EWAB Engineering GmbH
Zum Lichtblick 2, 34346 Hann. Münden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Apel seit 18.3.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
EWAB International AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EWAB Engineering GmbHHann. MündenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023(verkürzte Fassung für Offenlegungszwecke nach § 325 HGB) Bei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 325 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EWAB Engineering GmbH, Hann. Münden: 1. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EWAB Engineering GmbH, Hann. Münden, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EWAB Engineering GmbH, Hann. Münden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. 2. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten (IDW PS KMU) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 3. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. 4. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von do- losen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten (IDW PS KMU) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Göttingen, den 05.04.2024 HSP
REVISION GmbH
gez. Dr. Scheuchzer, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die EWAB Engineering GmbH hat ihren Sitz in Hann. Münden und ist beim Amtsgericht Göttingen unter HRB 112072 in das Handelsregister eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden die voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungs-Gemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung enthalten. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen werden in Anwendung des Wahlrechts des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie projektbezogen durch aktivierte Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse gedeckt sind. Der nicht durch aktivierte Herstellungskosten gedeckte Betrag der erhaltenen Anzahlungen wird auf der Passivseite ausgewiesen. Die Forderungen werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung einer Pauschalwertberichtigung bewertet. Im Übrigen werden Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben angesetzt, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern wurde in Höhe der Steuerbelastung gebildet, die sich auf Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen ergibt. Außerdem wird aktive latente Steuer auf am Bilanzstichtag vorhandene steuerliche Verlustvorträge gebildet soweit nach den Planzahlen der Gesellschaft ein Ausgleich mit den für die nächsten drei Jahre prognostizierten steuerpflichtigen Ergebnissen zu erwarten ist. Im Sonderposten für Investitionszuschüsse sind in Vorjahren gewährte Investitionszuschüsse des Landes Niedersachsen und des Bundes passiviert soweit sie der Anschaffung von Gegenständen des Anlagevermögens dienten. Der Sonderposten wurde im Geschäftsjahr 2023 entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter planmäßig erfolgswirksam aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit"-Methode) unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre) bewertet; der zum 31.12.2022 angewandte Zinssatz betrug 1,78 %. Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet: Einkommenstrend: 0,00 %; Rententrend: 0,00 %; Fluktuation: keine. Eine weitere Berechnungsgrundlage bildeten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen enthalten, die zum 31.12.2023 mit sog. Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert werden. Das Deckungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (verpfändete Bankguthaben) entspricht dem Marktpreis gemäß § 255 Abs. 4 Satz 1 HGB. Kurzfristige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden folgende Änderungen im Ausweis innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen:
Im Übrigen wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unverändert fortgeführt. III. Erläuterung der Bilanz (Vorjahreswerte in Klammern) 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der auf der Folgeseite eingefügt ist, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 auf die Posten des Anlagevermögens. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 181 T€ (90 T€) enthalten. 3. Latente Steuern Die Bildung des Abgrenzungspostens für latente Steuern wurde auf die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten hinsichtlich des Ansatzes von sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen vorgenommen. Nach abschließender Betrachtung sämtlicher Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz ergab sich zum 31.12.2023 - wie im Vorjahr - ein Überhang der aktiven latenten Steuern (60 T€). Außerdem wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge abgegrenzt, soweit die Verlustvorträge mit den für die Jahre 2024-2026 erwarteten Ergebnissen der Gesellschaft zum Ausgleich gebracht werden können (646 T€). 4. Rückstellungen Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen in der Bilanz zum 31.12.2023 wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre verwendet. Bei einer Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt sich zum Bilanzstichtag eine um 29.561 € (14.955 €) höhere Rückstellung. Die der Rückstellung zugrunde liegende Versorgungszusage betrifft einen ehemaligen Geschäftsführer, in 2023 wurden Bezüge in Höhe von 23 T€ gezahlt. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 170 T€ (322 T€) enthalten, die zum 31.12.2023 mit sog. Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 106 T€ (221 T€) saldiert werden. Der Erfüllungsbetrag der saldierten Verpflichtungen beträgt 64 T€ (101 T€). 5. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 900 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 3.229 T€ (2.002 T€) gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und enthalten 1.638 T€ (553 T€) an Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten aus Steuern 162 T€ (411 T€) und auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 4 T€ (2 T€). IV. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung Gemäß § 285 Nr. 31 HGB wird zu Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung und gem. § 285 Nr. 32 HGB wird zu Erträgen und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, angegeben:
V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. 2. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
3. Mitglieder der Gesellschaftsorgane Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Bo Carl Fredrik Almcrantz, Vadstena / Schweden. 4. Bezüge / Anwartschaften Die Bezüge des Geschäftsführers werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. 5. Konzernzugehörigkeit Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die MP Innovator AB, Vadstena/Schweden. Dieser Konzernabschluss wird offengelegt im Swedish Companies Registration Office. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt ist die EWAB International AG, Rothenburg/Schweiz. Dieser Konzernabschluss ist nach schweizerischem Recht nicht offenlegungspflichtig. 6. Ausschüttungssperre Gem. § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der bilanzierten aktiven latenten Steuern von 705.660 € und gem. § 253 Abs. 6 HGB eine weitere Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrags aus der Bewertung der Pensionsrückstellung von 29.561 €. Ausgeschüttet werden darf somit nur, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags bzw. abzüglich des Verlustvortrags und zuzüglich des Jahresüberschusses bzw. abzüglich des Jahresfehlbetrags mindestens 735.221 € betragen. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. in der Bilanz berücksichtigt sind.
Hann. Münden, den 05.04.2024 gez. Fredrik Almcrantz, Geschäftsführer Lagebericht 2023I. Geschäftsgrundlage und Leistungsspektrum Seit 1980 entwickelt und produziert die EWAB Engineering GmbH Materialflusssysteme und damit verbundene Peripherieeinrichtungen. Diese werden bei Herstellern von Produkten mit hoher Stückzahl in der Automobilindustrie und anderen Industriezweigen eingesetzt, um deren Produktivität zu optimieren. Die EWAB Engineering GmbH ist ein Unternehmen der international tätigen EWAB-Gruppe mit Hauptsitz der Muttergesellschaft EWAB International AG in der Schweiz. Die Vernetzung mit der EWAB-Gruppe erzeugt eine globale Präsenz, welche die Möglichkeit einer länderübergreifenden Zusammenarbeit mit einem international aktiven Kundenkreis ermöglicht. Dieses Angebot wird zunehmend als entscheidender Vorteil in der Projektabwicklung erkannt und genutzt. Die Prozesse in der EWAB-Gruppe sind harmonisiert, um die optimale Zusammenarbeit auch mit internationalen Projektteams sicherzustellen. Dabei unterstützt die international übergreifende IT-Infrastruktur den schnellen und direkten Informationsfluss über die gesamte Prozesskette vom Vertrieb über die Konstruktion und Herstellung bis zum Service in der Gebrauchsphase im Aufstellwerk des Kunden. Die Struktur der EWAB-Gruppe mit der Nähe seiner Niederlassungen direkt am Endkunden ist ein wichtiger Vorteil im spezifischen Marktsegment des Unternehmens. Davon profitiert auch die EWAB Engineering GmbH als Standort in dem wichtigen Automobilmarkt Deutschland. Sie ist ein bedeutender Bestandteil der gesamten EWAB-Gruppe. Die Entwicklung der EWAB-Materialflusssysteme hat 1970 begonnen und ist seitdem kontinuierlich weitergeführt worden. Die Modularisierung des EWAB-Produktspektrums ist ein wichtiger Faktor zur Effizienzsteigerung in der Projektabwicklung. Die Realisierung von Gesamtanlagen, komplett ausgerüstet mit elektromotorischen Aktoren, sei hier als ein Beispiel genannt. Darüber hinaus ist in den letzten Jahren das eigene Produktportfolio stark erweitert worden. So gehören automatische Handhabungssysteme, integrierte Systeme zur Qualitätssicherung, der Datenerfassung und Weiterleitung sowie erweiterte Dienstleistungen für den Kunden zum Portfolio, um komplette Lösungen zur Automatisierung von Produktionseinrichtungen anzubieten. Strategische und wichtige Partnerschaften mit Unternehmen aus der Robotik und der Systemanbieterbranche sind geschlossen worden, um gesamtheitliche Konzepte anzubieten und realisieren zu können. Die Erweiterung des Liefer- und Leistungsangebotes führt innerhalb des Unternehmens zu einer kontinuierlichen Erhöhung der Mitarbeiterkompetenz. Dieses über Jahrzehnte erworbene "Know-how" ist neben einem professionellen Projektmanagement der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Die EWAB Engineering GmbH ist ein wichtiger Partner der Kunden zur Erreichung derer Projektziele, wie Qualität und Ausführung, optimales Preis- Leistungsverhältnis als auch die optimale und pünktliche Abwicklung. II. Rahmenbedingungen und Marktanalyse Automobilbranche Die Automobilindustrie hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Herausforderungen durchlebt und sich kontinuierlich angepasst. Ein Rückblick auf die jüngste Vergangenheit zeigt eine Abfolge entscheidender Ereignisse, die den Markt geprägt haben und weiterhin Einfluss auf die Branche ausüben. Vergangenheit: Der Diesel-Skandal in Verbindung mit dem Druck zur Elektrifizierung markierte einen Wendepunkt für die Automobilindustrie. Die Branche war gezwungen, ihre Strategien und Technologien zu überdenken, um den neuen Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Während dieser Umbruchsphase wurde die Industrie zusätzlich von der globalen COVID-19-Pandemie und den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts beeinflusst. Diese Ereignisse haben zu einer Reihe von Herausforderungen geführt, darunter Unterbrechungen der Lieferketten, Produktionsausfälle und eine allgemeine Unsicherheit auf den Märkten. Heute: Der positive Trend, der sich zum Jahresende 2022 abzeichnete, setzte sich im Verlauf des Jahres 2023 fort. Wir beobachten eine Zunahme neuer Aufträge und ein relativ stabiles Preisniveau. Dies deutet darauf hin, dass der Markt gut ausgelastet ist und die Nachfrage nach Automobilen weiterhin robust ist. Als direkte Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs sehen wir uns mit einer Liquiditätskrise bei unseren Kunden konfrontiert. Die gesteigerte Nachfrage nach Automobilen hat dazu geführt, dass unsere Kunden verstärkt investieren und größere Aufträge vergeben. Jedoch wurden diese Investitionen und Auftragsvergaben mit straffen Zahlungsbedingungen verknüpft, die sich auf die gesamte Lieferkette auswirken. Diese Bedingungen stellen eine zusätzliche Herausforderung dar und erfordern eine flexible und effiziente Finanzplanung, um den reibungslosen Ablauf unserer Geschäftsprozesse sicherzustellen. Eine erfreuliche Entwicklung ist die Verbesserung der Materialknappheit, die zuvor die Produktion stark beeinträchtigt hat. Durch gezielte Maßnahmen und eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette konnten Engpässe reduziert und die Verfügbarkeit von Rohstoffen verbessert werden. Die aus der Vergangenheit bekannte Beschaffungsgeschwindigkeit wurde bisher allerdings noch nicht wieder vollständig erreicht. Marktsituation Automobilindustrie: Die Produktionszahlen der Automobilindustrie (Quelle: marklines.com, Stückzahlenstatistik der globalen Automobilindustrie, Auszug 2023) verzeichneten weltweit einen Anstieg um etwa 9%. Im Jahr 2022 belief sich die Gesamtproduktion noch auf ca. 82.495.803 Fahrzeuge, während sie auf 89.915.862 Fahrzeuge im Jahr 2023 anstieg. In Deutschland verzeichnete die Automobilproduktion einen bemerkenswerten Anstieg um 20%. Im Jahr 2022 wurden 3.585.549 Fahrzeuge hergestellt, während die Produktion im Jahr 2023 auf insgesamt ca. 4.307.895 Fahrzeuge stieg. Diese Zahlen illustrieren die positive Dynamik und das beträchtliche Wachstumspotenzial der Automobilindustrie, trotz der vielfältigen Herausforderungen, denen sie gegenübersteht. Insgesamt präsentiert sich die Automobilindustrie als ein dynamischer und anpassungsfähiger Sektor, der die aktuellen Herausforderungen proaktiv angeht und gleichzeitig Möglichkeiten für zukünftiges Wachstum und Innovation erkennen lässt. III. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Die wirtschaftliche Entwicklung von 2022 zu 2023 zeigt signifikante Veränderungen in verschiedenen Schlüsselbereichen. Der Auftragseingang wurde wiederholt gesteigert (2021: EUR 12,2 Mio. / 2022: EUR 15,4 Mio. / 2023: EUR 15,8 Mio.), was auf eine verstärkte Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen hinweist. Diese gesteigerte Nachfrage führte zu einer effizienten Auslastung unserer Ressourcen durch die Projekte. Wir waren zudem in der Lage, große, zuvor verzögerte Projekte aus den Vorjahren erfolgreich abzuschließen. Um den erreichten Auftragseingang zu bewältigen, haben wir unsere Organisation an den wiedererlangten Kapazitätsbedarf angepasst. Hierzu wurden einige wenige Neueinstellungen vorgenommen als auch auf externe Partner zurückgegriffen. Diese Maßnahmen spiegeln sich in den finanziellen Kennzahlen wider: Der bereinigte Umsatz stieg beträchtlich an, was auf ein gesteigertes Geschäftsvolumen hindeutet. Allerdings stiegen auch die Materialkosten im Vergleichszeitraum. Die Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz reduzierten sich erheblich, wobei die Mitarbeiterproduktivität anstieg. Die Rentabilität verbesserte sich insgesamt deutlich, was auf eine bessere Nutzung der Ressourcen und eine verbesserte operative Effizienz hinweist. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtleistung, Rohertrag, Jahresergebnis und Cashflow. Insgesamt zeigt die Interpretation dieser Zahlen eine positive Entwicklung der finanziellen Leistungsfähigkeit und Effizienz des Unternehmens im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. • Auftragseingang Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich der Auftragseingang der EWAB Engineering GmbH stabilisiert und das Maß des Vorjahres erreicht, das schließlich auch mit der Organisationsstärke und Leistungsfähigkeit des Betriebs übereinstimmt. Der sich zuletzt abgezeichnete Trend, dass sich Angebot und Nachfrage wieder aufeinander eingependelt haben, setzte sich fort und hat sich bestätigt. Am Markt hat sich ein stabiles Preisniveau eingependelt. Eine erfreuliche Entwicklung war die gute Mischung aus Großaufträgen und kleinen bis mittleren Aufträgen, die eine solide Grundlage für die kurzfristige und langfristige Planungssicherheit boten. Auch das Verhältnis von Neuinstallationen zu Service-Aufträgen blieb stabil. Die Perspektiven für das Jahr 2024 deuten darauf hin, dass sich diese Tendenz in der Auftragsverteilung weiter fortsetzen wird. Dies gibt uns eine solide Basis für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und stärkt das Vertrauen in die Zukunftsaussichten des Unternehmens. • Gesamtleistung, Rohergebnis und Jahresergebnis Im Jahr 2023 hat unser Unternehmen signifikante Fortschritte erzielt, was sich in den finanziellen Ergebnissen widerspiegelt. Die Gesamtumsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 43,1 %. Der Anstieg der Nettoumsätze ist primär auf den Abschluss der großen verzögerten Projekte und auf eine Steigerung der Verkäufe an externe Kunden zurückzuführen, insbesondere im Bereich der EWAB-Systeme. Diese Steigerung zeigt die Attraktivität unserer Produkte und Lösungen für Kunden in verschiedenen Regionen. Die Umsätze mit Ersatzteilen und Serviceleistungen blieben stabil, was auf eine gute Kundenbindung und die Qualität unserer Dienstleistungen hinweist. Ein weiterer wichtiger Bereich, der zu dieser Steigerung beigetragen hat, ist die Veränderung des Lagerbestands. Hier verzeichneten wir eine große Zunahme aufgrund von Halbfertigprodukten bzw. laufenden Projekten. Wegen des Umsatzwachstums stiegen auch die Kosten für Materialien und Dienstleistungen. Dieser Anstieg ist größtenteils auf gestiegene Ausgaben für Zulieferer, externe Dienstleister und Betriebsausgaben zurückzuführen. Wir arbeiten daran, unsere Kostenstrukturen zu optimieren und effizienter zu werden, um langfristig rentabel zu bleiben. Mit dem Umsatzwachstum und der abermaligen deutlichen Bestandserhöhung bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen erhöhte sich die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um EUR 6,41 Mio. Das Rohergebnis verbesserte sich im Vergleich zu Vorjahr um ca. 71,9% auf EUR 7,28 Mio. (Vorjahr: EUR 4,24 Mio.), was sich schließlich auch durch eine effizientere Ressourcennutzung und eine stärkere Ausrichtung auf rentable Geschäftsbereiche begründen lässt. Die Personalkosten stiegen im Jahr 2023 moderat um ca. 3,6% auf EUR 4,68 Mio. an (Vorjahr: EUR 4,52 Mio.), primär aufgrund von neuen Einstellungen und Gehaltserhöhungen im Zuge der Unternehmensentwicklung. Diese Investitionen in unser Personal sind entscheidend für die Sicherung des langfristigen Erfolgs unseres Unternehmens. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Das Jahresergebnis für das Jahr 2023 in Höhe von EUR 0,17 Mio. verzeichnet eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (2022: EUR -2,56 Mio.) aufgrund des gestiegenen Rohergebnisses und trotz der leicht erhöhten Kosten. Es spiegelt die Gesamtleistung des Unternehmens wider und zeigt die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität und Effizienz. • Vermögenslage, Finanzlage und Cashflow Die Investitionen in 2023 betrugen rd. 18 Tsd. Euro (Vorjahr: 25 Tsd. Euro). Wesentliche Ersatzinvestitionen waren nicht erforderlich. Der Bestand des Vorratsvermögens (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, als auch unfertige und fertige Erzeugnisse) lag am 31.12.2023 vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen um EUR 3,77 Mio. höher als am Vorjahresstichtag (+79,2 %). Der Lagerbestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist mit dem höheren Umsatzvolumen und dem daraus resultierenden zusätzlichen Bedarf an Ersatzteilen um EUR 0,12 Mio. (= +25,3 %) gestiegen. Bei den unfertigen Fertigungsaufträgen ergab sich eine Erhöhung von EUR 3,69 Mio. (+88,5 %). Hintergrund ist, dass einige Großaufträge am Jahresende 2023 einen hohen Fertigstellungsgrad aufwiesen, aber noch nicht fertiggestellt waren bzw. noch nicht final abgerechnet werden konnten. Die auf den Bestand der unfertigen Erzeugnisse erhaltenen Anzahlungen, die in der Bilanz offen von den Vorräten abgesetzt werden, lagen um EUR 1,08 Mio. höher als zu Beginn des Jahres, damit waren am 31.12.2023 42,2 % der bis zum Stichtag angefallenen Herstellungskosten der unfertigen Aufträge durch Anzahlungen abgedeckt, während es am 31.12.2022 noch 53,6 % waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen am 31.12.2023 um EUR 0,34 Mio. über dem Stand am 31.12.2022. Für den Forderungsbestand waren in der Bilanz 2023 keine Einzelwertberichtigungen erforderlich. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2023 um EUR 2,97 Mio. Euro (+28,6 %). Das ist vor allem begründet in dem höheren Bestand der unfertigen Arbeiten. Das Eigenkapital beträgt am 31.12.2023 EUR 2,26 Mio. (Vorjahr: EUR 2,09 Mio.). Die bilanzielle Eigenkapitalquote sinkt aufgrund der stark gestiegenen Bilanzsumme von 20,2 % am 31.12.2022 auf 17,0 % am 31.12.2023. Bei den Verbindlichkeiten ergab sich ein Anstieg um EUR 2,71 Mio. auf EUR 9,40 Mio. Während die Inanspruchnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat, ergab sich ein starker Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber anderen Konzerngesellschaften (EUR +2,42 Mio.), was insbesondere aus Finanzierungen seitens der Muttergesellschaft resultiert. Der operative Cashflow beträgt im Geschäftsjahr 2023 +382 Tsd. Euro (Vorjahr: -2.510 Tsd. Euro). Insbesondere durch den Aufbau des Bestands an unfertigen Aufträgen im Geschäftsjahr 2023, der zu einem erheblichen Teil vorfinanziert werden musste, ergab sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 von -1.219 Tsd. Euro (Vorjahr: -1.144 Tsd. Euro). Der negative Cashflow wurde durch die Aufnahme von Konzerndarlehen in Höhe von 1.200 Tsd. Euro finanziert. • Personalbestand Der Personalbestand lag zum Ende des Jahres 2023 bei 68 Personen (Vorjahr: 63). • Geschäftsentwicklung Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr verlief vielversprechend. Der Start in das neue Jahr wurde durch die Beauftragung größerer Projekte zum Jahreswechsel positiv geprägt, was unserem Unternehmen Sicherheit und Stabilität verlieh. Wir konnten eine gute Balance zwischen verschiedenen Auftragsdimensionen erreichen, was zu einer effizienten Nutzung unserer Ressourcen führte und gleichzeitig den erfolgreichen Abschluss und die Abrechnung von Projekten im Betrachtungszeitraum ermöglichte. Die Situation um die Lieferengpässe hat sich am Markt erheblich verbessert, was zu einer besseren Kontrolle dieser Herausforderungen führte. Unsere Kunden zeigten zunehmendes Bewusstsein für Restrisiken. Ein guter Auftragseingang hat zu einem erhöhten Auftragsbestand geführt, der vielversprechende Umsatzaussichten für das kommende Jahr bietet. Besondere Aufmerksamkeit galt der Liquiditätssituation, da ein Trend zu Liquiditätsengpässen am Markt und bei den Kunden zu beobachten war, der sich durch strenge Zahlungsbedingungen oder die Nichteinhaltung von Zahlungszielen äußerte. Unsere strategischen Maßnahmen im Einkaufsbereich zeigten positive Ergebnisse. Das Jahresergebnis blieb trotz der erheblichen Verbesserung hinter den Erwartungen zurück, da einige Projekte nicht entsprechend den Umsatzprognosen abgeschlossen wurden und höhere Kosten für externe Dienstleistungen zur Unterstützung laufender Projekte anfielen. Insgesamt bewerten wir das Jahresergebnis in Form der Steigerung im Vergleich zum Vorjahr dennoch als positiv. Es spiegelt unseren Einsatz und unsere Anpassungsfähigkeit wider. IV. Risiken und Chancen der Geschäftstätigkeit • Automobilindustrie und Zulieferindustrie Im vergangenen Jahr haben wir eine bemerkenswerte Kontinuität in der Verbesserung des Marktgleichgewichts in Bezug auf die Nachfrage und das Angebot unserer Waren und Dienstleistungen festgestellt. Diese positive Entwicklung hat sich auch im neuen Jahr fortgesetzt, allerdings sind einige alte Krisen neuen gewichen, die unsere Aufmerksamkeit erfordern. Wo einst fehlende Nachfrage unser größtes Anliegen war, stehen wir nun vor der Herausforderung fehlender Ressourcen, insbesondere in Bezug auf bestimmte Fachkompetenzen, die für eine Projektrealisierung unverzichtbar sind. Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts wurden durch Konflikte im Nahen Osten und Angriffe auf Handelsschiffe ersetzt, was zu spezifischen Engpässen bei wichtigen Komponenten führt und die gesamte Lieferkette belasten kann bzw. zu Produktionsausfällen bei unseren Kunden führt. Diese neuen Herausforderungen stellen uns vor diverse Schwierigkeiten und erfordern ein präzises Management. Trotz dieser neuen Entwicklungen bleiben einige Herausforderungen bestehen. Die Stabilisierung der Gewinnmargen bleibt eine zentrale Aufgabe. Des Weiteren bleiben wir nach wie vor mit Herausforderungen im Cashflow konfrontiert, insbesondere angesichts der beträchtlichen Umsatzsteigerung und der damit verbundenen Vorfinanzierungsbedürfnisse. Die Situation hat sich durch Liquiditätsengpässe auf Kundenseite verschärft, begleitet von teilweise neuen und strengeren Zahlungsbedingungen. Daher erfordert die Projektfinanzierung eine noch präzisere Planung, und es ist unabdingbar, Maßnahmen zur Absicherung gegen mögliche Zahlungsausfälle seitens der Kunden zu treffen. In Anbetracht dieser dynamischen Marktveränderungen und der anhaltenden Herausforderungen ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir flexibel bleiben und unsere strategischen Ansätze kontinuierlich anpassen, um auf die sich entwickelnde Geschäftsumgebung zu reagieren. Unsere Fähigkeit, rasch auf neue Gegebenheiten zu reagieren und gleichzeitig unsere langfristigen Ziele im Blick zu behalten, wird maßgeblich dazu beitragen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unseren Erfolg auch in Zeiten des Wandels zu sichern. Als Unternehmensgruppe können wir von unserer gemeinsamen Expertise profitieren und uns gegenseitig unterstützen, um diese Herausforderungen zu meistern. • Maschinenhersteller Der jüngste Bericht des "VDI nachrichten Konjunkturechos" vom Januar 2024 deutet darauf hin, dass der Maschinenbau Schwierigkeiten hat, seine Gewinnmargen zu halten, während der Stellenmarkt leicht abkühlt. Laut der vierteljährlichen Auswertung des "Konjunkturechos" für das vierte Quartal 2023 zeigt sich ein Rückgang der Unternehmen im Maschinenbau, die Gewinnsteigerungen verzeichnen können, auf einen historisch niedrigen Wert, während die Zahl der Unternehmen mit Hinweisen auf Umsatzsteigerungen auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorquartalen bleibt. Dies legt nahe, dass Preiserhöhungen bei Vorprodukten und Gehältern möglicherweise nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten. Auch die Zahl der Unternehmen, die im vierten Quartal offene Stellen ausgeschrieben haben, ist auf einen vergleichsweise niedrigen Wert gesunken. Gleichzeitig hat die Zahl der Unternehmen, die Stellen abgebaut haben, im Vergleich zu den Vorquartalen zugenommen. Diese Daten reflektieren die aktuellen Herausforderungen und Veränderungen im Maschinenbau und können für die strategische Ausrichtung von EWAB von Bedeutung sein. Üblicherweise besteht ein starker Zusammenhang zwischen dem Auftragseingang im Werkzeugmaschinenbau und der Nachfrage nach Automatisierungslösungen. Im Jahr 2023 wurde jedoch eine Verschiebung der Projekt-Auftraggeber vom Werkzeugmaschinenhersteller zum Endkunden festgestellt. Die gute Zusammenarbeit und die langjährigen Partnerschaften mit den Werkzeugmaschinenherstellern waren bislang entscheidende Erfolgsfaktoren für EWAB. Ein Einbruch dieses Geschäftsbereichs birgt verschiedene Risiken: Zum einen sind die Aufträge der Maschinenhersteller in der Regel wiederkehrende, gute kleinere bis mittlere Projekte mit geringem Risiko. Ein Wegfall dieser Aufträge müsste durch andere Projekte kompensiert werden. Zum anderen bliebe der Bedarf an Automationslösungen grundsätzlich bestehen, wird dann jedoch vermehrt durch die Endanwender beauftragt. Dies führt zu einer Bündelung von Anlagen, was den Wettbewerb und das generelle Risiko erhöht. Es ist daher von großer Bedeutung, diese Entwicklungen genau zu beobachten und flexibel auf Veränderungen im Markt zu reagieren. • Sonstige Geschäftsfelder In den Geschäftsbereichen außerhalb der Automobilindustrie und ihren Zulieferern besteht ein hoher Bedarf an Automationslösungen. Die Strategie zur Erschließung dieser Geschäftsfelder zeigt erste Erfolge und bietet vielversprechende Chancen für EWAB. Jedoch sind wir im Verlauf der Projekte auch mit Unsicherheiten und Risiken konfrontiert: Die Anforderungen an unsere Systeme variieren, ebenso wie die einzusetzenden Technologien. Der Aufbau von Kompetenzen ist teilweise erforderlich, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus können die Erwartungshaltungen der Endkunden unterschiedlich sein. Insgesamt erfordert dies ein präzises Projektmanagement, wobei das Risiko von Verlustgeschäften berücksichtigt werden muss. • Finanzierung Die Sicherstellung unserer Liquidität bleibt wie in der Vergangenheit von zentraler Bedeutung und zählt zu unseren vorrangigen Anliegen. Das Liquiditätsrisiko ist derzeit durch die Umsetzung großer Projekte und deren Vorfinanzierungsbedarf sowie durch die finanzielle Situation einiger unserer Kunden verstärkt. Einige Kunden halten teilweise wiederholt ihre Zahlungsziele nicht ein, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Die Zusammenarbeit mit unseren Hausbanken hat bisher die Finanzierung unserer Geschäftstätigkeiten sichergestellt. Die fortlaufende Unterstützung dieser Partnerschaften ist wichtig für eine positive Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Durch die Unterstützung und die enge Zusammenarbeit unserer Unternehmensgruppe konnten wir unsere finanzielle Lage bislang zusätzlich stabilisieren. Wir sind optimistisch, dass wir die Ziele für das Jahr 2024 erreichen können. Dennoch ist es unter Berücksichtigung der Erfahrungen der vergangenen Jahre besonders wichtig, dass der positive Trend, der sich in einem positiven Jahresergebnis wiederspiegelt, auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird. V. Prognose der künftigen Entwicklung Die Jahre 2022 und 2023 haben deutlich gemacht, dass sich die Auftragsdimensionen in letzter Zeit anders verteilt haben, wobei eine geringere Homogenität in der Auftragsgröße festzustellen ist. Diese Tatsache erfordert eine Anpassung und Flexibilität aller Bereiche von EWAB, um effektiv auf diese Gegebenheiten einzugehen. Die aktuellen Anfragen zeugen von einem vielversprechenden Trend, der aktuell unsere Erwartungshaltung bestätigt, den positiven Kurs von EWAB fortzusetzen. Wir sind uns bewusst, dass die Verarbeitung früherer negativer Ergebnisse Zeit in Anspruch nehmen wird, dennoch sind wir optimistisch hinsichtlich unserer Zukunftsaussichten. Der fortwährende Bedarf an Automation bleibt ungebrochen, was sich in einer stabilen Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen widerspiegelt. Insbesondere die volatilen Trends in der Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen erfordern eine flexible Anpassung unserer Produktionskapazitäten und -strategien. Wir gehen davon aus, dass sich die finanzielle Krise bei unseren Kunden und Lieferanten noch längere Zeit fortsetzen wird, was möglicherweise zu Ausfällen oder Zusammenschlüssen führen könnte. Diese Entwicklungen können Auswirkungen auf unser Tagesgeschäft und unsere finanzielle Lage haben, weshalb wir vorausschauend agieren müssen. Die EWAB Gruppe bleibt bestrebt, mit Agilität auf die sich wandelnden Marktbedingungen zu reagieren und sich erfolgreich zu positionieren. Für das kommende Jahr prognostizieren wir eine erneute Verbesserung unseres Jahresergebnisses bei stabilen Rohergebnissen und leicht rückläufigen Betriebsausgaben. Für 2024 prognostizieren wir einen Anstieg der Umsatzerlöse um 10% und einen Rückgang der Gesamtleistung um 12%. Das Rohergebnis erwarten wir leicht unter dem Wert des Jahres 2023, die sonstigen Aufwendungen werden ebenfalls leicht unter denen des Jahres 2023 liegen. Wir gehen von einem operativen Jahresergebnis von TEUR 230 aus. Angesichts der langsamen Verbesserung der finanziellen Lage unter den aktuellen Marktbedingungen betonen wir die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit innerhalb der EWAB Gruppe sowie mit unseren Hausbanken. Gemeinsam werden wir bestrebt sein, unsere finanzielle Stabilität zu festigen und Chancen zu nutzen, um langfristigen Erfolg zu sichern. Unsere Liquiditätsplanung zeigt für das Jahr 2024 unter der Annahme der Aufrechterhaltung der unbefristet gewährten Kreditlinien der drei Hausbanken für das gesamte Jahr 2024 eine ausreichende Deckung. Für das kommende Jahr liegt ein besonderes Augenmerk auf unseren Mitarbeitern, die das wertvollste Kapital unseres Unternehmens darstellen. Wir sind stolz darauf, dass im vergangenen Jahr alle Mitarbeiter maßgeblich dazu beigetragen haben, unsere Unternehmensziele zu erreichen. Trotz der angespannten Wirtschaftslage im Maschinenbau bleibt es eine große Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter insbesondere im Bereich der technischen Berufe zu finden. Daher wird die Mitarbeitergewinnung und -bindung auch in Zukunft einen zentralen Schwerpunkt darstellen. Wir planen, verstärkt auf die Ausbildung eigener Fachkräfte zu setzen, um langfristig unseren Bedarf an qualifiziertem Personal decken zu können.
Hann. Münden, 02.04.2024 Fredrik Almcrantz, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses und ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23.04.2024 festgestellt worden. Gleichzeitig wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2023 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den Saldo auf neue Rechnung vorzutragen. |
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