PCM.de GmbH
Dresdner Straße 14, 01665 Klipphausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Lauterbach seit 10.6.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 8.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
P.C.M. S.R.L. | 46.00% |
Carpazi S.R.L. | 46.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PCM.de GmbHKlipphausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023PCM.de GmbH, Klipphausen1. Grundlage des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die PCM.de GmbH ist Spezialist für die Herstellung von passgenauen Tiefzieh- und Stanzteilen aus Stahl und Edelstahl und Aluminium. Als Unternehmen steht die PCM.de GmbH für moderne Technologie, durchdachte Logistik, geprüfte Qualität und langjähriges Know-how in der Kaltumformung von Metallen. Die Produktpalette reicht von Komponenten für den Abgas- Sitz-, Powertrain- und Karosseriebereich bis hin zu komplexen Baugruppen. Vom Prototyp zur Serie werden anspruchsvolle Ziehteile ganz nach individuellen Anforderungen realisiert. 1.2. Ziele und Strategien Die PCM.de GmbH wurde 2011 als Beteiligungsunternehmen der P.C.M. S.r.l., Castellalto/Italien gegründet. Die Firmengruppe gehört seit 1997 zu den führenden Automobilzulieferern im Bereich der Produktion von Tiefzieh- und Stanzteilen für Abgasanlagen. In 2016 wurde die 2013 errichtete Betriebsstätte umfangreich erweitert. Dadurch wurde die Produktionskapazität drastisch erhöht. Im Jahr 2019 wurde ein angrenzendes Grundstück samt Gebäude erworben, welches in den Jahren 2020 bis 2022 zur Lager- und Produktionshalle umgebaut wurde. Zusätzlich wurde das Außenlager, welches in 2020 angemietet wurde, durch eine größere Halle im Raum Dresden ersetzt. Es dient weiterhin zur Lagerung und Auslieferung von Fertigteilen und Werkzeugen. Hiermit stellen wir nicht nur die Versorgung der ortsnah ansässigen Kunden sicher, sondern können auch die gestiegenen Abnahmemengen der europaweit agierenden Kunden bedienen. Als mittelfristiges Ziel hat sich die Firmengruppe die Transformation gesetzt; in der Hauptsache betrifft dies die Änderung der Produktpalette von Abgas auf Strukturteile, Sitzkomponenten und Komponenten für E-Mobilität. Speziell hierfür wurde unter anderem ein Kompetenzzentrum in Italien gegründet. Die Ausweitung der Absatzmärkte in Richtung Lateinamerika wird der Stärkung des Core-Business dienen. Um unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht zu werden, wurde zur Verkleinerung des CO 2 -Fußabdruckes der PCM.de GmbH in 2022 unter anderem mit der Installation zweier Photovoltaik-Anlagen begonnen, welche in 2024 abgeschlossen wurde. Ebenso werden Prozesse auf ihre Nachhaltigkeit und Energieeffizienz geprüft. 1.3. Innovation, Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen projektbezogen in Abstimmung mit den Kunden. Um durch innovative Produkte auch Neukunden zu gewinnen, wurde im Firmenverbund die P & C Automotive S.r.l., Missaglia/Italien gegründet, die Vertrieb, Projektentwicklung, Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement für die gesamte Firmengruppe bündelt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation Die Weltwirtschaft stabilisierte sich im Berichtsjahr weiter. Deutschland ist im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht, das deutsche Bruttoinlandsprodukt lag preisbereinigt bei -0,2 % (Vorjahr: Zuwachs um 1,9 %) (Statista 2024). Hauptgründe dafür sind der Ukraine-Krieg, steigende Energiepreise und die Rekordinflation. In der Eurozone stieg das Bruttoinlandsprodukt auf rund 14,38 Bio. Euro (Vorjahr: 13,41 Bio. Euro (Statista 2024). Die EU-Länder erholten sich auch im Jahr 2023 weiter. Die weltweite Kraftfahrzeugproduktion stieg im Jahr 2023 weiter an und erreichte rund 93,5 Mio. Fahrzeuge. Verglichen zum Vorjahr stellt dies eine Zunahme von rund 10 % dar (Statista 2023). Die Automobilproduktion deutscher Hersteller stieg um rund 9 % im Vergleich zum Vorjahr. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage In diesem Geschäftsjahr war ein Umsatzanstieg um TEUR 5.531 von TEUR 59.338 auf TEUR 64.869 zu verzeichnen. Insgesamt wurde jedoch aufgrund überproportional gestiegener Kosten ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.627 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 723) realisiert. Die prognostizierte positive Entwicklung für 2023 ist leider nicht eingetreten. Gründe dafür sind: Preissteigerungen der Lieferanten, höhere Energie- und Lohnkosten, stark schwankende Legierungszuschläge, Anlaufverluste bei Neuprojekten sowie zusätzlicher Personalbedarf und aggressive Preiskämpfe bei Neuverhandlungen. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Rohertrag hat sich im Berichtsjahr um 5,8 % auf TEUR 11.909 (Vorjahr: TEUR 12.642) reduziert. Die Rohertragsquote betrug im Berichtsjahr 18,7 % (Vorjahr: 20,9 %). Hier hat sich das Verhältnis zwischen Materialeinkaufskosten und Kundenpreisen weiter verschlechtert. Die relativ konstant hohe Produktionsauslastung hat den Personalaufwand um TEUR 1.211 auf TEUR 6.560 erhöht. Es hat sich ein konstanter Personalbestand zur Absicherung der angeforderten Produktionsmengen etabliert. Insgesamt hat sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 22 erhöht. Außerdem sind durch den Wettbewerb um die Fachkräfte die Nominallöhne leicht gestiegen. Die Abschreibungen sind leicht um TEUR 33 auf TEUR 1.812 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 4.410 im Vorjahr auf TEUR 5.211 im Berichtsjahr um TEUR 801 gestiegen, was im Wesentlichen auf gestiegene Kosten für Energie sowie Instandhaltung (vorrangig für Maschinen und Werkzeuge) zurückzuführen ist. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Ertragsteuern durch die im Verhältnis zur Erhöhung der Umsatzerlöse überproportionale Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.011 im Vorjahr auf TEUR -1.937 reduziert, sodass sich nach Ertragsteuern ein Jahresfehlbetrag von TEUR -1.627 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 723) ergibt. Die kurzfristigen Kundenforderungen vor Wertberichtigungen haben sich um TEUR 2.195 auf TEUR 13.544 erhöht. Weitere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus den mehrjährigen Amortisationsverträgen resultieren, haben sich von TEUR 104 im Vorjahr auf TEUR 0 im Berichtsjahr reduziert. Das Vorratsvermögen ist von TEUR 9.352 im Vorjahr um TEUR 1.596 auf TEUR 7.756 im Berichtsjahr zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 2.799 auf TEUR 11.358 gesunken. Die Bankverbindlichkeiten haben sich um TEUR 1.425 auf TEUR 11.428 erhöht. Hierbei wurden TEUR 2.540 getilgt und TEUR 3.965 als Neukredite aufgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag rund 24 % (Vorjahr: rd. 28 %). Unter Berücksichtigung der teilweise mit Rangrücktritt versehenen Darlehen einer Gesellschafterin und eines weiteren Darlehens einer anderen Gesellschafterin liegt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote bei rund 40 % (Vorjahr: rd. 36 %). 2.4. Investitionen Die von der PCM.de GmbH genutzten Betriebs- und Verwaltungsräumlichkeiten stehen im Eigentum der Gesellschaft. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von TEUR 1.285 getätigt. Die wesentlichsten Projekte waren eine neue Roboterzelle, eine weitere Teile-Reinigungsmaschine, die Inbetriebnahme der ersten Photovoltaik-Anlage und die Weiterführung der Installation der zweiten Photovoltaik-Anlage. 2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren Die von der Gesellschaft definierten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen gesteuert wird, sind der Auftragsbestand, die Umsatzerlöse, der erzielte Rohertrag sowie das Jahresergebnis. 2.6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die PCM.de GmbH ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt, Mitarbeitern und Gesellschaft bewusst. Wir schonen Ressourcen, schützen das Klima und übernehmen Verantwortung für Mitarbeitende und Gesellschaft. Im Jahresdurchschnitt betrug die Anzahl der Mitarbeiter 135 (Vorjahr: 113) ohne Geschäftsführung. 3. Chancen- und Risikobericht Da die Gesellschaft stark von der branchenkonjunkturellen Entwicklung im Automotive-Sektor abhängig ist, wirken sich auch die dort bestehenden Chancen und Risiken aus. Der weltweite Absatz der Autoindustrie im Jahr 2023 konnte zwar einen leichten Anstieg verzeichnen, hat jedoch immer noch nicht das Niveau vor der Pandemie erreicht; geprägt war dies hauptsächlich vom Ukraine-Krieg, steigender Rohstoff- und Energiepreise sowie der immer noch bestehenden Halbleiterkrise. Von dem Anhalten des Ukraine-Konfliktes und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist auch unser international agierendes Unternehmen betroffen. Hierdurch können unserem Unternehmen gravierende wirtschaftliche Beeinträchtigungen drohen, was sich in Umsatzrückgang, Unterauslastung der Produktionskapazitäten und möglichen Forderungsausfällen niederschlagen könnte. Mögliche weitere Risiken der künftigen Entwicklung betreffen zum einen die konjunkturellen Risiken der Automobilbranche, zum anderen die Preiskonditionsrisiken mit unseren Großkunden, auf die wir mit den erweiterten Kapazitäten angewiesen sind. Trotz der bestehenden Diskussionen in der Abgasproblematik setzen wir mittelfristig aufgrund unserer Nischenposition auf weiteres Wachstum. Die weltweit neuen Abgasnormen erfordern immer komplexere Abgasreinigungssysteme und somit die Einführung neuer Lösungen. Zuletzt wurde vom EU-Parlament die Einführung der Euro 7 Norm zugestimmt, welche besonderen Einfluss auf die Abgassysteme für LKW's hat und somit direkt das Produktportfolio der PCM.de GmbH betrifft. Auch der stetig ansteigende Anteil an Hybridfahrzeugen, wird in den nächsten Jahren entsprechendes Wachstumspotenzial darstellen. Zusätzlich engagieren wir uns, weitere Marktsegmente, wie Sitzkomponenten, Karosseriestrukturteile und Haltersysteme, stärker auszubauen. Ein Wegfall der derzeitigen Großkunden ist bisher nicht erkennbar. Zur Abdeckung von Risiken wird der Versicherungsschutz der Gesellschaft jährlich überprüft. Derivative Finanzinstrumente werden nur in einem eng begrenzten Rahmen eingesetzt. Dem Zinsrisiko aufgrund der langfristigen variablen Finanzierung über ein Kreditinstitut begegnet die Gesellschaft durch auf die Darlehensfinanzierung abgestimmte Zinsbegrenzungsgeschäfte ("Cap"), die das Zinsänderungsrisiko begrenzen. Zum 31.12.2023 bestanden zwei Zinssicherungsgeschäfte. Finanzwirtschaftlichen Risiken aus Forderungsausfall wird durch eine regelmäßige Überprüfung der offenen Posten und Abstimmungen im Rechnungswesen begegnet. Die Höhe der Produktionskosten wird sehr stark von der Rohstoffpreisentwicklung des Edelstahls bestimmt. Hier profitiert die Gesellschaft jedoch davon, dass die Verträge mit den Kunden die Weitergabe von Rohstoffpreisentwicklungen (Legierungszuschläge) im Einkauf über Materialteuerungszuschläge vorsehen. Rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt. Um unerwartete Unternehmensentwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können, wird das interne Planungs-, Controlling- und Kostenrechnungssystem weiter ausgebaut. Dem Risiko unzureichender Liquidität wird durch die regelmäßige Überwachung der Zahlungsströme begegnet. Auf Grundlage sorgfältiger Planungsrechnungen geht die Geschäftsführung davon aus, alle gegenwärtigen und künftigen Verpflichtungen erfüllen zu können. Mit den kreditgewährenden Banken bestehen Finanzierungsvereinbarungen (ab Ende 2024 einschließlich Factoring), welche die Finanzierung der Gesellschaft über den Planungszeitraum und unter den in der Planung getroffenen Annahmen sicherstellen. 4. Prognosebericht Der Auftragseingang 2023 war stabil, ähnliche Zahlen werden auch für 2024 erwartet. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag beträgt EUR 57,3 Mio. und ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau (Vorjahr: EUR 52,4 Mio.). Auch in 2024 bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld unsicher. Die weitere Auswirkung der weltweiten Krisen auf die Absatz- und Versorgungssituation der PCM.de GmbH lässt sich quantitativ nicht abschätzen. Auch das finanzielle Ausmaß der weltweiten Beeinträchtigungen können wir aus heutiger Sicht und wegen der nicht vorhersehbaren Dauer der Zustände nicht einschätzen. Wir erwarten jedoch aufgrund der aktuellen Zahlen 2024 und der Hochrechnung 2024 für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis. Auf dieser Grundlage ist die Finanzierung der Gesellschaft gesichert. Vorbehaltlich der beschriebenen, durch uns nicht unmittelbar beeinflussbaren Auswirkungen der geopolitischen Risiken, rechnen wir bei einer Reduktion der Umsatzerlöse von rd. 4 % mit einem positiven operativen Ergebnis leicht unter dem Niveau des Jahres 2022. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung bei einem leichten Umsatzrückgang eine Steigerung des positiven operatives Ergebnisses im Vergleich zum Jahr 2024. Um frühzeitig Veränderungen in den Marktstrukturen bzw. Reglementierungen zu erkennen, werden die Märkte laufend analysiert und die Auswirkungen auf die Gesellschaft laufend neu bewertet.
Klipphausen, 29.11.2024 PCM.de GmbH Die Geschäftsführung gez. Kai Lauterbach BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023PCM.de GmbH, KlipphausenI. Allgemeine Angaben Die PCM.de GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Dresden unter HRB 30106 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Dresdner Straße 14 in 01665 Klipphausen, Deutschland. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung entsprechen grundsätzlich den Vorjahresgrundsätzen. Soweit nicht anders angegeben, erfolgen alle Zahlenangaben in EURO. Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Rahmen einer Ausweiskorrektur wurden im Geschäftsjahr Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 175.377,01 (Vorjahr: EUR 25.542,04) aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umgegliedert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge wurde der korrespondierende Sachverhalt im Vorjahr ebenfalls entsprechend angepasst. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche ausweispflichtigen Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge und Aufwendungen enthalten. Das Anlagevermögen weist nur solche Gegenstände aus, die entgeltlich erworben wurden und dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 HGB, Rechnungsabgrenzungsposten nur im Rahmen des § 250 HGB gebildet. Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB durchgeführt worden. Bei den einzelnen Posten kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung: Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (pro rata temporis), bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen basieren auf den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Vereinfachungsregel gemäß § 6 Abs. 2 EStG zur vollen Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern im Jahr der Anschaffung wurde in Anspruch genommen. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Dem Risiko fehlender Gängigkeit wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten unter Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. In die Herstellungskosten werden Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, Materialeinzelkosten sowie angemessene aktivierungsfähige Gemeinkosten eingerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet. Zur periodengerechten Zuordnung von Aufwendungen werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Sonderposten für Investitionszulagen Der Posten wird entsprechend der Abschreibung der durch die Zulagen finanzierten Anlagengegenstände aufgelöst. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen Risiken. Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet. Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern wird vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Darstellung zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen den Gesellschafter P.C.M. S.r.l., Castellalto (Italien), in Höhe von TEUR 168. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Revisionen von Kundenwerkzeugen, für ausstehende Rechnungen und für Beratungsleistungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Vereinbarung über einen Rangrücktritt und eine Darlehensbelassung der P.C.M. S.r.l., Castellalto/Italien, sowie Grundschulden auf den Betriebsgrundstücken der Gesellschaft gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den im Lieferverkehr üblichen Eigentumsvorbehalten gesichert. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Verpflichtungen gegenüber den Gesellschafterinnen P.C.M. S.r.l., Castellalto/Italien, und Carpazi S.r.l., Mailand/Italien. Hiervon betreffen EUR 159.859,20 (Vorjahr: EUR 683.025,35) den Liefer- und Leistungsverkehr und EUR 6.182.398,10 (Vorjahr: EUR 3.142.813,77) Darlehen, die in Höhe von TEUR 2.531 mit einem Rangrücktritt versehen sind. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Nach Produktbereichen bzw. nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
V. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen wie folgt:
Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Operate-Leasing handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge über Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Ein Risiko besteht darin, dass über die übernommenen Gegenstände insbesondere im Fall mangelnder Auslastung nicht frei verfügt werden kann. Außerdem wurde ein Gewerbemietvertrag (Außenlager Dresden) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften für in Auftrag gegebene Leistungen in Höhe von TEUR 426. Derivative Finanzinstrumente, Bewertungseinheiten Zur Absicherung der Zinsrisiken aus zwei variabel verzinslichen Darlehen setzt die Gesellschaft zwei Zinsbegrenzungsgeschäfte in der Form einer Höchstsatzvereinbarung ("Cap") über insgesamt TEUR 2.400 ein. Das von der Gesellschaft verwendete Sicherungsgeschäft bildet zusammen mit dem dazugehörigen Grundgeschäft eine Bewertungseinheit im Sine des § 254 HGB. Die aus den variablen Zinszahlungen der Darlehen resultierenden Zinsrisiken werden durch die erhaltenen variablen Zinszahlungen aus den Zinsbegrenzungsgeschäften begrenzt. Der Marktwert beider Zinsbegrenzungsgeschäfte beträgt zum 31.12.2023 TEUR 44. Organe Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von Herrn Kai Lauterbach, Radebeul, wahrgenommen. Mitarbeiterzahl Die Durchschnittszahl der Beschäftigten betrug im Berichtsjahr 135. Davon waren dem Verwaltungs- bzw. Fertigungsbereich zuzuordnen:
Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Berichtsjahr EUR 19.500,00 für Prüfungsleistungen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.701.258,93, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 11.328.098,44 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.626.839,51, auf neue Rechnung vorzutragen.
Klipphausen, 29.11.2024 PCM.de GmbH Die Geschäftsführung gez. Kai Lauterbach Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erfolgte am 10.12.2024. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PCM.de GmbH, Klipphausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PCM.de GmbH, Klipphausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PCM.de GmbH, Klipphausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 29.11.2024 MENOLD
BEZLER GmbH
gez. Bacher, Wirtschaftsprüfer gez. Widmaier, Wirtschaftsprüferin |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen