Sopra Financial Technology GmbH

Frankenstraße 146, 90461 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 36492
Eingetragen
21.6.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
- der Vertrieb und die Bereitstellung von integrierten Software- und Hardwarelösungen zur Daten- und Informationsverarbeitung und für Kommunikationsnetzwerke sowie deren Wartung und Support; - die Erbringung von umfassenden Dienstund Serviceleistungen auf dem Gebiet der Kommunikations- und Informationstechnologie (IT) einschließlich der Schaffung der organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die Daten- und Informationsverarbeitung sowie für Kommunikationsnetzwerke in betreuten Unternehmen und die Übernahme von (ITnahen) Geschäftsprozessen; - die Erstellung von kundenorientierten Problemlösungen im Rahmen von Systemintegrationsprojekten; - die Erbringung von Software-Entwicklungsleistungen, einschließlich der Erstellung, Beschaffung, Überlassung und Wartung von Software für die Daten- und Informationsverarbeitung sowie von Software für Kommunikationsnetzwerke; sowie - die Durchführung organisatorischer, fachlicher, technologischer Beratung für Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche für alle mit dieser Ziffer in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Geschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marcel Vorbeck
seit 20.9.2023
Prokura
Dieter Reichenbach
seit 20.9.2023
Prokura
Anke Mooren
seit 22.8.2019
Prokura
Marion Renate Bank
seit 7.8.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sparda-Bank West eG
Germany
8.060 €
27.23%
Sparda-Bank Baden-Württemberg eG
Germany
7.260 €
24.53%
Sparda-Bank München eingetragene Genossenschaft
Germany
4.400 €
14.86%
Sparda-Bank Hessen eG
Germany
3.900 €
13.18%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sopra Financial Technology GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Sopra Financial Technology GmbH, Nürnberg (nachfolgend kurz: SFT GmbH), ist beim Amtsgericht Nürnberg unter der Handelsregisternummer HRB 36492 eingetragen.

Die SFT GmbH entstand aus der Verschmelzung der Blitz-18-609 GmbH (Vorratsgesellschaft) als übernehmender Rechtsträger und der Sparda-Datenverarbeitung eG, Nürnberg, ehemals eingetragen im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer 271 (nachfolgend kurz: SDV-IT eG) als übertragender Rechtsträger. Die Verschmelzung erfolgte zu gemeinen Werten mit steuerlicher Wirkung zum 31. Dezember 2018. Am 2. August 2019 wurde die Verschmelzung mit Eintragung ins Handelsregister der übertragenden Gesellschaft wirksam.

Die SFT GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gliederungsschema gemäß §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Einzelne Trivialprogramme wurden als geringwertige Vermögensgegenstände voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (linear).

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Jahre
- Software 3-8
- Grundstücke und Gebäude 15 - 33
- Technische Anlagen 3-19
- Andere Anlagen 3-15

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Im Falle voraussichtlicher dauernder Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Unfertige Leistungen wurden in Folge ausgewiesen und zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten alle notwendigen Einzel- und Gemeinkosten, die zur Leistungserstellung notwendig sind. Zinsen für Fremdkapital oder angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht miteinbezogen. Es handelt sich um Entwicklungen aus Kundenaufträgen, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen waren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet.

Die Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem laufzeitadäquaten Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren berechnet. Hierbei wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) und eines Rententrends von 2,0 % mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2023. Der prognostizierte Zinssatz betrug 1,75 %. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 191. Dieser Unterschiedsbetrag ist mit einer gesetzlichen Ausschüttungssperre belegt gem. § 253 Abs. 6 HGB.

Bei Altersvorsorgeverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, welche die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrugen TEUR 2.650. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 3.233 wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine nach Saldierung mit den Steuerentlastungen verbleibende Steuerbelastung in der Bilanz im Posten Passive latente Steuern ausgewiesen. Im Falle einer in der Gesamtbetrachtung sich ergebenden Steuerentlastung wird auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den nachstehenden Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen die Gesellschafter sind. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus dem Financial Engineering in Höhe von TEUR 15.187 enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 31.239 50.446
- gegen verbundene Unternehmen (Cash-Pooling-Forderung gegen die Gesellschafterin) 103.171 16.049

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.138 (Vorjahr: TEUR 2.868) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr am Bilanzstichtag TEUR 22.940 und ist in voller Höhe eingezahlt.

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 32.153 (Vorjahr: TEUR 45.138) sind insbesondere enthalten:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
- Ausstehende Rechnungen 15.711 25.749
- Gewährleistungsrückstellungen 4.341 3.446
- Rückbauverpflichtung 2.643 2.780
- Jubiläumsrückstellungen 1.949 2.177
- Altersteilzeit 1.226 637
- Urlaubs-/Gleitzeitrückstellungen 1.045 1.526
- Rückstellungen für variable Vergütung 2.012 1.932

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 126.664 (Vorjahr: TEUR 58.218) haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich in Deutschland realisiert und setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
lfd. Betrieb Rechenzentrum 144.702 132.620
Projekte, Entwicklungen, Demigration 9.748 19.641
Sonstige Dienstleistungen 2.737 17.529
157.187 169.790

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 8.092 (Vorjahr: TEUR 1.964) sind im Wesentlichen folgende Posten enthalten:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
- Auflösung von Rückstellungen 3.862 1.266
- Buchgewinn Anlagenabgang 4.051 25

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.691 (Vorjahr: TEUR 11.737) sind im Wesentlichen folgende Posten enthalten:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
- Exit-Vereinbarung mit T-Systems 7.000 -
- Mieten Gebäude 3.025 2.802
- Garantieleistungen/Zuführung Drohverluste 2.528 2.741
- Mietnebenkosten 933 1.299
- Wirtschaftsprüfung/Steuer- und Rechtsberatung 678 3.649
- Trainingskosten 391 424
- Post/Telefon/Internet 617 200
- Strom 150 265
- Wertberichtigungen auf Forderungen - 370

D. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung (Vor- und Zuname)

Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen:

Tobias Unger

Christian Pfeiffer (seit 1. Januar 2023)

Die berufliche Tätigkeit der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung. Von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt TEUR 125 und wurde ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen erbracht. Für die Steuerberatung betrug das Honorar in 2023 TEUR 67.

Angaben zu Mitarbeiterzahlen

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Kaufmännische Mitarbeiter 403 (Vorjahr: 405)

Außerdem wurden durchschnittlich 7 (Vorjahr: 8) Auszubildende beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

über 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR
- Mietverpflichtungen 28.088 14.384

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt, die nicht bereits im Abschluss berücksichtigt wären.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.272 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Sopra Financial Technology GmbH, Nürnberg, ist eine Tochtergesellschaft der Sopra Steria Group S.A., Annecy, Frankreich. In den von der Sopra Steria Group S.A., Annecy, Frankreich, erstellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht (kleinster und größter Konsolidierungskreis) wird die SFT GmbH einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind auf der Internetseite der Muttergesellschaft einsehbar.

Nachtragsbericht

./.

 

Nürnberg, den 30. April 2024

Sopra Financial Technology GmbH

Die Geschäftsführung:

Tobias Unger

Christian Pfeiffer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Sopra Financial Technology GmbH ("Gesellschaft" oder "SFT GmbH") ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Sopra Steria Gruppe und sieben Sparda-Banken und erbringt IT-Dienstleistungen für diese sieben Sparda-Banken und deren Tochtergesellschaften.

Das Unternehmen vertreibt und erbringt sämtliche Datenverarbeitungsdienstleistungen einschließlich der damit verbundenen organisatorischen und technischen Beratung und Betreuung dieser Banken. Durch Virtualisierung und Automatisierung steigert die SFT GmbH die Effizienz ihrer Kunden.

Die Gesellschaft bietet im Wesentlichen folgende Produkte und Lösungen an:

Kernbankensystem als leistungsstarke Grundlage im Bankengeschäft

Zahlungsverkehrsservices für optimale Geschäftsabläufe und zufriedene Kunden

Vertriebslösungen für die effiziente Kundenbetreuung

Lösungen für die Abwicklung von Baufinanzierungsgeschäften

Im Jahr 2023 wurde entschieden, die Zusammenarbeit mit den Sparda-Banken aufzulösen und per Ende 2025 alle sieben Banken zu einem anderen Anbieter von Bankenlösungen zu demigrieren ("Demigrationsvereinbarung"). Die SFT GmbH orientiert sich in diesem Zusammenhang neu und hat deshalb eine neue Strategie entwickelt, welche darauf beruht, sich innerhalb der Sopra Steria Gruppe als Operations Center für Finanzdienstleister zu etablieren und interne sowie externe Neukunden zu akquirieren.

Ebenfalls wurde eine Zusatzvereinbarung mit T-Systems abgeschlossen, um den Vertrag zu restrukturieren und eine vorzeitige Auflösung dessen herbeizuwirken ("Exit-Vereinbarung").

2. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in 2023 in Deutschland ins Stocken. Hohe Preise haben auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur gedämpft. So war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Hinzu führten ungünstige Finanzierungsbedingungen infolge steigender Zinsen zu einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, ist insgesamt deutlich zurückgegangen. Das verarbeitende Gewerbe war ebenfalls im Minus gewesen (-0,4%). In den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie sanken Produktion und Wertschöpfung erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagierte.

Im Baugewerbe spielen neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen eine große Rolle.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und haben die Wirtschaft im Jahr 2023 gestützt. Der Anstieg ist jedoch insgesamt schwächer ausgefallen als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Der private Konsum sank infolge hoher Verbraucherpreise im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab.

2. Branchenentwicklung

Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite deutscher Banken lag in 2023 mit rd. 5% leicht über dem Vorjahr, jedoch unter dem europäischen Durchschnitt.

Die Banken profitierten weiterhin von steigenden Zinsen.

Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit, sinkenden Zinsmargen und neuen Wettbewerbern müssen die Banken weiterhin in die Entwicklung innovativer Strategien und in die Digitalisierung investieren, um erfolgreich zu sein bzw. zu bleiben.

Die zunehmende Bedeutung außerbilanzieller Finanzierungs- und Anlageinstrumente, wie z. B. die Umschichtung von Bankeinlagen in Geldmarktfonds, direkte Finanzierungen von Pensionsfonds oder das starke Wachstum von Private Equity zu kontinuierlichen Veränderungen, stellt die Institute vor Herausforderungen.

1 Quellen: destatis.de, McKinsey company

Parallel dazu findet eine Verschiebung der Markanteile bei Transaktionen von den klassischen Banken hin zu neuen Anbietern wie z. B. Payment-Spezialisten, Brokern, eigenständigen Wealth und Asset Managern oder Fintechs statt.

Auch im Kapitalmarktgeschäft verdrängen spezialisierte Investmentbanken und Broker bei verschiedenen Produkten klassische Banken.

Ferner setzen sich im Wealth und Asset Management unabhängige Anbieter, die sich nicht im Besitz einer Bank oder eines Versicherers befinden, immer stärker durch.

Diese Verschiebungen in der Finanzindustrie erfordern von den klassischen Banken eine Strategie, wie sie langfristig profitabel wachsen können. Innovationen werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Dazu gehören die Nutzung von künstlicher Intelligenz sowohl in neuen Produkt- und Serviceangeboten als auch für deutliche Effizienzsteigerungen, die Flexibilisierung der Bilanz sowie die Entwicklung von Partnerschaften und auch strategische Portfolioentscheidungen mit einer Verlagerung von Ressourcen und aktivem M&A in Zukunftsfeldern.

3. Geschäftsverlauf der SFT GmbH

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei EUR 7,2 Mio. (Vorjahr: EUR -15,2 Mio.). Der Anstieg ist bedingt durch verschiedene, zum Teil gegenlaufende Veränderungen, und werden im Detail in der Ertragslage unter Absatz C.2 erläutert.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden EUR 4,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) investiert. Die Investitionen betrafen Ersatzbeschaffungen für das Rechenzentrum, wesentlich hierbei eine Datenbanklizenz mit EUR 2,0 Mio. und Hardware-Komponenten in Höhe von EUR 2,1 Mio.

Finanzierungsmaßnahmen

Die SFT GmbH ist seit Ende 2019 in das Cash-Pooling der Sopra Steria Group S.A. mit Sitz in Annecy, Frankreich, integriert, wodurch die Gesellschaft unabhängig von externen Kapitalgebern ist.

Zu den in 2022 gewährten Gesellschafterdarlehen (Vorjahr: EUR 43,9 Mio.) wurde die Kreditlinie der Sopra Steria von EUR 35,0 Mio. um weitere EUR 85,0 Mio. auf EUR 120 Mio. aufgestockt. Von diesen Darlehen sind zum Stichtag EUR 43,9 Mio. abgerufen.

Aufgrund dieser Finanzierungsmaßnahmen sowie den vertraglich vereinbarten Vorauszahlungen der Kunden war die Liquidität der SFT GmbH jederzeit sichergestellt.

Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 410 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 413). Die Gesellschaft investiert bedarfsgerecht in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

C. Darstellung der Lage

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird über das EBIT gesteuert. Das EBIT berechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern und Finanzergebnis.

Das EBIT beläuft sich auf EUR 7,2 Mio. (Vorjahr: EUR -15,2 Mio.).

2. Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 157.187 169.790
Personalaufwand 37.672 37.160
Abschreibungen 10.156 9.123
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.691 11.737
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 7.272 -14.912

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 ist maßgeblich durch folgende Einflüsse geprägt:

Rückgang der Umsatzerlöse um EUR 12,6 Mio. im Wesentlichen durch den Abbau des Financial Engineerings

Anstieg der Bestandsveränderungen um EUR 8,5 Mio.

Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 5,0 Mio., welcher in Höhe von EUR 7,0 Mio. durch den Abschluss der Exit-Vereinbarung mit T-Systems beeinflusst ist

Die Umsatzerlöse sanken von EUR 169,8 Mio. um EUR 12,6 Mio. auf EUR 157,2 Mio.

Mit Abschluss der Demigrationsvereinbarung zwischen den Sparda-Banken und der SFT GmbH wurden die Entgelte neu festgelegt und das Financial Engineering über die Laufzeit der Demigrationsvereinbarung verteilt, so dass ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr nur bedingt möglich ist:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Ifd. Betrieb Festpreis Rechenzentrum 144.702 132.620
Projekte, Entwicklungen, Demigration 9.748 19.641
Sonstige Dienstleistungen 2.737 17.529
157.187 169.790

Der Rückgang der Umsätze bei den Projekten beruht in erster Linie auf einem geringeren Projektauftragsvolumen in 2023 und einem Rückgang an Projektfertigstellungen. Die beauftragten Demigrationsleistungen werden erst in 2024 bzw. 2025 erbracht und dann im Umsatz realisiert. Aufgrund der Neuvertragsgestaltung wurde auch das Financial Engineering angepasst, so dass hier keine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr gegeben ist. Umsätze im Umfang von EUR 14,0 Mio., welche im Vorjahr inhaltlich unter den sonstigen Dienstleistungen erfasst bzw. ausgewiesen wurden, sind im neuen Vertragswerk unter dem lfd. Betrieb im Festpreis vereinbart.

Unter den Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen mit EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR -6,6 Mio.) sind Bestandsabgänge in Höhe von EUR 4,4 Mio. und Bestandszugänge von EUR 6,3 Mio. enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von EUR 2,0 Mio. um EUR 6,1 Mio. auf EUR 8,1 Mio. Diese Entwicklung ist geprägt durch einen Anstieg in Höhe von EUR 3,9 Mio. von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie einem Anstieg des Buchgewinns aus Anlagenabgängen mit EUR 4,1 Mio. infolge des Verkaufs des Rechenzentrums Dagmarstraße.

Der Materialaufwand beträgt EUR 95,4 Mio. (Vorjahr: EUR 122,4 Mio.). Der Rückgang von EUR 27,0 Mio. beruht neben dem Rückgang der Leistung insbesondere auf der Beendigung des IT-Transformationsprojekts.

Die Personalaufwendungen stiegen um EUR 0,5 Mio. auf EUR 37,7 Mio. (Vorjahr: EUR 37,2 Mio.). Der durchschnittliche Personalbestand im Berichtsjahr lag im Berichtsjahr bei 410 (Vorjahr: 413 Mitarbeiter). Diese Entwicklung ist mit EUR 2,5 Mio. beeinflusst durch Zusatzkosten zur Sicherstellung der Betriebsstabilität, sowie durch einen leichten Rückgang des Personalstandes als gegenläufigen Effekt.

Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 10,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,1 Mio.), der Anstieg ist zum einem auf Sonderabschreibungen insbesondere bei Software-Lizenzen in Höhe von EUR 3,2 Mio. aufgrund des Wechsels der Sparda-Banken zu einem anderen IT-Dienstleister zurückzuführen. Demgegenüber steht ein insgesamt niedrigerer Anlagenbestand, welches zu einem Rückgang der planmäßigen Abschreibung um ca. EUR 2,0 Mio. führt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr EUR 16,7 Mio. (Vorjahr: EUR 11,7 Mio.). Der Anstieg mit EUR 5,0 Mio. ist auf die Exit-Vereinbarung mit T- Systems in Höhe von EUR 7,0 Mio. zurückzuführen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen im Berichtsjahr EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) aufgrund des hohen durchschnittlichen Cash-Pool-Bestandes.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen stiegen von EUR 0,4 Mio. um EUR 2,0 Mio. auf EUR 2,4 Mio. infolge höherer Darlehenszinsen.

Zusammengefasst war die Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2023 durch den Abschluss der Demigrationsvereinbarung deutlich besser als erwartet. Die Planbarkeit der Erträge wurde durch den Abschluss der Vereinbarung erhöht. Durch die Demigration der Sparda-Banken werden bis 2026 jedoch 100% der heutigen Erträge der SFT GmbH wegfallen, weshalb die Geschäftsführung verschiedene Restrukturierungs- und Neuorientierungsmaßnahmen getroffen hat.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg von EUR 123,2 Mio. um EUR 62,8 Mio. (50,9 %) auf EUR 186,0 Mio.

Aktiva

Das Anlagevermögen sank im Vergleich zum Vorjahr von EUR 28,7 Mio. um EUR 6,7 Mio. auf EUR 22,0 Mio. Den Abschreibungen in Höhe von EUR 10,2 Mio. stehen Anlagenzugänge in Höhe von EUR 4,7 Mio. gegenüber.

Das Vorratsvermögen beträgt EUR 19,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,7 Mio.). Der Anstieg ist auf einen Aufbau unfertiger Leistungen aus Projekten in Höhe von EUR 6,3 Mio. und einen Abbau in Höhe von EUR 4,4 Mio. EUR aus Fertigstellungen zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 31,2 Mio. (Vorjahr: EUR 50,4 Mio.) um EUR 19,2 Mio. gesunken. Diese Entwicklung beruht im Wesentlichen auf dem Abbau nicht fakturierter Leistungen an Kunden (infolge des vereinbarten Financial Engineerings) in Höhe von 19,3 Mio. EUR .

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen EUR 104,3 Mio. (Vorjahr: EUR 16,1 Mio.) und betreffen bis auf einen Betrag von EUR 1,1 Mio. (aufgelaufene Zinsforderungen) den Cash-Poolingbestand bei der Sopra Steria Group. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Darlehensauszahlungen und den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken von EUR 2,9 Mio. um EUR 1,8 Mio. auf EUR 1,1 Mio. Diese Entwicklung ist vorwiegend mit EUR 1,2 Mio. auf der Begleichung einer Umsatzsteuerforderung zurückzuführen.

Passiva

Zum Stichtag weist die SFT GmbH ein Eigenkapital in Höhe von EUR 14,3 Mio. (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.) aus. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf EUR 7,3 Mio. (Vorjahr Jahresfehlbetrag: EUR -14,9 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 7,7%.

Die Rückstellungen sanken von EUR 57,9 Mio. um EUR 12,9 Mio. auf EUR 45,0 Mio. Die sonstigen Rückstellungen sanken um EUR 13,0 Mio., welches mit EUR 10,0 Mio. auf geringere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen infolge von zeit-/periodengerechteren Rechnungseingängen zurückzuführen ist.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen zum Stichtag EUR 78,6 Mio. (Vorjahr: EUR 31,6 Mio.) und sind aufgrund der vertraglichen Neugestaltung bzw. durch die Demigrationsvereinbarung gestiegen. Sie betreffen Vorauszahlungen für zu erbringende Services sowie Anzahlungen für noch fertig zu stellende Projektleistungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von EUR 8,9 Mio. auf EUR 1,1 Mio., was in erster Linie auf den periodengerechteren und zeitnahen Rechnungseingang zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Berichtsjahr EUR 36,2 Mio (Vorjahr: EUR 11,4 Mio.). In diesen sind mit EUR 35,0 Mio. Darlehen sowie mit 1,3 Mio. EUR aufgelaufene Darlehenszinsen enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) sind die gewährten Darlehen von 5 Sparda-Gesellschaftern ausgewiesen.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet und die zusätzlichen Mittel der Gesellschafter haben die Bilanz und die Finanzierung der SFT GmbH gestärkt.

4. Finanzlage

Liquidität

In Bezug auf die Liquidität ist es das Ziel des Finanzmanagements, jederzeit die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr EUR 63,6 Mio.

Am Bilanzstichtag standen der Gesellschaft liquide Mittel aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 103,2 Mio. (Vorjahr: EUR 16,0 Mio.) zur Verfügung. Seit Dezember 2019 gehört die SFT GmbH dem Cash-Pooling der Sopra Steria Group S.A., mit Sitz in Annecy, Frankreich, an.

Zur Stärkung der Finanzposition wurden der Gesellschaft im Berichtsjahr Kreditlinien im Umfang von EUR 128,9 Mio. gewährt.

Die Finanz- und Liquiditätslage ist geordnet und die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Geschäftsverlauf und die Lage der SFT GmbH geregelt und bis 2026 gesichert ist. Durch die Anpassung des IT- Rahmenvertrages bzw. den Abschluss der Demigrationsvereinbarung ergeben sich signifikant höhere Erträge für die SFT GmbH für die Jahre 2023, 2024, 2025. Zusätzlich wurden weitere finanzielle Mittel seitens der Sopra Steria Gruppe vereinbart.

Die höheren Erträge sowie das zusätzliche Darlehen sind aus Sicht der Geschäftsführung ausreichend, um das Unternehmen bis 2025 fortzuführen und die Demigrationen der Sparda- Banken erfolgreich umzusetzen.

Auf Gesellschafterebene besteht die Absicht, dass die Sopra Steria Gruppe die Anteile der Sparda-Banken nach Abschluss der Demigrationen übernimmt. Im Jahr 2023 hat die Geschäftsführung eine neue Strategie der SFT GmbH für eine Zukunft als vollwertige Tochter der Sopra Steria Gruppe erarbeitet. Die Umsetzung der neuen Strategie wird die SFT GmbH in den nächsten Jahren stark fordern.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Risikomanagement

Das Risikomanagement der SFT GmbH definiert im Rahmen seiner Zuständigkeit organisatorische Regelungen und Maßnahmen zur Prognose, Bewertung und Steuerung zukünftiger Ereignisse sowie zur Berichterstattung sämtlicher Risiken im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit der SFT GmbH.

Die Prozesse erstrecken sich von der Risikoidentifikation und Bewertung bis hin zur Risikoüberwachung in den Risikokategorien gemäß COSO II (strategische, operationelle, finanzielle und Compliance Risiken).

Alle auf das Unternehmen wirkenden Risiken werden in einem zentralen Risikoregister dokumentiert und bewertet.

Die Aufgabe des Risikomanagements ist es, das Unternehmen zu befähigen, ein optimales Verhältnis von Chancen und Risiken zu schaffen sowie eine transparente, proaktive Risikobehandlung und die planvolle Nutzung von Chancen zu gewährleisten.

Durch das operative Risikomanagement werden Entscheidungs- und Planungssicherheit im Rahmen von risikobehafteten Geschäftsvorgängen gewährleistet.

Die Einrichtung des Risikomanagements erfolgte u.a. vor dem Hintergrund der Anforderungen des § 43 Abs. 1 GmbHG i.V.m. der Ausstrahlungswirkung des § 91 Abs. 2 und Abs. 3 AktG und den vertraglichen Anforderungen, die sich aus dem Geschäftsmodell der SFT GmbH als IT-Dienstleister für Banken ergeben. Inhalt und Umfang der letzteren Verpflichtung wurde neben anderen Themen im Rahmen eines Projektes im Jahr 2023 geprüft. Die Verbesserungspotenziale werden stets an die zuständigen Fachbereiche adressiert und in monatlichen Sitzungen bewertet und dokumentiert.

Zusätzlich wurde im Berichtsjahr vom zuständigen Fachbereich ein Projekt zur Ablösung der bestehenden IDV-Anwendung (Individualen Daten Verarbeitung) gestartet und ein PoC (Proof of Concept) durchgeführt.

Viele Risiken der SFT GmbH sind, für einen IT-Dienstleister im Bankenumfeld, branchenüblich im Umfeld der Informationssicherheit, der operationellen IT-/Unternehmensfortführung und der vertragsgemäßen Servicekontinuität angesiedelt.

Die wesentlichen Risiken im Jahr 2023 bestanden in folgenden Themen:

Corona-Virus

Die Corona-Pandemie wurde in Deutschland offiziell im April 2023 für aufgehoben erklärt. Auswirkungen waren im Jahr 2023 als kaum spürbar zu klassifizieren und aus Risiko- sowie Business-Continuity-Sicht zu bewerkstelligen. Auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage waren keine negativen Einflüsse erkennbar.

Krieg in der Ukraine

Die Auswirkungen der Kriegssituation in der Ukraine sind bis zum aktuellen Zeitpunkt im Projektgeschäft kaum spürbar. Im Betrieb sind auf Auswirkungen im Hinblick auf die Verteuerungen von Services und Leistungen sowie für erhöhte Aufwendungen zur Abwehr von Cybergefahren spürbar. Aus Risiko- sowie Business-Continuity-Sicht sieht sich die Gesellschaft aber in der Lage, die Auswirkungen zu bewerkstelligen.

Im Nachfolgenden werden die möglichen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt:

Vermögenslage

Es bestehen keine Investitionsstaus, derzeit ist kein Einfluss infolge der Kriegssituation in der Ukraine erkennbar.

Finanzlage

Die Liquidität ist durch den Einbezug in das Cash-Pooling der Sopra Steria Group sowie den gewährten Gesellschafterdarlehen gesichert; die Gruppe prüft den Gesamtliquiditätsstand regelmäßig. Ein negativer Einfluss auf die Liquidität durch den Krieg in der Ukraine ist derzeit nicht erkennbar.

Ertragslage

Die Ertragslage wird beeinflusst von den Entwicklungen bei den Kunden. Der überwiegende Anteil des Umsatzes ist fest vereinbart, somit werden keine starken Umsatzschwankungen erwartet.

IT-Transformations-Projekt

Das IT-Transformations-Projektrisiko wurde bereits im Vorjahr auf den Status auf "inaktiv" gesetzt und im Berichtsjahr aufgrund der vorzeitigen Beendigung der Projekte nicht weiter im Risikoregister geführt.

Demigration der Banken

Im Berichtsjahr trafen die Sparda Banken die Entscheidung, ihren IT-Betrieb bis voraussichtlich Ende des Jahres 2025 an die Atruvia AG (Atruvia) auszulagern. Damit verändert sich das ursprüngliche Geschäftsmodell der SFT GmbH. Diesem wird mit einer neuen strategischen Ausrichtung der SFT GmbH, einer Verstärkung der Aktivitäten zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und der Integration in die Sopra Steria Gruppe begegnet.

Bis zur Demigration der letzten Sparda Bank rechnet die SFT GmbH aufgrund des verringerten Geschäftsvolumens mit einer Verringerung der Schadensauswirkung der operationellen Risiken. Die Betriebsstabilität ist in diesem Zusammenhang sicher zu stellen und der den Risiken immanenten Eintrittswahrscheinlichkeit muss dementsprechend weiterhin konsequent begegnet werden.

Outsourcing

Alle Risiken aus den Aktivitäten der SFT GmbH im Outsourcing u.a. an die T-Systems International GmbH ("TSY") wurden im Verlauf von 2023 entweder als Betriebsrisiko oder als Projektrisiko verankert, wodurch eine zentrale Steuerung der Bedrohungsminderung gewährleistet ist. Außerdem werden diese Aktivitäten im Auslagerungsmanagement der SFT GmbH entsprechend der aktuell gültigen regulatorischen Anforderungen im Auftrag der Banken abgebildet. Durch die Erfassung der Defizite und Abweichungen im laufenden Betrieb und die projektbegleitende Prüfung durch einen externen Prüfer kann sichergestellt werden, dass alle bekannten Risiken aus dem Outsourcing dem Risikoregister zugeführt wurden und mit entsprechenden Maßnahmen bzw. Behandlungsoptionen belegt wurden.

HR-Risiken

Die SFT GmbH rechnete im Berichtsjahr, wie auch in den Folgejahren, mit einer steigenden Fluktuation, die das Ziel der Betriebsstabilität weiterhin gefährden kann. Aufgrund der Demigration der Sparda Banken, der stärkeren Zusammenarbeit mit der Sopra Steria Gruppe und der erforderlichen Neuausrichtung sieht sich die SFT GmbH mit der Notwendigkeit konfrontiert, einerseits qualifizierte Mitarbeiter zu halten, die die Regulatorik-konforme Betriebsstabilität sicherstellen können, andererseits sind mögliche Synergieeffekte mit der Gruppe zu identifizieren und im Markt zu realisieren. Das Fluktuationsrisiko ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Mitarbeiterbindungsprogramme, die zu Beginn des zweiten Quartals aufgelegt wurden, zeigten Erfolg. Die Anzahl der ungeplanten Mitarbeiterkündigungen lag im Jahr 2023 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zudem konnte die Fluktuation durch ein Programm, das Mitarbeiter an Anschlussbeschäftigungen heranführt, proaktiv gemanagt werden. Dennoch werden die Entwicklung der Ein- und Austritte sowie der Fluktuationsrate unverändert monatlich von der Geschäftsführung sowie dem Senior Management analysiert. Um die Fluktuation weiterhin aktiv zu steuern, gilt das Mitarbeiterbindungsprogramm auch im Jahr 2024 fort. Bisher wurde dem aus der Fluktuation entstehenden möglichen Risiko durch geeignete Maßnahmen proaktiv entgegengewirkt.

Risiko vorzeitiger Vertragsbeendigung mit T-Systems GmbH

Der aktuell gültige Outsourcing Rahmenvertrag mit der T-Systems International GmbH hat eine feste Laufzeit bis 31. Dezember 2029. Infolge der Entscheidung der Sparda Banken zum Wechsel des IT-Dienstleisters bis Ende 2025 hat die SFT GmbH Vertragsverhandlungen mit der TSY aufgenommen, welche Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Die SFT GmbH und die TSY haben vertraglich vereinbart, den bestehenden ORV vorzeitig zum 31. Dezember 2026 zu beenden. Durch diese neue Vereinbarung werden die Risiken einer vorzeitigen Beendigung mitigiert und die Aufwendungen im Vergleich zur ursprünglichen Vereinbarung deutlich reduziert.

Grundsätzliche Risikoeinschätzung

Die Gesellschaft unterhält grundsätzlich einen ausreichenden Versicherungsschutz. Der Umfang der Versicherungen wird regelmäßig geprüft und angepasst. Infolge der bestehenden Versicherungen sowie getroffener Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft bestmöglich gegen eventuell eintretende Schadensfälle abgesichert ist.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die SFT GmbH geeignete Maßnahmen und Managementsysteme etabliert hat, um Risiken frühzeitig zu erkennen, diese mit adäquaten Risikobehandlungsoptionen zu belegen und wo möglich und sinnvoll zu reduzieren.

Um dem sich ständig ändernden regulatorischen Umfeld und den technischen Anforderungen an einen sicheren IT-Betrieb gerecht zu werden, wird derzeit unter anderem die Nutzung von Handlungsspielräumen und das breite Lösungsportfolio der Sopra Steria Gruppe geprüft.

Die von der SFT GmbH getroffenen Maßnahmen zum Umgang mit identifizierten Risiken und den sich bietenden Chancen sind ausreichend und werden fortlaufend dokumentiert und den Erfordernissen angepasst.

2. Chancenbericht

Corporate Startup Programm

Im Rahmen der Neuausrichtung und mit dem Ziel, mit neuen Produkten neue Kunden zu gewinnen, hat die SFT GmbH im Jahr 2023 ein internes Corporate Startup Programm gestartet. Ziel dieses Programms ist es, mit neuen Lösungen und Innovationen die Strategie der SFT GmbH zu unterstützen und neue Kunden für die SFT GmbH zu gewinnen. Darüber hinaus dient dieses Programm der internen Transformation, der Schaffung einer agilen und flexiblen Organisation, um eine schnelle Time-to-Market zu erreichen. Im Jahr 2023 wurden mehrere Startups basierend auf unseren Kenntnissen und Entwicklungen gestartet, ein marktfähiges Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln. Ziel ist es, damit an den Markt zu gehen. In 2024 plant die SFT GmbH 2 weitere Startups zu gründen, um das Produktportfolio für potentielle neue Kunden zu erweitern.

Intensivierung der Zusammenarbeit innerhalb der Sopra Steria Gruppe

Als Teil der Sopra Steria Gruppe ist die SFT GmbH bestrebt, die gemeinsamen Kräfte zu bündeln und Synergieeffekte zu heben. Zusammen mit der Sopra Steria Gruppe werden neue Möglichkeiten erarbeitet, um auf dem deutschen Markt neue Kunden und Geschäftsfelder zu erschließen.

E. Prognosebericht

Im Vorjahreslagebericht wurde ein EBIT in Höhe von EUR -35,3 Mio. prognostiziert. Das tatsächliche EBIT in Höhe von EUR 7,2 Mio. fällt somit deutlich besser aus als ursprünglich geplant. Die Verbesserung des Ergebnisses um EUR 42,5 Mio. wurde einerseits durch den Abschluss der Demigrationsvereinbarung und andererseits durch einen besseren Geschäftsgang ermöglicht. Dabei fielen rund EUR 30,0 Mio. der Verbesserung auf den Abschluss der Demigrationsvereinbarung (im Wesentlichen höhere Erträge). Weitere EUR 14,5 Mio. resultierten aus diversen Effekten, darunter einer angepassten Umsatzplanung für das Projekt Demigration, einem geringeren Bedarf an externer Unterstützungsleistung (rd. EUR 5,0 Mio.) sowie der Auflösung der Rückstellung für Rechtsberatung mit EUR Mio. 1,3 durch Beilegung von Rechtsstreitigkeiten.

In der Gesellschafterversammlung vom 15. November 2023 wurde ein Budget für 2024 mit einem EBIT in Höhe von EUR -36,4 Mio. verabschiedet.

 

Nürnberg, den 30. April 2024

Sopra Financial Technology GmbH

Die Geschäftsführung:

Tobias Unger

Christian Pfeiffer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.944.976,87 21.768.785,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 892.921,05 3.469.016,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.070.794,24 580.558,72
3. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.050.552,30 2.897.213,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.076.583,00 0,00
22.035.827,46 28.715.575,02
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.649.381,01 17.729.640,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.239.385,46 50.445.532,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 104.267.359,38 16.093.841,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.137.840,30 2.868.353,19
(davon aus Steuern EUR 0,00; Vorjahr EUR 1.190.198,98) 136.644.585,14 69.407.727,48
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 533,51 933,68
156.294.499,66 87.138.301,32
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.650.582,64 7.362.255,24
185.980.909,76 123.216.131,58

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 22.940.000,00 22.940.000,00
II. Kapitalrücklage 11.450.782,35 11.450.782,35
III. Verlustvortrag -27.346.441,87 -12.434.775,26
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 7.272.457,19 -14.911.666,61
14.316.797,67 7.044.340,48
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.397.302,99 12.815.547,45
2. Steuerrückstellungen 450.000,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 32.152.778,33 45.138.127,70
45.000.081,32 57.953.675,15
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 78.566.868,05 31.615.362,12
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.078.199,34 8.905.304,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.249.774,93 11.371.100,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.945.945,95 4.590.347,50
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.823.242,50 1.736.001,57
(davon aus Steuern EUR 1.586.545,01; Vorjahr EUR 417.744,03)
126.664.030,77 58.218.115,95
185.980.909,76 123.216.131,58

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 157.187.622,49 169.790.280,83
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.919.740,85 -6.557.663,94
3. Sonstige betriebliche Erträge 8.091.988,19 1.963.616,43
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 602.310,92 1.016.894,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 94.839.279,71 121.406.338,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 32.284.172,82 31.718.820,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.388.253,75 5.441.346,69
(davon für Altersversorgung EUR 117.243,77; Vorjahr EUR 285.982,21)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 10.156.279,70 9.122.621,39
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.691.312,49 11.736.935,80
8. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 236,04 71,23
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.781.905,40 68.809,19
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.388.679,16 379.443,14
(davon aus Abzinsung EUR 604.656,00; Vorjahr EUR 309.863,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 318.092,15 -686.210,80
12. Ergebnis nach Steuern 7.313.112,27 -14.871.075,73
13. Sonstige Steuern 40.655,08 40.590,88
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 7.272.457,19 -14.911.666,61

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Historische Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.977.168,23 7.876,00 2.100.130,00 0,00 115.085.174,23
2. Geleistete Anzahlungen 163.257,93 -7.876,00 7.876,00 0,00 163.257,93
113.140.426,16 0,00 2.108.006,00 0,00 115.248.432,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 13.304.007,27 0,00 48.075,85 -5.531.481,75 7.820.601,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.104.845,31 0,00 34.236,41 -622.389,82 13.516.691,90
3. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.579.089,23 0,00 1.390.301,98 -869.709,14 20.099.682,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 1.076.583,00 0,00 1.076.583,00
46.987.941,81 0,00 2.549.197,24 -7.023.580,71 42.513.558,34
160.128.367,97 0,00 4.657.203,24 -7.023.580,71 157.761.990,50
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.208.382,31 7.931.815,05 0,00 99.140.197,36
2. Geleistete Anzahlungen 163.257,93 0,00 0,00 163.257,93
91.371.640,24 7.931.815,05 0,00 99.303.455,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 9.834.990,32 464.321,00 -3.371.631,00 6.927.680,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.524.286,59 540.987,09 -1.619.376,02 12.445.897,66
3. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.681.875,80 1.219.156,56 -851.902,59 17.049.129,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
40.041.152,71 2.224.464,65 -5.842.909,61 36.422.707,75
131.412.792,95 10.156.279,70 -5.842.909,61 135.726.163,04
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.944.976,87 21.768.785,92
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
15.944.976,87 21.768.785,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 892.921,05 3.469.016,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.070.794,24 580.558,72
3. Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.050.552,30 2.897.213,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.076.583,00 0,00
6.090.850,59 6.946.789,10
22.035.827,46 28.715.575,02

3. Lagebericht

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

2. Bewertungsgrundlagen

Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage 3) enthalten.

Änderungen in den Bewertungsgrundlagen (Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie Ausnutzung von Ermessensspielräumen) oder sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt.

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Sopra Financial Technology GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

 

Frankfurt am Main, 3. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jörg Maas, Wirtschaftsprüfer

Johannes Thomas, Wirtschaftsprüfer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sopra Financial Technology GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sopra Financial Technology GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sopra Financial Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 3. Mai 2024

Mazars GmbH & Co. KG
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Jörg Maas, Wirtschaftsprüfer

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