Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 304872
Vorher
E-PROPLAST-GmbHE-proPLAST GmbH
Eingetragen
30.11.1998
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Entwicklung und Produktion von Kunststoff- und Metallteilen, das Erproben von Formen für die Kunststoffindustrie und die Entwicklung und Optimierung von Fertigungsverfahren der Kunststofftechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ruth Brinkmann
seit 14.9.2009
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Plastconsult Kunststofftechnik GmbH
Germany
599.400 €
90.00%
AST Kunststoff-Verarbeitung GmbH
Germany
66.600 €
10.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EPROPLAST GmbH

Schmalkalden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft ist ein Unternehmen mit Sitz in Schmalkalden. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Produktion von Verpackungen (Flaschen und Behälter) aus Kunststoff (PET).

Zu unseren Kunden zählen Unternehmen der Lebensmittel-, der Kosmetik- sowie der chemischen Industrie, die PET-Verpackungen für ihre Produkte einsetzen. Die Verpackungen werden sowohl für Markenprodukte, als auch im Bereich Private Label verwendet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen. Die Inflationsrate im Jahr 2023 lag bei 5,9%. Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich in Deutschland, in der Eurozone sowie in den USA und anderen großen Volkswirtschaften im Zuge der Konjunkturerholung zu einem wichtigen Thema entwickelt. Energiepreise, Materialknappheit und Lieferengpässe verteuern viele Produkte zusätzlich. Die Sorgen auf eine mögliche Lohn-Preis-Spirale führte dazu, dass Vorhersagen zur weiteren Entwicklung der Preise zunehmend Beachtung findet.

Die Kunststoffbranche ist gekennzeichnet durch einen intensiven Preiswettbewerb. Das Jahr 2023 war kein einfaches Jahr für die Kunststoff verarbeitende Industrie. Seit dem Frühjahr hat sich die Wirtschaftslage deutlich eingetrübt. Das Industrieland Deutschland ist im internationalen Wettbewerb in vielen Feldern deutlich zurückgefallen. Die sprunghaften und teilweise widersprüchlichen Entscheidungen der Bundespolitik lassen das Vertrauen der Wirtschaft in den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter schwinden. Auch aus Brüssel kommen neue Vorschriften, die viele Unternehmen unseres Wirtschaftszweigs zusätzlich belasten.

Dies hatte auch für unser Unternehmen und dessen künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Auswirkungen gehabt. Eine negative Beeinträchtigung ist derzeit nicht gegeben.

2. Geschäftsverlauf

Bezogen auf die Gesamtleistung konnte im Geschäftsjahr 2023 die Materialeinsatzquote gesenkt werden.

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 109 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vorjahr waren es 90 Beschäftigte. Die Personalaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht vermindert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) ist gegenüber dem Vorjahr um 1.731,2 TEuro auf 912,8 TEuro gestiegen.

3. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Skontofristen auszunutzen, sowie Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Eigenkapitalanteil zur Bilanzsumme konnte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Wesentlichen Anteil hat unsere Unternehmenspolitik, wirtschaftliche Ergebnisse überwiegend im Unternehmen zu belassen. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 6,8 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die kurzfristigen Forderungen und Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

4. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr prozentual leicht erhöht. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 46,0 % (Vorjahr: 42,3 %) gekennzeichnet. Absolut ist das Eigenkapital um 606,8 TEuro auf 8.771,1 TEuro gestiegen. Unter Berücksichtigung der Sonderposten minus anteilige Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 52,7 % (Vorjahr 48,3 %).

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 2.014,3 TEuro. Insgesamt haben die Investitionen zu einer Kompensation der Abschreibungen in Höhe von 1.970,0 TEuro geführt. Die Investitionsmaßnahmen wurden im Wesentlichen mit fremden Mitteln durchgeführt und stärken die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens.

Unser Vorratsvermögen haben wir um 284,5 TEuro gesenkt, es betrug zum 31.12.2023 2.692,2 TEuro.

Unser Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 266,9 TEuro bzw. 1,4 % gesenkt.

An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 67,4 %. Die Grundstücke und Gebäude befinden sich im Eigentum der Gesellschaft. Darüber hinaus ist die hohe Anlagenintensität auf die Produktion mit hochwertigen eigenen Maschinen zurückzuführen.

Die flüssigen Mittel umfassen mit 1.404,4 TEuro 7,4 % der Bilanzsumme.

5. Ertragslage

Wir haben ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) von 912,8 TEuro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich unser Jahresergebnis um 1.480,6 TEuro auf 606,8 TEuro.

Das Ergebnis ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Energiekosten zu den Umsatzerlösen zurückzuführen.

Dieses könnte deutlich besser sein, wenn wir den Mangel an qualifiziertem Fachpersonal nicht hätten verzeichnen müssen.

Derzeit führt der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal zu einem Effektivitätsverlust, der zwangsläufig zu längeren Lieferzeiten, Umsatzverlust und Ergebnisreduzierung führt. Aus diesem Grund treiben wir die von uns geplanten und teilweise bereits umgesetzten Investitionen "Automatisierung der Produktionsabläufe" erheblich voran.

C. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden.

Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Mögliche Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen werden laufend überwacht und durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt.

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten, der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten und die damit einhergehenden unmittelbaren und mittelbaren wirtschaftlichen Konsequenzen (Energiepreise, Materialknappheit und Lieferengpässe) verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können Umsatz- und Ergebnisrisiken resultieren.

D. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite haben wir es mit Lieferanten zu tun, die höchste Qualitätsansprüche und Qualitätskontrollen an ihre Produkte stellen, wobei wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen können.

Die sehr hohen Qualitätsansprüche bezüglich unserer Produkte setzen wir durch entsprechende Qualitätskontrollen (zertifiziert nach ISO 9001, ISO EN 50001, FSSC 22000) um.

E. Prognosebericht

Durch die Verstärkung und die Intensivierung unseres Vertriebs werden wir weiterhin die Kundenakquise forcieren. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können.

Für 2024 werden wir keinen Umsatzzuwachs verzeichnen können. Die Nachfrageprognose für das erste Halbjahr 2024 ist schlecht und die Unsicherheit bei den deutschen Haushalten hoch. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Unsere Planung für 2024 wurde entsprechend angepasst.

Insgesamt erwarten wir, dass sich aufgrund eingeleiteter Akquisitionsmaßnahmen und Kostenreduzierungen wieder ein Jahresüberschuss ergeben wird.

F. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der Rezession im Winterhalbjahr 2023/24 nach dem Bilanzstichtag für 2023 sind derzeit nicht abzusehen.

G. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Schmalkalden, 12. Juni 2024

gez. Modesto Marcus Pesavento

gez. Modesto Richard Pesavento

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.843.671,51 12.799.427,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 271.121,07 219.382,57
II. Sachanlagen 11.516.825,39 11.524.319,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.536.221,57 5.694.297,57
2. technische Anlagen und Maschinen 3.840.831,00 4.752.054,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 579.985,00 596.568,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.559.787,82 481.400,33
III. Finanzanlagen 1.055.725,05 1.055.725,05
1. Beteiligungen 1.054.600,05 1.054.600,05
2. Sonstige Finanzanlagen 1.125,00 1.125,00
B. Umlaufvermögen 6.132.332,39 6.350.743,63
I. Vorräte 2.692.217,89 2.976.764,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.035.518,92 2.395.177,80
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 96.338,79 121.308,49
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.939.180,13 2.273.869,31
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.404.595,58 978.801,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.816,49 164.505,06
D. Aktive latente Steuern 15.255,00 6.340,00
Aktiva 19.054.075,39 19.321.016,21

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.771.121,00 8.164.342,33
I. Gezeichnetes Kapital 666.000,00 666.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.659.255,74 2.355.866,40
III. Bilanzgewinn 5.445.865,26 5.142.475,93
davon Gewinnvortrag 5.142.475,93 6.016.238,01
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 184.180,11 200.635,63
C. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.115.599,26 917.265,11
D. Rückstellungen 736.918,26 334.061,00
E. Verbindlichkeiten 8.246.256,76 9.704.712,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.414.854,78 7.871.102,34
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.059,73 31.647,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 37.059,73 31.647,48
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.794.342,25 1.801.962,32
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.794.342,25 1.801.962,32
Passiva 19.054.075,39 19.321.016,21

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.855.800,16 10.859.867,54
2. Personalaufwand 5.420.123,03 4.964.403,65
a) Löhne und Gehälter 4.445.528,74 4.062.068,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 974.594,29 902.335,09
davon für Altersversorgung 47.395,05 53.434,18
3. Abschreibungen 1.970.040,05 2.169.342,04
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.970.040,05 2.169.342,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.443.686,15 4.477.443,86
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.433,78 3.786,40
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 111.609,06 70.925,49
davon an verbundene Unternehmen 3.783,23
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 109.881,36 -156.066,34
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.915,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 12.098,00
8. Ergebnis nach Steuern 802.894,29 -662.394,76
9. sonstige Steuern 196.115,62 211.367,32
10. Jahresüberschuss 606.778,67 -873.762,08
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.142.475,93 6.016.238,01
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 303.389,34
a) in andere Gewinnrücklagen 303.389,34
13. Bilanzgewinn 5.445.865,26 5.142.475,93

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die EPROPLAST GmbH, Schmalkalden weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie wendet, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften an.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaft geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 Satz 2, §§ 266 ff. HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: EPROPLAST GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schmalkalden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: 304872

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear und degressiv abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 Euro sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten einen Nettobetrag von 250,00 Euro nicht übersteigen, werden sofort als Betriebsausgabe abgesetzt (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG).

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Sofern eine dauerhafte Wertminderung vorgelegen hat, wurde der Wert der Finanzanlagen um eine außerplanmäßige Abschreibung gemindert.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die EPROPLAST GmbH hält eine Beteiligung von 25 % an 1-Pack Inc. mit Sitz in New York, NY, 10118, USA im Nennwert von 54.600,05 Euro (60.000,00 $).

An der Formconsult Werkzeugbau GmbH mit Sitz in Schmalkalden hält die EPROPLAST GmbH eine Beteiligung von 57 % mit einem Nennwert von 1.000.000,00 Euro.

Wertpapiere (Investmentfonds) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Veräußerung von Fondsanteilen wird die FiFo Methode angewendet. Hierbei wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Fondsanteile zuerst veräußert worden sind (first in - first out).

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet. Forderungen in Höhe von 68.091,38 Euro werden einzelwertberichtigt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufes.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bemessung von Rückstellungen sowie der unterschiedlichen Wertansätze der Vorräte. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr von 6.340,00 Euro auf 15.255,00 Euro verändert.

Zum Bilanzstichtag unterliegt der Gesamtbetrag in Höhe von 15.255,00 Euro der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Bei den Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich um die vor dem 01. Januar 2010 entstandenen Investitionszuschüsse der Thüringer Aufbaubank. Diese werden gemäß Art 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten und fortgeführt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassemittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.664,28 1.986,45 0,00 0,00 262.650,73
2. geleistete Anzahlungen 162.221,57 67.284,50 0,00 0,00 229.506,07
Immaterielle Vermögensgegenstände 422.885,85 69.270,95 0,00 0,00 492.156,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.652.897,09 52.937,88 0,00 2.511,42 7.708.346,39
2. technische Anlagen und Maschinen 22.214.219,04 92.387,77 500.974,09 497.187,87 22.302.820,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.187.241,94 110.923,35 0,00 110.677,31 2.408.842,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 481.400,33 1.688.764,09 0,00 -610.376,60 1.559.787,82
Sachanlagen 32.535.758,40 1.945.013,09 500.974,09 0,00 33.979.797,40
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.054.600,05 0,00 0,00 0,00 1.054.600,05
3. Genossenschaftsanteile 1.125,00 0,00 0,00 0,00 1.125,00
Finanzanlagen 1.055.725,05 0,00 0,00 0,00 1.055.725,05
Anlagevermögen 34.014.369,30 2.014.284,04 500.974,09 0,00 35.527.679,25
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.503,28 17.532,45 0,00 0,00 221.035,73
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 203.503,28 17.532,45 0,00 0,00 221.035,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.958.599,52 213.525,30 0,00 0,00 2.172.124,82
2. technische Anlagen und Maschinen 17.462.165,04 1.500.798,64 500.974,09 0,00 18.461.989,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.590.673,94 238.183,66 0,00 0,00 1.828.857,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 21.011.438,50 1.952.507,60 500.974,09 0,00 22.462.972,01
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 21.214.941,78 1.970.040,05 500.974,09 0,00 22.684.007,74
Buchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.615,00 57.161,00
2. geleistete Anzahlungen 229.506,07 162.221,57
Immaterielle Vermögensgegenstände 271.121,07 219.382,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.536.221,57 5.694.297,57
2. technische Anlagen und Maschinen 3.840.831,00 4.752.054,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 579.985,00 596.568,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.559.787,82 481.400,33
Sachanlagen 11.516.825,39 11.524.319,90
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.054.600,05 1.054.600,05
3. Genossenschaftsanteile 1.125,00 1.125,00
Finanzanlagen 1.055.725,05 1.055.725,05
Anlagevermögen 12.843.671,51 12.799.427,52

Der bestehende Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 247 Abs. 3 HGB a.F. i.V.m. § 273 HGB wurde gemäß Art 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten und wird entsprechend den planmäßigen Abschreibungen der Gegenstände des Anlagevermögens aufgelöst. Der Auflösebetrag wird unter den sonstige betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Forderungen

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 1.229,8 1.229,8 0,0
(Vorjahr) 1.402,3 1.402,3 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 96,3 96,3 0,0
(Vorjahr) 121,3 121,3 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 709,4 709,4 0,0
(Vorjahr) 871,6 787,1 84,5
Summe 2.035,5 2.035,5 0,0
Vorjahr 2.395,2 2.310,7 84,5

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 666.000,00 Euro (Vorjahr: 666.000,00 Euro), der Gewinnrücklage in Höhe von 2.659.255,74 Euro (Vorjahr: 2.355.866,40 Euro) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 5.445.865,26 Euro (Vorjahr: 5.142.475,93 Euro) zusammen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten sonstige Rückstellungen in Höhe von 123,6 TEuro, für Personal (334,5 TEuro), für Gewährleistungen (108,1 TEuro), für Abschluss und Prüfung (40,0 TEuro) sowie für die Aufbewahrungspflicht (25,0 TEuro).

Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Laufzeit
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > als 5 Jahre
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.227.515,99 1.227.515,99 3.557.179,20 5.928.511,34 1.630.159,59 715.075,01
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.674,01 5.335,78 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.303.738,21 1.421.102,11 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten * 487.989,76 407.171,91 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 3.058.917,97 3.061.125,79 3.557.179,20 5.928.511,34 1.630.159,59 715.075,01
* davon aus Steuern 80.058,70 146.434,58
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 2.798,29
* davon gegenüber Gesellschaftern 37.059,73 31.647,48
Summe
Art der Verbindlichkeit 31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Sicherung **
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.414.854,78 7.871.102,34 1 und 2
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.674,01 5.335,78
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.303.738,21 1.421.102,11 3
Sonstige Verbindlichkeiten * 487.989,76 407.171,91
Summe 8.246.256,76 9.704.712,14
* davon aus Steuern
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
* davon gegenüber Gesellschaftern

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Grundschulden

2 = Sicherungsübereignung von Maschinen 3 = Eigentumsvorbehalt

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 151,2 TEuro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

2023
Euro
Leasingverträge Fahrzeuge 23.029,50
Mietvertrag Maschine 128.208,90
151.238,40

Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3 HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 47,4 TEuro (Vorjahr: 53,4 TEuro).

Sonstige Angaben

Zum 31. Dezember 2023 betragen die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Avalen 309.000,00 Euro.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 109 Mitarbeiter beschäftigt.

Name der Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

- Herr Modesto Marcus Pesavento, Dipl.-Ing., Schmalkalden

- Herr Modesto Richard Pesavento, Dipl.-Ing., Werl

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Bestimmungen des § 181 BGB befreit.

Eine Offenlegung der Bezüge für die Geschäftsführung unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Zur Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird die Befreiungsvorschrift nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Angaben werden auf Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB übermittelt.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des Gesellschaftsvertrages vom 18. Dezember 2018 sind vom Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 abzüglich etwaigen Verlustvortrages, vorbehaltlich eines abweichenden Gesellschafterbeschlusses, 30 % an die Gesellschafter auszuschütten. Weitere 50 % vom Jahresüberschuss sind in die Gewinnrücklagen einzustellen. Über die Verwendung des Restes des Jahresergebnisses entscheiden die Gesellschafter mit einfacher Mehrheit.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Schmalkalden, 12. Juni 2024

gez. Modesto Marcus Pesavento

gez. Modesto Richard Pesavento

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EPROPLAST GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EPROPLAST GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EPROPLAST GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Detmold, 12. Juni 2024

HWP Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer

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