WALTHER Faltsysteme GmbH

Hoogeweg 136, 47623 Kevelaer, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 4881
Eingetragen
30.1.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
die Entwicklung und der Vertrieb von Faltund Verpackungssystemen, insbesondere von faltbaren Transport- und Lagerbehältern nach dem System der WALTHER- FALTBOX. Die Gesellschaft ist berechtigt, die für die Herstellung der entwickelten Faltsysteme erforderlichen Werkzeug und Formen zu erwerben, und Lohnverarbeitern bereitzustellen, sowie im Im- und Export von Groß- und Einzelhandel mit Gebrauchs- und Investitionsgütern aller Art zu betreiben. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, Beteiligungen an anderen Gesellschaften gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben, die Geschäftsführung in solchen Gesellschaften zu übernehmen sowie Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Andre Peters
seit 7.1.2026
Prokura
Oliver van Neerven
seit 17.1.2023
Prokura
Martin Peters
seit 4.7.2022
Prokura
Raphael Löbbing
seit 4.7.2022
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
64.00%
36.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thomas Walther
32699 Extertal
520.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WALTHER Faltsysteme GmbH

Kevelaer

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Seit 1978 entwickeln wir faltbare Mehrweg-Transportverpackungen für Industrie, Handel und Gewerbe. Unsere innovativen Mehrweg-Ladungsträger entstehen unter Nutzung aller verfügbaren Kunststoffverarbeitungsverfahren in unserem Produktions-Netzwerk. Hier werden mit von uns bereitgestellten Werkzeugen bzw. Formen im Spritzguss-, Extrusions- oder Tiefzieh-Verfahren Falt- und Klappboxen, Palettenboxen, Paletten und Rollcontainer aus Kunststoff hergestellt.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind für WALTHER schon immer die Treiber unserer Unternehmenstätigkeit. Unsere Ladungsträger sind teilweise bis zu 20 Jahre im Umlauf und ersetzen täglich Einwegverpackungen in der Logistik. Schon in der Produktentwicklung wird der gesamte Lebenszyklus unserer Mehrweg-Transportverpackungen abgebildet und die Produkte hinsichtlich Langlebigkeit, Ressourceneinsatz und Wiederverwendung optimiert. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft werden unsere Produkte am Ende ihrer Nutzbarkeit recycelt und anschließend als Regenerat wieder der Produktion neuer Mehrweg-Produkte zugeführt. Die Zertifizierung im Bereich Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement gehören ebenso zu unserer umweltorientierten Unternehmensführung.

II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Der Verlauf des Jahres 2022 war geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den daraus resultierenden extremen Energiepreiserhöhungen. Zudem waren erneut Material- und Lieferengpässe zu verzeichnen. Als zusätzliche Kostentreiber waren massiv steigende Preise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie zu verzeichnen. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.

Der Branchenumsatz im Kunststoffsektor steigerte sich im Jahr 2022 um 12,6 % auf 78,9 Mrd. Euro. Insgesamt wurden 2022 in Deutschland 13,6 Mio. t (- 3,0 %) Kunststoffe verarbeitet, davon 2,4, Mio. t recycelte Kunststoffe. Die Anzahl der Beschäftigten blieb mit knapp 326.608 (+ 1,3%) stabil.

2. Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

Durch die Ukraine-Krise sind im Jahr 2022 die Energie- sowie Rohstoffeinkaufspreise sprunghaft gestiegen, was sich in der Folge auch auf die Entwicklung des Rohertrags ausgewirkt hat. So hat sich das Rohergebnis, trotz eines stabilen Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr von 15,0 Mio. EUR auf 13,1 Mio. EUR reduziert.

Während der noch zum Teil gesetzlich angeordneten Corona-Lockdowns konnte trotz Home-Office-Pflicht, dank einer hochmodernen und digitalen IT- und ERP-Infrastruktur, die Entwicklungs- und Vertriebsarbeit ungestört fortgesetzt werden. Aufgrund des nachhaltigen Wachstums des Unternehmens und des großen Marktpotenzials wurde in 2022 in den weiteren Ausbau der kaufmännischen Grundstrukturen sowie in die Bereiche Vertrieb, Projektmanagement und On-/Offline Marketing investiert.

Insbesondere die Übernahme der defizitären Tochtergesellschaft Formex Plastik GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 zusätzliche Investitionen in die Personalstruktur, die Produktion sowie entsprechende Sanierungskosten erforderlich gemacht.

1 Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 vom Statistischen Bundesamt, 13.01.2023 2 Quelle: gkv.de/de/statistik Statistik anlässlich der Aschermittwochs-Pressekonferenz am 22. Februar 2023. Konjunktur- und Wirtschaftslage der Kunststoff verarbeiten Industrie | Menge und Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie 2022

III. Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2022 hat sich zufriedenstellend entwickelt. Das Umsatzziel wurde erreicht, jedoch stellt sich das Ergebnisziel leicht schlechter dar, als ursprünglich geplant.

1. Ertragslage

Trotz einer spürbaren Unsicherheit in der Weltwirtschaft und einer Inflationsrate von durchschnittlich 7,9 % konnte das hervorragende Umsatzergebnis aus dem Vorjahr mit einer Abweichung von - 0,1 % wiederholt bzw. gehalten werden.

Der Umsatz des Online-Shops boxline mit seinen Sites in Deutschland, Niederlanden, Frankreich und Großbritannien entwickelte sich auf stabilem Niveau. Die kontinuierliche Verbesserung aller Seiten und eine Vielzahl technischer Ergänzungen unterstützte die Umsatzentwicklung.

Durch die im Zuge der Ukraine-Krise ausgelöste Unsicherheit am Rohstoffmarkt für Kunststoffgranulate, konnten die teils sprunghaften Preissteigerung zum Teil nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden. Auch die volatilen Energiepreise haben zu einer zusätzlichen Belastung innerhalb der Lieferketten, insbesondere bei den Produzenten geführt. Dies hat zu einer Erhöhung der Wareneinsatzquote von 68,0 % im Vorjahr auf 72,0 % im Jahr 2022 geführt.

Die gestiegenen Energiepreise haben sich folglich im erheblichen Umfang auf die Transport- und Frachtkosten ausgewirkt (+ 62,0 %).

Am 31.12.2022 wurden insgesamt 64 Mitarbeiter sowie 3 Geschäftsführer beschäftigt. Auszubildende und Praktikanten wurden hier nicht mit einbezogen. Die Personalaufwendungen (4.292 T€) liegen mit - 22,19 % deutlich unter dem Vorjahreswert (5.516 T€). Einerseits beinhalten die Personalkosten im Vorjahr einmalige Restrukturierungskosten im Top-Management, andererseits wurde im Jahr 2022 in umfangreich in den nachhaltigen Ausbau einer grundsoliden Personalstruktur investiert. Mit einer Normalisierung der Personalkosten ist im Geschäftsjahr 2023 zu rechnen.

Das EBITDA fällt mit 4.810 T€ um 1.169 T€ niedriger aus als im Vorjahr (5.929 T€), was im Wesentlichen auf die gestiegenen Kosten in den Bereichen Wareneinkauf, Energie sowie Kosten der Warenabgabe zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen liegen mit + 6,88 % auf Vorjahresniveau.

Die Zinsentwicklung im Jahr 2022 hat sich auch auf die Finanzierungskosten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewirkt, womit die Zinsaufwendungen um 58,8 % höher als im Vorjahr ausfallen.

Unter Berücksichtigung der übrigen Ertrags- und Aufwandspositionen sowie Steuerabzüge, bleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.628 T€ (Vorjahr: 2.821 T€) ergebnisseitig stehen.

2. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 14,24% auf insgesamt 13.402 T€ angewachsen.

Dies ist vor allem auf den Anteilserwerb sowie die im Rahmen der Sanierung neu ausgereichten Ausleihungen an das verbundene Unternehmen Formex Plastik GmbH zurückzuführen. Demnach sind die Finanzanlagen insgesamt von 5.913 T€ um 46,0 % auf 8.631 T€ angestiegen.

Das Vorratsvermögen ist im Jahre 2022 um 26,99 % auf 7.619T€ (Vorjahr: 5.999 T€) gestiegen, was auf die Erhöhung fertiger Erzeugnisse für ein Großkunden zurückzuführen ist. Die Auslieferung der Ware erfolgte zu Jahresbeginn in 2023.

3 Quelle: Pressemitteilung Nr. 022 vom 17. Januar 2023

Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-12,6 %) auf 9.575 T€ (Vorjahr: 10.958 T€) ist vor allem auf den Rückgang der Forderungen aus L+L zurückzuführen (-34,7 %).

Dies ist das Ergebnis aus der Optimierung der Zahlungsmodalitäten sowie ein im Unternehmen neu eingeführtes Debitorenmanagement. Im Gegenzug sind in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgereichte Darlegen sowie Steuerrückforderungen aus Vorjahren enthalten, die einen Anstieg dieser Position von 630 T€ auf 2.170 T€ erklärt.

Im Ergebnis bleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.628 T€ stehen. Unter Berücksichtigung einer Gewinnausschüttung in Höhe von 1.000 T€ ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 13.616 T€, welcher auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Die Erhöhung der Bilanzsumme um 2.184 T€ auf 33.604 T€ (Vorjahr: 31.420 T€) ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Finanzanlagen im Rahmen des Anteilserwerbs sowie das gestiegene Vorratsvermögen zurückzuführen.

Das Eigenkapital hat sich von 13.508 T€ auf 14.136 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote bleibt stabil bei 42,1 % (Vorjahr: 43,0 %).

3. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand liegt mit 2.919 T€ auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 2.640 T€).

Die Zunahme der Verbindlichkeiten von 16.072 T€ im Vorjahr auf nunmehr 18.186 T€ ist durch die erhöhte Inanspruchnahme der Betriebsmittelkredite zur Finanzierung des Working Capital zu begründen. Für Investitionen in das Anlagevermögen wurden langfristige Fremdfinanzierungen wie z.B. Tilgungsdarlehen, Mietkaufgeschäfte oder Kaufleasing abgeschlossen.

Während des Geschäftsjahres wurden alle Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllt.

IV. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Zukünftige Entwicklung

Um Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung frühzeitig zu erkennen, wird das Risikomanagement- und Controllingsystem laufend verbessert bzw. den wachsenden Anforderungen angepasst. Mit der Einführung des neuen, leistungsfähigen ERP-Systems werden Kennzahlen systematisch erhoben, Prozesse kontrolliert und Controlling-Informationen über sog. Dashboards in individuell anpassbarer Konfiguration den Teamleitern und der Geschäftsführung zeitnah zur Verfügung gestellt.

Der Pflicht des Arbeitgebers zur Fürsorge hinsichtlich Arbeitssicherheit und Unfallschutz wird durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftrage in den Betrieben sowie einem Betriebsarzt genüge getan.

Besondere Maßnahmen hinsichtlich der Wahrung von Umweltschutzvorschriften waren nicht erforderlich. Die Entsorgungsaufwendungen beschränken sich auf die Entsorgung ölverunreinigter Stoffe und Altöle. In jedem Fall werden Fachfirmen mit entsprechender Zulassung eingeschaltet. Weitere Umweltschutzrisiken traten im Jahr 2022 nicht auf, besondere Maßnahmen wurden daher nicht erforderlich.

Die erneute Zertifizierung unseres integrierten Managementsystems nach DIN ISO 50001 Energiemanagement, DIN ISO 9001 Qualitätsmanagement und nach DIN ISO 14001 Umweltmanagement durch den TÜV Nord im Januar 2022 beweist die besondere Beachtung und Förderung von Umweltschutzbelangen in unserem Unternehmen.

Die Prognosen für die weitere Entwicklung der Kunststoffverarbeitungsbranche waren bis zur Corona-Krise gut. In der Krisenzeit konnten sich die von uns bearbeiteten Marktsegmente Lebensmittelindustrie, Lebensmitteleinzelhandel und Elektronik komplett von der negativen Konjunktur abkoppeln. Der Kunststoffsektor rund um diese Märkte erlebte eine Sonderkonjunktur und profitierte von den stabilen Konsumausgaben für Nahrungsmittel und der großen Nachfrage nach Elektronikprodukten. Auch in 2023 ist die Fortsetzung der guten Umsatzsituation im Food-orientierten Retailbereich und in der durch den Digitalisierungstrend getrieben Elektronikbranche zu erkennen.

Der Trend hin zu wiederverwendbaren Produkten, die wachsende Bedeutung des Faktors Nachhaltigkeit in den Unternehmensstrategien und die größer werdenden technischen Anforderungen an alle Bereiche der Logistik lassen eine weitere Steigerung der Bedeutung von Mehrweg-Transportverpackungen und insgesamt von Lager- und Transportsystemen erwarten.

Mit der Optimierung und weiteren Automatisierung von Kommissionier- und Logistikprozessen wird der Bedarf an professionellen Mehrwegbehälter-Lösungen aus Kunststoff weiter steigen.

Die Retail-Branche investiert trotz aller Krisen auch zukünftig massiv in neue Läger und Distributionsprozesse, die die Nutzung von Mehrweggebinden erfordert. Zusätzlich werden immer neue Pooling-Lösungen erdacht und umgesetzt, die der Kundengruppe der Logistik-Dienstleister wachsende Bedeutung verleihen.

Gleichzeitig werden die Anforderungen der Industrie an Logistikabläufe immer komplexer, auch hier ergeben sich neue Chancen für Behälter- oder Paletten-Pools.

Auch die langjährige und intensive Pflege der Bestandskunden zahlt sich stetig weiter aus. Neben den Neuaufträgen steigt kontinuierlich die Anzahl für wiederkehrende Ersatzbedarfe.

Die Key Accounts im Bereich Pooling/LEH, Drogeriemärkte, Elektronik und Food-Packaging werden ihre Umsätze in 2023 auf dem Niveau von 2022 konstant halten.

Der im September 2020 gestartete Roll-Out einer besonders leistungsfähigen WALTHER Kunststoff-Halbpalette für einen großen LEH-Discounter in Deutschland ist auch in 2022 fortgesetzt worden und sorgt für eine hohe Auslastung des Maschinenparks. Darüber hinaus ist auch in 2022 die Erneuerung eines bestehenden Ladungsträger-Pools eines großen Einzelhändlers vorangetrieben worden und sorgt damit für konstant hohe Umsätze.

Zur Auslieferung der im eCommerce bestellten Artikel wird ein europäischer LEH-Konzern auch 2023 spezielle WALTHER-Faltboxen im Sondermaß in großen Stückzahlen einsetzen. Darüber hinaus werden drei weitere große Lebensmittelketten im Ausland die Bestückung ihrer automatischen Kommissionierlager mit WALTHER-Gebinden fortsetzen.

Für die Wiederverkäufer im In- und Ausland wird eine schnelle Erholung nach überstandener Corona-Pause erwartet. Da diese auch verstärkt in der Vergangenheit in eCommerce und Shop-Plattformen investiert haben, profitieren sie auch von dem Trend zu mehr Online-Bestellungen.

Die weitere Konzentration der Online-Aktivitäten auf Deutschland, Frankreich und den Niederlanden reduziert den Werbeaufwand. Die Einführung eines neuen Shopsystems und die umfassende Neugestaltung des Internetauftritts von www.boxline.de führte zu einer besseren die Usability, welche die Customer Journey auf boxline deutlich verbessert hat. Diese wird auch weiterhin optimiert. Mit dem Relaunch der Unternehmenswebseite faltbox.com und der sukzessiven Erweiterung des boxline-Produktangebots wurden die Rankings und Pageviews erhöht und zusätzliche Umsatzsteigerungen ausgelöst.

Für die Beteiligung Formex Plastik GmbH wurde das im Jahr 2019 erarbeitete Sanierungskonzept im Frühjahr 2021 grundlegend aktualisiert. Die Empfehlung zur Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung wurde zwischenzeitlich rückwirkend zum Stichtag 01.01.2022 umgesetzt. Die Übernahme der Geschäftsführung durch die WALTHER Geschäftsführer und Zusammenführung der Organisationseinheiten führt zu einer Verschlankung der Abwicklung und zur Möglichkeit der aktiven Steuerung durch WALTHER. Im Zuge der Umstellung auf eine reine Fertigungseinheit übernimmt WALTHER sämtliche Kunden der Formex. Aufgrund der Ausweitung der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung an einem unserer großen Lieferanten und Lohnfertiger wird das Lieferausfallrisiko auf der Beschaffungsseite aufgehoben. Der Prozess des Zusammenwachsens wird auch im Jahr 2023 fortgeführt und mit der Verschmelzung der ERP-Systeme weiter verstärkt.

Zur finanziellen und wirtschaftlichen Absicherung der Formex Plastik GmbH hat die WALTHER Faltsysteme GmbH eine dementsprechende Patronatserklärung mit einer zeitlichen Befristung bis zum 31.12.2024 abgegeben. Darüber hinaus werden die Reorganisationsmaßnahmen, welche im Sanierungsgutachten angeführt wurden, mit aller Konsequenz verfolgt. Dies wird zu einer Stabilisierung und nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei der Formex Plastik GmbH führen. Die positiven Auswirkungen dieser Maßnahmen werden 2023 erwartet.

Die wachsende Nachfrage nach WALTHER Mehrweg-Behältern und -paletten führt auch zur Fortsetzung der Investition in Anlagen und Werkzeuge. Weitere energieeffiziente, moderne Spritzgießanlagen sowie auch Montage-Automatisation werden beschafft, die Investition in die Modernisierung unserer Produktions-Werkzeuge wird fortgesetzt.

Der durch die Corona-Krise ausgelöste Einbruch im Automobilsektor verursacht bei den dort tätigen Wettbewerbern freie Kapazitäten und kann den Wettbewerbsdruck für Mehrwegprojekte im Industrie- und Retailsegment erhöhen, die sich auf Grund der Ukraine Krise nochmals verstärkt hat.

Die stark steigenden Rohmaterialpreise im Jahr 2022 haben zu Preisanpassungen der Verkaufspreise geführt, die von unseren Kunden mitgetragen wurden. Im Jahr 2023 ist mit einer Beruhigung auf den Rohstoffmärkten zu rechnen.

Die Risikoabsicherung in laufenden Großprojekten erfolgt durch eine Indexierung des Materialpreisanteils am Verkaufspreis, so dass hier die Margenrealisierung ungefährdet ist.

Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beugen wir durch eine Waren-Kreditversicherung für die Auslandskunden und ein gutes Forderungsmanagement vor. Die Zahlungsausfälle konnten bisher selbst bei Online-Kunden auf einem sehr geringen Niveau gehalten werden.

Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einer Umsatz- und Jahresergebnis-Entwicklung mit deutlicher Steigerung gegenüber dem erfolgreichen Vorjahr aus.

Im Übrigen erwarten wir einen stabilen Geschäftsverlauf.

Neben den üblichen Risiken aus laufender Geschäftstätigkeit sind der Gesellschaft keine Risiken bekannt, die die Entwicklung der Zahlungsfähigkeit, des Vermögens und der Ertragsfähigkeit beeinträchtigen.

V. Prognosebericht

1. Vorjahresprognose

Für das Geschäftsjahr 2022 und auch für das Folgejahr konnte bei abklingender Corona-Krise eine positive Prognose abgegeben werden. Mehrweg-Projekte wurden auch durch die zunehmenden Einflüsse aus den Master-Programmen wie "Green Deal" der EU oder der neuen deutschen Verpackungsverordnung immer stärker vorangetrieben und schaffen Nachfrage für neue innovative Mehrweg-Verpackungslösungen.

Die Auslieferung eines neuen Ladungsträgers, der exklusiv für einen führenden deutschen Retailer entwickelt wurde, wurde auch in 2022 in großen Stückzahlen fortgesetzt.

Der Roll-Out eines neuen Kunststoff-Paletten-Pools in Deutschland wurde auch in 2022 vorangetrieben.

Der Fortsetzungsauftrag zur Produktion eines speziellen Drive-Behälters für die Drive/eCommerce-Division eines niederländischen LEH-Konzerns hat ebenfalls eine Produktionslinie in Jahr 2022 ausgelastet.

Gleichzeitig wuchs das Geschäft mit sog. Integratoren, die WALTHER mit Trays und Behältern für neue Lagerprojekte im In- und Ausland beliefert. Die in den letzten Jahren gezeigte zuverlässige Belieferung mit Standard- und Sonderlösungen wird honoriert durch die Beteiligung an immer mehr Lager-Neubauten in ganz Europa. Die hier gefragten aufwendigen Kennzeichnungslösungen und höchsten Qualitätsstandards für große Volumina können nur wenige liefern und bedeutet eine langfristig planbare Auslastung.

Die Mengen aus diesen Projekten werden durch das Tochterunternehmen Formex produziert und sorgen dort für eine nachhaltige Auslastung der Kapazitäten.

Die Modernisierung des Maschinenparks steigerte die Effizienz in der Produktion und ein erweitertes Qualitätsmanagement verbesserte die Qualität und verringerte den Ausschuss. Allerdings verursachte hier die schlechte Personalsituation sowohl für Fachkräfte als auch Produktionshelfer immer wieder ungeplante Stillstandszeiten und erhöhte Prozesskosten, die zu einer Ergebnisverschlechterung in 2021 führten. Bereits im ersten Halbjahr 2022 konnte jedoch ein positives Ergebnis erzielt werden.

Nach Ausbruch der Ukraine-Krise ist seit dem zweiten Quartal 2022 ein signifikanter Anstieg der Energiepreise für Strom und Gas zu beobachten. Die Preisdynamik blieb auch in den folgenden Monaten unberechenbar und abseits des normalen unternehmerischen Risikos. Um nicht unter der Berufung auf Force Majeure von unseren vertraglichen Verpflichtungen zurücktreten zu müssen, war es alternativlos, diese Mehrkosten in der Lieferkette auch für bestehende Aufträge weiterzugeben.

Einer weiteren volatilen Entwicklung wurde im Rahmen langfristiger Kontrakte entgegengewirkt. Der große Energiebedarf in der Produktion wurde mittel- bis langfristig durch gesicherte Einkaufspreise und -mengen abgesichert.

Auch das Stammgeschäft mit faltbaren Palettenboxen für die Industrie, den Elektronik- und Foodbereich sowie für Sammelsysteme konnte und wird sich weiter gut entwickeln und die positive Ertragsentwicklung unterstützen.

Wir rechneten mit leicht wachsenden Personalkosten zur Verstärkung des Projekt-Managements und zur weiteren Intensivierung der Vertriebsarbeit. Zusätzlich wurde durch die Erhöhung der Materialpreise erwartet, dass die durchschnittliche Materialeinsatzquote im Vergleich zu 2021 steigt. Dennoch gingen wir von stabilen Jahresüberschüssen auf hohem Niveau in den kommenden Jahren aus. Der Gesundungsprozess der Beteiligung Formex wurde fortgesetzt, im Jahr 2022 wurden aber noch Sonderbelastungen zur Stabilisierung der Geschäftsentwicklung erforderlich, um in 2023 dann dauerhaft positive Ergebnisse sicherzustellen.

2. Prognose für 2023

Für das Geschäftsjahr 2023 und auch für das Folgejahr kann trotz anhaltender Ukraine-Krise positive Prognose abgegeben werden. Mehrweg-Projekte werden auch durch die zunehmenden Einflüsse aus den Master-Programmen wie "Green Deal" der EU oder der neuen deutschen Verpackungsverordnung immer stärker vorangetrieben und schaffen Nachfrage für neue innovative Mehrweg-Verpackungslösungen.

Die Auslieferung eines neuen Ladungsträgers, der exklusiv für einen führenden deutschen Retailer entwickelt wurde, wird auch in 2023 in großen Stückzahlen fortgesetzt.

Der Roll-Out eines neuen Kunststoff-Paletten-Pools in Deutschland wird auch in 2023 vorangetrieben.

Gleichzeitig wächst das Geschäft mit sog. Integratoren, die WALTHER mit Trays und Behältern für neue Lagerprojekte im In- und Ausland beliefert. Die in den letzten Jahren gezeigte zuverlässige Belieferung mit Standard- und Sonderlösungen wird honoriert durch die Beteiligung an immer mehr Lager-Neubauten in ganz Europa. Die hier gefragten aufwendigen Kennzeichnungslösungen und höchsten Qualitätsstandards für große Volumina können nur Wenige liefern und bedeuten eine langfristig planbare Auslastung.

Die Mengen aus diesen Projekten werden durch unser Beteiligungsunternehmen Formex produziert und werden dort für eine nachhaltige Auslastung der Kapazitäten sorgen.

Die Modernisierung des Maschinenparks wird weiter vorangetrieben und verbessert somit die Effizienz in der Produktion. Darüber hinaus optimiert ein erweitertes Qualitäts-Management-Team bei Formex die Qualitätskosten. Voraussichtlich wird die herausfordernde Personalsituation sowohl für Fachkräfte als auch Produktionshelfer weiter für ungeplante Stillstandszeiten und erhöhte Prozesskosten sorgen.

Auch im Jahr 2023 sind erhöhte Energiepreise für Strom und Gas zu beobachten. Die Preisdynamik wird allerdings auf Grund der Strompreisbremse deutlich weniger ins Gewicht fallen. Einer weiteren volatilen Entwicklung wurde im Rahmen langfristiger Kontrakte entgegengewirkt. Somit wird der große Energiebedarf in der Produktion mittel- bis langfristig durch gesicherte Einkaufspreise und -mengen abgesichert.

Auch das Stammgeschäft mit faltbaren Palettenboxen für die Industrie, den Elektronik- und Foodbereich sowie für Sammelsysteme wird sich weiter gut entwickeln und die positive Ertragsentwicklung unterstützen.

Wir rechnen weiterhin mit leicht wachsenden Personalkosten zur Verstärkung des Projekt-Managements und zur weiteren Intensivierung der Vertriebsarbeit. Durch die Erhöhung der Materialpreise im Vorjahr wird die durchschnittliche Materialeinsatzquote auf einem leicht erhöhten Niveau bleiben. Dennoch gehen wir von stabilen Jahresüberschüssen auf hohem Niveau bei steigenden Umsätzen in den kommenden Jahren aus. Der Gesundungsprozess der Beteiligung Formex wird weiter fortgesetzt, im Jahr 2023 werden aber noch Sonderbelastungen zur Zusammenführung entstehen, um die zukünftige Profitabilität dauerhaft sicherzustellen.

Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind bisher nicht eingetreten.

 

Kevelaer, den 24. Juli 2023

gez. Thomas Walther

gez. Dominik Lemken

gez. Thomas Heilen

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 13.402.352,16 11.732.200,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 225.240,50 275.964,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 216.465,50 275.964,00
2. geleistete Anzahlungen 8.775,00
II. Sachanlagen 4.545.783,59 5.543.373,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 600.940,09 629.175,59
2. technische Anlagen und Maschinen 3.622.749,50 4.225.875,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 322.094,00 329.155,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 359.167,50
III. Finanzanlagen 8.631.328,07 5.912.863,35
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.644.190,00 41.791,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.846.845,57
3. Beteiligungen 0,00 1.155.432,53
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 4.583.681,78
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 140.292,50 131.957,65
B. Umlaufvermögen 20.112.950,32 19.597.167,87
I. Vorräte 7.618.750,70 5.999.252,71
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.297.237,10 3.038.255,40
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 131.648,02
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.189.865,58 2.490.110,27
4. geleistete Anzahlungen 0,00 470.887,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.575.074,14 10.957.990,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.707.128,39 8.733.525,51
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 119.000,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.698.170,86
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.319.758,70
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.475.022,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 1.313.177,74
5. sonstige Vermögensgegenstände 2.169.774,89 630.443,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 630.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.919.125,48 2.639.924,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 88.642,98 90.450,95
Aktiva 33.603.945,46 31.419.819,76

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 14.135.648,56 13.507.673,78
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Bilanzgewinn 13.615.648,56 12.987.673,78
davon Gewinnvortrag 12.987.673,78 10.766.864,80
B. Rückstellungen 721.424,04 1.459.144,05
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 871.700,00
3. sonstige Rückstellungen 721.424,04 587.444,05
C. Verbindlichkeiten 18.452.495,54 16.071.737,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.844.372,69 9.778.037,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12.472.833,03 7.933.664,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.371.539,66 1.844.372,69
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 374.854,45 30.650,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 374.854,45 30.650,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 500.925,25 1.757.202,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 500.925,25 1.757.202,09
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 294.500,00 294.500,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 294.500,00 294.500,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 400.802,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 400.802,59
6. sonstige Verbindlichkeiten 3.037.040,56 4.211.347,90
davon aus Steuern 601.856,06 1.453.717,03
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.138,06 11.302,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.399.611,61 3.884.528,95
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 637.428,95 326.818,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 221.947,32 285.064,65
E. Passive latente Steuern 72.430,00 96.200,00
Passiva 33.603.945,46 31.419.819,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 46.932.679,14 46.975.394,14
2. sonstige betriebliche Erträge 517.561,16 375.586,51
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 253,61 0,00
3. Materialaufwand 33.788.723,75 31.934.053,84
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.777.742,30 31.922.721,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.981,45 11.332,56
4. Personalaufwand 4.291.787,24 5.516.050,16
a) Löhne und Gehälter 3.481.995,10 4.811.980,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 809.792,14 704.069,22
davon für Altersversorgung 197.233,89 214.551,77
5. Abschreibungen 2.200.954,60 2.059.226,83
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.200.954,60 2.059.226,83
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.553.738,07 3.964.227,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 67,03
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,00 15,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.324,70 28.481,14
davon aus verbundenen Unternehmen 9.861,81 7.355,17
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 269.852,23 169.948,20
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 149,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 733.675,96 907.655,10
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 23.770,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 204.000,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.633.848,15 2.828.314,90
12. sonstige Steuern 5.873,37 7.505,92
13. Jahresüberschuss 1.627.974,78 2.820.808,98
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.987.673,78 10.766.864,80
15. Ausschüttung 1.000.000,00 600.000,00
16. Bilanzgewinn 13.615.648,56 12.987.673,78

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Walther Faltsystem GmbH hat ihren Sitz in Kevelear und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kleve (HRB 4881).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gliederung des Jahresabschlusses folgt den Vorschriften der §§ 266-278 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Durch den Erwerb zusätzlicher Anteile an Unternehmen, mit denen zuvor ein Beteiligungsverhältnis bestanden hat, werden die per Stichtag bestehenden wirtschaftlichen Verhältnisse als Forderungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Hierdurch ist der Vergleich mit Vorjahreswerten zum Teil eingeschränkt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3-5 Jahre), bewertet. Bei einer erworbenen Standardsoftware wurden die im Rahmen von umfangreichen Bearbeitungen und Ergänzungen der in der Standardkonfiguration ausgelieferten Software und der Versetzung in einen betriebsbereiten Zustand angefallenen Zeiten mit den angefallenen Personalkosten aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 33 Jahren) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear und degressiv entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Für die Zugänge bei den geringwertigen Anlagegegenständen (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Auflösung über fünf Jahre (§ 6 Abs. 2a EStG) auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB vorgenommen. Bei erstmaliger Erfassung einer solchen Rückstellung wird die Nettomethode angewandt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

Zur Fremdwährungsumrechnung werden die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Die von uns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

III. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt.

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen der Tochtergesellschaft Formex Plastik GmbH, wurde am 22.12.2020 eine Zinsverzichtserklärung abgeben. Somit werden die Ausleihungen an verbundene Unternehmen als unverzinst bilanziert, wovon auch die im Geschäftsjahr 2022 zusätzlich gewährten Darlehen betroffen sind. Abzinsungen wurden vorgenommen.

Zu diesen Ausleihungen hat die Gesellschaft Forderungsrücktritte und Belassungserklärungen abgegeben. Diese bestimmen, dass die Gesellschaft als Gläubiger des verbundenen Unternehmens mit diesen Ausleihungen zurücktritt, hinter alle bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche der Deutschen Bank AG und der Sparkasse Krefeld gegen das verbundene Unternehmen aus der bankmäßigen Geschäftsverbindung und dass die Ausleihungen bis zur vollen Befriedigung der Banken der Beteiligung zu belassen sind.

Zur finanziellen und wirtschaftlichen Absicherung der Formex Plastik GmbH hat die Walther Faltsysteme GmbH zusätzlich eine dementsprechende Patronatserklärung mit einer zeitlichen Befristung bis zum 31.12.2024 abgegeben.

Der Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren auf T€ 4.189,9 (Vj.: 2.490,1) ist im Rahmen der jahresübergreifenden Abwicklung mit einem internationalen Großkunden entstanden.

Die im Vorjahr bilanzierten geleisteten Anzahlung in Höhe von T€ 470,9 wurden in Darlehen umgewandelt und betreffen Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Der Rückgang der Forderungen aus L+L in Höhe von T€ 5.707,1 (Vj.: 8.733,5) ist zum Teil auf den gesonderten Ausweis der Forderungen L+L. mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.698,2 (Vj.: 1.475,0) zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2.169,8 sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 630,4) deutlich gestiegen. Diese Entwicklung ist auf gewährte Darlehen (T€ 630) sowie Steuerrückforderungen in Höhe von T€ 1.460,4 zurückzuführen.

PASSIVA

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Vorabausschüttung an Gesellschafter in Höhe von T€ 1.000, der verbleibende Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten den voraussichtlichen Aufwand für Gewährleistungen in Höhe von T€ 240 (Vj.: T€ 236), Personal in Höhe von T€ 229,1 (Vj.: T€ 154,8), Abschluss und Prüfung in Höhe von T€ 92,6 (Vj.: 106,5) und Aufbewahrungspflichten in Höhe von T€ 22.8 (Vj.: T€ 22,9). Die Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche wurden aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen enthalten, die durch Drittsicherheiten (Bürgschaften) gesichert sind.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 13.844,4 (Vj.: 9.778,0) ist vor allem auf den durch Wachstum geschuldeten erhöhtem Mehrbedarf des Working Capital zurückzuführen. Die Höhe der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr betreffen vor allem revolvierende Geldmarktkredite in einer Höhe von T€ 12.472,8 (Vj.: 7.933,4).

Die Verbindlichkeiten L+L sind im Berichtsjahr (T€ 500,9) gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.757,2) deutlich gesunken, was unter anderem auf den gesonderten Ausweis der Verbindlichkeiten L+L gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 400,8 zurückzuführen ist.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Lfz.<1 Jahr) bestehen im Vergleich zum Vorjahr in unveränderter Höhe (T€ 294,5).

Die gesicherten Verbindlichkeiten betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den Sicherheiten handelt es sich um Grundschulden und die Sicherungsübereignung von Anlagevermögen. Weiterhin bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2022

Art der Verbindlichkeit
in TEUR
Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
Bis 1 Jahr Ab 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.844,4 12.472,8 1.371,5
Erhaltene Anzahlungen 374,9 374,9 -
Verbindlichkeiten L+L 500,9 500,9 -
Verindliichkeiten verbundene Unternehmen 400,8 400,8 -
Verbindlichkeiten Gesellschaftern 294,5 294,5 -
Sonstige Verbindlichkeiten 3.037,0 2.399,6 637,4
Gesamt 18.452,5 16.443,6 2.009,0

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren haben, beträgt T€ 0,0 (Vj: T€ 112,8) und betreffen mit T€ 0,0 (Vj: T€ 112,8) die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Finanzielle Verpflichtungen per 31.12.2022

Art der Verpflichtung Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
Bis 1 Jahr Ab 1 Jahr
KFZ Leasing 109,0 1,2 107,8
Leasingverträge (Mascinen & Werkzeuge) 893,3 - 893,3
Sonstige Leasingverträge (Job Bike etc.) 57,0 - 57,0
Aus Mietverträgen (unkündbare Restlauzeit) 972,9 34,0 938,9
Gesamt 2.032,2 35,2 1.997,0

Zum Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaftsverträgen § 251 HGB in Höhe von insgesamt T€ 1.700. Diese Verträge dienen der Absicherung der Gläubiger. Die Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 900 bestehen zu Gunsten eines Unternehmens, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaftsvertrag schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Auftragslage und des Zahlungsverhaltens des Begünstigten in der Vergangenheit als gering ein; aufgrund einer positiven Fortbestehens- und Fortführungsprognose (wie unten ausgeführt) bestehen derzeit keine Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung.

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Passivposten "Latente Steuern" beträgt T€ 72,4 und resultiert im Wesentlichen aus aktiven und passiven Steuerlatenzen aufgrund unterschiedlicher Bilanzansätze des Anlagevermögens. Es wurde ein Steuersatz von 34,9 % angewendet. Die Ansätze werden saldiert dargestellt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€10,0 (Vj.: T€ 26,8) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 56,9 (Vj.: T€ 31,4) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden insgesamt 63 Mitarbeitende (Vorjahr 59 MA) sowie 3 Geschäftsführer (Vorjahr 2 GF) beschäftigt.

Geschäftsführung im Berichtsjahr 2022:

Herr Thomas Walther, Dipl.-Kaufmann, Extertal

Herr Dominik Lemken, Dipl.-Ingenieur, M.Sc, M.BA, Weeze (seit 12.01.2022)

Herr Thomas Heilen, M.A., Kevelaer (seit 12.01.2022)

Nicht mehr Geschäftsführer:

Thomas Wiederer, Kaufmann, Duisburg (seit 12.01.2022)

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt die Gesellschaft allein zu vertreten.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen mit einem Betrag von mindestens 20 Prozent der Anteile gem. § 285 Nr. 11 HGB

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
T€
Eigenkapital
T€
Formex Plastik GmbH, Kevelaer 89,00% -1.357.8 - 2.762,3
Walther Immobilien GmbH, Kevelaer 100,00% 8,1 202.6
Meco Kunststoffverarbeitungs-GmbH, Kevelaer 100,00% -0,3 15,8
BSN Bürstensysteme Niederrhein GmbH, Kevelaer 100,00% -2,5 2,6
Formex Immobilien GmbH & Co. KG, Kevelaer 89,00% 93,6 3.898,2

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 20.000,00 €.

Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 28 HGB (Ausschüttungssperre)

Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 11,2.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind gem. § 285 Nr. 33 HGB.

Nach dem Schlussstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. Auf die Angaben im Lagebericht wird verwiesen.

Ergebnisverwendungsvorschlag gem. § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung wird dem Gesellschafter vorschlagen den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kevelaer, den 24. Juli 2023

gez. Thomas Walther

gez. Dominik Lemken

gez. Thomas Heilen

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 791.963,43 104.584,91 0,00 9.690,00 906.238,34
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.775,00 0,00 0,00 8.775,00
791.963,43 113.359,91 0,00 9.690,00 915.013,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.147.250,69 5.183,60 0,00 0,00 1.152.434,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.110.844,21 831.515,23 0,00 349.477,50 12.291.836,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.123.468,02 208.720,36 84.580,77 0,00 1.247.607,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 359.167,50 0,00 0,00 -359.167,50 0,00
13.740.730,42 1.045.419,19 84.580,77 -9.690,00 14.691.878,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.791,39 446.966,08 0,00 1.155.432,53 1.644.190,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.263.163,79 4.583.681,78 6.846.845,57
3. Beteiligungen 1.155.432,53 0,00 0,00 -1.155.432,53 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein 0,00
Beteiligungsverhältnis besteht 4.583.681,78 0,00 0,00 -4.583.681,78 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 131.957,65 8.334,85 0,00 0,00 140.292,50
5.912.863,35 2.718.464,72 0,00 0,00 8.631.328,07
Summe 20.445.557,20 3.877.243,82 84.580,77 0,00 24.238.220,25
Abschreibungen Restbuchwert
Stand 01.01.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 515.999,43 173.773,41 0,00 689.772,84 216.465,50 275.964,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 8.775,00 0,00
515.999,43 173.773,41 0,00 689.772,84 225.240,50 275.964,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 518.075,10 33.419,10 0,00 551.494,20 600.940,09 629.175,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.884.969,21 1.784.118,23 0,00 8.669.087,44 3.622.749,50 4.225.875,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 794.312,52 209.643,86 78.442,77 925.513,61 322.094,00 329.155,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 359.167,50
8.197.356,83 2.027.181,19 78.442,77 10.146.095,25 4.545.783,59 5.543.373,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.644.190,00 41.791,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.846.845,57 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.155.432,53
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein 0,00 0,00
Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.583.681,78
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 140.292,50 131.957,65
0,00 0,00 0,00 0,00 8.631.328,07 5.912.863,35
Summe 8.713.356,26 2.200.954,60 78.442,77 10.835.868,09 13.402.352,16 11.732.200,94

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.07.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WALTHER Faltsysteme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WALTHER Faltsysteme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WALTHER Faltsysteme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, 24. Juli 2023

REVISCON GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Niederlassung Duisburg

gez. Dipl-Kfm. Andreas Klein M.A., Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

10 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.