Clasquin
Germany GmbH
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen der Gesellschaft
1.1. Geschäftsmodell
Die Clasquin Germany GmbH ist Teil der Clasquin S.A.
mit Hauptsitz in Lyon - Frankreich, einem weltweit
agierenden Konzern (Clasquin-Gruppe), spezialisiert in der
Organisation und Durchführung von internationalen
Verkehren im Bereich der Luft- und Seefracht sowie der
Übersee-Logistik. Mit weltweit 1600 Mitarbeitern in 25
Ländern und 85 Niederlassungen ist die Clasquin-Gruppe
ein multinationaler, mittelständischer Anbieter im
Bereich überseeischer Speditions- und
Logistiklösungen. Sie verwaltet und organisiert
für ihre Kunden die Warenströme in Europa, Asien,
Amerika, Maghreb und Zentral-Afrika. Die Clasquin Germany
GmbH wurde 2010 als 100%ige Tochtergesellschaft von
Clasquin S.A. Lyon, Frankreich, mit Sitz in Düsseldorf
gegründet. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte
am 22. November.
Der Geschäftsbetrieb der Clasquin Germany GmbH
fokussiert sich auf den Bereich überseeischer
Speditions- und Logistiklösungen. Diese Positionierung
ermöglicht, globale End-to-End-Lösungen
anzubieten wie die Giganten der Branche mit der
Servicequalität eines mittelständischen
Unternehmens (Kundennähe, maßgeschneiderte
Angebote, Kreativität, Reaktionsvermögen).
Damit bieten wir ein Komplettpaket von
Dienstleistungen mit hoher Wertschöpfung im
Supply-Chain Overseas Management an. Dies umfasst die
Konzipierung und Steuerung von "maßgeschneiderten"
Transport- und Logistiklösungen sowie die Selektion
und Koordination eines Netzwerks von Zulieferern, die zu
den effizientesten am Markt zählen.
Die Clasquin Germany GmbH hat Zweigniederlassungen in
Hamburg und Langenhagen/Hannover. Die zu Beginn des
Geschäftsjahres 2023 errichtete Zweigniederlassung in
Langenhagen/Hannover soll in 2024 wieder geschlossen
werden.
1.2. Schwerpunkte Dienstleistung
Die Hauptaufgabe unserer Teams besteht darin, die
Ziele der Lieferkette unserer Kunden, deren Organisation,
ihrer internen Prozesse und die Art ihrer Kundenbeziehungen
zu verstehen. Wenn wir die Bedürfnisse ihrer globalen
Logistikkette verstehen, können unsere Expertenteams
Lösungen entwickeln, die auf die Anforderungen der
Lieferketten unserer Kunden zugeschnitten sind.Im
Wesentlichen umfassen unsere Dienstleistungen folgende
Bereiche:
§ Internationale Spedition
§ Organisation und Durchführung von
Überseetransporten per See- und Luftfracht
§ Durchführung von Zollabwicklungen
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im
Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.
Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der
Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor
krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der
jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise
auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur.
Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch
steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In-
und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen
Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht
weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der
Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 %
höher.Rund 319 Milliarden Euro setzte die deutsche
Logistikbranche im Jahr 2022 um. Der Umsatz ist damit
gegenüber dem Jahr 2021 erneut leicht gestiegen. Im
Jahr 2023 betrug der gesamte Umsatz in der Logistikbranche
in Deutschland rund 327 Milliarden Euro. Das entspricht im
Vergleich zu 2022 einem Wachstum von rund 2,5 % und
ist rund 16 % mehr als noch in 2019, dem letzten Jahr
vor der Corona-Krise. Den Umsatz generieren Unternehmen in
den Bereichen Transport, Umschlag, Lagerei, Spedition und
Verpackung und bilden damit noch vor den Branchen
Maschinenbau und Chemie/Pharma einen der wichtigsten
Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Dienstleistung
Transport hat dabei den größten Anteil am
deutschen Logistikmarkt.
2.2. Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Clasquin
Germany GmbH die Sendungsanzahl (+43 %) sowie den
Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich bezogene
Leistungen) um rd. 6,9 % im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum steigern. Auf der anderer Seite stiegen
die übrigen Aufwendungen (ohne bezogene Leistungen) um
rd. 8,2 %.
Die maßgeblichen Faktoren für die
Veränderungen zum Vorjahr sind:
§ Eröffnung einer dritten
Niederlassung in Langenhagen mit 6 Mitarbeitern
§ Verstärkung des operativen sowie
vertriebsseitigen Teams in Hamburg § Generell
bessere Auftragslage durch:
o Akquisition von Neukundengeschäft, u. a.
auch Global Accounts. 23,53 % des gesamt generierten
Rohertrags wurde durch Neukundengeschäft
erwirtschaftet.
o Konzentration auf Netzwerkaktivitäten
weltweit o Übernahme des Kundenstammes eines
durch altersbedingte und fehlende Nachfolgeregelung
betroffenen Kleinunternehmers am Düsseldorfer
Flughafen mit dem Kerngeschäft Luftfracht
§ Maßgeblicher Geschäftsausbau bei
unseren Top 20 Kunden
2.3. Lage der Gesellschaft
2.3.1.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind in 2023 um
TEUR - 1.033 (- 3,9 %) von TEUR 26.220
auf TEUR 25.187 gesunken. Diese negative Entwicklung ist im
Wesentlichen auf gesunkene Frachtraten in den Luftfracht-
und Seefrachtmärkten zurückzuführen. Beim
Rohertrag handelt es sich um den wesentlichen finanziellen
Leistungsindikator der Gesellschaft. Der Rohertrag konnte
in 2023 um TEUR 393 (6,9 %) auf TEUR 6.108
(Vorjahr: TEUR 5.715) gesteigert werden. Dies ist
hauptsächlich auf eine um rd. 43 % gestiegene
Anzahl von Sendung im Jahr 2023 (12.119) im Vergleich zum
Vorjahr (8.469) zurückzuführen. Der Anstieg des
Rohertrags zwischen 2022 und 2023 betrifft im Wesentlichen
die folgenden Business Lines:
See Import
|
+ TEUR 221
|
See Export
|
+ TEUR 299
|
Cross Trades
|
- TEUR 833
|
Luft Import
|
+ TEUR 16
|
Luft Export
|
+ TEUR 422
|
Andere
Geschäftsbereiche
|
+ TEUR 248
|
Der im Vorjahr für 2023 prognostizierte
Rohertrag konnte um rd. 4,8 % aufgrund der o. g.
Faktoren übertroffen werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von
TEUR 510 auf TEUR 260 gesunken. Der Rückgang
resultiert insbesondere aus verminderten Erträgen aus
Währungsumrechnung (TEUR 32; Vorjahr: TEUR 184).
Den Erlösen stehen Materialaufwendungen
(bezogene Leistungen) von TEUR 19.079 (Vorjahr: TEUR
20.505) entgegen. Die Materialaufwandsquote ist im
Vergleich zum Vorjahr von 78,2 % auf 75,7 % gesunken.
Die Personalaufwendungen (TEUR 2.489, Vorjahr:
TEUR 2.117) sind um TEUR 372 (17,6 %)
insbesondere aufgrund der von 24 auf 30 Angestellte
erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl sowie
aufgrund von Gehaltserhöhungen, Abfindungen und Boni
angestiegen. Diese Entwicklung steht vor allem in
Zusammenhang mit der Eröffnung der Zweigniederlassung
in Langenhagen/Hannover zum 01.02.2023. Die
Personalaufwandsquote ist um 1,8 Prozentpunkte auf
9,9 % gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um
TEUR 148 von TEUR 2.127 auf TEUR 2.275 gestiegen. Die
Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg
der Rechts- und Beratungskosten (TEUR 309; Vorjahr: TEUR
38), wohingegen die Aufwendungen aus
Währungsumrechnung (TEUR 39; Vorjahr: TEUR 182)
gesunken sind.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe
von TEUR 495 (Vorjahr TEUR 615) betreffen den
Veranlagungszeitraum 2023.
Die Clasquin Germany GmbH hat im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2023 einen im Vorjahresvergleich um
TEUR - 248 (- 18,6 %) verminderten
Jahresüberschuss von TEUR 1.083 erwirtschaftet
(Vorjahr: TEUR 1.331).
2.3.2. Finanzlage Die Liquidität der Clasquin
Germany GmbH wird durch die positiven Cashflows aus ihrer
operativen Tätigkeit sichergestellt. Der Cashflow aus
der operativen Geschäftstätigkeit verminderte
sich von TEUR 2.724 im Vorjahr um TEUR 2.332 auf TEUR
392. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
verminderte sich von TEUR - 8 im Vorjahr auf TEUR - 24 und
betrifft Investitionen in Sachanlagen. Der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR - 800
(Vorjahr: TEUR - 1.150) und beinhaltet die
Ausschüttungen an die Gesellschafter. Insgesamt
führte dies im Berichtsjahr zu einer Reduzierung der
flüssigen Mittel um TEUR - 432 auf TEUR 1.638
(Vorjahr: TEUR 2.070).
Die Clasquin Germany GmbH war im Geschäftsjahr
2023 jederzeit in der Lage, ihre finanziellen
Verpflichtungen zu erfüllen.
2.3.2. Vermögenslage
Die Bilanzsumme reduzierte sich im Geschäftsjahr
2023 von TEUR 8.087 im Vorjahr auf TEUR 7.912.
Das Sachanlagevermögen belief sich auf TEUR 69
(Vorjahr: TEUR 70) und reduzierte sich, da die
planmäßigen Abschreibung von TEUR 25 die
Zugänge des Geschäftsjahres von TEUR 24
überstiegen haben. Das Anlagevermögen ist
vollständig durch das Eigenkapital abgedeckt.
Investitionen wurden im Bereich Geschäftsausstattung
(TEUR 24) getätigt, bei denen es sich im
Wesentlichen um Büroeinrichtung und IT-Ausstattung
handelt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
verringerten sich von TEUR 5.132 im Vorjahr auf
TEUR 4.534. Die Veränderung des
Forderungsbestands steht im Wesentlichen in Zusammenhang
mit dem Rückgang der Umsatzerlöse im
Geschäftsjahr 2023.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
erhöhten sich von TEUR 402 im Vorjahr auf
TEUR 1.231 zum 31.12.2023. Die Veränderung
resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen projektbezogenen
Kostenweiterbelastungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in
Höhe von TEUR 437 (Vorjahr: TEUR 374)
betreffen im Wesentlichen
Vorsteuererstattungsansprüche (TEUR 333) und
Kautionen (TEUR 86).
Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023
TEUR 1.814 (Vorjahr: TEUR 1.531). Die
Eigenkapitalquote beläuft sich auf 22,9 %
(Vorjahr: 18,9 %) und die Eigenkapitalrendite liegt
bei 64,7 % (Vorjahr: 92,4 %).
Die Steuerrückstellungen sind im Vergleich zum
Vorjahr von TEUR 910 um TEUR 130 auf TEUR 780
gesunken.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betragen TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 228),
betreffen Lieferungen und Leistungen und liegen auf
Vorjahresniveau.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR
89 sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 79) leicht
erhöht und betreffen im Wesentlichen Lohn- und
Kirchensteuer sowie Zölle/Einfuhrabgaben.
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 ist aus
Sicht der Geschäftsführung als positiv zu
bewerten.
3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht
3.1. Risikoberich
t
Der Unternehmenswert der Clasquin Germany GmbH soll
mit Hilfe von Planungs- und Controlling-Prozessen
nachhaltig gesichert und gesteigert werden. In
regelmäßigen länderübergreifenden
sowie regionalen Meetings werden daher die Risiken sowie
die strategische Planung besprochen. Dabei werden die
aktuellen Marktentwicklungen analysiert, eine
Einschätzung der Mitbewerbersituation vorgenommen und
ein regelmäßiges Benchmarking als Basis für
notwendige Steuerungsmaßnahmen angewendet. Etwaige
Kurskorrekturen oder Anpassungen an die Marktsituation
werden beschlossen und anschließend in den einzelnen
Geschäftseinheiten umgesetzt. Das Risikomanagement ist
dem Mutterkonzern Clasquin S.A. zugeordnet. Es folgt eine
Darstellung der für die Clasquin Germany GmbH
spezifischen
Sektor-Risiken:§ Makroökonomisches Umfeld:
Der Speditions- und Logistiksektor ist ein Markt, der stark
mit den globalen Handelsaussichten korreliert. So hat
beispielsweise die Gesundheitskrise im Zusammenhang mit der
weltweiten COVID-19-Pandemie den internationalen Handel
beeinträchtigt.
§ Personal: Talentierte Mitarbeiter sind
eine wichtige Ressource; die Rekrutierung und Bindung von
Mitarbeitern stellt für Dienstleistungsunternehmen
eine fortwährende Herausforderung dar.
§ IT-technologische Entwicklungen:
IT-Systeme, Netzwerke und damit verbundene Prozesse sind
für die Geschäftstätigkeit von wesentlicher
Bedeutung. Anpassungen an technologische Entwicklungen, wie
die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und
die Cybersicherheit, sind ständige unternehmerische
Herausforderungen.
§ Compliance: Der Speditions- und
Logistiksektor unterliegt einer Reihe von zunehmend
komplexen nationalen und internationalen Gesetzen und
Vorschriften.
§ Abhängigkeit von Dritten: An der
Logistikkette sind zahlreiche Akteure
(Schifffahrtsgesellschaften, Fluggesellschaften,
Straßentransportunternehmen usw.) beteiligt und die
Spediteure sind von anderen Marktteilnehmern abhängig.
§ Umweltfragen: Die Akteure des Speditions-
und Logistiksektors müssen kurz-, mittel- und
langfristig auf eine bessere Kontrolle ihrer
Umweltauswirkungen hinwirken. Dies kann durch Initiativen
erfolgen, die ein größeres
Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt sowie die
Entwicklung und breite Einführung umweltfreundlicher
Technologien fördern. Ziel ist es, die
Umweltbelastungen durch ein Energieeffizienzkonzept zu
reduzieren, das die Verringerung des Energie- und
Kohlenstoff-Fußabdrucks unterstützt, Kosten
spart und hilft, damit verbundene Krisen zu vermeiden.
Die Finanzrisiken fallen vergleichsweise gering aus,
da die Clasquin Germany GmbH nur die Distribution in
Deutschland übernimmt. Unsere
Forderungszahlungseingänge erfolgten im Berichtsjahr
durchschnittlich innerhalb von ca. 35 Tagen und bewegen
sich auf einem stabilen Niveau. Wir erwarten eine nahezu
gleichbleibende Bonität. Zur Absicherung gegen
Zahlungsausfälle wurde ein
länderübergreifender Risikomanagementprozess
etabliert. Mit dem Risikomanagementprozess sollen
bestandsgefährdende und andere wesentliche Risiken
systematisch und kontinuierlich identifiziert, beurteilt,
gesteuert, überwacht und dokumentiert werden, um die
Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen und
das Risikobewusstsein im Unternehmen zu erhöhen. Im
Bedarfsfall könnte die Muttergesellschaft zur
Vermeidung von Liquiditätsrisiken ausreichend liquide
Mittel zur Verfügung stellen. Die Finanzierung der
laufenden Geschäfte war zu jeder Zeit sichergestellt.
Währungsrisiken bestehen kaum, da die
Transaktionen im Wesentlichen in Euro stattfinden.
Zusammenfassend wurden nur die branchenüblichen
Risiken identifiziert. Weitere Risiken sehen wir derzeit
auf Basis der Unternehmensplanung für die kommenden
zwei Jahre nicht.
Am 24. Februar 2022 startete Russland einen
militärischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die
internationale Staatengemeinschaft verurteilt die
Entscheidung des russischen Präsidenten, die Ukraine
erobern zu wollen. Neben der breiten Solidarität
für den ukrainischen Staat folgten zahlreiche
Sanktionen gegen Russland, dessen wirtschaftliche
Auswirkungen auch westeuropäische Staaten
beeinflussten. Die Sorge um einen Lieferstopp relevanter
Energieträger sorgte für einen massiven
Preisanstieg im Energiesektor und einer Inflationsrate auf
Rekordniveau. Der Ukraine Krieg hat weiterhin Auswirkungen
auf die globale Lieferkette und Preise, die auch unsere
Gesellschaft betreffen können. Zusammenfassend sind
aber keine bedeutenden Risiken zu verzeichnen, da nach
derzeitigem Stand im Hinblick auf den Ukraine Krieg
zukünftig keine wesentlichen Auswirkungen erkennbar
sind.
Wir sehen aus den vorgenannten Risiken weiterhin
keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer
Gesellschaft. Nach Ansicht der Geschäftsführung
gibt es derzeit keine Risiken, die einzeln oder insgesamt
den Fortbestand des Unternehmens gefährden
könnten.
3.2. Chancenbericht
Die Clasquin Germany GmbH hat sich fünf
Prioritäten in einem Umfeld gesetzt, das durch einen
Rückgang der Gewinnspannen pro Einheit bei
Rückkehr zu normalen Luft- und Seefrachtraten in einer
unsicheren Wirtschaftslage geprägt ist:
1. Die Akquisition neuer Kunden fortsetzen,
insbesondere mit der Initiative "Global Accounts", die sich
als erfolgreich erwiesen hat.
2. Verstärkung der Durchdringung von
LIVE-Anwendungen bei unseren Kunden, damit sie vom Mehrwert
unserer digitalen Lösungen (Online-Buchungen,
Bestellmanagement, Entscheidungshilfen, Werkzeuge usw.)
profitieren können.
3. Beschleunigung der Entwicklung des Handels
zwischen Europa/Nordafrika und Afrika südlich der
Sahara durch geplante Unternehmensübernahmen durch die
Clasquin-Gruppe.
4. Verbesserung des Verhältnisses zwischen
Kosten und Auftragserlösen in einer Zeit sinkender
Margen.
5. Intensivierung der GREEN-Lösungen der
Clasquin-Gruppe mit dem Ziel, einen Beitrag zur
Dekarbonisierung des internationalen Verkehrs zu
leisten.
3.3. Prognosebericht
Für das Jahr 2024 rechnet das ifo-Institut
(Stand: 03/2024) mit einem leichten Wachstum des BIP von
rd. 0,2 Prozent. Somit hat das ifo-Institut seine Prognose
aus Dezember 2023 für das Jahr 2024 deutlich gesenkt
(um 0,9 Prozentpunkte). Für das Jahr 2025 hat das
Wirtschaftsinstitut die Schätzung hingegen erhöht
und geht von einem Wachstum von 1,5 Prozent aus.
Ähnlich sieht es bei den anderen
Wirtschaftsinstituten aus, die im März 2024 ihre
BIP-Prognosen bereits aktualisiert haben: alle Institute
haben ihre BIP-Prognosen für das Jahr 2024
gekürzt, teilweise erheblich. Das Handelsblatt
Research Institute (HRI) geht sogar davon aus, dass es auch
im Jahr 2024 erneut zu einer Rezession kommen kann und die
Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent sinken könnte. Das
IW Köln (Institut der deutschen Wirtschaft Köln)
und das IMK (Institut für Makroökonomie und
Konjunkturforschung) gingen bereits im Dezember des letzten
Jahres davon aus, dass es im Jahr 2024 zu einem weiteren
Rückgang der Wirtschaftsleistung und somit zu einer
Rezession kommen könnte.
Insgesamt erwartet die Geschäftsführung der
Clasquin Germany GmbH für das Jahr 2024 eine leichte
Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen
Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Jahr 2023.
Für das Geschäftsjahr 2024 plant die
Gesellschaft im Vorjahresvergleich mit einem leichten
Rückgang des Rohertrags und aufgrund von sonstigen
Kostensteigerungen mit einem vergleichsweise deutlicheren
Rückgang des Jahresüberschusses.
Düsseldorf, 23. Mai 2024 Thorsten Völker
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
68.949,46 |
70.458,93 |
| I.
Sachanlagen |
68.949,46 |
70.458,93 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
68.949,46 |
70.458,93 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.840.561,19 |
7.978.880,80 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.202.248,22 |
5.908.569,90 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.231.360,56 |
402.411,43 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
4.970.887,66 |
5.506.158,47 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.638.312,97 |
2.070.310,90 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
2.965,57 |
37.686,98 |
| Aktiva |
7.912.476,22 |
8.087.026,71 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.813.652,90 |
1.531.100,56 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
200.000,00 |
200.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
531.100,56 |
|
| III.
Jahresüberschuss |
1.082.552,34 |
1.331.100,56 |
| B.
Rückstellungen |
5.154.853,40 |
5.926.428,41 |
| C.
Verbindlichkeiten |
943.969,92 |
629.497,74 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
234.313,33 |
228.141,37 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
709.656,59 |
401.356,37 |
| Passiva |
7.912.476,22 |
8.087.026,71 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
6.368.261,15 |
6.225.481,18 |
| 2.
Personalaufwand |
2.489.383,59 |
2.116.985,96 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.142.871,60 |
1.823.985,81 |
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
346.511,99 |
293.000,15 |
| 3.
Abschreibungen |
25.058,00 |
23.608,59 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
25.058,00 |
23.608,59 |
| 4.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.274.928,27 |
2.126.644,36 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
39.428,15 |
181.713,23 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
10.524,33 |
|
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
8.167,17 |
9.120,71 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
8.167,17 |
9.120,71 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
495.182,11 |
615.373,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.086.066,34 |
1.333.748,56 |
| 9.
Sonstige Steuern |
3.514,00 |
2.648,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
1.082.552,34 |
1.331.100,56 |
Anhang
Allgemeine Angaben Die Clasquin Germany GmbH hat
ihren Sitz in Düsseldorf. Die Gesellschaft wird beim
Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 83786 geführt.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der
handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße
Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB und der
ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die
Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
erstellt. Von den größenabhängigen
Erleichterungen wurde zum Teil Gebrauch gemacht.
Davon-Vermerke in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und
Verlustrechnung sowie Angaben, die wahlweise in der Bilanz
bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang
vorgenommen werden können, sind aufgrund der Klarheit
und Übersichtlichkeit insgesamt im Anhang
aufgeführt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung entspricht den §§ 266 bzw. 275
HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit ausgegangen.
Im Jahresabschluss sind sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten,
Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit
gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der
Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite,
Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.
Die in der Bilanz ausgewiesenen
Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln
bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).
Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind
alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum
Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt
worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag
und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden
sind.
Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht
ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt
worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert
wurden.
Aufwendungen und Erträge des
Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der
Zahlung berücksichtigt worden.
In Fremdwährungen bestehende kurzfristige
Vermögensgegenstände und Schulden mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt.
In Fremdwährungen bestehende
Vermögensgegenstände und Schulden mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ebenfalls zum
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umge rechnet,
jedoch unter Beachtung von Realisations-, Imparitäts-
und Anschaffungskostenprinzip.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten
abzüglich planmäßiger Abschreibungen
bewertet.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear
vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume basieren auf
der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer.
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens,
die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig
abgeschrieben.
Sofern bei Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens zum Abschlussstichtag von einer
voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist,
werden außerplanmäßige Abschreibungen auf
den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit die
Gründe für in früheren
Geschäftsjahren vorgenommene
außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr
bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es
sich nicht um einen entgeltlich erworbenen
Geschäftsoder Firmenwert handelt. Bewegliche
Gegenstände des Anlagevermögens mit
Anschaffungskosten bis zu einem Wert von € 800,00
werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe
abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang
unterstellt wird. Vermögensgegenstände mit
Anschaffungskosten bis € 250 werden als sofortiger
Aufwand verbucht.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder
mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch
Wertberichtigungen berücksichtigt. Soweit die
Gründe für in früheren Geschäftsjahren
vorgenommene außerplanmäßige
Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung
vorgenommen.
Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei
Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag
ilanziert.
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen wurden gemäß
§ 253 HGB ermittelt und berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie
werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter
Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und
Kostenänderungen angesetzt.
Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von
über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem ihrer
Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank
vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Geschäftsjahre. Sämtliche
Rück stellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit
oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden
nicht abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umsatzerlöse werden periodengerecht nach dem
Realisationsprinzip erfasst. Betriebliche Aufwendungen
werden mit Inanspruchnahme der Leistungen bzw. im Zeitpunkt
ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge
und -aufwendungen werden entsprechend ihrer
Entstehung erfasst.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Die Entwicklung des Anlagevermögens für die
Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird
gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€
1.231; Vorjahr: T€ 402) betreffen mit T€ 1.168
(Vorjahr: T€ 402) Lieferungen und Leistungen und mit
T€ 63 (Vorjahr: T€ 0) Darlehen. Von den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen T€
176 (Vorjahr: T€ 168) auf Gesellschafter.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände
betreffen im Wesentlichen
Vorsteuererstattungsansprüche (T€ 333; Vorjahr:
T€ 288) und Kautionen (T€ 86; Vorjahr: T€
76).
Passiva
Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt
gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung
des Gesellschaftsvertrags.
Die Bilanz wurde ohne Verwendung des
Jahresergebnisses aufgestellt.Das Stammkapital beträgt
€ 200.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Aus
dem Bilanzgewinn des Jahres 2022 wurden in 2023 T€ 800
an die Gesellschafter ausgeschüttet.
Die Sonstigen Rückstellungen betreffen
insbesondere ausstehende Zoll- und Frachtgebühren
i.H.v. T€ 3.697 (Vorjahr: T€ 4.217),
Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich i. H. v.
T€ 608 (Vorjahr: T€ 709) sowie sonstige
ausstehende Rechnungen i. H. v. T€ 70 (Vorjahr:
T€ 90).
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und
haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen (T€ 234; Vorjahr: T€ 228) betreffen
Lieferungen und Leistungen und entfallen mit T€ 101
(Vorjahr: T€ 96) auf Gesellschafter.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 89; Vorjahr:
T€ 79) betreffen mit T€ 28 (Vorjahr: T€ 29)
Verbindlichkeiten auf Steuern und mit T€ 0 (Vorjahr:
T€ 21) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen
Sicherheit.
IV. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
Erträge aus Währungsumrechnung von T€ 32
(Vorjahr: T€ 184).
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus Währungsumrechnung von T€ 39
(Vorjahr: T€ 182).
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen
ausschließlich verbundene Unternehmen.
V. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle
Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum
Stichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€
840.
Die Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, hat
Bürgschaften für Lieferanten in Höhe von
T€ 220 übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahme
aus den Bürgschaften wird als unwahrscheinlich
angesehen, da die Schuldner über eine gute
Bonität verfügen und bislang ihre Verpflichtungen
aus den Hauptschuldverhältnissen ohne Probleme
erfüllen konnten.
Angaben über Unternehmensbeziehungen
Die Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, ist ein
Tochterunternehmen der Clasquin S.A., Lyon, Frankreich. Der
Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den
Konzernabschluss der Clasquin S.A., Lyon, Frankreich,
einbezogen. Der Konzernabschluss der Clasquin S.A., Lyon,
Frankreich, ist erhältlich unter
https://www.clasquin.com.
Arbeitnehmerzahlen
Die Gesellschaft beschäftigte im
Jahresdurchschnitt 30 (Vorjahr: 24) Mitarbeiter, die sich
wie folgt aufteilen:
|
2023
|
Country Management
|
1
|
General Management
|
2
|
Operations
|
21
|
Sales Inside &
Support
|
1
|
Sales Outside
|
5
|
|
30
|
Geschäftsführung
Geschäftsführer ist Herr Thorsten
Völker, Speditionskaufmann, Rommerskirchen. Herr
Thorsten Völker hat Alleinvertretungsbefugnis.
Bezüge der Geschäftsführung
Da es nur einen Geschäftsführer gibt, wurde
auf die Angaben der Gesamtbezüge des
Geschäftsführungsorgans gemäß §
285 Nr. 9a und b HGB unter Verwendung von § 286 Absatz
4 HGB verzichtet.
Gewährte Kredite an Geschäftsführer
Dem Geschäftsführer wurde im Jahr 2023 ein
Kredit in Höhe von T€ 125 gewährt. Der
Kredit wird mit 2,24 % p. a. verzinst. In 2023 erfolgten
Tilgungen in Höhe von T€ 99.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von € 1.082.552,34
ab.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind
folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung ein
getreten:
Unterzeichnung des Kaufertrags über den Erwerb
von 42,06 % des Aktienkapitals von Clasquin durch SAS
Shipping Agencies Services Sàrl ("SAS").
Im Anschluss an die Pressemitteilungen vom 4.
Dezember 2023 und 21. März 2024 und nach Abschluss der
Informations- und Konsultationsverfahren mit den
zuständigen Arbeitnehmer vertretungen von Clasquin,
die eine befürwortende Stellungnahme abgegeben haben,
haben Yves REVOL, OLYMP und SAS Shipping Agencies Services
Sàrl ("SAS"), eine Tochtergesellschaft der MSC
Mediterranean Shipping Company SA, einen Kaufvertrag
über den Erwerb von 42,06 % des Aktien kapitals von
Clasquin durch SAS zu einem Preis von € 142,03 je
Aktie unterzeichnet.
Der Abschluss der Transaktion, die noch von den
zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden
muss, wird bis zum Jahresende erwartet.
Die Clasquin-Gruppe würde mit ihren Teams und
unter den Marken der Gruppe (insbesondere Clasquin, Timar,
LCI-Clasquin Cargolution, CVL, Exaciel, Art Shipping
International und Transports Petit) weiterarbeiten. Aus der
Transaktion ergeben sich derzeit keine direkten
finanziellen Auswirkungen auf die Clasquin Germany GmbH.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 hat die
Clasquin Germany GmbH eine Zweigniederlassung in
Langenhagen errichtet, die in 2024 wieder geschlossen
werden soll. Die Zweigniederlassung Langenhagen hat im Jahr
2023 einen Umsatz von rd. Mio. € 3,3 und ein EBT von
rd. T€ - 68 erwirtschaftet.
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Thorsten Völker
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf Wir haben
den Jahresabschluss der Clasquin Germany GmbH,
Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Clasquin Germany GmbH, Düsseldorf, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Femer sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung,
Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig,
anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Femer sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer
(IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/l-v2-hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfling des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung
ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."
Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir
in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
und den Grundsätzen ordnungsmäßiger
Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450
n. F.).
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des
Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung
abweichenden Form (einschließlich der
Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es unserer
erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser
Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere
Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf
§ 328 HGB hin.
Düsseldorf, den 23. Mai 2024
EGSZ Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ralf Sindelar Wirtschaftsprüfer
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