RK Vision Invest GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pascal Hansen seit 12.1.2026 | Prokura |
Julia Gertrud Katrin Schleunung seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Martin Borgmann seit 18.1.2022 | Geschäftsführer |
Lars Magnus Kirschke seit 14.1.2019 | Geschäftsführer |
Jens Platzhoff seit 14.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.88% | |
| 1.50% | |
| 0.62% |
| Name | Anteil |
|---|---|
planus media GmbH Agentur für regionale MedienEigenbeteiligung | 10.45% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OOH Media GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OOH Media GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der OOH Media GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OOH Media GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 6. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Kamann, Wirtschaftsprüferin Zwirner, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2022
Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Düsseldorf, 6. April 2023 Bernd Rabsahl, Geschäftsführer Konzern-Lagebericht für 2022Die OOH Media GmbH, Düsseldorf, und ihre Tochtergesellschaften, im Folgenden bezeichnet als die OOH Media-Gruppe, sind ein Konzern spezialisierter Media Agenturen im Bereich der Out-of-Home (OOH) und mobile Kampagnen. In dem folgenden Lagebericht wird die Geschäftsführung der OOH Media-Gruppe auf folgende Punkte eingehen:
1. Die Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die globale Wirtschaft war im Jahr 2022 von Turbulenzen geprägt. Zwar führen die Lockerungen der COVID-19-Restriktionen im Frühjahr 2022 zu einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, jedoch hemmen die Auswirkungen des Krieges von Russland auf die Ukraine seit Ende Februar 2022 das Wirtschaftswachstum und treiben die Inflation. Sanktionen gegen Russland verknappen die Gaslieferungen, wodurch ein starker Anstieg der Energiepreise verzeichnet wurde. Das Konsumverhalten fiel entsprechend niedriger aus und veranlasste die Zentralbanken zu einer restriktiven Geldpolitik - so hat die europäische Zentralbank im Jahr 2022 die Leitzinsen für den Euro-Raum von 0,00 % zum Jahresbeginn auf insgesamt 2,00 % in drei Zinsschritten erhöht 1. Die US-Notenbank Federal Reserve hat im Jahr 2022 sieben Zinsschritte durchgeführt von 0,25 % zum Jahresbeginn bis auf 4,50 % zum Jahresende 2. Die Industrie im Euroraum - insbesondere das verarbeitende Gewerbe - litt zusätzlich bis ins dritte Quartal 2022 mit Unterbrechungen der Lieferketten sowie steigende Vorleistungskosten. Als Teil der Weltwirtschaft war die deutsche Volkswirtschaft neben den o.g. weltwirtschaftlichen Umständen aufgrund der gleichzeitig gestiegenen Importausgaben - bedingt durch teure Energieimporte - Exportschwierigkeiten ausgesetzt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % gestiegen 3. Je nach Wirtschaftsbereich verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Zum einen profitierten viele Dienstleistungssektoren sowie der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe nach dem Wegfall der COVID-19-Restriktionen von Nachholeffekten. Auf der anderen Seite führten schwierige Finanzierungsbedingungen, hohe Baukosten sowie Material- und Fachkräftemangel zu rückläufigen Entwicklungen in der Baubranche. Die sukzessiven Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen ab Beginn des Jahres 2022 haben auch das Investitionsverhalten der Werbetreibenden im ersten Quartal 2022 bestimmt. So hat der für den Konzern relevante Bereich der Werbeinvestitionen sich im ersten Quartal 2022 positiv entwickelt und verzeichnete einen Anstieg der Bruttoinvestitionen um +6,7 % 4. Ab dem zweiten Quartal haben Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Konflikt in Russland und der Ukraine das Wachstum gehemmt, sodass die Bruttoinvestitionen im ersten Halbjahr durchschnittlich nur um 3,3 % gestiegen sind 5. Das geringe Konsumverhalten - getrieben durch die hohe Inflationsrate - führten im zweiten Halbjahr 2022 zu weiteren Rückgängen des Investitionsverhalten der Werbetreibenden, sodass die gesamten Werbeinvestitionen im Jahr 2022 einen Rückgang von 3,8 % verzeichneten und die Bruttowerbeinvestitionen von 36.146 Mio. € (Vorjahr) auf 34.756 Mio. € gesunken sind 6.
4 Quelle: The Nielsen Company, 2022 sowie eigene
Analysen der OOH Media Gruppe
5 Quelle: The Nielsen Company, 2022 sowie eigene
Analysen der OOH Media Gruppe
6 Quelle: The Nielsen Company, 2023 sowie eigene
Analysen der OOH Media Gruppe
Die Werbegattungen OOH Medien sowie Mobile Medien - welche die Kernbereiche der OOH Media Gruppe darstellen - sind entgegen des gesamten Werbemarktes gestiegen und konnten das Rekordjahr 2021 übertreffen. OOH verzeichnete mit einem Wachstum von 2,6 % (Vorjahr 11,1 %) einen Anstieg der Bruttoinvestitionen auf 2.622 Mio. € (Vorjahr 2.555 Mio. €) und befindet sich mit einem Zuwachs von +67 Mio. € damit weiterhin auf Wachstumskurs. Der OOH Anteil im Medien-Mix ist im Geschäftsjahr 2022 von 7,1 % auf 7,5 % gestiegen. Die stärksten prozentualen Zuwächse im Jahre 2022 verzeichnete der Bereich Ambient Media mit Gesamtinvestitionen von 36,7 Mio. € bzw. einer Wachstumsrate von 10,8 %. Das erste Halbjahr 2022 war korrespondierend mit dem Wegfallen der Corona-Schutzverordnungen von einem signifikanten Wachstum (+9,7 % zum Vorjahreszeitraum) geprägt, während das zweite Halbjahr aufgrund der volkswirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und durch Unsicherheiten in Zusammenhang mit der (vorübergehenden) Einführung von Beleuchtungszeitbeschränkungen für Aussenwerbeflächen gemäß der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMav) beeinträchtigt war. Abbildung 1 fasst die Entwicklung des OOH Marktes und des Gesamtwerbemarktes im Geschäftsjahr 2022 zusammen: Abb. 1: Werbetrend OOH und Gesamtmarkt 2022 (Veränderung zu 2021 in %, kumuliert) 7
7 Quelle: The Nielsen Company, 2023 sowie eigene
Analysen der OOH Media Gruppe
Der Bereich Mobile ist im Geschäftsjahr 2022 um 2,9 % gewachsen und konnte die Bruttoausgaben aus 2021 (1.692 Mio. €) erneut überschreiten (2022: 1.741 Mio. €). Die rasante Entwicklung des Mobile-Bereichs mit einem Durchschnittswachstum von 10,0 % über die letzten fünf Jahre ist auf die rasante Nutzung von Smartphones und Tablets zurückzuführen. Der mobile Markt hat in den letzten Jahren eine immer wichtiger werdende Rolle im Media-Mix eingenommen und verzeichnet mittlerweile einen Anteil von 5,0 % im Media-Mix. Die OOH Media Gruppe hat neben dem Kernmarkt OOH seit 2019 Geschäftsaktivitäten im Bereich Mobile erschlossen und bietet sogenannte "Double Impact" Produkte an, welche die Bereiche OOH und Mobile synergetisch und vor allem auch programmatisch verknüpfen. Mit Ausnahme der Media-Gattungen OOH, Mobile und Kino sind im Geschäftsjahr 2022 flächendeckend alle anderen Gattungen aufgrund der volkswirtschaftlichen Entwicklungen im zweiten Halbjahr gesunken und haben somit Marktanteile, insbesondere zu Gunsten OOH und Mobile, verloren. Zusammenfassend stellen sich die Entwicklungen und Veränderungen im Zeitraum 2019 bis 2022 der einzelnen Medien wie folgt dar 8 :
8 Quelle: The Nielsen Company Germany, 2023
sowie eigene Analysen der OOH Media Gruppe
Abb. 2: Entwicklung und Veränderungen der Brutto-Mediaausgaben in Mio. €
Kerngeschäft der OOH Media-Gruppe ist der Einkauf, die Beratung, Planung und Aussteuerung von analogen und digitalen OOH Medialeistungen national und international auf einer proprietären Plattform, die auch die für die OOH Media-Gruppe immer bedeutsamer werdende programmatische Werbeaussteuerung ermöglicht. Weitere Dienstleistungen sind:
Zur OOH Media-Gruppe gehören folgende Gesellschaften: OOH Media GmbH, Düsseldorf, IT WORKS GmbH, Düsseldorf, Digital Works GmbH, Düsseldorf, M.A.I.S. Marketing Information-Systems GmbH, Düsseldorf, WestWorks GmbH, Düsseldorf, IT WORKS Aussenwerbung GmbH, Düsseldorf, MIC Düsseldorf GmbH, Düsseldorf, VIVOOH GmbH, Düsseldorf, EASYmedia GmbH, Herne, DOOH GmbH, Düsseldorf und MIC Media Innovation Center GmbH, Düsseldorf (50 %). Die OOH Media-Gruppe hat als Konzern-unabhängiger Dienstleister eine bedeutende Stellung im Markt. Haupteinflussfaktoren für das Geschäft sind die Werbekonjunktur und die daraus resultierenden Mediaaufwendungen sowie die Stellung der Außenwerbung im intermedialen Mix. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 maßgeblich in die Stärkung ihrer Software-Plattform und den Erwerb von Daten investiert. Die Investitionen dienen zum einen der Weiterentwicklung der programmatischen Plattform LOCATRICS® und zum anderen der Entwicklung von datenbasierten Produkten zum Ausbau der Innovationskraft der OOH Media-Gruppe. Über die vorgenannten Entwicklungstätigkeiten hinaus, gibt es keine weitere Entwicklungstätigkeiten in der OOH Media-Gruppe. Die OOH Media-Gruppe betreibt keine Forschungstätigkeiten. 2. Die Ertragslage Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der OOH Media-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zufrieden. Der Umsatz im Berichtszeitraum 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 lag bei 273.310 Tsd. € (Vorjahr 300.281 Tsd. €; 2020 241.263 Tsd. €) und verzeichnete aufgrund des Wegfalls der Kampagnen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie sowie durch die gesetzliche Einschränkung für Tabakwerbung im OOH-Bereich einen Umsatzrückgang von über 60 Mio. €, welcher durch eine starke Performance von Bestandskunden aus den Bereichen Medien und Elektronik sowie Umsätze von Neukunden aus den Bereichen Food, Gaming und Lieferdienste teilweise kompensiert werden konnte. Der durch diesen Umsatzrückgang bedingte Rohertragsverlust 9 konnte insbesondere durch den Ausbau der Mediaberatungsleistungen sowie die Übernahme des programmatischen Bereiches für ein großes Mediaagenturnetzwerk kompensiert werden. Hierdurch konnten starke Zuwächse in den Honorarerlösen sowie den Technologieerlösen durch die starke Nutzung der programmatischen Plattform von LOCATRICS® generiert werden. Der Umsatz lag damit am oberen Ende der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite in Höhe von 210.000 Tsd. € bis 290.000 Tsd. €.
9 Rohertrag definiert als Umsatzerlöse
abzüglich Materialaufwand.
Die aktivierten Eigenleistungen im Berichtszeitraum betrugen 1.554 Tsd. € (Vorjahr 663 Tsd. €) und sind auf die im Geschäftsjahr forcierten Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die Software LOCATRICS® sowie dem Erwerb von Daten zurückzuführen, welche einen maßgeblichen Bestandteil der zukünftigen Unternehmensstrategie der OOH Media-Gruppe darstellen. Der Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 252.855 Tsd. € (Vorjahr 281.920 Tsd. €) und beinhaltet die bezogenen Leistungen für den Verkauf von Medialeistungen. Die Materialaufwandsquote (als Verhältnis von Materialaufwand und Umsatzerlösen) lag bei 92,5 % und wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert (Vorjahr 93,9 %). Der Personalaufwand betrug 7.121 Tsd. € (Vorjahr 6.338 Tsd. €). Der Anstieg ist auf den Aufbau der Belegschaft für die vollständige Übernahme der Mediaplanung eines marktführenden Mediaagenturnetzwerks sowie dem Aufbau von Personal im Technologie- und Digitalbereich im Zuge des Ausbaus der programmatischen Aktivitäten zurückzuführen. Darüber hinaus beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände von 10.856 Tsd. € (Vorjahr 12.175 Tsd. €), welche sich im Wesentlichen auf den im Rahmen der Erstkonsolidierung der IT WORKS-Gruppe aufgedeckten Kundenstamm und Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Jahre 2017 beziehen. Der Rückgang der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf den unterjährig zwischenzeitlich vollständig abgeschriebenen Kundenstamm zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 3.700 Tsd. € (Vorjahr 2.602 Tsd. €). Die Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die laufenden betrieblichen Aufwendungen wie Raum-, IT- und Verwaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Freelancer, Aufwendungen für Beratungs- und Prüfungsdienstleistungen sowie Marktforschungsaufwendungen. Die Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen ist auf Beratungsaufwendungen für externe IT-Entwickler im Zuge des Ausbaus von LOCATRICS® zurückzuführen sowie auf gestiegene Mietaufwendungen angesichts mietfreier Monate im Vorjahr. Einen weiteren bedeutenden Bestandteil der Ertragslage stellen die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 2.751 Tsd. € (Vorjahr 2.814 Tsd. €) dar, welche sich auf die Aufnahme von Fremdkapital zur Finanzierung der Akquisition der IT WORKS-Gruppe aus dem Jahre 2017 beziehen. Der Rückgang der Zinsaufwendungen ist auf die signifikanten Tilgungen im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen, welche insbesondere aus der Rückführung eines Verkäuferdarlehens resultieren. Die OOH Media-Gruppe erzielt somit einen Konzern-Jahresfehlbetrag von 2.738 Tsd. € (Vorjahr 4.844 Tsd. €). Eine Bestandsgefährdung ergibt sich hieraus nicht. Das Konzernergebnis ist vielmehr geprägt durch die bilanziellen Effekte aus der Akquisition der IT WORKS-Gruppe, welche die planmäßigen Abschreibungen des im Rahmen der Erstkonsolidierung der IT WORKS-Gruppe aufgedeckten Kundenstamms und Geschäfts- oder Firmenwerts (10.016 Tsd. €), die Finanzierungsaufwendungen als Resultat aus der Fremdkapitalaufnahme zur Akquisition der IT WORKS Group (2.671 Tsd. €) sowie die Auflösung der passiven latenten Steuern auf die Abschreibungen des Kundenstamms (1.643 Tsd. €) beinhalten. Ohne diese Effekte ergäbe sich für das Berichtsjahr ein Konzernergebnis von 8.306 Tsd. € (Vorjahr 7.519 Tsd. €). Das EBITDA 10 lag im Berichtszeitraum bei 12.028 Tsd. € (Vorjahr 10.389 Tsd. €). Hier drin sind sonstige betriebliche Erträge von 841 Tsd. € (Vorjahr 304 Tsd. €) enthalten, welche im Wesentlichen aus Rückstellungsbildungen aus Vorjahren resultieren und damit einen nicht-wiederkehrenden Charakter aufweisen. Das EBITDA liegt damit am oberen Ende der Vorjahresprognose für das Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr prognostiziert: EBITDA zwischen 9.300 Tsd. € und 12.600 Tsd. €). Die EBITDA-Marge (Rohertrag abzgl. Personalaufwand und sonstiger betrieblicher Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag im Berichtszeitraum bei 4,4 % (Vorjahr 3,5 %).
10 EBITDA definiert als Konzernjahresergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Die EBITDA Marge wird zum einen durch die zusätzlichen Honorarerlöse sowie Technologieerlöse in Verbindung mit dem Ausbau der Mediaberatungsleistungen sowie programmatischen Aktivitäten erhöht. Des Weiteren ist der Anstieg der EBITDA-Marge auf den Umsatzmix zurückzuführen, da im Vorjahr noch erhebliche Umsätze mit der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie, die unterdurchschnittliche Deckungsbeiträge aufwiesen, enthalten waren. 3. Die Finanzlage Die Passivseite der Bilanz ist auf der mittel- und langfristigen Seite geprägt von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 6.403 Tsd. € (Vorjahr 9.354 Tsd. €), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber Gesellschaftern von 24.750 Tsd. € (Vorjahr 22.917 Tsd. €) sowie einem Darlehen gegenüber der AFINUM Achte Beteiligungsgesellschaft mbH & Co KG ("Afinum 8") in Höhe von 6.822 Tsd. € (zzgl. aufgelaufener Zinsen). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Veräußerer der IT WORKS-Gruppe wurde im zweiten Halbjahr 2022 zu einem Teil zurückgezahlt (6.000 Tsd. € zzgl. aufgelaufener Zinsen). Der restliche Teil in Höhe von 9.000 Tsd. € (zzgl. aufgelaufener Zinsen) wurde von der Afinum 8 mit Vertrag vom 5. Oktober 2022 am 20. Oktober 2022 übernommen. Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten hat eine Fristigkeit von über einem Jahr. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, ist auf die Übernahme des Darlehens durch Afinum 8 und die gestundeten Zinsen zurückzuführen, welche dem Darlehensbestand hinzugerechnet werden. Die Gruppe hat im Berichtszeitraum Sondertilgungen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 3.000 Tsd. € (Vorjahr 2.900 Tsd. €) getätigt. Die liquiden Mittel sind mit einem Bestand von 11.907 Tsd. € gegenüber dem Vorjahresbestand leicht gestiegen (Vorjahr 11.751 Tsd. €). Die Nettofinanzverschuldung (Verzinsliches Fremdkapital abzgl. liquide Mittel) hat sich im Geschäftsjahr 2022 durch einen starken operativen Cashflow, welcher zur konsequenten Reduktion des Fremdkapitals genutzt wurde, signifikant reduziert (Berichtsjahr 24.245 Tsd. €; Vorjahr 35.519 Tsd. €). Das Eigenkapital weist zum Berichtsstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 9.986 Tsd. € auf (Vorjahr 7.248 Tsd. €) und eine Eigenkapitalquote von -13,5 % (Vorjahr -8,7 %). Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus den nicht-liquiditätswirksamen Verlusten aus den Abschreibungseffekten immaterieller Vermögensgegenstände in Zusammenhang mit der Akquisition der IT WORKS-Gruppe. Diese belaufen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 10.107 Tsd. € (und kumuliert seit Erwerb auf 60.422 Tsd. €). Ohne diese kumulierten Effekte wäre im aktuellen Jahr ein Konzernjahresergebnis von 50.436 Tsd. € erzielt worden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.294 Tsd. € (Vorjahr 4.703 Tsd. €) sowie die Verbindlichkeiten aus Steuern und sozialer Sicherheit in Höhe von 1.143 Tsd. € (Vorjahr 931 Tsd. €) sind vollständig durch flüssige Mittel gedeckt. Die Gesellschaft war in 2022 in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. 4. Die Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt 35,8 % (Vorjahr 42,9 %) der Bilanzsumme. Hiervon entfallen zum 31. Dezember 2022 22.607 Tsd. € (Vorjahr 32.626 Tsd. €) auf die im Rahmen des Erwerbs der IT WORKS-Gruppe zugegangenen immateriellen Vermögensgegenstände. Das Umlaufvermögen ist geprägt von sonstigen Vermögensgegenständen mit einem Anteil von 35,4 % (Vorjahr 44,8 %) und liquiden Mitteln mit einem Anteil von 32,8 % (Vorjahr 29,3 %) am gesamten Umlaufvermögen. Bezogen auf das Gesamtvermögen, liegt der Anteil der liquiden Mittel bei 16,1 % (Vorjahr 14,1 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände minderten sich von 28.309 Tsd. € auf 24.403 Tsd. €. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als Hauptbestandteil erwirtschaftete, noch nicht erhaltene Boni von Lieferanten enthalten. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr konstant (2022: 11.907 Tsd. €; Vorjahr 11.751 Tsd. €) da der operative Cashflow in Höhe von 15.931 Tsd. € im Wesentlichen zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten genutzt wurde. Darüber hinaus wurden vom operativen Cashflow 1.768 Tsd. € für Investitionen - insbesondere zum Ausbau der Software LOCATRICS® - verwendet. 5. Der Risiko- und Chancen-Bericht Das Risikomanagement der Gesellschaft hat als Hauptziel die Sicherstellung der Liquidität im Verhältnis zu kurz-, mittel- und langfristigen Zahlungsverpflichtungen und die frühzeitige Erkennung von etwaigen bestandsgefährdenden Risiken. Hierzu wird regelmäßig die Liquidität analysiert und deren Entwicklung prognostiziert. In dieser Planung findet insbesondere auch die Sicherstellung der Liquidität bei anstehenden Zahlungen wie Darlehenstilgungen Berücksichtigung. In der OOH Media Gruppe sind Risikomanagementprozesse implementiert, die im Geschäftsjahr 2022 genutzt wurden, um die Auswirkungen der Konflikte von Russland auf die Ukraine und der damit einhergehenden volkswirtschaftlichen Folgen zu kontrollieren und kurzfristig handeln zu können. Neben einem regelmäßigen Controlling zur Analyse von verschobenen und stornierten Aufträgen und der damit einhergehenden potentiellen Liquiditätsengpässe wurden Maßnahmen implementiert, um Über- oder Unterkapazitäten innerhalb einzelner Geschäftsbereiche frühzeitig zu identifizieren. Darüber hinaus wird im Rahmen eines regelmäßigen Gremiums die Aufrechterhaltung des Betriebes sichergestellt, sowie Maßnahmen zur Krisenbewältigung festgelegt und - je nach Situation - angepasst. Hygienekonzepte sind seit Beginn der Corona-Pandemie etabliert und Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner werden motiviert, diese weiterhin zu befolgen. Preisänderungen werden regelmäßig in einem Konditionen- und Deckungsbeitragsreport geprüft und ggf. Gegenmaßnahmen ergriffen. Ausfallrisiken wird durch Bonitätsprüfungen und Debitorenmanagement begegnet. Diese Risikomanagementtools gelten ebenso für die Konzernmutter wie auch für die einzelnen Konzerntochtergesellschaften. Die Beteiligungen werden im Rahmen eines Beteiligungscontrollings regelmäßig einer Prüfung auf finanzieller und strategischer Ebene unterworfen; weiteren Bedarf an Risikomanagement sieht die Geschäftsführung nicht. Der Werbemarkt orientiert sich am gesamtwirtschaftlichen Umfeld und Wachstum. Das Hauptrisiko der Gesellschaft besteht damit (a) in der Verringerung und dem Ausfall von zu betreuenden Werbeetats sowie (b) im starken Preis- und Konditionenwettbewerb in der Branche. In Zeiten von hohen Inflationsraten und niedrigem Konsumverhalten - insbesondere im zweiten Halbjahr 2022 - bestand eine zusätzliche Unsicherheit im OOH-Markt aufgrund möglicher Einsparungen in Marketinginvestitionen durch Werbetreibende und durch mögliche Beleuchtungszeitbeschränkungen von OOH Flächen im Rahmen des EnSikuMav (Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen). Durch wöchentliche Reportings, die bei Bedarf auch täglich erzeugt werden können, sowie einem monatlichen Reporting im Zusammenhang mit dem buchhalterischen Monatsabschluss, sieht die Geschäftsführung sich mit einem ausreichenden Instrumentarium versorgt, um entsprechend schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Die Gruppe ist als neutraler Vermittler zwischen Anbietern von analogen und digitalen OOH Werbeleistungen und Werbetreibenden ein integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette. Als solcher besteht ein Gleichgewicht zwischen großen Anbietern und für die Gruppe großen Kunden. Wenngleich der Wegfall einzelner Kunden ein Ertragsrisiko für die Gesellschaft darstellt, ist keiner der Kunden als einzelner von einer Bedeutung, die das Management als ein existenzbedrohendes Risiko sieht. Im Hinblick auf die aktuellen Kriegshandlungen in der Ukraine sieht sich die IT WORKS Gruppe - sofern die militärischen Auseinandersetzungen allein auf das Territorium der Ukraine begrenzt bleiben - nur in Bezug auf die allgemeine wirtschaftliche Lage und eine etwaige Verunsicherung im Werbemarkt exponiert. Bestandsgefährdende Risiken aus der Ukraine-Krise selbst oder aus anderen externen Faktoren sind aktuell nicht erkennbar. Als Chance sieht die Gruppe die Digitalisierung des Werbeträgerbestandes, den Ausbau der programmatischen Werbeaktivitäten und von datengetriebenen Produkten insbesondere im Bereich Mobile sowie die Übernahme von OOH- und Mobile-Mediadienstleistungen für kleinere und mittlere Agenturen, die der Kompetenz von IT WORKS durch die Plattform LOCATRICS® im spezifischen Segment OOH und Mobile vertrauen. Hierdurch entstehen weitere Wachstumspotentiale sowie neue interessante und flexible Werbestrategien, die den Bereich "public media" für Neukunden attraktiver werden lässt. Durch die breite Aufstellung der OOH Media-Gruppe als Mediatech-Unternehmen im Bereich OOH, DOOH (Digital Out-of-Home), Ambient, Mobile sowie die Entwicklungsaktivitäten in weiter datengetriebene Geschäftsmodelle kann die Unternehmensgruppe integrierte lokale Lösungsansätze bei hoher Flexibilität bieten. Durch Optimierung der Software-Infrastruktur und die einhergehende Transformation von analogen zu digitalen Arbeitsabläufen und Prozessen innerhalb der OOH Media-Gruppe ergeben sich weitere Chancen im Hinblick auf Effizienzsteigerungen durch die Optimierung von Arbeitsabläufen. 6. Der Prognosebericht Nach dem Geschäftsjahr 2022 des Konzerns geht die Geschäftsführung der OOH Media GmbH, Düsseldorf, von einer erfolgreichen Fortführung der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 aus. Der erwartete konsolidierte Umsatz als wesentlicher Treiber des Ergebnisses wird in einer Bandbreite von 239.000 Tsd. € und 292.000 Tsd. € erwartet. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein positives EBITDA zwischen 9.700 Tsd. € und 13.100 Tsd. € in einem kompetitiven und weiterhin von politischer und makroökonomischer Unsicherheit geprägten konjunkturellen Umfeld prognostiziert.
Düsseldorf, 6. April 2023 Bernd Rabsahl Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss der OOH Media GmbH, Düsseldorf (im Folgenden auch kurz: "OOH Media"), wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zwecks Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden "Davon"-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Die OOH Media GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 82806 eingetragen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Muttergesellschaft sowie zehn inländische Gesellschaften, an welchen die OOH Media direkt oder indirekt beteiligt ist. Neun der inländischen Gesellschaften werden vollkonsolidiert, eine Gesellschaft wird aufgrund des maßgeblichen Einflusses der OOH Media at-equity (Buchwertmethode) bilanziert. Sämtliche Anteile, an denen die OOH Media unmittelbar oder mittelbar zu 100 % beteiligt ist, werden voll konsolidiert. Zu den vollkonsolidierten Unternehmen werden folgende Angaben gemacht:
Zu der at-equity Beteiligungen wird folgende Angabe gemacht:
Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember eines Jahres als Abschlussstichtag. Bei der Konsolidierung (§ 300 HGB) der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Unternehmen wurden folgende Grundsätze angewendet: Kapitalkonsolidierung Bei der erstmaligen Einbeziehung der IT WORKS GmbH im Rahmen der Erstkonsoli-dierung zum 28. September 2017 wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten neu bewertet und angesetzt. Dabei wurden ein Kundenstamm in Höhe von TEUR 35.040 und ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 47.599 aktiviert. Der Kundenstamm wird über die erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Bei der erstmaligen Einbeziehung der EASYmedia GmbH im Rahmen der Erstkonsoli-dierung zum 3. Januar 2019 wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten neu bewertet und angesetzt. Dabei wurde eine Technologie in Höhe von 727 Tsd. € und ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 965 Tsd. € aktiviert. Die Technologie wird über die erwartete Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 ist eine Earnout-Verbindlichkeit in Höhe von 100 Tsd. € an den Verkäufer ausgezahlt worden. Bei der Kapitalkonsolidierung wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile, mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB) sind die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet worden. Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung der Posten der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 305 HGB. Die in den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen ausgewiesenen Innenumsätze und die diesen entsprechenden Aufwendungen sowie die übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge wurden gegeneinander aufgerechnet. Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen Zwischenergebnisse vorhanden waren, wurden diese gemäß des § 304 Abs. 1 HGB erfolgswirksam eliminiert. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz angesetzt, soweit diese zu einer zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastung führen. Sie werden wie die laufenden Steuern mit dem Steuersatz des Organkreises von 31,2 % berechnet, da alle konsolidierten Gesellschaften in den ertragsteuerlichen Organkreis einbezogen sind. Die temporären Bilanzunterschiede resultieren aus immateriellen Vermögensgegenständen. Die daraus resultierenden passiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus dem Restbuchwert des im Vorjahr entgeltlich erworbenen Kundenstamms. Aktive latente Steuern liegen nicht vor. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern findet dementsprechend nicht statt. Im Konzernabschluss wurden die zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastungen ermittelt und latente Steuern auf temporäre Differenzen aus den Einzelabschlüssen sowie ergebniswirksame Konsolidierungsbuchungen angesetzt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Der Abschluss der MIC Media Information Center GmbH, Düsseldorf wurde ebenso nach den identischen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der vollkonsolidierten Gesellschaften erstellt. Erworbene und selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Geschäfts- oder Firmenwerte, welche im Rahmen der Erstkonsolidierung der IT WORKS GmbH und ihrer Tochtergesellschaften aus dem Geschäftsjahr 2017, der EASYmedia GmbH aus dem Geschäftsjahr 2019 und der DOOH GmbH aus dem Geschäftsjahr 2020 erstmalig angesetzt wurden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb IT WORS GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, aus dem Erwerb der EASYmedia GmbH sowie aus dem Erwerb der DOOH GmbH werden linear über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Bilanzierte Kundenstämme aus dem Erwerb der IT WORKS GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sowie die bilanzierte Technologie aus dem Erwerb der EASYmedia GmbH und der DOOH GmbH werden über die hierfür unterstellte Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear. Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250,01 und 1.000,00 Euro werden im Rahmen der Sammelabschreibung über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Unter den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten die anteiligen Jahresüberschüsse der assoziierten Unternehmen. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge oder Kapitalausschüttungen erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem waren nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden überwiegend bereits vereinnahmte Erlöse für folgende Geschäftsjahr ausgewiesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (letzte Seite des Konzernanhangs) dargestellt. Entwicklungsaufwendungen sind in Höhe von 1.554 Tsd. € (Vorjahr 663 Tsd. €) angefallen. Von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB wurde wie im Vorjahr Gebrauch gemacht. Entwicklungskosten in Höhe von 1.554 Tsd. € (Vorjahr 663 Tsd. €) wurden als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Forschungsaufwendungen sind wie im Vorjahr keine angefallen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen ist wie im Vorjahr kein Betrag mit einer Fälligkeit von über einem Jahr enthalten. In den Sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag mit einer Fälligkeit von über einem Jahr von 5 Tsd. € (Vorjahr 6 Tsd. €) enthalten. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Wesentlicher Bestandteil sind Zahlung von Aufwendungen für Mediakampagnen, die dem Geschäftsjahr 2023 zuzuordnen sind. Des Weiteren beinhaltet der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ein Disagio von 85 Tsd. € (Vorjahr 144 Tsd. €). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von 100 Tsd. € (Vorjahr 100 Tsd. €) und die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von 14.625 Tsd. € (Vorjahr 14.625 Tsd. €) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten und sind voll einbezahlt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung der It Works GmbH aufgedeckten stillen Reserven in Höhe von 10.016 Tsd. € (Vorjahr 11.768 Tsd. €) sowie die Zinsen auf die Darlehen zum Erwerb der It Works GmbH in Höhe von 2.671 Tsd. € (Vorjahr 2.783 Tsd. €) zurückzuführen. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierungen der im Geschäftsjahr 2017 erworbenen Anteile an der IT WORKS GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften sowie der im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Anteile an der EASYmedia GmbH, Herne, und der im Geschäftsjahr 2020 durchgeführten Anteilserhöhung an der DOOH GmbH, Düsseldorf, führten jeweils zu aktiven Unterschiedsbeträgen, die als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert wurden. Sonstige Rückstellungen Der Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen i.H.v. 19.465 Tsd. € (Vorjahr 20.785 Tsd. €) enthält insbesondere Rückstellungen für Kundenboni i.H.v. 18.468 Tsd. € (Vorjahr 19.473 Tsd. €) sowie ausstehende Rechnungen i.H.v. 579 Tsd. € (Vorjahr 890 Tsd. €). Verbindlichkeiten
Die Darlehen der Kreditinstitute sind gesichert durch Anteilsverpfändungen der Muttergesellschaft und der IT WORKS GmbH, der IT WORKS Außenwerbung GmbH, der WestWorks GmbH, der M.A.I.S. Marketing Information-Systems GmbH, der Digital Works GmbH, der VIVOOH GmbH, der DOOH GmbH sowie der MIC Düsseldorf GmbH, Globalabtretung der Forderungen der o.g. Gesellschaften insbesondere aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegen die Gesellschafterin OOH Media Holding GmbH aus dem gewährten Gesellschafterdarlehen, Kontenverpfändung sämtlicher inländischen Bankkonten der o.g. Gesellschaften sowie Sicherungsabtretung bzw. Verpfändung der wesentlichen Schutzrechte. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden in Höhe von 31.625 Tsd. €. Diese resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin OOH Media Holding GmbH, Düsseldorf, in Höhe von 24.750 Tsd. € (Vorjahr 22.917 Tsd. €). Weiterhin bestand ein Darlehen gegenüber Afinum 8, welches per 31.12.2022 mit 6.822 Tsd. € (zzgl. aufgelaufener Zinsen) valutiert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1.131 Tsd. € (Vorjahr 920 Tsd. €). Im Vorjahr war hier ein verzinsliches Verkäuferdarlehen in Höhe von 15.000 Tsd. € enthalten - Verweis auf die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung. Gegenüber den assoziierten Unternehmen bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Wesentlicher Bestandteil sind erhaltene Zahlungen aus Erträgen für Mediakampagnen, die dem Geschäftsjahr 2023 zuzuordnen sind. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern von 842 Tsd. € (Vorjahr 2.343 Tsd. €) resultieren im Wesentlichen aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Kundenbeziehungen. Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 31,2 % zugrunde gelegt. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen zu 90 % (Vorjahr 89 %) Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werbeleistungen sowie 7 % (Vorjahr 7 %) aus erbrachten Sondermittlerleistungen. Die Umsätze werden zu 97 % (Vorjahr 98 %) im Inland erzielt. Im Geschäftsjahr wurden 1.745 Tsd. € (Vorjahr 1.160 Tsd. €) Umsatzerlöse aus der Überlassung von Software und Technologie-Fees erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Hierin enthalten sind periodenfremde Erträge in Höhe von 724 Tsd. € (Vorjahr 148 Tsd. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der OOH Media Konzern hat folgende außerbilanzielle sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Durch die eingegangenen Miet- und Leasingverpflichtungen wird eine langfristige Kapitalbindung vermieden. Das Working Capital Management der Gruppe wird zum einen durch die Gestaltung und Ausnutzung von Zahlungskonditionen sowie durch den Einsatz von Factoring Modellen mit Partnern gewährleistet. Zum Stichtag sind keine Forderungen im Rahmen des Factorings abgetreten. Sonstige Angaben Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Die Geschäftsführung der OOH Media besteht aus Herrn Bernd Rabsahl, Geschäftsleiter, Düsseldorf, als alleinigem Geschäftsführer. Wir verzichten auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a) HGB. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte durchschnittlich 112 Angestellte inklusive 8 Auszubildender und 6 Geschäftsführer. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt:
Angaben zu § 264 Abs. 3 HGB Die Konzerntochtergesellschaften IT WORKS GmbH, Düsseldorf, IT WORKS Außenwerbung GmbH, Düsseldorf, WestWorks GmbH, Düsseldorf, M.A.I.S. Marketing Information-Systems GmbH, Düsseldorf, Digital Works GmbH, Düsseldorf, VIVOOH GmbH, Düsseldorf, MIC Düsseldorf GmbH, Düsseldorf, DOOH GmbH, Düsseldorf, EASYmedia GmbH, Herne, nehmen die Möglichkeit zur Befreiung von bestimmten Vorschriften über die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses bzw. des Lageberichts gem. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Konzernverhältnisse Die OOH Media GmbH, Düsseldorf, ist nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Dieser Konzernabschluss wird für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufgestellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag gab es keine weiteren Vorgänge besonderer Bedeutung, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung des OOH Media Konzerns zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß DRS 21 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt. Aus der Entwicklung der einzelnen Cashflows ergibt sich die Veränderung des Finanzmittelfonds im Konzern. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Er enthält sowohl Kassenbestände als auch Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds von 11.907 Tsd. € (Vorjahr 11.751 Tsd. €) besteht im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Bedeutende zahlungswirksame Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle waren insbesondere die Tilgung eines Bankdarlehens in Höhe von 3.005 Tsd. € (Vorjahr 4.398 Tsd. €). Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten gegenüber dem Veräußerer der IT WORKS-Gruppe im zweiten Halbjahr 2022 zu einem Teil zurückgezahlt 6.000 Tsd. € (zzgl. aufgelaufener Zinsen). Der restliche Teil in Höhe von 9.000 Tsd. € (zzgl. aufgelaufener Zinsen) wurde von der Afinum 8 mit Vertrag vom 5. Oktober 2022 am 20. Oktober 2022 übernommen. Das Darlehen gegenüber Afinum 8 valutiert per 31.12.2022 mit 6.822 Tsd. € (zzgl. aufgelaufener Zinsen) und ist unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Wesentliche Investitionsvorgänge stellen die Investitionen in die Software LOCATRICS® mit einem Betrag von 1.554 Tsd. € dar. Gewinnverwendungsvorschlag für die KonzernmuttergesellschaftDie Geschäftsführung der OOH Media GmbH schlägt vor, den aus dem Jahresabschluss resultierenden Jahresüberschuss in Höhe von 5.718 Tsd. € und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. |
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