Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 243159
Vorher
manus Zeitarbeit Thüringen GmbHmanus Personaldienstleistungen Thüringen GmbHTechnicum Mitte GmbH
Eingetragen
22.1.1998
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenErbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Erbringung industrieller Dienstleistungen aller Art, die nicht der Handwerksordnung unterliegen, Arbeitnehmerüberlassung vorwiegend von qualifiziertem Fachpersonal im technisch gewerblichen Bereich und Handwerk, Arbeitsvermittlung sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Hofmann
seit 15.2.2021
Prokura
Philipp Geyer
seit 18.2.2020
Geschäftsführer
Stefan Samhuber
seit 27.8.2018
Prokura
Frederik Niemeyer
seit 27.8.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Unique BeteiligungsgmbH
62.00%
USG People Interservices N.V.NLD
38.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Unique BeteiligungsgmbH
Germany
62.00%
Unique Holding GmbH
Germany
38.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Technicum GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Technicum GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Technicum GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Technicum GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 9. Juli 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Timphaus-Möller, Wirtschaftsprüferin

Schütz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.531,00 3.969,00
2.531,00 3.969,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.649,00 12.988,00
37.649,00 12.988,00
Summe Anlagevermögen 40.180,00 16.957,00
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.067.563,98 1.672.447,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.774.794,21 27.283.683,46
3. Sonstige Vermögensgegenstände 288.179,11 303.159,56
32.130.537,30 29.259.290,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.084,06 7.238,17
32.180.801,36 29.283.485,69

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 25.799.622,69 25.799.622,69
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
25.999.622,69 25.999.622,69
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 637.797,77 442.033,00
637.797,77 442.033,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.960,58 12.306,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 18.960,58 (Vorjahr: € 12.306,66)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.491.525,93 2.163.103,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.491.525,93 (Vorjahr: € 2.163.103,47)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.032.894,39 666.419,87
- davon aus Steuern € 79.042,78 (Vorjahr: € 42.415,23)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 127.092,36 (Vorjahr: € 20.870,54)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.032.894,39 (Vorjahr: € 666.419,87)
5.543.380,90 2.841.830,00
32.180.801,36 29.283.485,69

Gewinn- und Verlustrechnung für 2024

2024 2023
1. Umsatzerlöse 15.726.666,51 8.666.377,57
2. Sonstige betriebliche Erträge 64.577,80 75.037,71
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.566.797,15 -5.505.995,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.279.357,03 -1.350.127,01
- davon für Altersversorgung € -306,00 (Vorjahr: € -306,00)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.734,93 -4.851,40
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -955.394,96 -734.503,66
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.070.369,86 830.114,08
7. Ergebnis nach Steuern 4.054.330,10 1.976.051,89
8. Sonstige Steuern -593,93 -780,12
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -4.053.736,17 -1.975.271,77
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeine Angaben

Sitz der Technicum GmbH ist München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 243159 im Handelsregister B des Amtsgerichts München eingetragen.

Die Technicum GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

2.1 Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2.2 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 800,00; diese werden im Jahr des Zugangs sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten und, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauern bewertet. Dabei wird zwischen folgenden Nutzungsdauerklassen unterschieden: PKW 5 Jahre, Büro- und Geschäftsausstattung 3-25 Jahre, sonstige BGA 1-10 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800,00 nicht übersteigen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Bildung einer Pauschalwertberichtigung war im aktuellen Geschäftsjahr nicht notwendig.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2.3 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern waren auf Gesellschaftsebene nicht zu bilden, da die Technicum GmbH Organgesellschaft in der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der Unique Beteiligungs-GmbH, München, ist.

2.4 Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Leistungserbringung.

3. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

31.12.2024 31.12.2023
T€ T€
Finanzverkehr 28.774,5 27.250,7
Lieferungs- und Leistungsverkehr 0,3 33,0
28.774,8 27.283,7

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter Unique Holding GmbH, München, in Höhe von T€ 21.888,0 (Vorjahr: T€ 0,0). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr gewährten Darlehen von 25.500 T€ an die Unique Holding GmbH mit einer Laufzeit von 9 Jahren. Die Forderungen aus Finanzverkehr setzen sich aus der Darlehensforderung sowie dem Cash-Poolingbestand zusammen. Der Letztere folgt aus dem bestehenden Cash-Pool-Vertrag mit RGF Staffing B.V., Almere/Niederlande.

Zum Stichtag sind alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen kurzfristig bis auf die Darlehensforderung in Höhe von T€ 21.887,7.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen aus Tantiemen, Urlaubsansprüchen, Arbeitszeitkonten sowie Weihnachtsgeld in Höhe von T€ 611,5 (Vorjahr: T€ 383,2) enthalten.

Die übrigen der Höhe und dem Grunde nach ungewissen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus noch zu erwartenden Aufwendungen für Bonusansprüche diverser Kunden (T€ 0,1, Vorjahr: T€ 15,6) sowie aus erwarteten Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 22,8, Vorjahr: T€ 22,2).

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten sowie deren Sicherung ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

Gesamt Restlaufzeiten Sicherung
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19,0 19,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (12,3) (12,3) (0,0) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.491,5 4.491,5 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (2.163,1) (2.163,1) (0,0) (0,0) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.032,9 1.032,9 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (666,4) (666,4) (0,0) (0,0) (0,0)
5.543,4 5.543,4 0,0 0,0 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:

31.12.2024 31.12.2023
T€ T€
Gewinnabführung 4.053,7 1.975,3
Umsatzsteuerliche Organschaft 372,3 186,3
Lieferungs- und Leistungsverkehr 65,4 1,5
4.491,5 2.163,1

In den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Unique Beteiligungs-GmbH in Höhe von T€ 4.053,7 (Vorjahr: T€ 1.975,3) enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Umsätze aus der Überlassung von Personal nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz im Inland.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 43,4 (Vorjahr: T€ 59,8) enthalten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 32,1 sowie Erträgen aus Einzelwertberichtigungen und abgeschriebenen Forderungen in Höhe von T€ 10,5 zusammen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen in Höhe von T€ 0,9 sowie Aufwendungen aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 0,8 enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von T€ 1.070,4 (Vorjahr: T€ 830,1) sind ausschließlich gegen verbundene Unternehmen. Sie resultieren zum einen aus der täglichen Verzinsung des Cash-Pool-Forderungsbestandes und zum anderen aus der Verzinsung des an den Gesellschafter (Unique Holding GmbH) gewährten Darlehens.

5. Sonstige Angaben

5.1 Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter ist folgender Übersicht zu entnehmen:

2024 2023
Stammpersonal 10 9

Zusätzlich wurden durchschnittlich 226 (Vorjahr: 155) Zeitarbeitnehmer beschäftigt.

5.2 Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung war im Geschäftsjahr 2024 folgende Person bestellt:

Philipp Geyer, Geschäftsführer der RGF Staffing Germany GmbH/München

Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

5.3 Haftungsverhältnisse

Berichtspflichtige Haftungsverhältnisse bestanden am 31. Dezember 2024 nicht.

5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen gliedern sich wie folgt:

Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Mietverträge 11,9 11,9 0,0 0,0
KFZ-Leasing 9,3 4,9 4,4 0,0
Büro- und Telefonanlagen 22,2 13,1 9,1 0,0
Gesamtbetrag 43,4 29,9 13,5 0,0

5.5 Nachtragsbericht

Am 15. Januar 2025 hat die Gesellschafterversammlung der Technicum GmbH die Änderung des § 5 (Geschäftsjahr) der Satzung beschlossen. Demnach beginnt das Geschäftsjahr mit dem 01. April eines Jahres und endet mit dem 31. März des darauffolgenden Jahres. Für die Zeit vom 01. Januar 2025 bis zum 31. März 2025 wird ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Der entsprechende Eintrag im Handelsregister ist am 24. Januar 2025 erfolgt.

Es sind keine anderen Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Unternehmens führen könnten.

5.6 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt T€ 35,5 (Vorjahr: T€ 34,5) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

5.7 Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die Anteile der Technicum GmbH werden von der Unique Holding GmbH, München, sowie der Unique Beteiligungs-GmbH, München, gehalten. Diese sind Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB und sind damit grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches verpflichtet (kleinster Konsolidierungskreis). Die Gesellschaften nehmen das Wahlrecht zur Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 Nr. 1b ff. i.V.m. § 291 Abs. 2 S.1 Nr.4 ff. HGB in Anspruch. Die Unique Beteiligungs-GmbH sowie die Unique Holding GmbH werden letztendlich in den Konzernabschluss der Recruit Holdings Co., Ltd., Tokio/Japan, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen.

Die Recruit Holdings Co., Ltd., Tokio/Japan, stellt einen Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einen Konzernlagebericht mit Stichtag 31. März 2025 auf (größter und kleinster Konsolidierungskreis) und ist an der Tokyo Stock Exchange unter der ISIN JP3970300004 gelistet. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite (www.recruit-holdings.com) unter Investor Relations einsehbar und wird im Electronic Disclosure for Investors’ NETwork (EDINET) sowie im Unternehmensregister offengelegt. In diesen Konzernabschluss ist die Technicum GmbH eingebunden.

5.8 Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Unique Beteiligungs-GmbH mit Sitz in München abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ist erfasst.

 

München, den 4. Juli 2025

Philipp Geyer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Technicum GmbH, München

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.140,96 0,00 0,00 10.140,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.067,07 29.733,93 3.020,52 46.780,48
Summe Anlagevermögen 30.208,03 29.733,93 3.020,52 56.921,44
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.171,96 1.438,00 0,00 7.609,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.079,07 4.296,93 2.244,52 9.131,48
Summe Anlagevermögen 13.251,03 5.734,93 2.244,52 16.741,44
Buchwerte
Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.531,00 3.969,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.649,00 12.988,00
Summe Anlagevermögen 40.180,00 16.957,00

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 29. September 2025.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Technicum GmbH wurde im Juli 1997 unter dem Namen manus Zeitarbeit Thüringen GmbH gegründet und hatte ihren Sitz in Merkers-Kieselbach. Dieser wurde aufgrund der Ausführung der Gebietsreform am 04.04.2014 in Krayenberggemeinde OT Merkers geändert. Die Gesellschaft wurde mit Eintragung ins Handelsregister vom 19. April 2012 von "Technicum Mitte GmbH" in "Technicum GmbH" umfirmiert. Im September 2013 wurden die Technicum Nord GmbH mit dem Sitz in Oldenburg und die Technicum West GmbH mit Sitz in Essen auf Grund von Verschmelzungsverträgen vom 27.08.2013 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tage mit der Technicum GmbH verschmolzen. Seit 2013 besteht mit der Unique Beteiligungs-GmbH, München/Deutschland mit Sitz in München als herrschender Gesellschaft ein Gewinnabführungsvertrag. Des Weiteren hat die Technicum GmbH mit Gesellschafterversammlung vom 15.01.2025 die Änderung des § 5 (Geschäftsjahr) des Gesellschaftsvertrages beschlossen, um das Geschäftsjahr dem der Konzern-Muttergesellschaft anzugleichen.

Die Technicum GmbH (im Folgenden auch “Gesellschaft”) ist Tochterunternehmen der Unique Holding GmbH, München/Deutschland, und Unique Beteiligungs-GmbH, München/Deutschland. Die Unique Holding GmbH, München, hält 38% der Anteile an der Gesellschaft, während die Beteiligung der Unique Beteiligungs-GmbH, München, 68% beträgt. Die Unique Beteiligungs-GmbH ist wiederum Tochtergesellschaft der RGF Staffing Germany GmbH, München/Deutschland sowie Muttergesellschaft der Unique Holding GmbH, München/Deutschland. Die RGF Staffing Germany GmbH, München/Deutschland wird auf Ebene der RGF Staffing B.V., Almere/Niederlande konsolidiert und schließlich im Konzern der Recruit Holdings Co., Ltd., Tokio/Japan eingebunden. Die Konzernstruktur wird im Folgenden RGF Staffing-Gruppe oder RGF Staffing-Konzern genannt.

Die Geschäftstätigkeit der Technicum GmbH umfasst die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, die nicht der Handwerksordnung unterliegen, die Arbeitnehmerüberlassung vorwiegend von qualifiziertem Fachpersonal im technischen und gewerblichen Bereich und Handwerk, die Arbeitsvermittlung sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird u.a. anhand der Anzahl der eingesetzten Mitarbeiter sowie deren Qualifikation überwacht. Sie sind maßgeblich für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das Statistische Bundesamt teilte in einer Pressemitteilung vom 25. Februar 2025 mit, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2024 mit -0,2% unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Dabei schwankte das Bruttoinlandsprodukt in den ersten 3 Quartalen des Jahres 2024 um die Null-Prozent-Marke, bevor es dann im 4. Quartal 2024 mit -0,2% im Vergleich zum Vorquartal rückläufig war. Am 15. Januar 2025 teilte das Statistische Bundesamt mit, dass im Jahr 2024 konjunkturelle und strukturelle Belastungen eine positive wirtschaftliche Entwicklung behinderten. Hierzu gehörten insbesondere die wachsende Konkurrenz für die deutschen Exporte auf bedeutenden Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein weiterhin hohes Zinsniveau sowie unsichere wirtschaftliche Perspektiven. Dabei zeigten sich das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe mit deutlichen Einbußen, die Dienstleistungsbereiche legten insgesamt zu. Im Jahr 2024 sank die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung um -0,4%. Es traten dabei markante Differenzen zwischen den verschiedenen Wirtschaftsbereichen auf. Im Verarbeitenden Gewerbe wurde ein Rückgang der erwirtschafteten Werte verzeichnet, die Bruttowertschöpfung sank im Vergleich zum Vorjahr deutlich um -3,0%. Insbesondere bedeutende Sektoren wie der Maschinenbau oder die Automobilindustrie produzierten deutlich weniger. Im Jahr 2024 zeigten die Dienstleistungsbereiche eine positive Entwicklung (+0,8%), jedoch war diese uneinheitlich. Die Bruttowertschöpfung im kombinierten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe stagnierte. Der Einzelhandel und die Anbieter von Verkehrsdienstleistungen konnten Zuwächse verzeichnen, während der Kfz- und Großhandel sowie die Gastronomie im Vergleich zum Vorjahr weniger erwirtschafteten. Auch die Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister stagnierte. Im Gegensatz dazu hielt der Wirtschaftsbereich Information und Kommunikation seinen Wachstumskurs mit einem Plus von +2,5% fort. Dies traf auch auf die vom Staat geprägten Wirtschaftsbereiche zu: Auch die Sektoren der Erziehung und des Unterrichts sowie des Gesundheitswesens entwickelten sich weiter, neben der öffentlichen Verwaltung selbst. Die Bruttowertschöpfung dieser Sektoren stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich an (+1,6%). Im Jahr 2024 sank die Investition in Ausstattungen - vor allem Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - noch stärker als die Bauinvestitionen. Im Vergleich zum Vorjahr lagen sie, bereinigt um Preisveränderungen, um -5,5% niedriger. Im Jahr 2024 gingen von den privaten Konsumausgaben lediglich schwache positive Impulse aus. Es gab einen Anstieg um +0,3% unter Berücksichtigung der Preise. Die nachlassende Inflation und Gehaltssteigerungen für zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur teilweise ankurbeln. Die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates erhöhten sich im Jahr 2024 mit +2,6% deutlich stärker als die privaten Konsumausgaben. Der Zuwachs war vor allem durch den erheblichen Anstieg der sozialen Sachleistungen des Staates bedingt. Auch im Außenhandel spiegelte sich die schwierige wirtschaftliche Situation des Jahres 2024 wider. Der Export von Waren und Dienstleistungen reduzierte sich um -0,8%. Als Gründe wurden unter anderem geringere Exporte von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen genannt. Im Gegensatz dazu gab es bei den preisbereinigten Importen einen leichten Anstieg um +0,2% im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund verstärkter Einfuhren von Dienstleistungen.

Im Durchschnitt des Jahres 2024 waren 46,1 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde der Wert des Vorjahres um 72.000 Erwerbstätige (+0,2%) übertroffen und ein neuer Höchststand in der Beschäftigung erreicht. Die Erwerbstätigkeit nahm zwar zu, doch die Dynamik dieses Anstiegs verringerte sich erheblich, und gegen Ende des Jahres 2024 kam sie zum Stillstand. Im Jahr 2024 wurde der Beschäftigungsaufbau ausschließlich in den Dienstleistungssektoren verzeichnet, insbesondere bei Öffentlichen Dienstleistern, in der Erziehung und im Gesundheitswesen. Im produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe ging die Zahl der Erwerbstätigen zurück.

Entwicklung der Branche

Laut der Presseinformation der Lünendonk & Hossenfelder GmbH, Mindelheim, vom 23. Mai 2025 ist der Markt für Arbeitnehmerüberlassung in 2024 zum zweiten Mal in Folge geschrumpft. Während in 2023 die 25 größten Zeitarbeitsunternehmen (Top 25) noch wachsen konnten, litten im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024 auch sie unter der Konjunktur. Die Umsätze der Top 25 gehen im Geschäftsjahr 2024 im Mittel um 4 Prozent zurück. In 2024 konnten nur wenige Zeitarbeitsunternehmen ihre Umsätze steigern oder halten. Insbesondere die gesunkene Nachfrage aus der Industrie sorgt für eine Fortdauer der Rezession. Steigende Arbeitskosten, unter anderem durch höhere Tariflöhne (+3,7 % seit Oktober 2024), belasten die Unternehmen zusätzlich.

Laut einer Studie der Lünendonk & Hossenfelder GmbH aus dem Sommer 2024, entwickeln sich in Süd- und Westdeutschland die Umsätze der Zeitarbeitsunternehmen im Schnitt schwächer als in anderen Regionen. Große Unternehmen sind stärker im Helfersegment tätig (Anteil am Umsatz: 48,1%). Besonders wachstumsstarke Unternehmen überlassen vor allem Industrieservice-Personal (22,1%) und Pflegepersonal (21,8%). Die Top 25 reduzieren den Umsatz beim Handel auf 5,4% und sind vermehrt in der Industrie (60,9%) tätig. Die Top 10 der Zeitarbeitsunternehmen arbeiten eher mit Bestandskunden. Das Bestandskundengeschäft hat nach wie vor zunehmende Bedeutung. Sein Anteil belief sich in 2023 auf 85,6%. Für 2024 erwartet die Gesamtheit der Befragten ein steigendes Neukundengeschäft. Laut der Studie beträgt die durchschnittliche Dauer einer Kundenbeziehung im Zeitverlauf 4,9 Jahre, wobei sich margenstarke Unternehmen durch überdurchschnittlich lange Kundenbeziehung auszeichnen.

Entwicklung der Technicum GmbH

Der Name "Technicum" ist seit 2010 in der deutschen Zeitarbeitsbranche vertreten.

Das Niederlassungsnetz umfasste zum Jahresende 2024 1 Standort.

Im Wesentlichen lässt sich die merkliche Zunahme des Umsatzvolumens und der Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr auf einen signifikanten Anstieg des Volumens an Zeitarbeitnehmenden sowie auf eine substanziell verbesserte Preisanpassung zurückführen.

Im Jahr 2024 wies die monatliche Umsatzentwicklung der Technicum GmbH neben dem zuvor erwähnten Volumenanstieg saisonübliche Umsatzschwankungen auf. Jeder Monat lag klar über dem entsprechenden Monat des Vorjahres.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen neue Büroeinrichtung sowie IT-Geräte.

Personalpolitik

Unser Denken und Handeln dreht sich um die Mitarbeiter. Die Mitarbeiterbindung und die Loyalität zum Unternehmen sollen durch zielgerichtete Personalentwicklungsprogramme gesteigert werden. Das 2007 eingeführte „RGF College“ für neue Mitarbeiter wurde weiterentwickelt und verbessert. Das RGF College war und ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens. Die dynamische Entwicklung des RGF Staffing-Konzerns eröffnet Mitarbeitern weitere berufliche Perspektiven, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Technicum legt weiterhin Wert auf die Aus- und Weiterbildung seiner internen sowie externen Mitarbeiter.

Zur Verhinderung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen werden arbeitsmedizinische Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen durchgeführt. Zudem werden die Mitarbeiter mit der nötigen Sicherheitskleidung für die Arbeitseinsätze ausgestattet. Der Krankenstand der Mitarbeiter betrug im Jahr 2024 7,8% (Vorjahr: 6,6%) der gesamten Arbeitsstunden.

Die Zahl der Zeitarbeiter beträgt im Jahresdurchschnitt 226 (Vorjahr: 155), die des Stammpersonals 10 (Vorjahr: 9). Davon waren 5 Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt.

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Technicum GmbH und die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2024 insgesamt wie folgt entwickelt:

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis.

2. Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Ertragsübersicht:

2024 % vom Umsatz 2023 % vom Umsatz Veränderung in %
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 15.727 100,0 8.666 100,0 7.061 81,5
Sonstige betriebliche Erträge 21 0,1 16 0,2 5 31,3
Gesamtertrag 15.748 100,1 8.682 100,2 7.066 81,4
Personalaufwand 11.846 75,3 6.856 79,1 4.990 72,8
Abschreibungen 6 0,0 5 0,1 1 20,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 953 6,1 735 8,5 218 29,7
Gesamtaufwendungen 12.805 81,4 7.596 87,7 5.209 68,6
Betriebsergebnis 2.943 18,7 1.086 12,5 1.857 171,0
Finanzergebnis 1.070 6,8 830 9,6 240 28,9
Neutrales Ergebnis 42 0,3 60 0,7 -18 -30,0
Ergebnis nach Steuern 4.055 25,8 1.976 22,8 2.079 105,2
Sonstige Steuern -1 -0,0 -1 0,0 0 0,0
Gewinnabführung -4.054 -25,8 -1.975 -22,8 -2.079 105,3
Jahresüberschuss 0 0,0 0 0,0 0 n.V.

Die Umsatzerlöse konnten im Berichtsjahr insbesondere bedingt durch einen deutlichen Anstieg der Zeitarbeitnehmer resultierend aus der besseren Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 15.727 fast verdoppelt werden. Tarifbedingte Preisanpassungen trugen ebenfalls dazu bei. Somit wurde die Prognose für das Jahr 2024 in Höhe von T€ 12.100 übertroffen.

Einen Zuwachs wiesen auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 953 aus. Diese Entwicklung bewirkten im Wesentlichen die höheren sonstigen Personalnebenkosten, Weiterbelastungen sowie Werbe- und Reisekosten.

Eine deutliche Erhöhung resultierte beim Finanzergebnis. Ursächlich dafür waren die Zinserträge aus der täglichen Verzinsung des Cash-Pool-Forderungsbestandes gegen RGF Staffing B.V. sowie aus der Verzinsung des an den Gesellschafter Unique Holding GmbH gewährten Darlehens.

Das neutrale Ergebnis in Höhe von T€ 42 bestand vor allem aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 32 und aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen von T€ 10.

Die margenstarken Geschäfte sowie die Entwicklung des Finanzergebnisses führten in 2024 zu einer Erhöhung des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 4.054 (Vorjahr T€ 1.975). Der geplante Wert mit T€ 1.800 für 2024 wurde dadurch sehr deutlich überschritten.

Der Jahresüberschuss wird auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft Unique Beteiligungs-GmbH, abgeführt.

3. Finanzlage

Zwischen der Technicum GmbH und RGF Staffing B.V. besteht ein “Internal Cash Management Agreement”. Demnach ist die Gesellschaft in das konzerninterne Cash-Pooling eingebunden. Die notwendigen Finanzmittel werden der Gesellschaft bei Bedarf dadurch zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus hält die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 28.775.

Ziel ist es, dass die Gesellschaft innerhalb des Konzernverbundes mit positiven Cash-Flow-Überschüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit zum Wachstum der RGF Staffing-Gruppe beiträgt.

4. Vermögenslage

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
T€ in % T€ in % T€ in %
Anlagevermögen 40 0,1 17 0,1 23 135,3
Sonstige Aktiva 32.141 99,9 29.267 99,9 2.874 9,8
Aktiva 32.181 199,9 29.284 100,0 2.897 9,9
Eigenkapital 26.000 80,8 26.000 88,8 0 0,0
Kurzfristiges Fremdkapital 6.181 19,2 3.284 11,2 2.897 88,2
Passiva 32.181 100,0 29.284 100,0 2.897 9,9

Die Bilanzsumme der Technicum GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 32.181. Sie vermehrte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 29.284) um 9,9%.

Die sonstigen Aktiva beinhalteten vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 28.775 (Vorjahr: T€ 27.284), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.068 (Vorjahr: T€ 1.672) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 288 (Vorjahr: T€ 303). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus der erstmaligen Darlehensforderung gegen die Unique Holding GmbH, München (T€ 21.888). Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen aus dem Cash-Pooling (T€ 20.364). Die deutliche Umsatzsteigerung bewirkte den höheren Stand der offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum größten Teil mittels einer Warenkreditversicherung abgesichert.

Die kurzfristigen Finanzierungsmittel bestanden vor allem aus sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 638 (Vorjahr: T€ 442), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.492 (Vorjahr: T€ 2.163) sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.033 (Vorjahr: T€ 666).

Die höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der Unique Beteiligungs-GmbH (+T€ 2.078) sowie aus Umsatzsteuerverpflichtungen gegenüber der RGF Staffing Germany GmbH, München (+T€ 186). Insbesondere die höheren Lohnverbindlichkeiten (+T€ 224) sowie die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (+T€ 106) trugen zur Vermehrung der sonstigen Verbindlichkeiten bei.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Jahr 2024 endete mit einem Ergebnis in Höhe von T€ 4.054 und verzeichnete zum Vorjahr eine signifikante Verbesserung. Aus Sicht der Geschäftsführung verlief das Berichtsjahr durchaus zufriedenstellend, zumal die im Vorjahr erstellte Prognose überschritten wurde.

C. Risikobericht

Risikomanagement

Um bestehende und zukünftige Erfolgspotentiale gezielt zu sichern, ist ein Risikomanagement notwendig. Bei der Technicum GmbH wird dies im Rahmen des Konzernrisikomanagements der RGF Staffing-Gruppe durchgeführt. Es gehört zu einer auf Shareholder Value orientierten Unternehmensführung. Die kontrollierte Handhabung von Risiken sichert die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe und ermöglicht es dem Konzernmanagement, nachteilige Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls gegenzusteuern.

Die Konzern-Innenrevision wird seitens eines separaten Bereiches innerhalb der Abteilung Qualitätsmanagement wahrgenommen.

In der RGF Staffing-Gruppe existiert ein umfangreiches Steuerungsinstrumentarium, das tägliche Umsatzmeldungen und -analysen, kurzfristig erstellte monatliche Erfolgsrechnungen sowie punktuelle Kostenanalysen umfasst. Diese werden im Rahmen des eingerichteten Management-Informations-Systems (MIS) der Geschäfts- und Vertriebsleitung regelmäßig zur Verfügung gestellt, um die in der strategischen Planung festgelegten Ziele zu überwachen.

Ergänzend werden detaillierte Planungen in den Bereichen Umsatz, Investitionen, Finanzströme und Standortentwicklung auf Mehrjahres-Basis erstellt.

Chancen

In vielen Betrieben werden Mitarbeiter aus der Zeitarbeit benötigt, da diese eine flexiblere Reaktion auf stärkere Auftragsschwankungen ermöglicht.

Durch die Integration in den RGF Staffing-Konzern stehen allen deutschen operativen Gesellschaften Erfahrungen, Kundenkontakte und erfolgreiche Projekte im KMU-Segment zur Verfügung. Die Unternehmen stehen noch immer vor der Herausforderung, den Geschäftsmix zu optimieren.

Das Bekanntheitsniveau der Marke „Technicum“ wird durch zielgerichtete PR-Aktivitäten weiter gesteigert. Die Marke „Technicum“ wird auch durch die Expansion des RGF Staffing-Konzerns im deutschen Zeitarbeitsmarkt weiter gestärkt. Ein höherer Bekanntheitsgrad und die Marktposition des gesamten RGF Staffing-Konzerns unter den Top 10 der Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland können Vertriebsvorteile generieren.

Das "Shared Service Center" der RGF Staffing Germany GmbH in München fungiert als zentraler Dienstleister für die operativen Gesellschaften, darunter die Technicum GmbH. Durch die Integration und den Anschluss weiterer operativer Gesellschaften des Konzerns können hier weitere Skaleneffekte entstehen und zur Entlastung der beteiligten Unternehmen beitragen.

Als Konzernunternehmen sind wir naturgemäß in starkem Maße von den Weisungen und der Strategie des Konzerns abhängig.

Risiken

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen der Gesellschaft führen können, wohingegen Chancen zu möglicherweise positiven Abweichungen führen.

Im Folgenden werden die Risiken des Unternehmens nach abnehmender Bedeutung dargestellt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden wie folgt definiert:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5% Gering
>= 5% und <50% Mittel
>= 50% Hoch

Die deutsche Wirtschaft wird durch den Krieg in der Ukraine erheblich belastet. Wie im Vorjahr ist die ökonomische Entwicklung maßgeblich von den Folgen der Energiepreiskrise und einer ausgeprägten Schwäche der globalen Wirtschaft beeinflusst worden. Beide negativen Effekte werden auch deutlich durch den russischen Angriffskrieg beeinflusst. Trotz der Annahme der Bundesregierung, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2025 mit +0,3% sehr gering sein wird, besteht aufgrund der Vielzahl von unvorhersehbaren globalwirtschaftlichen Entwicklungen ein Risiko für eine Rezession in Deutschland. Eine Rezession würde vermutlich auch einen Rückgang der Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern bei der Technicum GmbH zur Folge haben. Das hätte dann wahrscheinlich auch negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Technicum GmbH. Derzeit scheint jedoch die gute Auftragslage bei der Technicum GmbH diesen Effekt noch einigermaßen abfedern zu können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko für eine Rezession können jedoch als hoch bewertet werten.

Auch stellt die derzeitige US-amerikanische Zollpolitik und die damit möglicherweise verbundenen negativen Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft ein nicht unerhebliches Risiko dar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko selbst kann als hoch bewertet werten.

Es besteht weiterhin die Gefahr, dass die Angestellten der Technicum GmbH, auch aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen, häufiger in feste Anstellungen bei ihren Kunden wechseln. Risiken ergeben sich aus der Fortentwicklung des Steuer- und Zivilrechts, vor allem des Arbeitsrechts, durch gesetzgeberische Maßnahmen sowie durch gerichtliche Entscheidungen. Wir erkennen auch Risiken in der zunehmend komplexer werdenden Informationstechnologie und der daraus resultierenden Abhängigkeit des Unternehmens von der IT. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens und die Risiken können jedoch als gering angesehen werden.

Ein zusätzliches Risiko ergibt sich daraus, dass es nicht immer möglich ist, Tariferhöhungen in vollem Umfang an die Kunden weiterzugeben. Dies kann dazu führen, dass die prozentuale Marge der Technicum GmbH abnimmt. Wir gehen jedoch davon aus, dass dies langfristig zu einer Verbesserung des Images der Zeitarbeit in Deutschland führen wird, was wiederum zu einem deutlichen Wachstum und einer höheren Akzeptanz der Zeitarbeitsbranche beitragen wird.

D. Prognosebericht

Laut einer Blitzumfrage von Lünendonk & Hossenfelder aus dem Dezember 2024 gehen nur noch 14% der Zeitarbeitsunternehmen von einer Marktverkleinerung bezogen auf den Umsatz, 27% von einer Stagnation und 59% von einem Wachstum für das Jahr 2025 aus. In der Presseinformation der Lünendonk & Hossenfelder GmbH vom 23. Mai 2025 planen die TOP 25 ein Umsatzwachstum von 3% für 2025. Es ist davon auszugehen, dass das erwartete Marktwachstum nur erreicht werden kann, insofern sich der Ukraine-Krieg, sowie die handels- und sonstigen weltpolitischen Spannungen nicht weiter deutlich verschärfen.

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch:

Die seit geraumer Zeit andauernden Kriegshandlungen in der Ukraine haben ungünstige Auswirkungen auf Inflation und Energiekosten in Europa. Auch die derzeitige Zollpolitik der USA hat negative Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Dies hat zur Folge, dass auch die Aufwendungen der Technicum GmbH steigen. Da derzeit nicht abzusehen ist, wie sich sowohl der Krieg in der Ukraine wie auch die US-amerikanische Zollpolitik entwickeln wird und welche weiteren negativen Folgen auftreten könnten, werden diese möglichen Auswirkungen in der folgenden Prognose nicht berücksichtigt: Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die bislang positive Geschäftsentwicklung der Technicum GmbH fortsetzen wird, da die Nachfrage nach Zeitarbeitskräften aufgrund des positiven Einflusses des Fachkräftemangels in Deutschland auf den Zeitarbeitsmarkt weiter steigt. Die in den vergangenen Jahren beschlossenen Kostensenkungsmaßnahmen innerhalb der operativen Organisationen werden im Jahr 2025 zumindest teilweise die aktuellen und künftigen negativen Auswirkungen abmildern.

Zusätzlich zu den bestehenden Großkunden, die eine wesentliche Grundlage für das in den kommenden Jahren geplante profitable Wachstum darstellen und angestrebte Skaleneffekte fördern, werden die operativen Gesellschaften auch das rentable KMU-Segment weiterentwickeln. Die Geschäftsstrategie wird standortspezifisch angepasst und umgesetzt.

Da die Technicum GmbH mit Gesellschafterversammlung vom 15.01.2025 die Änderung des § 5 (Geschäftsjahr) des Gesellschaftsvertrages beschlossen hat, werden für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2025 bis 31.03.2025 tatsächliche Zahlen und für das Geschäftsjahr vom 01.04.2025 bis 31.03.2026 eine Umsatz- und Ergebnisprognose bekannt gegeben.

Die anhaltenden Herausforderungen auf globaler Ebene und die ökonomische Situation in Deutschland scheinen sich zu verschlechtern. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2025 bis 31.03.2025 konnte trotz dieses Umstandes ein Umsatzvolumen im Vergleich zum Jahr 2024 von mehr als T€ 4.300 realisiert werden. Die Geschäftsführung meldet deshalb für den gleichen Zeitraum einen Jahresüberschuss vor Abführung in Höhe von etwa T€ 940.

Für das anschließende Wirtschaftsjahr, ab 01.04.2025 bis 31.03.2026, wird weiterhin mit einer positiven Ergebnisentwicklung gerechnet. Es wird ein Umsatzvolumen zwischen T€ 15.500 und T€ 17.000 bzw. ein Jahresüberschuss zwischen T€ 4.000 und T€ 5.000 erwartet.

 

München, den 4. Juli 2025

Philipp Geyer, Geschäftsführer

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