True Refrigeration Europe GmbHLiquidiert

Güterplatz, 60327 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 93972
Vorher
Platin 831. GmbHTrue Food International Germany GmbH
Eingetragen
13.6.2012
Branche
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den HaushaltHerstellung von PrüfmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
die Vermarktung, der Vertrieb und die Wartung gewerblicher Gefriergeräte in Deutschland und anderen Ländern.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
True Food International LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
True Food International LLC
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

True Refrigeration Europe GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen

True Refrigeration Europe GmbH ("Unternehmen", in Liquidation seit 1. Januar 2024), Frankfurt am Main ("die Gesellschaft") wurde im Jahr 2012 gegründet und ist im Handelsregister unter der Registernummer HRB 93972 beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

Gemäß den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches ist die Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen der True Manufacturing Company, Inc. mit Sitz in O'Fallon, Missouri/USA ("TMC") und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaft bietet Marketing-, Vertriebs- und Wartungsdienstleistungen für gewerbliche Kälteprodukten in Deutschland und anderen Ländern an.

Das Unternehmen verkauft gewerbliche und industrielle Kühlgeräte. Zu den Produkten des Unternehmens gehören u.a. Kühl- und Tiefkühlschränke, Hochschränke, Theken, Zubereitungstische, Untertheken, Arbeitsplatten, Küchengestelle und Spezifikationsserien insbesondere für den gewerblichen Bereich.

Die zuvor genannten Produkte werden ihrerseits von der TMC erworben und in den meisten Fällen an den Endkunden oder an andere Vertriebspartner weiterveräußert.

Das Unternehmen hat ein Büro in Deutschland und ein Lager in den Niederlanden angemietet.

Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte das Unternehmen 21 Mitarbeiter, darunter zwei Mitarbeiter in seiner schwedischen Niederlassung. Zu den Mitarbeitern gehören ein Betriebsleiter/Prokurist, neun Kundendienstmitarbeiter, drei Servicetechniker, zwei Marketingmitarbeiter und sechs Vertriebsmitarbeiter.

Am 31. Mai 2023 veräußerte die Gesellschaft ihren gesamten Geschäftsbetrieb an die True International GmbH mit Wirkung zum 1. Juni 2023.

Die Gesellschaft wurde am 30. November 2023 durch Gesellschafterbeschluss mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2023 aufgelöst. Die ARNECKE SIBETH Consult GmbH wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2024 (0:00 Uhr) zum Liquidator bestellt. Diese Änderungen wurden im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main (HRB 93972) am 6. März 2024 eingetragen.

B. Wirtschaftliche Situation

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war geprägt durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie, dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in der Ukraine sowie einer spürbar zunehmenden Inflation.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) revidierte seine Wachstumsprognosen im Jahresverlauf daher mehrmals nach unten. Nach letzten Berechnungen wird für 2022 von einem weltweiten Wachstum von 3,4 % (2021: 6,1 %) ausgegangen. Das Wachstum in den USA lag mit 2,1 % (2021: 5,7 %) ebenso wie in der Eurozone mit 3,5 % (2021: 5,3 %) weit unter den Erwartungen. Die chinesische Wirtschaft schwächte sich insbesondere aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie auf 3,0 % (2021: 8,1 %) ab. Für 2023 geht der IWF aufgrund der anhaltenden multiplen Krisen von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 % aus.

Anhaltend hohe Inflation sowie sinkende Kaufkraft, geopolitische Unsicherheiten und ein Anstieg des allgemeinen Zinsumfeldes belasten die deutsche Wirtschaft weiterhin spürbar. Für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Deutschland ist in 2022 mit einer Steigerung von insgesamt 1,8% gegenüber dem Vorjahr auszugehen. Aufgeteilt nach Quartalen spiegelt die BIP-Entwicklung in 2022 die Folgen von Inflation und sinkender Kaufkraft wider: +3,9 %, +1,7 %, +1,3 %, +0,3 %.

2. Branchenspezifische Geschäftsentwicklung

Die Corona-Pandemie hat zu einem außerordentlich schwierigen Geschäftsumfeld geführt. Die Produktnachfrage verringerte sich, Lieferketten wurden unterbrochen, Reisebeschränkungen wurden eingeführt und der Inflationsdruck nahm zu. In Kombination mit dem Ukraine-Konflikt, der den weltweiten Inflationsdruck zusätzlich verstärkte, verursachte der Brexit anhaltende Veränderungen und neue Herausforderungen im Geschäftsumfeld.

Die Vorzeichen für gewerbliche Kühl- und Gefriertechnik waren zu Jahresbeginn 2022 insgesamt positiv. Mit anhaltend hoher Inflation sowie einer schwächeren weltweiten Konjunktur im Herbst des Jahres gab das Konsumklima allerdings zuletzt wieder deutlich nach. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich dabei in 2022 gegenüber dem Vorjahr um 6,9 %. Der US-Dollar hat gegenüber dem Euro in 2022 um durchschnittlich 5,4 % an Wert gewonnen.

Lieferengpässe und Kostensteigerungen belasten die Branche. Bei den Abnehmern in der Gastronomie wirkt sich der Fachkräftemangel zunehmend negativ aus.

Ferner ist die Novellierung des deutschen Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG3) am 1. Januar 2022 in Kraft getreten. Daraus resultieren neue Anforderungen an Vertreiber und Händler von Elektro- und Elektronikgeräten.

3. Geschäftsverlauf

Der Umsatz des Unternehmens stieg im Geschäftsjahr 2022 von 14.873 T€ auf 17.379 T€. Das Jahresergebnis war zum Vorjahr annähernd identisch (430 T€). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte sich um 245 T€ auf 1.354 T€ im Geschäftsjahr 2022. Ursache hierfür ist insbesondere das Umsatzwachstum.

Im Hinblick auf die bevorstehende vollständige Verlagerung der Geschäftstätigkeit wurden nur noch notwendigste Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. Dies beschränkte sich auf Erhaltungsmaßnahmen, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes erforderlich waren. Im Vorratsbereich erfolgte ein Bestandsaufbau zum Geschäftsjahresende in Höhe von 1.631 T€.

Das Unternehmen verfügt über keinerlei Bankenfinanzierung. Die notwendigen Finanzmittel werden über die Gruppe zur Verfügung gestellt. Die konzerninterne Finanzierung resultiert aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ist in 2022 leicht um 415 T€ angestiegen.

C. Wirtschaftliche Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 522 T€ auf 10.832 T€. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Vorräte um 1.631 T€ und die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 943 T€ und der sonstigen Vermögensgegenstände um 369 T€ zurückzuführen.

Auf der Aktivseite sank das Sachanlagevermögen von 167 T€ auf 140 T€. Der Rückgang wurde durch laufende Abschreibungen in Höhe von 124 T€ verursacht, die durch den Anstieg der geleisteten Anzahlungen nicht vollständig ausgeglichen werden konnten.

Die Vorräte erhöhten sich von 4.203 T€ auf 5.834 T€ insbesondere durch die Erhöhung der fertigen Erzeugnisse um 1.064 T€ und die Erhöhung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 567 T€.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 584 T€ auf 2.220 T€. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 943 T€ auf 0 T€ gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken um 369 T€ auf 1.460 T€.

Die liquiden Mittel verminderten sich von 1.520 T€ auf 1.173 T€.

2. Finanzlage

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 1.438 T€ auf 1.868 T€ erhöht, da der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 auf das Geschäftsjahr 2022 vorgetragen wurde. Die Eigenkapitalquote für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 17,2 % (Vorjahr: 13,9 %).

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 140 T€ (Vorjahr: 40 T€) betreffen im Wesentlichen Gewerbesteuer in Höhe von 80 T€ sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 60 T€ für das Geschäftsjahr 2022. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich von 802 T€ auf 530 T€ und beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 161 T€ sowie Rückstellungen für Kundenrabatte (158 T€), ausstehende Rechnungen (131 T€) und Jahresabschluss- und Prüfungskosten (71 T€).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von 441 T€ auf 302 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 7.202 T€ auf 7.617 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen gegenüber dem Gesellschafter und betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen mit 216 T€ (Vorjahr: 226 T€) und die sonstigen Verbindlichkeiten mit 158 T€ (Vorjahr: 161 T€) haben sich kaum verändert.

Im Geschäftsjahr 2022 standen zu jeder Zeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung.

3. Ertragslage

Die Gesamterlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 17.379 T€ (Vorjahr: 14.873 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung.

Die Materialaufwandsquote belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 46,1 % (Vorjahr: 50,4 %). Der Materialaufwand erhöhte sich um 517 T€ auf 8.016 T€.

Die Personalaufwandsquote belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf 15,4 % (Vorjahr: 16,6 %). Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr um 203 T€ auf 2.678 T€, wovon 2.156 T€ auf Löhne und Gehälter und 522 T€ auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 385 T€ auf 124 T€ gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahresvergleich von 3.936 T€ auf 5.958 T€. Sie enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kosten der Warenabgabe in Höhe von 2.355 T€, Werbe- und Reisekosten in Höhe von 1.063 T€, diverse Betriebskosten in Höhe von 938 T€, periodenfremde Aufwendungen aus der Abschreibung von Umsatzsteuerforderungen aus Vorjahren in Höhe von 601 T€ und Raumkosten in Höhe von 548 T€ sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 304 T€.

4. Wirtschaftliche Gesamtsituation

Auf der Grundlage der oben beschriebenen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. An dieser Einschätzung ändert auch die Veräußerung des Gesamtunternehmens und anschließende Liquidation nichts.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

1. Voraussichtliche Entwicklung

Der gesamte Geschäftsbetrieb wurde mit Asset-Deal-Vertrag vom 31. Mai 2023 an die True International GmbH in der Schweiz veräußert. Diese führt den Geschäftsbetrieb fort. Die Veräußerung wurde zum 1. Juni 2023 wirksam und umfasste auch die Verbindlichkeiten des Unternehmens. Die Mitarbeiter haben Aufhebungsvereinbarungen unterzeichnet und wurden bei der Erwerberin neu angestellt. Durch den sachverständig ermittelten Kaufpreis in materieller Höhe verfügt das Unternehmen nach der Veräußerung über eine erhebliche Forderung gegen die Erwerberin als einzigen Vermögensgegenstand. Diesem stehen keine relevanten Verbindlichkeiten mehr gegenüber.

Mit Beschluss vom 30. November 2023 wurde das Unternehmen mit Ablauf zum 31. Dezember 2023 aufgelöst und die ARNECKE SIBETH Consult GmbH, Frankfurt, zum Liquidator bestellt. Die Liquidation dauert noch an.

2. Risiko- und Chancenbericht

Im Rahmen des Asset-Deal-Vertrages wurden alle relevanten Risiken und Chancen auf die Erwerberin übertragen. Berichtspflichtige Risiken und Chancen bestehen daher nicht mehr, diese sind auch im Rahmen der Liquidation nicht zu erwarten.

 

Frankfurt am Main, den 20. November 2024

ARNECKE SIBETH Consult GmbH

Liquidator der True Refrigeration Europe GmbH i.L.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 140.166,16 167.485,25
I. Sachanlagen 140.166,16 167.485,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.018,70 146.581,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.715,57 19.178,15
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.431,89 1.725,93
B. Umlaufvermögen 10.685.779,89 10.130.225,40
I. Vorräte 5.833.622,72 4.202.926,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.679.412,59 4.407.357,66
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 943.125,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.679.412,59 3.464.232,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 97.300,00 97.300,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.172.744,58 1.519.941,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.529,31 13.110,52
Aktiva 10.832.475,36 10.310.821,17

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.868.300,59 1.438.245,59
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.413.245,59 983.855,32
III. Jahresüberschuss 430.055,00 429.390,27
B. Rückstellungen 669.843,50 841.559,96
C. Verbindlichkeiten 8.294.331,27 8.031.015,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.617.450,43 7.202.365,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.617.450,43 7.202.365,85
2. sonstige Verbindlichkeiten 676.880,84 828.649,77
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 676.880,84 828.649,77
Passiva 10.832.475,36 10.310.821,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 9.390.088,49 7.521.233,24
2. Personalaufwand 2.677.509,50 2.474.186,06
a) Löhne und Gehälter 2.155.691,24 2.011.696,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 521.818,26 462.489,36
davon für Altersversorgung 19.024,33 19.451,85
3. Abschreibungen 124.025,05 508.700,37
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 124.025,05 508.700,37
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.957.539,77 3.936.201,18
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 54.761,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.476,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.507,94 4.776,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 202.023,23 166.708,31
8. Ergebnis nach Steuern 431.959,00 430.661,27
9. sonstige Steuern 1.904,00 1.271,00
10. Jahresüberschuss 430.055,00 429.390,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die True Refrigeration Europe GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (Reg. Nr. HRB 93972).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft aufgestellt.

Die True Refrigeration Europe GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Flüssige Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2022
Euro
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.695.793,87 0,00 0,00 1.695.793,87
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 286.313,05 0,00 0,00 286.313,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.725,93 96.705,96 0,00 98.431,89
1.983.832,85 96.705,96 0,00 2.080.538,81
Abschreibungen
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2022
Euro
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.549.212,69 113.562,47 0,00 1.662.775,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 267.134,90 10.462,58 0,00 277.597,48
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.816.347,59 124.025,05 0,00 1.940.372,64
Restbuchwerte
31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.018,70 146.581,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.715,57 19.178,15
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 98.431,89 1.725,93
140.166,16 167.485,25

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (160,8 TEUR), Kundenrabatte (157,8 TEUR), ausstehende Rechnungen (131,4 TEUR) und Abschluss- und Prüfungskosten (70,5 TEUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen - wie im Vorjahr - im Wesentlichen gegenüber dem Gesellschafter und betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 447,8 TEUR bis zu einem Jahr (Vorjahr: 542,6 TEUR) sowie in Höhe von 1.744,8 TEUR für mehr als ein Jahr (Vorjahr: 1.812,1 TEUR).

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

• Mietverpflichtungen aus laufendem Mietvertrag bis 28. Februar 2027

• Leasingverpflichtung aus laufenden Kfz-Leasingverträgen (sieben Leasingfahrzeuge)

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In Anwendung der Vorschrift des § 288 Abs. 2 HGB werden keine Angaben zur Aufteilung der Umsatzerlöse gemacht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (23,2 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kosten der Warenabgabe (2.355,4 TEUR), Werbe- und Reisekosten (1.062,8 TEUR), verschiedene betriebliche Kosten (938,2 TEUR), periodenfremde Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen betreffend die Umsatzsteuer aus Vorjahren (601,0 TEUR) und Raumkosten (548,0 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (304,1 TEUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 17
leitende Angestellte 5
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 22

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Steven Lee Trulaske, Sr., Geschäftsführer, Saint Louis, Missouri/USA

(bis zum 31. Dezember 2023)

John Brendan Bechthold, Geschäftsführer, Columbia, Missouri/USA

(bis zum 31. Dezember 2023)

Jerome Walter Thomasson, Geschäftsführer, Saint Louis, Missouri/USA

(bis zum 31. Dezember 2023)

Im Geschäftsjahr 2022 wurden durch die Gesellschaft keine Gehälter an die Geschäftsführer gezahlt.

Die ARNECKE SIBETH Consult GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2024 als Liquidator bestellt.

Konzernzugehörigkeit

Die True Refrigeration Europe GmbH wurde in den Konzernabschluss der True Manufacturing Company, Inc., O'Fallon, Missouri/USA einbezogen.

Die True Manufacturing Company, Inc. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf.

Der offengelegte Konzernabschluss ist in Missouri/USA erhältlich.

Sonstiges

Auf die Angabe des für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wurde gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Gesellschaft hat am 31. Mai 2023 ihren gesamten Geschäftsbetrieb mit Wirkung zum 1. Juni 2023 an die Gesellschaft True International GmbH veräußert.

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2023 mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2023 aufgelöst. Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 (0:00 Uhr) wurde die ARNECKE SIBETH Consult GmbH zum Liquidator bestellt. Diese Änderungen wurden am 6. März 2024 im Handelsregister B (HRB 93972) des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 430.055,00 EUR und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Frankfurt am Main, den 20. November 2024

ARNECKE SIBETH Consult GmbH
Liquidator der True Refrigeration Europe GmbH i.L.

gez. Dr. Falk von Craushaar

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die True Refrigeration Europe GmbH (in Liquidation seit 1. Januar 2024)

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der True Refrigeration Europe GmbH (in Liquidation seit 1. Januar 2024) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der True Refrigeration Europe GmbH (in Liquidation seit 1. Januar 2024) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von 5.834 TEUR ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Darstellung der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Unternehmensverkauf

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "Sonstige Angaben - Vorgänge von besonderer Bedeutung" des Anhangs und Abschnitt "D.1. Voraussichtliche Entwicklung" des Lageberichts, worin die Veräußerung des gesamten Geschäftsbetriebs nach dem Abschlussstichtag dargelegt wird. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 20. November 2024

Mates GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Erik Mates, Wirtschaftsprüfer

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