GR Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Ing. Geipel seit 13.6.2013 | Geschäftsführer |
Werner Dr. Ing. Geipel seit 18.3.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
GR Beteiligungs GmbHEigenbeteiligung | 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RVT Process Equipment GmbHMarktrodach (vormals: Steinwiesen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023RVT PROCESS EQUIPMENT GMBH, MARKTRODACHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell RVT Process Equipment GmbH (RVT PE) entwickelt, produziert und handelt mit Komponenten zum Wärme- und Stoffaustausch (Füllkörpern, Kolonnen-Internals und -Böden) und liefert komplette Anlagen zur Gastrennung und Gasreinigung und zur Behandlung von Abwasser. Kunden sind überwiegend große Firmen der Chemie, der Petrochemie und des Anlagenbaus. Etwa 55% des Umsatzes werden im Export erlöst. Die RVT PE ist seit 1996 Anbieter von Stoffaustausch-Produkten. Das Unternehmen unterhält seit November 2004 eine eigene Vertriebsgesellschaft in USA (RVT Process Equipment Inc., Knoxville), seit Dezember 2005 eine Handelsfirma (Kunshan RVT Chemical Equipment Co., Ltd.) und seit März 2009 eine Produktionsgesellschaft (Kunshan RVT Process Equipment Co., Ltd.) in Kunshan Jiangsu, P. R. China. Im April 2020 kam eine Beteiligung an der Precision Tower Packing Ltd. mit Sitz bei Manchester in England hinzu. 2. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich auf die Abwicklung von geförderten Forschungsprojekten. Zu nennen sind dabei die Projekte ReProvAP (BMBF) und SAMARA (BMWi). RVT ist zudem aktives Mitglied in den industriellen Forschungsgemeinschaften FRI und SRP. Die Ergebnisse fließen in die Produktentwicklung und damit in die Erweiterung unseres Angebotes ein. Ferner wurde bereits die Palette unserer Standardprodukte und Werkstoffe ausgebaut. Zur Weiterentwicklung unserer Produkte und Leistungen betreiben wir mehrere Versuchs- und halbtechnische Pilotanlagen am Standort Marktrodach oder am Standort interessierter Kunden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die RVT PE ist in Deutschland der drittgrößte und einer der wenigen familiengeführten Anbieter von Stoffaustausch-Produkten. Unsere großen Wettbewerber reduzieren ihre Fertigungskapazitäten in Europa deutlich und verlagern sie bevorzugt nach Südostasien und Indien. Unsere Produkte und Leistungen verkaufen wir in Deutschland (ca. 44%), Europa (ca. 24%), sowie in USA und Südostasien. Wir liefern in die Märkte Chemie, Petrochemie und in die Umwelttechnik. Unser Portfolio wurde zudem um Anwendungen zur Minderung von Emissionen im maritimen Sektor ergänzt. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2023 konnte beim Rohergebnis das prognostizierte Ergebnis erreicht werden, während es beim Betriebsergebnis übertroffen wurde. Wie in den Vorjahresberichten thematisiert, ist aufgrund der pandemiebedingten und außenpolitischen Situation das Hauptaugenmerk der unternehmerischen Zielsetzung primär darauf gerichtet, eine stabile Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Rohergebnis von T€ 17.574 realisiert, was eine konstante Fortführung des Vorjahreswerts (T€ 17.976) darstellt. Grundsätzlich wurde das Geschäftsjahr 2023 mit einem Betriebsergebnis abgeschlossen, das sowohl der Planung als auch der internen Zielsetzung entsprach. Der Umsatz verteilte sich auf 3 Produktbereiche: Füllkörper und Packungen, Kolonnenböden und Kolonneneinbauten sowie Anlagenbau. Trotz der gesamtwirtschaftlichen herausfordernden Lage konnte der Auftragseingang des Vorjahres (T€ 32.468) annähernd verdoppelt werden. In Höhe von T€ 75.623 im Jahr 2023 wurde der bisher höchste Auftragseingang erreicht. Der Auftragsbestand lag folglich am Jahresende 2023 ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Das stabile Rohergebnis und der hohe Auftragseingang sind angesichts der allgemein noch gedämpften Investitionsbereitschaft in der chemischen Industrie sowie letztlich auch allen anderen Branchen, als Erfolg zu bewerten. a) Ertragslage Träger des Umsatzes ist und bleibt das Standardgeschäft. Die Produktgruppen Füllkörper, Internals und Kolonnenböden trugen ca. 80 % und der Anlagenbau 20 % zum Umsatz bei. Unsere Fertigungslinien im Kunststoff- und im Metallbereich waren damit im Geschäftsjahr gut ausgelastet. Nach wie vor ist die wirtschaftliche Situation auf allen Märkten geprägt durch die politischen Unsicherheiten. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Vorjahres von T€ 3.855 konnte erwartungsgemäß nicht ganz erreicht werden und lag 2023 letztlich etwas über Plan bei T€ 2.809. Genauso verhält es sich beim Rohergebnis, das mit T€ 17.574 leicht über dem Vorjahreswert von T€ 17.976 bleibt. Dies ist wie bereits im letzten Jahr angekündigt auf den Anstieg von unfertigen Leistungen zurückzuführen, da einige Großprojekte mit langer Laufzeit erst in den Folgejahren ergebniswirksam abgerechnet werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) als finanzieller Leistungsindikator hat den Planwert damit trotz der für alle Unternehmen im Jahr 2023 herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Situation erfüllen können. Die Gewinnabführung an den Organträger beträgt in 2023 T€ 2.879 (VJ: T€ 3.783). b) Vermögenslage / Finanzlage Die Gesellschaft verfügte im Berichtsjahr, durch den Ergebnisabführungsvertrag unverändert, über ein Eigenkapital von T€ 6.630, das entspricht einer Eigenkapitalquote von ca. 25% bezogen auf die Bilanzsumme von T€ 26.089. Im Berichtsjahr waren Zugänge zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 3.187 zu verzeichnen. Davon wurden T€ 30 in immaterielle Vermögensgegenstände und T€ 943 in Sachanlagen und T€ 2.214 in Finanzanlagen investiert. Nach den Abschreibungen (T€ 1.071) verblieb zum Bilanzstichtag ein Anlagevermögen von T€ 10.867 (VJ: T€ 8.752). Das Umlaufvermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 15.031 (VJ: T€ 13.504). Die Rückstellungen betrafen Rückstellungen für Garantien, den Personalbereich, sowie weitere Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.137 (VJ: T€ 1.521). Durch die stabile Entwicklung des Unternehmens konnten im Geschäftsjahr 2023 die Verbindlichkeiten grundsätzlich auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Der auf den Finanzierungsbedarf für den Neubau der Unternehmenszentrale in 2022 zurückzuführende Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde bereits deutlich von T€ 5.308 im Vorjahr auf T€ 4.239 reduziert. Zum Jahresende belief sich der Bestand an Verbindlichkeiten gesamt auf T€ 17.885 (VJ: T€ 13.683). Darin enthalten sind neben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 8.844 (VJ: T€ 7.532). In diesen Verbindlichkeiten ist bereits die Gewinnabführung in Höhe von T€ 2.879 an die Muttergesellschaft enthalten. Durch die reduzierten Verbindlichkeiten in Kombination mit einem erhöhten Bestand an flüssigen Mitteln konnte die Liquidität erheblich auf 220% gesteigert werden (VJ: 6%). 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: - Rohergebnis - Betriebsergebnis (EBIT) - Liquidität (flüssige Mittel / Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 100%)
Das Rohergebnis konnte weitestgehend konstant gehalten werden T€ 17.574 (VJ: T€ 17.976). Durch gute Einkaufsstrategien konnte der steigenden Preisentwicklung entgegengewirkt werden und wenn nötig die Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden. Wie bereits beschrieben konnte plangemäß das Betriebsergebnis des Vorjahres von T€ 3.855 nicht erreicht werden, das Jahr aber, wie prognostiziert, zufriedenstellend mit einem EBIT on T€ 2.809 abgeschlossen werden. Beim Leistungsindikator Liquidität zeigt sich eine deutlich verbesserte Situation. Die Liquidität liegt mit 220% erheblich über dem Vorjahreswert von 6%. Zum einen wurden aus dem Neubau der Unternehmenszentrale resultierende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bereits deutlich reduziert, zum anderen spiegeln sich die Anzahlungen für die langfristigen Großaufträge im Bankbestand wieder. Die gute Liquidität lässt sich folglich als Resultat aus der über viele Jahre stabilen Unternehmensentwicklung, sowie der ausgewogenen Zahlungs-/Vertragsgestaltung von Großaufträgen zusammenfassen. 4. Gesamtaussage Wir bewerten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als nach wie vor sehr solide. Unvorhersehbare Auswirkungen möglicher außenpolitischer Entwicklungen sind für Unternehmen dabei nie abschließend einzukalkulieren. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen grundsätzlich Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen waren durch liquide Mittel, das Warenlager und Forderungen gedeckt. Sollte sich kurzfristiger, zusätzlicher Liquiditätsbedarf ergeben, kann dieser bei Bedarf durch die Inanspruchnahme von kurzfristigen Terminkrediten gedeckt werden, was im Jahr 2023 allerdings nicht in Anspruch genommen wurde. Vielmehr konnten durch Guthaben oder Darlehen an verbundene Unternehmen nennenswerte Zinserträge realisiert werden. Die gute Bonitätssituation würde im Bedarfsfall auch langfristige Kapitalzusagen bei Kreditinstituten zu günstigen Konditionen ermöglichen. In der Betrachtung "Follow up" - Vergleich zwischen Ist und Plan für das Berichtsjahr stellen sich die Leistungsindikatoren wie folgt dar:
Beim Rohergebnis T€ 17.574 (Plan 2023: T€ 17.390) sowie beim Betriebsergebnis T€ 2.809 (Plan 2023: T€ 2.497) konnte die Zielsetzung erreicht beziehungsweise sogar leicht übertroffen werden. Die Liquidität entwickelte sich wie erwartet sehr positiv und lag mit 220% ebenfalls leicht oberhalb des Planwertes von 200%. In der Gesamtbetrachtung erfüllte das Jahr 2023 sämtliche Planvorgaben und die stabile Entwicklung des letzten Jahrzehntes konnte fortgeführt werden. Ereignisse die erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf hatten von der Planung nicht umfasst waren lagen nicht vor. III. Zweigniederlassungsbericht Es existieren keine Zweigniederlassungen der RVT Process Equipment GmbH. IV. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres, über die, außer den im Lagebericht erwähnten, zu berichten wäre, liegen nicht vor. V. Prognosebericht Wie im Nachtragsbericht beschrieben, sind die Folgen des andauernden Russland-Ukraine-Konflikts nicht absehbar. Wir haben unsere Planung darauf abgestellt, dass sich der Konflikt nicht noch weiter auf die gesamte EU / Welt ausweitet und nicht zuletzt die Versorgung der Energiemärkte weiter sichergestellt ist. Wir planen langfristig ein organisches Wachstum in Europa, Nordamerika und Südostasien. Zielgruppen bleiben für uns global tätige Firmen der Chemie, die Petrochemie und große international tätige Ausrüster und Anlagenbauer mit guter Bonität. Im Jahr 2023 konnte der bisher höchste Auftragseingang verzeichnet werden, der als Grundstock für die Folgejahre anzusehen ist. Im Anlagenbau konnten im Jahre 2023 einige Großprojekte als Auftrag gewonnen werden, die aufgrund von soliden Vertragsgestaltungen (Zahlungsplänen / Haftung) ohne erheblichen Risikozuwachs einen guten Auftragsbestand für mehrere Jahre bilden. Der nach wie vor stabile Auftragseingang im Standardgeschäft (das bisher 80% des Umsatzes beisteuerte) ist zusätzlich zu den Großaufträgen zu sehen und trägt durch das divers aufgestellte Produktportfolio ebenfalls zur Risikominimierung bei. Prognose bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren:
Rohergebnis und Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres blieben stabil. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 rechnen wir, soweit dies zum jetzigen Zeitpunkt prognostiziert werden kann, mit einem Rohergebnis von T€ 18.400 (VJ: T€ 17.574), somit etwas über dem Niveau der Vorjahre. Durch die längere Laufzeit der Großprojekte bedingt ist ein leichter Rückgang des Betriebsergebnisses bis zur Fertigstellung der Projekte zu erwarten. Der Plan für 2024 liegt deshalb bei T€ 2.520 (VJ: T€ 2.809). Jedoch rechnen wir mit Zinserträgen, die den Rückgang des Betriebsergebnisses in der Gesamtergebnisbetrachtung kompensieren werden.Da die langfristigen Verbindlichkeiten sich planmäßig weiter reduzieren und Anzahlungen für Großprojekte erfolgen werden, sehen wir zum Ende des Geschäftsjahres 2024 eine weiterhin sehr gute Liquidität von 250% als realistisch an (VJ: 220%). Aufgrund der nach wie vor nicht absehbaren politischen Entwicklungen sowie der latenten Risikofaktoren Inflation, Dekarbonisierung und Abschottung von Märkten, werden wir weiter verstärkt auf die Sicherstellung der Liquidität ein Augenmerk legen. Die langfristigen Auswirkungen der politischen Unsicherheiten, die sich auch im laufenden Geschäftsjahr in vielen Branchen fortsetzen, sind wie mehrfach beschrieben nicht abzusehen. Dem Druck auf die Margen bei großen Aufträgen begegnen wir durch eine weitere Rationalisierung unserer Fertigung in Deutschland und China sowie dem Ausbau des neuen Produktionsstandortes in England und den USA. VI. Chancen- und Risikobericht Wir erwarten eine Eintrübung des volkswirtschaftlichen Umfelds in Deutschland, der EU und weltweit. Unter der Prämisse einer Lösung der diversen Kriegsregionen liegen dabei die Risiken aus unserer Sicht in erster Linie auf den dadurch ausgelösten Unsicherheiten auf sämtlichen Märkten. Das für 2024 in Deutschland erwartete minimale Wirtschaftswachstum ist Ausdruck der mäßigen Investitionsbereitschaft von Unternehmern und Verbrauchern generell und damit auch von unseren Kunden. Die Gefahr der Abschottung der Märkte verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Für größere Aufträge werden Risiken deshalb durch konsequentes Einfordern von Anzahlungen und durch Rückstellungen für Gewährleistungen abgesichert. Der Zahlungseingang wird zeitnah verfolgt. Mehr als 70% unserer Kunden zahlen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele, 20 % überziehen bis zu 30 Tagen. Die Zahlungsbedingungen mit Großkunden werden individuell verhandelt und dem Geschäftsumfang angepasst. Die Einhaltung von Zahlungsfristen wird streng überwacht. Mittelfristig konzentrieren wir unser Augenmerk auf den Standort Marktrodach. Die solide Unternehmenspolitik der letzten Jahre ermöglichte trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage den Neubau eines Verwaltungsgebäudes neben unserem Fertigungsstandort. Es ist eine neue Unternehmenszentrale entstanden, der Firmensitz wurde zu Beginn des Jahres 2022 nach Marktrodach verlagert. Bereits nach kurzer Zeit konnte eine Verbesserung der internen Kommunikation, neuer Motivation unsere Mitarbeiter, Kosteneinsparungen in vielen Bereichen auch eine Vielzahl weiterer Synergieeffekte durch die räumliche Zusammenführung von Verwaltung, Konstruktion und Fertigung festgestellt werden. Diese positiven Entwicklungen soll weiter verfolgt werden. Daneben wurden aber auch die Aktivitäten in China 2023 weiter verstärkt, was neuerlich zu einem erfreulichen Gewinn unserer Einheit führte. Unsere Tochterunternehmen Kunshan RVT Chemical Equipment sowie Kunshan RVT Process Equipment entwickelten sich in den vergangenen Jahren trotz der erheblichen coronabedingten und wirtschaftlichen Beschränkungen positiv. Die Margen können stabil gehalten werden. Der Export wird durch strikte Qualitätskontrollen begleitet. Im Bereich der Eigenfertigung erfolgt die Qualitätskontrolle sowohl begleitend zum Fertigungsprozess als auch final vor Erteilung der Versandfreigabe. Für Handelswaren werden festgelegte Qualitätsanforderungen nach Anlieferung der Waren in unserem Lager in Kunshan überprüft. Die Ware wird erst nach einwandfreier Abnahme zum Versand freigegeben und dem Lieferanten bezahlt. Die positive Entwicklung des Standortes soll auch zukünftig weiter vorangetrieben werden. Wir sehen weiterhin Chancen, China als strategischen Fertigungsort für unsere Tätigkeit in Europa und Nordamerika stärker einzubinden. Die Verlagerungen von Fertigungen unserer Wettbewerber ausschließlich nach Asien lassen jedoch auch unsere Chancen in Europa wachsen, da wir die europäischen Märkte durch unsere Produktion in Marktrodach und England rasch und qualitativ hochwertig beliefern können. Die Aktivitäten der amerikanischen Tochter konzentrieren sich auf den Vertrieb der Produkte von RVT PE in USA, sowie den Handel mit Produkten, die in USA, Europa und China zugekauft werden. Für einige Produktbereiche erfolgt seit 2022 eine Eigenfertigung in Knoxville, USA. Es gibt jedoch keine eigenständige Produktentwicklung und keine Ingenieurtätigkeit (keinen Anlagenbau). Die Geschäftsentwicklung ist konstant und liefert uns stabile Beiträge zu unserem Ergebnis. Die Beteiligung in England wird weiter als Produktions- und Vertriebsstandort ausgebaut, um neue Märkte zu erschließen. Strategische Standortvorteile sollen genutzt und Lieferketten optimiert werden. Durch unsere Standorte für Vertrieb und Fertigung in Europa, England, Nordamerika und China sehen wir uns gegen eine zunehmende Abschottung der Märkte gut aufgestellt. Aufgrund unserer finanziellen Stabilität und unseres langfristig angelegten, organischen Wachstums, sehen wir, soweit dies zum jetzigen Zeitpunkt beurteilt werden kann, keine Risiken, die unsere Entwicklung entscheidend beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden könnten. Die immer noch andauernde gesamtpolitische Lage hat allerdings zur Folge, dass die Prognose und die Risiken mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Gegenwärtig haben wir eine sehr zufriedenstellende Auftragslage und erwarten auch weiterhin stabile Auftragseingänge. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage identifiziert und es bestehen aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Folgen der Krisensituation auf die gesamte Wirtschaftstätigkeit sind jedoch kaum abschließend zu bewerten. Aufgrund der daraus resultierenden verhaltenen Investitionsbereitschaft, besonders einiger Großkunden, die Ihrerseits gegen die Auswirkungen der Krisen ankämpfen, muss auch mit dem Szenario geplant werden, dass unsere Geschäftstätigkeit längerfristig beeinflusst wird. Einige unserer Geschäftsfelder unterliegen einer antizyklischen Entwicklung, sodass sich Auswirkungen erst mit Verzögerung zeigen werden. Abhängig von der Intensität und Dauer der politischen Ausnahmesituation und deren Folgen für unsere Geschäftstätigkeit, müssen wir unsere Ertrags- und Liquiditätslage ständig beobachten, um bei Bedarf frühzeitig notwendige Maßnahmen einleiten zu können.
Marktrodach, im Juli 2024 gez. Dr. Werner Geipel gez. Dr. Christian Geipel BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023RVT PROCESS EQUIPMENT GMBH, MARKTRODACHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023RVT PROCESS EQUIPMENT GMBH, MARKTRODACHI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die RVT Process Equipment GmbH hat ihren Sitz in Marktrodach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter HRB 2695 eingetragen. Der Jahresabschluss der RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach wurde aufgrund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften, insbesondere die Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§ 274 a, 276 und 288 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 266 HGB vorgenommen und um die Position B. Sonderposten für Investitionszuschüsse nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB erweitert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die Gliederungen sind mit Ausnahme der vorgenommenen Änderungen gegenüber dem Vorjahr unverändert. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgte durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben Anschaffungsdatum und den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind. Die immateriellen Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden mit den ursprünglichen Anschaffungskosten angesetzt und soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung ihrer Verwertbarkeit aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Erhaltene Anzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der den Vorratsbestand zum Stichtag übersteigende Teil wird als Verbindlichkeit gesondert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Der Sonderposten wird korrespondierend zur Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passivert. Fremdwährungsposten werden entsprechend den Vorgaben des § 256a HGB umgerechnet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Anteilsbesitz gem. § 285. Nr. 11 HGB: RVT Process Equipment, Inc., Knoxville Höhe am Kapital: 100% Eigenkapital: USD 668.765,72 (EUR 627.007,05) Jahresfehlbetrag 2022: USD - 737.360,74 (EUR - 691.318,90) Kunshan RVT Chemical Equipment Co., Ltd, Shanghai Höhe am Kapital: 100% Eigenkapital: RMB 4.854.343,18 (EUR 618.316,78) Jahresüberschuss 2023: RMB 860.050,17 (EUR 109.547,97) Kunshan RVT Process Equipment Co., Ltd, Kunshan Höhe am Kapital: 100% Eigenkapital: RMB 11.588.601,41 (EUR 1.476.085,72) Jahresüberschuss 2023: RMB 6.449.922,89 (EUR 821.552,04) Precision Tower Packing Ltd. Höhe am Kapital: 80% Eigenkapital: GBP 20.987,61 (EUR 24.150,06) Jahresfehlbetrag 2023: GBP 23.419,60 (EUR 26.948,51) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 1.073.675,97 (Vorjahr: EUR 4.087.753,36) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird korrespondierend zu der Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Gewährleistungen, Jahresabschlussprüfungskosten und ausstehende Rechnungen. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten von EUR 17.885.354,32 (Vorjahr: EUR 13.682.502,89) teilt sich in folgende Restlaufzeiten auf:
In den Verbindlichkeiten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4.238.548,57 (Vorjahr: EUR 5.307.772,82); davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.042.888,67 (Vorjahr: EUR 1.069.224,25); davon mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre EUR 2.389.409,90 (Vorjahr: EUR 2.894.798,57), davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 806.250,00 (Vorjahr: EUR 1.343.750,00). Für diese Verbindlichkeiten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden und Sicherungsübereignung Maschinenbestand in Höhe von EUR 4.238.548,57 (Vorjahr: EUR 6.750.374,90). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 275.048,10 EUR bestehen in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 8.569.419,69 EUR entfallen EUR 144.453,33 (Vorjahr: EUR 241.164,38) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die restlichen Verbindlichkeiten haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursgewinnen/Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 285) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursverlusten/Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 81) enthalten. V. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB Für Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft GR Beteiligungs GmbH, Marktrodach, hat unsere Gesellschaft die Mithaftung für Darlehen UniCredit Bank übernommen. Das Obligo betrug zum Stichtag TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 1.055). Zur Sicherung dieses Anspruchs wurden u.a. die Kundenforderungen unserer Gesellschaft abgetreten. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Ertragssituation der Muttergesellschaft infolge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages und der Liquiditätssituation nicht zu rechnen. Gegenüber der Tochtergesellschaft Kunshan RVT Process Equipment Co., Ltd hat unsere Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, nach der sie sich verpflichtet, der Tochtergesellschaft die notwendigen finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung ihres Geschäftsbetriebes zur Verfügung zu stellen. Auf Grund der guten Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren und der positiven Zukunftsaussichten ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Mietleasingverträgen:
Organe Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von Herrn Dr. Werner Geipel, Dipl.-Ing., Steinwiesen; Geschäftsführer Herrn Dr. Christian Geipel, Dipl.-Ing., Kronach; Geschäftsführer getätigt. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 48 (Vorjahr: 49) gewerbliche Arbeitnehmer und 96 (Vorjahr: 89) Angestellte, sowie 9 (Vorjahr: 9) Auszubildende beschäftigt, also insgesamt 153 (Vorjahr: 147) Mitarbeiter. Angabe gemäß § 285 Nr. 30a HGB Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes sind voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erwarten. Ergebnisverwendung Aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages ist das Jahresergebnis in Höhe von 2.879.469,16 EUR an die GR Beteiligungs GmbH abzuführen.
Marktrodach, den 19. Juli 2024 gez. Dr. Werner Geipel gez. Dr. Christian Geipel Der vorstehende Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 9. August 2024 festgestellt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlusspürfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erolgt in verkürzter Form gemäß § 327 HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Coburg, 31. Juli 2024 Dipl.-Kfm. Michael Härer, Wirtschaftsprüfer |
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