Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 514346
Vorher
Sella GmbH
Eingetragen
22.11.2017
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und WohnzimmermöbelnHerstellung von Polstermöbeln
Gegenstand
Produktion undVertrieb von Stahlrohrmöbeln, insbesondere von Stühlen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kaspar Erwin Bayer
seit 26.5.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GSM Sella GmbH

Gößnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die GSM Sella GmbH hat ihren Sitz in Gößnitz und ist ein innovatives Unternehmen im Bereich der Objektmöbelherstellung, der Theater-, Hörsaal- und Stadionbestuhlung und der Lohnfertigung für Rohr-, Stahl- und Blechzuschnitt.

Die Herstellung erfolgt über einen hauseigenen Maschinenpark, eine Pulverbeschichtungsanlage, vollautomatische Schweißautomaten und Rohrlaser und eine eigene Polsterei.

2. Forschung und Entwicklung

Die GSM Sella GmbH entwickelt und konstruiert permanent neue Produkte und Lösungen für verschiedenste Einsatzbereiche. Die Kundenorientierung der Neuentwicklungen steht dabei im Vordergrund.

Der Kompetenzbereich der GSM Sella GmbH liegt vorwiegend in der hohen Herstellungstiefe, die die komplette Leistungserstellung bis hin zur Montage beim Kunden mit eigenem Personal abdeckt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2022 auf der einen Seite noch durch die ausklingende Corona-Pandemie geprägt und wurde dann durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 einem neuen externen Schock ausgesetzt. Der Kriegsausbruch führte zu enorm steigenden Energiepreisen und einer allgemein stark zunehmenden Inflation. Diese war bereits vor dem Kriegsausbruch merkbar angestiegen, erreichte aber in Folge des Krieges nochmal deutlich höhere Niveaus. Zur Begrenzung der Inflation kam es zu deutlichen Zinserhöhungen der Zentralbanken.

Ungeachtet dieser negativen Rahmenbedingungen war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2022 allerdings noch stabil. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit konnte das absolute Bruttoinlandsprodukt wieder das Niveau von 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie, erreichen, bzw. sogar leicht übertreffen.

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsproduktes waren vor allem private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen die wesentlichen Wachstumstreiber. Preisbereinigt stiegen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 um 4,6 Prozent im Vergleich zu Vorjahr. Dies beruht auf Nachholeffekten im Zuge der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen. Beherbergungs-, Gaststättendienstleistungen und der Unterhaltungs- und Kultursektor profitierten von deutlich höheren Einnahmen. Auch die Ausrüstungsinvestitionen, also etwa in Maschinen und Fahrzeuge, nahmen preisbereinigt um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, was durch Nachholeffekte der Investitionen in den Unternehmen verursacht wurde.

Insgesamt steht das Jahr 2022 damit in einem deutlichen Gegensatz zum Vorjahr, in dem vor allem der staatliche Konsum der wichtigste Treiber für das BIP-Wachstum war.

Die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr 2021 gestiegen, allerdings hauptsächlich im Dienstleistungsbereich, hierbei insbesondere im Bereich Information und Kommunikation, gefolgt von Handel, Verkehr und Gastgewerbe und schließlich noch Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung und Gesundheit. Das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe verzeichneten geringfügige Beschäftigungszuwächse.

Die Umsätze der deutschen Möbelindustrie sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr auf einen Wert von insgesamt 18,8 Mrd. EUR gestiegen (Vj. 17,5 Mrd. EUR), wobei sich die Umsatzentwicklung stark nach den einzelnen Segmenten der Möbelindustrie unterscheidet. Das größte Plus konnten im Jahr 2022 wie schon im vorherigen Jahr Küchenmöbel- und Polstermöbelhersteller verzeichnen. Die für die GSM Sella GmbH relevanten Bereiche der Büromöbel und Objektmöbel wuchsen zwar weniger stark, dennoch mit 6,3% überdurchschnittlich.

Die Zahl der Beschäftigten lag im Jahr 2022 in der deutschen Möbelindustrie bei rund 96 Tausend. Dies entspricht einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 2%.

Die GSM Sella GmbH stärkt in diesem wirtschaftlichen Umfeld weiterhin ihre Position als Spezialist für die Stahlrohrmöbelherstellung. Dank der Erfahrung und Innovation auf diesem Gebiet ist der Weg dafür geebnet, von zukünftigen Entwicklungen des Marktes zu profitieren und die Rolle als Spezialist weiter auszubauen.

2. Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis ist um 15,9 % auf TEUR 6.436 gestiegen (Vj. TEUR 5.552).

Der Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 433 ist im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR 228) um 90 % gestiegen.

Damit konnten unsere Ziele bezüglich Rohergebnis und Jahresüberschuss übertroffen werden.

3. Lage

a) Ertragslage

Der Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 433 ist im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR 228) um 90 % gestiegen.

Der Materialaufwand betrug im Jahr 2022 TEUR 6.058 (Vj. 7.726) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 21,5% gesunken.

Der Personalaufwand betrug TEUR 1.937 (Vj. TEUR 3.037), was einer Verringerung von 36,2% entspricht.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich gestiegen auf TEUR 3.813 (Vj. TEUR 2.150).

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist, unter Skontoausnutzung, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Fremdkapital gliedert sich in kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten. Fremdkapital wird nur für Erweiterungsinvestitionen eingesetzt. Der Kapitalbedarf für den laufenden Betrieb wird aus Eigenmitteln gedeckt.

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2022 TEUR 2.038 (Vj. TEUR 1.031).

Die Eigenkapitalquote hat sich auf 17,2 % verringert (Vj. 35,5%).

c) Vermögenslage

Ersatzinvestitionen wurden im Berichtsjahr ebenfalls komplett aus Eigenmitteln finanziert. Für weiterführende Investitionen in Anlagevermögen wurden unter anderem Fremdmittel eingesetzt. Derzeit werden erhebliche Investitionen in neue Produktionsanlagen aus Fremdmitteln getätigt, welche eine erhebliche Ausweitung der Produktionskapazitäten zum Ziel haben.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen zieht für seine interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, Cash-Flow und den Deckungsbeitrag pro Projekt heran.

Die Umsatzrendite wird mit dem Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen berechnet.

Für die Ermittlung des Cash-Flows wird die Summe aus Jahresergebnis und Abschreibung gebildet.

Die Deckungsbeiträge pro Projekt ergeben sich über ein intern entwickeltes Instrument für das Projektcontrolling und IT gestützten Analysetools.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Umwelt

GSM Sella setzt schon immer auf eine eigene Produktion in Deutschland. Damit können Transportwege geringgehalten werden. Wir entwickeln unser Produkt fortwährend weiter, um Anforderungen von Energiesparverordnungen und baurechtlichen Vorschriften des Emissionsschutzes noch besser zu erfüllen. Unsere Produkte sind durch zahlreiche Zertifizierungen als besonders verbraucher- und umweltfreundlich ausgezeichnet worden.

b) Mitarbeiter

Das Ziel der GSM Sella ist die Gewinnung und langfristige Bindung von qualifiziertem Personal. Nur so kann der Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sichergestellt werden. Um den Prozess der Gewinnung von Mitarbeitern zu verbessern, werden kontinuierlich Maßnahmen ergriffen.

c) Kunden

Die GSM Sella zeichnet sich im Markt für Objektmöbel und Bestuhlungen durch sehr hohe eigene Wertschöpfungstiefe aus. Dadurch bestehen nur geringe Abhängigkeiten von bestimmten Lieferanten und Subunternehmern, wodurch wir unseren Kunden eine flexible und schnelle Produktlieferungen und Dienstleistungen bieten können.

III. Prognosebericht

Der sehr zufriedenstellende Auftragsbestand der GSM Sella GmbH zum 31.12.2022 sowie anhaltende Auftragseingänge zu Beginn des neuen Geschäftsjahres führen auch bei den unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen zu positiven Erwartungen für das folgende Geschäftsjahr. Es wird daher davon ausgegangen, dass die Umsätze ein ähnliches Niveau wie jene des Jahres 2022 erreichen werden.

Dennoch bestehen auf der anderen Seite aufgrund des Krieges in der Ukraine und der immer noch nicht komplett überwundenen Corona-Pandemie auch viele Unsicherheiten für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren. Die Branche der Möbelindustrie ist weiterhin mit Preissteigerungen und Lieferengpässen konfrontiert. Auch wenn die größeren Lieferengpässe des Vorjahres insbesondere bei elektronischen Bauteilen und Verpackungsmaterialien überwunden werden konnten, so bestehen hier weiterhin Unsicherheiten und Kostensteigerungen. Erfreulicherweise sind die Preise für die Holzwerkstoffe im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken und befanden sich im Dezember 2022 sogar unterhalb des Niveaus des Jahres 2020. Daher erwarten für das Jahr 2023 ein moderat höheres Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Die schwierige konjunkturelle Lage und die Beschaffungsprobleme der Möbelindustrie besitzen aus aktueller Sicht nur einen begrenzten Einfluss auf den Absatzmarkt der GSM Sella GmbH. Die Nachfrage nach den angebotenen Produkten im Bereich der Objektmöbel und Bestuhlungen ist anhaltend hoch und die Auswirkungen einer instabilen konjunkturellen Entwicklung sind demzufolge aus aktueller Sicht nicht zu erwarten.

Immer noch bestehende Lieferengpässe seit der Corona-Pandemie und nochmal verstärkt durch den Ukraine-Krieg und damit einhergehender Schwankungen bei den Materialpreisen stellen ein Risiko dar. Insbesondere mögliche Versorgungsunsicherheiten und Knappheiten bei der Energieversorgung könnten einen erheblichen Einfluss auf Materialpreise und Lieferketten haben. Nachdem es nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs Anfang 2022 einen deutlichen Preisanstieg bei vielen Rohstoffen gab, ist nun allerdings wieder eine Entspannung zu beobachten.

b) Operative Risiken

Risiken hinsichtlich des Humankapitals des Unternehmens bestehen in der zunehmenden Knappheit qualifizierter Arbeitskräfte, was sich nicht nur auf Fachberufe der Möbelindustrie erstreckt.

Die Gewinnung neuer sowie Bindung und Entwicklung bestehender Mitarbeiter nehmen einen immer höheren Stellenwert im Unternehmen ein. Es werden kontinuierlich Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber forciert.

Der Mangel an Fachkräften für die Möbelindustrie könnte sich, im Zuge der weiteren Entwicklung der Branche, zunehmend verstärken. Es besteht das Risiko, dass sich dieser Fachkräftemangel auf das Wachstum dieser Branche auswirken könnte. Möglicherweise wird sich die Situation durch das Eintrüben der Konjunktur in Deutschland etwas entspannen. Dieser Entwicklung könnten aber weitere Faktoren wie Fachkräftemangel und demografischer Wandel entgegenwirken.

c) Ertragsorientierte Risiken

Grundsätzliche Ertragsrisiken können in konjunkturellen Einflüssen sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs gesehen werden. Im Hinblick darauf lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ertragssituation nicht ausschließen, aber nach aktuellem Kenntnisstand bestehen keine Anhaltspunkte dafür.

Aufgrund der guten Auftragslage werden leistungswirtschaftliche Risiken als gering eingeschätzt. Ebenfalls bieten die breite Produktpalette und modernste Fertigungsverfahren die Flexibilität rechtzeitig auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können.

Die Prognosen der Umsatzentwicklungen für die Jahre 2023 und 2024 unterliegen zwar aufgrund des Ukraine-Krieges, stark gestiegener Energiekosten und Zinsen, erhöhter Unsicherheit.

Die GSM Sella GmbH war bisher nicht von Zahlungsausfällen von Kunden betroffen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen mit finanziell sehr stabil aufgestellten Partnern, ist dies auch für die Zukunft nicht zu erwarten.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch das anhaltende Wachstum konnte im abgelaufenen Jahr eine fortwährende Stabilisierung der Kapitalstruktur erreicht werden, mit welcher, der operative Liquiditätsbedarf vollständig aus eigenen Mitteln gedeckt werden konnte. Risiken von kurz- oder langfristigen Liquiditätsengpässen sind aktuell nicht erkennbar und daher nicht zu erwarten.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht und Zinsrisiken im Hinblick auf die Finanzierungsstruktur bestehen derzeit ebenfalls nicht.

Termingeschäfte zur Absicherung von Rohstoffpreisen werden derzeit nicht eingegangen und andere Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten ebenfalls nicht.

Eine hinreichende Quantifizierung der Risiken dieses Teilabschnitts in Bezug auf unsere wirtschaftliche Lage ist nicht möglich. Für alle quantifizierbaren bekannten Risiken wurden nach derzeitigem Erkenntnisstand adäquate Rückstellungen gebildet. Risiken bestandsgefährdenden Umfangs sind nach unserem Wissensstand nicht ersichtlich.

2. Chancenbericht

In der Auftragssituation der GSM Sella GmbH ist weiterhin ein positiver Trend zu erkennen.

Die Chancen der GSM Sella GmbH liegen vor allem auf der Verbesserung der Produktionsprozesse zur Optimierung der Kapazitäten, sowie darauf dem Markt weiterhin ein hohes Maß an Qualität und Zuverlässigkeit zu bieten. Hierbei werden stetig Optimierungen und Verbesserungen vorgenommen, um diesen Prozess zu begleiten.

Zudem werden fortwährend Maßnahmen forciert, um den Prozess der Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter aufrechtzuerhalten und kontinuierlich zu verbessern.

Eine weitere Herausforderung wird die Übersetzung des Know-Hows wichtiger Mitarbeiter des Unternehmens in strukturierte Prozesse und Vorgehensweisen sein. Derzeit werden mehrere IT-gestützte Projekte verfolgt, die dieses Vorhaben fördern. In diesem Zuge konnten wichtige Meilensteine bereits erreicht werden.

3. Gesamtaussage

Die GSM Sella GmbH ist ein Unternehmen, das seine gute Stellung im Bereich der Stahlrohrmöbelherstellung in den letzten Jahren erfolgreich behaupten konnte, wobei es keine Indizien für eine gegenläufige Entwicklung gibt. Zudem werden stetig Teile dieses Erfolgs in die Stabilisierung der Gesamtunternehmensstruktur investiert, um eine organische und nachhaltige Organisationsentwicklung zu ermöglichen.

Aufgrund unserer finanziellen Stabilität und unserer Kostenstruktur bereitet uns das Wettbewerbsumfeld weiterhin keine Probleme. Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar, die ungeachtet der Ukrainekrieg bedingten Unsicherheiten in Bezug auf weitere mikro- und makroökonomische Entwicklungen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten.

Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement mit einem ratingbasierten Frühwarnsystem.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Gößnitz eine unselbständige Niederlassung in Schlüsselfeld.

 

Gößnitz, im Februar 2024

Geschäftsleitung der GSM Sella GmbH, Wehrstraße 18, 04639 Gößnitz

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.791.118,50 101.944,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.924,00 26.584,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 16.665,00 18.332,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.259,00 8.252,00
II. Sachanlagen 2.773.194,50 75.360,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.742,00 75.360,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.717.452,50 0,00
B. Umlaufvermögen 4.965.052,39 2.428.042,81
I. Vorräte 449.398,00 535.904,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.477.851,94 860.683,72
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.477.851,94 860.683,72
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.037.802,45 1.031.455,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 925,35
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.756.170,89 2.530.912,16

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.332.012,76 899.196,33
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.307.012,76 874.196,33
B. Rückstellungen 2.460.313,91 896.341,25
C. Verbindlichkeiten 3.963.844,22 735.374,58
1. sonstige Verbindlichkeiten 3.963.844,22 735.374,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 920.710,22 735.374,58
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.043.134,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.756.170,89 2.530.912,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 6.436.057,68 5.551.673,95
2. Personalaufwand 1.936.593,10 3.037.176,04
a) Löhne und Gehälter 1.608.572,64 2.509.641,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 328.020,46 527.534,22
3. Abschreibungen 37.784,32 32.300,44
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.784,32 32.300,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.812.572,17 2.149.970,83
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80,00 1.390,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.028,07 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 194.044,59 98.241,76
8. Ergebnis nach Steuern 433.115,43 235.375,35
9. sonstige Steuern 299,00 7.557,24
Jahresüberschuss 432.816,43 227.818,11

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresüberschuss 432.816,43 227.818,11
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 874.196,33 646.378,22
3. Bilanzgewinn 1.307.012,76 874.196,33

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die GSM Sella GmbH hat ihren Sitz in Gößnitz, Thüringen und ist in das Handelsregister des Amtsgericht Jena unter HRB 514346 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 II HGB. Sie nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen gem. §§ 274a, 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und soweit sie der Abnutzung unterlagen, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt.

Die Ausleihungen werden zumAuszahlungsbetrag ausgewiesen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko, die Kosten des Forderungseinzuges und der Zinsverlust durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % ausreichend berücksichtigt.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerung berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 874.196,33 enthalten

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

Rückstellung für Urlaubskosten € 88.272,74
Rückstellung für Gewährleistungen € 1.537.046,00
Rückstellung für Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten € 21.000,00
Rückstellung für Gerichtskosten/Sonstiges € 705.454,00
€ 2.345.772,74

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten entfallen auf:

davon Restlaufzeit

Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 790.457,12 790.457,12 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.173.387,10 130.253,10 3.043.134,00 0,00
- davon aus Steuern (17.730,92)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0,00)
735.376,58 735.376,58 3.043.134,00 0,00

D. Sonstige Erläuterungen

Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB

Der jährliche Aufwand aus nicht begrenzten Miet-/Pachtverträgen für bewegliches und unbewegliches Anlagevermögen mit einer Kündigungsdauer von maximal 1 Jahr beträgt € 629.445,73 Die Miet- und Pachtverträge des unbewegliches Vermögen haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 6 Jahren die Gesamtverpflichtung beläuft sich auf € 890.880,00.

Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Bayer Kaspar Geschäftsführer Einzelvertretung

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

2022
Anzahl
2021
Anzahl
48 77

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor den Jahresüberschuss zusammen mit dem freien Gewinnvortrag vom 01.01.2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 48.421,00 0,00 0,00 48.421,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 73.421,00 0,00 0,00 73.421,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.764,74 9.506,32 7.147,10 112.123,96
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Baui 0,00 2.717.452,50 0,00 2.717.452,50
Summe Sachanlagen 109.764,74 2.726.958,82 7.147,10 2.829.576,46
Summe Anlagevermögen 183.185,74 2.726.958,82 7.147,10 2.902.997,46
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 40.169,00 6.993,00 0,00 47.162,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.668,00 1.667,00 0,00 8.335,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 46.837,00 8.660,00 0,00 55.497,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.404,74 29.124,32 7.147,10 56.381,96
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 34.404,74 29.124,32 7.147,10 56.381,96
Summe Anlagevermögen 81.241,74 37.784,32 7.147,10 111.878,96
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.252,00 1.259,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.332,00 16.665,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 26.584,00 17.924,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.360,00 55.742,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.717.452,50
Summe Sachanlagen 75.360,00 55.742,00
Summe Anlagevermögen 101.944,00 73.666,00

E. Unterzeichnung Jahresabschluss

 

Gößnitz, den 08.02.2024

GSM Sella GmbH

Geschäftsführer

Gez. Kaspar Bayer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vollständigen Jahresabschluss habe ich folgende Bestätigungsvermerke erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GSM Sella GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der GSM Sella GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der GSM Sella GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Nürnberg, 04.03.2024

Gesiegelt Stefan Rademacher, vereidigter Buchprüfer

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