Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 213937
Eingetragen
15.5.2002
Branche
Herstellung von Papier, Karton und PappeHerstellung von Haushalts-, Hygiene- und Toilettenartikeln aus Zellstoff, Papier und PappeHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb von Feuchttüchern sowie sämtlichen anderen Produkten aus Papier,

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander van Haren
seit 5.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Codi Group B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Firma Asmopak B.V.
Netherlands
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innovate GmbH

Schönburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind ein produzierendes Unternehmen, welches sich auf die Herstellung von feuchten Tüchern jeglicher Art spezialisiert hat. Unter Beibehaltung einer flexiblen Fertigung von Consumer-Produkten ist die Fertigung von medizinischen oder medizinnahen Produkten der Schwerpunkt der Produktpalette geworden. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Marktführer aus den Segmenten Dienstleister, Hersteller und Händler. Wir produzieren am einzigen Standort in Naumburg/Saale.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation 2022 war geprägt durch die Auswirkungen der vorangegangenen Covid-19-Pandemie. Zusätzlich ergaben sich Konsequenzen aus der steigenden Inflation und des Krieges in der Ukraine, die zu spürbaren Kostensteigerungen führten. Trotzdem konnte Innovate weiter seine Position als "der" Partner im Gebiet Feuchttücher für medizinische Anwendungsbereiche behaupten.

2. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2022 erfolgte im ersten Jahr nach den Peaks der Covid-19-Pandemie eine Marktkorrektur. Die noch im Jahr 2021 seitens unserer Kunden erteilten Forecasts an Bedarfsmengen wurden im Jahr 2022 deutlich nach unten korrigiert. Maßgeblich dafür war der Punkt, dass die in den Jahren 2020 bis 2021 bevorrateten Mengen nicht abverkauft wurden und dadurch bei Kunden ein hoher Lagerbestand existiert.

Das Jahr 2022 liegt dabei im Umsatz trotzdem über dem Niveau "Vor-Corona" 2019, dabei ist zusätzlich eine Ende 2020 erfolgte Umstellung für den Bezug von Lotion eines großen Kunden von Ankauf/Verkauf auf Beistellung zu berücksichtigen.

In 2022 wurde weiter an einer Verbesserung der Produktions- und Prozesseffizienz gearbeitet. Verschiedene Maßnahmen wie die Optimierung von Umstellzeiten wurden fortgeführt. Die Gewinnung von qualifiziertem Personal blieb weiterhin eine Herausforderung, jedoch gelang es viele Positionen adäquat zu besetzen.

Die Innovate GmbH ist im Jahr 2022 erfolgreich nach den folgenden Standards zertifiziert:

ISO 9001:2008

ISO 22716 K GMP

IFS Household and Personal Care (Higher Level)

BRC CP (Klassifizierung A)

ISO 13485:2009 + AC 2009

Unsere Produktionslinien sind universell und flexibel einsetzbar und können innerhalb kürzester Zeit umgerüstet werden.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist geprägt von unserem operativen Geschäft sowie den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit gestiegener Inflation.

Die Zusammenarbeit innerhalb der CODI-Gruppe wurde in verschiedenen Feldern wie Einkauf, Logistik und Produktion weiter intensiviert. Die Auftragsfertigung bei der Incare B.V. für die Innovate GmbH wurde bis Juli 2022 fortgeführt. Ziel ist es, der wichtigste Lohnhersteller für Feuchttücher und bevorzugte Partner für Europas größte Lieferanten von Krankenhäusern und Pflegeheimen im Bereich Oberflächendesinfektion und Reinigung zu bleiben.

a) Ertragslage

Im Jahr 2022 ist ein Jahresfehlbetrag von TEUR 601 zu verzeichnen.

Der nominale Umsatz ist von TEUR 36.603 im Vorjahr um TEUR 4.749 auf TEUR 31.854 gesunken. Ursache für den deutlichen Umsatzrückgang war nicht der Verlust von Kunden oder Märkten, sondern eine Nachfragekorrektur über alle Kunden hinweg im Vergleich zu den Hauptjahren 2020/21 der Corona-Pandemie.

Der Rohertrag ist ggü. dem Vorjahr um TEUR 2.121 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die folgenden Punkte zurückzuführen:

Deutliche Preissteigerungen im Einkauf von Rohwaren durch Anstieg Inflation / Krieg in der Ukraine

Anpassung der Verkaufspreise aufgrund gestiegene Rohstoffpreise konnte erst mit Q4/2022 bei Kunden umgesetzt werden

In Vorjahren geplante Auslagerung eines Produktionsvolumens (aufgrund Kunden- Forecast) von monatlich 300 Tsd. Pack an Incare (Holland). Dies wurde Mitte 2022 zurück an Innovate verlagert.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise wird weiter kontinuierlich überwacht. Um bessere Konditionen durchsetzen zu können, werden bei Warengruppen wie Tuch die Einkaufsvolumen gebündelt und mit zentraler Unterstützung der CODI für die gesamte Gruppe verhandelt.

Für die Verhandlung der Verkaufspreise wurden bestehende Prozesse kritisch hinterfragt und nachjustiert. Quartalsweise erfolgt eine Überprüfung der Verkaufspreise mit Anpassungen aus der Entwicklung der Einkaufspreise für Rohmaterialien und Transportleistungen.

Die Abschreibungsbeträge sind gegenüber 2022 gestiegen. Wesentlichen Anteil haben hierin die aktivierten Leistungen für das Upgrade zum ERP-System.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Investitionen im Bereich der Digitalisierung von Prozessen. Für die Prozesse Qualitätsmanagement und Dokumentensteuerung konnten die Maßnahmen in Go-Live bzw. Testphase überführt, ebenso wurde eine neue HR-Software implementiert.

Die Zinsaufwendungen sind auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr.

Der Personalbestand betrug Ende des Geschäftsjahres 165 Mitarbeiter ggü. dem Vorjahr mit 217, durchschnittlich waren 175 Mitarbeiter im Jahr 2022 beschäftigt. Das gestiegene Lohn- und Gehaltsniveau, zusätzlich mit Anhebung des Mindestlohnes zum Oktober 2022, hat einen deutlichen Einfluss auf die Ertragslage. Aufgrund des geringeren Auftragsvolumens wurden befristete Verträge zumeist nicht verlängert und auf Zeitarbeit verzichtet.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage war im Wirtschaftsjahr 2022 weitgehend stabil.

Im Jahr 2022 haben wir keine nennenswerten Forderungsausfälle durch Kunden feststellen können. Lieferantenverbindlichkeiten konnten weitgehend innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bedient werden.

Das Anlagevermögen ist bei Immateriellen Vermögensgegenständen um TEU 161 angestiegen. Darunter zählen vor allem die Investitionen in Digitalisierungsvorhaben. Diese wurde überwiegend mit Eigenmitteln aus dem laufenden Cash-Flow finanziert. Im Bereich Sachanlagen sank das Anlagevermögen um TEUR 226 durch planmäßige Abschreibungen.

c) Vermögenslage

Der Geschäftsverlauf 2022 hat sich in der Entwicklung der Verbindlichkeiten / Vorräte niedergeschlagen.

Die Vorräte haben sich um TEUR 129 erhöht (+3,4 %). Dabei entfällt auf Vorräte Fertigwaren stichtagsbezogen ein Anstieg um TEUR 458 ggü. dem Vorjahr, die Vorräte RHB und unfertige Erzeugnisse sind um TEUR 240 gesunken. Der Wert Vorrat Ersatzteile ist um TEUR 55 gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.213 (+36,0%) gestiegen.

Alle noch bestehenden Darlehen wurden im Jahr 2022 entsprechend den ausgewiesenen Ratenplänen pünktlich bedient.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter (GJ: TEUR 182, VJ: TEUR 169), Umsatzrendite (GJ: -1,68%; VJ: 3,33%) und den Cash-Flow (GJ: TEUR -70; VJ: TEUR 1.214) heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung längerfristiger Rückstellungen).

III. Nachtragsbericht

Im Zeitraum der Erstellung des Jahresabschlusses sind gegenüber dem Stand 31.12.2022 keine relevanten Ereignisse aufgetreten.

Prognosebericht

Für das Jahr 2023 gehen wir wieder von einer positiven Ertragslage aus. Aufgrund unserer Umsatzerwartung rechnen wir bei einem Umsatz von TEUR 35.700 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 560.

Die zum Teil volatilen Kunden-Forecasts stellen Innovate weiter vor die Herausforderung einer optimalen Ressourcenplanung. Auf den Einsatz von Zeitarbeitspersonal soll so weit wie möglich verzichtet werden.

Wesentlich für den positiven Ertragsausblick sind die ab Q3 2022 umgesetzten Preisanpassungen im Verkauf und angepasste Prozesse der Verkaufspreis-Überprüfungen.

Zusätzliche positive Aspekte ergeben sich aus der ab Mitte 2023 geplanten Übernahme von Lotionszubereitung für Kunden. Innovate kann dadurch höhere Verkaufspreise erzielen. Die Gewinnung neuer Kunden zur Auslastung der Produktionskapazität wird weiterverfolgt. Erste Testproduktionen wurden mit Jahresbeginn 2023 begonnen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Die Feuchttuchbranche bietet auch mittelfristig ein großes Wachstumspotential hinsichtlich Menge und neuer Produkte. Dem Wettbewerb am Markt werden wir durch unsere Flexibilität, unser Know-how, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Speziell im medizinischen Bereich sehen wir weiterhin große und stabile Wachstumschancen.

Ertragsorientierte Risiken

Da unsere neuen Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind und wir unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen können.

Bestandsgefährdende Risiken

Es sind keine anhängigen Risiken vorhanden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der sich darstellenden Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich im Tagesgeschäft mit den bei Hausbanken vereinbarten Kreditlinien sowie unter Inanspruchnahme der Zahlungsziele von Lieferanten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unserem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen, Labor durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden und führen laufende Kundenaudits durch.

Seit März 2022 nutzt Innovate Factoring als ein Finanzierungsinstrument. Dabei wird das Debitorenmanagement weiterhin durch Innovate selbst durchgeführt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Schönburg, den 27.06.2023

Bilanz zum 31.12.2022

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
54.546,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
273.362,00 167.225,00
327.908,00 167.225,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
18.146,00 19.400,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.908.463,00 2.103.364,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.235,00 832.948,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 139.493,92 138.434,86
2.867.337,92 3.094.146,86
Summe Anlagevermögen 3.195.245,92 3.261.371,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.706.952,05 2.937.712,84
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 77.511,70 141.832,95
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.111.122,69 653.444,56
4. geleistete Anzahlungen 5.676,90 39.671,86
3.901.263,34 3.772.662,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 987.748,65 2.413.120,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 767.947,17 749.015,76
3. sonstige Vermögensgegenstände 910.286,39 413.891,54
2.665.982,21 3.576.027,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
488,71 127.520,83
Summe Umlaufvermögen 6.567.734,26 7.476.210,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.064,12 5.741,64
9.775.044,30 10.743.324,40

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 681.089,00 681.089,00
III. Gewinnvortrag 2.914.831,52 2.210.734,60
IV. Jahresfehlbetrag 600.790,76 -704.096,92
Summe Eigenkapital 3.095.129,76 3.695.920,52
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 269.247,00 537.758,32
271.397,47 321.125,00
540.644,47 858.883,32
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.014.982,87 2.150.315,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.581.442,59 3.368.520,78
3. sonstige Verbindlichkeiten 538.261,27 669.684,04
6.134.686,73 6.188.520,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.583,34 0,00
9.775.044,30 10.743.324,40

Handelsrecht

Gewinn- und Verlustrechnung
vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 12.330.051,99 14.905.328,81
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.588.077,13 6.430.985,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung
EUR 44.254,95 (EUR 23.160,88)
1.391.268,44 1.243.590,55
6.979.345,57 7.674.576,52
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
530.934,73 509.434,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.480.005,51 5.520.401,67
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 17.688,96 (EUR 17.688,96)
17.688,96 17.688,96
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen
EUR 0,00 (EUR 3.139,95)
68.560,16 85.833,08
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -112.838,26 420.666,76
8. Ergebnis nach Steuern -598.266,76 712.104,81
9. sonstige Steuern 2.524,00 8.007,89
10. Jahresfehlbetrag 600.790,76 -704.096,92

Handelsrecht

Anhang
für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Die Innovate GmbH hat ihren Sitz in Schönburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (Reg.Nr. HRB 213937).

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die vorliegende Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Beachtung der handels- und steuerrechtlichen Aufstellungs-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften erstellt. Die Gliederung erfolgte nach § 266 HGB für die Bilanz bzw. nach § 275 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sind zum Barwert angesetzt.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Verkaufspreisen abzüglich noch anfallender Kosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Abzinsungen waren nicht erforderlich.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe / unfertige Erzeugnisse

Die Bewertung erfolgt nach dem First In First Out (FIFO) Verfahren zu Einstandspreisen zuzüglich eines Gemeinkosten-Zuschlags.

Fertigerzeugnisse

Die Bilanzierung der Fertigerzeugnisse erfolgt retrograd; ausgehend vom Verkaufspreis abzüglich eines Abschlages für noch anfallende Kosten.

Eigenkapital

Das Stammkapital von EUR 100.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aufgrund der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände bestehen sog. ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von EUR 54.546,00.

Rückstellungen

Die Zusammensetzung der Rückstellungen ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.

Vortrag zum Verbrauch Zuführung Stand am
01.01. Auflösung 31.12.
EUR EUR EUR EUR
1. Steuerrückstellungen
Branntweinsteuer 11.000,00 11.000,00
Gewerbesteuer 2021 59.216,00 59.216,00
Gewerbesteuer 2020 199.031,00 199.031,00
Körperschaftsteuer 2020 204.422,73 204.422,73
Körperschaftsteuer 2021 75.088,59 75.088,59
537.758,32 204.422,73 11.000,00 269.247,00
2. sonstige Rückstellungen
Personalkosten 11.471,18 11.471,18 18.000,00 18.000,00
Resturlaub 94.350,21 94.350,21 56.142,47 56.142,47
Schwerbehindertenabgabe 31.000,00 31.000,00 25.560,00 25.560,00
Berufsgenossenschaft 76.800,00 76.800,00 96.200,00 96.200,00
Prüfungskosten/Jahresabschluss 36.000,00 36.000,00 50.000,00 50.000,00
Aufbewahrung 25.495,00 25.495,00 25.495,00 25.495,00
Ausstehende Rechnungen 46.008,61 46.008,61
321.125,00 321.125,00 271.397,47 271.397,47
Summe 858.883,32 525.547,73 282.397,47 540.644,47

Verbindlichkeiten

Bilanzjahr davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr
davon Restlaufzeit
mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.014.982,87 537.581,29 477.401,58
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
4.581.442,59 4.581.442,59
Verbindlichkeiten gegenüber
verb. Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten 538.261,27 538.261,27
Summe 6.134.686,73 5.657.285,15 477.401,58
Vorjahr davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit
mehr als 1 Jahr
davon Restlaufzeit
mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.150.315,74 1.515.198,63 635.117,11
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
3.368.520,78 3.368.520,78
Verbindlichkeiten gegenüber
verb. Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten 669.684,04 669.684,04
Summe 6.188.520,56 5.553.403,45 635.117,11

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen des Warenlagers und der finanzierten Anlagengegenstände besichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Periodenfremde Erträge ergeben sich in Höhe von rund 50 TEUR im Wesentlichen aus Er-trägen aus der Auflösung von Rückstellungen und der Vereinnahmung offener Posten.

Periodenfremde Aufwendungen waren im Wesentlichen bei Bezahlung ausstehender Rechnung für Vorjahre in Höhe von 71 TEUR zu verzeichnen.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft weist in Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen für Mietverträge und Leasingverträge in Höhe jährlich ca. 391 TEuro beziehungsweise 208 TEuro aus.

Einige der diesen Zahlungen zugrundeliegenden Verträge haben unkündbare Restlaufzeiten von mehreren Monaten bis hin zu fünf Jahren. Über diese gesamten Vertragslaufzeiten ergeben sich für die Gesellschaft Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von rund 1.230TEuro.

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht.

VI. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr betrug 175.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Innovate GmbH wird in den Konzernabschluss der Codi Group B.V. mit Sitz in Amsterdam einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses er-folgt im niederländischen Handelsregister (Niederländisches Handelskammergericht Nr. 55127940).

Geschäftsführung und Bezüge der Geschäftsführungsorgane

Geschäftsführer ist Herr Alexander van Haren.

Die Gesellschaft wendet §286 Absatz 4 HGB an und macht deshalb keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsleitung.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag des Jahres 2022 beträgt EUR 600.790,76. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von EUR 2.914.831,52 ergibt sich ein Betrag von EUR 2.314.040,76, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Schönburg, den 27.6.2023

gez. Alexander van Haren
Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs-,
Herstellungskosten
Zugänge
Abgänge-
Umbuchungen kumulierte
Abschreibungen
Abschreibungen
Zuschreibungen-
01.01.2022 31.12.2022 2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
0,00 56.427,21 1.881,21 1.881,21
2. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
236.571,99 183.784,00 146.993,99 77.647,00
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
236.571,99 240.211,21 148.875,20 79.528,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
71.000,98 52.854,98 1.254,00
2. technische Anlagen und Maschinen 9.236.222,26 130.438,26 11.999,00 7.382.926,47 324.060,26
-87.270,05
3. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
1.608.971,97 94.379,26 902.116,23 126.092,26
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
806.809,68 13.058,06 -11.999,00 668.374,82
Summe Sachanlagen 11.723.004,89 237.875,58 0,00 9.006.272,50 451.406,52
-87.270,05
Summe Anlagevermögen 11.959.576,88 478.086,79 0,00 9.155.147,70 530.934,73
-87.270,05
Buchwert Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
54.546,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
273.362,00 167.225,00
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
327.908,00 167.225,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
18.146,00 19.400,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.908.463,00 2.103.364,00
3. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
801.235,00 832.948,00
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
139.493,92 138.434,86
Summe Sachanlagen 2.867.337,92 3.094.146,86
Summe Anlagevermögen 3.195.245,92 3.261.371,86

Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Innovate GmbH, Schönburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Innovate GmbH, Schönburg, - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innovate GmbH, Schönburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschiften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreck sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 27. Juni 2023

FRTG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Hohl
Wirtschaftsprüfer

Dirk Rohde
Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 27.6.2023 durch den Geschäftsführer Alexander van Haren unterzeichnet.

Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2023 festgestellt.

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