OHST Vertrieb Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Sturm seit 13.6.2013 | Vorstandsmitglied |
Stephan Sturm seit 11.5.2010 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OHST Medizintechnik AktiengesellschaftRathenowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Bilanz zum 30. Juni 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 20231. Allgemeine Angaben Firma: OHST Medizintechnik AG Sitz: Grünauer Fenn 3, 14712 Rathenow Registergericht: Amtsgericht Potsdam, HRB 12280 Der Jahresabschluss der OHST Medizintechnik AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Regelungen des AktG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht. 2. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden AKTIVA Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Im Geschäftsjahr werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Für mehrere Sachanlagen wurden öffentliche Finanzierungshilfen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA-Mittel) sowie Investitionszulage gewährt, die dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zugeführt worden sind und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst werden. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden bei den Implantaten mit ihren Herstellungskosten bzw. bei den Instrumenten retrograd, ausgehend vom jeweiligen Verkaufspreis unter Abzug der noch anfallenden Vertriebs- und Verwaltungskosten und eines angemessenen Gewinnabschlags bewertet. Die Bewertung mit den Herstellungskosten führt zu einer höheren Genauigkeit auf Einzelartikelebene, beeinflusst die Gesamtbewertung aber nur unwesentlich. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse nicht einbezogen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennwerten bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% der Nettoforderungen gebildet. Daneben wurden aufgrund erkennbarer Risiken Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Kassenbestand und Bankguthaben werden zum Nennwert ausgewiesen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden planmäßig linear über das gesamte Geschäftsjahr aufgelöst. PASSIVADer Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen enthält die in Vorjahren bezogenen Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union für angeschaffte Anlagegüter sowie Investitionszulagen 2001 bis 2014. Er wurde entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Pensionsrückstellungen basieren auf dem versicherungsmathematischen Gutachten der Zürich Beteiligungs-AG. Die Bewertung erfolgt mit der PUC-Methode. Grundlage des Gutachtens ist die Richttafel Heubeck RT2018G. Der Rechnungszins beträgt 1,80 % (Vorjahr 1,78 %). Der Zeitraum für die Durchschnittsbildung des Rechnungszinses für Altersvorsorge- (Pensions)rückstellungen beträgt 10 Jahre. Der Differenzbetrag zwischen dem Barwert bei Sieben- und Zehnjahreszins wird ausschüttungsgesperrt. Der ausschüttungsgesperrte Betrag zum 30.06.2023 beträgt EUR 76.080. Der Bewertung wurden weiterhin nachfolgende Annahmen zum Rententrend zugrunde gelegt: - Altersrente: 2,00 % - Hinterbliebenenrente: 2,00 % Auf die Bilanzierung aktiver latenter Steuern für die Differenzen aus den Pensionsrückstellungen und Verlustvorträgen wurde in Anwendung des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Der Gewerbesteuersatz beträgt rund 12,3 %, der Körperschaftsteuersatz 15% und der Solidaritätszuschlag 5,5%. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 5 dieses Anhanges dargestellt. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um eine 100%ige Beteiligung an der Rathenower Feinwerktechnik GmbH (RFT), Rathenow und um eine 100%ige Beteiligung an der OHST Vertrieb Deutschland GmbH (vormals alloPlus GmbH), Rathenow. Der Anteil an der OHST Vertrieb Deutschland GmbH wurde aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig in Höhe von TEUR 300 abgeschrieben. Darüber hinaus wurde eine festverzinsliche langfristige Geldanlage mit einer 7-jährigen Laufzeit in Höhe von TEUR 250 getätigt, die dem Finanzanlagevermögen zuzuordnen ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich in Höhe von TEUR 2.700 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten eine Forderung aus Darlehen gegen die RFT GmbH in Höhe von TEUR 292,4. Die planmäßige Tilgung erfolgt im Geschäftsjahr 2024. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegenüber dem Finanzamt für Steuererstattungen (TEUR 284). Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Abgrenzungen für Versicherungsbeiträge und sonstige Kosten (TEUR 154). Das Grundkapital i.H.v. TEUR 1.080 ist eingeteilt in 2.420 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesene Betrag in Höhe von TEUR 3.107 ergibt sich aus einer laufenden Verpflichtung. Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (TEUR 212) gebildet. Eine Rückstellung für Gewährleistungen wurde gebildet (TEUR 72). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: - Grundschuldeintragungen von TEUR 1.707,7 in dem Grundbuch des Grundstücks Grünauer Fenn 3 zugunsten der Deutschen Bank, - Sicherungsübereignungen bestimmter Maschinen und Einrichtungsgegenstände am Standort Grünauer Fenn 3, - Globalzession sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte, welche die Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betreffen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse, über die nach § 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB zu berichten ist: - Die OHST AG haftet mit einer Höchstbürgschaft in Höhe von TEUR 900 für Kreditverträge von der Deutschen Bank AG an die RFT GmbH. Zum 31.12.2022 valutierten die Verbindlichkeiten mit TEUR 259,3. Das Risiko der Inanspruchnahme der Bürgschaft wird zum Bilanzstichtag aufgrund der vorliegenden ungeprüften Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2022 als gering eingeschätzt. 4. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Implantaten und von orthopädischen Instrumenten. Der Exportanteil (Europäische Gemeinschaft und Drittländer) beträgt 78 % der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen (TEUR 161,3) sowie Erträge für Zuschüsse ZIM-Projekt (TEUR 94,2). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Aufwendungen für die Reparatur, Wartung und Instandhaltung von Maschinen und EDV (TEUR 757,7), kurzlebige Werkzeuge (TEUR 273,4), Strom (TEUR 323,4), Zertifizierungskosten (TEUR 138,1), Werbekosten (TEUR 219,7) und Rechts- und Beratungskosten (TEUR 79,9) zu erwähnen. 5. Sonstige Angaben a) sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich zum Bilanzstichtag aus Zinsverpflichtungen zu Darlehen mit einer Restlaufzeit von bis zu 84 Monaten in Höhe von TEUR 55,6 aus 9 Leasingverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 48 Monaten in Höhe von TEUR 150,4 sowie zwei Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu 56 Monaten in Höhe von insgesamt TEUR 102,6. Darüber hinaus erfolgten verbindliche Bestellungen von 4 Maschinen mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 1.864, deren Lieferung und Inbetriebnahme im folgenden Geschäftsjahr erfolgt und deren Finanzierung durch Mietkaufverträge vorgesehen ist. b) Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr: - Herr Stephan Dunke, MBA, Rathenow und - Herr Sebastian Sturm, Volljurist, Rathenow. Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt in analoger Anwendung der Vorschrift des § 286 Absatz 4 HGB. Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr: Herr Norbert Ohst, Dipl. Ing. Feinwerktechnik, Berlin, Vorsitzender, Herr Wilfried Krämer, ehem. Unternehmer (im Ruhestand), Berlin, Herr Jens Stache, Bankangestellter, Fichtenwalde. Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 9.000,00. c) Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2023 an der Rathenower Feinwerktechnik GmbH, Rathenow, Anteile in Höhe von 100 % des Eigenkapitals. Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung von feinwerktechnischen Erzeugnissen. Die Rathenower Feinwerktechnik GmbH weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 864,3 und einen Jahresüberschuss von TEUR 153,8 aus. Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2023 an der OHST Vertrieb Deutschland GmbH, Rathenow, Anteile in Höhe von 100 % des Eigenkapitals. Gegenstand der Gesellschaft ist der Vertrieb von Implantaten und Instrumenten. Die OHST Vertrieb Deutschland GmbH weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 174,7 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 65,3 aus. d) Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt, gemessen an der Anzahl der Mitarbeiter jeweils zu den Quartalsenden des Geschäftsjahres, beschäftigte die Gesellschaft 104 Mitarbeiter (Vorjahr 107). Die Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr 2022/2023 entwickelte sich wie folgt:
e) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 soll vollständig auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Rathenow, 15. November 2023 gez. Stephan Dunke, Vorstand Markt gez. Sebastian Sturm, Vorstand Produktion Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022/2023der OHST Medizintechnik AG1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell Die OHST Medizintechnik AG ist Hersteller in der Branche der Medizinprodukte und bietet zugelassene Gelenkimplantatsysteme und zugehörige Instrumentensets an. Wesentliche Produktsegmente sind dabei der Hüft- und Kniegelenkersatz. Als Qualitätsanbieter hat sich die OHST AG auf die Entwicklung, Zulassung sowie Produktion und Vertrieb von Implantatsystemen und Instrumenten spezialisiert. Die Betreuung der klinischen Anwender erfolgt durch spezialisierte Vertriebspartner im In- und Ausland, mit denen i.d.R. langjährige Vertragsbeziehungen bestehen. 1.2. Forschung und Entwicklung Die OHST Medizintechnik AG führt marktnahe Produktentwicklungen zur Ausweitung des eigenen Produktportfolios durch. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Entwicklungsprojekte auf einen großen Kundenkreis abzielen und als Standardprodukte im Produktportfolio der OHST AG zu einer großen Akzeptanz auf vielen internationalen Märkten führen. Zum Bilanzstichtag sind in der Entwicklung 4 MitarbeiterInnen beschäftigt. Zusätzlich sind 2 MitarbeiterInnen in der Abteilung Regulatory Affairs mit der Zulassung von Medizinprodukten beschäftigt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das abgelaufene Geschäftsjahr war erneut durch intensive Vorbereitungsarbeiten auf die neue Medizinprodukteverordnung (MDR) geprägt. Die COVID-19-Pandemie konnte überwunden werden und führte zu Nachholeffekten. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind vor allem durch deutlich gestiegene Kosten auf den Beschaffungsmärkten und eine Erhöhung der Energiekosten zu spüren. Ausgangsmaterialien für die Herstellung von Implantaten und Instrumenten steigen noch immer an und sind zum Teil mit langen Lieferzeiten belegt. 2.2. Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie Das Ende der COVID-19-Pandemie hat wichtige Impulse für die Wirtschaft insgesamt aber auch für die OHST Medizintechnik AG gegeben. Der Wechsel hin zu deutlich mehr digitaler Kommunikation mit Geschäftspartnern und Mitarbeitenden hat sich dauerhaft als sinnvoll erwiesen. Die Möglichkeit des mobilen Arbeitens bietet den Beschäftigten eine gute Balance, berufliche und private Herausforderungen zu meistern. Mit dem Ende der Pandemie haben sich die Operationszahlen nicht nur stabilisiert, es sind darüber hinaus Nachholeffekte zu spüren, so dass die Nachfrage nach Gelenkimplantatsystemen deutlich angezogen hat. 2.3. Ausrichtung des Unternehmens auf die MDR Die Ausrichtung des Unternehmens auf die Erfüllung der Anforderungen der neuen MDR ist noch immer eines der beherrschenden Themen. Die Verlängerung der Übergangsfristen führt dazu, dass bestehende MDD-Zertifikate per Gesetz bis maximal 31.12.2027 verlängert sind, solange ein Zulassungsantrag nach MDR gestellt wurde. Ursache für die Verlängerung der Übergangsfristen sind Engpässe bei den Benannten Stellen, die für die Konformitätsbewertung zuständig sind. OHST hat für alle relevanten Produktsysteme die technische Dokumentation erstellt und Zulassungsanträge nach MDR gestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden allerdings keine weiteren Zulassungen durch die eigene Benannte Stelle erteilt. Eine Ermittlung des aktuellen Bearbeitungstandes gestaltet sich weiterhin schwierig. 2.4. Entwicklungen im Markt der Endoprothetik und Auswirkungen des Krieges in der Ukraine Die Branche steht durch dramatische Kostensteigerungen und Unsicherheiten in den Lieferketten erheblich unter Druck. Gemäß Herbstumfrage 2023 des BVMed (www.bvmed.de) ergibt sich aus den gewichteten Umsatzangaben der BVMed-Unternehmen im deutschen Markt ein durchschnittlicher Umsatzanstieg von 4,8 Prozent gegenüber den beiden schlechteren Vorjahren. Mit einem Plus von 6,4% schneidet die erwartete weltweite Umsatzentwicklung nur geringfügig besser ab. Auch in den Vorjahren lag das internationale Wachstum immer deutlich über dem Wachstum im Inland. Besorgniserregend ist nach Aussage des BVMed auch die Entwicklung der Gewinnsituation der Unternehmen in Deutschland. "Nur 20 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Krisenjahr 2022. Mit 49 Prozent geht sogar knapp die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind wie im Vorjahr die gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Hinzu kommen stark steigende Personalkosten aufgrund der Inflationsentwicklung sowie der zunehmende bürokratische Aufwand für das regulatorische System." 2.5. Geschäftsverlauf Auftragseingang und Umsatzerlöse haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich erholt. AuftragseingangDer Auftragseingang der OHST Medizintechnik AG liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr 47,2% über dem Vorjahresniveau. Der Auftragseingang liegt in der Summe deutlich über den Umsatzerlösen, was durch Erhöhung von Rahmenbestellungen als auch geplante Erhöhungen von Lagerbeständen bei Kunden verursacht. Nachholeffekte nach der COVID-19-Pandemie haben den Gesamtbedarf ebenfalls positiv beeinflusst. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse aus dem laufenden Geschäft haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,7 Mio.€ erhöht. Während der Inlandsumsatz einen Anteil von 21,9% (Vorjahr 25,1%) erreichte, liegt der Exportanteil bei 78,1% (Vorjahr 74,9%). Davon entfallen 27,8% (Vorjahr 24,5%) auf Nicht-EU-Länder. Der Rechnungsausgang im Inland erhöhte sich dabei um 7,2%. Der Rechnungsausgang im Ausland erhöhte sich um 28,1%. Gewährte Skonti und Rabatte beliefen sich auf 131T€. Ergebnis verbessertDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Finanzanlagen) erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 326T€ (Vorjahr -1.583 T€). Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 44,1%. Bei deutlich erhöhten Umsatzerlösen wurden auch die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöht. Insbesondere der hohe Auftragseingang führt zu einer deutlichen Erhöhung der Mengen in der Produktion. Die Materialeinsatzquote reduzierte sich leicht von 25,1% im Vorjahr auf 23,7% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch Nutzung noch bestehender Rahmenverträge und vorhandener Lagerbestände konnte eine Erhöhung zumindest für das abgelaufene Geschäftsjahr vermieden werden. Der Anteil der bezogenen Leistungen erhöhte sich von 10,4% im Vorjahr auf 14,35% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Preisanpassungen von Lieferanten für benötigte externe Fertigungsdienstleistungen und Beschichtungen haben zu dieser Erhöhung geführt. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich von 47,5% auf 33,8% reduziert. Die erhöhte Gesamtleistung des Unternehmens hat zu einem deutlich geringeren Personalkostenanteil geführt. In der Summe hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Umsatzprognose aus dem Lagebericht des vergangenen Jahres und die Ergebnisziele konnten leicht übertroffen werden. Als Leistungsindikatoren werden zur Planung der Entwicklung der Umsatzerlöse die geplanten Verkaufsmengen für die kommenden 12 Monate herangezogen. Unter Berücksichtigung eines Ziellagerbestandes für die Fertigerzeugnisse ergeben sich die Produktionsmengen, welche dann die Grundlage für die Planungen im Einkauf und Personaleinsatz darstellen. Letztlich stellt auch die Betrachtung der Margensituation je Produktsystem und je Kunde einen wesentlichen Leistungsindikator für das Ergebnis dar. Der im vergangenen Geschäftsjahr aus strategischen Gründen erworbene Anteil an einer Vertriebsgesellschaft war zum 30.06.2023 um 300 T€ auf den niedrigeren Wert abzuschreiben, der sich aus den künftig erzielbaren Cash Flows ergibt. 2.6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und KapitalstrukturDie Bilanzsumme nahm im Geschäftsjahr 2022/2023 um 558 T€ (Vorjahr -970 T€) oder 2,8% auf 19,1 Mio. € ab. Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 76T€ auf 155T€. Das Sachanlagevermögen reduzierte sich im Betrachtungszeitraum um 478T€. Die Sachanlagenintensität reduzierte sich im Verhältnis zur Bilanzsumme von 19,26% im Vorjahr auf 12,62% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Veränderung ist durch reguläre Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen verursacht. Das Umlaufvermögen ohne Finanzmittel erhöhte sich im Geschäftsjahr um 1,32 Mio. € auf 13,3 Mio. € (Vorjahr 11,98 Mio. €). Während sich die Bestände an Rohmaterialien und fertigen Erzeugnissen reduzierten, haben sich die Bestände unfertigen Erzeugnissen deutlich erhöht. Die Lagerreichweite der Fertigerzeugnisse (Bestandswert Fertigerzeugnisse im Verhältnis zum Umsatzvolumen) hat sich auf 99 Tage (Vorjahr 131 Tage) und damit deutlich reduziert, was durch den deutlich erhöhten Auftragseingang verursacht ist. Das durchschnittlich eingesetzte Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 mit 11,59 Mio. € (Vorjahr 12,37 Mio. €) um 6,3% verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 60,7% (Vorjahr 58,9%). Das Sachanlagevermögen ist zu 100% durch Eigenkapital gedeckt. Das Fremdkapital, ohne Sonderposten mit Rücklageanteil, reduzierte sich durch planmäßige Tilgung von Darlehen und einer Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 430T€ auf 6,97 Mio. €. Die Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Eigenkapital bezogen auf das Ergebnis vor Steuern, Fremdkapitalzinsen und Abschreibung der Finanzanlage beträgt zum Bilanzstichtag 3,54% (Vorjahr -11,61%). Das EBITDA erhöhte sich von -482T€ im Vorjahr auf 1,24 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Anzahl der Beschäftigten inklusive Auszubildender beträgt zum Bilanzstichtag 116 und hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6 Beschäftigte erhöht. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine wesentlichen Investitionen in Maschinen und Anlagen erfolgt. Der deutliche Anstieg bei den Auftragseingängen und die gestiegenen Kosten für Fremdleistungen machen Investitionen in Maschinen und Anlagen erforderlich. Erste Bestellungen wurden im laufenden Geschäftsjahr ausgelöst. Mit neuen Technologien soll die Prozesssicherheit und die Produktqualität weiter erhöht werden. Die IT-Sicherheit spielt weiterhin eine sehr wichtige Rolle, weshalb die IT-Infrastruktur, Software als auch Schulungsstand der beschäftigten kontinuierlich angepasst werden müssen. Finanzierung und LiquiditätZur Finanzierung von Maschinen, Anlagen und Gebäuden wird ein Mix aus Eigenkapitalfinanzierung aus dem Cashflow und Fremdfinanzierung mittels Darlehen verwendet. Die Laufzeiten der Darlehen richten sich nach dem Risiko und prognostizierter Laufzeit der Anlage und dem freien Cashflow aus dem operativen Geschäft. Der Zeitraum schwankt zwischen 5 und 10 Jahren. Diese Art der Finanzierung erlaubt zum einen ein kurzfristiges Reagieren auf Investitionsbedarfe. Auf der anderen Seite ergibt sich durch die überschaubaren Laufzeiten eine rollierende Finanzierung. D.h. frei werdende Mittel aus abgeschlossenen Finanzierungen lassen sich für weitere Investitionen verwenden, da die Nutzungsdauer der Anlagen in der Regel deutlich länger ist als der Finanzierungszeitraum. Grundsätzlich gehört die Sicherung einer dem Volumen des operativen Geschäfts entsprechenden Liquiditätsausstattung, die auch den Abschluss angemessener Kreditlinien mit den Banken einschließt fortlaufend zu den Aufgaben der Geschäftsführung. Die Vorfinanzierung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fremdleistungen bei steigenden Kosten und einem wachsenden Geschäft machen es erforderlich, einen genauen Blick auf die tägliche Liquidität des Unternehmens zu werfen. Dabei muss das operative Geschäft im Rahmen der gesetzten Unternehmensziele möglichst liquiditätsschonend geführt werden, indem der Mittelabfluss sehr genau geplant wird. Es muss geprüft werden, welche laufenden Ausgaben in künftige Perioden verschoben werden können. Die liquiden Mittel des Unternehmens sind gegenüber dem Vorjahr mit 814 T€ deutlich gesunken aber immer noch ausreichend für den laufenden Geschäftsbetrieb und kurzfristig notwendig werdende Investitionen ins Sachanlagevermögen. Die Ursachen für die Reduzierung liegen in der notwendig gewordenen Sanierung des Daches der Produktionshalle, der Rückforderung von in Vorperioden gezahlten Fördermitteln durch die ILB und die Zunahme des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht Das geschäftliche Umfeld des Bereichs Endoprothetik ist ein Markt mit mittelfristig guten Wachstumsraten im internationalen Geschäft, während der Inlandsmarkt großem Druck ausgesetzt ist. Die hohe Konzentration des Marktes auf wenige Marktteilnehmer bekräftigt das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen, wenigen Auftraggebern, denen durch eine geeignete Abnehmerstruktur Rechnung getragen werden muss. Auf der Beschaffungsseite wird versucht, Risiken von Preissteigerungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch Rahmenverträge mit Lieferanten entgegenzuwirken. Die Beobachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Gesundheitswesen ist ebenfalls Bestandteil des Zielfindungsprozesses für künftige Unternehmensstrategien. Die von der Europäischen Kommission verabschiedete Verordnung für Medizinprodukte (MDR) stellt neue Anforderungen an die Zulassung von Produktsystemen. Die Erfüllung dieser Anforderungen wird das Unternehmen auch für laufende Entwicklungsprojekte intensiv beschäftigen. Durch das Controlling werden Zahlen zur Auftrags-, Beschäftigungs- und Ertragslage täglich ermittelt und vor dem Hintergrund der mehrfach im Geschäftsjahr aktualisierten Zielgrößen der Unternehmensplanung monatlich analysiert. Zeichnen sich Risiken oder Fehlentwicklungen außerhalb der turnusmäßigen Durchsprachen ab, wird hierüber ad hoc an den Aufsichtsrat berichtet. Der Finanzbereich plant und überwacht die Liquidität und überprüft die Finanzierung des operativen Geschäfts. Dort erfolgt auch die Absicherung von Finanzrisiken wie Kredit-, Liquiditäts- und Zinsrisiken. Die technische Planung analysiert und bewertet Investitionsvorhaben sowie Entwicklungs- und Zulassungsprojekte. Sie verfolgt ferner die technischen Risikomanagementsysteme wie Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Umweltmanagement einschließlich der entsprechenden Berichte, Audits und Zertifizierungen, z.B. nach ISO 13485. Unser Berichts- und Kontrollsystem stellt somit eine zeitnahe und sachgerechte Information für die jeweiligen Entscheidungsträger sicher. Der Geschäftserfolg ist fortlaufend ablesbar. Auf Basis unserer Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen können wir signifikante Veränderungen des Geschäftsumfeldes in der Regel früh erkennen und Gegenmaßnahmen bei möglichen Fehlentwicklungen ergreifen. Schließlich muss das Risikomanagementsystem selbst fortlaufend auf seine Eignung hin überprüft und weiter verbessert werden. 3.2. Chancenbericht Künftig kommt es darauf an, den veränderten Rahmenbedingungen im deutschen Markt gerecht zu werden, als auch die steigenden Anforderungen an die Zulassung von Medizinprodukten zu bewältigen. Der Bedarf an Systemlösungen mit deutlichem Kundennutzen über den technischen Anspruch hinaus steigt. Dies kann die OHST Medizintechnik AG mit dem Angebot entsprechender Produktsysteme für sich als Chance nutzen. Ein großes Potential bieten weiterhin die ausländischen Märkte, in denen Qualitätsprodukte und Dienstleistungen "Made in Germany" nachgefragt werden. Das Anbieten von qualitativ hochwertigen, als Medizinprodukte zugelassenen Gelenkimplantatsystemen im internationalen Umfeld bietet die Chance, das Unternehmen nachhaltig zu entwickeln. Der Ausbau des internationalen Geschäftes schafft eine diverse Kundenstruktur, die aus der Vergangenheit bekannte Abhängigkeiten deutlich reduziert. Ein gebremstes Geschäft im Inland durch einen stetigen Preiswettbewerb kann durch ein interessantes Auslandsgeschäft kompensiert werden. Darüber hinaus werden weitere Produkte das OEM-Portfolio erweitern und so neue Kundenkreise generieren. Die OHST Medizintechnik AG ist im Markt für Endoprothesen sehr gut positioniert, um technologische wie qualitative Anforderungen der Auftraggeber gerecht zu werden. Die hohe Prozesskompetenz und moderne technische Ausstattung verbunden mit jahrelanger Erfahrung im Umgang mit regulatorischen Anforderungen an die Herstellung und Zulassung von Medizinprodukten bilden eine gute Ausgangslage zur Weiterentwicklung des nationalen und internationalen Geschäftes. 3.3. Prognosebericht Die politischen Unsicherheiten und verschiedenen Konflikte werden auch in Zukunft Auswirkungen auf das Unternehmen und die gesamte Gesellschaft haben. Mit geeigneten Maßnahmen muss auf die Entwicklungen im Kurzfristbereich reagiert werden. Gleichzeitig eröffnen sich mittelfristig Chancen im internationalen Umfeld. Nahezu alle Produktsysteme der OHST Medizintechnik AG verfügen über eine gültige Zulassung bis zum Ende des Jahres 2023 oder darüber hinaus. Ein erstes Produktsystem konnte bereits erfolgreich nach den neuen Anforderungen der MDR zertifiziert werden. Die Verlängerung der Übergangsfristen zur MDR bis Ende 2027 sichern die Marktfähigkeit von Bestandsprodukten, für die eine rechtzeitige MDR-Zulassung durch die Benannte Stelle nicht möglich war. Es bestehen gute Aussichten, in den kommenden Jahren das Geschäftsvolumen und das Ergebnis organisch nachhaltig zu steigern. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa 6% gesteigert werden kann. Für die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist es erforderlich, die Kostensituation im Auge zu behalten. Dies gilt für die Materialkosten und Fremdleistungen ebenso wie für die Personalkosten. Dennoch lässt die Entwicklung neuer Märkte und Kunden bereits jetzt positive Signale erkennen, die innerhalb der kommenden Jahre aktive Beiträge zum Geschäftserfolg erwarten lassen. Gerade im Bereich der OEM-Produkte besteht Wachstumspotential im internationalen Umfeld mit bereits bestehenden Kunden als auch in neuen Vertriebsgebieten. Wir gehen auch für das kommende Jahr von einer gesicherten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird für das kommende Geschäftsjahr wieder positiv erwartet. Die gute Eigenkapitalausstattung, die verfügbare Liquidität und ein aktiv gesteuerter Cashflow bilden eine gute Grundlage für die Sicherung des laufenden Geschäfts.
Rathenow, den 15. November 2023 gez. Stephan Dunke, MBA gez. Sebastian Sturm, Vorstand-Produktion Vorstand-Markt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) und Lagebericht wurden durch die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 (326) HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die bdp Revision und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: " Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft, Rathenow Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft, Rathenow, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OHST Medizintechnik Aktiengesellschaft, Rathenow, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, den 17. November 2023 bdp
gez. Hagemeier, Wirtschaftsprüfer gez. Wulff, Wirtschaftsprüferin ErgebnisverwendungsbeschlussDer Vorschlag des Vorstandes unter Zustimmung des Aufsichtsrates zur Verwendung des Bilanzgewinnes wurde wie folgt zur Abstimmung gestellt:
Nach Diskussion beschloss die Hauptversammlung einstimmig die Verwendung des Bilanzgewinnes wie vorgeschlagen. Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2022-2023Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2022-2023 regelmäßig durch monatliche Berichte des Vorstandes über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich über wesentliche Entwicklungen und anstehende Entscheidungen laufend unterrichtet, u.a. durch regelmäßige Treffen mit dem Vorstand. Der Jahresabschluss 2022-2023 und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes sind vom Aufsichtsrat mit zustimmendem Ergebnis geprüft worden. Der Aufsichtsrat hat nach abschließendem Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände erhoben; er hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Rathenow, 22. November 2023 gez. Norbert Ohst, Vorsitzender Der Aufsichtsrat Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023Der Jahresabschluss wurde am 22. November 2023 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Wärme- und Kältehandel
Sonstige Telekommunikation a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Prüfmaschinen
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen