Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 83786
Eingetragen
22.11.2010
Branche
Güterbeförderung in der BinnenschifffahrtGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtSpeditionen
Gegenstand
Der Internationale Freight Management und die Übersee-Logistik.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CLASQUIN SAFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CLASQUIN SA
France
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Clasquin Germany GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell


Die Clasquin Germany GmbH ist Teil der Clasquin S.A. mit Hauptsitz in Lyon - Frankreich, einem weltweit agierenden Konzern (Clasquin-Gruppe), spezialisiert in der Organisation und Durchführung von internationalen Verkehren im Bereich der Luft- und Seefracht sowie der Übersee-Logistik. Mit weltweit 1600 Mitarbeitern in 25 Ländern und 85 Niederlassungen ist die Clasquin-Gruppe ein multinationaler, mittelständischer Anbieter im Bereich überseeischer Speditions- und Logistiklösungen. Sie verwaltet und organisiert für ihre Kunden die Warenströme in Europa, Asien, Amerika, Maghreb und Zentral-Afrika. Die Clasquin Germany GmbH wurde 2010 als 100%ige Tochtergesellschaft von Clasquin S.A. Lyon, Frankreich, mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 22. November.
Der Geschäftsbetrieb der Clasquin Germany GmbH fokussiert sich auf den Bereich überseeischer Speditions- und Logistiklösungen. Diese Positionierung ermöglicht, globale End-to-End-Lösungen anzubieten wie die Giganten der Branche mit der Servicequalität eines mittelständischen Unternehmens (Kundennähe, maßgeschneiderte Angebote, Kreativität, Reaktionsvermögen).

Damit bieten wir ein Komplettpaket von Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung im Supply-Chain Overseas Management an. Dies umfasst die Konzipierung und Steuerung von "maßgeschneiderten" Transport- und Logistiklösungen sowie die Selektion und Koordination eines Netzwerks von Zulieferern, die zu den effizientesten am Markt zählen.

Die Clasquin Germany GmbH hat Zweigniederlassungen in Hamburg und Langenhagen/Hannover. Die zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 errichtete Zweigniederlassung in Langenhagen/Hannover soll in 2024 wieder geschlossen werden.

1.2. Schwerpunkte Dienstleistung


Die Hauptaufgabe unserer Teams besteht darin, die Ziele der Lieferkette unserer Kunden, deren Organisation, ihrer internen Prozesse und die Art ihrer Kundenbeziehungen zu verstehen. Wenn wir die Bedürfnisse ihrer globalen Logistikkette verstehen, können unsere Expertenteams Lösungen entwickeln, die auf die Anforderungen der Lieferketten unserer Kunden zugeschnitten sind.Im Wesentlichen umfassen unsere Dienstleistungen folgende Bereiche:
§ Internationale Spedition § Organisation und Durchführung von Überseetransporten per See- und Luftfracht § Durchführung von Zollabwicklungen

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.Rund 319 Milliarden Euro setzte die deutsche Logistikbranche im Jahr 2022 um. Der Umsatz ist damit gegenüber dem Jahr 2021 erneut leicht gestiegen. Im Jahr 2023 betrug der gesamte Umsatz in der Logistikbranche in Deutschland rund 327 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einem Wachstum von rund 2,5 % und ist rund 16 % mehr als noch in 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Krise. Den Umsatz generieren Unternehmen in den Bereichen Transport, Umschlag, Lagerei, Spedition und Verpackung und bilden damit noch vor den Branchen Maschinenbau und Chemie/Pharma einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Dienstleistung Transport hat dabei den größten Anteil am deutschen Logistikmarkt.

2.2. Geschäftsverlauf


Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Clasquin Germany GmbH die Sendungsanzahl (+43 %) sowie den Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich bezogene Leistungen) um rd. 6,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Auf der anderer Seite stiegen die übrigen Aufwendungen (ohne bezogene Leistungen) um rd. 8,2 %.
Die maßgeblichen Faktoren für die Veränderungen zum Vorjahr sind:
§ Eröffnung einer dritten Niederlassung in Langenhagen mit 6 Mitarbeitern § Verstärkung des operativen sowie vertriebsseitigen Teams in Hamburg § Generell bessere Auftragslage durch:
o Akquisition von Neukundengeschäft, u. a. auch Global Accounts. 23,53 % des gesamt generierten Rohertrags wurde durch Neukundengeschäft erwirtschaftet.
o Konzentration auf Netzwerkaktivitäten weltweit o Übernahme des Kundenstammes eines durch altersbedingte und fehlende Nachfolgeregelung betroffenen Kleinunternehmers am Düsseldorfer Flughafen mit dem Kerngeschäft Luftfracht § Maßgeblicher Geschäftsausbau bei unseren Top 20 Kunden

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1.  Ertragslage


Die Umsatzerlöse sind in 2023 um TEUR - 1.033 (- 3,9 %) von TEUR 26.220 auf TEUR 25.187 gesunken. Diese negative Entwicklung ist im Wesentlichen auf gesunkene Frachtraten in den Luftfracht- und Seefrachtmärkten zurückzuführen. Beim Rohertrag handelt es sich um den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator der Gesellschaft. Der Rohertrag konnte in 2023 um TEUR 393 (6,9 %) auf TEUR 6.108 (Vorjahr: TEUR 5.715) gesteigert werden. Dies ist hauptsächlich auf eine um rd. 43 % gestiegene Anzahl von Sendung im Jahr 2023 (12.119) im Vergleich zum Vorjahr (8.469) zurückzuführen. Der Anstieg des Rohertrags zwischen 2022 und 2023 betrifft im Wesentlichen die folgenden Business Lines:

See Import
+ TEUR 221
See Export
+ TEUR 299
Cross Trades
- TEUR 833
Luft Import
+ TEUR 16
Luft Export
+ TEUR 422
Andere Geschäftsbereiche
+ TEUR 248



Der im Vorjahr für 2023 prognostizierte Rohertrag konnte um rd. 4,8 % aufgrund der o. g. Faktoren übertroffen werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 510 auf TEUR 260 gesunken. Der Rückgang resultiert insbesondere aus verminderten Erträgen aus Währungsumrechnung (TEUR 32; Vorjahr: TEUR 184).
Den Erlösen stehen Materialaufwendungen (bezogene Leistungen) von TEUR 19.079 (Vorjahr: TEUR 20.505) entgegen. Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 78,2 % auf 75,7 % gesunken.
Die Personalaufwendungen (TEUR 2.489, Vorjahr: TEUR 2.117) sind um TEUR 372 (17,6 %) insbesondere aufgrund der von 24 auf 30 Angestellte erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl sowie aufgrund von Gehaltserhöhungen, Abfindungen und Boni angestiegen. Diese Entwicklung steht vor allem in Zusammenhang mit der Eröffnung der Zweigniederlassung in Langenhagen/Hannover zum 01.02.2023. Die Personalaufwandsquote ist um 1,8 Prozentpunkte auf 9,9 % gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 148 von TEUR 2.127 auf TEUR 2.275 gestiegen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungskosten (TEUR 309; Vorjahr: TEUR 38), wohingegen die Aufwendungen aus Währungsumrechnung (TEUR 39; Vorjahr: TEUR 182) gesunken sind.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 495 (Vorjahr TEUR 615) betreffen den Veranlagungszeitraum 2023.
Die Clasquin Germany GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen im Vorjahresvergleich um TEUR - 248 (- 18,6 %) verminderten Jahresüberschuss von TEUR 1.083 erwirtschaftet (Vorjahr: TEUR 1.331).
2.3.2. Finanzlage Die Liquidität der Clasquin Germany GmbH wird durch die positiven Cashflows aus ihrer operativen Tätigkeit sichergestellt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit verminderte sich von TEUR 2.724 im Vorjahr um TEUR 2.332 auf TEUR 392. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verminderte sich von TEUR - 8 im Vorjahr auf TEUR - 24 und betrifft Investitionen in Sachanlagen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR - 800 (Vorjahr: TEUR - 1.150) und beinhaltet die Ausschüttungen an die Gesellschafter. Insgesamt führte dies im Berichtsjahr zu einer Reduzierung der flüssigen Mittel um TEUR - 432 auf TEUR 1.638 (Vorjahr: TEUR 2.070).
Die Clasquin Germany GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

2.3.2. Vermögenslage


Die Bilanzsumme reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 8.087 im Vorjahr auf TEUR 7.912.
Das Sachanlagevermögen belief sich auf TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 70) und reduzierte sich, da die planmäßigen Abschreibung von TEUR 25 die Zugänge des Geschäftsjahres von TEUR 24 überstiegen haben. Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital abgedeckt. Investitionen wurden im Bereich Geschäftsausstattung (TEUR 24) getätigt, bei denen es sich im Wesentlichen um Büroeinrichtung und IT-Ausstattung handelt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von TEUR 5.132 im Vorjahr auf TEUR 4.534. Die Veränderung des Forderungsbestands steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Rückgang der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich von TEUR 402 im Vorjahr auf TEUR 1.231 zum 31.12.2023. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen projektbezogenen Kostenweiterbelastungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 437 (Vorjahr: TEUR 374) betreffen im Wesentlichen Vorsteuererstattungsansprüche (TEUR 333) und Kautionen (TEUR 86).
Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023 TEUR 1.814 (Vorjahr: TEUR 1.531). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 22,9 % (Vorjahr: 18,9 %) und die Eigenkapitalrendite liegt bei 64,7 % (Vorjahr: 92,4 %).
Die Steuerrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 910 um TEUR 130 auf TEUR 780 gesunken.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 228), betreffen Lieferungen und Leistungen und liegen auf Vorjahresniveau.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 89 sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 79) leicht erhöht und betreffen im Wesentlichen Lohn- und Kirchensteuer sowie Zölle/Einfuhrabgaben.
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 ist aus Sicht der Geschäftsführung als positiv zu bewerten.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1. Risikoberich t


Der Unternehmenswert der Clasquin Germany GmbH soll mit Hilfe von Planungs- und Controlling-Prozessen nachhaltig gesichert und gesteigert werden. In regelmäßigen länderübergreifenden sowie regionalen Meetings werden daher die Risiken sowie die strategische Planung besprochen. Dabei werden die aktuellen Marktentwicklungen analysiert, eine Einschätzung der Mitbewerbersituation vorgenommen und ein regelmäßiges Benchmarking als Basis für notwendige Steuerungsmaßnahmen angewendet. Etwaige Kurskorrekturen oder Anpassungen an die Marktsituation werden beschlossen und anschließend in den einzelnen Geschäftseinheiten umgesetzt. Das Risikomanagement ist dem Mutterkonzern Clasquin S.A. zugeordnet. Es folgt eine Darstellung der für die Clasquin Germany GmbH spezifischen Sektor-Risiken:§ Makroökonomisches Umfeld: Der Speditions- und Logistiksektor ist ein Markt, der stark mit den globalen Handelsaussichten korreliert. So hat beispielsweise die Gesundheitskrise im Zusammenhang mit der weltweiten COVID-19-Pandemie den internationalen Handel beeinträchtigt.
§ Personal: Talentierte Mitarbeiter sind eine wichtige Ressource; die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern stellt für Dienstleistungsunternehmen eine fortwährende Herausforderung dar.
§ IT-technologische Entwicklungen: IT-Systeme, Netzwerke und damit verbundene Prozesse sind für die Geschäftstätigkeit von wesentlicher Bedeutung. Anpassungen an technologische Entwicklungen, wie die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und die Cybersicherheit, sind ständige unternehmerische Herausforderungen.
§ Compliance: Der Speditions- und Logistiksektor unterliegt einer Reihe von zunehmend komplexen nationalen und internationalen Gesetzen und Vorschriften.
§ Abhängigkeit von Dritten: An der Logistikkette sind zahlreiche Akteure (Schifffahrtsgesellschaften, Fluggesellschaften, Straßentransportunternehmen usw.) beteiligt und die Spediteure sind von anderen Marktteilnehmern abhängig.
§ Umweltfragen: Die Akteure des Speditions- und Logistiksektors müssen kurz-, mittel- und langfristig auf eine bessere Kontrolle ihrer Umweltauswirkungen hinwirken. Dies kann durch Initiativen erfolgen, die ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt sowie die Entwicklung und breite Einführung umweltfreundlicher Technologien fördern. Ziel ist es, die Umweltbelastungen durch ein Energieeffizienzkonzept zu reduzieren, das die Verringerung des Energie- und Kohlenstoff-Fußabdrucks unterstützt, Kosten spart und hilft, damit verbundene Krisen zu vermeiden.
Die Finanzrisiken fallen vergleichsweise gering aus, da die Clasquin Germany GmbH nur die Distribution in Deutschland übernimmt. Unsere Forderungszahlungseingänge erfolgten im Berichtsjahr durchschnittlich innerhalb von ca. 35 Tagen und bewegen sich auf einem stabilen Niveau. Wir erwarten eine nahezu gleichbleibende Bonität. Zur Absicherung gegen Zahlungsausfälle wurde ein länderübergreifender Risikomanagementprozess etabliert. Mit dem Risikomanagementprozess sollen bestandsgefährdende und andere wesentliche Risiken systematisch und kontinuierlich identifiziert, beurteilt, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen und das Risikobewusstsein im Unternehmen zu erhöhen. Im Bedarfsfall könnte die Muttergesellschaft zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellen. Die Finanzierung der laufenden Geschäfte war zu jeder Zeit sichergestellt.
Währungsrisiken bestehen kaum, da die Transaktionen im Wesentlichen in Euro stattfinden.
Zusammenfassend wurden nur die branchenüblichen Risiken identifiziert. Weitere Risiken sehen wir derzeit auf Basis der Unternehmensplanung für die kommenden zwei Jahre nicht.
Am 24. Februar 2022 startete Russland einen militärischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die internationale Staatengemeinschaft verurteilt die Entscheidung des russischen Präsidenten, die Ukraine erobern zu wollen. Neben der breiten Solidarität für den ukrainischen Staat folgten zahlreiche Sanktionen gegen Russland, dessen wirtschaftliche Auswirkungen auch westeuropäische Staaten beeinflussten. Die Sorge um einen Lieferstopp relevanter Energieträger sorgte für einen massiven Preisanstieg im Energiesektor und einer Inflationsrate auf Rekordniveau. Der Ukraine Krieg hat weiterhin Auswirkungen auf die globale Lieferkette und Preise, die auch unsere Gesellschaft betreffen können. Zusammenfassend sind aber keine bedeutenden Risiken zu verzeichnen, da nach derzeitigem Stand im Hinblick auf den Ukraine Krieg zukünftig keine wesentlichen Auswirkungen erkennbar sind.
Wir sehen aus den vorgenannten Risiken weiterhin keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft. Nach Ansicht der Geschäftsführung gibt es derzeit keine Risiken, die einzeln oder insgesamt den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

3.2. Chancenbericht


Die Clasquin Germany GmbH hat sich fünf Prioritäten in einem Umfeld gesetzt, das durch einen Rückgang der Gewinnspannen pro Einheit bei Rückkehr zu normalen Luft- und Seefrachtraten in einer unsicheren Wirtschaftslage geprägt ist:
1. Die Akquisition neuer Kunden fortsetzen, insbesondere mit der Initiative "Global Accounts", die sich als erfolgreich erwiesen hat.
2. Verstärkung der Durchdringung von LIVE-Anwendungen bei unseren Kunden, damit sie vom Mehrwert unserer digitalen Lösungen (Online-Buchungen, Bestellmanagement, Entscheidungshilfen, Werkzeuge usw.) profitieren können.
3. Beschleunigung der Entwicklung des Handels zwischen Europa/Nordafrika und Afrika südlich der Sahara durch geplante Unternehmensübernahmen durch die Clasquin-Gruppe.
4. Verbesserung des Verhältnisses zwischen Kosten und Auftragserlösen in einer Zeit sinkender Margen.
5. Intensivierung der GREEN-Lösungen der Clasquin-Gruppe mit dem Ziel, einen Beitrag zur Dekarbonisierung des internationalen Verkehrs zu leisten.

3.3. Prognosebericht


Für das Jahr 2024 rechnet das ifo-Institut (Stand: 03/2024) mit einem leichten Wachstum des BIP von rd. 0,2 Prozent. Somit hat das ifo-Institut seine Prognose aus Dezember 2023 für das Jahr 2024 deutlich gesenkt (um 0,9 Prozentpunkte). Für das Jahr 2025 hat das Wirtschaftsinstitut die Schätzung hingegen erhöht und geht von einem Wachstum von 1,5 Prozent aus.
Ähnlich sieht es bei den anderen Wirtschaftsinstituten aus, die im März 2024 ihre BIP-Prognosen bereits aktualisiert haben: alle Institute haben ihre BIP-Prognosen für das Jahr 2024 gekürzt, teilweise erheblich. Das Handelsblatt Research Institute (HRI) geht sogar davon aus, dass es auch im Jahr 2024 erneut zu einer Rezession kommen kann und die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent sinken könnte. Das IW Köln (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) und das IMK (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung) gingen bereits im Dezember des letzten Jahres davon aus, dass es im Jahr 2024 zu einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung und somit zu einer Rezession kommen könnte.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung der Clasquin Germany GmbH für das Jahr 2024 eine leichte Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Jahr 2023.
Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft im Vorjahresvergleich mit einem leichten Rückgang des Rohertrags und aufgrund von sonstigen Kostensteigerungen mit einem vergleichsweise deutlicheren Rückgang des Jahresüberschusses.

Düsseldorf, 23. Mai 2024 Thorsten Völker

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 68.949,46 70.458,93
I. Sachanlagen 68.949,46 70.458,93
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.949,46 70.458,93
B. Umlaufvermögen 7.840.561,19 7.978.880,80
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.202.248,22 5.908.569,90
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.231.360,56 402.411,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.970.887,66 5.506.158,47
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.638.312,97 2.070.310,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.965,57 37.686,98
Aktiva 7.912.476,22 8.087.026,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.813.652,90 1.531.100,56
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 531.100,56  
III. Jahresüberschuss 1.082.552,34 1.331.100,56
B. Rückstellungen 5.154.853,40 5.926.428,41
C. Verbindlichkeiten 943.969,92 629.497,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 234.313,33 228.141,37
2. sonstige Verbindlichkeiten 709.656,59 401.356,37
Passiva 7.912.476,22 8.087.026,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.368.261,15 6.225.481,18
2. Personalaufwand 2.489.383,59 2.116.985,96
a) Löhne und Gehälter 2.142.871,60 1.823.985,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 346.511,99 293.000,15
3. Abschreibungen 25.058,00 23.608,59
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.058,00 23.608,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.274.928,27 2.126.644,36
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 39.428,15 181.713,23
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.524,33  
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.167,17 9.120,71
davon an verbundene Unternehmen 8.167,17 9.120,71
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 495.182,11 615.373,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.086.066,34 1.333.748,56
9. Sonstige Steuern 3.514,00 2.648,00
10. Jahresüberschuss 1.082.552,34 1.331.100,56

Anhang


Allgemeine Angaben Die Clasquin Germany GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 83786 geführt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB und der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde zum Teil Gebrauch gemacht.

Davon-Vermerke in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, sind aufgrund der Klarheit und Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 bzw. 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten,
Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

In Fremdwährungen bestehende kurzfristige Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt.

In Fremdwährungen bestehende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ebenfalls zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umge rechnet, jedoch unter Beachtung von Realisations-, Imparitäts- und Anschaffungskostenprinzip.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen  Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben.

Sofern bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit die Gründe für in früheren
Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäftsoder Firmenwert handelt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 250 werden als sofortiger Aufwand verbucht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag ilanziert.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden gemäß § 253 HGB ermittelt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Sämtliche Rück stellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzerlöse werden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistungen bzw. im Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und  -aufwendungen werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva
Die Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 1.231; Vorjahr: T€ 402) betreffen mit T€ 1.168 (Vorjahr: T€ 402) Lieferungen und Leistungen und mit T€ 63 (Vorjahr: T€ 0) Darlehen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen T€ 176 (Vorjahr: T€ 168) auf Gesellschafter.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Vorsteuererstattungsansprüche (T€ 333; Vorjahr: T€ 288) und Kautionen (T€ 86; Vorjahr: T€ 76).

Passiva
Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags.

Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.Das Stammkapital beträgt € 200.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2022 wurden in 2023 T€ 800 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Zoll- und Frachtgebühren i.H.v. T€ 3.697 (Vorjahr: T€ 4.217), Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich i. H. v. T€ 608 (Vorjahr: T€ 709) sowie sonstige ausstehende Rechnungen i. H. v. T€ 70 (Vorjahr: T€ 90).
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 234; Vorjahr: T€ 228) betreffen Lieferungen und Leistungen und entfallen mit T€ 101 (Vorjahr: T€ 96) auf Gesellschafter.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 89; Vorjahr: T€ 79) betreffen mit T€ 28 (Vorjahr: T€ 29) Verbindlichkeiten auf Steuern und mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 21) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung von T€ 32 (Vorjahr: T€ 184).

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von T€ 39 (Vorjahr: T€ 182).
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 840.

Die Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, hat Bürgschaften für Lieferanten in Höhe von T€ 220 übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird als unwahrscheinlich angesehen, da die Schuldner über eine gute Bonität verfügen und bislang ihre Verpflichtungen aus den Hauptschuldverhältnissen ohne Probleme erfüllen konnten.

Angaben über Unternehmensbeziehungen
Die Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, ist ein Tochterunternehmen der Clasquin S.A., Lyon, Frankreich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Clasquin S.A., Lyon, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss der Clasquin S.A., Lyon, Frankreich, ist erhältlich unter https://www.clasquin.com.

Arbeitnehmerzahlen
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 30 (Vorjahr: 24) Mitarbeiter, die sich wie folgt aufteilen:


2023
Country Management
1
General Management
2
Operations
21
Sales Inside & Support
1
Sales Outside
5

30



Geschäftsführung
Geschäftsführer ist Herr Thorsten Völker, Speditionskaufmann, Rommerskirchen. Herr Thorsten Völker hat Alleinvertretungsbefugnis.

Bezüge der Geschäftsführung
Da es nur einen Geschäftsführer gibt, wurde auf die Angaben der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 9a und b HGB unter Verwendung von § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Gewährte Kredite an Geschäftsführer
Dem Geschäftsführer wurde im Jahr 2023 ein Kredit in Höhe von T€ 125 gewährt. Der Kredit wird mit 2,24 % p. a. verzinst. In 2023 erfolgten Tilgungen in Höhe von T€ 99.

Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.082.552,34 ab.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung ein getreten:

Unterzeichnung des Kaufertrags über den Erwerb von 42,06 % des Aktienkapitals von Clasquin durch SAS Shipping Agencies Services Sàrl ("SAS").

Im Anschluss an die Pressemitteilungen vom 4. Dezember 2023 und 21. März 2024 und nach Abschluss der Informations- und Konsultationsverfahren mit den zuständigen Arbeitnehmer vertretungen von Clasquin, die eine befürwortende Stellungnahme abgegeben haben, haben Yves REVOL, OLYMP und SAS Shipping Agencies Services Sàrl ("SAS"), eine Tochtergesellschaft der MSC Mediterranean Shipping Company SA, einen Kaufvertrag über den Erwerb von 42,06 % des Aktien kapitals von Clasquin durch SAS zu einem Preis von € 142,03 je Aktie unterzeichnet.

Der Abschluss der Transaktion, die noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden muss, wird bis zum Jahresende erwartet.

Die Clasquin-Gruppe würde mit ihren Teams und unter den Marken der Gruppe (insbesondere Clasquin, Timar, LCI-Clasquin Cargolution, CVL, Exaciel, Art Shipping International und Transports Petit) weiterarbeiten. Aus der Transaktion ergeben sich derzeit keine direkten finanziellen Auswirkungen auf die Clasquin Germany GmbH.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 hat die Clasquin Germany GmbH eine Zweigniederlassung in Langenhagen errichtet, die in 2024 wieder geschlossen werden soll. Die Zweigniederlassung Langenhagen hat im Jahr 2023 einen Umsatz von rd. Mio. € 3,3 und ein EBT von rd. T€ - 68 erwirtschaftet.

 

Düsseldorf, 23. Mai 2024

sonstige Berichtsbestandteile


gez. Thorsten Völker

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf Wir haben den Jahresabschluss der Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der  Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Femer sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Femer sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/l-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfling des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."
Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n. F.).

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Düsseldorf, den 23. Mai 2024
EGSZ Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ralf Sindelar Wirtschaftsprüfer

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