Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 2385
Eingetragen
1.4.1993
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Insbesondere das Einsammeln, Bearbeiten und Verwerten von Altpapier und sonstigen Wertstoffen sowie Dienstleistungen in den Bereichen Containergestellung und Abfallbeseitigung. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claus Michael Haensch
seit 17.7.2002
Geschäftsführer
Prokura
Peter Jürgen Haensch
seit 10.7.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PeBa Holding GmbH
Germany
387500
77.50%
Haensch Beteiligungs GmbH
Germany
112500
22.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rudolf Fritsche GmbH

Forchheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftsmodell

Als geprüfter und zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb garantiert Fritsche Entsorgung in Forchheim und Bamberg das ordnungsgemäße Einsammeln, Befördern, Lagern und Behandeln von "Abfällen" unterschiedlichster Art. Geschultes Personal, moderne Maschinen, geräumige Lagerhallen und eine präzise Logistik inklusive Fuhrpark bilden die Basis unseres Unternehmens. Das Unternehmen wird durch Gesellschafter-Geschäftsführer geführt. Unsere Geschäftsfelder sind die Entsorgung von Wertstoffen bei Gewerbe- und Privatkunden sowie die Weiterverarbeitung und Rückführung in den Rohstoffkreislauf in Ober- und Mittelfranken.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation

Das Herunterfahren verschiedener Wirtschaftsbereiche während der Pandemie führte zu einem Rückgang der Altpapiermengen in der Bundesrepublik, während gleichzeitig die Nachfrage im Verpackungsbereich anstieg. Dies resultierte in einem drastischen Preisanstieg, der bis Mitte 2022 anhielt und die Branche vor nie dagewesene Herausforderungen stellte.

Die Folgen des Ukraine-Konflikts verschärften die Situation zusätzlich: Extrem gestiegene Energiepreise erhöhten die Produktionskosten für energieintensive Papierfabriken, während ein plötzlicher Einbruch der Nachfrage im Verpackungsbereich aufgrund des Konsumentenrückgangs zu existenziellen Bedrohungen für die Industrie führte. Dies zwang Papierfabriken zu Abstellmaßnahmen und Preiskorrekturen.

Das Wirtschaftsjahr 2023 war laut Werner Steingaß, bvse-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachverbandes Papierrecycling, von einer schwachen Konjunktur geprägt, mit einem geschrumpften Bruttoinlandsprodukt und einer hohen Inflationsrate. Dies führte zu niedrigen Mengenentwicklungen und Erträgen im Altpapiersektor. Die Preise blieben historisch gesehen auf mittlerem bis niedrigem Niveau, während die gestiegenen Frachtpreise die Situation weiter verschärften.

Steingaß kritisierte in seiner Eröffnungsrede insbesondere die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland. "Es fehlt der Fokus auf langfristiger Zukunftssicherung und wirtschaftspolitischen Entscheidungen. Investitionsentscheidungen großer Unternehmen tendieren in Folge dazu, Deutschland zu meiden, was langfristige Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird."

Nach den Worten von Steingaß zeigen internationale Trends eine Erholung des US-Papierverpackungssektors, während der Markt in China weiterhin schwach bleibt. Die enge Verbundenheit mit China beeinflusst auch die Märkte in Südostasien und Indien. In Europa gingen die Sammelmengen zurück, während Exporte und Importe schwankten.

Werner Steingaß: "Insgesamt stehen Deutschland und die Welt vor großen Herausforderungen, die von den Unternehmen der Altpapierrecyclingbranche eine sorgfältige und risikoarme Handlungsweise erfordern. Die Politik muss sich auf Frieden und ausreichenden Konsum konzentrieren, um die Branche und die Wirtschaft zu stabilisieren."

Trotz der vorherrschenden Unsicherheiten bestehe jedoch die Hoffnung, so Steingaß abschließend, dass die Altpapierrecyclingbranche ihre Resilienz unter Beweis stellen und sich langfristig erholen wird. Es sei jedoch unerlässlich, dass sowohl die Politik als auch die Industrie gemeinsam Lösungen finden, um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

(Quelle: bvse Pressemitteilungen 16.04.2024, https://bvse.de/altpapier/pressemitteilungen/10693-altpapierrecyclingbranche-durchlebt-turbulente-zeiten-herausforderungen-und-perspektiven.html)

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Geschäftsverlauf

Unser Unternehmen ist durch das Segment regionale Altpapierentsorgung und -recycling geprägt. Die übrigen Entsorgungsgebiete ergeben sich nahezu zwangsläufig, sind aber für das Unternehmen selbst von untergeordneter Bedeutung. Im Geschäftsjahr haben sich insbesondere die allgemein nachlassende Wirtschaft auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. Im Zeitreihenvergleich ergeben sich folgende wesentliche Kennzahlen:

In T€ 2023 2022 2021 2020 2019
Bilanzsumme 7.279 7.017 6.887 4.680 4.749
Eigenkapital 4.933 4.915 4.093 2.620 2.294
Rohertrag 5.685 6.820 7.639 5.666 4.878
EBIT 12 1.147 2.069 443 135
EBITDA (EBIT+AfA) 645 1.664 2.523 831 616
Ergebnis nach Steuern * 58 858 1.515 367 56
Jahresergebnis 19 822 1.474 326 12

* ohne "sonstige Steuern"

Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 5.116 T€ vermindert. Der Rohertrag ist demnach in der Folge um 1.137 T€ von 6.820 T€ auf 5.685 T€ gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2.294 T€ auf 2.407 T€ gestiegen, bedingt durch Erhöhung der Raumkosten (+30 T€), Versicherungskosten (+13 T€), Verwaltungskosten (+19 T€), sonstigen Aufwendungen (+ 2 T€) und Instandhaltung (+79 T€) und die Senkung der KFZ-Kosten (-28 T€) und der Reisekosten (-2 T€). Dagegen haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 8 T€ verringert. Der Jahresüberschuss ist im Ergebnis mit 19 T€ deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr mit 822 T€.

Finanzlage

Die Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt 1.443 T€ wurde aus Eigenmitteln und in Höhe von 783 T€ durch die Aufnahme langfristiger Darlehen finanziert. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen vor allem 3 LKWs und Anhänger, Stapler und Radlader, Presscontainer und Anzahlungen auf eine Photovoltaikanlage. Die liquiden Mittel sind um 788 T€ auf nunmehr 623 T€ gesunken. Die Fremdkapitalquote hat sich auf 32,2% erhöht (Vorjahr: 30,0%).

Die Fähigkeit, zukünftige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, ist nicht gefährdet.

Vermögenslage

Im Wesentlichen bedingt durch die Investitionen des Geschäftsjahres (1.443 T€), der gegenläufigen Abschreibungen (633 T€), Der Minderung der Vorräte (-56) der Erhöhung der Forderungen (+293 T€), der Minderung der liquiden Mittel (-788 T€) und der Erhöhung der aktiven Rechnungsabgrenzung (+6 T€) ist die Bilanzsumme um 262 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von 19 T€, sowie der Erhöhung des Gesamtkapitals leicht auf 67,8% gesunken (Vorjahr: 70,0%). Die Erhöhung des Gesamtkapitals resultiert hier aus der Minderungen der Rückstellungen (- 112 T€) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (- 394 T€), sowie der gegenläufigen Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+ 727 T€) und der sonstigen Verbindlichkeiten (+ 24 T€).

3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Rudolf Fritsche GmbH ist als regionaler Entsorger ein verlässlicher Partner für Kommunen, Industrie und Gewerbe. Die Entsorgung erfolgt nach den aktuellen zertifizierten Grundsätzen für Produktionsunternehmen bzw. Entsorgungsbetrieben. Auf der Absatzseite sind die Qualität der Warenlieferungen hinsichtlich Güte und Zuverlässigkeit auf höchstem Stand. Im regionalen Entsorgungsbereich haben wir, wie auch schon im Vorjahr, die gesetzten Qualitätsanforderungen wieder erfüllt.

4. Gesamtaussage

Die Geschäftsentwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entspricht im Wesentlichen unseren Erwartungen.

C. Prognosebericht und wesentliche Chancen und Risiken

Unser Risikomanagement konzentriert sich auf strategische und operative Themen. Zu den strategischen Themen zählen interne und externe Rahmenbedingungen, künftige Technologien, Finanzierung, Versicherungen. Operativ erfolgt eine ständige Überwachung der Marktveränderungen sowie betriebsinterner Daten. Ziel ist dabei nicht die Risikovermeidung, sondern deren genauere Risikoeinschätzung.

Der Markt birgt dabei sowohl Chancen wie Risiken: Ressourcenknappheit bestimmt grundsätzlich die Preisentwicklung der Sekundärrohstoffe.

Dabei ergeben sich folgende risikorelevante Themen für die künftige Entwicklung:

Fehlende kundenorientierte Platzierung in den Bereichen Handel/Verkauf und Dienstleistung; die Kundenbeziehung stellt den größten Unsicherheitsfaktor dar. Aufgrund unserer Abhängigkeit vom Abnehmer bzw. von der Anfallstelle (Kunde): dies kann nur aufgrund von möglichst genauer Risikoeinschätzung (z.B. Kreditversicherung) und Risikostreuung (breites Kundenspektrum) minimiert werden. Gleichzeitig ist die Standortnähe zu den Rohstoffquellen ein erheblicher Vorteil, um der weiterhin wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Für die Zukunft sehen wir Vorteile darin, dass wir gemäß den Erfordernissen unserer Kunden ausgewählte Sorten beschaffen und handeln können.

Investitions- und Finanzierungsrisiko: da die Rechtsprechung hinsichtlich des Umweltschutzes einem stetigen Wandel wie auch weiteren Verschärfungen aufgrund von EU-Richtlinien unterliegt, können mittelfristige Investitionen nötig sein.

Bei der Risikoeinschätzung müssen die Risiken in den vertrieblichen Bereichen höher eingeschätzt werden, aufgrund der schnellen Marktveränderungen / Konzentrationsprozessen und auch dem wachsenden Margendruck.

Die aktuelle Wirtschaftslage setzt uns auf der Beschaffungsseite allgemeinen Preisverteuerungen v.a. auf dem Energiesektor in den nächsten Jahren auf der Beschaffungsseite aus. Hier gilt es neben Kapazitäts- und Kostenanpassungen auch Liquiditätsreserven für die Anschubfinanzierung bei einem zu erwartenden Nachfrageanstieg bereitzuhalten.

Frage der Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft und der Fortbestand der Dualen Systeme.

Als ungeliebte Branche bei den Feuerversicherungen wird es zunehmend schwieriger und teurer, Versicherer zu finden.

Das erste Quartal 2024 war geprägt von einer gesunkenen Nachfrage und damit fallenden Preisen auf dem Altpapiermarkt. Wir als Entsorger sind daher gefordert, laufend die Preise und Qualitäten bei unseren Anfallstellen und Abnahme-Kunden entsprechend anzupassen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns dennoch für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit - trotz des wirtschaftlich schwierigen Marktumfeldes - nicht erkennbar.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. In unserer Planung gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem durch angepasste Kundenpreise leicht höherem Roherlös, sowie steigenden Kosten und in Folge von einem entsprechend ähnlichen Jahresergebnis aus.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 ein leicht positives Ergebnis, bei einem positiven Cash-Flow.

D. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

E. Sonstiges

Sozialbericht

Wir haben langjährige Mitarbeiter, die durch regelmäßige Schulungen hohe fachliche Kompetenz in Material und Technik aufweisen. Unsere Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle sind sachgerecht an der Branche ausgerichtet.

Umweltschutzbericht

Durch den modernen Maschinenpark erreichen wir hohe Wirkungsgerade bei der Produktion. Damit entlasten wir bei der Beschaffung von Treibstoffen oder Energie den Verbrauch der natürlichen Ressourcen. Unsere Firmengelände entsprechen durch Bodenversiegelung und Überdachung zukunftsweisend dem Stand der Technik.

Das Unternehmen verfügt über die Zertifizierung nach "Entsorgungsfachbetrieb" (EfbV).

Die Photovoltaikanlage im Betrieb Forchheim mit 286 kWp ist zum 01.05.2024 in Betrieb gegangen.

 

Forchheim, den 14. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.825,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.154,00 9.074,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 283.466,00 294.341,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.944.702,00 1.331.583,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 259.291,30 48.551,40
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.400.000,00 1.400.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 133.562,00 159.448,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 336.980,00 366.674,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 743.510,05 608.972,56
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.239.778,33 1.081.295,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 622.579,16 1.410.719,93
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 224.638,10 218.377,01
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 85.500,00 87.500,00
SUMME Aktiva 7.278.985,94 7.016.541,75

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnvortrag 4.659.003,31 3.837.494,27
III. Jahresüberschuss 18.529,39 821.509,04
IV. buchmäßiges Eigenkapital 4.933.178,64 4.914.649,25
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 957.899,00 945.361,00
2. Sonstige Rückstellungen 214.021,00 338.800,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 550.891,14 / Vj: 0,00 726.554,99 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 262.969,11 657.443,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 262.969,11 / Vj: 657.443,08
3. Sonstige Verbindlichkeiten 184.363,20 160.288,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 184.363,20 / Vj: 160.288,42
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.704,60 / Vj: 2.683,05
davon aus Steuern EUR 97.572,72 / Vj: 71.526,46
SUMME Passiva 7.278.985,94 7.016.541,75

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Rohergebnis 5.746.816,94 6.891.708,25
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.060.019,15 -2.266.435,49
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -594.530,53 -632.643,46
davon für Altersversorgung EUR -91.785,09 / Vj: -88.862,26
3. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -633.302,22 -516.429,18
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a. Raumkosten -882.793,94 -852.663,00
b. Versicherungen und Abgaben -416.836,96 -403.838,98
c. KFZ-Kosten -404.102,56 -432.438,85
d. Verwaltungskosten -178.320,13 -158.801,01
e. Werbekosten -20.053,84 -19.966,18
f. Reisekosten -732,99 -2.675,57
g. Vertriebskosten 0,00 -100,72
h. Instandhaltung und Werkzeuge -447.471,67 -368.639,78
i. Sonstige Aufwendungen -56.477,52 -54.412,86
5. Zwischensumme 52.175,43 1.182.663,17
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.430,50 24.161,58
davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 4.928,00 / Vj: 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.703,79 -19.322,39
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -14.408,76 -330.109,19
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR -2.000,00 / Vj: 6.300,00
9. Ergebnis nach Steuern 58.493,38 857.393,17
10. Sonstige Steuern -39.963,99 -35.884,13
11. Jahresüberschuss 18.529,39 821.509,04

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Rudolf Fritsche GmbH, Forchheim ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter der Nummer HRB 2385 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§265 Abs. 1 Satz 2 und 266 ff. HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von € 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gem. § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgabe angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Vorräte sind in Anlehnung an die EUWID-Verkaufspreise abzgl. einer Handelsspanne bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund steuerlicher Sonderabschreibungen und aufgrund von temporären Differenzen handelsrechtlichen Wertansätzen von Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerentlastung nicht abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem Teilwert der Versorgungsverpflichtungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,83% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0% berücksichtigt, die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, lagen zugrunde. Unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten 7 Geschäftsjahren von 1,75% p.a. errechnet sich ein Erfüllungsbetrag von € 963.261,00. Der Differenzbetrag in Höhe von € 5.362,00 zum Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung mit € 957.899,00 unterliegt der Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zu den einzelnen Bilanz- und GuV-Posten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für Tantiemen, Rückstellung für Jahresabschlusserstellung und -prüfung, sowie Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen gem. § 285 Nr. 1 und 2 HGB:

Restlaufzeit
In T€ bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 124 537 65 727 727
(0) (0) (0) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 263 0 0 0 263
(657) (0) (0) (0) (657)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 184 0 0 0 184
(160) (0) (0) (0) (160)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0
(0)
davon aus Steuern 98
(72)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8
(3)

Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB in Höhe von T€ 1.246, die ausschließlich zugunsten verbundener Unternehmen abgegeben wurden. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von der betreffenden voraussichtlich Gesellschaft erfüllt werden, mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Zum 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für folgende Verträge:

Jährliche Verpflichtung
in T€
Mietverträge Immobilien 663
Pachtverträge Immobilien 1
Erbbaurechtsverträge 24
Leasingverträge Fuhrpark 22
Mieten für Betriebs- und Geschäftsausstattung 33

Aus den Mietverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. nahestehenden Personen in Höhe von T€ 652. Daraus ergeben sich über die Gesamtlaufzeit bis teilweise Ende 2026 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.807.

Aus den sonstigen Mietverträgen ergeben sich bis längstens 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.

Aus bestehenden Erbbaurechtsverträgen bestehen bis längstens Januar 2039 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 367.

Aus bestehenden Leasingverträgen bestehen bis längstens Dezember 2026 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 23.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2 enthalten.

Die Steuern vorm Einkommen und vom Ertrag betragen T€ 14.

Aufgrund der Veränderung des Bewertungsunterschieds der Pensionsrückstellung sowie steuerlichen Sonderabschreibungen und Bewertungswahlrechten wurde ein Aufwand aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 2 in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst.

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführer

Herr Peter Haensch, Kaufmann

Herr Michael Haensch, Diplom Chemiker

Bezüge der Geschäftsführung

Zu den Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Nr. 4 HGB in Anspruch genommen.

Belegschaftsstärke

Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 55 Mitarbeiter.

davon Vollzeit: 45

davon Teilzeit: 10

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Forchheim, den 14. Mai 2024

Geschäftsführung

Anlagespiegel

AHK zum 01.01.2023
EUR
Zugänge davon FK-Zinsen 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Umbuchung 2023
EUR
AHK zum 31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.457,00 2.184,02 0,00 0,00 6.641,02
0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.211.262,26 0,00 0,00 0,00 6.211.262,26
0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.445.709,38 69.081,28 1.693.333,45 0,00 1.821.457,21
0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.759.873,56 1.160.959,92 130.257,02 0,00 8.790.576,46
0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anzahlungen im Bau 48.551,40 210.739,90 0,00 0,00 259.291,30
0,00
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.400.000,00 0,00 0,00 0,00 1.400.000,00
0,00
18.869.853,60 1.442.965,12 1.823.590,47 0,00 18.489.228,25
0,00
AfA zum 01.01.2023
EUR
AfA lfd. davon auf Zugänge 2023
EUR
AfA Abgänge 2023
EUR
AfA kum. auf Umbuchungen 2023
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abschreibung kumuliert
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.452,00 364,02 0,00 0,00 0,00 4.816,02
364,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.202.188,26 5.920,00 0,00 0,00 0,00 6.208.108,26
0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.151.368,38 79.955,28 1.693.332,45 0,00 0,00 1.537.991,21
9.613,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.428.290,56 547.062,92 129.479,02 0,00 0,00 6.845.874,46
131.874,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anzahlungen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
15.786.299,20 633.302,22 1.822.811,47 0,00 0,00 14.596.789,95
141.852,22
Buchwert zum 31.12.2023
EUR
Buchwert zum 31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.825,00 5,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.154,00 9.074,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 283.466,00 294.341,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.944.702,00 1.331.583,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anzahlungen im Bau 259.291,30 48.551,40
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 1.400.000,00 1.400.000,00
3.892.438,30 3.083.554,40

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 14. Mai 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rudolf Fritsche GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rudolf Fritsche GmbH, Forchheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rudolf Fritsche GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, bei Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, bei Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. Mai 2024

Appel Spies Vogt Züll
Nürnberger Treuhand Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rechtsanwalt

M. Sc. Christian Spies, Wirtschaftsprüfer

M. Sc. Stefan Vogt, Wirtschaftsprüfer

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