Wilms Tiefkühl - Service GmbH

Sohlweg 2, 41372 Niederkrüchten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 9904
Eingetragen
15.11.1991
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von LogistikdienstleistungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Serviceleistungen, welche insbesondere die Lagerung, Bereitstellung, Disposition und den Import von und Handel mit temperaturgeführten Produkten und Gütern umfassen sowie das Frachtführer- und Speditionsgeschäft. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder nützlich erscheinen, auch zur Beteiligung an anderen Unternehmen oder zum Erwerb anderer Unternehmen. die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Wilms
seit 19.3.2007
Geschäftsführer
Armin Feemers
seit 19.3.2007
Geschäftsführer
Jutta Hilgenberg
seit 19.3.2007
Prokura
Erich Breuer
seit 19.3.2007
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wilms Tiefkühl - Service GmbH

Niederkrüchten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Kalenderjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenentwicklung

Branchenentwicklung Temperaturgeführter Lebensmittel

Der Absatz von Tiefkühlkost in Deutschland erhöhte sich auch in 2023 deutlich um 3,4 Prozent auf eine Menge von 4,043 Mio. Tonnen (3,909 Mio. Tonnen in 2022). Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg auf einen neuen Höchststand von 49,4 Kilogramm (2022: 47,7 kg) an. Während der Absatz im Teilmarkt von LEH und Heimdienst nur marginale 0,4% zulegte, konnte der Außer-Haus-Markt bei der Absatztonnage 6,5% zulegen. 1

Allgemeine Entwicklung unserer Gesellschaft

Unser Unternehmen ist national und in geringen Teilen auch international in den Geschäftsfeldern Handel, Dienstleistung und Transport tätig. Im Fokus stehen überwiegend temperaturgeführte, insbesondere tiefgekühlte Lebensmittel.

Im Handelsbereich bedienen wir in erster Linie den Discount, den Großhandel und den Lebensmitteleinzelhandel. Das Geschäftsfeld Dienstleistung beinhaltet vielfältige logistische Dienstleistungen von der reinen Lagerhaltung bis hin zur Kontraktlogistik nebst Warenfinanzierung.

Im Geschäftsfeld Transport übernehmen wir die Auslieferung eigener und fremder Waren. Als Spediteur setzen wir die WILMS Transport GmbH ein, mit der wir gesellschaftsrechtlich verbunden sind.

Nach den Wirrungen und Turbulenzen in den Vorjahren, zuletzt insbesondere durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, beruhigten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die zeitweise extremen Preisanstiege in wichtigen Segmenten wie z.B. dem Energiemarkt bauten sich nach und nach ab. Lieferzeiten von z.B. Neufahrzeugen reduzierten sich wieder auf ein erträgliches Maß. Das inflationsbedingt und nachhaltig erhöhte Preisniveau kehrte jedoch nicht auf das Vorkriegsbzw. Vor-Corona-Niveau zurück.

Unser Unternehmen konnte sich insgesamt gut am Markt behaupten. Die Absatztonnage reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,8% (minus 2,8%).

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage war in diesem Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend.

1 Quelle: Absatzstatistik des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti)

Der Rohertrag minderte sich um 3,8% (im Vorjahr: +6,6%) auf € 11,53 Mio. Die Vertriebsaufwendungen, deren größter Bestandteil die Frachtkosten sind, sanken um 156 TEUR auf € 5,31 Mio. (im Vorjahr € 5,46 Mio.). Der Personalaufwand sank um 211 TEUR auf € 3,35 Mio. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt mit T€ 1.009 über Vorjahr (T€ 962). Ein positives Finanzergebnis von 53 TEUR (im Vorjahr minus 39 TEUR) lieferte ebenfalls einen erfreulichen Beitrag. Nach Abzug der Steuern verbleibt schließlich ein Jahresüberschuss von 705 TEUR (Vorjahr: 672 TEUR).

Die Bilanzsumme minderte sich gegenüber Vorjahr um 220 TEUR auf € 15,31 Mio. Das Umlaufvermögen betrug € 11,45 Mio. gegenüber € 12,19 Mio. im Vorjahr. Die Buchwerte des Anlagevermögens erhöhten sich vorwiegend aufgrund geleisteter Anzahlungen für das ERP-Projekt auf € 3,86 Mio. (Vorjahr: € 3,35 Mio.). Die Verbindlichkeiten stiegen um 283 TEUR auf € 8,37 Mio. (Vorjahr € 8,1 Mio.).

Im Rahmen einer soliden Unternehmensfinanzierung beabsichtigen wir - wie bisher - einen nachhaltig hohen Eigenkapitalanteil auszuweisen. Die Eigenkapitalquote beträgt 41,1% (Vorjahr: 42,5%).

2023 2022
T€ T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.671 1.184
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 317 -782
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.000 0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 988 402
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.814 1.826

Der Finanzmittelbestand während und am Ende des Geschäftsjahres 2023 war jederzeit ausreichend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, jederzeit das finanzielle Gleichgewicht zu wahren und darüber hinaus die Tilgung der Verbindlichkeiten im Fälligkeitszeitpunkt sicherzustellen. Spekulative Geschäfte sind ausgeschlossen.

Die Unternehmensleitung ist der Ansicht, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nebst Finanz- und Vermögenslage am Bilanzstichtag sehr zufriedenstellend gewesen ist.

3. Risikobericht

Den Ausfallrisiken auf der Kundenseite versuchen wir durch ein aktives Forderungsmanagement zu begegnen. Weitere Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen und die wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz und Vermögenslage der Gesellschaft haben, sind nicht erkennbar.

4. Prognose- und Chancenbericht

Die starken Kostensteigerungen seit Anfang des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und die hohe Inflationsrate führen bei einem angespannten Arbeitsmarkt zu hohen Lohnsteigerungen ohne Produktivitätsgewinn. Die Gewinnung geeigneter Bewerber/innen gestaltet sich zunehmend schwierig und im besten Fall nur langwierig.

Im Berichtsjahr konnten Kostensteigerungen größtenteils über Preissteigerungen weitergegeben werden. Wir gehen von weiteren Kostensteigerungen im Transport- und Energiebereich sowie zusätzlich von weiterhin geringen Personalverfügbarkeiten am Arbeitsmarkt aus.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir erneut mit einem stabilen Tiefkühlmarkt. Bei einer anhaltend hohen Inflation ist von einer Nachfrageveränderung zugunsten günstigerer Lebensmittel und einer deutlichen Absatzreduzierung auszugehen.

Unser Unternehmen bedient Auftraggeber in nahezu allen Segmenten des Tiefkühlmarktes, sowohl auf Seiten der Produzenten als auch auf Seiten der Warenempfänger. Durch die Diversifikation unserer Geschäftsfelder sind wir deutlich sicherer aufgestellt als bei einer Konzentration auf nur eines der Geschäftsfelder.

Die Absatzlage im ersten Quartal eines Jahres ist traditionell schwach ausgeprägt. In 2024 liegt die Tonnage allerdings mit minus 13% deutlich unter Q1 des Vorjahr.

5. Ausblick

Zusätzlich zu der globalen und europäischen Lage in Politik und Gesellschaft ist auch die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation in Deutschland für viele Menschen unbefriedigend. Krieg und Inflation sind nicht konsumfördernd. Politische Schnellschüsse - wie die plötzliche Beendigung der Förderung von Elektrofahrzeugen - verunsichern zusätzlich. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir daher von einem niedrigeren Ergebnis wie in 2023 aus. Aufgrund aktuell guter Eigenkapitalsituation und Liquidität erwarten wir einen positiven Finanzmittelbestand zum Jahresende 2024.

Für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 gehen wir von einem anhaltend hohen Allgemeinkostenniveau aus. Der erfolgreichen Suche nach geeigneten Arbeitskräften wird durch die demografische Entwicklung weiterhin steigende Bedeutung zukommen.

 

Niederkrüchten, den 30. Juni 2024

WILMS Tiefkühl-Service GmbH

Armin Feemers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.775,00 71.795,00
2. Geleistete Anzahlungen 2.120.511,17 1.537.992,63
2.181.286,17 1.609.787,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 575.159,57 575.159,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.968,00 8.472,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.357,00 354.719,00
883.484,57 938.350,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 796.095,00 796.095,00
2. Genossenschaftsanteile 1.800,00 1.800,00
797.895,00 797.895,00
3.862.665,74 3.346.033,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.444,03 16.456,58
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.675.557,82 4.546.555,83
3.681.001,85 4.563.012,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.018.500,16 3.926.243,91
2. Sonstige Vermögensgegenstände 41.360,46 42.720,46
4.059.860,62 3.968.964,37
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 821.360,00 1.763.750,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.814.171,83 1.826.086,69
11.376.394,30 12.121.813,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 72.776,25 64.136,54
15.311.836,29 15.531.983,21

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 2.050.000,00 2.050.000,00
Nennbetrag/rechnerischer Wert eigene Anteile 512.500,00 512.500,00
Ausgegebenes Kapital 1.537.500,00 1.537.500,00
II. Kapitalrücklage 513.700,00 513.700,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.284.231,06 3.284.231,06
IV. Gewinnvortrag 259.104,14 587.255,81
V. Jahresüberschuss 705.035,05 671.848,33
6.299.570,25 6.594.535,20
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 232.795,00 444.010,00
2. Sonstige Rückstellungen 411.888,00 409.065,00
644.683,00 853.075,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.055.114,92 7.246.522,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 8.055.114,92; Vj: € 7.246.522,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 92.631,27 462.382,50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 92.631,27; Vj: € 462.382,50
3. Sonstige Verbindlichkeiten 219.836,85 375.468,43
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 219.836,85; Vj: € 375.468,43
- davon aus Steuern: € 188.223,18; Vj: € 318.704,65
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.121,46; Vj: € 0,00
8.367.583,04 8.084.373,01
15.311.836,29 15.531.983,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
1. Rohergebnis 11.570.135,98 12.031.535,23
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.736.570,63 2.946.139,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 615.432,88 617.124,36
- davon für Altersversorgung: € 51.404,59; Vj: € 52.391,67
3. Abschreibungen 3.352.003,51 3.563.263,76
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 109.934,68 98.879,75
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.125.850,21 7.344.903,31
5. Ordentliches Betriebsergebnis 982.347,58 1.024.488,41
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.766,70 102,69
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere 0,00 -39.345,12
8. Finanzergebnis 52.766,70 -39.242,43
9. Ergebnis vor Steuern 1.035.114,28 985.245,98
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 304.400,93 289.959,04
11. Ergebnis nach Steuern 730.713,35 695.286,94
12. Sonstige Steuern 25.678,30 23.438,61
13. Jahresüberschuss 705.035,05 671.848,33

Anhang 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft erfüllt am Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss 2023 entspricht den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BIIRUG) unter Berücksichtigung der Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Er wurde unter Anwendung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 238 - 289 HGB aufgestellt.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 276 HGB und des § 288 HGB in Anspruch.

Angaben nach § 264 Abs. 1a HGB

Die WILMS Tiefkühl-Service GmbH, Niederkrüchten, ist eingetragen beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Register-Nr. HR B 9904.

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilt werden, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen. Bewegliche Anlagegüter werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Aufgrund der in den Vorjahren möglichen steuerlichen Regelung der degressiven Abschreibung kommt bei wenigen beweglichen Anlagegütern, die in den Vorjahren angeschafft worden sind, noch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und € 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden entsprechend der steuerlichen Regelung als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Im Folgejahr werden sie unter den historischen Anschaffungskosten ausgewiesen. Der Abgang der betreffenden Vermögensgegen-stände erfolgt erst, wenn die Vermögensgegenstände aufgrund von Verschleiß nicht mehr genutzt werden können.

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag angesetzt.

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Etwaig drohenden Forderungsausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus wird das allgemeine Ausfallrisiko durch eine aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitete angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Als gezeichnetes Kapital wird das vollständig eingezahlte Stammkapital unter Berücksichtigung des Nennbetrages der eigenen Anteile gezeigt.

Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Wirtschaftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein werden. Zum 31. Dezember 2023 wurde hierbei ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag) und ein Gewerbesteuersatz von 14,7 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Einzelangaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Die WILMS Tiefkühl-Service GmbH hat 2009 eine 48 %-ige Beteiligung an der WILMS Transport GmbH, Ludwigsfelde, übernommen. Der Buchwert der Beteiligung beträgt am 31. Dezember 2023 unverändert € 796.095,00. Die Beteiligung wird unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Das Eigenkapital der WILMS Transport GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 € 2.368.082,35. Hierin ist der Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von € 288.787,01 enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind ausnahmslos innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Diese betreffen noch abzugeltende Urlaubs- und Freizeitansprüche. Außerdem enthalten sie die Tantiemeansprüche 2023.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a) HGB

Aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen:

2024 223.496,48
2025 174.356,57
2026 21.491,37
2027 4.429,68
2028 981,36

4. Nachtragsbericht

Die starken Kostensteigerungen seit Anfang des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und die hohe Inflationsrate führen bei einem angespannten Arbeitsmarkt zu hohen Lohnsteigerungen ohne Produktivitätsgewinn und tragen zu einer Planungsunsicherheit auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2024 bei. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt worden sind, sind nicht bekannt.

5. Geschäftsführung und Bezüge

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Herr Markus Wilms, Kaufmann, Schwalmtal,

Herr Armin Feemers, Dipl.-Betriebswirt, Wegberg.

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 60 71
Kaufmännische Angestellte 22 21
Aushilfen 13 8
95 100

Die Ermittlung der Arbeitnehmerzahl wurde entsprechend der Bestimmung in § 285 Nr. 7 HGB vorgenommen, wonach als durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der vierte Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils am Quartalsende beschäftigten Arbeitnehmer gilt, jedoch ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von € 705.035,05 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Niederkrüchten, den 30. Juni 2024

Markus Wilms

Armin Feemers

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 633.245,51 7.765,40 0,00 641.010,91
2. Geleistete Anzahlungen 1.537.992,63 582.518,54 0,00 2.120.511,17
Immaterielle Vermögensgegenstände insgesamt 2.171.238,14 590.283,94 0,00 2.761.522,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
- Grund und Boden Sohlweg 2 396.536,99 0,00 0,00 396.536,99
- Unbebautes Grundst Niederkr.-Dam 178.622,58 0,00 0,00 178.622,58
- Tiefkühlhaus I 1.595.176,13 0,00 0,00 1.595.176,13
- Tiefkühlhaus II 1.765.320,48 0,00 0,00 1.765.320,48
- Tiefkühlhaus III 1.769.011,69 0,00 0,00 1.769.011,69
- Verwaltung II 159.516,02 0,00 0,00 159.516,02
- Trafostation 20.363,93 0,00 0,00 20.363,93
- Außenanlagen 191.429,30 0,00 0,00 191.429,30
6.075.977,12 0,00 0,00 6.075.977,12
2. Technische Anlagen und Maschinen
- Kühlmaschinen 862.459,05 0,00 0,00 862.459,05
- Betriebsvorrichtungen 120.248,97 0,00 0,00 120.248,97
- Betriebsvorrichtungen Kühlhaus 584.749,55 0,00 0,00 584.749,55
1.567.457,57 0,00 0,00 1.567.457,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Sonstige Transportmittel 512.081,60 14.530,00 0,00 526.611,60
- Büroeinrichtung 74.925,30 7.090,11 6.500,00 75.515,41
- Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 813.582,24 12.100,00 0,00 825.682,24
- Geringwertige Wirtschaftsgüter 30.748,54 2.563,17 7.700,07 25.611,64
1.431.337,68 36.283,28 14.200,07 1.453.420,89
Sachanlagen insgesamt 9.074.772,37 36.283,28 14.200,07 9.096.855,58
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 796.095,00 0,00 0,00 796.095,00
2. Genossenschaftsanteile 1.800,00 0,00 0,00 1.800,00
Finanzanlagen insgesamt 797.895,00 0,00 0,00 797.895,00
12.043.905,51 626.567,22 14.200,07 12.656.272,66
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen i.Z. mit Abgängen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 561.450,51 18.785,40 0,00 580.235,91
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände insgesamt 561.450,51 18.785,40 0,00 580.235,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
- Grund und Boden Sohlweg 2 0,00 0,00 0,00 0,00
- Unbebautes Grundst Niederkr.-Dam 0,00 0,00 0,00 0,00
- Tiefkühlhaus I 1.595.176,13 0,00 0,00 1.595.176,13
- Tiefkühlhaus II 1.765.320,48 0,00 0,00 1.765.320,48
- Tiefkühlhaus III 1.769.011,69 0,00 0,00 1.769.011,69
- Verwaltung II 159.516,02 0,00 0,00 159.516,02
- Trafostation 20.363,93 0,00 0,00 20.363,93
- Außenanlagen 191.429,30 0,00 0,00 191.429,30
5.500.817,55 0,00 0,00 5.500.817,55
2. Technische Anlagen und Maschinen
- Kühlmaschinen 862.459,05 0,00 0,00 862.459,05
- Betriebsvorrichtungen 117.945,97 326,00 0,00 118.271,97
- Betriebsvorrichtungen Kühlhaus 578.580,55 2.178,00 0,00 580.758,55
1.558.985,57 2.504,00 0,00 1.561.489,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Sonstige Transportmittel 292.698,60 52.907,00 0,00 345.605,60
- Büroeinrichtung 73.970,30 1.210,11 6.500,00 68.680,41
- Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 679.201,24 31.965,00 0,00 711.166,24
- Geringwertige Wirtschaftsgüter 30.748,54 2.563,17 7.700,07 25.611,64
1.076.618,68 88.645,28 14.200,07 1.151.063,89
Sachanlagen insgesamt 8.136.421,80 91.149,28 14.200,07 8.213.371,01
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen insgesamt 0,00 0,00 0,00 0,00
8.697.872,31 109.934,68 14.200,07 8.793.606,92
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.775,00 71.795,00
2. Geleistete Anzahlungen 2.120.511,17 1.537.992,63
Immaterielle Vermögensgegenstände insgesamt 2.181.286,17 1.609.787,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
- Grund und Boden Sohlweg 2 396.536,99 396.536,99
- Unbebautes Grundst Niederkr.-Dam 178.622,58 178.622,58
- Tiefkühlhaus I 0,00 0,00
- Tiefkühlhaus II 0,00 0,00
- Tiefkühlhaus III 0,00 0,00
- Verwaltung II 0,00 0,00
- Trafostation 0,00 0,00
- Außenanlagen 0,00 0,00
575.159,57 575.159,57
2. Technische Anlagen und Maschinen
- Kühlmaschinen 0,00 0,00
- Betriebsvorrichtungen 1.977,00 2.303,00
- Betriebsvorrichtungen Kühlhaus 3.991,00 6.169,00
5.968,00 8.472,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Sonstige Transportmittel 181.006,00 219.383,00
- Büroeinrichtung 6.835,00 955,00
- Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.516,00 134.381,00
- Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
302.357,00 354.719,00
Sachanlagen insgesamt 883.484,57 938.350,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 796.095,00 796.095,00
2. Genossenschaftsanteile 1.800,00 1.800,00
Finanzanlagen insgesamt 797.895,00 797.895,00
3.862.665,74 3.346.033,20

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WILMS Tiefkühl-Service GmbH, Niederkrüchten:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WILMS Tiefkühl-Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WILMS Tiefkühl-Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 17. September 2024

Independent Valuation and Assurance Services (IVAS) GmbH
Wirtschaftsprüfgesellschaft

Schulze-Oechtering, Wirtschaftsprüfer

Siebing, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 17. September 2024.

Ebenfalls wurde am 17. September 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von € 705.035,05 in die Gewinnrücklagen einzustellen.

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