WIEDEMANN Berlin KG

Berlin

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRA 24085
Vorher
Peter Hellmich OHG, Sanitär- und HeizungshandelPeter Hellmich KG, Sanitär - und HeizungshandelPeter HELLMICH KG
Eingetragen
14.1.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenMetallbearbeitung a. n. g.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Stephan Kohne
seit 12.4.2024
Prokura
Werner Brüning
seit 21.2.2018
Vollhaftender Gesellschafter

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

2 von 3 angezeigt

Name
Rolle
Ort
Werner Brüning
Persönlich haftender Gesellschafter
Hemmingen
WIEDEMANN Berlin Verwaltung GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wiedemann Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Sarstedt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

3. Anhang zum Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020

Anlagenspiegel

4. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

5. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Sarstedt

A. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die WIEDEMANN-Gruppe ist mit ihren Großhandelsunternehmen in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tätig und Anbieter im Bereich der Industrie und Haustechnik, speziell von Artikeln für Badeinrichtungen, Heizungsanlagen, Medizintechnik, Sanitär, Lüftung, Klima und Elektrotechnik. Kunden sind Fachhandwerksbetriebe der Gewerke Sanitär, Heizung, Lüftung, Gewerbe- und Industriebetriebe.

Änderungen des Konzernjahresabschlusses zum 31.12.2020

Wir haben festgestellt, dass der Jahresabschluss zum 31.12.2020 der WBV (WBV-Einzelabschluss) und damit auch der Konzernjahresabschluss zum 31.12.2020 in der unter dem 10. Mai 2021 aufgestellten Fassung mit Fehlern behaftet war. Die Ursache dieser Fehler ist auf eine unzutreffende Abbildung einer im Geschäftsjahr abgeschlossenen Vereinbarung zurückzuführen. In der vorliegenden Fassung des Konzernjahresabschlusses wurden diese Fehler berichtigt. Zu den einzelnen Änderungen verweisen wir auf den Konzernanhang.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gestiegen. Im Verlauf des Jahres hatte sich die deutsche Wirtschaft nach dem historischen Einbruch des BIP um 9,7 % im 2. Quartal 2020 im 3. Quartal zunächst erholt (+8,5 %). Im 4. Quartal wurde diese Erholung durch die zweite Corona-Welle und den erneuten Lockdown zum Jahresende gebremst. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel die Entwicklung des BIP sowohl für das 4. Quartal (+0,3 %) als auch für das gesamte Jahr 2020 mit -4,9 % (kalenderbereinigt: -5,3 %) etwas positiver aus.

Bedingt durch die Einschränkungen im Zuge des zweiten Lockdowns ab November 2020 gingen die privaten Konsumausgaben im 4. Quartal 2020 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 3,3 % gegenüber dem 3. Quartal 2020 zurück. Damit sank der private Konsum weniger stark als im 2. Quartal 2020 (-11,0 %). Auch die staatlichen Konsumausgaben verzeichneten im 4. Quartal 2020 einen Rückgang um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem sie in den ersten drei Quartalen des Jahres gestiegen waren. Wachstumsimpulse kamen im 4. Quartal 2020 von den Bauinvestitionen, die preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,8 % gegenüber dem 3. Quartal 2020 stiegen. In Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde saisonbereinigt in etwa so viel investiert wie im Vorquartal (-0,1 %).

Der Handel mit dem Ausland nahm zum Jahresende zu und stützte das BIP: Im 4. Quartal 2020 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt 4,5 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2020. Die Importe stiegen mit 3,7 % insgesamt etwas weniger stark, da weniger Dienstleistungen importiert wurden als im Vorquartal.

Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung war im 4. Quartal 2020 um 0,2 % niedriger als im 3. Quartal 2020. Dabei zeigte sich bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche ein zweigeteiltes Bild: Während die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe (+6,7 %) und im Baugewerbe (+5,2 %) gegenüber dem 3. Quartal 2020 deutlich zulegte, wurde die zwischenzeitliche Erholung in den meisten Dienstleistungsbereichen durch die zweite Corona-Welle zum Jahresende abrupt gestoppt. So sank die Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe um 4,4 %, der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit verzeichnete ein Minus von 3,2 %.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2020 preisbereinigt um 2,7 % niedriger als im 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Krise. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit 3,7 % größer, da rund drei Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als ein Jahr zuvor.

Im Vorjahresvergleich war die inländische Nachfrage insgesamt weiterhin deutlich niedriger als im Jahr zuvor. Die privaten Konsumausgaben gingen preisbereinigt gegenüber dem 4. Quartal 2019 um 6,5 % zurück, die Investitionen in Ausrüstungen um 6,0 %. Stützend wirkten im Vorjahresvergleich lediglich die Bauinvestitionen mit einem Anstieg von 3,0 % und die Konsumausgaben des Staates, die um 2,6 % zulegten.

Die Nachfrage aus dem Ausland war insgesamt geringer als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der internationale Warenhandel stabilisierte sich aber zum Jahresende, während die Exporte und Importe von Dienstleistungen zweistellig zurückgingen. Insgesamt wurden im 4. Quartal 2020 preisbereinigt 2,9 % weniger Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als im 4. Quartal 2019. Die Importe gingen im selben Zeitraum insgesamt um 5,1 % zurück.

Auf der Entstehungsseite des BIP war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 4. Quartal 2020 in fast allen Wirtschaftsbereichen geringer als ein Jahr zuvor. Die größten Rückgänge gab es mit -18,2 % bei den Sonstigen Dienstleistern, wozu unter anderem die Bereiche Unterhaltung und Erholung zählen. Die Bruttowertschöpfung der Unternehmensdienstleister fiel mit -9,1 % ebenfalls stark. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sank die Bruttowertschöpfung um 6,3 %, wobei besonders das Gastgewerbe einen noch deutlicheren Rückgang zu verzeichnen hatte. Im Verarbeitenden Gewerbe ging die Bruttowertschöpfung nach den zweistelligen Einbrüchen im Sommer weniger stark zurück und lag im 4. Quartal 2020 um 2,0 % unter dem Niveau des 4. Quartals 2019. Lediglich im Baugewerbe konnte die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr zulegen (+5,3 %).

Die Bruttowertschöpfung ging insgesamt um 3,6 % zurück und damit rund einen Prozentpunkt mehr als das BIP. Der Grund hierfür ist der starke Anstieg der Nettogütersteuern um 5,3 %.

Die Corona-Krise wirkt sich weiter deutlich auf den Arbeitsmarkt aus. Die Wirtschaftsleistung wurde im 4. Quartal 2020 von rund 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 747.000 Personen oder 1,6 % weniger als ein Jahr zuvor. In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte es ähnlich starke Rückgänge gegeben (-1,4 % im 2. Quartal und -1,6 % im 3. Quartal). Davor war die Zahl der Erwerbstätigen zuletzt im 1. Quartal 2010 infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise rückläufig. Dabei ist zu beachten, dass die Kurzarbeit sich nicht auf die Erwerbstätigenzahlen auswirkt, weil Kurzarbeitende weiter als Erwerbstätige zählen.

Einen deutlichen Effekt hat die Inanspruchnahme von Kurzarbeit aber auf die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen: Diese verringerte sich im 4. Quartal 2020 nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit deutlich um 2,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen - ging entsprechend im selben Zeitraum noch stärker um 4,3 % zurück.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität - gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde - nahm nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,7 % zu. Je Erwerbstätigen war sie jedoch um 1,1 % niedriger als im 4. Quartal 2019.

In jeweiligen Preisen gerechnet waren das BIP und das Bruttonationaleinkommen im 4. Quartal 2020 um 1,9 % niedriger als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen ging mit -1,3 % nicht ganz so stark zurück: Während das Arbeitnehmerentgelt gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert war (-0,1 %), fielen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen deutlich um 4,9 %. Die Bruttolöhne und -gehälter sanken im Durchschnitt je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer um 0,5 %, netto stiegen sie leicht um 0,2 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte war im 4. Quartal 2020 mit 0,3 % etwas höher als vor einem Jahr. Dagegen gingen die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen um 6,3 % zurück. Das relativ stabile Einkommen einerseits und die Konsumzurückhaltung andererseits führten wie schon in den beiden vorangegangenen Quartalen zu einem erheblichen Anstieg des Sparens der privaten Haushalte. Nach vorläufigen Berechnungen ergibt sich daraus für das 4. Quartal 2020 eine Sparquote von 15,7 %.

Innerhalb Europas zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Während das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP unter anderem in Frankreich (-1,3 %) und Italien (-2,0 %) im 4. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal zurückging, verzeichneten andere Mitgliedstaaten ähnlich wie Deutschland ein leichtes Plus, so auch Spanien mit +0,4 %. Für die Europäische Union (EU) insgesamt meldete das europäische Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen einen BIP-Rückgang von 0,4 % gegenüber dem Vorquartal. Die Vereinigten Staaten verzeichneten mit umgerechnet +1,0 % einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem 3. Quartal 2020.

Im Vorjahresvergleich zeigt sich, dass das Bruttoinlandsprodukt der meisten EU-Mitgliedstaaten im 4. Quartal 2020 noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau lag. Unter den Mitgliedstaaten, für die bereits Daten für das 4. Quartal 2020 vorliegen, hatte Spanien mit -9,1 % den stärksten Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal zu verzeichnen. Auch in Frankreich (-5,0 %) und Italien (-6,6 %) schrumpfte die Wirtschaft gegenüber dem 4. Quartal 2019 deutlich. Für die EU insgesamt gab Eurostat ein vorläufiges Ergebnis von -4,8 % bekannt. Die Vereinigten Staaten verzeichneten mit umgerechnet -2,5 % gegenüber dem 4. Quartal 2019 einen ähnlich starken Rückgang des Bruttoinlandsprodukts wie Deutschland (-2,7 %).

[Quelle: www.destatis.de]

Die Großhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Jahr 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 1,8 % mehr und nominal (nicht preisbereinigt) 0,4 % weniger um als im Jahr 2019. Im 4. Quartal 2020 setzten die Großhandelsunternehmen real 4,7 % und nominal 2,9 % mehr um als im 4. Quartal 2019.

[Quelle: www.destatis.de]

Die globale Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und die von der Politik weltweit getroffenen Maßnahmen seit Frühjahr 2020 wird die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Arbeitswelt stark verändern. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sind unseres Erachtens noch nicht überschaubar. Derzeit beschäftigt uns die Rohstoffverknappung und -verteuerung, sowie die schnell wachsenden Anforderungen an die Veränderungsbereitschaft unserer Mitarbeiter.

2. Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen

Sondereffekt im Berichtsjahr 2020

Zwei konsolidierte Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Vorsteuerbeträge aufgrund von Rechnungen in Zusammenhang mit Warenlieferungen ihrer Lieferanten geltend gemacht. In Übereinstimmung mit der zu dem damaligen Zeitpunkt gültigen Rechtslage wurden diese Vorsteuerbeträge aufgrund bestimmter weitergeleiteter Entgelte seitens sog. Zentralregulierer in den Veranlagungszeiträumen 2009 bis März 2015 gekürzt. Aufgrund der Rechtsprechungsänderung des BFH (vgl. insbesondere BFH, Urteil vom 3. Juli 2014, V R 3/12, BStBl. II 2015, 307) war die Kürzung der Vorsteuerbeträge in den Veranlagungszeiträumen 2009 bis März 2015 rückgängig zu machen. Die Rückgängigmachung der ursprünglichen Vorsteuerkürzung hat zur Änderung der Umsatzsteuerfestsetzungen zugunsten der zwei Tochterunternehmen und somit zur Erhöhung des Konzernjahresüberschusses in Höhe von € 3.747.721,07 (Sondereffekt)* geführt.

Sondereffekt im Vorjahr 2019

Mit Wirkung zum 30.09.2019 wurde die GfR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH, Verl, (GFR Verl) veräußert. Dementsprechend wurde die Gesellschaft zu diesem Stichtag endkonsolidiert (Abgang aus dem Konsolidierungskreis). Die GFR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH, Jena, (GFR Jena) als 100%ige Tochtergesellschaft der GFR Verl, wurde ebenfalls zu diesem Stichtag endkonsolidiert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Posten der GuV um die bis zum Endkonsolidierungstichtag enthaltenen Werte der GuV-Posten der GfR Verl und der GfR Jena bereinigt und der Endkonsolidierungserfolg eliminiert. Im Vorjahr 2019 ergab sich hieraus eine Erhöhung des Konzernjahresüberschusses in Höhe von € 9.485.329,96 (Sondereffekt)*.

3. Darstellung der wirtschaftlichen Lage und des Geschäftsverlaufs der Gruppe

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns ist von den Ergebnissen der operativ tätigen Gesellschaften:

WIEDEMANN Industrie und Haustechnik GmbH, Burg

Walter WESEMEYER GmbH, Siek und

PETER HELLMICH KG, Berlin

abhängig.

Die nachfolgend angegebenen Kennzahlen werden für eine bessere Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf Basis der jeweils angepassten Konzern-GuV-Daten berechnet, so dass die unter Gliederungspunkt 2. beschriebenen Sondereffekte bei der Ermittlung der Kennzahlen nicht berücksichtigt werden.

Die wirtschaftliche Situation der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH ist insgesamt als stabil, die Ertragskraft als gut zu beurteilen.

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren werden seitens der Geschäftsführung Umsatzerlöse (gem. § 277 HGB) und ROI als Steuerungsgrößen der Gesellschaft definiert. Dabei ergibt sich die Kennzahl ROI aus Umsatzrentabilität multipliziert mit der Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals. Das Ergebnis gibt Aufschluss über den finanziellen Erfolg im Verhältnis zum gesamten gebundenen Kapital des Unternehmens. Für eine bessere Vergleichbarkeit wurden sowohl im Berichtsjahr 2020 als auch im Vorjahr 2019 die genannten Sondereffekte aus den Berechnungsgrößen "Gesamtleistung" und "Jahresüberschuss" herausgerechnet.

ROI (Return on Investment) = Kapitalumschlag x Umsatzrentabilität
Kapitalumschlag = Gesamtleistung / Gesamtvermögen
Umsatzrentabilität = Jahresüberschuss / Gesamtleistung x 100 (%)
Gesamtleistung = Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge
Finanzielle Leistungsindikatoren IST 2020 (angepasst, nur ROI) Prognose 2020 IST 2019 (angepasst)
Umsatzerlöse in T€ 195.980,2 212.066,2 197.986,2
ROI 3,3 4,1 2,5

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr (angepasst) um 2,0 Mio. € (1,0 %) vermindert. Die Entscheidung in 2020 auf Umsätze mit bestimmten Marktpartnern und solche mit unauskömmlichen Margen zu verzichten, dafür neue Schwerpunkte zu setzen benötigt in der Umsetzung mehr Zeit und Veränderungen als erwartet. Aus diesem Grund konnte auch die Prognose für 2020 nicht erreicht werden. Der gleiche Effekt zeigt sich bei den Abweichungen des ROI, dieser lag allerdings über dem Vorjahr (angepasst).

Als bedeutsame nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden seitens der Geschäftsführung die Mitarbeiterfluktuationsquote sowie die Anzahl der Mitarbeiter als Steuerungsgrößen der Gesellschaft definiert. Die Fluktuationsquote ermittelt sich aus den Anteilen der Mitarbeiter, die im Vergleich zur durchschnittlichen Belegschaft das Unternehmen jährlich durch eigene Kündigung verlassen haben. Die Zielsetzung ist dabei, die Mitarbeiterzufriedenheit zu ermitteln und zu verbessern.

Fluktuationsquote = Anzahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen im Berichtsjahr verlassen haben (differenziert nach eigener Kündigung) / Ø Mitarbeiterzahl des Berichtsjahres

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren IST 2020 Prognose 2020 IST 2019 (angepasst)
Mitarbeiterfluktuationsquote 4,2 % 4,0 % 5,7 %
Anzahl Mitarbeiter (Auszubildende) * 635 (49) 659 (55) 651 (50)

* Diese Kennzahl gibt die Anzahl der Mitarbeiter zzgl. (Auszubildende) zum Stichtag

Die Angabe der Anzahl der Mitarbeiter des Vorjahres (IST 2019) wurde für eine bessere Vergleichbarkeit um die Mitarbeiter der endkonsolidierten GFR - Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH bereinigt.

Grundsätzlich war brachenweit eine höhere Fluktuation und Wechselneigung der Mitarbeiter zu spüren. Mittlerweile gilt dies nicht nur für die Logistik, sondern auch für die kaufmännischen Bereiche, so dass die Auswirkungen des Arbeitnehmermarktes durch zunehmend schwierigere Nachbesetzungen zu spüren sind. Durch die Intensivierung der Mitarbeiterbetreuung, Incentives und ein umfassendes Leistungspaket für die Mitarbeiter ist es in 2020 gelungen, die Mitarbeiterfluktuation zu senken, die Prognose wurde aber leicht verfehlt. Im Wesentlichen durch die vorgenannten Gründe verursacht, lag die Anzahl der Mitarbeiter sowohl unter Plan als auch unter Vorjahr.

Zum Vergleich: Nachdem die Mitarbeiterfluktuationsquote im gesamten Großhandel in den letzten Jahren im Durchschnitt bei rund 10 % stagnierte, ist im Jahr 2020 ein Anstieg zu erkennen, der den Durchschnittswert jetzt auf rund 11 % ansteigen lässt. [Quelle: www.aga.de]

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 193,4 T€ auf 127.753,3 T€ gestiegen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 76,5 % (Vorjahr 70,5 %) und liegt damit auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau.

Kapitalstruktur

Die Nettobankschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich liquider Mittel) haben sich wie folgt entwickelt:

2020 2019
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.112,7 T€ 19.844,1 T€
Liquide Mittel 3.215,2 T€ 445,8 T€
Nettobankschulden 6.897,5 T€ 19.398,3 T€

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten in der Gesamtsumme gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden (- 9.731,4 T€). Gründe hierfür liegen in der planmäßigen Tilgung der langfristigen Darlehen sowie in der Rückführung von kurzfristigen Krediten, welches im Zusammenhang mit den Mittelzuflüssen aus den unter Gliederungspunkt 2. beschriebenen Sondereffekten steht.

Unabhängig davon bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2020 nicht ausgeschöpfte Kreditlinien.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Skontierungsmöglichkeiten wurden grundsätzlich genutzt.

Investitionen

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2020 beliefen sich insgesamt auf 3.058,0 T€.

Für Sachanlagen wurde 2020 eine Summe in Höhe von 2.307,3 T€, für immaterielle Vermögensgegenstände von 50,7 T€ investiert. Die immateriellen Vermögensgegenstände kommen aus dem Bereich IT und resultieren aus dem Kauf von Software.

Der größte Anteil der Investitionen wurde für Modernisierungen und Ergänzungen im Bereich des Fuhrparkes aufgewendet. Insgesamt wurden in der Gruppe 14 LKW und 21 PKW im Gesamtwert von 1.308,6 T€ neu angeschafft. Bei der Lagertechnik wurde in 5 Gabelstapler investiert. Diese hatten einen Wert von insgesamt 132,0 T€.

Weitere große Investitionen wurden bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt und belaufen sich insgesamt auf 854,2 T€. Sie schlüsseln sich auf in diverse Regalanlagen (218,8 T€), technische Gebäudeausrüstung (115,3 T€) und verschiedene Maschinen im Luftkanalbau (55,7 T€), auf den IT-Bereich (58,3 T€) sowie in die Ausgestaltung der Badausstellung in Berlin-Marzahn (168,4 T€).

Der restliche Betrag wurde für sonstige Investitionen verwendet.

Im Finanzanlagevermögen ist ein Zugang von 700,0 T€ zu verzeichnen. Dabei handelt es sich um die Aufstockung einer bestehenden Beteiligung.

Liquidität

2020 2019
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 14.768,2 T€ 2.876,5 T€
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.686,4 T€ 4.628,3 T€
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 2.992,9 T€ - 3.980,9 T€

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist positiv und wurde wie im Vorjahr maßgeblich durch die im Jahresergebnis enthaltenen Sondereffekte (siehe Gliederungspunkt 2.) beeinflusst. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ergibt sich aus den im Geschäftsjahr vorgenommenen Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist auf die Tilgung von langfristigen Bankverbindlichkeiten zurückzuführen.

Ertragslage

Die Umsatzrentabilität (bereinigt um Sondereffekte) ist zusammenfassend im Vergleich zum Vorjahr von 1,6 % auf 2,1 % gestiegen.

Im Großhandel wurden diverse Projekte auf den Weg gebracht, die in den Folgejahren ihre Früchte tragen werden. Weitere Maßnahmen zur Optimierung der Organisationsstruktur sowie auf der Prozessebene werden sich ebenfalls ergebniserhöhend auswirken.

Umsatzrentabilität = Jahresüberschuss / Gesamtleistung x 100 (%)

2020 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 7,9 Mio. € (Vorjahr 12,7 Mio. €) erzielt. Bereinigt um die jeweiligen Sondereffekte (siehe Gliederungspunkt 2.) ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr 3,2 Mio. €).

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2020 betrugen 196,0 Mio. €, im Vorjahr (angepasst) 198,0 Mio. €. Im Verhältnis zum angepassten Vorjahreswert verzeichnete der Konzern damit einen Umsatzrückgang in Höhe von ca. 1,0 %.

Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2020 verlief für die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH nicht zufriedenstellend. Die Auswirkungen verschiedener Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung der Ertragskraft sind noch nicht deutlich genug. Sie werden durch weitere gezielte Veränderungen und schneller Durchsetzung weiter verfolgt und zum Erfolg gebracht.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risikobericht

Generell ist zwischen den kalkulierbaren unternehmensinternen und den unkalkulierbaren externen Risiken und Chancen zu unterscheiden. Risiken, die nicht beeinflussbar sind, liegen größtenteils in wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen und Rahmenbedingungen. Mitunter trifft die Politik kurzfristige Entscheidungen, welche das Investitionsverhalten von Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten beeinflusst. Für 2021 trifft dies auf Grund der aktuellen COVID-19 Pandemie in besonderem Maße zu. Für Unternehmen wird damit eine seriöse Planung fast unmöglich.

Der wirtschaftliche Erfolg der WIEDEMANN-Gruppe ist aufgrund der COVID-19 Pandemie im zurückliegenden Zeitraum relativ wenig beeinflusst. Der SHK-Großhandel wird als systemrelevant klassifiziert, womit der Gesellschaft eine komplette Schließung erspart geblieben ist. Die Ausstellungen mussten wir je nach Bundesland zeitweise schließen oder durften nur unter Auflagen öffnen. Einen Umsatzeinbruch können wir aber bisher damit nicht begründen. Inzwischen sind wir auch in diesem Bereich in der Lage, online zu beraten und zu verkaufen und damit wesentliche Vorarbeiten zum Vertragsabschluss zu leisten.

Eine belastbare Prognose der längerfristigen Auswirkungen ist mangels vergleichbarer Erfahrungen nur eingeschränkt möglich. Die Pandemie hat sicherlich Sondereffekte auf die Instandsetzung/Sanierung im privaten Bereich, größere Projekte könnten sich allerdings verzögern, da Baugenehmigungen durch die Pandemie noch einmal mehr Zeit in Anspruch nehmen. Darüber hinaus werden sich die neuen Erkenntnisse zu Arbeitspraktiken auf Veränderungen im Bestand und in der Neuplanung zum Beispiel von Büros führen. Gegebenenfalls beeinflussen auch die Kosten der Pandemie die Investitionsbereitschaft.

Die WIEDEMANN-Gruppe hat umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebes getroffen und hält diese bis heute konsequent nach.

Die Pandemie hat die Veränderungsbereitschaft von Mitarbeitern, Unternehmen und Märkten beschleunigt. Der Vertriebsweg Online und die digitale Transformation fördern im Wettbewerb die Transparenz und erhöhen dadurch den Druck auf den traditionellen Vertriebsweg. Großhandelsunternehmen müssen dem Handwerker wie dem Endkunden die Vorteile des mehrstufigen Vertriebswegs nachhaltiger darstellen. Dabei kommt uns die große Bandbreite an Dienstleistungsangeboten, die wir bereits anbieten und stetig erweitern und am Markt stark forcieren, zugute. Dadurch unterscheiden wir uns deutlich vom Wettbewerb.

Unsere Mitarbeiter erwarten immer kürzer werdende Veränderungszyklen und die damit einhergehenden steigenden Anforderungen an die Fachkräfte erhält damit eine immer stärkere Gewichtung. Nicht zuletzt auf Grund des demographischen Wandels. Sich schnell umzustellen und auf die veränderten Verhältnisse einzustellen, ist heute die Herausforderung. Ein entscheidender Erfolgsfaktor der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH ist dabei der Grundsatz "Fördern und Fordern". Ziel von WIEDEMANN ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu qualifizieren und fundiert zu schulen, damit diese den stets hohen Erwartungen am Markt einen Schritt voraus sind. Entsprechend dieser Maxime wurden innerhalb der Gruppe einheitliche Führungsleitlinien erarbeitet und umgesetzt. Eine angepasste Organisationsstruktur in Verbindung mit einer Führungskultur, die die Führungskräfte und Mitarbeiter in die Entwicklung und Umsetzung der Pläne einbindet, wird die Erreichung der Unternehmensziele unterstützen.

Wesentliche Abhängigkeiten zu Lieferanten bestehen nicht, da diese in aller Regel substituierbare Produkte anbieten. Konzentrationen auf spezielle Lieferanten dienen vielmehr der Marktdurchdringung und der Verbesserung der Einkaufskonditionen.

Eine besondere Umweltgefährdung durch das Unternehmen und sein Sortiment ist nicht gegeben. Unser Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.

Wesentliche Bestandteile unseres in der Aufbau- und Ablauforganisation integrierten Risikomanagementsystems sind:

der Controlling- und Planungsprozess

die in einem Organisationshandbuch, welches im Intranet abrufbar ist, festgelegten einheitlichen Richtlinien und Organisationsanweisungen

die regelmäßige Berichterstattung der Niederlassungs- und Regionalvertriebsleiter an die Vertriebsleitung anlässlich der regelmäßig stattfindenden Führungsbesprechungen

die monatlichen Besprechungen der erweiterten Geschäftsleitung

ein bedarfsgerecht tagender Kreditausschuss

die regelmäßig stattfindenden Besprechungen aller Niederlassungs-, Bereichs- und Vertriebsverantwortlichen

Um etwaigen Risiken zu begegnen, ergreifen wir unter anderem die folgenden Maßnahmen:

das Vorhandensein aktueller Organisations- und Verfahrensanweisungen

regelmäßige Wartung unserer technischen Anlagen

Nutzung eines EDV-Rechenzentrums zur Sicherung der Laufbereitschaft für die Anwender sowie entsprechender Datensicherung

Sicherung der Standorte durch Einbruchmeldeanlagen

Schulungs- und Weiterbildungsprogramme für unsere Mitarbeiter

Abschluss geeigneter Sachversicherungen

konsequentes Forderungsmanagement

Durchführung von Kundenratings bzw. Bonitätschecks über Ratingagenturen oder Heranziehung der im Bundesanzeiger veröffentlichten wirtschaftlichen Eckdaten der Kunden

Warenkreditlimite orientieren sich dabei an den Bonitätsklassen, den Zahlungserfahrungen mit dem jeweiligen Kunden sowie weiteren Faktoren, aus denen sich die Zuordnung einer Risikoklasse und infolgedessen ein Kreditlimit ergibt.

Eine Vielzahl unserer Kunden nimmt am SEPA-Firmenlastschriftverfahren teil, davon die Mehrzahl unter Nutzung von Skontierungsmöglichkeiten. In der Gesamtbetrachtung und unter Anwendung der gruppenweiten Bewertungsrichtlinien wurden zur Risikovorsorge ausreichende Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Um dem steigenden Druck auf Margen und Marktanteile zu begegnen, wurden Optimierungen in der Organisationsstruktur sowie in den Prozessabläufen umgesetzt. Ziel ist es, bei konstanten Ressourcen weitere Marktanteile zu erobern und so die Umsatzrentabilität zu steigern.

Die Bestände in Handelsware nehmen eine signifikante Größe des Working Capitals ein. Durch die konsequente Umstellung der Lagerverwaltung auf ein intelligentes Bestandsmanagement (Full WM) konnten Bestandsreduzierungen gleichermaßen wie die Erhöhung der Lieferqualität erreicht werden. Das angebotene Warensortiment ist wohl diversifiziert. Ergänzt wird es unter anderem durch die Sparte Elektro.

Ein aktives Cash Management dient zur Steuerung und Minimierung von Liquiditätsrisiken. Entsprechende Frühwarnsysteme sind implementiert. Auswirkungen durch Haftungsrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden durch im Berichtsjahr optimierte Versicherungen begegnet. Durch ein sehr strenges Forderungsmanagement werden Ausfälle nachhaltig auf einem sehr geringen Niveau gehalten.

Langfristige Rahmenverträge in Verbindung mit der Bündelung von Bedarfsvolumina stärken die Beziehung zu Lieferanten. Es ist weiterhin das Ziel, die Einkaufsstärke der Gruppe auch zur Reduzierung dieses Risikos zu nutzen.

Die IT-Verfügbarkeit ist durch das Hosting in einem Rechenzentrum in Teilbereichen optimiert.

2. Gesamtbild über die Risikolage der Gesellschaft

Nach Prüfung der Risikolage der Gesellschaft liegen keine Risiken vor, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Risiken Wahrscheinlichkeit
Umsatzrisiken mittel
Warenbestandrisiken hoch
Margenrisiken mittel
Fachkräftemangel mittel
Forderungsausfallrisiken gering bis mittel
Alternative Vertriebswege mittel

Die Risikoeinschätzung von Umsatzverlusten bewerten wir auf Grund unserer Kundenstruktur grundsätzlich als gering. Das Risiko steigt jedoch durch drohenden Lieferengpässe in Fertigungsketten und einen enormen Preisanstieg bei einigen wichtigen Rohstoffen. Daher schätzen wir das Risiko als mittel ein.

Zunehmend limitierend erweist sich der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern.

Das betrifft sowohl das Handwerk (z.B. Auszubildende) als auch den Großhandel (z.B. Berufskraftfahrer).

Die alternativen Vertriebswege nehmen an Bedeutung zu. Daher wird nun das Risiko als mittel eingestuft.

3. Prognosebericht

Die Perspektiven der deutschen Wirtschaft werden weiterhin von der Coronavirus-Pandemie geprägt. Im Sommer holte die Wirtschaft einen großen Teil der vorangegangenen Aktivitätseinbußen wieder auf. Im Winterhalbjahr 2020/2021 wird sie aber infolge der erneut aufgeflammten Pandemie voraussichtlich einen begrenzten Rückschlag erleiden.

Danach dürfte die deutsche Wirtschaft jedoch wieder kräftig wachsen. Dabei wird unterstellt, dass die Eindämmungsmaßnahmen ab dem Frühjahr 2021 aufgrund medizinischer Fortschritte rasch gelockert werden und schließlich in den ersten Monaten des Jahres 2022 vollständig auslaufen. Dadurch werden zuvor pandemiebedingt verschlossene Konsummöglichkeiten wieder eröffnet und genutzt, und die gegenwärtig außerordentlich hohe Ersparnisbildung sinkt kräftig. Angetrieben wird die wirtschaftliche Erholung daher vor allem vom privaten Konsum.

In diesem als am wahrscheinlichsten angesehenen Szenario steigt das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in kalenderbereinigter Rechnung nach einem Rückgang um 5.5 % im laufenden Jahr in den kommenden beiden Jahren mit Raten von 3,0 % und 4.5 % kräftig an. Im Jahr 2023 nähert sich der BIP-Anstieg dann dem des Potenzialwachstums an. Das Vorkrisenniveau wird Anfang 2022 wieder erreicht und das Produktionspotenzial nur wenig später.

[Quelle: www.bundesbank.de]

Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage hat sich geringfügig verbessert. Der entsprechende Wert verzeichnet einen Anstieg um 1,4 Punkte auf 77,2 Punkte, wobei Werte über 100 eine positive Stimmung und Werte unter 100 Punkten eine negative Stimmung zum Ausdruck bringen. Der deutliche Stimmungseinbruch vom Mai 2020 hat sich insgesamt betrachtet nicht weiter fortgesetzt. Die Großhändler bleiben aber weiterhin skeptisch. Dies wird auch durch die Einschätzung des überwiegenden Anteils der befragten Unternehmen unterstrichen, die erwarten, dass die Corona-Krise erst im Laufe des Jahres 2021 oder später überwunden wird.

Die Einschätzung der Unternehmen zur zukünftigen Geschäftslage hat sich dagegen deutlich verbessert. Vom Tiefpunkt mit 61,5 Punkten konnte diese um 14,1 Punkte zulegen. Sie liegt mit 75,6 Punkten nur geringfügig unter der Bewertung der aktuellen Geschäftslage. Mit Blick auf die Bewältigung der Pandemie und eine weitere Lockerung der Maßnahmen zu deren Eindämmung dürfte sich die Einschätzung der Geschäftserwartungen weiter verbessern.

Insgesamt ergibt sich für den BGA-Großhandelsklima-Indikator ein Wert von 76,4 Punkten. Er verbessert sich somit von 68,6 Punkten im Mai um 7,4 Punkte. Die Stimmung ist weiterhin sehr verhalten, kann sich aber im Zuge einer weiteren Aufhellung verbessern. Die Unternehmen erwarten eine Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage sowie insbesondere eine Verbesserung bei Auftragslage und Kapazitätsauslastung. Sie halten sich im Moment jedoch mit Investitionen zurück und nutzen die Möglichkeiten der Kurzarbeit.

[Quelle: www.bga.de]

Auf Basis dieser Annahmen wird im Jahr 2021 bei den finanziellen Leistungsindikatoren mit einem ROI in Höhe von 3,9 und Umsatzerlösen in Höhe von 218.846,0 T€ gerechnet. Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird im Jahr 2021 mit 646 Mitarbeitern und 51 Auszubildenden sowie mit 4,0 % bei der Mitarbeiterfluktuationsquote gerechnet.

 

Sarstedt, 27. September 2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 409.268,19 603,4
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.859.023,00 4.410,3
3. Geleistete Anzahlungen 67,12 0,1
4.268.358,31 5.013,8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.303.957,15 21.955,2
2. Technische Anlagen und Maschinen 733.563,41 718,4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.008.664,25 8.116,1
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 252.291,42 230,7
30.298.476,23 31.020,4
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 13.125.012,13 12.425,0
2. Sonstige Ausleihungen 3.000.000,00 3.000,0
16.125.012,13 15.425,0
50.691.846,67 51.459,2
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 128.773,31 133,3
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 5.234,0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 33.952.184,94 26.255,4
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -20.040,24 -29,8
34.060.918,01 31.592,9
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.343.479,80 12.162,1
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.436.564,68 1.490,2
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.980.050,00 910,0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 24.698.320,34 29.180,6
39.458.414,82 43.742,9
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.215.157,75 445,8
76.734.490,58 75.781,6
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.107,60 59,5
D. Aktive latente Steuern 247.875,00 259,6
127.753.319,85 127.559,9

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Stammkapital 2.000.000,00 2.000,0
II. Kapitalrücklage 1.971.368,42 1.971,4
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.002.086,47 5.002,1
IV. Stille Einlage 12.000.000,00 12.000,0
V. Konzernbilanzgewinn 76.255.948,45 68.488,8
97.229.403,34 89.462,3
VI. Nicht beherrschende Anteile 473.220,55 504,5
97.702.623,89 89.966,8
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.326.506,83 196,0
2. Sonstige Rückstellungen 3.329.200,00 3.671,3
4.655.706,83 3.867,3
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.112.733,16 19.844,1
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.168.526,05 9.490,3
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 459.506,07 398,1
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.560.423,08 3.884,8
25.301.188,36 33.617,3
D. Rechnungsabgrenzungsposten 100,00 0,4
E. Passive latente Steuern 93.700,77 108,1
127.753.319,85 127.559,9

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019 2020 2019
Ohne Sondereffekte*
T€ T€
1. Umsatzerlöse 195.980.189,69 217.923,3 195.980.189,69 197.986,2
2. Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Leistungen 0,00 933,2 0,00 0,0
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.270.494,72 10.066,6 787.614,53 363,6
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 142.488.614,69 147.048,0 142.488.614,69 144.122,0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 125.347,49 3.055,2 125.347,49 119,3
142.613.962,18 150.103,2 142.613.962,18 144.241,3
5 Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.748.446,48 31.525,5 21.748.446,48 22.668,5
b) Soziale Abgaben 4.479.105,44 6.439,2 4.479.105,44 4.587,5
26.227.551,92 37.964,7 26.227.551,92 27.256,0
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.522.417,26 3.808,2 3.522.417,26 3.346,1
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.399.698,99 23.725,2 19.303.013,54 19.798,9
8. Erträge aus Beteiligungen 1.190.537,67 1.106,5 1.190.537,67 1.106,5
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 365.598,43 252,5 365.598,43 278,5
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 497.913,30 481,7 234.526,80 392,3
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.229.763,63 1.146,0 1.854.676,46 1.156,5
12. Ergebnis nach Steuern 8.315.513,23 13.053,1 4.567.792,16 3.543,7
13. Sonstige Steuern 185.607,17 206,2 185.607,17 182,1
14. Vergütung an stille Gesellschafter 203.093,24 128,0 203.093,24 128,0
15. Jahresüberschuss 7.926.812,82 12.718,9 4.179.091,75 3.233,6
16. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Teil des Jahresüberschusses 107.840,64 70,5 107.840,64 70,5
17. Konzernjahresüberschuss vor Ergebnisverteilung 7.818.972,18 12.648,4 4.071.251,11 3.163,1
18. Gewinnvortrag 68.488.802,45 55.840,4
19. Verrechnung Gesellschafteraustritt - 10.796,04 0,0
20. Ergebnisverteilung an die Kommanditisten -41.030,14 0,0
21. Konzernbilanzgewinn 76.255.948,45 68.488,8

Sondereffekt im Berichtsjahr 2020

Zwei konsolidierte Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Vorsteuerbeträge aufgrund von Rechnungen in Zusammenhang mit Warenlieferungen ihrer Lieferanten geltend gemacht. In Übereinstimmung mit der zu dem damaligen Zeitpunkt gültigen Rechtslage wurden diese Vorsteuerbeträge aufgrund bestimmter weitergeleiteter Entgelte seitens sog. Zentralregulierer in den Veranlagungszeiträumen 2009 bis März 2015 gekürzt.

Aufgrund der Rechtsprechungsänderung des BFH (vgl. insbesondere BFH, Urteil vom 3. Juli 2014, V R 3/12, BStBl II 2015, 307) war die Kürzung der Vorsteuerbeträge in den Veranlagungszeiträumen 2009 bis März 2015 rückgängig zu machen. Die Rückgängigmachung der ursprünglichen Vorsteuerkürzung hat zur Änderung der Umsatzsteuerfestsetzungen zugunsten der zwei Tochterunternehmen und somit zur Erhöhung des Konzernjahresüberschusses in Höhe von € 3.747.721,07 (Sondereffekt)* geführt.

Sondereffekt im Vorjahr 2019

Mit Wirkung zum 30.09.2019 wurde die GfR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH, Verl, (GFR Verl) veräußert. Dementsprechend wurde die Gesellschaft zu diesem Stichtag endkonsolidiert (Abgang aus dem Konsolidierungskreis). Die GFR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH, Jena, (GFR Jena) als 100%ige Tochtergesellschaft der GFR Verl, wurde ebenfalls zu diesem Stichtag endkonsolidiert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Posten der GuV um die bis zum Endkonsolidierungstichtag enthaltenen Werte der GuV-Posten der GfR Verl und der GfR Jena bereinigt und der Endkonsolidierungserfolg eliminiert. Im Vorjahr 2019 ergab sich hieraus eine Erhöhung des Konzernjahresüberschusses in Höhe von € 9.485.329,96 (Sondereffekt)*.

Anhang zum Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020

I. Vorbemerkungen

1 Die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (WBV) hat ihren Sitz in Sarstedt und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Hildesheim (HRB 2112).

2 Die Verpflichtung zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB.

3 Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

II. Änderung des Konzernjahresabschlusses zum 31.12.2020

4 Wir haben festgestellt, dass der Jahresabschluss zum 31.12.2020 der WBV (WBV-Einzelabschluss) und damit auch der Konzernjahresabschluss zum 31.12.2020 in der unter dem 10. Mai 2021 aufgestellten Fassung mit Fehlern behaftet war. Die Ursache dieser Fehler ist auf eine unzutreffende Abbildung einer im Geschäftsjahr abgeschlossenen Vereinbarung zurückzuführen. In der vorliegenden Fassung des Konzernjahresabschlusses wurden diese Fehler berichtigt.

Die Berichtigungen betreffen die Konzernbilanzposten "Aktiva, B. Umlaufvermögen, II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, 5. Sonstige Vermögensgegenstände" (Änderung um EUR +1.411.291,42 von TEUR 23.287,0 auf TEUR 24.698,3, "Passiva, A. Eigenkapital, V. Konzernbilanzgewinn" (Änderung um EUR +1.142.546,49 von TEUR 96.560,1 auf TEUR 97.702,6 und "Passiva, C. Verbindlichkeiten, 4. Sonstige Verbindlichkeiten" (Änderung um EUR +268.744,93 von TEUR 5.291,7 auf TEUR 5.560,4. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Posten "1. Umsatzerlöse" (Änderung um EUR +1.414.447,00 von TEUR 194.565,7 auf TEUR 195.980,2), "11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" (Änderung um EUR +271.900,51 von TEUR 2.957,9 auf TEUR 3.229,8) sowie das Jahresergebnis (Änderung um EUR +1.142.546,49 von TEUR 6.784,3 auf TEUR 7.926,8) betroffen.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

5 Der Konzernabschluss umfasst neben der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung vier (Vorjahr: vier) inländische Tochterunternehmen. Es handelt sich um Mehrheitsbeteiligungen.

6 Zum 01.01.2014 wurde darüber hinaus der Konsolidierungskreis in laufender Rechnung um die Azzeko Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG (Azzeko) erweitert. Es handelt sich um eine Objektgesellschaft, deren vornehmliche Tätigkeit es ist, eigenes Vermietvermögen zu verwalten. Die Konsolidierung erfolgt gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

7 Mit Wirkung zum 30.09.2019 wurde die GfR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH, Verl, (im Folgenden: GFR Verl) veräußert. Dementsprechend wurde die Gesellschaft zu diesem Stichtag endkonsolidiert (Abgang aus dem Konsolidierungskreis). Die GFR Gesellschaft für Regelungstechnik und Energieeinsparung mbH, Jena, (im Folgenden: GFR Jena) als 100%ige Tochtergesellschaft der GFR Verl, wurde ebenfalls zu diesem Stichtag endkonsolidiert.

8 Aufgrund der Endkonsolidierung sind einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit den angegebenen Vorjahreszahlen vergleichbar.

Darüber hinaus ergibt sich eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, da im Jahresergebnis der Einzelabschlüsse zweier Tochtergesellschaften wesentliche außerordentliche Erträge aus der Umsatzsteuererstattung einer Zentralregulierungsstelle enthalten sind.

Neben der Bereinigung des im jeweiligen Geschäftsjahr eingetretenen Sondereffekts wurden bei der Anpassung der Vorjahreszahlen die zeitanteiligen Ergebnisse der endkonsolidierten Unternehmen zusätzlich eliminiert.

Um die Vergleichbarkeit der Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung herzustellen, wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um zwei Spalten erweitert.

Bei den Posten der Bilanz ergeben sich keine wesentlichen Einschränkungen der Vergleichbarkeit.

9 Auf die Einbeziehung von zwei inländischen Tochterunternehmen wurde wie in Vorjahren wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet. Die Beschaffung und Aufbereitung der Abschlussdaten würde zu nicht im Verhältnis stehenden unangemessenen Verzögerungen führen.

10 Folgende Gesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen und sind daher bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HBG von den Verpflichtungen befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des HGB aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen:

Name, Sitz

WIEDEMANN Industrie- und Haustechnik GmbH, Burg

Walter WESEMEYER GmbH, Siek

PETER HELLMICH KG, Sanitär- und Heizungshandel, Berlin

PETER HELLMICH Verwaltungs-GmbH, Berlin

Azzeko Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz

Konsolidierungsstichtag

11 Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben ein dem Kalenderjahr entsprechendes Geschäftsjahr. Konsolidierungsstichtag ist der 31. Dezember.

Kapitalkonsolidierung

12 Der Konzernabschluss wurde erstmals auf den 31. Dezember 2001 erstellt. Die Erstkonsolidierung wurde auf diesen Zeitpunkt vorgenommen. Abweichend hiervon erfolgte die Erstkonsolidierung der Azzeko auf den 1. Januar 2014 und der PETER HELLMICH KG sowie der PETER HELLMICH Verwaltungs-GmbH auf den 1. Januar 2018.

13 Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen- Die Kapitalkonsolidierung der Azzeko sowie der PETER HELLMICH KG und der PETER HELLMICH Verwaltungs-GmbH erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Soweit Dritte an den einbezogenen Unternehmen beteiligt sind, sind deren Anteile innerhalb des Eigenkapitals als "Nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen.

14 Die Verrechnungen wurden jeweils zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss sowie bei Zuerwerben, Neugründungen oder ähnlichen Erweiterungen des Konsolidierungskreises zum jeweiligen Zeitpunkt der Erweiterung des Konsolidierungskreises vorgenommen.

15 Nach Zuschreibung oder Verrechnung i.S. des § 301 Abs. 3 HGB verbleibende Unterschiedsbeträge wurden in der Konzernbilanz gemäß § 301 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite als "Geschäfts- oder Firmenwert" bzw. auf der Passivseite als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Schuldenkonsolidierung

16 Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden verrechnet.

Behandlung von Zwischenergebnissen

17 Zwischengewinne wurden bezugnehmend auf § 304 Abs. 2 HGB aufgrund der Geringfügigkeit nicht berücksichtigt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

18 Aufwendungen und Erträge, die aus Geschäftsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden verrechnet.

Latente Steuern

19 Neben den latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen wurden bei aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen bestehenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, für die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen auf der Passivseite der Konzernbilanz und für sich daraus ergebenden Steuerentlastungen auf der Aktivseite der Konzernbilanz Posten für latente Steuern gebildet.

Nicht beherrschende Anteile

20 Für nicht der WBV gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.

Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

21 Die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung von Sonderposten aus der Konsolidierung bzw. aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen entsprechend der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung der WBV gegliedert.

IV. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

22 Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten und entsprechen dem Vorsichts- und Realisationsprinzip sowie den Grundsätzen der Bewertungsstetigkeit, Einzelbewertung und Periodenabgrenzung unter der Prämisse der Unternehmensfortführung.

23 Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die Nutzungsdauern betragen 1 bis 5 Jahre.

24 Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Gebäude und übrigen Anlagenwerte werden linear, einige auch degressiv, auf Basis der nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Bei Zu- und Abgängen wird die Abschreibung zeitanteilig vorgenommen.

Die Nutzungsdauer der Sachanlagen beträgt für

Bauten: 9 - 50 Jahre,

Technische Anlagen und Maschinen: 3 bis 20 Jahre,

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 20 Jahre.

25 Niedrigere Wertansätze von Vermögensgegenständen, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind und auf nur steuerlich anerkannten Abschreibungsmethoden und -dauern basieren, werden in Ausübung des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 4 EGHGB unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften fortgeführt.

26 Geringwertige Anlagegüter haben nur einen untergeordneten Wertumfang und werden bei Anschaffungskosten bis € 250 im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst.

27 Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

28 Die Handelswaren sowie Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des gleitenden Durchschnittspreises (GLD) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag und der festgelegten Gruppenbewertungsrichtlinien angesetzt. Dabei wurden Reichweitenabschläge und Abschläge für schlechtere Wiederverkaufbarkeit (Niederstwert) sowie Abschläge für Skonti, Boni und Delkredere berücksichtigt.

29 Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten umfassen. Vertriebskosten und Zinsen werden nicht berücksichtigt, auf den Ansatz der allgemeinen Verwaltungskosten und der Kosten für Altersvorsorge wird verzichtet. Soweit erforderlich, sind niedrigere beizulegende Werte angesetzt.

30 Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert und direkt von den Vorräten abgesetzt.

31 Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

32 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erkennbarer und latent vorhandener Ausfallrisiken bewertet. Erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

33 Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe des Nominalwertes angesetzt worden.

34 Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen bzw. auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

35 Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nominalbetrag bewertet.

36 Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

37 Die Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

38 Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

39 Bei dem ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich ausschließlich um einen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der sich wie folgt zusammensetzt:

Konsolidiertes Unternehmen aus Jahr 31.12.2020 31.12.2019
T€ T€
- PETER HELLMICH KG, Berlin 2018 3.859 4.410

Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear entsprechend der typisierten Nutzungsdauer von 10 Jahren.

40 Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig zahlbar.

41 Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Beteiligungserträgen.

42 Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist in Höhe der geleisteten Ausgaben angesetzt.

43 Der Posten für aktive latente Steuern basiert auf einem höheren Wert eines bilanzierten Gebäudes in der Steuerbilanz des konsolidierten Unternehmens, der sich in den folgenden Jahren aufgrund planmäßiger Abschreibungen wieder angleicht (T€ 12 p.a,). Den Berechnungen liegt ein Steuersatz von 30% zugrunde.

Aktive latente Steuern aus temporären Differenzen

Stand 01.01.2020 Veränderung durch Auflösung temporärer Differenzen Stand 31.12.2020
259.395 € 11.720 € 247.875 €

44 Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt lt. Satzung T€ 2.000 ist voll eingezahlt.

45 Die stille Einlage in Höhe von insgesamt T€ 12.000 wird im Eigenkapital ausgewiesen und ist zum Nominalwert bewertet. Es handelt sich um eine typisch stille Beteiligung.

46 Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (T€ 1.175; Vorjahr T€ 1.766), Provisionen (T€ 648; Vorjahr T€: 1.080), Prozessrisiken (T€ 208; Vorjahr: T€ 116) Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 171; Vorjahr: T€ 177), Archivierungskosten (T€ 100; Vorjahr T€ 100) sowie ausstehende Rechnungen (T€ 82; Vorjahr: T€ 174).

47 Die Angaben zu den Restlaufzeiten sind dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit von
Gesamt bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr davon mehr als fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.112.733 1.338.066 8.774.666 4.891.154
(19.844.096) (8.910.324) (10.933.772) (5.993.612)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.168.526 9.168.526 0 0
(9.490.287) (9.490.287) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 459.506 459.506 0 0
(398.074) (398.074) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.560.423 4.060.423 1.500.000 0
(3.884.866) (2.384.866) (1.500.000) (0)
25.301.188 15.026.522 10.274.666 4.891.154
(33.617.324) (21.183.552) (12.433.772) (5.993.612)

48 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 5.174 (Vorjahr: T€ 6.674) durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

49 Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

50 Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 1.259 (Vorjahr: T€ 1.095) Verbindlichkeiten aus Steuern, mit T€ 1.091 (Vorjahr: T€ 984) kreditorische Debitoren, mit T€ 1 (Vorjahr: T€ -1) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und mit T€ 3.209 (Vorjahr: T€ 1.807) übrige sonstige Verbindlichkeiten.

51 Die passiven latenten Steuern resultieren aus der anteiligen Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklagenanteil in der Steuerbilanz, der im Übrigen, entsprechend den Regelungen des BilMoG den Gewinnrücklagen ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung zugerechnet wurde. Der Sonderposten stammt aus Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz und nach dem Zonenrandförderungsgesetz. Darüber hinaus bestehen keine Steuerlatenzen. Die latenten Steuern werden mit dem Steuersatz des betroffenen Unternehmens (13,30%) bemessen.

Passive latente Steuern aus temporären Differenzen

Stand 01.01.2020 Veränderung durch Auflösung temporärer Differenzen Stand 31.12.2020
108.075 € 14.374 € 93.701 €

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

52 Die Umsatzerlöse entfallen fast ausschließlich auf Handelsumsätze und gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2020 31.12.2019
Mio. € Mio. €
Erlöse Inland 202,7 223,3
Erlöse Ausland 0,1 1,3
abz. Kundenskonti -6,8 -6,7
196,0 217,9

53 Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von T€ 5.483 (Vorjahr: T€ 9.499) Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung. Dies betrifft im Geschäftsjahr Erträge aus der Erstattung von Umsatzsteuer aus der Zentralregulierung und im Vorjahr den Abgangserfolg aus der Endkonsolidierung der GFR Verl und GFR Jena. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 389; Vorjahr: T€ 164), sonstige periodenfremde Erträge (T€ 169; Vorjahr: T€ 66), Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen (T€ 95; Vorjahr: T€ 103), Erträge der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (T€ 37; Vorjahr: T€ 65) sowie Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 43; Vorjahr T€ 61) ausgewiesen.

54 In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 6.250 (Vorjahr: 482) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um den Ertrag aus der Erstattung von Umsatzsteuer aus der Zentralregulierung (T€ 5.483; Vorjahr T€ 0,0) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 389; Vorjahr: T€ 164), ausgebuchten Verbindlichkeiten (T€ 37; Vorjahr: 65) sowie Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 43; Vorjahr: T€ 61.

55 Der Personalaufwand enthält insgesamt T€ 91 (Vorjahr: T€ 109) Aufwendungen für Altersversorgung.

56 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Betriebsaufwendungen (T€ 8.502; Vorjahr: T€ 9.901), Verwaltungsaufwendungen (T€ 6.719; Vorjahr: T€ 7.608) und Vertriebsaufwendungen (T€ 2.644; Vorjahr T€ 3.652).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 1.043 (Vorjahr: T€ 1.409) periodenfremden Aufwand. Der periodenfremde Aufwand resultiert im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.

57 In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Beträge in Höhe von (Aufwand/ Ertrag (-)) T€ 1.377 (Vorjahr: T€ -470) für Vorjahre sowie T€ -14 (Vorjahr: T€ -17) aus der Auflösung der passiven latenten Steuern enthalten.

58 Vergütungen an stille Gesellschafter werden unter dem gleichnamigen Posten ausgewiesen.

VII. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

59 Der Finanzmittelfonds setzt sich gem. DRS 21 zusammen aus den flüssigen Mitteln abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Bestand der flüssigen Mittel zum 31.12.2020 in Höhe von T€ 3.215 (Vorjahr: T€ 446) setzt sich zusammen aus Kassenbeständen in Höhe von T€ 42 (Vorjahr: T€ 37), Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 3.169 (Vorjahr: T€ 408) sowie unterwegs befindlichen Geldern in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 1). Jederzeit fällige Verbindlichkeiten (Kontokorrente) lagen in Höhe von T€ 555 (Vorjahr T€ 7.874) vor.

VIII. Angaben zum Anteilsbesitz

a) in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen:

Anteil %
WIEDEMANN Industrie- und Haustechnik, Burg 100,0
Walter WESEMEYER GmbH, Siek 98,0
PETER HELLMICH KG, Berlin 100,0
PETER HELLMICH Verwaltungs-GmbH, Berlin 100,0

b) Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Anteil %
HBG - Haustechnik BeteiligungsGmbH & Co. KG, Hallstadt 16,67
HBG - Haustechnik Service GmbH & Co. KG, Hallstadt 16,67

IX. Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorar

60 Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt T€ 92. Das Honorar entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

61 Durchschnittlicher Personalbestand

2020
Kaufmännische Angestellte 324
Gewerbliche Arbeitnehmer 311
635

Haftungsverhältnisse

62 Der Käufer der Geschäftsanteile der zum 30.09.2019 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen GFR Verl wurde von den Steuern, die sich auf den Zeitraum bis zum Beginn des Veräußerungsstichtages beziehen, freigestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

63 Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 14.964 (Vorjahr: T€ 13.264) im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen.

Angabe Gesamtbezüge der Geschäftsführung

64 Die Vergütung für die Konzerngeschäftsführung betrug im Geschäftsjahr insgesamt T€ 210.

Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

65 Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

66 Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Obergesellschaft WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2020 erfolgte durch:

Frau Dipl.-Kfm. Barbara Wiedemann, einzelvertretungsberechtigt, von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, Vorsitzende der Geschäftsführung der WIEDEMANN Familien KG, Pattensen

Herrn Dipl.-Wirtsch.-Inf. Thorsten Meier, gesamtvertretungsberechtigt, Geschäftsführer Logistik der WIEDEMANN Familien KG, Detmold

Herrn Sebastian Becker, gesamtvertretungsberechtigt, Geschäftsführer Vertrieb der WIEDEMANN Familien KG, Hannover, ab 01.07.2020

Herrn Franciscus Soulier, gesamtvertretungsberechtigt, Geschäftsführer Vertrieb der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsges. mbH, Hilversum/ Niederlande, bis 30.06.2020

Herrn Dipl.-Kfm. Jens Müller, gesamtvertretungsberechtigt, kaufmännischer Geschäftsführer der WIEDEMANN Familien KG, Münster, bis 15.12.2020

 

Sarstedt, den 27. September 2021

WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Sarstedt

Dipl.-Kfm. Barbara Wiedemann

Dipl.-Wirtsch.-Inf. Thorsten Meier

Sebastian Becker

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2020

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 4.091.893,97 50.668,24 0,00 0,00 4.142.562,21
2. Geschäfts- und Firmenwert 5.512.956,23 0,00 0,00 0,00 5.512.956,23
3. Geleistete Anzahlungen 67,12 0,00 0,00 0,00 67,12
9.604.917,32 50.668,24 0,00 0,00 9.655.585,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.114.422,46 13.048,98 0,00 0,00 36.127.471,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.709.935,65 55.660,00 0,00 25.000,00 1.790.595,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.240.304,22 2.046.584,36 995.224,82 145.417,82 24.437.081,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 230.705,27 192.003,97 0,00 -170.417,82 252.291,42
61.295.367,60 2.307.297,31 995.224,82 0,00 62.607.440,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.425.012,13 700.000,00 0,00 0,00 13.125.012,13
2. Sonstige Ausleihungen 3.000.000,00 0,00 0,00 0,00 3.000.000,00
15.425.012,13 700.000,00 0,00 0,00 16.125.012,13
86.325.297,05 3.057.965,55 995.224,82 0,00 88.388.037,78
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 3.488.518,04 244.775,98 0,00 3.733.294,02
2. Geschäfts- und Firmenwert 1.102.644,23 551.289,00 0,00 1.653.933,23
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.591.162,27 796.064,98 0,00 5.387.227,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.159.193,36 664.320,93 0,00 14.823.514,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 991.496,42 65.535,82 0,00 1.057.032,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.124.209,99 1.996.495,53 692.288,19 16.428.417,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
30.274.899,77 2.726.352,28 692.288,19 32.308.963,86
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
34.866.062,04 3.522.417,26 692.288,19 37.696.191,11
Restbuchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 409.268,19 603,4
2. Geschäfts- und Firmenwert 3.859.023,00 4.410,3
3. Geleistete Anzahlungen 67,12 0,1
4.268.358,31 5.013,8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.303.957,15 21.955,2
2. Technische Anlagen und Maschinen 733.563,41 718,4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.008.664,25 8.116,1
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 252.291,42 230,7
30.298.476,23 31.020,4
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 13.125.012,13 12.425,0
2. Sonstige Ausleihungen 3.000.000,00 3.000,0
16.125.012,13 15.425,0
50.691.846,67 51.459,2

Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020

2020 2019
T€ T€
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) +7.819,0 +12.648,4
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens +3.522,4 +3,808,2
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (ohne außerordentliche Posten) +788,4 +21,3
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,0 +2.337,4
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +1.018,2 -1.602,4
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +1.400,5 -2.844,6
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3,0 -9.309,5
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge +132,3 +229,2
9. - Sonstige Beteiligungserträge -1.190,5 -1.106,5
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag +3.229,8 +1.146,0
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -1.948,9 -2.451,0
12. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe 1. bis 11.) +14.768,2 +2.876,5
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -50,7 -235,8
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens +306,0 +126,6
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.307,3 -5.461,9
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0,0 +12.961,9
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,0 -3.015,0
18. + Erhaltene Zinsen +365,6 +252,5
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe 13. bis 18.) -1.686,4 +4.628,3
20. - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -82,8 -100,0
21. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten +336,0 +540,8
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -2.748,2 -3.940,0
23. - Gezahlte Zinsen -497,9 -481,7
24. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe 20. bis 23.) -2.992,9 -3.980,9
25. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 12., 19., 24.) +10.088,9 +3.523,9
26. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode - 7.428,8 -10.952,7
27. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 25. und 26.) +2.660,1 -7.428,8
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 3.215,2 445,5
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrente) -555,1 -7.874,3
2.660,1 -7.428,8

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gez. Kapital Kapitalrücklage
Stammkapital Summe nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe
T€ T€ T€ T€
Stand am 31.12.2018/1.1.2019 2.000 2.000 1.971 1.971
Endkonsolidierung/Anteilsveräußerung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019/1.1.2020 2.000 2.000 1.971 1.971
Ausschüttung/Gewinnverteilung 0 0 0 0
Anteilsveräußerung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand am 31.12.2020/1.1.2021 2.000 2.000 1.971 1.971
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen Summe Summe
T€ T€ T€
Stand am 31.12.2018/1.1.2019 5.002 5.002 6.973
Endkonsolidierung/Anteilsveräußerung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0
Stand am 31.12.2019/1.1.2020 5.002 5.002 6.973
Ausschüttung/Gewinnverteilung 0 0 0
Anteilsveräußerung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0
Stand am 31.12.2020/1.1.2021 5.002 5.002 6.973
stille Beteiligung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
T€ T€ T€ T€
Stand am 31.12.2018/1.1.2019 12.000 52.041 3.794 76.808
Endkonsolidierung/Anteilsveräußerung 0 0 9.499 9.499
Sonstige Veränderungen 0 6 0 6
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 3.794 -645 3.149
Stand am 31.12.2019/1.1.2020 12.000 55.841 12.648 89.462
Ausschüttung/Gewinnverteilung 0 -41 0 -41
Anteilsveräußerung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 -11 0 -11
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 12.648 -4.829 7.819
Stand am 31.12.2020/1.1.2021 12.000 68.437 7.819 97.229
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Konzern-Eigenkapital
T€ T€ T€ T€
Stand am 31.12.2018/1.1.2019 -80 748 668 77.476
Endkonsolidierung/Anteilsveräußerung -105 -130 -235 9.265
Sonstige Veränderungen 0 0 0 6
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 71 71 3.220
Stand am 31.12.2019/1.1.2020 -185 689 505 89.967
Ausschüttung/Gewinnverteilung 0 0 0 -41
Anteilsveräußerung -59 -81 -140 -140
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -11
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 108 108 7.927
Stand am 31.12.2020/1.1.2021 -243 716 473 97.702

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Sarstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Sarstedt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WIEDEMANN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und geänderten Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 25. Mai 2021 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 27. Oktober 2021 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen der Posten "Sonstige Vermögensgegenstände", "Konzernbilanzgewinn", "Sonstige Verbindlichkeiten", "Umsatzerlöse", "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sowie der zugehörigen Angaben in Konzernanhang und Konzernlagebericht bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitt "II. Änderung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020", sowie im geänderten Konzernlagebericht, Abschnitte "Geschäftsmodell" und "Darstellung der wirtschaftlichen Lage und des Geschäftsverlaufs", wird verwiesen.

 

Hannover, den 25. Mai 2021 / begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: 27. Oktober 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Moritz Meyer, Wirtschaftsprüfer

Carsten Meier, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.