Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
MPS Stollberg GmbH
Albert-Schweitzer-Straße 4, 09366 Stollberg/Erzgeb., DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Markus Mühlbauer seit 24.11.2020 | Geschäftsführer |
Matthias Lohr seit 20.8.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MPS Stollberg GmbHStollberg/Erzgeb.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Unternehmen Die MPS Stollberg GmbH ist am Amtsgericht Chemnitz unter der Registernummer HRB 26796 in das Handelsregister eingetragen und ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Mühlbauer Holding AG. Die Gesellschaft wurde am 17. November 2010 ursprünglich unter dem Namen PPS GmbH gegründet und hat zum 01. Januar 2011 im Wege der Abspaltung einen Teilbetrieb der Mühlbauer GmbH & Co. KG übernommen. Die MPS Stollberg GmbH greift dadurch auf Erfahrungen aus über 20 Jahren zurück und gehört innerhalb der Mühlbauer Gruppe neben drei Schwesterfirmen zur Business Line "PRECISION PARTS & SYSTEMS". Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 211 Mitarbeiter. Die Beschäftigung von 36 Auszubildenden entspricht im bundesweiten Vergleich einer überdurchschnittlich hohen Ausbildungsquote und unterstreicht die Innovationskraft und Zukunftsorientierung des Unternehmens. 2. Produkte und Dienstleistungen Das Unternehmen ist auf die Fertigung von Präzisionsteilen durch die Verarbeitung von Metallen und Kunststoffen und die Entwicklung und Produktion von Produkten, Baugruppen und Systemen, die auf solchen Präzisionsteilen basieren, sowie deren Vertrieb spezialisiert. 3. Absatzmärkte Die MPS Stollberg GmbH bedient insbesondere Unternehmen aus sicherheitssensiblen Branchen wie der Luft- und Raumfahrttechnologie, der Medizintechnik sowie Unternehmen aus dem Bereich der Smart Identification. Darüber hinaus fertigt es qualitativ hochwertige Produkte für Kunden aus der Automobil-, Halbleiter- und Druckindustrie. In den letzten Jahren konnte zudem die Position in den Märkten im Bereich Robotik sowie Umwelt- und Recyclingtechnik weiter gestärkt werden. 4. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft Das Geschäftsmodell der MPS Stollberg GmbH unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren, die sich unterschiedlich stark auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens auswirken. Vor allem die für das Unternehmen relevante Maschinenbaubranche reagiert sensibel auf konjunkturelle Entwicklungen. Da die MPS Stollberg GmbH unter anderem interne Konzerngesellschaften bedient, hängt die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens auch von der Situation des Gesamtkonzerns ab. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der (Corona-Lockdown-bedingte) Einbruch der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr mit einem geschätzten Minus von 3,5 Prozent stelle die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise vor rund 90 Jahren dar, erklärte der IWF. Gleichzeitig fiel der Rückgang nicht so stark aus wie noch im Oktober befürchtet, als von 4,4 Prozent ausgegangen worden war. Im Juni hatte der Währungsfonds sogar noch mit 0,8 Prozentpunkten weniger Wachstum gerechnet. Insgesamt zeichnet der IWF aber weiter ein tristes Bild. Besonders für Schwellen- und Entwicklungsländer sei die Pandemie verheerend. Bei der Armutsbekämpfung dürfte sie sämtliche Fortschritte der letzten zwei Jahrzehnte rückgängig machen. China ist die einzige der großen Wirtschaftsnationen, die 2020 gewachsen ist. Des Weiteren hat der Euro im Berichtsjahr gegenüber dem US-Dollar an Substanz gewonnen. Der Wechselkurs des US-Dollars je Euro veränderte sich binnen Jahresfrist von 1,12 USD auf 1,23 USD. b. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die zum Ende des Jahres 2019 negative konjunkturelle Lage im Maschinen- und Anlagebau entwickelte sich auch im Jahresverlauf weiter schlecht. Von Anfang bis Ende des Jahres 2020 bekam die Branche die Zurückhaltung und Verunsicherung der Kunden zu spüren, vor allem hier nochmal verstärkt durch die Corona-Pandemie. Lieferketten waren zeitweise unterbrochen und viele Unternehmen wurden auf der Angebots- und Nachfrageseite mit unerwartet heftigen Ausfällen konfrontiert. Wie der VDMA an aktuellen Zahlen belegt, hat die Corona-Pandemie 2020 zu hohen Exporteinbußen im Maschinen- und Anlagenbau geführt. Im Gesamtjahr wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von 160 Mrd. EUR exportiert und für 67 Mrd. EUR importiert. Damit lagen die Exporte um 12 Prozent und die Importe um 13,4 Prozent unter dem Wert von 2019. Die Maschinenexporteure aus Deutschland verzeichneten damit die höchsten Rückgänge im Vorjahresvergleich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Produktionsvorhersage von einem geringfügigen Rückgang in 2020 deutlich unterlag. Dies lag vor allem an der Verunsicherung vieler Kunden, die insbesondere durch die politische Situation und die Corona-Pandemie geprägt war. 2. Geschäftsverlauf Die für 2020 benannte Prognose einer leicht positiven Ergebnis-Marge auf Niveau des Vorjahres wurde erzielt. Der prognostizierte Rückgang im Auftragseingang trat ein. Die Umsatzerlöse konnten aber durch Abarbeitung bestehender Aufträge auf Vorjahresniveau gehalten werden, was sich positiv auf das operative Ergebnis auswirkte. Darüber hinaus konnte die Herausforderung, trotz des im Vorjahr stattgefundenen Brandes im konzerneigenen Galvanikbetrieb die Flexibilität und Schnelligkeit weiterhin aufrecht zu erhalten auch im Berichtsjahr gut gemeistert werden. 3. Lage a. ERTRAGSLAGE Auftragseingang Der Auftragseingang der MPS Stollberg GmbH lag im vergangenen Jahr bei 15,2 Mio. EUR und liegt damit rund 0,4 Mio. EUR bzw. 2,6% unter dem Wert aus 2019 (15,6 Mio. EUR). Auftragsbestand Als Folge des gesunkenen Auftragseingangs sowie der Abarbeitung bestehender Aufträge verzeichnete auch der Auftragsbestand einen Rückgang um 1,0 Mio. EUR bzw. 16,4% von 6,1 Mio. EUR in 2019 auf 5,1 Mio. EUR in 2020. Ergebnisentwicklung
Gesamtleistung Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Gesamtleistung in Höhe von 16,3 Mio. EUR (Vorjahr 16,6 Mio. EUR) erzielt, was einem Rückgang von 0,3 Mio. EUR bzw. 1,8% entspricht. Diese Abnahme resultiert vollständig aus der im Berichtsjahr verbuchten Bestandsminderung bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr Bestandserhöhung 0,2 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse blieben stabil auf dem Vorjahreswert von 16,4 Mio. EUR. Rohergebnis Das im Berichtsjahr erzielte Rohergebnis in Höhe von 11,4 Mio. EUR verschlechtere sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR bzw. 3,4%. Ursächlich hierfür ist neben der gesunkenen Gesamtleistung auch der Anstieg der Materialeinsatzquote von 28,9% im Vorjahr auf 30,7% im Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge konnten mit einem Anstieg von 0,1 Mio. EUR nur einen kleinen Beitrag zur Kompensierung leisten. Durch diese Effekte lag die Rohergebnismarge im Berichtsjahr bei 69,9% (Vorjahr 71,1%). Operatives Ergebnis Die MPS Stollberg GmbH hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem operativen Ergebnis von 0,2 Mio. EUR gegenüber 0,1 Mio. EUR im Vorjahr abgeschlossen. Bezogen auf die Gesamtleistung von 16,3 Mio. EUR (Vorjahr 16,6 Mio. EUR) entspricht dies einer operativen Rendite von 1,2% (Vorjahr 0,6%). Negativ beeinflusst wurde das operative Ergebnis durch die gestiegenen Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR). Der Personalaufwand konnte um 0,4 Mio. EUR bzw. 5,8% auf 6,5 Mio. EUR gesenkt werden, was einer Verbesserung der Personaleinsatzquote von 41,6% im Vorjahr auf 39,9% im Berichtsjahr entspricht. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 0,4 Mio. EUR bzw. 9,1% von 4,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,0 Mio. EUR im Berichtsjahr gesenkt werden, was zusammen mit der Senkung der Personalkosten positiv wirkte und die negativen Effekte vollständig kompensieren konnte. Jahresüberschuss Diese Effekte führten schließlich zu einem Jahresüberschuss in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) b. FINANZLAGE Cashflow Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2020 mit 0,6 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 0,2 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren vor allem die verbuchten Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR), der erwirtschaftete Jahresüberschuss in Höhe von 0,1 Mio. EUR sowie die Abnahme der Vorräte um 0,2 Mio. EUR (Vorjahr +0,2 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten der Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr -0,1 Mio. EUR), die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,2 Mio. EUR sowie des Sonderpostens für Zuwendungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,2 Mio. EUR (Vorjahr -0,2 Mio. EUR) umfasst ausschließlich Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, überwiegend Betriebs- und Geschäftsausstattung. Ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht zu verzeichnen. Bedingt durch die genannten Mittelzu- und -abflüsse verfügt die Gesellschaft zum Ende des Berichtszeitraums über einen Bestand an liquiden Mittel in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Faktoreinsatz Die Investitionen des Geschäftsjahres 2020 beliefen sich auf 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). An Abschreibungen wurden im Berichtsjahr insgesamt 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) verbucht. Leasingverpflichtungen wurden nicht eingegangen. Kapitalbedarf und Refinanzierung Im Geschäftsjahr 2021 benötigt die Gesellschaft Kapital zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit und der passivierten Verbindlichkeiten, zur Zahlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, sofern diese eintreten, und planmäßigen Durchführung von Investitionen. Die MPS Stollberg GmbH erfüllt diese Anforderungen durch Cashflow aus dem laufenden Geschäft und möglichen Kreditinanspruchnahmen gegenüber verbundenen Unternehmen. c. VERMÖGENSLAGE
Bilanzsumme Das bilanzielle Gesamtvermögen in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Anlagevermögen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) und dem Umlaufvermögen in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 3,2 Mio. EUR). Dem stehen auf der Passivseite das Eigenkapital in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR), Sonderposten für Zuwendungen im geringem Umfang (Vorjahr 0,1 Mio. EUR), Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,9 Mio. EUR) gegenüber. Der Rückgang der Bilanzsumme um 0,1 Mio. EUR resultiert auf der Aktivseite aus der Minderung des Anlagevermögens um 0,5 Mio. EUR bzw. 50,0%. Der Anstieg des Umlaufvermögens um 0,4 Mio. EUR bzw. 12,5% wirkte gegenläufig. Auf der Passivseite ist die Abnahme der Bilanzsumme der Minderung des Sonderpostens für Zuwendungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR bzw. 100,0% sowie dem Abbau von Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mio. EUR bzw. 11,1% geschuldet, während das Eigenkapital um 0,1 Mio. EUR bzw. 3,7% zulegen konnte. Aktiva Die Investitionen in das Anlagevermögen, im Wesentlichen Zugänge im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung, betrugen im Berichtsjahr 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Den Zugängen standen Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) gegenüber. Die Zunahme des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus den um 0,2 Mio. EUR bzw. 14,8% gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR) sowie dem Anstieg der liquiden Mittel von 0,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,6 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die Abnahme der Vorräte um 0,2 Mio. EUR bzw. 13,4% auf 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR) wirkte gegenläufig. Passiva Das Eigenkapital konnte im Berichtsjahr einen Zuwachs von 0,1 Mio. EUR bzw. 3,7% auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR) verbuchen. Ein Sonderposten für Zuwendungen ist zum Stichtag des Berichtsjahres noch im geringem Umfang passiviert (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) und verzeichnete daher keine wesentliche Veränderung. Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen wurden in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) passiviert. Die Verbindlichkeiten verzeichneten einen Rückgang um 0,1 Mio. EUR bzw. 11,1% auf 0,8 Mio. EUR, im Wesentlichen im Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Durch die beschriebenen Effekte konnte die Eigenkapitalquote von 64,3% im Vorjahr auf 68,3% im Berichtsjahr verbessert werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von der Geschäftsführung als stabil eingeschätzt. d . Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wertorientierte Steuerungsgrößen Das Management steuert das Unternehmen durch strategische und operative Ziele sowie auf der Grundlage monetärer Kenngrößen. Zentrale finanzielle Steuerungsgrößen für die MPS Stollberg GmbH bilden das operative Ergebnis und die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes. Auftragseingang und Umsatz werden als weitere wesentliche Steuerungsgrößen genutzt. Nachhaltigkeit Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für die Mühlbauer Gruppe, hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte ein stabiles Fundament zu schaffen, auf welches Kunden, Lieferanten, Gesellschafter und Mitarbeiter gleichermaßen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vertrauen können. Aus diesem Grund fühlt sich die MPS Stollberg GmbH verpflichtet, eine Unternehmensstrategie umzusetzen, die wirtschaftliche Notwendigkeit, ökologische Vernunft und gesellschaftliche Verantwortung verbindet und damit für alle Anspruchsgruppen einen Mehrwert bietet. Das Verständnis von Nachhaltigkeit spiegelt sich auch im Verhaltenskodex der Mühlbauer Gruppe wider, der rechtliche und ethische Grundsätze zum Inhalt hat, die bei der täglichen Arbeit zu berücksichtigen und deren Einhaltung für den gesamten Mühlbauer Konzern und für seine Mitarbeiter verpflichtend ist. Zusätzlich ergreift das Unternehmen Energiesparmaßnahmen und leistet somit einen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz und kann dadurch das Zertifikat für Energiemanagement (ISO 50001) vorweisen. Effizienz und Qualität Als Hersteller von Präzisionsteilen schöpft die MPS Stollberg GmbH sämtliche technischen und betrieblichen Möglichkeiten aus, um ein Höchstmaß an Arbeitseffizienz und Produktqualität zu erzielen. Kontinuierlich werden deshalb sämtliche Geschäfts-, und Produktionsprozesse im Rahmen der verschiedenen Managementsysteme, wie Qualitätsmanagement (ISO 9001), regelmäßig geprüft und optimiert. Aufgrund dieser regelmäßigen Auditierungen können die internen Abläufe nicht nur ständig optimiert werden, sondern auch Abweichungen bei Funktionen und Prozessen frühzeitig erkannt und korrigiert werden. Produktion und Umwelt Die MPS Stollberg GmbH besitzt Produktions- und Verwaltungsbereiche. Beauftragte für Arbeitssicherheit, Gefahrstoffe und Brandschutz überwachen die im Unternehmen eingeführten Sicherheitseinrichtungen und die Erfüllung rechtlicher Anforderungen. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig sensibilisiert und tragen durch ihr Verhalten wesentlich zum Schutz von Gesundheit und Umwelt bei. Dadurch werden mögliche Risiken zu gesundheitlichen Schäden und Schäden der Umwelt frühzeitig erkannt und abgewehrt. Konsequent werden Abfallstoffe durch Müllvermeidung reduziert bzw. durch Recycling der Wiederverwertung zugeführt. Darüber hinaus wurde ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und zertifiziert. Damit prüft die Gesellschaft fortlaufend Energieeinsparmaßnahmen und leistet somit einen Beitrag zum Umwelt- sowie Klimaschutz. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Vorbildliche und sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen ist eine Selbstverständlichkeit für die MPS Stollberg GmbH. Zu den Maßnahmen der Vorbeugung von Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen gehört der Aufbau eines wirksamen Arbeitsschutzmanagements mit abteilungsübergreifenden Mitarbeiterschulungen, um regelmäßig gegenüber möglichen Gefahren zu sensibilisieren. Weiterhin werden technische Hilfsmittel wie Überwachungs- und Brandmeldesysteme für die Meldung von Störungen oder Notfällen bereitgestellt und ein besonderes Augenmerk auf Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdungsrelevanz gerichtet. Als weiterer wichtiger Beitrag zu effizientem Arbeiten wird im Unternehmen der betriebliche Gesundheitsschutz großgeschrieben. Dieser umfasst nicht nur einen betriebsärztlichen Dienst, sondern auch Leistungen zur präventiven Gesundheitsvorsorge. Die von Mühlbauer im Zusammenhang mit dem Gesundheitsschutz angebotenen Maßnahmen schlagen sich auch langfristig gesehen in niedrigen Krankheitskosten nieder. Soziales Engagement Gesellschaftliches und soziales Engagement nimmt bei der Mühlbauer Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Das Unternehmen begrüßt und fördert nicht nur ein ehrenamtliches Engagement seiner Mitarbeiter, sondern legt Wert darauf, auch selbst soziale Verantwortung zu übernehmen. Unter dem Dach der vom Unternehmensgründer ins Leben gerufenen Josef-Mühlbauer-Stiftung unterstützt das Unternehmen ausgewählte soziale Initiativen und Projekte im In- und Ausland mit größeren finanziellen Zuwendungen. Alleine 2020 konnte mit der Hilfe von Sponsoren, Mitarbeitern und externen Teilnehmern eine Spendensumme von rund 94 TEUR an die Josef-Mühlbauer-Stiftung übergeben werden. Damit unterstützte die Stiftung neben diversen Sportvereinen und sozialen Einrichtungen auch den Verein "Hilfe für Kasachstan" mit 10 TEUR sowie den 2. Charity Mudrun Roding mit 3 TEUR. Weitere Spenden gingen an verschiedene Familien und Einzelpersonen, die etwa aufgrund Krankheit oder Behinderung unverschuldet in Not geraten sind. Einkauf und Beschaffung Die Beschaffungssituation im Jahr 2020 hat sich bezüglich der Lieferzeiten unserer Lieferanten etwas entspannt. Weiterhin wurde das weltweite Einkaufsnetzwerk verstärkt genutzt, um problematische Zukaufteile in der geforderten Zeit zu beschaffen. Die Einkaufspreise sind durch Preiserhöhungen der Lieferanten im Allgemeinen angestiegen, konnten jedoch durch erzielte Preisreduzierungen in gewissen Produktbereichen kompensiert werden. Gesamtheitlich betrachtet ist das Preisniveau nicht angestiegen, konnte aber im Umkehrschluss auch nicht wesentlich reduziert werden. Im Bereich Qualität wurde der jährliche Trend, die Reklamationsquote zu reduzieren, erfolgreich fortgesetzt. Dies wurde unter anderen durch zusätzliche Qualitätssicherungsvereinbarungen mit den Lieferanten und durch regelmäßige Überwachung der Reklamationsvorgänge anhand definierter Kennzahlen erzielt. Somit werden wiederholte Reklamationen sofort identifiziert und dementsprechend die notwendigen Abstellmaßnahmen umgehend eingeleitet. Beschäftigung Im Durchschnitt beschäftigte die MPS Stollberg GmbH im vergangenen Jahr 211 Mitarbeiter, darunter 14 Mitarbeiter in einer Teilzeitanstellung sowie 36 Auszubildende. Damit waren im vergangenen Jahr durchschnittlich 2 bzw. 0,9% weniger Mitarbeiter im Unternehmen angestellt als noch in 2019 (213 Mitarbeiter). C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht a. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft weiterhin fest im Griff, doch der Internationale Währungsfonds ist inzwischen etwas zuversichtlicher für 2021. Für Deutschland sind die IWF-Ökonomen aber zurückhaltend. Die Impfstoffe gegen das Corona-Virus verbessern die globalen Wachstumsaussichten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Aussichten der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent angehoben. Neben der positiven Wirkung der Impfkampagnen rechnet der IWF auch in einigen größeren Industriestaaten mit weiteren Konjunkturspritzen. Für Deutschland und Europa erwartet der IWF aber in diesem Jahr ein schwächeres Wachstum als zuletzt angenommen. Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF wie bereits im Oktober ein globales Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent. Für Deutschland senkt der IWF seine Prognose für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 3,1 Prozent im Folgejahr. Für die Eurozone insgesamt reduziert der IWF seine Prognose für 2021 um 1 Prozentpunkt auf ein Plus von 4,2 Prozent. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird ein Wachstum von 5,1 Prozent erwartet, zwei Prozentpunkte mehr als noch im Oktober. China trauen die IWF-Ökonomen ein deutliches Plus von 8,1 Prozent zu. China ist die einzige der großen Wirtschaftsnationen, die 2020 gewachsen ist. b. Branchenbezogene Entwicklung Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland startet mit einer scheuen Haltung in das neue Jahr, verspürt aber leichten Rückenwind. Nach wie vor belastet und verunsichert die Corona-Pandemie die Unternehmen. Die hierdurch festgesetzten Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen beeinträchtigen wesentlich. Hinzukommen weiterhin Probleme in den Lieferketten. Auch der Strukturwandel in wichtigen Abnehmerindustrien, etwa in der Automobilindustrie, und die weiterhin ungelösten wirtschaftlichen Spannungen zwischen USA und China sind erhebliche Störfaktoren. Doch es ist zu erkennen, dass sich der Maschinenbau auch in dieser schwierigen Phase widerstandsfähig zeigt und vor allem von seiner globalen Aufstellung profitiert. Insbesondere Exporte in asiatische Länder und auch das Konjunkturprogramm in den USA versprechen eine bessere Entwicklung für das Jahr 2021. Auch Europa erholt sich Schritt für Schritt, wenn auch nur vergleichsweise langsam. Es ist bereits ein großer Rückgang der in Kurzarbeit beschäftigten Personen zu verzeichnen. Diese Faktoren führen zu einem Anstieg der Produktionsprognose auf 7 Prozentpunkte, geben aber dennoch keinen Grund zur Entwarnung. Das Produktionsniveau dürfte im Jahr 2021 immer noch rund 10 Prozent unter dem bereits niedrigen Niveau im Jahr 2019 liegen und hängt auch weiterhin von der Entwicklung pandemiebedingter Einschränkungen der Produktion ab. c. Prognose der MPS Stollberg GmbH Trotz einem von hartem Wettbewerb geprägten Marktumfeld sowie der ungewissen Entwicklungen der Corona-Pandemie erwartet die MPS Stollberg GmbH für das Jahr 2021 einen Anstieg im Auftragseingang sowie bei den Umsätzen. Um sich auf das veränderte Kundenverhalten in der für das Unternehmen wichtigen Maschinenbaubranche anzupassen, agiert die Gesellschaft mit weiteren punktuellen internen Umstrukturierungs- und Investitionsmaßnahmen. Es ist noch stärker erforderlich, kurzfristig eingegangene Aufträge in kurzer Zeit umzusetzen, da die Maschinenbaubranche einer stetig wachsenden Volatilität unterliegt. Der bereits begonnene Optimierungsprozess wird auch 2021 kontinuierlich fortgesetzt. Die Aufgabe der Gesellschaft wird auch in Zukunft sein, die Kostensteigerungen zu bremsen bzw. zu kompensieren, sowie auf den sich schnell ändernden Markt kurzfristig und kreativ zu reagieren. Durch den am 17. Mai 2019 im konzerninternen Galvanikbetrieb stattgefundenen Brand hat die MPS Stollberg GmbH auch weiterhin die Herausforderung zu bestreiten, ihre Flexibilität und Schnelligkeit aufrechtzuerhalten. Durch die Inbetriebnahme der neuen Galvanikanlagen im Jahr 2021 wird ein positiver Effekt für die Gesellschaft durch Beschleunigung der Prozesse und Auftragsbearbeitung sowie der daher eingehenden Kosten- und Zeitersparnis erwartet. Durch die geplanten massiven Investitionen in unterschiedlichen Bereichen und vor allem auch Modernisierungen in Richtung Digitalisierung und neuerster Technologie sieht sich das Unternehmen in einer guten Ausgangssituation um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und sich auch im für die Gesellschaft wichtigen Systemlösungsbereich weiter zu behaupten. Für das Jahr 2021 erwartet die MPS Stollberg GmbH daher eine Ergebnis-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich. 2. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Die Risiken der MPS Stollberg GmbH werden sowohl top-down als auch bottom-up identifiziert, in einem geschäftsbereichsbezogenen Lagebericht dokumentiert und vom Management bewertet. Die Bewertung anhand der Größen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß in Abhängigkeit zum Operativen Ergebnis wird von den jeweiligen Risikoverantwortlichen vorgenommen. Eine plausible Berechnung des möglichen Erwartungswertes mit Begründung, Nennung und Gegenmaßnahmen und deren zeitliche Umsetzung sind zwingend vorgeschrieben und werden von der Geschäftsführung in Sitzungen mit Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich besprochen. In einem Risikomanagement-Handbuch wird das gesetzliche vorgeschriebene Risikomanagement ausführlich dokumentiert und kann von der gesamten Belegschaft eingesehen werden. Durch kurze Interaktionswege können neu identifizierte Risiken schnell und direkt an die Risikoverantwortlichen, das Controlling oder an die Geschäftsführung gemeldet werden. Die Umsetzung und Effektivität des Chancen- und Risikomanagements zu überwachen, ist Aufgabe jeder Führungskraft. In der MPS Stollberg GmbH sind Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten, gegenwärtig nicht zu erkennen. Derzeit ergeben sich für die Gesellschaft die in den nachfolgenden Risikokategorien aufgeführten Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich zu beinträchtigen: Umfeld und Branchenrisiken Derzeit ist der Wirtschaftsmarkt mit großen Unsicherheiten behaftet. Hierzu tragen die künftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken entscheidend bei. Zu diesen Risiken zählen die anhaltende Belastung der Banken mit unsicheren Krediten, die skeptische Haltung der EZB, das Auftreten des Corona-Virus oder auch den globalen Wirtschaftshandel hemmende, länderindividuelle Entscheidungen zur Marktbeeinflussung (bspw. Handelsstreitigkeiten). Ausgehend von diesen Risiken erfolgt eine starke Beeinflussung der Wirtschaft, wodurch sehr schnell ein Wachstumsstopp erfolgen kann, auch unterliegen die industriellen Geschäftsbereiche zudem einem Wettbewerbsdruck, hervorgerufen durch das Agieren preisaggressiver Anbieter, hier vor allem aus dem asiatischen Raum. Dieses wirtschaftliche Umfeld birgt das Risiko rückläufiger Nachfrage unserer Kunden aus dem industriellen Sektor. Durch einen aktiven Dialog mit unseren Kunden sowie intensiven internen Analysen und Recherchen zum Marktumfeld zu den Kundenwünschen und zur Konkurrenz kann auf Entwicklungen und Bedürfnisse der Branche frühzeitig reagiert werden. Weiterhin hat sich die Gesellschaft durch ständige Investitionen und Innovationen eine gute Marktposition erarbeitet. IT-Risiken Beeinträchtigungen der System- und Datenlandschaft können Prozesse im Unternehmen ganz oder teilweise stören. Zudem können Daten durch falsche oder unerlaubte Datenzugriffe verfälscht, zerstört oder kopiert werden. Diesen IT-Risiken begegnet die Gesellschaft durch regelmäßige Investitionen im Bereich Hard- und Software, den Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen, sowie Penetrationstests durch externe Dienstleister zur Überprüfung der IT-Sicherheit. Die Sensibilisierung der Belegschaft im Hinblick auf Datensicherheit und Datenmissbrauch, sowie ein umfassendes Berechtigungsmanagement und Verschlüsselungskonzept helfen zudem, das Risiko auf einem überschaubaren Niveau zu halten. Personalrisiken Der Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte ist in der Branche und in den Regionen, in welchen sich die MPS Stollberg GmbH bewegt, nach wie vor hoch und wird speziell in Deutschland durch die Auswirkungen des demografischen Wandels verschärft. Um seine Unternehmensstrategie umsetzen zu können, ist das Unternehmen gefordert, hochqualifiziertes Personal in einem intensiven Wettbewerbsumfeld zu finden und langfristig für das Unternehmen zu begeistern. Unter Nutzung der vorhandenen Strukturen des Mühlbauer-Konzerns begegnet die MPS Stollberg GmbH dieser Herausforderung mit intensiven Aus- und Weiterbildungsprogrammen für Nachwuchskräfte aus den eigenen Reihen, die Weiterentwicklung von loyalen Mitarbeitern zu künftigen Führungskräften sowie durch internationales Recruiting. Eingebettet in sämtliche Personalentwicklungskonzepte ist hierbei die Vermittlung der firmeneigenen Unternehmenskultur. Nachfrageschwankungen können in einigen Bereichen zu Personalüberkapazitäten führen. Um diesem Risiko möglichst ohne Entlassungen entgegenwirken zu können, setzen wir unter anderem auf einheitliche Qualifikationsstandards der Mitarbeiter, um die Belegschaft bereichsübergreifend und flexibel einsetzen zu können. Zeitlich begrenzte Verpflichtungen helfen zusätzlich, diesem Risiko entgegen zu wirken. Beschaffungsrisiken Ziel des Einkaufs ist es, qualitativ hochwertige Rohstoffe und Leistungen termingerecht und kostenoptimal zu beschaffen. Dieser Beschaffungsprozess kann mit Preis- und Bezugsrisiken sowie Qualitätsrisiken von Lieferantenseite verbunden sein. Durch Budgetvereinbarungen für Rohmaterialien und eine praktizierte globale Beschaffungsstrategie werden Preise für definierte Zeiträume fixiert und Single-Source-Situationen relativiert. Umfassende Verfahrens- und Prüfanweisungen für den Wareneingang regeln, dass nur die qualitativ einwandfreien Güter in den Fertigungs- und Montageprozess gelangen. Aktuell kann die Corona-Krise aufgrund von Quarantänemaßnahmen, Verzögerungen beim Transport und Lieferengpässen zur Unterbrechung der eng vernetzten globalen Lieferkette führen. Dies kann zur Folge drohende Pönalzahlungen und Lieferverzüge haben. Diesem Risiko wird mit einer konsequenten Second-Source-Strategie, der ständigen Verbesserung der Lieferantenqualifizierung sowie einer nachhaltigen Optimierung der Produktionsprozesse begegnet. Compliance-Risiken Compliance-Risiken bezeichnen das Risiko, dass sich Führungskräfte oder Mitarbeiter des Unternehmens nicht an die Gesetze und Vorschriften halten oder unternehmensinterne Richtlinien missachten. Diese Risiken können in allen Bereichen des Unternehmens auftreten. Zur Risikominimierung und zur Sicherung der Compliance hat das Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen festgelegt. Fachbereiche und von der Geschäftsführung beauftragte Personen stellen die Einhaltung der Gesetze und interner Vorschriften sicher. So kontrolliert z.B. der Datenschutzbeauftragte die Befolgung datenschutzrechtlicher Vorschriften. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Minimierung der Risiken aus dem Compliance-Bereich Wirtschaftskriminalität ergriffen:
Nicht vollständig ausgeschlossen werden können vorsätzliche kriminelle Handlungen. Sonstige Risiken Gegen externe Einflüsse wie Sturm, Wasser oder Brand schützt sich die MPS Stollberg GmbH durch ein umfangreiches Versicherungspaket, das regelmäßig geprüft und bedarfsorientiert angepasst wird. Chancen Die für die weitere Geschäftsentwicklung der MPS Stollberg GmbH wesentlichen Chancen sind im Prognosebericht dargestellt. Gesamtaussage Auch unter Berücksichtigung sämtlicher derzeit erkennbaren Auswirkungen der durch den Corona-Virus ausgelösten Pandemie sind in der MPS Stollberg GmbH gegenwärtig keine Entwicklungen zu erkennen, die bestandsgefährdend sein könnten. Insgesamt lassen sich Risiken jedoch niemals vollständig ausschließen. So könnten beispielsweise Naturkatastrophen, eine Eskalation terroristischer Aktivitäten, mögliche weitere, neue Pandemien oder Gesetzesänderungen bei Steuern und Zöllen in einzelnen Exportmärkten den Absatz beeinträchtigen.
Stollberg, 25. März 2021 gez. Josef Markus Mühlbauer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung1. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, folgendes zu beschließen: "Der im Jahresabschluss ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 813.090.38 wird in Höhe von EUR 200.000,00 an die Alleingesellschafterin ausgeschüttet und in Höhe von EUR 613.090,38 auf neue Rechnung vorgetragen." "Die Dividende ist am 14. Mai 2021 zur Zahlung fällig." Die Gesellschafterversammlung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Die Geschäftsführung stellte fest, dass der Vorschlag einstimmig angenommen wurde. AnhangA. Einleitung Die MPS Stollberg GmbH mit Sitz in Stollberg/Erzgeb. ist am Amtsgericht Chemnitz unter der Registernummer HRB 26796 in das Handelsregister eingetragen. B. Grundlagen und Methoden Der Jahresabschluss der MPS Stollberg GmbH wird nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der MPS Stollberg GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (2) HGB. C. Bilanzierung und Bewertung Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, welche sich nach den allgemein steuerlich geltenden AfA-Tabellen richtet. Das unbewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben, beim beweglichen Anlagevermögen wird die lineare sowie für Vermögensgegenstände, die vor dem 01.01.2011 zugegangen sind, auch die degressive Abschreibungsmethode verwendet. Bei Anwendung der degressiven Methode erfolgt der Übergang zur linearen Methode, sobald die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt. Wurden Sonderabschreibungen nach steuerlichen Regelungen vorgenommen, erfolgte die Abschreibung grundsätzlich nach der linearen Methode. Im Jahr der Anschaffung oder Herstellung der Vermögensgegenstände vermindert sich für dieses Jahr der Absetzungsbetrag um jeweils ein Zwölftel für jeden vollen Monat, der dem Monat der Anschaffung oder Herstellung vorangeht (pro rata temporis). Zugänge mit Anschaffungskosten von 250,01 EUR bis 800,00 EUR werden als Geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und in dem Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Zugänge vor dem 01.01.2018 mit Anschaffungskosten von 150,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurden in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens auf den beizulegenden Wert werden von der Gesellschaft vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt. Nicht gängige und im Wert verminderte Bestände werden entsprechend dem Niederstwertprinzip abgewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungskosten werden in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes wird der Auftragswert unter Bezugnahme auf den Fertigstellungsgrad als Basis der Berechnung verwendet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr sind, sofern sie auf Euro lauten, grundsätzlich zu Nennwerten, unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem Barwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko grundsätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen in fremder Währung mit einer Laufzeit unter einem Jahr sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag aktiviert. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr sind mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag aktiviert. Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden gebildet. Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf einem kombinierten Ertragsteuersatz, der Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt, im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Investitionen werden im Zeitpunkt der Aktivierung des korrespondierenden Wirtschaftsguts als Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen erfasst und ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer des betroffenen Wirtschaftsguts aufgelöst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit über einem Jahr sind mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. dem höheren Kurs am Bilanzstichtag passiviert. D. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr von 40 TEUR um 29 TEUR auf 69 TEUR erhöht. Den Zugängen in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr 36 TEUR) stehen Abschreibungen in Höhe von 18 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) gegenüber. 2. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von 924 TEUR um 555 TEUR auf 369 TEUR vermindert. Den Zugängen im Bereich Anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 90 TEUR (Vorjahr 117 TEUR) sowie im Vorjahr im Bereich Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 13 TEUR stehen Abschreibungen in Höhe von 645 TEUR (Vorjahr 424 TEUR) gegenüber. 3. Vorräte Die Vorräte setzen sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt zusammen:
Die Wertberichtigung auf das Vorratsvermögen wurde im Berichtsjahr um 68 TEUR aufwandswirksam erhöht (Vorjahr 4 TEUR). 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Rückforderungen von sonstigen Verbrauchsteuern in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr 27 TEUR) sowie Ertragsteuer-Forderungen in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr 11 TEUR). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. 5. Liquide Mittel Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen. 6. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern des Berichtsjahres beruhen ausschließlich auf Differenzen im Posten Sonstige Rückstellungen. Der kombinierte Ertragsteuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt unverändert 29,83% und setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer mit 15%, dem Solidaritätszuschlag mit 0,83% sowie einem Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,00%. 7. Eigenkapital Das Eigenkapital gliedert sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:
a) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete, vollständig einbezahlte und im Handelsregister eingetragene Kapital der MPS Stollberg GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert 26.000,00 EUR. b) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage resultiert vollständig aus der Übernahme eines Teilbetriebes der Mühlbauer GmbH & Co. KG im Wege der Abspaltung und beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2020 unverändert 1.960 TEUR. c) Bilanzgewinn Das Geschäftsjahr 2020 der MPS Stollberg GmbH schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr 40 TEUR) ab. Die Entwicklung des Bilanzgewinns ergibt sich wie folgt:
8. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen über 1 TEUR (Vorjahr 63 TEUR) erfasst als Wertberichtigung zum Anlagevermögen Investitionszuschüsse sowie steuerfreie Investitionszulagen der öffentlichen Hand für bestimmte Investitionsmaßnahmen. Der Sonderposten löst sich ratierlich entsprechend der Nutzungsdauer der betroffenen Vermögensgegenstände ertragswirksam auf. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens über 62 TEUR (Vorjahr 16 TEUR) enthält der Posten "Sonstige betriebliche Erträge" der Gewinn- und Verlustrechnung. 9. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des laufenden Jahres sowie des Vorjahres. 10. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich in Höhe von 367 TEUR (Vorjahr 412 TEUR) sowie bestehende Garantierisiken in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr 20 TEUR). 11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2020 und 2019 wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten die Verpflichtungen aus Lohn- und Gehaltszahlungen in Höhe von 467 TEUR (Vorjahr 394 TEUR), Lohn- und Kirchensteuerabgaben in Höhe von 77 TEUR (Vorjahr 76 TEUR) sowie im Berichtsjahr Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 52 TEUR. Sämtliche Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte besichert. 12. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a) Haftungsverhältnisse Zum Stichtag 31. Dezember 2020 bestehen bei der Gesellschaft keine Haftungsverhältnisse. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen 1.139 TEUR (Vorjahr 894 TEUR) auf verbundene Unternehmen. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind, sind nicht vorhanden. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 13. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 74 TEUR (Vorjahr 26 TEUR) anderen Perioden zuzuordnen. 14. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände In den Abschreibungen des Berichtsjahres sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 294 TEUR enthalten. 15. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 3 TEUR) enthalten. 16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB. 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält neben Ertragsteueraufwendungen des laufenden Jahres in Höhe von 43 TEUR (Vorjahr 30 TEUR) auch latente Steuererträge. 18. Jahresüberschuss und Bilanzgewinn
Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 19. Ausschüttungssperre Zum 31. Dezember 2020 unterliegt nach § 268 (8) HGB ein Gesamtbetrag von 1 TEUR der Ausschüttungssperre. Dieser Betrag resultiert ausschließlich aus aktiven latenten Steuern. F. Sonstige Angaben Beschäftigte (Jahresdurchschnitt) Der durchschnittliche Personalbestand stellt sich wie folgt dar:
Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr 2020 36 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr 37). Honorar Abschlussprüfer Das Honorar der Abschlussprüfer wird im Konzernanhang der Mühlbauer Holding AG genannt. G. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Alfred Blahnik Technischer Geschäftsführer (bis 08. Juli 2020) Herr Thorsten Lischka Kaufmännischer Geschäftsführer (bis 23. Novemer 2020) Herr Josef Markus Mühlbauer Geschäftsführer (ab 24. November 2020) H. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Mutterunternehmen der MPS Stollberg GmbH ist die Mühlbauer Holding AG mit Sitz in Roding. Die Mühlbauer Holding AG ist als Unternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Mühlbauer Holding AG stellt einen Konzernabschluss nach HGB auf. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss werden im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht. I. Nachtragsbericht Die Auswirkungen der globalen Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus COVID-19 sowie der zu dessen Eindämmung weltweit getroffenen Maßnahmen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr bei den Kunden der Gesellschaft sowie auch der Mühlbauer-Gruppe im Gesamten zu einer gewissen Unsicherheit geführt. Als Folge war wie erwartet eine rückläufige Nachfrage festzustellen, welche einen direkten Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hatte. Es verbleiben auch weiterhin große Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf ausfallen werden. Dies hängt wesentlich davon ab, wie lange die von den Regierungen getroffenen Entscheidungen andauern bzw. sich entwickeln. Weitere Ausführungen sind im Lagebericht näher beschrieben. Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2020 lagen nicht vor.
Stollberg, 25. März 2021 gez. Josef Markus Mühlbauer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.05.2021. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MPS Stollberg GmbH, Stollberg/Erzgeb. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MPS Stollberg GmbH, Stollberg/Erzgeb., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MPS Stollberg GmbH, Stollberg/Erzgeb., für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Passau, den 4. Mai 2021 KPWT
Kirschner Wirtschaftstreuhand AG
gez. Stefan Heipertz Alexander Bernauer |
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