Gerlinger Industries GmbH

08491 Netzschkau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 29057
Eingetragen
27.11.2006
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung sowie Vertrieb von und Handel mit Waren aus Textil, Kunststoff und Metall aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Alexander Bruhne
seit 11.9.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rüthi/Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gerlinger Industries GmbH

Netzschkau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 444.149,06 503.652,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.623,00 52.166,00
II. Sachanlagen 420.526,06 451.486,00
B. Umlaufvermögen 6.419.662,14 6.821.614,82
I. Vorräte 3.636.290,03 3.747.259,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.780.257,12 2.987.675,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.114,99 86.679,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 94.862,37 5.886,15
Aktiva 6.958.673,57 7.331.152,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.586.254,91 4.457.462,63
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 795.898,00 795.898,00
III. Bilanzgewinn 3.765.356,91 3.636.564,63
B. Rückstellungen 84.960,00 315.810,00
C. Verbindlichkeiten 2.287.458,66 2.557.880,34
Summe Passiva 6.958.673,57 7.331.152,97

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Gesellschaftsvertrags beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als kleine Kapitalgesellschaft einzustufen. Dabei wurde vom Wahlrecht die neuen Schwellenwerte des § 267 HGB erstmalig auf das nach dem 31.12.2022 beginnende Wirtschaftsjahr anzuwenden Gebrauch gemacht. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Gerlinger Industries GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Netzschkau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Chemnitz
Register-Nr.: HRB 29057

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgten linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünfzehn Jahre. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen, bestehend aus technischen Anlagen und Maschinen, sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutz­bar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögens­ge­genstände linear und degressiv über einen Zeitraum von drei bis dreizehn Jahren vorgenommen.

Bei geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sie im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht der Einbeziehung angemessener Verwaltungskosten in die Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB keinen Gebrauch. Die handelsrechtlichen Vorschriften zur verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten, bestehend aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten, wurden jeweils zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bi­lanz­stichtag bewertet. So­weit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Ver­bindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert geblieben.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt, welcher Bestandteil dieses Anhangs ist.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr


bis 1 Jahr
EUR

1 bis 5 Jahre
EUR

> 5 Jahre
EUR

Gesamt
EUR

Forderungen aus Lieferungen und Leist.
1.268.069
0
0
1.268.069
Sonstige Vermögens-gegenstände
1.037.749
474.439
0
1.512.188

2.305.818
474.439
0
2.780.257


Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 608.931,46 (Vorjahr:
EUR 531.896,91).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 25.000,00. Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bi­lanzge­winn ein Gewinnvortrag von EUR 3.636.564,63 einbezogen.

Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, stellen sich wie folgt dar:


bis 1 Jahr
EUR

1 bis 5 Jahre
EUR

> 5 Jahre
EUR

Gesamt
EUR

Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten
356.880
333.333
0
690.213
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leist.
1.116.828
0
0
1.116.828
Sonstige Verbind.
459.176
21.242
0
480.418
   davon aus Steuern
23.907
0
0
23.907
   davon im Rahmen
der soz. Sicherheit
7.326
0
0
7.326

1.932.884
354.575
0
2.287.459


Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB und bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin für mehrere von einem nahe stehenden Unternehmen in Anspruch genommenen Kredite in Höhe von bis zu TEUR 8.500 gegenüber einem Kreditinstitut. Zum aktuellen Zeitpunkt valutieren die Darlehen mit einem Betrag von TEUR 5.538.

Das nahe stehende Unternehmen hat bis zum Bilanzstichtag alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gläubigerbank eingehalten. Die Finanz- und Liquiditätslage des nahe stehenden Unternehmen hat sich jedoch nach dem Bilanzstichtag aufgrund der Umstellung auf Vorkasse durch zwei Hauptlieferanten, u.a. wegen der Nichtübernahme des Adressenausfallrisikos durch einen Kreditversicherer, im ersten Quartal 2024 dramatisch verschlechtert. Nachdem die Verhandlungen mit der Hausbank über eine Reduzierung des Kapitaldienstes im zweiten Quartal 2024 scheiterten und die Kapitaldienstfähigkeit nicht mehr gegeben war, musste das nahe stehende Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Das Insolvenzverfahren soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2025 durch einen Insolvenzplan beendet werden. Die Geschäftsführung rechnet zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses aufgrund der nach dem Bilanzstichtag eingetretenen Insolvenz des nahe stehenden Unternehmens mit einer potenziellen Inanspruchnahme aus der Mithaftung für die Kredite in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags durch die Gläubigerbank.

Neben der hieraus resultierenden signifikanten Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft, könnte eine Kündigung bzw. ausbleibende Prolongation der Kredite durch die Gläubigerbank dazu führen, dass der Fortbestand der Gerlinger Industries GmbH gefährdet sein könnte. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat die Geschäftsführung mit der Vorbereitung von Maßnahmen begonnen, die insbesondere eine hinreichende Ausstattung der Gesellschaft mit Kapital und Liquidität sowie Gespräche mit Banken zur Umfinanzierung und Ablösung der bisherigen Gläubigerbank zum Gegenstand haben.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen Verpflichtungen aus der Anmietung des Betriebsgrundstücks Schwarzhammermühle, Netzschkau, sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 695. Der Pachtvertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, soweit nicht spätestens drei Monate vor Ablauf der Pachtzeit die Kündigung erfolgt ist.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 59,0.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Die an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gewährten Kredite haben sich wie folgt entwickelt:

Kreditentwicklung
Betrag

EUR
Stand bisheriger Kredite
583.843
Rückzahlungen im Berichtsjahr
0
Neuvergaben im Berichtsjahr
78.593
=  neuer Kreditbestand
662.436


Die Darlehen werden mit Zinssätzen von 2,0% - 3,0% p.a. verzinst.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres wird auf die Ausführungen im Abschnitt „Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB und bestandsgefährdende Risiken” verwiesen. Dort ist dargelegt, dass die nach dem Bilanzstichtag bei einem verbundenen Unternehmen eingetretene Insolvenz dazu führen könnte, dass sich aufgrund der Mithaftung für deren Kredite bei einem deutschen Kreditinstitut eine signifikante Belastung für die Ertrags- und Liquiditätslage der Gerlinger Industries GmbH ergeben könnte. Eine Kündigung bzw. ausbleibende Prolongation der Kredite durch die Gläubigerbank könnte dazu führen, dass der Fortbestand der Gerlinger Industries GmbH gefährdet sein könnte. Die Geschäftsführung rechnet zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses mit einer potenziellen Inanspruchnahme aus der Mithaftung für die Kredite in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags durch die Gläubigerbank. Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 3.765.356,91 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile


Netzschkau, 30. Mai 2025

gez. Eckhart Gerlinger
gez. Rudolf Gerlinger


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 02.06.2025 festgestellt.

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