Gewürzmühle Franz X. Stießberger
Selbe AdresseHerstellung von Würzmitteln und Soßen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KGChemnitzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 24.06.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31.12.2022SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KGChemnitzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 24. Juni 2022 bis 31. Dezember 2022SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KGChemnitz
Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 20221. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Simmel HOLDING GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Chemnitz und ist im Handelsregister Amtsgericht Chemnitz unter HR A 9625 eingetragen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 24. Juni 2022 wurde die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG gegründet. Die Simmel HOLDING GmbH & Co. KG ist verpflichtet, als Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB einen Konzernabschluss aufzustellen. Die Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses hat sich für das Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022 erstmals ergeben. Der Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel, wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB erstellt. Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhanges ausgeübt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 bildet aufgrund der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses ein Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis besteht neben der Simmel HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz, aus folgenden Unternehmen:
1 einschließlich der von
Konzernunternehmen zuzurechnenden Anteile
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 24. Juni 2022 hat die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG den Kommanditanteil an der Simmel GmbH & Co. KG in Höhe von 590.361,00 EUR erworben. Die Einbringung erfolgte im Wege einer Sachkapitalerhöhung gegen Gewährung eines weiteren Festkapitalanteils von 1.000,00 EUR. Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden zum 31. Dezember 2022 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 04. August 2022 wurde die SIMMO GmbH & Co. KG, Chemnitz gegründet. Die Anteile an der SIMMO GmbH & Co. KG werden von der Simmel GmbH & Co. KG gehalten. Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2022 die Merkmale einer Kleinstkapital- & Co-Gesellschaft im Sinne von § 267a HGB und wurde erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Am 16. Dezember 2022 hat die Simmel HOLDING GmbH & Co. KG 100 Prozent der Anteile an der Simmel Dresden GmbH, Dresden erworben. Die Gesellschaft wird erstmalig zum 31. Dezember 2022 als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss mit einbezogen. Weitere Tochtergesellschaften der Konzernmuttergesellschaft Simmel HOLDING GmbH & Co. KG bestehen nicht. 3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierung der Einzelabschlüsse wird unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften nach folgenden Grundsätzen vorgenommen. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der konsolidierten Unternehmen sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften bewertet worden. Die Erstkonsolidierung von Unternehmen erfolgt durch die Neubewertungsmethode. Bei der Kapitalkonsolidierung ergebende aktivische oder passivische Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Die stillen Reserven werden entsprechend in den folgenden Jahren mit diesen Vermögensgegenständen planmäßig abgeschrieben. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird gesondert unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Für die Ermittlung der für die Kettenkonsolidierung maßgeblichen Beteiligungsquoten an Enkelunternehmen wird die gemäß DRS 23 empfohlene additive Methode angewendet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch die Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge oder ähnlichen Erträge wurden ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Latente Steuern werden nach den Vorschriften des § 306 HGB berücksichtigt, wobei keine anzusetzen waren. 4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend der gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach dem bei der Simmel HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bilanzierungsmethoden und Bewertungsmethoden (§ 313 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB) Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften & Co. KG geltenden Vorschriften des HGB erstellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen und Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei den Bewertungsmethoden sind die handelsrechtlichen Normen beachtet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur beachtet worden, sofern sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Einzelne Positionen sind wie folgt bewertet worden: Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibung erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibung erfolgt regelmäßig unter Anwendung der linearen Methode. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre, für grundstücksgleiche Rechte und Gebäude 22 bis 33 Jahre für technische Anlagen 3 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 7 Jahre und für EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB planmäßig über einen Zeitraum von zehn Jahre, da eine verlässliche Schätzung der Nutzungsdauer nicht möglich ist und keine Anhaltspunkte für eine kürzere Nutzungsdauer vorliegen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 Euro wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) bewertet. Bei einem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag wurde auf diesen abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Abschreibung auf diese Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenstände berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zum Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet; höchstens zu Anschaffungskosten. Flüssige Mittel und Bankguthaben wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der erstmaligen Konsolidierung der Simmel GmbH & Co. KG und dessen Tochterunternehmen. Es handelt sich um einen passiven Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter, da die Ursache für den Erwerb des Teilkonzerns der Simmel GmbH & Co. KG ein günstiger Gelegenheitskauf (sog. lucky buy) ist. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig über einen Zeitraum von sechs Jahren über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Als Bemessungsgrundlage für die Nutzungsdauer dient die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände. Die Verpflichtungen aus Pensionen (Simmel GmbH & Co. KG) werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Für die rückgedeckten arbeitgeberfinanzierten Direktzusagen wird das Deckungskapitalverfahren gemäß angewendet.
Die Rückdeckungsversicherung wurde mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung saldiert. Der beizulegende Zeitwert wurde gemäß den Angaben des Versicherungsunternehmens als geschäftsmäßiges Deckungskapital der Police einschließlich der garantierten Überschussanteile zuzüglich der Bewertungsreserven und des Schlussüberschussanteiles ermittelt. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung:
Bei den Rückstellungen wurde möglichen Einzelrisiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgte nach üblicher kaufmännischer Schätzung mit dem Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Es wurde unterstellt, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres eintritt. Die Erfolgsauswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Posten wird aufgelöst, sobald der Ertrag wirtschaftlich entstanden ist. Die Ermittlung latenter Steuern erfolgte unter Anwendung des Temporary Konzepts für die Abweichung der handelsrechtlichen Wertansätze von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive latente Steuern wurden mit passiven latenten Steuern nach § 274 HGB verrechnet. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz AnlagevermögenKonzern-Anlagespiegel zum 31. Dezember 2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 18.745.643,93 Euro. Kapital Der Betrag der im Handelsregister gem. § 172 Abs. 1 HGB eingetragenen Einlagen beträgt 2.000,00 Euro. Passiver Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Erstkonsolidierung der Simmel GmbH & Co. KG und dessen Tochterunternehmen. Der passive Unterschiedsbetrag wird über einen Zeitraum von 6 Jahren aufgelöst. Der anteilige Auflösungsbetrag des Geschäftsjahres beträgt 3.241.305,88 EUR und wird innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 27.939,00 Euro. Der Betrag unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Lohnkostenprämien (3.907 TEUR), Ergebnisprämien (1.700 TEUR), ausstehende Rechnungen (571 TEUR), Verpflichtungen gegenüber Berufsgenossenschaft (325 TEUR), Resturlaub (220 TEUR) sowie Rückbauverpflichtungen (136 TEUR) und Rabattgewährungen (122 TEUR). Verbindlichkeiten Zum Konzernbilanzstichtag 31. Dezember 2022 zeigt der Verbindlichkeitenspiegel folgendes Bild:
1 = Eigentumsvorbehalt
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert werden, belaufen sich auf 64.829 TEUR. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 620.007,33 Euro Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Der Simmel-Konzern finanziert den überwiegenden Teil der Einrichtungen und Fahrzeuge auf der Grundlage von Leasinggeschäften. Besondere Risiken entstehen aus diesen Geschäften nicht. Der Vorteil der Finanzierung im Rahmen von Leasinggeschäften sind die für den Konzern günstigeren Konditionen. Latente Steuern Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit sich diese Unterschiede in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren und die Steuerabgrenzung nach § 274 Abs. 1 HGB zwingen vorzunehmen ist. Aktive latente Steuern, die über mit ihnen verrechenbare passive Steuerlatenzen hinausgehen, werden in Übereinstimmung mi dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragsteuersatz von 15 % bzw. 30 %. Eine Übersicht über die bestehenden Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen liefert der folgende Steuerlatenzspiegel.
Derivate Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente wurden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Im Finanzierungsbereich abgeschlossene Grund- und Sicherungsgeschäfte werden bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 254 HGB zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst und nach der sogenannten Einfrierungsmethode abgebildet. Zur Absicherung eines im Darlehen (Buchwert zum 31. Dezember 2022: 15.511 TEUR) vom Mai 2019 vereinbarten variablen Zinssatzes (Drei Monats-EURIBOR) wurde in der Simmel Dresden GmbH ein Zinsswapgeschäft mit einem Bezugsbetrag von 17.724 TEUR abgeschlossen, das am 31. Dezember 2022 einen Marktwert von 2.055 TEUR aufweist (Micro-Hedge). Das dazugehörige Grundgeschäft ist zum Bilanzstichtag bei der Simmel Dresden GmbH innerhalb des vorliegenden Konsolidierungskreises bilanziert. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz Zinssätze sowie Zins- und Tilgungstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Das Grundgeschäft hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2039. Das Sicherungsgeschäft hat eine Laufzeit bis zum 29.06.2029. Die Wertänderungen bzw. die Änderungen der Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft werden nicht gebucht, soweit sie auf den effektiven Teil der Bewertungseinheit entfallen (Einfrierungsmethode). 6. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar: 2022
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 991.347,55 EUR enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 24 TEUR und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Es bestehen Bürgschaftsübernahmen in Höhe von maximal 27.060 TEUR für die Simmel Chemnitz GmbH & Co. KG, Chemnitz und in Höhe von maximal 38.500 TEUR für die Simmel Wiener Platz GmbH & Co. KG. Die Verpflichtungen wurden einerseits gegenüber der Landesbank Baden Württemberg und andererseits gegenüber der COMMERZBANK Aktiengesellschaft eingegangen. Die Simmel Chemnitz GmbH & Co. KG hat bisher alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gläubigerbank eingehalten und es ist davon auszugehen, dass sie auch zukünftig ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen wird. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ist nicht zu rechnen. Bedeutende Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/ Personen zu nicht marktüblichen Konditionen bestehen nicht. 7. Sonstige Pflichtangaben Das Ergebnis des Mutterunternehmens Simmel HOLDING GmbH & Co. KG wurde entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen in Höhe von - 87 TEUR dem Verlustausgleichskonto belastet. Im Jahresdurchschnitt ergab sich im letzten Geschäftsjahr folgender Mitarbeiterbestand der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung erfolgt durch die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH: Peter Simmel, kfm. Geschäftsführer Handelsgeschäft Sachsen und Thüringen Andreas Simmel, kfm. Geschäftsführer Handelsgeschäft Bayern Persönlich haftende Gesellschafterin der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG ist die Simmel Verwaltungs GmbH, Moosach mit einem Stammkapital von 50.000,00 DM (25.564,59 EUR). Die Angabe der Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Anteilsbesitz Die Simmel HOLDING GmbH & Co. KG ist Gesellschafterin folgender einbezogener Gesellschaften:
Konzernabschluss Die Simmel HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im Unternehmensregister verfügbar. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften für das Mutterunternehmen Die Simmel HOLDING GmbH & Co. KG macht für den Einzelabschluss von den Befreiungsregelungen des § 264b HGB hinsichtlich Aufstellung von Anhang sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch.
Chemnitz, den 14. Dezember 2023 Peter Simmel, Geschäftsführer Komplementär GmbH Andreas Simmel, Geschäftsführer Komplementär GmbH Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzern-KapitalflussrechnungSIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz
Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022A. Grundlagen des Konzerns Konsolidierungskreis Zum Konzern gehören neben dem Mutterunternehmen, der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz die Tochterunternehmen Simmel Dresden GmbH, Dresden, Simmel GmbH & Co. KG, Chemnitz, Peter Simmel Handels GmbH, Moosach, Landkreis Ebersberg, Simmel Bannewitz Betriebs GmbH, Chemnitz und SIMMO GmbH & Co. KG, Chemnitz. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 24. Juni 2022 wurde die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG gegründet. Die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG ist im Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Dezember 2022 erstmals zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 24. Juni 2022 hat die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG den Kommanditanteil an der Simmel GmbH & Co. KG in Höhe von 590.361,00 EUR erworben. Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen werden zum 31. Dezember 2022 erstmalig in den Konzernabschluss der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG übernommen. Die Simmel Bannewitz Betriebs GmbH und die SIMMO GmbH & Co. KG wurden im Kalenderjahr durch die Simmel GmbH & Co. KG gegründet. Die Simmel Bannewitz GmbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB und die SIMMO GmbH & Co. KG ist eine Kleinstpersonenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a HGB i.V.m. § 267a HGB. Beide Gesellschaften werden erstmals in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 einbezogen. Am 16. Dezember 2022 hat die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG 100 Prozent der Anteile an der Simmel Dresden GmbH erworben. Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2022 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Geschäftsmodell Der Konzern betreibt durch seine operativen Tochtergesellschaften Simmel GmbH & Co. KG, Peter Simmel Handels GmbH und Simmel Bannewitz Betriebs GmbH insgesamt 24 Lebensmitteleinzelhandelsmärkte (Edeka-Märkte) in Sachsen, Thüringen und Bayern. Das Konzernmutterunternehmen und die Tochtergesellschaften Simmel Dresden GmbH und SIMMO GmbH & Co. KG halten einen Teil der dazu gehörigen Handelsimmobilien. Die SIMMEL HOLDING GmbH & Co KG ist als übergeordnete Verwaltungsgesellschaft Eigentümerin der Handelsimmobilien Stollberg und Burgstädt. Die Simmel GmbH & Co KG ist verantwortlich für die neunzehn Standorte in Sachsen und Thüringen. Die Peter Simmel Handels GmbH betreibt die vier Märkte in Bayern, die Simmel Bannewitz Betriebs GmbH führt seit Dezember 2022 einen Markt in Bannewitz. Die Simmel Dresden GmbH ist Eigentümerin der Immobilie am Albertplatz in Dresden. Dieses Objekt besteht aus einem Einkaufscenter mit Simmel-Markt sowie weiteren Mietern sowie dem benachbarten Bürogebäude. Die SIMMO GmbH & Co. KG wurde im zweiten Halbjahr 2022 mit dem Ziel gegründet, sukzessive die Eigentümerstellung sämtlicher Handelsimmobilien im Simmel-Verbund zu übernehmen. Im ersten Schritt wurden von der Simmel GmbH & Co. KG die in 2021 und 2022 von ihr erworbenen Immobilien in Chemnitz-Siegmar, Grüna und Bannewitz übertragen. Alle zukünftigen Handelsimmobilienprojekte sollen dieser Gesellschaft zugeordnet werden. Durch diese neue Struktur wird es zukünftig wieder möglich sein, den Handels- und den Immobilienbereich innerhalb des Konzerns betriebswirtschaftlich klar zu trennen. Die sechs in eigenen Immobilien des Konzerns geführten Simmel-Märkte verfügen über Verkaufsflächen von insgesamt 12.690 m 2. Sie stellen damit 26,9 % der gesamten Verkaufsfläche der Simmel-Gruppe zur Verfügung. Sämtliche Immobilien sind mit einem Hauptmietvertrag der Edeka ausgestattet. Festkapital Das Festkapital der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG beträgt 2 TEUR. Das rechnerische Eigenkapital des Konzern beläuft sich auf € 6,7 Millionen. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Krieg in der Ukraine wird nach aktuellen Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Weltwirtschaft stark belasten. Infolgedessen führten die bereits existenten Unterbrechungen in den globalen Lieferketten sowie die sich erhöhenden Energie- und Rohstoffpreise zu einem merklichen Anstieg der Inflationsrate. Das deutsche Wirtschaftswachstum lag laut dem IWF im Kalenderjahr 2022 bei 1,8 % nach 2,6 % in 2021. Für das Kalenderjahr 2023 rechnet der IWF in seiner Prognose aus Juli 2023 mit einem deutschen Wirtschaftswachstum von ca. -0,3 %. Somit könnte das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr erstmals wieder um 0,3 % sinken. Deutschland ist daher das einzige Land, verglichen mit den stärksten Volkswirtschaften der Welt, für welches ein negatives Wirtschaftswachstum vorausgesagt wird. 1 Hervorgerufen durch die international gültigen Sanktionen gegen Russland und Belarus haben sich die Preise an den Rohstoffmärkten für Gas, Öl und Kohle weiter merklich erhöht. Anlässlich der gestiegenen Inflationsraten wurde von der europäischen Zentralbank (EZB) bereits am 21. Juli 2022 die Zinswende eingeleitet. In Ihrer Sitzung ließ die EZB verlauten, dass alle drei Leitzinssätze mit Wirkung zum 27. Juli 2022 um 50 Basispunkte angehoben werden. Aufgrund der nachhaltig anhaltenden Verschlechterung der Inflationsrate beschloss die EZB in ihrer Folgesitzung am 08. September 2022 eine erneute Anhebung aller drei Leitzinssätze mit Wirkung zum 14. September um 75 Basispunkte. Mittlerweile wurde der europäische Leitzins für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 4,25 % (Stand 2. August 2023) angehoben. Der Nominallohnindex legte laut Angaben des statistischen Bundesamts im Kalenderjahr 2022 um 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Allerdings stiegen die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 6,9 %. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Reallöhne damit um durchschnittlich 4,0 % gegenüber 2021. Die Inflation zehrte somit den Nominallohnanstieg im Kalenderjahr 2022 mehr als auf. Somit wurde 2022 der stärkste Rückgang der Reallöhne seit 2008 gemessen. 2 Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren sanken laut statistischem Bundesamt in 2022 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um -4,4 %. Korrespondierend mit den rückläufigen Reallöhnen der Privathaushalte sank auch deren Sparquote auf 11,4 %. Die Sparquote näherte sich somit den durchschnittlichen Vorjahreswerten vor der Coronapandemie an. Die vorläufige Auswertung des Statistischen Bundesamtes mit Blick auf die Umsatzentwicklung im Einzelhandel in Deutschland zeigt, dass die Unternehmen im Jahr 2022 real -0,6% und nominal +7,8 % umsetzten konnten. 3 Das durch das Handelsblatt Research Institut im Auftrag des Handelsverbands Deutschland erstellte Konsumbarometer bildet die erwartete Stimmung privater Konsumenten in den kommenden drei Monaten ab. Aus der Analyse des Barometers sind sowohl die zuvor geschilderten negativen Umsatzentwicklungen ableitbar als auch die für die Zukunft voranschreitende Eintrübung der branchenspezifischen Verhältnisse erkennbar. Bewegte sich das Barometer in den Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie von Oktober 2016 bis März 2020 stets zwischen 99,91 und 102,55, so lag das Konsumbarometer im Januar 2022 bereits nur noch bei 95,04. Über die Folgemonate hinweg hat der Wert des Konsumbarometers weiter abgenommen und verharrte im Oktober 2022 bei 84,14 auf einem Allzeit-Tiefstand. Im Dezember 2022 konnte ein leichter Anstieg des Konsumbarometers verzeichnet werden, jedoch lag der Wert mit 87,80 weit unter den Vorjahren.
1 IWF-Prognose: Deutsche Wirtschaft schrumpft
2023 um 0,3 Prozent (faz.net)
3 Einzelhandelsumsatz 2022 real um 0,6 %
niedriger als 2021 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
Geschäftsverlauf Der Konzern erzielte im Berichtsjahr Nettoumsätze in Höhe von € 117,9 Mio. Die Umsatzerlöse umfassen den Zeitraum vom 24. Juni 2022 (Gründungsdatum) bis zum 31. Dezember 2022. Die Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses besteht erstmals zum 24. Juni 2022. Für die Würdigung des Geschäftsverlaufes werden teilweise die Angaben des Konzernabschlusses des Teil-Konzerns der Simmel GmbH & Co. KG herangezogen, da sämtliche Tochtergesellschaften bereits seit der Gründung im Familienbesitz der Familie Simmel stehen. Der Teil-Konzern der Simmel GmbH & Co. KG besteht aus der Simmel GmbH & Co. KG, der Peter Simmel Handels GmbH, der Simmel Bannewitz Betriebs GmbH und der SIMMO GmbH & Co. KG. Die Simmel GmbH & Co. KG und die Peter Simmel Handels GmbH sind das gesamte Kalenderjahr 2022 im Familienbesitz. Der Teil-Konzern der Simmel GmbH & Co. KG erzielte im gesamten Kalenderjahr 2022 Nettoumsätze in Höhe von € 227,6 Mio. Er gehört damit zu den fünf größten privaten Lebensmittel-Einzelhändlern Deutschlands. Gegenüber dem Vorjahr sank der Nettoumsatz im Teil-Konzern um € 2,7 Mio. bzw. 1,2 Prozent. An dieser Geschäftsentwicklung nahm der Konzern anteilig im Berichtsjahr teil. Die Simmel GmbH & Co KG und die Bannewitz Betriebs GmbH betrieben im Kalenderjahr in ihrem Marktgebiet Sachsen und Thüringen 20 Lebensmittelmärkte mit einer Verkaufsfläche von insgesamt ca. 37.025 m 2. Im Kalenderjahr 2022 kamen als neue Flächen die Märkte Burgstädt (1.480 m 2) und Bannewitz (4.530 m 2 ) hinzu. Die Peter Simmel Handels GmbH verfügt in ihren vier Märkte über Verkaufsflächen von insgesamt ca. 11.250 m 2. Die Simmel GmbH & Co. KG steigerte ihren Umsatz im Kalenderjahr 2022 um 2,3 %. Im Zeitraum vom 24. Juni 2022 bis zum 31.12.2022 erzielte die Simmel GmbH & Co. KG einen Umsatz in Höhe von € 68,1 Mio. Die Simmel Bannewitz Betriebs GmbH erzielte seit ihrer Eröffnung im Dezember 2022 Umsätze in Höhe von € 1,4 Mio. In 2022 sahen wir uns im Markt drei großen Herausforderungen gegenüber: der Auferstehung der Discounter, der Auseinandersetzung des Handels mit den Markenherstellern und dem Rückgang des Interesses an Bio- und veganen Produkten in unseren Märkten. 2022 haben die Supermärkte und Großflächenbetreiber 2 Prozent Marktanteil an die Discounter verloren. Durch die politischen Entwicklungen und die hohe Inflation war bei den Kunden ein deutlicher Trading-down-Effekt festzustellen. Es wurden verstärkt günstigere Produkte gekauft. Die meisten Marktanteile hinzugewonnen hat Aldi-Süd mit einem Umsatzzuwachs von 10 Prozent. Aldi eroberte mit aggressiver Preisgestaltung Marktanteile. Bemerkenswert ist, dass die Supermärkte keine Kunden verloren haben, sondern "nur" der Einkaufsbon geringer geworden ist. Weiterhin kam es im vergangenen Jahr zu großen Verwerfungen im Verhältnis zwischen Markenherstellern und dem Lebensmitteleinzelhandel. In 2022 gab es Produkte diverser namhafter Marken nur im eingeschränkten Umfang bis gar nicht in den Edeka-Märkten. Die Edeka hielt mit Eigenmarken und Aktionen dagegen. Das hatte sowohl positive als auch negative Auswirkungen. So stieg bei der Edeka der Umsatz der margenstarken Eigenmarken um ca. 10 Prozent. Auf der anderen Seite erhöhte sich der Anteil der Aktionsware deutlich. Bedauerlich war der starke Rückgang der Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Bei Bio/Vegan haben wir zum Teil ein erhebliches Nachlassen des Kundeninteresses festgestellt. Besonders auffällig ist die Gruppe der Kunden zwischen 18 und 29 Jahren, die offensichtlich nicht mehr ausreichend Mittel, für die in dieser Altersgruppe vor einiger Zeit noch stark nachgefragten höherwertigen Produkte hat. Die Entwicklung der Einzelmärkte zeigte im Kalenderjahr 2022 kein einheitliches Bild. Zwölf Märkte wiesen eine leicht negative Umsatzentwicklung im Vergleich zu 2021 auf. Die Rückgänge in den Bestandsmärkten ohne besondere Einflussfaktoren lagen in einem Bereich von -1,8 Prozent bis zu -4,7 Prozent. Nicht zufriedenstellend war die Umsatzentwicklung am Albertplatz in Dresden. Grund hierfür war zum einen eine lang andauernde schlechte Erreichbarkeit des Marktes mit dem Auto aufgrund von Straßenbauarbeiten. Deutlich festzustellen war aber auch eine Verlagerung von Umsätzen zum neuen Markt am Wienerplatz. Positive Umsatzentwicklungen verzeichneten wir in Oberlichtenau, Claußnitz, Eibenstock, Mittweida und Siegmar. Der Markt in Siegmar hat sich im ersten vollen Geschäftsjahr besser entwickelt als geplant. Der in 2021 eröffnete Markt am Wiener Platz in Dresden hat sich nur verhalten entwickelt. Das lag zum einen daran, dass wir durch Corona im ersten Halbjahr noch nicht die üblichen Werbemaßnahmen mit Kundenveranstaltungen etc. durchführen konnten, die wir sonst zur Belebung von neuen Märkten einsetzen. Im September wurde im Objekt das Meininger Hotel im Objekt mit 719 Betten eröffnet worden, was zur Belebung der Umsätze beitrug. Die Tendenz ist insgesamt verhalten positiv. Im Juni 2022 haben wir einen Markt in Burgstädt von der Edeka übernommen, der unser Standortportfolio gut ergänzt. Anfang Dezember 2022 eröffneten wir unseren neuen Markt in Bannewitz. Das Einkaufscenter hatten wir im Frühjahr 2022 von real erworben und bis Ende November umgebaut. Neben unserem 4.500 m 2 Simmel Markt hat das Center weitere Mieter wie Aldi, Rossmann, Ernsting, etc. Die Umsätze im Dezember waren sehr zufriedenstellend und haben uns das Potential aufgezeigt. Der Umsatz der Peter Simmel Handels GmbH lag im Kalenderjahr 2022 bei € 95,1 Mio. Die ausgesprochen hohen Umsätze aus den Jahren der Pandemie waren im Kalenderjahr nicht zu erreichen. In Bayern hatten wir durch Corona die mit Abstand höchsten Umsatzzuwächse. Im Vergleich mit 2019 wiesen wir in Bayern allerdings immer noch deutlich zweistellige Umsatzzuwächse aus. Die Umsätze im Zeitraum vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022 belaufen sich auf € 48,3 Mio. Die Flächenleistung war weiterhin auf einem ausgesprochen hohen Niveau. Sie ist in den Märkten der Peter Simmel Handels GmbH mit € 9.200/m 2 im Wettbewerbsvergleich sehr gut. Da die Anteile an der Simmel Dresden GmbH zum 16. Dezember 2022 erworben wurden, fließen die Umsätze der Gesellschaft im Berichtsjahr nur unwesentlich in den Konzern ein. Der Immobilienbereich des Konzerns, bestehend aus der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG, der Simmel Dresden GmbH und der SIMMO GmbH & Co. KG weist einen positiven Geschäftsverlauf aus. Die Mieterlöse belaufen sich auf eine jährliche Gesamthöhe von € 5,3 Mio. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022 hat der Konzern Mietumsätze in Höhe von € 0,9 Mio. erzielt. Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres war unter Berücksichtigung der beschriebenen Herausforderungen zufriedenstellend. Ertragslage Der Jahresüberschuss belief sich in 2022 im Konzern auf € 5,9 Mio. Die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG erzielte im Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 0,1 Mio. Da die Anteile an der Simmel Dresden GmbH zum 16. Dezember 2022 erworben wurden, fließt das Ergebnis der Gesellschaft im Berichtsjahr nur unwesentlich in den Konzern ein. Im Kalenderjahr 2022 konnte die Simmel Dresden GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von € 0,8 Mio. (VJ: € 0.5 Mio.) erzielen. Das Ergebnis der Peter Simmel Handels GmbH des gesamten Kalenderjahres 2022 lag bei € 5,3 Mio. und damit trotz des Umsatzrückganges nur € 0,9 Mio. unter dem Vorjahresergebnis. Das Ergebnis der Simmel GmbH & Co. KG des Kalenderjahres lag bei € 1,2 Mio. Die Bannewitz Betriebs GmbH sowie die SIMMO GmbH & Co. KG wiesen im Kalenderjahr Anlaufverluste in Höhe von € 1,1 bzw. T€ 87 aus. Die Ergebnisse wurden ausdrücklich nach Prämien, Ergebnisbeteiligung von 20 Prozent, sozialen Leistungen wie Gesundessengutschein und Ferienheim sowie nach Unternehmenssteuern erzielt. Das Ergebnis 2022 ist geprägt von deutlich über dem Durchschnitt liegenden Investitionen in die Märkte. Wir haben die guten Erträge aus den Coronazeiten im Berichtsjahr eingesetzt, um unsere Standorte weiter zu verbessern und uns auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen. Zum einen haben wir einige Märkte für jeweils einige Wochen geschlossen und vollständig renoviert (Zschopau, Steinbach, Jocketa, Kühltechnik Aue). Diese Schließungen haben uns in erheblichem Umfang Umsatz und damit Erträge gekostet. Weiterhin haben wir mehr als € 2,5 Millionen in eine verbesserte Technik (ESL, Kassentische, Kartenzahlungsterminals) investiert. In Bannewitz mussten wir die Mitarbeiter aufgrund der Vertragskonstellation bereits ab Juni anstellen, obwohl der Markt erst im Dezember eröffnet wurde. Vor dem Hintergrund der ausgeprägten Investitionstätigkeit ist das Jahresergebnis sehr zufriedenstellend. Der Rohertrag aus dem Warengeschäft des Konzern beläuft sich im Berichtszeitraum auf 28,7 Prozent vom Umsatz. Dieser Wert ist vom veränderten Käuferverhalten sowie dem gestiegenen Aktionsanteil beeinflusst. Der Personalaufwand im Handelsbereich lag bei 14,9 Prozent vom Umsatz. Das ist unter Berücksichtigung der zwei Neueröffnungen Burgstädt und Bannewitz ein guter Wert. Im Kalenderjahr 2022 sind im Rahmen der Ergebnisbeteiligung insgesamt € 1,7 Mio. an die Mitarbeiter geflossen. Hinzu kommen T€ 343 Leistungen im Rahmen des Gesundessengutscheins, mit dem die Mitarbeiter täglich gesunde Lebensmittel für ihre Mittagspause erwerben können. Durch die Ergebnisbeteiligung können unsere Mitunternehmer vor Leistungsprämien bis zu 14 Monatsgehälter verdienen. Neben der guten Bezahlung legen wir hohen Wert auf ein gutes Arbeitsklima und binden unsere Mitunternehmer in die Entwicklung der Unternehmenskultur ein. Hinzu kommt eine ständige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Diese Faktoren sind wichtig, um auf einem weiterhin schwierigen Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Konzern im Berichtsjahr bei € 7,3 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) belief sich auf € 8,4 Mio. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Konzern betrug T€ -17.098. Der negative Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf die gestiegene Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten innerhalb der Simmel Gesellschaften und der kurzfristigen Finanzierung des Grundstückskaufs Stollbergs zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Konzern betrug T€ -1.552. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist vor allem auf die getätigten Investitionen innerhalb des Immobilienbereiches und der Eröffnung des Marktes in Bannewitz zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich der Zugang an Zahlungsmitteln aus dem der im Berichtszeitraum neu dazugekommenen Tochtergesellschaften aus. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf T€ 29.561 und steht im direkten Zusammenhang mit den Investitionen in das Immobilienvermögen des Konzerns. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode betrug im Konzern T€ 10.912. Das Eigenkapital im Konzern beläuft sich auf € 6,7 Mio. Das Eigenkapital ist im Wesentlichen durch das positive Konzernergebnis des Geschäftsjahres beeinflusst. Die Nettoverschuldung des Konzerns beträgt € 45,0 Mio. Der Anstieg der Nettoverschuldung ist im Wesentlichen auf die getätigten Immobilieninvestitionen zurückzuführen. Die Liquiditätsgrade entwickelten sich wie folgt:
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr betreffen überwiegend die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns beläuft sich im Rumpfgeschäftsjahr 2022 auf € 135,3 Mio. In der Simmel GmbH & Co. KG erhöhte sich die Bilanzsumme um € 39,3 Mio. auf € 83,3 Mio. Das entspricht einem Anstieg von 89,3 Prozent. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Bankfinanzierung der in 2022 erworbenen Immobilien, wobei die Immobilien auf die SIMMO GmbH & Co. KG übertragen wurden. In der Peter Simmel Handels GmbH erhöhte sich die Bilanzsumme von € 45,9 Mio. auf € 52,0 Mio. um € 6,1 Mio. Das Eigenkapital im Simmel-Konzern beläuft sich auf € 6,7 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2022. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 5,0 Prozent. Unter Berücksichtigung des passiven Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung (Eigenkapitalcharakter) ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 31,3 Prozent. Die Simmel GmbH & Co. KG wies zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von € 1,5 Mio. aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg dieser Wert um € 0,4 Mio. Die Eigenkapitalquote sank von 2,5 Prozent auf 1,8 Prozent. Die Peter Simmel Handels GmbH wies zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von € 42,1 Mio. aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich dieser Wert um € 5,3 Mio. (14,4 Prozent). Die Eigenkapitalquote stieg von 80,1 Prozent auf 81,0 Prozent. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist geordnet. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Entwicklung des Umsatzes und des Ergebnisses. Der Konzernjahresüberschuss inkl. Fremdanteile des Konzerns im Rumpfgeschäftsjahr betrug € 5,9 Mio. Die Konzernumsatzerlöse belaufen sich € 117,9 Mio. Da die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 erstmals einen Konzernabschluss erstellt, ist ein Vergleich mit im Vorjahr getätigten Prognosen nicht möglich. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte ist in unserer Branche eine Herausforderung. Aufgrund unserer speziellen Strukturen haben wir allerdings weniger Probleme als unsere Wettbewerber. Wir legen großen Wert auf die Besetzung von Führungspositionen in den Märkten aus den eigenen Reihen. Die Anzahl der Beschäftigten im Simmel-Konzern lag im Berichtszeitraum bei 1.004. Im Bereich Sachsen sind nahezu sämtliche Führungspositionen mit Frauen besetzt. Insgesamt verfügte der Simmel-Konzern in 2022 über Verkaufsflächen von ca. 48.275 m 2. Bezogen auf das Marktgebiet Sachsen und Thüringen verfügen die Märkte über eine durchschnittliche Verkaufsfläche von 1.850 m 2. Im Berichtsjahr hat sich dieser Wert durch die neuen Märkte Burgstädt und die sehr große Fläche in Bannewitz weiter verbessert. In der Peter Simmel Handels GmbH beträgt die durchschnittlich Flächengröße 2.813 m 2. Damit weisen wir im Durchschnitt größere Verkaufsflächen aus als der Wettbewerb und sind für die Zukunft gut aufgestellt. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind wesentliche Grundlagen unseres unternehmerischen Handelns, wie sich auch unseren Unternehmensleitsätzen entnehmen lässt. Im Einzelnen haben wir im Berichtsjahr u. a. folgende Schwerpunkte gesetzt: Im Einkauf ist die Regionalität nach wie von großer Bedeutung. Wir haben unser Angebot an regionalen Produkten weiter ausgebaut und bemühen uns, Unternehmen aus der Region einzubinden. Wir verkaufen an den Theken ausschließlich Fleisch aus artgerechter Haltung. Hierfür haben wir jeweils Kooperationspartner. Obwohl wir damit etwas teurer sind als der Wettbewerb, wird das Angebot von den Kunden gut angenommen. Im Immobilienbereich liegt unser Fokus auf die Energieeffizienz unserer Gebäude. Wir haben auf den Dächern unserer Märkte, sofern es möglich war, Photovoltaikanlagen installiert. Wir investieren fortlaufend in moderne umweltfreundliche Kühltechnik und Beleuchtung. C. Bericht über Risiken und Chancen Risikoüberwachung und Risikomanagement Der Konzern setzt zur Risikoüberwachung und zur Unternehmenssteuerung adäquate, auf die Unternehmensgröße und Komplexität abgestimmte, angemessene betriebswirtschaftliche Instrumente ein. Risikomanagement ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Erfolgspotenziale. Durch kontrollierten Umgang mit Risiken wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gesichert und das Management in die Lage versetzt, ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagement ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Es basiert auf dem geschlossenen Warenwirtschaftssystem und der Verknüpfung mit der Finanzbuchhaltung. Eine zeitnahe Überwachung der Bestände und Roherträge in jedem einzelnen Markt und eine direkte Einspielung der Wareneingänge und Umsätze des geschlossenen Warenwirtschaftssystems in die Finanzbuchhaltung führen zu einer gesicherten Datenbasis in der Finanzbuchhaltung. Am ersten Tag des Folgemonats erhalten wir bereits detailliert Angaben zum Bruttoumsatz, zur Kundenfrequenz und zum Durchschnittsbon. Im Ergebnis liegen spätestens zum 20. jeden Folgemonats aussagefähige Zahlen für das Gesamtunternehmen vor. Diese Zahlen sind derart detailliert, dass jeder einzelne Markt betriebswirtschaftlich vollständig abgebildet wird und die Kostenentwicklung sehr genau nachvollzogen werden kann. Durch LUNAR hat sich die Qualität der Daten insbesondere im Frischebereich noch einmal deutlich verbessert. Um das Potential weiter auszuschöpfen, haben wir umfangreich in die neue Generation von elektronischen Etiketten (ESL) investiert. Von der Planung abweichende Entwicklungen werden frühzeitig erkannt. Der Unternehmensführung steht zeitnah ein effektives Steuerungsinstrument zur Verfügung. Aufgrund der überschaubaren Anzahl von Mietverträgen ist die laufende Überwachung hier einfach darzustellen. Durch unsere Centermanager und Marktleiter bemerken wir Veränderungen und Probleme bei den Mieter sehr zeitnah und können frühzeitig reagieren . Risiken und Chancen Operative Risiken Der Konzern ist als Immobilien- und Einzelhandelsunternehmen den allgemein bestehenden Unternehmens- und Geschäftsrisiken ausgesetzt. Im Lebensmitteleinzelhandel besteht aufgrund der Preisorientierung der Verbraucher, die durch die ansteigende Inflationsrate und das damit einhergehende Absinken der Reallöhne künftig noch stärker in den Fokus rücken wird, darüber hinaus erhöhter Wettbewerbsdruck, dem der Konzern ausgesetzt ist. Der Konzern versucht, die bereits feststellbaren, lieferantenseitigen Preiserhöhungen, vor dem Hintergrund der eingangs angesprochenen, nachteiligen gesamtwirtschaftlichen Gemengelage im Bereich ihrer Möglichkeiten an ihre Kunden weiterzugeben. Sollten Auswirkungen des Ukraine Krieges weiterhin die Lieferketten beeinträchtigen, Rohöl-, Gas- und Energiepreise nachhaltig negativ beeinflussen und damit einhergehend die Inflation auch in Deutschland hochhalten, so könnten diese Umstände auch negative Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb des Konzerns haben. Die aktuell laufenden Tarifverhandlungen im Groß- und Einzelhandel stellen die gesamte Unternehmensgruppe der EDEKA Nordbayern, Sachsen, Thüringen und natürlich auch den Konzern vor große Herausforderungen. Die nun seit Mitte Juni andauernden Warnstreiks aller Läger im Absatzgebiet führen zu Lieferausfällen und starken Verzögerungen. Dies ist auf Seiten der Großhandlung und auf Seiten des Einzelhandels mit Umsatzeinbußen verbunden. Die steigenden Lebenshaltungskosten führen zu sehr hohen Forderungen seitens der Gewerkschaften. Verbundrisiken Die Forderungen des Simmel-Konzerns richten sich im Wesentlichen gegen Firmen des Simmel-Verbundes, die jeweils zu 100 Prozent im Anteilseigentum von Peter Simmel und seinen Kindern sind. Der Simmel-Konzern stellt den verschiedenen, sowie innerhalb des handelsrechtlichen als auch nicht im handelsrechtlichen Konzernverbund befindlichen Immobiliengesellschaften jeweils Eigenkapital für deren Vorhaben zur Verfügung. Die Vergabe der Mittel erfolgt stets unter stringenten Voraussetzungen. Die Abfolge ist wie folgt: Die Simmel-Immobiliengruppe sucht anhand festgelegter Kriterien geeignete Einzelhandelsstandorte. Bezüglich Lage, Größe, Parkplatzanzahl, Baurecht, etc. bestehen klar definierte Anforderungen. Sobald diese an einem Standort erfüllt sind, wird eine fundierte Planung erstellt, die unter anderem auch eine Planrentabilitätsrechnung für den potentiellen zukünftigen Markt beinhaltet. Im nächsten Schritt wird ein Standortgutachten durch die Standortexperten der Edeka-Zentrale beauftragt. Sofern das positiv ist, wird der Vorgang der Edeka-Regionalgesellschaft vorgelegt. Diese prüft den Standort ebenfalls. Nur sofern die Edeka bereit ist, mit der Simmel- Immobiliengesellschaft an diesem Standort einen Hauptmietvertrag mit fünfzehnjähriger Laufzeit abzuschließen, wird das Vorhaben realisiert. Die Grundstücksgesellschaften erstellen regelmäßig laufende betriebswirtschaftliche Auswertungen. Diese werden den Gremien des Konzerns jeweils nach dem 20. des Folgemonats zur permanenten Überwachung vorgelegt. Das Risiko des Ausfalls offener Forderungen ist aufgrund der Struktur des Verbundes nicht gegeben. Finanzwirtschaftliche Risiken Dem Unternehmen stehen im Bedarfsfall ausreichende Kontokorrentlinien zur Verfügung. Das im Unternehmensverbund praktizierte tägliche Cash Pooling führt dazu, dass keine Kontokorrentinanspruchnahmen vorkommen. Im Gegenteil verfügt die Unternehmensgruppe über so große Liquiditätsreserven, dass regelmäßig hohe Beträge angelegt werden, die ggfs. eingesetzt werden können. Die Vorfinanzierung der Investitionen in die Markteinrichtungen und der Ankauf der Immobilie Burgstädt wurden jeweils zunächst aus Eigenmitteln des Simmel-Verbundes dargestellt. Der Konzern kann bei Bedarf sehr kurzfristig auf weitere Kontokorrent- und Leasinglinien zurückgreifen. Die Struktur des Mieterportfolios mit 78 % überregionalen Filialunternehmen (wie Edeka, Aldi, Rossmann, etc.) sorgt für sichere, kontinuierliche Mieteinnahmen. Sämtliche Simmel-Märkte sind mit einem Hauptmietvertrag der Edeka ausgestattet. Die Attraktivität unserer Immobilien stellt sicher, dass frei werdende Flächen kurzfristig wieder vermietet werden. Die Immobilientransaktionen sind durch langfristige Bankdarlehen finanziert Die Zinsvereinbarungen betreffen sowohl festverzinsliche als auch variabel verzinsliche Darlehen. Das Risiko sich ändernder Zinssätze begegnet der Konzern durch den Abschluss von Zinsswapgeschäften. Die fälligen Tilgungsleistungen konnte der Konzern jederzeit bedienen. Gesamtrisikolage Unter Zugrundelegung der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft erkennbar. Wachstumschancen Die Philosophie des Unternehmens sich auf zukunftsträchtige Flächen zu konzentrieren, verspricht aufgrund des für diese Flächen zugeschnittenen Konzepts wirtschaftlichen Erfolg. Hinzu kommt, dass das Unternehmen auf die jahrzehntelange Erfahrung und hohe Qualität der EDEKA zurückgreifen kann. Zum einen investieren wir laufend umfänglich in die bestehenden Märkte, um die Kunden noch mehr zu begeistern und weitere Kunden zu gewinnen. Zum anderen entwickeln wir laufend neue Märkte. D. Prognosebericht Die nachfolgend dargelegten, zukunftsbezogenen Erläuterungen basieren auf den heutigen Erwartungen der Gesellschaft. Die Umsätze entwickeln sich in 2023 bis einschließlich November nahezu plangemäß. Die Simmel GmbH & Co. KG und Simmel Bannewitz Betriebs GmbH liegen aktuell 3 bis 4 Prozent unter der sehr offensiven Planung. Die Peter Simmel Handels GmbH liegt leicht über der Planung. Wir gehen daher davon aus, dass wir in 2023 Umsatzerlöse leicht über den auf 12 Monate hochgerechneten Umsatzerlöse des Rumpfgeschäftsjahres 2022 erzielen werden. Der wesentliche Trend des Jahres 2022, dass Kunden bei ihrem Einkauf wieder deutlich mehr auf die Preise achten, setzt sich in 2023 ungebrochen fort. Nach wie vor stark nachgefragt sind die Edeka-Eigenmarken. Das ist durchaus positiv für die Handelspanne. Auf der anderen Seite ist der Aktionsanteil weiterhin sehr hoch und notwendig. Die Kunden betreiben nach wie vor Downgrading und geben im Durchschnitt weniger Geld aus als früher. Der Erlebnisanteil spielt beim Einkauf eine geringere Rolle. Das bedeutet für uns, dass sich die Handelsspanne insgesamt verringern wird. Bedauerlicherweise zeigt sich dieser Trend insbesondere in den Bereichen Fair-Trade und Bio. Hier sind die Kunden sehr zurückhaltend. Es sind keine Zuwächse zu verzeichnen. Wir stellen uns dieser Herausforderung und bleiben bei unserer Strategie, an unseren Fleischtresen nur nachhaltig produziertes Fleisch zu verkaufen. Im Geschäftsjahr 2023 eröffnen wir keine neuen Märkte, sondern konzentrieren uns auf die Bestandsflächen. Der Fokus liegt auf den in 2021 und 2022 hinzugekommenen Märkten am Wiener Platz, in Burgstädt und in Bannewitz. Auf Basis der aktuellen Zahlen sollte es gelingen, entgegen der ursprünglichen Planung in Burgstädt und Bannewitz eine schwarze Null zu schreiben. Die üblichen geplanten Anlaufverluste werden wir in 2023 nur noch am Wiener Platz zu verzeichnen haben. Das heißt, dass im Handelsbereich in 2023 nur ein Markt einen negativen Ergebnisbeitrag abliefern wird. Der Wiener Platz wird sich in 2023 und in 2024 verbessern, aber noch nicht den Zielvorstellungen entsprechen. Positiv anzumerken ist, dass die Auseinandersetzungen mit den Herstellern deutlich abgenommen haben. Das letzte wesentliche Problem der Edeka ist noch die Auseinandersetzung mit dem Mars Konzern. Die Kunden sind inzwischen allerdings bereit, auf Alternativen auszuweichen, so dass diese Problematik nur noch einen geringen Einfluss auf den Umsatz hat. Negativ auf die Ertragsentwicklung wirken sich in 2023 weiterhin die gestiegenen Energiepreise aus. Auch wenn die Entwicklung nicht ganz so negativ ist, wie von uns ursprünglich geplant, werden wir in 2023 erhebliche Mehrkosten haben. Die Perspektive für 2024 sieht wieder deutlich besser aus. Nach aktuellem Stand werden wir auf die Werte von 2022 zurückfallen oder möglicherweise den Strom noch besser einkaufen können. Wir gehen davon aus, dass wir in 2023 trotz der unverhältnismäßig hohen Energiekosten und der weiteren Herausforderungen ein Ergebnis leicht über einem auf 12 Monate hochgerechneten Rumpfgeschäftsjahres 2022 erzielen werden. 2023 stellen wir auch fest, dass es schwieriger wird, qualifizierte Mitarbeiter zu binden bzw. auszubilden. Hierfür ist auch das aktuelle Angebot der Berufsschulen nicht hilfreich. Die drei noch in Sachsen verbliebenen Berufsschulen, die Thekenmitarbeiter ausbilden, sind von uns inzwischen räumlich so weit entfernt, dass diese Ausbildung für uns aus Kostengründen keinen Sinn mehr macht. Unsere Flächenplanung hat sich nicht verändert. Für die Erweiterung des Standortes in Oberlichtenau sind unsere Bauanträge bereits fertig gestellt. Aufgrund von Unklarheiten im Grundbuch können wir hier noch nicht mit dem Bau beginnen. Ähnlich weit voran geschritten sind die Überlegungen für den Umbau/Neubau des Centers in Glauchau. Hier werden wir wahrscheinlich Anfang 2025 mit dem Umbau beginnen. Mitte 2025 werden wir unseren neuen großen Markt im Centrum von Chemnitz eröffnen. Die Bauarbeiten gehen planmäßig voran.
Chemnitz, 14. Dezember 2023 Peter Simmel, Geschäftsführer Komplementär GmbH Andreas Simmel, Geschäftsführer Komplementär GmbH BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss des Rumpfgeschäftsjahres der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SIMMEL HOLDING GmbH & Co. KG, Chemnitz, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 24. Juni 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 22. Dezember 2023 UNIVERSA
Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH
Hübotter, Wirtschaftsprüfer ppa. Anders, Wirtschaftsprüfer |
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