Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Maximilian Deharde seit 26.10.2023 | Geschäftsführer |
Manuel Schnepp seit 28.9.2022 | Prokura |
Simon Gierlings seit 24.2.2022 | Prokura |
Christof Hubert Reiners seit 24.2.2022 | Prokura |
Michaela Ravnak-Bürschgens seit 24.2.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sera GmbHHeinsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtI. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Sera GmbH vertreibt innovative und hochwertige Produkte für Aquarium, Terrarium und Gartenteich. Die Produktion von Futter-, Heil- und Pflegemitteln sowie die Beschaffung weiterer Bedarfsartikel erfolgt durch die Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. Kommanditgesellschaft. Der weltweite Vertrieb dieser Produkte erfolgt über die Sera GmbH und ihre Tochtergesellschaften. Hierbei werden die Märkte sowohl per Direktvertrieb an den Einzelhandel als auch in Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern (Distributoren und Großhändler) bearbeitet. Die Sera GmbH ist eine 100 % Tochter der Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. Kommanditgesellschaft. 2. Forschung und Entwicklung Die Sera GmbH unterhält keine eigene Forschung, alle Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten innerhalb der Gruppe werden durch die Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. Kommanditgesellschaft erbracht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Sera Gruppe gehört mit ihren Tochtergesellschaften weltweit zu den führenden Marktteilnehmern in den Bereichen Aquaristik und Terraristik. Das laufende Geschäftsjahr war geprägt durch den von Russland durchgeführten Angriffskrieg gegen die Ukraine, der weitreichende Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen der Sera Gruppe hatte. Infolge dieser Rahmenbedingung sahen wir uns mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Darunter steigende Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik, ein Rückgang der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen sowie die Unsicherheit über die langfristigen Auswirkungen des Konflikts auf das Kaufverhalten. Wie der Industrieverband Heimtierbedarf e.V. in seinem Jahresbericht 2022 veröffentlicht, blieb zwar die Anzahl der Aquarien innerhalb eines Jahres allein in Deutschland bei 2,3 Mio. Aquarien, 1,4 Mio. Gartenteiche und 1,3 Mio. Terrarien konstant, erste Indikatoren weisen aber bereits auf einen Rückgang hin. 2. Geschäftsverlauf Auf Grund des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen ist einer der umsatzstärksten Märkte Europas komplett weggebrochen. In Folge des seit Jahren schwierigen Marktumfelds, unter anderem hervorgerufen durch die stark gestiegene Inflation im Euro-Raum war das abgelaufene Geschäftsjahr für die Sera GmbH sehr herausfordernd. Um für die Zukunft gut gewappnet zu sein, wurden alle Prozesse kritisch hinterfragt. In diesem Zusammenhang wurden in den Bereichen Vertrieb, Logistik und Produktion Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Die Logistikstandorte in Tschechien und Italien und der Produktionsstandort in China wurden geschlossen. Diese Ländermärkte werden nun ausschließlich vom Firmensitz Heinsberg aus beliefert und stärken somit den Standort hier in Deutschland nachhaltig. Wie in den Vorjahren wurde auch im laufenden Geschäftsjahr ein Schwerpunkt auf Kompetenz- und Produktschulungen gelegt. Hierzu, und in Abgrenzung zu anderen Marktteilnehmern, unterhält Sera das hauseigene VDA/DGHT Sachkundezentrum (Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) e.V. und Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) e.V.). Hier werden mit großem Erfolg Sachkundeschulungen wie auch Vertiefungsschulungen zu bestimmten Fachthemen der Aquaristik durchgeführt. Diese Schulungen werden seit einigen Jahren durch Fach-Seminare für Tierärzte ergänzt. Nachdem sera zur Interzoo 2022 die eLearning-Plattform "sera Academy" als Prototyp vorgestellt hatte, erlebte diese unmittelbar nach dem Start eine so starke Akzeptanz, dass sie durch das Fachmagazin PET zum Produkt des Jahres 2022/20223 gekürt wurde. Beeindruckend ist der Sieg nicht wegen der Höhe des Stimmanteils von 47 Prozent, sondern vor allem deshalb, weil sich unter den abstimmenden Unternehmen, unabhängige Zoofachgeschäfte und Aquarienspezialisten ebenso wie Bau- und Gartenmärkte sowie Zoofachhandelsketten befanden. Um das Kursangebot weiter auszubauen, laufen die Vorbereitungen das Seminarangebot um die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch zu erweitern. Ein weiterer Schwerpunkt ist der geplante Komplettrelaunch der Marke "sera", der auf der nächsten Interzoo 2024 vorgestellt wird. Der Fokus liegt auf eine bessere Sichtbarkeit am Regal und selbsterklärende, moderne Verpackungslösungen, die es dem Verbraucher ermöglicht sich am Regal bestmöglich zurechtzufinden, um somit schnell und unkompliziert das passende Produkt zu finden. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Geschäftsjahr 2022/2023 a) Ertragslage Rohergebnis Im Berichtszeitraum konnte ein Rohergebnis in Höhe von 8.943 TEUR erzielt werden. Hauptursache für das veränderte Rohergebnis sind die im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Umsatzerlöse in Höhe von 3.257 TEUR. Dies entspricht einem relativen Rückgang von 12,08 %. Der Materialaufwand ist um 2.168 TEUR zurückgegangen und konnte den Rückgang der Umsatzerlöse nur teilweise kompensieren. Betriebliche Aufwendungen Die Personalkosten sind im Periodenvergleich um 15,42 % gestiegen. Entgegen der rückläufigen Umsätze sind die Frachtkosten aufgrund der gestiegenen Energiekosten und den knapp bemessenen Transportkapazitäten leicht gestiegen. Wie in der Vergangenheit, sind auch im Berichtszeitraum keine wesentlichen Forderungsausfälle bei nicht konzernangehörigen Kunden zu verzeichnen. Finanzergebnis Im Berichtszeitraum wurde ein negatives Finanzergebnis in Höhe von 4 TEUR erzielt und weicht damit signifikant vom Vorjahr ab. Das positive Vorjahresfinanzergebnis in Höhe von 735 TEUR lag im Wesentlichen an den nicht regelmäßigen Ausschüttungen von Tochtergesellschaften. Jahresergebnis Das Ergebnis vor Steuern liegt mit einem Wert von -1.995 TEUR im Verhältnis zum Umsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau. b) Finanzlage Zur Deckung des Finanzbedarfs verfügt die Sera GmbH über eine Kreditlinie in Höhe von 500 TEUR. Der kurzfristige Finanzbedarf kann somit durch die zur Verfügung stehenden Rahmenkreditlinien gedeckt werden. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Das Forderungsmanagement konzentriert sich darauf Forderungen ebenfalls im Rahmen der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Sera GmbH war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres 2022/23 zahlungsfähig. Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch vorausschauendes Liquiditätsmanagement kontinuierlich überwacht und abgesichert. Dieses Liquiditätsmanagement dient zur Sicherstellung der Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft. Hierzu werden in der Liquiditätsplanung alle Zahlungsströme erfasst. c) Vermögenslage
Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2022/2023 sorgte für den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 1.087 TEUR. Trotz des negativen Eigenkapitals und somit der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Zur Abwendung der insolvenzrechtlichen Folgen der bilanziellen Überschuldung haben Gläubiger für Forderungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro einen Rangrücktritt erklärt. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Unternehmenssteuerung basiert im Wesentlichen auf klassischen Controlling Instrumenten. Dies umfasst produktbezogene wie auch kunden- und vertriebswegbezogene Umsatzanalysen, ein umfassendes monatliches Berichtswesen sowie eine zeitnahe Liquiditätsanalyse und -Steuerung. Zur Steuerung nutzt die Gesellschaft als finanzielle Leistungsindikatoren den Umsatz sowie das EBIT. Der Umsatz belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 23.708 TEUR und das EBIT auf -1.999 TEUR. III. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Gesellschaft operiert in der Heimtierbranche. Die Branche ist weniger anfällig auf konjunkturelle Schwankungen der Gesamtwirtschaft. Allerdings unterliegt Sie dennoch Schwankungen, ob die Haltung von Aquarien, Terrarien und Teichen gerade im Trend liegt. Der russische Angriffskrieg sowie die Inflation zeigen dennoch, dass die Branche entgegen den Erfahrungen der Vorjahre zunehmend konjunkturellen Schwankungen in Teilen ausgesetzt ist. Wie in der Vergangenheit stützen sich Marketing und Vertrieb der Sera Produkte auf eine bekannt hohe Produktqualität, einen exzellenten Kundenservice und eine selektive Ausweitung der Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland. In den Tochtergesellschaften der Sera GmbH ist für das Geschäftsjahr 2023/24 geplant, den Grundbesitz der lokalen Gesellschaften zu veräußern, um damit die Liquiditätssituation in der gesamten Gruppe zu verbessern. Zusätzlich macht die Reorganisation im ausländischen Vertrieb den dort belegenen Grundbesitz nicht mehr notwendig. Überschüssige Liquidität könnte somit auch die Liquiditätssituation der Gesellschaft positiv beeinflussen. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzentwicklung auf Niveau des Geschäftsjahres 2021/22 wurde im Geschäftsjahr verfehlt. Die Umsätze sind um 4.154 TEUR gesunken, was einem relativen Rückgang von 13,4% entspricht. Wesentlicher Grund hierfür sind weiterhin die Wirtschaftlichen Unsicherheiten, im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine und in Folge dessen die Zurückhaltung des Verbrauchers am Markt sowie die nicht zu kompensierenden fehlenden Umsätze mit dem weiterhin sanktioniertem Russland. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir insgesamt eher von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus. Die Umsatzentwicklung sehen wir auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/22. Wir erwarten ein leicht gestiegenes EBIT im Vergleich zum Vorjahr. IV. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Konjunktur- und branchenspezifische Risiken Sollte sich entsprechend der wirtschaftlichen Prognosen die Konjunktur in Deutschland auf Grund gestiegener Inflation deutlich abschwächen, würde sich dies auch tendenziell auf das Nachfrageverhalten nach unseren Produkten auswirken. Wie bereits bei früheren Krisen immer wieder festgestellt wurde, handelt es sich bei der gesamten Heimtierbranche um eine relative krisenresistente Branche die entsprechenden Schwankungen nur bedingt zu verzeichnen hat. In Bezug auf die Ergebnisentwicklung sehen wir nach wie vor die gestiegenen Energiekosten sowie die damit gestiegene Inflation, die sich nach wie vor im Kaufverhalten widerspiegelt. Ertragsorientierte Risiken Ertragsorientierte Risiken ergeben sich vor allem aus der stetig zunehmenden Wettbewerbsintensität. Diese wird einerseits verursacht durch die weiter fortschreitende Konzentration auf Hersteller- wie auch Handelsseite und andererseits durch preisaggressive Anbieter. Diese Bewegungen führen in einem stagnierenden Markt zu erheblichen Verteilungswettkämpfen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der vorliegenden Finanzstruktur besteht eine hohe Abhängigkeit der Gesellschaft von der Bankenfinanzierung. Zur Sicherstellung der Liquidität und damit zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Sera GmbH hat die Gesellschaft eine unbefristete Rahmenkreditlinien in Höhe von EUR 500 TEUR. Auf Basis der Liquiditätsplanung kann die Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr 2023/2024 aus den operativen Cashflows sowie den bestehenden Kontokorrentkreditlinien bedienen. Aufgrund der Liquiditätsplanung für die kommenden zwölf Monate, die unter Berücksichtigung der bestehenden Rahmenkreditlinien keine Unterdeckung aufzeigt, erachtet die Geschäftsführung die der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 zu Grunde gelegte Annahme der Unternehmensfortführung für angemessen. Dabei besteht das bestandsgefährdende Risiko in der Abweichung der tatsächlichen Cashflows von der Liquiditätsplanung sowie in der Aufrechterhaltung der Rahmenkreditlinie der Bank. Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.087 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Die Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. KG hat mit Datum vom 20. Juni 2024 eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, in der sie für ihre Forderungen in Höhe von insgesamt EUR 3,9 Mio. gegenüber der Sera GmbH einen Nachrang im Insolvenzverfahren gemäß § 39 Abs. 2 InsO in der Weise erklärt, dass diese Ansprüche erst nach sämtlichen anderen Ansprüchen und Forderungen Dritter zu tilgen sind, soweit und solange dies zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Überschuldung im Sinne von § 19 Abs. 2 InsO notwendig ist. Ausweislich der Rangrücktrittsvereinbarung dürfen Zahlungen im Zusammenhang mit diesen Verbindlichkeiten vor und außerhalb eines Insolvenzverfahrens lediglich aus einem die sonstigen Schulden übersteigenden freien Vermögen der Gesellschaft geleistet werden, wobei eine Zahlung nicht zu einer (drohenden) Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft führen darf. Aufgrund der geplanten Immobilienverkäufe in Tschechien, Italien und China könnte die zukünftige Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation in der gesamten Gruppe reorganisiert und verbessert werden. Chancenbericht Die Beschaffung der Produkte erfolgt ausschließlich bei der Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. Kommanditgesellschaft. Diese kann auf der Beschaffungsseite auf eine breite Palette von Lieferanten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unserer eigenen Produktion durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität, sowie einem striktem Kostenmanagement begegnen Gesamtaussage Als reines Vertriebsunternehmen sind wir bei der Neuentwicklung von Produkten in besonderem Maße abhängig von der Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. Kommanditgesellschaft. Auch liegen die Entwicklungen von neuen Produkten nicht im direkten Einflussbereich der Gesellschaft. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem intensiven Wettbewerbsumfeld im In- und Ausland, stark steigenden Einkaufs- und Energiepreisen und dem stagnierenden Preisniveau, sowie vom Handel geforderten zusätzlichen Verkaufshilfen. Darüber hinaus bestehen bestandsgefährdende Risiken in der Abweichung der tatsächlichen Cashflows von der Liquiditätsplanung sowie der Aufrechterhaltung der Rahmenkreditlinie der Bank. V. Risikoberichterstattung Das monatliche Berichtswesen bildet den Kern des Risikomanagements. Die Umsatzentwicklung wie auch die Liquidität werden in einem täglichen Berichtswesen verfolgt. Umsatzanalysen und weitere betriebswirtschaftliche Auswertungen stehen der Geschäftsführung im Rahmen des monatlichen Reporting zur Verfügung. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Anpassung der KPIs, die jederzeit abrufbar sind. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Auf Grund langjähriger Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden sind Forderungsausfälle die absolute Ausnahme. Aufträge werden nur ausgeführt, wenn das Risiko bekannt ist oder durch z.B. Lastschrift oder Vorkasse eingegrenzt werden kann. Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.
Heinsberg, den 19. Juni 2024 Sera GmbH HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Grundlage des Abschlusses der Sera GmbH Die Sera GmbH hat ihren Sitz in Heinsberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Aachen unter HRB 9882 eingetragen. Der Jahresabschluss der Sera GmbH entspricht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Bilanzierung. Für die Gliederung und Bewertung wurden die handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages beachtet, wobei die Gliederungsvorschriften für mittelgroße Gesellschaften angewandt wurden. Die Erstellung des Jahresabschlusses der Sera GmbH erfolgte für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 nach dem Handelsgesetzbuch in der aktuellen Fassung unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaftern sowie des GmbHG. II. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Änderungen der angewandten Bewertungs- und Abschreibungsmethoden wurden nicht vorgenommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde trotz bilanzieller Überschuldung und dem Vorliegen von weiteren bestandsgefährdenden Risiken von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" sowie "Gesamtaussage" im Lagebericht. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert, soweit diese nicht wegen einer vorübergehenden oder dauerhaften Wertminderung auf den niedrigeren Teilwert abzuschreiben waren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Rückdeckungsanspruch aus Lebensversicherungsverträgen und Wertpapierguthaben werden mit dem Rückkaufswert bewertet. Liquide Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Liquide Mittel, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten und eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Abs. 2 HGB bewertet. Auf Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Im Umkehrschluss erfolgt ein Ansatz von aktiven latenten Steuern, sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet und saldiert dargestellt. Ergibt sich aus den Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ein Überhang an aktiven latenten Steuern, wird das Wahlrecht dahingehend ausgeübt, aktive latente Steuern in der Bilanz auszuweisen. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerrechtlichen Hebesätzen. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz in Höhe von 30 %.
Das gezeichnete Kapital beträgt 153.387,56 EUR (300.000,00 DM) gemäß Handelsregistereintrag und ist zum Nennwert angesetzt. Zum 30. Juni 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 267 TEUR (§ 285 Nr. 28 HGB i.V.m. § 268 Abs. 8 HGB). Diese ergeben sich in Höhe von 264 TEUR aus der Bilanzierung aktiver latenter Steuern sowie in Höhe von 3 TEUR aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 6 HGB). Die Sera GmbH bewertet die Leistungsverpflichtung aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) ermittelten Erfüllungsbetrag. Hierbei wurden die Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Für die Pensionsbeträge besteht eine vertragliche Festzusage, Lohn- und Gehaltstrends werden nicht berücksichtigt. Bei der Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Der Anpassungsbetrag aufgrund der Änderung der Bilanzierungsvorschriften nach BilMoG wurde bereits im Geschäftsjahr 2010 vollständig der Rückstellung zugeführt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Genau bestimmbare Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht besichert. Hinsichtlich der Pflichtangaben gemäß § 285 Nr. 1 HGB über die Restlaufzeiten und § 285 Nr. 2 HGB über die Art der Sicherheiten, verweisen wir zusätzlich auf den Verbindlichkeitenspiegel im Anhang. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist der beigefügten Anlage 5 zu entnehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.363 TEUR sowie die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.058 TEUR haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 847 TEUR aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Kontokorrentkonten und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bezüglich der Pensionsrückstellungen in Höhe von 532 TEUR wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verpfändete Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von insgesamt 280 TEUR verrechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen PUC-Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren • durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,80%, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde • Trendannahmen 0,0% • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 3 TEUR (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 268 Abs. 8 HGB). Die Steuerrückstellungen in Höhe von 141 TEUR betreffen die Nachzahlungen für das vorige Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.323 TEUR enthalten im Wesentlichen Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 753 TEUR, 196 TEUR für zu gewährenden Bonuszahlungen, für Urlaubsansprüche in Höhe von 174 TEUR sowie für sonstige Personalkosten in Höhe von 143 TEUR. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten teilen sich hinsichtlich der Fristigkeiten wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 3.919 TEUR. Hieraus resultieren 3.817 TEUR aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. KG, sowie darüber hinaus aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.919 TEUR sind ebenfalls Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 73 TEUR sowie die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 3 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden Rückstellungen in Höhe von 513 TEUR aufgelöst. Hierauf entfallen 500 TEUR auf die Auflösung von Rückstellungen für Prozesskosten, da im Vorfeld des Prozesses ein Vergleich geschlossen werden konnte. VI. Sonstige Angaben gemäß §§ 285 ff. HGB Die Gesellschaft hat für die Sera Werke Heimtierbedarf J. Ravnak GmbH & Co. KG eine selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber der Volksbank Heinsberg eG in Höhe von 4.000 TEUR übernommen. Mit einer Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft ist derzeit nicht zu rechnen. Zum 30. Juni 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) aus Mietverträgen mit unbestimmter Dauer in Höhe von jährlich 269 TEUR. Davon betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen jährlich 269 TEUR. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit bestimmter Dauer mit einer Restverpflichtung in Höhe von 101 TEUR (Fuhrpark). Im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (§ 285 Nr. 7 HGB) 86. Die Aufteilung nach Gruppen stellt sich wie folgt dar: Versand: 22 Verwaltung: 37 Vertrieb: 27 Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer gesamt: 86 Angaben nach §§ 285 Nr. 11 HGB zum Anteilsbesitz - Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von mindestens 20 %:
Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern: Herr Holger Fiebiger (Kaufmann) bis 24.07.2023 Frau Michaela Ravnak-Bürschgens (Kauffrau) Darüber hinaus wurde im nachfolgenden Geschäftsjahr als neuer Geschäftsführer bestellt: Herr Christoph Maximilian Deharde (Kaufmann) ab 26.10.2023 Die Nichtangabe der Geschäftsführerbezüge erfolgt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung schlägt die Geschäftsführung vor, den Bilanzverlust zum 30. Juni 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (§ 285 Nr. 33 HGB) Insgesamt sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag derzeit ersichtlich.
Heinsberg, den 19. Juni 2024 gez. die Geschäftsführung
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die Gesellschaft hat die Offenlegungserleichterungen des § 328 Abs. 1a HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sera GmbH, Heinsberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sera GmbH, Heinsberg. - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sera GmbH, Heinsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben zu "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" sowie "Gesamtaussage" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist. Wie in den Angaben zu den "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang und im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken" sowie "Gesamtaussage" im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt, sollte es zu Abweichungen der tatsächlichen Cashflows von der Liquiditätsplanung kommen oder die Rahmenkreditlinie der Bank nicht aufrechterhalten werden. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heinsberg, den 20. Juni 2024 D|R|P
RANDERATH & PARTNER PartG mbB
Wynands, Wirtschaftsprüfer Merzenich, Wirtschaftsprüfer |
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