J. Bauer GmbH & Co.KG

83512 Wasserburg a. Inn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRA 2499
Vorher
J. Bauer KG
Eingetragen
27.2.1935

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

J. Bauer GmbH & Co.KG

Wasserburg am Inn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2022

J. Bauer GmbH & Co. KG

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.310.912,15 1.707.925,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 154.231,88 235.751,16
3. Geleistete Anzahlungen 1.516.617,24 2.146.888,31
2.981.761,27 4.090.564,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.842.780,41 51.841.348,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.470.152,87 31.390.294,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.798.705,53 14.547.519,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.726.799,85 6.997.437,34
101.838.438,66 104.776.600,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 75.000,00
2. Beteiligungen 1.084.842,64 1.376.508,64
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.000.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 21.220,00 29.380,00
5. Genossenschaftsanteile 15.603,38 22.203,38
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 4.267.774,51 4.456.854,39
5.439.440,53 6.959.946,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.698.526,10 17.053.016,56
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.201.848,52 951.715,15
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.122.419,03 16.611.328,59
41.022.793,65 34.616.060,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.043.991,65 54.423.787,61
2. Sonstige Vermögensgegenstände 7.884.381,67 8.624.938,40
55.928.373,32 63.048.726,01
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0,00 7.083.358,03
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 39.719.234,95 25.389.178,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 631.214,95 560.606,50
247.561.257,33 246.525.040,43

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile Kommanditisten 25.000.000,00 25.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 253.000,00 253.000,00
III. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 468.041,58 392.260,85
IV. Bilanzverlust 19.245.156,49- 11.639.569,14-
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.032.454,00 21.149.454,00
2. Steuerrückstellungen 1.538.683,41 932.212,00
3. Sonstige Rückstellungen 15.694.409,00 19.566.442,00
38.265.546,41 41.648.108,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.043.763,76 44.069.489,45
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.202.234,22 752.076,22
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.729.768,03 46.773.971,63
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.030,74 60.697,15
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 58.380,32
6. Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern 29.049,34 113.082,32
7. Sonstige Verbindlichkeiten 100.724.720,74 99.011.806,63
202.788.566,83 190.839.503,72
- Davon aus Steuern EUR 1.209.281,89 (EUR 1.263.119,58)
- Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 35.236,99 (EUR 92.482,41)
D. Passive latente Steuern 31.259,00 31.737,00
247.561.257,33 246.525.040,43

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

J. Bauer GmbH & Co. KG

Geschäftsiahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 708.875.929,45 665.439.799,49
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.532.906,68 4.255.033,63
3. Gesamtleistung 712.408.836,13 669.694.833,12
4. Sonstige betriebliche Erträge 10.769.030,38 5.697.771,27
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 487.366.520,63 385.623.895,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.163.788,58 12.966.655,22
499.530.309,21 398.590.550,24
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 70.931.006,09 69.177.975,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.945.702,34 14.434.530,07
84.876.708,43 83.612.505,30
- Davon für Altersversorgung EUR 534.456,47 (EUR 1.414.679,63)
7. Abschreibungen 13.738.772,85 13.692.873,65
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 128.340.684,31 186.216.149,24
9. Erträge aus Beteiligungen 90.362,35 104.548,79
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.288,41 37.743,43
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.822,05 37.615,36
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.076.700,67 3.712.031,39
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.026.138,83 1.172.592,03
14. Ergebnis nach Steuern 7.300.974,98- 11.424.189,88-
15. Sonstige Steuern 228.831,64 212.576,77
16. Jahresfehlbetrag 7.529.806,62 11.636.766,65
17. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 75.780,73- 2.802,49-
18. Gewinn-/Verlustvortrag 11.639.569,14- 1.296.965,38
19. Gutschrift auf Darlehenskonten 0,00 1.296.965,38
20. Bilanzverlust 19.245.156,49 11.639.569,14

KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

J.Bauer GmbH & Co. KG

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.357.553,74 310.033,63 706.255,06 187.616,49 15.148.948,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.136.386,84 0,00 423.323,14 0,00 13.713.063,70
3. Geleistete Anzahlungen 2.146.888,31 98.145,76 580.733,52 147.683,31- 1.516.617,24
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 31.640.828,89 408.179,39 1.710.311,72 39.933,18 30.378.629,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.295.626,78 674.421,97 1.978.932,08 601.475,64 105.592.592,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.524.942,67 5.393.376,76 4.230.260,28 3.379.245,34 141.067.304,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.502.503,52 2.191.219,79 4.122.749,31 582.656,05 68.153.630,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.233.602,58 3.332.672,72 0,00 4.603.310,21- 5.962.965,09
Summe Sachanlagen 319.556.675,55 11.591.691,24 10.331.941,67 39.933,18- 320.776.491,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.000,00 0,00 25.000,00 0,00 50.000,00
2. Beteiligungen 1.376.508,64 0,00 291.666,00 0,00 1.084.842,64
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.000.000,00 0,00 1.000.000,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 29.380,00 0,00 8.160,00 0,00 21.220,00
5. Genossenschaftsanteile 22.203,38 0,00 6.600,00 0,00 15.603,38
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 4.456.854,39 126.567,42 315.647,30 0,00 4.267.774,51
Summe Finanzanlagen 6.959.946,41 126.567,42 1.647.073,30 0,00 5.439.440,53
Summe Anlagevermögen 358.157.450,85 12.126.438,05 13.689.326,69 0,00 356.594.562,21
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.649.628,63 612.303,32 423.895,30 0,00 13.838.036,65
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.900.635,68 27.349,76 369.153,62 0,00 13.558.831,82
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 27.550.264,31 639.653,08 793.048,92 0,00 27.396.868,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.454.277,94 2.627.699,12 1.332.165,16 0,00 55.749.811,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 105.134.648,57 7.544.101,88 4.081.598,83 0,00 108.597.151,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.954.983,66 2.927.318,77 3.527.377,91 0,00 54.354.924,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 236.165,24 0,00 0,00 0,00 236.165,24
Summe Sachanlagen 214.780.075,41 13.099.119,77 8.941.141,90 0,00 218.938.053,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 242.330.339,72 13.738.772,85 9.734.190,82 0,00 246.334.921,75
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.310.912,15 1.707.925,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 154.231,88 235.751,16
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.516.617,24 2.146.888,31
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.981.761,27 4.090.564,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 49.842.780,41 51.841.348,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 32.470.152,87 31.390.294,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 13.798.705,53 14.547.519,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.726.799,85 6.997.437,34
Summe Sachanlagen 0,00 101.838.438,66 104.776.600,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 50.000,00 75.000,00
2. Beteiligungen 0,00 1.084.842,64 1.376.508,64
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 1.000.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 21.220,00 29.380,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 15.603,38 22.203,38
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 4.267.774,51 4.456.854,39
Summe Finanzanlagen 0,00 5.439.440,53 6.959.946,41
Summe Anlagevermögen 0,00 110.259.640,46 115.827.111,13

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022

J. Bauer GmbH & Co. KG

I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen und zum Konzernabschluss

Die J. Bauer GmbH & Co. KG, Sitz Wasserburg a. Inn, Amtsgericht Traunstein, HRA 2499, hat nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss aufgestellt.

Die Konzernbilanz und die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung werden nach den Bestimmungen der §§ 266, 268 Abs. 1 HGB und 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Gliederungsschema der Bilanz wird um die Posten "Genossenschaftsanteile", "Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern" erweitert.

Die Ausweiswahlrechte werden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2022.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz

Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31. Dezember 2022 neben der J. Bauer GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen (persönlich haftende Gesellschafterin: Bauer Beteiligungs-GmbH, Sitz Wasserburg a. Inn, gezeichnetes Kapital EUR 52.000,00) folgende Tochterunternehmen:

Name Sitz Kapitalanteil
v.H.
Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG Wasserburg a. Inn 100,00
Bauer Frischdienst GmbH Wasserburg a. Inn 100,00
Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH Elsdorf 100,00
Immergut GmbH & Co. KG Elsdorf 100,00
Märker Fine Food GmbH Barsbüttel 100,00
Frikoni Food GmbH & Co. KG Nienburg/Weser 95,00
Walhalla Delikatessen GmbH Barbing 100,00
Elsdorfer Milchtransporte GmbH Elsdorf 100,00

Die Molkerei Bauer Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG i.L. und die Stannecker GmbH i.L. wurden liquidiert. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich hierdurch nicht.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden folgende Unternehmen:

Name Sitz Kapitalanteil Eigenkapital 2022 Ergebnis 2022
v.H. EUR EUR
Privatmolkerei Bauer Verwaltungs-GmbH Wasserburg a. Inn 100,00 10.904,66 -1.164,33
Immergut Verwaltungs-GmbH Elsdorf 100,00 32.391,83 957,55
Frikoni Logistik GmbH Nienburg/Weser 100,00 36.099,04 171,05
Lanzmilch Holding AG Obergerlafingen 20,00 1.182.837,96 496.888,21
Die Käsespezialisten Süd GmbH Wasserburg a. Inn 50,00 169.949,06 -36.664,34

Die Einbeziehung der Privatmolkerei Bauer Verwaltungs-GmbH, der Immergut Verwaltungs-GmbH und der Frikoni Logistik GmbH konnte gemäß § 296 Abs. 2 HGB unterbleiben, da die Unternehmen sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei der Lanzmilch Holding AG besteht kein maßgeblicher tatsächlicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik i. S. d. § 311 Abs. 1 HGB, weshalb dieses Unternehmen nicht at Equity bewertet wurde. Hinsichtlich Die Käsespezialisten Süd GmbH findet § 311 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die Umrechnung des Eigenkapitals und des Ergebnisses 2022 der Lanzmilch Holding AG erfolgte zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages.

III. Konsolidierungsmethoden

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis gemäß §§ 300 ff. HGB behandelt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbsvorgänge nach dem 31.12.2009 auf Basis der Zeitwerte, die den Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der einzubeziehenden Unternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, beizulegen sind (Neubewertungsmethode).

Die in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode vorgenommenen Konsolidierungen werden fortgeschrieben.

Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben.

Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden angesichts ihres Eigenkapitalcharakters als gesonderter Posten nach dem Eigenkapital ausgewiesen und planmäßig über fünf Jahre aufgelöst.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen verbundenen Unternehmen.

In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise aus Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz ohne Zwischengewinne angesetzt.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach der linearen Methode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt abgeschrieben; auf Zugänge erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über vier Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungsdauern. Im Geschäftsjahr des Zugangs erfolgen die Abschreibungen pro rata temporis.

Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr sofort voll abgeschrieben und als Abgang gebucht.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden zu den aktivierungspflichtigen Werten (Aktivwerte) angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreisen am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Teil mit einem Festwert angesetzt. Die zu Festwerten angesetzten Hilfs- und Betriebsstoffe (überwiegend Ersatzteile und Reparaturmaterialien) werden im Abstand von drei Jahren körperlich aufgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden, entsprechend ihrem Fertigungsstand, zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist; nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entsprechen die Bilanzwerte den Nominalbeträgen unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert.

Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Schecks werden zum Nominalbetrag bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben, auf der Passivseite Einnahmen, vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit- Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 1,0 % ausgegangen. Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,78 % (10-Jahres-Durchschnitt).

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen auf Basis der "Richttafeln Heubeck 2018 G" nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei wird ein jährlicher Rechnungszinssatz von 0,52 % und ein Gehaltstrend von 2,0 % zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen i. S. d. § 306 Satz 1 HGB (Schuldenkonsolidierung). Ihre Bewertung erfolgt mit dem Gewerbesteuersatz des Mutterunternehmens.

Aktive Steuerlatenzen die sich aus Buchwertunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Aktiva (Beteiligungen) und Passiva (Pensionsrückstellungen, Altersteilzeitrückstellungen) ergeben, werden in Ausübung des Wahlrechts nach§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. §§ 298 und 300 Abs. 2 HGB nicht angesetzt.

V. Angaben zur Konzernbilanz

AKTIVA

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Im Posten Geschäfts- oder Firmenwert sind aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von sechs Unternehmen mit TEUR 0 (Vj.TEUR 0) enthalten.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung entwickelte sich wie folgt: Bruttobetrag zu Beginn des Geschäftsjahres TEUR 13.034, Zugänge TEUR 0, kumulierte Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres TEUR 13.034.

Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen

Die in den Finanzanlagen erfassten Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen dienen der späteren Finanzierung der Pensionsverpflichtungen.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gehören zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (wie Vorjahr).

Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 213 (Vj. TEUR 213) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

PASSIVA

Eigenkapital

Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 264c HGB.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der letzten beiden Geschäftsjahre ist in dem als Anlage beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Als Kapitalanteile der Kommanditisten wird das Kommanditkapital der J.Bauer GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 25.000 (Vorjahr TEUR 25.000) ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,78 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,44 %) beläuft sich zum 31.12.2022 auf TEUR 1.011 (Vorjahr TEUR 1.599).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Art der Rückstellung 31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Personalverpflichtungen (Urlaube, Gleitzeit, Altersteilzeit, Berufs-genossenschaftsbeiträge, Sonderzahlungen, Abfindungen) 5.055 5.208
Verpflichtungen gegenüber Kunden 6.267 5.412
(Rückvergütungen, Boni, Konditionen, Werbekostenzuschüsse, Listungsgebühren, Gewährleistung)
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten 3.809 7.879
(Milchlieferanten, ausstehende Rechnungen)
Sonstige Verpflichtungen 563 596
(Beratung, Prüfung, Aufbewahrung, Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatz)
Unterlassene Instandhaltung 0 472
15.694 19.566

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 21.711 (Vj. TEUR 18.245) durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Forderungsabtretungen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (wie Vorjahr).

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (wie Vorjahr).

Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 83.788 (Vj. TEUR 82.846) enthalten.

Restlaufzeiten

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Stand 31.12.2022 bis zu 1 Jahr 1 bis zu 5 Jahren mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.044 12.441 22.701 7.901
Vorjahr 44.069 8.754 23.290 12.025
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.202 1.202 0 0
Vorjahr 752 752 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.730 57.730 0 0
Vorjahr 46.774 46.774 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59 59 0 0
Vorjahr 60 60 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Vorjahr 58 58 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern 29 29 0 0
Vorjahr 113 113 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 100.725 16.750 5.112 78.863
Vorjahr 99.012 21.224 5.062 72.727
Summe 202.789 88.211 27.813 86.765
Vorjahr 190.840 77.736 28.352 84.752

Latente Steuern

Die latenten Steuern veränderten sich 2022 wie folgt: Passive latente Steuern zu Geschäftsjahresbeginn TEUR 32, Veränderung im Geschäftsjahr TEUR -1, passive latente Steuern zu Geschäftsjahresende TEUR 31.

VI. Angaben zur Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2022 2021
v. H. v.H.
Molkereiprodukte 86,6 84,1
Feinkostartikel 12,8 15,3
Sonstiges 0,6 0,6
100,0 100,0

Von den Umsatzerlösen entfallen 72,1 % (Vj. 76,9 %) auf Inlandserlöse und 27,9 % (Vj. 23,1 %) auf Auslandserlöse.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres beinhalten außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf des operativen Geschäftsbetriebs der Bauer Frischdienst GmbH in Höhe von TEUR 3.000.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Schadensersatzzahlungen an Kunden in Höhe von TEUR 3.300.

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von TEUR 434 (Vj.TEUR 401) sowie übrigen anderen Geschäftsjahren zuzuordnende Erträge in Höhe von TEUR 45 (Vj.TEUR 768) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Vom Zinsaufwand entfallen 1.621 TEUR (Vj.TEUR 2.053) auf Zinsen für Darlehen der Gesellschafter des Mutterunternehmens.

TEUR 444 (Vj.TEUR 736) resultieren aus der Zuführung zum Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen.

VII. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Bei der Aufstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt die Darstellung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt dargestellt.

In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einbezogen und offen abgesetzt.

VIII. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte

Zwei Unternehmen der Gruppe arbeiten im Rahmen ihres Forderungsmanagements mit Factoring.

Vorteil dieses Geschäfts ist neben der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Bilanzstruktur der Übergang des Forderungsausfallrisikos auf den Factor.

Das Risiko besteht in der relativ kurzfristigen Kündigungsmöglichkeit des Factors, die ein Ausweichen auf andere Finanzierungsquellen erforderlich machen würde.

Zum 31.12.2022 sind diesen Gesellschaften aus dem Forderungsverkauf Finanzmittel in Höhe von TEUR 18.680 (Vj. TEUR 14.104) zugeflossen. Der Mittelabfluss durch Factoringzinsen und -gebühren betrug 2022 TEUR 427 (Vj. TEUR 311).

Zwei Tochtergesellschaften haben sale-and-lease/buy-back - Vereinbarungen über technische Anlagen und Maschinen getroffen. Vorteil dieser Geschäfte ist ebenfalls die Verbesserung der Liquiditätssituation, die Erhöhung von Finanzierungsspielräumen sowie eine Verbesserung der Bilanzstruktur. Risiken bestehen in der Vertragsbindung, da ein ggf. eintretender wesentlicher technischer Fortschritt nicht durch eine Neuanschaffung kompensiert werden kann.

Bis Vertragsende (Januar 2023 bis Januar 2030) führen die Leasingraten zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 4.746.

IX. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber einer ehemaligen Gesellschafterin eines Tochterunternehmens besteht eine Pensionsverpflichtung, die nicht passiviert wurde (Altzusage gemäß Art. 28 EGHGB).

Laut versicherungsmathematischem Gutachten beträgt der Erfüllungsbetrag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), einem Zinssatz von 1,78 % und einem Rententrend von 2,0 % zum 31. Dezember 2022 TEUR 223 (Vj.TEUR 229).

Aus der Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft besteht eine Verpflichtung, zusätzlich zur geleisteten Hafteinlage eine Pflichteinlage in Höhe von bis zu TEUR 387 zu leisten.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 36.566 (Vj.TEUR 36.116). Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rd. TEUR 2.723 (Vj.TEUR 4.624).

X. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Der Bauer-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 im Jahresdurchschnitt 1.459 (Vj.1.424) Mitarbeiter, davon 1.224 (Vj. 1.187) Vollzeitkräfte und 235 (Vj.237) Teilzeitkräfte.

Die Beschäftigten teilen sich wie folgt auf: Angestellte 516 (Vj. 495), gewerbliche Arbeitnehmer 943 (Vj. 929). Außerdem wurden 89 (Vj. 90) Auszubildende beschäftigt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erfolgte Geschäftsjahr 2022 durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Bauer Beteiligungs-GmbH, vertreten durch deren Geschäftsführer, Herr Heiko Modell, Herr Michael Janker und Herr Dipl.-Kfm. Florian Kellner bestellt. Mit dem 1. Juni 2022 wurde Herr Tim Schwertner als Geschäftsführer bestellt.

Die Gesellschaft hat auf gesellschaftsrechtlicher Grundlage einen Aufsichtsrat.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:

1.

Herr Markus Bauer (Co-Vorsitzender)

2.

Herr Dipl.-Ing. Florian Bauer (Co-Vorsitzender)

3.

Herr Guido Egli

4.

Herr Dr. Thomas Fischer

5.

Herr Tim-Oliver Schön

6.

Frau Nicole Büttner

7.

Herr Godo Röben

Bezüge der Gesellschaftsorgane

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr EUR 1.518.624,22.

Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr EUR 120.000,00.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar für die gesamte Unternehmensgruppe in Höhe von TEUR 354 (Vj. TEUR 311) gliedert sich wie folgt auf: Abschlussprüfungsleistungen TEUR 260 (Vj. TEUR 260), Steuerberatungsleistungen TEUR 40 (Vj. TEUR 29) sonstige Leistungen TEUR 54 (Vj. TEUR 22).

Befreiungen gemäß § 264b HGB

Die J. Bauer GmbH & Co. KG, Wasserburg a. Inn, die Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG, Wasserburg a. Inn, die Molkerei Bauer Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Wasserburg a. Inn, die Immergut GmbH & Co. KG, Elsdorf, und die Frikoni Food GmbH & Co. KG, Nienburg/Weser, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 b HGB Gebrauch und veröffentlichen ihren Jahresabschluss aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Der Jahresfehlbetrag 2022 des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 2.636 soll in voller Höhe den Konten der Gesellschafter belastet werden.

 

Wasserburg a. Inn, 28. Juni 2023

Bauer Beteiligungs-GmbH

Heiko Modell

Florian Kellner

Michael Janker

Tim Schwertner

Konzernkapitalflussrechnung

2022 2021
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -7.530 -11.637
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.739 13.693
+ / - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -3.989 1.441
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 802 -1.226
+ / - Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 643 -16.202
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 12.075 7.523
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -751 -644
+ Zinsaufwendungen 3.077 3.712
- Zinserträge -20 -75
- Sonstige Beteiligungserträge -90 -105
+ Ertragsteueraufwand 1.026 1.173
+ / - Ertragsteuererstattungen/-zahlungen -844 -459
Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit 18.138 -2.806
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -408 -2.578
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.502 805
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.592 -12.117
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -127 -266
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.000 3.000
+ / - Einzahlungen/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 7.083 -3.028
+ Erhaltene Zinsen 20 75
+ Erhaltene Dividenden 86 83
Cash flow aus der Investitionstätigkeit -1.436 -14.026
2022 2021
TEUR TEUR
-/+ Auszahlungen zur Tilgung/Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten -1.065 -1.316
+ Einzahlungen von stillen Gesellschaftern 100 200
- Gezahlte Zinsen -1.011 -922
- Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -435 -350
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit -2.411 -2.388
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 14.291 -19.220
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.356 44.576
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 39.647 25.356
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 39.719 25.389
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -72 -33
39.647 25.356

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2022

J. Bauer GmbH & Co. KG

Mutterunternehmen
Kapitalanteile der Kommanditisten Andere Gewinnrücklagen Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
01.01.2021 12.500.000,00 253.000,00 1.296.965,38 14.049.965,38
Erhöhung der Kapitalanteile 12.500.000,00 0,00 0,00 12.500.000,00
Gutschrift auf Darlehenskonten der Gesellschafter 0,00 0,00 -1.296.965,38 -1.296.965,38
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 -11.639.569,14 -11.639.569,14
01.01.2022 25.000.000,00 253.000,00 -11.639.569,14 13.613.430,86
Gutschrift auf Darlehenskonten der Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 -7.605.587,35 -7.605.587,35
31.12.2022 25.000.000,00 253.000,00 -19.245.156,49 6.007.843,51
Minderheitsgesellschafter
Minderheitenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital
EUR EUR EUR
01.01.2021 5.083.836,58 -4.694.378,22 389.458,36
Erhöhung der Kapitalanteile 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Darlehenskonten der Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2.802,49 0,00 2.802,49
01.01.2022 5.086.639,07 -4.694.378,22 392.260,85
Gutschrift auf Darlehenskonten der Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 75.780,73 0,00 75.780,73
31.12.2022 5.162.419,80 -4.694.378,22 468.041,58
Konzerneigenkapital
EUR
01.01.2021 14.439.423,74
Erhöhung der Kapitalanteile 12.500.000,00
Gutschrift auf Darlehenskonten der Gesellschafter -1.296.965,38
Übrige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss -11.636.766,65
01.01.2022 14.005.691,71
Gutschrift auf Darlehenskonten der Gesellschafter 0,00
Übrige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss -7.529.806,62
31.12.2022 6.475.885,09

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

J.Bauer GmbH & Co. KG

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Die Anteile an der Holding des Konzerns, der J. Bauer GmbH & Co. KG, und damit die Anteile an den Tochtergesellschaften innerhalb der Gruppe, befinden sich im Besitz der Unternehmerfamilie Bauer. Unter dem Dach der Holding der BAUER Gruppe sind verschiedene Unternehmen der Lebensmittel- und Handelsbranche vereint. Neben Molkereibetrieben (u.a. Marke Bauer Joghurt und Mövenpick) mit vornehmlich relativ kurz haltbaren Frischprodukten wie Joghurt, Quark und Käse im Sortiment finden sich auch Hersteller von Saucen, Dips und Frischsalaten in der Gruppe. Der Bereich der Frischsalat- Verarbeitung wurde im Jahr 2015 durch einen Unternehmenszukauf wesentlich erweitert. Des Weiteren gehören zwei reine Handelsgesellschaften zum Unternehmensverbund, die vornehmlich regional, aber auch nationale Hotellerie, Gastgewerbe, Großküchen sowie den Lebensmitteleinzelhandel mit frischen und haltbaren Produkten beliefern. Nicht zuletzt befasst sich ein weiteres Unternehmen in der Gruppe mit eher länger haltbaren Milch- und Trinkprodukten und tritt als Spezialist für Lohnabfüllung auf.

Als Absatzmärkte sind somit der klassische Lebensmitteleinzelhandel, aber auch Gastronomie und Großküchen sowie der B2B-Bereich zu nennen. Die Unternehmen sind unterschiedlich stark im Export tätig. Insgesamt ist der Exportmarkt steigend, wenn auch aufgrund der teilweise begrenzten Haltbarkeit der (Frisch-) Produkte bzw. der regionalen Liefertätigkeit nicht unbegrenzt ausbaubar. Als Hauptexportländer sind neben den regional grenznahen Ländern wie den Benelux-Staaten oder auch Großbritannien v.a. die osteuropäischen und nordafrikanischen Märkte hervorzuheben. China gewann in den letzten Jahren in der Gruppe als Absatzmarkt stark an Bedeutung. Um das Käsesegment im Geschäftsbereich der Handelsunternehmen zu stärken, wurde in 2018 ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem der bedeutendsten Käse- Großhändler in Deutschland gegründet.

Jedes der Gruppenunternehmen agiert eigenständig unter eigener Geschäftsleitung am jeweiligen Firmenstandort, einzelne Verwaltungsaufgaben sind bei der Muttergesellschaft in Wasserburg angesiedelt. Neben dem Hauptstandort Wasserburg am Inn, an dem die Sitze der Holding, der Privatmolkerei Bauer sowie des Bauer Frischdiensts liegen, sind an einem weiteren Standort in Elsdorf (Niedersachsen) die Immergut sowie die Elsdorfer Molkerei und Feinkost ansässig. Die Immergut ihrerseits produziert an einem Produktionsstandort in Hessen. Die Elsdorfer Molkerei und Feinkost ging aus einer in 2016 erfolgten Fusion zweier Konzernunternehmen hervor. Die Märker Fine Food hat Ihren Sitz während des Geschäftsjahrs 2020 von Barsbüttel nach Hamburg verlegt, während die Firma Walhalla Delikatessen, Barbing ihren Sitz in Bayern hat. Zum Ende des Jahres 2022 wurden die Geschäftsanteile an der Walhalla Delikatessen GmbH im Rahmen eines Gesellschafterwechsels verkauft. Zum 1.1.2023 ist die Walhalla Delikatessen GmbH nicht mehr Teil der Bauer Gruppe.

Das im Jahr 2015 hinzugekommene Unternehmen, die Frikoni Food, hat ihren Sitz in Nienburg a. d. Weser, in der Nähe von Hannover. In 2018 wurde mit Sitz in Wasserburg am Inn die Käsespezialisten Süd GmbH gegründet. Des Weiteren ist in Elsdorf zum Jahresende 2018 im Rahmen einer Nachfolgeregelung für den externen Milchsammel- Fuhrunternehmer die Elsdorfer Milchtransporte GmbH gegründet worden. Operativ ist die Gesellschaft seit 2019 aktiv.

Innerhalb des Unternehmensverbunds gibt es eine Vielzahl von Kunden-Lieferanten-Beziehungen; dies sowohl im Produktions- als auch im Dienstleistungsbereich.

1.2 Wirtschaftliche und organisatorische Grundlagen

Die J. Bauer GmbH & Co. KG bildet die Dachgesellschaft der BAUER Gruppe, nachdem der operative Teil der Joghurt- und Käseproduktion der Marke Bauer Ende 2012 in eine eigene Firma ausgegründet wurde. Insgesamt blickt BAUER auf eine 135-jährige Firmengeschichte in Familienhand zurück.

Die J. Bauer GmbH & Co. KG hält das Anlagevermögen am Standort Wasserburg sowie die Beteiligungen an den Tochterunternehmen der Gruppe. Weiterhin sind die wesentlichen Finanz- und Vermögenswerte im Eigentum der Muttergesellschaft.

Die Ende 2012 neu gegründete Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG hat in 2013 das operative Geschäft der J. Bauer GmbH & Co. KG übernommen und befindet sich, ebenso wie die Bauer Frischdienst GmbH, zu 100 % im Besitz der Holding. Zum 31.3.2022 wurde der Geschäftsbetrieb der Bauer Frischdienst GmbH im Rahmen eines Asset Deals an die EGV Unna verkauft. Alle Mitarbeiter sind zur übernehmenden Gesellschaft gewechselt, so dass die Bauer Frischdienst GmbH vorerst nur noch als nicht operativ tätige Gesellschaft Teil der Bauer Gruppe bleibt.

Der Anteil an der Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH beträgt ebenfalls 100%. Die Gesellschaft war 2016 durch Fusion zweier Unternehmen am Standort Elsdorf und anschließender Umfirmierung entstanden. Die Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH hält ihrerseits 100% der Anteile an der neu gegründeten Elsdorfer Milchtransporte GmbH.

Zum 31.12.2022 wurde die bis dahin von der Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH gehaltenen 33,33 % der Anteile an der Immergut GmbH & Co. KG von der Konzernmutter übernommen, sodass die Immergut GmbH & Co. KG nunmehr zu 100% von der J. Bauer GmbH & Co. KG gehalten wird.

Zum 1.7.2015 hatte die J.Bauer GmbH & Co. KG 95 % der Anteile an der Frikoni Food GmbH & Co. KG mit Sitz in Nienburg an der Weser erworben. Die restlichen 5 % der Geschäftsanteile sind im Besitz des aktuellen Geschäftsführers der Gesellschaft.

Nachdem in 2017 die bis dahin noch in Fremdbesitz befindlichen restlichen 10% der Geschäftsanteile an der Walhalla Delikatessen GmbH erworben worden waren, wurden alle Anteile am Unternehmen zum 1.1.2023 wurden verkauft.

Die Die Firma Stannecker i.L. wurde aufgrund anhaltender Ertragsschwierigkeiten zum Jahresende 2020 liquidiert und befindet sich seit 1.1.2021 in der Abwicklung.

In 2018 wurde eine neue Gesellschaft in Wasserburg gegründet, die Käsespezialisten Süd GmbH. Die Holding hält 50% der Anteile der Gesellschaft, die zweite Hälfte der Anteile liegen bei der Ruwisch & Zuck - Die Käsespezialisten GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit dem Versand von hochwertigen Käsesortimenten, vornehmlich im gewerblichen Bereich (Gastgewerbe, Großverbraucher, LEH).

Zum Jahresende 2020 wurde eine Änderung der Gesamtorganisation der Bauer Gruppe eingeleitet. Die Unternehmerfamilie hat sich per Jahresende aus der aktiven Geschäftsführung in der Holding zurückgezogen und ist in einen neu gegründeten Aufsichtsrat gewechselt. Die Holdingleitung besteht aus 4 familienexternen Personen, die sich die Resorts aufteilen. Im Zuge der Neuausrichtung ist es geplant, die Zusammenarbeit in der Gruppe über die Firmengrenzen hinweg kundenorientiert auf- und auszubauen, sowie geeignete Bereiche über Gruppenservices einheitlich zusammenzufassen. Dies wird unterstützt durch ein gruppenweites IT- Projekt, um die Harmonisierung der Infrastruktur- und Software- Systemlandschaft zu erreichen. Weiteres Ziel der verstärkten Zusammenarbeit auf Gruppenebene ist es, Synergien in den Bereichen Einkauf, Supply Chain, Vertrieb und Markenauftritt zu generieren.

1.3 Steuerungsmodell:

Für die Steuerung der operativen Gesellschaften werden folgende Leistungsindikatoren verwendet:

Finanziell

Jahresüberschuss

Materialaufwandsquote Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung
Personalaufwandsquote Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung
EBITDA Marge EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung

Nichtfinanziell

Absatz in Tonnen

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Gruppenunternehmen betreiben in unterschiedlichem Umfang Forschung und Entwicklung, um bestehende Produkte zu verbessern, Prozessabläufe zu rationalisieren oder um attraktive Neuprodukte zu entwickeln. Die Entwicklungstätigkeit wird nahezu ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern in den jeweiligen Gruppenunternehmen dargestellt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das erste Quartal 2022 war geprägt von rasant steigenden Beschaffungspreisen, einem Trend der sich im 2. Halbjahr 2021 bereits gezeigt hatte. Dies war eine Folge der im Zuge der Corona Pandemie weltweiten Störung der Lieferketten.

Seit Mitte März 2022 herrscht Krieg in der Ukraine, was die Kostensituation in den Folgemonaten 2022 noch einmal verschärfte. V.a. in unserem Branchenumfeld, deren Vorlieferanten stark agrarwirtschaftlich orientiert sind, war man von den Auswirkungen in hohem Maße betroffen.

Neben Kostenanstiegen bei allen Rohstoffkomponenten verknappte sich auch erstmals spürbar das Angebot verschiedener Komponenten, so dass man in der Folge auch Lieferausfälle oder Produktionsverschiebungen und in der Konsequenz weniger Angebot in den Supermarktregalen zu sah. Die Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite führten zwingend zur Notwendigkeit, Preiserhöhungen im Handel umzusetzen, in einem bis dato unbekannten Ausmaß. Dies führte, zusammen mit einer allgemeinen Kostenexplosion in Folge der Kriegshandlungen in der Ukraine zu teilweise 2- stelligen Inflationsraten im Jahresverlauf, und endete im Schnitt mit 7,9% auf einem sehr hohen Wert. Trotz dieser Entwicklung blieb der Arbeitsmarkt in 2022 recht robust, in vielen Bereichen der Wirtschaft hat sich der Fachkräftemangel dramatisch verstärkt.

2.2 Geschäftsverlauf der Bauer Gruppe

Im ersten Halbjahr erlebte die Bauer Gruppe so wie alle anderen Marktteilnehmer Preissteigerungen über alle zu beschaffenden Komponenten hinweg - von Energie über Rohstoffe wie Verpackungen, Klebstoffe, Kunststoff bis hin zu Transport und Logistik und nicht zuletzt der Milch. Die Preisanstiege führten zu explodierenden Herstellkosten, die aufgrund vertraglicher Bedingungen nicht zeitgerecht und in entsprechendem Ausmaß an den Handel und damit an den Endverbraucher weitergegeben werden konnten. Dies führt bis Jahresmitte bei den auf den deutschen Einzelhandel ausgerichteten Unternehmen der Gruppe zu teilweise existenzbedrohenden Verlustsituationen.

Erst nach und nach gelang es, Preise anzupassen. Dabei konnte v.a. für die Privatmolkerei bereits zur Jahresmitte 2022 hin eine Ergebniswende eingeleitet werden, obwohl sich im 2. Halbjahr erneut eine vom Ausmaß her nicht vorgesehene Entwicklung beim Milchpreis einstellte. Bis Jahresende stieg der Milchpreis auf >60 ct/kg an, was eine Verteuerung von >50% zum Vorjahr beim wichtigsten Rohstoff bedeutet. Hinzu kam hierbei, dass sich der Milchpreis in Norden Deutschlands viel stärker nach oben entwickelte als je zuvor und als vorhergesehen, so dass die Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH in empfindlichem Ausmaß von dieser Entwicklung getroffen wurde und operativ einen hohen Verlust erlitt. Die Ergebniswende gelang in 2022 nicht mehr, sondern konnte erst zum Jahreswechsel 2023 erreicht werden.

Operativ haben beide Milchverarbeiter daher abermals Verluste generiert, auch wenn es teilweise gelang, diese im 2. Halbjahr zu mildern. Durch die Unternehmensverkäufe in 2022 sind zwar Erträge erzielt worden, in der Einzelbilanz der Muttergesellschaft und damit in der Konzernbilanz ergaben sich aber auch Verluste, die durch Ausbuchung von Beteiligungsbuchwerten resultieren.

Die restlichen Gesellschaften der Gruppe konnten konstant positive Ergebnisse erzielen, welche allerdings nicht ausreichten, die Verluste der beiden großen Milchverarbeiter auszugleichen.

Insgesamt hat die Bauer Gruppe in 2022 abermals ein negatives Ergebnis zu verzeichnen.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Vermögenslage

Am Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt die Konzern-Bilanzsumme Mio. 247,6 EUR (Vj. 246,5 EUR). Die langfristigen Vermögensgegenstände haben einen bilanziellen Wert von 110,3 EUR (Vj. 115,8 Mio. EUR), und somit einen Anteil am Gesamtvermögen von 44,5 % (Vj. 47,0 %).

Innerhalb des Anlagevermögens ist der Posten für die immateriellen Vermögensgegenstände auf 3 Mio. EUR gesunken. Dabei sind rund 0,2 Mio. EUR AfA auf stille Reserven und Geschäfts- oder Firmenwerte angefallen.

Das Sachanlagevermögen ist auf Mio. 101,8 EUR (Vj. 104,8 Mio. EUR) leicht rückläufig.

Die Finanzanlagen sind im Geschäftsjahr gesunken und haben einen Wert von 5,4 Mio. EUR (Vj. 7,0 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände haben einen Gesamtwert von 137,3 Mio. EUR (Vj.130,2 Mio. EUR) und haben damit einen Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns von 55,5 % (Vj. 52,8 %). Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus Vorräten i. H. v. 41,0 Mio. EUR (Vj.34,6 Mio. EUR), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen von 55,9 Mio. EUR (Vj. 63,0 Mio. EUR) sowie Wertpapieren und flüssigen Mitteln von 39,7 Mio. EUR (Vj.32,5 Mio. EUR).

Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen 0,6 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR).

Der Konzern verfügt über langfristig zur Verfügung stehendes Kapital von 142.1 Mio. EUR (Vj.154.8 Mio. EUR), welches sich aus dem Eigenkapital von 6.5 Mio. EUR (Vj.14.0 Mio. EUR), den Pensionsrückstellungen von 21.0 Mio. EUR (Vj.21.1 Mio. EUR) sowie langfristigen Verbindlichkeiten i.H.v. 113.1 Mio. EUR (Vj. 119.7 Mio. EUR) zusammensetzt. Darin sind langfristige Darlehen der Gesellschafterfamilie von 83.8 Mio. EUR (Vj. 82.8 Mio. EUR) enthalten.

Das langfristig zur Verfügung stehende Kapital hat somit einen Anteil von 57,4 % an der Bilanzsumme (Vj. 62,8 %) und deckt das langfristige Vermögen der Gruppe zu 128,8 % (Vj. 133,7 %).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 2,6 % (Vj.5,7 %). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (bilanzielles Eigenkapital zzgl. langfristige Gesellschafterdarlehen) beläuft sich auf 36,5 % (Vj.39,3 %).

2.3.2 Finanzlage

Der Finanzmittelbestand in der Unternehmensgruppe ist im Wirtschaftsjahr 2022 um 7,2 Mio. EUR auf 39,7 Mio. EUR (Vj. 32,5 Mio. EUR) gestiegen, und setzt sich aus kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 0 Mio. EUR (Vj. 7,1 Mio. EUR) und Bankguthaben von 39,7 Mio. EUR (VJ. 25,4 Mio. EUR) zusammen. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt 16,0 % (Vj. 13,2 %). Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit aller Konzernunternehmen wurde ein Mittelzufluss von 18,1 Mio. EUR (Vj. Abfluss 2,8 Mio. EUR) generiert.

Konzernweit wurden im Jahr 2022 rund 12,1 Mio. EUR investiert (Vj. 15,0 Mio. EUR). Die Mittel wurden im Wesentlichen für Erweiterungs- und Rationalisierungsmaßnahmen sowie den Ausbau der IT-Infrastruktur verwendet. In langfristige Finanzanlagen wurden 0,1 Mio. EUR investiert (VJ: 0,2 Mio. EUR). Die Abschreibungen im Konzern haben im Jahr 2022 insg. 13,7 Mio. EUR betragen (Vj. 13,7 Mio. EUR). Davon entfallen 13,1 Mio. EUR auf Abschreibungen auf Sachanlagegüter und 0,7 Mio. EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände. Weitere liquiditätswirksamen Vorgängen im Bereich Desinvestition und im Rahmen von kurzfristigen Finanzdispositionen führten insgesamt zu einem Mittelabfluss im Rahmen der Investitionstätigkeit i.H.v. 1,4 Mio. EUR statt (VJ: 14,0 Mio. EUR).

Im Bereich der Finanzierungstätigkeit sind im Jahr 2022 insgesamt 2,4 Mio. EUR (VJ: Abfluss 2,4 Mio. EUR) abgeflossen. Dies ist im Wesentlichen auf den Kapitaldienst der bestehenden Finanzierungen zurückzuführen.

2.3.3 Ertragslage

Der Konzernumsatz hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:

Umsatzentwicklung BAUER Gruppe

2010 2011 2012 2013
in Mio. EUR 523 561 571 636
2014 2015 2016 2017
in Mio. EUR 653 622 631 684
2018 2019 2020 2021 2022
in Mio. EUR 701 692 663 665 709

Der Jahres-Konzernumsatz ist um 43,5 Mio. EUR auf 708,9 Mio. EUR (VJ: 665,4 Mio. EUR) um 6,5 % gestiegen. Die Gesamterlöse verteilen sich in nachfolgender Tabelle auf die Sparten im Konzern:

2013 2014 2015 2016
Sparte Anteil % Anteil % Anteil % Anteil %
Molkerei 71,34 72,62 72,06 74,2
Feinkost 25,09 24,46 24,84 23,9
Sonstige 3,57 2,92 3,1 1,9
2017 2018 2019 2020
Sparte Anteil % Anteil % Anteil % Anteil %
Molkerei 76,3 77,4 78,8 83,2
Feinkost 23,1 22,1 20,6 16,2
Sonstige 0,6 0,5 0,6 0,6
2021 2022
Sparte Anteil % Anteil %
Molkerei 84,1 86,6
Feinkost 15,3 12,8
Sonstige 0,6 0,6

Analog zur Umsatzentwicklung ist auch die Gesamtleistung auf 712,4 Mio. EUR (VJ: 669,7 Mio. EUR) um 6,38 % gestiegen. Im Berichtsjahr hat ein Bestandsaufbau um rund 3,5 Mio. EUR (Vj. Aufbau 4,3 Mio. EUR) stattgefunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 89,0 % auf 10,8 Mio. EUR gestiegen (Vj. 5,7 Mio. EUR). Diese beinhalten außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf des operativen Geschäftsbetriebs der Bauer Frischdienst GmbH in Höhe von TEUR 3.000.

Der Materialaufwand lag bei 499.5 Mio. EUR (Vj.bei 398.6 Mio. EUR). Durch den im Vergleich zur Gesamtleistung überproportional wachsenden Materialaufwand (25,3 %) ist die Materialaufwandsquote von 59,5 % auf 70,1 % gestiegen.

Die Milchkosten pro kg beschaffter Milch lagen im Jahresschnitt um 38,2 % über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden ca. Mio. 448,6 kg Milch (Vj. 437,3 Mio. kg) verarbeitet, das entspricht einem Zuwachs von 2,6 %. Dadurch sind die Milchkosten analog zur Preiserhöhung und Mengenerhöhung um 41,8 % auf 250,8 Mio. EUR gestiegen.

In der Folge ist die Rohertragsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, auf 29,88 % gesunken (Vj. +40,48%) und der absolut erwirtschaftete Rohertrag lag im Berichtsjahr mit 212.9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (Vj. 271.0 Mio. EUR).

Im Jahr 2022 hat die Mitarbeiterzahl 1.459 betragen (Vj. 1.424). Die Kosten für Leiharbeitnehmer sind 2022 leicht angestiegen. Insgesamt sind die Personalkosten im Konzern um 1,5 % angestiegen und haben 84,9 Mio. EUR (Vj. 83,6 Mio. EUR) betragen. Dabei ist die Personalaufwandsquote trotz der wachsenden Personalkosten rechnerisch von 12,5 % auf 11,9 % zurückgegangen.

Die gruppenweiten Abschreibungen sind leicht gestiegen und lagen bei 13,74 Mio. EUR (Vj. 13,69 Mio. EUR). Der sonstige Betriebsaufwand ist auf 128,3 Mio. EUR (Vj. 186,2 Mio. EUR) gesunken. Die Reduktion ist vor allem durch Werbekostenzuschüsse im Bereich Vertriebskosten begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Schadensersatzzahlungen an Kunden in Höhe von TEUR 3.300.

Insgesamt sind die Gesamtkosten bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 19,9 %, das entspricht 56.6 Mio. EUR, auf 227.0 Mio. EUR (Vj. 283.5Mio. EUR) gesunken.

In Summe ist das Betriebsergebnis gestiegen und beträgt -3,3 Mio. EUR (Vj. -6,7 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis beträgt insgesamt -3,0 Mio. EUR (Vj. -3,5 Mio. EUR). Die Finanzerträge lagen bei 0,1 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR), die Zinsaufwendungen betrugen 3,1 Mio. EUR (Vj. 3,7 Mio. EUR).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Konzernebene betrugen 1.0 Mio. EUR (Vj. 1.2 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung von Gewinnanteilen, die Minderheitsgesellschaftern zustehen, ergibt sich somit auf Konzernebene für 2022 ein Jahresfehlbetrag von 7,5 Mio. EUR (Vj. Fehlbetrag 11,6 Mio. EUR).

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

2022 2021
TEUR % TEUR
Jahresüberschuss -7.529,8 -11.636,8
Gesamtleistung 712.408,8 100 669.694,8
Materialaufwand 499.530,3 398.590,6
Materialaufwandsquote 70,1
Personalaufwand 84.876,7 83.612,5
Personalaufwandsquote 11,9
Jahresüberschuss -7.529,8 -11.636,8
+ Steuern 1.255,0 1.385,2
+ Zinsen 2.966,2 3.532,1
EBIT -3.308,6 -6.719,5
+ Abschreibung 13.738,8 13.692,9
EBITDA 10.430,1 6.973,4
EBITDA-Marge 1,46
Abweichung
% TEUR %
Jahresüberschuss 4.107,0 -0,4
Gesamtleistung 100
Materialaufwand
Materialaufwandsquote 59,5 10,6
Personalaufwand
Personalaufwandsquote 12,5 -0,6
Jahresüberschuss
+ Steuern
+ Zinsen
EBIT
+ Abschreibung
EBITDA 3.456,8 0,5
EBITDA-Marge 1,04 0,4

Aufgrund von Preiserhöhungen vor allem in den Bereichen Milch und Rohstoffe, Energie sowie Verpackungen verschlechtert sich die Materialaufwandsquote im Verhältnis zum Vorjahr. Die Personalaufwandsquote verbessert sich von 12,5 % in 2021 auf 11,9 % in 2022. Das Konzern-EBITDA verbessert sich von 6.973,4 TEUR auf 10.430,1 TEUR. Die EBITDA-Marge beträgt 2022 1,46 % gegenüber 1,04 % in 2021. Das Konzernergebnis beträgt 2022 -7.529,8 TEUR gegenüber -11.636,8 TEUR in 2021.

2.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2022 2021 Abweichung
Tonnen Tonnen Tonnen %
Absatz in Tonnen 392.940,9 400.654,1 - 7.713,2 -1,9

Der Absatz in Tonnen war mit 393 T Tonnen rückgängig (Vj. 401 T Tonnen). Die Differenz i. H. von 7,7 T Tonnen lässt sich im Wesentlichen auf den Verkauf des operativen Geschäftsbetriebs der Bauer Frischdienst GmbH zurückführen.

3 Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Seit Jahresbeginn hat sich im Bereich Milch eine vollständig andere Situation eingestellt als zum Jahresende 2022. Der Kosten für Milch sinken monatlich und liegen durchweg unter dem für 2023 geplanten Wert. Auch wenn andere Kostenkomponenten nicht oder nicht so stark zurück gehen, ist der Jahresbeginn 2023 durchweg als positiv zu sehen. Alle Unternehmen der Gruppe schreiben bis Jahresmitte absehbar schwarze Zahlen. Wie sich diese Situation weiterentwickelt, v.a. welches Preisniveau vor dem Hintergrund rückläufiger Kosten im Handel gehalten werden kann, kann nicht mit Sicherheit prognostiziert werden.

Insgesamt gehen wir für 2023 von Absätzen auf Vorjahresniveau aus, wobei sich die Zusammensetzung im Kunden- Artikelmix aufgrund der veränderten Konsumgewohnheiten ändern wird.

Die Jahresplanung 2023 sieht durchwegs eine positive Ergebnisentwicklung vor. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist diese Planung einhaltbar. Wir gehen daher für die operativen Gesellschaften von einer deutlichen Ergebnisverbesserung in 2023 aus.

Die wesentlichen Risiken des Unternehmens sind externer Natur. Dazu gehören die Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten, der Krieg in der Ukraine, die allgemeine Konjunkturentwicklung, die auch 2022 weiterhin durch die Corona-Krise beeinflusst wird, und die Branchenentwicklung. Marktseitig ist von einem weiteren Rückgang der weißen Linie und der Joghurt-Segmente auszugehen. Handelsseitig geht die Konsolidierung weiter. Die deutsche Handelslandschaft mit wenigen großen Kunden birgt ein erhebliches Risiko bei Wegfall eines derartigen Kunden. Dadurch entsteht in den Jahresverhandlungen weiterer Druck auf die Abgabepreise.

Stark steigende Roh- und Packstoffpreise und permanente Preiskorrekturen im Markt verstärken nicht nur das Risiko von Kundenverlust, sondern auch das Risiko, höhere Rohstoffpreise nicht zeitnah weitergeben zu können.

Grundsätzlich bestehen mittlerweile signifikante grundsätzliche Beschaffungsrisiken. Durch den möglichen Wegfall von notwendigen Lieferanten kann es zu Problemen bei Preis, Qualität und Menge sowie auch Nicht-Verfügbarkeiten kommen. Bei geringerer Milchmenge wird es umso wichtiger, die wenige Milch profitabel zu verarbeiten.

Klimatische Entwicklungen wie Dürre, Wassermangel, Extremwetterereignisse können eine Beeinträchtigung der Ernten und damit der Rohstoffversorgung mit sich bringen. Ein achtsamer Umgang mit Ressourcen ist daher nicht zuletzt im Rahmen der Nachhaltigkeitsbemühungen der Bauer Gruppe dringend erforderlich.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Konzern werden primär folgende Finanzinstrumente verwendet (zum 31.12.2022):

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 48.044)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitution (TEUR 43.044)

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 83.788)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 57.730)

Lieferforderungen und -verbindlichkeiten

Bei den Debitoren bestehen keine Fremdwährungsrisiken, da durchgängig in Euro fakturiert wird. Der Rechnungseingang in Fremdwährung ist unwesentlich. Durch aktives Debitorenmanagement und Kreditversicherungen werden die Ausfallsrisiken bei den Forderungen minimiert; die Ausfallquoten waren in der Vergangenheit sehr gering. Die Lieferverbindlichkeiten sind kurzfristig und werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt - im Regelfall unter Berücksichtigung von Skonto.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Einen wesentlichen Teil der Finanzierung der Bauer-Gruppe stellen die Gesellschafterverbindlichkeiten dar. Gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen stellen eine längerfristige Kapitalüberlassung sicher.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Liquidität in der Gruppe wird regelmäßig überwacht um Liquiditätsrisiken und Zahlungsstromschwankungen vorzubeugen. Bei Bedarf gewährt die Holding Gesellschafterdarlehen an die Tochterunternehmen der Gruppe. Es besteht jedoch kein Konzern-Cash-Management. Die umfangreichen Kreditlinien bei den Geschäftsbanken dienen der Sicherung der Liquidität.

Derivative Finanzinstrumente und Termingeschäfte

Derivative Finanzinstrumente und Termingeschäfte werden derzeit in der Bauer-Gruppe nicht genutzt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die J.Bauer GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der J. Bauer GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der J. Bauer GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wasserburg a. Inn, 28. Juni 2023

Dr. Frank & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Simon Frank, Wirtschaftsprüfer

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