Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 25599
Vorher
Resin Express GmbH
Eingetragen
30.6.2006
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Handel mit Kunststoffen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roel Hermans
seit 24.9.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Gerd Scherrer
seit 30.6.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KORYFES S.A.
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KORYFES S.A.
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RESINEX GERMANY GmbH

Zwingenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RESINEX GERMANY GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RESINEX GERMANY GmbH, Zwingenberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RESINEX GERMANY GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu. den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 16. September 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hellmich, Wirtschaftsprüfer

Sommer, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 735.977,00 768.140,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.209,50 203.174,50
911.186,50 971.315,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.057.301,83 11.440.415,19
2. sonstige Vermögensgegenstände 318.265,04 40.174,36
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.211,69 6.850,88
9.382.778,56 11.487.440,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.704,60 953,58
10.322.669,66 12.459.709,01

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 85.235,36 85.235,36
III. Bilanzgewinn 1.441.545,59 2.359.758,56
1.626.780,95 2.544.993,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 972.508,68
2. sonstige Rückstellungen 365.820,89 381.787,77
365.820,89 1.354.296,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 161.775,07 168.498,50
2. sonstige Verbindlichkeiten 8.168.292,75 8.391.920,14
- davon aus Steuern: EUR 639.469,86 (i.Vj. EUR 924.940,51)
8.330.067,82 8.560.418,64
10.322.669,66 12.459.709,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 203.254.967,16 258.801.469,77
2. sonstige betriebliche Erträge 259.128,20 204.926,54
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -194.031.765,85 -247.317.916,91
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.263.393,10 -4.862.825,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -938.285,21 -882.561,47
--davon für Altersversorgung EUR 58.573,14 (i. Vj.: EUR 57.463,14)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -97.541,81 -136.778,72
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.710.270,78 -1.537.736,10
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 550.824,28 269.755,00
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 549.136,91 (i. Vj.: EUR 268.627,68)--
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -989,88
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -584.956,46 -2.220.856,31
10. Ergebnis nach Steuern 1.438.706,43 2.316.486,07
11. sonstige Steuern -6.919,40 -5.960,40
12. Jahresüberschuss 1.431.787,03 2.310.525,67
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.359.758,56 2.099.232,89
14. Gewinnausschüttung 2.350.000,00 2.050.000,00
15. Bilanzgewinn 1.441.545,59 2.359.758,56

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist bei dem Amtsgericht Darmstadt unter HR B 25599 eingetragen.

Die RESINEX GERMANY GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den Vorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss ist unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und der einschlägigen Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert, vermindert um angemessene planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode bezogen auf die jeweiligen Anlagegruppen berechnet werden. Gebäude einschließlich Außenanlagen werden zwischen 9 und 33 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung der anderen Wirtschaftsgüter erfolgt zwischen drei und 13 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einen Zugangswert bis EUR 800 (netto) werden im Jahr der Anschaffung komplett abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag vorausbezahlte Aufwendungen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Hierbei wurde der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

C. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 9.057.301,83 (Vj .: EUR 11.437.320,44) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 1.504.060,83 (Vj .: EUR 1.195.855,85) und aus dem Verrechnungsverkehr in Höhe von EUR 7.553.241,00 (Vj .: EUR 10.241.464,59). In den aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierenden Forderungen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von EUR 1.278.981,40 (Vj .: EUR 1.195.855,85) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt EUR 318.265,04 (Vj .: EUR 41.014,36) haben in Höhe von EUR 186,00 (Vj .: EUR 186,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 100.000,00 ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Personalkosten, Archivierungskosten, ausstehende Rechnungen und Jahresabschlusskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 161.775,07 (Vj.: EUR 168.498,50) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierenden Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 35.836,00 (Vj.: EUR 2.254,75) enthalten.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.168.292,75 (Vj .: EUR 8.391.920,14) entfallen auf Steuern EUR 639.469,86 (Vj .: EUR 924.940,51) und EUR 7.448.471,00 (Vj .: EUR 7.448.471,00) auf Zinsen aus Umsatzsteuerveranlagungen für Vorjahre. Die Zinsverbindlichkeit resultiert aus einer Ende 2017 angeordneten Umsatzsteuersonderprüfung, im Rahmen derer die Finanzverwaltung die Vorsteuerabzugsberechtigung der Gesellschaft im Zusammenhang mit Warenlieferungen der luxemburgischen Koryfes S.A. (vormals RAVAGO Distribution S.A.) untersucht hat. Der in diesem Zusammenhang berücksichtigte Vorsteuerabzug war zu korrigieren. Dies betrifft die Veranlagungszeiträume 2011 bis 2017. Da die resultierenden Umsatzsteuer- Nachzahlungen im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Finanzamt beglichen und der RESINEX GERMANY GmbH von der Koryfes S.A. erstattet wurden, ist lediglich die Zinsbelastung für die Jahre 2011 bis 2017 in Höhe von EUR 7.448.471,00 (Vj .: EUR 7.448.471,00) auf den Bilanzstichtag bilanziell erfasst worden.

Mit Bescheiden vom 7. Dezember 2022 wurde die Zinsverbindlichkeit durch das Finanzamt unter Berücksichtigung des zwischenzeitlich ergangenen Verfassungsgerichtsbeschlusses betreffend die Rechtmäßigkeit des Zinssatzes nach § 238 AO in Höhe von insgesamt EUR 6.522.661,00 festgesetzt.

Der am 4. Oktober 2018 gestellte Antrag auf Erlass der Zinsverbindlichkeit aus Billigkeitsgründen wurde durch das Finanzamt mit Bescheid vom 10. Februar 2023 abgelehnt; der gegen die Ablehnung gerichtete Einspruch wurde mit Einspruchsentscheidung vom 9. August 2023 als unbegründet zurückgewiesen. Die Klage vom 18. September 2023 gegen die Zinsfestsetzung sowie gegen die Ablehnung des Billigkeitserlasses der Zinsverbindlichkeit ist beim Hessischen Finanzgericht unter dem Az. 6 K 1002/23 anhängig. Der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung der Zinsbescheide wurde mit Beschluss des Hessischen Finanzgerichts vom 5. Februar 2024 abgelehnt.

Die Zinsverbindlichkeit wurde in der festgesetzten Höhe von insgesamt EUR 6.552.661,00 im Februar 2024 an das Finanzamt gezahlt und die verbleibende Verbindlichkeit in Höhe von EUR 925.810,00 erfolgswirksam aufgelöst.

Zum Bilanzstichtag waren keine Verbindlichkeiten besichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Es ergeben sich Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 584.956,46 (Vj.: EUR 2.220.856,31).

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Herr Cornelis Philibertus Maria Vissers, Ingenieur, EC Bavel/Niederlande (abberufen am 19. April 2023)

Herr Guiseppe Alessio Patane (Geschäftsführer seit 19.04.2023)

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Die Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten betreffen eine Gesamtgrundschuld, die die Gesellschaft zusammen mit zwei weiteren verbundenen Unternehmen in Deutschland wie im Vorjahr in Höhe von insgesamt EUR 8.500.000,00 zu Gunsten der KBC Bank NV in Brüssel/Belgien bestellt hat.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der verbundenen Unternehmen als gering ein.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus sonstigen Miet- und Wartungsverträgen in Höhe von insgesamt EUR 12.758,58 bei einer Laufzeit zwischen zwei und 48 Monaten. Aus den bestehenden Leasingverträgen für 36 Fahrzeuge mit Laufzeiten von bis zu 36 Monaten resultieren monatliche Mieten in Höhe von EUR 23.532,26 (netto), die bezogen auf die Leasingdauer EUR 509.303,03 betragen.

Konzernzugehörigkeit nach § 285 Nr. 14/14a HGB

Alleinige Gesellschafterin ist die Koryfes S.A ., Luxembourg. Der Jahresabschluss der RESINEX GERMANY GmbH wird in den Konzernabschluss der Koryfes S.A ., mit Sitz in 76-78 Rue de Merl, L-2146 Luxembourg einbezogen, welcher an dieser Adresse erhältlich ist.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023 betrug 72 (Vj.: 67).

Die Mitarbeiter können wir folgt nach § 285 Nr. 7 HGB in folgende Gruppen aufgeteilt werden:

40 weibliche Mitarbeiter

32 männliche Mitarbeiter

Von den 72 Angestellten sind 6 (Vj.: 6) Angestellte in leitender Position.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt EUR 17.120,00.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Sicherstellung der laufenden Liquidität hat die RESINEX GERMANY GmbH, Zwingenberg, mit dem Factoring Service Center NV, Arendonk/Belgien, einen Factoringvertrag abgeschlossen. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 besteht noch eine Forderung gegen das Factoringunternehmen in Höhe von EUR 7.553.241,00 (Vj.: EUR 10.241.464,59).

Das Factoring führt zu einem vorgezogenen Liquiditätszufluss. Bei einer Beendigung des Vertrages würde sich kurzfristig ein erhöhter Finanzbedarf ergeben.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.431.787,03 auszuschütten.

 

Zwingenberg, 16. September 2024

RESINEX GERMANY GmbH

Guiseppe Alessio Patane, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.464.450,02 2.883,32 706,70 1.450,00 1.468.076,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 774.423,36 35.123,99 344.422,06 -1.450,00 463.675,29
Summe 2.238.873,38 38.007,31 345.128,76 0,00 1.931.751,93
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 696.309,52 36.302,32 706,20 194,00 732.099,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 571.248,86 61.239,49 343.828,56 -194,00 288.465,79
Summe 1.267.558,38 97.541,81 344.534,76 0,00 1.020.565,43
Buchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 735.977,00 768.140,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.209,50 203.174,50
Summe 911.186,50 971.315,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemein

Die RESINEX GERMANY GmbH, Zwingenberg (im Folgenden: RESINEX) gehört dem Konzernverbund der RAVAGO S.A., Luxemburg an und arbeitet auf Basis eines Low Risk Distribution Agreement mit der Koryfes S.A., Luxemburg, zusammen.

Koryfes S.A. übernimmt bestimmte Kernfunktionen und Risiken für RESINEX. Diese Kernfunktionen beinhalten den zentralen Einkauf, die Lagerhaltung und den Transport, sowie die Übernahme des Debitorenausfallrisikos. RESINEX unterhält eine Vertriebsorganisation für den Verkauf von Thermoplasten und Elastomeren und erhält dafür von der Koryfes S.A. eine Operating Margin, die die Kosten von RESINEX abdeckt sowie eine feste Gewinnmarge beinhaltet. Der Konzern lässt durch regelmäßige Verrechnungspreisstudien die Fremdüblichkeit dieser Gewinnmarge prüfen und passt diese gegebenenfalls auch an.

RESINEX ist Distributionspartner für Produzenten von Technischen Kunststoffen und Massenkunststoffen sowie Elastomeren. Darüber hinaus wird ein Programm von Compounds und Masterbatchen aus den konzerneigenen Produktionsstätten der RAVAGO Gruppe vertrieben.

Das Vertriebsgebiet der Gesellschaft ist die Bundesrepublik Deutschland, es werden aber auch Auslandskommissionen erwirtschaftet. In diesen Fällen ist die RESINEX in fremden Namen und für fremde Rechnung aktiv.

II. Marktverhältnisse

Basierend auf den Daten des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (im Folgenden: GKV) nimmt die deutsche kunststoffverarbeitende Industrie mit einem Umsatz von 72,5 Mrd. EUR (2022: 78,9 Mrd. Euro) im Jahr 2023 international einen wesentlichen Platz ein. Das entspricht einer Reduzierung von 6 % gegenüber 2022. Dabei war der Exportanteil mit - 0,3 % noch stabil, aber der Umsatzverlust im Inland war mit - 9,4 % deutlich stärker. Als vorwiegend mittelständisch strukturierte, diversifizierte Branche mit 319.264 Beschäftigten (- 2,2% zum VJ) reduzierte sich die Anzahl der Betriebe unwesentlich um 0,05 % auf 2.997 Betriebe.

Einhergehend mit der Volumenreduzierung ging auch die Menge der verarbeiteten Kunststoffe von 13,9 Mio. Tonnen auf 12,7 Mio. Tonnen im Jahr 2023 zurück. Dies ist eine Reduzierung von - 8,6 %. Nach Anwendungsbereichen ergeben sich: Verpackungen - 9,52 % 2022 zu 2023 (4,2 zu 3,8 Mio. Tonnen), Bau -7,8 % (5,1 zu 4,7 Mio. Tonnen), Technische Teile +/- 0,0 % (2,9 Mio. Tonnen), Konsumprodukte - 7,1 % (1,4 zu 1,3 Mio. Tonnen). 1

III. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 verringerten sich entsprechend der Prognose des Vorjahres deutlich von 258,8 Mio. EUR um 55,5 Mio. EUR auf 203,3 Mio. EUR. In Anbetracht einer insgesamten Volumenreduzierung der kunststoffverarbeitenden Industrie in Höhe von - 8,6 % ist der Volumenverlust der RESINEX in Höhe von - 1,1 % noch gut. Die Hauptursache für den starken Rückgang der Umsatzerlöse im Jahr 2023 liegt aber in einem deutlich reduzierten durchschnittlichen Kunststoffrohstoffpreis, da die eingeschränkten Verfügbarkeiten des Jahres 2022 ausblieben und ausreichend Material zur Verfügung stand.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 72 Mitarbeiter beschäftigt (Vj.: 67). Der Personalaufwand 2023 betrug 6,2 Mio. EUR und lag damit um 0,5 Mio. EUR über dem Vorjahr.

Der Materialaufwand belief sich auf 194,0 Mio. EUR, während der Wert im Vorjahr 247,3 Mio. EUR betrug.

Auf Grund von Verträgen mit verbundenen Unternehmen wurden, wie in den Vorjahren auch, Aufwendungen an diese weiterberechnet. Der Wert dieser Weiterberechnungen liegt mit 7,11 Mio. EUR um 5,1 % niedriger als im Jahr 2022. (7,49 Mio. EUR).

1 https://www.gkv.de/de/statistik/

Gewinn vor Steuern

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die RESINEX einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR). Das Vorjahresergebnis ist allerdings nicht vergleichbar, da die Anpassung der Operating Margin für Vorjahre durch die Betriebsprüfung den Wert stark erhöhte. Das deutlich geringere Umsatzvolumen ist daneben aber wesentlich für den Rückgang des Gewinns verantwortlich.

Finanzergebnis

Das Zinsergebnis von 0,6 Mio. EUR liegt über dem Vorjahr (0,3 Mio. EUR).

Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss von RESINEX fiel entsprechend der Prognose des Vorjahres in 2023 um 0,9 Mio. EUR niedriger im Vergleich zum Vorjahr aus. Ausgehend von 2,3 Mio. EUR im Jahr 2022 wurde 2023 ein Jahresüberschuss von 1,4 Mio. EUR erzielt. Basis dafür ist die Reduzierung der Operating Margin und ein wesentlich niedriger Jahresumsatz.

IV. Vermögens - und Finanzlage

Die Bilanzsumme reduzierte sich von 12,5 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR. Die Reduzierung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen verursacht durch den Abbau der Forderungen (- 2,4 Mio. EUR). Auf der Passivseite ist dies durch den Rückgang des Bilanzgewinns (- 0,9 Mio. EUR), eine Verringerung der Steuerrückstellungen (- 1,0 Mio. EUR), sowie die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten (- 0,2 Mio. EUR) verursacht.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme verringerte sich und beträgt zum 31. Dezember 2023 15,76 % (Vj. 20,43 %).

RESINEX ist Teil eines Cash Pooling Systems der Ravago Gruppe. Die RESINEX generiert als Vertriebsgesellschaft und aufgrund ihrer Einbindung im Ravago-Konzern hauptsächlich operativen Cash-Flow.

Die Liquidität war während des abgelaufenen Geschäftsjahres jederzeit gewährleistet.

V. Chancen und Risiken

Das Jahr 2023 war geprägt von der weiteren Erholung der Wirtschaft von den Korrekturen und Verwerfungen durch die Covid-Krise, dem Ukraine-Russland-Konflikts und dessen Folgen sowie der Einschränkungen innerhalb der globalen Wirtschaft. Hierzu gehörten lange Lieferzeiten, hohe Rohmaterial- und Energiekosten, eine hohe Inflation und grundsätzliche Unsicherheiten, ebenso in der Kunststoffindustrie. Zudem weiterhin Probleme innerhalb der Logistikketten und deren Sensibilität, wie die Angriffe der Huthi-Rebellen zeigen. Dies führte zu deutlich längeren Lieferzeiten und stark erhöhten Transportkosten. Europa wird weiter abhängiger von Kunststoff-Importen und industriellen Lösungen aus der Kreislaufwirtschaft.

Die in den Vorjahren zunehmende Besorgnis und Anstrengungen vieler Menschen und der Industrie über die nachhaltige Gestaltung von Kunststoffkreisläufen und der Verwertung von Kunststoffabfällen aus Kunststoffverpackungen waren auch 2023 ein wichtiges Thema. Zudem werden per Ende 2024 verbindliche Vorgaben aus der EU-PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulations) definiert sein.

Diese Vorgaben werden in den nächsten Jahren unmittelbaren Einfluss auf den Verbrauch von Kunststoffen in Verpackungsanwendungen, die Produktgestaltung und den Einsatz von recycelten Produkten haben.

Wir sehen hier aber keine unmittelbare Gefahr für unser Geschäft, da die gesamte Industrie sich im Wandel befindet und entsprechend auf Maßnahmen mit eigenen Zielen und Produkten reagiert.

Durch diese Debatte über Kunststoffe, Ressourcenschutz, "Circular Economy" und erwartete Recycling-Quoten-Vorgaben, ist die Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten und biobasierenden Produkten deutlich gestiegen. Um mittel- und langfristig wettbewerbsfähig sein zu können, ist eine nachhaltige Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen notwendig. Hier können wir als RESINEX auf die großen Recyclingkapazitäten unserer Gruppe zurückgreifen sowie auf neue Produkte unserer Vertriebspartner.

RESINEX verfügt weiterhin über ein sehr breites Produktportfolio von Thermoplasten und Elastomeren. Hierbei umfassen die thermoplastischen Rohstoffe den gesamten Bereich der Standard-, Technischen und Hochleistungskunststoffe. Auf dieser Grundlage und durch den Einsatz der genannten Werkstoffe über alle Branchen und Verarbeitungsverfahren hinweg, sieht sich RESINEX am Markt gut aufgestellt. Die Gesellschaft ist bestrebt, kontinuierlich neue Märkte, wie nachhaltige Lösungen, geschlossene Kreisläufe und Elektromobilität, sowie sichere Roh- und Wertschöpfungsketten zu erschließen. Dafür bietet RESINEX einen Service mit ihrem Produktportfolio und einen technischen Service. Unser Produktportfolio wurde 2023 weiter ergänzt und sieht auch für die Zukunft neue Lieferanten und Produkte vor. Wir sehen aber weiterhin Tendenzen zu Konsolidierungen auf der Produzentenseite. Diese bieten Chancen und Risiken für RESINEX, abhängig davon, wie RESINEX und seine Lieferanten die richtigen Trends identifizieren und begleiten.

Durch die Aufnahme weiterer Lieferantenpartner in ein bestehendes umfangreiches Portfolio sowie die weitere Optimierung der Vertriebsbelegschaft, plant die Gesellschaft moderate Steigerungen für die Zukunft. Dabei liegt der Fokus auf Anwendungsmärkten, die Wert auf z.B. Nachhaltigkeit und CO 2 Einsparungen legen. Für diese Anwendungen bestehen auch im Hochlohnland Deutschland langfristig positive Aussichten.

Die Einbindung in ein europäisches gruppeninternes Warenwirtschaftssystem sowie weitere immer umfangreichere Software- und Analysemöglichkeiten sollen ein zielorientiertes Controlling mit einem zeitnahen Abgleich der Planungs- und Steuerungsprozesse erlauben. Veränderungen sollen damit früh erkannt und bewertet werden.

Seit Ende 2021 verfügt RESINEX über ein umfangreiches ePortal mit vielen Service- Funktionen. Hierdurch stellen wir sicher, dass auftrags- und produktbezogene Information 24/7 zur Verfügung stehen.

Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft besteht als LRD (Low Risk Distributor) mangels Lagerbestände kein wirtschaftliches Risiko in Bezug auf die Werthaltigkeit. Dazu kommt noch ein Factoring Agreement mit dem gruppeneigenen Factoring Service Center NV, was das Risiko des Zahlungsausfalls ausschließt. Die Finanzierung, und die Kosten dafür, stellen trotz steigender Zinsen ebenfalls kein unternehmerisches Risiko für uns dar. Sie werden von der Muttergesellschaft getragen und geleitet. Ein Margenverfall und/oder Rückgang der Verkaufsmengen stellt das wesentliche unternehmerische Risiko dar. Über EDV gestützte Management Informationssysteme soll sichergestellt werden, dass die Gesellschaft jederzeit über detailgenaue Steuerungsinformationen verfügt.

VI. Ausblick

Der Trend zu z.B. eMobility und Circular Economy in Verbindung mit einigen neuen, noch zu implementierenden Richtlinien in Bezug auf die nachhaltige Nutzung von Kunststoffen, wie z.B. die PPWR, sowie Klima-Ziele, wird sich weiter verstetigen. Hier ist die gesamte Wertschöpfungskette vom Hersteller bis OEM (Original Equipment Manufacturer) aktiv, mit entsprechenden Auswirkungen auf Märkte, Produkte und Industrien.

Eine weitere bedeutende Industrie mit Einsatz von meist technischen Kunststoffen, die Automobilindustrie, durchlebt ebenso einen Wandel in Bezug auf die Umstellung zur eMobility und deren Folgen. So werden bestimmte Bauteilgruppen komplett wegfallen, andere neu hinzukommen. Insgesamt rechnet man mit einer geringeren Komplexität dieser neuen Fahrzeuggruppen. Zudem sind neue Anwendungen entstanden wie z.B. die Ladeinfrastruktur. Jedoch bleibt abzuwarten, wie sich dies in naher Zukunft auf welche Polymere auswirken wird. Auch hier sind wir durch eine starke Position in dieser Branche ein Partner, der mit seinen Lieferanten die neuesten Produkte für neue Anwendungen anbieten kann.

Es gab und gibt weitere Einschränkungen des globalen Handels und Veränderungen der Rahmenbedingungen, die eine komplexere Beurteilung der aktuellen Lage und Einschätzung der zukünftige Geschäftserwartungen bedingen.

Hierzu gehören allgemeinwirtschaftliche wie z.B.

Wandel in der Chemischen Industrie durch Kostendruck und Entscheidungen zu Neuinvestitionen.

Die Zinswende und Auswirkungen auf die Liquidität und Investitionsneigung.

Die Stabilisierung der Inflations- und Preis-/Kostenrisiken.

Der Ukraine-Russland-Konflikt und weitere globale Auswirkungen.

Politische Stabilität und Rivalitäten mit Auswirkungen auf die internationalen Handelsbeziehungen.

Rohstoff- und Produktverfügbarkeiten, wie z.B. seltene Erden, Microchips, Logistikketten, neue Kapazitäten.

Sowie mit konkreten Auswirkungen (positiv und negativ) auf den Einsatz und Verfügbarkeit von Kunststoffen:

Übergang von der linearen auf die zirkuläre Industrie

Veränderungen in den Materialflüssen durch den Einsatz von mehr Rezyklaten

Nachhaltigkeitsziele von u.a. der EU, der Regierung und Unternehmen

neue rechtliche Vorgaben und Einsatzmöglichkeiten

Werksschließungen und Verlagerungen bei Kunden und/oder Lieferanten.

2024 stellt sich aktuell als ebenfalls wieder volatiles Geschäftsjahr dar, mit sich konsolidierenden Preisen und Materialverfügbarkeiten. Unser Ziel für 2024 ist es, das Mengenbudget von 2023 moderat zu steigern, allerdings bei ggf. reduzierten Margen aufgrund der wieder besseren Verfügbarkeit der Materialien.

Unter den gegebenen Umständen ist dies ein herausforderndes Ziel und die Prognose ist mit Unsicherheiten behaftet. Durch die erkennbaren Preiskorrekturen im ersten Halbjahr erwarten wir für 2024 leicht geringere Umsatzerlöse. Nach einer schwachen Entwicklung des BIP im Jahr 2023 wird für 2024 eine langsame Erholung der Deutschen Wirtschaft erwartet. Zudem scheint auch der Ausblick der Chemischen Industrie wieder leicht positiver, so dass wir von einer weiteren Erholung der Nachfrage mit geringer Dynamik für 2024 ausgehen.

Aufgrund des Low Risk Distribution Agreements mit der Koryfes S.A. mit einer nach unten angepassten Operating Margin erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen entsprechend deutlichen Rückgang unseres Ergebnisses vor Steuern.

Grundsätzlich lassen jedoch nach wie vor die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Kunststoffen und ihr Entwicklungspotenzial eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft über den Abschlussstichtag hinaus erwarten.

 

Zwingenberg, 16. September 2024

RESINEX GERMANY GmbH

Guiseppe Alessio Patane, Geschäftsführer

PROTOKOLL

der Gesellschafterversammlung vom

der Resinex Germany GmbH, Zwingenberg

Unter Verzicht auf die Einhaltung von Frist- und Formvorschriften haben wir am heutigen Tage folgende Beschlüsse gefasst:

1.

Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH in Mannheim geprüfte Jahresabschluss, mit einem Bilanzgewinn von EUR 1.441.545,59 zum 31. Dezember 2023, wird festgestellt.

2.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

3.

Am 04.Dezember 2024 wird eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1.400.000 vorgenommen. Der Restgewinn in Höhe von EUR 41.545,59 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

4.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, Mannheim, wurde zum Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2024 gewählt.

 

Zwingenberg, den 25 November 2024

Koryfes SA

Jean-François Detaille, Director

Greet Van Camfort

Proxyholder for Camille De Bruyn

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