und wichtige Schritte nach vorne gehen. Das spiegelt sich auch entsprechend auf unsere Umsätze und auf unsere Gewinne wieder im Jahr 2022. Auch im Jahr 2023 erwarten wir konstante Zahlen, welche sich gegenüber den letzten beiden Jahren bestätigen sollten in unseren Umsätzen und Gewinnen. Weiterhin ist die Zusammenarbeit mit dem Kunden gut gefestigt, sodass beide Seiten äußerst zufrieden mit der Zusammenarbeit sind. Ein weiteres Merkmal für die gute Zusammenarbeit war neben der Erweiterung des Standortes im Jahr 2017 die vorzeitige Vertragsverlängerung bis Juni 2025 (unterschrieben im Dezember 2020). Besonders in Zeiten der Krise ist die gute Zusammenarbeit zwischen unserem Kunden und uns weiterhin gewachsen. Hier haben beide Seiten sehr gut miteinander harmoniert, was sich auch positiv auf sämtliche Kennzahlen wiedergespiegelt hat. Die Geschäftsführung geht insgesamt davon aus, dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sachgemäß ist, kann aber aufgrund der vorstehend genannten Faktoren nicht ausschließen, dass es zu einer Bestandsgefährdung kommen kann bei weiteren Lockdowns oder einer Verschlimmerung der Kriegssituation über das Jahr 2023. Da diese Thematik jedoch erst einmal unwahrscheinlich ist und der Kunde sich saniert hat, gehen wir von keinerlei negativen Auswirkungen für die Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH im Jahre 2023 und darüber hinaus aus.
Greven, den 31.03.2022 David Bothe Stephan Bernhard Wittenbrink [1] Vgl. IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 93, S. 3; Sachverständigenrat: Jahresgutachten 22/23, S.8. [2] Vgl. EZB (2021): Wirtschaftsbericht, Nr. 8, S. 3; Bundesregierung (2022): Corona-Stufenplan: Öffnen in drei Schritten, 17.02.2022. [3] Vgl. Weltbank (2022): Global Economic Prospects June, S. 3.; Ifo München (2022): Schnelldienst digital, Nr.3; S.13-14; IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht Gemeinschaftsdiagnose, S.9 & 13. [4] Vgl. Ifo München (2022): ifo Schnelldienst Sonderausgabe Dez., S. 3; IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 93, S. 5. [5] Vgl. IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 97, S.2; IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 93, S. 3; IfW Kiel (2021): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 85, S. 2. [6] Vgl. International Monetary Fund (2022): World Economic Outlook, S.18. [7] Vgl. Weltbank (2023): Global Economic Prospects , S.33. [8] Vgl. IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 97, S. 9. [9] Vgl. Ifo München (2022): ifo Schnelldienst Sonderausgabe Dez., S. 4. [10] Vgl. IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 87, S. 6-10; IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 91, S. 2; Ifo München (2022): Schnelldienst digital, Nr.3; S.15-16. [11] Vgl. IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 88, S. 4-5; IfW Kiel (2022): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 94, S. 4-5. [12] Vgl. Ifo München (2022): ifo Schnelldienst Sonderausgabe Dez., S. 4. [13] Vgl. EZB (2022): Wirtschaftsbericht; Nr. 8, S.3,9. Deutsche Bundesbank (2022): Monatsbericht, S.23; Ifo München (2022): ifo Schnelldienst Sonderausgabe Dez., S. 6; Statista (2023): Eurozone - Inflationsrate nach Monaten; Statista (2023): Leitzins der EZB - Entwicklung bis 2023. [14] Vgl. Ifo München (2023): ifo Konjunkturperspektiven, Nr. 1, S. 36. [15] Vgl. Transport Intelligence (2022): Global Contract Logistics 2022, S. 52ff. [16] Vgl. Norddeutsche Landesbank/ Deutsche Hypo (2022): Immobilienklima November 2022, S. 2.; Norddeutsche Landesbank/ Deutsche Hypo (2022): Immobilienklima Dezember 2022, S. 2.; Norddeutsche Landesbank/ Deutsche Hypo (2023): Immobilienklima Januar 2023, S. 2. [17] Vgl. Norddeutsche Landesbank/ Deutsche Hypo (2022): Immobilienklima November 2022, S. 2; Norddeutsche Landesbank/ Deutsche Hypo (2022): Immobilienklima Dezember 2022, S. 2 [18] Vgl. Bulwiengesa (2022): Logistik und Immobilien 2022, S. 21, 109. [19] Vgl. Bulwiengesa (2021): Logistik und Immobilien 2021, S. 10. [20] Vgl. Bulwiengesa (2022): Logistik und Immobilien 2022, S. 80, 106-107. [21] Vgl. Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.: Weißbuch Digitalisierung und Neuer Handel, S. 18-20; 84; Transport Intelligence (2022): Global Contract Logistics 2022, S. 49f.; Bulwiengesa (2022): Logistik und Immobilien 2020, S. 16. [22] Vgl. Robrecht (2022): Starker Rückgang im deutschen E-Commerce- die Entwicklung der Branche in 2022. [23] Vgl. Weltgesundheitsorganisation (2020): Media Briefing Covid-19. [24] Vgl. Robert Koch Institut (2020): Risikobewertung Covid-19, 17.03.2020. [25] Vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (2020): DIW Wochenbericht 12 / 2020, S. 206-208. Bilanz zum 31.12.2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2022
AnhangI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH hat Ihren Sitz in Greven und ist beim Amtsgericht Steinfurt unter der Nummer HRB 2272 ins Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft stellt ihren Jahresabschluss unter Beachtung der für alle Kaufleute geltenden Vorschriften (§§ 238 bis 263 HGB) auf. Darüber hinaus wurden die Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) sowie die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB in Verbindung mit § 42 GmbHG, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, aus. Verrechnungen von Vermögensgegenständen und Schulden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und zugehörige Aufwendungen und Erträge werden vorgenommen. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Project-Unit-Credit-Methode. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 1,44 % sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 6,0 % zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafel 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist die Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erlöse für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, aus. Sämtliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zu Nominalwerten ausgewiesen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des in § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB enthaltenen Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen im Abschnitt G.1 (Chancen- und Risikobericht) des Lageberichtes. Im Dezember 2020 wurde der Logistikvertrag der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG mit dem Kunden, für den wir als deren Subunternehmer tätig sind, bis Juni 2025 verlängert. Die Auswirkungen aus der steigende Inflation und weiterhin die Konsumentenunsicherheit resultierend aus dem Krieg in der Ukraine gesehen. Hier ist aktuell bei allen Fashion Unternehmen eine Unsicherheit zu erkennen mit Befürchtungen zum Mengenrückgang. Aufgrund der steigenden Preise können/wollen sich besonders Menschen aus dem unteren und mittleren Gehaltssektor aktuell weniger Klamotten zulegen. Aufgrund der steigenden Preise entsteht seit Ende 2022 eine Konsumentenunsicherheit, welche in 2023 bei der Weitergabe von Strom- und Gaskosten noch weitere negative Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten im Fashion-Bereich haben könnte. Hier bleibt auch abzuwarten, wie sich die Situation durch den Krieg in der Ukraine im Jahr 2023 entwickelt. Im ersten Quartal 2023 ist eine Besserung zu erkennen, sodass einige Kosten für Lebensmittel, Strom und Gas wieder sinken und sich im Vergleich zu den Vorjahren normalisieren. Die Umsatz- und Gewinneinschätzungen der Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH werden gegenüber dem Vorjahr konstant bleiben mit einem Umsatz von rund 20.000 T€ und einem Jahresüberschuss von rund 300 T€. Die Geschäftsführung geht insgesamt davon aus, dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sachgemäß ist, kann aber aufgrund der vorstehend genannten Faktoren nicht ausschließen, dass es zu einer Bestandsgefährdung kommen kann. Da diese Thematik jedoch erst einmal unwahrscheinlich ist und der Kunde sich saniert hat, gehen wir von keinerlei negativen Auswirkungen für die Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH im Jahre 2023 und darüber hinaus aus. III. Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2. Verrechnung von Vermögensgegenständen § 285 Nr. 25 HGB Die Saldierung von Vermögen und Schulden aus der Altersteilzeitverpflichtung gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB stellt sich wie folgt dar: Altersteilzeitkonten: Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 433 und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt TEUR 244. Es haben sich keine Zinsaufwendungen und -erträge ergeben, die hätten verrechnet werden müssen. Der Aktivwert ermittelt sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist. Dieser Wert stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung dar. Die Werte sind nach den für die Versicherung geltenden versicherungsmathematischen Grundsätzen zu bilden. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB Zum 31. Dezember 2022 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 696 (i. Vj.: TEUR 307) davon TEUR 0 gegenüber verbundenen Unternehmen. IV. Sonstige Angaben 1. Allgemeines Die Tätigkeit im Jahre 2022 bestand aus der Durchführung von gewerblichen Dienstleistungen und sonstigen gewerblichen Tätigkeiten, insbesondere Logistikdienstleistungen auf dem Gebiet der Fashion Logistik sowie das Halten, Verwalten, Vermieten und Verpachten von Immobilien, insbesondere solchen, die der Durchführung von Logistikleistungen dienen, mit allen dazugehörigen gewerblichen Tätigkeiten. 2. Personal Im Jahresdurchschnitt wurden Mitarbeiter in folgenden Gruppen beschäftigt:
3 Gesellschaftsorgane Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren in 2022 bestellt: Herr Christoph Mangelmans, Münster, Kaufmann bis 08.08.2022 Herr Thomas Brand, Hagen, Kaufmann, bis 08.08.2022 Herr David Bothe, Kaufmann, ab 08.08.2022 Herr Stephan Bernhard Wittenbrink, Kaufmann, ab 08.08.2022 Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. 4. Konzernverhältnisses Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2022 in die Konzernabschlüsse der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, (größter Konsolidierungskreis) und der Fiege SE, Greven, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven, wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Greven, den 31.03.2023 David Bothe Stephan Bernhard Wittenbrink Wir weisen darauf hin, dass für die Offenlegung von zulässigen größenabhängigen Erleichterungsvorschriften und Ausweiswahlrechten Gebrauch gemacht wurde. Der vorstehende Jahresabschluss ist am 11.10.2023 festgestellt worden. Anlage Anlagenspiegel
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH, Greven 1. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH, Greven - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. 2. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 3. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen in Bezug auf die Anwendung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Abschnitt "II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs. Darin führt die Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft wie folgt aus: "Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des in § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB enthaltenen Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Dezember 2020 wurde der Logistikvertrag der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG mit dem Kunden, für den wir als deren Subunternehmer tätig sind, bis Juni 2025 verlängert. Aufgrund der unzureichenden Bonität des Kunden besteht keine Möglichkeit für diesen eine Warenkreditversicherung abzuschließen. Mit dem Kunden sind daher Vorauszahlungen für die Logistikleistungen vereinbart worden. Die Auswirkungen aus der steigenden Inflation und die Konsumentenunsicherheit resultierend aus dem Krieg in der Ukraine bringen Risiken für unser Geschäft mit sich. Hier ist aktuell bei allen Fashion Unternehmen eine Unsicherheit zu erkennen mit Befürchtungen zum Mengenrückgang. Aufgrund der steigenden Preise ist besonders bei Menschen aus dem unteren und mittleren Gehaltssektor aktuell eine Kaufzurückhaltung bei Kleidung zu beobachten. Die Konsumentenunsicherheit besteht seit Ende 2022. Im Jahr 2023 könnten sich durch die Weitergabe von Strom- und Gaskosten noch weitere negative Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten im Fashion-Bereich einstellen. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Situation durch den Krieg in der Ukraine im Jahr 2023 entwickelt. Im ersten Quartal 2023 ist eine Besserung zu erkennen, sodass einige Kosten für Lebensmittel, Strom und Gas wieder sinken und sich im Vergleich zu den Vorjahren normalisieren. Die Geschäftsführung geht insgesamt davon aus, dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sachgemäß ist, nachdem sich der Kunde saniert hat und bei einem gewöhnlichen Geschäftsgang von keinen negativen Auswirkungen für die Fiege Logistik Mönchengladbach GmbH auszugehen ist. Aufgrund der vorstehend genannten Faktoren, Abhängigkeit eines Kunden verbesserungswürdiger Bonität und zunehmender Konsumentenunsicherheit, kann allerdings bei einer Verschlechterung der Lage nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer Bestandsgefährdung kommen kann." Wie in Abschnitt "G.1 (Chancen- und Risikobericht)" des Lageberichtes sowie in Bezug auf die Anwendung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit in Abschnitt "II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert. 4. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. 5. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Emsdetten, den 06. April 2023 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
durch Dr. Fritz-Ulrich Diers, Wirtschaftsprüfer Dr. Philipp Diers, Wirtschaftsprüfer |
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