Volksbank Limbach eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim GnR 440017
Vorher
Volksbank eG
Eingetragen
19.4.1901
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, die Vermittlung von Versicherungen, Reisen und Immobilien; j) Vermietung von eigenem Grundbesitz; k) sonstige Geschäfte, die dem genossenschaftlichen Zweck dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Bopp
seit 6.5.2021
Vorstandsmitglied
Andreas Schmitt
seit 1.2.2017
Prokura
Klaus Scholl
seit 17.2.2016
Vorstandsmitglied
Norbert Albert
seit 17.2.2016
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Limbach eG

Limbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Volksbank Limbach eG

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Unsere Volksbank wurde im Jahr 1899 gegründet.

In dieser Zeit hat sich viel verändert. Das, was uns aus unserer Sicht auszeichnet, ist gleichgeblieben: Wir sind eine regionale Volksbank. Getragen werden wir von unseren Mitgliedern. Sie zu fördern und auf vielfältige Weise zu unterstützen, ist unser Auftrag und unser Ziel. Die Entwicklung unserer Volksbank Limbach eG war und ist geprägt von den genossenschaftlichen Werten Hilfe zur Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung.

Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet. Dieses umfasst neben der verwaltungsrechtlich selbstständigen Gemeinde Limbach die Nachbargemeinden im Neckar Odenwald Kreis sowie Randgebiete des benachbarten Rhein Neckar Kreises.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft definiert sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem) an. Das BVR ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

Zweigniederlassungen unterhalten wir nicht.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Den nachfolgenden Ausführungen liegen folgende Quellen zu Grunde: Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) vom 4. und 6. März 2024 sowie die Pressemitteilung des Baden Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. (BWGV) vom 27. März 2024.

a) Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023 war beeinträchtigt durch die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Coronapandemie. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt reduzierte sich um 0,3 % nach +1,8 % im Vorjahr.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im abgelaufenen Jahr etwas gesunken und lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %). Verantwortlich für den Rückgang war primär der nachlassende Preisanstieg im Sektor Energie.

Die Haushalte des Staates verzeichneten in 2023 ein Einnahmenwachstum, so dass sich die Defizitquote von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % ermäßigte. Die Staatsschuldenquote dürfte sich von 66,1 % in 2022 auf rund 65 % vermindert haben.

Der deutsche Arbeitsmarkt war gekennzeichnet durch einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 200.000 auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 5,3 % auf 5,7 % und liegt damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Zahl der Erwerbstätigen beziffert sich auf rund 45,9 Millionen Menschen und erreicht damit einen neuen Rekordwert. 

Im Jahr 2023 hat sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes um 0,2 % ermäßigt (Vorjahr: -3,3 %). Auf Basis der ersten drei Quartale erhöhten sich allerdings die baugewerblichen Umsätze im Hochbau lediglich um 1,1 % bei kräftigen Zuwächsen im Tief- und Ausbaugewerbe (12,2 % bzw. 15,7 %). Die Erwerbstätigenzahl stieg im gesamten Baugewerbe um 0,5 % auf 2,6 Millionen Personen.

Die Entwicklung im Handwerk war durch eine stabile Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr gekennzeichnet. Gemäß den Umsatzdaten der amtlichen Handwerksberichterstattung übertraf der Umsatz in den ersten drei Quartalen den entsprechenden Vorjahreswert um 6,5 %. Bei den Unternehmen im Kraftfahrzeuggewerbe (+9,0 %) und im Ausbaugewerbe (+8,0 %) nahm der Umsatz besonders deutlich zu. Schwächere Umsatzzahlen waren dagegen beim Handwerk für den gewerblichen Bedarf (+5,8 %) und in den Bauhauptgewerben (+1,2 %) zu verzeichnen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre geldpolitische Straffung auch in 2023 fortgesetzt und vollzog sechs Zinserhöhungen bei gleichzeitiger Rückführung ihrer Anleiheankaufprogramme. Damit erreichten die Leitzinsen ihren Höhepunkt mit 4,0 % für die Einlagenfazilität, 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Die EZB bestätigte auf den nachfolgenden Sitzungen dieses Zinsniveau so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche. 

b) Die Entwicklung der Kreditgenossenschaften in Deutschland

Die 697 Institute des genossenschaftlichen Bankbereichs (Vorjahr: 737) konnten in 2023 ihre aggregierte Bilanzsumme, trotz eines gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds, nahezu konstant halten. Der leichte Rückgang von -0,5 Mrd. EUR resultierte neben den rückläufigen Kundeneinlagen auch aus den erfolgten Rückzahlungen der langfristigen Refinanzierungsgeschäften (GLRG III). 

Das Kreditvolumen wuchs um 2,6 % auf 777 Mrd. EUR an. Treiber dieser Entwicklung war die erneute Zunahme der langfristigen Ausleihungen mit einem Plus von 2,5 % (+17 Mrd. EUR). Aber auch die kurz- und mittelfristigen Forderungen konnten zulegen (+7,8 % bzw. +0,9 %).

Die Entwicklung der Kundeneinlagen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang von 0,2 % (-1,5 Mrd. EUR) auf 860 Mrd. EUR. Zulegen konnten die Termineinlagen (+93,3 Mrd. EUR) sowie die Sparbriefe (+15,4 Mrd. EUR) bei gleichzeitigem Rückgang der Sichteinlagen (-77,2 Mrd. EUR) und der Spareinlagen (-33,0 Mrd. EUR). Die Umschichtungen der Kunden von hoch liquiden aber niedrig verzinsten Einlagen zu höher verzinsten Anlageformen bei etwas längerem Anlagehorizont war hier ausschlaggebend.

Im Jahr 2023 waren 17,8 (Vorjahr: 17,9) Millionen Menschen Mitglied bei einer Genossenschaftsbank. Diesem leichten Rückgang nach Köpfen standen Erhöhungen bei den Geschäftsguthaben um 4,8 % auf 17 Mrd. EUR gegenüber.

c) Die Entwicklung der Kreditgenossenschaften in Baden-Württemberg

Die 129 Kreditgenossenschaften in Baden-Württemberg sind im Jahr 2023 trotz eines anspruchsvollen Umfelds im Kundengeschäft gewachsen. Die addierte Bilanzsumme der Gruppe beziffert sich auf 208,8 Mrd. EUR und liegt damit auf Vorjahresniveau.

Das Kreditgeschäft hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr mit +3,6 Mrd. EUR auf 136,4 Mrd. EUR positiv entwickelt trotz deutlich reduzierter Kreditnachfrage. Zuwachsraten konnten sowohl bei den Unternehmensfinanzierungen (+2,9 %) als auch im Privatkundengeschäft (+2,6 %) realisiert werden.

Auf der Einlagenseite konnten die Genossenschaftsbanken erneut einen Zuwachs in Höhe von 1,2 % (+1,9 Mrd. EUR) auf 157,2 Mrd. EUR verbuchen. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch die Steigerungsrate bei den Termineinlagen (+21,5 Mrd. EUR) erreicht, bei rückläufigen täglich fälligen Sichteinlagen (-12,2 Mrd. EUR) und Spareinlagen (-7,5 Mrd. EUR).

Die Ertragslage war in 2023 geprägt durch einen Anstieg beim Zins- und Provisionsüberschuss (+11,1 % bzw. +1,6 %), so dass sich das operative Betriebsergebnis auf rd. 1,7 Mrd. EUR beziffert, welches um 17,1 % über dem Vorjahresergebnis liegt.

Das Haftende Eigenkapital (Eigenmittel) erhöhte sich um 3,3 % auf 19,9 Mrd. EUR. Das Kernkapital (insbesondere Geschäftsguthaben der Mitglieder und Rücklagen) stieg um 3,7 % auf 18,2 Mrd. EUR.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf der Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Gewinn vor Steuern als Leistungsindikator für die Ertragskraft der Bank. Er entspricht dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gemäß GuV-Rechnung. Dieser Indikator wird relativ gemessen. Als aktuellen Zielwert haben wir 0,5 % der durchschnittlichen Bilanzsumme festgelegt.

Cost-Income-Ratio (nachfolgend "CIR") als Leistungsindikator für die Effizienz oder Produktivität unseres Instituts. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen) zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Der Zielwert dieses Leistungsindikators beträgt höchstens 74,0 %.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren haben wir nicht festgelegt.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Gewinn vor Steuern (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit) erhöhte sich deutlich von -0,40 % auf 0,96 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Die Planung für das Jahr 2023 ging von einem Gewinn vor Steuern von 0,62 % aus.

Die CIR hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 71,5 % auf 67,9 % weiter verbessert. Der Planwert belief sich auf 69,7 %.

Die Entwicklung des Leistungsindikators Gewinn vor Steuern hat die Prognose und den Zielwert übertroffen. Ursächlich für die Planabweichung sind insbesondere das verbesserte Provisionsergebnis sowie das positive Bewertungsergebnis aus dem Kundenkreditgeschäft. Die CIR lag bedingt durch die verbesserte Ertragslage günstiger als geplant bzw. als der Zielwert.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 117.819 111.807 6.012 5,4
Außerbilanzielle Geschäfte *) 5.159 8.813 -3.654 -41,5

*)  Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme verzeichnete einen Zuwachs von 5,4 % (Vorjahr:2,6 %). Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme waren auf der Passivseite die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist an Kunden.

Insbesondere aufgrund der im Berichtszeitraum valutierten Darlehen verringerten sich die außerbilanziellen Geschäfte (unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber Kunden).

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 63.932 63.789 143 0,2
Wertpapieranlagen 32.385 31.917 468 1,5
Forderungen an Kreditinstitute 15.240 6.378 8.862 138,9

Die Kundenforderungen sind im Jahr 2023 geringfügig um 0,2 % angestiegen. Innerhalb der Kundenforderungen waren die Darlehen leicht rückläufig, die Kontokorrentforderungen haben sich erhöht. Risikovorsorge konnte in nennenswertem Umfang aufgelöst werden. In der Bankbilanz nicht enthalten sind zum Stichtag Darlehen unserer Kunden in Höhe von TEUR 10.363, die an unsere Verbundpartner vermittelt wurden.

Der bilanzielle Ausweis der Wertpapieranlagen erhöhte sich im Geschäftsjahr geringfügig um TEUR 468 oder 1,5 %. Die Auswahl der Emittenten erfolgt ertrags- und risikoorientiert. Neuanlagen werden ausschließlich im Bereich des Investmentgrade getätigt. Die Zugänge bei den festverzinslichen Wertpapieren betrafen im Wesentlichen hochliquide Anleihen von öffentlichen Emitteten (LCR Level 1) und Wertpapiere der genossenschaftlichen Zentralbank. Die in unserer Eigenanlagenstrategie festgelegten Anlagegrundsätze werden im Rahmen der Risikosteuerung überwacht. Durch die Bewertung von Teilen des Anlagevermögens zum gemilderten Niederstwertprinzip wurden nennenswerte Abschreibungen vermieden.

Durch die vorhandene Liquiditätslage unseres Hauses wurden die nicht für das Kreditgeschäft benötigten Mittel als Einlagen bei Kreditinstituten vorgehalten. Zudem erfolgten zum Bilanzstichtag Anlagen bei der Deutschen Bundesbank (Einlagefazilität) in Höhe von TEUR 4.700.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.664 8.726 -1.063 -12,2
Spareinlagen 8.327 12.716 -4.389 -34,5
andere Einlagen 90.270 79.803 10.467 13,1
Nachrangige Verbindlichkeiten 900 900 0 0,0

Die Reduzierung der Bankverbindlichkeiten (Passiva 1) resultiert fast ausschließlich aus der Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber der Zentralbank aus zweckgebundenen Mitteln (TEUR -1.022).

Die Kundeneinlagen (Passiva 2) haben sich unter Berücksichtigung von erwarteten Umschichtungen und Zuflüssen im Vorjahresvergleich um TEUR 6.078 auf TEUR 98.597 erhöht. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch den Anstieg der Termineinlagen (TEUR +16.156) beeinflusst, bei einer Reduzierung der täglich fälligen Verbindlichkeiten (TEUR -5.689) und der Spareinlagen (TEUR -4.389). Erstmals ist wieder ein Trend im Kundenverhalten zu erkennen; d.h. weg von der kurzfristigen Liquiditätshaltung hin zu den höher verzinslichen Passivprodukten.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 275 155 120 77,3
Vermittlungserträge 225 273 -49 -17,8
darunter
- Versicherungsprovisionen 158 173 -15 -8,7
- Kreditvermittlungsprovisionen 29 53 -24 -45,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 384 286 98 34,5

Die Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 77,3 % oder TEUR 120 auf TEUR 275. Die Provisionserträge aus dem Verkauf festverzinslicher Wertpapiere nimmt hierbei eine herausragende Stellung ein (TEUR +101). Auch der Trend zu Umschichtungen in Fonds, vorrangig bei der Union Investment, hat weiter angehalten.

Die Erträge aus der Vermittlung von Produkten aus dem genossenschaftlichen Verbund wie Bausparverträge und Versicherungen waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig (-17,8 %). Insgesamt haben sich die Vermittlungserträge um TEUR 49 reduziert.

Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr haben sich auch im Berichtsjahr positiv entwickelt. Die Steigerung der Erträge um TEUR 98 bzw. 34,5 % resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der Kontoführungsgebühren zum 01.01.2023.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 1.837 1.700 138 8,1
Provisionsüberschuss 2) 903 745 158 21,3
Verwaltungsaufwendungen 1.849 1.721 128 7,4
a) Personalaufwendungen 1.222 1.101 121 11,0
b) andere Verwaltungsaufwendungen 627 621 6 1,0
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 877 722 155 21,5
Bewertungsergebnis 4) 240 -1.163 1.403 -120,6
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.117 -441 1.558 -353,0
Steueraufwand 300 -669 969 -144,8
davon Aufwand/Ertrag aus latenten Steuern 99 -830 929 -111,9
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 710 140 570 407,1
Jahresüberschuss 107 88 19 22,0

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Unser Ergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

Zinsergebnis

Der Zinsüberschuss als wichtigste Erlösposition hat sich um TEUR 138 oder 8,1 % erhöht. Aufgrund der Zinserhöhungen am Kapitalmarkt erhöhten sich die Zinserträge in den Kredit- und Geldmarktgeschäften um TEUR 659. Gleichzeitig erhöhten sich auch die Zinsaufwendungen insbesondere aufgrund von Umschichtungen in höher verzinsliche Passivprodukte um TEUR 715. Die Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen stiegen um TEUR 155, die Erträge aus den Fondsanlagen um TEUR 41.

Provisionsergebnis

Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem guten Ergebnis des Vorjahres mit 21,3 % um TEUR 158 auf TEUR 903 weiter erhöht. Schwerpunkt beim Provisionsergebnis sind die Erträge aus dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapier- und Depotgeschäft und dem Vermittlungsgeschäft.

Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern war aufgrund geändertem Kundenverhalten insgesamt rückläufig.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 128 oder 7,4 % erhöht.

Die Erhöhung des Personalaufwands um TEUR 121 oder 11,0 % ist auf tarifliche Gehaltssteigerungen und den Einmaleffekt der Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeitvereinbarungen (Aufstockungsbeträge) zurückzuführen.

Betriebsergebnis und Bewertungsergebnis

Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit TEUR 877 um TEUR 155 über dem Vorjahreswert.

Das gesamte Bewertungsergebnis liegt bei TEUR +240 gegenüber TEUR -1.163 im Vorjahr. Im Bewertungsergebnis enthalten ist eine saldierte Zuführung von TEUR 50 der nach IDW RS BFA 7 gebildeten Pauschalwertberichtigungen und -rückstellungen.

Nachdem das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (Betriebsergebnis nach Bewertung) im Vorjahr von marktinduzierten Abschreibungen auf die Eigenanlagen geprägt war, liegt es Ende 2023 mit TEUR 1.117 um TEUR 1.558 über dem Vorjahr.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Mit einem Anteil von 83,7 % (Vorjahr: 82,7 %) an der Bilanzsumme stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden die wesentliche Refinanzierungsquelle dar. Dabei beträgt der Anteil der täglich fälligen Einlagen an diesen bilanzwirksamen Kundengeldern 63,2 % (Vorjahr: 73,5 %).

Investitionen

Wesentliche Investitionen wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. Es sind Aufwendungen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 7 angefallen.

Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit jederzeit gegeben.

Die kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) wurde eingehalten. Die Kennzahl lag jederzeit sowohl über dem aufsichtsrechtlichen Mindestwert als auch über unserem intern gesetzten Limit, das über den externen Anforderungen liegt.

Die LCR per 31.12.2023 beträgt 189,7 % (Vorjahreswert: 153,2 %).

Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit zu rechnen ist.

c) Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 10.771 9.894 877 8,9
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 10.494 10.330 163 1,6
Harte Kernkapitalquote 14,9 % 13,8 %
Kernkapitalquote 14,9 % 13,8 %
Gesamtkapitalquote 17,3 % 16,3 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder, den Rücklagen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital u. a. durch die Erhöhung der Geschäftsguthaben der Mitglieder, die Zuführung zu den Rücklagen und insbesondere zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der gestiegenen Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um 0,3 % leicht erhöht.

Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die Anforderungen gem. Art. 92 CRR haben wir auch im Geschäftsjahr 2023 erfüllt. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage unserer Geschäftspolitik. Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenzuwachs sowie den geplanten Rücklagenzuführungen auch künftig auszugehen.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,09 % (Vorjahr: 0,08 %).

Zum Stichtag setzen sich die Forderungen an Kunden (Risikovolumen) wie folgt zusammen:

 56,8 % private Kunden 

 43,2 % gewerbliche Kunden.

Der Anteil der gewerblichen Kunden hat im Geschäftsjahr leicht zugenommen. Wir bleiben bei unserer Sicht, dass derzeit mit Ausnahme exogener Entwicklungen keine besonderen Risiken in der Struktur des Kundenkreditgeschäfts erkennbar sind. Die Sicherheiten- und Risikogruppenstruktur ist nach unserer Einschätzung vertretbar. Rund 19,0 % unseres Kreditportfolios (Risikovolumen) wurden blanko gewährt. Vom gesamten Kreditportfolio (Risikovolumen) sind rund 90,4 % den VR-Ratingklassen 0a bis 2e bzw. den Bonitätsklassen 1 - 3 zuzurechnen.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2023 wieder entsprechend den handelsrechtlichen Vorgaben bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie die Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB wurden vom Aktivposten 4 abgesetzt.

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 18.736 22.225 -3.489 -15,7
Liquiditätsreserve 13.649 9.692 3.958 40,8

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 65,2 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 34,8 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Teile der Wertpapiere im Aktivposten 5 im Anlagevermögen wurden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.150 (Vorjahr: TEUR 1.980) vermieden.

Die Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapiere sind zu 75,1 % festverzinslich und zu 24,9 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung). Davon entfallen TEUR 5.341 auf öffentliche Emittenten, TEUR 14.267 auf Kreditinstitute, TEUR 1.298 auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden überwiegend von Emittenten aus dem EURO-Raum aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Bestände an Nichtbanken mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr wurden veräußert. Neuanlagen erfolgten im Wesentlichen im Segment Kreditinstitute und Staaten.

Der Aktivposten 6 beinhaltet Anteile an Investmentfonds in Höhe von TEUR 11.286. Davon sind TEUR 3.529 dem Anlagevermögen zugeordnet. Der gesamte Aktivposten 6 wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Anteile an Investmentfonds gliedern sich nach Kategorie wie folgt:

in TEUR
Rentenfonds 4.783
Immobilienfonds 5.492
Aktienfonds 472
Sachwertefonds 539

Im Wertpapierbestand sind zum Bilanzstichtag Kursreserven in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 39) enthalten.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Bedeutenden Strukturveränderungen und Risiken auf der Aktivseite, wie etwa die Zunahme der langfristigen Kreditgewährungen zu Festzinssätzen auf niedrigem Niveau, wird im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung Rechnung getragen.

In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden aktive latente Steuern gebildet und mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Der Ausweis beträgt TEUR 731 (Vorjahr: TEUR 830).

Aus der Bewertung der zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate nach IDW RS BFA 3 n. F. hat sich keine Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung ergeben. Nach unseren Berechnungen bestehen zum 31.12.2023 Nettoreserven in Höhe von TEUR 1.167 (Vorjahr: TEUR 484).

Die Strukturveränderungen und Risiken der Passivseite, z. B. in Form der hohen täglich fälligen Einlagen, werden im Rahmen der Liquiditätssteuerung berücksichtigt.

Bedeutende Risiken bei den Eventualverbindlichkeiten und bei anderen, unter dem Bilanzstrich der Passivseite auszuweisenden Geschäften, existieren nicht.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Kundengeschäft, setzte sich im Jahr 2023 fort. Im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung übertroffen, im Kredigeschäft konnte das geplante Wachstum nicht ganz erreicht werden.

Die Ertragslage ist von einem verbesserten Betriebsergebnis, insbesondere aufgrund des gestiegenen Zins- und Provisionsüberschusses geprägt. Bis zum Bilanzstichtag haben wir keine nennenswerten Kreditausfälle zu verzeichnen. Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft und das Bewertungsergebnis der Eigenanlagen ist jeweils positiv.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von versteuerten und unversteuerten Pauschalwertberichtigungen und -rückstellungen Rechnung getragen worden. Daneben bestehen Vorsorgereserven. Aufgrund der Bewertung von Teilen der Wertpapiere des Anlagevermögens zum gemilderten Niederstwertprinzip bestehen stille Lasten.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Vertrieb und Handelsgeschäfte.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktvorhersagen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken. Unsere Risikosteuerung zielt vielmehr auf eine zielkonforme systematische Risikohandhabung und ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Chancen. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

Geschäfte ohne entsprechende Limite oder ohne adäquate Steuerungsmöglichkeiten werden nicht getätigt.

Bei der Kreditvergabe verfolgen wir grundsätzlich das Regionalprinzip.

Breite Branchenstreuung im Kundenkreditgeschäft und breite Streuung der Eigenanlagen.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von fünf Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:

Ökonomische Risikotragfähigkeit 2023
Risikodeckungspotenzial in TEUR 11.692,0
Gesamtbankrisikolimit in TEUR 10.300,0
Gesamtbankrisiko in TEUR 8.497,0
Auslastung des Gesamtbankrisikolimits in % 82,5
Auslastung des Risikodeckungspotenzials in % 72,7

Im Jahr 2023 haben wir von der periodischen auf die barwertige Berechnung der Risikotragfähigkeit umgestellt, insofern sind die Werte nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Wir haben daher auf die Angabe von Vorjahreswerten verzichtet.

Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses grundsätzlich einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 110 %. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 189,7 %.

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 128,2 %.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz vierteljährlich Stress-Liquiditätsablaufbilanzen erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 4 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko (Kundengeschäft und Eigengeschäft), das Marktrisiko (Zinsrisiko), das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) als wesentliche Risiken bewertet.

Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.

Risiko 2023
Limit in TEUR Auslastung in %
Kreditrisiko 2.900,0 80,3
Marktrisiko 7.100,0 83,3
operationelles Risiko 300,0 84,1
Gesambankrisiko 10.300,0 82,5

Im Hinblick auf die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption zum 1. Januar 2023 sind die dargestellten Risikomessungen zum 31. Dezember 2023 nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar. Wir haben daher auf die Angabe von Vorjahreswerten verzichtet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kunden- und Eigengeschäft.

Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit geringer Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im Wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Zum Bilanzstichtag ist nahezu der gesamte Bestand des Kundenkreditgeschäfts mit einem VR-Rating geratet.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in verschiedene Anlageklassen und Beschränkung auf Bonitäten im Investment-Grade.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolio ebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand Kontrahenten- und Emittentenlimite beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM KG) unter VR-Control einen barwertigen unerwarteten Verlust (Credit Value at Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (anteilig 600,0 TEUR) zum 31. Dezember 2023 zu 79,0 % ausgelastet.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (Anteilig 2.300,0 TEUR) zum 31. Dezember 2023 zu 80,6 % ausgelastet.

Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken (insbesondere Fondsrisiken).

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit für das Zinsrisiko (anteilig 4.000,0 TEUR) zum 31. Dezember 2023 zu 83,0 % ausgelastet.

Das Fondsrisiko wird anhand Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffern, die die Union Investment monatlich neben den Kurswerten mitteilt, ermittelt. Diese beinhalten neben Marktrisiken auch Kreditrisiken in Form von Spread- und Migrationsrisiken. In den Kennziffern enthaltene Diversifikationseffekte werden bei der Risikomessung bereinigt. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit für das Fondsrisiko (anteilig 3.100,0 TEUR) zum 31. Dezember 2023 zu 83,8 % ausgelastet.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko in der Ausprägung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich niedriges Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Die Berücksichtigung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich durch Gegenüberstellung verschiedener, szenariobasierter Liquiditätsablaufbilanzen, welche die potenziell kumulierten Liquiditätslücken abbilden, dem jeweils zu berücksichtigenden Liquiditätsdeckungspotenzial.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich als niedrig ein. Das Risiko hat eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes Schadenspotenzial.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 84,1 % ausgelastet.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken sowie das Refinanzierungskostenrisiko und das Marktliquiditätsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Für nicht im Risikotragfähigkeitskonzept limitierten sonstigen Risiken besteht ein Managementpuffer.

Gesamtbild der Risikolage

Auf der Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Das zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 82,5 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 72,7 %. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Chancen und Risiken für unsere Bank bestehen im Wesentlichen in einer Veränderung der Zinskurve und im Konjunkturverlauf.

Risiken ergeben sich durch einen Rückgang der Kreditnachfrage bzw. eine Entwicklung ohne qualitatives Wachstum sowie einen abrupten Zinsrückgang. Dies würde auf den Zinsüberschuss sowohl kurz- als auch langfristig belastend wirken.

Im Bereich der Kredite besteht das Risiko, dass die tatsächlichen Kreditausfälle stärker eintreten als in den Kreditportfoliomodellen prognostiziert wurde. Darüber hinaus würden sich die Risiken bei neuerlichen Verwerfungen an den Finanz- und Kapitalmärkten insgesamt erhöhen.

Positive Effekte ergeben sich, bei entsprechendem Wachstum, langfristig aus einer steigenden Zinsstruktur mit der Chance der Fristentransformation sowie aus einer, im Vergleich zur Prognose, besseren konjunkturellen Entwicklung. Des Weiteren ergeben sich Chancen, wenn die tatsächlichen Kreditausfälle weniger stark eintreten als durch die Kreditportfoliomodelle zu erwarten ist.

D. Prognosebericht

Die von uns im Vorjahr erwartete Fortsetzung der konjunkturellen Schwächephase bewegte sich im Rahmen unserer Prognosen. Zu den bereits bekannten Krisen belastete zusätzlich der sich im Herbst deutlich verschärfte Nahost-Konflikt und die daraus resultierenden Auswirkungen. Hinzu kamen die Folgen der sich fortsetzenden geänderten Zinspolitik durch die EZB. Die Prognosen konnten trotzdem in fast allen Berichtszahlen übertroffen werden. Entlastend auf die Bewertung der Eigenanlagen wirkte sich die Zins-entwicklung aus und führte zu Zuschreibungen bei unseren Eigenanlagen.

Unsere Planungen gingen im bilanziellen Kundenkreditgeschäft (Bilanzposten Aktiva 4) von einem geringen Wachstum von 0,8 % aus, das mit 0,2 % nicht ganz erreicht wurde. Das bilanzielle Einlagengeschäft (Bilanzposten Passiva 2) ist entgegen unserer Erwartungen nicht um 0,7 %, sondern um 6,6 % gewachsen.

Der Zinsüberschuss hat sich gegenüber unserer Prognose besser entwickelt und lag um TEUR 44 über unserem Planwert von TEUR 1.793. Um TEUR 96 überstieg der Provisionsüberschuss aufgrund deutlich höherer als geplanter Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft deutlich den prognostizierten Wert von TEUR 807.

Die Verwaltungsaufwendungen (inklusive der Abschreibungen) lagen aufgrund höherer Personalaufwendungen gegenüber unseren Planannahmen von TEUR 1.792 um TEUR 57 höher.

In Summe führten die aufgeführten Entwicklungen zu einem Betriebsergebnis vor Bewertung (nach betriebswirtschaftlicher Betrachtung, Abweichend von der Darstellung unter Abschnitt B.4.a) in Höhe von TEUR 922 und damit TEUR 146 mehr als erwartet.

Das Bewertungsergebnis hat sich überwiegend aufgrund der Auflösung von Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft um TEUR 301 günstiger entwickelt als geplant und liegt bei TEUR +240.

Hinsichtlich unserer Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir im Wesentlichen von folgenden Annahmen aus:

Zu Jahresbeginn 2024 befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer milden Rezession. Vor allem die nur langsam schwindende Inflation, die gestiegenen Zinsen, die schwache Weltkonjunktur, der latente Fachkräftemangel und die enormen Unsicherheiten - unter anderem über den Fortgang des Nahostkonflikts - belasten das Wirtschaftsgeschehen merklich. Im weiteren Jahresverlauf wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung voraussichtlich etwas an Fahrt aufnehmen. Zwar dürften die Preisanstiege und die Unsicherheiten nachlassen und den Weg für eine Belebung des Privatkonsums freimachen, der Außenhandel und die Investitionstätigkeit könnten aber zunächst noch kraftlos bleiben. Der BVR prognostiziert weiterhin, dass das preisbereinigte BIP Deutschlands im gesamten Jahr 2024 auf dem Vorjahresstand stagnieren wird (0,0 %), nachdem es 2023 um 0,3 % zurückgegangen war (Quelle: BVR Research "Volkswirtschaft Kompakt"). Die großen Notenbanken haben den Zinsgipfel erreicht. Eine Zinspause bis Mitte 2024 wird erwartet. Für den europäischen Raum kann im 2. Halbjahr mit ersten Zinssenkungen gerechnet werden.

Für unsere Planung haben wir die Annahmen, die für die deutsche Wirtschaft getroffen wurden, soweit möglich auf unser Geschäftsgebiet und damit auf unser Haus übertragen.

Für das Jahr 2024 wird dabei ein prozentuales Wachstum im Kundenkreditgeschäft von 1,3 % und bei den Kundeneinlagen von 2,3 % angenommen.

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und eines um 0,9 % steigenden durchschnittlichen Geschäftsvolumens bei einer sich verändernden Geschäftsstruktur, vor allem bei den Kundeneinlagen, das Vorjahresniveau mit einem Planwert von TEUR 1.856 geringfügig übersteigen.

Daneben sehen wir einen rückläufigen Provisionsüberschuss von 11,5 % auf TEUR 810 vor.

Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter um 2,0 % berücksichtigt. Wir planen mit Personalaufwendungen von TEUR 1.219.

Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Jahr 2024 auf Basis detaillierter Budgets TEUR 644 betragen und sich leicht erhöhen. Insgesamt werden sich die Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen) gegenüber 2023 auf TEUR 1.915 erhöhen.

Für das Jahr 2024 erwarten wir nach unserer Eckwertplanung ein auf TEUR 775 sinkendes Betriebsergebnis vor Bewertung, da wir mit sinkenden Provisionserträgen und steigenden Verwaltungsaufwendungen planen. Das erwartete Bewertungsergebnis 2024 liegt in Summe bei TEUR -57.

Beim Leistungsindikator Gewinn vor Steuern erwarten wir im Jahr 2024 einen Rückgang auf 0,60 %.

Bei den aktiven latenten Steuern erwarten wir geringe Auflösungseffekte aus Zuschreibungen bei Wertpapieren.

Für den Leistungsindikator CIR prognostizieren wir für 2024 eine Verschlechterung auf 71,2 %.

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapital- und Liquiditätsgrundsätze werden wir nach unseren Planungen auch in den kommenden Berichtsperioden deutlich einhalten. Als interne Mindestwerte sind dabei eine Kapitalquote über 14,99 % und eine LCR über 110 % definiert.

Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank hätten, sind nicht zu erkennen.

Limbach, 8. Juli 2024 Volksbank Limbach eG

Der Vorstand:

Bopp

Scholl

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Volksbank Limbach eG, Limbach Genossenschaftsregisternummer 440 017 beim Amtsgericht Mannheim

Aktivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.131.114,39 1.264
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 919.925,96 4.137
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 919.925,96 (4.137)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 2.051.040,35 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 11.707.755,12 2.895
b) andere Forderungen 3.532.033,40 15.239.788,52 3.483
4. Forderungen an Kunden 63.931.714,23 63.789
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 33.429.149,09 (33.022)
Kommunalkredite 1.215.945,29 (1.502)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 5.390.542,30 4.360
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.390.542,30 (4.360)
bb) von anderen Emittenten 15.708.633,00 21.099.175,30 16.918
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 7.748.623,04 (10.124)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 21.099.175,30 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 11.286.105,78 10.638
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 1.198.055,96 1.198
darunter:
an Kreditinstituten 131.841,89 (132)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 332.200,00 1.530.255,96 332
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 210.150,00 (210)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 34.638,92 39
darunter: Treuhandkredite 34.638,92 (39)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12. Sachanlagen 537.869,49 582
13. Sonstige Vermögensgegenstände 1.370.160,77 1.333
14. Rechnungsabgrenzungsposten 7.000,00 7
15. Aktive latente Steuern 731.000,00 830
Summe der Aktiva 117.818.749,32 111.807

Passivseite

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 31.917,00 42
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.632.018,30 7.663.935,30 8.684
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 8.226.266,74 12.543
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 101.195,10 8.327.461,84 173
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 62.311.532,56 68.000
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 27.958.766,84 90.270.299,40 98.597.761,24 11.803
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 34.638,92 39
darunter: Treuhandkredite 34.638,92 (39)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 88.767,93 77
6. Rechnungsabgrenzungsposten 23.773,84 33
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 0,00 0
b) Steuerrückstellungen 171.676,50 61
c) andere Rückstellungen 466.783,25 638.459,75 456
8. [gestrichen]
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 900.000,00 900
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.250.000,00 3.540
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.111.355,23 1.039
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 1.758.000,00 1.747
cb) andere Ergebnisrücklagen 2.645.000,00 4.403.000,00 2.580
d) Bilanzgewinn 107.057,11 5.621.412,34 89
Summe der Passiva 117.818.749,32 111.807
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 1.248.534,68 1.471
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 1.248.534,68 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 2.910.098,21 2.910.098,21 6.342
darunter: Lieferverpflichtungen
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

    Geschäftsjahr  Vorjahr 
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.905.252,26 1.247
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 423.769,95 2.329.022,21 269
darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen
0,00 (26)
2. Zinsaufwendungen 802.306,09 1.526.716,12 87
darunter: erhaltene
negative Zinsen
224,87 (38)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 263.446,74 222
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 46.998,36 49
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 310.445,10 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 950.435,00 790
6. Provisionsaufwendungen 47.431,08 903.003,92 45
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 42.734,73 58
9. [gestrichen]
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 968.480,20 861
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 253.554,87 1.222.035,07 240
darunter: für Altersversorgung 51.326,75 (43)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 627.292,90 1.849.327,97 621
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
51.101,29 58
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.374,69 2
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 987
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
373.182,86 373.182,86 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
133.676,50 177
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
0,00 -133.676,50 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen]
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.116.602,28 -441
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 296.973,41 -672
darunter: latente Steuern 99.000,00 (-830)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 2.598,84 299.572,25 3
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 710.000,00 140
25. Jahresüberschuss 107.030,03 88
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 27,08 1
107.057,11 89
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
107.057,11 89
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 107.057,11 89

3. Anhang 

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich kapitalanteilig aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Latenten Kreditrisiken wird durch die Bildung von versteuerten Pauschalwertberichtigungen und -rückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird (vereinfachte Methodik). Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Widerrufliche Kreditzusagen werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen sowie Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage der Verlustmethode gemäß Schreiben des BMF vom 10. Januar 1994.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Wertpapiere

Die Bank hält zum Bilanzstichtag Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Anlagevermögens. Die Zuordnung der Wertpapiere ist durch entsprechende Beschlüsse der zuständigen Organe dokumentiert. Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden grundsätzlich die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Ein Wertpapier mit einem Nominalvolumen von EUR 350.000 wurde mit einem indikativen Referenzkurs in Höhe von 73,58 %, der von der DZ BANK bereitgestellt wurde, bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Bei diesen Wertpapieren bestehen zum 31. Dezember 2023 ausschließlich marktbedingte Kursdifferenzen. Anzeichen dafür, dass die Rückzahlung dieser Wertpapiere nicht zu pari erfolgt, liegen derzeit nicht vor, so dass eine dauernde Wertminderung nicht gegeben ist.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) im Nichthandelsbestand dienen ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung. Soweit eine verlässliche Bewertung zum Stichtag aufgrund fehlender Marktpreise nicht möglich war, erfolgte die Bewertung mittels interner Bewertungsmodelle und -methoden mit aktuellen Marktparametern.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen wurden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren sowie Posten- und Kartenentgelte angesetzt, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wurde der Anteil der zinsbezogenen Verwaltungskosten für die Bestandspflege ermittelt. Zukünftige Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bezogen auf die tatsächlichen Kosten für das Jahr 2023 ergibt sich eine Berücksichtigung von 31,2 % der gesamten Verwaltungsaufwendungen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. In geringem Umfang erfolgten in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Die Sachanlagen wurden nach der linearen Methode im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten und soweit erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziert und mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ein Steuersatz von 29,1 Prozent berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Passive latente Steuern

Aussagen zu den aktiven und passiven Steuerlatenzen wurden zusammengefasst und bei den Angaben der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf der Aktivseite zu "Aktive latente Steuern" vorgenommen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und anderen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Den Belastungen aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Bei der Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen wurde nach Maßgabe des Einzelbewertungsgrundsatzes die tatsächliche Restlaufzeit für die Ermittlung des Rechnungszinsfußes der jeweiligen Altersteilzeitverpflichtung herangezogen. Diese beruhen auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 3,20 %) zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Latenten Kreditrisiken wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen (vgl. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden).

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verrechnung

Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 lt. § 32 Rech-KredV sowie der Verrechnung des Aufwandspostens 15 mit dem Ertragsposten 16 lt. § 33 RechKredV haben wir Gebrauch gemacht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erwor- 12.662 0 (a) 0 (a) 12.091
bene Konzessio- 0 (b) 571 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
a) Grundstücke und 1.785.304 0 (a) 0 (a) 1.785.304
Gebäude 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und 853.348 7.414 (a) 0 (a) 855.982
Geschäftsausstattung 0 (b) 4.780 (b)
Summe a 2.651.314 7.414 (a) 0 (a) 2.653.377
0 (b) 5.351 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erwor- 12.662 0 (a) 0 (a) 0 (a) 12.091 0
bene Konzessio- 0 (b) 0 (b) 571 (b)
nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Sachanlagen
a) Grundstücke und 1.308.521 23.126 (a) 0 (a) 0 (a) 1.331.647 453.657
Gebäude 0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und 748.575 27.975 (a) 0 (a) 0 (a) 771.770 84.212
Geschäftsausstattung 0 (b) 0 (b) 4.780 (b)
Summe a 2.069.758 51.101 (a) 0 (a) 0 (a) 2.115.508 537.869
0 (b) 0 (b) 5.351 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des
Geschäftsjahres
Veränderungen (saldiert)

Buchwerte am
Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des 22.444.287 -3.788.645 18.655.642
Anlagevermögens
Beteiligungen und 1.530.256 0 1.530.256
Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften
Summe b 23.974.543 -3.788.645 20.185.898
Summe a und b 26.625.857 20.723.767

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 9.557.210 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 732.421 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 2.034.010 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
davon:
börsennotiert
nicht
börsennotiert
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 21.099.175 18.819.736 2.279.440 14.199.632
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 6.379.734 0 6.379.734 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB): Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 14.126.235, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 12.976.520. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Forderungen an Beteiligungsunternehmen

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 9.956.249 5.301.333
Forderungen an Kunden (A 4) 9.700 9.700
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 8.131.429 5.592.533

Beteiligungen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind:



Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ BANK AG,
Frankfurt am Main
0,00 12/2023 10.758.000 12/2023 478.000
b) DZ Beteiligungs-
GmbH & Co. KG
Baden-Württemberg,
Stuttgart
0,02 12/2023 3.209.878 12/2023 97.403
c) Zweite DZ
Beteiligungs-GmbH
& Co. KG Baden-
Württemberg,
Stuttgart
0,01 12/2023 2.496.063 12/2023 62.817

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 416.672 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 84.212 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) ist folgender wesentlicher Einzelbetrag enthalten:

31.12.2023
EUR
Ansprüche aus einer Kapitallebensversicherung (Kapitalanlage) 1.187.934

Aktive latente Steuern

Die am Bilanzstichtag im Jahresabschluss ausgewiesenen latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen in den Posten Forderungen an Kunden (A 4), Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5), Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6), Sachanlagen (Aktiva 12) sowie Rückstellungen (P 7). Dem stehen in unwesentlicher Höhe passive Steuerlatenzen beim Bilanzposten Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,1 % zugrunde gelegt.

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 731.000. Dieser resultiert aus aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 732.739 und passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 1.739.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
5 Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
1.800.000 1.800.000

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.500 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:


bis
3 Monate

EUR
mehr als
3 Monate
bis ein Jahr
EUR
mehr als
ein Jahr
bis 5 Jahre
EUR
mehr als
5 Jahre

EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 1.013.167 539.501 1.210.672 318.633
Forderungen an Kunden (A 4) 3.003.914 4.123.118 20.408.992 35.662.765

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:


bis
3 Monate

EUR
mehr als
3 Monate
bis ein Jahr
EUR
mehr als
ein Jahr
bis 5 Jahre
EUR
mehr als
5 Jahre

EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 170.855 529.854 2.410.346 4.520.859
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 101.064 131 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 17.059.947 9.713.454 1.097.700 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 7.613.730 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 23.774 (Vorjahr EUR 32.483) enthalten.

Passive latente Steuern

Die Erläuterungen zu den Steuerlatenzen werden im Abschnitt D. "Erläuterungen zur Bilanz" unter Aktive latente Steuern ausgewiesen.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 4.500 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz in % Fälligkeit
500.000 EUR 0,50 Oktober 2029
400.000 EUR 0,50 März 2027

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit einem Zinssatz von 0,50 % ausgestattet.

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 7.613.730 8.635.614

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 1.096.872
b) der ausscheidenden Mitglieder 13.591
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 892

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen
EUR EUR
Stand 01.01.2023 1.747.000 2.580.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 11.000 65.000
Stand 31.12.2023 1.758.000 2.645.000

Von den anderen Ergebnisrücklagen ist ein Betrag von EUR 731.000 nach § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen gesperrt. Dieser Betrag beruht auf der Aktivierung latenter Steuern.

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die Verpflichtungen wurden darüber hinaus in die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung einbezogen (siehe auch Abschnitt B.), der daraus resultierende Betrag als Rückstellung ausgewiesen und von den oben genannten Bilanzposten abgesetzt.

Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden. Sie und die unwiderruflichen Kreditzusagen sind jeweils breit gestreut. Die Beträge im Posten 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 7.631.914

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Zinsswap wurde ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand) zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Es wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit rechnerisch angefallenen Zinsen angegeben ("dirty prices").

(Angaben in TEUR):  

Nominalbetrag Restlaufzeit
beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 0 1.000 0 1.000 0 35

Der beizulegende Zeitwert des Zinsswaps wurde anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet, wobei die Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert werden.

Zum Bilanzstichtag bestanden strukturierte Produkte, die als einheitliche Vermögensgegenstände bilanziert und bewertet wurden. Hierbei handelt es sich um Nachranganleihen (nom. TEUR 1.800) mit einer variablen Verzinsung nach einer Festzinsperiode sowie einem Emittentenkündigungsrecht mit Umwandlungsrecht in Aktien des Emittenten bei Unterschreiten einer Mindestkapitalschwelle (Coco-Anleihe bzw. bedingte Pflichtwandelanleihe).

Weiterhin bestanden Anleihen mit Kündigungsrechten in Höhe von nominal TEUR 1.800.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 51.895 enthalten. Diese entfallen überwiegend auf Aufstockungsbeträge von Altersteilzeitrückstellungen (GuV-Posten 10a).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von EUR 197.973 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr tätigen Mitglieder des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtvergütungen an den Aufsichtsrat beliefen sich auf EUR 6.450.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 258.420 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 79.242. 

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung in Höhe von EUR 234.784 gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. aus der Zugehörigkeit zum Garantieverbund durch Abgabe einer Garantieerklärung.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: 

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 2 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 6 5
Gewerbliche Mitarbeiter 0 3
8 8

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der
Mitglieder
Anzahl der
Geschäftsanteile
Haftsummen
EUR
Anfang 2023 1.931 6.596 0
Zugang 2023 21 509 0
Abgang 2023 46 90 0
Ende 2023 1.906 7.015 0
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 67.426
Höhe des Geschäftsanteils EUR 160

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:


Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf:

Bopp, Christian, Geschäftsleiter Markt
Scholl, Klaus, Geschäftsleiter Marktfolge und Betriebsbereich

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf:

Weber, Thorsten, - Vorsitzender ab 21.03.2024 -, Bürgermeister der Gemeinde Limbach
Stipp, Bruno, - Vorsitzender bis 21.03.2024 -, Bürgermeister der Gemeinde Limbach a. D.
Großkopf, Friedbert, - stellvertretender Vorsitzender - , vereidigter Buchprüfer (selbstständig)
Hasselbach, Karlheinz, Geschäftsführer i. R.
Hemberger, Alois, Geschäftsführer i. R.
Rausch, Helmut, selbstständiger Metzgermeister

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 107.030,03 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 27,08 (Bilanzgewinn von EUR 107.057,11) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 32.431,00
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 14.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 60.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 626,11
107.057,11
Limbach, 26. März 2024 Volksbank Limbach eG

Der Vorstand

Bopp

Scholl

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Limbach eG, Limbach

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Limbach eG, Limbach (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 63,9 Mio. EUR. Dies entspricht 54,3 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 2,9 Mio. EUR.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Einhaltung der Regelungen bzw. Funktionsfähigkeit der Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Des Weiteren haben wir eine analytische Voruntersuchung durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und den Verfahren der Risikofrüherkennung.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

- Prüfung nach § 89 WpHG in Bezug auf die Erfüllung der Pflichten nach § 84 WpHG

- Einreichung rechnunglegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Benjamin Hartmann.

 

Stuttgart, 30. Juli 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Benjamin Hartmann
Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Karlheinz Hasselbach, Alois Hemberger und Thorsten Weber aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Alois Hemberger ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl der anderen ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Limbach, 26. März 2024

Der Aufsichtsrat

Thorsten Weber, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Limbach eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Limbach eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Limbach eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 2.783.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 11,9. 

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.117.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 297 und betreffen sowohl laufende wie auch latente Steuern.

Die Volksbank Limbach eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom 18.09.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 107.030,03 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 27,08 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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