Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 711924
Eingetragen
23.4.2009
Branche
Herstellung und Runderneuerung von BereifungenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit Reifen und Reifenzubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Evelyn Hefter
seit 8.3.2024
Prokura
Mario Heck
seit 18.1.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
IHLE HOLDING GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tirecorp GmbH

Muggensturm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. DAS UNTERNEHMEN

Die Tirecorp GmbH, Muggensturm, ist ein Unternehmen der IHLE Gruppe, das über Internetplattformen insbesondere Reifen für Pkw im europäischen Markt vertreibt. Abnehmer im Inland und europäischen Ausland sind Kfz-Werkstätten und Reifenhändler. Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter sondern greift auf die Ressourcen der IHLE Gruppe zurück.

Die IHLE Gruppe mit der Muttergesellschaft IHLE tires GmbH (vormals IHLE Holding GmbH) gehört seit 2014 zur Michelin-Gruppe. Die alleinige Gesellschafterin der IHLE tires GmbH ist die MICHELIN Finanz Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co. OHG in Karlsruhe.

B. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Beschreibung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beruht auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. 1

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

ENTWICKLUNG DER AUTOMOBILINDUSTRIE UND IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

Zum Jahresabschluss erreichte die Pkw-Inlandsproduktion im Dezember ein Volumen von 264.500 Einheiten, knapp 1 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. Insgesamt liefen 2023 somit 4,1 Mio. Pkw von den Bändern, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert.

Der Export lag im Dezember leicht unter dem Vorjahresniveau. Mit 214.100 Pkw sank das Exportvolumen im vergangenen Monat verglichen mit dem Vorjahresmonat um 1 Prozent. Im Gesamtjahr 2023 wurden 3,1 Mio. Pkw aus deutschen Werken an Kunden in aller Welt geliefert, 17 Prozent mehr als 2022. Damit bleibt der Export um knapp 11 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019, als 3,5 Mio. neue Pkw aus Deutschland exportiert wurden.

Im Dezember sank der Auftragseingang aus dem Inland bei den deutschen Herstellern um 14 Prozent. Insgesamt gingen die Inlandsorder 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent zurück.

Besser entwickelt sich der Auftragseingang aus dem Ausland: Dieser legte im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 5 Prozent zu. Im Gesamtjahr waren aber auch die ausländischen Auftragseingänge rückläufig. Sie sanken um 3 Prozent. Insgesamt wurden im Gesamtjahr 2023 5 Prozent weniger Aufträge registriert als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Mit 241.900 Einheiten wurden 23 Prozent weniger neue Pkw zugelassen als im Dezember 2022. Allerdings war der Jahresendspurt im Jahr 2022 stark durch die damalige Reduktion des Umweltbonus für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride (PHEV) geprägt. Dies hatte zu einem kräftigen Sondereffekt zum Jahresende geführt, da Kundinnen und Kunden Pkw-Käufe vorzogen, um von der noch höheren Förderung zu profitieren. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das abrupte Ende des Umweltbonus am 17. Dezember wird sich in den Neuzulassungen vor allem 2024 auswirken.

Die Bilanz für das Gesamtjahr bleibt im Verhältnis zum Vorjahr positiv: 2023 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt insgesamt gut 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, 7 Prozent mehr als 2022. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist allerdings weiterhin deutlich negativ: Im vergangenen Jahr wurden 21 Prozent weniger Neufahrzeuge zugelassen als 2019.

Im Dezember 2023 wurden 72.550 Elektrofahrzeuge neu registriert. Dies entspricht einem Rückgang von gut 58 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei lagen sowohl PHEV (-74 Prozent), als auch BEV (-48 Prozent) unterhalb des Vorjahresniveaus. Das veränderte Förderungsregime schlug sich auch in der Gesamtjahresperspektive deutlich nieder: Im Jahresverlauf wurden insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein genauerer Blick offenbart allerdings, dass BEV in den letzten zwölf Monaten um 11 Prozent zulegten, während der Markt für PHEV um 51 Prozent schrumpfte.

III. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS

Zur Beurteilung der geschäftlichen Entwicklung verwendet die Tirecorp GmbH als wichtigste finanzielle Leistungsindikatoren den Umsatz und das Ergebnis vor Gewinnabführung.

Ertragslage

Die erzielten Gesamtumsatzerlöse betrugen 42,7 Mio.€ (i.V. 39,3 Mio.€). Das Wachstum in Höhe von 8,6 % entspricht den Erwartungen und ist auf Umsatzsteigerung bedingt durch Mengen- und Preissteigerungen im Inland als auch europäischen Ausland zurückzuführen.

Die Rohertragsquote 2 lag im Jahr 2023 bei 14,3% (i.V. 12,9 %). Diese ist im Wesentlichen gestützt durch die Fokussierung auf margenreiche Vertriebskanäle.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 68,4 T€ auf 124,3 T€. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Forderungsmanagement und Währungskursen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 4,4 Mio.€ auf 4,8 Mio.€. Diese beinhalten im Wesentlichen Transport- und Vertriebskosten.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung an die IHLE tires GmbH betrug 1.460 T€ (i.V. 777 T€).

Vermögenslage

Die Vermögenstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022
T € % T € %
Anlagevermögen 0 0,0% 8 0,1%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.361 100,0% 12.975 99,9%
Gesamtvermögen 6.361 100,0% 12.983 100,0%

Das Gesamtvermögen hat sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Mio. € reduziert. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Senkung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Bei den Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft.

Die Anlagenintensität 3 für 2023 lag bei 0,0%.

Finanzlage

Die Tirecorp GmbH ist durch die Muttergesellschaft IHLE tires GmbH abgesichert. Die Finanzierung der Muttergesellschaft wiederum wird zum 31. Dezember 2023, durch ein Darlehen über 30 Mio. € und einer Kreditlinie über 40 Mio. €, aus welcher 10 Mio. € zum Stichtag in Anspruch genommen wurden, aus der Michelin-Gruppe gesichert. Die Tirecorp GmbH nimmt am Cashpooling der IHLE Gruppe teil.

Die Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

31.12.2023 31.12.2022
T € % T € %
Eigenkapital 184 12,1% 184 1,4%
Kurzfristiges Fremdkapital 1.343 87,9% 12.799 98,6%
Gesamtvermögen 1.528 100,0% 12.983 100,0%

Die Eigenkapitalquote 4 liegt bei 2,9%, die Fremdkapitalquote dementsprechend bei 97,1%. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft.

Das Gesamtkapital hat sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Mio. € reduziert. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Senkung der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Zusammenfassend beurteilen wir die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 als sehr positiv. Die gesetzten Ziele der Umsatz- und Ertragssteigerung für 2023 konnten übertroffen werden.

Durch die Einbindung in die Michelin-Gruppe seitens der Finanzierung und der Ergebnisabführung werden keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen.

C. SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Die Tirecorp GmbH beschäftigt wie im Vorjahr keine Mitarbeiter.

D. PROGNOSEBERICHT EINSCHLIESSLICH RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

I. RISIKOBERICHT- UND CHANCENBERICHT

Risikomanagementziele und -methoden

Das frühzeitige Erkennen von Risiken sowie deren Erfassung, Bewertung und Überwachung bilden die Grundlage der erfolgreichen Unternehmensführung. Das Risikomanagement-System beinhaltet alle Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme.

Monatlich werden innerhalb der IHLE Gruppe Risiken im Rahmen von Leitungsbesprechungen innerhalb des Management Teams systematisch für alle Funktionsbereiche sowie bereichsübergreifend identifiziert und die Maßnahmen aktualisiert.

Die Gesellschaft sieht sich in der Lage, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und darauf schnell und angemessen zu reagieren.

Auf der Grundlage der uns heute bekannten Informationen sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Planungsrisiken bestehen naturgemäß in der Umsatzvorhersage und in der Abschätzung von Forderungsausfällen. Diese Planungsunsicherheiten betreffen die Höhe des Umsatzes und des Ergebnisses sowie die Bilanzstruktur.

Über das übliche Maß hinausgehende Ausfall- und Liquiditätsrisiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, bestehen derzeit nicht. Preisänderungen werden durch die weltpolitische Lage erwartet, das Unternehmen wird mit verschiedenen Maßnahmen versuchen diese aufzufangen.

Für die Tirecorp GmbH als Gesellschaft, die den Fokus auf Vertrieb von Reifen legt, bestehen Risiken in den Beschaffungs- und vor allem in den Absatzmärkten, Vertriebskanälen und der Kundenstruktur. Derzeitig wird das Risiko als gering bis mittel, das operative Ergebnis nicht signifikant beeinflussend, eingeschätzt. Die Tirecorp GmbH wird auch im Jahr 2024 den bereits in den Vorjahren begonnenen Entwicklungsprozess, um die Kunden angesichts eher stagnierender Märkte mit höherer Effizienz für ihre Dienstleistungen Reifen und Felgen europaweit zu versorgen, fortsetzen.

Neben den schon beschriebenen Risiken bestehen nach unserer Einschätzung gute Chancen, die einen positiven Einfluss auf die Umsatz-, und Ergebnisentwicklung des kommenden Jahres haben können.

Die Chancen der Tirecorp GmbH bestehen in Erkennung der Markttrends und Entwicklung der passenden Kundenangebote, der Generierung einer hohen Verfügbarkeit und dem Ausbau unseres leistungsfähigen Lieferservice.

III. PROGNOSEBERICHT

Ausblick Branchenentwicklung 5

Die Nachfrage nach Pkw-Reifen - der mit Abstand größten Produktgruppe im Reifenersatzgeschäft - wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Der Pkw-Bestand in Deutschland ist laut Kraftfahrt-Bundesamt im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen, ebenso wie das Fahrzeugalter, das jetzt im Durchschnitt bei 10,3 Jahren liegt. Vereinfacht gesagt, ist beides aus Sicht der Reifenhandelsbranche positiv zu werten: Mehr und ältere Fahrzeuge bedingen vom Grundsatz her mehr Reifenersatzbedarf. Auf der anderen Seite stehen aber eine um knapp 2 Prozent weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen, mit denen die Hersteller den zunehmend anspruchsvollen Forderungen der EU nach mehr Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus Rechnung tragen. Hinzu kommt eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher durch Kaufkraftverluste in der anhaltenden Inflation. Die Chancen auf ein größeres Mengenwachstum im Reifenersatzmarkt sind dadurch in einem ohnehin gesättigten Markt stark begrenzt. Da zudem die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr nicht sehr optimistisch sind, rechnet der BRV für das Geschäftsjahr 2024 derzeit mit einem Wachstumspotenzial von bestenfalls rund einem Prozent Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen. Ähnlich wie 2023 wird dies voraussichtlich primär weiter getrieben sein von steigender Nachfrage nach Ganzjahresreifen, bei gleichzeitig rückläufigen Absatzzahlen in den Produktgruppen Sommer-, aber auch Winterreifen.

Prognose der Unternehmensentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir einen leichten Umsatzrückgang und einen leichten Ergebnisrückgang vor Gewinnabführung erwartet. Diese Prognose ist nicht eingetroffen, der Umsatz und das Ergebnis vor Gewinnabführung konnten verbessert werden.

Für das Jahr 2024 bestehen weiterhin Unsicherheiten negativer Auswirkungen im gesamtwirtschaftlichen Kontext aufgrund der geopolitischen Lage.

Für die Tirecorp GmbH besteht dabei vor allem Risiken in den Absatzmärkten. Diese Risiken können aus heutiger Sicht nicht quantifiziert werden. Dennoch geht die IHLE Gruppe für das Geschäftsjahr 2024 grundsätzlich von einer positiven Unternehmensentwicklung aus.

Mit den effizienzsteigernden Maßnahmen und ausgehend von einer weiter ansteigenden Nachfrage erwarten wir weiterhin, die für 2024 gesetzten Ziele zu erreichen. Die Fokussierung auf margenstarke Vertriebskanäle und ein effizientes Kostenmanagement wird auch im Geschäftsjahr 2024 fortgeführt. Wir erwarten einen leichten Anstieg des Umsatz und einen leichten Anstieg des Ergebnis vor Gewinnabführung

 

Muggensturm, den 22. Mai 2024

Juliette Ribbert, Geschäftsführerin

Mario Heck, Geschäftsführer

1 Gemäß Pressemitteilung Nr. 019 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 15. Januar 2024
2 Rohertragsquote = (Umsatzerlöse - Materialaufwand) / Umsatzerlöse
3 Anlagenintensität = Anlagevermögen / Gesamtvermögen
4 Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
5 BRV, 25. März 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 8.168,68
0,00 8.168,68
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.511.437,72 832.023,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.833.967,80 12.130.568,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 16.075,96 12.444,00
6.361.481,48 12.975.036,03
6.361.481,48 12.983.204,71

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 159.280,05 159.280,05
184.280,05 184.280,05
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 283.809,67 240.663,37
283.809,67 240.663,37
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.107,08 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.827.282,23 12.522.011,31
3. sonstige Verbindlichkeiten 40.002,45 36.249,98
5.893.391,76 12.558.261,29
6.361.481,48 12.983.204,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

31.12.2023
31.12.2022
1. Umsatzerlöse 42.692.925,75 39.327.291,34
2. sonstige betriebliche Erträge 124.348,42 68.419,59
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -36.593.309,82 -34.241.582,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -4.763.687,00 -4.377.466,99
5. Ergebnis vor Gewinnabführung 1.460.277,35 776.660,99
6. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.460.277,35 -776.660,99
7. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Tirecorp GmbH

A. Allgemeine Angaben

Die Tirecorp GmbH hat ihren Sitz in 76461 Muggensturm, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB Reg. Nr. 711924).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie nimmt bei der Aufstellung des Anhangs alle größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Tirecorp GmbH keine Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstellt. Ergänzend dazu sind die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der § 266 HGB (Bilanz) sowie § 275 HGB (Gewinn- und Verlustrechnung) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben, soweit nachfolgend nicht gesondert erläutert, gegenüber dem Vorjahr unverändert.

I. Anlagevermögen

Das ausgewiesene Anlagevermögen ist nicht abnutzbar und mit Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

II. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind ausgehend vom Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen worden. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde keine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen ohne Umsatzsteuer gebildet.

III. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

IV. Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden nicht gebildet

V. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es besteht ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag ("Organschaftsvertrag") vom 07.12.2012 (ergänzt am 22.10.2014) mit der IHLE tires GmbH (vormals IHLE HOLDING GmbH) mit Sitz in Muggensturm, so dass latente Steuern auf Ebene der Tirecorp GmbH nicht entstehen.

VI. Währungsumrechnungsgrundlagen

Vermögengegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei ihrem Zugang mit dem Kurs am Entstehungstag bewertet. Zum Abschlussstichtag sind auf fremde Währung lautende Vermögengegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs (gem. der veröffentlichten Kurse der Compagnie Financière Michelin (CFM), Frankreich, am Abschlussstichtag des Kalenderjahres 2023) bewertet.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Grundsätze des § 252 Abs. 1 HGB wurden eingehalten.

I. Aktiva

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen enthält keine Vermögensgegenstände (i.V. T€ 8,2). Die Aufgliederung des Anlagevermögens und ihre Entwicklung ergeben sich aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 1.511,4 (i.V. T€ 832,0) und haben eine Restlaufzeit von einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.834,0 (i.V. T€ 12.130,6) sind Forderungen gegen Gesellschafter im Wesentlichen aus Cash-Pooling. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbunden Unternehmen bestehen nicht. Die Restlaufzeit beträgt ein Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthält eine Kaution in Höhe von T€ 16,1 (i.V. T€ 12,4) mit einer Laufzeit über einem Jahr.

II. Passiva

1. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene, voll einbezahlte Stammkapital beträgt wie im Vorjahr T€ 25.

Es besteht ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag vom 07.12.2012 (ergänzt am 22.10.2014) mit der Muttergesellschaft IHLE tires GmbH mit Sitz in Muggensturm (geführt beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 726398).

2. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Verpflichtungen:

In T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellung für noch zu erwartende Rechnungen 223 163
Rückstellung für sonstige Aufwendungen 41 78
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 20 0
Summe 284 241

3. Verbindlichkeiten

Art und Fristigkeiten der ausgewiesenen Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit
In T€
Gesamt Bis 1 Jahr
Aus Lieferungen und Leistungen 26 26
Vorjahr 0 0
Gegenüber verbundenen Unternehmen 5.827 5.827
Davon aus Lief. Und Leistungen 2.608 2.608
Vorjahr 12.522 12.522
Sonstige Verbindlichkeiten 40 40
Vorjahr 36 36
Summe 5.893 5.893
Vorjahr 12.558 12.558

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 5.349,0 (i.V. T€ 10.523,0) enthalten.

D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 124,3 (i.V. T€ 68,4). Darin sind Erträge aus der der Auflösung von Rückstellung in Höhe von T€ 104,3 (i.V. T€ 38,8) und Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2,2 (i.V. T€ 27,7) enthalten.

II. Materialaufwand

In den Materialaufwendungen werden Aufwendungen aus dem Ankauf von Reifen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 36.539,3 (i. V. T€ 34.241,6) ausgewiesen.

III. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im sonstigen betrieblichen Aufwand betragen T€ 4.763,7 (i.V. T€ 4.377,5)

In T€ 2023 2022
Frachten 2.642 2.315
Intercompany Aufwendungen 1.110 1.231
Vertriebs- und Marketingausgaben 377 502
Handlingskosten 322 276
Forderungsmanagement 186 18
Sonstiges Aufwendungen 127 36
GESAMT 4.764 4.378

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 31,1 (i.V. T€ 5,6) enthalten.

IV. Finanzergebnis

Guthaben und Forderungen im Rahmen des Cashpooling werden verzinst. Entstehen rechnerisch negative Zinssätze gilt ein Zinssatz von 0%. Die Referenzzinssätze waren in 2023 positiv und stiegen bis zum Jahresende an. Aus den Forderungen aus dem Cashpooling ergab sich ein analog zum Vorjahr kein Zinsertrag mit verbundenen Unternehmen.

E. Sonstige Angaben

I. Angaben über Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.

II. Angaben zur Gesellschaft

1. Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

 

Mario Heck, Dorsten, Geschäftsführer

 

Juliette Ribbert, Karlsruhe, Geschäftsführerin

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.

2. Geschäftsführungsvergütungen

Die Geschäftsführer erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.

3. Haftungsverhältnisse

Die IHLE-Gesellschaften wie die Tirecorp GmbH sind der IHLE-Gruppe angehörig, und alle Gesellschaften weisen als Einzelgesellschafter die IHLE tires GmbH vor, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Deren Einzelgesellschafter ist wiederum die MICHELIN FINANZ Gesellschaft f. Beteiligungen AG & Co. OHG Deutschland (MFD) mit Sitz in Karlsruhe (eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRA 103905). Somit sind potenzielle Finanzrisiken abgedeckt, da die MFD alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen würde.

Die Gesellschaft haftet gemäß § 73 AO als Organgesellschaft für Steuern des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme hieraus wird aufgrund der Finanzsituation des Organträgers als vernachlässigbar eingestuft.

4. Konzernzugehörigkeit

Oberstes Mutterunternehmen ist die Compagnie Générale des Établissements Michelin, Clermont-Ferrand, die zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss erstellt und über die Webseite des französischen Registre du Commerce et des Sociétés auf www.infogreffe.fr veröffentlicht. Diese stellt zugleich den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar.

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Compagnie Générale des Établissements Michelin, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Weiterhin gelten als nahestehende Personen die Mitglieder der Geschäftsführung, die keine Bezüge oder andere Leistungen von der Gesellschaft erhalten.

6. Ergebnisverwendung

Aufgrund des abgeführten Gewinns in Höhe von T€ 1.460,3 (i.V. T€ 776,7) ergibt sich kein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlusstag sind nicht zu berichten.

 

Muggensturm, den 22. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Juliette Ribbert

Mario Heck

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.168,68 0,00 0,00 8.168,68 0,00
8.168,68 0,00 0,00 8.168,68 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tirecorp GmbH, Muggensturm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tirecorp GmbH, Muggensturm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tirecorp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 27. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer

ppa. Monika Derosa, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. Juli 2024 festgestellt.

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