IPS Lamersdorf GmbH
Schwarzer Weg 95, 52459 Inden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmar Walter Schätzlein seit 8.10.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IPS Lamersdorf GmbHInden-LamersdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Grundsätze Die IPS Lamersdorf GmbH hat ihren Firmensitz in Inden / Lamersdorf und ist mit der Registernummer HRB 7179 in das Handelsregister des Amtsgerichts Düren eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren. Es werden die größenabhängigen Erleichterungen nach den § 288 HGB zum Teil in Anspruch genommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von durchschnittlich 3 Jahren abgeschrieben. Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Fremdbezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit (niedrigeren Tageswerten) werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten auchangemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten sind angemessene Teile der Kosten für allgemeine Verwaltung nicht enthalten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für fertige Erzeugnisse erfolgte im Rahmen der sog. retrograden Bewertung zum Abschlussstichtag eine Verlustantizipation durch Vergleich des Verkaufserlöses mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt. Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgte für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB. Die Kapitalrücklage betrifft andere Zuzahlungen der Gesellschafter im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden ggf. künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Es liegen nur kurzfristige Rückstellungen vor, welche nicht abgezinst werden. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 57 (Vj TEUR 78) und beruhen, wie im Vorjahr, vollständig auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen TEUR 13 (Vj TEUR 6) und beruhen, wie im Vorjahr, vollständig auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 2.500 entfällt auf andere Zuzahlungen in das Eigenkapital nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Sonstigen Rückstellungen wurden für die Prüfung des Jahresabschlusses und für die Steuererklärungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubsansprüche sowie Schwerbehindertenausgleichsabgabe gebildet. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 97 (Vj. TEUR 110) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 3.510 (Vj. TEUR 2.760) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen mit TEUR 5 (Vj. TEUR 0) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4. Sonstige Angaben Geschäftsführer der Gesellschaft ist Elmar Schätzlein, Haan. Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird von den Vorschriften des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 794. Im Durchschnitt waren im Unternehmen 60 (Vj 77) Arbeitnehmer beschäftigt (11 Angestellte und 49 gewerbliche Arbeitnehmer). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der E. Michaelis & Co. Holding (GmbH & Co.) KG, Reinbek, einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die E. Michaelis & Co. Holding (GmbH & Co.) KG, Reinbek, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.505 (Vj € 2.374) auf neue Rechnung vorzutragen.
Inden-Lamersdorf, den 30. April 2024 E. SchätzleinIPS Lamersdorf GmbHAnlagenspiegel
Lagebericht1.0 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Das Unternehmen ist in der Verpackungsbranche tätig. Neben der Herstellung von Faltkisten aus Wellpappe an eigenen oder angeschlossenen Produktionsstandorten stellt der Handel von Verpackungen aller Art von Kundenaufträgen ein wesentliches Geschäftsfeld der Gesellschaft dar. Das Vertriebsgebiet ist aufgrund der Frachtkosten auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland - Pfalz und die westlichen Nachbarländer beschränkt. Neben einer Vielzahl von Kunden aus der Lebensmittelindustrie gehören alle Partner der IGEPA group, eine der führenden Papiergroßhandelsgruppen in Europa, zu den größeren Kunden der Gesellschaft. 1.2 Steuerungssystem Es werden ausschließlich Finanzkennzahlen zur Steuerung der Gesellschaft verwendet. Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor Finanzierungskosten und Steuern (EBIT). 2.0 Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen - Industrie (VDW) verzeichneten in 2023 einen um 8,1 % geringeren Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Quelle: Pressemitteilung des VDW vom 25.04.2024). Der Umsatz in 2023 der Unternehmen der Wellpappindustrie sank begleitet von Preisreduktionen für Wellpapprodukte um 13,8 %. Dieser Rückgang ist nach Aussage des VDW neben der stagnierenden Gesamtwirtschaft in 2023 auch den Plänen der Europäische Union geschuldet, in einigen Bereichen bei Transportverpackungen Mehrwegquoten vorzuschreiben. Das Preisniveau für Wellpapp - Rohpapier lag im Jahresvergleich um 13,3 Cent per Quadratmeter unter dem Vorjahreswert, und ist damit deutlich weniger gefallen als die Preissteigerung in 2022. Die Branche konnte die Kostensteigerungen für Rohware, Energie nicht im erforderlichen Masse an die Abnehmer weitergeben, insgesamt sieht der Verband aber eine deutliche Stabilisierung der Preisniveaus. 2.2 Wettbewerb Die wesentlichen Wettbewerber in der Herstellung von Faltkisten aus Wellpappe sind in den Vertriebsregionen vertreten, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die sogenannten integrierten Werke der Wettbewerber (also sowohl die Herstellung der Tafelware als auch die Herstellung der Faltkiste an einem Standort) stellen durch mögliche Vorteile im Produktionsprozess die stärksten Wettbewerber dar. Auf der anderen Seite beschneidet diese Struktur die heute notwendige Flexibilität. Aufgrund der schwachen Nachfrage neigen die integrierten Hersteller dazu, auch Kleinmengen anzunehmen und stellen dadurch verstärkten Wettbewerb dar. Auf der anderen Seite stehen die Verpackungsgroßhändler, die jedoch nur eingeschränkt größere Kundengruppen mit Faltkisten bedienen können. Das Unternehmen profitiert von seinem Servicegrad und der Kombination aus Logistik, Herstellung und Handel in dem Markt der Anbieter von Verpackungslösungen. Zusätzlich konnte sich das Unternehmen mit dem Aufbringen von Selbstklebestreifen und Aufreißfäden eine wichtige Kernkompetenz aufbauen. Man kann sich so Marktanteile im wachsenden Markt des Online- und Versandhandels sichern. 3.0 Geschäftsverlauf und Lage 3.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht gesteigert werden. Große Kunden hatten einen Absatz- und Umsatzrückgang zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist zum Teil gewollt und durch die strategische Neuausrichtung bedingt.. Während die Kosten für Personal, Abschreibungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich geringer als im Vorjahr waren, konnte das Rohergebnis inkl. sonstige betriebliche Erträge nicht gesteigert werden. Das Gesamtergebnis verglichen zum Vorjahr ist dementsprechend leicht gesunken. 3.2 Personal- und Sozialbereich Im Durchschnitt hat die Gesellschaft 60 Mitarbeiter beschäftigt, erforderliche Auftragsspitzen in der Produktion wurden mit Leiharbeitern ausgeglichen. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. In der Produktion werden die Mitarbeiter so ausgebildet, dass sie in der Lage sind, die unterschiedlichen Produktionsanlagen bei gleichzeitig hoher Qualität bedienen zu können. Dennoch gestaltet sich die Beschaffung von Personal am Standort Lamersdorf weiter schwierig. Aufgrund der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen gab es auch bedingt durch Kurzarbeit von Juli - November einen Personalabbau im zweiten Halbjahr. 3.3 Umweltschutz Das Thema Umweltschutz hat in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Erstmals wurden für das Berichtsjahr 2022 ein Nachhaltigkeitsbericht und eine Nachhaltigkeitsbilanz veröffentlicht. Die IPS Lamersdorf GmbH ist in der GRI-konformen Berichtserstattung der E. Michaelis & Co. (GmbH & Co.) KG enthalten. In diesem Bericht werden das Nachhaltigkeitsverständnis und die strategischen Handlungsfelder vorgestellt. Der strategische Fokus liegt darauf, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren, eine nachhaltige Beschaffung aufzubauen sowie Konzepte zur Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Damit tragen wir besonders zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen SDG 12 "Nachhaltiger Konsum" und nachhaltige Produktion" und SDG 13 "Maßnahmen zum Klimaschutz" bei. Prozesse werden grundsätzlich und soweit dies möglich ist, hinsichtlich des umweltschonenden Einsatzes von Ressourcen optimiert. Unsere eingesetzten Rohstoffe in der Produktion stammen überwiegend aus dem Wertstoffkreislauf "Recycling". Der Anteil an Rohstoffen auf Recycling - Basis liegt bei etwa 95%. Bei Produkten aus Frischfasern wird auf den Einsatz von FSC-zertifizierten Produkten geachtet. Beim Vertrieb von Handelswaren achten wir auf deren Umweltverträglichkeit. Der Standort Lamersdorf ist FSC® zertifiziert (Lizenzcode: FSC® C120720) und im Multisite-Zertifikat GFA-COC- 02655 FSC enthalten. Die Trennung und Entsorgung von Abfällen wird fachgerecht vorgenommen. Stanzabfälle der Lamersdorfer Fertigung werden zur Wiederverwertung dem Recyclingprozess zugeführt. Das Qualitäts- und Umwelthandbuch legt die Grobstruktur des Qualitäts- und Umweltmanagementsystems dar, d.h. was unternommen wird, um die Qualität der von den Kunden gewünschten Produkte und Dienstleistungen sowie ökologisch verantwortungsvolles Handeln sicherzustellen. Das Qualitäts- und Umweltmanagementhandbuch beschreibt die Instrumente und Ressourcen zur Erfüllung der Umweltanforderungen, die Aufbau- und Ablauforganisation, betriebliche Zusammenhänge und definiert Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Befugnisse. In den Verfahrens- und Arbeitsanweisungen ist detailliert beschrieben, wie dies erfolgt und welche Formulare zur Hilfe genommen werden. 3.4 Wichtige Vorgänge im Berichtsjahr Die Schäden durch das Hochwasser im Juli 2021 sind weitestgehend beseitigt worden, in 2023 erfolgten die letzten und endgültigen Abrechnungen mit der Versicherung. Die Reparaturen im Bereich Elektroinstallation sind nach wie vor nicht abgeschlossen und die Sozialräume sind noch durch Container ersetzt. Weitere Investitionen in die Falt-Klebe-Technik wurden vorgenommen und das Layout der Maschinenaufstellung wurde optimiert, um die internen Warenströme an Rohware und Fertigware effizienter zu gestalten, Umfangreiche Vorbereitungen für den Einsatz von Packrobotern wurden getroffen, die Inbetriebnahme erfolgte in Q2 23. 3.5 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahres 2023 liegt mit Mio. EUR 8,8 unter dem Vorjahr (Mio. EUR 11,4). Der Rückgang ist auf geringeres Sachanlagevermögen (Mio. EUR -0,9) und geringere Vorräte (Mio. EUR -0,4) sowie geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR -1,0) zurückzuführen, Grund ist der gesunkene Umsatz und stichtagsbedingte Effekte. Korrespondierend gab es eine Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um Mio. EUR 2,3 und eine Reduzierung der Sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 0,9. Das Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen stieg um Mio. EUR 0,7. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2023 9,5 %. Aufgrund der erwarteten mittelfristigen Ergebnisentwicklung ab 2024 und der Unterstützung der Gesellschafter wird die Vermögens- und Finanzlage als stabil betrachtet. Die Darlehen von verbundenen Unternehmen betrugen am 31.12.2023 Mio. EUR 3,5, dazu gab es eine Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital (Kapitalrücklage) von Mio. EUR 2,5 in 2023. Das wesentliche Vermögen der Gesellschaft liegt im Sachanlagevermögen sowie in den Lagervorräten und Kundenforderungen (Umlaufvermögen). Die Liquidität des Unternehmens war im Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet und die Gesellschaft war stets in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen zu jedem Zeitpunkt in voller Höhe nachzukommen. 3.6 Ertragslage Das geplante Ergebnis (EBIT) für 2023 wurde trotz des Umsatzrückgang erreicht, es wurde um Mio. EUR 0,1 übertroffen. Der Umsatz ging um In der Planung war von einem Umsatzrückgang von 13,9 % ausgegangen worden. Ursächlich für den stärker als geplanten Umsatzrückgang war e. ine Kombination aus wieder rückläufiger Preisentwicklung und einem Mengenrückgang, insbesondere bei einigen der großen Kunden. Der Materialaufwand ist um - 53,6 % zurückgegangen. Die Rohertragsmarge ist dadurch zum Vorjahr um 27,7 % gesunken. Der prozentuale Rohertrag hat sich dabei um 9,6 % - Punkte verbessert. Der betriebliche Aufwand, Personalkosten, Abschreibungen und Sonstiger betrieblicher Aufwand sanken um 18,5 % zum Vorjahr. Die Endabrechnung des Hochwasserschadens aus 2021 ist erfolgt, daher konnten mit Mio. EUR 0,9 ca. Mio. EUR 0,6 höhere Sonstige betriebliche Erträge erzielt werden. 4.0 Chancen- und Risikobericht sowie Prognose der Entwicklung Die Wellpappenindustrie produzierte zu Jahresende 2022 und zu Beginn 2023 nicht mehr auf dem Niveau von 2021, Bestellvorlaufzeiten sind wieder deutlich unter dem Niveau von 2021 und dem Beginn des Jahres 2023. Für 2024 erwarten wir auf Basis eines leicht steigenden Preisniveaus eine deutlich höhere Auslastung und damit einen Umsatzzuwachs (>25 %). Wir erwarten keine erhebliche Steigerung des Materialaufwands und eine nur leichte Veränderung im Produktmix, insgesamt eine leicht steigende Wertschöpfungsquote. Für Ergebnis vor Finanzierungskosten und Steuern (EBIT) wird eine substantielle Verbesserung erwartet. Dabei wird von stabilen Kosten für Personal, und leicht steigendem sonstigem betrieblichen Aufwand (Energiekosten) sowie einem unveränderten Betrag für Abschreibungen ausgegangen, die diese deutliche Ergebnisverbesserung ermöglichen sollen. Grundsätzlich hat sich der Markt auf der Rohstoffseite etwas beruhigt, aber für die nächsten Monate ist von kleinen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite ausgehen. Mit unseren Lieferanten pflegen wir eine stabile Partnerschaft, aus der zum jetzigen Zeitpunkt keine Risiken ersichtlich sind. Die anhaltende Ukraine - Krise und der Konflikt mit Russland stellen allerdings aktuell nicht absehbare Folgen für einige Bereiche dar. Auch wenn keine für die Branche relevanten Papierhersteller in der Ukraine aktiv sind, so werden negative Auswirkungen im Bereich der Logistik und der Energieversorgung auch in 2024 erwartet. Für einige Kundengruppen wie z.B. die Pharmaindustrie / Medizinprodukte oder den Lebensmitteleinzelhandel hat sich - gestützt durch die bisherigen Erfahrungen im Verlauf der Pandemie - durch den Corona - Virus auch eine erhöhte Nachfrage ergeben, die geringere Bedarfe anderer Kundengruppen ausgleichen oder gegebenenfalls überkompensieren konnten. Wesentliche Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen nicht. Die Kundenforderungen unterliegen einem konsequenten Debitorenmanagement. Einzelrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiken wird durch ein striktes Cash-Management begegnet. Vor dem Hintergrund der Finanzierung durch die Gesellschafterin ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jeder Zeit sichergestellt. Es besteht das Risiko, dass Kostensteigerungen für Rohstoffe sowie für Löhne, Energie und Logistik nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden können und hierdurch die Marge reduziert wird. Im Einzel- und insbesondere im Versandhandel stehen die Zeichen in 2024 für Wellpappprodukte eher auf moderates Wachstum und Konsolidierung. Das Unternehmen profitiert mit seinem Servicegrad und der Kombination aus Herstellung, Handel und Konfektionierung mit Logistik in dem Markt der Anbieter von Verpackungslösungen. Dies ermöglicht es auf individuelle Kundenwünsche einzugehen und auch kleinste Losgrößen zu wirtschaftlich günstigen Konditionen anbieten zu können.
Inden-Lamersdorf, den 15. Mai 2024 E. SchätzleinIPS Lamersdorf GmbHBestätigungsvermerkAn die IPS Lamersdorf GmbH, Inden-Lamersdorf PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der IPS Lamersdorf GmbH, Inden-Lamersdorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IPS Lamersdorf GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hamburg, 24. Mai 2024
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Sabath, Wirtschaftsprüfer gez. Kaletta, Wirtschaftsprüfer Angaben zur FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 17. Juni 2024 festgestellt. |
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