Pfennigparade ChancenWerk GmbH

Barlachstraße 26, 80804 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 46062
Vorher
WKM Werkstatt für Körperbehinderte GmbH MünchenPfennigparade WKM GmbH
Eingetragen
21.11.2001
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungSonstige soziale Betreuung von Menschen mit BehinderungWohnheime für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Zwecke der Gesellschaft sind Förderung des Wohlfahrtswesens, der Hilfe für Behinderte und die Unterstützung hilfsbedürftiger, insbesondere behinderter Personen. Zwecke der Gesellschaft werden verwirklicht insbesondere durch größtmögliche Inklusion, soziale, berufliche Förderung und Beschäftigung sowie Rehabilitation in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), insbesondere von Menschen mit körperlicher Behinderung und Autismus-Spektrums-Störung, denen eine personenzentrierte Förderung geboten wird, insbesondere im Umfeld der behindertengerechten Infrastruktur, der konzeptionellen Ausrichtung sowie der vielfältigen Angebote der Stiftung Pfennigparade und ihrer gemeinnützigen Tochtergesellschaften, Förderung mit Arbeitsangeboten insbesondere in den Bereichen Online und Medien, Bürodienstleistungen, Verkauf und Kundenservice, Kunst und Kunsthandwerk, Handwerk sowie Konfektionierung und Fertigung, Bereitstellung von Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich mit fachlichen Angebotsmodulen wie Assessment zur Erfassung der beruflichen Kompetenzen, Betriebspraktika oder Arbeitsfelderprobungen, ggf. in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes, Arbeitstraining in Arbeitsbereichen der WfbM, Kammerzertifizierte Qualifikationsbausteine, Persönlichkeitsbildende Module zur Erhaltung und Erhöhung der Leistungsfähigkeit wie z. B. Sozialkompetenztraining, GruppentrainingsprogrammeSozialberatung, Schaffung und Bereitstellung von Arbeitsplätzen, Anbahnung einer Beschäftigung und Unterstützung bei der Ausübung der Tätigkeit, um die Teilhabe am Arbeitsleben und damit die Inklusion in die Gesellschaft voranzubringen und um den individuellen Neigungen und Fähigkeiten der Menschen mit Behinderung zu entsprechen und sie in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu fördern, Förderung der Inklusion in den allgemeinen Arbeitsmarkt z.B. durch die Schaffung von Praktikumsplätzen und ausgelagerten Arbeitsplätzen in kooperierenden Betrieben, bei denen eine für den einzelnen Werkstattmitarbeiter jeweils individuell angepasste Betreuung, Unterstützung bzw. Begleitung durch die WfbM geboten wird, sowie durch die Förderung des dauerhaften Übergangs der Werkstattmitarbeiter mit Behinderung in kooperierende Betriebe, Bereitstellung von arbeitsbegleitenden Maßnahmen zur Erhaltung und Erhöhung der Leistungsfähigkeit und zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit,pädagogische, psychologische und pflegerische Betreuung der Werkstattmitarbeiter mit Behinderung, Bereitstellung behindertengerechter und zeitgemäßer Produktions- und Arbeitsmittel,Schaffung einer Arbeitsatmosphäre und eines Tagesablaufes, die sich am normalen Arbeitsalltag orientieren, Mittelzuwendungen an eine andere Körperschaft oder in Ausnahmefällen an eine juristische Person des öffentlichen Rechts für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke. Die Zuwendung von Mitteln an eine beschränkt oder unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft setzt voraus, dass diese selbst steuerbegünstigt ist.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Konstantin Kritikos
seit 26.2.2026
Prokura
Matthias Messerer
seit 10.3.2025
Geschäftsführer
Anja Dirmhirn
seit 7.8.2024
Geschäftsführer
Anna Bielmeier
seit 8.5.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stiftung Pfennigparade
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
820.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfennigparade ChancenWerk GmbH (vormals: Pfennigparade WKM GmbH)

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Pfennigparade ChancenWerk GmbH (im Dezember 2023 von Pfennigparade WKM GmbH umbenannt) ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Pfennigparade VUB GmbH mit Hauptsitz in München-Schwabing. Die Umbenennung erfolgte im Vorgriff auf die im Jahr 2024 erfolgende Verschmelzung mit der Pfennigparade VSB GmbH.

Angehörige Betriebsstätten finden sich im nördlichen Münchner Stadtgebiet zum Beispiel mit einer Postfiliale, der Gärtnerei, der Schreinerei, der Münchner Bücherkiste, dem Kerzenatelier und dem Angebot Autark mit verschiedenen Dienstleistungssegmenten sowie mit zwei Standorten (u.a. Buchbinderei, Konfektionierung) in Unterschleißheim.

Die Pfennigparade ChancenWerk GmbH ist ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderung, die nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können, und als Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) anerkannt. In diesem Sinne bietet sie berufliche Bildung und Beschäftigung sowie Förderung der individuellen Entwicklung von Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit insbesondere für die Zielgruppen von Menschen mit körperlicher Behinderung, erworbener Hirnschädigung und Autismus-Spektrum-Störung.

Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden vorrangig in den Schwerpunkten Daten- und Medienservice, Kunst, Handwerk, Dienstleistung und Büromanagement erbracht. Komplettiert wird das Angebot durch berufliche Bildung und Qualifizierung.

Die genannten Arbeitsbereiche umfassen ein möglichst breites Angebot an unterschiedlichen Arbeitsplätzen, orientiert an den unterschiedlichen Fähigkeiten und Neigungen der Mitarbeitenden mit Behinderung und ergänzt durch ein bedarfsorientiertes Therapie- und Pflegeangebot zur Stärkung der persönlichen Leistungsfähigkeit.

Aufnahme und Rehabilitations-Begleitung erfolgt über den Reha-Service entsprechend den für eine WfbM verbindlichen Regelungen.

Die Pfennigparade ChancenWerk GmbH entspricht als anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) den gesetzlichen Grundlagen gemäß Sozialgesetzbuch (SGB IX) und Werkstättenverordnung (WVO), der jeweils gültigen Leistungsvereinbarung mit dem zuständigen überörtlichen Sozialhilfeträger (Bezirk Oberbayern) sowie den Erfordernissen des mit der Bundesagentur für Arbeit vereinbarten Durchführungskonzeptes gemäß Fachkonzept Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich "HEGA 06/2010 (Handlungsempfehlungen/Geschäftsanweisungen der Bundesagentur für Arbeit)". Für den Bereich der Beruflichen Bildung und Qualifizierung liegt außerdem eine jeweils gültige Zertifizierung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) vor.

Im Rahmen der Anerkennung als Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) erfolgt eine Refinanzierung der Leistungen im Rehabilitationsbereich über Leistungsträger der öffentlichen Hand. Zugleich agiert die WfbM als Wirtschaftsunternehmen und generiert in diesem Sinne auch Markterlöse durch Lieferungen und Leistungen für Privat- und Firmenkunden.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 weist das Unternehmen ein leicht positives Jahresergebnis aus, wobei die Kostenträgererlöse sowie die Markterlöse gegenüber den Kostensteigerungen nicht im erforderlichen Maße erhöht werden konnten.

Im Rehabilitationsbereich konnte nur eine vergleichsweise geringe Steigerung der Kostenträgererlöse erreicht werden. Wesentlicher Faktor dafür ist vor allem die verlangsamte Entwicklung der Belegung mit Werkstattbeschäftigten.

Nachdem die mit den Kostenträgern vereinbarte Pauschale für die Abrechnung der Fahrtkosten zu hoch kalkuliert wurde, wurden im Geschäftsjahr zu hohe Fahrtkostenerlöse erzielt. Der Betrag, der den tatsächlichen Aufwand übersteigt, muss im Folgejahr gegenüber den Kostenträgern ausgeglichen werden. Über diesen Betrag wird eine Rückstellung gebildet.

Im Firmenkundensegment konnten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt eine leicht verbesserte Nachfrage feststellen.

Besonders hervorzuheben sind die Erhöhungen der Erlöse aus Lieferung und Leistungen in den Bereichen "Handwerk" (35%) und "Datenservice" (26%).

Des Weiteren konnten in den Bereichen "Autismus" (13%), "Bücherkiste" (2%) und "Medienservice" (7%) ebenfalls Steigerungen der Erlöse aus Lieferung und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr realisiert werden. Im Medienservice macht sich insbesondere das "Testlabor Digitale Barrierefreiheit" weiterhin bemerkbar, in dem Menschen mit Behinderungen digitale Angebote und Produkte auf Nutzbarkeit und Barrierefreiheit untersuchen und damit im Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp TEUR 108 (+8% zum Vj.) erzielten.

Grundsätzlich setzen wir zur Gewährleistung einer nachhaltigen Auslastung sowohl im Auftragsgeschäft als auch im Reha-Bereich verstärkt auf Marktnischen. Zur Auftragssicherung und -erweiterung sowie zur Stabilisierung der Belegung mit Werkstattbeschäftigten zählt auch die laufende Optimierung der bestehenden Geschäftsfelder. Bewährte Geschäftsfelder mit Auf- und Ausbaupotenzial werden auch weiterhin mit arbeitsmarktnahen, zeitgemäßen Tätigkeiten ergänzt. Rückläufigen Kundenaufträgen wie z.B. im Datenerfassungsbereich wird durch eine sukzessive Verlagerung von Kapazitäten in andere Auftragssegmente oder zeitgerechte Nachfolgekonzepte entgegengewirkt.

Die Anzahl der Angestellten mit Arbeitsvertrag ist im Vergleich zum Vorjahr von durchschnittlich 149 auf 166 Personen gestiegen.

Die Anzahl der belegten Werkstattplätze im Arbeits- und Berufsbildungsbereich ist gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt von 522 auf 519 gesunken.

Im Berufsbildungsbereich der Pfennigparade ChancenWerk GmbH waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 65 Personen tätig. Die Anzahl der Mitarbeitenden mit Werkstattvertrag im Arbeitsbereich betrug im Berichtsjahr durchschnittlich 454 Personen.

Zum 31.12.2023 hat die Pfennigparade VSB GmbH ihren gesamten Betrieb im Rahmen eines Überlassungsvertrages auf die Pfennigparade ChancenWerk GmbH übertragen. Im Jahr 2024 erfolgt die Verschmelzung zur Aufnahme gemäß § 2 Nr. 1 UmwG der Pfennigparade VSB GmbH auf die Pfennigparade ChancenWerk GmbH, wodurch die Pfennigparade VSB GmbH als juristische Person erlischt. Die Pfennigparade ChancenWerk GmbH hat ab dem 1. Januar 2024 den gesamten Betrieb fortgesetzt.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2022 insgesamt von TEUR 15.501 um TEUR 1.195 (7,7%) auf TEUR 16.697 gestiegen.

Die Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus Erlösen aus Betreuungsleistungen in Höhe von TEUR 13.892 (Vj. TEUR 13.052), aus Erlösen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.225 (Vj. TEUR 1.219), aus Erlösen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.578 (Vj. TEUR 1.230) sowie Erlösen aus Vermietungsleistungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 1).

Die Steigerung der Erlöse aus Betreuungsleistungen ergibt sich aus erhöhten Erstattungen durch die Kostenträger aufgrund neu verhandelter Kostensätze zum 01.07.2023. Dies beinhaltet die Geltendmachung der Großraumzulage sowie der Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie für die Mitarbeitenden zur Kompensation erhöhter Personal- und Sachaufwendungen. Die gestiegenen Firmenkundenerlöse resultieren aus der verbesserten Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen sowie aus dem Wegfall der pandemiebedingten Einschränkungen.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr deutlich auf TEUR 13.404 (Vj. TEUR 8.294) gestiegen. Ursächlich hierfür sind die Auszahlung der Großraumzulage, einer Inflationsausgleichsprämie sowie die durch den Gesetzgeber vorgegebene, hohe Steigerung der Werkstattlöhne. Des Weiteren werden seit dem Berichtsjahr die Aufwendungen für Arbeitsförderungsgeld und die Aufwendungen für die Sozialversicherungsbeiträge der Beschäftigten nicht mehr mit den Erstattungen saldiert (TEUR 3.902).

Die Materialaufwendungen betrugen TEUR 3.804 (Vj. TEUR 3.824). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Beförderungskosten im Arbeitsbereich, geringeren Pflegekosten bzw. Betreuungsaufwand und gesunkene Fremdleistungen.

Als Sachkosten werden Aufwendungen für bezogene Leistungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen verstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 3.962 (Vj. TEUR 3.556) und die Abschreibungen TEUR 282 (Vj. TEUR 238).

4. Finanzlage und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 5.637 (Vj. TEUR 3.664) gestiegen.

Der Anstieg des Anlagevermögens ist zu einem Teil auf die Investitionen für die Erweiterung der Werkstatt mit den notwendigen Umbaumaßnahmen für neue Arbeitsgruppen zurückzuführen, sowie den Umbau des Restaurants. Zum anderen Teil resultiert der Anstieg aus dem Kauf des Anlagevermögens der Pfennigparade VSB GmbH im Dezember 2023 (TEUR 214). Dies fand zur Vorbereitung auf die in 2024 geplante Verschmelzung statt.

Die Forderungen gegenüber Kostenträgern sind um TEUR 309 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen auf TEUR 1.018 zu.

Die Liquidität wird im Rahmen des zentralen Cash-Poolings innerhalb der Gruppe Pfennigparade gesichert.

Die Veränderung des Eigenkapitals ist ausschließlich auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 23,7% (Vj. 35,3%).

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber 2022 auf TEUR 2.902 um TEUR 1.801 gestiegen. Der Anstieg ergibt sich überwiegend aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.681, Vj. TEUR 90). Die Veränderung ergibt sich insbesondere aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich, der einen stichtagsabhängigen Wert darstellt.

In Gesamtwürdigung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist das Geschäftsjahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung für die Pfennigparade ChancenWerk GmbH in wirtschaftlicher Hinsicht nicht zufriedenstellend verlaufen.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Zur Identifikation möglicher Risiken ist ein Berichtssystem implementiert, das die monatliche Planung und Kontrolle aller wesentlichen Kennzahlen ermöglicht. Ergänzt wird das System durch ein konzernweites Controlling und eine interne Revision. Die Geschäftsführung bezieht qualitative und quantitative Kriterien in ihre Einschätzungen mit ein, ob ein Risiko bedeutsam ist und schätzt dementsprechend diese als hoch, mittel oder gering ein. Die Liquidität wird durch das konzerninterne Cash-Pooling der Gruppe Pfennigparade sichergestellt.

Chancen

Chancen sieht die Geschäftsführung in der vollzogenen Erweiterung am Standort Moosach. Dieser Standort (bisher Bücherkiste und Kerzenatelier) wurde um mehrere Arbeitsgruppen, die bisher an den Standorten Trudering und Barlachstraße waren, erweitert. Damit ergeben sich erhebliche Effizienzsteigerungen.

Grundsätzlich ergeben sich Chancen aus einer aktiven Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder, der Erschließung geeigneter Marktnischen und die stete Weiterentwicklung bestehender Netzwerke.

Eine enge Abstimmung des Reha-Angebots mit der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Bezirk Oberbayern wirkt sich ebenfalls positiv auf unsere Geschäftsentwicklung aus.

Risiken

Die weiterhin spürbaren volkswirtschaftlichen Auswirkungen der weltweiten Krisenherde sowie der gestiegenen Inflationsrate wirken sich nach wie vor auf unsere Geschäftsentwicklung aus. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stellt ein Risiko dar sowohl in Bezug auf das Auftragsgeschäft mit Firmen- und Endkunden als auch in Bezug auf die Vergütungssätze der Kostenträger (Risikoeinschätzung mittel).

Ein wesentliches Risikofeld ist auch der Fachkräftemangel in allen Bereichen (Risikoeinschätzung hoch).

Die Auswirkungen der neuen bayerischen Rahmenleistungsvereinbarung für die Eingliederungshilfe im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) werden voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2026 spürbar werden. Weitere, bereits ab dem Geschäftsjahr 2024 eintretende, Verschlechterungen sind die neue Regelung der sogenannten Platzfreihaltegebühr bei vorübergehender Abwesenheit eines Werkstattbeschäftigten sowie die Tendenz seitens des Bezirks Oberbayern, die Hilfebedarfe der Werkstattmitarbeitenden geringer einzustufen und damit unsere Leistungen geringer zu vergüten.

6. Prognosebericht

Die Prognose zur Geschäftsentwicklung 2024 wird durch die gesamtwirtschaftliche Lage sowie die noch nicht genau absehbaren Folgen des Fachkräftemangels erschwert. Die konkreten Auswirkungen dieser Einflussfaktoren auf die Gesamt- und Sozialwirtschaft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Pfennigparade ChancenWerk GmbH sind entsprechend schwer abschätzbar.

Nach aktuellem Stand scheint trotz der beschriebenen Einschränkungen auch im Geschäftsjahr 2024 eine insgesamt bessere Umsatzentwicklung möglich.

Unter Würdigung der Gesamtumstände ist das erklärte Ziel der Geschäftsführung, das im Geschäftsjahr 2023 erreichte Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 deutlich zu verbessern und einen Jahresüberschuss zu erzielen.

 

München, den 7. August 2024

Pfennigparade ChancenWerk GmbH, München

gez. Charlotte Hoelbe

gez. Anja Dirmhirn

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.786,00 20.247,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 31.337,00 14.395,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 937.628,00 871.435,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 418.699,36 168.900,41
1.387.664,36 1.054.730,41
1.459.450,36 1.074.978,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.549,61 71.476,95
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 4.821,31
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 68.022,10 32.102,12
84.571,71 108.400,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.319.815,83 711.405,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.595.494,44 328.048,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.102.356,97 731.835,44
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 100.419,90 (100.414,90)
4.017.667,24 1.771.289,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 46.412,97 688.983,05
4.148.651,92 2.568.672,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.117,68 20.397,87
5.637.219,96 3.664.049,05

PASSIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 820.000,00 820.000,00
II. Rücklagen 341.700,00 341.700,00
III. Bilanzgewinn 175.474,94 130.988,68
1.337.174,94 1.292.688,68
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 72.228,00 0,00
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.325.798,00 1.270.915,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 334.294,83 332.899,62
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.681.400,54 89.761,35
3. Sonstige Verbindlichkeiten 886.323,65 677.784,40
davon aus Steuern € 88.221,87 (75.860,94)
2.902.019,02 1.100.445,37
5.637.219,96 3.664.049,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 16.696.678,99 15.501.482,65
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 32.382,87 - 31.232,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.768.425,34 472.554,55
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 227.824,50 134.312,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.575.942,90 3.689.219,12
3.803.767,40 3.823.531,45
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.285.597,13 6.996.701,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.118.408,30 1.296.814,20
13.404.005,43 8.293.515,85
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 282.371,19 238.391,66
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.961.841,92 3.556.210,38
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 735,00 460,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 1.488,91
10. Ergebnis nach Steuern 46.236,26 30.126,10
11. Sonstige Steuern 1.750,00 1.861,00
12. Jahresüberschuss 44.486,26 28.265,10
13. Gewinnvortrag 130.988,68 102.723,58
14. Bilanzgewinn 175.474,94 130.988,68

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Pfennigparade ChancenWerk GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB Nr. 46062 eingetragen. Die Gesellschaft wird beim Finanzamt München für Körperschaften unter der Steuernummer 143/237/60404 geführt. Die Gesellschaft hat zum 18.12.2023 umfirmiert, die Firmierung bis dato lautete Pfennigparade WKM GmbH.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Entgegen zum Vorjahr wurden die Erstattungen des Arbeitsförderungsgeldes und der Sozialversicherungsbeiträge der Beschäftigten in der Bruttomethode in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 3.902 gezeigt. Die korrespondierenden Aufwendungen wurden für das Arbeitsförderungsgeld im Personalaufwand - Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 249 und die Aufwendungen für die Sozialversicherungsbeiträge der Beschäftigten im Personalaufwand - Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von T€ 3.653 gezeigt. Das Vorjahr wurde nicht angepasst. Die Vorjahresbeträge betragen für das Arbeitsförderungsgeld T€ 246 und für die Sozialversicherungsbeiträge der Beschäftigten T€ 3.765.

Darüber hinaus waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zeitanteilig. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 wurden bis 31.12.2022 auf einem jährlichen Sammelkonto gebucht und in fünf gleichen Jahresbeträgen abgeschrieben; ihr Abgang wird im fünften Jahr unterstellt. Seit 01.01.2023 werden geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen für Sachanlagen 3 bis 13 Jahre.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet, unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diesen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Höhe ergibt sich aus den Nettowerten der zu Grunde liegenden Positionen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Von Dritten gewährte Zuwendungen, die der Investitionsförderung dienen, werden unter den Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens ausgewiesen und über den Zeitraum der Abschreibung des geförderten Anlagevermögens ertragswirksam aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde unter Bezugnahme auf § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um den Posten "Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens" erweitert.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres am Ende des Anhangs dargestellt. Per 31.12.2023 wurde das bewegliche Anlagevermögen der Pfennigparade VSB GmbH zu Restbuchwerten gekauft und übernommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgestände weisen in Höhe von TEUR 1.002 (Vj. TEUR 631) eine Restlaufzeit unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 100) eine Restlaufzeit über 5 Jahre aus.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.595 (Vj. TEUR 328) beinhalten mit TEUR 66 (Vj. TEUR 0) Forderungen gegen die Gesellschafterin Pfennigparade VUB GmbH, München. Diese entfallen vollständig auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.529 (Vj. TEUR 328) entfallen in Höhe von TEUR 429 (Vj. TEUR 180) auf das Cash-Pooling und in Höhe von TEUR 1.100 (Vj. TEUR 148) auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Rücklagen

Die Rücklagen beinhalten andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 342 (Vj. 342).

Abweichend zur Gliederung in § 266 HGB werden die Gewinnrücklagen in der Bilanz nur als Rücklagen bezeichnet. Die Rücklagen betreffen ausschließlich Gewinnrücklagen.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 131 enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 235 (Vj. TEUR 222), Fahrtkosten im Berufsbildungsbereich und Arbeitsbereich in Höhe von TEUR 753 (Vj. TEUR 840), Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 70), Gleitzeitüberhänge in Höhe von TEUR 98 (Vj. TEUR 90), Sondervergütungen in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 19) und Jubiläumsansprüche in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 17) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solchen gegen die Gesellschafterin Pfennigparade VUB GmbH, München, in Höhe von TEUR 174 (Vj. TEUR 61) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.681 (Vj. TEUR 90) umfassen solche gegenüber der Gesellschafterin Pfennigparade VUB GmbH, München, in Höhe von TEUR 174 (Vj. TEUR 61). Diese Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.507 (Vj. TEUR 29) entfallen vollständig, wie im Vorjahr, auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse, jedoch Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen sowie Dienstleistungsverträgen für die Jahre bis 2034 in Höhe von TEUR 5.069 (Vj. TEUR 3.593).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Umsatzerlösen werden Erstattungsleistungen von Kostenträgern für Beförderungen in Höhe von 2.903.758,67 € (Vorjahr: 2.507.205,53 €) ausgewiesen.

Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse Betreuungsleistungen 13.892 13.051
Erlöse Lieferungen und Leistungen 1.577 1.230
Erlöse Vermietungsleistungen 2 1
Erlöse verbundene Unternehmen 1.225 1.219
16.697 15.501

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Joseph Grimm, Reichertshausen (bis 8. Mai 2023)

Andreas Kiermaier, München (ab 8. Mai 2023 bis 7. August 2024)

Anja Dirmhirn, Seefeld (ab 7. August 2024)

Charlotte Hoelbe, Pfaffenhofen a.d. Ilm

Die Geschäftsführer sind gemeinsam tätig.

Gesamtbezüge der Geschäftsführer

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet insofern auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 163 (Vj. 146) Mitarbeiter beschäftigt, 132 (Vj. 115) als Vollzeitkräfte.

Konzernverhältnis

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Stiftung Pfennigparade, München, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis aufstellt.

Da der Jahresabschluss der Pfennigparade VUB GmbH, München, als Muttergesellschaft der Pfennigparade ChancenWerk GmbH, München, ebenfalls in den Konzernabschluss der Stiftung Pfennigparade, München, einbezogen wird, war diese gemäß § 291 Abs. 1 HGB nicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 für den kleinsten Kreis verpflichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 44.486,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der vorliegende Abschluss ist auf Basis des Ergebnisverwendungsvorschlags aufgestellt.

Nachtragsbericht § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

München, den 7. August 2024

Anja Dirmhirn

Charlotte Hoelbe

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 127.508,81 45.019,47 0,00 38.202,30 210.730,58
2. Geleistete Anzahlungen auf imm. Vermögensgegenstände 14.164,80 29.437,50 5.400,00 -38.202,30 0,00
141.673,61 74.456,97 5.400,00 0,00 210.730,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 31.557,84 19.515,00 0,00 0,00 51.072,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.762.462,59 297.989,50 120.062,23 0,00 2.940.389,86
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 36.819,92 36.819,92 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 168.900,41 249.798,95 0,00 0,00 418.699,36
2.962.920,84 604.123,37 156.882,15 0,00 3.410.162,06
3.104.594,45 678.580,34 162.282,15 0,00 3.620.892,64
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.425,81 17.518,77 0,00 138.944,58 71.786,00 6.083,00
2. Geleistete Anzahlungen auf imm. Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 14.164,80
121.425,81 17.518,77 0,00 138.944,58 71.786,00 20.247,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.162,84 2.573,00 0,00 19.735,84 31.337,00 14.395,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.891.027,59 225.459,50 113.725,23 2.002.761,86 937.628,00 871.435,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 36.819,92 36.819,92 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 418.699,36 168.900,41
1.908.190,43 264.852,42 150.545,15 2.022.497,70 1.387.664,36 1.054.730,41
2.029.616,24 282.371,19 150.545,15 2.161.442,28 1.459.450,36 1.074.978,21

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfennigparade ChancenWerk GmbH (vormals: Pfennigparade WKM GmbH), München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pfennigparade ChancenWerk GmbH (vormals: Pfennigparade WKM GmbH), München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pfennigparade ChancenWerk GmbH (vormals: Pfennigparade WKM GmbH), München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, am 7. August 2024

CURACON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung München

Faaß, Wirtschaftsprüfer

Tietz, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 11. Juli 2024.

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 44.486,26 und der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 130.988,68 ergeben einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 175.474,94. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.