RVT Process Equipment GmbH

Im Gries 15, 96364 Marktrodach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 2695
Vorher
Rauschert Verfahrenstechnik GmbH
Eingetragen
25.6.1997
Branche
Herstellung von TurbinenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Die Entwicklung, die Projektierung, die Herstellung, der Vertrieb und die Abwicklung von Anlagen und Komponenten zur Wasseraufbereitung, Abgasbehandlung und zum Stoffaustausch

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

70.00% identifiziert30.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
70.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GR Beteiligungs GmbHEigenbeteiligung
30.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GR Beteiligungs GmbH
Germany
550.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RVT Process Equipment GmbH

Marktrodach (vormals: Steinwiesen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

RVT PROCESS EQUIPMENT GMBH, MARKTRODACH

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

RVT Process Equipment GmbH (RVT PE) entwickelt, produziert und handelt mit Komponenten zum Wärme- und Stoffaustausch (Füllkörpern, Kolonnen-Internals und -Böden) und liefert komplette Anlagen zur Gastrennung und Gasreinigung und zur Behandlung von Abwasser. Kunden sind überwiegend große Firmen der Chemie, der Petrochemie und des Anlagenbaus. Etwa 55% des Umsatzes werden im Export erlöst.

Die RVT PE ist seit 1996 Anbieter von Stoffaustausch-Produkten. Das Unternehmen unterhält seit November 2004 eine eigene Vertriebsgesellschaft in USA (RVT Process Equipment Inc., Knoxville), seit Dezember 2005 eine Handelsfirma (Kunshan RVT Chemical Equipment Co., Ltd.) und seit März 2009 eine Produktionsgesellschaft (Kunshan RVT Process Equipment Co., Ltd.) in Kunshan Jiangsu, P. R. China. Im April 2020 kam eine Beteiligung an der Precision Tower Packing Ltd. mit Sitz bei Manchester in England hinzu.

2. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich auf die Abwicklung von geförderten Forschungsprojekten. Zu nennen sind dabei die Projekte ReProvAP (BMBF) und SAMARA (BMWi). RVT ist zudem aktives Mitglied in den industriellen Forschungsgemeinschaften FRI und SRP. Die Ergebnisse fließen in die Produktentwicklung und damit in die Erweiterung unseres Angebotes ein. Ferner wurde bereits die Palette unserer Standardprodukte und Werkstoffe ausgebaut. Zur Weiterentwicklung unserer Produkte und Leistungen betreiben wir mehrere Versuchs- und halbtechnische Pilotanlagen am Standort Marktrodach oder am Standort interessierter Kunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die RVT PE ist in Deutschland der drittgrößte und einer der wenigen familiengeführten Anbieter von Stoffaustausch-Produkten. Unsere großen Wettbewerber reduzieren ihre Fertigungskapazitäten in Europa deutlich und verlagern sie bevorzugt nach Südostasien und Indien.

Unsere Produkte und Leistungen verkaufen wir in Deutschland (ca. 44%), Europa (ca. 24%), sowie in USA und Südostasien. Wir liefern in die Märkte Chemie, Petrochemie und in die Umwelttechnik. Unser Portfolio wurde zudem um Anwendungen zur Minderung von Emissionen im maritimen Sektor ergänzt.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 konnte beim Rohergebnis das prognostizierte Ergebnis erreicht werden, während es beim Betriebsergebnis übertroffen wurde. Wie in den Vorjahresberichten thematisiert, ist aufgrund der pandemiebedingten und außenpolitischen Situation das Hauptaugenmerk der unternehmerischen Zielsetzung primär darauf gerichtet, eine stabile Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Rohergebnis von T€ 17.574 realisiert, was eine konstante Fortführung des Vorjahreswerts (T€ 17.976) darstellt. Grundsätzlich wurde das Geschäftsjahr 2023 mit einem Betriebsergebnis abgeschlossen, das sowohl der Planung als auch der internen Zielsetzung entsprach.

Der Umsatz verteilte sich auf 3 Produktbereiche: Füllkörper und Packungen, Kolonnenböden und Kolonneneinbauten sowie Anlagenbau.

Trotz der gesamtwirtschaftlichen herausfordernden Lage konnte der Auftragseingang des Vorjahres (T€ 32.468) annähernd verdoppelt werden. In Höhe von T€ 75.623 im Jahr 2023 wurde der bisher höchste Auftragseingang erreicht. Der Auftragsbestand lag folglich am Jahresende 2023 ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Das stabile Rohergebnis und der hohe Auftragseingang sind angesichts der allgemein noch gedämpften Investitionsbereitschaft in der chemischen Industrie sowie letztlich auch allen anderen Branchen, als Erfolg zu bewerten.

a) Ertragslage

Träger des Umsatzes ist und bleibt das Standardgeschäft. Die Produktgruppen Füllkörper, Internals und Kolonnenböden trugen ca. 80 % und der Anlagenbau 20 % zum Umsatz bei. Unsere Fertigungslinien im Kunststoff- und im Metallbereich waren damit im Geschäftsjahr gut ausgelastet.

Nach wie vor ist die wirtschaftliche Situation auf allen Märkten geprägt durch die politischen Unsicherheiten. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Vorjahres von T€ 3.855 konnte erwartungsgemäß nicht ganz erreicht werden und lag 2023 letztlich etwas über Plan bei T€ 2.809. Genauso verhält es sich beim Rohergebnis, das mit T€ 17.574 leicht über dem Vorjahreswert von T€ 17.976 bleibt. Dies ist wie bereits im letzten Jahr angekündigt auf den Anstieg von unfertigen Leistungen zurückzuführen, da einige Großprojekte mit langer Laufzeit erst in den Folgejahren ergebniswirksam abgerechnet werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) als finanzieller Leistungsindikator hat den Planwert damit trotz der für alle Unternehmen im Jahr 2023 herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Situation erfüllen können. Die Gewinnabführung an den Organträger beträgt in 2023 T€ 2.879 (VJ: T€ 3.783).

b) Vermögenslage / Finanzlage

Die Gesellschaft verfügte im Berichtsjahr, durch den Ergebnisabführungsvertrag unverändert, über ein Eigenkapital von T€ 6.630, das entspricht einer Eigenkapitalquote von ca. 25% bezogen auf die Bilanzsumme von T€ 26.089.

Im Berichtsjahr waren Zugänge zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 3.187 zu verzeichnen. Davon wurden T€ 30 in immaterielle Vermögensgegenstände und T€ 943 in Sachanlagen und T€ 2.214 in Finanzanlagen investiert. Nach den Abschreibungen (T€ 1.071) verblieb zum Bilanzstichtag ein Anlagevermögen von T€ 10.867 (VJ: T€ 8.752).

Das Umlaufvermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 15.031 (VJ: T€ 13.504).

Die Rückstellungen betrafen Rückstellungen für Garantien, den Personalbereich, sowie weitere Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.137 (VJ: T€ 1.521).

Durch die stabile Entwicklung des Unternehmens konnten im Geschäftsjahr 2023 die Verbindlichkeiten grundsätzlich auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Der auf den Finanzierungsbedarf für den Neubau der Unternehmenszentrale in 2022 zurückzuführende Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde bereits deutlich von T€ 5.308 im Vorjahr auf T€ 4.239 reduziert. Zum Jahresende belief sich der Bestand an Verbindlichkeiten gesamt auf T€ 17.885 (VJ: T€ 13.683). Darin enthalten sind neben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 8.844 (VJ: T€ 7.532). In diesen Verbindlichkeiten ist bereits die Gewinnabführung in Höhe von T€ 2.879 an die Muttergesellschaft enthalten. Durch die reduzierten Verbindlichkeiten in Kombination mit einem erhöhten Bestand an flüssigen Mitteln konnte die Liquidität erheblich auf 220% gesteigert werden (VJ: 6%).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

- Rohergebnis

- Betriebsergebnis (EBIT)

- Liquidität (flüssige Mittel / Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 100%)

2022 2023 Veränderung
Rohergebnis in TEUR 17.976 17.574 - 402
Betriebsergebnis (EBIT) in TEUR 3.855 2.809 - 1.046
Liquidität in % 6% 220% 214%

Das Rohergebnis konnte weitestgehend konstant gehalten werden T€ 17.574 (VJ: T€ 17.976). Durch gute Einkaufsstrategien konnte der steigenden Preisentwicklung entgegengewirkt werden und wenn nötig die Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden. Wie bereits beschrieben konnte plangemäß das Betriebsergebnis des Vorjahres von T€ 3.855 nicht erreicht werden, das Jahr aber, wie prognostiziert, zufriedenstellend mit einem EBIT on T€ 2.809 abgeschlossen werden. Beim Leistungsindikator Liquidität zeigt sich eine deutlich verbesserte Situation. Die Liquidität liegt mit 220% erheblich über dem Vorjahreswert von 6%. Zum einen wurden aus dem Neubau der Unternehmenszentrale resultierende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bereits deutlich reduziert, zum anderen spiegeln sich die Anzahlungen für die langfristigen Großaufträge im Bankbestand wieder. Die gute Liquidität lässt sich folglich als Resultat aus der über viele Jahre stabilen Unternehmensentwicklung, sowie der ausgewogenen Zahlungs-/Vertragsgestaltung von Großaufträgen zusammenfassen.

4. Gesamtaussage

Wir bewerten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als nach wie vor sehr solide. Unvorhersehbare Auswirkungen möglicher außenpolitischer Entwicklungen sind für Unternehmen dabei nie abschließend einzukalkulieren.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen grundsätzlich Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen waren durch liquide Mittel, das Warenlager und Forderungen gedeckt.

Sollte sich kurzfristiger, zusätzlicher Liquiditätsbedarf ergeben, kann dieser bei Bedarf durch die Inanspruchnahme von kurzfristigen Terminkrediten gedeckt werden, was im Jahr 2023 allerdings nicht in Anspruch genommen wurde. Vielmehr konnten durch Guthaben oder Darlehen an verbundene Unternehmen nennenswerte Zinserträge realisiert werden.

Die gute Bonitätssituation würde im Bedarfsfall auch langfristige Kapitalzusagen bei Kreditinstituten zu günstigen Konditionen ermöglichen.

In der Betrachtung "Follow up" - Vergleich zwischen Ist und Plan für das Berichtsjahr stellen sich die Leistungsindikatoren wie folgt dar:

Plan 2023 Ist 2023 Abweichung
Rohergebnis in TEUR 17.390 17.574 184
Betriebsergebnis (EBIT) in TEUR 2.497 2.809 312
Liquidität in % 200% 220% 20%

Beim Rohergebnis T€ 17.574 (Plan 2023: T€ 17.390) sowie beim Betriebsergebnis T€ 2.809 (Plan 2023: T€ 2.497) konnte die Zielsetzung erreicht beziehungsweise sogar leicht übertroffen werden. Die Liquidität entwickelte sich wie erwartet sehr positiv und lag mit 220% ebenfalls leicht oberhalb des Planwertes von 200%. In der Gesamtbetrachtung erfüllte das Jahr 2023 sämtliche Planvorgaben und die stabile Entwicklung des letzten Jahrzehntes konnte fortgeführt werden. Ereignisse die erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf hatten von der Planung nicht umfasst waren lagen nicht vor.

III. Zweigniederlassungsbericht

Es existieren keine Zweigniederlassungen der RVT Process Equipment GmbH.

IV. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres, über die, außer den im Lagebericht erwähnten, zu berichten wäre, liegen nicht vor.

V. Prognosebericht

Wie im Nachtragsbericht beschrieben, sind die Folgen des andauernden Russland-Ukraine-Konflikts nicht absehbar. Wir haben unsere Planung darauf abgestellt, dass sich der Konflikt nicht noch weiter auf die gesamte EU / Welt ausweitet und nicht zuletzt die Versorgung der Energiemärkte weiter sichergestellt ist.

Wir planen langfristig ein organisches Wachstum in Europa, Nordamerika und Südostasien. Zielgruppen bleiben für uns global tätige Firmen der Chemie, die Petrochemie und große international tätige Ausrüster und Anlagenbauer mit guter Bonität.

Im Jahr 2023 konnte der bisher höchste Auftragseingang verzeichnet werden, der als Grundstock für die Folgejahre anzusehen ist. Im Anlagenbau konnten im Jahre 2023 einige Großprojekte als Auftrag gewonnen werden, die aufgrund von soliden Vertragsgestaltungen (Zahlungsplänen / Haftung) ohne erheblichen Risikozuwachs einen guten Auftragsbestand für mehrere Jahre bilden. Der nach wie vor stabile Auftragseingang im Standardgeschäft (das bisher 80% des Umsatzes beisteuerte) ist zusätzlich zu den Großaufträgen zu sehen und trägt durch das divers aufgestellte Produktportfolio ebenfalls zur Risikominimierung bei.

Prognose bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren:

Ist 2023 Plan 2024 Abweichung
Rohergebnis in TEUR 17.574 18.400 826
Betriebsergebnis (EBIT) in TEUR 2.809 2.520 -289
Liquidität in % 220% 250% 30%

Rohergebnis und Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres blieben stabil. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 rechnen wir, soweit dies zum jetzigen Zeitpunkt prognostiziert werden kann, mit einem Rohergebnis von T€ 18.400 (VJ: T€ 17.574), somit etwas über dem Niveau der Vorjahre. Durch die längere Laufzeit der Großprojekte bedingt ist ein leichter Rückgang des Betriebsergebnisses bis zur Fertigstellung der Projekte zu erwarten. Der Plan für 2024 liegt deshalb bei T€ 2.520 (VJ: T€ 2.809). Jedoch rechnen wir mit Zinserträgen, die den Rückgang des Betriebsergebnisses in der Gesamtergebnisbetrachtung kompensieren werden.Da die langfristigen Verbindlichkeiten sich planmäßig weiter reduzieren und Anzahlungen für Großprojekte erfolgen werden, sehen wir zum Ende des Geschäftsjahres 2024 eine weiterhin sehr gute Liquidität von 250% als realistisch an (VJ: 220%).

Aufgrund der nach wie vor nicht absehbaren politischen Entwicklungen sowie der latenten Risikofaktoren Inflation, Dekarbonisierung und Abschottung von Märkten, werden wir weiter verstärkt auf die Sicherstellung der Liquidität ein Augenmerk legen. Die langfristigen Auswirkungen der politischen Unsicherheiten, die sich auch im laufenden Geschäftsjahr in vielen Branchen fortsetzen, sind wie mehrfach beschrieben nicht abzusehen.

Dem Druck auf die Margen bei großen Aufträgen begegnen wir durch eine weitere Rationalisierung unserer Fertigung in Deutschland und China sowie dem Ausbau des neuen Produktionsstandortes in England und den USA.

VI. Chancen- und Risikobericht

Wir erwarten eine Eintrübung des volkswirtschaftlichen Umfelds in Deutschland, der EU und weltweit. Unter der Prämisse einer Lösung der diversen Kriegsregionen liegen dabei die Risiken aus unserer Sicht in erster Linie auf den dadurch ausgelösten Unsicherheiten auf sämtlichen Märkten. Das für 2024 in Deutschland erwartete minimale Wirtschaftswachstum ist Ausdruck der mäßigen Investitionsbereitschaft von Unternehmern und Verbrauchern generell und damit auch von unseren Kunden. Die Gefahr der Abschottung der Märkte verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Für größere Aufträge werden Risiken deshalb durch konsequentes Einfordern von Anzahlungen und durch Rückstellungen für Gewährleistungen abgesichert. Der Zahlungseingang wird zeitnah verfolgt. Mehr als 70% unserer Kunden zahlen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele, 20 % überziehen bis zu 30 Tagen. Die Zahlungsbedingungen mit Großkunden werden individuell verhandelt und dem Geschäftsumfang angepasst. Die Einhaltung von Zahlungsfristen wird streng überwacht.

Mittelfristig konzentrieren wir unser Augenmerk auf den Standort Marktrodach. Die solide Unternehmenspolitik der letzten Jahre ermöglichte trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage den Neubau eines Verwaltungsgebäudes neben unserem Fertigungsstandort. Es ist eine neue Unternehmenszentrale entstanden, der Firmensitz wurde zu Beginn des Jahres 2022 nach Marktrodach verlagert. Bereits nach kurzer Zeit konnte eine Verbesserung der internen Kommunikation, neuer Motivation unsere Mitarbeiter, Kosteneinsparungen in vielen Bereichen auch eine Vielzahl weiterer Synergieeffekte durch die räumliche Zusammenführung von Verwaltung, Konstruktion und Fertigung festgestellt werden. Diese positiven Entwicklungen soll weiter verfolgt werden.

Daneben wurden aber auch die Aktivitäten in China 2023 weiter verstärkt, was neuerlich zu einem erfreulichen Gewinn unserer Einheit führte. Unsere Tochterunternehmen Kunshan RVT Chemical Equipment sowie Kunshan RVT Process Equipment entwickelten sich in den vergangenen Jahren trotz der erheblichen coronabedingten und wirtschaftlichen Beschränkungen positiv. Die Margen können stabil gehalten werden. Der Export wird durch strikte Qualitätskontrollen begleitet. Im Bereich der Eigenfertigung erfolgt die Qualitätskontrolle sowohl begleitend zum Fertigungsprozess als auch final vor Erteilung der Versandfreigabe. Für Handelswaren werden festgelegte Qualitätsanforderungen nach Anlieferung der Waren in unserem Lager in Kunshan überprüft. Die Ware wird erst nach einwandfreier Abnahme zum Versand freigegeben und dem Lieferanten bezahlt.

Die positive Entwicklung des Standortes soll auch zukünftig weiter vorangetrieben werden. Wir sehen weiterhin Chancen, China als strategischen Fertigungsort für unsere Tätigkeit in Europa und Nordamerika stärker einzubinden.

Die Verlagerungen von Fertigungen unserer Wettbewerber ausschließlich nach Asien lassen jedoch auch unsere Chancen in Europa wachsen, da wir die europäischen Märkte durch unsere Produktion in Marktrodach und England rasch und qualitativ hochwertig beliefern können.

Die Aktivitäten der amerikanischen Tochter konzentrieren sich auf den Vertrieb der Produkte von RVT PE in USA, sowie den Handel mit Produkten, die in USA, Europa und China zugekauft werden. Für einige Produktbereiche erfolgt seit 2022 eine Eigenfertigung in Knoxville, USA. Es gibt jedoch keine eigenständige Produktentwicklung und keine Ingenieurtätigkeit (keinen Anlagenbau). Die Geschäftsentwicklung ist konstant und liefert uns stabile Beiträge zu unserem Ergebnis.

Die Beteiligung in England wird weiter als Produktions- und Vertriebsstandort ausgebaut, um neue Märkte zu erschließen. Strategische Standortvorteile sollen genutzt und Lieferketten optimiert werden.

Durch unsere Standorte für Vertrieb und Fertigung in Europa, England, Nordamerika und China sehen wir uns gegen eine zunehmende Abschottung der Märkte gut aufgestellt.

Aufgrund unserer finanziellen Stabilität und unseres langfristig angelegten, organischen Wachstums, sehen wir, soweit dies zum jetzigen Zeitpunkt beurteilt werden kann, keine Risiken, die unsere Entwicklung entscheidend beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden könnten.

Die immer noch andauernde gesamtpolitische Lage hat allerdings zur Folge, dass die Prognose und die Risiken mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Gegenwärtig haben wir eine sehr zufriedenstellende Auftragslage und erwarten auch weiterhin stabile Auftragseingänge. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage identifiziert und es bestehen aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Folgen der Krisensituation auf die gesamte Wirtschaftstätigkeit sind jedoch kaum abschließend zu bewerten. Aufgrund der daraus resultierenden verhaltenen Investitionsbereitschaft, besonders einiger Großkunden, die Ihrerseits gegen die Auswirkungen der Krisen ankämpfen, muss auch mit dem Szenario geplant werden, dass unsere Geschäftstätigkeit längerfristig beeinflusst wird. Einige unserer Geschäftsfelder unterliegen einer antizyklischen Entwicklung, sodass sich Auswirkungen erst mit Verzögerung zeigen werden. Abhängig von der Intensität und Dauer der politischen Ausnahmesituation und deren Folgen für unsere Geschäftstätigkeit, müssen wir unsere Ertrags- und Liquiditätslage ständig beobachten, um bei Bedarf frühzeitig notwendige Maßnahmen einleiten zu können.

 

Marktrodach, im Juli 2024

gez. Dr. Werner Geipel

gez. Dr. Christian Geipel

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

RVT PROCESS EQUIPMENT GMBH, MARKTRODACH

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 10.867.408,50 8.752.150,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.303,00 45.899,00
II. Sachanlagen 8.125.340,10 8.219.060,40
III. Finanzanlagen 2.700.765,40 487.190,74
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.030.868,65 13.504.411,31
I. Vorräte 0,00 5.721.138,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.686.444,92 7.471.750,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.344.423,73 311.522,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 191.225,03 151.055,42
26.089.502,18 22.407.616,87

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.629.645,99 6.629.645,99
I. Gezeichnetes Kapital 550.000,00 550.000,00
II. Kapitalrücklage 4.250.000,00 4.250.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.829.645,99 1.829.645,99
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 437.317,97 574.750,78
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.137.183,90 1.520.717,21
D. VERBINDLICHKEITEN 17.885.354,32 13.682.502,89
26.089.502,18 22.407.616,87

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 17.574.344,19 17.976.197,63
2. Personalaufwand -8.457.704,45 -7.729.569,49
a) Löhne und Gehälter -7.049.265,38 -6.458.578,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.408.439,07 -1.270.990,75
3. Abschreibungen -1.070.819,80 -1.193.727,63
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.070.819,80 -1.193.727,63
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.236.384,92 -5.197.716,38
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 322.247,70 (Vorjahr: EUR 81.415,82)
5. Betriebsergebnis 2.809.435,02 3.855.184,13
6. Erträge aus Beteiligungen 254.720,12 0,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110.167,16 11.766,02
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 63.880,84 (Vorjahr: EUR 6.766,02)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -264.178,34 -69.592,67
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 231.561,55 (Vorjahr: EUR 32.395,25)
9. Finanzergebnis 100.708,94 -57.826,65
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.737,39 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.897.406,57 3.797.357,48
12. Sonstige Steuern -17.937,41 -14.062,41
13. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -2.879.469,16 -3.783.295,07
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

RVT PROCESS EQUIPMENT GMBH, MARKTRODACH

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die RVT Process Equipment GmbH hat ihren Sitz in Marktrodach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter HRB 2695 eingetragen.

Der Jahresabschluss der RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach wurde aufgrund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften, insbesondere die Vorschriften der §§ 264 ff. HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§ 274 a, 276 und 288 HGB) wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 266 HGB vorgenommen und um die Position B. Sonderposten für Investitionszuschüsse nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB erweitert.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

Die Gliederungen sind mit Ausnahme der vorgenommenen Änderungen gegenüber dem Vorjahr unverändert.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgte durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben Anschaffungsdatum und den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind.

Die immateriellen Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden mit den ursprünglichen Anschaffungskosten angesetzt und soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung ihrer Verwertbarkeit aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Erhaltene Anzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Der den Vorratsbestand zum Stichtag übersteigende Teil wird als Verbindlichkeit gesondert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten wird korrespondierend zur Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passivert.

Fremdwährungsposten werden entsprechend den Vorgaben des § 256a HGB umgerechnet.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Anteilsbesitz gem. § 285. Nr. 11 HGB:

RVT Process Equipment, Inc., Knoxville

Höhe am Kapital: 100%

Eigenkapital: USD 668.765,72 (EUR 627.007,05)

Jahresfehlbetrag 2022: USD - 737.360,74 (EUR - 691.318,90)

Kunshan RVT Chemical Equipment Co., Ltd, Shanghai

Höhe am Kapital: 100%

Eigenkapital: RMB 4.854.343,18 (EUR 618.316,78)

Jahresüberschuss 2023: RMB 860.050,17 (EUR 109.547,97)

Kunshan RVT Process Equipment Co., Ltd, Kunshan

Höhe am Kapital: 100%

Eigenkapital: RMB 11.588.601,41 (EUR 1.476.085,72)

Jahresüberschuss 2023: RMB 6.449.922,89 (EUR 821.552,04)

Precision Tower Packing Ltd.

Höhe am Kapital: 80%

Eigenkapital: GBP 20.987,61 (EUR 24.150,06)

Jahresfehlbetrag 2023: GBP 23.419,60 (EUR 26.948,51)

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben ausschließlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 1.073.675,97 (Vorjahr: EUR 4.087.753,36) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird korrespondierend zu der Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Gewährleistungen, Jahresabschlussprüfungskosten und ausstehende Rechnungen.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten von EUR 17.885.354,32 (Vorjahr: EUR 13.682.502,89) teilt sich in folgende Restlaufzeiten auf:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR: 14.689.694,42 (Vorjahr: EUR 9.443.954,32)
Restlaufzeit von ein bis fünf Jahre: EUR: 2.389.409,90 (Vorjahr: EUR 2.894.798,57)
Restlaufzeit über fünf Jahre: EUR: 806.250,00 (Vorjahr: EUR 1.343.750,00)

In den Verbindlichkeiten sind enthalten:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4.238.548,57 (Vorjahr: EUR 5.307.772,82); davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.042.888,67 (Vorjahr: EUR 1.069.224,25); davon mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre EUR 2.389.409,90 (Vorjahr: EUR 2.894.798,57), davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren EUR 806.250,00 (Vorjahr: EUR 1.343.750,00). Für diese Verbindlichkeiten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden und Sicherungsübereignung Maschinenbestand in Höhe von EUR 4.238.548,57 (Vorjahr: EUR 6.750.374,90).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 275.048,10 EUR bestehen in voller Höhe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 8.569.419,69 EUR entfallen EUR 144.453,33 (Vorjahr: EUR 241.164,38) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die restlichen Verbindlichkeiten haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursgewinnen/Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 285) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursverlusten/Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 81) enthalten.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Für Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft GR Beteiligungs GmbH, Marktrodach, hat unsere Gesellschaft die Mithaftung für Darlehen UniCredit Bank übernommen. Das Obligo betrug zum Stichtag TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 1.055). Zur Sicherung dieses Anspruchs wurden u.a. die Kundenforderungen unserer Gesellschaft abgetreten.

Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Ertragssituation der Muttergesellschaft infolge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages und der Liquiditätssituation nicht zu rechnen.

Gegenüber der Tochtergesellschaft Kunshan RVT Process Equipment Co., Ltd hat unsere Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, nach der sie sich verpflichtet, der Tochtergesellschaft die notwendigen finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung ihres Geschäftsbetriebes zur Verfügung zu stellen.

Auf Grund der guten Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren und der positiven Zukunftsaussichten ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Mietleasingverträgen:

2024 2025 2026 2027 2028
102 TEUR 90 TEUR 61TEUR 61 TEUR 61 TEUR

Organe

Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von

Herrn Dr. Werner Geipel, Dipl.-Ing., Steinwiesen; Geschäftsführer

Herrn Dr. Christian Geipel, Dipl.-Ing., Kronach; Geschäftsführer

getätigt.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 48 (Vorjahr: 49) gewerbliche Arbeitnehmer und 96 (Vorjahr: 89) Angestellte, sowie 9 (Vorjahr: 9) Auszubildende beschäftigt, also insgesamt 153 (Vorjahr: 147) Mitarbeiter.

Angabe gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes sind voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erwarten.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages ist das Jahresergebnis in Höhe von 2.879.469,16 EUR an die GR Beteiligungs GmbH abzuführen.

 

Marktrodach, den 19. Juli 2024

gez. Dr. Werner Geipel

gez. Dr. Christian Geipel

Der vorstehende Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 9. August 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 444.484,67 30.540,53 0,00 0,00 475.025,20
444.484,67 30.540,53 0,00 0,00 475.025,20
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.692.343,57 6.197,24 0,00 0,00 7.698.540,81
Technische Anlagen und Maschinen 7.389.492,75 285.979,86 43.109,49 110.503,54 7.608.078,56
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.136.073,51 566.013,64 325.765,91 82.179,40 2.945.673,66
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 368.875,40 84.310,10 -368.875,40 0,00 84.310,10
17.586.785,23 942.500,84 0,00 192.682,94 18.336.603,13
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 687.190,74 0,00 0,00 0,00 687.190,74
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.213.574,66 0,00 0,00 2.213.574,66
687.190,74 2.213.574,66 0,00 0,00 2.900.765,40
18.718.460,64 3.186.616,03 0,00 192.682,94 21.712.393,73
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 398.585,67 35.136,53 0,00 433.722,20
398.585,67 35.136,53 0,00 433.722,20
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.685.417,57 189.149,24 0,00 1.874.566,81
Technische Anlagen und Maschinen 6.358.781,75 567.165,35 110.503,54 6.815.443,56
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.323.525,51 279.368,68 81.641,53 1.521.252,66
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.367.724,83 1.035.683,27 192.145,07 10.211.263,03
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
9.966.310,50 1.070.819,80 192.145,07 10.844.985,23
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.303,00 45.899,00
41.303,00 45.899,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.823.974,00 6.006.926,00
Technische Anlagen und Maschinen 792.635,00 1.030.711,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.424.421,00 812.548,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84.310,10 368.875,40
8.125.340,10 8.219.060,40
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 487.190,74 487.190,74
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.213.574,66 0,00
2.700.765,40 487.190,74
10.867.408,50 8.752.150,14

Der Bestätigungsvermerk des Abschlusspürfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erolgt in verkürzter Form gemäß § 327 HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RVT Process Equipment GmbH, Marktrodach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Coburg, 31. Juli 2024

Dipl.-Kfm. Michael Härer, Wirtschaftsprüfer

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