Bauer Innovations GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
J. Bauer GmbH & Co.KGWasserburg am InnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2022J. Bauer GmbH & Co. KGAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022J. Bauer GmbH & Co. KG
KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022J.Bauer GmbH & Co. KG
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022J. Bauer GmbH & Co. KGI. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen und zum Konzernabschluss Die J. Bauer GmbH & Co. KG, Sitz Wasserburg a. Inn, Amtsgericht Traunstein, HRA 2499, hat nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss aufgestellt. Die Konzernbilanz und die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung werden nach den Bestimmungen der §§ 266, 268 Abs. 1 HGB und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Das Gliederungsschema der Bilanz wird um die Posten "Genossenschaftsanteile", "Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern" erweitert. Die Ausweiswahlrechte werden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2022. II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31. Dezember 2022 neben der J. Bauer GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen (persönlich haftende Gesellschafterin: Bauer Beteiligungs-GmbH, Sitz Wasserburg a. Inn, gezeichnetes Kapital EUR 52.000,00) folgende Tochterunternehmen:
Die Molkerei Bauer Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG i.L. und die Stannecker GmbH i.L. wurden liquidiert. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich hierdurch nicht. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden folgende Unternehmen:
Die Einbeziehung der Privatmolkerei Bauer Verwaltungs-GmbH, der Immergut Verwaltungs-GmbH und der Frikoni Logistik GmbH konnte gemäß § 296 Abs. 2 HGB unterbleiben, da die Unternehmen sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. Bei der Lanzmilch Holding AG besteht kein maßgeblicher tatsächlicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik i. S. d. § 311 Abs. 1 HGB, weshalb dieses Unternehmen nicht at Equity bewertet wurde. Hinsichtlich Die Käsespezialisten Süd GmbH findet § 311 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Umrechnung des Eigenkapitals und des Ergebnisses 2022 der Lanzmilch Holding AG erfolgte zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. III. Konsolidierungsmethoden Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis gemäß §§ 300 ff. HGB behandelt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbsvorgänge nach dem 31.12.2009 auf Basis der Zeitwerte, die den Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der einzubeziehenden Unternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, beizulegen sind (Neubewertungsmethode). Die in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode vorgenommenen Konsolidierungen werden fortgeschrieben. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden angesichts ihres Eigenkapitalcharakters als gesonderter Posten nach dem Eigenkapital ausgewiesen und planmäßig über fünf Jahre aufgelöst. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen verbundenen Unternehmen. In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise aus Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz ohne Zwischengewinne angesetzt. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach der linearen Methode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt abgeschrieben; auf Zugänge erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über vier Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungsdauern. Im Geschäftsjahr des Zugangs erfolgen die Abschreibungen pro rata temporis. Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr sofort voll abgeschrieben und als Abgang gebucht. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden zu den aktivierungspflichtigen Werten (Aktivwerte) angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreisen am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Teil mit einem Festwert angesetzt. Die zu Festwerten angesetzten Hilfs- und Betriebsstoffe (überwiegend Ersatzteile und Reparaturmaterialien) werden im Abstand von drei Jahren körperlich aufgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden, entsprechend ihrem Fertigungsstand, zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist; nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entsprechen die Bilanzwerte den Nominalbeträgen unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Schecks werden zum Nominalbetrag bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben, auf der Passivseite Einnahmen, vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit- Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Renten von 1,0 % ausgegangen. Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,78 % (10-Jahres-Durchschnitt). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen auf Basis der "Richttafeln Heubeck 2018 G" nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Dabei wird ein jährlicher Rechnungszinssatz von 0,52 % und ein Gehaltstrend von 2,0 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen i. S. d. § 306 Satz 1 HGB (Schuldenkonsolidierung). Ihre Bewertung erfolgt mit dem Gewerbesteuersatz des Mutterunternehmens. Aktive Steuerlatenzen die sich aus Buchwertunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Aktiva (Beteiligungen) und Passiva (Pensionsrückstellungen, Altersteilzeitrückstellungen) ergeben, werden in Ausübung des Wahlrechts nach§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. §§ 298 und 300 Abs. 2 HGB nicht angesetzt. V. Angaben zur Konzernbilanz AKTIVA Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwert Im Posten Geschäfts- oder Firmenwert sind aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von sechs Unternehmen mit TEUR 0 (Vj.TEUR 0) enthalten. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung entwickelte sich wie folgt: Bruttobetrag zu Beginn des Geschäftsjahres TEUR 13.034, Zugänge TEUR 0, kumulierte Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres TEUR 13.034. Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen Die in den Finanzanlagen erfassten Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen dienen der späteren Finanzierung der Pensionsverpflichtungen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gehören zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (wie Vorjahr). Sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 213 (Vj. TEUR 213) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. PASSIVA Eigenkapital Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 264c HGB. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der letzten beiden Geschäftsjahre ist in dem als Anlage beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Als Kapitalanteile der Kommanditisten wird das Kommanditkapital der J.Bauer GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 25.000 (Vorjahr TEUR 25.000) ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,78 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,44 %) beläuft sich zum 31.12.2022 auf TEUR 1.011 (Vorjahr TEUR 1.599). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 21.711 (Vj. TEUR 18.245) durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Forderungsabtretungen besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (wie Vorjahr). Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (wie Vorjahr). Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 83.788 (Vj. TEUR 82.846) enthalten. Restlaufzeiten
Latente Steuern Die latenten Steuern veränderten sich 2022 wie folgt: Passive latente Steuern zu Geschäftsjahresbeginn TEUR 32, Veränderung im Geschäftsjahr TEUR -1, passive latente Steuern zu Geschäftsjahresende TEUR 31. VI. Angaben zur Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
Von den Umsatzerlösen entfallen 72,1 % (Vj. 76,9 %) auf Inlandserlöse und 27,9 % (Vj. 23,1 %) auf Auslandserlöse. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres beinhalten außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf des operativen Geschäftsbetriebs der Bauer Frischdienst GmbH in Höhe von TEUR 3.000. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Schadensersatzzahlungen an Kunden in Höhe von TEUR 3.300. Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von TEUR 434 (Vj.TEUR 401) sowie übrigen anderen Geschäftsjahren zuzuordnende Erträge in Höhe von TEUR 45 (Vj.TEUR 768) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Vom Zinsaufwand entfallen 1.621 TEUR (Vj.TEUR 2.053) auf Zinsen für Darlehen der Gesellschafter des Mutterunternehmens. TEUR 444 (Vj.TEUR 736) resultieren aus der Zuführung zum Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen. VII. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Bei der Aufstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt die Darstellung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt dargestellt. In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einbezogen und offen abgesetzt. VIII. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte Zwei Unternehmen der Gruppe arbeiten im Rahmen ihres Forderungsmanagements mit Factoring. Vorteil dieses Geschäfts ist neben der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Bilanzstruktur der Übergang des Forderungsausfallrisikos auf den Factor. Das Risiko besteht in der relativ kurzfristigen Kündigungsmöglichkeit des Factors, die ein Ausweichen auf andere Finanzierungsquellen erforderlich machen würde. Zum 31.12.2022 sind diesen Gesellschaften aus dem Forderungsverkauf Finanzmittel in Höhe von TEUR 18.680 (Vj. TEUR 14.104) zugeflossen. Der Mittelabfluss durch Factoringzinsen und -gebühren betrug 2022 TEUR 427 (Vj. TEUR 311). Zwei Tochtergesellschaften haben sale-and-lease/buy-back - Vereinbarungen über technische Anlagen und Maschinen getroffen. Vorteil dieser Geschäfte ist ebenfalls die Verbesserung der Liquiditätssituation, die Erhöhung von Finanzierungsspielräumen sowie eine Verbesserung der Bilanzstruktur. Risiken bestehen in der Vertragsbindung, da ein ggf. eintretender wesentlicher technischer Fortschritt nicht durch eine Neuanschaffung kompensiert werden kann. Bis Vertragsende (Januar 2023 bis Januar 2030) führen die Leasingraten zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 4.746. IX. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gegenüber einer ehemaligen Gesellschafterin eines Tochterunternehmens besteht eine Pensionsverpflichtung, die nicht passiviert wurde (Altzusage gemäß Art. 28 EGHGB). Laut versicherungsmathematischem Gutachten beträgt der Erfüllungsbetrag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), einem Zinssatz von 1,78 % und einem Rententrend von 2,0 % zum 31. Dezember 2022 TEUR 223 (Vj.TEUR 229). Aus der Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft besteht eine Verpflichtung, zusätzlich zur geleisteten Hafteinlage eine Pflichteinlage in Höhe von bis zu TEUR 387 zu leisten. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 36.566 (Vj.TEUR 36.116). Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rd. TEUR 2.723 (Vj.TEUR 4.624). X. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Der Bauer-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 im Jahresdurchschnitt 1.459 (Vj.1.424) Mitarbeiter, davon 1.224 (Vj. 1.187) Vollzeitkräfte und 235 (Vj.237) Teilzeitkräfte. Die Beschäftigten teilen sich wie folgt auf: Angestellte 516 (Vj. 495), gewerbliche Arbeitnehmer 943 (Vj. 929). Außerdem wurden 89 (Vj. 90) Auszubildende beschäftigt. Geschäftsführung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erfolgte Geschäftsjahr 2022 durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Bauer Beteiligungs-GmbH, vertreten durch deren Geschäftsführer, Herr Heiko Modell, Herr Michael Janker und Herr Dipl.-Kfm. Florian Kellner bestellt. Mit dem 1. Juni 2022 wurde Herr Tim Schwertner als Geschäftsführer bestellt. Die Gesellschaft hat auf gesellschaftsrechtlicher Grundlage einen Aufsichtsrat. Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:
Bezüge der Gesellschaftsorgane Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr EUR 1.518.624,22. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr EUR 120.000,00. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar für die gesamte Unternehmensgruppe in Höhe von TEUR 354 (Vj. TEUR 311) gliedert sich wie folgt auf: Abschlussprüfungsleistungen TEUR 260 (Vj. TEUR 260), Steuerberatungsleistungen TEUR 40 (Vj. TEUR 29) sonstige Leistungen TEUR 54 (Vj. TEUR 22). Befreiungen gemäß § 264b HGB Die J. Bauer GmbH & Co. KG, Wasserburg a. Inn, die Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG, Wasserburg a. Inn, die Molkerei Bauer Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Wasserburg a. Inn, die Immergut GmbH & Co. KG, Elsdorf, und die Frikoni Food GmbH & Co. KG, Nienburg/Weser, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 b HGB Gebrauch und veröffentlichen ihren Jahresabschluss aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss nicht. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Jahresfehlbetrag 2022 des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 2.636 soll in voller Höhe den Konten der Gesellschafter belastet werden.
Wasserburg a. Inn, 28. Juni 2023 Bauer Beteiligungs-GmbH Heiko Modell Florian Kellner Michael Janker Tim Schwertner Konzernkapitalflussrechnung
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2022J. Bauer GmbH & Co. KG
KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022J.Bauer GmbH & Co. KG1 Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Die Anteile an der Holding des Konzerns, der J. Bauer GmbH & Co. KG, und damit die Anteile an den Tochtergesellschaften innerhalb der Gruppe, befinden sich im Besitz der Unternehmerfamilie Bauer. Unter dem Dach der Holding der BAUER Gruppe sind verschiedene Unternehmen der Lebensmittel- und Handelsbranche vereint. Neben Molkereibetrieben (u.a. Marke Bauer Joghurt und Mövenpick) mit vornehmlich relativ kurz haltbaren Frischprodukten wie Joghurt, Quark und Käse im Sortiment finden sich auch Hersteller von Saucen, Dips und Frischsalaten in der Gruppe. Der Bereich der Frischsalat- Verarbeitung wurde im Jahr 2015 durch einen Unternehmenszukauf wesentlich erweitert. Des Weiteren gehören zwei reine Handelsgesellschaften zum Unternehmensverbund, die vornehmlich regional, aber auch nationale Hotellerie, Gastgewerbe, Großküchen sowie den Lebensmitteleinzelhandel mit frischen und haltbaren Produkten beliefern. Nicht zuletzt befasst sich ein weiteres Unternehmen in der Gruppe mit eher länger haltbaren Milch- und Trinkprodukten und tritt als Spezialist für Lohnabfüllung auf. Als Absatzmärkte sind somit der klassische Lebensmitteleinzelhandel, aber auch Gastronomie und Großküchen sowie der B2B-Bereich zu nennen. Die Unternehmen sind unterschiedlich stark im Export tätig. Insgesamt ist der Exportmarkt steigend, wenn auch aufgrund der teilweise begrenzten Haltbarkeit der (Frisch-) Produkte bzw. der regionalen Liefertätigkeit nicht unbegrenzt ausbaubar. Als Hauptexportländer sind neben den regional grenznahen Ländern wie den Benelux-Staaten oder auch Großbritannien v.a. die osteuropäischen und nordafrikanischen Märkte hervorzuheben. China gewann in den letzten Jahren in der Gruppe als Absatzmarkt stark an Bedeutung. Um das Käsesegment im Geschäftsbereich der Handelsunternehmen zu stärken, wurde in 2018 ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem der bedeutendsten Käse- Großhändler in Deutschland gegründet. Jedes der Gruppenunternehmen agiert eigenständig unter eigener Geschäftsleitung am jeweiligen Firmenstandort, einzelne Verwaltungsaufgaben sind bei der Muttergesellschaft in Wasserburg angesiedelt. Neben dem Hauptstandort Wasserburg am Inn, an dem die Sitze der Holding, der Privatmolkerei Bauer sowie des Bauer Frischdiensts liegen, sind an einem weiteren Standort in Elsdorf (Niedersachsen) die Immergut sowie die Elsdorfer Molkerei und Feinkost ansässig. Die Immergut ihrerseits produziert an einem Produktionsstandort in Hessen. Die Elsdorfer Molkerei und Feinkost ging aus einer in 2016 erfolgten Fusion zweier Konzernunternehmen hervor. Die Märker Fine Food hat Ihren Sitz während des Geschäftsjahrs 2020 von Barsbüttel nach Hamburg verlegt, während die Firma Walhalla Delikatessen, Barbing ihren Sitz in Bayern hat. Zum Ende des Jahres 2022 wurden die Geschäftsanteile an der Walhalla Delikatessen GmbH im Rahmen eines Gesellschafterwechsels verkauft. Zum 1.1.2023 ist die Walhalla Delikatessen GmbH nicht mehr Teil der Bauer Gruppe. Das im Jahr 2015 hinzugekommene Unternehmen, die Frikoni Food, hat ihren Sitz in Nienburg a. d. Weser, in der Nähe von Hannover. In 2018 wurde mit Sitz in Wasserburg am Inn die Käsespezialisten Süd GmbH gegründet. Des Weiteren ist in Elsdorf zum Jahresende 2018 im Rahmen einer Nachfolgeregelung für den externen Milchsammel- Fuhrunternehmer die Elsdorfer Milchtransporte GmbH gegründet worden. Operativ ist die Gesellschaft seit 2019 aktiv. Innerhalb des Unternehmensverbunds gibt es eine Vielzahl von Kunden-Lieferanten-Beziehungen; dies sowohl im Produktions- als auch im Dienstleistungsbereich. 1.2 Wirtschaftliche und organisatorische Grundlagen Die J. Bauer GmbH & Co. KG bildet die Dachgesellschaft der BAUER Gruppe, nachdem der operative Teil der Joghurt- und Käseproduktion der Marke Bauer Ende 2012 in eine eigene Firma ausgegründet wurde. Insgesamt blickt BAUER auf eine 135-jährige Firmengeschichte in Familienhand zurück. Die J. Bauer GmbH & Co. KG hält das Anlagevermögen am Standort Wasserburg sowie die Beteiligungen an den Tochterunternehmen der Gruppe. Weiterhin sind die wesentlichen Finanz- und Vermögenswerte im Eigentum der Muttergesellschaft. Die Ende 2012 neu gegründete Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG hat in 2013 das operative Geschäft der J. Bauer GmbH & Co. KG übernommen und befindet sich, ebenso wie die Bauer Frischdienst GmbH, zu 100 % im Besitz der Holding. Zum 31.3.2022 wurde der Geschäftsbetrieb der Bauer Frischdienst GmbH im Rahmen eines Asset Deals an die EGV Unna verkauft. Alle Mitarbeiter sind zur übernehmenden Gesellschaft gewechselt, so dass die Bauer Frischdienst GmbH vorerst nur noch als nicht operativ tätige Gesellschaft Teil der Bauer Gruppe bleibt. Der Anteil an der Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH beträgt ebenfalls 100%. Die Gesellschaft war 2016 durch Fusion zweier Unternehmen am Standort Elsdorf und anschließender Umfirmierung entstanden. Die Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH hält ihrerseits 100% der Anteile an der neu gegründeten Elsdorfer Milchtransporte GmbH. Zum 31.12.2022 wurde die bis dahin von der Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH gehaltenen 33,33 % der Anteile an der Immergut GmbH & Co. KG von der Konzernmutter übernommen, sodass die Immergut GmbH & Co. KG nunmehr zu 100% von der J. Bauer GmbH & Co. KG gehalten wird. Zum 1.7.2015 hatte die J.Bauer GmbH & Co. KG 95 % der Anteile an der Frikoni Food GmbH & Co. KG mit Sitz in Nienburg an der Weser erworben. Die restlichen 5 % der Geschäftsanteile sind im Besitz des aktuellen Geschäftsführers der Gesellschaft. Nachdem in 2017 die bis dahin noch in Fremdbesitz befindlichen restlichen 10% der Geschäftsanteile an der Walhalla Delikatessen GmbH erworben worden waren, wurden alle Anteile am Unternehmen zum 1.1.2023 wurden verkauft. Die Die Firma Stannecker i.L. wurde aufgrund anhaltender Ertragsschwierigkeiten zum Jahresende 2020 liquidiert und befindet sich seit 1.1.2021 in der Abwicklung. In 2018 wurde eine neue Gesellschaft in Wasserburg gegründet, die Käsespezialisten Süd GmbH. Die Holding hält 50% der Anteile der Gesellschaft, die zweite Hälfte der Anteile liegen bei der Ruwisch & Zuck - Die Käsespezialisten GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft beschäftigt sich mit dem Versand von hochwertigen Käsesortimenten, vornehmlich im gewerblichen Bereich (Gastgewerbe, Großverbraucher, LEH). Zum Jahresende 2020 wurde eine Änderung der Gesamtorganisation der Bauer Gruppe eingeleitet. Die Unternehmerfamilie hat sich per Jahresende aus der aktiven Geschäftsführung in der Holding zurückgezogen und ist in einen neu gegründeten Aufsichtsrat gewechselt. Die Holdingleitung besteht aus 4 familienexternen Personen, die sich die Resorts aufteilen. Im Zuge der Neuausrichtung ist es geplant, die Zusammenarbeit in der Gruppe über die Firmengrenzen hinweg kundenorientiert auf- und auszubauen, sowie geeignete Bereiche über Gruppenservices einheitlich zusammenzufassen. Dies wird unterstützt durch ein gruppenweites IT- Projekt, um die Harmonisierung der Infrastruktur- und Software- Systemlandschaft zu erreichen. Weiteres Ziel der verstärkten Zusammenarbeit auf Gruppenebene ist es, Synergien in den Bereichen Einkauf, Supply Chain, Vertrieb und Markenauftritt zu generieren. 1.3 Steuerungsmodell: Für die Steuerung der operativen Gesellschaften werden folgende Leistungsindikatoren verwendet: Finanziell Jahresüberschuss
Nichtfinanziell Absatz in Tonnen 1.4 Forschung und Entwicklung Die Gruppenunternehmen betreiben in unterschiedlichem Umfang Forschung und Entwicklung, um bestehende Produkte zu verbessern, Prozessabläufe zu rationalisieren oder um attraktive Neuprodukte zu entwickeln. Die Entwicklungstätigkeit wird nahezu ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern in den jeweiligen Gruppenunternehmen dargestellt. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das erste Quartal 2022 war geprägt von rasant steigenden Beschaffungspreisen, einem Trend der sich im 2. Halbjahr 2021 bereits gezeigt hatte. Dies war eine Folge der im Zuge der Corona Pandemie weltweiten Störung der Lieferketten. Seit Mitte März 2022 herrscht Krieg in der Ukraine, was die Kostensituation in den Folgemonaten 2022 noch einmal verschärfte. V.a. in unserem Branchenumfeld, deren Vorlieferanten stark agrarwirtschaftlich orientiert sind, war man von den Auswirkungen in hohem Maße betroffen. Neben Kostenanstiegen bei allen Rohstoffkomponenten verknappte sich auch erstmals spürbar das Angebot verschiedener Komponenten, so dass man in der Folge auch Lieferausfälle oder Produktionsverschiebungen und in der Konsequenz weniger Angebot in den Supermarktregalen zu sah. Die Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite führten zwingend zur Notwendigkeit, Preiserhöhungen im Handel umzusetzen, in einem bis dato unbekannten Ausmaß. Dies führte, zusammen mit einer allgemeinen Kostenexplosion in Folge der Kriegshandlungen in der Ukraine zu teilweise 2- stelligen Inflationsraten im Jahresverlauf, und endete im Schnitt mit 7,9% auf einem sehr hohen Wert. Trotz dieser Entwicklung blieb der Arbeitsmarkt in 2022 recht robust, in vielen Bereichen der Wirtschaft hat sich der Fachkräftemangel dramatisch verstärkt. 2.2 Geschäftsverlauf der Bauer Gruppe Im ersten Halbjahr erlebte die Bauer Gruppe so wie alle anderen Marktteilnehmer Preissteigerungen über alle zu beschaffenden Komponenten hinweg - von Energie über Rohstoffe wie Verpackungen, Klebstoffe, Kunststoff bis hin zu Transport und Logistik und nicht zuletzt der Milch. Die Preisanstiege führten zu explodierenden Herstellkosten, die aufgrund vertraglicher Bedingungen nicht zeitgerecht und in entsprechendem Ausmaß an den Handel und damit an den Endverbraucher weitergegeben werden konnten. Dies führt bis Jahresmitte bei den auf den deutschen Einzelhandel ausgerichteten Unternehmen der Gruppe zu teilweise existenzbedrohenden Verlustsituationen. Erst nach und nach gelang es, Preise anzupassen. Dabei konnte v.a. für die Privatmolkerei bereits zur Jahresmitte 2022 hin eine Ergebniswende eingeleitet werden, obwohl sich im 2. Halbjahr erneut eine vom Ausmaß her nicht vorgesehene Entwicklung beim Milchpreis einstellte. Bis Jahresende stieg der Milchpreis auf >60 ct/kg an, was eine Verteuerung von >50% zum Vorjahr beim wichtigsten Rohstoff bedeutet. Hinzu kam hierbei, dass sich der Milchpreis in Norden Deutschlands viel stärker nach oben entwickelte als je zuvor und als vorhergesehen, so dass die Elsdorfer Molkerei und Feinkost GmbH in empfindlichem Ausmaß von dieser Entwicklung getroffen wurde und operativ einen hohen Verlust erlitt. Die Ergebniswende gelang in 2022 nicht mehr, sondern konnte erst zum Jahreswechsel 2023 erreicht werden. Operativ haben beide Milchverarbeiter daher abermals Verluste generiert, auch wenn es teilweise gelang, diese im 2. Halbjahr zu mildern. Durch die Unternehmensverkäufe in 2022 sind zwar Erträge erzielt worden, in der Einzelbilanz der Muttergesellschaft und damit in der Konzernbilanz ergaben sich aber auch Verluste, die durch Ausbuchung von Beteiligungsbuchwerten resultieren. Die restlichen Gesellschaften der Gruppe konnten konstant positive Ergebnisse erzielen, welche allerdings nicht ausreichten, die Verluste der beiden großen Milchverarbeiter auszugleichen. Insgesamt hat die Bauer Gruppe in 2022 abermals ein negatives Ergebnis zu verzeichnen. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1 Vermögenslage Am Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt die Konzern-Bilanzsumme Mio. 247,6 EUR (Vj. 246,5 EUR). Die langfristigen Vermögensgegenstände haben einen bilanziellen Wert von 110,3 EUR (Vj. 115,8 Mio. EUR), und somit einen Anteil am Gesamtvermögen von 44,5 % (Vj. 47,0 %). Innerhalb des Anlagevermögens ist der Posten für die immateriellen Vermögensgegenstände auf 3 Mio. EUR gesunken. Dabei sind rund 0,2 Mio. EUR AfA auf stille Reserven und Geschäfts- oder Firmenwerte angefallen. Das Sachanlagevermögen ist auf Mio. 101,8 EUR (Vj. 104,8 Mio. EUR) leicht rückläufig. Die Finanzanlagen sind im Geschäftsjahr gesunken und haben einen Wert von 5,4 Mio. EUR (Vj. 7,0 Mio. EUR). Die kurzfristigen Vermögensgegenstände haben einen Gesamtwert von 137,3 Mio. EUR (Vj.130,2 Mio. EUR) und haben damit einen Anteil am Gesamtvermögen des Konzerns von 55,5 % (Vj. 52,8 %). Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus Vorräten i. H. v. 41,0 Mio. EUR (Vj.34,6 Mio. EUR), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen von 55,9 Mio. EUR (Vj. 63,0 Mio. EUR) sowie Wertpapieren und flüssigen Mitteln von 39,7 Mio. EUR (Vj.32,5 Mio. EUR). Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen 0,6 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR). Der Konzern verfügt über langfristig zur Verfügung stehendes Kapital von 142.1 Mio. EUR (Vj.154.8 Mio. EUR), welches sich aus dem Eigenkapital von 6.5 Mio. EUR (Vj.14.0 Mio. EUR), den Pensionsrückstellungen von 21.0 Mio. EUR (Vj.21.1 Mio. EUR) sowie langfristigen Verbindlichkeiten i.H.v. 113.1 Mio. EUR (Vj. 119.7 Mio. EUR) zusammensetzt. Darin sind langfristige Darlehen der Gesellschafterfamilie von 83.8 Mio. EUR (Vj. 82.8 Mio. EUR) enthalten. Das langfristig zur Verfügung stehende Kapital hat somit einen Anteil von 57,4 % an der Bilanzsumme (Vj. 62,8 %) und deckt das langfristige Vermögen der Gruppe zu 128,8 % (Vj. 133,7 %). Die bilanzielle Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 2,6 % (Vj.5,7 %). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (bilanzielles Eigenkapital zzgl. langfristige Gesellschafterdarlehen) beläuft sich auf 36,5 % (Vj.39,3 %). 2.3.2 Finanzlage Der Finanzmittelbestand in der Unternehmensgruppe ist im Wirtschaftsjahr 2022 um 7,2 Mio. EUR auf 39,7 Mio. EUR (Vj. 32,5 Mio. EUR) gestiegen, und setzt sich aus kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 0 Mio. EUR (Vj. 7,1 Mio. EUR) und Bankguthaben von 39,7 Mio. EUR (VJ. 25,4 Mio. EUR) zusammen. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt 16,0 % (Vj. 13,2 %). Im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit aller Konzernunternehmen wurde ein Mittelzufluss von 18,1 Mio. EUR (Vj. Abfluss 2,8 Mio. EUR) generiert. Konzernweit wurden im Jahr 2022 rund 12,1 Mio. EUR investiert (Vj. 15,0 Mio. EUR). Die Mittel wurden im Wesentlichen für Erweiterungs- und Rationalisierungsmaßnahmen sowie den Ausbau der IT-Infrastruktur verwendet. In langfristige Finanzanlagen wurden 0,1 Mio. EUR investiert (VJ: 0,2 Mio. EUR). Die Abschreibungen im Konzern haben im Jahr 2022 insg. 13,7 Mio. EUR betragen (Vj. 13,7 Mio. EUR). Davon entfallen 13,1 Mio. EUR auf Abschreibungen auf Sachanlagegüter und 0,7 Mio. EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände. Weitere liquiditätswirksamen Vorgängen im Bereich Desinvestition und im Rahmen von kurzfristigen Finanzdispositionen führten insgesamt zu einem Mittelabfluss im Rahmen der Investitionstätigkeit i.H.v. 1,4 Mio. EUR statt (VJ: 14,0 Mio. EUR). Im Bereich der Finanzierungstätigkeit sind im Jahr 2022 insgesamt 2,4 Mio. EUR (VJ: Abfluss 2,4 Mio. EUR) abgeflossen. Dies ist im Wesentlichen auf den Kapitaldienst der bestehenden Finanzierungen zurückzuführen. 2.3.3 Ertragslage Der Konzernumsatz hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt: Umsatzentwicklung BAUER Gruppe
Der Jahres-Konzernumsatz ist um 43,5 Mio. EUR auf 708,9 Mio. EUR (VJ: 665,4 Mio. EUR) um 6,5 % gestiegen. Die Gesamterlöse verteilen sich in nachfolgender Tabelle auf die Sparten im Konzern:
Analog zur Umsatzentwicklung ist auch die Gesamtleistung auf 712,4 Mio. EUR (VJ: 669,7 Mio. EUR) um 6,38 % gestiegen. Im Berichtsjahr hat ein Bestandsaufbau um rund 3,5 Mio. EUR (Vj. Aufbau 4,3 Mio. EUR) stattgefunden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 89,0 % auf 10,8 Mio. EUR gestiegen (Vj. 5,7 Mio. EUR). Diese beinhalten außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf des operativen Geschäftsbetriebs der Bauer Frischdienst GmbH in Höhe von TEUR 3.000. Der Materialaufwand lag bei 499.5 Mio. EUR (Vj.bei 398.6 Mio. EUR). Durch den im Vergleich zur Gesamtleistung überproportional wachsenden Materialaufwand (25,3 %) ist die Materialaufwandsquote von 59,5 % auf 70,1 % gestiegen. Die Milchkosten pro kg beschaffter Milch lagen im Jahresschnitt um 38,2 % über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden ca. Mio. 448,6 kg Milch (Vj. 437,3 Mio. kg) verarbeitet, das entspricht einem Zuwachs von 2,6 %. Dadurch sind die Milchkosten analog zur Preiserhöhung und Mengenerhöhung um 41,8 % auf 250,8 Mio. EUR gestiegen. In der Folge ist die Rohertragsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, auf 29,88 % gesunken (Vj. +40,48%) und der absolut erwirtschaftete Rohertrag lag im Berichtsjahr mit 212.9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (Vj. 271.0 Mio. EUR). Im Jahr 2022 hat die Mitarbeiterzahl 1.459 betragen (Vj. 1.424). Die Kosten für Leiharbeitnehmer sind 2022 leicht angestiegen. Insgesamt sind die Personalkosten im Konzern um 1,5 % angestiegen und haben 84,9 Mio. EUR (Vj. 83,6 Mio. EUR) betragen. Dabei ist die Personalaufwandsquote trotz der wachsenden Personalkosten rechnerisch von 12,5 % auf 11,9 % zurückgegangen. Die gruppenweiten Abschreibungen sind leicht gestiegen und lagen bei 13,74 Mio. EUR (Vj. 13,69 Mio. EUR). Der sonstige Betriebsaufwand ist auf 128,3 Mio. EUR (Vj. 186,2 Mio. EUR) gesunken. Die Reduktion ist vor allem durch Werbekostenzuschüsse im Bereich Vertriebskosten begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Schadensersatzzahlungen an Kunden in Höhe von TEUR 3.300. Insgesamt sind die Gesamtkosten bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 19,9 %, das entspricht 56.6 Mio. EUR, auf 227.0 Mio. EUR (Vj. 283.5Mio. EUR) gesunken. In Summe ist das Betriebsergebnis gestiegen und beträgt -3,3 Mio. EUR (Vj. -6,7 Mio. EUR). Das Finanzergebnis beträgt insgesamt -3,0 Mio. EUR (Vj. -3,5 Mio. EUR). Die Finanzerträge lagen bei 0,1 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR), die Zinsaufwendungen betrugen 3,1 Mio. EUR (Vj. 3,7 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Konzernebene betrugen 1.0 Mio. EUR (Vj. 1.2 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung von Gewinnanteilen, die Minderheitsgesellschaftern zustehen, ergibt sich somit auf Konzernebene für 2022 ein Jahresfehlbetrag von 7,5 Mio. EUR (Vj. Fehlbetrag 11,6 Mio. EUR). 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren
Aufgrund von Preiserhöhungen vor allem in den Bereichen Milch und Rohstoffe, Energie sowie Verpackungen verschlechtert sich die Materialaufwandsquote im Verhältnis zum Vorjahr. Die Personalaufwandsquote verbessert sich von 12,5 % in 2021 auf 11,9 % in 2022. Das Konzern-EBITDA verbessert sich von 6.973,4 TEUR auf 10.430,1 TEUR. Die EBITDA-Marge beträgt 2022 1,46 % gegenüber 1,04 % in 2021. Das Konzernergebnis beträgt 2022 -7.529,8 TEUR gegenüber -11.636,8 TEUR in 2021. 2.3.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Der Absatz in Tonnen war mit 393 T Tonnen rückgängig (Vj. 401 T Tonnen). Die Differenz i. H. von 7,7 T Tonnen lässt sich im Wesentlichen auf den Verkauf des operativen Geschäftsbetriebs der Bauer Frischdienst GmbH zurückführen. 3 Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Seit Jahresbeginn hat sich im Bereich Milch eine vollständig andere Situation eingestellt als zum Jahresende 2022. Der Kosten für Milch sinken monatlich und liegen durchweg unter dem für 2023 geplanten Wert. Auch wenn andere Kostenkomponenten nicht oder nicht so stark zurück gehen, ist der Jahresbeginn 2023 durchweg als positiv zu sehen. Alle Unternehmen der Gruppe schreiben bis Jahresmitte absehbar schwarze Zahlen. Wie sich diese Situation weiterentwickelt, v.a. welches Preisniveau vor dem Hintergrund rückläufiger Kosten im Handel gehalten werden kann, kann nicht mit Sicherheit prognostiziert werden. Insgesamt gehen wir für 2023 von Absätzen auf Vorjahresniveau aus, wobei sich die Zusammensetzung im Kunden- Artikelmix aufgrund der veränderten Konsumgewohnheiten ändern wird. Die Jahresplanung 2023 sieht durchwegs eine positive Ergebnisentwicklung vor. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist diese Planung einhaltbar. Wir gehen daher für die operativen Gesellschaften von einer deutlichen Ergebnisverbesserung in 2023 aus. Die wesentlichen Risiken des Unternehmens sind externer Natur. Dazu gehören die Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten, der Krieg in der Ukraine, die allgemeine Konjunkturentwicklung, die auch 2022 weiterhin durch die Corona-Krise beeinflusst wird, und die Branchenentwicklung. Marktseitig ist von einem weiteren Rückgang der weißen Linie und der Joghurt-Segmente auszugehen. Handelsseitig geht die Konsolidierung weiter. Die deutsche Handelslandschaft mit wenigen großen Kunden birgt ein erhebliches Risiko bei Wegfall eines derartigen Kunden. Dadurch entsteht in den Jahresverhandlungen weiterer Druck auf die Abgabepreise. Stark steigende Roh- und Packstoffpreise und permanente Preiskorrekturen im Markt verstärken nicht nur das Risiko von Kundenverlust, sondern auch das Risiko, höhere Rohstoffpreise nicht zeitnah weitergeben zu können. Grundsätzlich bestehen mittlerweile signifikante grundsätzliche Beschaffungsrisiken. Durch den möglichen Wegfall von notwendigen Lieferanten kann es zu Problemen bei Preis, Qualität und Menge sowie auch Nicht-Verfügbarkeiten kommen. Bei geringerer Milchmenge wird es umso wichtiger, die wenige Milch profitabel zu verarbeiten. Klimatische Entwicklungen wie Dürre, Wassermangel, Extremwetterereignisse können eine Beeinträchtigung der Ernten und damit der Rohstoffversorgung mit sich bringen. Ein achtsamer Umgang mit Ressourcen ist daher nicht zuletzt im Rahmen der Nachhaltigkeitsbemühungen der Bauer Gruppe dringend erforderlich. Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Im Konzern werden primär folgende Finanzinstrumente verwendet (zum 31.12.2022): Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 48.044) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitution (TEUR 43.044) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 83.788) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 57.730) Lieferforderungen und -verbindlichkeiten Bei den Debitoren bestehen keine Fremdwährungsrisiken, da durchgängig in Euro fakturiert wird. Der Rechnungseingang in Fremdwährung ist unwesentlich. Durch aktives Debitorenmanagement und Kreditversicherungen werden die Ausfallsrisiken bei den Forderungen minimiert; die Ausfallquoten waren in der Vergangenheit sehr gering. Die Lieferverbindlichkeiten sind kurzfristig und werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt - im Regelfall unter Berücksichtigung von Skonto. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Einen wesentlichen Teil der Finanzierung der Bauer-Gruppe stellen die Gesellschafterverbindlichkeiten dar. Gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen stellen eine längerfristige Kapitalüberlassung sicher. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Liquidität in der Gruppe wird regelmäßig überwacht um Liquiditätsrisiken und Zahlungsstromschwankungen vorzubeugen. Bei Bedarf gewährt die Holding Gesellschafterdarlehen an die Tochterunternehmen der Gruppe. Es besteht jedoch kein Konzern-Cash-Management. Die umfangreichen Kreditlinien bei den Geschäftsbanken dienen der Sicherung der Liquidität. Derivative Finanzinstrumente und Termingeschäfte Derivative Finanzinstrumente und Termingeschäfte werden derzeit in der Bauer-Gruppe nicht genutzt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die J.Bauer GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der J. Bauer GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der J. Bauer GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wasserburg a. Inn, 28. Juni 2023 Dr.
Frank & Kollegen GmbH
Dr. Simon Frank, Wirtschaftsprüfer |
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