Volksbank Bad Mergentheim eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm GnR 680102
Eingetragen
29.2.1872
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenVermittlung von Krediten
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere 1. die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen, 2. die Annahme von sonstigen Einlagen, 3. die Gewährung von Krediten aller Art, 4. die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften, 5. die Durchführung des Zahlungsverkehrs, 6. die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten, 7. die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung, 8. der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten, 9. die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Immobilien und Reisen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Bad Mergentheim eG

Bad Mergentheim

Jahresabschluss zum 31.12.2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Kräftiger Zuwachs auch im dritten Jahr des Aufschwungs

Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland hat sich auch 2007 fortgesetzt. Das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) betrug im Jahresvergleich 2,5 %. Die Auftriebsfaktoren aus dem In- und Ausland waren stark genug, um erschwerende Einflüsse wie die Mehrwertsteuererhöhung und die andauernde Stärke des Euro zu verkraften. Der Aufschwung wurde gleichermaßen von Impulsen der Inlands- und Auslandsnachfrage getragen, während im Jahr zuvor die Entwicklung noch überwiegend von der inländischen Nachfrage getragen wurde.

Konsumausgaben blieben hinter den Erwartungen zurück

Der private Konsum, mit einem Anteil von 55 % am realen BIP die wichtigste Nachfragekomponente, sank 2007 in realer Rechnung um 0,3 %. Im Jahr 2006 war er noch um 1 % expandiert. Der durch steigende Beschäftigung und steigende Nominallöhne normalerweise bedingte Anstieg der Kaufkraft wurde durch erhebliche Preissteigerungen und Mehrwertsteueranhebung wieder aufgezehrt. Die Sparquote stieg leicht von 10,5 % auf 10,8 % an.

Staatshaushalt auf Konsolidierungskurs

Der deutsche Staat (mit Bund, Länder und Gemeinden, Sozialversicherungen) wies 2007 erstmals seit Ende der 80er Jahre einen minimalen Haushaltsüberschuss von 0,1 % auf. Diese erfreuliche Entwicklung war allein einer Verbesserung auf der Einnahmenseite zu verdanken - die Einnahmen stiegen um 4,7 % auf 1.064,8 Mrd. Euro an. Auf der Einnahmenseite schlugen sich vor allem die Produktions- und Importabgaben (+ 8,1 %) und die Einkommenssteuern (+ 9,2 %) besonders kräftig nieder. Die Ausgaben stiegen ebenfalls wieder an (+ 1,0 %), nachdem 2006 noch eine Konsolidierung gelungen war.

Inflation erhöht, aber auf moderatem Niveau

Die Verbraucherpreise haben in den letzten Monaten des Jahres 2007 kräftig angezogen und seit September die Zwei-Prozent-Marke überschritten. Damit hat sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 2,3 % erhöht. Letztmals wurde für 1994 eine Jahresteuerungsrate von über 2 % ermittelt. Für die Beschleunigung der Preisentwicklung 2007 sind neben der Erhöhung der Mehrwert- und Versicherungssteuer zu Beginn des Jahres vor allem die weiter steigenden Energiepreise verantwortlich. Aber auch mit der erhöhten Inflationsrate von 2,3 % liegt Deutschland immer noch deutlich unter dem für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Verbraucherpreisindex in Höhe von 3,1 % für den gesamten Euro-Raum.

EZB schwenkt auf neutralen Kurs ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) führte in der ersten Hälfte des Jahres die in 2005 begonnene geldpolitische Straffung noch fort. Im März und Juni hob sie ihren Leitzins jeweils um 25 Basispunkte auf 4 % an und stellte auch für die darauf folgenden Monate eine weitere Erhöhung des Leitzinses in Aussicht. Die Konjunkturperspektiven wurden von der Notenbank als günstig eingeschätzt. In der zweiten Jahreshälfte änderte sich die geldpolitische Lage. In den USA spitzte sich die US-Hypothekenkrise zu und zog auch die europäischen Märkte in Mitleidenschaft. Die Düsseldorfer Industriekreditbank (IKB) geriet in Schieflage und konnte Anfang August nur durch eine Rettungsaktion unter Beteiligung der gesamten deutschen Kreditwirtschaft vor der Schließung bewahrt werden. Wenig später geriet auch die Sachsen LB in Bedrängnis. Auf den Finanzmärkten stieg die Nervosität, die Volatilität der Kurse und Zinsen erhöhte sich und die Banken fragten erheblich mehr Liquidität nach, als sonst üblich. Die EZB verzichtete vor diesem Hintergrund im September auf eine schon im Juli signalisierte weitere Zinserhöhung und ließ den Leitzins bis zum Jahresende unverändert. Stattdessen konzentrierte sie sich auf Maßnahmen zur Stabilisierung der Zinsen am Geldmarkt. Obgleich die EZB in erheblichem Umfang zusätzliche Liquidität bereitstellte, stieg der für das Interbankengeschäft besonders wichtige Dreimonatssatz um fast einen dreiviertel Prozentpunkt über das normalerweise erwartete Niveau. Auch konnten größere Ausschläge beim Tagesgeldsatz nicht ganz vermieden werden. Bis zum Jahresultimo zeigten sich am Geldmarkt nur leichte Entspannungstendenzen.

Aktienmärkte solide

Der deutsche Aktienmarkt setzte zu Beginn des Jahres seine Aufwärtsrally fort. Hohe Unternehmensgewinne und positive Konjunkturprognosen führten zu steigenden Unternehmensbewertungen. Im Frühjahr konnte der Deutsche Aktienindex (DAX) kräftige Kurszuwächse verzeichnen. Die Straffung der Geldpolitik im Euro-Raum hatte keine merkliche Belastung des Aktienmarktes zur Folge. Im Juni konnte der DAX erstmals seine im März 2000 aufgestellte Höchstmarke von 8.065 Punkten überschreiten. Im Juli markierte er mit 8.106 Punkten ein historisches Hoch.

In den darauf folgenden Wochen gerieten die Aktienkurse unter Druck. Die US-Hypothekenkrise spitzte sich zu, die Neubewertung der Risiken griff mit den Schieflagen der IKB und der Sachsen LB auch auf den deutschen Banken- und Finanzmarkt über. Insgesamt erwies sich der deutsche Aktienmarkt aber als überraschend solide. Die Korrektur führte bei dem deutschen Kursbarometer zwar kurzzeitig zu einem Rückgang von rund 10 % bis Mitte August, doch schon im Herbst stabilisierte sich der DAX wieder.

Gut verkraften konnte der DAX auch den Anstieg der Energiepreise. Im vierten Quartal war Energie mehr als ein Drittel teurer als ein Jahr zuvor. Rohöl der Sorte Brent kostete in den letzten drei Monaten des Jahres erstmals mehr als 90 Dollar pro Barrel. Zum Ende des Jahres ging der DAX mit 8.067 Punkten aus dem Handel, dies entspricht einem Zuwachs zum vorangegangenen Jahresultimo von 22 %.

Geschäftsentwicklung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Jahre 2007

Die deutschen Volks- und Raiffeisenbanken blieben auch im Jahr 2007 weiterhin auf Wachstumskurs. Auch wenn der Geschäftsverlauf der deutschen Kreditwirtschaft insbesondere bei einigen Häusern von großen Unsicherheiten in Bezug auf die Kapitalmarktentwicklung geprägt war, zeigen die Eckwerte der Geschäftsentwicklung der Volksbanken und Raiffeisenbanken ein eindeutiges Wachstum. So stieg die addierte Bilanzsumme der 1.232 Volks- und Raiffeisenbanken im Jahr 2007 um 4,0 Prozent auf 632 Mrd. Euro.

Das Kreditvolumen der Volks- und Raiffeisenbanken wuchs um 1,9 % auf insgesamt 367 Mrd. Euro. Auf der Einlagenseite konnten die Genossenschaftsbanken ebenfalls einen erfreulichen Zuwachs in Höhe von mehr als 13 Mrd. Euro verzeichnen. Das Gesamtvolumen der Einlagen von Nichtbanken einschließlich Inhaberschuldverschreibungen wuchs um mehr als 15 Mrd. Euro auf 480 Mrd. Euro.

Ende Dezember 2007 gab es 1.232 Kreditgenossenschaften. Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht von knapp 13 Mio. Euro für die kleinste bis zu etwas mehr als 37 Mrd. Euro für die größte Kreditgenossenschaft.

Die Zahl der Geschäftsstellen reduzierte sich um 210 auf 12.393. Insgesamt unterhielten die Kreditgenossenschaften damit Ende letzten Jahres 13.625 Bankstellen.

Der nach wie vor ungebrochene Mitgliederzuwachs bei den Kreditgenossenschaften führte zu einer Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals der Volks- und Raiffeisenbanken insgesamt. Durch einen Nettozuwachs von 159.690 neuen Mitgliedern stieg die Gesamtzahl auf 16,1 Mio. an.

2. Entwicklung der Volksbank Bad Mergentheim eG

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR %
Bilanzsumme 277.639 267.480 10.159 3,8
Außerbilanzielle Geschäfte *) 18.484 17.366 1.118 6,4

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme konnte im Berichtsjahr wieder gesteigert werden. Dies konnte auf der Passivseite vor allem durch die Steigerung der Kundeneinlagen erreicht werden. Diese Mittel wurden auf der Aktivseite überwiegend in bankeigene Vermögensanlagen und in Kredite angelegt.

Aktivgeschäft

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR %
Kundenforderungen 134.275 130.647 3.628 2,8
Wertpapieranlagen 72.636 75.879 - 3.243 - 4,3
Forderungen an Kreditinstitute 56.001 44.896 11.105 24,7

Das Kundenkreditvolumen wies ein Wachstum aus, dies wurde durch die Investionsbereitschaft unserer heimischen Kunden ausgelöst.

Die Wertpapieranlagen wurden teilweise umgeschichtet und zusammen mit der freien Liquidität in Forderungen an Kreditinstitute angelegt, um höhere Zinserträge zu erzielen.

Passivgeschäft

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.158 28.293 1.865 6,6
Spareinlagen 85.396 94.969 - 9.573 - 10,1
andere Einlagen 115.257 97.276 17.981 18,5
verbriefte Verbindlichkeiten 22.769 21.619 1.150 5,3

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch die Aufnahme einer Refinanzierung bei der EZB erhöht, ansonsten haben wir die Refinanzierungen bei unserer Zentralbank weiter zurückgeführt.

Die Summe der Kundeneinlagen konnte erfreulicherweise um 4,5 % gesteigert werden. Der Trend der Umschichtung von Spareinlagen in die anderen Einlagen hält weiter an. Trotz der weiter schwierigen Marktsituation sind wir auf die Entwicklung der gesamten Kundeneinlagen stolz. Privatanleger nehmen weiterhin gerne unsere begebenen Schuldverschreibungen in ihr Depot.

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
Dienstleistungsgeschäft TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 1.050 979 71 7,3
Vermittlungserträge 505 529 - 24 - 4,5
davon
Versicherungsgeschäft 215 210 5 2,4
Bauspargeschäft 168 152 16 10,5
Erträge aus Zahlungsverkehr 985 911 74 8,1

Die Erträge aus dem gesamten Dienstleistungsgeschäft entwickelten sich bei einer Steigerung von 3,7 % erfreulich. Durch die gute Börsenentwicklung konnten wir unsere Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft weiter ausbauen. Der Rückgang der Vermittlungserträge insgesamt konnte teilweise durch höhere Erträge aus dem Bauspar- und Versicherungsgeschäft kompensiert werden.

Investitionen

Im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden wesentliche Investitionen in die weitere technische Ausstattung unserer Bankstellen getätigt. Das Hauptaugenmerk lag hier auf einer sinnvollen Erweiterung unserer Geschäftsausstattung. Die erfolgte Umstellung auf das neue Bankensystem agree unserer Rechenzentrale gab hier den Rahmen für die Investitionen vor.

Personal- und Sozialbereich

Durchschnittlich waren im Jahr 2007 bei der Volksbank Bad Mergentheim eG 85 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 10 Auszubildende und 19 Teilzeitkräfte. Erfolgreich beendeten im vergangenen Jahr 6 Auszubildende ihre Berufsausbildung. Zur laufenden Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter nutzen wir die Bildungsangebote der GENO-Akademie, sowie der Rechenzentrale. In Aus- und Weiterbildung haben wir TEUR 48 investiert. Die laufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist unser Ziel. Für unsere Mitarbeiter besteht im Rahmen unseres Sozialkataloges eine betriebliche Altersvorsorge.

Wir danken allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nochmals ausdrücklich für das sehr hohe Engagement und die Einsatzbereitschaft im abgelaufenen Jahr.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Die Umstellung auf das neue Bankensystem agree unserer Rechenzentrale wurde am 17. März erfolgreich vollzogen. Damit waren umfangreiche Arbeiten vor und nach dem Umstellungstag verbunden.

Zusammen mit einer Beratungsgesellschaft wurde das Projekt "Strategie 2010" im Jahr 2007 abgeschlossen. Aus diesem Projekt ergaben sich deutliche Veränderungen in der Strategie und Struktur der Bank. Mit diesen Veränderungen haben wir die Bank so aufgestellt, dass wir die Basis für ein weiterhin erfolgreiches Arbeiten am Markt geschaffen und damit die Existenzsicherung für die Bank und die darin arbeitenden Personen verbunden haben.

Das Markt-Service-Center wurde erfolgreich in den Bankbetrieb installiert. Damit wurden die Arbeitsabläufe für die Kundenberater effizienter und die Zeit für Beratungsgespräche deutlich erhöht.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
der Volksbank Bad Mergentheim eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellt.

Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Betriebsrisiken, wobei die Kreditrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist im Bereich "Kreditrisikomanagement" innerhalb der Marktfolge Aktiv angesiedelt. Wir konnten den Vorsorgebedarf für Kreditrisiken weiter reduzieren.

Für die Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Bereich Rechnungswesen und Controlling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems, dessen Kriterien strenger als die Vorschriften des KWG sind, werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert.

Das Marktpreisrisiko besteht im Wesentlichen in dem Zinsänderungsrisiko. Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Wir messen dieses Zinsänderungsrisiko, GuV-orientiert, nach dem Konzept der dynamischen Elastizitätsbilanz. Die Auswirkungen von Zinssatzänderungen werden mit unterschiedlichen Zinsszenarien simuliert. Durch die Angabe eines Geschäftsstrukturszenarios und die zusätzliche Festlegung von eigenen Parametern, wie Neugeschäftskonditionen und Zinselastizitäten, kann das Risiko quantifiziert werden. Das Zinsänderungsrisiko wird für einen Zeitraum von 5 Jahren simuliert. Wir haben das maximal akzeptable Zinsänderungsrisiko in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die uns zur Verfügung steht, auf ein vertretbares Maß begrenzt. Als Macro-Hedge-Geschäft besteht eine Zinsbegrenzungsvereinbarung.

Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten berühren uns indirekt über Kurswertabschreibungen im Bereich diverser Bankanleihen.

Das Liquiditätsrisiko wird durch den aufsichtsrechtlichen Grundsatz II begrenzt. Im Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.

Den Betriebsrisiken begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue DV-Systeme, wie aktuell der Umstellung auf das Bankensystem agree über die von uns beauftragte Rechenzentrale und durch die Optimierung der Arbeitsabläufe intern. Im Bereich Handelstätigkeit wurde die Minimierung des Betriebsrisikos darüber hinaus u.a. durch die klare funktionale Trennung von Handel, Abwicklung, Kontrolle, Rechnungswesen und Überwachung unterstützt. Im Kreditgeschäft trägt die funktionale Trennung in die Bereiche "Markt" und "Marktfolge" und der danach ausgerichteten Organisation dieses Bereiches zur Minimierung von operationellen Risiken bei. Operationelle Risiken sind die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. In Zusammenarbeit mit der Fiducia und der R+V Versicherung haben wir zur weiteren Begrenzung von Betriebsstörungen oder eines Katastrophenfalls detaillierte Notfallpläne erarbeitet, die hierbei zum Einsatz kommen.

Dem Rechtsrisiko wird durch Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare begegnet. Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir die Rechtsabteilung unseres Verbandes und externe Rechtsanwaltskanzleien rechtzeitig in die Abwicklung ein.

Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus, prüft die Innenrevision, die mit zwei Mitarbeitern besetzt ist, regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe.

Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifikation von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
Eigenmittel, Solvabilität TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 19.209 18.862 347 1,8
Haftendes Eigenkapital 26.908 25.353 1.555 6,1
Solvabilitätskennziffer *) 18,2 % 18,6 %

*) Gesamtkennziffer gemäß Grundsatz I

Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung wurde von uns im Geschäftsjahr 2007 stets eingehalten.

Kundenforderungen

Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2007 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen.

Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur entfallen wesentliche Teile unseres Kreditvolumens auf den Gesundheitsbereich, das Hotel- und Gastgewerbe, das Bau- und Baunebengewerbe sowie den Einzelhandel. Die Ertragsaussichten dieser Branchen sind durch die Entwicklung der Rahmenbedingungen rückläufig. Durch die enge Begleitung unserer Kreditnehmer in diesen Branchen halten wir die eingegangenen Risiken für vertretbar.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kreditnehmer in den vergangenen Jahren macht der Anteil der risikobehafteten Engagements einen nicht unwesentlichen Teil unseres Kreditvolumens aus. Durch die intensive Betreuung und Überwachung dieser Engagements halten wir die Risiken für überschaubar.

Das Gesamtkreditvolumen unterteilt sich in 55,5 % Privat- und 44,5 % Firmenkunden.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
Wertpapieranlagen TEUR %
Anlagevermögen 38 686 - 648 - 94,5
Liquiditätsreserve 72.598 75.194 - 2.596 - 3,5

Der Anteil der Wertpapiere an der Bilanzsumme beträgt rund 26 Prozent.

Das Anlagevermögen hat sich durch die Rückzahlung der Genussscheine der DZ BANK AG ermäßigt. Es sind dort noch Genussscheine der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG verbucht.

Im Bestand der Liquiditätsreserve halten wir überwiegend festverzinsliche Wertpapiere guter Bonität. Die Bewertung erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip. Handelspartner im Depot A ist unsere Zentralbank.

Zur Abstimmung unserer Anlagestrategie nutzen wir auch das Beratungsangebot der DZ BANK AG.

Mit den Fälligkeiten der Wertpapiere im kommenden Jahr in Höhe von rund 11 Mio. Euro ergeben sich Wiederanlagechancen. Wir erwarten eine moderate Erhöhung der Durchschnittsverzinsung.

Darüber hinaus haben wir rund 44 Mio. Euro in Schuldscheindarlehen, Namensbriefen und Termingeldern bei der DZ BANK AG angelegt, die unter der Position "Forderungen an Kreditinstitute" bilanziert werden.

Bei den in Aktiva 3 ausgewiesenen komplex strukturierten Produkten wurden die durch die eingebetteten Derivate verursachten Wertminderungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Durch den weiter hohen Anteil von 80 % Kundeneinlagen am Bilanzvolumen bestehen Abrufrisiken. Massiver Wettbewerbsdruck hat zu einer Verteuerung der Kundeneinlagen geführt. Diese Entwicklung werden wir genau beobachten und soweit machbar entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Derivatgeschäfte

Eine Emission von eigenen Schuldverschreibungen in Höhe von 5,5 Mio. Euro haben wir im Rahmen eines Micro-Hedge-Geschäfts gegen das Zinsänderungsrisiko mit Hilfe eines Zinsswaps in Vorjahren abgesichert.

Zinsänderungsrisiko

In regelmäßigen Sitzungen des Steuerungskreises MaH / Treasury überprüfen wir unsere Zinseinschätzungen zur entsprechenden Positionierung der fälligen Anlagen. Im Rahmen der Marktpreisrisikosteuerung befassen wir uns auch mit den barwertigen Risiken unter Einbeziehung des Gesamtbank-Cashflows und Betrachtung des Chancen-Risiko-Profils. Hinsichtlich der Eigenanlagen bedeuten steigende Zinsen für uns eine Chance, da wir fällige Anlagen neu positionieren können.

Bei stark ansteigenden Zinsen im Geldmarktbereich wird die Bruttozinsspanne weiterhin negativ beeinflusst werden.

Sonstige Risiken

Bei den sonstigen Risiken wurden in den bekannten Bereichen bereits Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung (Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.) angeschlossen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch Abgabe einer Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung gegenüber dem BVR übernommen.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Liquiditätslage der Volksbank Bad Mergentheim eG war jederzeit geordnet. Die Zahlungsbereitschaft war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Grundsatz II-Kennziffer betrug zum Jahresende 2,44 (Mindestanforderung 1,0).

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
Erfolgskomponenten TEUR %
Zinsüberschuss 1) 6.266 6.593 - 327 - 5,0
Provisionsüberschuss 2) 2.597 2.497 100 4,0
Handelsergebnis 26 13 13 100,0
Verwaltungsaufwendungen 6.449 6.734 - 285 - 4,2
a) Personalaufwendungen 4.232 4.274 - 42 - 1,0
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.218 2.460 - 242 - 9,8
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 2.059 1.954 105 5,4
Bewertungsergebnis 4) - 436 - 1.222 786 - 64,3
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.622 732 890 121,6
Steueraufwand 884 327 557 170,3
Jahresüberschuss 739 886 - 147 - 16,6

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6
3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12
4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Rückgang des Zinsüberschusses konnte durch den Provisionsüberschuss sowie die Reduzierung der Verwaltungsaufwendungen kompensiert werden. Durch die Optimierung unserer Vertriebsprozesse wurden weitere Erfolge im Provisionsergebnis erzielt. Die Verwaltungsaufwendungen konnten durch den Abschluss der Umbaumaßnahmen im Back-Office-Bereich gesenkt werden. Weitere Senkungen werden künftig aus der Umstellung der Arbeitsprozesse erwartet.

Das negative Bewertungsergebnis ist unter anderem auf Abschreibungen auf Wertpapiere und strukturierte Schuldscheindarlehen zurückzuführen.

Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für 2008 wird die Ertragslage nicht unwesentlich durch eine weiterhin rückläufige Zinsspanne belastet, so dass nur ein durchschnittliches Jahresergebnis zu erwarten ist.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Wir können von einer soliden Vermögens- und geordneten Finanzlage berichten. Unter Berücksichtigung des massiven Wettbewerbsdrucks war die Ertragslage insgesamt zufriedenstellend. Es war uns möglich, das Eigenkapital zu stärken.

Nach der Einführung des Markt-Service-Centers und des neuen Bankensystems agree rechnen wir mit weiteren Optimierungen unserer Geschäftsprozesse, welche sich positiv auf das Betriebsergebnis und die Arbeitsqualität auswirken werden.

Angemessene Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken haben wir bereits installiert. Das bereichsübergreifende Risikomanagement mit sinnvoller Allokation unseres Risikodeckungspotenzials werden wir weiterhin optimieren. Die derzeitige Bestandsaufnahme der einzelnen Risikofelder weist keine Gefährdung für unsere Bank auf.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Keine

IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften wird nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten Wettbewerb und sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, dem weiter steigenden Margendruck und den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, dem Preisdruck bei den Standardprodukten, sowie den steigenden Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität geprägt.

Wir rechnen in den nächsten beiden Jahren mit einem anhaltenden konjunkturellen Aufschwung, allerdings mit etwas weniger Dynamik als in 2007. Weitere Ölpreissteigerungen, die Auswirkungen der Immobilienkrise in den USA und ein damit dort verbundener Konjunkturabschwung können die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wesentlich beeinflussen.

Für die kommenden Geschäftsjahre 2008 und 2009 erwarten wir bei den derzeitigen Konjunkturprognosen, die von einem Wachstum der Gesamtwirtschaft ausgehen, ein moderates Wachstum unseres bilanziellen Kundengeschäfts. Dabei setzen wir auf qualitatives Wachstum sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft.

Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir rechnen wegen der aktuellen flachen Zinsstruktur mit einem weiter moderaten rückläufigen Zinsüberschuss. Die Stabilisierung des zuletzt rückläufigen Zinsüberschusses steht im Mittelpunkt unserer künftigen Aktivitäten.

Im Kreditgeschäft erwarten wir in 2008 und 2009 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber der Entwicklung des Vorjahres. Insgesamt erwarten wir für das Aktivgeschäft eine leichte Steigerung. Die risikoorientierte Kreditvergabepolitik und -bepreisung steht im Vordergrund.

Im Einlagengeschäft gehen wir in 2008 und 2009 von etwa gleichen Steigerungsraten aus. Mit marktgerechten Konditionen, attraktiven Produkten und einer ganzheitlichen Beratung wollen wir unsere Kundeneinlagen weiter stärken. Im bilanzwirksamen Einlagengeschäft erwarten wir weiterhin leichte Zuflüsse. Wir gehen davon aus, dass die Sparneigung unserer Kunden hoch bleibt. Mit entsprechenden Produkten werden wir dabei auf die individuellen Spar- und Anlagewünsche unserer Kunden reagieren. Ein wesentlicher Aspekt wird dabei unverändert der Aufbau einer ausreichenden Altersversorgung sein.

Wesentliche Bedeutung messen wir einer weiteren Steigerung des Ergebnisses aus dem Provisionsgeschäft bei, was wir durch die konsequente Nutzung der Vertriebskanäle sowie die Erhöhung unserer Vertriebsleistung erreichen wollen. Chancen sehen wir hier insbesondere im Wertpapier- und Verbundgeschäft. Durch die Einführung der Abgeltungssteuer gehen wir davon aus, dass der Ertrag in diesem Bereich leicht steigen wird.

Wir erwarten in den kommenden zwei Jahren ein Betriebsergebnis vor Bewertung in etwa gleichbleibender Höhe.

Bei der Forderungsbewertung gehen wir von einer geringeren Risikovorsorge aus.

Die Finanzmärkte werden auch noch im Jahr 2008 aufgrund der Subprime-Krise außergewöhnlichen schwierigen Bedingungen ausgesetzt sein. Die hieraus resultierenden Spreadausweitungen bei den Wertpapieren werden aus derzeitiger Sicht zu weiterem Abschreibungsbedarf führen.

Weitere Risiken können durch eine weiterhin flache Zinsstrukturkurve entstehen.

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapital- und Liquiditätsgrundsätze werden wir auch in den kommenden zwei Jahren deutlich einhalten.

Wegen unseren regionalen Marktkenntnissen gehen wir davon aus, auch zukünftige Ertragschancen für Mitglieder und Kunden zu nutzen. Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank hätten, sind weiterhin nicht zu erkennen bzw. sind durch entsprechende Vorsorgen abgesichert.

Die konsequente Vertriebsausrichtung sowie die permanente Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden weiterhin den geschäftspolitischen Schwerpunkt unseres Hauses.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass sich das Ergebnis in den nächsten beiden Jahren in etwa auf dem in 2007 erreichten Niveau bewegen wird.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 738.560,65 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 4.124,11 (Bilanzgewinn von EUR 742.684,76) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 5,00 % 407.729,62
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 165.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 165.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 4.955,14
742.684,76

 

Bad Mergentheim, 17. März 2008

Volksbank Bad Mergentheim eG

Der Vorstand

Bestandteile Jahresabschluss

1.

Jahresbilanz (Formblatt 1)

2.

Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3.

Anhang

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2007

Aktivseite

EUR EUR Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 2.482.045,02 2.221
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.784.529,96 3.761
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.784.529,96 (3.761)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 5.266.574,98 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 9.827.251,73 7.471
b) andere Forderungen 46.173.516,50 56.000.768,23 37.425
4. Forderungen an Kunden 134.275.485,58 130.647
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 64.359.626,61 (73.834)
Kommunalkredite 291.030,41 (293)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 2.027.098,36 2.027.098,36 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 2.027.098,36 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
bb) von anderen Emittenten 65.785.489,58 65.785.489,58 71.345
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 65.336.589,58 (69.831)
c) eigene Schuldverschreibungen 798.760,30 68.611.348,24 329
Nennbetrag 799.000,00 (327)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.024.523,10 4.206
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.109.163,09 2.111
darunter:
an Kreditinstituten 19.703,67 (20)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 245.293,88 2.354.456,97 245
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 140.600,00 (141)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 83.598,17 99
darunter: Treuhandkredite 83.598,17 (99)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte 35.021,00 39
12. Sachanlagen 4.337.991,96 4.538
13. Sonstige Vermögensgegenstände 2.282.628,12 2.711
14. Rechnungsabgrenzungsposten 366.230,30 332
Summe der Aktiva 277.638.626,65 267.480

Passivseite

EUR EUR Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 271.383,33 56
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 29.886.366,25 30.157.749,58 28.237
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 72.569.739,01 76.007
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 12.826.065,46 85.395.804,47 18.961
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 59.449.616,34 53.577
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 55.807.107,53 115.256.723,87 200.652.528,34 43.699
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 22.769.049,37 21.619
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 22.769.049,37 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 83.598,17 99
darunter: Treuhandkredite 83.598,17 (99)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 409.818,47 349
6. Rechnungsabgrenzungsposten 414.680,31 476
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 773.803,00 745
b) Steuerrückstellungen 0,00 199
c) andere Rückstellungen 3.114.181,00 3.887.984,00 4.526
8. Sonderposten mit Rücklageanteil 54.583,69 55
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Sonderposten aus der Währungsumrechnung 0,00 12
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 8.265.949,96 8.253
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 5.100.000,00 4.870
cb) andere Ergebnisrücklagen 5.100.000,00 10.200.000,00 4.850
d) Bilanzgewinn 742.684,76 19.208.634,72 890
Summe der Passiva 277.638.626,65 267.480
EUR EUR Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR
EUR EUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter gegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 4.433.768,46 5.292
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 4.433.768,46 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 7.050.555,41 7.050.555,41 5.074
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007

EUR EUR Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR
EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 9.575.105,02 9.200
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.612.864,04 12.187.969,06 2.370
2. Zinsaufwendungen 6.071.492,56 6.116.476,50 5.144
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 101.995,39 126
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 47.625,24 40
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 149.620,63 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 2.764.597,99 2.666
6. Provisionsaufwendungen 167.576,80 2.597.021,19 170
7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 26.005,61 13
8. Sonstige betriebliche Erträge 400.878,44 1.390
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 201
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.414.709,43 3.457
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 816.818,26 4.231.527,69 817
darunter: für Altersversorgung 199.092,76 (177)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.217.958,80 6.449.486,49 2.460
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 471.137,78 673
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 310.482,83 1.333
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 439.515,63 1.222
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 - 439.515,63 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 3.092,54 3.092,54 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.622.472,18 732
20. Außerordentliche Erträge 0,00 481
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (481)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 802.294,00 291
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 81.617,53 883.911,53 36
25. Jahresüberschuss 738.560,65 886
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.124,11 4
742.684,76 890
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
742.684,76 890
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 742.684,76 890

Anhang

A. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag sind in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten. Sie werden zinsanteilig aufgelöst.

Die unter Aktivposten 3 ausgewiesenen komplex strukturierten Produkte wurden dahingehend bewertet, dass die Wertänderungen durch die eingebetteten Derivate im Jahresabschluss berücksichtigt wurden. Der Abschreibungsbedarf aus den eingebetteten Derivaten ergibt sich als Differenz zwischen dem gesamten Abschreibungsbedarf und dem Abschreibungsbedarf des Trägerinstrumentes.

Bonitätsrisiken und dem allgemeinen latenten Risiko wird durch Einzelwertberichtigungen bzw. durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich besteht eine Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB. Das Wahlrecht gemäß § 340f Abs. 3 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere haben wir nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die entsprechend IDW RH BFA 1.003 als strukturierte Produkte bezeichneten Vermögensgegenstände werden, soweit sie lediglich ein Zinsänderungs- und Emittentenrisiko enthalten, als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Erhöhte Absetzungen für Abnutzung nach dem Steuerrecht wurden in vollem Umfang in Anspruch genommen.

Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Das unter Aktivposten 13 ausgewiesene Körperschaftssteuerguthaben gem. § 37 Abs. 5 KStG ist mit dem Barwert bewertet.

Unterschiedsbeträge zwischen dem Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag haben wir in den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige über den Zins hinausgehende Vorteile für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 6a EStG nach dem Teilwertverfahren auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) in vollem Umfang gebildet. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen zugrunde, die auf einem Rechnungszinsfuß von 4 % beruhen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Die Währungsumrechnung erfolgt entsprechend § 340h HGB bei Währungsguthaben und Währungsverbindlichkeiten zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Aufwendungen, die sich aus der Währungsumrechnung ergeben, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Erträge aus der Währungsumrechnung werden nur berücksichtigt, wenn sie aus Positionen herrühren, die in derselben Währung besonders gedeckt sind oder soweit sie zur Deckung von Aufwendungen aus Positionen in derselben Währung verwendet werden können.

Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung behandelt. Dienen sie jedoch der Absicherung bilanzieller oder außerbilanzieller Posten, wird die sich aus Grund- und Sicherungsgeschäft ergebende Bewertungseinheit bewertet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.

Bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen wird die gezahlte Prämie entsprechend dem Verfall der Teiloptionen über die Laufzeit verteilt. Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden zeitanteilig abgegrenzt.

B. Entwicklung des Anlagevermögens 2007

(volle EUR)

Anschaffungs-/
Herstellungskosten
EUR
Zugänge (a)
Zuschreibungen (b)
Umbuchungen (a)
Abgänge (b)
des Geschäftsjahres
EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte 194.201 14.054 (a) 0 (a)
0 (b) 74.221 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 9.429.535 76.240 (a) 0 (a)
0 (b) 155.326 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.989.198 238.548 (a) 0 (a)
0 (b) 440.584 (b)
a 12.612.934 328.842 (a) 0 (a)
0 (b) 670.131 (b)
Anschaffungskosten
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 37.836
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.355.691 - 1.234
b 2.393.527 - 1.234
Summe a und b 15.006.461
Abschreibungen
(kumuliert)
EUR
Buchwerte
am Bilanzstichtag
EUR
Abschreibungen
Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 99.013 35.021 17.811
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 5.510.566 3.839.883 218.436
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.289.053 498.109 234.891
a 7.898.632 4.373.013 471.138
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 37.836
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.354.457
b 2.392.293
Summe a und b 6.765.306

C. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 53.373.896 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate
bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr
bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 15.000.000 6.000.000 10.966.400 13.181.142
Forderungen an Kunden (A 4) 1.987.678 11.519.665 38.030.052 76.753.633

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.984.458 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 11.266.984 fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 53.809.696 42.654.722
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 14.183.748 18.548.683

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
EUR
davon: nicht mit dem Niederstwert bewertete
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 68.611.348 67.812.588 798.760 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 949.064 911.229 37.836 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 38.861 38.861 0

In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.353.399 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 498.109 enthalten.

In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2007
EUR
Auszahlungsanspruch des in den Jahren 1978 bis 1999 angesammelten Körperschaftsteuerguthabens 1.152.423
Rückerstattung von Steuervorauszahlungen 593.903

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Rückzahlungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 357.653 (Vorjahr EUR 327.048) enthalten.

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
6Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 37.836 685.687

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 110.562 enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 25.333.413 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate
bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr
bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 4.393.139 1.124.828 5.330.115 19.032.564
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 4.454.893 6.364.306 1.984.397 22.470
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 19.984.130 27.778.739 6.172.834 1.173.058

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr EUR 7.479.000 fällig.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 81.610 (Vorjahr EUR 150.799) enthalten.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde nach folgenden Vorschriften gebildet:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
§ 6b EStG (Rücklage für übertragungsfähige stille Reserven) 54.584 54.584

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 25.333.413 25.186.105

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.505 enthalten.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 8.045.205
b) der ausscheidenden Mitglieder 214.966
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 5.779
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile 3.222

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2007 4.870.000 4.850.000
Einstellungen aus Bilanzgewinn des Vorjahres 230.000 250.000
Stand 31.12.2007 5.100.000 5.100.000

In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Derivatgeschäfte zusammengefasst. Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben. Die Adressenrisiken sind als Kreditrisikoäquivalente entsprechend den Eigenkapitalvorschriften des KWG-Grundsatzes I angegeben.

Volumen im Derivategeschäft (Angaben in TEUR, die beizulegenden Zeitwerte enthalten keine Zinsabgrenzungen)

Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender
Zeitwert
Adressenrisiko
<= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe
Zinsbezogene Geschäfte OTC Produkte
Zinsswap (gleiche Währung) 0 5.500 0 5.500 - 125 28
Zinscap 1.500 0 0 1.500 0 1

Zinsswaps werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag mit der Barwertmethode bewertet. Hierbei werden die Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert. Der Zinsswap wurde in Verbindung mit der begebenen Inhaberschuldverschreibungsserie zur Bildung eines Micro-Hedge aufgenommen.

Der Zinscap entfällt auf ein Geschäft zur Absicherung gegen das allgemeine Zinsänderungsrisiko. Für den Zinscap für den die Sicherungswirkung ausreichend nachgewiesen ist, wurde von einer Einzelbewertung abgesehen.

Darüber hinaus wurden einheitlich zu bilanzierende strukturierte Produkte erworben. Sie beinhalten neben einem Kassainstrument, noch eine Zinsobergrenzenvereinbarung (Cap), eine Zinsuntergrenzenvereinbarung (Floor), ein Kündigungsrecht des Emittenten und eine die Verzinsung des Kassainstrumentes bestimmende digitale Option.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte in
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 29.546.746
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 594.292

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen (G+V-Posten 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Erträge aus Vermietung 156.666
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 99.298

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (G+V-Posten 12) ist folgender nicht unwesentlicher Einzelbetrag enthalten:

Art EUR
Zuführung zu Rückstellungen für Prozessrisiken 255.000

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

E. Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstands erhielten EUR 46.343.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2007 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 592.418.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 144.600, für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 607.300.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 347.000.

Die Zahl der 2007 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 2 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 51 19
Gewerbliche Mitarbeiter 3 0
56 19

Außerdem wurden durchschnittlich 10 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2007 10.249 27.993 8.397.900
Zugang 2007 234 590 177.000
Abgang 2007 318 846 253.800
Ende 2007 10.165 27.737 8.321.100
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 31.632
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 76.800
Höhe des Geschäftsanteils EUR 300
Höhe der Haftsumme EUR 300

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Württembergischer Genossenschaftsverband

 

Raiffeisen/Schulze-Delitzsch e.V.

Heilbronner Straße 41

70191 Stuttgart

Mitglieder des Vorstands (Name, Vorname)

 

Lurz, Hans - Vorstandssprecher -, Geschäftsleiter

 

Schlotter, Karl-Heinz, Geschäftsleiter

Mitglieder des Aufsichtsrats (Name, Vorname, ausgeübter Beruf, Unternehmen, in dem der Hauptberuf ausgeübt wird)

 

Kimmelmann, Philipp, - Vorsitzender -, Rentner

 

Frank, Horst, - stellvertretender Vorsitzender -, Elektromeister Geschäftsführer, Elektro-Service Frank GmbH

 

André, Dr. Lukas, Leitender Chefarzt, Klinik Hohenlohe

 

Gramlich, Robert, Industriefachwirt, Palux AG

 

Häußler, Dieter, Dipl. Ingenieur, Geschäftsführer Umwelt- und Fluidtechnik Dr. H. Brombach GmbH

 

Hartmann, Manfred, Bilanzbuchhalter, Bembé Parkettfabrik Jucker GmbH & Co. KG

 

Mast, Roland, Verwaltungsangestellter, Gemeinde Igersheim

 

Mühleck, Gerhard, Exportleiter, ECOM Instruments GmbH

 

Quenzer, Richard, Selbständiger Steuerberater und vereidigter Buchprüfer

 

Retzbach, Hubert, Landwirt, selbständig

 

Tremmel, Anton, Selbständiger Steuerberater

 

Bad Mergentheim, 29. Februar 2008

Volksbank Bad Mergentheim eG

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Bad Mergentheim eG, Bad Mergentheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 24. April 2008

Württembergischer Genossenschaftsverband
Raiffeisen/Schulze-Delitzsch e. V.

Nied, Wirtschaftsprüfer

Weber, Verbandsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 20. Mai 2008 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2007 mit Lagebericht wurde vom Württembergischen Genossenschaftsverband Raiffeisen/Schulze-Delitzsch e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2007 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Dieter Häußler, Philipp Kimmelmann, Manfred Hartmann und Gerhard Mühleck aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Bad Mergentheim, 24. April 2008

Der Aufsichtsrat

Philipp Kimmelmann, Vorsitzender

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