Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 67113
Vorher
MK Mineralkontor G.m.b.H.
Eingetragen
26.11.2001
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Handel mit Waren aller Art, insbesondere der Vertrieb von und Handel mit Mineralölprodukten und petrochemischen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jasmina Gregorn
seit 27.7.2023
Prokura
Alexander Hornisch
seit 10.5.2023
Prokura
Zoltán Szántó
seit 24.4.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MOL Magyar Olaj- és Gázipari Nyilvánosan Működő RészvénytársaságHUN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MOL Magyar Olaj- és Gázipari Nyilvánosan Működő Részvénytársaság
Hungary
52.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MOL Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

MOL Germany GmbH, München

1. Grundlagen des Unternehmens

MOL Germany GmbH (kurz auch "MOL Germany") ist ein Tochterunternehmen der MOL MAGYAR OLAJ-ÉS GÁZIPARI NYILVANOSAN MÜKÖDÖ RÉSZVÉNYTÁRSASÁG, Budapest, Ungarn, ("MOL Nyrt." bzw. MOL Plc.; ISIN HU0000153937), dem obersten Mutterunternehmen der MOL-Gruppe.

MOL Germany ist dem Geschäftsbereichs Downstream der MOL-Gruppe zugeordnet. Geschäftszweck ist die Ein- und Ausfuhr sowie der Groß- und Durchfuhrhandel mit Mineralölprodukten, Polymeren und Polyolefinen.

Dabei werden Erzeugnisse der MOL-Gruppe in Deutschland sowie im angrenzenden Ausland vermarktet und vertrieben sowie Zwischen- und Endprodukte für unsere Konzernmutter beschafft.

Geschäftsbereiche

MOL Germany GmbH ist tätig in zwei Geschäftsbereichen:

• Mineralölvertrieb am Standort München

• Petrochemischer Vertrieb am Standort Frankfurt a.M.

Der Standort in München handelt mit Raffinerieerzeugnissen innerhalb Deutschlands sowie international, vorwiegend im EU-Raum. Die Geschäfte werden in eigenem Namen abgewickelt, jedoch nahezu vollständig in Form des Durchhandelsgeschäfts, d.h. ohne wesentliche eigene Lagerbestände.

Der Petrochemische Vertrieb mit Sitz in Frankfurt am Main teilt sich in die zwei Abteilungen Polymere sowie Polyolefine. Wir betreuen unsere Kunden in Nord-West- Europa.

MOL Germany übernimmt den Vertrieb für die MOL-Gruppe. Kunden werden auf Rechnung der MOL-Gruppe direkt von der MOL-Gruppe über die Produktionsstätten in Tiszaúváros (Ungarn) und Bratislava (Slowakei) beliefert. Die Vergütung für die erbrachte Vertriebsdienstleistung erfolgt auf Basis einer Cost-Plus-Vereinbarung mit der MOL-Gruppe.

2. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Nach Erhebungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)1 sank der Absatz von Mineralölprodukten in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3% von 100,2 auf 95,1 Millionen Tonnen.

Hauptprodukt Januar bis Dezember 2022 Januar bis Dezember 2023 Änderungsrate
Rohbenzin 12,80 Mio. t 10,64 Mio. t -16,9%
Ottokraftstoff 16,92 Mio. t 17,33 Mio. t 2,5%
Dieselkraftstoff 34,64 Mio. t 33,38 Mio. t -3,6%
Heizöl, EL normal 12,19 Mio. t 11,54 Mio. t -5,3%
davon schwefelarm 10,85 Mio. t 9,04 Mio. t -16,7%
Heizöl, schwer 0,89 Mio. t 0,55 Mio. t -38,6%
Flugturbinenkraftstoff, schwer 9,08 Mio. t 9,47 Mio. t 4,3%

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist

• der Export von Mineralölprodukten um 11,0 % von 27,5 auf 24,5 Millionen Tonnen gesunken;

• der Import von Mineralölprodukten um 1,4 % von 35,6 auf 36,0 Millionen Tonnen angestiegen;

• die Einfuhr von Rohöl um 12,6 % von 88,2 auf 77,2 Millionen Tonnen gesunken;

• der Grenzübergangspreis von Rohöl um 15,1 % von 690,35 Euro auf 586,17 Euro pro Tonne gesunken.

Geschäftsentwicklung Mineralölvertrieb und Petrochemie

a) Mineralölvertrieb

Die Entwicklung des Mineralölvertriebs war geprägt durch das seit dem 5. Februar 2023 EU-weit geltende Importverbot für Flüssigtreibstoffe aus Russland. Das Importverbot von Rohöl und raffinierten Erdölerzeugnissen führte zu einer strukturellen Verteuerung dieser Produkte, da die entstandene Versorgungslücke durch Importe aus geographisch deutlich entfernteren Quellen - etwa aus Indien, Saudi-Arabien sowie den USA - erfolgen musste.

Dass es nicht zu einem deutlich spürbareren Anstieg der Preise für Flüssigenergieträger in der EU gekommen ist, lag hauptsächlich an den gegenläufigen Effekten der Rezession in Deutschland. Diese ist wiederum hauptsächlich auf die deutlich gestiegenen Energiepreise aufgrund EU-Importverbote der größten Konsumenten in Westeuropa zurückzuführen, welche vor allem Basischemieproduzenten sehr stark belasten.

Infolge der Importverbote sowie eines extensiven Wartungsprogrammes und etlicher ungeplanter Anlagenausfälle verzeichnete die MOL-Gruppe 2023 ein Produktionsdefizit, das deutlich über dem in den Vorjahren bestehenden strukturellen Defizit an Gasölprodukten lag.

MOL Germany spielte im Jahr 2023 eine entscheidende Rolle, die Unterdeckung der MOL-Gruppe durch den Export von Gasölprodukten aus Deutschland zu kompensieren. Dies wirkte sich positiv auf die im Geschäftsjahr abgesetzten Mengen aus.

Der andere wichtige Treiber der Geschäftsentwicklung war im vergangenen Jahr der Export und die Vermarktung signifikanter Mengen an Nebenprodukten der Treibstoffproduktion, welche überwiegend nach Benelux exportiert wurden; hierunter fallen hauptsächlich Benzinmischkomponenten, konkret Aromaten.

Das Volumen der von MOL Germany gehandelten Mineralölderivate im Treibstoff- und Komponentensektor verringerte sich um 9 % gegenüber dem Vorjahr, was auf den deutlich geringeren Zukauf von Naphtha für die MOL-Gruppe zurückzuführen ist.

b) Petrochemischer Vertrieb

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV)2 meldet für Polymere und Polyolefine einen Rückgang der Absatzmengen. Im Jahr 2023 verzeichnete die Kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland einen Rückgang des Gesamtumsatzes um 6,0 % auf 72,5 Mrd. EUR. Die Differenzierung des Umsatzes nach Absatzgebieten zeigt dabei eine deutlich unterschiedliche Entwicklung:

• Inlandsumsatz: Erlebte einen Rückgang von 9,4 % auf 42,3 Mrd. EUR.

• Auslandsumsatz: Zeigte eine relativ stabile Entwicklung mit einem minimalen Rückgang von 0,3 % auf 30,2 Mrd. EUR.

Dieser Umsatzrückgang reflektiert die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, einschließlich steigender Rohstoffkosten und geopolitischer Unsicherheiten.

3. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Jahresumsatz der MOL Germany GmbH belief sich im Jahr 2023 auf 410.684 TEUR (2022: 419.313 TEUR). Die Umsatzerlöse des Mineralölvertriebs betrugen 407.017 TEUR (2022: 415.823 TEUR). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze leicht gesunken, und zwar aufgrund der Übertragung des Paraffin-Geschäfts innerhalb der MOL-Gruppe zum 30.4.2023 und der Preisentwicklung von Mineralölprodukten. Die konzerninternen Verrechnungspreise haben sich dagegen gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Umsatzerlöse aus dem Cost-Plus-Geschäft (petrochemischer Vertrieb) betrugen 3.667 TEUR (2022: 3.490 TEUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf allgemeine Kostensteigerungen zurückzuführen.

Die Absatzmengen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das gilt sowohl für die Absätze aus der gruppeneigenen Produktion als auch für die Absätze, die aus lokalen Produktzukäufen erzielt wurden. Die Absatzmenge liegt mit 529,1 kt über dem Vorjahreswert von 442,3 kt. Die Umsätze werden nahezu ausschließlich durch die Vermarktung von Mineralölprodukten erzielt. Diese werden überwiegend in der Europäischen Union (ohne Deutschland, zu 64,63 %), in Deutschland (23,91 %) und in dritten Ländern (11,46 %) generiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen auf Fremdwährungsgewinne in Höhe von 8.454 TEUR (2022: 6.591 TEUR) sowie die Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen in Höhe von 144 TEUR (2022: 388 TEUR) zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zudem eine Wertaufholung auf die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 5.486 TEUR ertragswirksam erfasst.

Als wesentlicher Kostenfaktor sind die Materialkosten 389.993 TEUR (2022: 401.445 TEUR) zu nennen. Diese sind analog zu den Umsatzerlösen aus dem Mineralölvertrieb leicht gesunken. Darin enthalten sind zudem Transportkosten in Höhe von 10.542 TEUR (2022: 11.564 TEUR), deren überproportionaler Rückgang auf Verhandlungserfolgen der zentralen Logistikabteilung beruht.

Bei den verbleibenden Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Personalaufwendungen in Höhe von 2.946 TEUR (2022: 3.531 TEUR), die im Jahr 2022 wegen höheren Auszahlungen von variablen Vergütungsbestandteilen über den Personalkosten des aktuellen Geschäftsjahres liegen. Ein weiterer Faktor für die geringeren Personalaufwendungen im Vorjahr ist der Rückgang der Mitarbeiterzahl. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen für das Geschäftsjahr 9.885 TEUR (2022: 9.414 TEUR). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Mitgliedsbeitrag des EBVs (2023: 439 TEUR, 2022: 143 TEUR).

Die erzielte Marge des Geschäftsjahres 2023 führt bei der Gesellschaft zu einem höheren Gewinn aus dem operativen Geschäft3 in Höhe von 22.559 TEUR (2022: 12.358 TEUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine höhere Umsatzrendite zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Dividende der Beteiligung Aurora Kunststoffe GmbH in Höhe von 19.000 TEUR ausgezahlt, welche unter den Erträgen aus Beteiligungen ausgewiesen wurde.

Aufgrund des angestiegenen operativen Gewinns haben sich auch die Steueraufwendungen um 1.649 TEUR auf 5.302 TEUR (2022: 3.653 TEUR) erhöht.

Der Jahresüberschuss von 34.457 TEUR liegt signifikant über dem Vorjahresniveau (2022: Jahresfehlbetrag -15.545 TEUR).

Der im Geschäftsjahr 2023 zu beobachtende Anstieg ist im Wesentlichen die erhaltene Dividendenzahlung in Höhe von 19.000 TEUR (während im Jahr 2022 eine außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 22.382 TEUR zu erfassen war) sowie eine höhere Marge im operativen Geschäft zurückzuführen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr von 100.287 TEUR auf 88.031 TEUR gesunken. Der Rückgang beruht dabei im Ergebnis auf dem Fortfallen des bilanziell auf der Aktivseite auszuweisenden nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags im Vorjahr.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 16 TEUR (31.12.2022: 5 TEUR). Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich unverändert auf 43.000 TEUR (31.12.2022: 43.000 TEUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 3.484 TEUR (31.12.2022: 8.477 TEUR) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 15.967 TEUR auf 4.149 TEUR signifikant gesunken. Wesentlicher Treiber des höheren Forderungsbestandes im Vorjahr war die (Neu-)Berechnung der konzerninternen Verrechnungspreise zum Ende des Geschäftsjahres 2022.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 6.096 TEUR (31.12.2022: 10.751 TEUR) beinhalten im Wesentlichen eine Zollsicherheit in Höhe von 2.951 TEUR (31.12.2022: 6.523 TEUR) sowie Forderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 2.749 TEUR (31.12.2022: 3.885 TEUR). Zudem sind in den sonstigen Vermögensgegenständen debitorische Kreditoren in Höhe von 396 TEUR (31.12.2022: 323 TEUR) enthalten.

Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt 44.326 TEUR. Mit Beschluss vom 26. Juni 2023 und mit Zahlung vom 29. Juni 2023 hat die MOL Germany GmbH eine Gewinnausschüttung von der Aurora Kunststoffe GmbH in Höhe von 19.000 TEUR erhalten. Zudem erfolgte mit Datum vom 30. Juni 2023 eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft (25.000 TEUR).

Der gestiegene operative Gewinn4 in Höhe von 22.559 TEUR (2022: 12.358 TEUR) führt im Geschäftsjahr zu einer Steuerrückstellung von 5.584 TEUR (31.12.2022: 3.082 TEUR), da der Anstieg des operativen Gewinns in den Vorauszahlungen noch nicht berücksichtigt waren. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 710 TEUR (31.12.2022: 7.788 TEUR) sind im Wesentlichen durch einen Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (31.12.2023: 450 TEUR; 31.12.2022: 1.909 TEUR) und die variable Kaufkomponente in Höhe von 5.486 TEUR gesunken. Zudem reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 der Rückstellungsbedarf für Sondervergütungen von 571 TEUR im Vorjahr auf 188 TEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 7.488 TEUR über dem Vorjahresniveau in Höhe von 5.549 TEUR. Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist von 76.860 TEUR im Geschäftsjahr 2022 auf 23.387 TEUR im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung einer gezogenen konzerninternen Kreditlinie (0 TEUR, 31.12.2022: 54.382 TEUR) zurückzuführen.

Die Liquidität der MOL Germany GmbH ist durch einen mit MOL Group Finance Zrt., Budapest, Ungarn, abgeschlossenen Finanzierungsrahmen (Loan Agreement) in Höhe von bis zu 68.000 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 31.3.2026 gesichert. Hieraus sind zum Abschlussstichtag 0 TEUR (31.12.2022: 54.382 TEUR) in Anspruch genommen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft zieht zur Steuerung die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren heran:

Umsatzrendite auf Basis des operativen Gewinns 5 2023: 5,49 % (2022: 2,95 %)

Die Umsatzrendite liegt über der im Vorjahr prognostizierten Marge aufgrund einer höheren Marge im operativen Geschäft und dem Anstieg aus der Wertaufholung auf Finanzanlagen.

Bewegte Jahresmenge

2023: 529,1 kt (2022: 442,3 kt)

Die bewegte Menge liegt im Geschäftsjahr 2023 aufgrund höherer Warenverfügbarkeit und konzerninternen Bedarfen über dem im Vorjahr prognostizierten Wert von 400 kt.

5. Risikobericht

Das Management überwacht die Risikolage der Gesellschaft durch regelmäßige interne Besprechungen. Die Risiken betreffen neben politischen Risiken insbesondere die Cybersicherheit sowie Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft der Gesellschaft. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit von Chancen- und Risikobericht zu erhöhen, sind die einzelnen Chancen und Risiken in einer Rangfolge bzw. in Kategorien geordnet, wobei größere Risiken und Chancen vor geringeren Risiken und Chancen geordnet werden. Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Prognosen und Ziele. Risiken stellen für das Unternehmen eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation dar.

In Abhängigkeit zur Höhe der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Risiken als gering, moderat bzw. hoch eingestuft. Eine konkrete Quantifizierung erfolgt nicht zur internen Steuerung.

Risiken aus dem operativen Geschäft

In diesem Zusammenhang ist zunächst das Konzernabhängigkeitsrisiko zur MOL-Gruppe zu nennen. Die Gesellschaft ist Teil der MOL-Gruppe und das Geschäftsmodell ist zu einem wesentlichen Teil von verbundenen Unternehmen abhängig. Verkaufsoptimierungsprozesse und ungeplante Instandhaltungsprozesse innerhalb der MOL-Gruppe können nach wie vor zu Schwankungen in der Warenversorgung von MOL Germany GmbH führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Konzernabhängigkeitsrisiko kann zum Vorjahr unverändert als moderat bezeichnet werden. Die finanziellen Auswirkungen bei Eintritt werden unverändert zum Vorjahr als hoch eingeschätzt.

Im Zusammenhang mit den von der Gesellschaft gehaltenen Anteilen an verbundenen Unternehmen besteht für die MOL Germany GmbH unverändert ein Werthaltigkeitsrisiko. Dieses resultiert aus dem Umstand, dass die künftig zu erwartenden Zahlungsströme aus den Anteilen den derzeitigen Buchwert nicht angemessen widerspiegeln und eine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich machen.

Durch die Abwicklung der Geschäfte mit Lieferanten und Kunden in EUR und USD unterliegt die Gesellschaft einem Währungsrisiko. Da hingegen sämtliche Finanzierungsaktivitäten ausschließlich in Euro abgewickelt werden, wird dieses jedoch deutlich minimiert. Für den Fall, dass ein Geschäft in USD abgewickelt wird, besteht Währungskongruenz, wobei bilanzielle Bewertungseinheiten nicht gebildet werden. Es wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet, sowie keine spekulativen Transaktionen getätigt. Als Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu notieren. Das Währungsrisiko wird sowohl in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für die finanziellen Auswirkungen wie im Vorjahr als moderat eingestuft.

Preisänderungsrisiken bestehen ausschließlich aufgrund der Abhängigkeit von den Marktpreisen der Erdölprodukte, wobei dieses Risiko durch entsprechende, Einkaufspreisregelungsmechanismen mit dem Mutterunternehmen zum Vorjahr unverändert nahezu vollständig vom Mutterunternehmen abgedeckt wird.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen - wie im Vorjahr - für ausstehende Forderungen keine wesentlichen Ausfallrisiken. Das Ausfallrisiko wird durch die Anwendung der MOL-internen Kreditrisiko-Richtlinien minimiert und fortlaufend analysiert. Diese umfassen unter anderem die Bonitätsprüfung von Neu- und Bestandskunden (beides unter Nutzung professioneller Anbieter am Markt).

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die MOL Germany GmbH unverändert zahlungswirksamen Zinsänderungsrisiken durch Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung ausgesetzt. In diesem Zusammenhang findet eine laufende Beobachtung der Zinsmärkte durch den Geschäftsbereich Finanzen und Treasury statt. Die Beobachtungen fließen in die Finanzierungsstrategie mit ein. Das konzernübergreifende Finanzrisikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns frühzeitig zu identifizieren und mit geeigneten Maßnahmen zu begrenzen.

Das Unternehmen ist durch Versicherungen bezüglich genereller Unternehmens- und Produkthaftpflicht sowie Umweltschäden abgedeckt.

Geopolitische und regulatorische Risiken

Die MOL Germany GmbH unterliegt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sowohl geopolitischen als auch regulatorischen Risiken. Die wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion in der Ukraine, die am 24. Februar 2022 begann, können sich auf die MOL-Gruppe auswirken. Das Management untersucht und bewertet kontinuierlich die möglichen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage, internationaler Sanktionen und anderer möglicher Einschränkungen auf die Lieferkette und die Geschäftstätigkeit. Globale Lieferketten könnten durchbrochen werden und zu Engpässen bei Energieprodukten führen, die wiederum einen Anstieg der europäischen Energiepreise, mit nachteiligen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung, zu Folge haben könnten. Die MOL-Gruppe hat in ihrer Kreditpolitik Entscheidungen getroffen, um das Risiko zu minimieren. Das Raffineriegeschäft der MOL-Gruppe ist dem physischen Fluss von Rohöl durch das Transportsystem in Russland und der Ukraine ausgesetzt. Der physische Fluss des Rohöls aus Russland wurde aufgrund von Kriegsschäden an der ukrainischen Energieinfrastruktur regelmäßig unterbrochen. Es gibt jedoch eine alternative Lieferroute vom Mittelmeer über Kroatien, die Raffinerien der MOL-Gruppe in Ungarn und der Slowakei mit Seefrachten von Rohöl beliefern kann. Die Europäische Union hat ab dem 5. Dezember 2022 ein teilweises Embargo gegen russische Rohölimporte und ab dem 5. Februar 2023 gegen russische Mineralölproduktimporte verhängt. Gleichzeitig wurde ein Exportverbot für aus russischem Rohöl gewonnene Mineralölprodukte verhängt.

Am 23. Juni 2023 hat die EU neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Dieses 11. Sanktionspaket umfasst auch das Verbot des Imports von russischem Rohöl über den nördlichen Zweig der Druschba-Pipeline nach Deutschland und Polen.6

Die Gesellschaft ist daneben weiteren geopolitischen Risiken ausgesetzt, wie etwa Kriegshandlungen oder Terrorismus (z.B. eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten), die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Energieversorgung haben könnten.

Das gegenwärtige Geschäftsmodell der Gesellschaften der MOL-Gruppe, die Vermarktung von Brenn- und Treibstoffen vornehmlich fossilen Ursprungs, wird durch taxonomische und regulative Initiativen nationaler und europäischer Gesetzgebung beeinflusst. Um regulatorischen Risiken zu begegnen und vor allem das Geschäftsmodell der MOL-Gruppe robust zu halten, wird versucht, die Dekarbonisierung durch eine Erhöhung des Anteil biogener Treibstoffkomponenten zu begleiten. Des Weiteren wurden in den vergangenen Jahren signifikante Investitionen angestoßen, um einen größeren Teil der hergestellten Zwischenprodukte nicht zur Treibstoffproduktion zu nutzen, sondern stattdessen als Einsatzprodukte für die Herstellung von Kunststoffen sowie weiteren Derivaten.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit und finanziellen Auswirkungen der Geopolitischen und regulatorischen Risiken werden unverändert zum Vorjahr als moderat eingestuft.

Cyber Risiko

Cyber-Kriminalität und -Angriffe können schwerwiegende Folgen haben, von finanziellen Verlusten bis hin zur Rufschädigung. In letzter Zeit ist weltweit der Anstieg der Cyberkriminalität zu beobachten, teilweise dienen die Angreifer geopolitischen Zielen und die Öl- und Energieindustrie ist zu einem typischen Angriffsziel geworden.

Ein großer Risikofaktor ist die Bedrohung durch Malware. Sie kann auf verschiedene Weise ins Netzwerk gelangen, z.B. durch Phishing-E-Mails oder das Herunterladen von infizierten Dateien. Die Zahl der Phishing-E-Mails nimmt zu, die Methoden werden immer ausgefeilter. Um Malware-Angriffe zu vermeiden, muss sichergestellt werden, dass die Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand ist und dass die Mitarbeiter regelmäßig an Schulungen für Cybersicherheit teilnehmen.

Ein weiteres Risiko ist der Diebstahl von Daten. Cyber-Kriminelle können in das Netzwerk eindringen und vertrauliche Informationen wie Kundenlisten, Kreditkartennummern oder Finanzdaten stehlen oder verschlüsseln. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, sollte man sicherstellen, dass die Netzwerke und Datenbanken angemessen verschlüsselt und passwortgeschützt sind. Darüber hinaus sollten die Mitarbeiter über bewährte Sicherheitspraktiken informiert werden, wie z.B. die Verwendung starker Passwörter, Zwei-Faktor Authentifizierung und die regelmäßige Änderung von Passwörtern.

Die MOL Germany GmbH erhält Unterstützung in Bezug auf Cyber Security als Teil der von MOL Digital GBS und MOL Group IT bereitgestellten Lösungen. Dazu gehören Strategie, Sicherheitsrichtlinien, Software- und Hardwarekomponenten, Durchführung von regelmäßigen Sicherheitsaudits, Überwachung und Penetrationstests, Behandlung von Vorfällen, Red-Teams usw. Auf lokaler Ebene liegt der Schwerpunkt auf physischer Infrastruktur, Server-Patching und Benutzerschulung.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit in Bezug auf das Cyber Risiko wird zum Vorjahr unverändert als gering eingestuft. Die finanziellen Auswirkungen werden unverändert als moderat eingeschätzt.

Gesamteinschätzung der Risikolage

Die Risikolage der Gesellschaft kann insgesamt unverändert als moderat bezeichnet werden. Das Management der Gesellschaft sieht zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

6. Chancen

Wie in den vergangenen Jahren auch konnte die MOL Germany GmbH auf konzerninterne Bedarfsveränderungen innerhalb kürzester Zeit reagieren und ihre Rolle innerhalb des Konzerns hin zum Einkäufer für den Konzern umstellen. Bei lokal eingekauften Produkten sind die Margen ausgehend von den Marktpreisen im Norden und Süden Deutschlands schwankend. Da das Preisänderungsrisiko von der Konzernmutter getragen wird, kann MOL Germany GmbH mit ihrer Expertise zur effizienten Nutzung der daraus resultierenden Chancen beitragen.

Auf Grund der Reaktionsfähigkeit und Expertise entsteht für die MOL Germany GmbH ein größerer Stellenwert in der Versorgung der gruppeneigenen Produktionsstätten und gleichzeitig die Chance, bei Überproduktionen einen überdurchschnittlichen Anteil an der abzusetzenden Produktionsmenge zu erhalten.

Durch die wachsende Unterdeckung der MOL-Gruppe mit Gasölprodukten in Osteuropa ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der MOL Germany GmbH, diese mit Importen aus den deutschen Seehäfen sowie der deutschen Raffinerielandschaft zu lindern.

Die in Deutschland abgesetzten Polymerprodukte werden an zwei Produktionsstandorten, Bratislava (SK) und Tiszaújváros (HU), hergestellt. Die Planung nimmt auf instandhaltungs- und umbaubezogene Kapazitätseinschränkungen Rücksicht. Da die Preislage in diesem Verkaufsbereich als weiterhin lukrativ für die Firmengruppe anzusehen ist, kann mittel- und langfristig mit einer höheren Mengenverfügbarkeit aus eigenen Produktionsquellen gerechnet werden.

7. Ausblick

Das Jahr 2024 steht, wie bereits die beiden Vorjahre, stark im Zeichen der geopolitischen Spannungen durch den Krieg in der Ukraine. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen, insbesondere hohe Inflationsraten und geldpolitische Zwänge, führen weltweit zu einer Kaufzurückhaltung, was das Wachstum der globalen Wirtschaft erheblich dämpft. Viele Volkswirtschaften stehen vor der Herausforderung einer milden Rezession.

Neben den herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen steht die MOL Germany vor der Herausforderung, die Strategie der MOL-Gruppe einer Transformation der Gruppe zu nachhaltigeren Unternehmen auch unter den zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen im äußeren Umfeld konsequent weiterzuverfolgen.

Mineralölvertrieb am Standort München

Es ist zu erwarten, dass die Produktionsstandorte der MOL-Gruppe auch in den kommenden Jahren vor der Herausforderung stehen werden, mit der zumindest teilweisen Abhängigkeit von russischem Rohöl umzugehen. Aufgrund geltender Embargo-Bestimmungen zur Ausfuhr aus russischem Rohöl hergestellter Derivate können bestehende Exportkapazitäten nicht ausgeschöpft werden. Insofern wird sich die Unterdeckung mit Erdölprodukten in den osteuropäischen Kernmärkten noch größer darstellen als vor dem 24. Februar 2022. Eine Unabhängigkeit von russischem Rohöl wird frühestens 2025 nach einem Ausbau der Mittelmeerpipeline aus Kroatien möglich sein. In einem Worst-Case-Szenario versiegt die Versorgung über die Druschba-Pipeline in der Slowakei und Ungarn auf Basis der Entscheidung einer oder mehrerer Kriegsparteien.

Hauptaufgabe des Standorts in München wird aufgrund der skizzierten Faktoren weiterhin sein, einen wesentlichen Anteil zur Behebung der Unterdeckung der osteuropäischen Märkte mit Gasöl zu leisten. Des Weiteren wird wie in der Vergangenheit der Verkauf von Benzin- und anderen Komponenten von der Gruppe, sowie das Füllen des Naphtha-Unterdeckung in den petrochemischen Betrieben in Ungarn und der Slowakei das zweite wichtige Standbein sein.

Wie oben beschrieben erschweren die in Folge des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine deutlich erhöhten Energiepreise eine langfristige angebotsseitige Erholung. Wir gehen auch abseits der Einkaufspreise nicht von einer strukturellen Verbesserung der angebotsseitigen Bedingungen aus, zumindest nicht in dieser Legislaturperiode.

Wie 2023 wird auch 2024 stark durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen in vielen Bereichen geprägt sein. Hinzu kommt das Risiko einer Eskalation im Nahen Osten, die aufgrund eines damit verbundenen wahrscheinlichen weiteren Anstiegs der Energiepreise eine zusätzliche Konjunktureintrübung bedeuten würde.

Petrochemischer Vertrieb am Standort Frankfurt a.M.

Im spezifischen Kontext der Kunststoffindustrie, insbesondere der Märkte für Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) in Deutschland, zeichnen sich diese globalen Trends deutlich ab. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) äußert tiefgreifende Sorgen bezüglich der Ertragslage und der hohen Energiekosten, die die Branche belasten. Eine zunehmende Schwierigkeit gestiegene Kosten weiterzugeben, könnte zu Arbeitsplatzabbau, Kurzarbeit sowie einer Verlagerung der Produktion ins Ausland führen.

Zusammenfassend steht die Kunststoffindustrie, insbesondere in den Segmenten PP und PE, vor erheblichen Herausforderungen, die durch die geopolitische Lage, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Energiewende verstärkt werden. Die MOL Germany und die gesamte Branche müssen sich auf eine komplexe Marktlandschaft einstellen, die durch Nachhaltigkeitsbestrebungen, die Diversifizierung der Energieversorgung und strategische Anpassungen an veränderte Verbraucherbedürfnisse geprägt ist.

Ausblick und Prognose

Die zur Steuerung der Gesellschaft verwendeten Leistungsindikatoren werden auf Basis der beschriebenen Entwicklungen mit 3,74 % für die Umsatzrendite7 sowie einer Jahresmenge von 450 kt prognostiziert.

Um das angestrebte Mengenwachstum zu erreichen, liegt das Hauptziel zweifelsfrei in der Neukundengewinnung. Langfristig soll dabei der Fokus auf Wachstumsmärkte gelegt werden. Für die Entwicklung der Umsatzrendite wird davon ausgegangen, dass die im laufenden Geschäftsjahr eingetretenen Einmaleffekte sich im kommenden Geschäftsjahr nicht nochmal wiederholen.

 

München, den 29. Juli 2024

MOL Germany GmbH

Zoltán Szántó, Geschäftsführer

1 https://www.bafa.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Energie/Mineraloel/2023_12_ mineraloelinfo.html

2 https://www.gkv.de/de/statistik/ (Stand 14.2.2024)

3 Operativer Gewinn = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Finanzanlagen

4 Operativer Gewinn = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Finanzanlagen

5 Im Vorjahr wurde eine Umsatzrendite für 2023 ohne Berücksichtigung der Beiträge des Petrochemischen Vertriebs in Höhe von 3,44 % prognostiziert. Aufgrund der direkteren Verbindung zu den Zahlen des Jahresabschlusses wurden im Geschäftsjahr die Ergebnisbeiträge im Rahmen der Ermittlung des finanziellen Leistungsindikators berücksichtigt. Ein Soll-Ist-Vergleich mit der Prognose ist daher allenfalls bedingt aussagekräftig.

6 https://www.dentons.com/en/insights/alerts/2023/july/20/eu-adopts-11th-sanctions-package-against-russia

7 Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 43.040.758,43 43.049.139,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.601,84 0,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.601,84 0,00
II. Sachanlagen 35.156,59 49.139,66
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.156,59 49.139,66
III. Finanzanlagen 43.000.000,00 43.000.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.000.000,00 43.000.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 44.883.998,62 42.027.681,59
I. Vorräte 1.646.793,84 2.190.138,00
1. Waren 1.646.793,84 2.190.138,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.729.301,09 35.195.043,55
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.483.849,72 8.477.048,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.149.229,45 15.966.910,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.096.221,92 10.751.085,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 29.507.903,69 4.642.500,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.907,81 0,00
D. Aktive latente Steuern 83.665,51 79.080,95
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 15.131.438,86
88.031.330,37 100.287.341,06

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 44.325.690,98 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 25.361.879,86 361.879,86
III. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) 18.911.811,12 -15.545.318,72
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (Ausweis unter Aktiva E.) 0,00 15.131.438,86
B. RÜCKSTELLUNGEN 6.872.096,50 11.401.488,98
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 577.687,00 531.999,00
2. Steuerrückstellungen 5.584.004,72 3.081.966,45
3. Sonstige Rückstellungen 710.404,78 7.787.523,53
C. VERBINDLICHKEITEN 36.833.542,89 88.885.852,08
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.488.021,93 5.549.093,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.387.469,19 76.859.505,09
davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr 0,00 54.382.114,36
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.958.051,77 6.477.253,97
davon aus Steuern 545.925,23 0,00
88.031.330,37 100.287.341,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 410.684.354,22 419.312.530,76
2. Sonstige betriebliche Erträge 14.722.644,42 7.459.868,03
3. Materialaufwand 389.992.711,17 401.445.059,70
a) Aufwendungen für bezogene Waren 389.992.711,17 401.445.059,70
4. Personalaufwand 2.945.704,37 3.531.007,57
a) Löhne und Gehälter 2.556.880,48 3.143.183,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 388.823,89 387.823,62
davon für Altersversorgung 178.723,63 181.698,03
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.379,13 24.626,36
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.885.101,06 9.414.075,01
7. Erträge aus Beteiligungen 19.000.000,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 19.000.000,00 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.886,00 770,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 22.382.463,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.686.502,82 1.705.924,56
davon aus verbundenen Unternehmen 1.676.435,82 1.693.646,56
davon aus Aufzinsungen 10.067,00 12.278,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.296.994,52 3.653.355,55
12. Ergebnis nach Steuern 34.585.491,57 -15.383.342,96
13. Sonstige Steuern 128.361,73 161.975,76
14. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 34.457.129,84 -15.545.318,72
15. Verlustvortrag -15.545.318,72 0,00
16. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) 18.911.811,12 -15.545.318,72

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

MOL Germany GmbH, München

Allgemeine Hinweise

Die MOL Germany GmbH mit Sitz in München ist unter HRB 67113 im Handelsregister des Amtsgerichtes München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke z.T. ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (1 bis 8 Jahre) linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Variable Kaufpreisbestandteile werden als Erhöhung der Anschaffungskosten erfasst, sofern der Bedingungseintritt hinreichend wahrscheinlich ist und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung des Buchwertes der Finanzanlagen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Es liegt ein sogenanntes Durchhandelsgeschäft vor.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten Bar- und Bankguthaben und werden zu Nenn- bzw. Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Barwert des erdienten Anspruchs (Projected-Unit-Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" der Heubeck AG, Köln, ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren, in Höhe von 1,83 % (Vj. 1,79 %) verwendet.

Erwartete Rentensteigerungen wurden unverändert mit 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Fluktuationsrate wurde mit 0,0 % angesetzt, da in der Rückstellung keine aktiven Mitarbeiter enthalten sind.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,75 %) ein Unterschiedsbetrag von TEUR 5. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre

Die Steuerrückstellungen und die ausschließlich kurzfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sonstigen Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Vom Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen unter einem Jahr wird nicht Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen zwischen dem handels- und steuerrechtlichen Wertansatz der Pensionsrückstellung werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Dieser beträgt für das Geschäftsjahr voraussichtlich unter Vorbehalt der Nachprüfung durch das Finanzamt 32,45%.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Vom Wahlrecht zur Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuer nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Beachtung des Anschaffungswert- und Imparitätsprinzips mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag bewertet. Kurzfristig fällige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Umsatz gilt in dem Zeitpunkt als realisiert, in dem die Gefahr des zufälligen Untergangs der veräußerten Ware auf den jeweiligen Kunden übergegangen ist. Die Umsatzerlöse aus dem Cost-Plus-Vertrag mit der MOL Petrochemicals Plc. und Slovnaft ergibt sich anhand der Zusammenstellung der erstattungsfähigen Aufwendungen mit einem zusätzlichen Kostenaufschlag (Cost-Plus) und der anschließenden Weiterverrechnung an die MOL Petrochemicals Plc. und Slovnaft.

Befreiender Konzernabschluss und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MOL MAGYAR OLAJ-ÉS GÁZIPARI NYILVANOSAN MÜKÖDÖ RÉSZVÉNITÁRSASÁG, Budapest, Ungarn, ("MOL Nyrt." bzw. MOL Plc.) einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der MOL Plc. werden auch in englischer Sprache veröffentlicht und sind anschließend auf der Webpage "https://molgroup.info/en/investor-relations/publications#nav-annual-reports" einsehbar.

Die MOL Germany GmbH macht von den Erleichterungen und Befreiungen des § 291 HGB Gebrauch und verzichtet daher auf die eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteile 31.12.2023 Eigenkapital in TEUR 31.12.2022 Ergebnis in TEUR 2022
Aurora Kunststoffe GmbH, Neuenstein 100 % 32.917 -201

Mit Vertrag vom 3. April 2019 wurden sämtliche Anteile an der Aurora Gruppe erworben. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurden die Aurora Kunststoffe Walldürn GmbH, Walldürn, und die Aurora Kunststoffe VS GmbH, Villingen-Schwenningen, auf die Aurora Kunststoffe GmbH, Neuenstein, verschmolzen.

Die Anschaffungskosten bestehen aus einer fixen und einer variablen Komponente.

Im Jahr 2023 ist aufgrund der jährlichen Überprüfung des Buchwertes keine Änderungen notwendig. Eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert von 43.000 TEUR wurde im Geschäftsjahr 2022 vorgenommen.

Forderungen

31.12.2023
in TEUR
31.12.2022
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.484 8.477
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.149 15.967
7.633 24.444

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Warenlieferungen. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin (MOL Nyrt., Budapest, Ungarn) in Höhe von 0 TEUR (Vj. 2.568 TEUR).

Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
in TEUR
31.12.2022
in TEUR
Vorauszahlung von Steuern 2.749 3.885
Geleistete Sicherheiten 2.951 6.543
Debitorische Kreditoren 396 323
6.096 10.751

Die sonstigen Vermögengegenstände enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen von Steuern sowie geleistete Sicherheiten im Zusammenhang mit steuerfreien Lieferungen im Rahmen des operativen Geschäfts.

Die Restlaufzeit sämtlicher sonstiger Vermögensgegenstände (inkl. Sicherheiten) beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Eigenkapital

Mit Beschluss vom 26. Juni 2023 und mit Zahlung vom 29. Juni 2023 hat die MOL Germany GmbH eine Gewinnausschüttung von der Aurora Kunststoffe GmbH in Höhe von 19.000 TEUR erhalten. Zudem wurde im Juni 2023 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft beschlossen (25.000 TEUR). Die Zahlung erfolgte mit Datum vom 30. Juni 2023.

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Bilanzgewinn in Höhe von 18.912 TEUR erzielt (Vj. Bilanzverlust 15.545 TEUR aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung der Finanzanlage in der Höhe von 22.382 TEUR).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Es bestehen unmittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 578 TEUR (Vj. 532 TEUR). Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag bei Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre (1,75%, Vj. 1,45 %) beträgt 5 TEUR (Vj. 22 TEUR).

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023
in TEUR
31.12.2022
in TEUR
für Sondervergütungen 188 571
für ausstehende Rechnungen 450 1.909
für Urlaubsansprüche 72 77
für vertragliche Verpflichtungen 0 5.230
710 7.787

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die Rückstellung für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit Transportkosten. Als sonstige Rückstellung für vertragliche Verpflichtungen wurde im Jahr 2022 die variable Kaufpreiskomponente der Anteile an verbundenen Unternehmen dargestellt, die im Jahr 2023 gemäß der externen Bewertung aufgelöst wurde.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Warenlieferungen in Höhe von 22.684 TEUR (Vj. 21.502 TEUR) und kreditorischen Debitoren in Höhe von 703 TEUR (Vj. 975 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme einer durch das Schwesterunternehmen MOL Group Finance Zrt eingeräumten Kreditlinie (68.000 TEUR / Vj. 54.382 TEUR).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (MOL Plc., Budapest, Ungarn) in Höhe von 1.296 TEUR (Vj. 5.993 TEUR).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 und zum 31.12.2022 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023
in TEUR
bis 1 Jahr
in TEUR
über 1 Jahr
in TEUR
davon mehr als 5 Jahre
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.488 7.488 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.387 23.387 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.958 5.958 0 0
36.833 36.833 0 0
Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2022
in TEUR
bis 1 Jahr
in TEUR
über 1 Jahr
in TEUR
davon mehr als 5 Jahre
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.549 5.549 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 76.860 22.478 54.382 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.477 6.477 0 0
88.886 34.504 54.382 0

Die Finanzierung ist durch das Schwesterunternehmen MOL Group Finance Zrt., Budapest, Ungarn, im Rahmen eines zur Verfügung gestellten langfristigen Kreditrahmens in Höhe von TEUR 68.000 mit einer Laufzeit bis zum 31.3.2026 gesichert.

Die Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsdifferenzen bei den Pensionsrückstellungen. Diese wurden in 2023 in Höhe von 84 TEUR (Vj. 79 TEUR) bilanziert und unterliegen einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,45 % zugrunde gelegt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
in TEUR
2022
in TEUR
aus Warenverkäufen 407.017 415.823
aus Cost-Plus-Geschäft 3.667 3.490
410.684 419.313

Die Erlöse aus Warenverkäufen resultieren mit 407.017 TEUR (Vj. 415.823 TEUR) aus dem Vertrieb von Mineralölen und basieren auf internen Verrechnungspreisen. Der verbleibende Betrag in Höhe von 3.667 TEUR (Vj. 3.490 TEUR) resultiert aus der Weiterbelastung der Kosten für den petrochemischen Vertrieb und einer Cost-Plus-Marge.

2023
in TEUR
2022
in TEUR
in Deutschland 98.187 76.128
in Europäischer Union 265.434 296.555
in anderen Ländern 47.063 46.630
410.684 419.313

Sonstige betriebliche Erträge

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Erträge aus Währungsumrechnung 8.454 6.591
Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 5.486 0
Auflösung von Rückstellungen 144 388
Weitere sonstige betriebliche Erträge 639 481
14.723 7.460

Von den dargestellten Erträgen aus Währungsumrechnung sind zum Stichtag 340 TEUR (Vj. 180 TEUR) nicht realisiert.

Im Geschäftsjahr wurden zudem nicht verbrauchte Rückstellungen in Höhe von 144 TEUR (Vj. 388 TEUR) erfolgswirksam aufgelöst (periodenfremder Ertrag) sowie Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 5.486 TEUR zugeschrieben (außergewöhnlicher Ertrag).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 7.791 7.634
Verwaltungs- und Beratungsdienstleistungen 787 835
Werbe- und Reisekosten 161 194
Raumkosten 162 149
Mitgliedsbeitrag des Erdölbevorratungsverbandes 439 143
Weitere sonstige betriebliche Aufwendungen 545 459
9.885 9.414

Von den dargestellten Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind zum Stichtag 191 TEUR (Vj. 1.199 TEUR) nicht realisiert.

Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 466 TEUR).

Finanzergebnis

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 1
Erhaltene Dividenden 19.000 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -22.382
Zinsaufwendungen -1.687 -1.706
17.323 -24.088

Das Finanzergebnis enthält im Geschäftsjahr die erhaltene Dividende von Aurora Kunststoffe GmbH in Höhe von 19.000 TEUR (Vj. 0 TEUR).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft angefallenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 5.297 TEUR (Vj. 3.653 TEUR). Darin sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 31 TEUR (Vj. 97 TEUR) enthalten. Die Erträge aus latenten Steuern betragen 5 TEUR (Vj. Aufwendungen 0 TEUR).

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betragen 128 TEUR (Vj. 162 TEUR) und resultieren aus Steuern des Vorjahres.

Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen 756 TEUR (Vj. 197 TEUR) und haben eine maximale Laufzeit bis 31.12.2028 (Vj. maximal bis 31.12.2025). Durch die Leasingverträge wird die Kapitalbindung reduziert. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

Angestellte 20
Leitende Angestellte 1
21

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt: Herr Zoltán Szántó (Geschäftsführer), Bad Homburg v. d. Höhe.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB für die Veröffentlichung der Geschäftsführerbezüge Gebrauch.

Abschlussprüferhonorar

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamthonorar unseres Abschlussprüfers, der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 53 und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 von EUR 18.911.811,42 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 29. Juli 2024

MOL Germany GmbH

Zoltán Szántó, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

MOL Germany GmbH, München

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.660 6.259 0 0 64.919
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.331 9.739 -9.983 0 349.087
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.382.463 0 -5.486.000 0 59.896.463
65.790.454 15.998 -5.495.983 0 60.310.469
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.660 657 0 0 59.317
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.192 23.722 -9.983 0 313.931
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.382.463 0 -5.486.000 0 16.896.463
22.741.315 24.379 -5.495.983 0 17.269.711
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.602 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.156 49.139
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 43.000.000 43.000.000
43.040.758 43.049.139

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 29. Juli 2024

MOL Germany GmbH

gez. Zoltán Szántó, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MOL Germany GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MOL Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MOL Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 30. Juli 2024

Deloitte GmbH

gez. Cornelia Tauber, Wirtschaftsprüferin

gez. Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

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