Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 4998
Eingetragen
18.9.1995
Branche
Betrieb von BaumschulenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Blumen und Pflanzen
Gegenstand
Gartenbaubetrieb, insbesondere die Zucht von Anthurium und Orchideen. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an Unternehmen gleicher Art und solchen Unternehmen, die ihren Zweck zu fördern geeignet sind, zu beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen und ihm unmittelbar oder mittelbar förderlich erscheinen, mit Ausnahme von Bankgeschäften im Sinne des § 1 des Gesetzes über das Kreditwesen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu gründen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wilfred Kruisselbrink
seit 24.10.2016
Prokura
Mark van der Knaap
seit 14.1.2015
Geschäftsführer
Iwan van der Knaap
seit 22.1.2004
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Anthura Arndt GmbH

Borken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inhalt

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

C. Prognosebericht

D. Risikobericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Anthura Arndt GmbH wurde am 01.09.1995 gegründet und hat ihren Sitz in Borken-Burlo.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt nach wie vor in der Produktion der Orchideenjungpflanzen. Unser Produktionsprogramm ist wie in den Vorjahren am Bedarf des Weltmarktes orientiert.

Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Wir arbeiten ständig daran, die Qualität vom Produkt zu optimieren. Da es sich um lebendes Pflanzenmaterial handelt, ist es erforderlich hohe Prioritäten zu setzen, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Beschaffung des Ausgangsmaterials über verschiedene Labore hat sich wie in den Vorjahren auch im aktuellen Berichtsjahr bewährt und wird für die Zukunft weiter ausgebaut.

Geschäftsverlauf

Einschätzung der Unternehmensleitung

Wie bereits in der Vergangenheit und auch für die Zukunft ist das Ziel des Unternehmens, die hohe Qualität der Pflanzen beizubehalten. Entsprechend der Vorjahre werden die individuellen Ansprüche der Kunden beobachtet, umso gut wie möglich auf deren Wünsche die Produktion einzustellen.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 ging von merklich niedrigeren Umsatzerlösen mit einem sich korrespondierenden entwickelnden Jahresergebnis aus. Tatsächlich verminderten sich die Umsatzerlöse merklich um 5,6m EUR (- 12,32%) im Vergleich zum Vorjahr. Durch eine korrespondierende Minderung der Materialaufwendungen konnte dieser Effekt fast vollständig abgepuffert werden. Insbesondere aufgrund eines Sondereffekts aus einem gewonnen Rechtsstreit konnte die Gesellschaft allerdings in Abweichung zur Prognose ein deutlich höheres Jahresergebnis erzielen als im Vorjahr.

Das Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte insgesamt von TEUR 1.015 auf TEUR 3.159 gesteigert werden.

Insgesamt schätzt die Unternehmensleitung den Geschäftsverlauf sowie das Geschäftsergebnis als sehr zufriedenstellend ein.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Trotz rückläufiger, wenngleich weiterhin hohen Inflationsraten entwickelte sich die deutsche Wirtschaft schwächer als zum Jahresbeginn allgemein erwartet. Grund hierfür war insbesondere die Nachwirkung der massiven Schwächung des privaten Konsums durch die Kaufkraftverluste im Zusammenhang mit der Energiekrise sowie die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft und der Dämpfungseffekte der anhaltenden geopolitischen Spannungen und Krisen.

Auch im Euroraum belasteten Reallohnentwicklungen und die hohen Energiepreise die Konsumstimmung der privaten Haushalte.

Für das kommende Jahr sprechen die Frühindikatoren für eine weiterhin verhaltene Stimmung der privaten Konsumenten. Allerdings könnten steigende Löhne und rückläufige Inflationsraten zu einer Stabilisierung des privaten Verbrauchs in den kommenden Monaten führen. Nach einem Rückgang des deutschen BIPs von 0,3% im abgelaufenen Jahr 2023 wird daher mit einem Anstieg des preisbereinigten BIPs für das Jahr 2024 von 0,9% gerechnet.

Der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Euroraum dürfte sich nicht zuletzt aufgrund sinkender Inflationsraten von 0,5% im laufenden auf 1,0% im kommenden Jahr erhöhen.

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html

https://www.ifo.de/fakten/2023-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2023-konjunkturerholung-verzoegert-sich

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Anthura Arndt GmbH stellt sich wie folgt dar:

1. Ertragslage

Der Umsatz mit TEUR 39.986 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.500 vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen in Höhe von TEUR 2.228 Erträge aus einem gewonnenen Rechtsstreit zu den angewendeten Zolltarifen in den Jahren 2016-2023. Bezugnehmend auf unionsrechtliche Rechtsprechung wurde durch einen Antrag an das Hauptzollamt im Geschäftsjahr die Erstattung von Zinsen gem. § 238 AO auf die erstatteten Zölle begehrt. Die Geschäftsleitung kann die Erfolgsaussichten des Antrags derzeit noch nicht verlässlich abschätzen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalaufwand um TEUR 355 gestiegen. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt wie im Vorjahr 101.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Die Materialaufwandsquote (70,16 %) liegt unter dem Niveau des Vorjahres (75,43 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vermindern sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.570 auf TEUR 1.791. Die Abnahme ist im Wesentlichen darauf zurück zu führen, dass im Vorjahr umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden, die insbesondere dem Einsparen von Energie dienen sollen und demzufolge dieses Jahr nicht angefallen sind.

Durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen wurde die termingerechte Versorgung mit den notwendigen Einsatzstoffen gesichert.

Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 59 gesunken. Dies ist bedingt durch die Tilgung des Gesellschafterkredits.

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

2. Finanzlage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

U.a. unsere Investitionen in das Anlagevermögen (+2.229 TEUR) konnten durch die Eigenmittel finanziert werden.

Die Finanzlage unseres Unternehmens ist als stabil zu bezeichnen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 7,5 % der Bilanzsumme. Diese sind um TEUR 486 gestiegen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind um 49 TEUR auf TEUR 89 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern konnten aufgrund der guten Liquiditätslage der Gesellschaft planmäßig um TEUR 4.400 auf TEUR 1.100 vermindert werden.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage die fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme von Anthura Arndt GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 35.461. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (TEUR 35.567) um 0,30 % vermindert.

An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 46 %.

Das immaterielle Vermögen und Sachanlagevermögen erhöhte sich zum 31.12.2023 um TEUR 101. An Zugängen wurden TEUR 2.229 verzeichnet.

Im Wesentlichen wurde investiert in:

Grund und Boden 108 Außenanlagen 18 PKW 148 Betriebsausstattung 87 Wasser 34 Betriebs- u. Geschäftsausstattung i. Bau 1.768

Die flüssigen Mittel umfassen 0,4 % der Bilanzsumme.

33 % der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte.

Die Eigenkapitalquote (einschl. sämtlicher Rücklagen und gez. Kapital) beträgt nunmehr 75,5 %.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch:

Wir liefern unsere Produkte nach wie vor an unseren Hauptabnehmer Anthura B. V. in den Niederlanden.

Bei den Pflanzen handelt es sich um lebendiges Pflanzen-Material, die wir aus verschiedenen Laboren beziehen. Aufgrund der langen Produktionszeiten der Phalaenopsis (angefangen von der Entwicklung bis zu Fertigstellung) ist es schwierig, auf eine geänderte Nachfrage sofort zu reagieren.

Durch optimale Produktionsabläufe, einem hoch qualifizierten Mitarbeiterteam stellen wir uns als Anthura Arndt GmbH den immer steigenden Anforderungen des Marktes.

Die Beschaffung des Ausgangsmaterials aus zwei eigenen Laboren hat sich auch in den aktuell schwierigen Zeiten bewährt. Für das Jahr 2024 gehen wir davon aus, dass es zu keinen Lieferschwierigkeiten kommen wird, da zur Risikostreuung in beiden Laboren die gleichen Sorten vermehrt werden. Bei Einschränkungen im internationalen Flugverkehr, wurde bereits ab 2022 die Zollabfertigung auf verschiedene Flughäfen verteilt, oder Ware auf dem Landweg transportiert.

Die Gesellschaft ist durch den Krieg in der Ukraine nicht direkt wirtschaftlich betroffen. Unsere Kunden haben zwar Wirtschaftsbeziehungen in Russland und der Ukraine. Weiterhin ist nicht vorhersehbar, wie sich die Lage dort weiter entwickeln wird. Aufgrund dieser Unsicherheit ist auch eine Aussage über etwaige finanzielle Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft zu diesem Thema zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Instandhaltungsinvestitionen werden im Folgejahr für verbesserte Betriebsabläufe dienen.

Die Teuerung bei den Energiekosten ist deutlich zu spüren. Der Krieg in der Ukraine hat zu der Verschlimmerung der Energiekrise beigetragen und auch unsere Kunden sind massiv hierdurch betroffen. Die weitere Entwicklung der Energiepreise ist je nach Energiequelle schwer kalkulierbar. Durch einen langfristigen Gasvertrag mit dem lokalen Energieversorger sowie Einsetzung von 100% Restwärme der Blockheizkraftwärme ist allerdings die Entwicklung des Gaspreises besser einschätzbar. Der zusätzlich anfallende Strom wird zum richtigen Zeitpunkt eingespeist.

Zum einen ist es unser Ziel, dafür zu sorgen, dass die Produktion/die Gewächshäuser ausgelastet ist/sind. Zum anderen ist das Energiemanagementsystem der Gesellschaft ISO 50001 zertifiziert. Durch regelmäßige Audits stellen wir sicher, dass die Prozesse energie- und emissionseffizient ausgestaltet und stetig verbessert werden. So weit möglich werden Kompensationsmaßnahmen für energie- und emissionsintensive Betriebe in Anspruch genommen bzw. die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme getroffen.

Für 2024 wird mit Produktionszahlen gerechnet, die ca. 11,5% über dem Vorjahresniveau liegen. Nach der Energiekrise 2022 hat sich der Markt wieder beruhigt. Die Verkaufspreise des Endproduktes sind seit Frühjahr 2023 gestiegen und stabil geblieben und ebenfalls ist die Nachfrage nach Jungpflanzen auf dem Weltmarkt angezogen. Ab dem 01.08.2024 wird die Produktionsfläche sukzessive vergrößert. Insgesamt wird die Fläche um 12 % erhöht. Aufgrund des Wachstumszyklus ist erst in 2025 mit der Ausnutzung der gesamten erweiterten Fläche zu rechnen.

Infolgedessen rechnen wir mit einer Auslastung der Produktionsflächen ab der zweiten Jahreshälfte 2024 von 100%.

Aufgrund der aufgeführten Punkte und vor allem aufgrund des schlechteren ersten Halbjahres 2023 geht man für das gesamte Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr von leicht höheren Umsatzerlösen mit einem sich korrespondierenden entwickelnden Jahresergebnis aus. Dabei wird das um den Sondereffekt der Rückzahlung aus dem Rechtsstreit bereinigte Jahresergebnis 2023

(Jahresergebnis von 1.600 TEuro (3.160 TEuro abzugl. 2.228 TEuro x (1-0,3))) in Bezug gesetzt.

Weitere Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

- Positives Urteil im Streit um Zolltarifnummer

- Einrichtung eines Hinweisgebersystems

- Erneuerung des ERP-System

- belebender Konjunktur

- neuen innovativen Produkten sowie Plugs, Trays

- Vertiefung Energiemanagement und Weiterentwicklung der Energie-Strategie

- Bau-Genehmigung zur Erweiterung der Produktionsflächen

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt:

Die Elemente des Risikomanagementsystems sind:

- die Risikosteuerung,

- das Risikocontrolling und

- das Risikoreporting.

Zu einem internen Überwachungssystem gehören:

- die Anwendung einheitlicher Richtlinien

- der Einsatz zuverlässiger Software/Backupserver

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- laufende Prüfungen durch interne Revision

- Abweichungsanalysen

- Arbeitsanweisungen

- Regelungen zur Vertretungsvollmacht

- Maßnahmen zur Funktionstrennung

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

46325 Borken-Burlo

Geschäftsführer: Iwan van der Knaap

Geschäftsführer: Mark van der Knaap

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 16.267.361,61 16.166.226,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.707,00 44.090,00
II. Sachanlagen 16.235.654,61 16.122.136,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.129.935,32 8.366.875,10
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.418.513,50 7.013.009,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.687.205,79 742.251,80
B. Umlaufvermögen 19.166.136,94 19.394.908,24
I. Vorräte 11.658.684,58 12.324.796,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.379.273,90 4.095.061,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 128.178,46 2.975.050,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.974,69 6.000,00
Aktiva 35.461.473,24 35.567.134,64

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 26.757.716,36 23.598.595,08
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 1.050.000,00 1.050.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.372.778,00 1.372.778,00
IV. Gewinnvortrag 21.149.817,08 20.135.112,72
V. Jahresüberschuss 3.159.121,28 1.014.704,36
B. Rückstellungen 1.478.751,58 679.296,50
C. Verbindlichkeiten 3.863.465,30 7.752.556,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.129.231,98 5.553.133,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.129.231,98 1.153.133,63
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 4.400.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.734.233,32 2.199.422,43
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.734.233,32 2.199.422,43
D. Passive latente Steuern 3.361.540,00 3.536.687,00
Passiva 35.461.473,24 35.567.134,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.828.122,69 11.320.745,20
2. Personalaufwand 4.191.821,29 3.836.347,78
a) Löhne und Gehälter 3.456.738,37 3.146.168,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 735.082,92 690.179,22
davon für Altersversorgung 9.493,40 9.491,08
3. Abschreibungen 2.034.516,91 2.325.073,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.034.516,91 2.325.073,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.790.729,89 3.361.063,95
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 60.582,93 119.553,49
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.374.630,29 446.519,95
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 175.147,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 177.153,00
7. Ergebnis nach Steuern 3.375.841,38 1.232.186,74
8. sonstige Steuern 216.720,10 217.482,38
9. Jahresüberschuss 3.159.121,28 1.014.704,36

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Anthura Arndt GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Borken-Burlo
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Coesfeld
Register-Nr.: HRB 4998

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebene Steuerbelastung wurde gem. § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB in Ansatz gebracht. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei rund 30%.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand ansonsten nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.898,88 10.609,01 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 139.898,88 10.609,01 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.015.741,18 126.597,83 81.850,04
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.685.579,48 323.195,10 109.146,98
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 742.251,80 1.768.128,42 0,00
Summe Sachanlagen 42.443.572,46 2.217.921,35 190.997,02
Summe Anlagevermögen 42.583.471,34 2.228.530,36 190.997,02
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 150.507,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 150.507,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 280.038,08 17.340.527,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.136,35 25.442.763,95
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -823.174,43 1.687.205,79
Summe Sachanlagen 0,00 44.470.496,79
Summe Anlagevermögen 0,00 44.621.004,68
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.808,88 22.992,01 0,00 0,00 118.800,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 95.808,88 22.992,01 0,00 0,00 118.800,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.648.866,08 575.360,45 13.634,80 0,00 9.210.591,73
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.672.569,98 1.436.164,45 84.483,98 0,00 19.024.250,45
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 26.321.436,06 2.011.524,90 98.118,78 0,00 28.234.842,18
Summe Anlagevermögen 26.417.244,94 2.034.516,91 98.118,78 0,00 28.353.643,07
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 31.707,00 44.090,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 31.707,00 44.090,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 8.129.935,32 8.366.875,10
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 6.418.513,50 7.013.009,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.687.205,79 742.251,80
Summe Sachanlagen 0,00 16.235.654,61 16.122.136,40
Summe Anlagevermögen 0,00 16.267.361,61 16.166.226,40

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Gewährleistungsrückstellung 202.050,00
Personalkosten 206.372,05
Abschluß- u. Prüfungskosten 60.000,00
Berufsgenossenschaft 60.000,00
Aufbewahrungskosten 8.250,00
Stand 31.12.2023 536.672,05

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 29.231,68 EUR enthalten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.100.000,00 EUR.

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 3.361.540,00.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: EUR -175.147,00.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Angaben wurden, soweit möglich in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:

Sonstige Erträge

Im Jahr 2023 wurde ein anhängiges Verfahren zu den angewendeten Zolltarifen in den Jahren 2016-2023 positiv für die Gesellschaft entschieden. Die Gegenseite sieht von der Eröffnung der weiteren Instanz ab. Es ergibt sich eine Erstattung in Höhe von 2.228 TEUR.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 83,33
Angestellte 13,50
leitende Angestellte 4,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 100,83
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 60,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 40,83

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Weitere Einschränkungen aufgrund der Energiekrise, der Inflation, die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie zunehmende regulatorische Bestimmungen könnten im Geschäftsjahr 2024 negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen über künftige Entwicklungen im Lagebericht.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Iwan van der Knaap ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Weitere Geschäftsführer: Mark van der Knaap ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Konzernzugehörigkeit

Die Anthura Arndt GmbH wird im Jahr 2023 in den Konzernabschluss des niederländischen Mutterunternehmens

Anthura International B.V.

Anthuriumweg 14

2665 KV Bleiswijk einbezogen. Die Anthura International B.V., Bleiswijk, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens in Bleiswijk erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 3.159.121,28 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags sowie der Gewinnrücklagen ergibt sich ein Betrag von 24.308.938,36 EUR, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 24.308.938,36 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Borken-Burlo, 27.03.2024

gez.

Iwan van der Knaap

u.

Mark van der Knaap

Bericht des Aufsichtsrats

Es ist kein Aufsichtsrat eingerichtet.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Anthura Arndt GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Anthura Arndt GmbH, Borken-Burlo - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anthura Arndt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebricht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

§ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Vreden, 27. März 2024

BONATO & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft

Friedrich Bonato, Wirtschaftsprüfer

Christopher Bonato, Wirtschaftsprüfer

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