UNITAX-Pharmalogistik GmbH

An den Gehren 1, 12529 Schönefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 11194
Eingetragen
1.10.2003
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenErbringung von LogistikdienstleistungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
- das Lagern, Kommissionieren und Versenden von Wirtschaftsgütern aller Art, - der grenzüberschreitende gewerbliche Güterkraftverkehr auf allen Verkehrsverbindungen für die Wegstrecken im Gebiet der Europäischen Gemeinschaft mit oder ohne Durchfahrt durch eines oder mehrere Drittländer; - das Lagern, Konfektionieren, Kommissionieren und Versenden von Arzneimitteln sowie der Großhandel mit Arzneimitteln gemäß Arzneimittelgesetz (AMG) in der Betriebsstätte der Gesellschaft; - Herstellungstätigkeiten nach AMG in Form von Abpacken und Sekundärverpacken wie Umfüllen, Abpacken und Kennzeichnen von ausschließlich primärverpackten sterilen und nicht sterilen Arzneimitteln; - das Betreiben einer Reinigungsanlage für Paletten und Behältnisse für die Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Grohmann
seit 3.6.2026
Prokura
Grit Schmider
seit 19.12.2023
Geschäftsführer
Bernd Schmider
seit 19.12.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
André Michael ReichUnitax Solutions GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schönefeld
300.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
33.34%
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNITAX-Pharmalogistik GmbH

Schönefeld

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

UNITAX-PHARMALOGISTIK GMBH, SCHÖNEFELD

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die UNITAX-Pharmalogistik GmbH lagert und transportiert für ihre Kunden aus der Pharmaindustrie Wirkstoffe und Fertigarzneimittel. Zum Leistungsspektrum zählen nationale und internationale temperaturgeführte Transporte, die Lagerung in definierten Klimabereichen (ambient bei 15-25 °C, kühl bei 2-8 °C und -20 °C) sowie die besonders gesicherte Betäubungsmittel- und Gefahrstofflagerung (Wassergefährdungsklasse 3). Mit einer Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG sowie einer für Großhandel nach § 52a AMG übernimmt UNITAX darüber hinaus als Auftragshersteller Leistungen wie Konfektionieren inklusive Falzen, Verpacken, Bedrucken, Versiegeln und die Codierung bzw. Serialisierung verschreibungspflichtiger Medikamente gemäß EU-Verordnung. Als Full-Service-Anbieter kann die UNITAX-Pharmalogistik GmbH alle Dienstleistungen für Humanarzneimittel und -impfstoffe als auch für Veterinärarzneimittel und -impfstoffe anbieten.

UNITAX ist zertifiziert gemäß Good Distribution Practice (GDP), Good Storage Practice (GSP) und Good Manufacturing Practice (GMP). Mit dem AEO-Zertifikat als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter profitieren Kunden von einer sicheren und beschleunigten Abwicklung bei weltweiten Lieferketten.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der UNITAX Pharmalogistik GmbH gliedern sich in der ersten Ebene in Verwaltung und Supply Chain Management. Die Verwaltung ist in die Abteilungen Buchhaltung und Controlling, Personal, Qualitätsmanagement und IT aufgeteilt. Der Bereich Supply-Chain umfasst die entsprechenden Bereiche mit Lagerung, Transport, Herstellung und den jeweiligen Abteilungsleiter-/innen.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der UNITAX-Pharmalogistik GmbH ist an den Gehren 1, 12529 Schönefeld.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage litt im Jahr 2023 unter den direkten und indirekten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und des Nahostkonflikts. Diese trugen ebenso wie die fiskal- und geldpolitische Lockerung während der Corona-Pandemie zu den hohen Inflationsraten bei. Die geldpolitische Straffung bis zum dritten Quartal hat eine noch anhaltende schwächende Auswirkung auf Wirtschaft und Handel und ist ein wesentlicher Faktor für die Zurückhaltung bei Investitionen und Konsum. Obwohl die Energiemärkte sich verglichen mit dem Vorjahr in gewissem Umfang beruhigten, blieben Gas- und Strompreise in Deutschland deutlich über dem Niveau vor dem Ukrainekrieg und erschwerten damit eine durchgreifende nachpandemische Erholung der Wirtschaft.

Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024. Die Konjunktur bleibt auch in der Weihnachtszeit schwach.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Im Jahr 2023 schrumpfte der Wert des europäischen Güterverkehrs auf der Straße im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent in konstanten Preisen (und um 4,1 Prozent in nominalen Preisen) auf 448,65 Milliarden Euro. Innerhalb des europäischen Verkehrs macht der Binnenverkehr den größten Teil des Marktes aus. Sein Wert erreichte 310,1 Milliarden Euro - was einen Rückgang von real 0,3 Prozent und nominal 4 Prozent bedeutet.

Der grenzüberschreitende Verkehr sank den Angaben zufolge noch stärker, nämlich real um 0,6 Prozent und nominal um 4,4 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro - folgt aus den Daten. Die Rückgänge des Gütertransportmarktes sind eine direkte Folge des wirtschaftlichen Abschwungs in Europa. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds lag das BIP-Wachstum in Europa im Jahr 2023 bei nur 0,7 Prozent.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Unitax Pharmalogistik GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 in einem unverändert anspruchsvollen Umfeld gut abgeschlossen. Wir haben mit verstärkten Restrukturierungsmaßnahmen im gesamten Geschäftsjahr 2023 unsere Kostenbasis den Marktverhältnissen angepasst. Bereits im ersten Quartal haben wir uns von defizitären Bereichen wie der Palettenwäsche und dem Standort Nürnberg getrennt, mit der Folge, dass wir im Vergleich zumVorjahr das Ergebnis um deutlich verbessert haben.

Im weiteren Verlauf des Jahres haben wir durch die Stärkung von einzelnen Geschäftsbereichen, wie beispielsweise der Betäubungsmittellogistik oder der Kontraktlogistik den Umsatz auf dem Vorjahresniveau halten können. Im 3. Quartal hat die Medtrasol 4.0 die operative Tätigkeit eingestellt, so dass wir einen weiteren defizitären Bereich vom Netz nehmen konnten.

Diese Maßnahmen, gepaart mit unserem starken Fokus nach innen führt dazu, dass unsere Prognose genau so eingetroffen ist. Das Umsatzniveau ist leicht unter Vorjahresniveau, jedoch haben wir mit 244 TEUR ein positives Ergebnis erreicht.

a) Ertragslage

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Gesamtleistung 17.305 17.678 -373
Betriebsergebnis 425 -1.326 1.751
Finanzergebnis -144 -71 -73
Ergebnis nach Steuern 282 -1.396 1.678
Jahresergebnis 244 -1.427 1.671

b) Finanzlage

Die Finanzlage der UNITAX Pharmalogistik GmbH hat sich im Laufe des Jahres 2023 verbessert. Die ergriffenen Maßnahmen haben ihre Auswirkung gezeigt und wir haben einen positiven Ausblick.

c) Vermögenslage

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 912 1.130 - 218
kurzfristige Vermögenswerte 2.411 1.636 775
liquide Mittel 531 813 - 282
nicht gedeckter Fehlbetrag 1.076 1.321 - 245
4.930 4.900 30
Passiva
Eigenkapital 0 0 0
Rückstellungen 963 714 249
Verbindlichkeiten 3.967 4.186 -219
4.930 4.900 30

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

1. Umsatzentwicklung,

2. Betriebsergebnis und

3. Branchenentwicklung.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gesund ein. Unsere Umsatzentwicklung ist auf dem gleichen Niveau geblieben, jedoch haben wir die Ertragslage im Vergleich zum Jahr 2022 stark verbessert.

Durch den schlechten Start im Jahr 2022 waren wir gezwungen diverse Maßnahmen zu ergreifen, um das Ergebnis zu verbessern. Dieser Prozess hat das ganze Jahr 2022 und auch in großen Teilen das Jahr 2023 angedauert. Die Erfolge haben sich dann ab dem 4. Quartal 2023 in einem positiven Ergebnis gezeigt.

Der Organisation wurde wieder etwas mehr Stabilität verliehen, indem Frau Grit Schmider seit Oktober 2023 zur Geschäftsführerin berufen wurde. Seit 2017 ist sie in unterschiedlichen Positionen im Unternehmen und verantwortet nun den Bereich Finanzen. Dieser Bereich wurde und wird aktuell noch immer umstrukturiert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist oder früher zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die UNITAX Pharmalogistik GmbH verfügt neben dem Hauptsitz in Schönefeld unverändert über eine inländische Niederlassung in Großbeeren.

IV. Prognosebericht

Die Erfolge der Maßnahmen sind auch im ersten Quartal des Jahres 2024 klar erkennbar. Unser Umsatz stieg um 41% (+1.576 TEUR) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mit der nach Innen gestärkten Organisation wollen wir ein gesundes organisches Wachstum anstreben. Das Ziel für 2024 ist ein Ergebnis von 1.300 TEUR und damit wird wieder ein positives Eigenkapital erreicht werden.

Die Auslastung der gesamten Lagerbereiche ist leicht gestiegen und liegt bei gesunden 90%. Unsere Flexibilität im Bereich Lager zeigt, dass wir damit den Erwartungen der Kunden entsprechen. Die pharmazeutische Herstellung (im Bereich Sekundärverpackung) wollen wir durch ein Investment in Maschinen wettbewerbsfähiger aufstellen. Den Transport wollen wir internationaler aufstellen. Hier sehen wir eine große Nachfrage und folglich ein großes Potential.

Der im Jahr 2023 angestoßene Kulturwandel soll weiter fortgeführt werden. Unser langfristiges Ziel ist es "Arbeitgeber des Jahres" zu werden.

Der EBITDA verbessert sich im ersten Halbjahr 2024 mit 564 TEUR (+352%) deutlich zum Vorjahreszeitraum. Die Prognose für das Jahresergebnis 2024 liegt deutlich über dem Vorjahr und wird damit als positiv bezeichnet. Auf Grund der positiven Zahlen des ersten Halbjahres 2024, fällt der Gesamtjahresausblick 2024 auf eine gesteigerte Umsatzerwartung aus und stellt damit auch eine deutlich verbesserte Auswirkung auf den EBITDA dar.

Die Liquiditätssituation hat sich zum Vorjahr stark verbessert und wird in der Prognose für 2024 als stabil prognostiziert. Es sind kleinere Investitionen im laufenden Geschäftsjahr geplant. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Durch die starke Spezialisierung im Bereich der Pharmaindustrie und den weiterhin weltweiten Folgen der Krisenherde in der Ukraine, im Nahen Osten und den Spannungen zwischen den USA und China sowie die Wirtschaftskrise in der Türkei, stehen die Chancen in der sehr spezialisierten Nische der Pharmalogistik gut. UNITAX hat sich am Markt gut positioniert und arbeitet kontinuierlich am Ausbau der Marktsituation im Inland und europäischen Ausland.

Der starke Kostendruck in der pharmazeutischen Industrie wirkt sich bedingt auf die Erfolge der UNITAX aus.

Verzögerungen, gerade im Bereich der internationalen Lieferketten, stellen zunehmend ein Risiko für die Versorgungssituation unserer Kunden und damit auch eine hohe logistische Herausforderung dar. Der Bereich Luftfracht erlebt gerade wieder einen kleinen Aufschwung. Im Jahr 2023 wurden die Kapazitäten der Airlines wieder hochgefahren. Das Niveau vor der Pandemie konnte bisher noch nicht erreicht werden. Der Einsatz von alternativen Transportrouten und Transportmitteln z.B. Seefracht wurde und wird weiterhin gleichlaufend stärker ausgebaut. Dies gibt auch UNITAX eine Möglichkeit der Weiterentwicklung in die globalen Lieferketten.

Geplant ist, die Netzwerktransporte im Inland und Europa weiter zu stärken und durch die Auswahl geeigneter Standorte zum integralen Bestandteil der Produktions-Supply der neuen Pharmaindustrie zu werden. Das im Jahr 2023 gegründete Netzwerk Eurotranspharma Deutschland möchte das Geschäft des temperaturgeführten Paketversands nach Deutschland expandieren. Dieses Netzwerk besteht bereits in vielen Teilen Europas und die Unitax Pharmalogistik GmbH ist Gesellschafter. Mit diesen Partnern wollen wir uns stärken, um ein stabiler Partner unserer Kunden sein zu können.

Die Abstände für Ausschreibungen werden von unseren Kunden immer kürzer gewählt. Das kann in der Folge dazu führen, dass der Bereich Lager sich vom ertragreichen zum gefährdeten Bereich entwickelt. Jedoch sehen wir weiterhin eine starke Nachfrage an flexiblen und qualitativ hochwertigen Dienstleistungen. Durch einen starken Fokus auf unsere Flexibilität und Qualität wollen wir uns zum Qualitätsmarktführer entwickeln.

 

Schönefeld, den 20. Juni 2024

gez

André Michael Reich

Grit Schmider

Bernd Schmider

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

UNITAX-PHARMALOGISTIK GMBH, SCHÖNEFELD

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 912.306,00 1.129.894,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 51.132,00 77.968,00
II. Sachanlagen 816.924,00 1.007.676,00
III. Finanzanlagen 44.250,00 44.250,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.703.295,68 2.277.181,95
I. Vorräte 1.550,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.170.265,66 1.464.013,09
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 30.000,00 (Vorjahr: EUR 61.148,62)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 531.480,02 813.168,86
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 238.630,86 172.844,39
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.076.195,84 1.320.567,78
4.930.428,38 4.900.488,12

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 146.000,00 146.000,00
III. Verlustvortrag -1.766.567,78 -339.543,24
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 244.371,94 -1.427.024,54
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.076.195,84 1.320.567,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 962.887,47 713.811,02
C. VERBINDLICHKEITEN 3.967.540,91 4.186.677,10
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.660.540,03 (Vorjahr: EUR 1.640.702,83)
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren: EUR 1.236.666,59 (Vorjahr: EUR 1.236.666,59)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.251.337,30 2.515.861,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 335.861,00 (Vorjahr: EUR 335.861,66)
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren: EUR 1.236.666,59 (Vorjahr: EUR 1.236.666,59)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 367.599,58 365.974,08
4.930.428,38 4.900.488,12

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 13.393.979,70 13.969.595,61
2. Personalaufwand 5.125.198,56 5.897.661,02
a) Löhne und Gehälter 4.158.542,46 4.820.872,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 966.656,10 1.076.788,78
- davon für Altersversorgung: EUR 5.836,71 (Vorjahr: EUR 4.889,52)
3. Abschreibungen 257.903,34 353.501,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 257.903,34 353.501,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.585.503,60 9.043.999,75
5. Betriebsergebnis 425.374,20 -1.325.566,36
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 332,00 45,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 144.142,95 70.946,63
8. Finanzergebnis -143.810,95 -70.901,63
9. Ergebnis nach Steuern 281.563,25 -1.396.467,99
10. Sonstige Steuern 37.191,31 30.556,55
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 244.371,94 -1.427.024,54

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

UNITAX-PHARMALOGISTIK GMBH, SCHÖNEFELD

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die UNITAX-Pharmalogistik GmbH hat ihren Sitz in Schönefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus innerhalb der Abteilung B unter der Nummer 11194 eingetragen.

Die Gesellschaft weist gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanz wird vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt; die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungswerten bis zu EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr sofort in vollem Umfang abgeschrieben und deren sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungswerten zwischen EUR 800,01 und EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zum Nennwert oder aufgrund von Wertminderungen zum niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, Risiken eines nicht termingerechten Zahlungseingangs oder Forderungsausfalles sind durch angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Auf fremde Währungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet und berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und es wird eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und deren Entwicklung sind am Ende des Anhangs dargestellt.

Die Finanzanlagen stellen sich wie folgt dar:

1. GDP network solutions GmbH, Biebesheim am Rhein, mit einem Anteil von 10,00%

(Eigenkapital 31.12.2023: EUR 266.657,58, Jahresergebnis 2023: EUR 102.779,64)

2. Medtrasol 4.0 GmbH, Kassel, mit einem Anteil von 33,35%

(Eigenkapital 31.12.2023: EUR 386.993,69, Jahresergebnis 2023: EUR 89.576,99)

Verbindlichkeiten

Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen die Abtretung einer Risikolebensversicherung, einer selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaft des Anteilseigners, Sicherungsübereignungen einzelner Wirtschaftsgüter, die Eintragung einer Buchgrundschuld auf ein Objekt des Anteilseigners sowie eine anteilige Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sind in Höhe von EUR 678.809,71 (Vorjahr: EUR 943.333,60) gegenüber Kreditinstituten und in Höhe von EUR 367.599,58 (Vorjahr: EUR 365.974,08) gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB.

V. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus nicht laufendem Geschäftsverkehr resultieren im Wesentlichen aus Betriebskostenabrechnungen (TEUR 9), Schadensfällen (TEUR 62), Wertberichtigungseinstellungen (TEUR 39), sowie sonstigen aperiodischen Aufwendungen (TEUR 48).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 3.425 p. a. und betreffen insbesondere Mieten für Betriebsimmobilien sowie Leasingverträge.

VI. SONSTIGE ANGABEN

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 110 Mitarbeiter (40 Angestellte; 70 Arbeiter) beschäftigt.

Geschäftsleitung

Geschäftsführer i.S.d. § 285 Nr.10 HGB:

Herr André Reich, Berlin

Frau Grit Schmider, Berlin, (ab 01.10.2023)

Herr Bernd Schmider, Berlin (ab 01.01.2024)

jeweils einzelvertretungsberechtigt mit Befreiung von den Beschränkungen des §181 BGB.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Vergütung des Abschlussprüfers beträgt TEUR 15.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 560.456,88 1.604,50 0,00 562.061,38
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1.569.963,20 6.252,00 0,00 1.576.215,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 839.149,22 32.458,84 0,00 871.608,06
2.409.112,42 38.710,84 0,00 2.447.823,26
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 44.250,00 0,00 0,00 44.250,00
44.250,00 0,00 0,00 44.250,00
3.013.819,30 40.315,34 0,00 3.054.134,64
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 482.488,88 28.440,50 0,00 510.929,38
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 877.771,20 109.520,00 0,00 987.291,20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 523.665,22 119.942,84 0,00 643.608,06
1.401.436,42 229.462,84 0,00 1.630.899,26
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.883.925,30 257.903,34 0,00 2.141.828,64
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 51.132,00 77.968,00
II. SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 588.924,00 692.192,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.000,00 315.484,00
816.924,00 1.007.676,00
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 44.250,00 44.250,00
44.250,00 44.250,00
912.306,00 1.129.894,00

 

Schönefeld, den 20. Juni 2024

gez

André Michael Reich

Grit Schmider

Bernd Schmider

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die UNITAX-Pharmalogistik GmbH, Schönefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UNITAX-Pharmalogistik GmbH, Schönefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNITAX-Pharmalogistik GmbH, Schönefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern. resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 24. Juni 2024

Prüfungs- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

A. Becker, Wirtschaftsprüfer

J. Kohler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterversammlungsbeschluss vom 08.07.2024 festgestellt.

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